eröffnet! 11 iCk llc®SikS> 0 Lite, ienneU *ver) TL"" * S ernahrum Schweizennilch ’ ernahrnot acls zuverlässig. / ernährt V;rhüLet Erbrech«1 ’ das Entwöhnen, ernährt genommen, ist s^ 'u bereiten. ‘ Jahreszeit, in der :lel far kleine Kinde IANDLUNGEN. M I.1O O.SO 0.8Z 0.83 ib. „ 0.85 0.85 )) „ r> 1.40 1.80 0.80 0.80 1.60 ^en Pich' er! f 6 Pfennig. Mk und ßub. *• tetittW rtSox»n»ad»prrte» 2 Mark 20 Pfg. mir vringerlohn. Durch die Post drzoge» 2 Mark 50 Pfg. Ribaction, Exprdrno^ und Druckerei: -ch»rstr-heAr.7. Fernsprecher 51. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 2. Vierteljahr 1896 laden wir hiermit ergebenst rin. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lau senden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Borgänge in der Provinz so frühzeitig tote möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- verthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- virthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Jtchaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. ausgeben zu Der chlehener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Die Gießener IKmitie« v kälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Zelt aber werde das geschehen. Er bitte, die Erörterung dieser Angelegenheit noch htnauszufchteben, vielleicht bis nach der Vertagung des Hause« über Ostern. , . Abgg. Broekmann und Hitze (C.) sprechen zu Gunsten des Quebracho-Zolles, Abg. Fischbeck dagegen. Abg. v. Rarborff bemerkt, er müsse sich doch sehr darüber wundern, daß der Bundesrath sich während eine« vollen Jahre« noch nicht über die Resolution habe schlüssig machen können. Schatzsecretar Gras PosadowSky: ES sind hierbei wichtige Fragen zu bedenken: die Jnteresten der chemischen Technik, der Gerberei, der Leder Industrie, unsere weit und tiefgehenden Exportoe, hältniste. Abg. Gras Kanitz: Die Zolleinnahmen seien in Folge der Handelsverträge stark zurückgegangen bezw. hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Ermäßigung der Zölle auf Getreide allein bedeute für das Reich pro 1895 eine Einbuße von 45 Mill, und die Zollherabfetzungen inSgesammt einen Verlust von 70 btS 80 Mill. Eine Revision der Handelsverträge würde durchaus nicht, wie StaatSsecrelär v. Marschall behauptet habe, der Würde des Reiche» widersprechen. Ueberdies würden Rußland und Oesterreich sich gar nicht weigern, einer Revision zuzustimmen. Unser Zolltarif entspreche nicht den Interessen des Landes. ES sei unmöglich, diesen Zustand länger fortbauem zu lassen. Fugit in-epan-abile tempas! (Lebhafte Zustimmungsruse rechts.) Der BundeSrath kenne nicht die Zustimmung im Lande. JfSraoo rechts.) Sollen wir wieder nach Hause gehen, ohne den Wählern etwa« mttzubrlngen/ (Leb- ^a*ter©?aet»!ecretar Aschenborn bestreitet entschieden, daß unsere Reichsfinanzlage sich nach Abschluß der Handelsverträge verschlechtert habe. Gerade die Zolletnnahmen seien — wie Redner an der Hand der Statistik ausführt — seit einigen Jahren bis zur Gegenwart erheblich im Steigen. (Lebhafter Beifall link«.) Abg. Müller-Fulda (Ctr.) weist gegenüber dem Grasen Kanitz darauf hin, daß gerade mit der Zeit der höchsten Getreidezölle die rapideste Steigerung der Reichsschulden Hand in Hand gc- g^Abg*'Fisch deck (srs. Vg.): Die Herren rechts sind wohl nur so erregt wegen der Verhandlungen im englischen Unterhaufe'.(Große Unruhe rechts) Sie übersetzen den ganzen infolge der Handelsverträge eingetretenen Aufschwung in Handel und Verkehr und die Einnahmesteigerung bet einer ganzen Reihe anderer Zolle. Redner regt sodann die Einrichtung eines Zollgerichtshofes an, auf Unzukömmlichkeiten bei Bemessung von Tarasätzen hinweisend, besonders M ^baCl0D.a$itorborff (Rp.): Herrn Fischbeck kann ich nur erwibern, baß ich über bie Lonboner Nachrichten sehr ruhig denke. Was mich erregt, ist, daß die Herren, die drei Tage lang über Dr PeterS sprachen, unS hindern wollen, über die landwtrthschatt- liche Noth zu sprechen. Wenn wir die Handelsverträge noch acht Jahre haben, dann ist die Landwirthschaft durch daS mobile Capital expropriirt. (Beifall rechts.) . Titel Zölle wird sodann genehmigt, ferner Tabaksteuer und Zuckersteuer debatteloS. Bei der Salzsteuer befürwortet t „ cc , Abg. Schultze-Königsberg (Soc.) den Antrag auf Aushebung der Steuer vom 1. April 1897 ab. Meßmer Anzeiger Keneral-Anznger. HerrMeton. Wochenbriese aus der Residenz. (Originalbericht des „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 20. März. Ott» Äoquette f. — Eifenbahnfragtn. — An« dem Kunstleben. Eine ernste Trauerkunde, die in der ganzen Stadt mit inniger, ungeheuchelter Betrübniß aufgenommen wurde, durcheilte am verflogenen Mittwoch schon in den ersten Morgenstunden die Residenz, e» war die Botschaft von dem Hin- scheiden Otto RoquetteS. Seit dem Jahre 1869 gehörte der nun entschlafene Dichter dem Lehrercollegium nuferer Technischen Hochschule als Profeffor für deutsche Literaturgeschichte an. Zahllose Schüler haben seit dieser Zeit seine Vortröge gehört und Anregung mit hinauSgenommen ins Berufsleben, für die sie dem liebenswürdigen Lehrer stets dankbar geblieben sind. Otto Roquette war jedoch nicht nur in den Kreisen der akademischen Bürger außerordentlich Leliebt, auch die Bürgerschaft war stets bestrebt, ihm Beweise ihrer aufrichtigen Zuneigung und Verehrung darzubringen. Besonders schön zeigte sich daS vor nunmehr zwei Jahren, da sich ganz Darmstadt rüstete, um mit den näheren Freunden des Dichters besten 70. Geburtstag festlich zu begehen. Damals wurden dem greisen Herrn zahllose Beweise dank- barer und freundschaftlicher Gesinnung evtgegengebracht und in rüstiger Gesundheit konnte er alle Huldigungen entgegen- nehmen, darunter auch den herzlichen Wunsch, daß eS ihm noch lange vergönnt sein möge, in gleicher Weise weiter zu wirken und zu schaffen. ES hat nicht sollen sein. Nun ist der saugeSfreudige Mund verstummt, doch daS Andenken des Sängers von „Waldmeisters Brautfahrt" wird sobald nicht verlöschen bei allen Denen, die Sinn und Jntereffe für dichterische Werke besitzen. Eine kurze Skizze deS Lebenslaufes des Heimgegangenen woge hier folgen, sie stützt sich im Wesentlichen auf daS, waS Otto Roquette selbst in seiner Autobiographie dargestellt hat. Süm 19. März 1824 ist der Dichter io Krotoschin io Poseo geboren. Wäre ihm also noch ein Tag vergönnt gewesen, so hätte er das 72. Jahr vollendet. Die väterliche Familie leitete ihren Ursprung suS Frankreich her. Zunächst besuchte Roquette daS Gymnasium zu Frankfurt a. O., dann bezog er 1846 bie Universität Heidelberg, und wie er dort als fröhlicher Bursch gelebt und gesungen, daS hat er selbst in seiner Lebensbeschreibung anmuthig dargestellt. 1848 brachte ihn nach Halle und in dieser Zeit entstand daS 1851 zuerst erschienene Märchen „Waldmeisters Brautfahrt", daS des Dichters Name in alle Länder trug und 1885 bereits in 56. Auflage erschienen ist. Dann folgte eine wechselvolle Reisezeit, die nach Süddeutschland, der Schweiz und Italien führte. Nach dreijähriger Lehrthätigkeit in Dresden finden wir den Dichter 1867 in Berlin, wo er an der Kriegs- akademie als Profeffor für allgemeine Geschichte ein Jahr wirkte. 1869 folgte dann seine Berufung nach Darmstadt, und hier, in seiner zweiten Heimath,Entstanden noch manche duftige Schöpfungen eines frischen, liebenswürdigen Talentes, lyrische Gedichte, Epen — so vor Allem die nach unserer Meinung bedeutendste Roquette'sche Dichtung „Gevatter Tob" — Novellen und Dramen. Auch durch eine Geschichte der deutschen Literatur machte sich der Dichter verdient, doch treten naturgemäß diese und andere wissenschaftliche Leistungen vor seinen poetischen zurück. Ein größeres Publikum erfreute sich oft an den Darstellungen der Dramen des Dichters auf der Darmstädter Hofbühne. So stehen uns noch die Aufführungen seines „Rosengarten", „Don Sebastian", „Longelot" und seines letzten Werkes „Die Schweden in Altorf" in gutem Andenken. Für patriotische Gedenktage bot die Liebenswürdigkeit RoquetteS öfters Festspiele und Prologe rc. Die rege Thätigkeit des greifen Dichters erlitt nur im vergangenen Jahre d^ch einen Un- glückSsall, der ihn eine kurze Zeit auf das Krankenlager warf, eine unfreiwillige Unterbrechung. Jetzt ist sie für immer abgeschloffen, doch vergeffen werden wird sie nicht. Wenn auch die Literaturgeschichte Otto Roquette nicht unter den Ersten nennen wird, einen ehrenvollen Platz wird sie ihm stets anerkennen müssen. Heber daS Leichenbegängniß, welches am heutigen