1S96 Sonntag den 2t. Juni Erstes Blatt Wi 144 Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ttveis Giefzen Amtlicher Theil Stellet 131 ZiuttiW ähcnS Biertelitiriger JtBome- D-b°tI- entsteh' über bie SS 21-85, betreffend Vereinswesen, RechtSsähigkett der Vereine. , ES liegen hierzu zahlreiche Abänderungsanträge vor, namenlltch seitens der Freisinnigen und Socialdemokraten. Abo Lenzmann (frs.Dp.) beschuldigt Has Centrum, in dieser Frage vmgefallen zu sein und freiheitliche Grundsätze preiSgrged-n zu haben. Redner bekämpit vor Allem die Bestimmung des . $, 58, welcher die Rechtsfähigkeit polttifcher, socialpolitischer und relig^ösir Vereine von dem Ermesien der Verwaltungsbehörde abhängig macht und befürwortet demgemäß Streichung dreier Bestimmung. Abg. Grober (Centr.) weist di- Vorwurfe, welche Vorredner feiner Partei gemach,, ebenso entfchieden zurück Die von der Com. Mission gefaßten Befchlüsse seien viel liberaler, alS die ursprüngliche I Vorlage, und auch liberaler, alS die bestehenden bayerischen^und sächsischen Gesetze. Es ist leicht, etwas b.sieres: vcrzuschlagen, w nn man dabei verschweigt, wie jene Herren es thun, daß mit diesem Besseren taktisch nichts zu erreichen ist I Abg. v. Buchka (conf.) erklärt sich ebenfalls gegen alle Ab. I 5nt’eTlab06U© t a a g c n (Soc.) befürwortet Streichung der 88 21—85 und Ersetzung derselben durch die Bestimmung, dog alle Vereine mit körperschaftlicher Verfassung (also mit einem Vorstand und Satzungen) vermögenSsähig fein sollen. Jeder Verein müsse eo ipso rechts- I fähig $eta Stumm emvsiehlt Festhalten an den in der Commission I zu Stande gekommenen Compromtßbeschlüsien. Abg. v. Dztembowski-Pomian (Pole) erhebt gegen die ComwisfionSbeschtüsfe das Bedenken, daß den politischen -c. Vereinen gegenüber dem Ermessen der Verwaltungsbehörden der Rechtsweg ab6Ctly?unmebrCLwerben sämmtliche Abänberungsanträge abgelehnt unb 21-85 in ber Fassung ber Commission angenommen. Mil ber Majorität stimmte auch die freisinnige Vereinigung. Di- weiteren Abschnitte des ersten Buchs, Allgemeiner Th eil, werben gleichfalls unveränbert nach den Commissionsbefchlusten angenommen. Fortsetzung, vorher Gesammtabstimmung über I Gewerbenovelle. (Schluß 5 UhrO In der Voraussetzung, daß das Bürgerliche Gesetzbuch zur Dmch- berathung gelangt, Sr. Majestät vorzuschlagen, demnächst nicht Den Schluß der Session, sondern Vertagung eintreten zu lasten, damit die Arbeiten der Justtzcommtssion nicht verloren gehen. Ich kann also in dieser Beziehung den Herrn Vorredner beruhigen. Abg. Richter beantragt, von der heutigen Tagesordnung das Bürgerliche Gesetzbuch abzusetzen. E« sei nicht angezetgl, im Hochsommer noch eine so wichtige zweite und dritte Berathung zu Ende zu führen. Wie schwer eS ist, jetzt noch den Reichstag beschlußfähig zu erhalten, haben die letzten Tage gezeigt. In welcher Situation behnben wir unS gegenüber mehr als 2000 Paragraphen mit so schwierigen technischen Einzelheiten- Ich erinnere da pur an bk MetnungSverschtebenhetten über Vereinsrecht, Dienstvertrag, Wtld- schadenersatz, vermögensrechtliche Stellung ber Frau, Eherecht, inS- I besonbere Ehescheidung. Je knapper sich die Besetzung deS HauseS an den Grenzen ber Beschlußfähigkeit hält, besto zuiävtger werden bie Entscheidungen auSfallen. ES ist ja auch nichts verloren, wenn dasselbe in dieser Session nicht zu Stande kommt, da es t» doch erst 1900 in Kraft treten soll. Wir unsererseits werden ledenfallS Alles thun, um den Verdacht einer Ueberhastung bei einem so wichtigen | Werke auszuschließen. . I Abg. Dr. Lieber (Str.): Jm Gegensätze zu dem Vorredner schlage ich vor, in aller Ruhe in die Berathung einjutreten. Durchschlagender Grund für meine politischen Freunde, welche einstimmig hinter diesem Vorschläge stehen, ist die Rücksicht auf^der.rechtzeitigen Abfchlub des großen nationalen Werkes vor Ablauf des Jahrhunderts I und wenn möglich vor Erlöfchen der Mandate deS gegenwärtigen I Reichstags. Für den nächsten Winter bleiben ohnehin noch zu I erledigen: Handelsgefetzbuch, Zwangsvollstreckung, Grundbuchordnung, ferner für die folgende Tagung: Civilproceßresorm, Concursordnung, Rechte der Pfandbrief gläubiger, ganz abgefehen vom Ver sicher ungS- gefetz und Verlagsrecht. Meine Freunde betrachten es als die ehrenvollste Ausgabe, welche jemals dem Reichstage betrieben war, bie einheitliche RechtScod'fication herzustellen, welche so fehnlichst und lange von dem Lande begehrt worden ist. Wir unsererseits weism | I jede Verantwortung von uns hinweg, welche Diei-nigen treffen könnte, welche den Reichstag als unfähig zu diesem großen Werke erscheinen I leiien. Rücksichten auf die hohe Temperatur und aus vte angestrengte Sitzungsperiode können nicht durchschlagen, denn wir haben sie früher bei Seite gefetzt gegenüber viel geringeren Aufgaben! (Bravo im I Centrum.) Und was die Befch'.ußunsähigkeit ar.Iangt, so haben in den letzen Tagen von den Freisinnigen und Socialdemokraten mehrere, I welche die Anträge auf namentliche Abstimmung unterstützt halten, bei der Abstimmung selbst gefehlt! (Rufe: Hört ! Hört!) Wer solchen I Antrag stellt, für den ist es Ehrenpflicht, an der Abstimmung theil- ! zunehmen. Alle Parteien, welche das Zustandekommen des Gesetzes wollen, müssen mit allem Ernst solchen Machenschaften entgegen; treten. (Bravo!) Jm Lande wird man jedenfalls die politische Bedeutung dieser Vorgänge zu würdigen wissen. (Beifall.) I Abg. v. Manteuffel (conf.) stimmt Namens deS größten I Tbeils seiner Frcunde dem Anträge Richter zu. Die Aufgabe, I einheitliches Rcch für Deutschland zu schaffen, verliert, wenn wir ibr statt im Juni und Juli erst im November und December näher I treten, nichts an Wurde und Ehre. (Beifall links). Der Reichstag verdient jedenfalls nicht das Prädicat der Unfähigkeit, wofern er nur die Absicht hat, diese Aufgabe zu gelegener Ze" zu erledigen. Ich habe übrigens aus den Erklärungen des Herrn StaatssecretärS entnommen, daß eine Vertagung nur erfolgen soll, wenn wir artige Kinder sind und dieses Bürgerliche Gesetzbuch vorher erledigen. (Heiterkeit unb Beifall). Wenn aber anbernfalls wirklich ber Reichstag geschlossen werden sollte, dann trägt die Regierung bie Verantwortung bafür, daß alsdann die Arbeiten verloren sind. Wir wollen nickt AbstraclionSpolitik treiben, wir fürchten aber, daß uns das I nichts nützm wird, unb daß eS doch nicht gelingen wird, die Berathung zu Ende zu führen. Abg. v. Bennigsen, gegen den Antrag Richter, betont die Hingebung, womit allseitig an dem Zustandekommen