^ieUntn- 'ben Mtten iten Mion Pfiek, ^toaeteu, >g 85. ®MbüSr ■000 Lite,. J“«» aeWn.a, miermehl naiver) den ersten Autoritäten WM und ist das beliebteste Nahrungsmittel für" klein, ind Kranke. idemahrnng iste Schweizerinilch. idernahrnng und stets zuverlässig. « ndernahrung ich, verhütet Erbrechen unc htert das Entwöhnen. ndernahrung |em genommen, ist schnei ach zu bereiten. ässen Jahreszeit, in der jede hnnittel für kleine Kinder. ^-HANDLUNGEN. cher, baumwoll., i fr unb am Stüif, iflaneöe, e Strickgarne ksM.tK.) t -rvßer > Mm dSti lobert Stuhl, Reuft-dt r». Na, Na, Na, Müller was Z> bist Du dick gewarnt, i dasmiMWi dem serttige iw «erdtmst und Deine vielt U! Kinner? - MA Jo, weiß'Du. Sj das will ich Ri Dir sage, mir .«» jktz nur itj. ich hol' wei gavi »-> w“* W lQTöa^flÄen W1 )ou§tetl?1J« Werien, y Ä pOn' SS’ÄVÄ r tflundE •»"rtilfe ZZ -L **V- 1« 0*8 Jfä iso« gtr* 275 ErRes Blatt Samstag den 21. November mchener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. ®k Gießener Aamillevvtätler Weihen dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hbetzener Anzeiger erscheint täglich, twtt Ausnahme deS MontagS. vierteljähriger AbonncmeutspretLr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohu. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Webaction, Expeditio» nnb Druckerei: Schukstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren» Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Oralisöeikage: Gießener Kamilienökatter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Reichstags-Stichwahl am 19. November. 1) Kreis Gießen. Gemeinde S 12 ST «' «. OQ Albach 42 5 Allendorf an der Lahn .... 76 28 Ullendorf an der Lumda.... 189 42 Allertshausen 33 5 Alten Buseck 11 189 Annerod 52 12 BellerShetm 77 21 Beltershain 27 — BerSrod mit Winnerod .... 53 12 Bettenhausen 73 — Beuern 107 28 Birklar 57 11 Burkhardsfelden 86 10 Climbach 28 — Daubringeu mit HribertShousen . 44 70 Dorf - Gtll 85 — Eberstadt mit ArnSburg .... 102 2 Ettingshausen 88 6 Garbeuteich 71 55 Geilshausen 52 25 Gießen mit Schiffenberg .... 669 1387 Göbelnrod 35 9 Großen-Buseck 132 80 Großen-Liuden 133 103 Grünberg........78 129 Grüniugeu........91 36 Harbach 48 8 Hattenrod........ 52 25 Hausen 34 27 Heuchelheim........81 249 Holzheim........ 247 3 Hungen 121 33 Inheiden........48 6 tteffelbach........54 — Klein-Linden 79 74 Langd 138 — Lang-GönS........ 282 5 Langsdorf . . *. 119 50 Lauter.........66 8 Leihgestern 122 102 Ltch mit Hof Albach, Eoluhausei und Mühlsachsen 118 171 Lindenstruth 37 17 Lollar 135 117 Londorf......... 55 39 Lumda.........38 11 Mainzlar 84 11 Münster 54 2 Muschenheim mit Hof-Güll ... 99 4 Nieder-Besfingen 36 21 Wahlresultat bis Mittags 2 Uhr. es ex o E Nomrenrorh 70 1 Obbornhofen 67 42 Ober-Bessingen 69 1 Ober-Hörgern 81 1 Odenhausen mit Appenborn... 34 1 Oppenrod 42 5 Qurckborn 46 48 Rabertshausen mit Rtngelshausen . 39 1 ReinhardShain 62 — Reiskirchen 19 48 Rodheim mit Hof-Graß .... 73 — Rödgen 31 61 Röthges 50 — RüddtngShaufen 50 28 Ruttershausen mit Kirchberg . . 65 13 Saasen mit Bollnbach, VeitSberg und Wirrberg 19 23 Stangenrod 33 14 Staufenberg mit Frtedelhansen . 56 22 Steinbach 130 23 Steinheim 88 — Stockhausen ... 21 2 Traie-Horloff 37 1 TralS an der Lumda 137 8 Trohe 7 19 Utphe 51 29 Dtlltngen 131 12 Watzenborn m't Steinberg ... 147 145 Weickartshain 65 1 Wetiershain 87 6 Wieseck 3 355 2) Kreis Alsfeld. Atzenhain ........ 92 — BernSfeld 68 — Ermenrod 52 1 Flensungen 36 14 JlSdorf 10 7 Lehnhetm 27 — Merlau mit Kirschgarten.... 53 13 Nieder-Ohmen 57 24 Oder-Ohmen 43 21 Ruppertenrod 92 14 Wettsaasen 39 2 Zilbach 37 — 3) Kreis Schotte«. EichelSdorf 46 33 Gedern 99 117 Glashütten 15 34 Groß - Eichen 92 4 Gemeinde M -ET* :q «, Klein-Eichen 20 — Mittel-Seemen ..... 19 7 Nieder - Seemen 37 — Ober-Lais 72 8 Ober-Seemen 62 48 Ober - Schmitten 43 25 Steinberg 67 7 Unter - Seibertenrod 68 — BolkartShaiu 19 6 4) Kreis Büdingen. Bellmuth 20 3 Bergheim 37 21 Berstadt 91 18 Bingenheim 107 16 BiffeS mit Btrstädter Markwald . 30 14 Bleichenbach 66 34 Blofeld mit Reichelsheimer Antheil an Btngeuheimer Mark ... 19 17 Babenhausen 1 14 17 BorSdorf mit Harbwald .... 96 1 Dauernheim mit Dauernheimer Hof mit Schleifeld Hof 110 9 Echzell mit Echzeller Marku ald . 243 40 Eckardsborn 30 21 Effolderbach 9 37 Fauerbach 59 25 GeiS Nidda 65 24 Gelnhaar (Jsenb. u. Doman.) . . 20 19 Gettenau 45 5 Heuchelheim — — Hirzenhain 68 4 Kohden 46 18 Leidhecken 29 30 Lißberg 20 20 Michelnau 55 2 Nidda 159 101 - Ober-Wtddersheim 62 7 O tenberg 92 59 Ranstadt.........16 67 Schwickartshausen 63 3 Selters mit EonradSdori ... 33 27 Unter-Schmitten 62 18 Unt r Widdersheim mit Grund- Schwalheim 42 1 Usenborn ..... 