Samstag den 18. April Erstes Blatt 189« tt 91 LitrleljLhrigrr Kenerat-Mnzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den ‘Kreis Gieszen ] Hratisöeitage: chießener Kamilienblätter. Anrtlichen Theil Motoren, lölfirviß, t.r Annahmr Bon Anzeigen zu der Nachmittag- für de« Hgmbtn Lag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. jwirn^”1 ein <■' lStsW resdeu. Kraft-Ank Die Gießener f •*irte«6fd(fn OiifllitäU Der ftejaut Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS Alle Annoncen-Bureaux de- In- und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- tntgeyn. rb»cj ii. Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mart 50 Pfg. Nedaction, Lxpedttim und Druckerei: Schntstrntze Ar.,. Fernsprecher 61. dem r Lager in Zeichnen und Sitzung der Stadtverordnete« am 16. April 1896. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Wolff, Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, EmmeliuS, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Haubach, Deutscher Reich. Berlin, 16. April. Im ReichSversicherungSamte tagt gegenwärtig die ReichScommtssion für Arbeiter- statistik, ihre Berathungen gelten der Untersuchung der Arbeiterverhältuiffe in der Kleiderbranche. — In der A b- thetluog Berlin der deutschen Colonialgesel l- schäft ist eine Spaltung eingetreten. Etwa 100 Mitglieder der Abtheilung sind infolge der Wahl deS Dr. PeterS zum Dorfitzenden ausgeschieden und woüeu fich al- besondere Ab- thetlung constituiren. Einstweilen ist ein provisorischer Ausschuß mit dem ReichStagsabgeordueten Prinzen Areoberg als Borfitzendem gewählt worden. r Donjf', Gießener Anzeig er ~ Geh. Rath Hauß stellt fest, daß die Regierung schon in der Commission gegen die Bestimmung, um die eS sich hier bandle — und die erst in der Commission neu In die Vorlage etngesügt ist — Widerspruch erhoben habe. Abg. Meyer-Halle führt auS, man könne doch z. B. nicht einem Redact^ur zumuthrn, 50 Bterlocale zu durchwandern, um fich von der Qualiiät der angeprtesenen Biere zu überzeugen. (Heiterkeit.) Man dürfe nicht das tnsertrende Publikum gleichsam unter die Censur deS RedacteurS stellen. SWS - Abg. Baffermann beantragt einen neuen Absatz dahin: die Verwendung von Namen, welche nach dem Handelsgebrauch zur Benennung gewiffer Waareu dienen, ohne deren Herkunft bezeichnen zu sollen, fällt unter vorstehende Bestimmungen nicht. Staatssecretär v. Bötticher: Wenn das Haus im Absatz 1 die Gtneralclausel „geschäftliche Verhältnisse" bestehen laste, so werde es doch wohl nöthig sein, den Antrag Bassermann anzunehmen, da sonst z. B. viele Leute verlangen würden, daß die Jauersche Wurst auS Jauer sei. Alsdann erfolgen die Abstimmungen- Im Absatz 1 werden die Worte „geschäftliche Verhältniste, inS- btfonbere* aufrechterhalten. Absatz 2 wird unverändert angenommen. Absatz 3 wird mit der vom Abg. Roer en beantragten Streichung angenommen. Schließlich wird auch der von Baffermann beantragte neue Absatz angenommen. Die Paragraphen 2 bis 4 erregen keine Debatte. S 5 handelt von den Ouantitäts-Berschleierungen. Abg. Vtelhaben (Ant.) beantragt den Paragraph zu streichen. Abg. JacobSkötter widerspricht dem. Kein Paragraph der Vorlage entspreche mehr den Wünschen der Betheiltgten als gerade dieser. Unterstaatssecretär Rothe betont gleichfalls, daß von zahlreichen Betheiltgten gerade dieser Paragraph als Rückgrat des Gesetzes betrachtet werde, beklagt aber zugleich, daß die Commission die Hohlmaße in dem Paragraph gestrichen habe. Abg. Singer billigt dies vielmehr, denn ein Aichzwang für Bierflaschen würde lediglich das Bier vertheueru und dadurch dem SchnapSgenuß Vorschub leisten. Die Commission habe das Richtige getroffen. Nachdem Abg. Bielhaben nochmals seinen Antrag empfohlen, wird S 5 unverändert angenommen, ebenso 6 bis 8 debattelos. Morgen: Fortsetzung und GenoffenschaftSnovelle. 5 33# WeW 17. Deutscher Reichstag. 69. Sitzung. Donnerstag, den 16. April 1896. Präsident v Buol eröffnet die Sitzung, indem er die Herren zu frischer Arbeit freudig willkommen heißt. Aus der Tagesordnung des sehr schwach besetzten HauseS steht Hi zweite Lesung des Gesetzentwurfs zur Bekämpfung des unlauteren 8 ettbewerbS. $ 1 Absatz 1 richtet fich gegen unrichtige Angaben in öffentlichen vi kanntmachungen oder sonstigen für einen größeren PerfonenkreiS Rechneten Mittheilungen und gibt den interesfirten corcurrirenben Seiwerbtretbenben einen Anspruch gegen ben Betreffenden auf Unter- labiung der unrichtigen Angaben zu klagen. In der Vorlage waren fctr belr ffenbcn unrichtigen Angaben begrenzt auf solche über Beschaffenheit, Herstellungsart oder Pirtsbemessung von Waaren, über Bezugsquelle, Besitz von Auszeichnungen und über Anlaß und Zweck Ito Verkaufs. Die Commission hat beschlosten: „Über geschäftliche Verhältnisse, insbesondere Über Beschaffenheit zc. zc." Abg. Lenzmann (frs. Vp.) beantragt, diese von der Commission ktngesügte Generaldesttmmung wieder zu streichen, welche nur zu chi-cavösen Processen führen würde. Abg. Singer (Soc.) verlangt gleichfalls Streichung der von ter Commission beschlossenen generellen Einschaltung. Er sei kein Stiflner vo liegenden Gesetzes, aber ob seine Freunde demselbm zu- tImmen würden, daS sei doch schließlich von der definitiven Faffung desselben abhängig. Abg. Bassermann (natl.): Alle die von der sogen. General- ilausel der Commission befürchteten Uebelstände würden auch etn- tretcn, wenn man jene Clausel nicht in daS Gesetz aufnehme. Dieselbe (di unentbehrlich. In Civtlrechtsfragen dieser Art bedürfe es einer Naßeren Ausdehnungsfähigkeit der gesetzlichen Bestimmungen als im Sirafrecht. Auch gegen unrichtige Werthangaben zc. bedürfe eS des S-chutzeS. Abg. Boeren (Ctr.) tritt ebenfalls fü< die Fassung der Com- nlifbn ein. Wenn man im Auge behalte, daß eS sich hier überhaupt ner um civtlrechiliche Ansprüche handle, so falle das, was Singer i< n Denunciattonen spreche, in sich zusammen. Staaissecretär v. Bötticher: DerBundesrath hat fich für die Lmficht entschieden, daß ein Specialgesctz dem Richter specielle Handle den bieten muß. Beschaffenheit, Herstellungsart zc. find bestimmte handhaben, an welche der Richter sich halten kann. „Geschäftliche 8-rhältniffe" dagegen sind ein zu unsicherer Begriff und würden einer (»«wankenden Auslegung bei Gericht unterliegen. Die Wirkung des Gesetzes wird durch die Fassung der Commission jedenfalls nicht rrhöht, das Gesetz vielmehr verschlechtert. Absatz 3 macht für unrichtige Angaben in Zeitungsinseraten inch die für den Inhalt der Zeitung verantwortlichen Personen lautbar, „wenn der Redacteur die Unrichtigkeit der Angaben kannte eher nicht einen Verfasser bezw. Eisender nachweist, der in Deutschland «e-ichtlich zu faffen ist." Ein Antrag Vielhaben will die ganze Bestimmung streichen. Ein Antrag Roeren will die Worte streichen: „oder nicht «inen Verfaffer nachweist, der zc." Ein vielbeschäftigter Redacteur teflH). Verleger sei gar nicht in der Lage, alle Inserate zu prüfen. bA sei unmöglich, ihn für deren Richtigkeit in dem Falle, daß der kMsender nicht in Deutschland zu fassen sei, haftbar zu machen. Ab-,. Bassermann (natl.) beantragt, die Haftbarkeit deS Rübecteurä und Verlegers auSzuschließen, wenn die unrichtigen An- faiben im Auftrage eines Dritten in die Druckschrift aufgenommen narben find und dies auS der Art der Bekanntmachung erkennbar feroorfletreten ist ober bet Einfenber nachgewiesen wirb. Calcutta find gestern 300 Hütten ntedergebrannnt. 4000 Menschen sind obdachlos. Depeschen bei Bnrero Berlin, 16. April. DaS preußische Abgeordnetenhaus erledigte tu heutiger Sitzung dir §§ 7 bis 14 deS Lehrerbesoldungsgesetzes und vertagte die Weiter- berathung auf morgen. Berlin, 16. April. Die Beisetzung des Fretherrn von Schrader hat heute Mittag auf dem Friedhöfe in Ratzeburg im dortigen Erbbegräbutß der Familie Schrader stattgefunden. Berlin, 16. April. Die confervative Fraction des Reichstages hat heute beschloffen, den Beschluß deS Bundes- raths über die Arbeitszeit t-m Bäckergewerbe Im Plenum zur Besprechung zu bringen. Berlin, 16. April. In der heutigen Sitzung der ReichStagS-Eommisfion für daS Bürgerliche Gesetzbuch wurde der zweite Abschnitt deS dritten BucheS, welches die allgemeinen Vorschriften über Rechte an Grundstücken enthält, in der Fassung des Entwurfes angenommen. Der dritte Abschnitt handelt von dem Eigenthum. Die Paragraphen 887 bis 906 wurden nach längerer Debatte unverändert angenommen und die Weiterberathung auf Freitag vertagt. , Berlin, 16. April. Ja Bezug auf das parlamentarische Vorgehen gegen das Ueberhandnehmen deS Duellunfugs schweben nach dem „Berl. Tagebl." im Augenblick noch Er« örterungen unter den Parteien des Reichstages. ES steht noch nicht fest, ob man die Form einer Interpellation oder Resolution wählen wird. Jedenfalls überwiegt die Anficht, der über den Fall Kotze tief erregten öffentlichen Meinung Genüge zu thun und die Regierung mit Nachdruck aufzu- fordern, daß sie mit allen disctplinartfchen Mitteln dem Dnell- unwefen entgegentritt. Bfrlin, 16. April. Im „Reichsanzeiger" wird bekannt gemacht, daß die fernere Verbreitung der „Wiener Allgem. Zeitung" in Deutschland auf die Dauer von zwei Jahren verboten wird. Wiesbaden, 16. April. Wie der „Wiesbadener General- Anzeiger" meldet, trifft der Kaiser bestimmt Anfangs Mai, voraussichtlich am 6., zum Besuche der Festvorstellung im königlichen Theater in Wiesbaden ein. ES ist nicht auS- geschloffen, daß der Kaiser mehrere Tage hier verweilt, um fich