1896 Mittwoch den 18 März Erstes Blatt $t. 66 Anrts- und Anzeigeblutt für den KrcU Gietzen. Hrattsöeitage: Gießener Aamikienökätter btotterii All« «nnovcen-Bureaux de» In- und ÄiKlanbr» nehme» Anzeigen für den .Gießener Anzeiger" entgegen. vierlelfährlger >6ottttfm0000, *0 00(1, 1500 W u. \. l Kalt. iose 20 Mk. 21.1 M 78, Giehn. Lüttich rursei Tannas j grosser Auswahl ,t bewurzelte Obst- Zwerflobstbaume, träucher.Roseo^ pn (Berlin i *r ” nur Erste P2 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. Die Gießener A.Milienötätter Derben dem Anzeiger nodchentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. Aba. Haffe (natl.) erkennt dankend die Verdienste an, welche sich untere Beamten tm Allgemeinen um die Sntroicfhuifl unserer Colonien erworben haben und beklagt sodann die Gestaltung der Verhältnisse in Wttu. Aus Befragen antwortet ihm Dtrector Kayser: England hat nur das Recht des Protektorats über Wttu, nicht der Einverletbung. Wir haben darüber die engltsche Regierung in füt die Richtigkeit seiner Darstellung des ganzen Systems in unseren Colonien u. A. auf Aeutz^ rungen dortiger Reichsbeamten. Man oergeste immer daß wir nach Afrika gehen als Kaufleute, Ausbeuter, Eroberer und daß Die ßtute drüben durchaus das Recht der Selbstverthetdigung hätten das ste natürlich nach ihrem Culturstande auSubten, ohne daß wir deshalb ein Recht hätten, ste als Aufrührerische :c. -u betrachten Das Centrum mache b-sonders darauf ammerksam, daß der Sclaoen- handel von der Küste nach Sansibar noch lusttg fortbauerc Er habe es für seine Pflicht gehalten, die Anschuldigungen gegen Peters xu erbeben, damtt die Retchsregierung die Untersuchung eintreten taffe. Gegenüber dem Briefe Peters an Graf Arnim, worin er selbst der groben Lüge geziehen werde, verweise er auf Briefe Tuckers vom Februar 1892 aus Moschi. Daraus gehe h-roor, daß Bischof Tucker zu jener Zett lhatsächltch tn Moscht S-wefm, was Peters dem Grasen Arntm gegenüber geleugnet habe PeterS alsohabe^sich damit einer groben Lüge schuldig gemacht. Wenn Pe erSsich so lange gehalten habe, so sei das zum Thetl mächtigen Einflüßen zu verdanken, Parteiführern v. Bennigsen, Fürsten Hohenlohe-Langen- burg, Graf Arnim, Stumm, Krupp, Hammacher. Wenn so ein Mann tn den verschiedensten Parteien solche Stutzen habe, dannl ser es für die Regierung allerdings schwer, den Mann fallen zu lasten. Aba Lieder (C.): Jeder neue Versuch, den Mohren weiß xu waschen, läßt ihn tn immer noch schwärzerem Lichte erscketnen. Herr v. Manteuffel verlangt bis zum Ausgange der neuen Untersuchung ein non liquet. Aber schon jetzt steht doch actenmaßtg Manches fest, was über ein non liquet hinausgeht. So bte eigenen Äußerungen Peters in seinem Buche über die Emin-Expedition. Und dann die Benutzung des Mädchens, das er dann hangen ließ. Das war unter solchen Umstanden eine schimpfliche Gemeinheit. Das Kriegsgericht war eine Hecken-Farce. Wir haben gar keine Veranlasiung, die Untersuchung erst adzuwartm. Wir fühlen uns von jeder ParteUeidenschafl bei Beurteilung bes Falles Peters ganz frei. Ich erkläre das ausdrücklich, nachdem in der Preste Stimmen laut geworden sind, welche unsere Stellung als durch die Verdrängung des Prinzen Arenberg aus dem Vorsitze der Colonial- gesellschatt durch vr. Peters beeinflußt bezeichnet haben. Die Freunde dec Eolonialpoitttk erkennen die Lichtseiten derselben, wie sie beute Director Kayser schilderte, gern an und werden daraus neuen Muth und neue Hoffnung schöpfen, vorausgesetzt, daß gegen den Miß- .JfitiiK ‘6oItun8-8T^t :n. * **" , Ms ***** ju 30 brauch der Amtsgewalt gesetzlich vorgegangen wird. ES wurde: unwürdig sein, dem deutschen Reiche zuzumuthen, so trüber