180« Samstag de» 22. August 197 M Amts- »ind Anzeigeblatt für den "Kreis Gieße« | Gratisbeilage: Gießener Kamicienbtätter^ | —«I m «ttr. totrsroyi Mn Scikk 'i volles verschiß e-. d. Bl ngel etsu rtheken jenen, t.8oPf. Die für den FuhrwerkSverkehr gesperrte Kreisstraße Mlle«dorf—Nordeck kann von Mittwoch, den 2«. d. ?Mts, ab wieder befahren werden. Gießen, den 21. August 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gag ern. Mnohme von Anzeigen zu der Nachmittags für den groben Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. rißt Frist von 8 Tagen. v. Gagern. dtascty chpold's Pak ö Toilette-Zj ouristeutaschri 'äger in jolib? Gelächter ertönte auf allen Seiten, daS noch verstärkt wurde, als plötzlich SchnurpS die Zielscheibe des neuesten WttzeS wurde. Man hatte ihn plötzlich „entdeckt", d. h. daS Aussehen seiner winzigen Persönlichkeit so posfirlich gefunden, daß man auf den Gedanken kam, sich die Zeit auch mit ihm zu vertreiben. Der billige, carrtrte Anzug, den er als letzten Ladenhüter aus längst vergangener Saison kurz vor seiner Ab« reise in der Nachbarstadt erstanden hatte, im Verein mit dem hellgelben Strohhut und der etwas schreiend-blauen Cravatte, dienten gerade nicht dazu, in ihm eine ResPectS- Person erblicken zu lasten. Hierzu kam ein vorzeitig allzu üppig gewordener Schnurrbart, den die Natur aus Versehen in ein falsches Gesicht gepflanzt hatte und der deßhalb gerade eine gegentheilige Wirkung hervorbrackte, und die Thatsache, daß Schnurps ein Piucenez trug, besten zu große Gläser seitwärts zu weit über die Augen hinauSragten. Als die versteckte Bezeichnung „Engländer aus Perle- berg" fiel, fühlte er fich noch ein wenig gehoben, denn die Engländer zählten zu den Weltreiseuden, und in Perleberg wurde eine vorzügliche Glanzwichse hergeftellt. AlS aber der Ausdruck „gelehrter Naucke" fiel, wurde er unruhig, — ein Zustand, der fich noch steigerte, als er die Unvorsichtigkeit beging, fich allen Ernstes dagegen zu verwahren, wofür er ein allgemeines Lachen etnsteckeu mußte. Zum Glück stand der Gaul wieder auf den Beineu. Und so konnte die Fahri weitergeheu, nachdem man Schnurps allgemein eine „Glückliche Reise" gewünscht hatte, wobei ihm ein besonders zudringlicher Mensch zurief, er möge fich nur gleich ein „Retourbillet" geben lasten. „ Erst später gab man ihm die Aufklärung, daß der Berliner VolkSwitz diesen Rath für alle Diejenigen bereit habe, die man für werth hielt, nach Dalldorf, der großen, städtischen Irrenanstalt, gebracht zu werden. »MtM iW Vierteljähriger Abonnementspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogeir 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Hlr.7. Fernsprecher 51. . Die Ausführung des Gesetzes, die Entschädigung für an Milzbrand und Rauschbrand gefallene Thiere. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen w Me toeoto. tx8 Breit«. Dfeienfaen von Ihnen, welche mit der Erledigung untaei Aufloge vom 4. August l. I. (Gießener Anzeiger Mr. 183) noch im Rückstände find, «erden hieran erinnert ^tte bringen lMgSvoll Der Ofener Anzeiger Meint täglich, Ausnahme deS Montags. liie Gießener ZSantttenVtälter Wtabtn dem Anzeiger NHötrntlich dreimal beigelegt. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Zu Friedberg und Petterweil, Kreis Friedberg, bic Maul- und Klauenseuche auSgebrochen und Gehöft-

me angeordnet worden. Gießen, den 19. August 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. liegen. Wenn die Frage aber nicht vernünftig und schnell gelöst werde, so könnte sie jederzeit in ein acutes Stadium treten. ,c„ Kopenhagen, 20. August. Der dänische Kreuzer „Ingolf , welcher seit zwei Jahren eine Expedition zur Erforschung der Fahrwasser bet Island unternommen hat, ist heute nach glücklicher Durchführung der Expedition hierher zurück- gekehrt. Die Leitung war dem Commandeur Wandel anvertraut. Die Expedition entdeckte im südlichen Theile der DavtS'Straße einen unterseeischen Höhenzug. Die wissenschaftlichen Resultate find, besonders was Hydrographie und Zoologie anbetrifft, ausgezeichnet. Mehrere neue Thiersormen wurden gefunden. Christiania, 20. August. DaS Morgenblatt verüffent- licht aus Hamm er fest folgendes Telegramm des MhrerS der „Fram", Capttän Sverdrup au Nausen: „Fram wohlbehalten angekommen. Alles Wohl an Bord. Abgeht sogleich „Tromsoe", Willkommen heim. Nansen antwortete sogleich: Willkommen an Dich und Alle. Hurrah für „Fram . — Nansen reiste um 12 Uhr von hier ab, um der „Fram entaegenzufahren. , . Petersburg, 20. August. Die nach Nord-Finland zur Beobachtung der Sonnenfinfterniß entsandte russische astronomische Expedition hat aus Tornea telegraphisch die Nachricht gesandt, daß sie bet sehr schönem Wetter mit drei verschiedenen Apparaten 10 Aufnahmen der Corona hat machen können. Die Aufnahmen sind gut gelungen. Diese Beobachtungen und Aufnahmen haben in Isa an der schwedisch- rusfiscken Grenze stattgefunden. Athen, 20. August. Die „Asth" meldet: Sechzig Personen, meist Frauen und Kinder, wurden am 16. d. M. m Kozani von KoniarS, die von kürzlich ausgehobeneu alba- nesischen Irregulären und Baschibozuks unterstützt wurden, niedergemetzelt. Biele andere Personen wurden miß- handelt. Koustautiuopel, 20. August. Meldung des Wiener Correspondenz-BureauS. Die Pforte hat den Botschaftern der Mächte die Mittheilung zugehen taffen, daß achtund- zwanzig grt-chilche Ossizt-re in Uniform mit drei Gebtrgsgeschützen, 2000 Chassepot-Gewehren