Freitag den 21. Februar 1896 Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gieren. Hratisöeikage: Hießener Jamitienökätter r 1 I Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Die Gießener Ma«ttie«vcä1ter werden dem Anzeiger W-chmtlich dreimal beigelegt. Der chießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger Avonnementspreis l 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchnkstraße Zlr.7» Fernsprecher 51. -- ■ ■■ ■ ■' Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Generalmajor v. Kaltenhausen bestreitet, daß der Puloerring seine großen Gewinne nur auf Kosten der diessettigen Militärverwaltung erziele, der Ring arbeite vielmehr auch mit dem Auslande. Wenn Krupp niedrigere Preise zahle, so habe ja schon Bebel selber gesagt, Krupp gehöre selbst dem Ring an. Untereinander würden sich aber doch die Leute nicht so viel abnebmen. lHeiterkett.) Der Staat Preußen beziehe bei den ve-schiedenen Pulv.rsorten nur 23 pCt. resp II pCt. seines Gesammtbedarfs von Privatfabriken, während er 77 pCt. resp. 86 pCt. selber herstelle. Schon deshalb könne also von einer Ausbeutung des Staats durch die Prlvat- industrie nicht die Rede sein. Das Capitel wird angenommen. Bet einem weiteren Capitel wünscht Abg. Schall (c.) im Interesse Spandaus, Gaardens und Ellerbecks Auskunft darüber, ob nicht endlich die Communalbesteuerung reichsfiscaltscher Betriebe in Aussicht stehe Staatssekretär Graf Posadowski: Die Bedenken, die einem solchen Gesetze entgegenstehen, sind bisher noch nicht erledigt, ganz abgesehen davon, daß diese Session ohnehin schon überbürdet ist. Tie Untersuchung hat allerdings ergeben, daß bet den genannten Gemeinden eine Ueberbürdung vor liegt und es ist allerdings ein nobile officium des Reiches anzuerkennen, da einzutreten, wo eine Uebertürdung aus den hier fraglichen Gründen oorliegt. Die Prüfung ist ziemlich abgeschlossen, und es tst beabsichtigt, einstweilen aus dem allerhöchsten Dispositionsfonds oder aus demjenigen des Reichskanzlers Bethüifen zu gewähren. Abg. Lingens tritt auch für Berücksichtigung von Stegburg ein. Hierauf wird der Rest des Ordinartums angenommen. Morgen: Extraordtnarium. Ein Vorschlag Kardoiffs, auch die Zuckersteuer auf die Tagesordnung zu setzen, wird zurückgezogen, nachdem der Präsident er- klärt,hierüber würde morgen der Seniorenconvent sich schlüssig machen. Asich-rag. v 44. Plenarsitzung. Mittwoch, den 19. Februar 1896. Die Berathungdes Mtlitäretats wird bet Capitel „Gefängniß- wesen" fortgesetzt. Abg. Bebel (Soc.) kommt aus den schon im Vorjahre besprochenen Fall Wendland zurück. Dieser sei gleich bet seinem Eintritt tn die Armee in die Stratabtheilung etng st.llt worden und zwar mit Rücksicht auf eine Bestrafung, die er sich vorher, als Civtlist, wegen Majestätsbeleidigung zugezogen. Er bestreite der Militärverwaltung, und zwar bis zu den höchsten Spitzen, wegen irgend welcher Vorkommnisse im Ctotloerhältniß Jemand ohne Verschulden im Militärverhältniß die Ehrenrechte als Soldat zu nehmen. Nach den bürgerlichen Gesetzen werde eine Strafe wegen Mojestälsbeleidigung nicht als eine ehrlose angesehen. Ein gewisser Schöler fei in die Strafabtheilung versetzt lediglich wegen mehrfacher Beschwerden. Der Mann sei nicht einmal Socialdemokrat, sondern freisinnig. Das Rechtsverhältntß des Einzelnen in der Armee könne unmöglich so auf den Kopf gestellt werden, wenn auch eine Cabinetsordre von 1887 dies bei vorhandener „ehrloser Gesinnung" zulasse oder vorschretbe. Minister v. Bro ns art: lieber die einzelnen Fälle kann ich nicht Auskunft geben, sie gehören zum Ressort der Commandos. Sie können aber auch nicht von mir verlangen, den Herren Soctal- demokraten auf jeden ihrer Fälle, die sie in der Zeitung lesen und agitatorisch in ihrer Rede ausbeuten, Rede und Antwort zu stehen. Wenn die Herren hier mit Uebertreibungen und objeclio unwahren Thatsachen kommen, so muß ich es schon dem Hause überlassen, die Schlußfolgerungen zu ziehen. Nachdem Herr Bebel am SamStag die Angelegenheit des Gerbermeisters Schulz in Frankfurt a. O. erwähnt batte, besprach ein anderer socialdemokratischer Herr einen Fall in Königsberg, wo einem Bauunternehmer sogar elf Pioniere zur Hilfe bet der Arbeit zugeschickt worden seien. Meine Herren, die Truppen unterlassen jede Einmischung in Lobnstretttgketten, ausgenommen wenn es sich um ein gefährdetes staatsfiscalisches Interesse handelt. Und das war hier der Fall, da sonst, wegen eines Ausstandes der Klempner, die Pionier-Kaserne nicht hätte zum 1. October fertiggestellt werden können Weiter hat Herr Bebel den Fall eines Offiziers in Güstrow erwähnt und dem Mann alles Möaltche nach- gesagt. Bei der Untersuchung hat sich gezeigt, daß der Offizier aus der Straße nur mit seinem Säbel herumgefuchtelt hat, ohne Jemand zu bedrohen. Aerztliche Atteste ergeben, d-ß er nicht vernehmungsfähig ist und in eine Heilanstalt hat gebracht werden müssm. Nun vergleichen Sie mit dieser Sachlage die Darstellung Bebels! Ich finde es