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Die Gießener D.MilieuöläUer werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal deigelegt. vierteljähriger Aöouae «eutspret» t 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Der $Mrnkgmden Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: Gießener Jamilienökätter. Alle Annoncen-Bureaux de» In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Reichstag. 62. Sitzung. Dienstag, den 17. Marz 1896. Die Berathung des Colonialetats wird fortgesetzt beim Etat für Südwestafrika. Der Referent Prinz Arenberg empfiehlt die von der Com- mflfion beantragten Resolutionen betr. Regelung der Militärdienst- ysticht in den Schutzgebieten und betr. Freilassung der Mtsfionare »ort dieser Dienstpflicht. Abg. Dr. Hasse (natl.) hält <8 für selbstverständlich, daß die in den Schutzgebieten wohnenden Deutschen ihre Söhne dort dürsen Haien lassen. Auch müsse denselben eine Abkürzung ihrer Dienstzeit »gelassen werden, eü liege das schon im finanziellm Interesse deS risches. Ferner werde es nölhig sein, die Consulate im AuSlande mchr und mehr zu Ersatzbehörden auözugestalten im Jnterefie der im AuSlande lebenden Deutschen, sowie diesen die Ableistung ihrer Wehrpflicht in unseren Schutzgebieten zu ermöglichen. Director Kayser: Ich glaube, es wird noch im Laufe dieser Session dem Reichstage eine Vorlage über die Regelung der Dienstpflicht in den Schutzgebieten zugeben können. Zu all diesen Etnzel- sregen wird ja dann der Rriwstag Stellung nehmen können. Zu der Frage der Missionare und ihrer Dienstpflicht steht die Regierung D»hlwollend. • Abg. Graf Arnim (Rp.) beklagt, daß ein großer Thetl Süd- w! stafrtkaS einem englischen Syndikat abgetreten sei. Für eine geringe Summe seien der englischen Tarascoma-Gesellschast 6 Mill. Morgen abgetreten. In diesem Jahre habe unsere Colonialregierung noch vc^u die Genehmigung zur Verpachtung von Guanolägern erthellt uiD dadurch fei das Jnterefie der Colonialsreunde für dieses Gebiet naturgemäß stark abgeschwächt. Berkh habe neulich von rahiee :/2 pCt. netto gemacht werden mit der Ermächtigung, einen Theil dieser TitreS, wenn es nöthig sein sollte, durch einen Theil der Sproz. Rente zu ersetzen aus den Fonds, welche die Darlehens- und Depositenkaffe zum Zwecke der rückkaufbareu Schuld besitzt, sodaß die Begebung der 4t/2proz. TitreS im Jnlande den Zeitumständen am Besten angepaßt geschehen könnte. Seraiag bei Lüttich, 17. März. Heute Morgen ist die Mehrzahl der hiesigen Grubenarbeiter in den Ausstand eingetreten. Die Zahl der Feiernden beträgt 1200. Loudon, 17. März. Die „Times" meldet auS Ottawa unterm 16. dS.: Im Unterhause wurde mitgetheilt, daß die Regierung von Canada daS Lee-Enfield-Magazin- gewehr zur Bewaffnung der canadischen Miliz gewählt habe. 40,000 Stück dieser Gewehre würden angekauft werden. ___________ Dapasch« btt Sure« .HsvL" Berlin, 17. März. In der Commission deS Reichstages für daS Bürgerliche Gesetzbuch wurde heute die Berathung des Titels „Dienstvertrag" fortgesetzt und die Paragraphen 611—616 angenommen. Berlin, 17. März. Ueber die gestrige Sitzung des StaatSministeriumS meldet ein parlamentarischer Berichterstatter, daß der Kaiser, der glaubte, daß die Sitzung im Reichskanzler Palais abgehalten würde, sich zuerst dorthin begeben hat. Im ReichStagSgebäude traf er gleich nach 2 Uhr ein und übernahm sofort den Vorsitz. Er leitete die Verhandlungen bis gegen 5 Uhr. Nach dem Fortgang des Kaisers dauerten die Beratungen noch bis nach 6 Uhr unter dem Vorsitz Hohenlohes. Au der Sitzung nahm auch der StaatSsecretär deS Reichsschatzamts, Graf PosadowSky, Theil. Berlin, 17. März. Die Börfen-Commifsion bei Reichstages beriech heute In zweiter Lesung die Paragraphen, betreffend die Feststellung deS Börsenpreises und Maklerwesens. § 31 erhielt dem Anträge Fischbeck gemäß folgende Fassung: „Bei Geschäften über Maaren in Werth- papieren kann ein Anspruch auf Berücksichtigung bei der amtlichen Feststellung deS Börsenpreises nur dann erhoben werden, wenn sie durch Vermittelung eines Börsenmaklers obgeschloffen find. Die Berechtigung des BörseuvorstandeS, auch andere Geschäfte zu berückfichtigen, bleibt hierdurch unberührt." Gegen den Antrag stimmte nur Graf Arnim. Die weiteren Paragraphen wurden im Wesentlichen nach den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen. Bei § 33 knüpfte sich eine längere Erörterung an den Antrag Katntz, betreffend die Errichtung einer Reichs. EmisfionSstelle. Zur Abstimmung darüber kam eß noch nicht. Berlin, 17. März. Dr. Carl Peters veröffentlicht mit Bezug auf die im Reichstage gegen ihn gerichteten Angriffe eine längere Erklärung im „Kleinen Journal", in welcher er die Hinrichtung der Negers und der Negerin, welche ihm zum schweren Vorwurf gemacht