W*. 274 Erstes Blatt Freitag deu 20, November 1SO6 Der Gießener Zn,elger erscheint täglich, mit Lutnahme btS MontagS. Die Vießener A-amitleobtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Gietzmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Avo«ueaie«tspre1»r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. ItAaction, tkxpediti»» und Druckerei: KchulflraheAr.7. Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblatt ftir den Ttveis Gieren. Aunahme'von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. chratisöeitage: Hießener Kamilienötätter. Alle Anuoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtliche»' Theil. Bekanntmachung, betreffend: Gontrolc der Jnvaliditäts. und Altersversicherung der unständigen Arbeiter. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 81. Januar 1895, Gießener Anzeiger Nr. 81, wird hiermit zur öffentlichen Kenntutß gebracht, daß der KceiSbote G u l d a n zu Gießen von dem Amte eines Controlbeamten entbunden und an seine Stelle der Wachtmeister i. P. Scherf zu Butzbach ernannt worden ist. Zu dem Bezirke desielben gehören aus unserem Kreis die südlich der Linie Holzheim, Grüniugen, Dorf-Gill, Ltch, Nieder- und Ober-Bessingen (diese Orte einbegriffen) gelegenen Gemeinden. Gießen, den 18. November 1896. GroßherzogltcheS KretSamt Gießen. ___________________v. Gagern. Bekanntmachung. Nach Beschluß der Generalversammlung deS landwirth- schaftlichrn BeztrksverrinS Gießen soll in diesem Frühjahr der Bezug von ThomaSphoSphatmehl und Katnit durch den laudwtrthschaftlichen Bezirköverein, jedoch ohne jegliche Garantieleistung durch den Bezirksverein, vermittelt werden. ES wird dies unter dem Ansügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) daß bet Bestellungen von Mitgliedern deS landwirth- schaftlichen Bezirksvereins, die den Betrag von 30 Mk. nicht übersteigen, die Kosten deS Transports der künstlichen Dünger per Bahn bis Gießen, Hungen und Grünberg auf die BeztrkSvereinSkaffe übernommen werden, 2) daß Bestellungen von Landwirthen, welche nicht Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins find, ebenfalls auSgeführt werden. Dieselben haben aber, wenn fie nicht vorher noch Mitglieder deS landwtrth- schaftltchen BezirkSvereius werden und fich zu diesem Behuse bet dem Unterzeichneten anmeldeu sollten, deu vollen Kostenbetrag für Ausführung ihrer Bestellungen zu vergüten, S) daß zur Ausführung der Bestellungen eine Commission, bestehend aus dem Unterzeichneten, Herrn Rentner Fr. Georgi, Herrn Oeconom Fr. Helfrich und Herrn Joseph Güngertch, sämmtlich von Gießen, ernannt worden ist und daß Bestellungen durch die Großh. Bürgermeistereien, bei Großh. KretSamt Gießen oder dem Unterzeichneten bis zum 1. December l. I. längstens einzureichen find, 4) daß die Zahlung deS Düngers bet Empfang desielben zu erfolgen hat, 5) daß bei Bestellung eine« Waggons (200 Str.) Thomas- phosphatmehl und Kainit angeboten ist: a. ThomaSphoSphatmehl mit 17pCt. Gesammt- PhoSphorsäure und 14pCt. citratlöSlicher Phosphor- säure, iucl. Sack zu 2 Mk. pro Gentner, die Fracht beträgt von Staßfurt bis Gießen bei Bestellung eines Waggons ca. 44 Pfg., zusammen 2.44 Mk. pro Gentner; b. Kainit per Gentner incl. Sack zu 94 Pfg., mit 5pGt. Nothstand — 7.50 Mk. pro 200 Gtr., die Fracht beträgt ca. 44 Pfg., zusammen 1.38 Mk. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, vorstehende Bekanntmachung in Ihren Gemeinden zu veröffentlichen, Anmeldungen entgegenzunehmen und längstens bis zum 1. December l. I. an Großh. KreiSamt oder den Unterzeichneten einzusenden. Gießen, den 18. November 1896. Der Direktor deS landwirthschaftlichen Bezirk-Vereins. __________________________Jost. ________________________ Bekanntmachung, betreffend: Antrag auf Feldbereinigung der Gemarkung Garbesteich und die Anlage von Wegen in den Baumstücken. Das Ergebniß der am 13. October 1896 zu Garben- t-cich erfolgten Abstimmung über den rubr. Antrag ist felgendes: Flächeninhalt