M ;c«. -»j nblt. • üsseldors. Februar lgv "«* B.“ ■äkt willkommen. ge gen der Geget "8 Müller. rag: Nazarelh? j Abends 8 W illerie und StehplatMu ätsbuchhandlun» (C. Ko Studenten- und Schületh in der Universität. ►6, Abends 8 ß IrbeitSvermittelmg. P Der Vorftaü l Kenntniß zu bringen, i Apotheken' Drogerien. ■ 40 u. So Pf. 1U W kutll 'meinem f*e” mA für Ein neue« I IctiemSBw«0®'1 bet M'E F h in meinem ’ eil* nn^wl <1 Ssrdsra^ iedi . essen, mm* l#1 ’ S&»< iibcröl «SÄ m. 45 Erstes Blatt. Samstag den 22. Februar Der Gir-evrr Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme dcS Montags. Die Gießener ,«mtfirnßf6tfer »erden dem Anzeiger »tchmtlich dreimal beigelegt. iesiener Anzeiger Kenerak-Wizeiger. k-ierteljähriger ASonncmcntspreirr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, ExpeditisO und Druckerei: Schutflraße Ar.7, Fernsprecher 5L Aints- und Anzergsbtntt für den Uveis Gieren. Hratisbeikage: Gießener Kamilienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. IQ Uhr. Alle Annoncrn-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffens Maui« und ttlauenieuche. Nachdem die Maul- und Klauenseuche tu dem Gehöfte de»Beigeordneten Thomas Walter zu Ober-Bessingen erloschen ist, werden die verfügten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Gießen, den 20. Februar 1896. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenieuche. Nachstehende Polizetverordnung deS König!. LandrathS- amtS Wetzlar bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenutniß. Gießen, den 20. Februar 1896. Großherzogliches KceiSamt Gießen. v. Gagern. Polizei-Verordnung. Zur Verhütung der Weiterverbrettung der in den Nach- battrdien herrschenden „Maul und Klauenseuche" wird auf (5rund des Gesetzes über die Polizei - Verwaltung vom 11« März 1850 und § 142 des Gesetzes über die allgemeine LamdeSverwalrung vom 30. Juli 1883 unter Zustimmung deS KaeiSauSschusseS für den Umfang des Kreises Wetzlar ver- otdoet, was folgt: § 1. Wer in den Kreis Wetzlar zum Zwecke deS Handels Vieh einführt, welches nicht zur Uebersührung in tin Schlachthaus bestimmt ist, muß bis auf Weiteres für jedes Stück mit einem UrsprungSzeugntß und einem thier- ärztlichen GesundheitSatleste versehen sein. Diese Vorschrift erstreckt sich nicht auf Einhufer. DaS UisprungSzeugntß hat die Bescheinigung zu enthalten, dv'ß der UrsprungSort seuchenfrei tst. UrsprungSzeugniß und thierärztliches Gesundheitsattest haben eine Giltigkeilsdauer von 7 Tagen, in welcher der Tag öei Ausfertigung einbegriffen ist. § 2 Jede Zuwiderhandlung gegen die Bestimmungen dieser Verordnung wird mit einer Geldstrafe von 10 bis 30 Mark, an deren Stelle im Unvermögensfalle eine entsprechende Haft zu treten hat, bestraft. Wetzlar, den 12. Februar 1896. Der Königliche Landrath: S t a ck m a n n. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 20. Februar 1896. Die Sitzung beginnt heute um 9 Uhr. Auf der Tages- ortbnung stehen verschiedene Interpellationen. Zunächst beantwortet StcatSmintster Finger eine Anfrage deS übg.Vogt, die Erhaltung derS ountagshandwerke r- schulen betr., insbesondere, ob die Regierung Willens sei, mtt allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln gegen die Gefährdung dtr Handwerkerschulkn durch das jetzt in Kraft tretende Gesetz, bct reffend den Gottesdienst an diesen Schulen, vorzugehen, dahin, baß die Regierung bereit sei, im Sinne des