dann von hier auS zur Denkmals-Einweihung nach Frankfurt a. M. zu begeben. Karlsruhe, 16. April. Der Kaiser ist um 11 Uhr 15 Min. mittelst Extrazuges hier angekommen und wurde am Bahnhofe vom Großherzog, dem Erdgroßherzog, Prinz Wilhelm, dem preußischen Gesandten und dem Commandeur deS 14. ArmeecorpS empfangen. Die Fahrt nach dem Schlöffe erfolgte in offenem Waget«. Der Kaiser wurde von bem spalterbildenden Publikum mit lebhaften Hochrufen begrüßt. DaS Militär war in den Straßen vom Bahnhofe bis zum Schlöffe in zwanglosen Spalieren (ohne Gewehr) aufgestellt. Im Schlöffe wurde der Kaiser von der Großherzogin begrüßt. Der Kaiser fährt heute Nachmittag in Begleitung deS ErbgroßherzogS nach Kaltenbronn und wird dort bis Sonntag früh bleiben. Karlsruhe, 16. April. Wie der Hofbericht meldet, hat fich der Kaiser eutschloffen, heute hier zu bleiben, da der Jagdbezirk Kaltenbronn infolge starken Schneefalles noch nicht begehbar ist. Der Kaiser nahm um 1 Uhr an der Früh- stückstafel Theil, zu welcher die Mitglieder der Großherzog- ltchen Familie, der preußische Gesandte, StaatSminister Dr. Nakk, der Chef des MilitärcabinetS General v. Hahnke, der commandirende General des 14. Armeecorps General v. Bülow, sowie der Chef des CivilcabinetS v. LucaauS ein« geladen waren. Im Laufe des Nachmittage nahm der Kaiser die Borträge der Herren v. Hahnke und v. LucanuS entgegen. Heute Abend besucht der Kaiser die Oper im Hoftheater. Loudon, 16. April. Aus Newyork wird gemeldet, daß amerikanische Aerzte (?!) eine große Entdeckung gemacht haben, die darin bestehen soll, daß mit den X-Strahlen alle Mikroben getödtet und die Strahlen für die Heilung bisher als unheilbar betrachteter Krankheiten mit Erfolg an« gewendet würden. offen. : ", en. 'M» rÄ Neueste Nachrichten Wolffs telegraphisches Eorrefpondenz-Butcru. Berlin, 16. April. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist Abends 9 Uhr hier eingetroffen. Berlin, 16. April. Der „RetchSanzciger" bezeichnet die ZeitungSmcldung nicht für zutreffend, wonach der Kaiser die Genehmigung zu der beabfichtiglen Trau er fei er für den Ceremonienmeister v. Schrader in der Potsdamer Hof- und Garnisonkirche versagt habe. Die Genehmigung versagte nicht der Kaiser, sondern der Commandant von Potsdam selbst« ständig nach Lage der bestehenden Bestimmungen. Berlin, 16. April. Wie die „Deutsche Tageszeitung" hört, wird dem Reichstage alsbald nach seinem Zusammentritt ein Gesetzentwurf, betreffend die Neuorganisation der Schutztruppe in den Schutzgebieten, sowie ein Nachtrags-Etat, betreffend Uebernahme der Verwaltung der Marschall-Inseln auf den Colonial-Etat, zugehen. — Der „Vorwärts" meldet aus Hamburg: Fünf Mitglieder der Boykott-Com« Mission zur Leitung deS Boykotts gegen die Mohr'sche Margarine wurden verhaftet. Die Materialien und Briefschaften wurden beschlagnahmt. Rom, 16. April. Den ganzen Tag über circulirteu Gerüchte über Stege der Italiener bei Adigrat. Die „Opinione" erklärt, weder gestern noch heute gelangten an die Regierung Nachrichten über neuerliche Unternehmungen der Armee in Afrika. Beuedig, 16. April. Die deutschen Matrosen begaben fich gestern an Land und wurden überall herzlich begrüßt. Abends war der MarkuSplatz glänzend erleuchtet. Die Mufik der „Hohenzollern" gab ein Concert, welches trotz deS Regens von der zahlreichen Volksmenge sehr beifällig ausgenommen wurde. Nach dem Concert begleitete die Volks- menge die Capelle der „Hohenzollern" unter Hochrufen auf Deutschland zum Landungsplätze. Kalkutta, 16. April. In der Ortschaft Chetla bet Bekanntmachung, betreffend: Die Maul- und Klauenseuche. Nachdem in einem Gehöfte zu Treis a. Lda. die Himl- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, wird bitti mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, lag Gehöftsperre angeordnet worden ist. Gießen, den 16. April 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ________________ Gießen, den 15. April 1896. br treff.: Die Vertilgung der Raupennester. Tas Großherzogliche Kreisamt Gießen en die Grotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vorn S. März l. IS. — Gießener Anzeiger Nr. 55 — noch nicht «^-gekommen sind, werden an deren Erledigung erinnert. _________v. ®a fl er n. Gießen, 16. April 1896. Öitreff.: Die Anstellung der Kreisstraßenwarte. Das Großherzogliche Sreisamt Gießen ca« die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung etnn 26. März ds. Js. — Gießener Anzeiger Nr. 75 — Hirnen acht Tagen. v. Gagern. ^fiktz Heichelheim, Helfrich, Heyliqrnstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Kirch, LooS, Löber, Oring, Petri, Dr. Ploch, Schiele, Schmall, Vogt und Wallenfels. Bor Eintritt tu die Tagesordnung brachte Herr Oberbürgermeister Gnaurh eiu