Freitag stattfand, findet sich das Nähere unter „Provinzielles". Der Wochenbericht hätte dann noch, in Anlehnung an ein jüngst an dieser Stelle erwähntes Thema, einer jüngst abgehaltenen Der sammlung zu gedenken, die sich mit der geplanten Bahnanlage von Lindenfels durch da» Modauthal nach Oberramstadt und mit der angeblich geplanten Verlegung der Main-Neckarbahn befaßte. ES kam dabei zu lebhafter Aussprache, doch dürften nähere Mittheilungen über diese Localsragen für auswärtige Leser kein größeres Interesse haben. — Im Kunstleben haben wir vor allem das wohl- gelungene Concert deS Richard Wagner-Zweigvereins zu erwähnen. Der Vorstand hatte wiederum eine stattliche Anzahl vortrefflicher Solokräste gewonnen. Im Mittelpunkt deS Programmes standen Kompositionen des in Weimar lebenden Componisten Gustav Gutheil. Seine Vocal- und Jnstrumentalcompofitionen fanden gebührende Anerkennung. Außer dem genannten Componisten wirkten noch Frl. Marie Schober von der Weimarer und Frl. Pewny von der hiesigen Hofbühne mit, und — last not least — unser ausgezeichneter Kammersänger Weber, und Hofmusiker Kleitz, ei' Violionvirtuose ersten Ranges. — Auch der Jnstrumental- verein hatte mit seinem Concert einen schönen Erfolg- als Solistin interessirte dabei namentlich eine Schülerin des Hrn. Mufikdirector Senff, Frl. Lindemann, die schon im „Tannhäuser" als Hirtenknabe ein hübsches Talent offenbart hatte. Im Hoftheater errang sich das neue Lustspiel „Comteffe Guckerl" von Schönthan und Koppel-Ellfeld einen fröhlichen Erfolg, der wohl für viele Wiederholungen vorhalten dürfte. Der Wiener Kammersänger Theodor Reichmann, der am Sonntag hier ein Gastspiel beginnen sollte, wird nun nach neueren Bestimmungen erst im April hier auftreten, ebenso Frl. Wedekind, der rasch aufgestiegene Gesangsstern von der Dresdener Hofbühne. Für das Concert des Hrn. Dr. F. Harre« in künfttger Woche find gleichfalls tüchtige Solisten gewonnen, und das Interesse des einheimischen Publikums für den Debütanten ist bereits erfreulich groß. Schließlich fei noch erwähnt, daß am Sonntag die zur Regimentsjubelfeier der 115 er entworfenen lebenden Bilder bet der Wiederholung für das allgemeine Publikum gleichfalls mit größtem Beifall aufgenommen wurden. Abg. o. Stumm (Rp.) vermißt in dem Anträge jeden Deckung»- »orschlag. Ohne Deckung durch andere Steuern fei eine Aufhebung der Saljsteuer gen; unmöglich. Abgg. Werner (Ant.), Hammacher (naU.), Rickert (frf. Bg.) und v. Staudy (coaf.) sprechen auS denselben Gründen gegen den Antrag Abg. Wurm (Soc.): Wir haben ja so oft schon ReichS- etnkommen-, Vermögens-, Erbschaftssteuer vorgeschlagm, aber da find Sie ja nicht zu haben. Abg. Fischbeck (frf. 93p.): Meine Freunde werden für den Antrag stimmen. Die Deckung wird fich schon finden, wir brauchten da nur anzufangen, bei den Liebesgaben etnzureißen. Der Antrag Auer wird gegen Socialdemokraten und Freifinnige VolkSpartei abgelehnt. Bei dem Titel Branntweinsteuer wird nach kurzer Debatte die von der Commission vorgeschlagene Resolution angenommen. Beim Etat Bankwesen bemängelt Abg. Holty (Rp.), daß der Lombard-Zinsfuß auf landwirth- fchastltche Pfandbriefe etwa ^/,pEt. höher fei als auf Staatsanleihen ufw. Hier könne fich ein warmes Herz für die Landwtrth- fchaft b'thätigen. Schatzfecretär Graf PafadowSky erwidert, daß auS formellen Gründen der Antrag auf Gleichstellung dec landwtrthschaftltchen Pfandbriefe mit den Staatspapieren vom Direktorium der Reichsbank abgelehnt worden fei. Die Gründe follen in der dritten Lefung mit« -ethettt werden. Zur Berathung steht noch daS EtatSgefetz mit dem obenerwähnten, von der Commission engenommenen Antrag Lieber, bett, die Tilgung der Reichsfchuld. Abg. Dr. Lieber: Der vornehmste Zweck des Antrages fei, eine ernsthafte ergiebige Tilgung der RetchSfchulden herbeizusühren. Der Antrag fei keine Beeinträchtigung der Franckenstein'ichen Elaufel, sondern nur ein zett- und zweckgemäßer Ausbau derselben. Alle Parteien ohne Ausnahme, soweit sie in der Commission vertreten, seien dem Anträge betgegeben. Ebenso — für seine Person — der Schatzfecretär, der den Antrag zu fördern, ausdrücklich zugesagt habe. SchatzsecretSr Gras PosadowSky: Die verbündeten Regierungen haben Anspruch