empörend, daß das schwere Unglück diese« Offiziers in solch agitatorischer Weile ausgenützt wird, wie es in voriger Sitzung mit dem von Herrn Lieber atteftirten „Ernst" geschehen ist. Mir ist es auch Ernst, weil Herr Bebel an das ganze Oifiztercorps den beleidigenden Appell zu gebührlichem Betragen richtete. Die Cabinetsordre bezüglich der Einstellung in Strafabtheilungen besteht vollkommen zu Recht. Schöler, der übrigens vorher schon wegen Brandstiftung bestraft gewesen, hat beim Militär wegen Ungehorsams und unbegründeter Beschwerdeführung wiederholt bestraft werden müssen und ist schließlich, weil er sich für die Disctpltn als gefährliches Element erwiesen, der Arbeiter-Abtheilung überwiesen worden. Präsident v. Buol: Als der Herr Minister meinte, daß er nicht auf alle Fälle eingehen wolle, rief ihm Abg. Frohme zu: „Dann bleiben Sie doch lieber ganz weg!" Unter den gegebenen Verhältnissen muß ich diese Bemerkung als in hohem Grade ordnungswidrig bezeichnen und rufe deshalb den Abg. Frohme zur Ordnung. Generallieutenant v. Spitz constattrt, daß es sich bet der Einstellung in Arbeiter-Abtheilungen um Disctplinarmaßregeln handle, welche ein Recht des Katse>s sind, und recttficirt die Darstellungen Bebels in Bezug auf Wendland und Schöler. Abg. Dr. Lieber (Ctr.): Der Herr Kriegsminister hat heute Herrn Bebel auf eine Reihe von Fällen geantwortet. Wenn er das stets thut, wird das für seine Stellung im Hause und den Angriffen Bebels gegenüber besser sein. Herrn Bebel möchte ich aber bitten, von allen Beschwerden, die er vorbringen will, dem Minister stets vorher Kenntntß zu geben. Dann kann die Militärverwaltung das Material rechtzeitig beschaffen und Aufklärung ist dann leichter. Freilich entbehrt bann der betreffende Abgeordnete des wohlfeilen Triumphes eines einstweiligen Steges. In dem Falle Königsberg gebe ich dem Minister darin Recht, daß die Militärverwaltung, wenn es sich um einen militärischen Bau handelt, ihr Interesse wahren muß. Sehr schwierig ist die Frage der Einstellung in Strafabtheilungen. Zur Zeit tst das lediglich Discipltnarsache. Ob das die richtige Ordnung der Dinge ist, diese Frage behalten sich meine Freunde vor, in der nächsten Session in der Commission ,u erörtern. Abg. Lenzmann (frf. Bp.) gibt Bebel von vorn bis hinten recht. S)ir Minister müsse jedem Abgeordneten, auch dem social- demokratischen, antworten. Was die Einstellung in Strafabtheilungen anlange, so müsse die Dtsciplinargewalt doch eine Grenze haben; am allerwenigsten dürsten Bestrafungen, die Jemand als Civtlist in jugendlichem Aller, als 14jähriger, begangen habe, Grund sein, ihn in eine Strafabtheilung zu stellen. Schöten sei auch geistig völlig normal, derselbe sei jetzt als Redacteur bei einer fortschrittlichen Zeitung untergebracht und bewähre sich da ganz gut Generallieutenant v. Spitz: Daß Schöler zur Zeit der von ihm begangenen Brandstiftung erst 14 Jahre alt gewesen sei, davon stand in unseren Acten nichts. Abg. Werner (Amis.) wendet sich gegen die Art, wie Bebel diese Dinge agitatorisch erörtere. Schöler agitire auch nicht in solcher Weise, daß er aus jeder Versammlung an die Lust befördert werden müsse. Abg. Bebel vertritt nochmals seine Auffassung betreffs der Versetzung in Strafabtheilungen. Abg. Gröber (Ctr.): So einfach ist diese Frage doch nicht, wie Herr Bebel meint, da hier der Begriff der Disciplin in das DtS- ciplinarrecht mithineinspielt. Die Sache bedarf einer genauen Untersuchung und ist nicht so ohne Vorbereitung zu erledigen. Capitel „Gffängnißwesen" wirb genehmigt. Beim Capitel „Artillerie und Waffenwesen" beschwert sich Abg. Bebel über das Bestehen eines Pulverrtngs, der der Regierung die P'eise dicttre. In einem Jahre habe die Militärverwaltung 3 Millionen mehr gezahlt, als sie nach den Preisen, wie Krupp sie gebe, hätte zahlen müssen. stchstratzt U: M Z'»- Meßmer Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 19. Februar 1896. Die Kammer setzte heute Morgen um 10 Uhr ihre Berathungen wieder fort. Zunächst stand zur Tagesordnung die Interpellation des Abg. Schmitt, die bedingte Ber- urtheilung auf dem Verwaltungswege betr. Staats- Minister Finger erklärte, daß die Regierung die Frage prüfen und erforderlichen Falls im Sinne des Antragsteller- behandeln werde. Abg. Schmitt dankt der Regierung für bas Entgegenkommen. Er habe feine Anfrage nur deshalb gestellt, weil er es nicht für richtig halte, daß erst, nachdem drei Viertel oder die Hälfte der Strafe verbüßt ist, an die Aussetzung der Strafvollstreckung gegangen wird. Abg. Wasserburg hat die Regierung über die Art unb Weise deS Betriebes der Außenbahn Mainz-Finthen interpellirt, und waS die Regierung zu thun beabsichtige, um ton Auffichtswegen es für die Folge zu verhüten, daß Leben unb Gesundheit der Fahrgäste dadurch in Gefahr gebracht wurde, daß die Bahnverwaltung Züge mit beschädigter Loco- wiotivr und ungenügendem Zugpersonal abgehen ließ. Die Antwort deS Regierungsvertreters MinisterialrathS Michel ift auf der Tribüne nicht zu verstehen. Abg. Wasserburg begründet feine Anfrage, daß bei dem im Sommer v. I. am Finthener Berg stattgehabten Eisenbahnunfall em Zug der Außenbahn mtt-4». 