Dankschreiben der städtischen Beamten zur Keuntniß der Versammlung, worin die Beamten ihren Dank abstatten für die ihnen durch Aenderung des § 7 der Gehaltsordnung gewordene Aufbesserung. Zur Anbringung eines bisher am Brück scheu Hause (Ecke Kreuzplatz und Kaplan-gaffe) angebrachten Briefkastens am Uhrmacher Zimmer'schen Hause (MäuSburg und Kreuz« platz) wird Genehmigung ertheilt. Dem Gesuche deS Herrn C. StiaSnh (Afterweg) um Belassung eines Firmenschildes wird widerruflich statt- gegeben. Die folgenden drei Gesuche, bezüglich deren Dispensation von den Bestimmungen deS § 5 deS OrtSbaustatutS (Bebauung von außerhalb deS Bebauungsplanes belegenem Gelände) nöthig, werden ausnahmsweise, der letztb zeichnete widerruflich und ausnahmsweise, befürwortet: 1) Gesuch deS Herrn Gg. Bichler um Erlaubuiß zur Erbauung einer Waschküche, 2) deSgl. deS Herrn Jacob Helfenbein um Erlaubniß zum Anbau an eine Eishalle, und 3) deSgl. deS Herrn Heinrich Rinn um Errichtung eines Arbeiter- Häuschens im Neustädter Feld. Das Gesuch des Herrn Gg. Troß um Erlaubniß zur Errichtung eines Häuschens am Krofdorfer Weg wird beanstandet, weil daS Häuschen sich als Wohngebäude qualificirt. Betreffs des Baugesuchs der I. G. Weber Söhne für die Neuenbäue theilt der Borfitzende mit, daß die früheren Anstände wegen zu geringen Hofraumes beseitigt, diejenigen wegen zu großer Gebäudehöhe noch von der Baupolizei behandelt werden würden. Für die heutige Sitzung der Stadtverordneten fei die Frage wegen beabsichtigter Anbringung von vier Balkoneo, welche gegen § 2 der Baupolizeiordnung verstoßen, erledigen. Die Versammlung beschloß, die Dispensation von den Vorschriften deS angezogenen Paragraphen zu befürworten. Bleicher W. Schmall hat um die Erlaubniß zur Aufstellung von fünf AuSwaschstegen nebst den erforderlichen Treppen im neuen Wiesecklaufe nachgesucht. Nach Anhörung deS Gutachtens des StadtbauamtS hat die Baudeputation beantragt, dem Gesuchsteller die Anlage von drei AuSwaschstegen widerruflich unter folgenden Bedingungen zu gestatten: a) Errichtung einer Anerkennungsgebühr von 1 Mk. pro Jahr und Steg- b) Ausführung der Anlage nach Angabe des Stadtbauamtes- c) Haftung des Gesuchstellers für Schaden au Böschung und Sohle der Wieseck. Von Leistung der beantragten Baarcaution von 1000 Mk. soll abgesehen werden, wenn Gesuchsteller gewöhnliche Sicherheit durch Bürgschaft biete,'. Dem Gesuch des Gabelsberge rächen Steno- graphen-BereinS um Ueberlassung deS alten Rathhaus- saaleS zur Ertheilung von Unterricht an wöchentlich zwei Abenden wird stattgegeben unter der Bedingung, daß Gesuchsteller die üblichen Gebühren für Heizung, Beleuchtung und Reinigung deS LocalS entrichtet. Die im Vorjahre gelegentlich des landwirthschaftlichen Festes verwendeten Fahnen werden unter Verzicht auf deren früher beabsichtigten Verkauf an daS Turnfest auf die Stadt übernommen und 82 Mk. 62 Pfg. Miethe für dieselben zu Lasten des Turnfestes in Einnahme gestellt. Der Borstand des R ettungShauses zu Dillenburg hat um eine Zuwendung für die Anstalt, welche sich mit der Erziehung aus der Schule entlaffener ZwangSzög- linge aus dem Großherzogthum Heffen und der Provinz Hessen-Nassau befaßt, nachgesucht. Es wird auf Antrag der Armendeputation, und in Ansehung deS Interesses, welches die Stadt an dem Bestehen einer solchen Anstalt in ihrer Nähe hat, beschlossen, gen. Anstalt einen einmaligen Beitrag von 100 Mk. und einen laufenden von jährlich 10 Mk. zu bewilligen. Der Neubau der Schuldienerwohnung au der Stadtmädchenschule soll in der Weise auSgeführt werden, wie derjenige an der höheren und erweiterten Mädchenschule- die Versammlung genehmigte den aus 6500 Mk. lautenden Voranschlag. Die Baugenossenschaft deS evangel. Arbeitervereins beabsichtigt, an der Ostfeite der Landmannstraße vier ZwilllngShäuser zr errichten. Die beabsichtigte weitgehendste Anwendung von Holzconstruction macht die Dispensation von § 18 deS OrtSbaustatutS nothwendig - die Versammlung sprach sich für Befürwortung derselben auS. — Bezüglich einiger bereit- an der Westseite gen. Straße errichteten Wohnhäuser der Genossenschaft ist insofern gegen § 45 der Allgemeinen Bauordnung verstoßen worden, al- dieselben in weniger als drei Meter Abstand von dem Nachbargrundstück errichtet find und der Brandmauer entbehren. Wie ans dem Referat deS Herrn Oberbürgermeisters hervorgeht, find diese Bauten polizeilich unter der Auffassung genehmigt worden, daß der Art 45 nicht Anwendung zu finden habe bei mehreren, einem Eigenthümer gehörenden Bauten- diese Auffassung sei aber nicht die richtige, den der Paragraph fordere überall Brandmauern. Da solche nachträglich ohne weitgehenden baulichen Eingriff nicht mehr errichtet werden können, bleibt dem