34 27 Wallcrnhausen 126 1 Wippenbach . • 9 7 9697 5256 Bekanntmachung, betreffend Mittheiluug über das Ableben deutscher Reichs- angehöriger in Ungarn. Nach einer Verordnung des Königlich ungarischen Justizministeriums vom 27./29. Mat d. Js. find die ungarischen Bezirksgerichte angewiesen worden, das Kaiserlich deutsche Veneralconsulat in Budapest von dem Ableben deutscher RrichSaugehöriger in Ungarn in jedem einzelnen Falle zu ienachrichttgen. Anfragen über das Ableben von ReichS- «ngehörigen in Ungarn werden daher in Zukunft zweckmäßig a* das Kaiserlich deutsche Generalconsulat in Budapest zu richten sein. Gießen, den 19. November 1896. vroßherzoglicheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. NolffS telegraphisches «orresporkdtty-BMtznL Berkin. 19. November. Dte „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Dur Reichskanzler empfing heute Nachmittag den Besuch hrf rusfischen Botschafters v. Osten-Sacken, der flch den zu den handelspolitischen Besprechungen eingetroffenen Dele- girten vorstellte. Vormittags hat der Botschafter mit den Delegirten dem StaaiSsecretär Marschall einen längeren Besuch abgestattet. Berlin, 19. November. Der BundeSrath nahm den Freundschafts , Handels- undSchtfffahrts-undEonsular Vertrag zwischen btnt Reiche und Nicaragua an und stimmte dem Entwurf der AuSführungS-Bestimmungen zur Gewerbe- Ordnung zu. Berlin, 19. November. Der ,Nattoualzeitung" wird das Gerücht als unbegründet bezeichnet, daß Herr v. Köller die Wiederwahl als Pr afident des Abgeordnetenhauses nicht annehmen wolle. Berlin, 19. November. Das Polizeipräsidium hat mit Genehmigung deS Ministers deS Innern die größeren preußischen Polizeiverwaltungen zu der am 12. December anberaumtln Zusammenkunst eingeladen, worin über die Etnführang der Bertillon'schen Methode der Per- foneufeststelluug durch Gliedermessuug berathen werden soll. Berlin, 19. November. Die „Verl. Eorrrsp." schreibt: Auf Grund deS UnfallverficherungSgesetzes vom 6. Juli 1884 hat der BundeSrath in feiner heutigen Sitzung die Errichtung von sieben Schiedsgerichten für die a« 1. Januar 1897 ins Leben tretende Fletscheret-BerufSgenosfes schäft angrordnet. Die Bezirke der neu zu bildenden Schiedsgerichte fallen mit denen der NahrungSmtttel-JndustrieberufS- genoflenfchaften zusammen, nur bildet Bayern, das dort mit dem übrigen Süddeutschlaud zu einem Bezirk gehört, hier einen eigenen Bezirk. Es umfaßt der so gebildete 4. Bezirk: Hessen Nassau, Rheinprovinz mit Birkenfeld, Westfalen und Waldeck. Sitz deS Schiedsgerichtes Köln a. Rh. 6. Bezirk: Württemberg, Baden, Hessen, Hoheuzollern und Elsaß-Loth- ringen. Sitz des Schiedsgerichtes: Stuttgart. 7. Bezirk: Bayern. Sitz des Schiedsgerichtes: Nürnberg. Hamburg, 19. November. Dem „Hamd. Eorresp." wird nach Erkundigungen aus bester Quelle aus Berlin gemeldet, daß von der angeblich bevorstehenden Ernennung des Grafen Walderfee zum Oberbefehlshaber in den Marken an Stelle des erkrankten v. Los nichts bekannt ist. St. Talle», 19, November. Dte gesetzgebende Behörde des Cantons hat mit 79 gegen 62 Stimmen die Einführung der facultativen Feuerbestattung be- schlossen. Paris. 19. November. Heute wurde in feierlicher Weise in der Sorbonne die durch ein Gesetz vom Juli d. I. geschaffene Universität von Paris eingeweiht. Präsident Faure, fast alle Minister und zahlreiche Mitglieder Les diplomatischen EorpS waren zugegen, es wurden mehrere Reden gehalten. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 19. November. Der Kaiser und die Kaiserin wohnten gestern Vormittag dem Gottesdienste in der Friedens- ktrche in Potsdam bet. Heute Vormittag hörte der Ka'ser von 8 Uhr ab den Vortrag de- Krteg-ministerS v. Goßler und arbeitete darauf mit dem stellvertretenden Chef des M'l'tärcabinetS, Obersten v. Villame. Anschließend daran empfing der Kaiser den Finanzwtnister Dr. Miquel zum Bor« trag. Nachmittag- um 4 Uhr ist der Kaiser von der Wild« parkstatiou mittelst Sonderzuges nach PieSdorf zur Jagd abgereist uud gedenkt morgen Abend von dort nach dem Reuen Palais zurückzukehren. Berlin, 19. November. DaS Staatsministerium hat gestern Abend unter dem Borfitz deS Fürsten Hohenlohe eine Sitzung abgehalteu zur Feststellung der Landtags. Thronrede. Berlin, 19. November. Eine Anzahl angeseheoer Ber. liner Bürger beabsichtigt, auf nächsten Sonntag eine öffent. ltche Volks. Versammlung einzuberufen, in welcher eine Petition an den Reichstag besprochen und zur Unter, zeichnung empfohlen werden soll. In derselben soll der Reichstag ersucht werden: 1. mit Entschiedenheit auf die Be- seitigung der Duelle und eine sachgemäße Einschränkung der Militär-Gericht-barkeit zu dringen, 2. die gesetzliche Ein« sührung maßgebender Ehrengerichte in Verbindung mit einer Revision der strafrechtlichen Bestimmungen über die Beleidigungen herbeizusühren und dadurch einen wirksamen Schutz der Ehre zu schaffen. Die Versammlung ist als eine solche gedacht, welche kein parteipolitisches Gepräge tragen, sondern die Freunde fortschreitender Gesittung aus sonst getrennten Gruppen einigen soll. Berlin, 19. November. Der „ReichSanzeiger" veröffent» licht heute den Handels- und SchifffahrtS-Dertrag, sowie den Consularvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und Japan vom 4. April 1896; ferner veröffent. licht der „Reichsanzeiger" die Bestimmungen über die Be- stellung und Entlassung der CourSmaller. Berlin, 19. November. Zwischen dem StaatSseeretSr des Auswärtigen und dem französischen Botschafter ist gestern ein Abkommen unterzeichnet worden, welches der deutschen Einfuhr in Tunis die Meistbegünstigung sichert. Berlin, 19. November. Der provisorische Börsen- auSschuß trat heute Vormittag im RetchSamt des Innern zusammen. Die Wahl deS Vorsitzenden brachte, wie die „Poft" mittheilt, eine Ueberraschung, indem dieselbe auf den Vorsitzenden des Aeltesten-Collegiums der Kaufmannschaft in Berlin, Geheimen Commercienrath Herz, nicht aber auf den bisher ausdrücklich in Börfenkretseu und in der Börsenpresie genannten Geheimen Rath Gamp fiel. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Vorsitzende der Kaufmannschaft in Hamburg, Hinrichs en, ernannt. Die Verhandlungen nahmen, wie das genannte Blatt weiter meldet, von Anfang an einen sehr hitzigen Ton an. Der von der Regierung vorgelegte Entwurf einer Geschäftsordnung wurde im Großen und Ganzen genehmigt, jedoch die Bestellung eines Stenographen beschloffen. Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt. Berlin, 19. November. Seit längerer Zeit werden Klagen darüber laut, daß die Beschränkungen, denen die Pfändung von Arbeitslöhnen, Gehaltsbezügen und Pen- fionen unterliegt, in zahlreichen Fällen dahin führen, den Unterhaltungsanspruch der unehelichen Kinder gegen ihre Er- zeuger zu vereiteln. Um diesen Klagen zu begegnen, ist ein Gesetzentwurf aufgestellt worden, welcher voraussichtlich binnen Kurzem dem Bunde-rath zugehen wird. Berlin, 19. November. Wie verschiedene Blätter melden, ist Oberst Siebert unter Belassung in seiner Stellung al- Commandeur des zweiten brandenburgischen Grenadier- Regiments Nr. 12 nach China commandirt worden. Seine Abreise werde bereits Ende diese- Monats erfolgen. Das erste Ziel seiner Reise sei Peking. Vermutlich reist Oberst Liebert lediglich in Ausführung eines besonderen Auf» träges des deutschen Kaisers. Berlin, 19. November. Die „Berl. Neuesten Nachr." erhalten auS Prätoria ein Prtvat-Trlegramm, wonach dort Gerüchte in Umlauf sind, denen zufolge die neuerliche Verstärkung der britischen Flotte in den ost- a frikan i sch en Gewässern im Zusammenhang steht mit einer beabsichtigten englischen Demonstration in der Delagoa- vay unmittelbar nach der Entscheidung deS Berner Schiedsgerichts in der Angelegenheit der Laurenzo Marquez- Eisenbahn. Este» 6. d. R., 19. November. Zu dem Gruben- Unglück auf der Zeche „General Blumenthal" berichtet die „Rhetu.'Weftf. Zeitung": Die Explosion fand auf der vierten Sohle deS ersten FtötzeS statt. Bisher wurden 24 Todte, darunter ein Betriebsführer, geborgen. Fünf find verletzt uud einer wird noch vermißt. Die genaue Feststellung der Ursache der Explosion hat noch nicht erfolgen können; wuth- maßlich sind es schlagende Wetter gewesen. Die Wetter- sührung functionirte tadellos. München, 19. November. Heute Abend kamen in Begleitung eines Mitgliedes des armenischen HisScomitöS und einiger Schwestern 30 armenische Waisenkinder, deren Eltern bei den letzten Greuelthaten ermordet wurden, im hiefigen Centralbahnhofe an. Dieselben reisen nach Frankfurt a. M. weiter, von wo fie in die Waisenhäuser nach Würzburg und Nürnberg vertheilt werden. Wien, 19. November. DaS „Neue Wiener Tageblatt" will auS angeblich gut informtrter Berliner Quelle erfahren haben, daß der Zar und die russische Regierung die dem Fürsten BtSmarck zugeschriebene Behauptung, daß Alexander II. ihm im Jahre 1876 in einem eigenhändigen Schreiben die Absicht eines Krieges gegen Oesterreich kundgegeben habe, nicht auf sich beruhen lassen werden. Fürst Bismarck soll eventuell zu einer DeSavouirung der Nachricht veranlaßt werden. Wie«, 19. November. Die „Neue Freie Presse" glaubt, daß an der russisch-türkischen Grenze in Asien sich ernste Ereignisse vorbereiten. Die Meldung von starken Truppensenduogev nach dort wird mit dem angeblichen lieber« handuehmeu deS Räuberunwesens motivirt. Man glaubt, daß da- Räuberuuwesen nur den Vorwand bildet zur Con- centration einer Operation» Armee im Kaukasus, welche so in unauffälliger Weise durchgeführt werden könne. Budapest, 19. November. Die von den Socialdemo- traten geplanten Massenumzüge am Eröffnungstage des Reichstages find von der Polizei verboten worden und zwar unter Androhung der Anwendung von Gewalt. Pari», 19. November. Infolge der fortgesetzten Steigerung der Getreidepreise ist der Preis für ein Kilo Brod seit gestern um 5 Centimes gestiegen. Berlin, 20. November. Dr. Karl PeterS ist gestern spät Nachts hier eiugetroffen. Zu seiner Begrüßung hatten sich zahlreiche