300 Fahrgästen inS Rollen knm, wobei die Bremsen nicht functionirten, und in rasendem Tempo mit den Insassen bis zum Binger Thor die Strecke durchfuhr. Der Zugführer und der Schaffner seien Streckenarbeiter, der Locomotivführer ein Schlaffer- alle ohne Vorbildung. Ebenso sei der Betriebsvorsteher nicht technisch ge- bllbct. Oberbaurath Meyer bespricht den im Sommer ti.. I. am Firthener Berg stattgehabten EisenbahGdufall der Außenbahn Mainz—Finthen. Die Untersuchung habe kein Material zu Tage gefördert, daß eine Nachlässigkeit des Be- tniebS-Personals Vorgelegen habe, sodaß dasselbe frei- gasprochen wurde. ES sei dies einer derjenigen Vorfälle, die auf jeder andern Bahn Vorkommen könnten und vorkommen. AffchtSdestoweniger werde die Regierung sich diesen Gegen- flvnd angelegen sein lassen, und von dem ihr zustehendeu gesetzlichen Rechte den ausgiebigsten Gebrauch machen. Nunmehr gelangt der Antrag des Abg. Euler, betr. die Nothlage des WinzerstandeS im Kreise Bensheim zur Berathung. Der Antragsteller führt aaS, daß die abnormen Fröste einen geradezu vernichtenden Einfluß auf einen großen Theil der Rebstöcke aaSgeübt und deren Wachsthum derart beeinträchtigt haben, daß der Stock den nunmehr auftretenden Reb-' schädltngen tn seinem verkümmerten Zustande keinen Widerstand leisten könne. Ohne Neurodung des betroffenen Reb- zelandeS sei ein lohnender Ertrag ausgeschloffen. Zwei Drittel des ReblandeS gehöre kleinen Leuten und sei verschuldet, sodaß diese außer Stande [den, eine rationelle Rodung, Düngung und Neubestockung vornehmen zu können. Die Großh. Regierung erklärt, daß sie von dem Director her Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim eine Untersuchung vornehmen lasse. Von dem Ergebntß dieser Untersuchung werde es abhäugen, ob und welche Maßregeln zur Hebung der Lage der dortigen Winzer der Bergstraße ins Luge zu fassen seien. Damit erklärt der Ausschuß den Antrag vorerstiöfür erledigt und das HauS beschließt demgemäß. Der Antrag deS Abg. Metz-Darmstadt auf Aufhebung bet Verordnung vom 10. November 1886, den Betrieb von Wirtschaften und d-n Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus betr., gibt zu längeren Auseinandersetzungen Ver- miassung. Der gleiche Antrag wurde schon auf dem sieben- üvdzwanzigsten Landtag gestellt, und ist damals mit 20 gegen 14 Stimmen angenommen worden. Die Erste Kammer jedoch h« denselben abgelehnt. Ministerialrath Emmerling erklärt, die Regierung könne dem Antrag nicht zuftimmen. Sie sei sich !>er Mängel, welche dem BedürfnißnachwetS anhaften, sehr wohl bewußt. Solange eö jedoch keine anderen Mittel gebe, um bei Ueberhandnahme der Wirthschaften entgegenzutreten, solange sei die Verordnung als ein viel geringeres Uebel an- znßehen, als das, wo tn manchen Kreisen des Landes durch die Lo-calpolizeiverordnung dngeführte Anforderungen an die Be- sihoffenhett der zur Wirthschaft erforderlichen Räume tn gesundheitlicher und sittlicherBeziehung gestellt werden. Zur Aufhebung btn Verordnung sprechen die Abgg. Kramer, Jöst, Osann uwb Christ, während die Abgg. Lautz, Erk und Jöckel sich |lc Beibehaltung der Verordnung aussprechen. Ebenso hat sich« der Ausschuß auSgesproch-n. Nach erfolgter Abstimmung deb mit 26 gegen 16 Stimmen ber Antrag Metz angenommen. Schluß der Sitzung gegen 1 Uhr. sohnuns i* MM H» *&&& ?•**%*• ° i» AX*- *"*• **» liegt B ÄSS findet 3tt Duration h »Ä tu Lick, «Wen unb ?•' f* bie Sri« **g auf 2 Sagen, * I« begrüß. 96. 'Ilw bet Sief. nnichuiW. milten:SEBobming Im iRt mnm.Ztldeh,H>tN.K meinem Hause 14t k Ativstrabe, nW sc ist der zweite « allen Bequernllchkiiia k l per 1. April ijn» ide. «Mer, 6t MU. von Herrn Fabikat ti le LogiS ist per sofort Meres CßanUft Ung, 6 Zimmer mit afii ätiluni K üb okr |» ;btn werten. StindtgtrttaV II Mag, 6 Zimmer rnttto vemiethen. bnung von 4 Zimmern s ilichkeiten zu oermirff® int »ohvoos »•» f pctWiflMwky t-aimstratzt W )n^mo8ler1dttor gtiabtt Wohnung, vM zu permtetben. M WittM. siTaße 11, 6dtjtotbCommission der Meister und der 15er-Commisfion der Inhaber der Cou> fectionsfirmen führten zu einer Einigung. Mit Vorbehalt der Zustimmung öffentlicher Grsammt Bersamm'ungen beider Thetie wurde der Vergleich auf folgender BafiS geschlossen: Procentuale Erhöhung der Löhne und zwar 30 pCt. Erhöhung bet Löhnen bis zu 1 Mk. 50 Pf., 20 pCt. bet Löhnen bis zu 3 Mk. und 10 pCt. bei Löhnen über 3 Mk. Die Forderung auf Festsetzung eines festen Lohntarifs wurde von den Meistern vorläusig als aussichtslos aufgegeben. Wien, 19. Februar. Die socialtsttsche Partei beruft aus Freitag Abend 15 große Arbeiter-Dersamm- lungen ein zum Zweck einer Protestkundgebung gegen die Wahlresorm Vorlage. Loudon, 19. Februar. Einer Meldung der „Times aus Newyork zufolge wurde von der Legislatur des Staates Newyork eine Vorlage angenommen und vom Gouverneur