Abg. Vogt für den Fortbestand fraglicher Schule etnzutreten und sagt die Regelung der Angelegenheit mit den kirchlichen Behörden zu. Eine Anfrage deS Abg. Ulrich, verweigerte Aufnahme deS Andreas Hering von Buch (Königreich Nähern) in den hessischen Staatsverband betreffend, wird lahm beantwortet, daß in diesem Falle correet von den behörden verfahren worden sei, da der Betreffende den fest- gksetzten Wochenlohn von 15 bis 18 Mk. nicht verdient habe, utn seine Familie ernähren zu können. Abg. Ulrich bestreitet die correcte Behandlung des in Frage stehenden Falls und verweist auf Artikel 4 btß Gesetze- über die Freizügigkeit. Auch der Artikel 3 der ReichSoerfaffung sei hier verletzt worden, hr die Frage ganz anders ent chteden wissen will, wie eS io dieser Weite geschehen. UebrigenS sei neuerdings in ihalickem Falle von der Behörde anders verfahren worden. Bezüglich einer Anfrage des Abg. Metz wegen Rück- Nrllegung des Wohnsitzes der Geueralagenturen brr Versicherungsgesellschaften innerhalb deS Landes, antwortet StOatSministcr Finger, daß die meisten Anstalten den »ohnfitz der Generalagenturen nach Hessen verlegt haben. Vr» Rest habe noch Fristverlängerung bis zum l.März d. I. Sine weitere Interpellation des Abg. Ulrich u. G e- nossen, geschäftliche Behandlung deS Austritts aus einer Kirche oder Religionsgemeinschaft in eine andere betreffend, insbesondere die Zahlung von 6 Mk. Stempel für jeden Einzelnen, erklärt StaatSminister Finger, daß dieser Uebertritt als ein eigener WillcnSact eines Jeden aufgefaßt werde und daß daher auch für jede Person der Betrag von 6 Mk. zu entrichten sei. Auch von Kindern über 14 Jahren sei dieselbe Taxe zu entrichten. Von Setten des Abg. Ulrich wird ein Fall erwähnt, in welchem nicht so correct verfahren worden sei und er ersucht den Staats- Minister, denselben einer näheren Untersuchung zu unterziehen. Damit find die Interpellationen erledigt. Nunmehr erfolgt die Berathung einer Eingabe deS Vorstandes deS Vereins Mainzer Kaufleute und der Handelskammer zu Gießen, das Offenhalten der Schaufenster der Ladengeschäfte an Sonn- und Festtagen betr. Abg. Schmitt bespricht den Umstand, daß in Mainz die Schaufenster Sonntags nach den Bestimmungen über die Sonntagsruhe geschlossen bleiben müßten, während in dem benachbarten Wiesbaden und anderen nichthessischen Städten dies nicht der Fall sei. Dort sei daS AuSstclleu von Maaren in den Schaufenstern während des vor- und nachmittägigen Gottesdienstes an Sonn- und Festtagen ungehindert gestattet. Ministerialrath Emmerling kann sich Namens der Regierung nicht für Genehmigung deS Gesuches aussprechen, weil dteS nicht mit den Vorschriften über die Sonntagsruhe in Einklang zu bringen sei, insbesondere sei eine nicht unerhebliche Gefährdung der retchSgesetzlichen Sonntagsruhe zu erwarten. Auch werde dies die Heranziehung des Arbeiterpersonals bedingen und eS fei auch nicht ausgeschlossen, daß eß bei dem bloßen Schaustcllen nicht bleibe, sondern auch verkauft werde. Dadurch werde aber dieser Theil der Kaufleute geschädigt, der es mit der Beobachtung der polizeilichen Bestimmungen ernst nehme. Für Genehmigung des Gesuches sprechen die Abgg. Wasserburg, Ulrich, Metz-Gießen. Letzterer ersucht die Regierung, der Sache doch näher zu treten, da sie von großer Tragweite für den gesammten hessischen Kaufmannsstand sei. Der Ausschuß beantragt, dem Gesuch keine