rein. 's M Uh,. I Garten. »fand, iST Krch-g, Nr 17 Zweites Blatt. Dienstag den 21. Januar Der #i<|entr -u,ttger erscheint täglich, mit Ausnahme drS Montag». Die Gießmer P«mttte»Stälter werden dem Anzeiger »dchentlich dreimal beigeiegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. 1896 vierteljähriger AöonncmtnIsprekSt 2 Mark 20 Pjg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstratze Kr.L, Fernsprecher 5l. 696 Mtetttx. Anrts- unb Anzeigeblertt fflr den Äveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Gießener Kamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Aintlicher Theil. enb die ergebene ■' 12 chäft - rmacherei bin eparator und ii reelle Waam itin neues Unter-- 1 * r. Gießen, den 20. Januar 1896. Betr.: DaS EHatzgeschäft pro 1896. Der Civ'ilvorsitzende der Großh. Ersatz-Commisfion Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Mit Rücksicht auf den»frühen Beginn deS diesjährigen SrfatzgeschäftcS wollen Sie alsbald mit der Aufstellung der neuen Stammrollen beginnen und solche mit denjenigen pro 1894 und 1895 nngesänmt etnsenden. Etwaige Zugänge find besonders in Vorlage zu bringen. Dr. Melior. ■ ——HMM ....... —• H ui!- i Zur Befreiung der deutschen Industrie von dem englischen Borurtheil. itz 11 nden Werke W I ne eleganter Bn eich eig- teu Schul- ent• »rat, unter totrei. agen jeden ien erhältlich. । anelindiiohe 1 von Colpor- ■gen wir « 6 1807 Die Gehässigkeit, mit welcher seit dem TranSvaal-Tonflict die Engländer alles Deutsche behandeln, und die Anmaßung, mit welcher die sich unübertrefflich haltenden Söhne Albions immer noch auf die Leistungen der deutschen Industrie herab blicke«, kann insofern für Deutschland sehr gute Früchte zeitigen, daß wir endlich einmal mit Entschiedenheit dazu kommen, die guten Producte der deutschen Industrie von unserem eigenen und der Ausländer „englischen Borurtheil" z« besteien. Noch tmmci thut der blinde Glaube im Handel and Wandel daS Wunder, daß in der Maschinendranche, ferner in der Weberei- und Tuchbranche Englands Fabrikate von keiner anderen Industrie erreicht würden. Dies ist indessen, was die Leistungen der deutschen Industrie anbetrifft, in sehr viele» Fällen einfach ein thörichNH Jrrthum, ein lächerlich gewordenes Borurtheil, welche^'sogar oft zu schwindelhaften Uebervortheilungeu im GeschästSleben zum Nachtheile deS deutschen Geldbeutels auSgenutzt wird. So steht bezüglich der Stahl-, Eisen- und Maschinenbranche fest, daß die ersten deutschen Fabrikanten vollständig dasselbe leisten wie die englischen. Das Gleiche gilt von der Tuch« sabrikation. Hier glaubt zumal daS Kleider consuwirende Publikum, daß die englische Waare eine stets beffere sei als die deutsche. ES ist aber den Fachmännern langst bekannt, daß die mittelgute Waare, auf deren Ankauf die meisten [iTAji!!' zz.bO »ML «Seit«"' S-.'b 231.'/» 167-40 129.30 124.40 87 60 144.2" 155.73 116.8" 138.3’ 137.90 121.60 130.50 94.40 34.50 45.20 25.93 101-40 56.-; 27.93 13.20 86.25 j 167.10 l 129.36 ; 124.- | ISIS« 40 35 137 -; tz 127.39 * 13'!! 81.