wird, derart darstellt, daß er gezwungen gewesen sei, die beiden zum Tode zu verurtheilen, und zwar den Neger wegen schweren E!n- bruchdiebstahls, die Negerin auf Grund eineß kriegsgerichtlichen Unheils wegen HochverrathS. PeterS erklärt, ruhig dem Ausgange der Untersuchung entgegensehen zu wollen. Seine lebhafte Agitation für die Vermehrung der Flotte habe die Rache der unpatriotischen Mehrheit deS Reichstage», nämlich des Centrums, der Freisinnigen und der Socialdemokraten gegen ihn heraußgefordert. Berlin, 17. Marz. Die beiden kürzlich verhafteten Anarchisten Landauer und Spohr sind aus dem Polizei- gefängniß wieder entlaffen worden. Berlin, 17. März. Der Statthalter von Elsaß-Loth- ringen, Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, ist gestern Abend hier eingetroffen und stattete heute dem Reichskanzler einen längeren Besuch ab. Berlin, 17. März. Die Lage in der ConfectionS- Industrie ist immer noch nicht geklärt. Die Meister der Damenmäntclschueider beschloffen, den auSgearbeiteten Tarif nicht anzuerkennen, an Stelle der alten 21er-Commifsion eine neue Commission zu wählen und von den Confectionäreu einen neuen PreiStarif zu verlangen, der zur Basis eineß neuen Lohntarifes für die Arbeiter und Arbeiterinnen dienen soll. Berlin, 17. März. Die Droschkenkutscher Berlins haben beschloffen, daS Vertrauensmännersystem mit allen Mitteln zur Durchführung zu bringen. ES sollen, um einen Generalstrike während der Gewerbeausstellung zu ermöglichen, die Sammlungen für den Strikefonds auf ollen Höfen und Plätzen mit erneuter Energie betrieben werden. Köln, 17. März. Die „Köln. Ztg." schreibt zu der Erklärung des Dr. PeterS: Die Untersuchung werde feststellen müssen, wie der thatsächliche Hergang sich abgespielt hat. Selbstverständlich verbessert PeterS seine Stellung dadurch nicht, daß er Jeden für unpatriotisch erklärt, der seinen ehrgeizigen Verstoß gegen einen angesehenen Colonialfreund, den Prinzen Arenberg, mißbilligt und seine Agitation für uferlose Flottenpläne bekämpft. Der schlimmste Feind PeterS" sei er selbst. München, 17. März. DaS Militär-Untergericht verur- theilte gestern den Second-Lieulenant in der 4. Compagnie deS Infanterie - Leib - Regiments Raimund Freiherr von Guttenberg wegen vorschriftswidriger Behandlung Untergebener zu 3 Monaten Festungshaft und Versetzung in eine andere Compagnie. Bayreuth, 17. März. Der Bankier Bühler aus Bamberg wurde wegen betrügerischem Bankerott und Unterschlagung vom hiesigen Schwurgericht zu 2 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus verurtheilt. Rom, 17. März. Infolge von Unruhen wegen der Asrikapolitik ist die Universität in Neapel geschloffen worden. Dan 1. hessischen ReichStagswahlkrei» auf gestern Abend einberufene öffentliche Versammlung war mäßig besucht. Herr Reckt»» anwalt und Landtagsabgeordneter Metz eröffnete die Der« I sammlung mit dem Hinweis auf die zur Zett unser öffentliche» Leben beschäftigenden, demnächst zur Entscheidung kommenden Gesetzesvorlagen, deren Wichtigkeit den Vorstand veranlaßt habe, an Stelle der üblichen DeretnSversammlungen Laudwirthschaft stehe nicht aus der Höhe der Zeit, sie | I stelle erhöhte Lebeusansprüche, ohne an die Erhöhung der Leistungen durch eigene Kraft zu denken, fie suche nur ihr Heil in der Staat-hülfe- nicht für sein Wohl werde da» Volk durch die Agrarier mobil gemacht, sondern für I die Agrarier selbst, und diesen Bestrebungen gegenüber mangele eS an entschiedenem Entgegentreten der Regierung - fie sei vielmehr, wenn man die Bestrebungeu der Agrarier in Bezug auf da» Börsengefetz, die Zuckerfteuervorlage und ; die Margarine-Gesetzgebung betrachte, den Agrariern ent« gegengekommen. Redner wendet fich gegen die von agrarischer Seite geforderte StaatSaufficht der Börse, darlegend, daß die Staatsaufsicht nicht vermocht habe, Börseozusammen- brüche zu verhüten, so wenig die ebenfalls geforderten Ehrengerichte geeignet seien, uulautere Elemente ferozuhaltru- auch der von den Agrariern bekämpfte Terminhandel sei unentbehrlich- wenn der deutsche Handel, die deutsche Industrie I fich eine so hohe Stellung erworben, so verdanke er die» seiner Arbeit, seiner Regsamkeit und Umficht, und wenn der ostelbische Grundbesitz nur theilweise solche Thätigkeit ent- falte, wie Handel und Industrie, so stünde e» bester mit der I Landwirthschaft. Auf die Zuckersteuer Vorlage eingehend, verbreitete sich Redner nach Erwähnung der ungeheuren Fortschritte, die die Zuckerinduftrie gemacht, auf die von den Agrariern geforderte Prämtenerhöhung und Contingentirung- I er bezeichnete beide von agrarischer Seite zur Befferung der Lage der Landwirthschaft empfohlenen Mittel als verkehrt, well durch sie zu Gunsten Weniger da» consumüende Volk, für welche» der Zucker kein Luxusartikel, sondern