Nr. 300 b's«ch-r., Sonntag den 20 December ISO« Hießener Anzeiger 106l| ettung Kenerak-Mnzeiger. Webaction, Expedition und Druckerei: SchulNratze Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Abonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. urit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamitteuvrälter toerben bem Anzeiger Wöchentlich drei mal beigelegt. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, Wit Ausnahme deS Montags. E NttÄm onnenstr. 25 rahl hen: ,n feinaten mit Nickel- id Emaillegeschirren. indlung 10660 ____10575 MM 79 teilen: 1O56S e« 'M ülMM-k! Paletotsstoffu \\ in. mp, Wllqrr, ^weg 87. 1081T len Prof. Dr. JägerS Normal- — Dr. Lahmavus »Im nben, Hosen, Jaäev, Leibbinden ufro-, sE ? anbere Sterne in ®oQt. lltivülle und Leinen, ö ^rmeMn^rn % i sowie Sioss M Wi O Bübsamen. zkass* «fg*b«ai* 5i i* TT KullÄ, Oppmanii, Würzburgi «tkelle»1 arant der . iebte 1°- L Casino«1- golden V*.s Sr •EK** ib< «l»v v ilt in «I0? h88H*ft' ^x?«F ÄW rin IngiinSpirimintot.te j - ftürmischr Hntntait I V Preis HI.L80) br. K / 7 1tor'*toMVV r 8"Mp5'___V Anrts- und Zlnzeigeblutt für den Tkveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenben Tag erscheinenden Nummer bp$ Dorm. 10 Uhr. Hratisöeikage; Gießener Kamikienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche* Theil. Bekanntmachung. betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Nachdem die unter den Viehbeständen zu Rodheim »n der Horloff auSgebrochene Maul- und Klauenseuche größere Verbreitung gewonnen hat, wird hiermit die ganze Gemarkung unter Sperre gestellt. Gießen, den 18. December 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 16. December 1896. Betr.. Die Zuziehung von Telegraphenarbettern zu den Pfltchtfeuerwehreu. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen Alt die Großh. Bürgermeistereien rrud Feuerwehr- Commaudaute«. Nachstehendes Ministerialrescript theilen wir Ihnen zur Kenutnißnahme und Nachachtung mit. v. Gagern. Darmstadt, 10. December 1896. Betr.: Wie oben. Das Großh. Ministerium des Innern au die Grotzherzoglicheu Kreisämter. Seitens der Telegrapheubaubeamten der Kaiserlichen Oberpostdirection Darmstadt werden innerhalb ihres Amtsbezirks vielfach im Großherzogthum ansässige Arbeiter bet den JnstandsetzungSarbeiten der Telegraphenlinien beschäftigt, wobei diese Arbeiter während der vom Frühjahr bis zum Spätherbst dauernden Bauperioden vielfach nur au Sonn- und Feiertagen, bei größeren Entfernungen überhaupt nicht von ihrem Beschäftigungsart nach ihrem Wohnort zurückzu- kehreu pflegen. Im Einvernehmen mit der Kaiserlichen Oberpostdirection Darmstadt bestimmen wir auf Grund des Art. 11 Abs. 2 des Gesetzes, die Landeöfeuerlöschordnung betr. vom 29. März 1890, daß solche Telegraphenarbeiter für die Zeit, während welcher sie auswärts beschäftigt sind und nicht Abends nach ihrem Wohnort zurückkehren, als durch öffentliche Berufs« -pflicht verhindert zu erachten sind, den in Abs. 1 des genannten Artikels ausgesprochenen Verpflichtungen hinsichtlich ider Zugehörigkeit zu den Pfltchtfeuerwehren nachzukommen und daß dieselben unter den angegebenen Voraussetzungen eia für alle mal als entschuldigt zu gelten haben. Indem wir noch ansügen, daß Seitens der Kaiserlichen Oberpostdirection Darmstadt über die Annahme von Tele« grapheuarbeitern den Bürgermeistereien des Wohnortes jeweilig Mittheilung gemacht werden wird, empfehlen wir Jhneu, die Bürgermeistereien bezw. die Commandanten der Pflicht« leuerwehren Ihres Kreises mit entsprechender Weisung zu 'versehen. I. D.: Emmerling. Gesunde«: 1 eiserne Thürvorlage, 1 Geldstück, 1 Kinderwagen, 1 goldener Ring. Gießen, den 19. December 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Deutscher Reich. Berlin, 17. December. Wie eine hiesige Correspondenz .zur Militär-Strafprozeßordnung meldet, hat der Vorschlag Preußens, ein gemeinsames Militär-Appellations« gertcht für das ganze Reich, einschließlich Bayerns, zu errichten, die Zustimmung des Ausschuffes deS BundeSrathS erhalten. Da tu dem Ausschuß Bayern selbst vertreten war, so darf angenommen werden, daß gegen diesen Punkt nun «uch im Plenum deS BundcsrathS ein Einspruch nicht erhoben werden wird. Aber auch sonst glaubt man, daß die Vorlage, wie sie aus dem Ausschuß herauSgekommen ist, die -Genehmigung des Plenums finden wird. Arrslaird. Benetzt«, 17. December. In der hier zusammeugetretenen tikarltstenversammlung gab Dou CarloS seine Ab- fstcht kund, die Führerschaft an seinen Sohn Don Jahwe «bzutreteu. Die Versammlung befaßte fich auch mit den Zuständen auf Cuba. Xteurfte rkscyrtzchesÄi» Wolff« telegraphisches Lorrespouv«--Bnr«m. Berlin, 18. December. Der „ReichSauzetger" bestätigt, daß der Kaiser gestern vor dem Diner mit dem Reichskanzler eine Besprechung hatte. Berlio, 18. December. Wie die „Boff. Ztg." meldet, find im Reichsjustizamte die Arbeiten für das Gesetz, betr. die Reichs« Grundbuchordnung, abgeschloffen. Dem BundeSrathe geht die Vorlage dieser Tage zu. Berlin, 18. December. Die Anarchisten Onar der und St eben mark wurden gestern verhaftet. Ersterer soll beschuldigt sein, au der Kopenhagener Herstellung falscher Sparmarken belheiligt zu sein. Hamburg, 18. December. Der