auf die vollen Mehrüberweisungen. Sie hallen zwar die Schuldentilgung auf dem oorgeschlagenen Wege für nützlich, aber in solcher Form, aus dem Wege des Etatsgesetzes, können sie den Anttag nicht accepttren. Die Mehrheit der Regierungen sei bereit, die Hand zu bieten. Einzelne hätten zwar noch ein abweichendes Votum abgegeben. Die preußische Regierung (Rufe: hört, hört!) sei damit kinoerstanden (große Heiterkeit), daß der halbe Betrag pro 1896/1897 derartige Verwendung finde. Die Mehrheit der Regierungen, auch die preußische, meine aber, daß eS sich hier überhaupt nur um ein Provisorium, einen Versuch, handle. Und die Mehrheit, wenn nicht sämmtliche, hielten auch daran fest, daß, wenn der Ueberschuß ganz oder thetlweise zur Schuldentilgung verwendet werden solle, die Zukunst sicher gestellt werden müffc. Die Etnzelstaaten müßten auch gegen wechselnde Ansprüche deS Reiches gesichert werden. Sie sind bereit, dem Gedanken des Antrages für 1896/1897 Folge zu gebm, legen aber Verwahrung dagegen ein, daß es sich um ein Präjudiz für die Zukunft bandle. Der Antrag Lieber wird an die Commission zurückoerwiesen. Morgen: EtatSgesetz nebst Antrag Lieber. Neueste Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 20. März. Die Justiz-Commission deS Reichstages strich tn dritter Lesung § 65 a der Strafprozeßordnung, betreffend die Aufhebung des ZeugnißzwangeS der Verleger, Redacteure und Drucker. Die Vorlage wurde mit 15 gegen 5 Stimmen angenommen. Die angenommene Resolution enthält auch das Ersuchen an den Reichskanzler, die reich-gesetzliche Einführung bedingter Berurtheilung zu erwägen. Zum Berichterstatter des Plenum- wurde Abg. Lenzmann bestimmt. Esten a. d. R., 20. März. Der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" zufolge beschloß der Beirath deS KohlensyndicatS in seiner heutigen Sitzung, die festgesetzte procentweise Fördereinschräukung solle auch für die neuen Schächte gelten. Eine Aenderuug der Preise für 1897 soll jetzt nicht vorgenommen werden. Eisenwerken, welche wegen Kohlen- lieferungen für 1897 anfragen, werden die j tzigen Preise angegeben. — Eine Beschwerde der Zeche „Courl" wegen der Förderabrechnung der Jahre 1894 und 1895 wurde einstimmig abgelehnt. Die Versammlung der Zechenbefitzer tritt am 30. d. M. zusammen. Leipzig, 20. März. In der Straffache gegen den Ver- leger des Berliner Fachblattes „Manuf ac turt st" erkannte das Reichsgericht unter Aufhebung des Berliner UrtheilS, daß Zeitungstitel keine Waarenzeichen feien. Der Angeklagte wurde deßhalb freigefprochen. Derschen deS »ateea „Herold*. Berlin, 20. März. Wie die „Post" hört, sind vom Kaiser in der Armee zahlreiche Beförderungen genehmigt worden. Berlin, 20. März. Rach einer Meldung der „Nordd. Allg. Ztg." gedenkt daS Kaiferpaar am Montag Mittag seine Reise über den St. Gotthard noch Genua anzutreten. Berlin, 20. März. Die Zuckersteuer-Commission deS Reichstages beendete gestern Abend die erste Lesung. Ein Antrag KomierowSky, auch die Rübenbauer zu con- tingentiren, wurde abgelehnt, nachdem fich auch der StaatS- fecretär Graf PosadowSky dagegen erklärt hatte. Die Schluß-Paragraphen wurden im Wesentlichen nach der Regierungsvorlage angenommen. Der Eingangszoll für Zucker wurde jedoch nicht auf 45 Mk., wie die Regierung e» wollte, sondern auf 40 Mk. festgesetzt. Berlin, 20. März. Die Börsen-Commission de» R eich Stag eS hat heute daS Verbot des KammzugeS im Terminhandel endgiltig beseitigt. Berlin, 20. März. Die Budget - Commission deS Reichstage« tritt heute Abend 8 Uhr zu einer nochmaligen Sitzung zusammen, um in Gemcinschast mit der Regierung die Frage der Verwendung der Ueberschüffe von rund 26 Millionen Mark auf anderer Grundlage zu lösen. Die Regierung schlägt vor, daß der Reichstag einen besonderen Antrag etnbriugen möge, wonach die Hälfte der Ueberschüffe sowohl in diesem wie im nächsten Jahre zur Reichs- schulden-Tilgung verwendet und die andere Hälfte den Einzel- staaten überwiesen werden soll. Berlin, 20. März. Wie wir erfahren, erklärte Staats- secretär Rieder ding einem Mitgliede der Commission für da« bürgerliche Gesetzbuch gegenüber, daß für die verbündeten Regierungen da« ganze bürgerliche Gesetzbuch unannehmbar würde, wenn der Antrag der Couservativen