der gefammten zu bereinigenden Fläche: 500,8011 Hectar. Gesammtzahl der auf dieser Fläche Begüterten: 513. Gegen den Antrag haben gestimmt: 3 Grundeigen- thümer mit 34,1714 Hectar betheiligter Fläche. Für den Antrag haben gestimmt: 510 Grundeigen- thümer mit 466,6297 Hectar betheiligter Fläche. Hiernach hat der Antrag die gesetzliche Majorität erhalten. In der Zeit vom 21. bis 28. November 1896 liegt das AbstimmungSprotocoll nebst der Zusammenstellung des Abstimmungsergebnisses auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Garbenteich zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder RechtSbeständig- keit dieses Ergebnisses find binnen 14 Tagen, von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Kreisblalt an gerechnet , mittels schriftlicher Beschwerde bei Großh. Obern landwirthschaftlichen Behörde in Darmstadt geltend zu machen. Friedberg, den 18. November 1896. Der Commissär für die Leitung der Abstimmung: 10268 Dr. Göttelmann, Großh. Kretsamtmann. Tteuefte WolffS ttlLgrsphtfckeS tfoasfpoKjhotxtgwMs Ellwauge», 18. November. Bei der geftern stattgehabten Ersatzwahl im 13. württemberglschen RelchStagSwahlkreise find bisher gezählt worden für Professor Hofmann (Gtr.) 9323, Bräutle (Volksp.) 5171, Agster (Soc.) 1267, Geß (natl.) 407 Stimmen. Da nur noch einige kleinere Orte ausstehen, scheint die Wahl HofmannS sicher. Paris, 18. November. Ein verw egener Post- diebstahl ist heute hier verübt worden. Der Kutscher eines Postwagens wurde auf dem Wege zum Bahnhofe von einem die Uniform eines Briefträgers tragenden Manne angehalten mit den Worten: „Gevatter, Du hast den falschen Sack genommen, hier ist der richtige." Der Kutscher ließ den Austausch vollziehen. Auf dem Bahnhofe wurde aber sofort daS Fehlen des Sackes mit Gelvbriefen im Werthe von 42 000 Francs bemerkt. Der vorhandene Sack enthielt nur Papierschnitzel. Petersburg, 18. November. Nach Privatmeldungen aus Rostow am Don find die Getreidepreise auf den süd- rusfischen Märkten stark anziehend; in NoworosfiSk notirt Weizen 10 Rubel pro Tschetwert. Die Nachfrage aus dem AuSlande wird als stark bezeichnet. Die.'Seefrachten steigen. Sofia, 18. November. Heute fand eine von dem Pastor der deutsch.evangelischen Gemeinde abgehaltene Trauer- feier am Grabe des Fürsten Alexander statt; derselben wohnten Fürst Ferdinand sowie die heute hier ein- getroffene Wittwe des Fürsten Alexander, Gräfin Hartenau, bei, ferner Ministerpräsident Stoilow, zahlreiche Hofbeamte und hohe Offiziere. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 18. November. Der „Nationalzeitung" zufolge fiel es während der gestrigen Verhandlungen des Reichstages über die Duelldebatte und den Fall Brüsewitz auf, daß ein hoher Offizier, welcher fich in der Hofloge befand, sich eifrig Notizen machte. Berlin, 18. November. Einem hiefigen Blatte wird versichert, daß Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg geneigt sei, den ihm angetragenen Posten eines Gouverneurs von Deutsch-Oftasrika anzunehmen. Der Herzog ist bekanntlich Präsident der Eolonialgesellschaft. Berlin, 18. November. Der Bund der Landwirthe wird am 27. und 28. dsS. Mts. eine AuSschußfitzung ab- halten. Berlin, 18. November. Nach einer der „Nordd. Allg. Zig." zugegangenen Mittheilung werden die Blättermeldungen über Unruhen im Kameruner Schutzgebiete maß- gebenderseitS für durchaus unbegründet gehalten. Die Ausschreitungen einzelner eingeborener Händler harrten noch der Berurtheilung. Die in den letzten Tagen eingelaufenen telegraphischen Nachrichten erwähnten indessen nichts von Unruhen. Berlin, 18. November. Sämmtlichr Bäckermeister Berlins erklärten fich gestern Abend in einer sehr zahlreich besuchten Generalversammlung nach einem eingehenden Referat de-Obermeister- Gemmelhardt gegen die Zwang-- organisation deS Handwerks. Gleichzeitig wurde beschlossen, an den Bundesrath, sowie an alle gesetzgebenden Körperschaften Petitionen wegen Abschaffung deS Maximal- ArbeitstageS zu