Erfahrungen, solcher Kinderkrankheiten halber, auS dem civilisatortschen, tnter- nittonalen Wettbewerb tn Afrika auSzuscheiden. Ein guter Arzt wird diese Kinderkrankheiten, weiche alle Stationen durchgemacht haben, heilen, aber nicht auf die Colonialpolitik verzichten, wie die Herren links eS wollen. Die Colonialpolirik wird auch ferner ihren Abg" Richter: Eine Colonialpolitik, die erst in diesem Jahrhundert begonnen wird, hat überhaupt keine Zukunft. Die gutm Colonien sind alle vergeben. Redner vertheidigt bann fdne Politik dem Abg. v. Kardorff gegenüber. Wenn ich weiter nichts gethan hätte, als Ungerechtigkeiten zur Sprache zu bringen, der verderblichen Bismarck'schen Politik die Spitze abzubrechen, die Monopole zu verhindern, so wäre auch das schon genug. Redner bestreitet weiter die Segnungen der Colonialpolitik, von denen Director Kayser heute gesprochen. Selbst unsere Renommir-Colonie Togo leide an dem PreiS- fall der Palmkerne, deS Hauptausfuhrartikels. Die Vorgänge in Abefsynien lehren uns, wie erschwerlich heutzutage die Colonial- volitik ist, wegen der Waffenzufuhr auch in jene 25nber.Lernen die Leute drüben erst bester zielen, dann roerben die Mißerfolge noch zunehmen. Limburg ist im Gegensatz zum Vorredner der Meinung, daß die von demselben verhinderten Bismarck schen Monopol, pläne ein Segen für Deutschlands Finanzwirthschasl gewesen wären. Was PeterS anlange, fo habe sich der Reichstag als Richter in eine Sache gemischt, über welche erst man die Untersuchung abwarten muß. Die betr. Negerin sei wegen Spionage verurteilt,und ^raum gerade seien die gesährlichsten Spione. Komme bei der Untersuchung nichts heraus, bann habe der Reichstag drei Tage lang Es ge- than, als für Peters die größte Reclame zu machen. (Vetterfett) persönlichen Bemerkungen beftrelten die von Bebel genannten fDiltglleber beS HauseS einen Einfluß auf die Regierung zu Gunsten Peters ausgeübt bezw. überhaupt besessen zu haben. Nunmehr werden die von der Cornrnisston vorgesLlagmm 3 Resolutionen angenommen und die Forderungen für die Colonial- abtbeilung bewilligt, ebenso für Ostafrika, Kamerun und Togo. Weiterberathung morgen; außerdem Marine-Clar. Abg. v. Manteuffel (conf.): Ick»bin kein Colonialschwärmer und ich hätte von vornherein gewünscht, wir hätten ^cht zuviel gewollt und bafür die einzelnen Colonien intensiver bewirtschaftet. Aber die Angriffe auf die Colonialverwaltung sind übertrieben. An eine Aufgabe unserer Colonien wird wohl Niemand denken, denn das wäre eine capitis diminutio für das Reich. Keinesfalls kann man unserer Colonialverwaltung zu viel Militarismus vorwerfen, benn Wehlan, Leist, PeterS sinb keine- BerufSsvldatm während Wißmann, Bülow, Fran^oiS, Bronsart, denen man nichtsdergUichen nachsagt, Berufssoldatm sind. PeterS Verhalten ist entschieden zu mißbilligen. Andererseits aber liegen zwischen der Benutzung des Mädchens durch PeterS und der Hinrichtung Monate. Auch hat Peter» vielleicht bei der Gefahr der Lage strenger vorgehen müssen, alS ihm selber lieb war. Im Kriegszustände, gegenüber Spionage, befindet man sich sehr oft im Stande der Notwehr. Hauptsache bleibt indeß der Brief Peters an Tucker. Lautet dieser so, wie Bebel ihn rnittheilie, bann gebe ich Ihnen Peters gänzlich preis, denn dann wäre er ein Lügner und Mörder. Aber gerade über diesen Brief warten Sie doch nun erst die Untersuchung ab! PeterS hat Verdienste um unsere Colonialpolitik und einen solchen Mann ohne Untersuchung zu verurtheilen, wäre doch unerhört. (Lebhaster Beifall rechts Director Kayser weist die Schlußfolgerung Richters und BebelS zurück, daß die Fälle Leist, Wehlan und PeterS typisch für die Verwaltung seien, lieber die Leute, welche