deS Werkes gearbeitet worden fei. Eine umfassende sorgfältige Prüfung desselben habe seit 20 Jahren in ganz Deutschland stattgefunden, und daS Resultat dieser 20jährigen Arbeiten sei wohl geeignet, Gesetz zu werden. Geschehe das jetzt nicht, welches sehr ungünstige Licht falle attbann aus bie Fortentwickelung unserer parlamentarischen "3 t5äbg Singer (Soc.) erklärt sich Namen« seiner Freunbe für den Antrag Richter, sie würden mit allen parlamentarischen Mitteln eine Ueberhastung der Berathung verhindern. Seine Freunde seien auch entschlossen, jederzeit namentliche Abstimmung zu beantragen, auch wenn der eine ober anbere von ihnen nicht im Hause fei. Die Erklärung bes Staatsfecretärs, baß unter ber Voraussetzung ber Durchberathung deS Bürgerlichen Gesetzbuches Vertagung eintrete, bebeute einen Versuch, einen Zwang auf ben Reichstag aU5iUg1earat§(Ccretär v. Bötticher verwahrt sich bagegen, baß er mit jener Erklärung beabsichtigt habe, einen Zwang auf ben Reichstag auszuüben. Er habe nur bem Reichstage bie Durchberathung ans Herz gelegt. Der Reichstag habe ja auch »n dieser Sefsion seine Arbeiten erst später angefangen.. (Laute Rufe Warum.) Darauf komme es heute nicht mehr an. Thatsächlich sitze der Reichstag noch gar nicht so lange; niemals früher habe dersUbe chon am 19. Juni ettlärt: er mo'le nicht mehr. Hier in diesem Hause sei es ja auch kühl (Heiterkeit). Auch die Wähler halten schon Gelegen, beit genug gehabt, sich über die Materie klar zu werden. WaS geschehe, wenn der Reichstag die Berathung ausfetze, darüber habe der Reichskanzler noch keinen Beschluß gefaßt und es fei auch. nicht zu übersehen, welche Ausnahme ein etwaiger Beschluß desselben beim Kaiser finden würde. Keinesfalls sei die Regierung gerothigt, auch in bufem Falle Vertagung eintreten zu lassen. Abg v. Stumm erklärt sich Namens seiner Partei bereit, das schwere Opfer der Verabschiedung der Vorla e zu bringen. Aber um ein solches Opfer bandle es sich, wie er im Gegensatz zum StaatSsecretär zugcstehen müsse, allerdings. Abg. Rickert, gegen den Antrag Richter, hält es ganz unmöglich die Würde des Haufes gegen die Vernähme der Berathung ins Feld zu führen Auch sei das HauS gar nicht so schlecht besetzt. KemeSfallS dürfe man im Lande den Eindruck au,kommen lassen, als ob die Vorlage durchgeveitscht und die Mmorität ver- Jl'es $ Alte |j, ,5t 1 iu ben hJih I Öjiii: lier •MM* 3 Aazefger tw*-® täglich, MltitDiahme bei 1-utagi. !b Siießener A«tzn!Ii i »ökäller fm Anzeiger i dreimal kgelegt Bekanntmachung, Amt Mge deS Großherzogltchen KreiSamrs Gießen betreffend. : Vic »unterzeichnete Behörde wirb Samstag den 4. Juli 1896, vsu Bormittags 9 Uhr an, icteilit ltag im Rathhaufe zu Grünberg abhalten unb irdil.im IKreiS Eingefessenen aus ben AmtSgerichtS-vezirken LrSSssng, Homberg unb Laubach anheimgestellt, etwaige An« »s In Ibiefem Termtne vorzubringen. Sielßen, ben 20. Juni 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, ben 20. Juni 1896. Mitt.: Wie vorher. D»Ä (Srotzherzogliche Kreisaini Gießen mfltble Großh. Bürgermeiftereieu der in den «nMt-richtsbezirken Grünberg, Homberg unb «badi gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen. bvritehenbe Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Wei?.sl|m öffentlichen Kenntniß bringen laffen. v. Gagern. >58] Boiitti 'ch>- V. A AuSHW »gt zu jäoi tigdtlü) li ) Placiir Tais ßflnbwirtbfic leeres tn b1 iülhß Einfache;, i ädchen in en hohen & egenheil gkv ie zu nlmikt i Ittenbergs fersweg 6". 56eit, im I'-" rt ober :.:- itaiuibinW® [elbWinbi;^' ßhalles Ausland. Äom, 18. Juni. General Baratieri fall erklärt haben, daß er nicht seine Entlassung fordern werde, weil er sich al8 vollkommen freigefprochen betrachte, da der Gerichts« Hof nicht baS Recht besitze, über feine Fähigkeiten und feine Moral zu urtheileu. Auch fein Mandat al» Deputirter werde er nicht niederlegen, sondern im Herbst in der Kammer erscheinen. __________________ _____ Neueste Nachrichten. Wolff« telegraphisches Eorrespondenz'Bureau Berlin, 19. Juni. Der Reichstagspräsident Freiherr v. Buol richtete an die Mitglieder des Reichstages ein Circular mit dem dringenden Wunsche, an der Berathung deS Bürgerlichen Gesetzbuches theilzunehmen. Berlin, 19. Juni. Der Statthalter der Reichslande, Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, ist heute aus Straßburg hier eingetroffen. Holtenau, 19. Juni. Der Kaiser traf um 8»/, Uhr auf der Holtenauer Schleuse ein und fuhr an Bord befl „Meteor" zur Yachtenparade über die Sporthachten und bie Yachten der Kriegsschiffe, wobei er von begeisterten Hurrah« rufen der Menge begrüßt wurde. Kiel, 19. Juni. Der Kaiser pasfirte mit der R-nn- yacht „Mcreor" bei der heutigen Regatta nach dreistündiger Fahrt um 1 Uhr als Erster das Ziel. Kiel, 19. Juni. Die Kaiserin ist um 81/* Uhr früh hier eingetroffen. Sie begab sich mit ihrem Gefolge von der Jensenbrücke auS an Bord der „Hohenzollern". Leipzig. 19. Juni. Dem „Leipziger Tagebl. zufolge ist der Termin für die Verhandlungen gegen den Affefior Wehl an auf den 6. Juli festgesetzt. Brest. 19. Juni. Bislang find 31 Leichen von dem Schiffbruche de- Dampfer- „Drummond-Castle" geborgen. bei Bireti „(icielfc* Berlin. 19. Juni. Diceköntg Li-Hung - Tschaug nahm gestern daS Diuer bet dem StaatSsecretär Freiherr» v. Marschall ein. Heute Morgen stattete er demselben einen zweistündigen Besuch ab, bet welchem die Jntereffeu Deutsch« laodS und China- in eingehender Weise besprochen und die Grundzüge über eine Verständigung über die weitere voraus« fichtltche Entwickelung der internationalen Politik in Oft- afieu erörtert wurden. Nach einem Frühstück im „Kaiserhos" besuchte der Bicekönig daS Herrenhaus und den Reichstag, sowie hieraus die RuhmeShalle. Für heute Abend nahm er eine Einladung zum Diner beim Reichskanzler an. Morgen wird er der Werft des „Vulkan" in Stettin einen Besuch abstatten. Sonntag Mittag erfolgt die Abreise nach Kiel. Rom. 19. Junl. Ja parlamentarischen Kreisen hält man die Ablehnung der HeereSreform durch die Kammer und infolge deffeu eine partielle MtnisterkrtfiS oder die Auf« löfung der Kammer für sicher. Paris. 19. Juut. Der Nuntius tu München, Ajuti, wird zum Nuntius in Paris ernannt werden. Brest. 19. Juut. Auf der Jnfel Molöue find bisher im Beisein des Bürgermeisters und der Geistlichkeit ein« unddretßig Leichen von dem gescheiterten Dampfer „Drum« mond-Castle" beerdigt worden. Nur für drei Frauen und ein Kind konnten Särge hergertchtet werden wegen Mangel au Holz. Die übrigen Leicheu wurden in gemeinsamem Grab bestattet. Berlin. 