Senat beantwortete die eingereichte Resolution der Arbeiter, worin diese die Vermittelung des Senats anriefen, dahin, er fei der An- ficht, der Ausstand wäre vermieden, wenn nicht da« Vorgehen der Arbeitnehmer eine ruhige Erörterung der Forderungen und Beschwerden unmöglich machte. Er erachte es deßhalb für Pflicht der Ausständigen, zunächst die Arbeit, soweit noch ausführbar, unverzüglich wieder aufzunehmeu, so daß der Ausstand beendet sei. Hiernach werde der Senat veran- laffen, daß eine eingehende Prüfung der Lohnverhältuiffe und der ArbeitSbedinguugea der Hafenarbeiter und verwandten Gewerbe stattfinde, um Mißstände in gemeinschaftlichen Verhandlungen mit den Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu beseitigen. Leipzig, 18. December. Auswärtige Blätter theilen mit, daß die Anklageverhandlung gegen die in der Thorn er LandeSverrathS-Affaire Verhafteten auf unbestimmte Zeit verschoben worden sei, da zur Begründung der Anklage daS Zeugniß des verhafteten CrimtnalcommtffarS Tausch erforderlich sei. Wie daS „Leipz. Tagebl." erfährt, hatte allerdings Tausch in der Sache Erhebungen angestellr- daß fich aber deßhalb die Untersuchung und Erhebung der Anklage verschiebe, sei unrichtig. Die Untersuchung gehe fort und der Abschluß sei in nicht ferner Zeit zu erwarten. DaS Reichsgericht werde dann zu entscheiden haben, ob Anklage erhoben werden soll oder nicht. Leipzig, 18. December. Dem „Leipz. Tagebl." zufolge ist ReichsgerichtSrath Pape gestorben. Karlsruhe, 18. December. Heute Mittag 12 Uhr fand die feierliche Enthüllung des Leibgrenadter - Denkmals zum Andenken an die gefallenen Kameraden von 1870 statt, daS von den früheren Einjährig-Freiwilligen deS Leib- grenadier Regiments gestiftet worden ist. Petersburg, 18. December. Die auswärts verbreitete Meldung von der Schließung der Univ erfität Charkow ist unbegründet. Berlin, 18. December. Wie ein Correspondeut meldet, hat der Kaiser beim gestrigen Reichskanzler-Diner im Gespräch mit einem hervorragenden Politiker anknüpfend an den Hamburger AuSftand seine Freude darüber ausgesprochen, daß die Arbeitgeber in Hamburg so kräftigen Widerstand gegen die unberechtigten Forderungen der Ausständtschcn leisteten. Der Kaiser spann den Gedanken einer Coalition der Arbeitgeber eingehend aus. Durch die Bildung einer solchen Coalition würde allen Verführungen und Verhetzungen mit Erfolg entgegen getreten werden können und auch der Arbeiterwelt müffe diese zum Segen gereichen. Wetter soll sich der Kaiser über die Präsidentenwahl im Herrenhause geäußert und eine bestimmte Direktive gegeben haben, welche Aussicht auf Verwirklichung haben dürfte. Berlin, 18. December. Der „Voss. Ztg." zufolge wurde heute nach Schluß der Productenbörse unter den betheiligten Kaufleuten lebhaft die Frage erörtert, ob die Berliner Productenbörse angesichts der Erklärung des Handelsministers, daß in den Vorstand derselben außer 12 kaufmännischen Mitgliedern 5 Landwirthe und 2 Müller ge« wählt werden sollen, deren Zahl künftig eventuell noch zu erhöhen wäre, nicht nach dem Vorgehen der Hallenser Productenbörse fich überhaupt auflösen und eine freie Bereinigung der betheiligten Kaufleute bilden solle. Feste Be- schlüffe seien noch nicht gefaßt worden, doch habe der vorgeschlagene Schritt viel Anklang gefunden und würde ohne erhebliche Schwierigkeiten durchführbar sein. Berlin, 18. December. Zu der gestrigen Meldung aus Tanger über die Ermordung des deutschen Kaufmanns Eduard Häßner von der Firma Häßner u. Joachimsohn kann die „Nordd. Allgem. Ztg." ergänzend mittheilen, daß cs sich dabei vermuthlich um einen Racheaet handelte. Der deutsche Gesandte in Tanger hat von der marokkanischen Regierung sofort die Ermittelung und Enthauptung der Schuldige« verlangt «ntz die Geltendmachung toterer Ansprüche Vorbehalten. ES dürfe erwartet werden, daß die marokkanische Regierung es fich angelegen fein laffen wird, diesen berechtigten Forderungen möglichst schnell und nachdrücklich gerecht zu werden. Der „Boff. Ztg." zufolge darf angenommen werden, daß die Reichsregierung ein Kriegs- fahrzeug nach der nordafrtkanifchen Küste entsenden wird, zumal fich zur Zeit die vier Schulschiffe Stein, Stosch, Moltke und Gneisenau im Mittelmeer aufhalten. Frankfurt a. M., 18. December. Der „Frkf. Ztg." wird aus Karlsruhe gemeldet: Der Kaiser scheint daS vom Kriegsgericht gefällte Urtheil gegen den Premierlieutenant v. Brüsewitz nicht bestätigt, vielmehr eine neue Unter« snchnng angeordnit zu haben, da sämmtliche Zeugen in dieser Angelegenheit auf morgen abermals zum Auditeur geladen sind. Loudon, 18. December. „Daily«News" wird aus Konstantinopel gemeldet, daß die Mächte überetngekom- men find, falls der Sultan das jetzt von den Botschaftern feftzustellende Reformproject nicht annehme, die Botschafter ihre Paffe fordern und Gewaltmaßregeln in Anwendung kommen sollen. Loudon, 18. December. „Da-lh-Telegraph" meldet auS Bristol: Im Canal muß abermals ein Schiff untergegangen sein, denn zahlreich? Schiffstrümmer find an der englischen Küste angetrteben, darunter ein Brett mit der Aufschrift „Alexander". Bombay, 18. December. Bis gestern wurden inSgesammt 1511 Pestkranke constatirt, von denen 1091 Personen