in Afrika an so exponirter Stelle ständen, dürfe man nicht so wie Bebel den ©tab bre*tn, ohne fie ,u Horen. Die im Vorjahre von Vollrnar erwähnten Fälle von Grausamkeiten seien genau untersucht worben unb lägen keineswegs für die betreffenden deutschen Beamten so belastend. Redner führt daS -ieugniß eine« holländischen Geistlichen an, der, gewiß ein unverdächtiger Zeuge, sich sehr lobend über die Verwaltung von Deutsch- ostasrika unb ihre Ersolge, namentlich gegen ben Sclavenhanbel ausgesprochen bat. Angesichts bieser Ergebnisse könnten wir trotz aller Schlüffe, bte Bebel gezogen, auf unsere Errungenscha en stolz sein, «ebner skizzirt biete Errungenschaften, bie Fortschritte auch beS Plantagenbaues in Ostafrika, wie auch in Wlbetnb, be§: gleichen bte Zunahme ber Schulen unb ber Misstonsgesellschaften. Abg v Karborff (Rp.): PeterS Verfehlungen bedauere ich, bemerke aber, baß er selbst bie Untersuchung gegen sich beantragt hat. ES ist bebenklich, über einen einzelnen Mann so hier zu verhandeln, wo bie Parteileidenschaiten eine Rolle spielen. Sollte ener Brief sich bestätigen, dann würben wir ihn allerbings in keiner Weise mehr veriheidigen können. Rebner vertheidigt bann unsere Colonialpolitik gegen Richter. Nur Richter sei durch seine AbschreckungSreden daran Schuld, wenn in Südwestafrika für Minen-Ausbeutung von größtem Werth eine englische Gesellschaft mit ihrem Capital habe hinzugezogen werden müssen. Ebenso sei Bamberger daran Schuld, wenn wir nicht die fruchtbaren Samoa-Inseln besaßen. Jedenfalls seien Richters Verdienste weit geringer, als die PeterS! (Große H^terkeitJ Abg. F ü r st R a d z i w i l l (Pole): Es ist nur ein Zeichen sittlicher Gesundheit, wenn im Volke daS Gefühl für bie Notwendigkeit vorherrscht, bie Grundsätze Der Sittlichkeit unb des Christentum? in allen politischen Dingen an die Spitze zu stellen und wenn _ e Stimmung im Lande ihr Echo hier findet. Unsere Colonialpolt ik muß tn erster Lin- auf das idealste Ziel, die Etllisatton, gerichtet sein. Und das muß auch bei uns in ber Heirnath geschehen. Sehen Sie doch bte Zunahme ber Zügellosigkeit an, ber Lustmorde. Als Gesetzgeber vor Allem muß |ür uns die höchste Sittlichkeit Maßstab sein. Ebenso für bie Regierung und ihre Beamten im fernen Neueste Wolff« telegraphische« «orrespondenz-Bureau. Berlin, 16. März. Die drei in der Mittler'schen Hofbuchhandlung beschäftigt gewesenen Buchbinder, die den Allerhöchsten Armee-Erlaß vom 18. Januar b. J. »estohlen, und dem „Vorwärts" zur vorzeitigen Beröffent. ltchung übergeben haben sollen, haben sich am Donnerstag 19. d. Mts. vor dem Schöffengericht des Amtsgericht« Berlin I. wegen Diebstahls zu verantworten. ES find bisher 14 Zeugen geladen. Sicherem Vernehmen nach wird Ober- staatsanwalt Drescher die Anklage selbst vertreten. Stettin, 16. März. Der überfällige Dampfer „Vulkan von der hiesigen Schiffsbaugesellschaft „Vulkan" gilt als ver- loren, da die Leiche des Kapitän« an der schwedischen Küste aufgesunden worden ist. Bern, 16. März. Die Zahl der Opfer der jüngsten Hochwasser-Catastrophe beträgt in der Schweiz 23, davon entfallen auf die Cantone Wallis und Glarus je 4,.bte Santone Bern, Unrerwalden, Solothurn und Basel je 2 Per- wnen, Zürich, Appenzell und Graubünden je 1 Person. Rom, 15. März. (Stefani-Meldung.) Die „Jtalre sagt, den Befehl, über einen Frieden zu unterhandeln, erhielt Baldissera nach der Niederlage bei Adua von dem Ministerium Crispi. Die „Jtalie" bezeichnet das Gerücht als eine Erfindung, wonach der NeguS einen Brief des Königs Humbert zu den FrirdenSunterhandlungen verlange- vielmehr erbat sich Baldiffera in solchem Falle daS herkömmliche, von dem König unterzeichnete