-4 33.35 Schneider und Eonfumrnten angewiesen find, von den deutschen Fabrikanten noch bester und preiswerter geliefert wird, als von den englischen. Außerdem wird im Rheinland, der Lausitz und Reuß Tuch von so feiner Qualität hergeftellt, daß eS dem englischen feinen Tuch ganz gleich, aber natürlich viel billiger ist. Sehr großen Ruf hat ja auch immer noch daS „englische Garn"! Ein Fachmann der Garnbranche schreibt nun aber im „Leipziger Tageblatt", daß in Deutsch- land, zumal im Rheinland, deutsche Garne unter englischer Flagge gehen, indem deutsche Gespinnste in sehr großen Mengen von den dortigen Grossisten in englische umgezeichnet, so in den Handel gebracht und vom Publikum als englische Garne gekauft und gepriesen werden. Ob wegen einer solchen Manipulation dem deutschen Grossisten und vielleicht dem deutschen Spinner ein Vorwurf zu machen ist, bleibe hier ununtersucht. Beide sind ja meist von Detaillisten, d. h. vom Publikum abhängig, und wenn der Detaillift englische Waare haben will, so muß der Grossist sie ihm eben schaffen. ES muß aber auf jeden nationalgefinnten Deutschen einen beschämenden Eindruck machen und unser Ansehen bei fremden Nationen vollkommen untergraben, wenn der deutsche Fabrikant und der deutsche Händler eS nicht wagen dürfen, dem 6.(26)- dbahn- Zentral lorboß elineer i$6-) 28.' 13.2 25.5» Deutsches Reich. Berlin, 18.Januar. Anläßlich der Jubiläumsfeier 'ft die Stadt prächtig geschmückt. Fast jedes HauS ist beflaggt uvd bekränzt. Besonders großartige Decorationen find an des Geschäftshäusern angebracht. Unter den Linden und;vor dem Schlöffe wartete eine dicht gedrängte Menschenmenge mf die pomphafte Auffahrt der Fürstlichkeiten und den Aufmarsch der Truppen. Das Kaiserpaar wurde bei seinem Erscheinen jubelnd begrüßt. Die Parade nahm einen glänzenden Bmclauf. Leider beeinträchtigte Regenwetter die Feterlich- keßten. Abends findet großartige Illumination statt. Berlin, 18. Januar. Nach Schluß der Thronrede erneuerte der Kaiser auf das zweihuudertjährige Banner dLi Gelübde, für de» Reiches Sicherheit und Ansehen deutschen Publikum deutsche Fabrikate vorzusetzen und fich 1438» bet Ansehens englischer Garne bedienen rnüffen, um ihre Äo Production absetzen, resp. ihren Umsatz erreichen zu können. 1,1 Da darf wohl der Ruf erschallen: Deutsche Industrie und deutsche Käufer befreit euch von dem englischen Vortheil! 45< 25.95 58.1» fl'SS sÄiSä 18«0 xh.40 s 400 iltf } K **Ü «»*•} nach J-uen und Außen sorgen zu wollen, sodaß immer der Grundsatz bestehen bleibe : „Ein Reich, ein Volk, ein Gott!" Berlin, 18. Januar. Den Schwarzen Adlerorden erhielten Profeffor Camphausen, Professor Delbrück. Geadelt wurden eine Anzahl Offiziere, darunter Admiral Knorr. Berlin, 18. Januar. Bei dem Geueral-Feldmarschall Grafen Blumenthal erschien heute Vormittag 10 Uhr im Auftrage des Kaisers der Graf Keller und überreichte dem Feldmarschall ein in einem prachtvollen Rahmen befindliches Bild: „Die Kaiser Proklamation in Versailles." Berlin, 18. Januar. Heute Morgen begab sich in aller Stille der Kaiser nach dem Mausoleum in Charlottenburg, um an dem Sarge seines Großvaters, Kaiser Wilhrlm 1, ein Gebet zu verrichten und einen großen aus grünen und silbernen Lorbeer Blättern und gleichen Früchten gewundenen Kranz mit langer weißer Atlaöschleife, auf welcher außer dem W mit der Krone in Gold noch die Jahreszahlen 1871/96 aufgedruckt waren, am Sarge des großen Kaisers niederzulegen.' Beilin, 18. Januar. Die Feier im Rathhause gestaltete fich äußerst prunkvoll. Oberbürgermeister Zelle hielt vor der glänzenden Versammlung eine von warmem Patriotismus beseelte Ansprache, welche in einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser auSklang. Ansprachen hielten noch Stadtverordneten-Borfteher Dr. LangerhanS und Stadtverordneter Gerstenberg. Sämmtliche Reden wurden mit großem Beifall