richten. Wie«, 18. November. Am Samstag trifft hier der Groß-Oheim deS Zaren, Großfürst Michael Nikolajewitsch, ein. Derselbe verbleibt einige Tage hier und wird sofort nach seiner Ankunst vom Kaiser in Audienz empfangen, zur Hoftafel geladen und auch an den kaiserlichen Hofjagden in Gording und Elsgrub theilnehmen. Wie», 18. November. Die Meldung der »Daily RewS", daß die Großmächte fich geeinigt hätten, die Verwaltung des türkischen Reiches durch verantwortliche europäische Minister auSsÜhren zu laffen, wird in hiesigen diplomatischen Kreisen als jeder Begründung entbehrend und als phantastische Erfindung bezeichnet. Graz, 18 November. In dem Tunnel am Arlberg entgleiste ein Güterzug. Der ZugsÜhrer und Gon* ducteur wurden verwundet. Die Maschine und einige Waggon- wurden beschädigt. Venedig, 18. November. Hier herrscht ein heftige« Unwetter. Die ganze Stadt ist überschwemmt, der Schiffsverkehr unterbrochen. DaS Llohdschiff aus Triest konnte erst nach ISftünbtger gefährlicher Fahrt in den hiefigen Hafen etnlaufen. Turin, 18. November. Die Kriegsverwaltung übertrug dem Gußstahlwerk Poldyhütte in Kladno die Lieferung von 300 000 Gewehrläufen. Brüssel, 18. November. Im Senat ist ein Gesetzentwurf auSgeiheilt worden, welcher das Buchmachen bei Pferderennen mit einer Strafe von 100 ins 5000 FrcS. verbietet. Die Senats Eowmifsion hat den Vorschlag gemacht, auch die Spielhäuser mit 500,000 Frcs. zu besteuern. Außerdem soll jedes Mitglied deS Spielclubs 500 FrcS. Pact zablen. Vrüffel, 18. November. Gestern wurde die erste Ber- theiluvg der Mittagssuppen und Brode kostenlos an 3200 arme Kinder auSgeführt. Nom, 19. November. »Tribuna" veröffentlicht einen heftigen Artikel gegen den Präsidenten Faure und nennt denselben den Freund und ArbeitSgenoffen Mene- likS. DaS Blatt macht Favre den Vorwurf aus feiner Haltung gegenüber Italien während des afrikanischen Abenteuers und constatirt die literarischen Fortschritte Mene- likS. Faure habe demselben nicht nur K 1:gSkunst, sondern auch Stilistik beigebracht. Den Major Nerazzini nennt daS Blatt einen Feigling. Loudon, 19. November. »Daily News" melden, Deutschland und Oesterreich würden die vom Sultan vorgeschlagene Reorganisation deS türkischen Reiches an- nehmen. ___________ H Recklinghausen, 19. November. Auf Zeche ^General Blücher- fand heute Morgen eine Explosion schlagender Wetter statt. Die Unglücksstätte ist noch nickt zvgänoljch. V-'rmutblich sind 30 B-ra'eute oetödtet. CocaUs mit provinzielle*, Hießen, den 19. November. ** Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 18. November u. A. die Pfarrer Freundlieb von Ulrichstein, Marquardt von Ober- Gleen, Schäfer von Stadecken, den Rentamtmann Kloo- von Alsfeld. ♦* Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde erthetlt durch Allerhöchste Entschließung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs vom 26. September dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Gau-Algesheim Jacob Stiel finger V. ♦♦ Die GeneralVerfammlung deS landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gteßeu fand am Dien-tag Nachmittag auf Lovys Felfenkeller statt. Herr RegierungSrath a. D. Jost, der Vorsitzende, gab zunächst bekannt, daß durch Vermittelung der Landwirthschaflsgesellschast zu Berlin österreichischer Rothklee bezogen werden könne, ferner durch den landwtrth- schaftlichen Bezirksverein künstliche Düngemittel, für welche Bestellungen beim Vorstand abgegeben wie auf einer sofort In Gircuhtion gesetzten Liste angemeldet werden könnten (flehe Näheres im Amtlichen The:l der heutigen Nummer); ferner machte der Vorsitzende auf einige Saatangebote aufmerksam, desgleichen darauf, daß als Schutzmittel gegen Schwelnerothlauf „Porcosau" empfohlen worden fei. Bezüglich des letzteren Mittels empfahl Herr Landwirthschaftslehrer Leit Higer Abwarten, bis weitere Verlache angeftellt worden seien. — Hierauf ging der Vorsitzende aus den ersten Gegenstand der Tagesordnung über: Die