und 700,000 Patronen auf Kreta au zwei verschiedenen Punkten der Insel gelandet feien. u>a® B»rean „öere®* Berlin, 20. August. Der Regierungspräsident a. D. LucaS von Cranach ist gestern hier gestorben. Berlin, 20. August. Die Angabe der „Volkszeitung", daß Rittmeister v. Stetten vom Auswärtigen Amt hierher beordert worden wäre, bestätigt fich der „Voff. Ztg." zufolge s08 5 < erei"e” «” fick in Betriel erungen. warmes Bad! A ier HeN? a. Gaseff s Gasheizfl und franco. in toV i dtische selbst in Betriei I Man durfte nicht behaupten, daß SchnurPS' Stimmung eine rosige war. Während er fich darüber wunderte, daß die Droschkenfahrt gar kein Ende nehmen wollte, fand er Zeit genug, sich wiederholt zu gestehen, daß Berlin ein heißes Pflaster habe, auf dem man jedenfalls tapfer die Ellenbogen gebrauchen müsse, um vorwärts zu kommen. Und er wollte seine Ellenbogen gegen den Strom stemmen, um sein Ziel zu erreichen. „Klein, aber oho!" war ein Ausdruck, der auch ihm bereits bekannt war und ihn fürderhin stets bestärken sollte in dem Gedanken, daß auch körperlich kleine Menschen auf den Gipfel eines hohen Berges gelangen können, wenn sie die kurzen Schritte zu verdoppeln verstehen. Mancher große Kaufmann war wie er, bescheiden und dürftig, dereinst hier etugezogen und hatte seine Träume tu Erfüllung gehen seheu.^^ar wutbe w ^fort bewußt, daß er zu Hause hinter der Häringstonne nur die sogenannte „Schmierkladde" geführt hatte, zwar hätte er im Augenblick nicht behaupten können, in welchen Papieren er dereinst sein Vermögen au- legen würde, zwar war der Empfang, der ihm bis jetzt bereitet worden war, kein besonders ermunternder, aber daS durfte intelligente Geister nicht schrecken, selbst wenn sie den Namen Schnurps führten, aus bem man fich ein EigenfchaftS- wort zur Belustigung der Menge zurechtgemacht hatte. Seine Fahrt war vergebens gewesen: Diejenige, die er suchte, war vor etwa fünf Jahren verzogen. Aber man konnte ihm sagen, wohin, und da er an der Droschkenfahrt einmal Geschmack gesunden hatte, so rief er abermals einen Kutscher an, der ihn wieder in die Gegend zurückfuhr, woher er vor einer Stunde gekommen war. (Fortsetzung folgt.) (Eichener Anzeiger General-Anzeiger. Nürnberg. 20. August. Bet der heutigen Preis- vertheilung in der Landesausstellung hielt Staats- Minister v. Feilitzsch eine Ansprache, worin er betonte, daß es ihn mit Freude erfülle, die Preisvertheilung im Auf- trage des Prinzregenten vornehmen zu können. Der Zweck der Ausstellung, einen Ueberblick über die industriellen und gewerblichen Producte des Landes und alle Hilfsmittel zu gewähren, fei erreicht, die Hoffnungen und Erwartungen feien übertroffen worden. ES feien 252 goldene, 671 filberue, 784 broncene Medaillen, sowie eine Anzahl AnerkennungS- diplome vertheilt worden. Der Minister sprach zum Schluß Allen, die an dem Unternehmen mitgewirkt haben, Dank aus und theilte dann die Auszeichnungen mit, die der Prinzregent dem Präfideuten des Preisgerichts uud den einzelnen Gruppen. Vorständen verliehen hat. Oberbürgermeister Dr. Schuh wies auf den Dank und die Gefühle der Verehrung der Versammlung für den Prinzregenten hin. Nachmittags 3 Uhr ist Festessen, Abends Gartenfest. _ Rom. 20. August. Die „Opiuione" demeuttrt nach eingezogenen Informationen die Nachricht deS neapolitanischen Blattes „Jl Pungolo", daß an verschiedenen Punkten Italiens geheime Freiwtlligen-Auwerbungeu für Kreta eröffnet würden. Rom, 20. August. Gegenüber den heute verbreiteten ungünstig lautenden Gerüchten ist feftzustellen, daß daS Befinden des Papstes andauernd ein sehr gutes ist. Madrid. 20. August. Während der Manöver der Artillerie in Carabanchel in der Nähe von Madrid stürzte eine Brücke ein. Eine Kanone fiel in die Tiefe, ein Soldat wurde getödtet, vier andere verwundet. London. 20. August. Die „Times" bemerkt in einem Artikel über Creta, die österreichischen Staatsmänner seien der Anficht, der Weltfrieden hänge von der A u f r e ch t er h a ltun g des status quo ab, während England, welches sonst mit Oesterreich überetnsttmme, glaube, die Wohlfahrt der Türkei und der Weltfrieden hänge von der Einführung einer guten Regierung für die Unterthanen des Sultans ab. England habe auf Reformen in Armenien bestanden, um die Macht der Türket zu stärken, die englische Regierung könne aber nicht damit einverstanden fein, durch Theilnahme an der Blockade Cretas den Policeman für die Türket zu spielen. — Die Vorwürfe der russischen Presse besprechend, bemerkt dann die „Times", die Politik Frankreichs sei kaum so schwankend, daß eß durch Creta von Egypten abgeleukt würde. Der Ton der deutschen Presse habe sich in befriedigender Weise geändert. Wenn die Mächte sich dahin einigen würden, die kretische Frage in der von der „Kölnischen Zeitung" vor- geschlagenen Richtung zu lösen, so würden keine unüberwindlichen Schwierigkeiten zur Annahme dieser Richtung vor- ——__ Wolff® telegraphisches Sorrespondem-Bltraa«. Kulda. 20. August. Heute Abend halb 7 Uhr wurde iliit Atschofs-Conferenz mit einem Gottesdienste ge- lichlol s e n. Bremen, 20. August. Der Lloyd setzte die Zwischen. - ls rtp-r ei s e von Newyork nach Baltimore auf 134 und 105 Mk. fest und ermäßigte sie für die Schnelldampfer nach 'fUtivyork auf 150 Mk. Dresden, 20. August. Amtlich wird mitgetherlt, daß fich rim König noch einige Schonung auferlegeu müsse. Infolge Uchu wird sich der Monarch nicht nach Görlitz begeben, son- Uarn während der Kaisermanöver vom 10. bis 12. Sep- i leibe* in Bautzen Wohnung nehmen. Die Parade bei .Main wird der König am 3. September abhalten. 