genehmigt, der zufolge die den deutschen Feuer« Versicherungs-Gesellschaften in Newyork ertheilten Ltcenzen zurückgezogen werden. Ebenso wurde das Ansuchen der Magdeburgischen Feuer-Verficherungs-Gesellschast, ihren Geschäftsbetrieb im Staate Newyork ausnehmen zu dürfen, abgelehnt. H. Berlin, 20. Februar. Die Entwender deS Gnadenerlasses, zwei Buchbinder und ein Hausdiener, wurden gestern verhaftet- dieselben haben bereits etn- gestandeu. Auch dir VorwärtS-Redacteure Kunert und Braun wurden in gleicher Sache verhaftet, Ersterer wieder fret- •• Eoücert in Marburg. Wie aus dem Jaseratentheil unseres heutigen Blattes ersichtlich, findet daS zweite Coucert des Marburger Akademischen Coucert. verein- am 25. d. MtS. im Museumssaal dortselbst statt. Wir entnehmen der „Oberh. Ztg." hierüber Folgendes: „DaS Coucert deS Akademischen Concertveretns bietet unseren Kunstfreunden wiederum einen hervorragenden Genuß, wird doch zu demselben Hay^nS Oratorium „Die JahreS- zeiteu" zur Aufführung gelangen. Schon seit Wochen find die activen Mitglieder unter Herrn Mufikdirector JennerS bewährter Leitung mit der Etnstudirung beschäftigt. Die erste Aufführung der „Jahreszeiten" erfolgte im Schwarzenberg schen Palais zu Wten am 24. April 1801, die in Kürze zwei Wiederholungen nach sich zog. Mehr als andere feiner Werke haben seine beiden Oratorien „Jahreszeiten und „Schöpfung" das Rcnomme des Meisters begründet und thm den Weltruf zuerkannt. Unterstützt wird unsere hiesige Aufführung durch hervorragende Solisten. Die unS noch auS der vorjährigen Aufführung der „Rose Pilgerfahrt wohlbekannte Sopranistin Fräulein Dorothea Sch m tdt auS Frankfurt a. M. hat die Sopran-Partie der „Hanne übernommen. Die verehrte Künstlerin hat geradezu als „Hanne ihre schönsten Erfolge errung-n. Ferner werden die Herren Emil Rinks aus Leipzig, sowie Herr Willy Jenteu aus Düffeldorf, beide noch jugendliche Sanger, ersterer mtt frischem, hellem Tenor, letzterer mit rtlrfirm. klangvollem Baß Strafe verurtheilt. » Magazingewehre im 17. Jahrhundert. Anläßlich der neuen Katalogisirung des Kriegsarchiv» fand man ein au, dem Jahre 1640 datirte», dem in Frankretch naturalisirtea Solinger Waffenschmiede Wilhelm Kalthoff verliehene« Patent auf Musketen, au» welchem bei einmaliger Ladung zehn Schüsse abgegeben werden können. Demnach wara Magazingewehre schon unter Louis XHI. in Gebrauch. sKß der I« {J ZeiS-Ktur-ve-bk A m ___- X" Die Lös-dung b frlaftermtiite^ 3 Husen und bet jnitlbft mntbtn t 6. mm 91 ndtitm birdbe' klärt worben fmb ioU*,ogen. Hieben, ben 1 Großher,ogli< Neue gelaffen. WB. Loudon, 20. Februar. Reutermeldung Johannesburg vom 19. Februar. Eine schreckliche Dy- namitexplosion hat heute in Viedendorp, einer ärm- lichen Vorstadt von Johannesburg, den im Ganzen aus etwa 100 Häusern bestehenden Stadttheil in Trümmer gelegt. Der Verlust an Menschenleben ist voraussichtlich beträchtlich. Ein starkes Polizeiaufgebot und Bewohner Johannesburgs find eifrig beschäftigt, die Leichen zu bergen. Die Fenster au allen Häusern Johannesburgs sind zertrümmert. WB. Santarem, 20. Februar. Bei dem Maskenball de« KünftlerclubS brach ein Brand aus, wobei 40 Personen — «Sntgen» X Strahlen. Gemeinverständlich bargcM von Hugo Mütter, AiüUent an der Kgl. Technischen Hoch«^ »u Berlin- Mit vier Tafeln, ausgenommen im Electrotechotta» Laboratorium der Kgl. Technischen Hochschule zu Berlin von «W Reg-Rath Proi. Dr. Slabn und Assistent Klingenberg, w« fünf Figuren im Text. Berlin 1896. Vertag von Kar Stegt-wu^ Preis 75 Psg. — Bet dem allgemeinen Jnlereffe, welches die -aß wichtige Röntgen'sche Entdeckung bet allen Gebildeten be'vorgkru hat ist e» mit Freuden zu begrüßen, daß eine Veröffentlicht^ erscheint, in welcher eS sich der Autor zur Aufgabe gemacht hat, wunderbaren eleclrtschen Entladung^erscheinungen im luftleeren Ra-» tcu »nciuei |UI uu» i *"'**•*• ------- I sKa'bodenstrahlen), fpectell aber die etgena-ttgen pbotograpona« üffen- wir machen darauf aufmerkiam, daß Brennholz durfte man eme Verbill'gung ber Holzpreise er ^ufnöa&m7n mit X-Strahlen leichlfaßlich zu erklären, «on besood^k- 1 1 Wich igkeit ftnb die der «rolchüre beigegebenen vier »bbtlduo^ au» dem electrolechniichen Laboratorium der Kgl. T.chniichen v schule zu Berlin, welche nach Ausnahmen eine» unserer bebeutenow Hotzver sollen Dtrfteipi Rontag den 1 k'mittag, 9'/i U «Muli: Vu«ev:2kms U'V Wellen; W " ™ Mpptl, «adelt rB Lücke, Ä3SS BÄ8* m "T. «erit mild) Blacher Wald. W den ’Ä9V' Mett: 379 2$iPd,196n 91n !«n 0,1 KL Kerdii P* ’ bM L *“»'i o SV; MeV bei d-> -Ä '*?■ >« *«« El, Eihm Die Liefert riem 1896. b-S --g-ta b1*2. Pfg verfchbfsen c " 'Ließen, bi 5)u Nierenentzündung Influenza Bronchitis Lungenentzündung Krebs des Magens Slafencatanb ___—----------------- Summa: 7 (5) 6 (5) 1 «nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wir w bet Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärlS o« Gießen gebrachte Kranke kommen. WSchrMÜche Ueberstcht der Todesfälle tu (Sitfia. 