1896 Freitag deu 22. Mai Erstes Blatt =?fc, 119 vierleltährigrr Kenerak-Anzeiger Fernsprecher BL • und Anzeigeblutt für den Äreis l6iefzen Hratisbeitage: Gießener Jamitienötatter. } jetzt: 01 Hotel Mappm ,70 um ervollM16' BiraRjmt Do* Anzeigen zu der Nachmittag- für de» ffchmdrn Lag erscheinenden Nummer bi» Botin. 10 Uhr. eine ein daS hier erst hierzu umgewandelt wurde, um dem Auge noch mehr Abwechslung zu bieten. Dieser „neue See" steht wiederum durch einen Canal mit dem nahegelegenen Karpfenteich in Verbindung, welch letzterer malerisch von einem Negerdorf der deutschen ColonialanSstellung nnb von dem hier hingezauberten „Alt-Berlin" begrenzt wird. Für die Boote und venetianischen Gondeln mit ihren ächt importirten, braungebrannten Gondolteren bietet sich also auf diese Weise ein weiter Tummelplatz und nicht lange wird es mehr dauern, wenn erst einmal die diesjährige Maikühle einer wärmeren südlichen Temperatur wirklich gewichen ist, dann werden hier feurige italienische Weisen erschallen und allabendlich werden unS die „Adio Bella Napoli“ und andere italienische Volks, lieber ltebgewordene Erinnerungen an den schönen Süden wecken. In einem weiteren Briefe bespreche ich die Baulichkeiten, welche sich auf dem AuSstellungSterrain befinden. . BeitZ) WtSt zu w* 50 Seinen aW stützung aller nationalen Parteien finden. Als polnischer Gegencandtdat wird Herr v. Zurvenski genannt. Berlin. 20. Mm. Die Sonntag Sruhe im Handels» gewerbe betrifft eine mit Ermächtigung der zuständige Minister, sofort in Kraft tretende Verordnung des Polizeipräsidenten für den Stadtkreis Berlin, welche besagt: Den Gast- und Schankwirthen ist an Sonn- nnb Festtagen außerhalb bet sür den HauptgotteSdienst bestimmten Zeit, der Ausschank von Wein und Bier vom Faß unbeschränkt, b. h. an Ort und Stelle, sowie über btc Straße, gestattet. Jeder andere Verkauf über die Straße unterliegt den be- schränkenden Vorschriften, die über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe erlaffen worden find. Berlin. 20. Mai. Heute Nachmittag hat bei prächtigstem Sommerwetter in Westend der B l n m e n c o r s o stattgefunden. Die Trabrennbahn, auf welcher sich der Eorso bewegte, war reich mit Blumen und Fahnen geschmückt. Zahlreiche, mit kostbaren Blumen verzierte Gefährte nahmen an dem Früh- lingsfest Theil. Die Kaiserin, deren Erscheinen man bestimmt erwartete, mußte einer leichten Unpäßlichkeit wegen dem Corso fernbleiben, wohl aber hatte sich die Prinzesfin Friedrich Leopold eingefunden. Berlin, 20. Mat. Der Großherzog von Sachsen- Weimar richtete anläßlich des FriedenSjubilaumS ein Telegramm an den Fürsten Bismarck. In seiner Antwort dankte dieser für die ihm seit langen Jahren erwiesene Huld und Güte. Berlin. 20. Mai. Wie aus Moskau gemeldet wird, empfing daS Czaarenpaar gestern die Abordnung des preußischen 2. Garde-Dragoner-RegimentS Kaiserin Alexandra von Rußland in Audienz, bet welcher die Ernennung der Kaiserin zum Chef deS Regiments bekanntgegeben wurde. Später wurde das Gefolge des Prinzen Heinrich von Preußen, sowie General v. Werder und die zur deutschen Botschaft commandirten Offiziere vom Czaarenpaar empfangen. Berlin. 20. Mai. Von der bevorstehenden Auslieferung FriedmannS ist dem „Tagebl." zufolge der Berliner Criminalpolizei eine Mittheilung seither nicht zugegangen. ES sei daher allem Anschein nach unrichtig, daß die Auslieferung am SamStag in Avricourt vor sich gehen werde- Berlin. 20. Mai. Wie daS „Tageblatt" erfährt, ist in diesen Tagen von Seiten der französischen Regierung die übliche Anfrage bei der deutschen Regierung etngegangen, ob die Person deS für den Botschafter Herbette als Nachfolger in Aussicht genommenen Diplomaten genehm sei. Die Entscheidung dürfte erst nach der Rückkehr deS Kaisers von der Jagd in Pröckelwitz erfolgen. Karlsruhe. 