ein noth- wendige» Nahrungsmittel sei, belastet und weil nur die norddeutsche Landwirthschaft davon berührt werde, der gegenüber die Zuckerproduction Süddeutschlands verschwindend klein sei. Alle diese Bestrebungen gingen darauf hinaus, auf Kosten de» Gauzen Einzelne zu bevorzugen- die Regierung thue sich viel zu Gute auf ihre Sozialpolitik, fie stelle fich aber dadurch in ein schiefe» Licht, daß fie zur Bertheuerung un» entbehrlicher Lebensmittel die Hand zu bieten bereit sei, durch da» Eingehen auf die Forderungen der Agrarier würden nicht nur die Lebensmittel vertheuert, sondern auch, wie beispielsweise bei der Margarine, ganze Industriezweige rui- nirt. Die politische Kraft eines Volke» wurzele im wirth- schaftlichen Gebiete, dazu bedürfe Deutschland aber keiner colonialen Unternehmungen und Flottenvermehrung, e» thue nur noth, daß das deutsche Bürgerthum fich auf seine Kraft besinne, und sich zusammenfchlage zu einem Verband, der den Uebergriffen de» Agranerthum» entgegentrete. In diesem Kampfe werde keine Mithülfe zurückgewiesen, möge sie kommen, । von welcher Seite fie wolle- er hoffe, daß der Kampf um die wirthschaftliche Freiheit, der freifinatgen Partei auch Freunde der politischen Freiheit zuführe. — Herr Haubach brachte hierauf folgende Resolution ein: Die im Gießener Festsaal tagende allgemeine Bürger- Versammlung erklärt, daß fie die au» einseitiger Bevorzugung angeblich agrarischer Jntereffen hervorgegangeue Gesetzgebung, wie solche sich namentlich in dem der Entscheidung des Reichstages unterbreiteten Gesetzentwurf über I die Börsenreform, die Zuckersteuer und das Margarine- Gesetz kundgibt, auf daS Entschiedenste mißbilligt- daß sie in dieser Vorlage wie in den Bestimmungen der Gewerbeordnungsnovelle nur Bestrebungen verkörpert fieht, die zu Gunsten einzelner Jntereffen theil» Handel und Verkehr lähmen, theilS die große Maffe der consumtrenden Bevölkerung belasten wollen- sie begrüßt e» mit Freuden, daß der Versuch gemacht wird, alle Theile des betrieb- samen BürgerthumS, die unter den Uebergriffen de» AgrarierthumS in der Gesetzgebung zu leiben haben, zu energischer Abwehr dieser Bestrebung zusammenzuschließen. Der Rede deS Herrn Dr. Meißner folgte eine längere DiScusfion. Herr Redacteur Scheide mann verbreitete sich eingehend über die Zuckerbesteuerung, eS als eine Ungeheuerlichkeit bezeichnend, daß in Folge des Prämtensystem» der Deutsche sein eigene» Fabrikat viel theurer bezahlen müfle, | al» der Ausländer - er bestritt mit Hinweis auf die Justiz- | | Novelle, daß die freifinuigen Vertreter in der ReichStagS- commission für die Entschädigung unschuldig Verurtheilter oder unschuldig Verhafteter eingetreten seien. Der vom Vorredner berührte große Kladderadatsch, deffen Zeitpunkt Bebel nicht habe angeben können, werde dann eintreten, wenn die Großen die Kleinen aufgefreffen hätten, dann eS komme heute weniger auf Tüchtigkeit, als auf Geldbesitz an, um vorwärts zu kommen, wenigstens ließen fich dafür nicht allgemeine Regeln auf- stellen- er kritifirte weiter da»Verhalten drsFreifinnS in Betreff des Wahlrechts zu den Stadtverorduetenwahlen in Frankfurt und Kiel und warf der Partei Mangel an Entschiedenheit in Vertretung ihrer Forderungen vor, weil fie den Conflict mit der Regierung fürchte. — Herr Dr. Meißner legte dem Vorwurf des Vorredner» gegenüber dar, daß wohl die sreifinnige Partei für die Entschädigung unschuldig Berur- theilter eingetreten sei und Jahr für Jahr ihre Anträge erneuere- die weiter vom Vorredner gezeichnete Entwicklung der wirthschaftlichen Derhältniffe, die zum Kladderadatsch führen müßten, bestritt er, ebenso wie die Annahme, daß der Mensch da» Product der Verhältntffe sei- er verwahrte seine Partei ferner gegen den Vorwurf, daß fie sich vor dem Eonfiict fürchte, die Geschichte de» Freisinn» sei ein steter Kampf nach oben wie nach unten gewesen, daS Frankfurter Wahlrecht sei gefährdet worden durch den Antrag der Socialdcmokraten selbst, indem durch denselben die Regierung aufmerksam geworden, daß Frankfurt im Vergleich zu den übrigen preußischen Städten mit seinem Wahreckt im Vortheil sei. — Herr Dr. Gut- fleisch gab der Ueberzeugung Ausdruck, »aß Arbeit und Tüchtigkeit immer ihren Lohn finden- e» würde wahrhaftig schlecht um die Menschheit stehen, wenn die Tüchtigkeit nicht vor- wärt» kommen solle - er verkenne die Macht des Eopital» nicht- aber auch dem k:einen Mann werde es durch die Mittel, kein Programm. Die einer befriedigenden Lösung wirth- fchastlicher Fragen gewiffermaßen gefährlichste Partei seien die Agrarier und sei eS zu verwundern, wie diese Partei zu so maßgebender Stellung, besonder» in Preußen, gelangen konnte. ES fei zuzugeben, daß die Lage der Land» wirthschaft keineswegs eine gute fei, aber die Agrarier hätten nicht begriffen, daß auch die Landwirthschaft sich die Fortschritte der Technik zu nutze machen und mit eisernem Fleiße arbeiten müfle, wie e» die Industrie gethan- die die die Gesellschaft schuf, möglich in die Höhe zu kommen, er erinnere nur an die DarlehnSkaflen- den Beweis, daß kleinen Berhältniffen entstammende Männer e» zu Wohlhaben- CoceUs ttnö Gieße«. 