Beglaubigungsschreiben zu dem Zwecke, über einen Frieden verhandeln und eventuell das Uebereinkommen unterzeichnen zu dürfen. Rom, 15. März. Einer Meldung der „Agenzia Stefani zufolge ist die in Pari» als Depesche auS Kairo verbreitete Nachricht, daß die Italiener Asmara geräumt und sich gänzlich auf Maffauah zurückgezogen hätten, durchaus falsch,- in Maffauah befindet sich im Gegentheil nur ein Bataillon. Paris, 16. März. Der internationale Eisenbahn« c o n g r e ß trat heute Vormittag zusammen. Der Vorsitzende Arbeitsminister Guhot Deffaigne begrüßte die auswärtigen Delegirten und machte auf die Wichtigkeit des Congreffe« aufmerksam, der zusammengetreten sei zur Prüfung einer Verbefferung und Ausdehnung der Berner Convention vom October 1890 auf den WaarentranSport. Der Minister ersuchte den Kongreß, nur mit äußerster Vorsicht an der Berner Convention eine Aenderung vorzunehmen. Barcelona, 16. März. Die Gendarmerie zerstreute eine zahlreiche Menge, welche eine feindliche Kundgebung gegen das amerikanische Consulat versuchte. ES wurden mehrere Personen verletzt. Loudon, 16. März. Nach einer bei Lloyds eingegangenen Depesche aus San Paolo de Loanda ist tn Boma der eng« lisch- Dampfer „Matadi" infolge einer Pulverexploston vollständig verloren gegangen. Einige Paffagiere und ein Us*« fei»«. Michlin Behren," Wnfaje 38.' Wijit jung erhalten.8 ^cherftratzr i wird füT * Et gefaxt. * Wiese». Amtliche» Theil. Gießen, den 16. März 1896. Betr.: KreiSlehrer-Conferenz in Gießen. Die Arvßh. Kreis-Schulcommiffioa Gieße« au die Schulvorstände des Kreises. Mit Bezug auf unser gestriges Ausschreiben benachrichtigen wir Sie zur Bedeutung der Lehrer, daß Vie Con- ferenz am nächsten Samstag, 21. d. Mts., im Stein schen toten dahier erst um 10 Uhr beginnen wird. v. G a g e r n. -Oberes in btt mt: (llerstraße 28 . 23: Erling Mt iürbaHoM blikgeWtes unt'r d 8» grsvcht. 6«lbb en unter 0. P. ani beten- 3 hrling rngeschäfl gtfii istor, Gieße«. hrftcke einem hirsigen En p >ene Offerten unter. Dfb. b. Bl 2H A-onnements^Einladung. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für >as 2. Vierteljahr 1896 laden wir hiermit ergebens! nn. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrich- len-Bureaus sowie zahlreiche Mitthellungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stttts über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allenOrtender Provinz vberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so fttihzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen bettiebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschast, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzuttetende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenftei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postftei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Unio.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda)._________ Deutscher Reichstag. 61. Sitzung. Montag, ben 16. Mar, 1896. Die «erathung bes Calonialetats wirb fortgesetzt. Abg. Werner (Ant.): P-terS ist auf Grunb dieser Verhanb- llunaen gerichtet. Wehlan fei, wie ihm von Jemand, ber in ztfrira tiewefen, gesagt worben, ein Scheusal unb hätte ebenso verdient, --epeitscht zu werben, wie er bie Negerweiber peitschen ließ. ES ibebürfe einer gesunden Colonialpolitik; aber Männer wie PeterS und Wehlan konnten un8 in unseren colonialpolitf d»en Erfolgen nur lurücföringcn. Redner verlangt sodann Zurückdtangung der Brannt- vein-Elnfuhr nach Afrika und Verzicht auf uferlose Flotten- - je’trebungen. Th eil der Bemannung wurden gerettet - -der Rest wird öer- mt§t; man fürchtet, daß derselbe umgekommen ist. Lonstantino-el, 15. März. Die Ankunft deS Fürsten Ferdinand