aufgenommen. — Um 7 Uhr Abends prangte die Reichshauptstadt bereits im Lichterschmuck. Sämmtliche öffentlichen Gebäude waren illuwinirt. In den lebhafteren Straßen war kein Hans ohne Lichterschmuck und in den Nebenstraßen hatten fich nur wenige Häuser von der Illumination ausgeschlossen. DaS elektrische Licht dominirte vorwiegend bei den Geschäftshäusern. Ganz Berlin war auf den Beinen trotz des unfreundlichen Wetters. In den Straßen war ein Vorwärts- kommeu kaum möglich. Berlin, 18. Januar. Ueber die aus Anlaß deS heutigen Gedenktages in den deutschen Bundesstaaten erfolgten Gnadenbeweise und sonstige Kundgebungen sind Meldungen auS ollen deutschen Bundesstaaten und Freien Städten eingelaufen. Ueberall find Amnestie-Erlasse erfolgt und wurden würdige Feiern abgehalten. Berlin, 18. Januar. Die Conservativen, die Reichs- parteiler und die Antisemiten deS Reichstages haben heute an den Fürsten Bismarck ein Telegramm gerichtet, in welchem fie dem Fürsten ihren Dank aussprechen für seine Verdienste um die Wtederaufrichtung deS Deutschen Reiches und den Wunsch beifügen, er möge seine Jahre in Gesundheit und Rüstigkeit zubringen. Berlin, 18. Januar. Wie daS „Berl. Tagebl." hört, ist Oberbürgermeister Baumbach in Danzig an einem Leberleiden so schwer erkrankt, daß sein Zustand zu ernsten Besorgnissen Anlaß gibt. Kiel, 18. Januar. AuS Anlaß der ReichSjuhelfe ier haben sämmtliche im Dienst befindliche Kriegsschiffe Toppflaggen gesetzt. Die Handelsschiffe, auch die ausländischen, haben über die Toppen geflaggt. Mittags 1 Uhr feuerten die Kriegsschiffe einen Salut von 21 Schuß ab. + Enthüllung der Kaiserbnste im Reichsgericht. Die Einheit der deutschen Rechtsprechung, wie fie in der Schöpfung des Reichsgerichts zu imposantem Ausdruck gelangt ist, war nur möglich im geeinten deutschen Kaiserreich. Es war daher ein bedeutungsvoller Gedanke, daß der Kaiser bei der am 26. October v. I. in Leipzig stattgefundenen Schlußsteinlegung im Reichsgerichtsgebäude für dieses feine Büste als Geschenk in Ausficht stellte und daß er die Aufstellung am 25 jährigen Jubeltag des Reichs ermöglichte. Die Enthüllung vollzog sich in feierlichem ActuS, an welchem außer stimmt- lichen SenatSpräfidenten die Räthe, die Mitglieder der Reichsanwaltschaft und der Rechtsanwaltschaft beim Reichsgericht theilnahmeu, unter einer Ansprache des ReichSgertchtSpräfidenten vonOehlschlägerim großen Verhandlungssaal, in welchem die Büste auf hohem Eichenholz Postament ihre dauernde Stelle gefunden hat. Anknüpfend an die kraftvoll ritterliche Gestalt deS Kaisers, seinen ernsten und doch gütigen Blick, seine entschlossenen und willensfeften Züge, welche die von Walter Schott modellirte Büste meisterhaft zum Ausdruck bringt, zeichnete von Oehlschläger in plastischen Umrissen das Charakterbild des starken Erben und Erhalters der deutschen ReichSeinheit. Die prächtige Halbfigur stellt den Monarchen in der Uniform und dem Adlerhelm der Garde du Corps, die Hand auf den Commandoftab gestützt, bar und fügt fich, in matter Bronce ausgeführt, ungemein wirkungsvoll in die Gesammtarchitectonik des großen ReichsgerichtSsaaleS ein. Mit einem Hoch auf den Kaiser fand die patriotische Fcicr ihren Abschluß. — An dem großen FestcommerS der Studentenschaft am 18. Januar nahmen zum erstenmal wieder seit langer Zeit sämmtliche Korporationen allen Zwist vergessend, in ungetrübter Einigkeit Theil, was einen ausgezeichneten Eindruck machte. Stuttgart, 18. Januar. Der