und de- CentrumS, wonach die obligatorische Civilehe aufgehoben und dafür die facultative eingeführt werden soll, angenommen werde. Eine diesbezügliche Erklärung soll demnächst im „Reichsanzeiger" erfolgen. Berlin, 20. März. Wie die „Kreuzzeituug" mittheilt, ist ihr bisheriger provisorischer Leiter, Dr. Kropatscheck, vom 1. April ab definitiv al- Chefredakteur angestellt. Berlin, 20. März. Den „Polit. R. Rachr." zufolge hat die Commission von Autoritäten der Wissenschaft und Sachverständigen die vom Generallieutenaut Grafen Zeppelin eivgereichten Entwürfe für ein lenkbare- Luftschiff mit so wesentlichen Mängeln behastet gefunden, daß sie von dem Eintritt in practtsche Versuche abzuratheu fich veranlaßt sah. , Köln, 20. März. Dem Wiener Correspoudenteu der „Köln. Ztg." wird bestätigt, daß Kaiser Wilhelm nach Ostern, und zwar noch im April, Wien besuchen werde. Judeß stehe der genaue Zeitpunkt noch nicht sest. Wahrscheinlich wird Kaiser Wilhelm zu der großen Frühling-parade gegen Mitte April kommeu. Seine Zusammenkunft mit dem König Humbert findet in Venedig statt. Wien, 20. März. Da- „Extrablatt" meldet: Die Mannschaft de- englischen SchoonerS „Mary the Secoud", hauptsächlich aus Chinesen bestehend, meuterte auf der Fahrt von Singapore nach den Karolinen-Inseln. Der Capi- tän, ein deutscher Steuermann und mehrere Paffagiere wurden ermordet. Unter den Meutereru brach sodann ein heftiger Streit au-, wobei drei Personen getödtet wurden. Ein spanischer Kreuzer bemächtigte fich deS SchoonerS und brachte die Meuterer nach Manilla. — Demselben Blatte wird auS New York gemeldet: Durch eine Explosion der Pulvermühle in Kingston wurden fünf Personen getödtet, 50 verletzt, von denen 17 nicht wieder auskommen dürften. Außerdem wurden mehrere Gebäude zerstört. Agram, 20. März. Hier kam eS anläßlich der Rückkehr der wegen Verbrennung der ungarischen Fahne in Haft gewesenen Studenten zu Demonstrationen. Die Volksmenge nahm Partei für die Märtyrer. Als die Demonstranten der Aufforderung der Polizei, sich zu zerstreuen, keine Folge leisteten, vielmehr vor die serbische Bank zogen, dort johlten und pfiffen, schritt die Polizei ein. Wie der officielle Polizeibericht meldet, find dabei zwei Polizeibeamien und ein Wachimann verwundet worden. 17 Personen wurden verhaftet. Wie viel Civilpersonen Verwundungen bei dem Tumulte davongetragen haben, hat noch nicht constatirt werden können. Cocelcs «nd proohtsUlUf, Sießeu, 21. März 1896. h.** Omuibusverkehr. Dem Winterfahrplan der OmnibuS- Gesellschaft entsprechend wurde bereits am vergangenen Sonntag die Linie C von und nach dem Schiffenbergerwald eröffnet. Bis zur Ausgabe des neuen Sommerfahrplans werden vorläufig die Sommerwagen nur an Sonntagen und nur bei günstiger Witterung auf dieser Linie verkehren und zwar nach folgendem Fahrplan: Ab Marktplatz 230 3 330 Nachmittag«, „ Wald 6 62v 7 Abends. Der Fahrpreis beträgt wieder nur 20 Pfg. für die einfache Fahrt. Die Stadtfahrten werden eingeschränkt und fallen 8 Fahrten Nr. 33, 34, 37, 38, 39, 40, 43, 44 am Sonntag Nachmittag aus. Nach Wiefeck verkehren auch Sommerwagen. *♦ Circus Lorch bildet eben den Hauptanziehungspunkt, das bewies auch die gestrige, gut besuchte Vorstellung. Das Programm bietet stets neue TricS in angenehmer Abwechslung und findet stets den lebhaftesten Beifall der Erschienenen. DaS Künstlerpersonal besteht auS nur ersten Kräften, die Pferde und ihre Dreffur sind mustergültig. Dem humoristischen Theil werden die ClownS in vollster Weise gerecht. Für morgen Sonntag sind zwei Gala-Vorstellungen angekündigt. „AlpenroSli", eine Schweizer Sängergesellschaft in Berner Landestracht, concertirt einige Tage im Lenz'scheu Felsenkeller. Wer fich einmal an dem ungekünstelten Schweizer VolkSgesang erfreuen will, dem seien diese Concerte bestens empfohlen (S. Inserat.) •• Statistik der evangelischen Kirche. Die Zahl der von der evangelischen Landeskirche (formell) Getrennten betrug: Altlutheraner 1076 (1128 in 1893), Dissidenten 64, Menoniten rc. 864, Methodisten 57, Freiprotestanten 3261, zusammen 5322. Im Jahre 1894 sind zur evangelischen Landeskirche üb e r g e t r e te n: von der katholischen Kirche 106 (66), von anderen christlichen Confessionen 51 (80), sonstige 