von Bulgarien ist auf den 26. März festgesetzt. Der Aufenthalt hier wird acht Tage währen. Newyork, 16. März. (Reuter.) Nach einem Telegramm auS Havana hat die Garnison von Cano auf ein spanischer Bataillon geschossen, weil fie dasselbe für eine Abtheilung der Aufständischen hielt. Darauf erfolgte ein Angriff der Spanier auf die Stadt Cano. Die Verluste der Spanier betrugen 12 Tobte und 33 Verwundete. Nach einer ferneren Meldung hat Maceo die Stadt Batabano verbrannt. Später wurde er geschlagen. Die Verluste der Aufständischen find bedeutend. Depeschen be» Bereei .Herold*. Berlin, 16. März. DaS Kaiserpaar erschien heute früh um 91/* Uhr auf der StegeSallee im Thiergarten, wo mit Hilfe eines großen CoulissenmodellS die Wirkung der geplanten Ausschmückung in ihren äußeren Verhältnissen geprüft werden sollte. Der Kaiser begrüßte die zahlreich erschienenen Künstler und sonstigen Herren und prüfte alsdann eingehend dir dargestellte Nische. Nach Erledigung der künstlerischen Fragen zog der Kaiser den Minister Dr. Miquel in ein längeres Gespräch. Die Gesammtanlage soll in etwa acht Jahren feruggestellt werden können. Berlin, 16. März. Die Mitglieder deS preußischen Abgeordnetenhauses besichtigten gestern daS Teltower Ausstellung-Terrain. Berlin, 16. März. Gegen halb 3 Uhr fuhr der Kaiser am ReichStagSgebäude vor und begab sich sofort nach dem BundeSrathSsaale, um au der Sitzung des Staats- Ministeriums theilzunehmen. Der Adjutant de- Kaisers, Oberstlieutenant v. Scheel, wohnte inzwischen in der Hofloge den Reichstag-Verhandlungen bei. Berlin, 16. März. Die Börsen-Commission der Reichstages berieth heute den Paragraphen Über den Börsen Ausschuß und da- ehrengerichtliche Verfahren. Im Wesentlichen wurden die Beschlüsse der ersten Lesung angenommen. Ein Versuch deS Abgeordneten Müller-Fulda (Lentrum), die gegenwärtige Fassung auf die ursprüngliche der Regierungsvorlage zurückzuführen, wurde gegen die Stimmen der Freisinnigen, des Gentrumfl und der Polen abgelehnt. Berlin, 16. März. Die Zuckersteuer-Commission deS Reichstages ist heute über dir Verbrauchsabgaben noch nicht zur Abstimmung gekommen. Die Entscheidung wird in der morgigen Sitzung erfolgen. Berlin, 16. März. In der Justiz-Commission deS Reichstages sollen die Arbeiten noch vor den Osterferien abgeschlossen werden. Bis Mittwoch sollen die Beschlüsse der zweiten Lesung von der RedactionS-Commisfion seftgestellt werden, damit am Freitag die dritte Lesung beginnen kann. Berlin, 16. März. Im Abgeordnetenhause wurden heute kleinere Vorlagen erledigt. Nächste Sitzung Mittwoch. Petitionen, Wahlprüfungen u. s. w. Berlin, 16. März. Dr. Peter- hat, wie die „Nat.- Ztg." berichtet, seine Stellung als Vorsitzender der Berliner Abtheilung der deutschen Colonial-Gesellschaft niedergelegt. Die Einleitung des DiSciplinar-BerfahrenS steht in Sicht. Der Vorstand der Berliner Abtheilung der deutschen Colonial- Gesellschaft hatte eine Resolution gefaßt, in welcher die Erwartung ausgesprochen wird, daß sich PeterS von den gegen ihn erhobenen Beschuldigungen reinigen würde. Berlin, 16. März. In der Gewehrfabrik von Ludwig Löwe mußten viele Arbeiter entlassen werden wegen Mangel an Arbeit. Berlin, 16. März. Wie ein hiesiges Blatt erfährt, beruht die Nachricht, daß unter den Auklagepunkten gegen den Freiherrn von Hammer ft ein keine schwere, sondern nur leichte Urkundenfälschungen vorkämen, auf einem Jrrthum. Die Anklage sei erhoben auf schwere Fälschung von Privat- urkunden, ein Vergehen, auf daS nicht nur auf Gefängniß, sondern Zuchthaus bis zu 5 Jahren erkannt werden kann, also noch vor die Strafkammer kommt. Eine Anklage wegen schwerer Fälschung öffentlicher Urkunden konnte nicht