Reichstagsabgeordnete und Präfident der württembergischen Abgeordnetenkammer Payer ist an einer Herzaffection bedenklich erkrankt. München, 18. Januar. Anläßlich der Gedenkfeier der Neubegründung des Deutschen Reiches fand heute Morgen um 7% Uhr eine Serenade auf dem RathhauS- Balkon statt. Mittags 12 Uhr versammelten sich im großen, festlich becoiirten Saale des alten RathhauseS sämmtliche anwesenden Prinzen des königlichen Hauses, Vertreter der königlichen und städtischen Behörden, Diplomaten und zahlreiche Offiziere. Der erste Bürgermeister Borscht hielt eine von patriotischem Geiste getragene Rede, welche mit Segenswünschen für Kaiser und Reich und daS bayerische Herrscherhaus schloß. Heute Abend findet ein Fest Commers sämmt- licher CorpS-Studenten im Münchener Kindl-Keller statt. Mäuche», 18. Januar. Der Prinz Regent hat an den deutschen Kaiser folgendes Telegramm gerichtet: Am Vorabend des Jubelfestes des deutschen Reiches drängt eS mich, Euer kaiserlichen Majestät meinen aufrichtigsten Glückwunsch auSzusprechen. Vor 25 Jahren wurde das neue Deutsche Reich gegründet, jetzt steht eS im Innern geeinigt, fest und geachtet nach außen da, möge die Vorsehung auch fernerhin segnend darüber walten! Darauf ist folgende Antwort vom Kaiser eingelaufen: Euer königlichen Hohett danke ich von ganzem Herzen für die mir aus Anlaß deS Jubelfestes des Deutschen Reiches zum Ausdruck gebrachten treuen Glückwünsche. Das Band, welche- die deutschen Stämme und ihre Fürsten in den verflossenen 25 Jahren eng umschlungen hat, wird fich, daS vertraue ich zu Gott, auch in Zukunft als fest und unzerreißbar erweisen. Ferner hat der Prinz-Regent folgendes Telegramm an den Fürsten Bismarck abgehen lassen: Zum Jubelfest d:S Deutschen Reiches erlaube ich mir, Euer Durchlaucht meine aufrichtigften Glückwünsche zu senden. Sie können mit stolzer Genug- thuung nach Verlauf eines Viertel-Jahrhunderts auf daS Werk zurücksehen, daS unter Ihrer hervorragenden Mitwirkung geschaffen wurde. Rom, 18. Januar. Die Blätter besprechen in überaus sympathischer Weise den Jahrestag der Neubegründung des Deutschen Reiches. — Die Feier des TageS wird von der deutschen Colonie am 25. d. M. begangen. Paris, 18. Januar. Der frühere Ministerpräfident Floquet ist heute Mittag seinen Selben «erlegen. Der Krieg von 1870171, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung»-Nummern jener Zett (Nachdruck verboten.) 21. Januar. In Ingolstadt hat man die Frau eines Notar» in Untersuchung genommen, weil fie nahe an 300 französischen Kriegsgefangenen Mittel und Wege angegeben hat, um zu befertiren. AuS Frankreich sinb viele Dankschreiben einge- laufen, ber Gouverneur hat bie Briefe entsiegeln lassen und es hat sich babei herausgestellt, baß bie burchgegangenen Franzosen sämmtltch wieder im französischen Heere Dienste thun. Seitdem mit dem Beginne des neuen JahreS unsere Verstärkungen auf den verschiedenen KriegStheotern größten- theils angelangt waren, hat ber Kampf einen neuen und nach menschlicher Voraussicht nunmehr entscheidenden Charakter gewonnen. Die zwei Wochen vom 6. bis 20. Januar gehören zu den ereignißvollften des ganzen Feldzuges. Seit den Schlachten vor Metz find niemals so gewaltige Schläge rasch auf einander gefolgt, niemals so erfichtlich glänzende Erfolge errungen worben. Der SiegeSzug deS Prinzen Friedrich Carl von Dendome bis Le ManS am 6. btS 12. Januar, welcher mit ber Auflösung ber Chanzy'schen Armee und dem