18. März 1896. »• Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigft geruht, den Geheimen Com- merzienrath Eduard Oehler in Offenbach zum lebenslänglichen Mitglied der Ersten Kammer der Stände de» GroßberzogthumS zu ernennen. ** Ruhestaudsversetzuug. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigft geruht, den ersten evangelischen Pfarrer Wilhelm Thylmann zu Büdingen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. April 1896 an in den Ruhestand zu versetzen. I *» Die gestern Nachmittag 5 Uhr im alten Rathhau»- faale abgehaltene Zahresversammluug de» ASgemeiueu Verein» für Armen- und Krankenpflege war recht gut besucht. Der Dor- fitzende, Herr Pfarrer Schlosser, begrüßte die Versammlung, darunter besonder» die Vertreter der städtischen Armenpflege, die Herren Oberbürgermeister Gnauth und Beigeordneten Wolff, in deren Erscheinen er den Ausdruck der von dem Verein stets sorgfältig gepflegten engen Beziehungen zwischen der Thätigkeit de» Verein» und der öffentlichen Armenpflege erblickte. Au» dem alsdann vorgetragenen Jahresbericht heben wir Folgendes hervor: Die Einnahmen de» Vereins find im Jahre 1895 von 4417 Mk. auf 4957 Mk. gestiegen. An besonderen Zuwendungen wurde u. A. erwähnt der Ertrag eine» von Frau Provinzialdirrctor v. Gag ern zum Besten der Nähabende des Vereins veranstalteten BazarS im Betrage von inSgesammt 3363,90 Mk. AuS dem Vorstand schied au» Gesundheitsrücksichten auS Herr Rentner A. Heß, der langjähriger Schriftsührer de» Verein». Unterstützt wurden 1895 184 Personen und Familien in 677 Fällen. Die Schwestern des Vereins waren in 577 Familien thätio. Sie machten 20496 Pflegebesuche und leisteten außer- dem 505 Nachtwachen und 269 Tagpflegen. In der Kripp e I wurden 34 Kinder mit 4425 Pflegetagen verpflegt. 32 Kindern i wurde eine Badekur im KinderhoSpital in Bad Nauheim gewährt. Für daS Miethspatronat wurde da» Hau» in der Kornblumengafle Nr. 6 erworben, so daß nun drei eigene und zwei von der Stadt gemiethete Häuser in der Verwaltung deS Vereins stehen. DaS finanzielle Ergebniß war befriedigend. Die Nähabende waren so stark besucht, daß zwei weitere Abende im Schwesternhause eingerichtet werden mußten, denen sämmtliche verheirathete Frauen zugewiesen wurden, während im alten Rathhause die jüngeren und älteren Mädchen verblieben. Die Koch sch ule ist definitiv von der Stadt übernommen worden. Die Rechnung des Vereins schließt mit 24684,16 Mk. in Einnahme und 24560,22 Mk. in Ausgabe ab. Sie war von Herrn Rechnungsrath Kreuder geprüft und richtig befunden, und es wurde daher dem Rechner, Herrn A. Wilk er, unter dem Dank der Versammlung für seine Mühewaltung Decharge ertheilt. Betreff» der Erweiterung de» Schwesternhauses machte der Vorfitzende die Mittheilung, daß von 23 Zeichnern 44400 Mk. als Darlehen zu 3e/0 und von weiteren 13 Geschenke im Betrage von 2154 Mark gezahlt seien. Die Ausführung des Baues habe sich jedoch verzögert. Denn trotzdem die Genehmigung zum Ausbau dr» jetzigen Hauses ertheilt fei, seien dem Vorstand doch Bedenken gekommen, ob eS zweckmäßig fei, da in Aussicht stehe, daß der ganze vorliegende städtische Bauplatz verbaut werde. Er habe deshalb beschlossen, sich vorerst umzusehen, ob nicht ein anderer geeigneter Bauplatz zu finden sei. Voraussetzung sei allerdings, daß fick ein Käufer für das jetzige Hau» finde. Die Versammlung erklärte sich mit dem Borstande einverstanden, und ermächtigte ihn zum Ankauf eines Bauplatzes. — Endlich wurde noch an Stelle des Herrn Heß Herr Beigeordneter Wolff zum Mitgliede deS Vorstandes gewählt. ** Die vom Vorstand de» sreifinnige« Vereins sür den eine öffentliche zu halten. Herr Metz ertheilte hierauf dem Referenten, Herrn Rechtsanwalt Dr. Meißner auS Frankfurt a. M., da» Wort über die „Politischen Fragen der Gegenwart". Redner führte eingangs seiner Dar- legungen au», daß die politischen Jntereflenkämpfe zurückgetreten seien hinter die wirthschaftlichen Jntereffenkämpfe, obwohl erstere ebenso entschiedene Vertheidiger erforderten, wie letztere; er erinnerte zunächst an da» allgemeine Wahlrecht, die Civilehe, die Justiznovelle und an den Markstein >efl Jahrhunderts, daS Bürgerliche Gesetzbuch. Auf daS Thema näher eingehend, beklagt Redner daS Schwinden deS SinflufleS der bürgerlichen Elemente, wie sie die freisinnige Partei darstelle- während einerseits die Socialdemokratie sich der bisher von den bürgerlichen