20. Mai. Dem Landtage ist heute die Vorlage wegen Erbauung eines Rheinhafens bei Karlsruhe zugegangen. mit dem für die Ausstellung einbezogenen Areal über Million Quadratmeter. Dieses Terrain ist überdies prächtig bewaldetes und gärtnerisch wohl gepflegtes, unmittelbar — wie ich oben schon sagte — an die seeartig erweiterte Oberspree ausfließt. Schönheit, umsomehr noch, als daS erste junge Grün ihm augenblicklich einen eigenartigen Reiz verleiht. Das AuSstellungSterrain ist ein sehr ausgedehntes, weit größer in seiner GesammtauSbehnung als das Terrain aller seitherigen Weltausstellungen in Europa. Der Treptower Park breitet sich nämlich in einer Länge von 1,5 Kilometern und einer Breite von rund 0,8 Kilometern suS und umfaße «olffß telegraphisches Lorrefpondenz-Buremr. vtidapest. 20. Mai. DaS „Ungarische Correspondenz- meldet: In Anbetracht der tiefen Hoftrauer n anbtn während des hiesigen Aufenthalts des Königs im Juni b »in Aussicht genommenen Hoftafeln unterbleiben, gtian tii» Mitglieder deS internationalen Poft- und Telegraphen- :cxnjtcfit6 werden am 19. Juni zur Hoftafel geladen. Bei Filier der Grundsteinlegung des KöutgSpalasteS am 61 IM bleibt die Hoftrauer in Geltung. Dagegen wird fi.fü ßl Idte Feier am 8. Juni aufgehoben. D«. 20. Mai. Eine Meldung der „Tribuna" auS ÄVchuua vom 18. Mai berichtet: Morgens sah man aus destvFmt Adigrat fünf Abteilungen Ttgriner von je 1-M Mann ohne die italienischen Gefangenen hinabmarschiren. UAijvi 'Prestinari dachte zuerst an eine Hinterlist. Die TWinnc zogen bald zurück und man sah nun den Lieutenant Sfl itrrro mit den Führern der Abeffynier hinausziehen, bdiMlitte italienischen Gefangenen folgten. Unter lelgimr war auch Major Salsa. Der RaS Scium- richtete an den Major Prestinari einige Worte des MMuS. Prestinari ließ den Abeffyniern militärische Ehren tütedieo,. Am Nachmittag wurde die Uebergabe des Forts ■jciltjcgcn. RaS Sciumtesfai unterzeichnete daS betreffende ALMiick. Die Kanonen wurden zersprengt und einzelne SWI eingegraben. Eine Batterie, welche erst vor einigen Tüvjinim daS Fort gebracht, wurde fortpeschafft. 300000Gewehr- pcfltmnit und 6000 Artilleriegeschoffe wurden vernichtet und Raffee — der ebenfalls in den durch ein großes Plakat „Hier können Familien Kaffee kochen" kenntlich gemachten Localen wiederum persönlich von „Muttern" fabricirt wird. Zu diesem in Strömen bereiteten warmen Getränk liefert bann die sorgende Hausfrau den Kaffee, der Wirth hingegen für einige Pfennige — daS heiße Wasser. Man wird zugeben müssen, baß man in Berlin flott, ober auch billig zu leben versteht. Wer niemals die Selben und Freuden einer solchen Berliner Landpartie durchgekostet, wer niemals daS bunte Leben und Treiben in diesen Sommerlocalen, wo „Familien Kaffee kochen können" mitgemacht hat, der kennt in Wirklichkeit nicht daS Berliner Volksleben, nicht den Berliner in seiner eigenartigen Urwüchsigkeit. Auch Treptow, so malerisch an der Oberspree gelegen, bildet einen bevorzugten AuSflngSort der Berliner, da eß sowohl von Mutter Natur als auch durch vorzügliche Verbindungen ganz besonders günstig erscheint. Als seiner Zeit der Kampf um daS Terrain für die Ausstellung so heiß entbrannte, schaarten sich die Mannen deS GroßcapitalS, die vornehmen Müßiggänger deS Westens, um daS Banner „Witzleben", die Männer der Arbeit aber riefen „Treptow", die schwieligen Fäuste deS Osten Berlins schwangen ihr Banner hoch in die Lüfte, man wich und wankte nicht und als die blutige Schlacht geschlagen, da klang eS siegreich durch alle Welten: „Treptow!" Die schwielige Faust, das Wahrzeichen der Berliner Ausstellung, sie hatte den Sieg davongetragen. Und wahrlich, Berlin braucht sich dieses Sieges nicht zu schämen, liegt doch dieses Treptow entzückend schön. Bietet auf der einen Seite die an dieser Stelle sehr breite Spree ein abwechslungsreiches, lebendiges Bild, so wirkt auf der anderen Seite der große ausgedehnte Park, in welchem sich daß Außstellungßterrain befindet, durch seine Anmuth und Vringerlohn. Durch die Poft bqogtn 2 Mark 50 Pfg. Rebactian, tpebitie* und Druckerei: Gießener Anzeig er Alte Lnnoncen-Bureaux de» In« und Au»lande» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die rührige Außstellungßleitung hat viel gethan, die Schönheit des Parkeß noch zu erhöhen, so befindet sich vis-ä-vis dem Hauptaußstellungßgebäude, welcheß den Mittelpunkt der ganzen Anlage bildet, z. B. ein reizender, von alten Bäumen umrahmter See, welcher auß einem Spielplatz Der ' Anreißer chentt