Eigenthümer nur der Ausweg der Dispensation von den Bestimmungen deS Art. 45 offen. Die Versammlung beschloß Befürwortung der nachträglichen Dispensation. Durch Beschluß vom 13. Februar d. I. wurde dem Kaufmännischen Verein ein an der Nordanlage be- legener Bauplatz zur Errichtung einer kaufmännischen Fortbildungsschule unter der Bedingung geschenkt, daß der Verein bi- zum 1. April den Nachweis der zum Bauen erforderlichen Mittel erbringt, und sich dazu versteht, den Betrag von 8000 Mk. an die Stadt abzuführen, falls feiner Zett daS zu errichtende Bauwesen veräußert werden sollte. Laut Schreiben an Großh. Bürgermeisterei vom 30. v. MtS. legt der Vorstand des Kaufmännischen Verein- dar, daß die Mittel theilS durch Eapitalaufnahmea (Belastung de- Bauwesen- mit 50% der Taxation), durch Zeichnungen ä fond perdu, sowie auf Antheilscheine al- uachgewiefen zu betrachten feien. Der Verein richtet ferner an die Stadt da» Ersuchen, daß fie mir der oben bezeichneten Forderung von 8000 Mk. zurücktreten möge hinter ein an erster Stelle auf- zunehmende- Capital bi- zu 60% de- Toxation-werthe-. DaS Gesuch wird nach längerer Berathung (über deren Einzelheiten wir vorläufig nicht berichten wollen. Red.) an die juristische und Finanzcommisfion verwiesen. Bezüglich der WirthschastSconcesfionSgesuche der Herren Balth. Melior (Marburgerstraße 29), Ernst Prager (Bahnhofstraße 48) und JustuS Pitzer (Asterweg, „Zwölf Apostel") beschloß die Versammlung Bejahung der Bedürf« nißfrage. einer Verseuchung die Katzen vom Vieh bezw. v,a fa» Ställen fernzuhalten. •• Die neuen AeichSbauk-Note, zu 1000 „d iqq Hy welche demnächst zur Ausgabe gelangen, find vom 10. Spnl itzgz datirt und haben folgende Unterschrift: ReichSbauk Dirrcioriu» Koch, Gallenkamp, Frommer, v. Gla'euapp, v. Sliginc Schmiedicke, Korn, Gotzmann. Die Noten zu 100 JR» gleichen völlig den schon in der Bekanntmachung Bo* 9. Januar beschriebenen, die Noten zu 1000 Mk. meifti noch folgende Unterscheidungsmerkmale vou den zuletzt Qul, gegehenen auf: 1. daS Suillochmuster erstreckt sich iu vSll'z gleichmäßiger Weise über die ganze Schausette, sodaß ellipsenförmige Unterbrechung, in welcher bisher die Uuter- schriften standen, wegiällt- 2. der Unterdrück-Adler zeiei eine neue heraldisch richtigere Gestalt- 3. der bräanlicht Farbenton lst eiu dunklerer. Cocalts und prwhtjkllef, Sieße», 17. April 1896. ** Haltestelle Rödgen. Der Bericht de» Ausschusses der Zweiten Kammer über die Vorlage Großh. Ministerium- der Finanzen, betr. dieErrichtung eine- Haltepunktes bei Rödgen an der Oberhesfifcheu Eis-n bahn beantragt, die Kammer wolle zur Verwendung eine», auS den Betriebs Einnahmen der Oberhesfifchen Eisenbahnen in der Ftnanzpertode 1894 bi- 1897 zu entnehmenden Betrages von 14 500 Mk. für Errichtung eines Haltepunkte- beim Dorfe Rödgen ihre Zustimmung ertheilen. ** Operetten. Ensemble. Unter größtem Beifall des leider sehr spärlich vertretenen Publikum- kam gestern „Don Cesar" von Dillinger zur Aufführung und heute wird der „Mikado" folgen. Hoffen wir, daß heute den braven Künstlern und ihrer rührigen Direction auch mal klingender und nicht bloS klatschender Lohn werde. Die Hauptrollen waren bet der gestrigen Aufführung wieder in den besten Händen. Herr Siebert als „Don Cefar" war hi Gesang und Spiel ganz famo-, sein Tenor ist, zumal in der Höhe, kräftig und auSgiebig. Auch die beiden Dameu Fräulein Durand und Heßberger sind stimmlich schönsten- ausgerüstet und sangen und spielten mit Verve. Ihnen schlossen sich die Vertreter der anderen Rollen bestens an, Herr Horwitz als König, Frl. Ströh l und Herr Director Bömly, ein komische-, würdige- Paar. Alle Uebrigen, wenn wir sie auch nicht spectell aufführen, thaten ganz ihre Pflicht. Hervorragend schöne und neue Costüme erfreuten da- Auge, ein sehr geringes Vergnügen machen freilich die altersschwachen Decorationen, doch richtet sich diese- Monitum nicht an die Direction oder Regie, sondern an eine andere Adreffe. *• Theater. Wie wir auS sicherer Quelle erfahren, haben die Herren Oberregtsscur Helm vom Hoftheater Gera und Richard Kruse vom DolkStheater München die Con- cesfiou für die nächste Herbst- und Winter-Spielsaison erhalten und Contract für da» Theaterlocal im Gießener Festsaal abgeschloffen. vasaltwerke vorm. A. Grass & Co. Am 15. d. M. wurde die bisherige Commanditgesellschast A. Graff & Co. nach einer unS gewordenen Minheilung in eine Actien- Gesellschaft unter der Firma: Basaltwerke vorm. A. Grafs & Co. mit dem Sitz in Gießen umgewandelt. DaS Grundcapital beträgt 360,000 Mk. Den Vorstand bilden die bisherigen Geschäftstheilhaber und Leiter, Baumeister A. Graff und Ingenieur O. Graff. Wie wir weiter vernommen haben, wird beabsichtigt, die bisher betriebenen