M MS Seid, it bei ^owad ^eidenwair OOOOQOOOc litt u in schöner U empfehl Brüder Stl Selterswej Mi» i>e-Schi pfehle: ottirstoffen und Gcst' öffe am Stück. f, DrDW, i fowack, ist uvd Wäsche lOXXXXXXXl Lusstellm Elektrote* Kunstgew Stnttgari Eröffnung 6, lr iluss End# Stptörn if von Plakaten m __^durchjasjw 00000000 ur®o°'tV*' - roPbo”„ux»ft "S-Ä nn, DD rftrah- 39 1t ng und Spench Mjserleiti»>g^ hfrtt für 6fln^ rL w. äSe r-s!* 5X2Ä «M !ZM KiS," «ße. 116 Erstes Blatt. Dienstag de» 18. Mai 1896 Der A««r rinnt täglich, l>c i uSnahme dr» Montag». t* Lirßrner lHn ICi<*mtftr l Brt-r dem Anzeiger I B*r (i$ dreimal btigtftgL Gießener Anzeig er Keneral-Unzeiger. Vierteljäbriger s jLfo*ncment5pi#t»l 2 Marl 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Dur cd die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Ätbaction, LxpediNa» und Druckerei: Kr.X. Fernsprecher 5L 2Iints- und Anzeigeblatt ffir den Kreis (Steftett ■itoimt Dow «nzeigew zu der Nachmittag» für dem i&rrtHclvnftOM«lle Annoncen.Bureaux de» In« und Auslandes nehm« Witlm Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. \ZjiUllPVVllUy t ^UUl 11 IC ItUlUlltl. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. «SSM-' . _ > -..... _J__L—■ ■ » ___Ul .UJUJLL.J 1.£■_-!■-H Amtlirhav TheU. __vekmmtmachuug, betreffend: Maul- und Klauenseuche. Brr bringen hiermit zur Kenntniß, daß die Gemarkung B sarzhiause n, Kreis Wetzlar, bis auf Weiteres wegen der Maul- und Klauenseuche gegen das Durchtreiben von» Wiederkäuern und Schweinen gesperrt ist. Sieben, dm 16. Mai 1896. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 15. Mat 1896. C Ikil: Statistische Nachweisungen über daS Volksschulwesen. Die Mrtzh. Kreis-SchulcommWon Gießen »an die Schulvorstände des Kreises. Binr erinnern Sie an die Erledigung unseres Aus- fchchNlibkNS vom 2. d. M. in rubr. Betreff, soweit Sie damit rioxxt Im Rückstände sind, innerhalb drei Tagen. v. Gagern. Hauptversammlung ic.eS Oberhessischen ObstbauoerelnS Mittwoch den 27. Mai, Nachmittags 3 Uhr, tn Gießen, LonyS Felsenkeller. Tagesordnung: !. RüchenschaftSbericht pro 1895/96 erstattet vom Director itnr Geschäftsstelle Dr. v. Peter. Ri chnungSablage pro 1895/96. :3. 8:cranfd)lag pro 1896/97. 4 Bericht der ObstverwerthungSgenossenschaft „Wetterau". Rttserent: Hofgärtner Welle, Affenheim. 15. Die ObstauSst-llungen in Cassel und Hamburg. Referent: Dar Srcretär deS Vereins C. Reichelt. Krliedberg, den 6 Mai 1896. Präsident des Oberhessischen Obstbauvereivs: Dr. Braden, Geheimer Regierungsrath. Gießen, den 16. Mat 1896. MS Großherzogliche Kreisamt Gießen *m die Grosth. Bürgermeistereien deS Kreises. Cbllgc Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur^ lmutniß der Einwohnerschaft bringen. v. Gagern. D'iiie Awangs Versteigerungen landwirth- schvnjtlicher Grundstücke im Königreiche PWutzen während der letzten 13 Jahre. Iie Zahl der ZwaugS Versteigerungen von Landgütern ist rbnejr ein Beweis für die wirthschastliche Lage der Land- wirrlUafst, denn ein rechter Landwirth verläßt so leicht seine SchPic micht und kämpft oft mit großen Schulden auf seinem GuMveiiter um seine Existenz. Aber als einen unbedingt nchtem Mnhalt des steigenden oder sinkenden Wohlstandes in hiwöondwirthschaft kann man die Anzahl der jährlich zur ZwE.t'iversteigerung kommenden landwirthschastlichen Grund- stückÄtraS,! auch n-cht ansehcn, denn trotz deS notorischen, 6c- -deutAvi-m Rückganges der Erträge der Landwirthschaft haben seit Jahren die Zwangs-Versteigerungen von Landgütern in wesentlich abgerommen. An land» oder sorst- wirEt»stlich benutzten Grundstücken von wenigstens 2 Hectar, dererrötsitzer im Hauptberufe Landwirth war, wurden nach der :Aistischen Correspondevz versteigert im Jahre 1886/87 280D Grundstücke mit einem Umfange von 109190 ha, 188W 1691 Grundstücke mit einem Umfange von 81023 ha, 1888D3 1824 Grundstücke mit einem Umfange von 80657 ha, 188B0|M 1504 Grundstücke mit einem Umfange von 61268 ha, ! 89WI 1359 Grundstücke mit einem Umfange von 54648 ha, 18SW 1197 Grundstücke mit einem Umfange von 61926 ha, 189IW 1865 Grundstücke mit einem Umfange von 88706 ha, 189SW 1623 Grundstücke mit einem Umfange von 59941 ha. Im r Az «meinen nahmen also die Zwangs-Versteigerungen nachli M und Umfang ab und nur das Jahr 1892/93 fetzt mit imr erheblichen Zunahme ein, der jedoch in den nächsten beid'iütZwhren wieder eine Abnahme gefolgt ist. Da nach der MDS-Zählung von 1892 (diejenige von 1895 ist noch nichts ^«schlossen) 961203 solche Betriebe mit 23,76 Mil- Uonntiihaa vorhanden waren, so erscheint die VerfteigerungS- Ztffer tn keinem Jahre besonders hoch. Zieht man auch die Hauptbetriebe von weniger als 2 ha in Betracht, so verschiebt sich auch dadurch daS Bild nur unwesentlich; im letzten Jahre (1894/95) z. B. ergeben sich dann 1566 Versteigerungen mit 60287 ha Bodenfläche, in der ganzen BerichtSzeit aber 19413 mit 671366 ha Fläche, während Landwtrthschaftliche Hauptbetriebe überhaupt 1232168 mit 24,12 Millionen ha Fläche vorhanden waren. Im ganzen Westen ist der Umfang der Zwangs • Versteigerungen sehr unbedeutend. In den Provinzen Westpreußen und Posen allerdings waren während der BerichtSzeit rund 7 und 6 vom Hundert der WirthschaftS- fläche der Zwangs-Versteigerung verfallen. In sämmtlichen Berichtsjahren wiederholt sich die Erscheinung, daß die kleineren Besitzungen verhältnißmäßig weniger an den Versteigerungen