täglich, Ni Lusnahme de» Wontag». t* Gießener ,A.»Stt-»Stä1ter V ggfrti dem Anzeiger »MiLich dreimal beigelegt. die befreiten Gefangenen, mit Kleidungßstücken und Nahrungß. Mitteln versehen, nach dem Lager bei Eherseber abgeführt. Auf der Mitte deß Wegeß »wurden sie von General Baldiffera, anderen Generalen und vielen Soldaten erwartet. Auch einige Eingeborene wurden befreit, darunter der Dolmetscher deß Majors Toselll, NamenS Negusfie. Die Operationen werden nun als abgeschlossen betrachtet. Triest, 20. Mai. Heute langte der Lloyddampser „Habsburg" auß Alexandrien mit 347 Paffagieren erster Klaffe, für welche 60 provisorische (Kabinen dazu gebaut werden muhten, hier an. Eine Cabine wurde biß zu 20 Psund Sterling bezahlt. Die Paffagiere schildern die in Alexandrien herrschende Panik alß außerordentlich. Der Handel stocke fast vollständig. London, 20. Mai. Heute haben 3000 außstandige Zimmerleute die Arbeit zu erhöhten Löhnen wieder aufgenommen. Moskau, 20. Mai. Der Kronprinz von Griechenland und Fürst Ferdinand von Bulgarien sind heute Nachmittag hier eingetroffen. Auf dem Bahnhofe war eine Ehreuwache aufgestellt. Die Musik intonlrte zuerst die griechische und dann die bulgarische Hymne. Zum Empfange waren zahlreiche Mitglieder der kaiserlichen Familie, die Generalität und Hofwürdenträger erschienen. Später trafen die französischen Vertreter mit General Boißdeffre ein. bei Bereei .Herold". Berlin, 20. Mai. Der preußische Hof legt heute für den Erzherzog Karl Ludwig von Oesterreich die Trauer auf 14 Tage an. Berlin, 20. Mai. Die Reichstagß-Lommtsfton für daß bürgerliche Gesetzbuch hat heute die erste Lesung beendet und sich dann biß zum 2. Juni vertagt. Man hofft die zweite Lesung etwa biß zum 16. Juni zu erledigen, um bann dem Wunsche der Regierung gemäß den Entwurf vor Daß Plenum zu bringen. Eß ist der „Poft" zufolge in Aussicht genommen, die zweite Lesung im Plenum am 22. Juni zu beginnen und man rechnet in maßgebenden Kreisen darauf, daß diese die beiden Wochen biß zum 4. Juli in Anspruch nehmen wird, sodaß die dritte Lesung vielleicht am 6. und 7. stattfinden könnte. Wenn auch von verschiedener Seite bezweifelt wird, daß man den Reichßtag so lange wird zusammen- halten können, so glaubt die „Post" doch, daß eß von anderer Seite nicht an sehr energischen Anstrengungen fehlen wird, die Verabschiedung deß bürgerlichen Gesetzbucheß in dieser Session ohne eine weitere Unterbrechung der Tagung herbeizuführen. Berlin, 20. Mai. Für die ReichStagßnachwahl im Kreise Schwetz wird der bisherige Vertreter dieses Kreises, Herr Holtz.Panlin (Rp.) wieder ausgestellt werden und die Unter- ÄE ■■Geschä Wan« Jmil Do„ Deutsche» Reich. krrahdurg, 18. Mai. Durch kaiserliche Cablnetßordre aijuilt icommanbirenben Generale bes 15. (Straßburg) unb 1M Metz) Armeecorpß ftnb in Elsaß-Lothrlngen verschiedene nvM militärische Schutzmaßregeln gegen die in le tziil Zeit häufiger versuchte Spionage eingeführt worden, (g-e ifi idas Betreten der Forts, Befestigungswerke, isoliner VischiLtgungßwerke u. dgl. absolut jedem Civilisten unter» scrG, welcher Nationalität er auch sei. Daß Betreten der »taltrncn ist nur jenen Civilpersonen gestattet, die mit den Di-ntbsn Generalstab ausgestellten jederzeit widerruflichen Eiil-llduißscheinen versehen find und unter Bürgschaft einer bffctrn deutschen Persönlichkeit stehen. Ebenso ist den kLmiühmern streng verboten, bei den Festungsarbeiten auß» lätolltyt Arbeiter zu verwenden und selbst gegen die deutschen ' lamilhmer muß seitens l>er Militärbehörden eine ver- fckWche Ueberwachung eintrtten. Auch wegen der Unter- hcjulluvg über militärische Angelegenheiten im öffentlichen Ltd!