aus den Taschen! — hat mich nämlich bi- auf das Blut gequält, er wolle Kaufmann werden, und zwar nur bei Ihnen. Und da dachte ich nun — wenn Sie vielleicht — momentan eine Lehrstelle vacant —" „Ja, ja," unterbrach fie Herr RöderS, feine Cigarre an den Rand des Pultes legend. „Da könnte was drauS werden. Rechnet er denn gut P" „Hat er loS, sage ich Ihnen! Mir hat er schon vor« gerechnet, in wie viel Jahren die Welt untergeht." „Ei, der Teufel! Schon mehr ein Genie, Ihr Junge! Aber freilich, derlei Aufgaben wird er bet mir wohl kaum zu lösen bekommen. Doch trotzdem —" „August? Läßt Du die Katze in Ruhe? Verzeihen Sie, Herr RöderS, aber er hat manchmal noch so jugend- liche Streiche im Kopfe!" „Werden ihm schon vergehen, Frau Fimpel?" Kurz und gut, nachdem der Principal noch einige Fragen an August Fimpel richtete, bewirkte er mit dessen Mutter die Bedingung, den Jungen nach vorheriger vierzehniägtger Probe« zeit als Lehrling in seinem Hause aufzunehmen und zwar sollte der Eintritt schon am darauffolgenden Montag erfolgen. Ein hüpfende- Herz im Busen schied der Engagirte mit Mama von seinem zukünftigen Prtucipale. Der Montag kam. Als fich der Tag erhellte und die ersten Sonnenstrahlen in das Zimmer Augusts drangen, sprang der im Bette Liegende mit einem Satze von seinem Lager auf den Fußboden. Schnell kleidete er fich au, trank seinen Kaffee, nahm diverse Verhaltungsmaßregeln von Mama entgegen und machte sich auf den Weg. Nach wenigen Minuten war er am Ziele. Etwas beängstigt trat er ein und wurde von Herrn RöderS selbst empfangen. Nachdem ihn dieser seinen anderen Angestellten vorgestellt, begann schon der eine der letzteren, welchem die Dreffur der neuen Zöglings übertragen war, bet August daS Drillen vorzunehmen. „Daß Sie eS wiffeu," sprach er unter Anderem, „Morgens um halb acht Uhr hat der Lehrling da zu sein, um die Abreißkalender zu besorgen, die Briefe zu empfangen, *M ii> h 10 $te ^trauen v, tungsooll! E, ityitihj e 7 Tte lungsvoll liSmülift uacher. se 14 WM meine« Kleidern beginnt ben' 4. | Anmeldungen nist, legen. chtuiWoll E. Kess. H UM [fstrasse 1 jer Garantie für gen« dirte Werke: ontoir-Uhren t. 141 ontoir-Uhren üagwk , I agen gehend , 3, en in eigener Weteth ich der auf der 0*8 ittei. Sachsen gelehrte Luch-, Buxki"' uoil. und lachtungsvoll Boote leruig. ggjeofflüL tanus Nach1' Sonntag den 19. April 18VO M. 92 Drittes Blatt Sießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Reboctwn, Errxditi» unfc Dnider«: K«»lflratz«Vr.^ Frrnspr:L!d-aS sage ich Dir, nur bei RöderS u. Co. will ich in Sehre gehen. DaS ist ein großes unb reelles Geschäft, diu Verbindungen hat mit der ganzen Weilt." „Warum gerade bei RöderS u. C., Augustchen?" fuhr d il« besorgte Mutter fort und ließ fich auf dem Sopha nieder. ,. Ml Du auch, daß der RöderS ein böser Mensch ist, trndigtr Laune hat unb seine Angestellten chicanirt?" „Ach waS!" brauste er auf, „gerade da kann man etwas C Inrnm, wo man unter strenger Obhut arbeitet und einem diiß Harren selbst auf die Finger sehen." „Run gut, ich gehe schon morgen mit Dir, wenn Du ■ i6|»lrt gerade bei . . " LS waren die letzten Worte, als fie zur Thüre hinaus- ciflit enb die Milch vom Herde nahm^, nachdem fie über- g idufitn. * • „.Sie geht also mit mir hin! Ich komme zu RöderS unml iio. Hurrah! Famos! Ich — ich — famoS! famofl!" Solcherlei Reden brummte August in fich hinein, als er die Nacht aufwachte und sein Geficht in die Kiffen grub. „Herrgott! Wenn mir jetzt einer hunderttausend Mark auf die Bettdecke legte und zu mir sagen würde: „August, hier ist daS Geld, behalte eS, aber gehe nicht zu RöderS und Co.!" Ich glaube, ich würde ihn züchtigen, den Kerl!" Na also — der Morgen kam. Nachdem der Kaffee ge chlürft, die Brödchen gewürgt und eine Taffe infolge der ungewohnten Behandlung zerbrochen ging, holte August seinen neuesten Hut auS dem Schranke, dürstete ihn noch einmal eigenhändig, setzte ihn auf, stellte fich vor den Spiegel und rief: „Mama, ich bin fertig!" „WaS! Du bist schon fertig?" sagte die Erstaunte und nahm in zwei Partieen ihren üppigen Haarwuchs auS der Schublade. „Na, dem