erhoben werden, da daS von Hammerstein nachgemachte Siegel nur daS eines Amtsvorstehers, also eine- Beamten sei, dessen Siegel überhaupt nicht die Eigenschaft und die Macht besitzen, eine Urkunde öffentlich zu beglaubigen. Wiesbaden, 16. März. Eine hier stattgehabte Versammlung de» Bunde- der Landwirthe, Abtheilung für Nassau, die auch auS Hessen und der Rheinpfalz beschickt war, nahm nach einem Referat de» Dr. Röficke, de» zweiten Vorsitzenden deS Bunde», eine Resolution an, nach welcher an den Reichstag eine Petition gerichtet werden soll in dem Sinne, daß er daS in der Börsengesetz-Commission beschlossene Verbot deS börsenmäßigen Termingeschäfts mit Getreide und Mühlenfabrikaten zum Gesetz erheben wolle. Wien, 16. März. Fast alle englischen Schneider striken feit heute Morgen, da die Meister die Forderungen nicht erfüllen zu können erklärten. Ao«, 16. März. Nach authentischen ziffernmäßigen Angaben deS General» Baldissera befinden sich beim NeguS 6 47 Italien er als Gefangene. Die Strömung, die sich gegen den FriedenSfchluß richtet, ist im Wachsen begriffen. Bezüglich der von Menelik gestellten Bedingungen v-rlautet noch, daß der NeguS außer auf der Schleifung der Festungen von Mareb und Kalai auch auf die Berzichtleistung von Harrar und Ada besteht. Rom, 16. März. In der morgigen Kammerfitzung will Ministerpräsident Rudini ein Telegramm BaldifferaS verlesen, worin der letztere die Fortsetzung deS Krieges für unmöglich erklärt und zum Frieden gerathen wird. — Für die Regierung haben sich bisher 170 Deputirte erklärt. — In der morgigen Kammersitzung, in der auch EriSpi erscheinen wird, werden stürmische Debatten erwartet. London, 16. März. Die Entsendung eine» ExpeditionScorpS nach Dongola hat nach Meinung des „Daily Chronicle" zur Folge: Sine Annäherung Englands an den Dreibund, Verschärfung der feindseligen Ge finnungen Rußlands und Frankreichs gegenüber dem Dreibunde, Störung aller Au-fichten auf eine englisch-französische Verständigung, virtuelle Annexion Egypten- durch England und Ermuthigung Italien-, feine Afrikapolitik fortznietzen. totale» nnO protHwsklle», Sieben. 17. März 1896. ** vn-zeichnuug. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 29. Februar dem Gärtner Konrad Schütz zu Groß-Karben da-Allgemeine Ehrenzeichen mit der Anschrift: „gür 50 jährige treue Dienste" zu verleihen. •* Univerfitötlfahne. Unsere Hochschule war bei repräsentativen und festlichen Anlässen immer in Verlegenheit wegen einer Fahne und behalf sich, so gut eS eben ging, eventl. mit der deS Akademischen Gesangverein-. Ein Comite von Damen hat es in die Hand genommen, nuferer Ludoviciana zu einer Fahne zu verhelfen, und ist dieselbe bereits der Kunststickanstalt von Ph. Schlatter Hierselbst zur Ausführung übertragen worden. ** Großh. Gymnasium. Nach dem soeben ausgegebenen Programm finden die öffentlichen Prüfungen am Großh. Gymnasium am 20. und 21. März statt. Die Anstalt hatte am Ende des Schuljahres einen Bestand von 350 Schülern gegen 357 zu Beginn desselben. von den nach der Prüfung mit dem Reifezeugnisse entlassenen 15 Schülern widmen fich der Rechtswissenschaft 5, der Medizin 3, den neueren Sprachen 3, der Theologie 2, der klassischen Philologie 1, der Mathematik 1. Der Unterricht im neuen Schuljahr beginnt am 14. April, die Anmeldungen zur Auf- nähme werden am 13. April von 9 bi» 11 Uhr vormittags entgegengenommen. ** Zn der gestrigen Generalversammlung der Abtheilung Gießen der devtfchen Colonialgesellschaft wurde zunächst der Vorstand gewählt- derselbe fetzt sich nunmehr zusammen auS den Herren Professor Dr. Sievers, Vorsitzender, Rentner Wilhelm Ferber, stellvertretender Vorsitzender, CustoS