9 (19), zusammen 166 (165); auS der evangelischen Landes- kirche auSgtreten: zur katholischen Kirche 18 (12), zu anderen christlichen Confessionen 11 (4), zu anderen Religionen 2 (1), ohne Uebertritt 4 (0), zusammen 35 (17). Die Zahl der Communicanten war: im öffentlichen Gottesdienst 374,725 (372,277), privatim 6763 (6648), zusammen 381,488 (378,925) oder 57,9 (57,6) auf 100 evangelische Bewohner, in Starkenburg 37,7 (37,4), in Oberheffen 86,1 (85,1), in Rheinhessen 50,7 (51,3). Wird der Berechnung der Prozentzahlen die Zahl der Erwachsenen zu Grunde gelegt, so erhöhen sich, da nach den Ergebviffen der Volkszählung von 1890 die Bevölkerung auS etwa 32 Proc. Kindern unter 14 Jahren und 68 Proc. Erwachsenen (Personen von 14 Jahren und darüber) bestand, die angegebenen Procentzahlen der Communicanten um beiläufig die Hälfte. Auf 100 bürgerliche Eheschließungen kamen 86,2 (84,4), kirchliche Trauungen durch evangelische Geistliche: in Starkenburg 86,3 (95,5); in Oberheffen 97,9 (97,2): in Rheinhessen 71,4 (74,5). Die Zahl der durch Geistliche anderer Confessionen vollzogenen Trauungen von Evangelischen, also namentlich von Mischehen, ist hierunter nicht begriffen und konnte in zuverlässiger Weise nicht angegeben werben. Ebenso war die Zahl der nur bürgerlich abgeschlossenen Ehe.i im Jahre 1894 nicht zu ermitteln. Auf 100 Lebendgeborene kamen 86,5 (87,6) von evangelischen 8om f JJ» groß» vMtnMf M 283__& (toi fur Tarnen uns l^ßtzendenFaei S?: Mai Brie: "Krebs, • taut Geistlichen Getaufte: in Starkenburg 88,4 (87,7); ir Oberheffen 92,8 (93,5); in Rheinhessen 74,3 (78,2); Ang hier fehlen die Angaben der von Geistlichen anderer Cor» fesfion Getauften auS Mischehen. Ferner kommt hier ft Betracht, daß die Verhältnißzahlen der Getauften zu bei Geborenen höher fein würden, wenn die in den erste» Wochen nach der Geburt ungetauft gestorbenen Kinder außer Berechnunggelaffen werden könnten. Confirmier wurden auS rein evangelischen Ehen 13.028 (13 512), aut Misch, ehen 881 (919), zusammen 13 909 (14 431) Die ZaK der verstorbenen Evangelischen betrug 13 008 (15 235» und zwar 5023 (5634) Kinder unter 6 Jahren uni 7985 (9592) Personen über 6 Jahren. Unter Mit. Wirkung evangelischer Geistlicher wurden 10 711 (12 388) Personen, darunter 2798 (2978) Kinder unter 6 und 7913 (9410) Personen über 6 Jahren beerdigt. Die Zahl der unter Mitwirkung eines evangelischen Geistliche, beerdigten über 6 Jahre alten Personen betrug daher i, Procenten aller Verstorbenen über 6 Jahren 99,1 (98,1). Ehescheidungen kamen 54 (62) vor: von rein evangelischen Ehen 35 (44), von Mischehen 19 (18). Hierunter waren 7 (8) solche, bei welchen der Mann und 12 (10), bei welchen die Frau evangelisch war. * • Sterbefalle in den größeren Städten bei Kroßherpg. thnmS Hessen. Nach der amtlichen Uebersicht starben in der I Woche vom 8. bi« 14. März in Mainz (77,500 Einwohner, I darunter 8149 Mann Militär) 22 Personen; in Darmstadt (64600 Einwohner, darunter 4856 Mann Militär) 28 Personen; in Offenbach (40,000 Einwohner, darunter 630 Mao, Militär) 13 Personen; in Warm« (29,000 Einwohner, darunter 665 Mann Militär) 10 Personen; in Gießen (23,200 Einwohner, darunter 2160 Mann Militär) 9 Personen. ES kamen demnach Todesfälle auf 1000 Einwohner in Darmstadt 14,8, Mainz 22,5, WormS 17,9, Offenbach 16,9, Gießen 20,2 (in letztere verhältnißmäßig hohe Ziffer find einbegriffen die in den Kliniken gestorbene« Kranken von Auswärts). Die meisten Todesfälle rührten her von Erkrankung der AthmungSorgane (Lungenschwindsucht n. s. w.) • * Die Umlage der land- und forstwirthschaftlichen 9t- rufSgenofienschafl für da« Großherzogthum Heffen für 1895 beträgt 398.555 Mk. 93 Pfg. (217,000 Mk. 64 Pfg. für Unfallentschädigungen, 108,500 Mk. 32 Pfg. all Anlage zum Reservefonds und 73,054 Mk. 97 Pfg. Verwaltung«. kosten). Da sich die Gesammtsumme der beitragspflichtige» Steuercapitalien auf 13,756,944,1 Mk. (8,024,884,1 Gulden) beläuft, ergibt sich ein Ausschlag von 2,897 Pfg. auf die Mark Steuerkapital (4,966 Pfg. auf den Gulden). Die Erhebung dieser Umlage wird demnächst in einem Ziele unter Zusendung besonderer Anforderung-zettel gemeindeweise stattfinden. * * Der Getreidemarkt. (Bericht-woche vorn 14. bi« 20 