7 Woche. Dom 9. Februar bi» 15. Februar 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl.1600 Mann MUUtY. SterblichkeitSziffer: 15,92, nach Abzug bet Ortsfremden 4,52»/» Kinder « 2.-S3* Raummeter vucheufcheit 21—24 Mk. bezahlt, für vier Rau», meter Buchenprügel 18—20 Mk., vier Raummeter Tannen, rundscheit 16 — 18 Mk., sechs Raummeter Bachenreisig 10 bis 12 Mk., zwei Raummeter Buchenstöcke 7—9 Mk. Die Holzverstetgerungen nahmen in diesem Jahr einen sehr frühen Anfang, weil durch den gelinden Wmter dte Holzhauer »n- unterbrochen arbeiten und den Holzbedarf sehr früh fertig stellen konnten. -u- BnrkardS ('m Vogelsberg), 19. Februar. Ja unserem kleinen Dörfchen haben neun Einwohner im Jahre 1893 Futtermittel bezogen. Zwei Leute haben ihre Schuld ganz erlaffen bekommen, weil sie sich in sehr ge« drückter Lage befinden - von den anderen erhtelteu fünf Zahlungsfristen bis zum 1. December dS. IS. und zwei dis zum 1 December 1897 gegen 4 pCt. Zinsen. §§ Vom Vogelsberg, 17. Februar. Seit den letzten Tagen herrscht in dem oberen Vogelsberg viel Nebel, so daß Passanten vielfach Schwierigkeiten haben. Als kürzlich ein Landwirth aus Gunzenau in Stockhausen war, um Mehl zu holen, nahm er auf dem Heimwege in Vaitshain erst noch eine Erfrischung zu sich. Nachdem er daselbst in der Richtung nach Hause zu abgefahren, kam er in etwa einer Stunde wieder zurück, um zu fragen, wo er sei, als man ihm diel gesagt hatte, wicS man denselben auch wieder auf ben Weg nach Hause. Kurze Zeit darnach kam dte GenSdarmerie von Grebenhain nach DaitShain und hatte kurz vor dem Orte am sogenannten Knotenpunkt mitten auf der Hauptstraße ."?tich7m"°ttangvöll-mBaß I -inen Wagen ahnt Pi.rb, Sterne u f. w. gefunden. «. -----m ■ nnA b.6 A Orchrsttr Mann, Wilcher auf einem gelchlrrtin Pferde gelitten, war la begabt, Mitwirken. Bem rken wir "°ch, d°ß ba« Orchefter Gat|trnung bemerkt «arden, die Periönllchkeit Datu ein votzüglich ruf°mmengefetzt-» und ans meDr ° r so M-fikern g feftgrsttllt werden können. 68 wurden fchliektt» DefteDenbe» fein wird fo bW M j fein ßanftfteunb 1 B-it.hain r.guiri«, um den Wagen nach bem unferer Stadt und Umgegend diesen wieder und einmal ver. -u u-rbrlnaen gönnten Kunftgenuh entaeDen ®'e g B°m Sogeielerg, 19. Februar. Bei den ungewöhn. findet am 24. Februar, Nachmittag- 5 Uhr stat , in we che billigen Schweinepreif en in der Zeit not Weid ba« noaftänbifle iß’08r“m” Xbet^finb 0aUnft“aefleIeö^n nachten glaubte man in ländlichen Kreisen un ein Hinaus. Bnhniirge zur Hm- und Rückfahrt find o «« 0° dieser Preise nach Wechnachlen. Diese erwartete Prei, daß sich ein Belach von hier au« zu diesem 6onc.it leicht M« unb ftatl ii)rer „ot sich eia ermöglichen laßt. weiteres Sinken der Preise eingestellt. Man bezahlt gegen- Laudwirthschaftltches. Zur Ermittelung Fort- cQr ba8 Pfund Lebendgewicht nur 30 und 31 Psg., schritte auf dem Gebiete deS landwirthschastltchen 33 unl) 34 Pfg. um Weihnachten. Bet eintgermaßra MeltorationSwesenS iu unserem Lande wurden tm ver- ' „ AuSschlachten eines Schweines stellt sich daS Pfuad floffenen Jahre genaue Erhebungen angestellt,die sich auf » (m auf hastens 37-39 Pfg. die durch die Vermittelung der Großh. KreiSamter etage- „ * Bensheim), 18. Februar. Der Landwirth zogenen Berichte der Großh. Bürgermeistereien deS Landes q,. Steinbacher von hier wurde gestern auf feine« gründen. DaS Ergebntß der Erhebungen wurde in Ueber- I ä(fer tfi e(ncr Sammelgrube für Rrgenwaffer verschüttet fichten und Zusammevstellungen gebracht, die für viele Ge- ufib fanb bQbd fdnen Tod. meinden und die Landwirthschast von hohem Jutereffe find. — Bis zum Abschluß der Ermittelung waren lt. „Darmst. Ztg " int Großherzogthum Entwäfferungen auSgeführt oder sind . nerabt in Ausführung begriffen 21 722,5 Hcctar. Der Ent- • Kol«, 19. Februar. In der vtrfloffenen Nacht wurdk Wässerung bedürfen noch 11,753 Hcctar. Dor Erlaß deS ber Billeteur einer diesigen Wirthschaft, als " eine Rotte Gesetzes vom 28. September 1878, die Feldbereinigung be- wüster, verkleideter Burschen zurückwteS, erschlageu- er treffend, waren 24 Unternehmungen mit 8882 Hcctar Ge- hinterläßt Frau und vier Kinder. lände bereinigt. Nach Inkrafttreten deS Gesetzes find auS- • Stettin, 12. Februar. Schwere, einem hiesig ° geführt oder in Ausführung begriffen 59 Gemarkungen mit Unteroffizier verübte Solda enmißhandlun«" 25,920 Hcctar. DaS Großherzogthum hat im Ganzen haben endlich ihre Sühne gefunden, indem der Unt"ossz 473,186 Hcctar Ackerland, Gärten und Wiesen. Don dem Steglin Zon der 4. Compagnie de» hiesigen Grenadte übrigen, nicht bereinigten Gelände find noch 90 pCt. Regiments kriegsgerichtlich Degradation und zul zwe (394,546 Hcctar) zur Feldbereinigung geeignet. 