8 W1 Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" tnlgege*. Amtlicher Theil. Gießen, den 19. August 1896. Ferrilletoir. Debüt in der Weltstadt. Berliner Skizze von Max Kretzer. (3. Fortsetzung.) Als die Droschke in eine aSphaltirte Straße eingebogen glitt der Gaul plötzlich aus uud stürzte zu Boden, lau» «inen großen Auflauf verursachte. Währeuddefseu kam . MnurpS zu der Ueberzeugung, daß es in Berlin eine vin ge Menschen geben müsse, die lediglich weiter nicht® zu Ga haben, als über die traurigsten Dinge ihre Glossen zu «ihen und billige Rathschläge zu ertheileu, ohne den kleinen Singer zu rühren. Während der Kutscher und ein herbeigeeilter College tefitlben schweißtriefend fich bemühten, die klapperige Rofi- deren Rippen man zählen konnte, auf die steifen Beine . |ui bringen, flogen die Bemerkungen deS VorstadtpublikumS eit sprühende Knallerbsen umher. Man möge den „Distanz-Läufer" nur gleich in sein Vlbbegräbniß tragen, meinte ein profesfioueller Parade- Bmmler, der sein Verständniß für Pferde von der Be- fiwpturrg herzuletten pflegte, er habe „bet der Cavallerte" gkkandeu, womit er ohne Zweifel anbeuten wollte, baß er ms den Exercirplätzen fich stets in unmittelbarer Nähe dieser Duppe aufhalte. Ein zweiter machte den Vorschlag, dem Thiere Hafer ms die Nase zu streuen, während ein halbwüchsiger Bursche ■b krähender Stimme rief, daß man bet gewissen Würsten hi fliegenden Händler demnächst die Droschkennummer ttturSfchmecken werde. Dadurch ermuntert, hielt eS ein Unter für daS Beste, sofort eine Sammlung für ein „Be- j giLbrüß erster Güte" zu veranstalten, wozu er als erster mit ikr« alten Hosenknopf den Anfang machen wollte. ' nicht. Erst der Verlauf der gerichtlichen Verhandlung gegen das „Bert. Tagebl." könnte Anlaß dazu geben, daß amt« licherseitS nähere Aufklärung von Herrn v. Stetten verlangt werde. Berlin, 20. August. Die kürzlich verbreitete Nachricht, daß Theodor v. Wächter in die Anstalt de» Pastor» v. Bodelschwingh in Bielefeld al» Pfleger eingetreteu sei, ist der „Post" zufolge unzutreffend, v. Wächter habe sich mit seinen Verwandten wieder auSgesöhnt und befinde sich al» ReconvaleScent bei seinem Vater in Stuttgart. Nach seiner Wiederherstellung werde er eine Redacteurstelle in dem Blatt de» Pastor» Naumaun übernehmen. Berlin, 20. August. Im nichtamtlichen Theile de» „Reichsanzeigers" wird ein längere» Expose über die Gründe de» Rücktritts de» bisherigen KriegSmtnisterS Bro ns art v. Schellendorf veröffentlicht. Darnach ist General v. Bronsart lediglich wegen seines angegriffenen GesuudheitS» zustandes aus seinem Amte auSgeschteden. Aus diesem Grunde habe er bereits gegen Ende dieses Frühjahres um seine Entlassung nachgesucht. Um den Minister möglichst seinem Amte zu erhalten, sei ihm ein Urlaub bis Ende August dieses JahreS ertheilt worden. Bor Ablauf desselben habe nun Herr v. Bronsart sein Entlassungsgesuch erneuert unter der Begründung, daß sich fein Gesundheitszustand in der Zwischenzeit nicht so gekräftigt habe, um die Functionen der arbeitsreichen und verantwortungsvollen Stellung als Kriegsminister wieder übernehmen zu können. Infolge dessen fei dem Gesuch entsprochen worden. Der „Reichsanzeiger" hält eS daher für ein eitles Bemühen, nach verborgenen Motiven zu suchen. Völlig verkehrt aber sei eS, den eigentlichen Grund des Rücktritts des Generals v. Bronsart in einem Gegensatz zwischen dem Krtegsminister und dem Chef deS Mtlitär«CabinetS erblicken zu wollen. Der Chef des Militär-CabiuetS komme gar nicht in die Lage, einen Einfluß auf die Allerhöchsten Entschließungen in denjenigen militärischen Angelegenheiten auSzuüben, welche zum Ressort des KriegSminifterS gehören, wie denn auch Letzterer selbst regelmäßig Vortrag bei dem Kaiser hat, am allerwenigsten aber wird dem Chef deS Militär- Cabinets ein Einfluß in politischen Dingen gewährt. Weißenfels, 20. August. In Eisenberg wurde gestern früh oem hiesigen Nachrichten-Blatt zufolge der Rentier Eduard Reit sch von seiner Tochter, der Wittwe Emilie Wilke, mit einem Beile erschlagen. Die Mörderin ist anscheinend geistesgestört und war bereits früher einmal in einer Irrenanstalt. Bafel, 20. August. In dem Dorfe ConterS find gestern 10 Wohnhäuser, die Kirche und viele Stallgebäude uiedergebrannt. 80 Personen find obdachlos. Kufstein, 20. August. Die Leiche des vom Predigerstuhl abgeftürzren Münchener Buchhalters Funk ist nach drei- tägig-r harter Arbeit geborgen und hierher gebracht worden. Ischl, 20. August. Graf GoluchowSkh ist hier etn- getroffen, um dem Kaiser für die Verleihung deS Ordens vom goldenen Vließ zu danken und Bericht in der kretenfischen Frage zu erstatten. Graz, 20. August. In der Leobeuer Garnison ist die egyptische Augenkrankheit auSgebrochen. Triest, 20. August. Infolge politischer Umtriebe fanden hier drei weitere Verhaftungen statt. Rom, 20. August. Die Hochzeit deS Kronprinzen von Italien soll im November in Monza ftattfinden. Der Erzbischof von Turin wird die kirchliche Trauung vornehmen. Hierauf begibt fich da» junge Paar nach Rom, wo große Festlichkeiten veranstaltet werden. Außer den Famtlien- Angehörigen der Braut werden auch die Königsfamilie von Portugal, Kaiser Wilhelm, der Prinz von Wales und ein rusfischer Großfürst der Trauung beiwohnen. In mehreren Städten ist eine