20. Juni. Seit Kurzem findet dem „Berliner Tageblatt" zufolge wieder ein Meinungsaustausch zwischen den Großmächten wegen der Vorgänge im Orient statt. ES handle sich offenbar zunächst um einen gemeinsamen Druck auf die Pforte, damit fie endlich einmal Ordnung schaffen möge, dann aber, um zu verhüten, daß einzelne Mächte der sich häufenden orientalischen Schwierigkeiten gegenüber besonders vorgehen. Berlin, 20. Juni. Dem „Berl. Tageöl." zufolge lehnte der Berliner Magistrat eine Beisteuer für das zu errichtende Trettschke-Denkmal ab. Frauksurt a. M.. 20. Juut. Gestern Abend wurde im Zoologischen Garten derDelegirtentag des Verband es deutscher Journalisten, und Schriftsteller-Vereine mit einer Begrüßungsfeier eröffnet. Professor Böcker- Frankfurt begrüßte die Delegirten, Ehefredacteur Singer- Hamburg dankte in deren Nameu. Der äußerst gelungene Abend wurde durch eine Reihe vortrefflicher Vorträge Frankfurter Künstler ausgefüllt. Heute Morgen 9 Uhr beginnen die Verhandlungen. Kiel. 20. Juni. Amtlich wird mitgetheilt, daß im Bismarck-Archipel die Pocken auSgebrochen feien. Die für den Kreuzer „Möwe" defiguirte Besatzung soll nach« geimpft werden. Wilhelmshaven. 20. Juni. Die HerbstübungS« flotte wird am 9. August zusammentreten. Brest, 20. Juni. Auf dem Friedhöfe zu Couquet wurden 16 augefchwemmte Leichen beerdigt. Zur Enthüllung des Ayffhäuser-Denkmals. Am vorigen Donnerstag, 18. Juni, hat sich von Neuem ein Act deutscher Dankbarkeit und Verehrung entfaltet, die in Gegenwart des Kaisers und der BundeSsürsten bezw. deren Vertreter auf dem Kyffhäuser ftattfindende Einweihung deS Denkmals Kaiser Wilhelm I. Von den Bau« und Bild« werken, die schon vor der Enthüllung des Nationaldenkmals in Berlin von deutscher Dankbarkeit und Verehrung für den unvergleichlichen Herrscher Zeugniß ablegen, ist das hochemporragende Denkmal auf dem Thüringer Berge daS erste, au dem Alldeutschland durch Sinn und That Antheil nahm. Kriegskameraden auS allen Gauen des deutschen Vaterlandes waren eS, welche den Gedanken faßten, dieses Monument zu errichten, daS Volk in Waffen, welches nur als ein un« getrenntes und untrennbares Ganze gedacht werden kann, ist sein Bauherr. Und die Stätte, auf der eS sich erhebt, war von der Sage umwoben, die sich deutsches Volksgemüth in Zeiten entschwundener deutscher Macht und Kraft gedichtet hatte, um nicht an einer besseren Zukunft verzweifeln zu müffen. WaS die Natur in der gemeinsamen Sprache und Sitte ihm gegeben, was eine ruhmreiche Geschichte ihm bestätigt hatte, die Einigkeit deS Reiches, das Recht auf ein selbstständiges Dasein unter den Nationen, daS deutsche Volk wollte eS nicht für immer verloren haben, eS konnte den Ge« danken nicht faffen, daß ihm Zerriffenheit und Ohnmacht als ewiger Fluch auferlegt feien, und eS schuf sich für fein Sehnen und Hoffen ein trostreiches Bild: deS Reiches Herrlichkeit ist nicht lobt, sie ist nur schlafen gegangen, im Kyffhäuser schlummert ihr Träger, der wtedererwachen, wenn die Zeit gekommen ist und herauStreten wird, um alle deutschen Streiter zu schaarm zum Kampf und Sieg wider die Feinde um des Reiches Sturmfahne, jene Feinde, die Deutschlands Recht und Glück unterdrückten. Nicht immer hat sich die Sage vom kyffhäuser an denselben Kaiser geknüpft, zuerst war eS Friedrich DE., später sein Vater, der Kaiser Rothbart, von deffeu Wiederkehr fie träumte, aber beide waren als große Herrscher geeignet, in ihrer Person die nationale Hoffnung zu verkörpern, und gerade der Wechsel zeigt, daß der sehnsuchtsvolle Glaube nicht einem bestimmten Helden, sondern der verlorenen Macht und Größe galt. Dieser Glaube überlebte die schöne Einfalt, welche die Mutter der Sage geworden, und als vor 80 Jahren, noch erfüllt vom Geiste Ur Befreiungskriege, Friedrich Rückert sein Lied vom Kaiser Barbaroffa sang, da stimmte ein dem Sagenglauben entwachsenes Volk hoffnungSfreudig mit dem Dichter ein. Die Raben flogen noch lange um den Berg- aber als daS Geschlecht, welches den Feind vom deutschen Boden vertrieben hatte, schon dem Erlöschen fich nahte, da erhob sich auS ihm der Held von sonderer Kraft und Tugend, der daß Wunder verrichten, den alten Traum erfüllen konnte. Der Hohenzoller im weißen Barte zahtte, was der deutsche Glaube vom Staufen Barbaroffa geheischt hatte. Mit gutem Schwert, mit weisem Sinn, in treuer Arbeit hat Kaiser Wilhelm ein neues Reich errichtet, anders gefügt, als das diS Rothbart, aber in fich gefestigter, als dieses durch sein Fundament, daS den Stempel deS maßvollen Wesens deS Baumeisters und seines großen Helfers BiSmarck trägt. Manches hat gerade in djefen TagenKleiumüthigendieBefürchtung erweckt,derBau möchte doch nicht fo sturmfest fein, wie ihn die Schöpfer aufgeführt zu Haden glaubten. Aber diese Sorge soll und wird nicht Besitz von den deutschen Herzen nehmen- der Wille des KernS der Nation und der ihrer Fürsten entzieht ihr den Boden. Wohl halten sich, wie in der Vorzeit, die Raben bereit, um deS Reiches Glanz zu verdunkeln, aber sie sind für immer von dem Kyffhäuser verbannt, wo fie die Fortdauer von Deutschlands Noth anzeigten. Dem guten alten Kaiser wird die Treue, die er am Volke geübt, mit Treue zu seiner Schöpfung vergolten werden, und so lange deutsche Laute am Belt und an den Alpen ertönen, wird fein Standbild auf dem Berge im Herzen Deutschlands auf ein geeinigtes Vaterland blicken und der Kyffhäuser durch sein Gedächtniß eine allen Deutschen geweihte Stätte sein. Ls. Cocetos rrnd provinzielle-. Gießen, den 20. Juni. * * Stiftungsfest der Landes - Universität. Am 1. Juli wird anläßlich deS Stiftungsfestes unserer Hochschule die von den Frauen der Profefforen gestiftete Fahne überreicht w/rden. * • Militärdienstnachrichten. Winter, Major ä la suite des Jnf.-RegrS. Kaiser Wilhelm (2. Großb. Hess.) Nr. 116 und AbtheilungS-Vorstand bei der Gewehr PrüfungScommts- sion, als Bataillons Commandeur in das Jnf.-Regt. Graf Werder (4. Rheinisches) Nr. 30 versetzt, v. Daum, Oberstlieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier deS 4. Großh. Hess. Inf. RegtS. (Prinz Carl) Nr. 118, unter Stellung ä la suite des RegtS., mit Wahrnehmung der Geschäfte als Commandant von Darmstadt beauftragt. Frhr. v. Nord eck zur Rabenau, Port.