Bafaltlavawerke bei Londorf und Keffelbach zu vergrößern, und an die neue Nebenbahn Londors-Grünberg, die ja nun bald eröffnet wird, durch Bahngeleise anzuschlteßen. Wir wünschen diesem Unternehmen, da- dazu berufen erscheint, unser heimisches Gestein weithin auf den Markt zu bringen, den besten Erfolg. ** Siu Mann, der sich vor einiger Zett eine- Verbrechens gegen die Sittlichkeit schuldig machte und flüchtig ging, wurde heute Morgen verhaftet. ♦* Das Werfen nach einem Hund wird einem Manne von hier theuer zu stehen kommen. Derselbe wars vor nicht langer Zeit nach einem Hund, traf aber eine Frau an- Bein, und verletzte sie derart, daß fie ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußte. Er wird nicht allein die Kosten zu tragen, sondern sich auch wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten haben. ** Die Schornsteinfeger Zuuung für da- Großherzogthum Hessen hält nächsten Montag im Restaurant „Stift" zu Frankfurt a. M. eine Versammlung ab. Damit wird eine Lehr- ltngSprüfung verbunden, der sich 5 Lehrlinge unterziehen werden. •* Schilderhäuser für vahnsteigschassuer gelangen jetzt auf allen Bahnhöfen, die keine Bedachung haben, zur Aufstellung. Diese aus Wellblech gefertigten Häuser sollen den Bahnsteigschaffnern Schutz gegen die Unbilden der Witterung gewähren. ** Zur Viehseuche. In der gegenwärtigen Zeit, wo die Maul- und Klauenseuche iu zahlreichen Gebieten Deutschland- besonder- stark grasfirt, dürste eine amtliche Bekanntmachung de- königlichen Landrath-amt- von Emden von allgemeinem Interesse sein, umsomehr, al- fie aus eine Verschleppungsgefahr aufmerksam macht, die seither von den Vtehbefitzern nicht beachtet worden ist. Nach rhterärztlichen Feststellungen soll nämlich in dem Dorfe Osterhusen, Kreis Emden, die Seuche nach bislang v rschont gebliebenen Gehöften durch Katzen verschleppt worden sein. „Bei der überaus leichten Ueberlragbarkeit der Seuche", so heißt eS in der amtlichen Bekantmachung, „ist die Gefahr der Verschleppung um so größer, al- die Maulsruche aus Katzen übertragbar ist, wie solche- in Oesterreich bei verschiedenen Katzen sestgestellt worden ist." Daß auch Katzen von der Seuche heimgesucht werden können, dürfte für viele Vieh-, befitzer neu sein- selbige werden dteserhalb gut thuu, im Falle I Friedberg. 15. April. Der Bauveretu „digein Herd ist Goldes werth" genehmigte in seiner vorigen Sam-tag abgehaittnen Sitzung den Ankuf tu beiden Gärten von Preußer und Stamm- es soll nmu$r möglichst bald mit dem Bauen der kleinen Wohnhipsy bi gönnen werden. Melbach. 14. April. Hier wurde vor einigen Laß» ,r daS Gebäude der Postagentur eingedrocheu und der kästen gestohlen. Die Beute der Diebe betrug blo» ttm|t 20 Mk., offenbar war e» aber aus eine größere 6taut abgesehen, von der dieselben Keuntniß bekommen hatte». XY. Darmstadt. 16. April. Wie schon geatUet. scheidet mit Ablauf der Saison (um Mitte Mai) Har Hofschauspieler Hugo Edward von unserer Hofdühne nach 25jähriger sehr erfolgreicher Thäligkeit. Theaterpubliku« maßgebende DereinSpersönlichketten und die Presse Gaben eia- mlithig zum 14. April Edward- Verdienste gewürdigt, da vom Lande-Herrn mit dem Ritterkreuz erster Klasse bei Verdienstorden- Philipp- des Großmüthigen ausgezeichnet wurde, welche höchst ehrende Auszeichnung auch ein glänzendn Beweis für da- schon Gesagte über Edwards Leben uni Wirken ist. F. Darmstadt. 16. April. Vom Hofe. Der Wilhelminen platz war gestern Nachmittag der Sammelpunkt einer nach Hunderten zählenden Menschenmenge und aus den Gesichter, drückte fich die fpauuendste Erwartung auS. Die Capete deS Leibgarde Dragoner-Regiments Nr. 23 concertirte bertjj Ehren deS schon in der Frühe des Tages von London ae Hofe hier angekommenen Herzog- und der Herz,gl, von Uork, König!. Hoheiten. PräciS 3 Uhr unternähme, der Großherzog und die Groß Herzogin mir de» hohen Besuche eine Spazierfahrt nach Schloß Wolf-garte, in vier Wagen, in welchen man außer dem Großherzog» paare Prinzessin Heinrich von Preußen mit dem kleine, Prinzen Waldemar, den Herzog und die Herzogin von Hock, die Hofdamen und Adjutanten der Hohen und Allerhöchste, Herrschaften bemerkte. Ihre König!. Hoheit die Frau Erzherzogin hatte persönlich da- mit zwei Rossen belpaane Gefährt „Landauer" geleitet, der Herzog von Kork befanl fich im Wagen der Hohen Frau. Nach einem etwa zwei stündigen Aufenthalt zu Wolf-garten kehrten die Herrfcha^e» mit Gefolge nach Darmstadt zurück und wohnten dann am Abend der Vorstellung im Theater bei. Darmstadt, 16. April. Vor einigen Tagen har tai 1. Großh. Hessische Dragoner»Regiment (Oorbe• Dragoner- Regiment) Nr. 23 seine Ruderübungen mit Lein wandbooten, sog. Falt-Booten, auf dem Woog begonnen, und zwar finden die Hebungen dermalen an allen Kocher»- tagen von 3 btS 5 Uhr Nachmittag» statt. De« Reximer.' werden hierdurch schon zu Beginn der diesjährigen Schwim»- und Uebersetz Hebungen eine genügende Anzahl im Raden ausgebildeter Leute zur Verfügung stehen. Mit Beginn ta Badesaison (15. Mat d. I.) werden die Ruderübungen ar die Zett von 12% bis 3% Uhr Nachmittag» beschränkt werden. Darmst. Ztg Au» dem Odeuwalde. 