Subscriptiou eröffnet worden, um für die Braut reiche Geschenke anzukaufeu. Der Kammer wird der Antrag vorgelegt werden, dem Kronprinzen, welcher bisher nur von Seiten des Königs 500000 Lire bezieht, eine Apanage in derselben Höhe zu bewilligen. Rom, 20. August. Anfang September geht eine Ab- theilung technischer Truppen nach Mas sau ah. Auf Wunsch der Regierung wird General Baldissera schon vorher nach Afrika zurückkehren. Er wird die Statthalterschaft definitiv übernehmen und die Befestigung der Mareb«Linie bald in Angriff nehmen. Paris, 20. August. Der Redacteur des Anarchtsten- blatteS „Ltbertaire", Namen» Guyard, der am Jahrestage der Hinrichtung CasertoS dessen That verherrlichte, ist verhaftet worden. Wettere Verhaftungen stehen bevor. Paris, 20. August. ES verlautet, daß die Expedition der an Bord deS holländischen Dampfers Doelwhk beschlagnahmten Waffen und Munition durch eine Pariser Firma auSgeführt wurde, welche den Doelwhk in Rotterdam gemiethet hatte, um ihn mit der Ladung nach Djtbont zu führen. Die Italiener hätten demnach kein Recht gehabt, ein Schiff, welches sich nicht in italienischen Gewässern befand, zu beschlagnahmen. Die Waffen stammten auS Lüttich und waren nach Rotterdam geschafft worden. Stockholm, 20. August. Der Zeitung „DagenS Nyheter" zufolge ist Nansens Schiff „Fram" heute Vormittag glücklich in Skjervoe zwischen Hammerfest und Tromsoe an- gekommen. Lhristiauia, 20. August. Nansen ist nach dem „Fram" abgereist. Altona, 21. August. Bei Brunsbüttel sind abermals drei große Bauernhöfe durch Feuersbrünste eiugeäschert worden. Unzweifelhaft liegt Brandstiftung vor. Auf die Ergreifung der Thäter ist eine hohe Belohnung ausgesetzt. Dresden, 21. August. Der deutsche Apothekertag wählte gestern Fro e lt g - Berlin zum Vorsitzenden de» deutschen Apothekervereins. Zum nächsten Versammlungsort wurde Straßburg bestimmt. Wien, 21. August. Wegen der immer stärker werdenden Spaltung der Wiener Gesellschaft dürfte da» die»- r tionen statt. Pola, 21. August. Am Vorabend deS Geburtstages de» österreichischen Kaiser» wurde auf dem Fenster einer hiesigen Kaserne eine P et ar d e mit brennender Luute gefunden. Ein Unteroffizier machte sie unschädlich. Rom, 21. August. Der Krieg»miuister fragte bet dem General Hrusch an, ob er bereit wäre, al» Bevollmächtigter zu Meuelik zu gehen, um über die Friedensbedingungen und die Auslieferung der Gefangenen zu unterhandeln. Heusch erbat sich Bedenkzeit. Tromfoe, 21. August. Die „Fram" lief gestern Abend hier ein. An Bord befanden fich außer Capitän Svendrup ferner noch Jacobsen, Dr. Blesfing, Bentzon, Skott, Hansen, Henriksen und Andere. Sie wurden mit brausendem Jubel und Böllerschüssen empfangen. Belgrad, 21. August. Der König tritt am 15. October eine Rundreise au. In Bukarest werden vier, in Wien drei und in Cettivje fünf Tage Aufenthalt genommen. Am 1. November wird der König in Rom eintreffen, von wo die Rückreise nach Belgrad erfolgt. § Gedern, 17. August. Einem hiesigen Bäckermeister, welcher sich auf dem Heimweg von Burkhards befand, kam an einer abfallenden Stelle der Straße der Wagen in» Rollen- das Pferd galoppirte weiter, bis schließlich die Räder abfielen. Die auf bim Wagen befindlichen neun Personen kamen mit Hautabschürfungen davon. Der Unfall geschah dadurch, daß der Wagen ohne Bremsvorrichtung war. Butzbach, 18. August. In der gestrigen Stadtvorftands- fitzung wurde beschlossen, daß zu Ehren der seither hier garnisonirenden EScadron Dragoner, die am 22. August d. I. die hiesige Stadt verläßt, um an den Manöveru Theil zu nehmen, und nach denselben ihren neuen GarnisonSort Darmstadt bezieht, am 20. d. MtS., Abends, aus städtischen Mitteln ein Abschiedsessen im Gasthau» „Zum goldenen ♦ Köln, 20. August. Der Verputzer Thomas, in am 31. März seine Frau ermordete, wurde heute Mor;,- 6 Uhr durch da» Fallbeil hingerichtet. * Hannover, 16. August. Eine tragikomische Sen spielte fich heute Mittag auf dem hiesigen Bahnhofe * Die Ehefrau eines Kölner Schneidermeister» war ihn, Ehegatten mit dem ganzen Vermögen durchgebrannt. 6t hatte den Personenzug benutzt, der betrogene Gemahl atzv bestieg den D-Zug und konnte dadurch die AuSreißeriv « dem hiesigen Bahnhofe in Empfang nehmen. Die Ba^ .1 ;«* -> CocaUs nnb pmiitjkUc»« Gießen, den 21. August. • • Schuldienst-Nachrichten. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministerums deS Innern vom 14.August find die LehramtSaccessisten Karl Krauß in Dieburg, Wilhelm PeterS aus Nieder-Erlenbach, Karl Busch in WormS, Ludwig Kreisel in Rimbach i. O., Franz HilSboS in Mainz, Wilhelm Kalbfleisch in Gießen, Paul Helmke in Darmstadt, Moritz Repp in Wöllstein und Friedrich Müller in Mainz zu Lehramtsassessoren ernannt worden. * * 500 Mark Belohnung. Die auf die Ermittelung deS Diebes deS Geldbriefbeutels von Straßburg (Els.) 2 nach Frankfurt (Main) 1 und auf Herbetschaffuug deS entwendeten Gutes ausgesetzte Belohnung ist von der Postbehörde auf 500 Mark erhöht worden. • * * Aeudernngeu im Eisenbahnwesen. In Folge der Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn erhält Limburg vom 1. Januar k. I. ab eine zweite Betriebsinspectton, der die Westerwaldbahnen unterstellt werden. Die bisherige In- spection soll die Strecken von Limburg nach Wetzlar, Niedernhausen, Schwalbach und Laurenburg umfassen. Gleichzeitig wird eine Aenderung der DirectionSbezirke eintreten. Die Strecke Niederlahnstein—Troisdorf wird von der Direction Frankfurt an Köln und die Strecke Siegburg—Derschlag an Elberfeld übergehen. Die Jnspection Wetzlar wird nach Gießen verlegt. Der Güterverkehr von und nach dem Westerwald, nach Frankfurt und Wiesbaden und darüber hinaus wird, um eine Beschleunigung zu erzielen, nicht mehr über Schwalbach, sondern über Niedernhausen geleitet werden. *’ Promenade Concert. Bei günstiger Witterung findet SamStag Mittag 12 Uhr das letzte der beliebten Prome- nade-Concerte unserer RegimentSmusik vor Beginn der Manöver statt, worauf wir besonders aufmerksam machen. Zur Ausführung gelangt folgendes Programm: 1. Jubelfeier-Festmarsch (Lachner). 