-Fähnrich vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116 zum Secoode-Lieutenant befördert. Otto, Generalmajor und Commandant von Darmstadt, in Genehmigung seine- Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition gestellt. * * Die kaiserlichen Prinzen August und Oskar mit Gefolge passirten heute Morgen 511 Uhr auf der Reise von Wildparkstation nach Kreuznach die hiesige Station. ** Besuch de8 Bereinigten Staaten - Gleiberg - Comit^S. Nach hierher gelangten Mittheilungen wird Mitte Juli General Wagner-Philadelphia, Vorsitzender des ComttsS, hier eintreffen, um den Gleiberg zu besichtigen. Der Gleibergs« Verein wird es sich nicht nehmen lasten, dem amerikanischen Gast zu Ehren eine Sitzung nach der Burg einzuberufen. General Wagner tft zwar strenger Temperenzler, aber man rühmt ihm nach, daß er dabei recht tolerant fei seinen Mitmenschen gegenüber und sich herzlich freue, wenn eß diesen schmeckt. ** Koschat Coucert. Mit einer nicht großen, aber auS« erlesenen Sängerichaar, Herren und Damen, sämmtlich Mitgliedern der k. k. Hofoper zu W t e n, wird uns Herr Thomas Koschat, wie bekannt, am Montag den 22. Juni einen musikalischen Besuch abstatten. Seit Dilcher und Eck, bereit einfache, schlichte Weisen unß noch heute und gerade heute anhetmeln und erquicken, hat eS kaum einen so volksthüm lichen Liedercomponisten wie Thomas Koschat gegeben. Wie jene weiß dieser mit den einfachsten Mitteln große Wirkung zu erzielen- Koschat grübelt und klügelt nicht, er läßt unß mühelos genießen, feine Harmonieen fließen ohne Umwege birect vom Ohr zum Herzen. Ein mehr als befcheibeneS Eintrittsgeld (75 Pffl.) ermöglicht auch weniger Bemittelten, sich einen großen Genuß zu verschaffen, und wenn noch ein schöner Abend die Darbietungen un Freien erlaubt, dann dürfte der Koschat-Abend zu den gelungensten Concerten gezählt werden. ** Drittes MontagSconcert auf der „Schonen Aussicht". Mit Rücksicht auf den recht guten Besuch der Bierconcerte wird die concerhrenbc Capelle für baS 3. MontagSconcert am 22. Juni bebe ut end verstärkt werben. ** Eommerfest des WohlthätigkeitsoereiuS „Zitherelnd". Wie auS Inserat in heutiger Nummer ersichtlich, findet morgen Sonntag in den Gartenanlagen ber „Schönen Aussicht" baS erste große Sommerfeft beS Vereins statt. Mit Bezug auf ben wohlthätigeu Zweck beS Vereins wünschen wir dem- selben einen guten pecuniären Erfolg. ** DaS hessische Feldartillerte Regiment Rr. 11 trifft am Montag srüh zwischen 3 und 7 Uhr in drei Extrazügen hier ein. DaS Regiment wird hier auSgeschifft und tritt bann ben Marsch nach Darmstadt behufs Abhaltung mehr- wöchentlicher Schießübungen im Griesheimer Lager an. ** Der Landesverband ber Kriegervereiue des Grobherzog. thumS hegen besteht nach ber neuesten Statistik aus 37,975 Mitgliedern. Davon sind activ, d. h. gebiente Sol« baten 32,734- passiv 5241. Der Verband zergliedert sich in 37 Bezirke mit 674 Vereinen. Davon entfallen auf die Provinz Starkenburg 11 Bezirke mit 254 Vereinen, Ober« Hessen 17 Bezirke mit 246 Vereinen, Rheinhesten 10 Bezirke mit 174 Vereinen. Außerdem zahlt ber Berbanb 14 Ehren« und 42 Einzelmitglieber. Die Einnahmen ber Verbanbskaste betrugen im abgelaufenen Rechnungsjahr Mk. 26,674.34; die Ausgaben Mk. 23,650.08. DaS Geiammt-Capitalver« mögen beS Verbandes beziff-rt sich auf Mk 68,540,62. Davon kommen auf die Verbandskasse Mk. 35,766, die Prinz Ludwig-Stiftung Mk. 27,552.78, die Ernst Ludwig- und Victoria Melita Stiftung Mk. 5521.80. vereine reprSienitren nach ben am 1. gestellten Rapporten ein Capttalvermögea von u ein Jnvenrarvermözen von Mk. 237,666 »25‘ W gewinn deß BerbandSorganS (Carole*) flJr tfe Mk. 232.60 zu. Die von ber Feuerverfich> Providentia in Mainz gewährte Bonncrtiov Mk. 7396.86. An bedürftige Mitglieder der v 1 verabfolgte ber Verband im Jahr 1895 «f Nützungen. Seitens der Vereine wurden für >„77 ** Mk. 38,240 Mk. aufgewendet. 22 Vereinen eJi0*1 nehmigung zur Beschaffung einer Fahne mit HM^ h* Wappen ertheilt. Der diesjährige ®elegtnentafl im5?*' Verbandes findet am 19. Juli in Lauters •* Sommerunisorm für Briefträger Ste Zeitung" hört, wird von der Reichgpoft tu t-l;J”* postdtrectionSbezirken, darunter auch tm Franks an» versuchsweise eine leichtere ©ommeruntiDtE 5* Postunterbeamten eingesührt werden, uud i»,, * ** Leinenjacke mit Abzeichen. * Entfernung bet Banke in vierter Kloße r , Plätze in ber vierten Wagenklasse werden de»»L§. * entfernt werden. In den auS den Heparstnr^*!*' zurückgekommenen Wagen dieser Klaffe fehlen bnri Bänke. Die VerkehrSstatistik soll ergeben bob;c , • dritte Wagenklaffe in Folge der bequemeren •utnfcjJ vierten Wagenklaffe bedeutend weniger bettu|: $ eine merkliche Mindereinnahme in der Eiieubah-U 4 verursacht hat. — DaS „D. B." bemerkt dazu• nicht hoffen, daß die Eisendahnverwatttmg etie fo verfehlte Maßnahme treffen wirb, wie die 7 ' der Bänke in der vierten Klaffe sein würde, ter fa»' Bevölkerung würde damit eine Wohlthat entzogen. zu dem Zwecke, um den Säckel deS Eifenbahnnil.i ' Da möge man lieber die erste Wagenklaffe y ohnehin ihre Kosten nicht deckt." Sehr richtig. ** Der Getteibemarkt. (Berlchtßwoche vom ll.dti l> Aus dem ganzen Getretdemarkt bewegt fich daß ben engsten Grenzen mit finkenben Preisen, tn grunb dafür ist bte Erwartung einer guten Un:: : 4 allen Ländern Europas. In Folge deffeu fiukr ?<• - Europas an amerikanischem Weizen ganz behut-r: Amerikaner machten in Folge dessen in letzter . große Offerten, obwohl man in den bereinigter: - • diesem Jahre nur auf eine schwache Ernte rechne: u eben noch ziemlich viele Dorräthe und die Änbai/ün t Weizen sind in Amerika so groß, daß auch bei eita j- . auSfall immer noch reichliche Massen gebaut »erden. und Leipzig wurde gekauft: Welzen (je nct ü£st und per 20 Centner) für 144 btS 160 Mk., 'Hc-.tr . 110 bis 118 Mk., Gerste für 113 biß 170»? 123 b!S 148 Mk., Mais 90 biß 94 Mk. W.B. Lang SönS, 19. Juni. Gesttto uih :n । Verhaftung dreier Männer durch ha hliyiiet ■ Weil hier vorgenommen. Dieselben fta^tr :■ < Orte eine Anzahl Hemden. Unter den fttfl|troT.