Anscheine nach haft Du ja das Zeug zu einem tüchtigen Kaufmann." „Und wie habe ich baß! Aber mache doch nur, wenn wir zu spät kommen, ist Herr RöderS nicht mehr anwesend," versetzte er in vorwurfsvollem Tone. Doch fie wurde fertig. Eilenden Schrittes ging eS die Treppen herunter unb fort durch die Straßen dem Ziele zu. Dem werdenden Jünger Merkurs pochte das Herz, als er von Weitem unter den Fenstern des ersten Stockes die goldenen Buchstaben sah: ROEDERS & CO. „Du!" sagte er zu seiner Mama, „wie doch die Firma groß dasteht und hoch angeschrieben ist, bei der muß man ja etwas lernen. Meinst Du nicht?" Inzwischen waren fie an dem Hanse angelangt mb schritten, einer primitiv gemalten Hand folgend, dem SomP- toir zu. -- „Herein!" vernahmen fie von innen. Sie traten ein. „Mein Name ist Fimpel. Gestatten Sie eine kleine Störung, Herr RöderS? Würden Sie mir einen Augenblick Gehör schenken?" „Gewiß, Madame!" „Mein Junge hat »ich nämlich — August, die Hände We Geschäftsgeheimnisse bebüiften in hervorragendem Mähe einen Schutz, auch einen strafrechtlichen, namentlich argen Treudruch. Gebe es doch sogar im Auslande BureauS, welche sich gerade damit belassen, in Deutschland Betriebsgeheimnisse durch Bestechung in Erfahrung zu bringen, um sie dann zu veräußern. Abg. Roer en (C) befürwortet die CommisfionSfassung- Strafbestimmungen dieser Art hätten doch auch schon längst in Württemberg, Sachsen, Baden, namentlich auch in Hamburg, schon vor 1871 bestanden. Der Antrag Schmidt reiche nicht aus, er fasse die Voraussetzungen für die Strafbarkeit zu eng. Redner erklärt sich alsdann noch gegen einen weiteren, zu 8 9 vorliegenden Antrag Basser- mann: „wer einen Angestellten zur unbefugten Mittbeilung von Ge- schäftsgebeimniss-n bestimmt habe, hafte auch für die dadurch verwirkte Vertragsstrafe als Gesammtfchuldner." Dieser Antrag gehe zu weit, indem bei seiner Annahme eS Vorkommen könne, daß ein Verleiter. der schon zu 10(0 Mk. Strafe verurthellt sei, hinterher noch zu 5000 Mk. Buße nenntbeUt werden könne. Abg. Frhr. o. Stumm (Rp.) beantragt, in der Fassung der Commission bei den Worten „unbefugt an Andere zu Zwecken des Wettbewerbe- oder in der Absicht, dem Inhaber des GeschäftS- detiiebeS Schaden zuzufügen," da» Wort „oder" zu streichen. Es komme dann zweifelsfreier zum Ausdruck, daß nur doloser Verrath und nicht auch fahrlässiger bestraft werden solle. Geheimrath Hauß widerspricht der Streichung brt Wortes „ober", da andrenfalls viele Fälle, roo dolos oorliege, straffrei bleiben würden, indem alsdann beide Voraussetzungen: Absicht, Schaden zuzufügen, und Zweck des Wettbewerbes, vereinigt sein müßten, um Jemanden strafbar zu machen. Thatsächlich sei doch aber schon der unbefugte Verrath „zum Zwecke des Wettbewerbes" doloser Natur. Eine Bestrafung fahrläfsigen Verraths sei überdies auch bei Beibehaltung des Wortes „oder" ganz ausgeschlossen. Abg. Basser mann (nl.) empfiehlt seinen Antrag. ES sei ungerechtfertigt, daß der Anstifter cioilrechtlich vorausgehe. Zu weit gehe ibm in der CommissionSfaffung die Bestrafung der Absicht, dem Geschäftsinhaber Schaden zuzufügen. Abgg. Vtelhaben und Graefe (Ant.) sprechen für den Antrag Stumm. Bei unveränderter Annahme beS 89 in ber Fassung ber Commission würben sie bas ganze Gesetz ablehnen müffen. Die Abstimmung ergiebt schließlich Ablehnung aller Abände- rungSanträge und Annahme deL 8 9 in der Faffung der Commission. Als 8 10d beantragtAbg. Schmidt-Elberfeld: Vereinbarungen, durch welche einem Angestellten aewisse Beschränkungen für die Zeil nach Ablauf des Dienstverhältnifses auferlegt werden, sind nichtig, falls nicht der Arbeitgeber für die Dauer der Beschränkungen Ersatz- Verpflichtungen eingeht. StaatSsecr. Nteberding bemerkt: Auch die zur Reform des Handelsgesetzbuches eingesetzte Commission erkenne an, daß Schutz gegen Mißbrauch der Concurrenzclausel nöthig sei, und er hoffe, daß in da« neue Handelsgesetzbuch entsprechende Bestimmungen Aufnahme finden würden. Mit Rücksicht darauf, daß das schon in nächster Session geschehen dürfte, bitte er, für jetzt von Annahme eines solchen Antrages