« find den Militärangehörigen besondere Beschränkungen aiefirkft worden. :*-ä v , (’m ■», 'S »tob, bOtfet _ Schnell^ W«b: Dehler, ft klephou Nr. Ho. Fii (irmgsDM ite unb Beste ?fem Gebiet. «« nif für Gießen: ug. Faber. »Weisung gratts. ;raUf w Ml. , AM* ja Feuilleton. Berliner Ausstellungsbrirfr. (Von unserem Correspondenten.) VIII. Berlin, 19. Mat 1896. Hier durch die staubigen Straßen unserer Hauptstadt •h tritt unib baß hastenbe, geschäftige, wahrhaft großstädtische LeLSv mnb Treiben beobachtet, der ahnt kaum, daß nicht aMgireiit vor der Stadt der niemals rastenden Arbeit, dem - tturiiltn, ermatteten Wanderer landschaftliche Schönheiten wiMu, wie man sie nur fern ab von ber Großftabt zu firfnÄc erhofft. Luch baß staubige, ruhelose Berlin hat seine, ber Fijmienwelt so wenig bekannte, herrliche Umgebung unb ber heißen Sommermonate bteten bte leicht zu er» «eMnlien Vororte und Waldungen den Bewohnern unserer roilrci mftabt bte heißersehnte Erholung. Nicht Jebem ist tM j3nnt, während der hier oft unerträglich heißen -SZ!»me:rtage einen Surort auf dem Lande, im Gebirge oder ans ht See aufsuchen zu können und doch fühlt ein Jeder baiiBirilngenbc Bedürfniß, den heißen, ordentlich Hitze auß» it^taDen Manern, ber bicken, wie ein Uebel fich über bte enegn Straßen lagernden Luft zu entfliehen. Da pilgern baiueiim einem schönen Sonntage Hunderttansenbe von Menschen Hilm:; nach bem Thiergarten, welcher fich unmittelbar an «Mui anschlteßt, bevorzugter ist jeboch vom Bürgerthurn ber Hßkwuwalb, wo man tm Grünen ober auch an ben malerisch ge^mein Seen unter Gotteß freiem Himmel „Natur kneipt" UEtll ibkrju ble selbst mitgebrachten, von „Muttern" höchst et,i;Mnbtg präparirten „Stullen" mit gutem Appetit unb tnü Wer, ungebunbener Laune verzehrt. Befeuchtet wirb beftnr Sammen burch ben braunen Trank ber Labe, — den iltridi: ■ färbe U , Lacke, Pinsel rc. W. av Walter, 1 nfectio ad Mäd i in SBoUe unb M kskin-, Tlicot- unb 2bf- igen Preisen, m, KchdU und drei Millionen an R Wie verlautet, soll gegen die Gerücht-, daß der Thron- eine und Tour ist da- folgende: DieoStag den 26. Mai Abreise von Darmstadt nach Mainz, Bormiltag- 750 Dampferfahrt auf Greti Roglia, gesetzt waren, weil Petersburg, 20. Mai. Verbreiter des falschen Loudon, 20. Mat. wird Kaiser Wilhelm jährigen Gedächtnißfeier Besuch abstatten. am äctiö< belicht HSHt tntldil " tu, der für 47 (XX hu Pcscheikrlirr siv •wrfl von Sachsen 2») 000 Rubeln. D ‘tßtttn, der sich ai ' tiu Svtzchei i Der „Pall Mall Gazette" zufolge der Königin anläßlich der 400- der Entdeckung Indiens einen mtsfion für Arbeiterstatiftik dahin abzuändern, daß nur bestimmte Beschäftigungszeit, nicht aber deren Beginn Ende vorgeschrteben werden soll. BreSlau, 21. Mat. Der AuSstand der Maurer Bauhilfsarbeiter ist infolge Vergleich- beendet. Exkursion zur Besichtigung der Reparatur-Werstre::, , Centralbahnhofs Frankfurt a. M. auSführeu. Lo d^.. werden sich nur diejenigen Studierenden berhetltgrn er acht Morde begangen, wurde von Carabinieri bei Terra Nuova auf Sizilien erschossen. MoSkav, 21. Mat. Gestern Nachmittag trafen hier die Kaiserin« Wittwe von Rußland, der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, der Kronprinz von Griechenland, der Fürst von Bulgarien und andere Fürstlichkeiten, sowie die Vertreter Frankreichs ein. Auf dem Bahnhofe find Ehrenwachen, sowie eine Muflk-Capelle aufgestellt und zum Empfang die Generalität und hohe Würdenträger erschienen. Die Kaisertn'Wittwe wurde vom Zarenpaar empfangen. Sofia, 21. Mai. Nach seiner Rückkehr aus Moskau wird Fürst Fe r din an d am rumänischen Hofe einen Besua; abstatten. Berlin, 21. Mat. Der „Deutschen Tageszeitung" wird versichert, daß man innerhalb des BundeSrathS geneigt ist, in Frage des Acht uhrschlusseS die Vorschläge der Com- ligt sich Oesterreich mit inSgesammt der Ausstellung. Rom, 21. Mai. Der Brigant auf besten Kopf tausend Lire Belohnung folger bereits gestorben sei, sein Tod aber geheim gehalten werde, sowohl im In- wie im AuSlande gerichtlich vorgegangen werden. Athen, 20. Mai. AuS Kreta laufen schlimme Nachrichten ein. Neuerdings find zahlreiche Ermordungen von Christen vorgekommen. Ein Schreiben des ökumenischen Patriarchen an daS AufstandScomitL, welches zur Ruhe mahnt, bleibt anscheinend wirkungslos. Mehrere Christen» famtlien aus Kreta treffen hier ein, weil ein allgemeiner Aufstand befürchtet wird. und von da nach Paris zu fahren. Sollte der Thronprätendent diesen Rath befolgen, so würde er entweder an der Grenze oder in Paris festgenommen werden. Ibk len GeUSpolshei« (Uoterelsaß), 20. Mai. Ja letzter Nacht brannten zwischen 1 und 5 Uhr fünf Bauerngehöfte mit Wohnhäusern und WirthschaftSgebäuden völlig nieder. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt. Hier herrscht eine sehr große Aufregung. Wien, 20. Mai. Im Limburger Saale fand gestern Abend eine zumeist von deutsch-nationalen Studenten besuchte anti-ungarische Versammlung statt, in welcher heftig gegen die Millenniumsfeier prorestirt wurde. Zwei von Beschimpfungen gegen Ungarn strotzende Resolutionen wurden vom Regierungsvertreter zur Abstimmung nicht zugelaffen. Troppau, 20. Mai. Kaiser Wilhelm wird als Gast des Cardinals Fürstbischof vr. Kopp an den diesjährigen Hirfchjagdeu in Johannisberg theilnehmen. Budapest, 20. Mai. Das GerichtSgefäugniß in Szegßzard ist vollständig aiedergebrannt. Die Gefangenen konnten nur mit größter Mühe gerettet werden. DaS Feuer soll von Sträflingen gelegt worden sein. Neapel, 20. Mai. Die Mission des Grafen Versowttz wird von Obok aus von einer Abtheilung der Leibgarde MenelikS eScortirt werden. eine 3 bis 4 tägige Exkursion nach Neuwied znrvrsich!-,' der Hochhofenanlagen „Marienhütte", de« Rtltrnwai^ „Germania" und der Fetnblechfadrik in Rofselftem bei wied unternehmen. Auf der Rückfahrt wird sich io,'. eine Besichtigung der Brückenbau-Anstalt Guftavßbmr der Fahrradfabrtk von Opel in Rüsselsheim anschlirtzer. < Kosten dieser Exkursion betragen inSgesammt 30 M H. Pari«, 21. Mai. Während der Vorstellung in der großen Oper riß da« Kabel deS daS Gegengewicht deS großen Kronleuchter- haltenden Gewicht-. Letztere- durch- schlug die Decke über der vierten Galerie und tödtete eine Person und verwundete zwei. Die Vorstellung wurde ab- gebrochen. DaS Publikum verließ ruhig daS Hau«. CocaUs un$ proHitjkttef« Gießen, den 21. Mai. ** Zu der Kuustaußßelluug am Braud hat in dieser Woche ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefunden. ES befinden fich darunter hervorragende Werke, so daß der Besuch zu empfehlen ist. *• Militärisches. Der dem Reichstage zugegangeoe Nachtragsetat enthalt im Bereiche der Großh. Heff. (25.) Dtvifion nachverzeichnere Forderungen für Kasernen- dem Rhein bis Koblenz; Eisenbahnfahrt nach Bonn und Köln. , iu».» 8u • Mittwoch den 27. Mai Besichtigung von Köln und Fahrt ! im Serthe von 200 Mk. herauszugeben. Die nach Müvgrten zur Besichtigung deS großen im Bau be- I entrollten em Bild der Ausdeutung, wie eS selten -ar»" X>e*wrttotes< G.-D Frankfurt a. M, 19, Mai. Heute endlich km» der Ueberzug derThiere in die Sommexquartieri finden, den dieses Jahr der späte Frühling ar, geschoben hatte. Dabei mußten große Beränderuazc . n genommen werden, da gleich für neuankowmente Tsu, Platz geschaffen wurde. Thatsächlich sind im letziev : auS fast sämmtlichen Ländern der Erde neue Thim getroffen. AuS Nordamerika brachte ein Frcnnd btl lern t als Geschenk ein Crocodil mit, für daS Aquarium lidntt it: neue Welt eine Anzahl Hufetsenkrebse, die viellett- seltsamsten Gestalten der heutigen Schöpfung gehökrv Li Centralamerika langte ein schöne- Baumhuhn (Crai tclean an und auS dem Pfeffcrlande eine Anzahl Cayroor^, Aus Brasilien kam ein Urubu, ein schwarzer Geier, .'c » großer Menge in den Wäldern bet Rio de Jaoeiri ist -anto ^^"tn-Conto ^Mlto . 'WJM- und Sonnefeld, 21. Mai. Hier wurde der Landwirth Stahn verhaftet wegen des Verdachts, vor Jahren seinen Vater und seine Mutter getödtet zu haben. Frankfurt o. M., 21. Mai. Gestern Nachmittag starb hier im Alter von 77 Jahren die bekannte Clavier-Virtuosin El ara Schumann. Wien, 21. Mat. Nach Beschluß der vorbereitenden Commission für die Pariser Weltausstellung bethei- griffeuen ViaducteS bei Münzten, mit 180 »m weite. Rückfahrt nach Elberfeld. DounerStao * von Elberfeld über Düffeldorf nach Oberhaustu Jv' tlgung der „Gute Hoffnung-Hütte" (Eisen- nnb L ., und der Brückenbauanstalt in Sterkerade Fabn a mund. Freitag den 29. Mai Befichiigung von D ’ Dortmunder Union, eveutl. Klönne, Hebewerk berg. Fahrt nach Münster. Samstag den 30 » Münster zum Dortmund EmS-Canal, Fahrt nach 5' eveutl. mit kurzem Aufenthalt in Bremer, 31. Mai Besichtigung von Hamburg. Montag dru ’ von Hamburg nach Brunsbüttel. Dienstag Rückiab " Hamburg nach Darmstadt. Dtr Gesammlsahrprn« Reise wird excl. der Dampferfahrt 20 Mk. btniV 8 Auch die Abtheilung für Architektur unter ' Profefforen Marx und Wagner wird eine Psiagfis^ dem Schwarzwald und der Schweiz au-führen « nach Maulbronn, Stuttgart, Ulm, Schloß Heiligender. t?