berheiligt waren, als die größeren. Wie soll man nun die Abnahme der Zahl der Zwangs-Versteigerungen landwirthschaftlicher Grundstücke in Preußen gegenüber dem Anwachsen deS landwirthschastlichen NothstandeS erklären? Wir glauben, daß es für diese etwas räthselhafte Erscheinung keine andere Erklärung gtebt, als daß einerseits sehr viele in Bedrängniß lebenden Landwirthe in den letzten drei Jahren ihre Güter lieber freihändig verkauft haben, um noch ein baareS Capital zu retten, daß aber andererseits auch viele Landwirthe mit eiserner Energie und auch Dank des ihnen geschenkte« großen CreditS mühsam weiter wirthschasten. Endlich ist eS auch nicht unwahrscheinlich, daß wir in Bezug auf die Lage der Landwirthschaft noch in der ersten Hälfte der Krisis stehen und daß die Katastrophen noch kommen können. Deutsche» Reich. Berlin, 17. Mai. Wie ein Hosberlchterstatter meldet, darf auf Befehl deS Kaisers tct; etzt ab die „Kölnische Zeitung" in den königlichen Schlössern nicht mehr gehalten werden. Dieses Verbot wird mit den jüngsten Artikeln der „Köln. Ztg." gegen hochgestellte Persönlichkeiten auS der nächsten Umgebung des Kaisers in Verbindung gebracht. Berlin, 16. Mai. Den „Berl. N. N." zufolge nahm Fürst Bismarck heute Mittag die von den mecklenburgischen Verehrern gestiftete Ehrengabe, eine Nachbildung deS Schweriner Friedri ch-Franz - Denkmals von Professor Brunow-Berlin entgegen. In seiner Dank» rede wieS Fürst Bismarck auf den verstorbenen Großherzog hin, der ihm stets ein außerordentlich liebenswürdiger Herr gewesen sei; er erwähnte auch der Freundschaft Preußens mit Mecklenburg, die seit der Königin Luise ungestört erhalten worden sei. Der Fürst lud die Deputation, 17 Herren, einschließlich deS Denkmalschöpfers, zu einem Familienfrühstück ein, wobei der Fürst sehr lebhaft die Unterhaltung führte. Berlin, 16. Mai. Die CentrumSfraction des Reichstages berieth gestern Abend den Gesetzentwurf, betr. die vierten Bataillone. Die Meinungen über die Zwcckmäßigkeit dieser Vorlage gingen sehr auseinander. In der ersten Lesung wird das Zentrum auf keinen Fall eine bindende Erklärung abgeben. NamenS der Fraction wird bei der ersten Berathung Dr. Lieber sprechen. — Nach den „B. N. N." wird die Vorlage am Schluffe der ersten Lesung an die Budgetcommisfion überwiesen werden- ihre Annahme gilt in parlamentarischen Kreisen als gesichert. In einzelnen Kreisen wird demselben Blatt zufolge erwogen, ob es sich nicht empfehlen möchte, die Zusammenlegung der Halbbataillone in Regimenter von drei Bataillonen zu beantragen. Berlin, 15. Mai. In der heutigen NachmittagSfitzuug berieth die ReichStagScommission für daS bürgerliche Gesetzuch den dritten Theil deS FamtlienrechtS, betr. die Vormundschaft. Gestrichen wurde die Bestimmung, wonach die Frau nicht als Vormund bestellt werden soll. Bet den Bestimmungen über die Anlegung von Mündelgeldern wurde die Erweiterung ausgenommen, daß die Anlegung außer in Werthpapieren auch in Pfandbriefen erfolgen darf, soweit sie vom BundeSrath hierzu geeignet erklärt find. Im § 1842 wurde ebenfalls die Bestimmung gestrichen, daß eine Frau nicht zum Mitgliede eines FamilienrathS bestellt werden darf. Die übrigen Paragraphen dieses Abschnitts wurden nach der Vorlage angenommen. Beim fünften und letzten Buch, betr. daS Erbrecht, wurde mit 12 gegen 8 Stimmen die Zulassung eines Privattestameots beschlossen. Die Commission hofft, bis nächsten Mittwoch die erste Lesung beenden zu können. Berlin, 16. Mai. DaS Gutachten des BicedirectorS der Serum-Controlstation, Professor Ehrlich, über daS im Falle LangerhavS angewandte Serum Nr. 216 stellt fest, daß die der gleichen Apotheke entnommene Serumprobe vollwirkfam, keimfrei und durchaus vorschriftsmäßig beschaffen war. Von 1300 verkauften Portionen der gleichen Nummer war kein Fall einer unregelmäßigen Wirkung zu ermitteln gewesen. Berlin, 16. Mai. Am 5. d. Mtö. gab die „Berliner Corresp." inhaltlich von einem Beschluß deS StaatSmioiste- riumS Kenntniß, wonach die Beamten sämmtlicher Ressorts vonNeuem nachdrücklich darauf hingewiesen worden sein sollen, daß es mit den Pflichten eines Staatsbeamten völlig unvereinbar ist, sich an Agitationen zu betheiligen, die gegen die Durchführung der Regierungspolitik gerichtet find. Nach der „Staatsbürgerzeitung" hat der Erlaß folgenden Wortlaut: „ES ist neuerdings die Wahrnehmung gemacht worden, daß Staatsbeamte Petitionen unterzeichnet Haden, welche darauf abzielen, die parlamentarische Körperschaft zu einer ablehnenden Haltung gegenüber Regierungsvorlagen, oder zu einer wesentlichen Abänderung derselben zu bestimmen. Auch an öffentlichen Versammlungen, in denen solche Petitionen berathen worden sind, haben Staatsbeamte einen Antheil genommen, welcher erkennen läßt, daß es ihnen nicht um eine Abwehr, sondern vielmehr um eine Förderung der gegen Regierungsvorlagen unternommenen Agitation zu thuu war. Ein solches Verhalten ist unvereinbar mit den Pflichten eines Staatsbeamten, welche ihm gebieten, fich der Theilnahme an Bestrebungen zu enthalten, die darauf gerichtet find, der Durchführung der Regierungspolitik Schwierigkeiten zu bereiten. DaS Staatsministerium hält es für angezeigt, die Beamten sämmtlicher Ressorts hierauf mit dem Bemerken hinzuweisen, daß die Regierung Willens ist, dieser ihrer Auffassung eintretendenfalls unnachfichtig Geltung zu verschaffen. Berlin, den 18 April 1896. Königliches