-::r : •• findet sich auch ein Neger. — Allendorf r b. Lba., 18. Juni. Zm Luznftt? fcrrj gegen bissige Hunde mahnen unß aufl Reut iir fälle ber letzten Tage. Kürzlich wollte dahier r nm* jähriger Knabe eine Last Gtünsutter von einem Sqa - welchem sie auS Gefälligkeit mitgebracht morltc m * holen- ba riß sich ein in ber Nähe angtfttttin v--; *' und verwundete den Knaben so sehr am hüitereu Lier tr-ke daß die Wunde vernäht werden mußte und der fc* rj. fiebernd tm Bette liegt. — Der zweite Fall mpa *4 vorgestern inß Ebsdorf. Zwei Knechte fuhren ii W und nahmen den sonst meist an der Kette liegend» F** Hofhund mit Als unterwegs die Pferde unru&ü ersuchte der fahrende Knecht ben andern, den p-rr einen Wurf nach Hause zu treiben. Bel diese» zeigte fich der starke Hund sofort bissig uud br:^ 19 jährigen Burschen im Gesicht und an anbtrtr. theilen sehr gefährliche Verletzungen bei, welche btc llaei führung beß Verwunbeten in die Klinik zu Matbutz Grunberg, 18. Juni. Wegen ber in zwei barch«" Gemarkungen herrschenben Maul- und 8lautr.n: toar ber für heute anberaumte Diehrnarkt Dtrboic r« Infolge biefeß Verboteß war ber diesjährige »W marft" weniger lebhaft, alß dleß in der Regel zu n> W Auf dem Marktplatz in ber Stadt, woselbst aus l“11* der Bürgermeisterei der Krammarkt abgehaiteu nur wenige Verkaufsstände abgeschlagen, und auch 9^ der Kauflustigen war sehr gering. — Für die L« und die Geschäftsleute ist die in jüngster Zeit 2« häufig auftretende Seuche, bezw. die dadurch ® Sperre, von großem Nachthell. . Schotten, 18. Juni. Herr Gutsbesitzer auf Hof Zwiefalten erhielt gelegentlich der AllgemM^ wirthfchaftlichen Ausstellung in Stuttgart für Zuchtvieh: 8 erste Preise, 3 zweite Preise und 1 BgzS- 0 ««Achter h. Kinzenbach, 18. Juni. Die Heuernte ***" ab und zu hat dieselbe bereits begonnen. Der sehnte Regen, die imenfive Wärme, mit gy einsetzte, haben den Graßansatz sehr begünfttg^ 1 glleber deß hiesigen landwirthschastlichen 661®° , jedem Herbst einen Waggon künstlichen » jedem Wiesengrunde geradezu sichtbar, auf künstlicher Dünger anSgestreut wurde. DaS »r steht außerordentlich dicht, ja es kommen au bessere Gräser -um Vorschein. Daß bitl|atrig » wird wohl kaum hinter bem vorjährigen zur ist aber höchste Zeit, daß die Heuernte . 1 wird, denn bekanntlich hat daß ®ral zue ,t6 ssba ®ü" & *• er.: iömddit®- “ , -■ 'nnatn. «T’:i «Ti. 6 «0 P erde die ö n >er WW •T.;, »rohe Plt'S j, üinbtrnifit u° Vertat UP'erbe JJ” jwaui einfinben 1 .1 „htn rtt »au t» I i I I VMI kk ttrnv- da alt -ent» 1- — . -crhL.liußt waren io > heiratd »ocheo t-.t henaih »tt . ,n fletrifi *v6r f3ni üe Hochzeit < . ( .»mkmnsche SRiDio Pte figtnttn war« sü Um nun ja !<’ her peualttoewnlller I • «tiea nzeathö» Amubener flietbürget. t ut Kuh kaufen, ti na fiiig zu waten. Da s er ihm diS zam rächsier tzttv bringe, solle Öii l«g hieraus (in und I schlößer ilm nächsten 9 mt etnt» ichweren Sa ■l( gn»HtlB*l !tn Sivilprojest gewacht ist- ‘ Soho einer 0 n Rnlin In @ rnsdErzählt in Psennigst vakäi'rr »eiter nichts Kraalvigebtn. Dt 50 ' U. $ östlich io beteiuiamtu 6] i.»ud»itihschafid-mei Töchter, Antonia Theresta und Karolina Isabella- 13. Dem Universitäts-Professor Dr. Otto Wiener eine Tochter, Elie. 13. Dem Locomotivhetzer Arnold Handloser eine Tochter, Ella Margareihe. 14 Dem Bureau« Vorsteher Ludwig Honstein eine Tochter 15. Dem Schreiner Heinrich Frethöser eine ToLter, Karoline. 15. Dem Rechtsanwalt Dr. Ludwig Jung eine Tochter. 17. Dem Straßenkehrer Heinrich Hopv ein Sohn. 18. Dem Schlosser Georg Retnstetn ein Sohn, Friedrich. Juni: 12. Eltsabethe Scherer, geb. Judi, 61 Jahre alt, Witiwe von Schuhmacher Ludwig Scherer von Königsberg, Kreis Biedenkopf. 13. Elisabeth Phtltpptne Clara «eil, 10 Monate alt, Tochter von Schubmacher Friedrich Keil dahier. 14 Wilhelm Loren», 61 Jahre alt, Weichensteller t. P., von Runkel. 16 Christine Müller, 70 Jahre alt, Prtvattn dahier. 18. Heinrich Müller, 29»/< Jahre alt, Bergmann von Ober-Hattert, Amt Hachenburg. Technische Fortschritte. — ein neue- Baumaterial. Korkstetne und Korkstein- platten sind als Baumaterial zu bezeichnen, welches in letzlrr Zeit vielfach zur Verwendung kam und immer mehr Verbreitung findet. Dieser Baustoff wird in der Hauptsache aus den kleinen Abfällen des Korkholzes bereitet. Dieselben werden mit gewissen Mineralien vermischt, sodann in Formen gepreßt, wodurch sie eine große Festigkeit erhalten, so daß di« daraus gefei ttgten Steine sehr gut zur Ausmauerung von Zwischenwänden rc. geeignet sind, und da nun auch dieselben kein großes Gewicht haben, so eignen sie sich vortrefflich zur Ausmauerung von abgesprengten Wänden. Außerdem sind alle Korksteinmaterialien feuersicher und schalldicht, aud) besitzen sie große Jsolirsähigkeit, weshalb sie gern zu Fußböden- und Dachisolirungen, ferner bei Trockenräumen, Heißluftcanälen, Heizräumen, Speisekammern, Kellern, Etshäusern und Badestnden verwendet werden. Die Korkstetne besitzen dasselbe Format, wie unsere gewöhnlichen Mauerziegel, ihr Gewicht ist jedoch nur ca. 600 Gramm, während der autz Thon gebrannte Ziegel etwa 4 Kilogramm wiegt. Die Korksteinplatte ist gewöhnlich 30 bis 60 Mm stark und wird nach dem Quadratmeter verkauft. Sie wird hauptsächlich nur zu Jfoli- rungen von Dachgeschoß-Wohnungen, von feuchten, kalten Wänden, dünnen Mauerthetlen ?c. angewendet, an denen fie mit Nägeln oder Schrauben befestigt wird. Alle Korkstiinmalerialten sind feuersicher, geruchlos, lösen sich im Waffer nicht auf und lasten sich durch Kalkmörtel, GipS oder Gement vermauern oder verputzen. Diesen vortrefflichen Eigenschaften verdankt der Korkstdn in der Gegenwart seine große Verbreitung und findet immer mehr Seitens der Bau- techniker Anerkennung. Citeratur und ICttnft. — Daß auch ein „Sabot", ein französischer Holzschuh, in der Hand einer energischen jungen Frau zur Offensiowaffe gegen die das väterliche Dors stürmenden Feinde werden kann, erfahren wir aus einer lustigen Episode des soeb-n vorliegenden Heftes 9 der neuen SubscrtptionSauflage deS Werkes: »SriegSerinrrervrrgerr. Wie wir unser Eisern «reu, erwarben* 'Nach persönlichen Berichten bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe, Generallteutenant z. D. S-lbsterlebnisse, illustrirt von ersten deutschen Künstlern. Berlin - Leipzig, Deutsches VerlagShauS Bong & Co., 20 LieferUt gen a 50 Pfennig). Das eben ist der Hauploorzug dieses wahrhaft volksthümlichen Werkes, daß es uns im grandiosen Rahmen des denkwürdigen siebziger Krieges die kleinen menschlichen Schicksale deS einzelnen Soldaten in Freud und Leid oorfährt, daß es uns hineinblicken läßt in jene innere Welt, in der die große Außenwelt sich wiederspiegelt. Nur so wurde eS möglich, die gewaltigen, erschütternden Vorgänge deS blutigen Dölkerkampses in jenem verklärenden, fast anheimelndem Licht erscheinen zu lasten, wie eS der ächte deutsche Soldatenhumor auch um den lurchtbaren Ernst der Todesgefahr zu weben weiß. Wir lernen einen schneidigen Adjutanten, den jetzigen General v. Carlo- witz, unter dem nom de gaerre „Lieutenant Vorposten" kennen, wir fühlen die Freude eines anderen wackeren Offiziers mit, dem „des König« Glückwunsch" Balsam auf eine soeben etbahene schmerzhafte Verwundung ist, wir begleiten brave