1 Hcctar Jahren Festunosstrafe verurtheiltwltrde. . (4 hessische Morgen) kostet etwa 110 Mk. zu bereinigen. — Soldaten schon seit längerer Zet iin brutaler^Wetse, besonder« Bewässerungen wurden auSgeführt auf 6003,6 Hectar. mit dem Gewehrkolben, derart 5502 Hcctar find noch der Bewässerung bedürftig. die Aufnahme der Mißhandelten 1895 von der Gesellschaft „Providentia" erhalten hat, be- | lungen an« Licht und Steglin wurde zu mttgetyemm trägt 7399 86 Mk. unb kommt die Hälfte davon auf dem nächsten Delegirtentag in Lauterbach an die Vereine zur Dcr- theilung. Ein Antheil am Reingewinn ist dem Verbände in diesem Jahre nicht zugefallen, weil eine sehr große Zahl Hassia M tglieder von Feurrschaden betroffen wurden- eS waren nicht weniger als 139 Mitglieder, welche entschädigt Cocurde siestern aus fiiin (genwafser verschüin Submission. Für die Großherzoglichen neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1896/97 aus dem öffentlichen SubrnisstonSwege vergeben werden: a Die Lieferung von 1. Backwaaren, 2. Fleischwaaren, 3. Specerei - Maaren und Unterhaltungsgegenstände, 4. Kaffee, 5. Butter und Eier, Berliner Pfannkuchen, Kaffee- n. Thee-Gebäck, verschied. Torten, alles täglich frisch 16&Ö empfiehlt in bekannter Gütes Conditorei Hettler, Witteruregsbericht vom 20. Februar. Das barometrische Maximum weicht fortgesetzt gegen den Osten zurück, während über den britischen Inseln der Einfluß einer große«, heute noch auf dem Atlantischen Ocean lagernden Depressim sich immer mehr geltend macht. Derselben sind Tbellminima vorgelagert, welche bereits biS nach Nord- und Mitiel-Dcu'schland hereinreichen. Die Witterung war am Morgen in Emirat-Europa ruhig und vielfach heiter, soweit nicht Morgennebel auftraten. Eine Aenberuug der Witterung steht aber in Bälde bevor. vMea«»stchUi»a tSittarong x Wärmeres Wetter mit zunehmender Bewölkung, später Niederschläge. — LibenSverfichernngs» und Ersparnißbauk itt Stuttgart Das Jahr 1895 ist, was die Bewegung im Versicherungs- geschäst anbelangt, ein ganz hervorragend günstig,s gewesen. Die Größe deS zum Abschluß gekommenen NeugeschäsiS übersteigt wieder, wie dies seit einigen Jahren der Fall ist, alle vorherigen Jahrgänge. Um den gesteigerten Geschäftsgang in den letzten Jahren zu illu- firtren, stellen wir im Folgenden den in 1895 erreichten Z ffern diejenigen von 1890 gegenüber. Neue Versicherungs-Anträge in 1890: 31,6, in 1895: 52 Millionen Mark, in 1895 also mehr gegen 1890: 20,4 Millionen. Davon gelangten zur Aufnahme 1890: 25,3, 1895: 42,4 Millionen, in 1895 alfo mehr gegen 1890: 17,1 Mtll'onen. Versicherungsscknd Ende 1890 : 325>/r. Ende '895: 446,4 Milli, mn Mark, somit reiner Zuwachs seit 1890: 120,9 Millionen Mark. Der Neinzuwachs für 1895, allein betrachtet, beträgt 30,1 Millionen Mark gegen 26,3 im Vorjahre Unter Reinzuwachs ist der Zugang an Aufnahmen abzüglich der im Laufe des betr. Jahres erfolgten Abgänge durch Tod, Ablauf, Kündigung rc. zu verstehen. Die Sterblichkeit bielt sich im vergangenen Jahre in normalen Grenzen; es kamen 1029 SterbsSlle mit Mk. 5,490,000 Versicherungssumme zur Anmeldung. Der Abgang ir folge von Kündigung und Mangels Prämienzahlung ist gegen daS Vorjahr trotz größeren G'sammt- bestandes sogar zurückgegargen. In das vergangene Jahr fiel eine Statutenänderung, welche insbesondere hinsichtlich der Prämienzahlungsfrist die Rechte der Versicherten erweiterte. 1615 Mk. 120.- „ 49.90 Gießen, den 19. Februar 1896. Die Arrnen-Deputation der Stadt Gießen. Vergebung von Mimrer- und Stkinhauerarbkit. Zur Herstellung eines Canals am Schulhause zu Oppenrod sollen nächsten Montag, 24. Februar, Nachmittags 1 Uhr, auf dem Bürger- meisterei-Büreau nachstehende Arbeiten auf dem Wege öffentlichen Angebots Submission. Für die Großh. neuen Kliniken zu Gießen soll die Lieferung des Bedarfs an Nutz- und Maschineu- tohlen sowie Holz für das Rechnungsjahr 1896/97 auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen können auf dem Verwaltung- Büreau der neuen Kli niken an den Wochentagen, Vor mittags von 9 — 12 und Nachmittags von 3—5 Uhr, eingesehen werden. Offerten sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Montag den 2. März 1896, Mittags 12 Uhr, auf dein oben erwähnten Büreau abzugeben. Zuschlagsfrist bis zum 20. März. Gießen, den 15. Februar 1896. Großh. Verwaltungs - Direction der 1594 neuen Kliniken rm Fichten - und Kiefern Stammreiser, zu Spalier- und Bohnenstangen geeignet, rm Buchen- und Eichenreiser, rm Eichenknüppel, Fichtenstangen 1. Kl., zu Sparren geeignet, mit 5 fm, Jedes Quantum tadelloser Terpentin-, Lack-, Leinöl-, Firniß-, Vaselin- unv Salatöl-Fässer kaufen zu den höchsten Preisen an und erbitten Offerte Gebr. Avenarius, 1693 Gaualgesheim a. Rhein. Laufs Bierkeller. ggy An miinem gut bürgerlichen Mittagstisch könnennochmehrereHerrentheilnehmen der Deutschen Kaffee-Import- Gesellschaft Köln a. Rh. erzielt im Gebrauche erhebliche Ersparniss allen anderen gerösteten Kaffees gegenüber. Niederlagen zu den Preisen von 80, 85, 90 und 100 Pfg. pro Ve-Pfd.