Staatsministerium." München, 16. Mai. Prinz Ludwig von Bayern ist gestern Abend 9’/< Uhr mit Gefolge über Wien nach Moskau zu den KrönungSfeierlichketten abgereift. Ausland. Wien, 16. Mai. Die hiesigen Klempnergehilfen streben eine Lohnerhöhung an. Falls dieselbe nickt bewilligt werden sollte, ist ein allgemeiner Strike in Aussicht genommen. Budapest, 16. Mai. Die Existenz des Ungarn beleidigenden Rundschreibens des serbischen Ministers Novakowitsch wird hier in Abrede gestellt. Trient, 15. Mai. Ein für heute geplantes Wohl- thättgkeitS-Concert des Wiener Eisenbahnbeamten- GesangvereinS mußte unterbleiben, weil die Benutzung des Theaters, obwohl neben deutschen auch italienische Lieder im Programm waren, verweigert wurde und auch die Verwaltung deS ArmenfondS daS Anerbieten, für die Armen TrientS zu fingen, ablehnte. Unter den Deutschen TrientS herrscht Erregung über diesen Vorfall, während daS Organ der National-Liberalen, „Alto Adige", die Stadt zu ihrer Haltung beglückwünscht. Rom, 16. Mai. In Militär- und Gerichtskreisen ist man davon überzeugt, daß General Baratieri nicht ver- urtheilt werden könne. In einem Schreiben an den Anti- Afrikaner Professor Ped er colli erklärt Baratieri, erhöbe in dem Augenblick, als er die Schoaner angriff, keine Ahnung von seiner Ersetzung durch Baldissera gehabt und sei erst vom Schlachtfelde gewichen, als kein anderer Ausweg übrig blieb. Amsterdam, 16. Mai. Die Nachrichten aus Atjeh bestätigen, daß die Feindseligkeiten, welche wahrend der Regenzeit ‘ unterbrochen waren, demnächst wieder ausgenommen werden. Die Holländer bereiten augenblicklich ein Manöver vor, um die Rebellen zu umzingeln. Der Generalstab hofft in kürzester Zeit mit den Aufständischen fertig zu werden. Pari», 16. Mai. „Evennement" meldet, daß die französische Regierung beabfichtigt, die geographischen Dorträge, welche Prinz Henry von Orleans in mehreren Städten halten wird, genau zu überwachen, weil die Regierung befürchtet, daß der Prinz diese Borträge zu politischer Agitation benutzt. Paris, 16. Mai. Ja BriguoleS wurden zwei Italiener verhaftet, welche als gefährliche Anarchisten fignalifirt waren. Paris, 16. Mai. Die Spaltung zwischen den Royalisten erregt großes Aufsehen. Mau versichert, daß fich eine neue Partei mit dem Prinzen Henry von Orleans als Chef gebildet hat. Marseille, 15. Mai. DaS auswärts verbreitete Gerücht, hier seien einige Todesfälle an Cholera vorgekommen, ist vollkommen unbegründet. ES ist kein Fall gemeldet worden. Der Gesundheitszustand ist ei« aus- gezeichneter. Madrid, 16.Mai. Rach Cuba werden erst im Herbste Truppen-Berstärkungeu abgeschickt werden. Mau bezeichnet eS hier als nothwendig, alsdann große Aufwendungen zu machen und 50,000 bis 60,000 Mann nach Cuba zu entsenden, da der Aufstand sich jetzt auf alle Provinzen der Insel erstreckt. Madrid, 16. Mat. Die überhebenden Artikel der amerikanischen Blätter, welche behaupten, die Bernrtheilung der au Bord des Cowpetitar verhafteten Amerikaner würde auf alle Fälle eine« Krieg mit Spanien veraulasien, ruft tu ganz Spanien die größte Erregung hervor. In hiesigen diplomatischen Kreisen ist mau jedoch davon überzeugt, daß die Augelegeuheit ohue jeden größeren Zwischenfall erledigt werden kann. Loudon, 16. Mat. Lord Roseberry fordert in einer Rede energisch Untersuchung der Borkommniffe in Transvaal, da die Don Chamberlain versprochene Untersuchung erst im nächsten Jahre stattfinden würde. Moskau, 16. Mai. Zahlreiche Fürstlichkeiten, Vertreter der hohen Behörden und die Spitzen der Geistlichkeit sind bereits eingetroffen. Die Stadt ist reich geschmückt , besonders die Hauptstraßen. Eine zahlreiche Menschenmenge durchfluthet die Stadt. Der Herzog von Sachsen-Altenburg und Prinz Maximilian von Baden sind eingetroffen und von dem deutschen Botschafter Fürsten Radolin und den Mitgliedern der deutschen Botschaft empfangen worden. Moskau, 16. Mat. Der Großfürst-Thronfolger wird sich auf dem Seewege zu dauerndem Aufenthalt direct nach dem Kaukasus begeben. Athen, 16. Mai. Die griechische Regierung widmet fortgesetzt der kretensischen Frage ihre volle Aufmerksamkeit. Der griechische Gesandte in Constantinopel hatte jüngst eine Audienz beim Sultan in dieser Angelegenheit, wobei er die Wünsche der kretensischen und griechischen Regierung vortrug. Wie in hiesigen, gut unterrichteten Kreisen verlautet, sagte der Sultan zu, sämmtliche Beschwerdeu zu berücksichtigen und versicherte dem Gesandten, daß er auch sonst den griechischen Wünschen nach Möglichkeit entgegen kommen werde. Coustautiuopel, 16. Mai. Die Quarantäne für egypttsche Herkünfte ist auf zehn Tage erhöht worden. Alexandrien, 16. Mat. Die Cholera nimmt in besorg- nißerregender Weise an Ausdehnung zu. Die Bewohner vieler Häuser im europäischen Arbeiterviertel find sämmtlich gestorben. Die meisten von der Krankheit noch nicht befallenen Personen flüchten nach Triest. Die einheimische Bevölkerung glaubt, daß die Cholera von indischen Soldaten eingeschleppt worden ist und ist deßhalb gegen die Engländer sehr erbittert. Maffauah, 16. Mat. Heute haben drei B'ataillone Infanterie in der Gesammtstärke von 1600 Mann an Bord des Schiffes „Montebello" die Heimreise nach Italien angetreten. ZIeucfte Nachvlchte«. Wolffs telegraphische» Correfpondevt-Bureau. Pagny, 17. Mai. Während der Fahrt drückte der Präsident Faure der Kaiserin-Wittwe von Rußland die Freude