dieser schrecklichen Krankheit bereits erlegen sind. Prätoria, 18. December. Das Nationalfest der Buden wurde im Paaoda Kraal bei JohanniSburg festlich begangen. Politische Zwischenfälle find dabei nicht vor« gekommen. Zaru, 18. December. In dem Dorfe St. Zassiano wurden 18 Bauern wegen öffentlichen Gewaltthätigkeiten und Drohungen verhaftet. Es handelt fich um einen Rationalitätenftreit. Berlin, 19. December. In einem hiesigen, unter staatlicher Controlle stehenden Institut ist dieser Tage ein Diebstahl entdeckt worden. Bet einer Kaffenrevtfion stellte sich heraus, daß ein Beutel, der 10,000 Mk. in Gold ent- halten hatte, geöffnet und der Inhalt geraubt und durch Kupfer ersetzt worden war. Das Siegel, welches ein Datum aus dem Jahre 1894 aufwies, war geschickt abgenommen und dann wieder ordnungsgemäß angebracht worden. Bet den allmonatlichen Stichproben hatte man diesen Geldbeutel nicht hcrauSgegriffen. Ein Kaffendiener soll der That verdächtig und verhaftet worden sein. Berlin, 19. December. Die Commission deS Abgeord- netenhauseS zur Borberathung des Gesetzentwurfs betr. die obligatorische StaatSschuldentilgung hat gestern einen vom Abgeordneten Dallwitz (covs.) auSgearbeiteten Bericht festgeftellt. Dieser Bericht soll demnächst auSgegeben werden. Berlin, 19. December. Der „Vorwärts" meldet aus Hamburg: Senator Hach mann, dem daS Polizeiwesen untersteht, hat die Beschwerde wegen der Beschränkung des Freihafen-Verkehrs und wegen Festhaltung von Arbeitern auf dem Dampfer „Lothar Bohlen" verworfen. Hamburg, 19. December. Die Verhaftungen, welche auS Anlaß des HafenarbeiterstrikeS jetzt täglich vorgenommen werden, betreffen meist schon vorbestrafte Leute, die beim Strike Unterschlupf gefunden haben und nun im Trüben filchen wollen. Diese Leute provociren Scandalscenen. Fast nie befinden sich Hamburger Arbeiter darunter. Paris, 19. December. Der Capitän Servounet, Attachs der franzöfischeu Residentschaft in Tunis, wurde in einem Degenduell mit einem tunesischen RegierungSbeamten getödtet. Stehen, den 19. December. •* Einsetzung einer Eisenbahn-Direktion in Mainz. DaS Grohherzogiiche Ministerium der Finanzen wacht Folgende- bekannt : Zur Ausführung des Staatsvertrags Zwischen Hessen und Preußen über die gemeinschaftliche Verwaltung deS beiderseitigen EisenbahnbefitzeS vom 23. Juni 1896 haben Seine Königliche' Hoheit der Großherzog im Einverständniß mit Seiner Majestät dem König von Preußen zu bestimmen geruht, daß am 1. Februar 1897 eine dem Königlich Preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten als der Centralstelle der gemeinschaftlichen Eisen- bahnverwaltung unmittelbar unterstehende Eisenbahndirection mit dem Sitze in Mainz und der Bezeichnung „Königlich Preußische und Großherzoglich Hessische Eiserr- d ahndirectiou" errichtet und bitter Behörde a. für die Zett bis zum 1. April 1897 Verwaltung und Betrieb der zum Hessischen LudwigS - Eisenbahnuuternrhmen gehörenden Strecken, b. vom 1. April 1897 ab aber Verwaltung und Betrieb der ihr alSdann anderweit zu überweisenden Strecken des zu einer Betriebs- und Finanzqemeinlchaft vereinigten Hessischen und Preußischen StaatSeisenbahubefitzeS übertragen halber nicht statt. •• Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein. Mit dem December d. I. trat die Sektion Gießen deS Deutschen und Oesterretchischen AlpenveretnS in das zweite Decenuium ihres Bestehens ein. Daß eS den acht Herren, die vor einem Jahrzehnt zur Begründung einer selbstständigen Sectwn Gießen zusammentraten, trotz mancher Schwierigkeiten gelang dem Berein, in unserer verhältnißmäßig so kleinen Stadt, festen Bestand zu geben, lag daran, daß fie, völlig selbstlos, nur die Zwecke deS AlpenvereinS vor Augen hatten: Dre Begeistt- für die Natur, besonders die HochgedirgSnatur zu «ecken, die Kenvtniß der Alpen zu verbreiten und zu ver« tiefen, die Bereisung derselben zu erleichtern. Diesen Zwecken — Utitte den RatorvSlker« Brofil'ens. Resteschilde- runaen unv Ergebnisse dec zweiten Schingu Expedition 1887/88 von Karl v. d. Steinen. 2. Auflage. 11 Tafeln mit 153 Abbildungen nach Photographien der Expedition, Ortginalausnadmen und Zeichnungen. Berlin, Geographische Verlagsbuchhandlung Dietrich Reimer (Ernst Vohsen). Preis Mk. 5.50. Das uns vorliegende schön ausgestattete Werk ist von hohem wissenschaftlichem Werth und trotzdem, ein nicht gering anzuschlagender Vorzug, volksthumitch geschrieben. Man kann Schritt für Schritt den Eindrücken folgen, die der Verfasser in dem Gebiet, dessen Durchforschung er sich zur Aufgabe gestellt, gewonnen, wobei in hohem Maße daS Verstandnitz durch prachtvolle Bilder gefördert wirb. Der Verfasser sagt dab die Liebe zur Bearbeitung seines Werkes mit der längeren Beschas 'gung nur gewachsen ist, denn in gleichem Maße verstärke sich die Er- kenntnitz der von Adolf Bastian mtt flammender Begeisterung ge- predigten Wahrheit, daß der Untergang der Naturvölker den Verlust unersetzlicher Urkunden für die Geschichte deS menschlichen Geistes bedeute. Die außerordentlich freundlrche Ausnahme, die dem Berich über die zweite Scb'ngwExpedttion bei Gelehrten und Laien zucheil geworden, hat den Verfasser den Wunsch der VerlagShandluna. eine billige Volksausgabe