Folge zu geben. Die Kammer lehnt diesen Antrag gegen 10 Stimmen ab und nimmt den Antrag Schmitt, die Regierung zu ersuchen, sich mit den Nachbarstaaten wegen einheitlicher Regelung dieser Frage ins Benehmen zu setzen, einstimmig an. Ein Gesuch des Gendarmen i. P. W. Ewald, die Erhöhung seiner Pension betr., wird genehmigt, dagegen eine Vorstellung des SteuerrathS i. P. Fröhlich um Regulirung seiner Pension abgelehnt. Ferner wird eine Beschwerde des CH. Walldorf u. Gen. gegen die Bürgermeisterwahl in Partenheim a ß unbegründet zurückgewiesen und eine Eingabe deS Lehrers E. Spiro in Butzbach um Uebertragung des israelitischen Gottesdienstes an der Zellenstrafanstalt Butzbach, nachdem StaatSminister Finger seinen ablehnenden Standpunkt präcisirt hat, für erledigt erklärt. Ein weiteres Gesuch einer Anzahl Einwohner von Trebur um Uebersetzung deS israelitischen Religionsbuches Schulchan aruch auf Staatskosten wird unter Heiterkeit deS Hauses nach warmer Befürwortung des Abg. Köhler abgelehnt. Nunmehr erfolgt die Berathung der Vorlage der Großh. Regierung, den Gesetz-Entwurf, den Handel mtt Authetlen und Abschnitten von Loosen zu Lotterien und Ausspielungen betr. Der Gesetz- Entwurf will dem immer mehr über Hand nehmenden Handel mit Antheilscheinen von im Großherzogthum genehmigten Lotterien steuern und bedroht Jeden mit einer Strafe von 150 bis 1500 Mk., der gewerbsmäßig geringere als die genehmigten Antheile von Loosen rc. fetlbtetet oder verkauft. Auch die Mittelsperson, welche ein derartiges Geschäft befördert, trifft die gleiche Strafe. Der Ausschuß will dieses Gesetz auch auf Prämienanleihen ausgedehnt wissen. Dieser Antrag sowie daS Gesetz wird sodann einstimmig genehmigt. Lebhafte Debatte ruft der Antrag Wasserburg u. Gen., Einführung directer Wahlen für den Landtag betr., hervor. Der Antrag beschäftigt heute zum vierten Male daS Haus. Abg. Wasserburg begründet seinen Antrag in eingehender Weise. Immer lauter habe sich daS Dedürsniß nach directer Wahl geltend gemacht und besonders in Baden, Sachsen und Württemberg hätten sich alle Parteien für Einführung dieses Systems ausgesprochen. Die heutige Kammer sei aus künstliche Weise zusammengesetzt und entspreche nicht dem Willen des Volkes. Staatsminister Finger erklärt, die Frage, ob man directe oder indirecte Wahlen bei uns einführen solle, fei noch reiflich zu überlegen. Unmöglich könne er auf die ganze Materie eingehen, umsomehr, da ihm der Standpunkt des Abg. Wasserburg ganz klar sei. In Hessen habe man fest geordnete Zustände, welche die Rechte des Siaates und jedes Einzelnen fcstlegen. An einer verfassungsmäßigen Bestimmung, die seit 1852 mit gutem Erfolg bestehe, dürfe man nicht rütteln. Dieselbe sei die Frucht reiflicher Erwägungen und Niemand habe Grund unzufrieden zu sein. DaS Volk sei zufrieden und er Kosse, daß eS die Kammer auch sei. Abgg. Dael v. Köth, Schmitt und Ulrich sprich'n für den Antrag Wasserburg, Abgg. Osann und Hechler dagegen. Auch der Ausschuß beantragt, dem Antrag keine Folge zu geben; trotzdem wird derselbe in namentlicher Abstimmung mit 23 gegen 20 Stimmen angenommen. Bravo begrüßt das Resultat Schluß 1 Uhr. 1 Deutscher Reichstag. 