Dr. Heuser, Schriftführer, Buchhändler Töpelmann, Rechner, Otto Schaaf, Zur buch, Zimmer, Eduard Röhrle und Jean Kirch. E- wurde daraus in eine Besprechung de» Falles Peters eingetreten und einstimmig beschlossen, in Anbetracht der schweren Anschuldigungen, die gegen Herrn Dr. Peters erhoben worden find, der Centrale die Erwartung auszusprechen, daß Dr. PeterS bis nach ausgemachter Sache aus allen Vertrauensstellungen in der Gesellschaft auSscheide. Die übrigen Beschlüsse betrafen Finanzielles. ** Der Oberhesfifche Bieneuzüchter-Bereiu hielt gestern im Restaurant Bauer in der Bahnhofsstraße eine zahl- reich besuchte Versammlung ab. Der Präsident, Herr Pfarrer Ellenberger ans Ortenberg, refertrte über daS bürgerliche Gesetzbuch, soweit cS die Imkerei betrifft, und führte au», daß wenn die bezüglichen Bestimmungen deS Entwurfs Gesetz würden, die Blenenzucht bei uns in Deutsch- land von ihrer Höhe, auf der sie stehe, herabgehen würde. Die Versammlung beschloß, daß die nächste Wanderversamm- lung in Nidda Mitte September stattfinden soll. Ferner wurde beschlossen, daß, wie alljährlich, auch im lausenden Jahre in Ortenberg wieder ein Jmker-CursuS abgehalten werden soll. Nebenbei sollen auch Wanderlehrer veranlaßt werden, im Laufe deS Jahres Vorträge über die Bienenzucht in den verschiedenen Zweigvereinen zu halten. DaS im vergangenen Jahre in» Leben gerufene Depot von Mobil- unb Stabilbau, sowie Kunstwaben hat sich gut bewährt, und soll auch für daS laufende Jahr weiter geführt werden. Die Versammlung beschloß, in Gießen an dazu geeigneter Stelle ein Honig-Depot zu errichten. * • Turnerisches. An der am kommenden Sonntag zu Mainz stattfindenden Krei-vorturnerstunde werden für den Gau Hessen theilnehmen erster Gautürnwart Schneider- Marburg, die TurnauSfchußmitglieder Wieg and-Gießen, Will-Wetzlar und wahrscheinlich auch der zweite Gauturn- wart Häuser-Marburg. • * Verbot hypnotischer Experimente in Hessen. Die „Offenb. Ztg." schreibt: Bekanntlich wurde die polizeiliche Genehmigung zu dem vor Kurzem hierselbst auf Veranlassung des Kaufmännischen Vereins beabsichtigten Vortrag des Hypnotiseurs Hansen untersagt. Nun ist dem „BerL Lokalanz." zufolge für ganz Hessen durch ministerielle Verfügung die Abhaltung derartiger Experimental Vorträge untersagt worden. DaS genannte Blatt schreibt: „DaS hessische Ministerium deS Innern und der Justiz hat an die Kreis- ämter ein Schreiben gerichtet, worin diesen anempsohlen wird, durch geeignete polizeiliche Maßregeln gegen die Vorführung hypnotischer Experimente in öffentlichen Schaustellungen aus sanitätöpolizeilichen Gründen einzuschreiten. Zur Begründung wird angeführt, daß die bisherigen Erfahrungen dargethan hätten, daß Gesundheitsstörungen andauernder und sehr ernster Natur die Folgen hypnotischer Suggestion fein können. Erläuternd wird noch beigefügt, daß die Oeffent- lichkeit im obigen Sinne den Gegensatz zu denjenigen Fachkreisen bildet, welche nach Beruf ober wissenschaftlicher Beschäftigung den Hypnotismus unb Magnetismus in das Gebiet ihrer Untersuchung ziehen." Da» verbot scheint auf einen Vorgang in Wöllstein zurückzuführen zu fein, wo ein bei einer öffentlichen Vorführung hypnotisirte» Mädchen nicht unbedeutend erkrankt war. * * Neubau. Herr Photograph Uhl hat auf dem Hofe de» Haufe» SelterSweg 68 provisorisch ein Atelier auf» schlagen lassen. DaS nach der Wieseck hin gelegene photographische Atelier laßt Herr Uhl nteberlegen, um an Stelle desselben bedeutend vergrößerte und der Neuzeit entsprechende Räume auffübren zu lassen. • • Falsche Einmarkstücke sind wieder im Verkehre auf- getaucht. Sie tragen die Jahreszahl 1893, das Münz- -eichen A und sind auS Zinn, Blei, Antimon unb