März.) Jammervoll sieht es seit nun mehreren Wochen insofern auf dem Getreidemarkte au«, indem da« Geschäft nach scheinbaren Erholungen immer wieder flau wird. Die Preise fallen, und kann daraus fich dennoch feine (rif4e Kauflust entwickelt. Die Vorräthe bleiben daher bedeutend und der Markt liegt still. Diese« Bild zeigte sich auch in letzter Woche und die wachsenden Au-fichten auf eine gute, neue Ernte in Weizen und Roggen drückten neuerdings auf die Preise. — In Berlin und Leipzig wurde bei ganz schwachem Umsätze gekauft: Weizen (je nach Qualität und per 20 Centn er) 148 bis 161 Mk., Roggen für 118 bi- 122 Mk., Gerste für 113 b S 170 Mk., Hafer für 115 bis 145 Mk., Mai« für 88 bis 92 Mk. A Ans dem Ohmthal, 20. März. Dem Kalender infolge ist heute Frühling S- Anfang, allein der Frühling hat schon mit dem Beginn dieser Woche seinen Einzug gehalten. Noch in voriger Woche blinkie hinter Hecken und Rainen da« Weiß von Schneeresten de« scheidenden Winter- hervor, jetzt aber sind dieselben von der warmen Frühlings- sonne geschmolzen. Der Frühling ist wirklich die-mal früh auf dem Plane erschienen; im vorigen Jahr hüllte um diese Zeit noch eine Schneedecke daS Feld ein. Sehr warm für diese Zeit ist die Temperatur, gestern betrug sie bei bedeckte» Himmel um die Mittagszeit 12 Grad K. (In verflossener Nacht blitzte e- wiederholt). Infolge dieses warmen Wetter» beginnen die Wiesen zu grünen und die Knospen von Sträuchern und Bäumen zu treiben. Im Garten blühen Schneeglöckchen und Haselnußstaude; beide werden von den Bienen fleißig zum Einsammeln von Blüthenstaub benützt. Im Felde sprießt die Saat und läßt nun ihre U:berwiatervng erkennen. Da» Korn steht im Allgemeinen gut, hat aber auf nassen Stellen doch vielfach gelitten, indem ei hier weggegangen ist. Die kalten Nächte nach vorauSgehenden Regengüffen haben hier den Schaden bewirkt. Bester hat der Weizen überwintert, und auch der Wintersamen hat sich gut gehalten. Dem Klee hat wohl der starke Mäusefraß im verfloffenen Herbste zugefetzt, er zeigt aber deffenungeachtet meist recht guten Stand. Den Wiesen ist eine durchaus gründliche Bewäfferung zu Theil geworden, so daß hier die besten Hoffnungen nicht unberechtigt sind. An Sträuchern und Obstbäumcn hat der gelinde Winter nicht den geringsten Schaden verursacht, selbst die schwächsten Triebe haben über wintert. DaS frühe Eintreten de» Frühling» wird von Jedermann freudigst begrüßt; e» steht aber zu befürchten, daß Kälterücksälle nicht au-dleiben. Möchten sich diese Befürchtungen nicht erfüllen! □ Darmstadt, 20. März. Ein unabsehbarer Leichen- 8 u g bewegte sich heute Mittag zum großen Friedhose, die studentischen Corporationen mit umflorten Fahnen schritten dem blumenüberschütteten Leichenwagen voraus, der Otto Roqnette» sterbliche Uebertefte borg, ein Neffe de» Dichter» und deffen Freunde, da» Profefforeocollegium der technischen Hochschule und Vertreter der hiesigen ersten Streife folgten; auch Prinz Wilhelm befand fich unter den Leidtragenden. Der Geistliche der JohanneSgemeinde, welcher "Im-»®1' >- sS»9* Ts"*4»-, ,7 ©elebrten. •Whie unb itten solchen gel Schleife U* urb Freunde n .zrrr da» «ndri (’raiutJ «>r ®' rte tiefergretfen lSnkong erhöht, «eiii- 18i£ ,,, Loodmrth ; Mer TSdtung y4ntt durch die :wtnheilt. • r-rtmu natai btt L taube, fof l Dnt-mvd-Sasll nagen mH Dyn ©efttini brr a befanben, ward »ersehens jur glühenden GM IZürtz, dm Bchnella in sonst erheblich erlittenen Verl • Richen, in Hasselt i Löhnung nun • hl 6 Btfilnl schlug Vroßenhain la Feber eniha lie btn Tob bei ’säü Btt Heette u Rink lodenem, Cd)f< r4t labenrein,; üsfiger Tödtung (er halte seine vierzehnjährige Nichte Lina Sauer durch die Brust geschossen) zu 14 Tagen Gefängniß 2 3 2813 Mäusburg 7 Sonnenstratze 11« mietben. Bahnhofstraße 29. 2814 Italiener Rothweine Fermieiyungen. mit Expedition d. Bl. 2592 Mäusburg 7 26 Psg. 52 , 24 , 48 , 22 , 20 , 44 , 40 , 66 , 23 Pfg. A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. toodje bon 14. H nun mehrer» Soin inbew bai Gcfchäsi !er flau ttlrb. Die ienno bi» t»i/4 Mk. M. J. de Beer, 2809 Emden !S (Oftfriesland). Sclbstgekelterter, goldklarer Aepielwein stets im Zapf. 2778 Heuchelheimer Mühle. Rheinweine (Ober-Ingelheimer Rothwein, Hochheimer Weisswein) und Moselweine. 