Elementen innegehabten Sitze bemächtige, dabei aber nickt im Stande fei, der Re- gierung einen sachverständigen Beirath zu stellen, hätten anderseits die Nationalliberalen in wirthschaftlichen Fragen heit bringen könnten, lieferten die Soeialdemokrateu rn einer Anzahl ihrer ReichStagSabgeordneten selbst, so gut diese eS fertig gebracht, könnten eS andere auch- auch im Zukunft», staat könnten sie e» nicht verhindern, daß die Großen die Kleinen auszehren - übrigens sei dock nicht außer Acht zu lassen, daß in den persönlichen Berhältmffen aller ein vortheilha-ter Wandel sichtbar sei. Wo» die Entschädigung nvs^uldig Berur- theilter und in Untersuchung Gezogener betreffe, so habe dte Regierung sich nicht zur Entschädigung unschuldig Verhafteter bereit finden laffen, e» sei Parte,klugheit. vorerst fich mit der Entschädigung unschuldig Verurtheilter zu begnügen, beharre man auf einem weitergehenden Standpunkt, so setze man fich der Gefahr aus, garnichts zu bekommen. Die Vorlage eines neuen Verein»- und VeriammlungSrechtS würde un» in Hessen, welche» kein derartige» Gesetz habe und doch gut so auSkommc, schädigen- Red er bezeichnet e» al» practische Politik, wenn Seiten» der freisinnigen Partei bisher nicht angekämpft wurde gegen da», was die Soctaldemokratie als Beeinträchtigung des Wahlrechts, Schädigung durch die Juftizgesetzgebung u.s.w. bezeichneten. — Nachdem nochmal» Herr Sckeidemann da» Wort ergriffen, um den Freisinnigen entgegenzuhalten, daß gerade fie e» seien, welche den gerechten Forderungen der Arbeiter bra meisten Widerstand entgegensetzten (vuchdruckerstrike 1891) und denselben keine Vertretung in den Körperschaften gönnte» (letzte Stadtverordnetenwahl in Gießen), erwiderte Herr Dr. Gut fleisch, daß den Socialdemokraten in Gießen eine Vertretung in den Stadtverordneten - Versammlungen angc- boten worden sei, dieselben hätten aber auf ihren vier Tand!- boten beharrt und damit den anderen Parteien die Bei tretung streitig gemacht- er sei stet» bereit, jeder Partei die ihr nach Verhältniß ihrer numerischen Stärke gebührende Vertretung zu sichern. - Herr Metz brachte hierauf die oben mitgetheilte Resolution zur Abstimmung und schloß nach deren Annahme die Versammlung. •• Höhere u»b erweiterte Mädchenschule. Der Anfang»- bestand der höheren Mädchenschule in dem zu Ende gehenden Schuljahre stellte fich auf 800, e» traten 10 Schülerinnen zu, 15 schieden au», so daß der Schülerbestand 295 betrug Die erweiterte Mädchenschule hatte einen Anfangsbestand von 200 Schülerinnen, e» traten ein 3, au» 12, so daß ein Schülerbestand von 191 verblieb. Der Gesundheitszustand an der Anstalt war im Ganzen befriedigend. Nach dem un' vorliegenden Jahresbericht hat die Anstalt fich auch im laufenden Jahre in erfreulicher Weise entwickelt und wird in demselben den städtischen Behörden der Dank für ttne Anzahl Neuerungen, bezw. Neuanschaffungen ausgedrückt. Dtc Turnschau findet am Donnerstag den 19. März, von 3 Uhr Nachmittag» ab, im Leib'schen Festsaale, die Schluhfeier eben- daselbst am Freitag den 20. März, Vormittag» 10»/» Uhr, ! statt. Da» neue Schuljahr beginnt am 13. April, Vor- I mittag» 8 Uhr, an welchem Tage auch die Anmeldungen neuer Schülerinnen zu erfolgen haben. ♦♦ Frankfurter Dialect Ensemble. Wie un» bestimm rnitgetheilt wird, ist Donnerstag der 26. März festgesetzt, an welchem Herr G. A. Strobecker mit seinem Frank- futter Dialect'Ensemble im Leib'fchen Festsaale hier auf» treten wird. »• Haffia. Nach Erfüllung der satzungSmatztgen Pflichten ist der Soldatenverein Framersheim, Bezirk Alzey, m.t 40 Mitgliedern, und der Kriegerverein 1870/1871 Bad Nauheim, Bezirk Butzbach, mit 35 Mitgliedern in den Landesverband der Kriegerkameradfchaft „Haffia" aufgenommer worden. ♦* Waisenschutz. In Folge Verhinderung de» Gesang verein» „Concordia" fällt baß aus nächsten Sonntag angesagie Vocal- und Instrumental-Concert vorerst au»- statt deffen findet im Casö Leib ein großer Familienabend mii Loncert statt, zu dem auch Freunde und Gönner de» Verein» Zutritt haben. Siehe Inserat in heutiger Nummer. *♦ Wechfelflempelfleuer. Im OberpostdirectionSbezitke Darmstadt gingen m Februar 1896 an Wechse lftempel» ft euer 12 556,10 Mk. ein, zusammen mit den Vormonaten (ab 1. April 1895) 141 754 50 Mk. oder 833,50 Mk. mehr al» im entsprechenden Zeiträume von 1894/1895. *♦ Rückerstattung von Fahrgeld. Laut Zusatzbestimmuuz I der Preußischen StaatSeisenbahnen zu § 14 der Verkehr» Ordnung wird beim Verlangen eine» Reisenden auf sofortige Erstattung de» Fahrgelde» der Betrag von 10 Afg für eine Bahnsteigkarte dann nicht einbehalten, wenn einer der im § 14 Absatz 1 oder § 26 Absatz 4 der ©er- kehr»« Ordnung bezeichneten Fälle (Mangel an Platz in der betreffenden Klaffe ober Ausfall de» Zuge») vorliegt, einer