aus, vor der Abreise sie begrüßen zu können. Die Kaiserin-Wittwe dankte und erklärte sich angenehm berührt von dem Schritt einer außerordentlichen Höflichkeit Seitens des französischen Staatsoberhauptes. Sie sei entzückt von dem Aufenthalt und dem glücklichen Einfluß des KltmaS auf ihre Kinder. »epesch« M »m«* ,H-rold* Prag, 17. Mai. Sämmtliche Ti sch l e r g eh il fen von Prag und Umgebung erhielten von ihren Meistern die Kündigung, weil sie die strikenden Arbeiter der Möbelfabrik von Röhrs unterstützt hatten. Die Kündigung soll nur dann zurückgenommen werden, wenn die Strikenden die Arbeit bedingungslos wieder aufnehmeu. Berlin, 18. Mat. Die Berliner Studentenschaft veranstaltete gestern Mittag eine große G edächt'n iß feier für den verstorbenen Profeffor Trettschke, woran auch die Minister Boffe und Berlepsch, sowie die Professoren Wagner, Menzel, Mommsen und Delbrück theilnahmen. Berlin, 18. Mai. Wie das „Kleine Journal" erfährt, hat Hammer stein s. Zt. vor seiner Abreise von Berlin seine sämmtliche Correspondenz vernichtet, btS auf einige Briefe, welche er später dem Absender zuschickte. Die Familie HammerstetnS ist vollständig mittellos. Die Bitte seiner Frau au daS KreuzzeitungS'Comttv, sowie an die cooservative Partei um eine kleine Pension wurde abgeschlagen. Laibach, 18. Mai. In der vorletzten Nacht erfolgte hier wieder ein stärkerer Erdstoß mit unterirdischem Getöse, ohne Schaden anzurichten. Paris, 18. Mai. Anläßlich der üblichen Jeanne d'Arc- Processiou verübten Studenten und royalistisch gesinnte Arbeiter, etwa tausend Mann, große Manifestationen in der Rue Montmartre vor der Redaction des „Jntransigeant", wobei Reibereien entstanden, weil das Publikum für Rocheforts Blatt Partei nahm. Die Polizei zerstreute die Menge. Paris, 18. Mai. Der Handelsvertrag zwischen Frankreich und Japan, ähnlich dem deutschen, ist gesichert. Die Veröffentlichung erfolgt in Kürze. Calais, 18. Mat. Der Socialift Salembier ist mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt worden. Landon, 18. Mai. Der Ministerrath beschloß, das fliegende Geschwader aufzulösen und die frei werdenden Schiffe zur Berfiärknng der englischen Flotte im Mittelmeer und in China zu verwenden. CoceU» rrrrd protHttjieilet, Gießen, den 18. Mai. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtterardnete». BerfamuUuug Donnerstag, den 21. Mat 1896, Nachmittags 3*/, Uhr pünktlich, und Freitag, den 22. Mai 1 89 6, Nachmi ttags 32/t Uhr pünktlich. 1. Gesuch des Schneidermeisters Georg Pfaff um Erlaubniß zur Anbringung eines Firmenschildes. 2. Desgl. des Apothekers H. Dornberger zur Errichtung eines transportablen BretterhäuSchenS am NahrungSberg. 3. Desgl. de» Gg. Appel zur Aufstellung einer Gartenhütte an der Ebelftraße. 4. DeSgl. des Karl Ulm um Erlaubniß zur Herstellung einer Einfriedigung an der Schützenstraße. 5. DeSgl. des Georg Throm zum Bauen an den Bahnhöfen. 6. DeSgl. des Karl Bieler zum Bauen eines Lagerhauses am Neuenweg. 7. Erbauung von Arbeiterwohnungen,- hier: Ertheilung von DtSpenS. 8. Gesuch des Armenvereins zur Aufführung eines KaminS und Anlage einer Grube. 9. Herstellungen im ehemals BourgeotS'schen Hanse. 10. Gesuch deS Louis Becker um pachtweise Ueberlaffung eines Lagerplatzes am Lutherberg. 11. Gesuch des I. Baab zum Kaiserhof um Erlaubniß zum Aufstellen von Tischen und Stühlen vor seinem Hause, Schulstraße. 12. DeSgl. des ConditorS H. Hettler vor feinem Hause, Südanlage. 13. DeSgl. des H. Kühne am Kirchenplatz, sowie zur Anbringung einer Marquise. 14. Errichtung einer kaufmännischen Fachschule- hier: Gesuch um Schenkung eines Bauplatzes. 15. Errichtung eine- Volks- bades. 16. Errichtung einer regelmäßigen Omnibusverbin- dung zwischen den Bahnhöfen und der Stadt zur Personenbeförderung. 17. Schlachtviehversicherung auf dem hiesigen Schlachthof. 18. Die Ermäßigung der Fernsprechgebühren. 19. Anbringung von Plakattafeln. 20. Die Prüfung der Rechnung der Gemeindekrankenversicherung pro 1895. 21. Gesuch deS Albert Kuhnd um Erlaubniß zum Wirth- schaftSbetrieb „Zur schönen Aussicht". 22. Gesuch deS Bleichers W. Schmoll um Erlaubniß zum Stauen des WafferS im Wteseckfluß und um Geländeverpachtung. 23. Desgl. deS Emil Schmoll zur Anlegung erhöhten Trottoirs vor seinem Hause Lindengaffe. 24. Plan über Herstellung erhöhter aSphaltirter Trottoirs in der Marktstraße. 25.Ausbau der Löberstraße- hier: Rechnung über Bordsteine. 26. DaS Straßenkreuz der Ludwig, und Goethestraße. 27. Herftel» lung des Feldweges auf der Hardt und am Windhof. 28. Die Feier des 50^jährigen Stiftungsfestes des Turnvereins Gießen. •• Schüler Coucert. Am vergangenen SamStag fand das PrüfungS-Concert der Musikschüler des Fräul. Minna Körner im großen Saale des Gesellschaft--Vereins statt. Eine stattliche Zahl Zuhörer hatte sich sowohl am Nachmittag, sowie am Abend eingefunden und lauschten mit Jntereffe den Darbietungen der Kunstnovizen. Fräulein Körner, die in Weimar ihre Studien gemacht, hatte mit großem Geschick und pädagogischem Verständniß den Fähigkeiten jedes Einzelnen entsprechend, die vorzutragenden Musikstücke ausgewählt- Alle beherrschten die ihnen gestellte Aufgabe sowohl nach technischer, wie musikalischer Seite hin, so daß man, ohne Bangigkeit für den Ausgang, sich der wohllautenden Musikstücke erfreuen konnte. ES war ein Genuß zu sehen und zu hören, mit welcher Luft auch die kleinsten Künstler ihre Aufgabe