Nothwendig- feit der Abänderung der hessischen Instruction für die chemischen Untersuchungsämter zur Untersuchung der Milch. Der Vorsitzende theilte u. A. mit, daß nach § 8 der für die Stadt Gießen erloffeien Milchverkanssordnung daS speclfische Gewicht der Milch (ganzer Milch) zwischen 1,029 und 1,033 liege, dieselbe mindestens 2,8 pGt. Fettgehalt befltzkn solle, nach § 11 derselben Ordnung haben die Sachverständigen als gewässert z» betrachten Milch, deren specifischeS Gewicht unter 1,027 liegt, als gerahmt, deren Fettgehalt weniger alS 2,8 pCt beträgt. Nach einer im März v. I. in Gießen vorgenommenen Untersuchung der BerkaufSmilch eines Oeconomen betrug deren Äädtlsi hängnißvolle Zustand vor Augen der kommende Vortrag den Weg handelt flch dabei ebensowenig Darlegungen, sondern um sehr das letzte Mal dieser ver- geführt worden ist, wird zur Gesundung zeigen. 68 wie damals um theoretische Au« der C ist um Weihnach 8erotibun{ entgezengenomme Tießen, < Die AuSloos U« Lchüssengench Mittwoch bi in öffentlicher Cis Gießen, t *• Die Local-Gartenball-Ausstellung wurde besucht am ersten Tage bet einem Eintrittspreise von 75 Pfg. mit Eoncert von 146 Personen, am zweiten Tage (SamStag) von 263 Personen, sowie von 427 Schulkindern- am Sonntag war der stärkste Besuch zu verzeichnen, nämlich: Vormittags 393 Personen, Nachmittags 718Personen- am Montag, de« letzten Tage der Ausstellung, wurde dieselbe von 618 Personen und 27 Alice-Schülern besucht. Die Aussteller haben nach oberflächlicher Zusammenstellung ein Deficit von 500 Mk. Bei der AuSstellungS-Lotrerie gewann Herr Karl Rett den Haupttreffer, einen gesüllteu Blumentisch mit Vogelkäfig, sowie zwei Blumenständer mit Palmen, zusammen im Werthe von 100 Mk. Den zweiten Hauptgewinn erhielt Herr Jäger, Beamter am Gericht, während der glückliche Gewinner des dritten Haupttreffers ein Arbeiter ist. Auf dem gestrigen Zwiebelmarkt war die Anfuhr nur eine mittlere. Der Handel entwickelte fich TagS über sehr lebhaft, doch wurden nur kleinere Quanten verkauft- der Bedarf der größeren Abnehmer war schon gedeckt. Mau berechnete beste Wetterauer Zwiebeln mit 4 bis 4.50 Mk., geringere Waare mit 3.50 Mk. pro Centner. Die Meste wurde durchschnittlich mit 50 Pfg. abgegeben. Knoblauch kostete das Viertelhundert 30 bis 40 Pfg. Die Vorräthe des Marktes wurden nur theilweife geräumt. •• Bestiwmuogeu über die Hebungen bet Offiziere und Offizierafptrauleu des veurlaubteustaudeS. Der preußtfche K rt egsmtn tster hat angeordnet, daß behufs einhetiltcher Regelung der Vorbereitungen für die längeren Hebungen der Offiziere und Offizteraspiranten des BeurlaubteustandeS und >ehufs Wahrnehmung der Jntereffen betheiligrer Ctvilbehörden küuflig, soweit als thunlich, nach nachstehenden Grundsätzen verfahren wird: 1. Die allgemeinen Anordnungen und Vorbereitungen für die nach den Bestimmungen der Wehrordnung und Heerordnung feststehenden und daher von den jährlichen Bestimmungen für die Hebungen des Beurlaubtenstandes nn* abhängigen längeren (vier- bis achtwöchigen) Hebungen find Seitens der zuständigen Behörden und Truppentheile so früh zu treffen, daß die Vorfragen für die betreffende Hebung, von besonderen Ausnahmefällen abgesehen, einheitlich zum 1. December j. J-. an jeden in Frage kommenden Offizier u. s. w. Seitens der BeztrkkcommandoS gerichtet werde» können. Diese Vorfragen werden auch dann terminmähig z» erledigen sein, wenn sich die genaue HebergangSzeit mit Rücksicht auf das Hnbekanntfein der Zeiteinthetlung für die Herbstübungen und Schießübungen noch nicht festlegen läßt und deshalb nur im Allgemeinen mitgetheilt werden kann. Durch die BezirkScommandoS ist der 1. December als Termin inne- zuhalten und allen in einem Beamtenverhaltniß befindlicher» Officiereu rc. die Pflicht aufzuerlegen, ihre vorgesetzte Civil- behörde alsbald entsprechend zu benachrichtigen. Bei de« einheitlichen Eingang aller Anfragen wird den Etvilbebörden die Möglichkeit gegeben, die Zahl der ihnen auSfallendl» Beamten übersehen, sowie ihrerseits gewichtige Bedenken gegen die Hebung und etwaige besondere Wünsche sofort durch den Offizier rc. bei der zuständigen Stelle zur Sprache bringe» zu können. 