neueren Anordnung zufolge ist in gleicher Weise auch dann zu verfahren, wenn wegen erheblich verspäteter Abfahrt dek Zuges die Reife aufgegeden und dte Rückzahlung de» Fahrgelde» am Schalter von dem Reisenden verlangt wird. »• Zu Amerika verstorbene Hefien. New Kork City- Valentin Strauß, 71 I. alt, au» Gundersheim. MaS- contah, Jll., Georg Heinrich Hamann, 89 I. alt, an» Groß-Umstadt. Quincy, Jll., John Kinkel, 76 I. alt, Großherzogthum Hessen. Brooklyn, N. U.. Frau «»na Maria Schnell geb. Hoch, 76 I. alt, auS Sprendlingen. Kofluth, Wi» , Margaretha Lindloge, 76 I. alt, au« Lindenfels. Quincy, Jll., Frau Margaretha Ehrgote geb. Waldhaus, 70 I. alt, au» Ueberau. Dayton, O-, Frau. Elisabetb C. Neeb geb. Becht, 79 I. alt, au» Zwinger» berg. Lasayktte, Jnd., Frau Elisabeths Schmidt, 57 I. alt, Heffen-Darmstadt. Brooklyn, N. Y., Frau »ar- garetha Satter geb. Hermann, 20 I. alt, au» Lick- Friedberg, 15. März. Gestern fand am hiesiger Schullehrerseminar die Entlaffung der diesjähriges Abiturienten statt. Bon 22 jungen Leuten haben 20 die Abgangsprüfung bestanden. Der Schlußfeier in der Seminar» turnhalle wohnte, wie alljährlich, ein zahlreiches Publikum bei. Die Aufnahmeprüfung für da» nächste Schuljahr be- ginnt Montag, den 31. März. Das neue Schuljahr «Imrt . > Montag, den 27. April, seinen Anfang. H. Darmstadt, 18. März. Otto Roguette, der Dichter von „Waldmeister» Brautfahrt", ist heute Nacht nach kurzem Unwohlsein gestorben. . • Mt Vn,..iu Der «Hb ta den @ta -3*? ßthtiortc un tf| t j.jAitt »ar, ”* < ,Ln htat W ' - ■k |U f»«'1" 10 iU in«« »' o»i-° »•*-**. 16;S l,b.ul£« ** l. V? *fiö: iu »er Re«s Deutscher »arte „i Feinster Fr "Perle de ’■ Allein! 3. M. S Lieb] rghptisch ^tzaretteu emp **•'««, oon in * total Qunli ««hl. " -'-t Heule an Rind sicht tabenrein, \ 8lhMl nicht labenrein, p MM reiner Mühle sehende Theile w r.djtunq, nämlii): 2 nod) neue banne, 1 1 neues Ka linder, 1 Li Asperateur puswaschine H. 8e AeiimM öei ____Post Lc Hans v. I®b, ba§ bie Piai 1,1 Miffeüari Atzä mjt nadjf su eigenem G ^wiChg^anl 2659 Der Vorstand 2658 I Privat-Capitalisten i| bestellt Probe-Nummern der „Neuen! Böraen-Zeitung“, Berlin, Zimmer-■ Str. IOO. Versandt gratis und franco. J Neu? Neu; Nur noch bis zum Exped. d. Bl. 2652 bestens ausgeführt. Meine Dermietyungen. an. an. an. an. von von von Mk. Mk. Mk. Mk. ®e fitrbtn en: Zusammen Tuberkulosed.G-hirnS 2 1 2 (n i (i) i i (i) i (i) i i Lungentuberkulose KrebS Lungenödem Gehirnerweichung Bronchitis Selbstmord 24.— 14.— 8.— 11.— svchunq demnächst Näheres zu sagen vermögen. O.N. Stchettdorf. 17. März. Die herrschaftliche Jagd in den Gemarkungen Langd und Ulfa, welche seither an Herrn Geheimrath Prof. Dr. Eckhard in Gießen der« Achtet war, ist wieder verpachtet worden. Der frühere IachtpreiS betrug 342 Mk., er hat sich um 59 Mk. erhöht. Man freut sich allgemein, daß der um die medicintsche Mfsenschaft hochverdiente Gelehrte, Herr Prof. Dr. Eckhard, ftln Letbgehege um 401 Mk. jährlich wieder auf 12 Jahre erhalten hat. Mainz, 17. März. Ein blutige- FamiUendrama Hal stch soeben in der GymnafiumSstraße abgespielt. Ein Ion seiner Frau getrennt lebender, erst hierher gezogener Mann drang io die Wohnung seiner Frau, feuerte auf die- selbe einen Schuß ab und verletzte sie schwer. Dann richtete er die Mass- gegen sich und tödte sich auf der Stelle. 2666] Ein junges Mädchen, im Nähen und Bügeln geübt, als Hausmädchen nach England gesucht.Wilhelmsttaße 22. Verkauf wegen gänzlicher Lagerräumung. Goldene Uhren..... Silberne Uhren Familien-Abend mit Concert im Cafe Leib wozu auch Freunde und Gönner des Vereins höflichst eingeladen sind. Heuchelheim (Kreis Friedberg), 16. März. Heute strikten Icmmtltche Arbeiter am hiesigen Bahobau- dieselben verlegten Lohnerhöhung, die ihnen jedoch vorläufig verweigert M. Kann, gegenüber der Stadtkirche. Ein Taglöhner auf sofort gesucht. 2656 Braugasse 6. Vermischte Anzeigen. Vaismschutz. Sonntag den 22. März, Abends 8 Uhr: A. Kilbinger, Seltersweg 19. Luxus-Wagen und Geschirre. 263i Junger sticht. Schreiner für dauernd gesucht. 2664 Rübsameu'sche Badeanstalt. GksuchtfürKud-Navheiul eine Putzmacherin zur Aushülfe für 8 bis 14 Tage, ebendahin eine zweite Arbeiterin für JahreS- stelle. Offerten unter 2652 an die Sammlungen ano-: 's ihm virr Callt: Arteten ble jeder Punkt btt l te »ebiihlknde Lei e hieraus die vbr b schloß nach dcrrs lte. Der Ausanzi i zu Ende gehende 10 Schiilerinun bestand 295 btUu. ^nfangSbrstaud v°: 16 12, so daß ti sikudheitrzustand to ■ d- Nach de« ir flott sich auch bi rnwickelt und lvu" der Dank für nt en auSgedrüikt. Di . März, von 3 Uh >ie Echluhseitt ebu- mittag« 10’/, U^t, n 13. Spril, 8ct' Snmeldungtn neun Hans v. Bülow fand, daß die Pianinos von W. Ar- io», Aschaffenburg 32, dem guten Flügel nicht nachstehen und wählte tine zu eigenem Gebrauch. PrSl. mit NülowsOrig.