hervorragende Freunde colonialer Bestrebungen eingefunden. Dr. PeterS erklärte, daß er jetzt nur auf wenige Tage gekommen sei, daß er aber im Dezember zu längerem Aufenthalt zurückkehre. Ferner widerlegte er die Behauptung, er habe in englische Dienste treten wollen. Allerdings habe ihm ein Onkel 600,000 Mk. ausgesetzt, falls er das englische Sambesi-Unternehmen leiten wolle, doch habe er abgelehnt. Berlin, 20. November. Die für nächsten Sonntag geplante öffentliche Volksversammlung betreffend daS Duellwesen ist bis auf Weitere- verschoben worden, in Er- Wartung der vom Reichskanzler angekündtgten Schritte der Regierung gegen da- Duell. Berlin, 20. November. Da- „Berl. Tagebl." ist in der Lage nähere Angaben über die Rede zu machen, welche der Kaiser nach der Recruten Vereidigung den Offizieren gehalten hat. Der Kaiser habe angeknüpft an den Fall Brüsewitz und die Offiziere ermahnt, übergroße Fröhlichkeit oder Weinlaune unter Kameraden im Cafiuo auSzutoben, doch sollten fie fich auS naheliegenden Gründen hüten, ihrer Staudesehre etwas zu vergeben, indem fie sich in animirtem Zustande in die Oeffentlichkeit begäben. Müffe aber der Offizier im Falle der Nothwehr bedauerlicher Weise die Waffe gebrauchen, so solle er dies in ausgiebiger Weise thun. Rom, 20. November. Eine große Anzahl Abgeordneter stimmt der Agitation des früheren Ministers deS Aeußeren, Herzogs Sermoneta, betreffend die definitive Räumung ErtthonaS, zu. Brüffel, 20. November. Die Clertcalen beschloffen, eine Verschärfung der Geschäftsordnung durchzusetzen, welche das JnterpellationSrecht und die Redefreiheit der Minorität beschränkt. General Brialmont wirft dem Könige vor, er habe die HeereSreform den Clertcalen geopfert. Er hätte daS Parlament auflösen müssen und die Reformfrage den Wählern vorlegen sollen. Pari», 20. November. Der „Figaro" meldet au- PeterSburg, Schischkin sei definitiv zum Minister deS Aeußern bestimmt. H. Fravkfurt a. M., 20. November. Die Klage des Hoteliers „Zum Schwanen" gegen die Stadt Frankfurt wegen 10000 Mark Entschädigung für entgangenen Gewinn beim Katserbesuch wurde kostenfälltg ab gewiesen. V.rB, Wernigerode, 20. November. Fürst Stolberg ist gestern Abend 108/< Uhr gestorben. CcceUs nnt protHnjkllef. Vießea, den 19. November. ** Einweihung de» neuerbauten hygieuischeu Institute» der LaudeSuuiverfitat. In Ergänzung unserer vorläufigen Mittheilungen können wir heute berichten, daß Se. König!. Hoheit der Großherzog am morgigen SamStag mit dem D-Zug Nachmitttag- 1" Uhr hier eintreffen und fich, nach kleinem Empfang durch die Spitzen der hiefigen Behörden, alsbald über Bahnhof-, Liebig- und Frankfurterstraße nach dem hygienischen Institut begeben wird. Dem dortigen Festaet wird fich eine Besichtigung der psychiatrischen Klinik auschließeu, worauf Se. Köntgl. Hoheit Nachmittag- 4 Uhr mit Extrazug unsere Stadt wieder verlaffen wird. An hervorragenden Festtheilnehmern werden noch erwartet au- Darmstadt die Excellenzen Finger und v. Knorr, Mini- fterialrath Ufioger und Vertreter der Bau» und Medictnal- abtheilung de- Ministerium-, au- Berlin der Director de- Reich-gesundheitsamteS und von den übrigen Universitäten eine ganze Anzahl von Profefforen der Hyziene. Wir behalten un- vor, über die Bedeutung und Anlage des neuen Institutes nach seiner Einweihung noch eingehend zu berichten. Nach dem oben mitgethetlten Programm wird die Fahrt Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von der Bahn nach dem neuen Institut der Einwohnerschaft Gießens Gelegenheit geben, auch ihrerseits den Lande-Herrn zu begrüßen und demselben zu danken für die erneute, in diesem Besuch gelegene Auszeichnung unserer Universität. * • Sruennnnge». Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnäktgst geruht, am 14. November die LehramtSassefforen: 1) Joseph Geyer zu Alzey zum Lehrer ai der Realschule und dem Progymnafium zu Alzey, 2) Wilhelm Schleußner zu Mainz zum Lehrer an dem Real« phmnafium und der Realschule zu Mainz, 3) Georg Schil- ltna zu Al-seld -um Lehrer an der Realschule zu Alsfeld, 4) Dr. August Köhler zu Bingen zum Lehrer an der Real- schule zu Bingen, 6) Dr. Eduard volp zu Büdingen zum Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen, 6) Dr. Aewar Keller zu Laubach zum Ledrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach, 7) Dr. Friedrich Roth zu Laubach zum Lehrer au dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach und 8) Theodor Ritsert zu Darmstadt zu« Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt — zu ernennen. * • Die gestrige Stichwahl endigte, wie bereit- durch Extrablätter mitgetheilt mutbc, mit dem Siege de- seitherigem Reich-tagSabzeordneten Köhler gegen den von der socialdemokratischen Partei ausgestellten Redacteur Scheidemaun. Die Einzelresultate befinden fich auf der ersten Sette dieses Blatte-. Die Wahl verlief unter etwas regerer Bethei- ltgung der Wahlberechtigten