387 Auszug aus Öen Kirc^cnbflc^ent der Stadt Vietze«. Evangelische Gemeinde. •daofte. MatthäuSgemeinde. Den 15 März. Dem Postassistent Jobann Ludwig Zehfuß ein Sohn, Gustav Karl Konrad, geboren den 8. Februar. Auszug aus -en Stairdesaintsreglfterm der Stadt Gieße«. «lnsgebst». ,, März: 14. Johann Friedrich Lang, Gefangenausseher dahier, mit Margarethe Blum hicrselbst. 17. Heinrich Wilhelm Strohl, Glaser zu Rumpmheim, mit Louise Maria Reuhl daselbst. 19. Friedrich Heinrich Wunderlich, Modelleur zu Kaiserslautern, mit Katharine Elise Hahn daselbst. 19. Wilhelm Seibert, Maurer zu Großen-Buseck, mit Elisabethe Wagner daselbst. Aavorena. , _ März: 11. Dem Schuhmacher Heinrich Minke eine rochier, Auguste Ciara. 11. Dem Postanwärter Peter Nicklas eine Tochter, Louise. 11. Dem Sattler Ludwig Belloff ein Sohn, Wilhelm Gustav. 11. Dem Steinhauer Alber» Lentz eine Tochter, Martha. 11. Dem Schriftsetzer Ernst Höpfner ein Sohn, Hermann Friedrich. 12. Dem Kaufmann August Ewald Sporndauer eine Tochter. 12. Dem Tag- löhner Kaspar Len, eine Tochter, Lina. 13. Dem Rangirmeister Kari August Herrmann eine Tochter, Johanna Auguste Luise. 14. Dem Btcefeldwebel Heinrich F-ach ein Sohn. Max Friedrich Louis Heinrich. 14. Dem Ausläufer Friedrich Joseph Stahl ein Sohn, Ferdinand Adolf. 16. Dem Bautechniker Karl Schupp ein Sohn, Wilhelm. 17. Der Wittwe des Privatiers Fr. Jochum ein Sohn, Friedrich. 18. Dem Heizer Otto Arnold eine Tochter. 18. Dem Schlosser Wilhelm Berg ein Sohn, Wilhelm Karl Heinrich. 18. Dem Glasermeister Georg Hofmann eine Tochter. 19. Dem Jnstitutsdiener Wilhelm Rühl eine Tochter. »ettorfretu. März: 15. Andreas Groh, 22 Jahre alt, Gärtner von Rixfeld. 15. Adam Ehrhardt, 37 Jahre alt, Steiger von Philippstein, Amt Weilburg. 17. Elisabethe Schwan, geb. Hercher, 77 Jahre alt, Prioattn dahier. 17. Johann Curt Wölke. 59 Jahre alt, Weichensteller bei der Main-Weser-Bahn dahier. 17. Peter Bepler, 20 Jahre olt, Bergschaler von Burgsolms. ^oqartte angehörte, Herr Pfarrer Guyot, prieS in feiner Olrabrede RoquettS lauteren, fleckenlosen Character, der stets vorbildlich für die akademische Jugend gewesen, und hob als (irundsatz seines Wesens die Liebe im Sinne des Apostel« » >orts (Brief Pauli an die Corinth. 1, 13, 1) hervor. Der Vertreter der Hochschule, insbesondere des Professoren« «Kollegiums, Herr Rector Dr. LepfiuS, gedachte in warm nnerkennenden Worten des reichgesegneten 27 jährigen akade« .rischen Wirkens RoquetteS, der, wie sein Leben in fried« 1-cher Arbeit verfloffen, auch friedlich aus dem Leben geschieden fei, und fich durch seine ächten Poesien im Herzen ller Empfänglichen daS schönste Denkmal gesetzt habe. Herr i-oftheaterdtrectoc Werner widmete dem Dahingeschiedenen, itr mit dem Theater jederzeit in enger Fühlung gestanden, 7amenS des Instituts einen Lorbeerkranz als letzte LiebeS- unb Ehrenpflicht. Dasselbe that Namens der Stadt Herr Beigeordneter Kähler, der Roquette als Stolz und Zierde unserer Stadt pries- die Schleife des niedergelegten Kranzes nag die Widmung: „Dem Andenken des berühmten Dichters , und Gelehrten." Die Vertreter verschiedener literarischer Vereine und der Studentenschaft folgten mit Niederlegung von Kränzen an der Gruft. Ludwig Fulda in Berlin hatte einen solchen gesandt, den desien Vater niederlegte - auf der Schleife desselben las man: „Dem unvergeßlichen Meister , und Freunde in Treue und Dankbarkeit." — Der Landesherr ’ 'litte das Andenken des Tobten durch Uebersendung eines tranzeS mit Schleife in den hesfischen Farben geehrt. — Die tiefergreifende Frier, durch Gesang und Mufik in ihrer Wirkung erhöht, endete gegen 5 Uhr. Pensionat Thomas Darmstadt, Ncckarstraße 6. Junge Mädchen finden jederzeit freundliche Aufnahme. Prospecte und Empfehlungen durch die Vorsteherin 2761 Frau F. Thomas. Corseiten für Damen und Kinder empfiehlt in A ut fitzendenFa-ons zu billigsten Preisen A. Fangmann, 1 M, J*H .13 5i2\ n N>. . (14431' "• 10’n ( 23 ‘ rr unter« »SA5 1,11 “* •j« bts tod ftatbtn h? «(77,500 Simeok =r,ont“; in W 7° Militär) 28 i r'banntet 630 S 0,000 ®intoo^: Mainz, 18. März. Vor der Strafkammer wurde heute K|°nen; in W. der Londwrrth Joh. 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