2. Bezügliche Befreiungs-Gesuche der Cioil- behörden find, sofern auf Grund derselben nicht von de« Hebungsantrag bet Offizieren überhaupt abgesehen wird, -der eine entsprechende Berücksichtigung erfolgt, grundsätzlich zur Kenntniß der zur Entscheidung berufenen obersten Waffen- behörde zu bringen. Betreffs der Osfizieraspiranten iß Bezügliches bereit» in der Anmerkung zu § 46,2 erster fallenden Herrn, waren durchweg ganz vorzügliche. Dir Gesangsvorträge, Sopran, Tenor und Bariton mit Herr- lichen Stimmmitteln, im Solo-Vortrag wie im Duett, waren ebenfalls sehr gute, obgleich Manchem die Eigenart der italienischen Vortragsweise Anfangs nicht recht zusagon wollte. Alles in Allem war auch das gestrige zweite Eoncert ein seltener musikalischer Genuß. ♦* WohlthatigkeitScoueert. DaS Eoncert der hiesigen Gesangvereine „Säuer’fit er Gesangverein" und „Männer gesangverein" zum Besten der beiden hiesigen Schwesternverbände findet, wie bereit- mitgetheilt, am Sonntag den 29. d. MtS. in Steins Saalbau statt. Herr Mr:sik- director Krauße, der mit der gelammten RegimentSmufik den orchestralen Theil übernommen hat, wird dabei eine hier noch nicht aufgesührte Novität vorführen, die überall, wo sie bisher zur Aufführung gebracht wurde, den ungeteilten Beifall des Publikums und der Presse gefunden hat: Hl t ava, symphonische Dichtung für großes Orchester, eine der bedeutendsten Tonschöpfungen des böhmischen Componisten Smetana. Eine eingehende Besprechung diese- hoch- intereffanten, dem Gebiet der Programmmufik angehörenden Werkes behalten wir und für später vor und bemerken heute nur kurz, daß dasselbe eine musikalische Schilderung bei Moldaulaufes enthält und eine reiche Fülle melodischer Schönheiten und wirkungsvoller instrumentaler Klangeffccte enthält. Den Billetverkauf hat Herr Ernst Challier freundlichst übernommen und werden Vormerke für Eintrittskarten schon jetzt entgegengenommen. * Vortrag. Herr Dr. Johanne- Müller wird in fpecifisch-- Gewicht 1,0275 und der Fettgehalt 3,01 pCt. Diese Milch wurde für gewässert erklärt, weil eine 24 Stunden später im Stalle de- betreffenden Oeconomen entnommene Milchprobe ein bessere- Resultat ergab. ES wurde hierauf, nachdem Großh. Staatsanwaltschaft die Einleitung einer Hntersuchung mangel- BeweifeS einer vorsätzlichen Wässerung abgelehnt, von der Amtsanwaltschaft die Milch. Verkäuferin mit 5 Mk. bestraft wegen fahrlässigen Verkauf- gewässerter Milch. Der betr. Oeconom erhob Einspruch gegen hen Strafbefehl, indem er erklärte, daß in feinem Hause ein Milchwässern nicht vorkomme, er habe eine Zeit lang infolge Futtermangels gefrorene Dickwurzeln gefüttert, zwei Tage vor Entnahme der Probe der VerkaufSmilch, da drei Kühe erkrankt waren und die Milch geringwerthiger geworden, gute Dickwurzeln mit Oelkuchen gefüttert. Darin liege der Grund, warum die Verkaufsmilch schlechter geworden sei als die St all milch. Auf dieserhalb erhobenen Einspruch wurde gegen den Oeconomen ein Strafbefehl von 20 Mk. erlassen. Auf weiteren Einwand des Angeschuldigten fragte da- Gericht bei dem chemischen HntersuchungSamt an, ob der Hnterschied in der Güte der Milch zwischen der Probe der VerkaufS- wilch und der Stallmilch nicht von der Fütterung der Thtere herrühren könne. DaS HntersuchungSamt theilte darauf mit, daß diese Möglichkeit ausgeschlossen sei, selbst wenn erwiesen war, daß drei Tage vor der Stallprobe- Entnahme zu einer anderen Fütterung übergegangen worden wäre. DaS weiter erhobene Obergutachten des chemischen HntersuchungSamts Darmstadt erklärte: „Nach der heffischen MilchverkaufSordnung wird von einer normal zusammengesetzten Vollmilch wenigstens ein specifischeS Gewicht bei 15* C. von 1,0290 bis 1,0330, nach 24stünbigem Stehen und darauf erfolgtem Abrahmen ein