als die erste Wahl am 5. Novbr. Denn während bei ersterer 12 131 abfttmmten, wurden diesmal nahezu 15000 Stimmen abgegeben. Schwach betheiligt au der Wahl hat fich die Gießener Wählerschaft, denn während am 5. November 2871 Stimmen abgeaeben wurden, belief fich gestern die Stimmevzahl vor auf 2056, fo daß rund 50 pCt. der Stimmberechtigten zur Wahlurne gingen. Wir geben hier wohl nicht fehl, wenn wir vermutheu, daß die Mehrzahl der deutsch freisinnigen Wähler zu Hause geblieben ist. Wie immer, so wurde auch die-mal eine Anzahl ungiltiger Stimmen abgegeben, darunter solche, in denen die Wähler ihren bedrängten Herzen auf poetische Weise Luft zu machen suchten. Im Wahllocale im alten RathhauS fand fich u. A. ein Zettel mit folgenden Ze len: „Den Köhler und Scheidemaun, Die beide ich nicht wählen kanu, Der Stengel ist nicht dabei, Hoch lebe die freisinnige Partei." Der von tiefer Resignation de- freisinnigen Wählers zeugende Erguß hat ein Gegenstück in einem Zettel, der fich in der Wahlurne zu Burkhardsfelden vorfand; seiu Inhalt lautet: „Wählt Köhler oder Scheidemanu, Nur Gott ist'-, der Euch helfen kann." Einige sonst durch Stimmzettel zum Ausdruck gekommene „Meinungen" ble ben bester unveröffentlicht. * * Die Amtsgerichte de» Großherzogthum» erhalten gegenwärtig Ausgaben des bürgerlichen Gesetzbuchs nebst Etu- führung-gefetz durch offictelle Bezugsquellen geliefert. • • Jagdliche». Am ersten December beginnt die gesetzliche Hegezeit für den DachS und die Rebhübuer. ♦ * Prüfungen. Von den 22 GerichtS-Accestisten, welche fich dem Affestoren-Examen unterzogen, find nach Beendigung deS schriftlichen Examens auf ihnen ertheilten Rath nicht weniger al» 12 vor dem mündlichen Examen zurückgetreten. * * Verleihung von Preisen an der Großherzogltcheu Technischen Hochschule zu Darmstadt für da» Studienjahr 1895/96. Die von der Abthetlung für Architektur gestellte Preis« aufgabe, betr. „Aufnahme von heffischen Bauernhäusern" wurde von den Studirenden Wilhelm Best auS Darmstadts August Buxbaum auS Langenbrombach, Ludwig Haag, Ludwig Klump und Hugo Landmaon aus Darmstadt gelöst. Denselben wurden Preise von je 70 Mk. zuerkaunt. Die vow der Abthetlung für Jugenieurwefen gestellte PretS- aufgabe „Ein kleines Flüßchen ist zum Zwecke einer industriellen Anlage mit einem Wehr zu versehen" wurde von den Studirenden Georg Geiß avS Darmstadt und Richard Boehlig aus WolfShatn gelöst. Ersterem wurde der Preis von 100 Mk. verliehen, letzterem eine Anerkennung im Betrage von 40 Mk. bewilligt. Die von der Abthetlung für Maschinenbau gestellte Preisaufgabe, betr. Achsen Regu- latoreu für Dampfmaschinen, wurde von dem Studirenden Franz Mühl aus KunnerSdorf gelöst und mit dem ausgesetzten Preis von 100 Mk. prämiirt. Die von der Ab- theilung für Chemie gestellte Preisaufgabe: „ES ist z« untersuchen, unter welchen Bedingungen es gelingt, metallisches Blei auf electrolhtischem Wege auS Lösungen seiner Salze in Form fester Platten abzuscheiden" wurde von dem Stu- dtrenden Ludwig Glaser auS Coburg gelöst und mit 50 Mk. prämiirt. Die Abteilung für Mathematik, Naturwissenschaften rc. stellte zwei PretSaufgaben. Die erste, in der gewiffe ebene Curven dritter Ordnung zu behandel» waren, wurde von dem Studirenden Adam Flechsenhaar aus König i. O. gelöst und mit 120 Mk. prämiirt. Die zweite Preisaufgabe, betr. „Die geologischen Verhältnlffe der Umgegend von Darmstadt" wurde von dem Studirenden Udo Klünder aus Gleschendorf gelöst und erhielt derselbe eine» Preis von 100 Mk. Nene» Eisenbahn Projekt. In Neustadt (M.-D.- Bahn) hat sich ein ComitL gebildet, daS die Erbauung einer Eisenbahn von Alsfeld nach Neustadt bezweckt. Diese neue, höchsten- 17 bi- 19 Km. lange verkehr-straße würde eine Verbindung der Oberheff. Bahn mit der Matn-Weser- Bahn herbetsühren und ließe sich von Neustadt leicht über Frankenberg, Winterberg nach Meschede sortsetzen, so daß eine directe Verbindung von Fulda nach Westfalen geschaffen würde. * • 3m OberpostdirectionSbezirk Darmstadt ertrug im Oktober d. I. die Wech selstempel steu er 14,901.10 Mk. zusammen mit den Vormonaten deS von April bis Eade März reichenden Berichtsjahres 92,015.50 Mark oder 1,474 70 Mk. mehr als im entsprechenden Zeiträume won 1895-96. 