2. Ouvertüre z. Op. Electra (Hertel). 3. Frühlingskinder, Walzer (Waldteufel). 4. Divertissement a. d. Op. Lohengrin (Wagner-Wieprecht). ** Unfall. Ein schon bejahrter Bauersmann aus Wiese ck hatte gestern Abend in einer hiesigen Brauerei mit seinem mit zwei Kühen bespannten Wagen Treber geholt. Beim Nachhauseiahren setzte fich der Mann auf den Wagen auf ein Brett. Ohne eS zu merken, war das Brett ins Rutschen gekommen und stürzte der Mann in der Wallthorstraße vom Wagen herunter vor die Räder. Ein Vorübergehender sprang gleich hinzu, hielt die Kühe an und verhinderte, daß der Mann überfahren wurde- allein schon durch den Fall hatte fich derselbe eine nicht unbedeutende Verletzung an der Stirn zugezogen. Ein deS Weges kommender Arzt legte dem Ber« letzten, den man in einen Geschäftsladen gebracht hatte, einen Nothverband an. *♦ In Amerika verstorbene Heffeu. Trenton, N.«J., M. Reeg, 39 Jahre alt, aus Mainz. — Brooklyn, N.-y., Elisabeth Zindel, geb. Schmalz, au« Dalheim. — New- Uork, Margarethe HaaS, geb. Demmar, 46 Jahre alt, aus Sprendlingen. — Newark, N.-J., Theresia A. Röhrich, geb. Karb, aus Gau-AlgeSheim. •• Früchte find die beste Medicia. ES ist erstaunlich, einen wie großen Arzneischatz die reifen Früchte bergen und die häufig gemachte Beobachtung der guten Wirkung hat wohl zu der landläufigen Redensart geführt, daß das Obst sehr gesund sei. Die Weintrauben, und besonders die blauen Trauben, sind ungemein nahrhaft und sehr blutreinigend. Ihnen folgen im medicinischen Werthe die Pfirsiche, die jedoch nicht überreif sein dürfen und früh Morgens, ganz nüchtern genossen, am gesundesten find. Eine täglich Morgen« nüchtern gegessene Apfelsine ist ein vorzügliches Mittel gegen schlechte Verdauung und kurirt bet längerer Kur gründlich. t" veranstaltet werden soll. Am 20. d. MtS. im Gasthaus „Zum hesfischeu Hof" au6 gleichem Anlaß gemeinschaftliches AbschiedSeffeu der Offiziere und Bürger, schäft statt. 90 Herren find zur Theilnahme am Essen 88, gemeldet. Seit September 1818, in welchem Monat 300 Mao,' hier einrückten, besteht die hiefige Cavalleriegaruison, die erwähnt, nunmehr in eine Jusanteriegaruison umgetBanht wird. Darmst. Zrg. Klein-Steinheim, 17. August. Unweit hiesiger Stari», ließ fich heute Nachmittag ein etwa 26 jähriger Mann Bei einem Bahnzug überfahren und war sofort todt. selbe wurde später als ein gewisser Cigarrenmacher Liode,. feld au» Klein-Krotzenburg erkannt. Er sollte gestern einem Mädchen aus Klein-Auheim den LebenSbuud schliß zog indessen aus unbekannten Gründen den Tod der Ehr Eine größere Summe Geldes warf der Selbstmörder in den Mainstrom. Worms, 19. August. Da« Schöffengericht har^^ einigen Tagen mit der hochwichtigen Frage bes^,. ob das liebliche Wort „Saudeiwel" eine Beleidigung in einem speciellen Falle dies verneint. Ein Auctiovatn- WormS hatte nämlich den Hof seines Vermiethers, ey Bäckermeisters, verunreinigt, weßhalb ihn die Gattin > VermietherS mit obigem Titel belegte. Der Herr nator fühlte fich schwer gekränkt und verklagte die ungemr' Dame wegen Beleidigung. Das Schöffengericht c rinnet aber auf Freisprechung mit der Motivirung, daß die Km in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe. Polizei intervenirte zu beiderseitiger Zufriedenheit. ,16* erhielt sein Geld wieder und dampfte damit nach Köln p rück, während „Sie" in anderer Richtung weiterfuhr. • Wo ißt man in Deutschland das meiste Pferdefleift Nach einer eben erschienenen Statistik lautet die Antwort Ju Berlin. Die drei Mal so große Reichshauptstal zeigt gegenüber Hamburg einen fast achtfachen Consum u Pferdefleisch- denn während in der Handelsstadt an der Elk im vorigen Jahre nur 951 Pferde geschlachtet wurden, kam: auf Berlin im selben Zeitraum nicht weniger als 7620. Auch Breslau mit 2884 Pferden war Hamburg bedeuten» überlegen. Auch daS vier Mal kleinere, mit Hamburg örtlich verbundene Altona brachte es neben Leipzig, München, Köln. Dresden, Magdeburg und Hannover auf mehr alS taufens geschlachtete Pferde Im Jahr. Zu den Abnehmern ber Wofr schlächtereien gehören allerdings neben den Menschen aut noch die Zoologischen Gärten und Menagerien. * Frisch vom Eis. Im Januar ließ der Oeconom tlntl bekannten Etablissements am Moritzplatz in Berlin 50 Hase» in einem EtSschuppen aufhängen, um den Versuch zu machen die Thiere bis zur Eröffnung der nächsten Jagd (8ni! August) zu erhalten. Der Versuch ist auf das Beste f lungen. Die Hasen, welche im Fell verblieben waren, hak volle 8 Monate bei einer Temperatur von 3—6 Grn Reaumur unter Null gehangen und find jetzt dem Rüd)in*i J übergeben worden. Die Thiere waren durchweg blutfrisch N und das Fleisch von vorzüglicher Beschaffenheit gebliebe». * Marienburg (Ostpr.), 17. August. Eine eigen* artige Bekanntmachung erläßt die bffiartentargtr Polizei-Verwaltung. In der „Wartenb. Ztg." liest man „Diejenigen Personen auS dem Stadt« und Lanbbrziri, welche von hiesigen Schankwirthen für Trinkschulden tr geklagt werden sollten, werden aufgefordert, die bezüglich Rechnungen oder Schuldscheine und Wechsel uns vorzulrgv damit gegen die betreffenden Schankwirthe die Concessiek entziehungSklage angestrengt werden kann. Wartenburg, 11. August 1896. Die Polizei-Verwaltung." * Leipzig. 