46. Plenarsitzung. Donnerstag, den 20. Februar 1896. Die Berathung des Etats des Reichsheeres beim Extra- ordinarium whb fortgesetzt. Abg. v. Massow (conf.): Das Extraordinarium bewegt sich diesmal in bescheidenen Grenzen. Wir werden deshalb die meisten Forderungen bewilligen und nur einige ablehnen. Nicht weil sie ungerecht sind, sondern weil die Finanzlage und namentlich die Nolh der Landwirthe, die theilweile vor dem Ruin stehen, dies erfordert. Unsere Forderungen, die großen Mittel, hat trän uns nicht gewährt. Wir warten nur ab, ob der Bundesrath blos mit „kleinen Mitteln" vorgeben wird. In diesem Jahre haben wir uns bei den Abstrichen noch Zurückhaltung auferlegt, in Zukunft werden wir aber größere Beschränkungen dnireten lassen müssen, wenn unsere ger-ch'en Forderungen nicht berücksichtigt werden. Ich bitte den Minister und die anderen Resorts, davon Notiz zu nehmen. Den Titel 1650000 Mk. und 118000 M'. zur Vermehrung der R serven an Verpflegungsmttteln für P.eutzm und Württemberg hat die Commission mtt 16 gegen 10 Stimmen gestrichen. Abg. Dr. Lieber (Str.) beantragt die Bewilligung. Es handle sich hier um eine Reserve-Verstärkung für den Kriegsfall. Abg. Richter (frs. Vp.) bittet, es bei d r Streichung zu belassen. ES handle sich hier lediglich um eine Entlastung der Betriebsfonds des Reiches und dazu liege kein Anlaß vor. Generalmajor o. Gemmingen betont das Interesse der Militär- Verwaltung an Bewilligung jener Summen. Auch Schahfecretär Graf Pofadowski ersucht um Annahme des Antrages Lieber. Nachdem auch die Abgg. v. Kardorff (Rp.), Hammacher (natl.) und v. Leipziger (conf.) sich für den Antrag Lieber aus- gefprochen, findet die Abstimmung statt. Dieselbe bleibt zweifelhaft, da der größte Theil de« Centrums gegen dm Antrag Lieber und für den Antrag der Commission stimmt. Die Zählung ergibt 92 Stimmen für und 55 gegen den Antrag Lieber. Das Haus ist also nicht beschlutzfähia. P äsidenr v. Buol beraumt — es ist 2 Uhr 42 Min. — die nächste Sitzung auf 3 Uhr an und zwar mit derselben Tagesordnung. 46. Sitzung. Die Abstimmung über den Antrag Lieber wird einftweilm ausgesetzt. Für den Neubau der Kupfergraben-Kaserne in Berlin ist eine erste Rate geordert und von der Commtsston bewilligt. Abg. Richter (frf Vp) will die Summe bewilligen, aber nicht für den gewählten Platz, der für solchen Zw.ck zu we'thvoll sei und für Kunst- und wissenschaftliche Zwecke benöthigt werde. General-Major v. Gemmingen empfieblt Bewilligung der Position. Es gehe nicht an, alle Kasernen in die Peripherie zu verlegen. Auch fei die preußische Staatsverwaltung noch gar nicht mit einem Ansuchen wegen des P atzes an die Miliiäroerwattui g beran- getreten. Die Position wird bewilligt. Der Rest des ExtraordinariumS wird fast debatteloS nach den Anträgen der Commiision erledigt und sodann über den obigen Antrag Lieber abgestimmi. Derselbe wird angenommen, die Position „zur Vermehrung der Reserven an Verpflegungsmitteln" ist also wieder hergestellt. Widerspruchslos wird sodann die Forderung von 7111510 Mk. für Vervollständigung des deutschen EistnbahnnetzeS im Intensse der Landes verthttdigung bewilligt. Es folgt der Bericht der Budgetcommisston über die vorliegenden Petitionen, das Dienstattersstufensystem beir. Die Commission beantragt, einen Theil b ließ seine Ansprache in einem Hoch auf den Gefeierten i»‘ dessen Ehefrau auSklingen. Herr Lehrer Ludwig gedachte iv wohlerzogenen, in Amerika lebenden Kinder de» Pannstiel' scheu Ehepaares, die zwar ferne weilten, aber im Ge^ gewiß Antheil an der Feier nähmen. Der Jubilar ließ d sich nicht nehmen, feine Gäste mit einem Glase Bier zu I* wirthen, wobei man dann noch einige Stunden in 6 in hmc t iftr da wohl M/t. Linie Linie Linie Linie Gründ!. Clavier- u Viopn-Unterricht 3. Inventar 4. Ausstände bei a) Activa. 