4- Nidda, 19. November. Bei der heutigen ReichS- tagSftichwahl erhielt Landtagsabgeordneter Köhler 159 und Redacteur Scheidemanu 101 Stimmen. Die Betheiltgung war sonach heute wieder recht schwach, da vo» 466 Wahlberechtigten nur die erwähnten 260 Stimmen abgegeben worden find. Bet der vorigen Wahl machten bekanntlich nur 186 von ihrer Stimmberechtigung Gebrauch. — Ein Theil der auf dem Manövermarsche befindliche« Offiziere und Mannschaften des Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 zu Gießen wird hierorts während zweier Tage von heute ab einquartirt. — Das Petroleum ist um 1 Pfg. pro Liter dahier abgeschlagen und kostet jetzt o«r 21 Pfg.; verflossenen Winter kam da» Liter bi» zu 30Vfg- x AuS dem Ohmthal, 18. November. Sester» und vorgestern Abend sprach Herr O. Neunreuther aus Hanau io Ober Ohmen und Ruppertenrod vor stark besuchte» Versammlungen über Zweck und Ziele deS Bundes der Laudwirthe. In Ruppertenrod traten der neu- Sff. -erstatt ta tet» ein urwüchsig" l feierte man a« ® Lilie die ZibelMt erfreu frische, °n welch" vehmdar lst, l°nb Slieter jener b' ritter. E» sind nnb reffen Gatt Oestreich und! ia velstadt. B> verstorbenen wirth in Berstal Himmelfahrt d. Kinder, Enkel ui gefeiert und zu- großeschaarderr aul N und Fc paareS Oestreich das vergnügen h zeil-gästen anweii dieser Gelegenheil schön und herze^ Herzen sprechende kamen auch Hum einer Weise, wie nun den Jubelpal sein, daß fie den Weise feiern fön •h- bts-khei zwar die Rübe Theil, der noch 1 dem Gesammterge folgen lassen. Leute recht enttä gemüthlicher Zuo bil nn8, ult gaiaät Mtn, zuckersüße finanzii ZahlullgSweise elti (i. B. 10, 80, 9( aus die Siocente. Der Zuckergehalt etwa» besser bis Obgleich die B'za denn fie tragt i Eczeugung von hi bauer die Zuhlun weil er oach de Noeeme sogleich i Wahlen sind dec kapital greifen Vrocenie. - verschieden. Sus uni ähnlichen La, pflügt UNS 0(6q l'-» 250 8(nin, ilflUtg. "»* mit 140 E« fchm BaueruhSnfer^ Best aus Darmstadt/ Ludwig Haag, Ludwig irmstadt gelöst. Den» . zuerkannt. Die Dor :srn gestellte Preis- |unt Zwecke einer in- : versehen^ wurde den mnfWt unb 9lliatb tm würbe btr frei» Anerkennung im Be- . btt Abheilung \ta it, bür. Men^rgu. van dem Studitrnden t und mit dem aus- rt, Dir von der Sb- !iSausgabe: ,U ist 1« er gelingt, metalltschrt Lösungen feiner Sch wurde von dem Stu- gelöst und mit 50 Ml. nthematik, Natur« eisausgaben. Die ech, Ordnung zu behandel- Adam Flrchsenhaar W prämiirt. Die zwetlr t Berhöltnisfe der U» dem Studirendeu Ub erhielt derselbe M .tÄ ,1t toM«> V 8«w* * I itr jjjtif •<6 «««• • " 1 *260 ai1”*1* >°»°2 «*««* 'igen . Gebla" «,rt0 ett’i'.’d Di« »'L-K 8,1 ■ gebildeten Ortsgruppe fünf, in Ober-Ohmen sechzehn Mit- glteber bei. -n- Gettenau, 18. November. Auf unserem neuen Bahnhofgebäude prangt ein Fichtenbäumchen, ein Zeichen dafür, daß die Zimmerarbeiten vollendet find. Die Dach» deckerarbeiten haben alsbald begonnen. Das Echzeller Stationsgebäude ist noch weiter voran. Die gute Witterung in den letzten Tagen fördert die Arbeiten zusehends. M. Berstadt, 18. November. Zwei goldene Hochzeiten in einer Familie zu Berstadt. Eine goldene Hochzeit ist ein seltenes Ereigniß. Nur einzelnen auSerwählten Kindern des Glückes ist es vergönnt, eine solche zu feiern. Wenn aber zwei Schwestern das schöne Fest in einem Jahre feiern, so erblicken wir darin eine sichtbare Gnade Gottes und dürfte dieser Fall einer näheren Beachtung werth sein. Berstadt in der Wetterau ist ein Ort, in welchem sich noch ein urwüchsiger tüchtiger, biederer Bauernstand findet. Dorten feierte man am Sonntag den 15. d. M. in ein und derselben Familie die zweite goldene Hochzeit in diesem Jahre. Beide Jubelpaare erfreuen sich noch einer Gesundheit und Geistes- frische, an welcher noch nichts vom hohen Greisenalter wahrnehmbar ist, sondern im Gegentheil, eS können noch alle vier Glieder jener beiden Paare täglich ihre Berussarbeit verrichten. ES sind dies die Ehepaare Heinrich Diefenbach und deffen Gattin Johannette geb. Meißinger und Johannes Oestreich und dessen Gattin Marie Katharina geb. Meißinger in Berstadt. Beide Frauen find Geschwister und die Töchter des verstorbenen Johann G.org Meißinger, gewesener Gast- wirth in Berstadt. DaS Ehepaar Diefenbach hatte zu Christi Himmelfahrt d. I. seine goldene Hochzeit im Kreise feiner Kinder, Enkel und Verwandten in schöner, würdiger Weise gefeiert und zum 15. d. M. versammelte sich wiederum eine große Schaar der Familien Diefenbach—Oesterreich—Meißinger auS Nah und Fern, um das goldene HochzettSfest des Jubel» Paares Oestreich zu begehen. Schreiber dieses, welcher das Vergnügen hatte, bei beiden Paaren unter den Hoch- zeitSgästeu anwesend zu fein, war tief ergriffen von der bei dieser Gelegenheit in Reden, Dichtungen und Geschenken so schön und herzergreifend in Erscheinung tretenden und zu Herzen sprechenden echten, alten Religiöfität. Nicht minder kamen auch Humor und Heiterkeit zur Geltung und zwar in einer Weise, wie sie nur auS reinem Herzen sprudeln. Möge nun den Jubelpaaren ein ungetrübtes langes Leben beschieden sein, daß sie den Tag der diamantenen Hochzeit in gleicher Weise feiern können. -h- Stockheim, 18. November. In unserem Bezirke ist zwar die Rüb en ernte noch nicht zu Ende, der kleinere Theil, der noch rückständig ist, ändert indeffen nicht viel an dem Gesammtergebniß, über das wir einige kurze Nachrichten folgen lassen. Beim Beginn der Räbenernte machten die Leute recht enttäuschte Gesichter, denn es zeigte sich ein un- gemüthlicher Zuckergehalt: 9 Procent, sogar