-Packet in GIESSEN bei: A. Geisse, Wilh. Haas, Jac. Häuser, G. Herbordt, Carl Laux, Fritz Lony Nachf., Emil Orbig, Fritz Seuling, Ein großer Poften Linoleum und Linoleumreste, von einer großen Lieferung übrig, sind, so lauge Vorrath reicht, sehr billig abzugebcn bei Th. Brück, MedrlMik. Billige Gelegenheit zum Belegen von Wohn-, Schlaf- und Badezimmern, Contors, Ladealocalitäte» rc. 1806 Verdingung. Die im Rechnungsjahr 1896/97 11. Seife, 12. Kornstroh, 13. Eis und 14. Porzellanwaaren. b. Das Reinigen der Wäsche für das Dienstpersonal. c. Das Reinigen des Heerdes und der Oefen. d. Die Entleerung der Kehrichtgrube, e. Die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Oel- und Weinfässern und leeren Flaschen. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbüreau der neuen Kliniken an den Wochentagen Vormittags von 9—12 Uhr und Nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 und 14 bezeichneten Gegen- stände sind nebst den verschlossenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag, den 6. März d. I., Mittags 12 Uhr auf dem oben erwähnten Büreau abzugeben. Zuschlagsfrist bis 13. März 1896. Gießen, 19. Februar 1896. Großh. Verwaltungs - Direction der neuen Kliniken. 1691 Zusammenkunft 9l/2 Uhr im Ort. Frankenbach, den 18. Febr. 1896. Geller, Bürgermeister. 1688 Fst. Backfisch! Pfund 15 Pfennig wieder eingetroffen. 369 I. M. Schulhof. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Confirmanden auf Ostern 1896, bestehend in Knaben-Anzügen, in schwarzem Cachemir zu . • Mädchenkleidern, weißem und farbigem Flanell, soll im Submissionswege _ >• to- gesunden, vergeben werden und sind Offerten unter Beischluß von Mustern bis Mm fl“ilttn' 1 | ipateRens zum 27. ds. Mts. bei Herrn Hospitalverwalter Grüne- k PerjönMit nrg verschlossen obzugeben. wurden schliG " " ' ' m trn Dagrn noch V\ ksnchsstrauch: Buchen r 379 rm Scheiter, 101 rm Knüppel, 196 rm Stöcke, 3280 Wellen; Eichen: 33 rm Scheiter, 15 rm Knüppel, 91 rm Stöcke, 220 Wellen; 3 Esche von 0,18 fm, 1 Fichte von 0,19 fm, 1 Fichtenstange von 0,09 fm. Die Zusammenkunft isi auf dem chaus- firten Weg im District Fuchsstrauch. Lick, am 10. Februar 1896. 1440 Fürftl. Oberförfterei Sich. Shett mfD°° u«, bsn tlntm W ttnmiHanblum- indem btt UnUttAfy! tti Tnvck unb zu /k oatbe. Ttrtzliv liONt brutaler öeilt, kW ivdtlt haben, bafinW 6 Laiaieth erfolgen ck» igt zu erstatten. 8ltck Interostisier den Rikn? , derartig wil tew A: Arme acht Tage lang: «Mit «»»i 1' “ Ita bin »«f ben Bt 'bl;®’nib«nnerielt 1 vor dem Ott p ber havptsin>^ bet le elfl ,;niteit. "Wv vtster ’s!9' 8ebIuat. . ®*o>»ohnt: - . v1 Mn Zuntck- gesetzt eine große Partie Kragen, Manschetten, Shlipfe für Herren und Knaben in nur guten Qualitäten und verkaufe dieselben, um damit zu räumen, ganz bedeutend unter Preis. Z H.Rübsamen. erforderliche Reinigung der Oefen in den städtischen Gebäuden (cm. 1000—1100 Reinigungen) soll Samstag den 29. ds. Mts., Norm IV/2 Uhr, öffentlich ver- , Jungen werben. Bedingungen liegen iefi uns zur Einsicht offen. Ange tote sind auf dem vorgeschriebenen, den uns erhältlichen Formular bis yim genannten Termin einzureichen. Gießen, den 18. Februar lh96. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1635 Ohr. Teber, Giessen, Neuenweg. Brandmalerei aller Art. MSveltraaSport und Schreinerei. ^ectrotechniker, Herrn Geh. RegierungSrath Prof. Dr. Slaby und eimS Assistenten Herrn Kltngenberg von der Kunftanstalt Meifenbach, lkiffarth & Co. woblgelunaen wtedergegeben sind, sowie die fünf -r-ichnungen der ,u den Aufnahmen nötbigen Apparate. Durch die öiden Literaturangaben wird die vorzüaltch ausgestattete äußerst ilige Broschüre auch dem Fachmann w llkommen sein.____________ kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Donnerstag den 20. Februar, Abends 8 Ubr: Versammlung otr constrmirten Mädchen aus der MarcuSgemeinde im Schwesternhaus (Lonystraße 2). Dr. Grein. »ottesdimst in der Synagoge. SamStag den 22. Februar: Vorabend 5M Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, 2abbathau«gang 6<0 Ubr. SlSdt. SlhiOthküS. Freibank. [1700 Heute und morgen: 8chmeirlkffei[ch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg- Scheuertücher, gute Qualität, 90 cm groß, 18 Pfg. lese C« Röhr & Co« Durch die ganze Welt ist schon gedrungen der aute Ruf von Luhn’s W asch - Extract D. R--Paient 82424 115 Großartige Reinigung der Wäsche! Absolut nicht scharf! Holen Sie zum Versuch Va Pfund ä 15 bet Eberhard Dort, ftiessen. Fische und Geflügel i« großer SlnSwahl eingetroffen bei C. G. Kleinhenn, Veffknitiltze KekauntmachMg. Die Löschung der Hypotheken des | Pflastermeisters Johannes Nickel in < Gießen und dec Firma Emil Ptßor । daselbst wurden besiiglich der Items , FI. XXXIII Nr. 188 und 1^9, nachdem dieselben für erloschen er- Kitt worden sind, im Hypothekenbuch Mzogen. Gießen, den 17. Februar 1896. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen._____itoi " Bauplatzverkauf. Aus der vormals v. Nabenau'schen Besitzung soll der Bauplatz Frank surterftraße Nr. 60 — rd. 641 qm bi Wege schriftlichen Angebotes an bem Meistbietenden verkauft werden. Kauflustige wollen ihre Angebote, oerschlossen und mit entsprechender Abschrift versehen, bis spätestens Montag den 24. Febr. d. I., Vormittags 11 Uhr, btii der unterzeichneten Stelle ein keuchen. Lageplan und VerkaufSbcding.tngcn .lügen bis dahin bei unserem Stadt- iduamt offen. 