18. August. Allseitiges Mitgefühl erregt he Verzweifel ungSthat eines 21jährigen Äaufmannd, welcher seinem Leben durch Ertrinken ein Ende machte. Es seiner Rückkunft von der Reise hatte der Chef einer hiesigk» Firma die Nachricht erhalten, daß seine Angestellten wählvr seiner Abwesenheit Frauenbesuche im Geschäftslocale empsaog«» I und Gelage veranstaltet hatten. Auf die ihnen gemacht ! Vorwürfe hin verließen zwei der Angestellten sofort das schäft freiwillig, der dritte junge Mann, der fich nachweislit an den Vorkommnissen nicht berheiligt hatte, befürchtete tir Kündigung seiner Stellung, obwohl ihn nur der vorwan traf, daß er ohne Widerspruch diese Empfänge geduldet habe, und in der Sorge um sein weitere» Fortkommen, suchte uel fand er den Tod in der Pleisse. * Au» Thüringen, 19. August. Auf gräßliche Grrks kam der Kaufmann Lange in Fladungen a. d. Röhn um daS Leben. Er wollte einem Bienenvolk Honig nehmen, der Korb fiel auf den Boden, worauf die Bienen derart tcr Lange stachen, daß er auf der Stelle tobt blieb. Zwei Hilfen entkamen mit knapper Noth. • Vom badischen Unterland, 16. August, schreibt ett „Bad. Landesbote" : „Gegen die jetzige Art der Submission werden in Handwerkskreisen schwere Klagen laut, weil die Arbeiten meist an die Mindestfordernden vergeben werde». Aber die Handwerker tragen selbst einen guten Theil bet Schuld, denn die Unterbietungen gehen oft ins Fabelbaste. Ein Privatier in W., der fich eine Villa erbauen ließ, derw Kosten auf 40 000 Mk. veranschlagt waren, sparte dur Submission 12 000 Mk.- eine fürstliche Verwaltung, * Reparaturarbeiten an ihren Höfen ausschrieb, erhieU SÄ' , ytsiim SFrö*« etai not ein mc i/3 des S-Ä > ' ;6t. » Sm ।w- *5 < .HbTtnbt Jett »u,bt * 5 T3>;t id fwer jährige große Künstlerfest unterbleiben. — Ende September I Löwen findet hier die Besprechung der beiden Qnotendepnta- i ~ •, WttLllfsthtt Mtsts, «ar unau Lern aortal, ft Ahtitturt unb üMtitabipol» w , f^oflfltbau jeW e«,ab,n.,6J gfcgattnc verkohlte «licht ist atttc. um jede Sk mit den i igfre. bliebe fcfrcM übrig. & Ict ber Mitt die bei ü Stufet Momente zg tt einen Helfe San nimmt an, ba ß ’iuttn ist. • 5vlsen unb tu der aj"! der Heimfahrt 13. Februar ein. ent am 18. Au ri ,Fram" mit t! keiner ter Drei ie Nrnien das Z • 6u| unb Selbstmord de ei bie That btgl r t Ihor äiaft) Ma U ber Soin bi Wen pippotyt ® Nht 1894 trat er Ita’stx Äo^er E. HaiarrN'Regin Mr Erüder actio ei OsjijiercorpS f iiillgrtn fich ment ti tüchtige und st Köchen nun, als i rmwl Budapester i arten, lernte @ eine tiefe '* Anschlag« auSglsührt. *£ ’s Mu .1 1,1 «otaS! ' Sraf und Chansonette. In Budapest erregt der B^ilbstanord deS Grafen Arthur Csaky-Pallavicint infolge dem die That begleitenden Umstände großes Aufsehen. Graf Arelhur Lsaky Pallavtctnt war am 17. Juni 1875 in Budapest al« der Sohn deS Honved-Rittmeisters und Kämmerers Grinfrn Hippolyt Sigismund Csaky-Pallavicint geboren. Im Jalch « 1894 trat er zugleich mit seinem um ein Jahr älteren Br enbrr Roger Sigismund als Einjährig-Freiwilliger in das 16.f huswren-Regiment ein. Nach einem Jahre ließen sich oeM i Brüder activiren und gehörten seither als Lieutenants beni OffiziercorpS deS Regiments an. Beide Brüder be- theMignv sich wenig an geselligen Vergnügungen und waren b ist auf bai9i alÄI1 >Mge und strebsame Offiziere bekannt. Vor wenigen Xttbütbtn iDura : Dosten nun, als die bekannten „Fife Sisters Barrison“ in r hnn -ß einim Budapester Vergnügung- Etabliffement ihr Debüt ‘ pa w am seiorim, lernte Graf Arthur Miß Ethel Barrtson kennen. LVwm blv Sr *-Wt eine tiefe Neigung zu dem Mädchen, die jedoch von mnn ’ dtefwo nicht erwiedert wurde. Trotz der Versicherungen deS Brsch^M M . August. M erlaßt die Da Larteob. Zig-" * Stadt- und l ■n für Trinkst gefordert, die ,d Wechsel wi» zavkwlrthe ble 6- 'jtofägn bn daS Zimmer seines Bruders und fand ihn in en tonn. Warte» MiMache entseelt auf dem Boden. Graf Arthur hatte Verwaltung." sicht mit einem Revolver entleibt und die Kugel war durch eitigeS MttgeM^ beidit: Schläfe gedrungen. Vier Briefe wurden vorgefunden. Zl jährtgrn w-' In I tinem bittet Graf Csakh-Pallavtctni, daß ein Zug zu nken ein Ende w- .-iu-tkw Begräbnifle in Parade auSrücken solle- in einem jtu bet Chef e*an' we-rivin wünscht er, daß der Zigeuner Ballogh bet seinem > seine Augesielllik' .reicnfiinbeigängnisse noch einmal bas Lied spielen solle: „Wenn AMäst-localerr die Ferne gehe, Liebchen denke mein"- im dritten M bit ihnen HcWilben bittet er Ethel Barrtson, daß fie zu seinem Sarge ginaefteflten W:: koma»ll und auf diesen einen Kuß drücken möge- im vierten ao nn bet fi* D31: ^ten endlich nimmt Graf Arthur von seiner Mutter t batte, beß^ ^bstM. Außerdem soll der junge Graf seinem Diener kl ibn nut drli müriilolii) den Auftrag gegeben haben, ihm die Photographie 90 6^'C öer i®^cl in den Sarg zu legen. — An dem Leichenbegäng- w \?XtfonUJltn, P ntfir« nahmen außer den Eltern des Verstorbenen das ge- tee« ö° sammni OffiziercorpS des 16. Husaren Regiments, zahlreiche slns at$W Itabb'l' und Oberoffiziere, ferner an der Seite einer ihrer igust- g. h,' Ächsoisirun Ethel Barrtson, wegen der der junge Offizier glabung $ iUnn $IOl0[tier gegriffen hatte, Theil. Ethel Barrison, die tenenoolk V ° (3eg!