erledigten und den wohlverdienten Beifall mit Grandezza entgegen nahmen. Sauberen, energischen Anschlag, rythmische Sicherheit und Verständniß für den musikalischen Inhalt der Stücke, konnten wir bei allen Darbietungen constatiren, bei jeder Leistung zeigte sich deutlich eine schöne musikalische Erziehung. Fräul. Körner kann stolz auf den Erfolg ihrer Schüler sein, durch den sie den Beweis führte, daß sie zur Lehrerin berufen ist. In angenehmster Weise wurde das Programm durch Bocalvorträge einer jungen Sängerin erweitert, denen man ebenfalls reichen Beifall zollte. ** Man schreibt uns: Herr Schiffsoffizier C. Schmehl von Gießen, auf S. M. S. „Falkenburg", Capt. v. Freede, schoß auf der Reise nach Indien im Mittelländischen Meere auf 34,50 nördl. Breite und 18,48 östl. Länge von Green» wich, 205 Seemeilen ost-südöstlich von Malta einen Falken und eine Taube. Letztere trug am rechten Bein einen silbernen, roth emaillirtenRing mit der Inschrift „L. 10. 1896". Vielleicht ist es möglich, den Eigenthümer des Ringes zu ermitteln. ** Befitzvechsel. Die Hofraithe deS Privatiers Chr. Lonh, Große Mühlgaffe Nr. 23, ging für den Preis von 32 000 Mark in den Besitz des Fabrikanten Heinrich Schaffstaedt über. Der neue Besitzer wird das Grundstück zur Vergrößerung feines Fabrik-EtabliffementS benutzen. ** Weidauers Menagerie bildet gegenwärtig einen Haupt- auziehungS-Punkt der Sehenswürdigkeiten auf OswaldSgarten. Die Menagerie weist großen Thierbestand in schönen, gut- gepflegten Exemplaren auf. Besonderes Interesse bietet die Dreffur der Löwen und Eisbären, sowie die Leistungen deS Riesen-Elephanten. Die Menagerie ist sehr reinlich gehalten, gut verwahrte Käfige bieten die Gewähr der Sicherheit vor den Bestien und die Zuschauerräume find geräumig, sodaß bequem Alles übersehen werden kann. Der Besuch derselben ist bestens zu empfehlen. •* Kleine Brandstifter. Eine Anzahl Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren spielten gestern Nachmittag an den Badeanstalten an der Lahn. Hierbei entdeckten sie eine Parthie Hobelspähne, trugen diese unter die Männerbadeanstalt und zündeten sie an. Eine hinzukommende Fran machte dem gefährlichen Spiel ein Ende und löschte das Feuer aus, sonst wäre die Anstalt zweifellos niedergebrannt. ** Der 13. Delegirlentag des Rhein-Main Sastwirthe- Verbandes fand am Dienstag in Bingen statt. Gegen die sogenannten Straußwirthschaften, die, statt wie eS gesetzmäßig ist, nur selbstgezogene Produkte zum AuSschank zu bringen, größtentheilS angekauste Weine verzapfen und dadurch als periodische Wirthschasten daS mit Steuern stark belastete WirthSgewerbe beeinträchtigen, sollen Eingaben an tie hessische und preußische Regierung gerichtet a die Aufhebung deS hessischen Weinsteuergesetzes soll L Mitteln gearbeitet, und Überhaupt gegen jede «tfrU deS Weines, in welcher Gestalt sie auch anftrete werden. Weiter erklärte man sich gegen den Ges über das Verbot bei Besuch» von Tanzbelusti.m,.- Wirthschasten für Personen unter 16—17 3ahnn 81' für den Wirth eine Unmöglichkeit sei, seine Gäste w ’ auf Alter zu controlliren. Der Antrag de» Mainiei a?' wirthevereinS, bei der Errichtung Don Arbeit,vach^ bureauS auch den Jnterrffen deS Winheftaode» : tragen, wurde zum Beschluß erhoben. Der Reinemer-Darmstadt wurde wiedergewählt. Zur des nächsten DelegirtentageS wurde Offenbach bcfttxti e*e Friedberg, 16. Mai. Heute wurde dahier zu Grabe gebracht, deffen Name in weiten »reife« sonderheit bei den Lehrern unseres Landes einen oinaV~ hatte. Herr Profeffor Dr. Heid, feit 26 Jahren am hiesigen Schullehrer Seminar, war einer tiiitifcr heit ganz unerwartet erlegen, und fo hatte ' feiner Beerdigung ein zahlreiche» Trauergefolge fern eingefunden. Der Geistliche, Herr Decav warf auf Grund des prophetischen Worte»: .tt»ÜJ'J* ’ Weg ist gerade", ein lebenswahre» Bild de» wies auf seine wohlthuende Offenheit und on’pts* ■ von 660 n andifür ! Sütiet worben fit a »rächt k°me ! 1 • eilt». '"Mnen »«et . frriibtrtraguiig w I «7 berselden ka« andere aber, der i tu Unterkochen/ vi riiiirtS aus bi । fjftr »artn so sttrl , eLetraten werbeu ' » In a» 10.1 )cm G« 10. Juli b । ftitt »artn gtlie1 11,830 OWere t 1456 Offiziere U"d V2192 Of warn nach j si^ven, 19 5 8es \ g.-schützt wtt-u trbi SefaDgenen- ; 305,>7 Kano, b I kattn und Hessen vi । heetrnlub an To! I <241 Offizienn, 14,596 fftrben, 1 i !pitzk und 6 Eeschi i cxHutcte nab nac i betreu, gehabt. 8 i enb keanne vor I Landen gestorben, i ngebnmto, zasa I hckm nnb an anit so be; die Gesam I Maratfiärft btl I U:e 33,101 Osfizie I Emze 9819 Osfizie IK gksikw Hbc : c'°c Ä »it tt h, l^alt in bie .' e'M(itr N,d»!i iP; M« attotim |i Renten nieder, im Namen Schkldegruß. Avch^' eiv und die Logen )« Eatichlasene ruh, a. !at' Eine bessere ; :tt föt das am 211|| ie EauturnfesthM.. 