15. April. Im Tunnel zwilchen Zeilhard und.Reinheim wurde vorgestern Morgen die in Papier verpackte Leiche eineß neugebornen Kinde» gc funden, welche offenbar auS dem Frühzuge geworfen wurde. Die StaatSanwaüschaft leitete sofort die Untersuchung ttf KtndeSmordeS ein. Die kleine Leiche wurde gestern in Reio heim beerdigt. Der Verdacht der Thäterfchaft konnte sich bis jetzt auf keine bestimmte Person lenken- e» corsirm vielmehr darüber nur wunderliche Gerüchte. — Die Birin» gründe mancher bewässerten Thäler de» nordwestlichen Ode»- walde» entwickelten bereit» eine solche U-ppigkett, baß he erste Schur schon in den letzten Tagen abgeerntet roertn konnte. N. Hess, volksbl. Aos Rhetohesseu, 15. April. In Berücksichtigung de» Unfuges, der mit der Benutzung ärztlicher Atteste i» Reclamezwecken getrieben wird, hat der Verein rhemhessischrr Aerzte nachstehenden Beschluß gefaßt: „Atteste ober anerkennende Schreiben über Arznei-, Genuß-, Rahrnng»-, M- metische und andere ähnliche Mittel dürfen von Mitglieder, de- Verein- rheivheffifcher Aerzte nicht ausgestellt werde, eß ist selbstverständlich, daß wissenschaftliche, nur in Fa^ blättern zu veröffentlichende Abhandlungen über solche T«|< durch diesen Beschluß nicht berührt werden." PerviWtß. ♦ Friuksurl e. M., 16. April. Die Frankfurter Rennbahn, welche im Laufe des Winter» durch Neubaute« und Veränderungen bedeutend vergrößere und verschönen »ur^e, öffnet am nächsten Sonntag, 19. April, zum ersten w für 1896, ihre Pforten. E» kommen 6 Rennen zur Eotscheidi«», zu welchen 84 Nennungen eingelaufen find. — Nach Dispositionen, welche bisher b" >«', 1* ik MG; 'Hl, !,>■' * q Tagen. Sardt'd. en mitit Woogk n allen »■ De» $r ihrigen bt- zahl ta fc Mit 8tr; iuderübnnzn Mag! hit ©annft-: 1 Tunoe! |J ftern 8R«!8 iratn gewoch° t Unttrfufc! e gestern'" M (cEt: kn; -S* - Liek mN* ppigktt,« abfltHß»1;'. Hess- 8(1,11 rückfich'iS^ t<« »'L rtinrhen>^ llt-ste ok; ,** £ bti l,Dt -- Übtr^1'’ e Ä Sd °d. -y !N/ setz' Ek Ch. A. Pasteurs Essig-Essenz 1™ Max Elb, Dresden s&r augenblicklichen Selbstberei- kng des besten Speise-Essigs h zuverlässigsten Einmache- Itsslgs; empfohlen von den höch- ann medicinischen Autoritäten als der gesündeste Essig. 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In der bfcn Stadtverordneten - Sitzung zu Hohenfriedberg tonte der Versammlung zur Kenntmß gebracht, daß Seiten« l a Regierung das Gehalt für den neuanznftellenden Bürger- *rter mit 7 50 Mark genehmigt worden sei. Die Stelle, wie demnächst zur Ausschreibung gelangen wird, dürfte tzniraSsichtlich einen coloffalen Andrang von Reflrctanten zur Qilfle haben. von Aldermann leicht anwendvar. Niederlagen durch Placate kenntlich. Reparaturen Dampfmaschinen aller Art, Dresch» Witterungsbericht vom 17. April. Im Nordweften der britischen Inseln ist das Barometer sehr stark gefallen und dortselbst ein neues ziemlich tiefes Minimum erschienen. Ebenso bedeckt noch den Süden und Südosten Europas niederer Druck, welcher mehrere Centra aufweist. Zwischen diesen beiden Depressionsgebieten schiebt sich zwar ein Sattel hoben Druckes von Südwesten her nach dem Eontinent herein, doch bleibt die Lust- druck-Verlheilung immer noch unregelmäßig. Der Witterungs- characler wird daher im Allgemeinen unregelmäßig bleiben, wenn auch stellenweise vorübergehendes Ausklaren erfolgt. Gottesdienst der israelitischen ReligionSgesellschast. Freitag Abend 6« Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag Uhr, SabbathauSgang 810 Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6«> Uhr, Abends 8« Uhr. 3760] Da« dnrch Neubau deS Herr« Eugen Wallenfels frei« werdende teogis im ersten Stock, maschine«, Mähmaschinen, sowie in ivrauereien «. Brennereien, Lager« ansgietzen re. besorgt schnell und billig an Ort und Stelle 3740 A. Göbler, Monteur, _________«letzen, Neustadt 10. Literatur rrrrd Kunst • — lieber die vehandlnng von Nervenkranken und die Mrichtung von NerveuHeilstätten. Don vr. P. I. MoebiuS bVehPiig. Berlag von © Karger, Berlin NW. 6. Die Arbeit btl bl kannten Neurologen ist von so hoher Bedeutung und so weit- •kni em Jntereste. daß ste verdient, allenlbalben beachtet und befolgt «werden. Der Preis der durch jede Buchhandlung zu beziehenden motzure beträgt 50 Pfg. Schisfsnach richten. Rblbbeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 16. April. sPer transatlanttschen Telegraph.] 