abzusehen. Der Antrag Schmidt wird nach längerer Debatte abgelehnt. Weiterberathung morgen. Dtrmifdptest Ms. Gaffel, 18. April. „Cassel wird Weltstadt!" da» ist ber eine und „Cassel ist ein großes Dorf!" der andere oft gehörte Ausspruch. Der Letztere wird nun wohl zu Gunsten des Ersteren verstummen müssen, denn in der That, wir bekommen einen zoologischen Garten. Die Uebcp flabe de» im Besitz deS Prinzen von Heffen-Philippsthal befindlichen Schlosses Schönfeld nebst großem Park an den Menageriebesitzer Kreide in Gotha ist zu oem Zwecke bereits gestern erfolgt. Das Schloß ist vollständig auSge- räumt, es wird zu RestaurationSzwecken eingerichtet werden, die Fertigstellung der Bauten schreitet rüstig vorwärts, es werden Musikpavillons, VerandaS, Pavillons, Thierhäuser, Käfige, Zwinger rc. erbaut werden. Die Eröffnung des zoologischen Gartens ist bereits Pfingsten in Aussicht qc- nommen. Der Schönfelder Park liegt bekanntlich vor dem Franksurter Thore, unweit der KarlSaue, eine Straßenbahn- Verbindung nach dort wird also unbedingt in Kürze erfolgen müffen. * Berlin, 14. April, lieber das Strafmaß, welches Herr v. Kotze zu ermatten hat, besagt der § 206 de» Strafgesetzbuches: „Wer feinen Gegner im Kampfe tödtet, wird mit Festungshaft nicht unter zwei Jahren und, wenn der Zweikampf ein solcher war, welcher den Tod deß einen von beiden herb.iführen sollte, mit Festungshaft nicht unter drei Jahren bestraft." Erfahrungsgemäß findet jedoch bei Ehrenhändeln, nachdem ein Theil der Strafe verbüßt worden ist, die Begnadigung statt. • Berlin wie el trinkt. Pro 1895 ergiebt die soeben bekannt werdende amtliche Feststellung folgende Zahlen: Kleinhandlungen mit Branntwein 2995, Gastwirthschafien 381, Schankwirthschaften 7194, Ausschank von Kaffee, Thee, Cho« colade 70, Ausschank von Bier, Kaffee, Thee, Choeolade 713, Schnopsläden 616 und Selterwafferausschank mit Ausschluß aller sonstigen Getränke 137, Ausschank der in Londitoreien üblichen Getränke 191. Summa sämmtl cher Getränkeverkaufsstellen 9437. * Koblenz, 14. April. Der Musketier Klober vom Jnf.-Regiment 68 wurde durch kriegsgerichtliches Unheil vom 25. Februar, bestätigt durch den Kaiser am 4. d. M., wegen Straßenraubes und Tödtung zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe, Entfernung au» dem Heere und wegen vorsätz- licher Brandstiftung zu einem weiteren Jahre Zuchthaus verurtheilt. titaratur unb Aunft. - Da» Buch btt Erfindungen, Gewerbe und I«. dustrie«. Wer kennte nicht wenigstens dem Dtamen nach oaS Spamer'fche „Buch der Erfindungen" und wer hätte nicht einmal, fei es im elterlichen Hause, sei es bei Freunden, mit gespanntem Interesse darin geblättert, innerlich wünschend, es auch zu besitzen, um daraus lernen zu können, wie unermefelido daS große Gesammt- gebiet alles dessen ist, was der Mensch schon seinem Geiste dienstbar gemacht hat, einmal einen Einblick zu gewinnen, wie viele Hände fich regen müffen, um selbst die kleinen Bedürsnffse unseres Üebenfl zu befriedigen, und einmal zu erkennen, wieviel Scharfsinn und Nachdenken dazu gehört, um trotz aller dieser Fortschritte, die schon gemacht sind, doch immer noch bessere Mittel, intensivere Krast- ausnutzungen zu finden, gleichmäßigere oder schnellere Bewegungen zu sichern, oder für noch leichteres Jneinandergreifen der einzelnen Theile eines complicirten Mechanismus zu sorgen! Dennoch aber vergeht, wie wir alle wissen, kein Jahr, das nicht neue, in ihren Konsequenzen oft gewaltige und weittragende Fortschritte brächte, über die einen Gesammtüberblick zu gewinnen ein Menschenleben, ja eine ganze Generationen auSreichte, wenn man einmal von Neuem beginnen, und sich nicht immer wieder auf die Schultern seiner Vordermänner stehen wollte. Otto Spamer hat eS 1854 unternommen, einen solchen ganzen selbstständigen Anfang zu machen, indem er zum ersten Mate von tüchtigen, selbst in der Welt der Arbeit stehenden Männern einen Ueberblick über die Mittel der Technik bearbeiten ließ und das Ergebniß als „Buch ber Erfindungen" dem deutschen Volke darbot. Es war nur ein Bändchen freilich, aber der Erfolg bewies, welch