'gebung der Stad, u - rden können. Unb Li _ ^lvicht, denn Sinn sd: der Natur gehen t in einem ungemein sm Reiz durch die alttti noch tvohlerhaltenenU d. Frisch grünende t rgelände, und mitten: cade jetzt prangt da» i t; überall, wohin irr in, das gegen das bad absticht. Davon übn ähnlich angelegten für rlichrn, kühlen Saubgai; Weise jederzeit sür hl fällt der Blick aus diiwk die das hier jlm: leiten. In geringes übet sich der SB1B • i der Stadt aus em: - btrtnhtten unb Einziehung befl betreffenden Producte» ge abitte. — In den Kreisen Oppenheim unb Alzey ist in iolti^Mien Ortschaften die Schweinepest auSgebrochen. S «rr< bet Behörben sinb strenge Anordnungen gegen bte Dellntl rppung ber Seuche getroffen worben. — Verflossene WlSm war die diesseitige Provinz von verschtebenen größeren Wttiild t-ränben heimgesucht. ES brannte in ben Gemeinde« »obigen von Gonsenheim, Kletnwinrernhetm und in medfrai Districten des Kreises Alzey. Vermttdytes, ' ei* Geschäft, bas noch was einbringt, ist baS der Achröseeke in Höchst. Die Aktionäre erhalten wieder 28 pCt. D'-iriinle von dem Reingewinn, der über 6 Millionen be- rrcüji! und von dem noch allerlei Fonds und Stiftungen reich bekch unb auch für Tantiemen ein erkleckliches Sümmchen abichqrc gt worben find. ' llnterlaichling (Bayern), 16. Mai. In der der- Zapnjmen Nacht kamen hier bei einem Schadenfeuer ein SRtor mit feinen drei Kindern um. * Aalen, 14. Mai. Bei einem Schülerausflug *(€ättttrreri zwei Knaben auf daS Thürmchcn der electrtfchen KuiwiLblirtragung in Königsbronn unb berührten bte Drähte. 2 ian derselben kam mit einer leichten Beschädigung davon, -11 -interre aber, der zehnjährige Knabe deS Müllers Scheifele, vo »it, 2192 Offiziere unb 88,381 Mann mit 285 Ge- ichs»,m waren nach der Schweiz gebrängt, 107 Abler unb Fc^chrn, 1915 Geschütze unb Mitrailleuscn, 5526 FestungS^ ge'stütze waren erbeutet worden. In Norddeutschlanb waren 1Gefangenen' Depots mit 10,717 Offizieren und 3011'0,28' Mann, der Rest war auf Bayern, Württemberg, uuib Hessen vertheilt. Die deutsche Armee hatte einen Ge- saimmtmlust an Tobten, Verwundeten, Kranken unb Vermißten 62M O ffizieren, Aerzten und Beamten, 123,453 Mann, 1 työo Pferden, 1 Fahne (deS 61. Regiments), 1 Fahnen- fpi-tz! unb 6 Geschützen, wozu noch 2 von ben Franzosen etlmtotcti unb nach Metz geschaffte bemonttrte Kanonen ’erranen, gehabt. ES waren 17,572 Offiziere, Mannschaften unÖSenmte vor dem Feind gefallen, 10,710 an den knbtu gestorben, 316 verunglückr, 30 durch Selbstmord unmjtfonimcn, zusammen 28,628. In Folge von Krank- tjei tim ir.ib an anderen Zufällen starben außerdem 12,115, io . las die Gesammtzahl der Tobten 40,743 betrug. Die 7> e!flinin::stärke deS deutschen HeereS jenseits der Grenze ya:i:tt 32,,101 Offiziere und 1,113,254 Mann, diesseits der GH»vze 9819 Offiziere unb 338,638 Mann betragen. Eingesandt. Gieße», ben 18. Mai 1896. BH gestern Abend eine größere Gesellschaft von Damen und v'eirw nliedttch und fröhlich auf dem Heimwege gegen 10 Uhr mit einies Lommerwagen durch Heuchelheim fuhr, wurde derfelbe pI5 M lohne jeglichen Grund von Heuchelheimer Burschen mit Chausseesteinm empfangen, wobei eine Dame der Gesellschaft am Kopse verletzt wurde. Zum Glück war die Wucht deS Wurfes durch Hut unb Haar der Dame etwas abgefchwächt worden. Rach diefem kühnen Angriff zogen ft da die fauberen Heiden schleunigst zurück. Am Ende deS Dorfes versuchten die netten Herren, bte Insassen des Wagens nochmals zu belästigen. Da nun jetzt gerade die Zeit der AuSstüge vor uns ttrht, sei die« der OrffenUichkeit übergeben, damit die löbl. OrtSbehörden für die Sicherheit der Paffanten Veranlassung nehmm möchten, wenn der Besuch solcher Orte nicht gemieden ©erben soll. Literatur und Aunst. — »Velo-Sport", Lahr t. v. Jllustrirte Sport-,eitschrtst für daS gelammte Radfahrwesen, pro Quartal Mk. 1.50 bei jeder Postanstalt. — Inhalt der Nr. 12: Heber da- Ausführungsorgan de- WetlfahrauSschuffeS. — Der deutsche Michel wacht auf! — Durch Schleswig Holsteins Fluren nach Kopenhagen (Schluß.) — Deutschland. — Ausland. — Pariser Briefe. — Chronik. — Rennberichte. — Ausschreibungen. — Industrie und Handel. — Briefkasten. — Jllustationen: Radfahrer-Hochzeit. — Julius Exter gehört zu den FarbenstimmungSmalern, von denen neuerdings Deutschland eine wachsende, von BeSnard. Whistler u. A. anaeregte Schule auf,umeifen hat. Das 16. Heft der »Moderne« »ö«ß* (Verlag von Richard Bona, Berlin — Wien — Leipzig) bringt in meisterlicher Holzschnitt - Reproduclion eine besonders hervorragende Schöpfung des hochbegabten Künstler«: ein Altarbild in der Form eines Triptychons, das den Charfreitag zum Motiv hat. Im Holzschnitt sind bte hellen und zarten Töne des eigenartigen, mächtig wirkenden Monumentalbildes vortrefflich zum Abdruck gebracht. Erfreulich ist es, in dieser überaus gelungenen Weise mit einem hochbedeutenden Werke eine« jungen Meisters der mobernen Richtung bekannt gemacht zu werden. Nicht minder interessant sind zwei Reproductionen von Sculpturen, einer „Psyche" unb einer „Indianerin", die vorn Grasen Perponcher, dem ehemaligen Ober-Hof- und Hausmarschall Kaiser Wilhelm I, modellirt sind. Der Graf, der sich erst in spätm Jahren der Plastik zugewandt hat, unb dessen Lehrer der jetzt verstorbene Bildhauer Schuler war, bezeugt in beiden Arbeiten ein hohes Maß von Talent. Auch der übrige Inhalt oou Heft 16 ber „Modernen Kunst" mit einem reichen Bilderfchrnuck im Text und ben beiden übrigen Kunstbeilagen „Erste Liebe" von K. von Bodenhausen und „General Maeard" von Eug> ne Chaperon verdient die höchste Anerkennung unb das Zw- geständniß, daß die „Moderne Kunst" das erste Blatt der Welt ist. Für Alle, die Norderney besuchen wollen, ist ein mit zahlreichen Illustrationen in Aquarell - Facsimile - Farbendruck auSgestatteter Ai tikel über das schöne Nordseebad lesenSwerth, da er in bester Weise über die dortigen Verhältnisse aufklärt. Auch die novellistischen und Runftbeiitädc, daS Z-ck-Zack und die übrigen Aussätze über bemerkens- werlhe Erscheinungen des modernen Ledens bieten eine Fülle des Anregenden. Ein solches Heft für den befcheidenen Preis von nur 60 Pfg. zu liefern, ist eine Leistung, die in ihrer Art einzig dasteht. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 19. Mai bis 26. Mai. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7 bis 8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends stehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Dienstag den 19. Mai, Nachmittags von 7 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Mittwoch den 20. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr, im Saale: Theatervorstellung. Der Störenfried. Donnerstag den 21. Mai, Abends von 7 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Freitag den 22. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Mein Leopold. Samstag den 23. Mai, Abends von 7 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terraste. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung Doctor KlauS. Sonntag den 24. Mai, Nachmittags von 4 bte 7 Uhr unb von 8 btS 10 Uhr auf der Terraste: Doppelconcert des WeinS'scken Gesangvereins aus Hanau unb ber Kurcapelle. Montag den 25. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 unb von 8 bis 10 Uhr auf der Terraste: Doppelconcert des 50 Mann starken Gesangvereins Cäcilia aus Wiesbaden und der Kurcapelle. Dienstag den 26. Mai, Nachmittags von 4 bis 8»/. Uhr auf der Terraste: Concert der Capelle de« 4 Großh. Heffischen Jnfanterie- Reziment« Piioz Karl Nr. 118 auS Mainz. Spirina der ttrriii|trn jrukfutrr Stttttherkr. Dienstag den 19. Mai: Oberon. Mittwoch den 20. Mal: Carneval in Rom. Donnerstag den 21. Mai: Der Prophet. Freitag ben 22. Mai geschloffen. SamSiag ben 23. Mat: Don Juan Sonntag den 24. Mai, Nachmittags 3‘/i Uhr: Hänsel unb Gretel. Abends 7 Uhr: Trompeter von Sakkingen. Montag den 25. Mai: Lohengrin. «chavspiUhavS. Dienstag den 19. Mai: Wa« Ihr wollt. Mittwoch den 20. Mai: Comtesfe Guckerl Donnerstag den 21. Mai: Febora. Freitag den 22. Mai: Journalisten. SamStag den 23. Mai. Sbakespeare-CycluS, dreizehnter und letzter Abend: Hamlet. Sonntag den 24. Mai, Nachmittag« 3»/, Udr: Charley« Tante. Ab.-ndS 7 Uhr: Glück im Winkel. Montag den 25. Mai. Nachmittags 3»/, Uhr: Madame Sans-GSne. Abends < Uhr: Comtesfe Guckerl. tmfc VoU»n»irthschast* Gründer«, 16 Mai. Frachtpreise. Weizen X 16,00, Korn X 15,00, Gerste X 16.66, Hafer X 14,90, Erbfen X 18,00, Hinten X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 4,00, Samen X 00,00. Witternugsbericht vom 17 Mai. DaS Centrum der im Nordosten gelegenen Devreffion hat zwar an Tiefe etwas abgenommen, doch greift der Einfluß deS niederen Drucke« sehr weit nach Westen vor und steht der größte Theil Europas unter feiner Herrschaft. Dabei springen vom Deprefstons- gebiete noch jungenförmige Ausläufer in westlicher Richtung vor und erstreckt sich zumal eine solche Furche von Galizien über Ober- Oesterreich, dem Südfuße ber Alpen entlang bi« nach der Riviera. Da« batomeirifcbt Maximum verharrt im Westen der britischen Inseln und hat bortfelbft an Intensität etwa« gewonnen. Bei dieser Druckoertheilung wird die Witterung wohl zunächst den trüben, kühlen (Sbaracter beibehalten und höchstens in den westlichen Gebiets« theilen die Bewölkung eine geringere fein. ----- BoaaaSstchUtche »iiUrtmfli Im Westen wolkiae«, sonst meist trübe«, allgemein kühle« Wetter mit zeitweisen Niederschlägen im Süden unb Osten. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 18. Mai, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: Wasser 12, Lust 12». Rübsamen'sche Babeanstalt. Wer fett etc Theerschweselseise von Bergmann & Co., Berlin v. Frkft. a. M. Marke: Dreieck mit Erdkugel und Kreuz ' iet thatsächlich unvergleichlich in ihren Wirkungen gegen alle Hautunreinigkeiten und Anschläge, sowie zur sofortigen Herstellung einer sammel weichen, blendend weissen Haut- und Gesichtsfarbe. Vorräthig 50 Pfg. pro Stück bei 4245 H. Tichy, Seltersweg 43. ÄA p» ^Auc.Luhn&c?(*. 4778 Gebhardt. 4775 zu Magen. iltfelfen sehr WM dem Auge ein Bekanntmachung. '^eeidivand Hetz in Grü- nitaqni betreibt daselbst eine Ellen- nndv Kurgwaarenhandlung unter der Fir eines Namens. LSH, den 13. Mai 1896. SSichcherzogliches Amtsgericht. Ä MlaWlNlS. r e i baut. [4773 haute und morgen: D tVehsensieisch N'.chck Unrein, per Pfd. 56 Psg. Wweineffeisch «ichtÄUnrein, pr. Pfd. 40 Pfg. I ..Srnii. S SUrt Nähere in der Alice-Schule Wudersähiiges Pferd für t^dMrthe geeignet, wird ver- aufcht:M der 4677 Giechneir Omnibus - Gesellschaft, «. ». m. v. H. Vekanntmachung. Mvllf Hetz in Gröningen betFÄ! kvaselbst eine Ellen« und Kurz- wa-AAihundlung unter der Firma feimd Niamens. den 13. Mai 1896. '^^herzogliches Amtsgericht. Gebhardt. 4777 dl- ihren ’n wit/ Mir-- d, taut .f ni r t >gr führen aufmärt» k: läge von zahweo 8: n hübschen Hänge-- \ von da hinab In :gefte!lten Anlagen. Ifc tirt fich der föongtF ,lb, ein mit Wei» Wmld ii fänden. 8» ft* 1 stift»«-» | lin mW Th°l W»* ein®»»« rat!« intia? _ Gebhardt. 