herauszugeben, von Herzen zusttmmen lassen, er selbst habe die Empfindung, daß das Buch in seiner knappen Fassung für Alle eher gewonnen als verloren bat die in dem Sch ngu Indianer und dem Bo.o.6 ein paar voraussetzungslose Betlptele der Menschen der Steinzeit oder der sogen. .Wilden" kennen lernen wollen. In überzeugender Weise erläutert Verfasser we'ler s^nen Standpunkt dah , ß . ___. X L.m Elcmenter zu dienen wird auch fernerhin baß einzige Bestreben deS Vereins fein. — In der Sitzung vom 17. d. MtS. wurden zunächst eine Reihe von Anmeldungen erledigt. Der Vorstand des Vereins besteht für das Jahr 1897 auS den Herren: Rentner E. Piftor, Privatdocem Dr. H. Finger, LehramtSaffeffor vr. C. Neßling, Kaufmann Fr. Kühn, Rea gymnafiallehrer G. Hedd erich, Postsecretär G. Haubach. Zusendungen werden an Herrn E. Piftor erbeten. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten schilderte Herr vr. Finger seine Erlebnisse in den Grödener Dolomiten, die er gemeinsam mtt Herrn vr. Neßling in diesem Jahre am Schluß einer längeren Gebirgswanderung besuchte. Die trotz schlechten Wetters auSgeführten Ersteigungen deS Flucht- Horn, der Königsspitze und der Thurwieserspitze sollten hier einen würdigen Abschluß finden. Wetterungunft und Führer- mangel veranlaßten unsere Touristen, zuerst eine leichtere Tour auf den Saß RtgariS führerlos zu entnehmen. In guter Gesellschaft fröhlicher Bergsteiger und Bergsteigerinnen wurde ein heiterer Abend auf der Regensburger Hütte im Cislesthal verbracht- am anderen Morgen, leidlich spät, brachen fie, wieder bei schlechtem Wetter, in Be- gleitung eines bedeutenden Bergsteigers nebst Gemahlin über edelweißgeschmückte Matten auf, um nach behaglichem Wandern van der MittagScharte aus den Einstieg in die Felsen zu suchen. Wie so oft zeigte fich auch hier gar bald, wie verschieden fich die Fähigkeiten manches Touristen am behaglichen T-sch und beim Klettern auch in leichten Felsen erweisen. In humoristischer Weise schilderte der Vortragende den weiteren Aufstieg, bei dem fein Seil eine wichtige Rolle bei der Beförderung unseres Ehepaares spielte. Die Neigung des Gemahls zum Sitzen an Stellen, wo das Gehen förderlicher gewesen wäre, verzögerte die sonst für Geübte durchaus nicht schwierige Tour bis zur späten Nachmittags- stunde, so daß Herr vr. Finger die als Nachtquartier aus- ersehene Langkofelhütte erst am späten Abend erreichte. Mit Führer Peseosta erstieg er am nächsten Morgen den nur Freunden des Klettersports zu empfehlenden Langkofel. Kreisung der Felsen machten die an fich schon nicht leichte Tour schwierig. Besonders interessirte die Schilderung des bekannten exponirten Bandes und die Erkletterung der völlig vereisten Rinne. Redner war 3?uge einer von in Berg- steigerkreisen bekannten Wiener Herren auSgeführten neuen Gratwanderung vom Langkofeleck zur Spitzt, unterhalb deren sich beide Partien mit fröhlichem Gruß vereinigten. Der Abstieg erforderte bei der vorgerückten Stunde wegen des an diesem Berge nicht seltenen Stein,chiags einige Vorficht. — Die beabsichtigte Ersteigung der Grohmannspitze sowie des kühnen Zahnkofels mußte leider wegen wieder ein- setzenden schlechten Wetters und völliger Kreisung der Felsen der elfteren unterbleiben. Von diesen Bergen hofft Redner ein ander Mal, wenn ihn das Wetter mehr begünstigt, er- Citeratar unfc Kauft — Söietibrra» Sein Leben, sein Werk, lein Ruhm. IvbUL«m»s«Yk:ift, zur Erinnerung an die 500jährige Geburt des Erfinders der Bucbdruckerkunst. für weitere Kreise dargestellt von Hofrath Alfred Börckel, Bibliothekar an der Mainzer Stadtbibliolhek. Verlag von Emil Roth in Gießen. Prachtwerk in zweifarbigem Druck, gr. Lex. Format mit Titelbild und zahlreichen Illustrationen in Original Leinen Prachtband Mk.4.50. Eifrig rüstet man bereits in der Stadt Mainz zu einem Feste, an dem sich nicht bloß das gebildete Europa, sondern die ganze ctvilisirte Welt betheiligen wird. ES gilt in naher Zeit die 500- jährtge Geburt des Begründers der größten, für den Aufschwung der Eultur wie keine andere segensreich wirksame Erfindung, — Johann Gutenbergs — zu feiern. Was auch der Menschheit im Laufe der letzten Jahrhunderte an Erfindungen und Forschungen gelungen, der Buchdruck ist und bleibt doch die Pforte, durch welche diese ihren Einzug hallen in daS Verständniß der breiten Massen des Volkes, hier zum Sauerteig werdend, der alle Schichten durchdringt und die Völker stetig, wenn auch unmerkltch zu höheren Stufen der Eultur erhebt. Ein zweiter Prometheus, hat Gutenberg dem Himmel seine „göttliche Kunst" abgerungen, die als Lichtbringer die Bahnen der fortschreitenden Menschheit erhellet, das Gold fruchtbringender Gedanken bis in die entlegenste Hütte führt und es >um Gemeingut Aller werden läßt. In höchst gewandter feuriger Darstellung hat der Versaffer Gutenbergs Leben, sein Werk und seinen Ruhm zusammengefaßt und von dem genialen Ei sinder ein schar» umrisseneS Bild seiner menschlichen und künstlerischen Erscheinung geliefert, das auf keinen Gebildeten ohne tieferen Eindruck bleiben dürfte. Dieser Darstellung zur Seite treten noch zahlreiche Illustrationen, die uns zeigen, wie die hohe Kunst sich aus schwerfälligen Anfängen zu immer