1. Kaffenbestand 2. Waarenoorrath Am Mittwoch, den 26. Februar, Abends 6 Uhr: & Pasfionß- andacht. Warrer Dr. Naumann. 8136 93 Mitgliederstand En Abgang in 1895 Zugang in 1895 Stand Ende 1895 Peter Volk, conseroatorttch gebild. Mnsiklehrer. Grünbergerstratze 4. Großherzogliches Rentamt. Rübe. Montag den24.Ftdruar l.I., Mittags ;2 Uhr, zu Gießen im Lager des Herrn Spediteurs «. Lynter werde ich auf Anstehen des Kaufmanns Herrn H. A. Nassauer daselbst auf G- und des Art- 343 H. G. B. 2 Kisten Apfelsinen öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. 1735 Engel, Gerichtsvollzieher. — Seit Menfcbengedenken wuchert unter den Steinen des garstigen Urals eine Pflanze Happolygum, welche von Niemandem beachtet wurde, bis ein Etnstedler, der sich mit Heilkunde befaßte, damit Versuche anstellte und die Entdeckung machte, daß der Absud dieser Pflanze bei vielen Krankheiten, besonders Lungenle'den, Verschleimung der Athmungsorgane, chronischem Eatarrh der Lungen und Luftröhren, Husten, He'serkettzc. ein in seiner Wirksamkeit einzig dastehendes Mittel ist. Tausende Atteste und Danksagungen bestätigen dies. Man schreibe an das General Depot Emil Gördel in Colberg, welches fünf Packete für 4 Mk. franco verschickt, weniger wird nickt abaeaeben. 1720 kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 23. Februar Jnvocaoit. An der etÄfctfird)«. Vormittags 9’/a Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein. Abends 6 Ubr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde. An- melbungm werden im Pfarrhause erbeten- Mittwoch den 26. Februar: 2- Passionsandacht: siehe Johannes- kirche. — Am Sonntag den 1. März «Remtntscere) wird im Adend- pottesdienst Beichte und heil- Ab.ndmahl für die Marcusgemeinde gehalten werden. Anmeldungen werden zuvor erbeten. I« der Johauneßktrche. Vormittag? 91/» Ubr: Pfarrer Dtngeldey. Vormittag» 11 Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemeinde: Pfarrer Dtngeldey. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Mowag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, Bibelstnvde im Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. Petrusbrtef Cap. 4, von Vers 12 an: Das gesegnete Leiden in Jesu Nachfolge. Pfarrer Dr. Naumann. Schiffsnachrichten. Ar-«rddeutscher Lloyd, in Gießen vertteten durch die Agenten Carl Loos unb I. M. Schulhof. Bremen, 19. Februar. sPer ttansatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer München, Capt. A. v Collen, vom Norddeuffchrn Ll»yd in Bremen, ist heute 7 Uhr Abends wohlbehalten in Nvoyork angekommen. Der Vorstand: Heinrich Alheit, Director. Adam Kehr, Rendant. Adam Schick, Stellvertreter des Directors. r.- „Vlu8 dem Vogelsberg", lautet der Bericht iu voriger üummer, in welchem das weitere Sinken der Schweine Verkaufspreise auf 30 und 31 Pfg. lebend, gleich 37 biß 39 Pfg. Schlachtgewicht gemeldet wird. Gewiß wäre es nicht allein der Wunsch der Landwirthe, sondern auch der Mctzger gewesen, wenn statt Fallen —Sieigen der Kreise emgetrrten wäre und dadurch der vollständig darnilder- liegende Geschäftsbetrieb gehoben würde. Immerhin empfiehlt cß sich, Berichte in der Weife abzufaffen, daß sie der Wahrheit nicht