4778 »te i'riMöfisthk und Englische ' 'knversMns-Curse luvaeteo einen k in der Alice-Schule den ael. 1 -M. _ _ . . BeranulMSchnug. In Gemäßheit de» Art. 7 der allgemeinen Bauordnung machen wir hierdurch bekannt, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz unterm 26. August v. I«. zu Nr. M. I. 23 943 die Aufnahme einer einseitig zu bebauenden, von der Ludwigstraße an dem Eisenbahnoiaducr nach Südosten abzweigenden und dem Eisenbahndamm folgenden Straße von 8 Meter Breite in den Ortsbauplan der Stadt Gießen genehmigt hat, und daß der bezügliche Plan auf unserem Stadtbauamt jederzeit von den Betheiligten eingesehen werden kann. Gießen, den 16. Mai 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.__4795 Bekanntmachung. In Gemäßheit des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung machen wir hierdurch bekannt, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz unterm 30. October v. Js. zu Nr. M. I. 30 066 die Aufnahme einer von der Bleichstraße nach der Stephanstraße im rechten Winkel führenden Straße von 8 Meter Breite in den Ortsbauplan der Stadt Gießen genehmigt hat, und daß der bezügliche Plan auf unserem Stadtbauamt jederzeit von den Betheiligten eingesehen werden kann. Gießen, den 16. Mai 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4794 Gnauth. •Waschstoffe • ä für Blousen und Costume ä in Rips, Pique, Satin a Jour. Plisse in reizender Muster-Auswahl billigst bei 4248 ♦ Carl Nowack, Seltersweg 85, d Mode- und Stidkwsartn, Dsmeu-Lollfectisn. FnmsKm-uisTBRiü Jos Sedlmayr von MÖNCHSHOF FRANKENTHALER BRAUHAUS FRANKENTHAL i. Bayern. ✓ "'Kulmbacher u Export-Brauerei 3889 A. Kilbinger, Seltersweg 19. Luxus-Wagen und Geschirre- 2631 Neuester vervollständigter Placat - Fahrplan enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen (xieeeen. Frankfurt a. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem so schweren Verluste meines so innigst geliebten Sohnes, sowie für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Dr. Naumann, insbesondere seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern, die ihn zum Grabe geleiteten, sagt innigsten Dank Die tieftrauernde Mutter Frau Damm Wittwe, und Familie Ketzler. ftebactien: N. kchchdo. — Drud unb B erlag bcr Brühl'schen SmversttülS-Buch« tntb 6teatasdzrn (Pietsch * tzcheyda) bi Gießen. CAtfU Aie veutige --Nummer tunfagt v Schmitt & Förderer’s Weisser Metallputz 4Vi«/i Oesterr. StlberreM, IM 4«/i Ung. Gold-Narte HM 3°/o Portugiese» 6®/e Mepteaner 4°/n Monopol-Griechvi en 1381 .■*< Bo/q Oesterr. Staatlbah» v. 1836 91 4514®/0 Eisend. 31 art ab. OH 8°/, gttL statttSgar. «ismtz. 63.1616 o/o Buderu» ObL Coursbericht BÜ1IA. 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Lit.D. 22.30 21.80 21.60 4 5 Rjäsan Uralsk Anawlische B. 103.10 89.90 103.10 89.05 158.90 159.15 iMrfNL* 4 »7, 87, 87, 4 87, 6 Bayr.St. Obl. bo. Eisb. Obl. 106.05 105.40 105.95 105.40 4 4 Ung. Gld. Rte. bo.Kron.-Rte. 103.85 99.55 103.9t 99.65 Gisenb.-Driirii. Deutsch«. 3 Portug. v. 89 . bo. v. 1886 . . 37.50 67.95 67.70 37.50 Frankftr. Bank Berl.Hdlsges.. 178.— 148.40 177.50 149.30 ! Bayer. Th. 100 Donau Reg - 1M> '->* *• HI05 I19®O Brem.St-Anl. v. 1892 . . . Hamb.St. Rte. 0.1893. . . Hefi. St. ^Obl. bo....... 102.70 102.60 105.65 104.05 102.70 102.70 105.70 104.25 >o * bo.E.B.Golb v. 1889 . . . Arg. inn. Anl. bo. auß.v.1888 ChinepscheAnl. Egyptischeunif. 105.70 64.90 53.50 105.25 104.80 105.70 61.80 51.30 105.60 104.65 4 4 4 37, 47, 4 4 Heff. Lubw. v. 1868/69 . . bo.0.1874 . . bo. 0.1875/78 bo....... Homburger I. . Pfälzer Rorbb. Nu4lLndtsch«. Elisab.-B. stfr. 101.05 101.20 101.35 101.25 101.10 101.20 101.30 3 4 i 37, l 37, 4 Salon.-Mon. . -faAdbriefe. D.Grnbschulb- bank V—VI bo. I—II bo....... Fkf.Hyp-Bk.M bo....... bo. Hyp.-Creb. 58.40 105.— 101.20 101.20 103.50 101.50 101.20 57.75 105.— 101.20 101.21 103.50 101.50 101.2C Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.-Comm. DreSbner Bank Mittelb. Cr.Bk. Oest. Erb.: Anst. 153.35 186.20 206.30 154.60 110.— 299.— 154.30 187.— 208.20 155.90 109.95 301.’,, 87, B 3 Cöln-Minben. Th. 100 Mabrib . . • «em. Th 100 Oesterr v 1860 Olbenb. Th. 40 l 2r ioijN 4 Oest.Golb Rte. 104.20 104.10 37, 102.20 5 Oest. Staatsb. 117.50 117.70 4 bo.unk. b. 1900 103.50 103 51 153.80 154.56 Jinnlinb. . 10 Freiburg, fslö 47. 8 Oest.SUb.-Rte. Oesterr.Localb. 86.10 86.30 3*/, Mainz..... 102.40 102.50 4 bo....... 105.20 104.80 3* , bo....... 101.25 101.25 u -ff IV* 4 Offenb. 0.1892 104.45 104.45 3 bo.L-VHI.6m. 94.70 94.70 4 Mein. Hyp. alte 100.05 100.15 üfeiMditi. Mailänder, 10 Mernmgerfl. 7 verfiaatl. . 83.50 83.25 37, Wiesb. 1887 103 — 103.— 3 bo. IX. Em. . 92.25 92.50 4 bo. neue 103.50 103.50 Heff.LubwigSb. 118.90 121.20 4»/, Port. et. Anl. 40.70 40.70 4 Worms .... 105.— 105.- 3 do. 0. 1885 . . 91.45 91.25 3‘, bo...... 101.30 101.30 Csac. Agram . 1224.' , 224.,/, Pappenh. 3 be....... 27.40 27.40 37, Worms .... 102.30 102.2« 3 bo. Erg. Retz , 93.60 93.30 do. unk. 1907 101.40 101.4 Oest. Staatsb. 301.7, 3743/J Blau eit der Hm MiWt M i« «“i“1 will je Morgen, jo I n td Laster M. «i her Arbeit. In den steil V iliitl regte stch ir in otthtrlr die g i, rett von A jcha, w -.tda ten Ebmihtd'l S^cha haue tim rl« jcnig eine halb e _PHeo aut wustkalisch Sännen uni f- fdjtn des Glan ecke den stren) 84, wie war sie „ ■ >ah ihrer lobten D »offen, sprechend ahn i Itntr. bocken die fll i ftmv, nanrig und s Uucha sah aus ! actii hinab, -in ft ebtrnhergesicht btutlid) l WH schrak f «irchinisch einem Laote r ntlui fuhr. »litt ist givß,' rat L Ziel bei Sennnbui -t? jturtitdg unb San sießen, den Sum Die Mügliff 64 1 01 abz. 10 pH. ,wn adz. 15 pCi pro Activa. V-Meik.rriib Silonikftanb . «vcküorrn . . 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