1c Schnelldampfer Havel, Capt. Th. Jüngst vom Norddeutsch«» Blob in Bremen, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in ßipyork angekommen. Bremen, 16. April. (Per transattanttschen Telegraph.] tfl Postdampfer Stuttgart, Capt. D. Köhlenbeck, vom Norddeutschen Bicb in Bremen, ist gestern 8 Uhr Abend« wohlbehaltm in W«'york an gekommen. Adsugelif che Geaeiatze. Gottesdienst. An ber Stadttirche. Samstag den 18. Avril. AachmittagS 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Schlosser. Sonntag, den 19. April. Misericordias Domini. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser- Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde. hlUigen Abendmahls. Abends 6 Uhr: Pfarrer vr. Grein- Toilette für die Armen. Eheste Nahrung für Neugefaor^,JIUUvlil gischen Unterricht. Off. unter A. Z. an die Exped. d. Bl. erb. g». Boransstchtliche Witterung t Allgemein unbeständig und kühl. Karten ä 75 Pfg. sind zu haben bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, sowie Abends an der Kaffe. 3727 5 Zimmer, Badezimmer mit allem ZuvehSr, ist per 1. Auli zu ver« miethen. Adolf Bieler, Kathslifche ©emeinbe. Sonntag den 19. April. 2. Sonntag nach Ostern- Samstag: NachmtttagS um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett hl. Beichte. Sonntag: Bormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6Vi Uhr erste hl. Meffe; „ um 7>/, Uhr AuStheilung der hl. Comumnion; , um 8 Uhr zweite hl- Meffe; Militärgottesdienst Dienstag, den 21. April, Abends 8‘/2 Uhr, beginnt in dem Saale des alten Rathhauses ein Inlangs-Unterrichts-Cursus ♦♦ in der Gabelsberger’schen Stenographie unter Leitung des Herrn stud. math. Nennstiel. Theilnehmerkarten sind zu 6 Mk. in der Ferber’schen Universitäts- Buchhandlung, die auch die Lehrmittel vorräthig hat, zu haben. Der Fortbildungsunterricht wird Donnerstag, den 28. April, im Samstag, den 18. April, Abends 8V2 Uhr: Vortrag des Herrn Jnftus Bärru aus Frankfurt über: 3664 Die evangel. Arbeitervereine und ihr Programm. Der Vorstand. Predigt; „ um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf sacramentalische Bruder schastsandacht- Lampen zu verkaufen. in» Friseur Stier, Schulstr. 5. Zf der feinsten farbigen Stoffe, bunten l$WlP|lllVll(yTCll Stickereien, Woll-, Baumoll- und Leinen-Gewebe rc. wird durch den Gebrauch von „LuhiiB Salmiak-Terpentin-Kern seife" (allein echt) preisgekrönt mit gold. Medaille in keiner Weise beeinttächtigt. Machen Eie den Versuch. ldb 3751] Ludwigstratze 28, via-ä-vis der Aula, mittlerer Stock, 6 Zimmer mit Zu- bebör. per sofort oder später zu vermiethen- 372b] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Penfion, zu vermiethen. Näheres in der Expedition d. Bl. 3722] Eine Stube mit oder ohne Bett zu verm- Gustav Kühl, Neustadt 39. Nach dem Gottesdienst,findet die feierliche Entlastung der evn- ftrmirtcn Chorschüler statt Nächst kw -ragen LSni •"i ugmehae and pra h Um, btn strismb« ll hqMich, baß bi H-t■19*1011161« T)t ktnntt. e»itn ist \ JM Btnbtfttn tbinbl Öt günstige Ll ^''chr. Dir htrar in)!-.xabii mntts«, '«bergisch« h< nlMchiet« nnt aut Sind 366. ] Ein Mü-cheit empfiehlt sich tm Bügeln in und außer dem Hause Südauiaae 7, Eritenbau- Jeu! Roch nie hier gewesen- Neu! Mache daS geehrte Publikum von Gießen aufmerksam, daß ich mit meinem neuesten Allnsto«» Theater, betitelt Undine, die Feengöttin, hier am Platze, Oswald* Garten, eingetroffen bin- Dasselbe hat in den größten Städten Deu'schlandS, sowie in Hamburg, Dresden, Le'pzig, Berlin, München, die größte Sensation erregt und stehen die Vorstellungen einzig ohne Concurrenz da. Mache die geehrten Herrschaften besonders aufmerksam, daß die Vorstellungen wegen bedeutendem Engagement nur Samstag und Sonntag zu sehen sind. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebens! ein Director Max Schlecht aus München. Preise der Plätze: 1. Platz 30 Pfg, 2. Platz 20 Pfg. Kinder zahlen auf beiden Plätzen die Hälfte. 3755 Garten in der Lahnstraße zu verpachten. 3742 Näheres Neuenbänen nach langem, schweren Leiden im 26. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Namens der trauernden Hinterbliebenen Carl Lenz, Stationsvorsteher. . 70 . 125 ll.ifr««- d Außtrord streckt 1 * 1 * *4^* Die Verkaufspreise von IVIedicinal-Leberthran erhöhen sich wegen des auffallend ungünstigen Ausfalles der **• r •v**!Lk Giessener MMergksMgvcltm. Sonntag den 19. April, Nachmittag« 4 Uhr: 3721 Schützenhaus. GH Jaquets, Kragen und Umhänge GH in schwarz und farbig von den elegantesten Pariser Modellen bis zu den einfachsten PiLcen in größter Auswahl. Seltersweg 85, CARL NOWACK Seltersweg 85. 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Frau Brücket Wwe, SelterSweg 14. Gi^en, 17. April 1896.