|taftanib allgemeiner Aufmerksamkeit war, erschien in tiefe >uf dit TraiMi gehüllt, und stützte fich, schmerzlich schluchzend, au stelle tobt den I'8m ihrer Schwester. Auf die Brust des Entschlafenen h«, 9.tn Fragx h, eni»tletbl8u‘ nt Ein Ami 6 shv bte Gx. 0tt Der ^"klagte btt t ^^ffeogtrich t *«18, daß h 8ehanbtlt habt th. g stü' wuvriv!, d im letzten Wunsche gemäß, Ethels Photographie ge- » 16* fcJfiiiW eßt:l 3öt Letcheuhause wendete sich der Vater, Graf Hippolyt jttzigk dlii bl 0. CsallyPa üavictni, an Ethel Barrison und drückte dem Lttt Klagt" - rneiiitenbcBi Mädchen warm die Hände. Diese Szene erregte ■ol6ttnben allgPweiu cs Aussehen, das fich noch erhöhte, als der Bruder 'lbst t« nachstth ifür die SolUfd oMltt von ter «satt! ist in d, welche mc Obrrcon Fhven untti Irrung Senowif l«t nachstehendi gaanntt Berein Für Brautleute! Wegzugshalber werden in dem Hiuterhause, Seltersweg 31, nachstehende Möbel, welche erst 7503] Stübchen mit Bett gesucht. Näheres Neufladt 18. allthorflratze 8t Logis im rnittl. 1 Stock zu oermiethen. 6212 X ttr. ffilt obn Das M' MhrÄ im die Groß! »afien, Rea Madchen-rö Syliudeuanstc in reichhaltigster Auswahl für jede Zimmergröste, fast^nur nt**l Muster und durchweg gute Qualitäten empfiehlt zu ganz außergewöhnlich billigen Preise» Heinrich Hochstätter, ter I Stellen-Gesuche. J Ein erfahrener Kauft»»», sucht Stellung auf einem Kanzlei, und bietet fich auch an.^^, weise die Buchführung zu übet^lr Gest. Offerten befördert unter die Expedition d. Bl. IM I S,n9. 1 R dl Troßh Redaction i. B.: H -°,r m aun '-S Ue. — Druck und Verlag der S ebift 3Jlt. fü lltil.. «• IGMK an die von nächste stw »eiteren Lei 7495] Vier Zimmer mit abgeschlossenem Corridor und großem Gartenanthetl für 360 JL p. a. zu oermiethen. Wo ? sagt die Expedition dieses BlatteS- 7499] Lrrdwigflratze SS, vis-A-vis der Aula, 6 Zimmer mit Zubehör, mittlerer Stock, per 1- October zu oermiethen. Bäckerlehrling gesucht. Fried. Abeudroth, 7491 Barmen, Bredderstraße 50. Verloren Preis 1 Mk. Frau s^erber^ Viehmarkt zu Aissenöurg 1219 Donnerstag, 27. August. Marburgerftraße—Bahnhof und zurück- Grünbergerstratze—Bahnhof und zurück. s (©ountÄgJ Markt—Gchtffeubergerwald und zurück tags bet XA Dampsskistllsabrik Gegründet 1830 Sinko Bürger-Gesellschaft. Sonntag, den 23. Augusts CS* Parthie nach Marburg Abfahrt Nachmittags 3 Uhr 13 Minuten. Fahrpreisermäßigung ist erwirkt und ersuchen wir die verehrüchc Mitglieder, */2 Stunde vor Abgang des Zuges am Bahnhof zu sein. Der "Vorstand. Bei ungünstiger Witterung wird die Parthie verschobt- Salmiak-Terpentin-Seife ist ein verbessertes Seif en pul ver, dessen vorzügliche Eigenschaften im Fluge dieSympathieen des prüfenden Publikums erworben haben. Aelteste Erfahrung und neuzeitlicher Fortschritt haben sich hier die Hand gereicht zur Erzeugung eines denkbar vollkommenen Fabrikates. P. H. Schrauth’s gemahlene Salmiak-Terp.-Seife verschanzt sich nicht hinter der Phrase: „Ohne Concurrene“. Im Gegentheil I Zum Vergleich mit Concurrenz- fabrikaten wird höflichst gebeten, — wer noch nicht damit gewaschen hat, — und die geehrten Hausfrauen sowie Wäscherinnen mögen dann selbst beurtheilen, was den Vorzug verdient. 5750 Zu haben in allen besseren Geschäften. Man achte auf die Schutzmarke. P. H. Schrauth, Neuwied, 7509] Mädchen vom xsänbe? welches Oeconomiearbeit versteht, olfe bald gesucht. Fraukfurterstrahe 95. 7426] Sin tüchtiges, brav« fctcifc mLdche« per 1. September gesucht. Liebtflflratz« 88, n. ♦ M ■ |T äA am mit Wohnung per so-1 SaiSOH- ♦ XJÄCl®“ fort m »«mteto. MdJÄOvU lU91 «. Vo«f Wwe., Wallthorstr.8. Ausverkauf MWümederMaipöst sämtlichergarnirter und ungarnirter Ratern«tagnyu Damen-, Herren- nnv zweiten Stock, anderweit zu vermtethen. Knaben-Strohhüte |«. u. zu den billigsten Preisen; ein großer Posten Sonnen- und Regenschirme, Handschuhe, Spitzen. Blumen, Schürze»,Corsetteu. Bänder, Gürtel, Strümpfe, sämmtliche Nähartikel, Braut- > selbst auf etngefettetem Leder, genügen zur jFnteR eines prachtvollen, dauerhaften, tiefdunklen Glanzes» Gentner’s Wichse in rotheu Dosen mit dem KaMpl. Da die rothen Dosen von vielen Fabriken nadwmai' worden find, so achte man beim Einkauf specieu am.« Kaminfeger und die Firma des Fabrikanten Carl Gentner in Göppingt1 Schutz mark 6. Ratten i« de« meiste« SdO&ft«* J P. Jos. Mobs, Seifenfabrik, Giessen, Wläusburg bringt sein seit Jahren bewährtes anerkannt vorzügliches Sängerkranz. Widriger Umstände halber muß unser MM" Sommerfest verschoöm werden. Wann dasselbe abgehalten, wird noch bekannt gegeben. Der Vorstand. Zeugnisse stehen zu Diensten. Näheres in der Expedition d. Bl. 7510] Junger, kräftiger Hausbursche gesucht. Wallthorstratze IO zum Kochen der Wäsche, Scheuern der Fussböden, Glasflascheo <* in empfehlende Erinnerung. ■■■= Eigene Fabrikation. ■= Niederlagen auch in der Umgegend in sonst allei gchlap'ip'en Geschäften. __—-s. Montag den 24. August, ,,id,‘tab;nrein' r Nachmittags 5 Uhr, , Schmemesteisch SÄSSÄ» *-* p«.