-Dankfchr.gratis.Probez. Ratenzahlung. Fabrikpr.2637 Deutscher Reichskäse $64.3 Marke „Germania" Feinster Frühstückskäse „Perle der Wetterau" Bit uai befilmmt . März sestgeseht, ilt ftintm N aus. nsSMitzenM'. ;, Bezirk Alzey,r n 1870/18111 » Mitgliedern Id ' Hasfia"aufgen°»^ idnung des 6M >n Sonntag angrs-f »rst auS; statt dch° iwilienabend i« > Gönner deS Benir- „er Nummer. erpostdirectionSbezit! n2ße4ftlfttn'l,i;: mit den «oTmonatt! lt(, 833,50$».””' : Lrrrachsene: hn vom I. Lebensjahr: 2.—Ib.Jahr: Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bi« Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 17. Mir». IPer tr«n6aUanlif»en WrtJ Der Postdampfer Aachen, Capt. H. HaShagen, vom Norddeutschen Farben, Lacke und Firnisse aller Art liesert in besten Qualitäten billigst August Holl, Bahnhosstr. 51. - Telephon 102. traten m u W fefrOli Nickel-Uhren Regulateure mit 14'Tag Schlagwerk von Für jede Uhr einjährige Garantie. Reparaturen werden nach wie vor angenommen und Ladeneinrichtung gebe sehr preiswert- ab. 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Bon allen Seiten eilte Hilfe IBtt herbei, wodurch man das verheerende Element bald bewäl- rtqrn konnte. Hebet die Entstehungsursache des Brandes and den dadurch angerichteten Schaden wird die Unter- I^ehrling welcher die Bäckerei erlernen will, gesucht. 2647 Georg Keil, Neustadt 6. 2665] Ein junger Mann mit guter Schulbildung und hübscher Handschrift kann als Lehrling bei mir eintreten. Hch. Schaffstaedt, 2665 Metallwaarenfabrik. M. Kann, Kirchenplatz, Reste- und Wäschegeschäft empfiehlt zur Confirmation sämmtliche Meuheiten in Damen- und Herren - Kleiderstoffen, folvieJWä^che jeder Art ————— zu bekannt billigen Preisen. —— 2648] Freuudl. Wohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, drei T reppen, zu vermiethen. Adolf Bieler, Westanlaqe 44.1 posUagerud Btelefetd erbeten. 2626) In meinem Hause, EelterS 2651] Tüchtige »>eg 87, ist der dritte Stock mit 5 eoent. htit b Zimmern, Veranda, Gartenantheil rc.! " ' *• 3uU iu B,rmtd6en s. ee.rt. gesucht. Mausburg 4 Ml. FchlachthMs. Freibank. [2580 Heute nnd morgen: Rindfleisch, Sicht ladenrein, pr. Psd. SNPsg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. i15 Pfg. Wegen Umbau meiner Mühle beabsichtige nachstehende Theile meiner Mühlenein, ruhlung, nämlich: 8 noch neue hölzerne Wellbäume, 1 hölzernes und 1 neues Kammrad, 2 Ch- linder, 1 Schälmaschine nut Asperatenr und eine.Griest- putzmaschiue, zu verkaufen. H. Scliudt, YttiMÜSle Sei Muschenheim, Post Langsdorf. 2621 2655] «ettere Mädchen, welche bürgerlich kochen können, können sehr gute Stellen erhalten. Lohn bis zu 200 JL Auch für Mädchen, die nicht kochen, habe ich gute Stellen zu besetzen. Fra« Müller, Erstes Bermiethbüreau, Löwengaste. 2657J Mädchen mit guten Zeugnissen wünschen Stellen für sogleich. grau Schmidt, Neustadt 59. 23251 Brave» Mädchen mit guten Zeugnissen auf Ostern gesucht. «irchenplatz 21. Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Potmittegs wohlbehalten tn WöchemUlve Ueverftcht der TsdeSsäüe tu Vietze». 11. Woche. Pom 8. Mörz bis 14. März 1896. Einwohnerzahl: (3) 7 (3) 2 ■ »nm. Die tn Riemmern gesetzt« Ziffern geben «i, wte viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach (Ätefitri nehredite Kranke kommen. __ 35 Pfg., ist nur ächt zu haben bei «. * S. Wallenfels, Marktplatz 21. — Man achte darauf, datz jedes Packet die volle Firma „Schiffer & Co.", Versandt ausländischer Böget, Canarienvogel, Vogel käsige rc. Köln am Rhein und die Schutzmarke (ein Vogelnest) trägt.__________— Lchrmkr-Fehrlmg alsbald gesucht. Näheres in der mech. Schreinerei Schillerstraße 28. 2313 §- Liehrling für mein Eisengeschäft gesucht. Cmil Pistor, Gieße«. 2583] Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Gastwirth Seibel, Frankfurterstraße Nr. 62. 2415] Ein kräftiger Junge in die Lehre gesucht. Chr. Zimmer, Kupfkrschniikd. Hotel-Hausburschen mehrere für hier und außerhalb sofort gesucht. <. GtiaSny, Placirungs- bureau, Aster weg 6. 2662 Tüchtige Arbeiter für dauernd gesucht. 2663 Rübsamen, Lahnstraße. ♦ Trier, 17. März. Bei der heutigen Wetn-ver. steigerung kaufte der Bremer RathSkeller ein Fuder Scharzhofberg-r für 10,500 Mk., der höchste Preis des Jahrhunderts. • EottbuS, 17. März. Die 21jährige Arbeiterin Rub endunft wurde von ihrem Geliebten, dem Tuchmacher Weinert in Sandow, ermordet. Der Mörder, der durch einen Revolverschuß Selbstmord begehen wollte, hat sich nur leicht verletzt. Er wurde sofort verhaftet. Witterungsbericht vom 18. März. Die Depression trn Nordwesten ist ziemlich rasch unter Abnahme ihrer Tiefe bis nach dem südlichen Scandinavlen gezogen. Die Ausdehnung ihre« Gebietes hrt sich wenig geändert; doch scheint ein neues Minimum bereits wieder vom Ocean her zu nahen. Den Osten und Süden bedeckt noch hoher Druck und liegen die Temperaturen bei meist bedecktem Himmel ziemlich hoch. BorauSstchUich« Oittmmot Zunächst noch Fortdauer des bestehenden WitterungS-Characters. 