vorschreitender Vervollkommnung entwickelt, bis fie endlich zu ihrer gegenwärtigen Vollendung in Schönheit und Zierde aufgestiegen ist. , o m , Da das Werk zugleich die Bedeutung eines nationalen Gedenkbuches in Anspruch nehmen darf, so dürfte es jedem Gebildeten un serer Nation einen Lesestoff darbteten. der ihm hohe G nugtbuung gewähren und seinem künstlerischen Interesse in belehr, nder Weise entgegenkommen dürfte. Seine äußere und innere elegante Ausstattung, bei enorm billigem Preise lassen eS vorzugsweise geeignet erscheinen zu einem werlhvollen Wetbnachtsgeschenke. Schrffsnachrichteir» Der Postdampfer „Friesland" der „Red Star Line' in Ant werpen ist laut Telegramm am 16. December wohlbehalten tn New-York angekommen. all etnc loctaie Krönung unv tu. m.» ■««•••• höherer Entwickelung ausgerüsteter Sprach- und Eulturschatz sich vorfindet. Es werde nicht viele Seltsamkeiten im Denken der Natu - Völker geben, die, durch Ablösung gemildertl oder auch in °°Det heit erhalten, nicht noch in unserem Volksglauben btS hinauf zu tausend unklaren Schlüffen und Handlungen der gebllbeten Klassen, namentlich der der conventionellen anbetenden Frauenwelt auf d Deutlichste nachzuweisen wäre. „Die Wildheit wie sie w Mch ist steckt uns noch tief Im Hirn und Herzen und dünkt unS vielfach ein werlhvoller bl. d.r Wttdm M 'm Dm» »n.« « werde. •*k. WeihnachlL Oratorium. In würdiger und stimmungsvoller Weife hat die gestrige Aufführung deS H e r z o g e n b e r g. scheu WeihnachtS-Oratoriums durch den evangelischen Kirchengesangverein die liebliche Weihnachtszeit cingeleitet. Wir wollen nicht wiederholen, waS wir anläßlich der erstmaligen Aufführung dieses hochpoetischen Tonwerkes zu Beginn deS Jahres ausgeführt haben. Es bewährte auch diesmal seine Anziehungskraft, denn es war eine stattliche Gemeinde, die sich in der Ttadtkirche gesammelt hatte, um fich dem Zauber der Weihnachtsklänge hinzugeden, die unS dies Werk in die Seele singt. Und es bewährte dasselbe auch diesmal | seine Kraft. Denn, tote eß uns schien, nahm eß die Zuhörer ; in Andacht gefangen und hielt sie darin bis zum Schluß fest, i Die Perlen, die fich im Oratorium außnahmen wie die Lichter des im Hintergrund ausgestellten ChristbaumS im Tannen- gezweig, bildeten die köstlichen, alten WeihnachtSmelodien. Don besonders schöner Wirkung war diesmal „ES ist ein' Ros' entsprungen" und der Kinderchor „Kommt, laßt uns Christum ehren." Die Knaben waren mit lobenswerther Sicherheit und munterer Frische zur Stelle, und bei dem wundersam zarten ,,Es ist ein' Ros'" schlangen sich Sopran und Alt weich und rein wie ein duftiger Reigen ineinander. Ueberhanpt Ihat der Chor sein Bestes und dasselbe ist von den Solisten und Solistinnen zu rühmen. Die weiblichen Solopartien lagen in den Händen bewährter einheimischer Kräfte und VereinSmitglieder, an deren Vortrag uns die jeble Schlichtheit, welche dieses Oratorium unbedingt fordert, besonders gefiel. Auch unter den männlichen Solisten begegneten wir einem geschätzten Vereinsmitglied, deffen metallreiche Stimme nnß längst sympathisch ist und dem prächtigen Hirtenlied „Als ich bei meinen Schafen wacht'" zu statten kam. Die von Auswärts berufenen Gäste, Herren Hör- mann und Leuchter aus Frankfurt und Herrn Waßmuth aus Hanau brauchen wir nicht zu rühmen. Sie find unseren Musikfreunden schon lange bekannt und fügten ihren Gesang bem Ganzen würdig und geschmackvoll ein. Die Harmonium- begleitung hatte Herr Seminarlehrer Gatzert aus Fried- berg übernommen. Jak das begleitende Orchester theilten sich verehrte künstlerische Dilettanten und Mitglieder der Krauße- schen Capelle. DaS Ganze umschloß daS Orgelspiel (Herr Trautmann) und Gemeinde-Choral. Sie haben sich Alle auch diesmal den herzlichen Dank deS Vereins verdient. Herr Gör lach hielt daS Ganze in sicherer Hand und darf auf die Aufführung mit berechtigter Genugthuung zurück- bl'cken. Wer die Schwierigkeiten, die fich solch' einer Aufführung, ganz abgesehen von der Musik selbst, entgegenstellen, kennt, kann am besten die Leistung würdigen und vermag eß nicht, eingehende Kritik zu üben. Wir freuen unS, daß daS Werk am zweiten Weihnachts-Feiertag der Gemeinde noch einmal geboten wird. •• Musikalisches anl Gießen. Der „Franks. Ztg. wird unlerm 17. ds. geschrieben: Seit Jahren und besonders fett dem Tode deS MusikdirectorS Felchner hatte fich im Musik« leben von Gießen eine lähmende Stagnation fühlbar gemacht. Bielen unerfüllten Zuständen Hut nun endlich bte Berufung fangnifc bestraft, wurde. von 1OOO der ErwerbSthätigen (gegen 21) Mitglieder, vvt7' den Arbeitern 22 (gegen 14), von selbstständigen Kaufleuten 31 (gegen 15), den unselbstständigen 22 (gegen 14)^. den liberalen Berufsarten 22 (gegen 19). ♦♦ In Amerika verstorbene Heffen. Brookfield, O., Georg Jacob, 59 Jahre a'.t, auS Heffen Darmstadt. — NashVille, Jll., Elisabeths Reither, geb. Hortlmari, 28 Jahre alt, auS Offenbach. — Roßville, Md., El" sabeth Becker, geb. Heller, 72Jahre alt, auS Heffen Darmstadt. — Detroit, Mich., Charles Pauli, 62 Jahre alt, aaß Offenbach. — Chicago, Jll., John M. Faulhaber, 54 Jahre alt, aus Armsheim. — Neu«Dundee, Ont., Wittwe Elisabetha Müller, 85 Jahre alt, auß Zell. — Rapids, N A., Conrad Stumpf, 63 Jahre alt, auß- Kirtorf. — Cleveland, O., Jchn A. Maul, 77 Jahre alt, auS Heffen-Darmstadt.