lebhaftes Interesse für diese Zusammenstellung ber denkwürbigsten Erfindungen bestand, und nachdem drei Auflagen bald abgesetzt waren, konnte Spamer 1862 einen umfassenderen Plan aufnehmen, wonach er das Werk auf vier Bände erweiterte. Es zeigte sich aber, daß bas Jntereffe für bas Unternehmen noch viel schneller gewachsen war als sein Umfang, und fchon im nächsten Jahre ging der unermüdliche Verleger des halb daran, eine fünfte Auflage erscheinen zu taffen, die sechs Bände großen Formates umfaßte und zum ersten Male bas ganze Gebiet der menschlichen Arbeit nach einem einheitlichen großen Plan behandelte. Mit ihr war also im letzten Grunde erst das „Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien", wie wir es heute kennen, geboren. Die sechste und siebente Auflage mußten bereits in sieben Bände »erlegt werden, von denen der letzte dem Weltverkehr und seinen Mitteln gehörte und einen Supplernentbanb bildete. Bei der achten Auflage wurde es nöthig, nicht nur hierfür zwei Bände zu referoiren, sondern für die Electricität, die in wenigen Jahren zu fo enormer Bedeutung gelangt war, auch noch einen Sonderband zu schaffen. Man erkennt, daß es eine schwierige Aufgabe ist, den Kern eine» solchen Werkes jedesmal den Fortschritttn aller Gebiete anzu- schmiegen, well zeitweise immer einzelne derselben ü'er alles Erwarten hinaus an Bedeutung gewinnen und fich bann dem begrenzten Rahmen der einzelnen Bände nicht mehr einfügen wollen. Auch Spamer war sich bei der erwähnten neunbänbigen Auflage, wenngleich mit derselben von dem Werke nicht weniger als die Bücher aus dem Schranke zu holen u. f. w. Und wenn wir kommen, daß da immer olles im Blei ist!" „Jawohl! Jawohl!" versetzte August in untergebenem Tone. Und er hielt auch Wort, tagelang, wochenlang. Doch eines Morgens, als er auf dem Pulte faß und fich bei dem Blättern am Abreißkalender die an jedem Tage vorgezeichneten Denkwürdigkeiten einzuprägen suchte, trat plötzlich Jemand in da» Comptoir. Sofort sprang er von seinem ungehörigen Sitzplatze zur Erde und schaute nach der Thüre. Heiliger Himmel! Seine heimliche Geliebte, das Töchterchen des Principal», die Bücher unter dem Arme, im Begriff, in die Schule zu gehen. „Habe ich Sie erschreckt, mein Fraulein?" sprach er, denn sein Sprung mit seinen neubesohlten Schuhen gab einen dröhnenden Schall. „fldj nein! Aber wollen Sie doch so gut sein und mir ein paar neue Federn geben?" Er rannte mit der Geschwindigkeit eineß LircuSpferdeS an die betreffende Schublade deS Pulte«, in welcher die Federn lagen, nahm fie heraus und legte sie ihr vor. Zitternd griff fie danach. „Donnerwetter! dachte er im Stillen, wie — wie, — ja, wie denn nur?" »Danke schön," sprach sie leise, warf einen scheuen Blick auf August und wandte sich der Thüre zu. Ihm klopfte da» Herz. ES wollte ihm absolut kein Stoff zu einem Gespräche einfallen, mit dem er seine platonische Liebe einige Momente fesseln könne. Aber nein, fie so ohne Weitere» gehen zu laffen, da» konnte er nicht über fich bringen. „Fräulein Röder» !" Sie wandte fich aufmerksam um. „Was machen Sie denn mit diesen Federn?" Jeder anderen Dame wäre diese Frage etwa» naiv vorgekommen, doch die Angeredete fand eß sogar schmeichelhaft, daß sich außer Papa und Mama und dem Lehrer doch noch Jemand für da» interesfirte, wa» fie eigentlich mit den Federn mache. „Ich schreibe damit," erwiderte fie. „Was schreiben Sie denn damit?" „Aufsätze." „WaS find denn das für Aufsätze?" indem er etwas näher trat. „Hier aus diesem Buche. Sehen Sie, für heute haben wir z. B. daß Uhland'sche Gedicht „Der Schäfer" in Prosa zu setzen. Ach, daß ist so ein schöneß Gedicht! Kennen Sie eß?" „Nein." „Warten Sie, ich will eß Ihnen mal vorlesen." Mit diesen Worten entnahm fie auß ihrer Büchermappe ein ziemlich großes Buch in länglichem Format, mit Zeitung»- papier umhüllt, schlug eß auf und laß ihm daß bewußte Gedicht von Anfang biß zu Ende vor. August sah ihr abwechselnd auf die Sippen und auf die Augen und lauschte. Besonderß der letzte Der»: Er rief hinauf so klagevoll: „Willkommen, KönigSlöchterlein!" Ein Geisterlaut