weniger. Wenn bei und, wie in Friedberg, für die fehlenden Procente Abzüge gemacht würden, hätte mancher Bauer esfigsaure, anstatt zuckersüße finanzielle Erfolge gehabt. Bei unS ist die Zahlungsweise eine andere: die Fabrik gibt so und so viel (1. B. 70, 80, 90 Pfg.) für den Gentner, ohne Rücksicht aus die Procente. Glücklicherweise trat bald Brffernng ein. Der Zuckergehalt stieg stetig bis auf 14 Procent und noch etwa» bester bis heute, womit man zufrieden sein kann. Obgleich die Bezahlung nach Procentgehalt die richtigere ist, denn sie trügt der Wirklichkeit Rechnung und feuert zur Erzeugung von hochfeinen Gewächsen an, erscheint dem Klein- bauer die Zahlung nach Gentnern meistentheils annehmbarer, weil er nach dem Wiegen und nach Abzug der Schmutz- procente sogleich weiß, auf wie viel er rechnen darf. Bestimmte Zahlen find den kleinen Leuten, die sogleich ihr Betriebs- Capital greisen möchten, lieber als später zu berechnende Procente. — Die erzeugten Mengen sind bei uuS auch sehr verschieden. Auf den ertragreichsten Böden, z. B. in Lindheim und ähnlichen Lagen, wo zugleich trefflich gedüngt und tüchtig gepflügt und gehackt wird, sind Erträge bis zu 240 Gentner, sogar 250 Gentner, keine Seltenheit. Dabei kann ein Land» wirth bestehen. In anderen Lagen wüsten die Leute aber auch mit 140 Gentnern zufrieden sein. Immerhin ist der Zuckerrübenbau noch derjenige Zweig der Landwirthschaft, der mit zu den b-strentirenden gehört. Darmstadt, 19. November. Don Seiten des Oberlandesgerichts ist Herr Gerichts-Assessor Heß, welcher auch Reserve- Offizier ist, zum Bertheidiger des Lustmörders Weygandt vor dem Militärgericht bestellt worden. Da der Mörder geständig ist, dürfte sein Schicksal besiegelt sein. Klein-Krotzenburg, 17. November. Der Landwirth PH. Andreas Schwab dahier stach gestern Abend im Stalle aus Unachtsamkeit ein Pferd mit einer Gabel in ein Hinterbein. Das Thier schlug vor Schmerz aus uud verletzte seinem Herrn einen Huftritt an die Brust, so daß tieser bewußtlos zu^ammenbrach. Das Bewußtsein war bis heute Mittag noch nicht zurückgekehrt. Mainz, 17. November. Die Strafkammer verurtheilte den Taglöhner Joh. Grünig zu vier Mocken Gesängniß Er hatte einem defertirten Pionier des in Gaffel liegenden 11. Pionierbataillons erlaubt, in feiner Wohnung die Militär- klridung mit einem Givilanzug zu vertauschen. * Die PreiSauSfchreibnng der Berliner Chocoladcnfirma Smdr5 Mauxion, die durch ihre patentamtlich geschützten vicdiciuischen Ghocoladen und Gonfituren wie Rizinusöl, L-Lerthran Pralinös u. s. w. in weiteren Kreisen bekannt geworben ist, hat jetzt ihre ebenso prompte wie allgemein befriedigende Lösung gesunden. Die Betheiligung von fremden nid einheimischeu Ausstellungsbesuchern war, entsprechend der HSHe deS ausgesetzten Preises eine ganz enorme; an 931000 Taixtrkarten wurden abgegeben. Jetzt nach Schluß der AuS- Üelllung wird nun das Resultat bekannt gemacht. Darnach Ittirägt daS genaue Ghocoladengewicht der Säule 5417 Pf n\ ' I, und ein Fräulein Charlotte Haase, die es errathen hatte, ist die glückliche Gewinnerin des vielumworbeneu AuüstellungS» objectS. Mau kann sich die freudige Uederraschung der jungen Dame, die als Modistin in einem Berliner Geschäfte thätig ist, wohl vorstellen. An die Verkündigung deS Resul- tateS schloß sich ein solennes Souper, an welchem außer den Inhabern der Firma Mauxion noch die Familie der betr. Dame und einige geladene Gäste theilnabmen. * Aachen, 18. November. Der Mörder deS Försters van Loo aus Glllpcn ist endlich in der Person des im ganzen Grenzbezirk als Wtlderer berüchtigten Thiewisfen aus S'Graven» Doeren in Belgien entdeckt und verhaftet worden. Am Dienstag Morgen sand man ihn erhängt in seiner Zelle vor. Thiewiffen hatte noch Manches auf dem Kerbholz, wofür er gleichfalls steckbrieflich verfolgt wurde. * Elberfeld, 16. November. Ein Opfer seines Berufes wurde gestern Abend in der Nähe der Station Schee ein Schaffner. Als in einemCoupöe das Licht ausgegangen war, stieg der Schaffner während der Fahrt auf den Wagen, um es wieder anzuzünden. In demselben Augenblick fuhr der Zug in einen Tunnel ein, und dem Beamten, der infolge deffen mit dem Kopse an die Steinmauer stieß, wurde der Schädel zertrümmert. Er war sofort tobt. * Straßburg, 19. November. Im hiesigen Vorort Neudorf find heute Nachmittag zwei Kinder einer Arbeiterfamilie im Alter von 3 bezw. 4!