zuwiderlaufen. Es kann dem Schreiber der Berichte nicht unbekannt sein, daß nur schwere, ausgemästele Waare mit 20 pCt. Tara, welche aber am allerwenigsten den Metzgern erwünscht ist, da Speck und Schmalz sich in riesigen Mengen anhäufen, dagegen leichtere Waare nicht unter 25 pCt. Tara und mehr beim Außschlachteu zu berechnen ist- mithin ein SchlachtgewichipreiS von 44 biß 45 beziehungsweise 46 biß 47 Pfg. sich ergibt. Wie kommt der Berichterstatter dazu, einen Lebeudgewichtverkauföpreiß von 30 biß 31 Pfg. einem deßgl. Schlachtgewichtverkaufpreis von 37 biß 39 Pfg. gegenüberzustellen? — Dieseß Rechnen-Exempel wäre jeden- sallß von dem tüchtigsten Mathematiker noch zu lösen. A Mainz, 20. Februar. Ein hiesiger Fabrikbesitzer, der bei einem Treibjagen in einem Nachbarorte daß Miß» geschickt hatte, einen Treiber derart Unglück ich zu triffen, daß derselbe zeitlebenß arbeitsunfähig, muß sein '^ugdvergnügen theuer bezahlen. Durch richterliche Ent- ILretdung wurde der Fabrikant verurtheilt, an den ange- slhoffenen Treiber neben hohen Kur- und Gerichtskosten eine Entschädigung von 7 3 20 Mk. zu bezahlen. A Mainz, 20. Februar. Verflossene Nacht brach in dc m Dachstock eines WirthschaftSgebäudeS in der Neustadt hier ein Brand auß, bei welchem acht Kinder in der größten Gefahr waren, denTod in denFlammen zu finden. Die Mansardenräume, in denen sich die Kinder befanden, waren schon ganz von den Flammen umgeben und verdankten dir Kleinen nur dem Muth eines in dem Hause wohnenden Alfers ihr Leben, indem derselbe, die eigene Lebensgefahr aicßer Acht laffend, mehrmals durch die Flammen stürzte und die Kinder rettete. A Von dem Rhein, 20. Februar. Seitens der Verwaltung der Reichseisenbahnen ist beschlossen worden, zwischen Frankfurt und Straßburg auch v-Züge gehen zu lajfen. W gen Mangel an Wagen werden diese Züge indeß wahrscheinlich erst im Spätjahr mit dem Beginn des Wintei- diknsteS eingeführt werden. Bekanntmachung, betreffend die öffentliche Impfung des Jahres 1895. Wir machen die Eltern (Pflegeeltern) derjenigen vom Vorjahre mit der Impfung rückständigen Impflinge, welche Aufforderung erhalten haben, bei der unterzeichneten Behörde den Nachweis zu führen, daß die Impfung (Wiederimpfung) des Pflichtigen erfolgt oder aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben fei, darauf aufmerksam, daß die vierwöchentliche Frist für Führung genannter Nachweise demnächst abläuft, die Jmpflisten abgeschlossen werden und die dann noch Rückständigen dem Großh. Kreisamte zur Stellung von Strafantrag überwiesen werden. Gießen, den 20. Februar 1896. Großherzogliches Kreisgesundheitsamt Gießen. b) Passiva. 1. Geschästsguthaben der Genoffen 2, Waarenschulden 3. Noch zu deckende Unkosten 4. Reservefonds 5. Reingewinn (ÄrtmttifW mtl leinen üppigen, grünen Rtten- wvUIUUV matten ist vorbei unb jede HauSfrau sucht nach einem geeigneten E'satz für Raienbletche. Wie die Erfahrung seit einigen Wintern gelehrt bat, findet man in „Luhne Salmiak Terpentin-Kernseife" daS beste aller Mittel, um die Wascke schneeweiß zu bleichen, ohne d-ß sie im geringsten an- gegriff n wird. Jede HauSfrau sollte mit „Luhns Seife" dieses versuchen. 