2190 _______ __________________________ Maschinenstrickerei. 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Gestern Abend 11 Uhr verschied nach langem, schweren Krankenlager mein innigstgehebter Gatte, Vater, Schwiegervater und Schwager Curt Wölke im 60. Lebensjahre. Um stille Theihiahme bittet Giessen, den 17. März 1896. 2680 im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louise Wölke. Die Beerdigung findet Donnerstag den 19. März, Nachmittags 5 Uhr, von dem Trauerhause, Krofdorferstrasse 15, aus statt. • «ebaetwa: R. Schema. — Druck un6 «erlag her taatzüber. Rüderes Bahnhofstraße 81, Mansarde. Stellennchenden I---1 20.13. 7 Va U. Aos«. Bal. III. 2669 der Exped. d- Bl.______ 2356) Ein Mädch n empfiehlt sich im «leidermachen in und außer dem Hause. Näheres Wetzsteinstraße 24^_ aus Wunsch lederzeit gerne geliefert.____________ ®?«nzMo6u6rbr Omnibus-Verbindung ;ÄÄ‘X Linie A Marburgerstraße—Bahnhof und zurück. Linie B Grünbergerftraße-Bahnhof und zurück. Sonntag« bei Linie O Markt-Schiffenbergerrvald und zurück Witterung) PttGr D Marburgerstraße—Wieseck und zurück b-st-h-nd au« coriügltdun iuna.n lämtrinn.n unter Leitung bn «atletmetftirl Fräulein Campini. „ m ■ tviMne« Orchester, bestehend au« 14 Musikern, unter Leitung de« Kapellmeister« Herrn Letsch ar. . _ ar Der « mehr Gelegenheit geboten werden, einen Eircu«, in der Ausdehnung und Bedeut« roU bd Das hochgtthrt/ Pud'ltkum bitte» wir, davon überzeugt zu fein, daß wir nn,n bt« 6itcu«f«M nur da« Neueste und Vollkommenste bieten, bohr b^k^/n U^rrtruauna^ sind, daß auch da« verehrte Gießener Publikum unser pr* $««»«b«gen Besuch der hierorts nur * -U 3dt bemessenen Vorstellungen «geben» Gebrüder Lorch, irrd«ti Ter «treu» ist ««««« iie yeulige ummer uctjuvi o FLu-ine Frau im VeißzeuguLhe«, ö* tüchlig im ««»bessern und »U* schinennLven nimmt noch einige Kunden an. Nähere» «adndosstraße Ist, Mansarde. 2599; Junge» MLdchen sucht Stelle Todes - Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Lchwiegermuttec und Großmutter Frau Elisabethe Schwan, geb. Hercher, nach langem Leiden gestern Abend 81/, Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 18. März 1896. Die Beerdigung findet Donnerstag, Nachmittags 2 Uhr, von Neuenbäuen 6 au« statt. 2645 ++ Retten und Vorfahren der best dressilten Schul- und FreiheitSpserve. tf Persönliche» »uftretea -er Dtreetore« Herr«« «abrstder Lorch. | -E- Die bestreu ommirtesten Clown» verschiedener Nationen sowie der Akomische «ngnst der Dumme füllen die Awischenpau^n anf da» tu. urrom,iw« “ 6m1le Ö|U> unterhaltendste an». HB . — Sämmtttche auftretenben flitttten stnb durchaus neu sur Gießen. ----- Handlungsgehilfen empfiehlt »oiue Dienste der Kauf- m&nnlsche Verein zu krank- ”r. (M»ln>. as2 1997] Ein brave« tüchtiges Dienstmädchen sucht zu Ostern Frau Dr. Hempel, Wallthorstraße 24, 111.__ "Ordentliches Mädchen """""" LLÄ'»,»- 2652] Ein Mädchen, welches gut bürgerlich kochen kann und Hausarbeit gründlich versteht, gegen guten Lohn für Anfang oder Mitte April gesucht. Frau Julie Bach. ' 26261 Ich suche möglichst bald ein MliässlSkS Mklmädchkn da« etwas nähen und bügeln kann. Frau Pros, «ünther, Ostanlage 4. ' 2627] Ein fünfter Mann mit guter Handsckrisi sucht zu Ostern »eschästi- gung aus einem Büreau. Nähere Adresie bitte zu ersragen in Bekanntmachung*! Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir den Herrn Gustav Wohlmuth in Gießen, Seltersweg 25, als Vertreter unserer Annoncen-Expedition ür die Stadt Gießen und Umgebung bestellt haben, sodaß sich Herr Gustav Wohlmuth in der Lage befindet, Insertions-Auftrage m gleich zuverlässiger und vortheilhafter Weise an«zuführen, rote ede andere Annahmestelle unserer Firma. Haasenstein & Vogler, Act.-ues. Aelteste Annoncen-Expedition. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung halte ich mich zur Vermittelung von Annoncen aller Art in alle extstrrenden Zeitungen, illustrirte und Fach-Zeitschristen angelegentlich empfohlen, indem id) absolut exacte Ausführung neben aufmerksamster, coulauter und reeller Bedienung zusichere. _ 2 ö ‘ Gustav Wohlmuth, Vertreter der Firma Haasenstein & Vogler, Act.-Ges., Gießen, Teltersweg LS. NB. Zeituugscataloge sowie Kostenvorauschläge werden Circus Lorch «y: 3rlt.fr irrns ffuropes 3W 3 ti|tnt griftt JtUt. äs ^onnerAtag, bett 10. iUbcttbd S 111)1. Große Groffnungs Vorstellung in der höheren Reitkunst, Pferdcdrcssur, Gymnastik, Pantomime, Ballrt und komischen Entrees. «nstreten de» gelammten «rttstenpersonal»