® Ueberlingen, Constanz, Insel Reichenau mit Dbtritf f zell und Unterzell. Von dort mit Dampfer nach und mit der Bahn nach RadolfSzell-Singen. erfolgt die Rückreise über die Schwarzwaldbahn nott r;1 bürg, Heidelberg nach Darmstadt. Der Fahr^. 4 bis 5 Tage umfassenden Exkursion, bei welcher 737 e' Eisevbahnfahrt zurückzulegen find, beträgt tnlgr:»»- Post- und Dampferfahrt 19 Mk. 60 Pfg. eiDC zum Besuch der Berliner GewerbeauSstellung und >2 fichtigung größerer Berliner Fabrik-Etablissement» mri Schluß des SommrrsemesterS von der Maschinevbauad:^-^ unter Führung von Professor Berndt verarchal«/? Dauer dieser Exkursion wird 8 Tage in Anspruch und die Kosten sich auf ca. 100 Mk. pro tbrilncben * lausen. Ferner wird Prosessor Berndt am 20. 'Un , 1 so brr Univerfität U ' >felnben Programm jebe Nummer nach Verdienst Liebknecht nach Beendigung seiner Reise In England anch conpatiren daher nur, daß die Leistungen aus in Brüssel in einer Versammlung sprechen werde. -questrtschem Gebieie ganz außerordentliche, gr-sßienthe.l« hier Paris, 20. Mai. Die Ernennung de« Seine-Präseeien "W gesehene find und da« Pserdemaierial da« Auge Poubelle zum Gesandten beim Vatikan wird morgen de« Kenners entzückt. Nicht unerwähnt möge die schneidig im Amt-blait publlelrt werden. ?.°""°ne doppelte Springsahr,chnle der Frau Direetor Drexler Pari,, 20. Mai. - Die Blätter fahren so«, fich mit dem bleiben. Die zur AuSsuhrung gebrachten anderweitigen Kunst. Briese nnd dem Berhalien de« Herzog« von Orleans waren tu ihrer Praeifion und Neuheii ton durch, zu beschästigen. Mau ist allgemein der Anfichi, daß der ,3But“ng- ®1' ‘eglln,cn Krosiprodueiionen Herzog feine ^Popularität, welche sogar in den royalistischen unb Departement« zu schwinden beginnt, dadurch auszusrischen , e™! 18116 m“n n Kraftübung o^ne u6etpttfpätn Griff sucht, daß er fich wieder einige Monate verhaften läßt. 'T\ f"n“,?lc J°ngleurkünste de« Paris, 20. Mai. Die Blätter widmen dem verstorbenen Mstr. Loyal zu Pferde, fowie die Leistungen der Gymnastiker Erzherzog Karl Ludwig von Oesterreich sympathische ™ n , ”Qn^: '\L °Uc ü”b_lentcn Lena?5ioaten/ r,c ^cn I weroen sicy nur öiejtntgtn Studierenden betheilige« Artikel. Beifall in vollste« Maße. DaS zur Aufführung gelangte die Vorträge über Locomotivbau hören. Prof. fr«. Paris, 20. Mai. DaS „Echo de Paris" glaubt, daß I ^^llet-DivertiffeMent kam zu trefflicher Geltung. Der Ein- | eine 3 bis 4 täaine ßremfinn nnrfi iwImuJe DecraiS an Stelle HerbetteS zum Botschafter in druck de» hier noch nicht gesehenen Serpentintanzes der Berlin ernannt werden wird. graziösen Signorita Stefani war durch die brillanten Licht- Paris, 20. Mai. Clemenceau hat die ihm in Paris $ccte ein großartiger. Die Intermezzos der zahlreichen angebotene Candidatur zur Deputirtevkammer abgelehnt. Clowngruppe wirkten in ihrer Unaufdringlichkeit sehr er- PariS, 20. Mai. Die Freunde des Herzogs von heiternd. Den Schluß bildete ein Arrangement des Herrn Orleans gaben demselben den Rath, nach Brüffel zu reisen Direktor Drexler: „Rstterschauspiel aus dem Mittelalter", 1 das durch pomphaften Aufzug, hochelegante Costüme und interessante Ausführung sich besonders auszeichnete. Es ist daher ganz erklärlich, daß nach dem hier Gesagten der Besuch des Circus besten- empfohlen werden kann, zumal derselbe nur noch 2 Tage hier verweilt. •* Gleiberg Comite. Die „Hessen Darmstädter Zeitung", welche in New-Aork erscheint, veröffentlicht den Aufruf des Vereinigten Staaten-Gletberg-C omtteS zur Zeichnung von Antheilicheinen Zwecks Renovtrung und Erhaltung der Burg Gleiberg. Die Zeitung selber geht mit gutem Beispiel voran, indem fie 5 Dollars zeichnet und so den ersten „share“ in Amerika erwirbt. Man muß gestehen, unsere Brüder in Amerika verstehen die Sache richtig anzupacken, sie werden unS sicher in ihrer Generosität für daS ehrwürdige Kleinod unserer Nachbarschaft beschämen. ** Wilddieberei? In dem geschloffenen Hof deS Bergwerk Comptoirs von Fernie