preußisch«, bayerisch«', württembergtsche, sächsische Gemeine zum feuerumsprühten Gaicberg, in den Kugelregen von Mars-la Tour, auf die Schnreg«silde von Amiens. Und in Wort und Bild tritt der deutsche Soldat uns überall als der treue, beherzte, jedoch bet aller Verwegenheit umsichtige Kämpe entgegen, als den die Geschichte ihn seit den Zeiten der alten deutschen Katschen lichkeit kennt, eine Herrlichkeit, die sein Arm nun von Neuem aufgertchtet bat. Unter dem reichen Jllustrations- schmuck des Heftes sei v r Allem die farbige Extra - Kunstbeilaße „Die Badenser bei Nuits sous Beaune" von R.Knötel he vorgehoben. BarthÜ: Wer Deutsch-Ostafrikaulschen Plautagen-Gesellschaft ■ bil,v Jiahren auf 5000 Gentner steigen werden. Mit An- rngqMS werden die Theepflanzungen derselben Gesellschaft .yeiiiO iSentner liefern und fich dann ebenfalls in ihrem Grtrutt Viel gern. An Tabak verfügt die Gesellschaft in diesem ; rhrm-t»»rr rund 1000 Gentner. Die Ausfuhr au« Kamerun bctrc3D| 18*04 an Cacao schon 662 Gentner, die weitere Zu i.ahtLltii »i'rd auf jährlich 200 Gentner veranschlagt. Auch die liÄt ISüd-Westafrikanische Handel«- und Plantagengesell- schastrit-rl besonder« Kaffee und Gacao Pflanzen. Daran anschiWltnd dürste gewiß die Mittheilnng von Interesse sein, daß "BiEteit bekannte, bestens renommirle Firma H. DiSque E iiß Holländische Kaffeebrennerei, Mannheim, laut Zoll- dcclaMnsai bereits mehrere Partien ostafrikanischen Kaffee h,at und mit dem Ausfall sowohl hinsichtlich einer jdiöiw, gleichmäßigen Röstung (waS bet Java-Kaffee durch vlävtMvmkheiten nicht immer der Fall ist) als auch wegen bei bsfstim, milden Aromas höchst befriedigt ist. hifRel, 18. Juni. Nach einer ZeitungSmeldung wurden im GiSitaiiie Middelkerke vier Badegäste durch Blitz- schl in gietöbtet. ' linder die schrecklichen Folgen deS AlcoholiSmus in der !cSra,izne veröffentlicht der „Figaro" einen Artikel auS der stIiün von Armand Dayot, in dem eS beißt: Vor 20 $*2)iiera wies man in der Bretagne mit den Fingern auf elneEBiithlruntenen. Heute ist das Uebel allgemein. Reiche, ArmlS^umge, Alte, alle Welt säuft. Lanbbriefträger, welche Sch i ff-nachvLchten. Der Postdampfer „Nederland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 17. Juni wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18'/«, Lust 16°. Rübsamen'sche Badeanstalt. LamBM'N die Heuernte zu weit hinauSgeschoben. ES mag . jo t fc: «diesen Umstand etwa« mehr Heu geben, aber an NäW.^ro verliert eS sehr. ' Die großen Hiadentißrennea, welche am morgigen Sovitr^ auf der Rennbahn tn Frankfurt a. M. abge= haltMvsrden, versprechen einen sehr intereffanten Verlauf. ES 6 Rennen auf dem Programm, für welche 22000 Mk. unb j 1. prächtige von Damen Frankfurt» gestiftete Ehren- preW rnSgesetzt sind. Die Rennen beginnen um 4 Uhr mite .in Preis von St. Georgen, einem Flachrennen übet 140ft Uistei, in welchem 21 Pferde genannt find, dann folgt der >! fittl von Mühlberg, ebenfalls ein Flachrennen mit 18 L amelbungen. Sehr starke Betheiligung dürfte die Arichüu Steeple-Ghase finden, da für diese nicht weniger als 30 Uffinbe genannt wurden. Im Puchhof - Hürdenrennen Hab«s2l) Pferde die Gewichte angenommen und deren 28 steh « in der Rheingrafevstein - Steeple - Chase genannt. Ein:« geaabezu großartigen Abschluß der Frühjahrsrennen totnültr „Große Preis von Frankfurt" bringen. In dieser Übet« 1'1 Hindernisse und 5000 Meter führenden Steeple- Ehollzii werden 14 Pferde unter den hervorragendsten Reitern fich H w Ablauf einfinden und eß wird ein sportliche- Schau- f oiedl jtbitn, wie man eS nicht oft bei uns zu sehen bekommt, fjbt'K! tln Ausflug nach der Frankfurter Rennbahn sicher lohnrni ist. ' TAt Bermittluugtgebnhren für das Zustandekommen e.N'Mprrinzl ich en H eir at h bilden den Streitpunkt eine» iutmniisMteu Givilprozeffe«, der vor dem Berliner Landgericht I anhr»«Lzig gemacht ist. Der Beklagte ist ein jüngerer Prinz, >cr: 216 Sohn einer österreichischen Erzherzogin bis vor ^utrijiei in Berlin in Garnison stand. Seine VermögenS- vemWiisse waren in Unordnung gerathen, so daß er eine cetcKi Hrirath machen wollte. Ein Berliner Vermittler bremst He Heirath mit einer Tochter eine« großen Plan- «gWaikih-er^ In Amerika zu Stande und vor wenigen Mo- « atttm t®nb die Hochzeit statt. Al« vorläufige Mitgift erhielt ei wkrlkanische MillionarStochter zwei Millionen Dollars. De m tarnten waren für die Vermittelung 100.000 Mk. zu- zesnuji. Um nun zu seiner Provision zu gelangen, mußte bett htiTmthsvermittler den Klageweg beschreiten. ' 8hnen eigenthnmlicheu Handel schloffen kürzlich zwei i)^etiun!xnc' Ackerbürger. Der Eine wollte von dem Andern einen kaufen, e« war jedoch nicht möglich, über den Preis i'ninig ju aroerben. Da sagte der Verkäufer zum Käufer, wenn :di(i ti« zum nächsten Mittag 100 Mk. tn lauter Pfennig- ItüceSn bringe, solle die Kuh sein eigen sein. Der Käufer ^inq herauf ein und ter Handel wurde vor Zeugen abge» f-blbitn. Am nächsten Mittag stellte sich der Käufer pünktlich mit i rin ent schweren Sacke ein, in welchem sich 100 Mk. wodWMlt in Pfennigstücken befanden, und e« blieb dem vevÄ-ic, weiter nicht« Übrig, als die weit werthvollere .{uti|iticinfl8ugcben. Der Sack mit den Pfennigstücken wog 60 I? fluni e. ' Stuttgart, 11. Juni. Im Interesse de« Wirth- 4a<(id) io bedeutsamen Exportgeschäftes sind von der deutschen La nardv rthschaftS-Gesellschaft schon wiederholt Ge- nuhqiMe.,, die mit der Landwirthschaft eng verknüpft sind, radw mthmten überseeischen Plätzen hin unb zurück gesandt tooir:ta, nun auf ihre Dauer und Qualität geprüft zu werden, li« find auch diesesmal auf der Eannstatt-Stutt- g a imltr Ausstellung der deutschen LandwirthschaftS- Dauer-Waaren, welche den Weg nach unb von '?lufutibilieri zurückgelegt haben, ausgestellt worden. — Von dies irnDriuer-Waaren haben solgende Fabrikate die Reise mit 1* IrttW W* »' --- sN Grf^l irrstanden und die nachstehenden Auszeichnungen ge- funttioc 1. Preis: Große silberne Medaille — höchste Au1iWr.ang: Hohenlohe'sche Präservenfabrik, Gerabronn, SBttiilk. (Außerdem specielle Anerkennung für Suppeneinlagen.) . S.ffcnt Kleine silberne Medaille: Stralsunder Gonserven- Fabmt! ftlr Conserven; Wilhelm Schöll, Plieningen, für Samrlchl; I. G. Rackle«, Frankfurt a. M., für Aepfelwein. 2. PW: Große broncene Medaille: Hengstenberg. Eßlingen, für .-OlnEan; Adam RackieS, Frankfurt a. M., für Aepsel- teeiniijö. H. Knorr, Heilbronn a. N., für Dörrgemüse. 