fluchtartigen Rückzüge ihrer CorpS, theils nach Alentzon im Norden, theils nach Laval und Rennes im Westen endigte - ferner bie glänzende Vertheidigung ber Stellungen fübwestlich von Belfort burch den General von Werder am 15. bis 17. Januar, wo Bourbaki mit vierfacher Uebermacht unsere Linien vergeblich zu durchbrechen suchte und endlich in eiligem Rückzüge vor den über Gray und Dijon heranrückenden Pommern und Wrftsalen sich retten mufjte; zuletzt der schöne Sieg des General von Göben gegen die Nordarmee unter flt. Gedenket der hungernden Kögel! Sanitäre Maßnahmen 6238 die Patent-Nummer 63 592 tragen. Holz-Versteigerung Gegen 610 zu Adler-Drogerie, Seltersweg 39. 195,6 und 5045 Fichtennadelbonbons q 811 Anfang ist an der Straße 551 Heller. Sommerlad. 563 bis 11 ltWi| d); V ^jehusten Patent-H-Stollen] t 261 3 69,2 fr*' yttiwi rm M n .// M H h to •Wt nicht mehr bei Gebrauch v. Wilthen 8 Der Stockholz, Stück Buchen-, Eichen- Nadel-Wellen, Stück Fichten-, Derb- Reisstangen, mit 19,97 rm Buchen-Werkfcheit. seife, Myrrhen-CrLme re. haben in der °r •itin' k-tthrw M b| Nml und fm, Holzversteigerung im Wiesecker Gemkindewald Donnerstag den 2S. und Freitag den 24. Januar 1896, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, District Badenburgerwäldchen, dar nach verzeichnete Holz versteigert werden: Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde in dem genannten District, oberhalb der Lehmgrube. Am ersten Tage kommt das Brennholz und am -weiten Tage das Bau-, Werk- und Nutzholz zur Versteigerung. Wiefeck, am 14. Januar 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Wiefeck. Lich — Hattenrod an der Nieder» Befsinger Schneise. Lich, den 14. Januar 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. fm, // Faidherbe bei St. Quentin am 18., 19. und 20. Januar, den er gleich Werder noch vor der Ankunft der HilfScorps der zweiten Armee gegen einen dreifach stärkeren Feind erfocht — diese heldenmüthigen Thaten legen vor aller Welt baß Zeugniß ab, daß die deutschen Krieger an zäher Ausdauer, an beharrlicher Kraft ebenso unübertroffen sind, wie an todeSmuthiger Tapferkeit. Wr. Rodgeu, 17 Januar. Gestern Abend hielt Herr Obstbaumtecbniker Metz aus Friedberg vom Oberhelftschen Odstbauveretn in der Wtrthschaft von Heinrich Wagner dahirr, einen sehr intereffauten und belehrenden Vortrag über Obstbaucultur. Die Versammlung, welche Herr Bürgermeister Jnderthal präsidirte, war zahlreich besucht, und traten dem Verein einige neue Mitglieder 6el.f nn. Darmstadt, 18. Januar. Vor einigen Tagen wäre um ein Haar die gelammte Mannschaft einer Stube tu der Kaserne deS 23. Dragoner-Regiments das Opfer einer großen Leichtfertigkeit geworden. AIS nämlich die Stubenmannschaft am Abend zu Bette gegangen war, kam noch ein Dragoner etwas später zur Stube. Derselbe war naß geregnet, und in der Meinung, im Ofen sei kein Feuer mehr, hing er seinen naffen Rock in die Nähe des OfeuS, oder über denselben zum Trocknen auf. Nun muß der Rock Feuer gefangen haben, oder sonst auf irgend eine Weise in Brand gerathen sein. Derselbe kam inS Brennen, und entwickelte einen solchen Qualm, daß die im Zimmer schlafenden Dragoner nur mit knapper Noth dem TrstickungStode entgingen. Die Mannschaft soll schon in ganz betäubtem Zustand gewesen sein, als noch zu rechter Zett der Zimmer- 44-<) Freund!, möbl. Zimmer zu »er mietbar. Liebigstratze 65, II. Aroma empfehlen: Emil Fischbach, Eberh. Dort, H. Wallach, Ph. Herrmann, W. Schomber. 