/a Jahren bei einem Brande ums Leben gekommen. * Die Gotthardtruppen hatten dieser Tage ein Gefecht im Schneesturm zu bestehen. Um 6 Uhr Morgens mar- schtrte das Bataillon 87 von Andermatt ab; um 12 Uhr Mittags sah man die langgezogene Kette von Soldaten in der Richtung nach Südweft über die G pfel der Oberalpberge sich bewegen. Um 2 Uhr Nachmittags wurden die Soldaten von einem heftigen Schneesturm überrascht, so daß sie manchmal gezwungen waren, sich flach auf den Boden zu legen, damit sie n'cht vom Wind über die Felsen geschleudert wurden. Vielen wurden die Käppi vorn Kopf geweht, zwei Tambouren hat er die Trommeln fortgerifsen. Um 5 Uhr Abends kehrte die Truppe sehr ermüdet wieder in die Baracken zurück, etwa 20 Verwundete in einem Fort zurück- laffend; 40 Mann kamen ohne Käppi an, Viele halten ihre Bergstöcke verloren. * 300 Kilogramm Schwalben. Aus Mailand schreibt man: Drei „Jäger" haben im P^ffe von Montegrade, einem hauptsächlichen Strichpunkt für Zugvögel, in einem Tage nicht weniger als 300 Kilogramm Schwalben durch Netz? eingefangen. S e schlugen darauf die Thiere tobt und brachten sie nach Genua auf den Markt, wo sie als bevorzugte Delicateffe hohe Preise erzielten. Man sieht, der Bogelwassenmord wird in Italien lustig weiter betrieben, da die Regierung nichts dagegen thut, sondern vielmehr gegen die lächerliche JahreSsteuer von 20 Francs Jedermann einen für daS ganze Reich geltenden Jagdschein ausstellt, der sogar daS Betreten jeder Privatbefitzung eo ipso gestattet. Bei der jüngsten Hochzeit des Kronprinzen von Italien waren allein über 2000 Waldsänger, auf Schwarzbrod geröstet, von den Gästen verspeist worden. Neben Schwalben gelten Roth- kehlchen und Nachtigallen als beliebteste Delicateffe. — Welche unerhörte Rohheit gehört dazu, Nachtigallen zu verspeisen? * Schweinernes. Chicago hat soeben neue Schweine» stallungen erbaut, welche die größten der Welt find. In der Sprache des Westens ist es ein „500,000 Doll. Schweine- Haus" und eii| neuer Annex zu den Biehhöfen der Stadt. ES hat zwei Jahre gedauert, die Stallungen zu bauen, die 220,000 Schweine beherbergen können, für welche die neuesten Berdefferungen und hinlängliche Maffenzufuhr vorgesehen sind. ES enthält nicht weniger als 36 „Blocks" von hundert Abteilungen in zwei übereinander errichteten Etagen ond besteht auS zwei parallel lausenden Sectionen, jede 3000 Fuß lang und mit einander durch 22 Gänge verbunden. Es uar faßt einen Raum von 49 Acres und es sind zu seiner Herstellung 18,000,000 Fuß Tannenholz, außerdem durchweg eichene Balken gebraucht worden, während 4—500 Arbeiter bet der Einrichtung beständig beschäftigt waren. Sieben Eisenbahn-Gesellschaften haben Schienenstränge, von welchen Schweine in die gigantischen Stallungen Überliefert werden, und für die Bureaus derselben sind zwei zweistöckige Ge- bäube errichtet worben, eines zu jeder Seite des „Schweine- HanseS". ES ist infolge der Unzulänglichkeit deS alten „Schweine-HaufeS" erbaut worden und kann 75,000 Stück Vieh mehr als dieses fassen. * Schlau Die neue Braut: „Also morgen Abend treffen to.r uns! Werden Sie mich aber auch wieder- erkennen, Herr Sergeant?" — Sergeant: „Nun, Sie können ja meinetwegen als Erkennungszeichen een Gansviertel in der Hand halten!" * Die menschliche Familie. Die Erde wird von etwa 1500 Millionen Menschen bewohnt. Davon sterben jährlich 83,033,033. Man kennt 3064 Sprachen und 100 ver- ckitdene Confksfionen. Die Zahl der Männer und der Frauen ist fast gleich. Schiffsnachrichten. Norddeutschrr Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Ctrl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 19.November. sPer transatlantischenTelegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hcllmers, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork sngekommen. Citeratttr rrnd Kauft — Den Rothröcken und dem jagdlichen Sport ist das soeben herausgegebene Heft 5 der „ModWl auf b °er.Localpolizei' We Sans Mea und A Unrat alodernden ü)iQ| Än„$tl «»tret L'L 'Z Ää ““frlfen Ltk guinnbr« w jRontogl «..ilienktali drt'°" itig'W 10299 S060 BehördlicheAnzeigen Die Musik wird ausgeführt von der Marburger Jäger-Kapelle. 10283 Es ladet freundlichst ein F. Kimm, Joutz Nachs-, Hessischer Hof. 10295 bessern von Kleidern. Hofmann, Neuen Bäuen 13. Plock, 10287 Zu haben bei: E. Lind, Hof-Conditor. 5319 10298] JungeS Mlldcheu für Haus arbeit gesucht. 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October 1896 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung auf Grund der §$ 185,186 R.'St.-G. zu einer Geldstrafe von zwanzig Mark ev. 4 Tage Gefängniß und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Gleichzeitig wird dem Privatkläger die Befugniß zuerkannt, den die Ent« fcheidung enthaltenden Theil des Urtheils innerhalb 8 Tagen nach Zustellung desselben einmal auf Kosten de» Angeklagten im „Gießener An zeiger" zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 16. November 1896. Katharinenmarkt zu Butzbach Montag den 23. November, Abends: 8 Große Auswahl in A. Holterhoff Söhne, 20 Seltersweg 20. 10276 Vicdaclisn: 8L Echevda. — Drmck enb Verlag btr Brübl'scher UmverstttK-Buch- unb Eteindruckern (Pietsch * Ccheyda) ht GleHn,. Z)ie heutige ^lummer umfaßt 6 Zettl«. | Vergnügungen. | Giessener Stadttheater. Sonntag, den 22. «ovember 1896 t Die Anna-Liese. 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