solche- von wenigstenS 1,0330 bei 15* C. und ein Fettgehalt von 2,8 pCt. vorausgesetzt, eß sei sonach die fragliche Milch nach der hessischen MilchverkaufSordnung (deren Vorhandensein während der Debatte Übrigen- von Herrn Provinzialdirector Freiherrn v. Gagern in Abrede gestellt wurde) al- gewässert zu beanstanden, ob die Milch auch entrahmt sei, lasse sich nach dem Inhalt der Acten nicht mit Sicherheit angeben. ES ergebe sich aus dieser Erklärung, daß die chemischen Unter» suchungsämter die Instruction besitzen, eine Vollmilch für gewässert zu erklären, deren specifischeS Gewicht unter 1,027 finkt, während die Milch des Angeschuldigten 1,275 wog. Jeder Landwirth wisse aber, daß auf .die Güte der Milch die Fütterung der Thiere, die Erkrankung derselben einen , wesentlichen Einfluß cin-üben, ja daß sogar einzelne Viehrassen eine Milch von verschiedener Güte liefern. So liefere das Höhenvieh (Vogelsberger und Simmenthaler) eine viel bessere und fettere Milch als das Niederungsvieh. ES sei längst von der W ffenschast anerkannt, daß das Gewicht der Milch unter 1,029 sinken könne, ohne daß die Milch gewässert ist. Da nun ein Oeconom, bessen VerkaufSmilch über 1,027 wog, die außerdem einenFettgehaltvon 3,01 pCt. besaß,trotzder für Gießen erlassenen MilchverkaufSordnung in 100 Mk. Geldstrafe, und dessen Mtlchverkäuferin tu 25 Mk. Geldstrafe und in I die sehr bedeutenden Kosten verurtheilt wurden, so dürfte eS I fich empfehlen, bei Großh. Ministerium zu beantragen, daß I die chemischen Untersuchung-ämter angewiesen werden, in Gemäßheit deS § 11 der MilchverkaufSordnung für die Stadt I Gießen, eine Milch nur dann zu beanstanden, wenn deren I spezifisches Gewicht unter 1,027 beträgt. Der Vorsitzende führte auf Grund der Umstände, unter welchen fich die I Bildung der Milch unter dem Einfluß der Fütterung im Thierkörper vollzieht, eingehend au«, daß die Gutachten der chemischen Untersuchung-ämter unzweifelhaft nicht zu bean» standen wären, wenn beide Milchproben an einem Tage und "icht die Sta ll milchproben 24 Stunden später entnommen I worden seien. ES könne, blieben diese Umstände unberück- I sichtigt, dann jedem Milchverkäufer Pasfiren, daß er, obschon I er die Milch nicht gewässert, bestraft wird, weshalb zur Ver- I Hütung der Bestrafung unschuldiger Personen eß erforderlich sei, daß Großh. Ministerium die Instruction der chemischen Untersuchung-ämter einer Revision unterziehe, und mit den I Erfahrungen der Wissenschaft in Einklang bringe, denn Prof. Backhaus-Göttingen habe die hessische Instruction I für ant-quirt erklärt, und weiter, daß die VerkaufSmilch I dann als gewässert zu betrachten sei, wenn bei deren Ent« nähme in gleicher Weise verfahren werde, wie bei Entnahme der Stallmilch. In vorliegendem Falle sei dies nicht ge- ichehcn, denn bei der Siallm'lch fei die Milch sämmtlicher Kühe in ein Gesäß geschüttet worden, während bei der Ver. I kaussmilch nur der Inhalt einer Kanne, die für Bäcker bestimmte Milch enthalten, gewogen worden sei. — In der I folgenden Debatte erklärte Herr Polizeiamtmann v Bech. told, daß eine Aenderung der Gießener MilchverkaufSord» nung beabsichtigt sei. — Herr Dr. Günther Dom chemischen HntersuchungSamt hier bemerkte, daß eine Beurtheilung der Milch lediglich nach ihrem spezifischen Gewicht unzuver- lässig sei, eß könne Milch mit 25 pCt. Wasser versetzt werden, und doch den Anforderungen an ungewässerte Milch I entsprechen- er empfehle, die Milch durch baß chemische HntersuchungSamt untersuchen zu lassen, bevor solche al- gefälscht bezeichnet werde. — Herr LandwirthschaftS- lehrer Leit Higer von Alsfeld betont, daß der Werth der Milch auf den Fettgehalt gelegt werden müsse, der Einfluß des Futter- auf die Milch vollziehe sich weit rascher al- an» genommen werde. — Herr Provinzialdirector Frhr. v. Gagern stellt in Aussicht, baß seitens beß KreiSamtS ber Sache ebenfalls näher getreten würbe. — Auch bie Herren Bichler, Jost und Sch lenke sprechen sich dahin