«‘-45We. seit 30 Jahren ein Bäckereigeschäft Die Freibank bleibt bis betrieben wird, mit letzterem krank- 10 Uhr Abends geöffnet. heitshalber unter günstigen Bedingungen in der Wirthschaft zum „Deutschen tzaus" freiwillig versteigert werden. Nähere Auskunft ertheilt « rr< an* / « i.. 6472] Der dritte Stock (seither von 5 6l)t. 9Rid)Cl Itl Sßeijfar. herrn Canzletrath Schäffer bewohnt) --------------------------------------- per 1. October zu oermiethen. <8mil «albfleisch, Ltcherstraße 1. Technikum Jlmenau k Höhere u mittlere Fach .chule Air ; Elektro- und Maschinen - Ineen ieure . g**® Elektro- u. Mascbincn-Techniker und KM® -Werkmeister Direktor Jentzen. MI ~ - V.----4438] Möbl. Zimmer mit Cabinet zu «r Heute Samstag "WC | oermiethen.___________»ceuz 18. >n ürr MarkUaud- Mr. la. Einmachgurken tj®m toon( "«stkttche Schu 7291] SeUtttzthor 68 schönes Man- • ÄX x 1 * 1k sardenlogiS, 4 Zimmer mit Zubehör, KAII yCUttXPUCIf* sofort zu oermiethen. Näheres I Ara«tf«rteLstratze Abzugeb. gegen Belohnung in der Cxped. d. Bl. 7^00 kränze und Brautschleier. 69241 — AUk fjtrrenarfihtl in grö6ttr Auswahl. Markt- A ’UJavXXPY o*q I ■ stratze 29. ” vr llv» stratze 29 ■ 7389] Frcundl. Wohnung, 3—4 Zimmer mit allem Zubehör, zu oermiethen. »«rlä««. «sterweg 48. 7442] MQ«sarde«LogtS zu ver- miethen.Ha»mstratze 12. „Mer5,1 MSÄÄ Tücht Dienstmädchei vertraut ist, sucht Stell««-. Gute Ordmtl. Aienftmädchen per Mitte September gesucht. 7492 _______Vatzntzofstratze 54 tm Laden 7506] MLdche« oder Ara« für Laufdienst gesucht. »assadrU, 3. Stock. Alles Zerbrochene, , Glas, Porzellan, Holz u.s.w. kittet ÖiT1t11t1ttPT(TT(I5 allerbesten der rühmlichst bekannte, in ********V Lübeck einzig prämiirte 613 non einigen Wiesen zu verkaufen. Plus»-Staufer-Kitt, I 7 Wjsh. Köber, Bäcker, nur ächt in Gläsern k 30 und 50 H in I-------— -------------------------- Vietze« bei Otto Hochstätter, August »oll, Bahnhoffir.51, «mit Eschbach. > „ouftiDCiiphp Stobt. SG-chlhM. I Kauf3CS1'c F ’488 Wüt Muse Rindfleisch, L« Ä“ Hygienifchen Institut, 7480 Liebigstraße 12. Hausburfche für drei Tage in der Woche gesucht. 7504 Südanlage 17, II. . _________________ __ Brühl'scheu Üuiverstkäls-Buch- und Stnnbrudftet (Pietsch &. Schryda) in Gießen. Stets Eingang von Neuheiten in 7418] Wohnung, 3 Zimmer nebst Zuangefangenen und fertigen Arbeiten, behör, per 1. October zu oermiethen- sowie St°ff-N unb Materialien kJ eine T?-pp'M ' zu bill.Aen Prersen. 711„ - , ... * * | freier Lage ein schönes Famittenlogis, mittlere Etage, bestehend aus 4 großen Zimmern, Balkon, Küche mit allem Zubehör, Mädchenzimmer, auf Wunsch auch Gartenantheil, sofort zu vermtethen. xv? P.H.MMY'g gemahlene schutz- 6089] Schöne Wohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, zu vermtethen. _________Nrarttfarterflratze 48. I 7453] Kleines Famittenlogis zu vermtethen. Wallthorstratze^48^ 7388] Ein kleines Logis zu vermtethen. ___________Marburgerflratze 19. 7387] Schönes, kleines Familienlogis zu vermtethen. KaplanSgaffe 18. 7381] Kleine Wohnung an ruhige Leute zu oerm- I. S» A«hr, Sonnenstraße. Tapisserie I.K.Mr,Sliuneiijlr.25i 7496] Schöne Wohnung mit all- Zubeh- empfiehlt verehrten Damen sein reich-1 ru vermtethen. Steiuflratze 88, H- haltigstes Lager aller in das Tapifferie 68721 ^/,etP?r??1“I,f!°Jbenn’o^nun0'aroc fach einschlagenden Artikel. 3 mmcr’ 8. W-stanlag- 11- l^teller^ngebotej Schuhmachergeselle auf dauernde Beschäftigung sofort gesucht. 7446 Eberhard Gorr, Dorf-^üll 50-60 tücht. Erdarbeiter finden bei Mk. 3.5t.' Lohn dauernd beim Bahnbau Bolkuearfe«—«astel sofort Beschäftigung- Meldungen 7494 Baudürea» Heckershausen. Gr.ObrrheMe Eisenbahnen Vom 22. d. M- ab werden Runbrdfc» fahr karten 2. und 3. Klaffe Gießen — Nidda — Schotten und zurück Gedern — Stockheim —Gießen und umgekehrt mit ermäßigten Fahrpreisen zum Besuche des Vogelsberges auf der Station Gietze« aufgelegt. Neben diesen Fahrkarten werden daselbst noch folgende Rundreisefahrkarten zum Besuche des Vogelsberges ausgegeben : für die Tour Gießen—Hungen—Laubach und zurück Mücke—Gießen, für die Tour Gießen—Hungen—Laubach und zurück Grünberg—Gießen, für die Tour Gießen—Hungen—Laubach und zurück Schotten — Nidda — Gießen, für die Tour Gießen-Mücke und zurück Schotten—Nidda—Gießen, für die Tour Gießen—Mücke und zurück Gedern—Stockheim—Gießen unb umgekehrt. Gießen, den 21. August 1898. 7508 Gr. Directton- Ssmstag den 5. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die den Eberhard cheufler Eheleute« in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 26 M. 265’/io — 547 qm Zimmerplatz am untersten Riegelpfad zwischen den Wegen, Flur 26 Nr. 2654/io — 50 qm Grabgarten daselbst, Flur 26 Nr. 2658/i0 — 643 qm Hofraithe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. Juli 1896- Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Bogt. 6740 aw Sonntag den 23. August: TN Wal-fest am Ludwigsbrunnen. Abmarsch mit Musik punkt 3 Uhr vom Schiffenbergerthal. — Es ungünstiger Witterung von 4 Uhr an Zusammenkunft bei Mtlgl« Bourgeois, Röhrles Bierhalle. 7343 Der Borstarrv. 'TW -einer Zuschneide-Schult (yvl verbunden mit praktische» Unterricht, beginnt am 15. September. Anmeldungen nehme ich in meiner Wohnung, Grüubergep ftraste 16 (Mittelbau) entgegen. Pension, g In der Familie der Unterzeichneten finden, zu eig. Tochter und 1 Pensionärin , 1 oder 2 junge Mädchen liebev. Aufnahme, sorgfältigste Pflege u. Gelegenheit zu wiffenschaftl., Häusl., gesellschaftl. u. mufikal. Weiterbildung. Pensionspreis 800 Mk. Beste Ref. stehen z. Seite. Frau Dr. 3 Walther, geb. Baur, Darmstadt. Neckarstr. 28. ,7490] Ein Sind findet liebevolle Pflege^Wolfflratze 21, H- lag «W ■Sie sparen