herunterscholl: „Ade, Du Schäfer mein!" welchen fie außnehmend ergreifend vortrug, hinterließ in ihm einen tiefen Eindruck. „Und daß haben Sie in Prosa gesetzt?" frug er erstaunt. „Ja, soll ich eß Ihnen auch einmal vorlesen?" »Ach bitte, bitte!" Und wieder entnahm fie auß ihrer Mappe ein Heft, auß welchem fie, indem fie fich an die Tischecke lehnte, zu lesen begann: „Eß war einmal ein Schäfer. Mit seiner Heerde zog er jeden Morgen, wenn die Sonne mit ihren Strahlen die Wiesen und Auen beschien, an einem Königsschloß vorüber. Und in diesem KöuigSschloß wohnte eine wunderschöne König-- todjter mit blonden Locken und blauen Augen, welche jede»- rnal an der Zinne seinen freundlichen Gruß entgegennahm. Beider Herzen bemächtigte fich eine tiefe Neigung, die mit jedem Tage immer mehr und mehr . . ." Ein heftiger Schlag auf da» Thürschloß ließ die Bor- lesende unterbrechen. „O Gott, Ihr Vater!" Er stand wie angewurzelt. Der zweite Band wird nach dem neuen Plan de» Werk., h- Kräfte der Natur und ihre Benutzung zur Darstellung fre-c unb für ihn sind als Autoen besonders die Herren Dr. £. -^1 mach, Professor an der technischen Hochschale tn Gbarlottenbun Dr. st. Schadwill, RegierungSrath am Kaiserlichen Patent»!? a Berlin gewonnen. ■urpi ichttckrr 200 000 Exemplare oder über eine Million Bände abgesetzt werk» dennoch schon bewußt, daß eS zur Nothwenbigkett gtöoibtt nochmals den ganzen Plan deS Unternehmen# ju 4nbenj »Z nämlich bisher daS Gefammtgekret der Srbett tn @ewtnnenc > Rohstoffe und ihre Verarbeitung eingetheitt gewesen, so schien >. solche, immirhin mehr tbeorelische Trennung nicht mehr an-’ir'-? und man erkannte, daß ausschließlich vom vracttfchen Eesichn- . auSgegangen werden müßte Diejenigen Jndunri« mußten gestellt werden, die durch die Wahl ihrer Rohstoffe, durch bui'L der Bearbeitung unb dergleichen lleberctnfiimmung eine a«? - Derwandtschait zeigen, oder wirthichastlich gemeinsamen 3ntn^ r bienen. Nur fo schien efl noch erreichbar, daS gegebene tzud wirklichen Leben möglichst nahe kommen zu lassen unb dem einen richtigen Einblick tn da# Zusammenwirken der Irbetitf’1- unb ibre wirthschastliche Verkettung zu geben. Ohne die ungeheuren Vorarbeiten, die die ffüherm bocumentiren, unb ohne die große Zahl berufenster Männer, bu ' • die Verlagshandlung mit ihnen gewissermaßen erzogen Hane aC, eS naturgemäß unmöglich gewesen, nach solch werlauSieheudon r plötzlich ein neue« Unternehmen in« Leben zu rufen, zumal mit nr grund leger den Äenbeiung notfcgebrungen auch wieder eine (hon; rung deS Umfange« Hand tn Hand gehen muhte. Otta Spamer aber wünschte, diese« großartige, unter br • summten ähnlichen Littcratur aller Völker eMzig br“" ‘ ** nationale Werk a!6 einen Stolz der deutschen populären auch ferner völlig auf der Höhe der Zeit zu erhalten, _ daher nicht vor ben gewiß außerordentlichen Kosten zurück, ,2, Unternehmen nochmals innerlich wie äußerlich durchaus u jüngen unb es nunmehr der ganzen gebilbeien Welt i» völlig umgestalteter Auflage und in 10 starken Bänden aletkkn- darstellung aller Gebiete ber gewerblichen unb industriellen 8rbr sowie des Weltverkehrs und der Weltwirthfchaft darzubietm. Von dieser neuen Auflage ist bisher der erste Band erlchierer der die Mittel deS Hoch und StraßenbauwesenS sowie der hmu# und Beleuchtung umfaßt. Der dritte Band behandelt die Electricität in ihrer fr jeugung und Nutzbarmachung für Industrie unb Gewerbe fc welches ungeheure Gebiet bis jetzt nur Herr Ingenieur Elektrotechniker in Berlin, namhaft gemacht wird. Der vierte Band ist der Landwirthichaft unb ben e» fchlägigen Gewerbebetrieben gewidmet und wird von Herrn l>r r Settegast, Professor an der Universität in Leipzig unb P,o>,n« Dr. F. AhrenS in BreSlau bearbeitet. Der fünfte Band umfaßt ben Bergbau unb ba« hünt- wefen, für baß sich bie Herren Prosissor Treptow von der fr; Akabemie in Freiberg und Dr F. Wüst, Lehrer an der HÜttwlch»:- in DuiSburg, verpflichtet haben. Die folgenden Bände sollen enthalten die Verarbeiiutll Metalle, die Industrie der Steine und Erden, die verarg tung der Faserftoffe, und endlich den Weltverkehr unb