— Newyork, John Bremmer aus Hessen Darmstadt. Toledo, O., Louis Hassen- dahl, 92 Jahre alt, auß Pfungstadt. rinwevfitäts - Nachrichten. Marburg, 18. December. Gestern itt hier der betübmh GeschichtSprosessor RandS im Alter von 38 Jahren Sefiordeu. München. 18. Decemder. Der frühere Profesior Anatomie in Erlangen Dr. o. Gerlach ist gestern in Müncheo gestorben. . ' A«»r«S » Ä« ä.: z D- w»...» «eiste-haft g-fp'-lt-n d)tn E-moll-Sencen» tonnte 25 SMlftoa .0«^ t. ^et « , * blc nld)t aa£ln m°0 mit -dfolut-- S ch-rh-it die h--°°rr°g°nden. H- XflVoS bl- ins Poradefeld mltmach.e, fchosten Trautmanns als Dtlig-nt feststlllen. Zum ersten l den Ma ny aax^ Diese Gaur lebt noch. Male tonnte man beim Streichquartett de« OrchefterS eine I n m jQit,tt|e H^ernann-Schüttler, beadfichtigte wohlthuende Uebettimtimmung in der SBogenfü^tung h W-lbnachtei! au einem Braten herzurechten (die gute Frau zeigten eine Correctheit und Decenz,. d e g z fn-^ector schloffen, der Gans daS Gnadenbrot zu geben zum Andenken Das Publikum bereitete dem neuen UniverfitätS-Mufikdirector wwp ^Wn RatfeY Wilhelm I. einen sehr herzlichen Empfang. y. .. *• Uebet die Fortschritte deS GenosieufchaftSwesenS in •* SisCoucert. Saß für morgen £ V- Dentschlaud stellt Dr Hirschberg in den „Blättern für Ge- nommene Milträrconcert findet der ungünstig n ng | AffenschaftSwesen" auf Grund der Berufszählung von 1895 Untersuchungen an. Dabei kommt er zu dem Ergebniß, daß auf 1000 Erwerbsfähige tm Deutschen Reiche jetzt 62 Mit- glieder von Creditvereinen entfallen, gegen 37 vor 13 Jahren (zur Zeit der damaligen Berufszählung) und daß die Mitglieder der Consumvereine jetzt 22 auf 1000 ErwerbSthatige betragt, gegen 11 vor 13 Jahren. Bon 1000 selbstständigen L-mdwirthen gehören etwa 300 dm Borschußvereinen an, gegen 154 vor 13 Jahren, von 1000 Handwerkern 131 (gegen 74), von 1000 selbstständigen Kaufleuten 141 (gegen 90) und von 1000 Aerzten Lehrern, Künstlern, Schrift- stellern und höheren Beamten 41 (gegen 91)_ Bei den Con- sumvereinen find von Handwerkern *nb Fabrikanten du $ »«*”__x achtest* gtae« in # *>?»*** £tcenil)«i w kvACt w s< KoidW [eibttL f^Ln 1 516. Ra \c M' S BSV'*' | Liixb K ■ te’’’ P. jodr1 ’ÖS'sJi' :n 29 ? W " l«-,'» 14)t L',',M|O ""■’m«; .7 6i8u' S"»Mntai>,. ?' »»•, 8b alt, ■®anb«t, ©nt. .?' «» 8tl. _ alt, w ■’ 80111 Mafien. nV MOlährige <8e: Hd® kieise *? Giihm. Pi,uks°me Eifinbung, - 19 °uch bet Menschheit unMmib Forschungen ™ vierte, burch welche "6 ier breiten Massen 1 alle Schichten durch- MwMtz zu höheren melbeu^, bat @utmbu9 Sen, ble aU Achtbrlngn 'hellet, bah M kuchl- We W unb eh iid atwanbter seuriger ui n, sein Werk unb (st lialen Eifinber ein W 'ünstlntschen Eischtnr^ tieseren Einbruch 116m n noch zahlreiche Zückest sich aus schwersällig-n üoütommnunp trlMi, lenbung io 6Mi£itit unb I eines nalimaim Gebent- :t es jedem Widlten m- r ihm hohe G/vugibuvvg teste in btlehnnbn Weise unb innere elegante W- t es vorzagsvitse geeignet ichtsgeschenke. vesfil'mß. ReiWilbe- m (bptbilion 1887/83 eon „ efdnmtt 153 ilbDübuiwn I wtbMW W MchchmÄM DieN'ch /Qn Dah unhvockegwde Henschas'itchemWe.ih^ bet Sonn. “!sl “Z -rill den Einbruch«- M TurMstbM « M hem Mc baS WA DnLrtfaM^.^.! tbtr lingntn NW । «ns Zuinabme, die d-m^ -M' ■jägSB in tn. l,Wiibue ^ntn ulcri setschl M- den ®e’tnÄffjrt W -orach- u"d^M bflt hinaus/ SftSgÄg Assistenten AmanduS Schreiner ein Sohn, Armand Aloysius. 9. Dem Gerichtsvollzieher Em'l Geißler rin Sohn, 10. Dem Zahlmelster- a^pirant Wilhelm B'cker ein Sohn, Friedrich Wilhelm Heinrich Karl. 11. Dem StattonS-Aisistenten Earl BorcheS eine Tochter, Dorothea Maria Caroline Wilhelmine. 12. Dem Kutscher Karl Stroh eine Tochter, Maraarethe. 13. Dem Taglöoner Friedrich Weber ein Sobn. 13. Dem Lackirer Heinrich Stühler eine Tochter, Luise Wilhelmine Elisabeth. 14 Dem Vrosector Dr. Bruno Henneberg eine Tochter, Ebarlotte Marie Helene. 14. Dem Weißbinder Fried' ich Schupp ein Sohn. Wilhelm. 14. Dem Realgymnasiallehrer Dr. Heinrich Pitz «ine Tochter. 15. Dem Prioatdoc^nten Dr. Bruno Sauer eine Tochter, Hertha Constanze Anna. 16. Dem Taglöhner Ebe,Hardt Schmidt ein Sohn, Heinrich. 16. Dem Uhrmacher Karl Wilhelm Ramstock eine Tochter, Helene Wilhelmine. •Gittern. December: 12. Conrad Müller, 67 Jahre alt, Forstwart a. D. dahier. 12. Margarethe Jacob, 1 Jabr alt, Tochter von Dice- seldwebel Johannes Jacob dahier. 14. Marie Pseiffer, 1» «J,hr alt, Tochter von B rgmann Jak'b Pseiffer zu Rodbeim a. d. Btebrr. 14 Cbartotte Haupt, geb. Zentgraf, 82 Jahre alt, Wittwe von Pfarrer Dr. Friedrich Haupt dahier. 