au-, daß aus Aenderung der MilchverkaufSordnung hingewirkt I werden möge. Die Versammlung erklärte sich damit ein- I verstanden und wählte eine au- den Herren Erb, Schlenke I und Bichler bestehende Commission alß lanbwirthschaftlichen I Deirath bei Ausarbeitung einer neuen MilchverkaufSordnung. I — Die Berathung über den zweiten Punkt der TageSord- I nung: „Aufzucht der Schweine und Fütterung I derselben" leitete Herr Oberamtmann Hoffmann ein. ' । Für weil ln besten brlkate sPitzen Wtt.Tnt HeiL tu „ g\ei*aB ^berid 8 Uhr ß»Gb», aber b , ,,*7 süftbuU J 4/" jibl: « d» Qigl M,ei„ «« hinH«itm o„, '«IMitfitt ttbtth lu Mtt W bii(t, 6*„ J« M« l(t, wirt wwrtnng zeigen, tzz wiatt um theoretische tische, instractive Aus. r derer verdienen, die einen Geist haben, der csorge bedarf. Darum 8 entgehen, der wieder ng wurde besucht am on 75Pfg.mit Coneelt Lage (SamStag) voa ikindrrn- am Sonntag i/ nämlich: Bormittagt nen; am Montag, de« hißt Don 618 Personen fotlfolltr haben nach deficit von 500 ML jttx ftail Mi bin M mit DogMfig, i, zusammen im Werthe itgewinn erhielt Herr und der glückliche @e» Arbeiter ist. 1t war die Anfuhr nur :e sich Tags über ich Quanten verkauft- Itt r schon gedickt. M« mit 4 bis 4.50 M!> Cenwer. Die Mep abgegeben. Kaoblact 0 Psg. 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Zur weiteren Vereinfachung und Beschleunigung deS Geschäftsverkehrs ist künftig nach dem Grundsatz zu verfahren, daß dir Beorderung der R.serve- offiziere nicht durch Vermittelung der örtlichen G neral- Commandos, sondern unmittelbar durch die controlirenden BezirkScommandos auf Ersuchen der Truppentheile erfolgt, nachdem daS betreffende Geveralcommando bezw. die oberste Waffenbehörde die Entscheidung auf die UebungSanträge den Truppenthetlen bekannt gegeben hat. 4. Jeder in einem Beamtenverhältniß stehende Angehörige des Beurlaubten« fiandeS hat von dem Empfange eines Gestellungsbefehls den B stimmungen gemäß sogleich seiner vorgesetzten Ctvtlbehörde Meldung zu erstatten. Die Behörde ist alsdann in die Lage versetzt, nöthigenfallS eine Vertretung des Beamten zu regeln. n Reichelsheim i. d. W., 17. November. Der Vorstand der hiesigen Molkereigenossenschast hält eben Umfrage bei den Genossen, um zu erfahren, welchen Procentsatz ihrer Magermilch sie int Fall einer Käsereieinrichtung dem U iternehmen überlaffen wollen. Die neue Einrichtung wird getroffen, sobald ein die Rentabilität versprechendes Quantum M-lch zur Verfügung steht. Viele Genoffen haben schon langst den Wunsch, ihre Magermilch in einer Käserei zu ver- werthen, weil sie der Ansicht find, daß sie hierbei größeren Nutzen hätten als bet der Verwendung in der eigenen Wirthschast. Die mit der GenoffenschaftS-Molkeret in Alienstadt verbundene Käserei soll dem Vernehmen nach aut rentiren. + Echzell, 18. November. Unser Krieg erverein bat kürzlich den Beschluß gefaßt, bei demjenigen Wirthe, der sein Local socialdemokrattschen Versammlungen zur Verfügung stellt, keine Zusammenkünfte oder Festlichkeiten mehr abzuhalten. Darmstadt, 18. November. Bei ungeschwächt starkem Zudrang hielt heute Herr Privatdocent Dr. Noack seinen 5. Cyclus-Dortrag Über Grabcu lt und Grabmal bei den Griechen. Er erörterte zunächst die Auffaffung von der Beile (Psyche) beiHomer, wo sie als das im Menschen lebende zweite Ich, sein Abbild erscheint und beim Tode als luftiges Gebilde durch den Mund entweicht — eine ziemlich profane Auffaffung. Dann herrschte eine Zeit lang der Glaube, daß man sich durch Opfer au die abgeschiedene Seele vor Schaden bewahren könne, bis man zur Leichenverbren- nung allmälig kam, um der Seele den Rückweg zur Oberwelt definitiv abzuschließen. Die Gräber aus dem 9. und 8. Jahrhundert v. Ehr. am Dtphlon, dem Hauptbegräbniß- platze der Athener, zeigen unter andern, daß man den Leicheu Schmucksachen, Waffen usw. mitgab- Vasen aus jenen Zeiten, die bedeutendsten Vertreter der damaligen Kunst, die Speisen für den Todten aufzunehmen bestimmt waren, zeigen