13g ^«udwirthschaftlicher Consum-Verein Treis au SittgetTagene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Heute Samstag: ; Metzelsuppe. Morgenß: ||l iörllflfifdj mit Kraut. ^Chr. Noll III. Wwe>, «anzleiverg. ML Schlachthaus. Freibank. [1700 Heute und morgen: Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Bekanntmachung, betreffend die Auszahlung der Gehalte und Pensionen rc. der Staatsbeamten. Nach § 49, Absatz 3, der Instruction für die fiscalischen Kaffen- benmten vom 17. September 1893, sind alle dienstlichen Bezüge der Beamten — einschließlich der im Dienste gemachten Vorlagen, der Sterbe- qutartalsbczüge, sowie der Wittwen- und Gnadengehalte — bei der zahlenden Kasse iu Cmpfang zu nehmen, wenn diese am Wbnyrt des Bezugsberechtigten ihren Sitz hat. Unter Abänderung des tm Stadtbezirk Gießen seither eingehaltenen Verfahrens wird auf Ver- füDUng Großh. Ministeriums der Finanzen künftig eine Uebermittelung v "iUhg * fcictot»;, ’Ss *’ i-ain i 11,1 k durste. & ‘flbrutf Nris 1 «Uf® gg* liebes tat1** s s ■*; ?°«lnphse föt 8 7'7»" eiJJ ejemarfgtr eMlR Sn Br *“«D emibmtt, , utebtetiM) vohlverditnttu ft btt Verein selbst tz. W Program« zu flr. :17 d-° auf aQgtan 1 Humor vorzüglich p der gebotenen Abwij 00 dtuDamnimwilk Morgen der schönen tzk lehltuz hatte fich In s,p Diebstahls vorbestia!'. )tlhtim gewählt, k 'n Mädchen, die OHE mbertt dabei die firo igen, bei welcher Sili,!, wtweudkte unb vnsch«u in zwei Fällen iibeifä;- 59 0 8 67 1896. Heute Samstag: Metzelsuppe. VrorgevSr Wellfleisch mit Kraut Abends r Wurstsuppe unb humoristisches Coneert unt. der artistischen Leitung von Signor Joppani. Hierzu labet höflichst ein Jacob Horn, „Zum Taunus" 1727 Vrandgaffe 8. Solmsrr Hol Bahnhofstraße. Heute Samstag Abend: HmorißisillkIiirsk von F. J. Wol£E. Entree frei. (1737) Anfang 8 Uhr. Sonntag: ^elsenkeller. I Mie neu wirb Itöer I mit Vechtel s Salmiak-Gall- I Seife gewaschene Stoff jeden Ge- I roebes u. Farbe, vorräth. in 1 P'd - I 93ad ju 4U4, bei Benner 4 Krannii. | Marburgerftraße—Bahnhof und zurück. Grünbergerstraße—Bahnhof und zurück. M°rkt-E»tffmL-rg-rw°lL und.urück ^7ft,gkr°Ättnu^, Marburgerstraße—Wieseck und zurück. ™or6?'®6 “6t Omnihns-Vprhindnnn 10 ®gj di« Abends 10 Uhr. UUUllUUö- V CI UlUUUliy ^'Abonnement billiget) Kleiner Garten ‘Vw»” Cffertcn mit ßenou r Angabe des Pc ifeß, der Lage und Größe befördert die Exped- dieses Blattes.__1725 1716]®tne gebrauchte Hobelbank zu kaufen gesucht. Wallthorftratze 83. ertheilt einem jungen Kauf- <*-*^^*- mann Unterricht im SchönschretbknI Offerten unter L. I*. Gutachten. Das Haarwasser von Retter enthält der damit angestellten Analyse zufolge durchaus keine den Haaren nachtheilige Maierien; ihre B'ftandtbeile find vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohl- thätiger Einfluß aus das Wachsthum der Haare zu erwarten ist und stedt daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken entgegen. 423 München, 7. September 1867. (L. 8.) Dr. H. ß. Wittstein. Zu haben ä 40 Pfg. u. Mk. 1.10 bei I. H. Afnhr. Sonnenfiraße 25. Sonntag den 23. Februar. 1. Fastensonntag. SamStag: Nachmittags nm 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. S ^nntag: Vormittags von 6Vs Uhr an Gelegenbeit zur hl. Beichte; , um 6V| Uhr erste hl. Meffe; , um 7V, Uhr AuStbeiluna der hl. Communton: „ um 8 Uhr zweit; bl. Meffe; „ um 91-, Ubr Hochamt mtt Predigt; Nachmittags um 5Vr Uhr Ch'istenlehre; darauf Fastenandacht. Gottesdienst der iSraelittfchen ReligionSstefellfchaft. Freitag Abend 680 Ubr, SamStag Vormittag 8to Uhr, Nachmittag 380 Üb', SabbaihauSgang 6<° Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6«» Uhr, Abends W.