fand vor einigen Tagen der Morgens öffnende Diener einen vollständig auSgeweideten Reh bock, dessen Gehörn kunstgerecht abgeschnitten war. | dessen Fang aber streng bestraft wird, «ul" Jrgmr-i Der Nachts frei umherlaufende Hofhund hatte sich schon in wurde eine dunkelgefärbte Uhu-Art gesandt, l-ibn be der Frühe ein gutes Frühstück aus dem Hinterschlägel deS reicherte den Garten mit zwei Ohrensasaneo, tiotr 'ch WtldeS zu Gemüth gezogen. großen Fasanenart, die gegenwärtig große- Foterch ♦* Der vierte heffifche Katholikentag findet Ende Juni Jagdltebhaber hat, weil man die Thiere al- ntutf < in der Schloffer'schen Liegenschaft zu Offenbach statt. hier einzubürgern versuchen will. Weiter ta® t Militärische». Ueber die diesjährige Ent-I scheu Thteren ein buntes Entenpaar an, und eine %^nvK laffung der ausgedienten Mannschaften zur Re- kitta auS Hongkong. Von Surinam kam ein ierve ist angeordnet worden, daß als der späteste Tag der eine Pfefferfreffer-Arr, die noch nie im htefigev »an«-. :: Entlassung der 30. September zu gelten hat. Bet denjenigen zeigt wurde. Afrika lieferte einen durch feinen ‘e'.i;:rr Truppentheilen, die an den größeren Truppenübungen thetl- Ruf jedem Afrikaretsenden bekannten Schreiseeat'.n t * »äw Wx. ä'Wm? ‘"Mit i6 A» ., > * ®’l»tt blrt 7* : " Sthtm *’ '"'■ " 19 «.Ä ™tl SobritgtQUijl, »«frrttwn bet ffljfe ^'°!-ü°- taiZ l“;.00 tat J «u”8 i-r tafci fort g. $, auefübtu . 8‘" Strilmnbtn fei, comotlbbau Wto. Fatfwn lattaiiM .»tatet«, b1( t, talttait In Sife; “f d» «tan hmii Brülkrnball'Anfialt G- Opel inRMhetiiG ".betragen inSgesM^ H- Mi. 19. Mai. Heul! l^hirre in bk Somwnt: °hr der spate grikllni ei mußten große Snüt a gleich für oruanlm . Thatsächllch ftnb im Ländern der Erbe nc merika brachte ein Frm: btl mit, für daS Aquariri )l hustisenkrbsr, bk ti. itt heutigen Schöpfung: ein schönes Baumhuhu ( fferlaobe eine Anzahl fi n Urubu, ein schwaijli in Waldern bei Rio l- ■eng bestraft wirb, fc' färbte Uhu-Art gift-!: mit zwei Ohrevsch-r )ie gegenwärtig grohü »eil man die Thiers rsuchen will. Weiter! reS Entenpaar an, ut Don Surinam kam ein l (die noch nie im hii^ 'lieierte einen durch > jtnben bekannten 0M April angekausten M eint P*8#** Nh., 20. Mai. W heute Nachmittags^- Halm« ®aanl4aft fort *« ’f* ‘t* , ft:. -6 * 'l“*6 «“SSTtoW- beschäftigt, w H, einer ®P=*nnun8 B tt> . ak.Ujg, wltichrlt »eu . ?1. -sK b-dis-"«i*; tf*-: w*7@. *, SxA. Falle" J ,l flti I $ Killb fl Bflb Triftig kJ Gewerbegerichts kommt. Die» hat da» Gewerbe- gc.pti: peraolaßt, dem bayerischen Gesandten, dem hiesigen : räfidium und dem AwtSvorsteher von Treptow Ab- schlton» de» Protocolls etnjufenbcn." — ES find noch andere FKMLskannt geworden, welche eine Warnung an die bähe- rtHfc, sagen wir bester Münchener Kellnerinnen, höchst be- grittitt erscheinen lasten. Auch auS anderen al» finanziellen @ ilnirei dürste eS, bemerkt daS Münchener Blatt, für fie bc'tfrt ein, im Laude zu bleiben und fich da redlich zu nLijiV. Ihre Stellung wird hier wesentlich ander» und behfr ovfgefaßr. * ' Mittweida in Sachsen, 19. Mai. Bet einer Kneipe von Sütfili rn de» hiesigen Technikums entstand eine scherzhafte v ^lzeret. In sehr fahrlässiger Weise stach dabei der Pcfsstkrt mit einem scharfen Schläger um sich und der« magnlttc ntcht nur seinen eigenen Bruder sehr schwer, sondern staächouch einen auS Ottensen-Altona stammenden Techniker deirml In die Brust, daß dieser sterbend zusammenbrach. ' 6ie Streit um die schönste Lage. Zwischen den Orten Ke iil In, Berga, Bennungen und Roßia ist seit einiger Zeit eil» KiitungSkrieg entstanden wegen der Enthüllungsfeierlich' fcitm amf dem Kyffhäuser. Jeder der genannten Orte ^himdie schönste Lage" und von jedem „ist der Kyffhäuser am» leicht esten und in kürzester Zeit zu besteigen." So liest ma.