im geometrischen DecorationSstile Darstellungen des LeichenzugS, von Klageweibern, von Gethier u. dgl. m. Besonders viele Opfer wurden alljährlich am Feste Allerseelen dargebracht. Die entwickelungSreicheZeitschließt dann im4.Johrhundertv.Chr. mit Plato, der die persönliche Unsterblichkeit lehrte und glaubte. Der Redner geht nunmehr auf die künstliche Gestaltung der Grabstälten, hauptsächlich an Hand der Funde auf dem Friedhof von Dipylon, näher ein. Anfangs hotte man eine Stelle mit flachem, oft nur in rauhen Umrtffen vorhandenen Relief, dann wurde das Relief höher auS- gearbeitet, ganze ©eenen aus dem Leben des Verstorbenen, die fast überall in den Figuren die sanfte Wehmuth des Trennungsschmerzes erkennen lasten, dargestellt, wobei das Ganze schließlich in capellenartiger Ausstattung schließt. Wunderbare, besondere Werke find uns erhalten- Anfangs des 4. Jahrhunderts v. Chr. wurde dann der Luxus auf den Grabstätten durch den damaligen Machthaber Athens verboten. Die Grabschrtften schildern Tage auS dem Leben des Verstorbenen, weisen auch hie und da auf ein künftiges Leben der Seele hin, wobei hie und da die Freude nach einer Wiedervereinigung im Jenseits schon im Keime unS in dem „Chairete" entgegentrat. Der Vortrag wurde leb« haft applaudtrt. Literatur uttfc Kunft .«..Die letzte« «chüffe im deutsch« frauzöstfcheu Kriege lo70/71 wurden au8 deutschen Gewehren abgegeben und trafen das Herz zweier unglücklicher Franzosen, die in irregeleitetem Patriotismus einen deutschen Posten meuchlings niedergestochen hatten. Die uw überaus interessante, von General v. Z. herrührende Schilderung Meier wahren Begebenheit findet sich in dem soeben erschienene» 17- Jahrgang von „Köhlers Deutschem Kaiser Kalender für daS Jahr 1897-, Preis 60 Psg., Verlag von Wilhelm Köhler, Minden i. W., der, wie ein Blick in den Kalender darthut, sich würdig en seine Vorgänger enretht und zu den ersten beutld^n Kalendern gerechnet werden muß. WaS dem Köhler'>chen Kaiser-Kalender einen beson- beren Sorjug verleiht, ist die Pflege national pe'riotischen G ifte» und Lebens, die er fich zur Aufgabe gemach' und die ihm die Gunst aller Patrioten rasch erworben hat. Der Kalender ist sow hl text- lich alS illustrativ musterhaft ausgeflaltd. Wir beschränken unS darauf, zu betonen, daß Köhlers Deutscher Kaiser-Kalender zu den vornehmsten deutschen Kalendern gehört, daß er musterhaft redigirt und ausgestattet ist und daß er durch die Fülle lewes Inhalts nach der Wahrheit deS Goelhe'schen Wortes: „Wer Vieles bringt, wird Manchem etwas bringen" Jedermann etwas bieten wird. Köhlers Deutlcher Kaiserkalender für 1897 ist zum Preise von 50 Pfg. durch jede Buchhandlung und von der Verlagshandlung Wilh. Köhler in Minden i. W. zu beziehen. LotteSdienS in der Synagoge. SamStag den 21. November. Vorabend 4“ Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, SabbathauSgang 6*o Uhr. GottesdieuA der israelitischen NeligionSqesellschaft- Freitag Abend 418 Uhr, SamStag Vormittag 830 Uhr, ®e* brrrtStagfeier Abrer Kgl. Hohheiten de- Grotzherzog- und der Großherzogin. Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 519 Uhr- Nachmittag 2« Uhr Schrifterklärurrg. Wetzsteingaffe 8. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 4’8 Uhr. Verkehr, £awfc* rrnd VoU-wirthjchafi. r Gießen. 19. November. Der gestrige Ochs en markt war mit 8 Sluck Vieh befahren, so daß sich ein Handel nicht entwickeln konnte. — Auf dem Schweinemarkt belief fich der Auftrieb auf etwa 300 bis 400 Stück, meistens Läufer und Einleger, auch einige Stück Fettvteh waren am Markt. Der Markt setzte zu Anfang flau ein, doch hob sich gegen Mitte die Kauflust trotz der von den Händlern geforderten hohen Preise. E« wurden gehandelt 8 bis 10 Wochen alte Ferkel mit 24 bis 30 Mk., Läuser mit 40 bis 50 Mk., Einlegschweine mit 70 bis 90 Mk. pro Paar. Fettvteh wurde verkauft mit 48 bis 52 Mk. pro 100 Psd. Schlachtgewicht. 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