'Oie Ernte der deutschen Colonien Diese besteht Kunst-AusstellungI idffnet täglich, mit «atk nehme bei SamStea«, von 11 bi» 1 Uhr, am MMwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. een «tat« ■*♦*<*> M BitM OttUÄterH»*m »tu 11 H« l Uhr. - Eintrittspreis ft» Ntchtmttglieder tn Wertttau, 50 Pfg., an Sonntagen 30 W« ,18. IM. vahven uti l Ürzlich ttottli- Giüosuuer teilt mltgebrci btt Nähr ttr in io lehr a- oerben muB« •• - Der {ötiü' Zwei Rneittt eist an bet meg« bie ¥fn'! :d)t ben anbn- zll treiben, d nb fofort Kf!' Gefichi notflt erlegungen in bie , Wegen ber^i' n M°°l- cr,". mi uw1"'1;* >! i(, W' “ Iß Heren die Briefe aus ihren offenen Taschen. Gendarmen, die einen Kerl verhaften sollten, der in der Trunkenheit ein Verbrechen begangen haben sollte, betranken fich selbst viehmäßig und wurden auf einem offenen Fleischerwagen in die Stadt gefahren, wie Hammel oder Schweine. Ich könnte reiche Eigenthümer und Grundbesitzer nennen, welche durch den Trunk blutarm geworden sind. Da« Schlimmste aber ist, daß auch die Frauen trinken und wie? Mehr als die Männer! Ja, da« Uebel geht tief, und die ganze Existenz der bretanischeo Raffe, die heute noch 80 pGt. sämmtlicher französischen Seeleute liefert, ist ernstlich bedroht. Die Trunksucht rutnirt unsere Leute zuerst körperlich, dann moralisch: unsere früher so fünften Sitten find jetzt rauh und gewaltthätig .... die Verbrechen vermehren fich in schrecklicher Proportion .... von allen Seiten fließt da« Blut unter dem Messer der Säufer. Der Minister Poin- car6 hat seinerzeit einen „Practischeu Führer gegen die Trunksucht" hier vertheilen lassen, aber waS nützen die schönen Worte in einem Ganton, wie dem unserigen, wo eß 600 Wirth- schäften gibt, deren Zahl, Dank der Segnungen der Gewerbefreiheit, sich noch täglich vermehrt." * Beim Collegium Professor: „Herr Gandidat, Sie schweigen, setzt Sie meine Frage in Verlegenheit?" — Student: „Im Gegentheil, die Frage ist mir ganz klar, nur die Antwort gibt mir zu denken." ♦ Mathematischer Schwitz». Professor A.: „Ich glaube, ich hatte gestern etwa« zu viel Wein getrunken." — Profeffor B.: „Woraus schließen Sie daS?" — Profeffor A.: „Auf dem Nachhausewege machte ich die Bemerkung, daß meine Verticalachse tn ihrer Verlängerung nicht den Mittelpunkt der Erde traf." MM B MW W ■ ■ unter Angabe des (3en>ünttten. von Eiten & Kiussen, Seidbdwaaren-Fabrik, CrefeHL' ita[b(;.Ls SS !• lös A S-.nl 11,!*.« Blt ™ »ittfa». »In 8iüi.;; nb V uil!( ’ ■ idn ro eine lckel bi8Qi|^ "sie W tri 3triit8toot!K1 tiQtft benjtjt-; finfenben Wartung tiiap 3n Folge Wo j 1 Weiten je* lge dtsskll t • an in ben ! schwaches orräthe unb h; groß, daß ti e Massen geh., ast: Weizn 144 bis 1L für 113 blli 90 bis 94?. Auszug aus den Attchenbüchern der Lindt Gießen. Ava nge lischt (Semetnbe. tränte. MatthäuSgemeinde. Den 19. Juni. Karl Erb, Dienstknecht zu Gießen, und Barbara Braun, Tochter de« TaglöhnerS Loren» Braun »u Danktnfeld. Zohannesgemeinde. Den 13. Juni. Richard Hermann Paul Strohwig, DchrM- seher zu Gießen, und Johanna Friederike Wilhelmine Reinhardt, Tochter des RaihSdienerö Heinrich Wilhelm Reinhardt zu Grotzen- ^^^Denselbm. Johanne« Früher, Cigarrenmacher zu Gießen, und Henriette Dorothea Sauer, geb. Benner, Wittwe deS Photographen Heinrich Sauer zu Gießen. Militärgemeinde. Den 12. Juni. Johannes Ritz, Feldw/bel, und Marie Schäfer, Tochter deS LandwirthS Johanne« Schäfer zu Pfordt. «tauft*. MattbäuSgemeinbe. Den 14. Juni. Dem Kaufmann Heinrich Gohcke eine Tochter, Karoline Eliiabeth, geboren den 22. Mai. Den 17. Juni. Dem Tabak- und Cigarreniabrikant Heinri« Emil August Schirmer ein Sohn, Georg Heinrich Emmanuel, geboren den 21. März. , ~ . Den 19 Juni. Ein unehrlicher Sohn, Heinrich, geborm den 15. Januar. MarkuSgemeinde. Dm 14. Juni. Dem Buchbinder und Papierhändler Johann Heinrich Karl Noll ein Sohn, August Philipp Heinrich, geboren den 8. Mai. Denselben. Dem Taglöhner Kaspar Lmz eine Tochter, Lina, geborm den 12. März. , __ , Denselben. Dem Glaserrneister Georg Hosrnann eine Tochter, Lina Johanna Minna, geboren den 13. März.__ Dm 16. Juni. Lern OmnibuS-Schaffner Wilhelm Fink rin Sohn, Wilhelm Ludwig Jakob, geborm dm 17. Juni. JohanneSgemeinde. Dm 14. Juni. Eine uneheliche Tochter, Lina Marie, geboren bett 13. Mai. . Denselben. Dem Doctor und Profeffor der Rechte Gerherd Al.xander Leist eine Tochter^ Margarethe Pauline Marie, geboren den 2. April. Beardista. MarkuSgemeinde. Den 17. Juni. Christine Müller. Prioatin, Tochter des zu Herborn oerstorbmen Steuereinnehmers Christian Müller, 70 Jahre alt, starb den 16. Juni. hSchH: '7ährwerth, sobald fich der Same bildet, verlieren I nur daS öffentliche Mitleid vor Deuuncialion unb Absetzung I AttSZUg «US ben f(anbe>amü>ediftcnt bie Wl'.x au ihrer Güte. Durchweg wird aber bei unfern chützt, torkeln trunken auf ben Lanbstraßen herum unb ver bet Stadt Giehea. unb VoUrwirtYschaft. SU%m, 20. Juni. Marktbericht. Auf dem hmttgm Wochmmarkt kostete: Butter pr. Psd. JL 0,80-0,90, Hühnereier pr. St. 0 4, 2 St. 10—11 4b, Enteneier 6 H, 2 St 04 ®änfe* der pr. St. 00-00 H, Käfe pr. Et. 5-11 Käfematte pr. <5t. 3 4, Erbfm pr. Liter 17 Linfm pr. Liter 30 Jk, Tauben pr. Pam JL 0,60 bis 0,80, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,20, Hahnen pr. Stück jIL 0,80—1,30, Entm pr. Stück X 1,60—2,00, Gänfe pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfmfldfch pr. Pfd. 70—74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 X Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 66 H, Schweine- fldsch, gesalzm, pr. Pfd. 70 A, Kalbfldsch pr. Bfd- b0-4.0 Harnmelfldsch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 biß 5,00 X-, Weißkraut pr. Stück 0-00 H, Zwiebeln pr. Cmtner X 7,00—8,00, Milch pr. Liter 16 Kirschen pr. Pfund 20—00 H. Witterungsbericht vom 19. Juni. Der Hobe Druck hat fich von Südwesten her noch weiter tn ben Conttnmt hereingezogen und gleichzeitig auch an Intensität gewonnen. Die kleinen Unregelmäßigkeiten in der Druckoeriheilung haben sich noch erhalten und ist besonders über Ostsrankreich noch eine Theildepression zu erkennen. Bei wechselnder Bewölkung ist daS Wetter in Deutschland allgemdn wolkig und treten noch immer vielfach Gewitter auf. Boaa«»UchUtiAa »ttUrcn*: Bei wechselnder Bewölkung warm und zunächst noch zu Gewittern gmdgt. Mauer'scher Gesangverein. - Sonntag den LI. Juni er.: — fr< empfiehlt 57h7 Friedrich Noll, tzofbiicker. 5697 I. A. Schneider. 2tW Amtlii 5729 Bora, Gerichtsvollzieher. werden. 5739 Wilh. Steup, Burkhardsfelden. \ gesucht. 5541 8 KreKse 8 Q vorräthig in Q ie Karl Schwaab’s Delicatefleuhaodluvg. cooocooooooo SelterSweg 67. 