14. Karl Schmidt, 41 Jahre alt, Apotheker von Altenstadt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Mattbäusgemeinde. Den 10. December. Ludwig Offenbacher, Polsterer und Tapezier zu Gießen, und Katharine Wilhelmine Friederike Jakobine Schäfer, Tochter d s AnstrelcherS Heinrich Wilhelm Schäfer zu Wetzlar. Den 12. December. Ludwig Albach, Arbeiter zu Gießen, und Katharine Wien, Tochter deS verstorbenen Leinwebers Konrad Wien zu Holzhausen. LukaSgemetnde. Den 17. December. Gustav Belitz, Malermeister zu Greifswald, und Minna Schmidt, Tochter des Agenten Kaspar Schmidt zu Gießen. BttaaHt. Matthäusgemeinde. Den 13 December. Dem Schuhmacher Georg Emil Baum eine Tochter, Marie Elisabeth Else, geboren den 7 November. Denselben. Dem Kellner Henrich Grün eine Tochter, Emilie Antonie Marie, geboren den 4. October. Den 15. December. Dem Glasermeister Heinrich Gröuinger ein Sohn, Dito, geboren den 30. November. Markusgemetnde. Den 12. December. Eine unehelicher Sohn, Walther Wolfgang, geboren den 4. December. Den 13. December. Dem Dienstknecht Karl Erb eine Tochter, Marte, geboren den 23. November. LukaSgemetnde. Den 14. December. Dem Buchhalter Jakob Blckhardt eine Tochter, Minna Georgine, geboren ben 22. November. Johannesgemeinde. Den 12. December. Dem Fabrikant Wilhelm Hanstein eine Tochter, Paula Emmy Minna Marte, geboren den 9. November. Bett biete. Matthäusgemeinde. Den 16. December. Charlotte Haupt, geb. Zentgraf, Wittwe des verstorbenen Pfarrers Dr. Friedrich Haupt, 82 Jahre alt, starb den 14. December. MarkuSgemeinde. Den 13. December. Karl Horn, Schreiner, verheirathet, 38 Jahre alt, starb den 10. December. JohanneSgemeinde. Den 15. December. Konrad Müller, Forstwart t. P., ein Wittwer, 67 Jahre alt, starb den 12. December. Vermehr, Luu-- und VoUswirthjchast- •Uftm, 19. December. Marktbericht. Aut dem beurigen Wocheumarkt kostete: Butter pr. Psd. X 1.00—1 20, fcQbnrrchl pr. ÖL 7-8 H, 2 St. 00 4, Enteneier t H, 2 St l 0 H, Gänse, eier pr. SL 00—00 «3>, Käse pr. St. 5—8 H, Käsematte pr. St. 3 Jk Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen vr. Liter 28 Tauben pr. Paar X 0,50 bis 0,60, Hühner pr. Stück 0 9» bis 1.00, Hahnen pr. Stück X i’,60-1,CO, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,48-0,58, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 H, Schweinefleisch pr. Pld. 56 bis 66 4, Schweine, fleisch, gesalzen, pr. Psd. 70 A, Kalbfleisch pr Pfd. 50—54 H, Hammelfleisch pr. Pfd. 50- 65 4. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 bil 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Eentncr X 4,00-0.00, Mich pr. Liter 16 4 — Nach ben statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eisen- und StahlindusttieUer belief sich die Roheisenprodvciron deS Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Ä«onal November 1896 auf 544 667 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und Spiegeleisen 133 927 Tonnen, Bessemerrohetsen 46 102 Sonnen, Thomasroheisen 287 646 Tonnen und Gießerelrobeisen 76 992 3 onner. Die Production im October 1896 betrug 554402 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. November 1896 wurden producirt 5 808263Tonnen. Kunst-Ausstellung, *mita,ä: nähme des SamStagS, von 11 ms 1 Uhr, am Mittwoch auch noch non 3 bis 5 Uhr. Sonrtags ununlerbrochen von 11 bi# 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. | II I - — 11096 fertig am Lager. 11087 nachts.Packung. 11095 AM «m 11097 Um mpfehlungen. zu vermiethen. R. Scheel. 11106 L Kalkhof 11088 Walkeugaffe 26. 11107 M Willi. Ziegler, önhchMraßc 24. 11102 Weihimchts -Ausverkauf. G Hermann Katz, 5 läusburg 5 Manufactur- und Weisswaaren tö Damen- und Kinder-Mäntel ts 10484 VA) Der Director: W. Albach. Der Rechner: W. Schwalb II. G. Herbordt, vorm. Carl Petri, 18. Marktplatz 18. Ananas, Apricosen, Birnen, Erdbeeren, Kirschen, Melange, Mirabellen, Beineclauden empfiehlt billigst Klöppelwaaren: Spitzen, Einsätze, Tischläufer, Bettdecken, Fanchou, Echerps, Zuaven- Jäckchen in Seide (cr6me und schwarz) in eleganter Auswahl empfiehlt billigst Frau Schmitt, 10780] Trockenes Buchen und Tauuen-Brensholz empfiehlt Jakob Rinn XV., Heuchelheim. Bamn-Cmrfecte Kanfladen- und Puppenküchen-Artikel Marzipan-Toiten ff. Bonbons und Bonbonnieres Cacao, Thee, Chocolade rc. rc. .empfiehlt in bekannt guten Qualitäten die lahnsteln an 313 Nacknn. «m 25.# 26. ««d 27. December 1896: Zwischen Neuwied und Leutesdorf die Züge 21, 22 25 und 26. D. Strecke Köln-Gießen. Bom 23. December 1896 biS 8* Januar 1897: Ein Sonderzug Nr. 66, Au ab 803 N§chm., Betzdorf an 8^ Nachm. (nach Bedarf). A« 24. Deeembrr 1896: Zwischen Wissen und Morsbach die Züge 8 und 9. D'e sp c'ell>n Fahrpläne zu den vorstehend aufgefühlten Sonderzügen sind an den Fadrkartenschattern der Stationen ausgebängt. Frankfurt a. M., den 17. December 1896. 11074 «Snigliche Eisenbahn. Direciio«. Anis und Bttttergebäck, Zimmtsterne Frankfurter Brenten, Pfeffernüffe Basler, Nürnberger und .Honig-Lebkuchen Schlitten IO Stück, ein- und zweispännig, Albert Neubürger Cigarren (Hrosthandlung. Gemüse-Konserven Erbsen, Schneidebohnen, Wachsbrechbohnen. Kompot-Irüchte Bekanntmachnng. Die Einlagen bei dem Spar- unb Vorschustvcrein zu Daub ringen, E. G. m. u. H., werden vom 1. Januar 1897 mit 3^2 pCt. verzinst. Daubringen, den 18. December 1896. Rackzuthalen zur Kuchen- und Confectbäckerei, so wie ff. Puuscheffenzen, Süd- weine, Cognac rc. rc. in feinsten Qualitäten empfiehlt Stadt. Schlachthaus. Freibank. 11059 Heute und morgen: Ochsenfleisch richt ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Psd. 48 Pfg. Empfehle mein Lager fertiger Schuh waaren, alle Arten Winterschuhe, Ball- unb Gummischuhe in anerkannt guter Qualität. Friedrich Magnus, 11082 Weidengafse 10. Hauptbahnhof an 611 Abends. B. Strecke Frankfurt a. M.