261 Berkaus von Bau- und Nutzholz aus dem Universitätswalde bei Caldern (Station der Marburg - Creuz- thaler Eisenbahn). Mittwoch, den 29. dieses Monats, von Morgens lOVg Uhr ab sollen in der Siegfried'schen Wirtschaft zu Caldern aus dem Universitätswalde und zwar aus den Forstorten Steterain, Hungert und Franzosenbrücke folgende Hölzer (vorzügliche Qualität) öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden. Eichen: 58Stämmevon3—Ilm lang, 0,23—0,71 m Durchmesser mit 66,02 fm. Hainbuchen: 3 Stämme von 0,16, 0,17 und 0,58 fm. Kiefern: 23 rm Nutzscheit in Nollen, 2,20 m lang, und 62 rm Nutzknüppel, 1,80 m lang. Der' Herr Förster Keller in Caldern ertheilt auf Ansuchen nähere Auskunft über die Hölzer, deren Ad- fuhrwege günstige sind. Marburg, den 16. Jan. 1896. «81 König!. Universitäts-Kasse. Eingesandt. X. Gießen, 19 Januar 1896. Hie und da in deutschen Landen hat man Thierschutzoereine gegründet und das ist 'flut! Aber, sollte man nicht auch einmal drangehen und Ssterrschenschntzvereine errichten! Zu solchen Gedanken muß man kommen, wie man z. B. sehen mutz, wie arme Menschen einen schweren Handkarren, hochbeladen mit Kohlenkörben, Holz rc. rc. allermühsamst nach sich ziehen oder vor sich herschieben. So was sollte nicht vorkommen. Will man nicht vernünftig auf- - laden und nochmals fahren lassen, dann schaffe man sich ein Pferd an! Nach Bewältigung großer Hindernisse, fand, wie bekannt, am 9. d. M. die Ausführung des herrlichen Orotntimnit „Die verarschte». • Sydney, 14. Januar. Heute ist die Hitze -hier furchtbar. Die Temperatur ist höher, als je, und viele Per- sonen find am Sonnenstich gestorben. — In ganz Victoria ist Regen gefallen. Unteroffizier, der Nachturlaub hatte, heimkehrte. Er fand hier das Zimmer voll Rauch, überblickte sofort die Gefahr, und riß Thür und Fenster auf. Erst nach und nach erholten fich die Soldaten von den Folgen ihrer 'ufreiwilltgeu Betäubung. Den leichtferttgen Zimmer-Kamera! rn soll, außer dem Ersatz deS MontirungSstückeS, auch noch eine ganz empfindliche Strafe, und das mit Recht, erwarten. Bensheim. 16. Januar. Als heute Morgen der Land- wirth Joh. Treff ert, Grieselstraße, in seinen Stall kam, um das Vieh zu füttern, fand er eine Kuh und ein Rind verendet vor. Die Ketten waren verschlungen und durch die Bemühungen der beiden Thtere, fich zu befreien, hatten fie fich gegenseitig erdroffelt. Marke gesetzl. geschätzt. Sapo medic. et cosm. in Dosen ä 25 u. 50 H. Monate ausreichend. Depot: Otto Schaaf, Drogerie zum Adler. 2b6 im Licher Stadtwald. Donnerstag den 23. Januar 1896, Vormittags 10 Uhr »eginnend, sollen im Licher Stadtwald, in den Distrieten Rehtränks- 'rerg und Kronau, versteigert werden: 113 39 68 100 122 11 18 52 10 1400 2800 27'1 12 45 Agenten welche Privatkunden besuchen, gegen hohe •** k-- dir -C Vf Ho V, N tch A ’m Vf N 4? | ’l hl ! Itu, 6l9( "hl UN h n?fnt $oi Unbtni au hr hm C to 1$ fricWttnbt to Stutfft tijtcbtttctt, «xöeÜ gftb j kr UhlttäJ M OtTtgtl b'iaun W ensklll wW kn Rttl$ 19. 8if be »d toi 6 leleiTflPj, jcnei bat 8 liiebme 1 WSeittt 3). rtctmbt etaalb to W da •*»- * Innern Laut to Ze tont eigene Anstalt bat midjtn tiftl rang >atbe sttechsttllui bi« nach 1 >on Lonbo neu Eifin «dermeisil ist eint n M haben anlpngen. chn Pa 1 mt fru tttia übe uNug uchhib bann ml Itltfam ■alte« I ffrra th üi. M &u!i Rebaction: Ä. «cheyda. — Druck unb Verlag der Brühl'schm UmversilLtS^uch. und 6temhnufrrri (Pietsch L Scheyd«) ta Elchen. 