5652 aefutbf. ffirdiftraflc 2 Hinter bliedenn Kimmel. Becker. 21 6. 96. : Forstgarten Fe» luliitr (B«n unfffi Abmarsch 2»/, Uhr vom Lodwig»platz. ♦ Freunde des Betet« *Bgi ungünstiger Witterung. „Wiener Hof' Mobiliar-Verkrigerullg. Dienstag den 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden Löwen- gafse Nr. 21 dahier verschiedene Mobiliar-Gegenstände, als: Belten, Commode, Weißzeug- schrank, Tische, Stühle, Bilder, Spiegel, Küchenschrank, 1 Wand uhr, Haus« und Küchengeräthe versteigert. Die trauernden Ludwig Familie Gießen, den 20. Juni 1896. Nar 25 Pfc. du Stödl Beste Seife für Hautpflege laut amtlichem Octachteol C. Naumann, Offenbach a. M„ Seifen- und Parfümerie - Fabrik. prima iiuMmr können wieder täglich abgefahren Die Beerdigung findet statt: Sonntag, den 21. Juni, Nachmura4. 4 Uhr, von der alten Klinik au« Gußkuchkn, Kirschknkuchen, Rsskuchkn, Rsdsnkucheu, Windbeutel und verschiedenes Hefe- und Blätterteig-Gebäck, rägltch frisch, Jersteigcrung. Dienstag den 28. Juni d. I. versteigere ich gegen Baarzahlung: a. um 3 Uhr im ,2lhUt* dahier: 1 Pianino, 1 Sopha, 2 Stühle, circa 20 Ctr. Grummet, 10 Ctr. Hru. b. um 3V, Uhr Moltkestratze 2 dahier: 1 gedeckte, große Holzhalle, mehrere 7flügliche, bflügliche und 2flügliche neue Fenster. Versteigerung ad. b findet bestimmt. ad. a thetuveise statt. KüchcnmL-chen. Einfaches, gewandte-, solides Mädchen neben die Köchin gesucht gegen hohen Lohn. Demselben ist Gelegenheit geboten, die feine Hotelküche zu erlernen. Näheres bei Frau Hüttenberger, Stellenvermittlet in, 5730 Zitherverein Alpenröschen Heute Sonntag: 5724 Jotttjir ans den Staufenberg. 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Die Cinzeichnungsliste zur Theilnahme an der Partdn Marburg (Spiegelslust) liegt bis Dienstag den 23 ’luni dem Vorsitzenden, Herrn E. Berg, offen. Die oerebrhdim werben Höss, gebeten, ihre Zeichnungen bis dahin zu oollpcd.n 5732 Der «erftart. Dienstag, den 23. Juni, Abends S Uhr BW ____Probe im Gesangslocal. aaranttrt französischer Verschnitt, per Literflasche X 2.— sowie leamoB^ Cognac» unter Origmaloerschluß in verschiedenen Preislagen __E. Dort. Wallthorftraße^A Etiquetten, JL ' . . ; - -mS BrühTsche Univ.-Druckerei 1 Patentirte Holzstoffqcfäße für Küchen- unb Kaushalt als: Schwenkkübel, Vimer, Schüsseln, Näpfe rc. an Güte und Haltbarkeit aller Andere übertreffend, empfiehlt 5708 Louis Sony, Bahnhofstraße 27. W Soeben Pfarrer Kn.tpp'» M • Sandalen • in allen Nummern wteber einae- troffen bet :>72< M EK L. Snsr, Markt'!'.. 9. ä eooseeoeeeee ^^Caüf^esüche*1^ Zu kaufen gesucht Z der sich als W-ißzeug: ^CPrUUL schrarkeignet. Offert unter J. 8. an die Exped- d. 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Der Anfang ist Vormittags 8 Uhr in der Weisburg Trohe, am 19. Juni 1896. Großh. Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. 5722 ____Hermann Hess. 5725] Eine tüchtige choielkSchin wird nach Auswärts ,um baldigen Eintritt gesucht. Nähere« Dammstraß« 29. 5623] Suche zum 1. Oktober «ine in Hausarbeit bewanderte Köchin. Frau Prof. Leist, Ostanlage 36 l^teHerTAngebote^ 2 tüchtige Cigarrensortirer für dauernde Beschäftigung gesucht. 5699 Rinn & Cloos. Mäher aus Aceorb gesucht. Wo? sagt die Expedition d Bl.__________________ 5745 Für mein Kurz-, Putz und Modewaaren - Geschäft suche per sofort eine 5670 tüchtige Der Käuferin. Offerten mir Gehaltsansprüchen unter W. K. 105 postlagernd Wetzlar. 6705] Zwei tüchtige Eigarren« zlrbiiirtinnrn finden dauernde Be schäfligung Näberes MLusburg 1. Arbeiterinnen □711] Ein braoeS Hausmädchen findet bet einer Dame Stellung. Nähere« durch Frau Hütienderger, Selkersweg 67. Ein Mädchen aus guter Familie in einen Haushalt nach Sm» gesucht. Nähere« zu erfragen bei Herrn P. «argols, Stationsassistent in Gießen, Neustadt 6.____________6712 5410] Ein reinliches, zuverlässiges Mädchen, das in Haus- und Küchen- arbett gewandt ist, wird für Anfang Juli gesucht. Wo? sagt die Erpedttton diese« Blatte« 5478] Ein älteres Mädchen, perfect« Köchin und in Hausarbeit erfahren, wird zur selbstständigen Führung eines kleineren Haushaltes nach auswärts gegen hohen Lohn gesucht. Nähere« in der Exped. d. Bl- Entlaufen am 9. d. M. in der Nähe der Actien- Brauerei ein schwerer, schwarzer Dachshund. Trägt Lederhalsband mit Platte, worauf „Buziko" ein« gravirt. Dem Wiederbringer gute Belohnung auf dem Neuhof bei Lang'Göns.5691 Meine Wicie in der Schwarzlach vom I. Jauuar 1897 an neu zu verpachten. Cff. an 5740 E. Eichenberg, Kiel. Knooperweg 38. 000000000(300 O - Lebende o O Suppen- und O O Textors Terrasse. Dienstag, den 23. Juni: Gratzes Mjlitäl-koW auSgeführt von der Ckpkllk des 2. Srsßtz. ßeff. Zrf.'ürgimkllts vr. 116, fttffrr unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn ß «T Anfang 6 Uhr.________________Sutr^e 30 ' 5^ Heuchelheim. *$9 " Sonntag den 21. Znai 1896: = große Tanzbelustigung in ber Gartenwirthschaft bei Wirth Hch. ^olfmau^* und seine» Erportbier -u, brr" tjriebel ASprton ist bestens gesorgt- r^ermiethungerL^ 5719] Mansardenlogis zu vermitthen. ___________Grüvbsrgerstratze 48. 5742] Ein Aamiliralogi», sowie 2 Zimmer, möblirt oder unmöblirt. zu vermiethm_________Söwengaffe 18. 5741] Kleines Logis zu oermiethen __«rotze Mühlgchsse 4. 5720) Der mittlere Stock, -Lüdanlage L, 8 Zimmer mit ZubehSr, Gartenantheil rc., ist per 1. Octooer zu oermiethen Au Wunsch auch Pierdestall mit Burschen- zimmer. Nähere« Südanlage 8. 5727] Sandgaffe 46, kleines Logis zu oermiethen «. Hotz, Schützenstraße 5726] 2 Zimmer mit Küche u. Zubchär im Brdrb-zu verm. Bahnhofstr. 49 l 5704) Wohnung von 3 Zim. und Zubeh. Mitte Juli zu verm- Schützenstr. 1. 5714] Kleine Wohnung zu oermiethen ____________________Ederstratze 18. 5701] Kleines Logis sofort zu verm H. Rockstuhl Wwe., Asterweg 52. 5702] Ein Zimmer und Küche mit Zubehör im ersten Stock per August zu oermiethen. Sabnhosstratze 8»_ 5700] Bahnhosstratze 51, zweiter Stock, ein unmöbl. Zimmer per 1. Aug. zu oermiethen.________August Roll. 5223] Meine beiden neu hergericbteten Etagen von je 8 Zimmern mit allen Bequemlichkeiten und Gartenantheil sind per sofort oder später zu oermiethen. ___________C. Schwan wen. 57c3J Ein möbl. Zimmer, in gesunder, ruhiger Lage, zu verm. Ltebigstr. 66. 5736] Fein möbl. Zimmer zu ver- miethen.___________Gchulstratze 6, II. 5728] Unmöbl. Zimmer iflr eine Dame ob Herrn zu verm. Schützenstratze 11. T orl an mit Wohnung per sof. zu o. 4491 LldUCU sg.vogt ^v., Wallthorstr.8. ^örejnZnaehrichten^ G. F. F. 6719 Montag Abend 8/, Uhrr Uebung.