iar. 1 Mittel und ben Welthandel mit der Weltwirthfchaft. Jdc dieser Bände ist. wie schon früher auch, auf 600 bis 7uO Bete Text berechnet, bildet ein für sich bestehende« Ganze unb ist avch *i sich käuflich. Dieser Umstand kommt ber Uebersichtlichkeil ganz mir ordentlich zu statten und entspricht auch den tbatfächlichen 8tiU2 Nissen des kaufenden Publikums durchaus. Wer aber das Werk besitzt, dem kommt eS zugleich als ein practifche« NachfchlW- buch auf allen Gebieten ber Gewerbe unb Technik ,u statten. erschöpfenbeS, mit größter Sorgfalt ausgearbeitete« Register in 1*1 Bande unb außerdem ein mit dem 10. Bande folgende« (Mnwrei Register haben sich schon früher als nie versagend erwiesen unb ftrt in Folge ihrer Uebersichtlichkeit im Stande, viel mehr zu Meten .v dies ein rein alphabetisch geordnete« Conversation« Lexikon phwoj Indem wir schließlich unseren Lesern aub eigener Änftteanr; versichern können, daß die Verlagshandlung nicht« untaien.,1 h, um das Buch in seiner neunten Auflage in jeder Weife olcb r 1 - die Höhe der Zeit zu bringen, bie Illustrationen auf bal vorzü^ lichste unb reichhaltigste herzustellen unb sich für jede« ®ehet tc bewährtesten Mitarbeiter zu versichern, wünschen wir von veucr daß e« auch zahlreiche neue Freunde gewinnen und wirklichen 6ir gang bei dem deutschen Volke ffnben möge, besten Wohlstand tl . unermüdlich mit allen erreichbaren Mitteln zu fördern bestrebt 1* Dasselbe kann in 160 Hesten k 50 Psg. oder in 400 wöchentlich r scheinenden Lieferungen ;i 20 Pfg. durch jede Buchhandlung be^c werden. „WaS ist daS?" sprach er, und seine Augen glühten „Ach nicht«, Papa! Ich wollte nur —" „WaS wolltest Da? Pfui! WaS wolltest W „Ich wollte dem Herrn nur einmal meinen Aussatz - „Wie? Du? Auffotz lesen? Schämst Du Dich °'t> - Du Schändliche! Du . . . Du . . Unb eia Hagel von, gelinde gesagt, verweis» ergaj sich aus die Ueberraschte. Mit Thräuen versuchte Rt vn- fleblidj, ihn um Verzeihung zu bitten, und alle Red» 0? Betheuerungen wurden von der Donnerstimme des R-’(- übertönt. ES half nicht». Er befahl, fich sofort «u >hu Büchern zu entfernen, wa« sie denn unter Schluchz« Wehklagen auch that. „Unb Sie, Monsieur," sprach er zu seine» Lehrl'"- den er bi» dahin ganz unbehelligt gelaffen, „Die lönntn rt ebenfalls entfernen, nur mit dem Unterschiede, daß Bit mehr wiederkommen." „Aber Herr . . ." „Ruhig! Sie sollen gehen. Augenblicklich!" „über Herr Röder», hören Sie mich doch . „Augenblicklich sollen Sie sich au» meinem Go»P:tlT entfernen, sage ich! Ich habe mit Ihnen keine Semcu>! ehmdes @an;e und ü dkrUeberfichllWiL uch dm IbaWtr 'lch-vs. Wer aki !r als ein pniclW«. und Technik ju m sgearbeitetes Regier ). Bande folgtnbt*. le üttfaßmb erwiese r ande, M rotbx \v?- M t\rm aus eiM \ mdirmß nichts flogt in ieder^: Illustration« r: i und sich süi ■ ' :d, wünsch« gewinn« uud ätr i möge, beflen Mitein zu forta» Pfg. oder in iNMr >urch jede LMMN , und seineWf- wollte nur a [i WaS o>M/ : einmal otlnini- in? : Thränen «B bitten, nub dH;- ♦x Donnersti^i • ■6W,WI* d!M * * -»-h «l‘ L ■8‘ «'" LH NllntersM^- ,, w**f. M “• Ssc alt 3I«"K tat, nl"‘ «n(t(Sit#^ : W" ,1 ifW® ja-""' Oaaeoo^ !, M Ifotyiö durch 3780 Bahnhofstraße 40. UH4 Wolfsteatze 21. Ii owrtauftn. MAGGI5 Suppenwürze Veröffentlichung. In der Privatklagesache des Groß- i!«7ioglichen Bürgermeisters Heinrich Netzger II in Röthges, Privat- ligera, vertreten durch Rechtsanwal Ur. Jung in Gießen gegen den ührer Gruft Jakob in Wetter- ! |t(b, Angeklagten vertreten durch ^chtsanwalt Dr. Fuhr in Gießen, legen Beleidigung, begangen durch Kröffentlichung eines Artikels in der im 13. Januar 1896 erschienenen l Nummer des „Schulboten für fillen" unter dtm Stichwort „Nur Lderheffen" ist in der Sitzung Großh. kchoffengerichts Laubach vom 9. April 1896 nachfolgender Vergleich zu ktande gekommen: 1. Der Angeklagte nimmt die im Sröffnungsbefchluß vom 17. März 1896 angegebenen Beleidigungen des Prioatklägers hiermit zurück und bittet bin Privatkläger um Entschuldigung Die Zurücknahme der Beleidigung und die Ent- rchuldigung sollen im Gießener und im Grünberger Anzeiger je ein- rnal bekannt gemacht werden durch den Privatkläger. 