1628 Gießen, ben 17. Februar 1896. j Großh. Bürgermeisterei Gießen. ^Holzversletgerung in btt ffirßlidjfn öberförflerti kich. Es sollen vkrsteiliert werden: Montag den 24. H-briar, von 8»rmlttaß9 9'/- Uhr an, im District Mnchwald: Buchen r 2 rm Scheit, 4 rm Knürpel, 1160 Wellen; «tchen r 2 rm Scheiter. 22 rm Krüppel, 41 rm Stöcke, 1770 Wellen; Radelholz r 55 rm Knüppel, 10 rm Stöcke, ÄboO Wellen; 1550 Äeichholzwellen. Ferner 2120 reich' te« Bohnenstangen bester Dual. Die Zusammenkunft ist auf dem Dtcinal- veg von Ltch nach Burkhardsfelden auf kr Grenze Mischin dem sürstlichen und Wacher Wald. Dienstag den 25. Sebrnar, von vormittags 9Va Uhr an, im District 0 1646 Astlingeldöffer, Bäcker Unter Leitung des Universität- - Musikdirectors Herrn Gustav Jean«, 1632 an bie Exp-d d Bl. erb ten Generalprobe i* A 1647 postlagernd Z. 1. «leihen. Kapla> -gaffe 18 Ueberfettete Lanolin-Seife 00 Der Vorstand. 1679 ooooooooooooooooooooooooo UnOherlnnti Gründlichen Toiierte*Cream Nur Klavierunterricht echt mit Marke Pfeilring ertheilt *iart8„preiJriDg- Ludwigstrasse 221. 1682 OOOOOOOOOOOOCOOOOQOQOQOOO Dermietöunam. Brm. 1677 jg/enn jeder Topf den Na menszug an die Erped. b. Bl. 1675 ItH ist Gießen, den 16. Februar 1896. Frankfurter Börse vom 19. Februar 1896. 1O6.( 0 *,/i6/e Oesterr. Sllberrcnte 10375 6o/; Mexicaucr Bonn« unf.'b. 1901 000.00 4°/g Monopol-Griech« v« 1887 84» 4°/e fklattien: 8. Echcyde. — Druck unb Verlag der Brühl'schen UviversttälS-Buch- 6trinbnufalnn RnllauildjüfitS erbat!, mal fol[ § 1. öa hLvdrl» yllh tl tu 6tjla4it)au» jede» LiÜä mit irMril ®tjun D.tit voif DotUilpru daß der Utfprul UrspruogSz haben eine Gllti, ter Sulferiigunj § 2 Jede dikfer iöerortnun ^0 Mark, an ö 'pltchenbe Haft z Wetzlar, i Kaufmann, 24 I. alt, militärfrei, mit allen Comptoir- arbetten vertraut, b/3 Deutsche Reichsckol. 3o/o Preutz. Lorffott N/,°/, (»r. Hefstfche O6L 4°/i Statt Dermftebl v. 1891. Ein jungcS, gebildetes, eoangel. Fräulein, im Haus.alt, feiner Küche unb Hand- arbetten bewandert, Kronknpflege nicht unerfahren, kinderlieb,suchtzum o März spätestens 1. April Stellung als Stütze oder zur Pflege einer Dame. Gehalt nach liebe-etntunft G fl Anerbieten bitte ntederzul g n Srotz stelda (Heffen), Coursbericht m ä. Kurz & Co., Giessen, Kahllhofstrast K OdnhrsßHkl 6rfd|id|tiuttrin. Sitzung: Donnerstag, 27. Februar 1896, Abends 8 Uhr, im Saale des Cafe Balzer, Vortrag: Herr Geh. Oberschulrath Soldan von Darmstu über die Ergebnisse der Limesuntersuchungen im Jahre 1895 mit befr. derer Berücksichtigung der Odenwaldlinie. Von Mitgliedern eingeiührte Gäste sind willkommen. 1704] Lautmstdche« gesucht für einige Stunden ta süber. ReoHabt 24. Hlidmislher Omrt=öcrtin Dienstag, den 25. Februar, Abends 7y2 Uhr im Museumssaale zu Marburg: . MJtW* ibnh* »eite,. V. Sonntag, den 23. Februar 1896, Abends 8 Uhr Monats -Jersanrmtung. KS* Berathung über Organisirung der Arbeitsvermittelung. 1<>97J Bergstraße 1: Wohnung von 7 Zim. und But eh.. De' anba rc.. per 1 Mai -u Perm- Näh, bet Architect Stein. 132] Die von Herrn Regierung«rath vr. Wallau bewohnte Wohnung, Aster- weg 84, ist zum i. April lti9b zu per» miethen, auf Wunsch mit Pferdeftall. __Näheres Asterweg 9. 1436] Logis oon 3 Zim- per April zu vermiethen__Berlüng. Asterweg 48. 1063; Parterrewohnung im Neben Haus, 4 Zimmer mit Zubehör, alsbald zu oermiethen. Näheres Lndwigstratze 14, mittlerer Stock. 617j Ditttierer Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör, zu oermiethen. ___________Marburgerstratze 22. 673] Eine Wohnung mit 5 Zimmern und allem Zubehör zu oermiethen Wetzsteinstratze 46, Ecke Nordanlage. Näheres bei Maurermeister Gg. Pfaff, daselbst. FRAY-beh^=zungeN VORZÜGLICHE QUALITÄT 3^/b% Frimtfurler Hyp. Bk. 101.00 3V?/vHMm-rgr.Hyv.BtunckH.1906 104! ^/e°/eSrrf.HvP.6red.« untb.1906101.30 3'/,°/°Preuß.Hyp. A.«t.tmrll>.lVOS IG; * 4Vs ruttfcheGrdsch-B.rucku».i105J 0 4°/o Pomm.Hyp.Ä^sr.untd>.1904 Vb» 31/,«/r dts unk, b. 190« lvl.40 4 o/o Franks. Landen, ftreb. Bt Wirthschasts-Uebernahmc Hierdurch beehre ich mich, zur gefälligen Kenntniß zu bringen, bei ich mit dem heutigen Tage die Restauration und Logir-Wirthschaft Rheinischer Hof Fraukfurterstrafie 30, übernommen habe. Indem ich höflichst bitte, da- mir in meinem früheren Locale c der Licherstraße geschenkte Wohlwollen mir auch für mein neue« Wut« nehmen bewahren zu wollen, verspreche ich, für gute Speisen bi»' ein vorzügliches Glas Bier ans der Aetien-Brauerei Gießer stets Sorge zu tragen. Gleichzeitig weise ich darauf hin, daß der Rheinische Hof gartz r der Nähe der Bahnhöfe gelegen ist und daß in meinem Hause sich dr Filiale des Herrn Metzgermeister Schreiner befindet. Den Herren Viehhändlern und Fuhrwerksbesitzern empfehle wen neu hergerichteten Stallungen auf'- Angelegentlichste. Hochachtungsvoll Wilhelm Gerhardt. 38/q Oesterr. StaatIbaba v. 1886 91 95