-Bebra. 24. December 1896 r 1. ein Vorzug zum Zuge 25, Frankfurt Hauptbahnhof ab 300 Nachm., Bebra an 812 Nachm. 2. ein Vorzug zum Zuge 22, Bebra ab 500 Nachm., Frankfurt Haupt- bahnbof an 922 Nochm. 3 die -lrbetti'rzupe 27 a und 27b werden auch am Donnerstag den 24. D:cember befördert. C. Strecke Kölu-Niederlahuftein. 28, December 1896r Ein Vorzug zum Zuge 125, Ehrenbreitstein ab 1220 Nachm., Köln Hauptbahnhof an Al Nachm. 24. tmb 28. December 1896: 1. ein Vorzug zum Zuge 129, Nlederlahn- fietn ab 540 Nackm., Köln Hauptbabnhof an 921 Nachm. 2. ein Vorzug zum Zuge 126, Köln Hauptbahnhof ab 1200 Mittags, Nieder- A. Kilbingcr, Ketterswcy . Frinßen Stathrtbekr-Sklt sowie Rheinwein-Mousseux empfiehlt zu den billigsten Preisen. Auf Wunsch in eleganter Weih- Conditorei H. Bettler. —Mr^Veihnachts-Geschenke! ^euer uud diebessichere Cassetten und Schmuckkästchen reicher Auswahl zu b-.lligen Preisen. 11089 verkaufe ich von Montag, den 21. bis Donnerstag, den 24. d. Mts. in meinem jetzigen Locale Bahnhofstraße 45 meinen Vorrath in sw Cigarren »s zu bedeutend herabgesetzten Preisen und finden Wiederverkäuser wie Wirthe günstige Gelegenheit, ihren Bedarf in reeller Waare bei mir billigst zu d cken. Hochachtungsvoll BskanUtMachUAg. Mit Rücksicht auf den vor den Welbnachts-Feiertagen zu erwartenden starken Verkehr Hept eS im eigenen Interesse des Reisenden, sich möglichst frühzeitig an d n Fahrkartenschaltern einzvfinden. Um Verzögerungen im Z.-goe: kebr zu vermeiden, muffen die Züg- ohne Rücksichtnahme auf die etwa pnfpätet eintreffenben Fahr paste zur fahrplanmäßigen Zcit abgelassen werden; auch werden die Fahrkartenschalter pünktlich 3 Minuten vor Adfahrzeit eines jeden ZugeS geschlossen. Zur Bewältigung des Verkehrs werden die nachfolgenden Sonderzüge befördert. A. Strecke Frankfurt a. M.-Giesteu-Caffel. Nm 23./24. December 1896: E«n Vorzug zum Schmllzug 53, Frankfurt Havpt- bahnbos ab lioo Nachm.. Gießen an 1216 Vorm., (weiter bis Münden). Nm 24. December 1896: 1. ein Vorzug zum Zuge 97, Frankfurt a. M. Haupt- bahnbof ab 236 Nachm., Gießen an 435 Nachm. (nach Bedarf weiter bis Cassel). 2. ein Vorzug zum Zuge 107, Frankfurt Hauptbahnhos ab 530 Nachm, Gießen an 7" Nachm. (nach Bedarf weiter bis Gaffel). 3. ein Vorzug zum Zuge 100, Gießen ab 4" Nachm, Frankfurt a. M. Wilhelm Mayer, Neustadt t. Frische Hese zu haben im „Rebstock“. 1K94 1 lebtij Ludwigftratze 26, vie-i-vi« der Aula, Parterrestock, 6 Zimmer mit Zu» beh^r, per 15 März zu vermiethen. I1U79J Zwei Zimmer nebst Zubehör zu vermiethen. Srotze Mühl««ffe 21. Gesucht zum 1. Februar t. I eine Mahnung von 4—5 größeren Zimmern, Küche und allem Zubehör (möglichst in neuem Hause unweit des Babnhofs) von ruhiger Beamtenfamilie (3 Personen). Gefl.Offerten unter R. N. 100 bis 24. December an die Eroeditlon b- Bl. erbeten [1'078 108901 26 00 Mark werden auf erste Hypothek von pünktlichem ZinSzabler tu leihen gesucht. Offerten unter 8. R. an die Expedition d. Bl.__ 10398] AuS,«leihen 4500 Mark auf erste Hypothek zu 4 pCt. Näheres in der Expedition d. Blattes. KanaricN'Hähne voll im Gesang, billig zu verkaufen. 11067_____H. 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Näheres durch Frau Heßler, Sonnenstraße 24. 11009 Ein Kindermädchen, nicht unter 16 Jahren, welches auck etwas Hausarbeit versteht, tagsüber gefuc^t. «he. Jndertbal Neuenweg 39, II. - Die Frs, ^kstrhr, war l ^eTatstehgm «an bereit», siebene 8Ut p"erffes dar «'cht leicht i Drücke sich flteitenöen Rhoden zu> -ft« vnd aud «leb o d« lb 4% ^alti htIb * Tohxx !Mö ®ün ! L, «»Dien SS? '"IS 0tt *an, b tfflQT Der Stadtauflage liegt für heute eine Extrabeilage v Ferber'schen Univerfitäts-Buch- und Kunst-Handlung (C. Koch) Kirchenplatz N, über Weihnachtsliteratur bei._______L— Der heutigen Nr. liegt für die Stadtauflage eine beilagederFirma G. PH.Fillmauu,Gietzeu,MarktstraßeN^be^n?« Todes-Anzeige. Heute Nachmittag verschied nach langem Leiden unser Lehrer Herr Heinrich Schifterling. gg ‘‘T Wir theilen dies seinen Freunden und Bekannten hierdurch geziemend mit. Lebensgroße ^ortraits Restaurant zum Hercules Sonntag den 20. d. Mts, Abends 7 Uhr: Christbcscheerung des I. Giessener Stemm- und Ring-Clubs wozu Freunde und Gönner ergebenst eingeladen werden. 11076 Der Vorstand. Hess. Fechtverein „Waisenschutz". Sonntag, den 20. l. Mts., Abends 8 Uhr, findet im Cas6 Ebel Weihnachts-Bsscheerung statt, wozu sämmtliche Mitglieder freundlichst eingeladen werden. \ 11098 Der Vorstand. GiessenerZitherclub ^da (Verdi). Frähliche Weihnachten! Tongemälde von Hödel rc. Anfang 5 Uhr. Bier per Glas 12 Psq. Entree 30 Pfg. Gesangverein Hemüthlichkeit Am 2. Feiertag: 11101 Weihnachtsbescheernng* mit Verloosung und Tanz im Aereinsfocal (Schiffenöergerlhak). ^^telle^ngebotej fÄotnrfl* ein junger Mann tNesUll)! mit schöner Hand schrift fürs Büreau. Offerten mit Gehaltsansprüchen unter 8.1 an die Expedition d. Bl.__1110! Einen zuverläff. Knecht sucht Ludw. Stamm, Schäfer, 11025 Atzbach.___________ Kutscher gesucht. Wo? sagt die Exped. d- Bl. 11026 Lehrling 10902 für Manufaclurwaaren-Gcschäft per 1. Januar gesucht. Offerten unter 500 an die Exped. d. 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