2 Die sämmtlichen Kosten des Verfahrens, die dem Prioatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen einschließlich, auch einschließlich der Reisekosten der beiderseitigen Anwälte, sowie auch einschließlich der durch die Publikation er- rvachsenen Kosten, werden von dem Angeklagten und dem Lehrer Heinrich Weisel von Röthges uls Gesammtschuldner getragen. S. Hiernach nimmt der Privatkläger lute Privatklage und bezw. auch den Strafantrag zurück. veröffentlicht Namens des Privat- Fahrräder, .gebrauchte, vorzüglich erhalten, M Kiff nreifcn, sind äußerst billig iVjugebtn. Th. Haubach, :c Original-Fläschchen von 65 H an .opfiehlt den verehrltchen Hausfrauen !Hetn8 emil Fischbach, Sellersweg. 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Lite obigen Bauausführungen sollen Im Ganzen oder nach den Stationen tbßdtbetlt oder auch nach den einzelnen Ärbritfittteln getrennt, öffentlich per» bunten werden Die Zeichnungen, Berechnungen und Mngungen sind im Bureauztmmer )tt 3 der unterzeichneten Behörde in klkf en (Frankfurlerstraße 64) etnzuseben. Dite Verdtiigungsanschlag, Formulare tnb auf Wunsch auch die Bedingungen ibtr Theile derselben, sowie Umdrucks- inchliungen der Entwürfe werden eben» iäselbst gegen Entrichtung von 10 Pfennig (fit jjeden Actenbogen ober jedes einzelne IdcnblQtt beziehungsweise gegen Bezahlung von 1 Mark für jedeS ZeichnungS- Üatt in Normalformat abgegeben Amgebote sind pastfrei und unter ent, lachender Aufschrift an dieselbe Behörde M zum Eröffnungstermin Sam-tag V. Mai d. I., Vormittags 11 Uhr, ilnzrnreichen. Huschlagsfrist vier Wochen. Sr sßh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen.3756 Bekanntmachung. Jost (Honter, Woltstraße. Conrad Roth, Wallthorftraße. ««ttliche verka«fsstellen für Postwerlhzeiche« bestehen: in Gießen bei Frau L. jtaitbof Wittwe, Westanlage 2. „ Herrn Christoph Bieker, Neustadt 55. in Allendorf (Lahn) „ „ Alten-Bufeck „ Garbenteich „ „ Grünmgen „ w Haufen „ Klein-Linden „ „ Lützellinden w „ Rödgen „ „ Steinberg „ „ Trohe „ Watzenborn „ „ Beuern (Hessen) w „ Leihgestern H Hörnsheim „ „ Hochelheim ,, „ Großen-Buseck „ „ Oppenrod „ Burkhardsfelden „ „ Heuchelheim v „ Krofdorf „ Gleiberg „ „ Launsbach w „ Wißmar „ „ Langgöns „ Langsdorf „ II _ w * w Birklar „ Muschenheim „ „ Bettenhausen „ Reiskirchen „ „ Bersrod „ Winnerod „ „ Bollenbach „ „ Saasen „ Lindenstruth „ „ Hattenrod „ „ Rodheim a.Bieber „ „ Bieber „ Crumbach „ „ Fellingshausm „ „ Frankenbach „ „ Königsberg „ „ Vetzberg „ Steinbach (Hessen) „ Albach „ Philipp Stier, Schulstraße. „ Jacob Hengst, Licherstraße 20. „ Heinr. Becker, Löwengasie. „ Gustao Sonntag, Neuen Baue. „ Johann Seibel, Frankfurterstraße 62. „ Wilhelm Haas, Bleichstraye. w Frau Lebrmund Wiilwe, Neuenweg. „ Gastwirth Wagner. „ Anton Dillmann. „ Wirth Schmid t. „ Moses Engel. „ Kaufmann Fink. „ Philipp Lenz. „ Georg Allendörfer III. „ Wilhelm Balser. Frau Heuser Wittwe. Herrn Ludwig Schwarz. „ Kaufmann Dreyfuß. „ Johannes Otto II. „ Jacob Bender. „ JohannesSchmidt, Kaufmann. „ A. Jung, Gastwirth. „ Theodor Hahn, Kaufmann. „ Konrad Petri, Gastwirth. w Theodor Hofmann, Bürgermeister. „ Kau'mann Karl Kreiling I. Frau Philipp Rinn Wittwe, Krämer. Herrn Philipp Feuser, Gastwirth. „ Friedrich Pfaff, Gastwirth. „ Philipp Bechtold, Krämer. „ Kaufmann Anton Konrad Müller. „ Christian Köhler IV. „ Hermann Klippstein. „ diathan ©tiefe l. „ Bürgermeister Roth. Frau Joh. Gg. Müller, Wittwe. Herrn Jakob Becker I. „ Bürgermeister Bö cher. „ Heinrich Schmidt. „ Wilhelm Wagner II. „ Wilhelm Schepp. „ Ludwig Menz. „ Heinrich Seipp VII. „ Kaufmann Wilhelm Strack dein. „ Gottlieb Jung, Gastwirth. „ Jacob Waldschmidt V. „ Philipp Weber, Gastwirth. „ Theodor Geller, Gastwirth. „ Bürgermeister Scherer. „ Kaufmann Isaak Michel. „ Heinrich Krämer I. „ Daniel Schmidt, Gastwirth. Die amtlichen Verkäufer sind vertragsmäßig verpflichtet, stets einen angemessenen Lorrath an Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem höheren, als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzulassen. Im Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschäftslocal des Verkäufers geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für ben Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Postanstalt. Gießen, 1. Februar 1896. Kaiserliches Postamt. Ritsert. Norddeutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft. GeachäftBumfang 1895 : 85.413 Policen mit 608.591,009 Mark Versicherungssumme. Die Norddeutsche hat während ihres 27jährigen Bestehens 1,157,576 Policen mit ta* 9,116 Millionen Mk. Versicherungssumme abgeschlossen und für Schäden ca. 679 4 Millionen Mk. vergütet. Sie ist schon seit ihrem 9. Jahre die weitaus größte aller destchenden Hagelversicherungsgesellschaften und bietet sowohl durch die Zahl und Versicherungssumme ihren Mitgliedern, als durch ihre Ausdehnung über ganz Deutschland unbedingte Sicherheit selost in den hagelreichsten Jahren, zugleich aber eine Garantie für mützige Durchschnittsbeilräge. Reserven ca. 1'/« Millionen Mark. Entschädigung von 6°/ ab, bei Verzicht auf die Schäden unter 12«/> Ermäßigung der Prämie um 20%; Gewährung eines bis 50° steigenden Rabatts für Schadenfreiheit; desgl. von jährlich 5% bei 5jähriger Versicherung. Wohlfeile und bequeme Versicherung der kleinen Ackerwirthe durch die Gemeindeversicherungen, von benen im Jahre 1895 2551 Policen mit 32,299 Thcilnehmern abgeschloffen würben. Eintheilung beS gesammten GeschäftSgebietes in zur Zeit 97 Bezirke, beten jeher bas Recht hat, in den alljährlich stattfindenden Bezirksversammlungen Schätzer, sowie einen Vertreter zur Generalversammlung zu wählen, durch welche Einrichtung die Interessen der Mitglieder sowohl bei Absetzung der Schäden, als auch in der Genera Versammlung gleichmäßig und aus die denkoar zweckmäßigste Weise gewahrt werden. Zu jeder weiteren Auskunft, fowie U-.bersendung oon Antragsformularen find jederzeit bereit die 3757 »eueral Agentur Wolf & Thomas in Mainz und bte Agenten: L. Müller III., Bellersheim. N. Spiegelberger, Butzbach. Jakob Herzberger II, Dauirnheim. Richard Buchacker, Gießen. Julius Koruemann, Gießen. Heinrich Ganß lX. Großenbuseck. Heinrich Hamel, Giünberg. Peter Zeitz X., Holzheim. Gustav Kohl' Heyer, Hungen. Anton Heller, LanaaönS. L. Spuck II, Lollar. August Jensch, Nidda. Heinrich Hedrich, Niederaemünben. Wilhelm Volkll , 9ttederohmen.JohannesKorell Äjf., Strebendorf. I. E Leicht, Watzenborn. Johann Messerfchmidt II., EberSgönS. Andreas Böcker, Hoheniolms. Peter Theiß, Kiricdwäldchen. Rentmeister Wahlmann, Ntrder- ll-en. W. Reitbaner. Oberquembach David Heller. Schmalbach. Muliimig! ES wird sehr oft versucht, wenig Wertb habende Stärkepräoarate als Glanz • Stärke einzuführen und durch Nachahmung der Packung meiner Amerikani» scheu Glanz Stärke das Publikum zu täuschen, weshalb ich hiermit ganz besonders darauf aufmerksam mache, daß jedes Paket meines Aadrikats meine Kirma und obigen Globus trägt, denn ich will nicht, daß der Ru meines durchaus reellen, allgemein als vorzüglich anerkannten Fabrikats geschmälert wird. Bon den Vorzügen meiner Glanz - Stärke, anderen Fabrikaten gegenüber wird man sich durch einen Versuch leicht überzeugen, ä Paket 20 Pfg. in den »eisten Drogen-, Seifen- und Eokouialwaarenhond- lungen vorrütdig. 224« Fritz Schulz jun., Leipzig. ♦♦♦< ♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ Symphonien^, Harmonikas, Zithern, ♦ ♦ Herophona, __ ♦ Ä BO" Spielwerke, Automaten. Violinen, Flöten VU A ♦ eewle alle loatreneate la irieiter Aaewahl za Fabrik,ralaaa ▲ Musikalien-Handlung und Leihanstalt ’ ♦ "Specialität: Billige Ausgaben .. ♦ Ernst Challier (Rudolphs Nacht), Giessen. ♦ rilnetrirto Preieverzeichniaee rratie und frant|14.£g geleistet. 3014 J, . Marttplatz 6 'Dermielyungen vermischte Anzeigen. Mäusburg 7 < t e t n 5 Almen i Mmin 4fr Italiener Rothweine gesucht. 3661 CO Erbfeureiser zu verkaufen. Nahrungsberg 9. Mäusburg 7 Zum Schutze gegen Z-M Jätschungen 3:357 Herrn Gesucht. ÄebocUs«: 8L Schcyda. — Druck un» Verlag der Brühl'schen UniversULlS-Buch. und Errmbruckerei (Pietsch & 6cheyda) in Gießen. 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