351 Ein gut mödlirte« Zimmer zu vermietben. Vahnhofstrntze 16, 2 Tr. schädlichen Einflüße ins Innere deS Organismus ihren Eingang finden. Das beste und zugleich einfachste Mittel zu einer rationell« Gesundheit-- und Schönheitspflege der Hauest die tägliche Aa- wendung der von 2000 deutschen ProfessorenNad Aerzten g-vrüfta ur.b warm empfohlenen Patent Myrrbolin - Seife. Die Patent- Myrrholin - Seife ist in allen guten Parfümerie- und Drogueo« Geschäften, sowie in den Apotbeken rc. erhältlich und muß jedes Stück Jede Verschleimung 397 wird erfolgreich bekämpft. rm Buchen Scheitholz, „ Eichen- , „ Buchen-, Eichen- u Nadel Knüppelholz, rm Buchen , Eichen- u. Nadel» find vorzügliche Mittel: Glycerin, Goldcr.am, Boroglycerin- lanolin, Praeseroativ-Crßam, Creme- Trio, CrSme-Simov, Lippenpomade, Cacaobutter, Glysapol, Prubalsam, Salicyloaseline, Hirschtalg. Lanolin, Mandelöl, Mandelkleie. Mrndelklei- feife, Glycerinseife, Vaseline, Vaselin- seife, Salirylstreupuloer, Lycopodium, Dermatolstreupuloer, Puder, Lanolin- Krfölg sicher, Geschmack vorzüglich, Wirkung grossartig! Zu haben i 30 und 50 Ptg. bei: Gustav Walter. 118 Bon medieinischen Autoritäten bei ti Halsleiden empfohlen. 137] Zwei ineinanderg. möbl Zimmer im mittleren Stock zu vermiethen. L. Seiti I »tae . Neuenweg 39 Der beste Schutz gegen Erkältung und Entzündung der Schleimhäute. Gebutt Christi" statt. e Vorführung, wie ja auch ta dies*» trefflichen Blättern schon gesagt, war herrlich und ließ nicht- za wünschen übrig, und wir sind dem verebrlichen Vorstände und olle» Mttwtrkenden großen Dank schuldig. Die Kttche war von linke» btS Oben, dicht besetzt. AuS solchen Festanläffen pflegt bann auch daS Finanzielle hernach noch zu tateresfiren Darum fei gesagt, daß fteiwtlltg 140 Mk. geopfert wurden und 4Ö0 SRI. der Vereinäkasie zur Bertchtigung verblieben. Noch EinS. Eta »rieaerbttttmal soll errichtet werden. Da wird denn natürlich die Ptatzfrage oentilirt Nach unserem Er» meffen ist der schöne LudwigSplatz, nach allen Dtmenfionen hin, die geeignetste Stelle in der ganzen Stadt: zwei Staalßstratzeo laufen auf ihm aus, wie auch die große, schöne LudwigSstraße, die Garten- und Bergstraße ta ihn münden. Großer Verkehr also unb obendrein berührt ihn daS Militär auf allen ©eiten, wenn es von der Kaserne herabkommt oder wieder hinaus,ieht Eta Denkmal soll ja doch nicht ,im Verborgenen blühen", sondern soll gesehen werden können, und die Leute sollen sich an ihm erfreuen oder auch begeistern können. Bei Catarrhen von unerreicht günstiger Wirkung. Saniräre Maßnahmen zur richtigen Zett Haden schon oft großes Unglück verhütet und wie im Großen, so ist es auch im Kleinen Wer für eine richtige Hautpflege Sorge trägt, der wird Vieles vermeiden, denn die Haut ist daS große Thor, durch welches die Diese feinen Thee’s — 2.50 7.— per russ. Pfund von 410 Gr. anerreicht an Geschmack u. /Ütoft , beO. Laden, m. 2 ©efcauf. bei|b- txr Werkst, ob-Lagere , kühl.Keller, zu jed Gesch.geetg,zu oerm. NähmdExp dB! 664s "Kleine«, 'tilte« Specereigeschäft mit Wohnung in guter Lage der Stadt, per 1 Mai zu oermietben Offert«n unter Ziffer an die Exved- d- Bl._______ 312] Möbl- Zimmer, mit oder ohne gabtnet, per 1. Februar zu vermiethen. «LnSbnrg 7, l Wellen Buchen-Reisig, „ Eichen- „ „ Radel- ,, rm Buchen-Stockholz, „ Eichen- Msfige Aroncen, in allen Farben, bei A. & G. Wallenfels, 357 »arA 81. — Detephon 46. 