« täglich In den Zeitungen. Dabei wird natürlich tüchtig aufs Hf Nachbarorte geschimpft. ' Offenburg, 17. Mai. In Ut (offen find nach den „WM Nnchr." dem Bürger Johann Wiegele ein Viertel- bu.; |eni munterer Weltbürger geboren worden, zwei Knaben mitt ein Mädchen. Mutter und Kinder find gesund. Die Spr'Ginge erhielten alsbald die Taufe und wurden durch iantttige Bändchen gekennzeichnet, damit keine Verwechslung ooidmtrx. ' 3» der ganze» Schweiz erregt der Tod von sechs onnß gianz gesunden Männern in Kreuzlingen bei großes Aufsehen. Sie waren CommifsionSmitglieder nmatbut zur Stunde statifindenden Geflügel-Ausstellung niiitln Kolge dessen gezwungen, viel in den AuSstellungS- i Linsen zu verkehren. Unter den ausgestellten Papageien otfwh ftrf) auch ein krankes Exemplar, das mit einer auch ruft Menschen übertragbaren ansteckenden Krankheit befallen va «. .^id) Behauptung der Aerzte haben fich 6 Comits- mitt'Mee durch Hantirung mit dem kranken Vogel eine öi.Eigtftung zugezogen, der sie zum Opfer gefallen sind, af etwgetretenem Tode hatten die Körper der unglücklichen Dtciimei teiae dunkle Färbung angenommen. Wie man dem V?L$. !£." mittheilt, sind noch mehrere Besucher der AuS- 'icLdhg unter ähnlichen Anzeichen erkrankt. Ein ähnlicher -:altv ist vor mehreren Wochen in Parts vorgekommen. ' ÄlleS in allem dürfte die Krönung de« russischen Kaiser- uäntil litO Millionen in Moskau ins Rollen bringen. So hoch ' chäztpii liic Banken die Summe, zum Theil auf Grund der ce-iMrirrfe, die bei ihnen einliefen. Es sind manche von tnonnti j-höhe unter diesen. Li-Hung-Tschang ist für eine ‘l'itHOion Rubel beglaubigt - der franzöfische Botschafter Graf rtamttbtLIo hat einen Creditbrief bei der Filiale des Credit ■ :c imalfl für eine unbegrenzte Summe- einzelne russische tßüünlmtiiiger haben Anweisungen auf 200 000 Francs; eine ähwWe Möhe erreicht der Creditbrief des Prinzen Lichten- -Il«i bti für 47 000 Rubel und 150 000 Francs beglaubigt tjt. i Itftheidener find die deutschen Fürsten dotirt, so Prinz i^eeiitj Dion Sachsen m‘t 35 000, der Prinz von Baden mit 20 «M Rubeln. Diese Summen laffen auf den Reichthum ' Ilüititn, der sich anschickt, fich über Moskau auszuschütten. ' iin Küßchen in Ehren — Sie wollr'S ihm nicht wehren. An iv» ldniverfität Upsala befand sich ein junger, stiller Mann, der nlt Wer dem Studium oblag, aber nicht die materiellen MitW düsaß, sich ihm ungestört widmen zu können. Arm, rote i n n ar, fehlten ihm auch Connexionen. Trotzdem gab rr d wkrmschluß, sich eine wiffenschaftlichc Carriere zu bahnen, nich:it«llf und erwarb sich durch schriftliche Arbeiten und Priliwhmtlerricht seinen dürftigen Unterhalt, fich mit der HosisiMg auf eine bessere Zukunft tröstend. Wiewohl er wewiiMalgang pflegte, wurde er doch wegen seines trefflichen Lhackrctki S wie guten Herzens von Allen, die ihn kannten, And litymnb geliebt. Eines Tages stand er mit Commilitonen auf :1km Markte, wo er ein Stündchen zur Erholung bet» biacfät, oalß die Aufmerkiamkeit der Studenten durch ein ; ng|itl, hiachelegant gekleidete», außergewöhnlich schönes Mäd- eben« |t|tfiieU wurde, das an der Seite einer älteren Dame t iifoia cvorüberglng. E« war die Tochter des Gouverneurs : rn :,78] Ein kleiner, eiserner Ko»her» ist billig zu verk. va hvhofpr. 34, pari. Mickbamwollk in allen Farben und Qnali- täteu, Diamant und ganz ächt schwarz, empfiehlt billigst J. H. Fuhr Sonvenftrafte 25. NB. 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Ptai, rtbendS 8 Ult: Große Sports-Vorstelluiu Morgen Freitag, de« 22. Mai, »ach«. 47t Uhr und tUenMIla 2 große Gala«Abschieds - VorftelluM in der höheren Reitkunst, Pfcrdedressur und Gymnastik. Stkdaclwn: >. Scheyda. — Druck und 8erlag brr Brühl'sch« tdnvrrsitalS-Buch- tmb fetruitaufera Pietsch * bchetzbch toi •xtV** _ Die heutige Kummer umfaßt 6 p" iw Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Tbeilnabme während der schweren Krankheit und bei dem herben Verluste unsere« lieben Sohnes und BruderS Heinrich Horst, sowie für die Kränze und zahlreichen Blumenspenden, namentlich auch von Seiten des Schlächter- und des „Concordia'-Vereins und für deren Begleitung bei der Beerdigung insbesondere für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Medert sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. m 430uJ Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oermiethen MLvsbarg 7. 4882s Schön möblirtes Zimmer zu oermiethen. Diezstratze 7, pari. Circus Drexler Größter Zelt-Circus der Jetztzeit. 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