___________________________ Witterungsbericht vom Äl. Februar. DaS Maximum, deffen Kein beute im Innern ^iußlandS liegt, hat sich neueidings bis zu einer Jntensiiöt von mehr als 785 Mm. verstärkt. Hingegen ist im Nordwest.n der britischen Jnieln daS Barometer noch etwas gesunken. Das Pentium der Dep>.ssion liegt heute nördlich von Schottland unb ?ü fte dasselbe der Hauptsache nack nordwärts abziehen. Dieser Depression ist ein sackförmiges Theilminimum angehängt, das bis zum Canal berunterreicht. Vom Ocean her scheint sich neu>rdingS tiefer Truck dem Westen Europas zu nähern und wird sich die nächste Depression voraussichtlich weiter in den Eontinent herein ausdehnen. Ja Süddeutschland ist daß Wetter noch ruhig, jedoch vielfach nebelig. voraos«»UUtze Witter««« r Vorwiegend trübeS Welter bei mäßigem Frost; später Niederschläge. Technische Fortschritte. — Gute Tünche »u« Weiße«, 30 Liter oder 125 Pfund gebrann er Kak werden in rnem Haß mit heißem Waffer gelöscht und zwar wtrd io viel Waffer nach unb nach zuaesetzt, daß eS ungefähr 18 dis 20 Elm. üoer dem Kalkteig steht, dann wird die erhaltene Kalkmilch verdünnt, biS dieselbe fireichrecht ist, dazu setzt man zueist 3 Pfund Zinkvitriol, hieraus mischt man noch »/< Pfund Kochsalz hinzu. Man gibt bann ben Sarbenju’afc z. B. für Stein- grau, Edromgelb, Ultramarin unb einige Gramme Schwarz hinzu. Es ist bet dem Fardenzufatz zu beachten, baß jebe Erdiaroe für die Haltbarkeit des An^rrckes nachtheiltg ist, so z. B. Ocker, Bolus, Umbra, Terra de Siena. — Die Verwendung von Asphalt gege« Ae«ersg«sahr. Eme bish-r nur wenig bekannte Eigenschaft des Asphalts tu die der Abhaltung der Gefahr bd Feuersbrünsten. Wird detfp elwetse der Fußboden feuergesäorlichkr Räume 1 bis 2 Ctm. hoch mit Asphalt bedeckt, so oerbinbert man die Ausbreitung eines unterhalb entstandenen Fuers nach oben, da nach vielen Erfahrungen der Asphalt nur erweicht robb, dem Feuer aber rotbersteht. Die Pariser OmnibuS- Gefell'chaft ließ die oberhalb der Pferdeställe gelegenen Haferböden mit Asphalt bedecken, wodurch diese gleichzeitig gegen die aus den S'allen auffieigenden Dünste gesichert werden.______________________ Derfebr, Land- und votkrrvirthschast^ — Das Technikum Mittweida, eine unter Staatsaufsicht stehende, höhere technttche Fach ckule, zählt tm gegenwärtigen 29. Schuljahre 1677 Besucher, welche die Abheilungen für Mafchtnen-Jngenieure und Electrotechniker bez. die für We kmeister frequentiren. Unter den Geburtsländern der Befucher bemerken wir Staaten aller fünf Erdtheile, eb nso gehören die Eltern der Studirenden den verschiedensten Ständen, namentlich aber dem der Fabrikanten, Ingenieure, Baugewerke, Beamten und Kaufleute an. Die Anstalt Dient zur Ausbildung im gesummten Maschinenwesen und ber Electrotechntk, unb würbe, um dieser Ausgabe auch fernerhin vollauf gerecht werden zu können, vor mehreren Jahren durch Erbauung eines besonderen electrischen Institutes wes.ntlich erweitert. Der Unterricht für das nächste Sommerhalbjahr beginnt em 14. April und es finden die Aufnahmen für den am 23. März r. beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht von Mitte Februar bis M-tte März wöchentlich statt Ausführliches Programm mit Bericht wird kostenlos vom Secre ariat des T>cbnikum Mittweida (Sachsen) abgegeben. 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