0 Wer sich seine 6 Hände sammetweich erhalten will + kaufe das 1000 fach erprobte Ä Kosmeticum Stets scharf! Kronentritt unmöglich. Das einzig Praktische fOr glatte Fahrbahnen. Freilisten und Zcugrju. grell» und franco. » Leonhardt & 65: Berlin, SchiMbaiierdemm 3. Buchen-Scheitholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Knüppelholz, Eichen- „ Nadel- „ Eichensiämme mit 93,66 Nadelstämme „ 9,97 Nadelstangen ,, 4,11 Jul ffabr. in Wünschelberg t. Schl. Etablirl1878.Größte« Etabliflement dieser Branche.438 5f6j «in «LVchen, welche« in KT Hausarbeit und im Nähen erfahren iß, wird zu einer einzelnen Dame gesucht- Frau Ang. Vlayer, Ludwigstraße^ -Ein tüchtiges Mädchen sofort oesucht- vrösnar. SelterShöht: c91, MLdchea ober unaohüngige fird auf den Vormittag gegen guten tioba |» sucht.___________Lodwigstraße 34.^ hz6J Eine gesunde ttsnu vom sucht aus sofott Stellung. Nähere« da Frau MÜLer, Teubls lustgärtche» Aermietyungen. 1541 vahuh-fstraße 51, 3 schöne große .siimmer mit Zubehör, per 1 April zu oermieihen________«ognst dtoll. 1351 Dritter Stock, 7 Zimmer nebst Zubehör und Badeeinrichtung, per sofott zu vermiethen. 8. Petri I. Wwe., Neuenweg 39_____ 5 ,8, Ein schön möbl. Zimmer im ersten Provision sür 6 mal prämtttte neuartig etotf lu term. eonnm««». 25. ->-'»» --- Offert mit Referenzen an C. Klee* 475] Mroet schön möblirte Zimmer an ruhigen Herrn alsbald zu verm'ethen __________Näheres «lieesteaße 1» l 187] Großer gewölbter Keller per 1. April ds. I». zu vermiethen. Nähere« Exped. d. Bl. unter Nr. 187. vermischte Anzeigen. 7„ Hatarn wird für ein hlestgeS Lu USiern SadrirseschLft ein Lehrling gesucht. Eine abgeschloffeue Schulbildung ist erste Bedingung für die Aufnahme. SchriM. Offerten eub. X. 19 an die Epped. d. Bl.618 130] eiictUrae« 18 freundliche Wohnung, 7 ßtmmer mit Zubehör, zu oermiethcn. Näh, daselbst dritter Stock. 132] Die von Herrn NegierungSrath Dr. Wallau bewohnte Wohnung, Aster» weg 84, ist zum 1. AprU 1896 zu ver- miethen, auf Wunsch mit Pferdestaü. _____________Nähere« Aster weg 9.. liillf-Zimmer-Wohlluila im vierten Stock, mit allem Zubehör, Trockenplatz rc., per 1. AprU zu vermiethen. 307! «volf Bieler, Wcstanlage 44. 669] Kleine Wohnung per 1 Apttl zu vermitthcn._____Nenenbüne« 6. 280] Ein Samil'enlogis mit 4 Zimmern, sowie ein M'ansardenzimmer mit allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermiethen. Nähere« bei «. ch «üller, Schillerstraße 26. Die weltbekannte und In allenOrten einretuhrteFlrma n. Jacobsohn, Berlin, Linienstr. 126, berühmt durch langjährige ö eferunfl an Lehre«-, Krieger , Post', «itttLr- und «eamtenvereine. versendet die neueste, hocharmige Familien- Nähmaschine, verdefferte Construttion, zur Schneiderei und Hausarbeit, de gant mit Cer» schlußkasten, Fußb trieb für 80 «art. (Sach kennertaxiren dieselbe meist auf 80 bi« 100 Mark«. Vierwöchemliche Probezeit, biähr. Garantie Nicht- conoenirende Maschinen werden anstandslos zurückgenommen Meine Maschinen sind an Beamte, Schneiderinnen und Private fast nach allen Orten Deutsch« lar ds geliefert und können auch in Stetzen und Umgegend im Gebrauch besichttgt werden. Kataloge, Anerkennungsschreiben kostenlos Durch dtreete« Bezug die ungewöhnliche Billigkeit. ~WG flUe Sorten schwere Schuhmacher- und Herrenschneidermaschinen a ch mit Ring- schtffchen, zu F ibrikpreisen Militaria- Pneumat'c-ga^rräder, 15 KUa tstewicht 175 Mark______________________266 9t>89| Eine neue Zither d'lltg zu verkaufen. Schulstra»se 5 chäft. :AY’w: 260 » Ä1 "i/S