Kupfer in der Form gegossen. Die FalfchstÜcke scheinen auS einer Werkstatt in Braunschweig hervorgegangen ober wenigstens von dort auS verbreitet worden zu sein. •• Der erste Unteroffizier in der Hessischen Division, welcher im Deutsch-franzöfi'chen Kriege fiel, war Corpora! Karl Jungblut auS Alsfeld (geboren den 10. Februar 1847), welcher im Programm des Festspiels zum 275 jährigen Be- stehen» des Leibgarde Regiment» auch erwähnt ist. Er wurde bei der Mobilmachung im Juli 1870 dem Ersatzbataillon za- getheilt, bat aber mit Thränen in den Augen vor dem An», marsch seinen Hauptmann Wilhelm Römheld um Mitnahme in’» Feld, welcher Bitte auch entsprochen wurde, indem für ihn ein verheiratheter Reserve-Unteroffizier eintrat. Jungblut starb den Heldentod am 16. August 1870 in Boi» de» Oignon». — Nach den Aufzeichnungen Hauptmann RömbeldS (Chef der 2. Comp.) war der Verlust derselben an lobten unb Verwundeten in diesem Abendgefecht »er Bedeutendste, den überhaupt eine Compagnie der Hessischen Division erlitt; er war groß im Verbältniß zu der Dauer be» eigentlichen Gefecht» von 8 bis 83/« Uhr, aber klein im Verhältoiß zu bet äußerst gefahrvollen Situation, in welcher fich die Compagnie ca. eine Stunde befand, als fie wehrlos im Dickicht dem concentrischen Feuer des Feindes gegenüber aushalten mußtt. Die 2. Compagnie deS Leibgarde Regiment» hatte am 16. August einen Verlust von 5 Tobten unb 14 Verwundeten; am 18. August: 24 Todte, 75 Verwundete — relativ an beiden Tagen der größte von allen Compagnien der ganz« Großh. Hess. Division; er betrug 34 Procent der Gefecht», stärke; war demnach im Verhältniß ganz enorm. „Dmst.Tgl.Az." *• Die Bahnsteigsperre. Ein neuer Erlaß über die Bahnsteigsperre wirb soeben bekannt gegeben, wonach ber Zugang zu den abgesperrten Bahnsteigen in einzelnen Fällen ohne Bahnsteigkarten gestattet ist, abgesehen von dem Dienst- Personal der Bahnen: 1) auf unmittelbare unb mittelbare Staatsbeamte unb Militärpersonen, die in der Ausübung ihres Dienste» begriffen find, ferner nach eingeholter Berechtigung seitens der Eisenbahndirection auf Personen, die zu gemeinnützigen öffentlichen Zwecken die Bahnsteige betreten müssen, wie Aufsichtspersonen von Feriencolonien, Abgesandte von Bereiten zur Fürsorge für die weibliche Jugend, sogenannte Bahnhof-misfionen, wenn fie fich in Ausübung ihrer bestimmungSgemäßen Thätigkeit befinden, 2) auf die bei Reisen von Mitgliedern be» königlichen Hauses zum Empfang befohlenen Persönlichkeiten, sowie die Dienerschaft königlicher ober prinzlicher Herrschaften unb deren sonstige Beamte; 3) auf Personen, die mit Eisenbahn- ober Postdienststellen innerhalb ber Sperre amtlich zu verkehren haben ober zu den Zügen behuf» Aufgabe ober Ab- nähme von Eil- ober Frachtgut, Milch :c., ober auch größere Poststücke, wie ZeitungSpackete, Zutritt haben müssen; 4) auf Personen, die zu Wohnung»- ober LftrthschaftSräumen, die nur durch die Sperre zugänglich sind, Zutritt wünschen. Die Eisenbahndirectionen haben zu bestimmen, wann in den vorbezeichneten Fällen besondere Eclaubnißscheine zu öfterem Gebrauch auszustellen find. •• Von dem Kaiserlichen Statistischen Amt ist jetzt do» vorläufige Srgebniß der Volkszählung für da» ganze Deutsche Reich zusammengestellt worden. Danach betrug die ort», anwesende Bevölkerung in Deutschland am 2. Dectmber 1895 inSgesammt 52244 503 Personen gegen 49428470 am 1. December 1890, also mehr 2816033 Pe.sonen ober 5 7OpCt. Für die Einzelstaaten stellen fich die Bevölkerung», ziffern wie folgt: Staaten Ort-anwesende Bevölkerung am 2. Decbr. 1. Decbr. 1895 1890 3u» ober Abnabme 1890 bl» 1895 Königreich Preußen . . Königreich Bayern. . . Sachsen...... Württemberg..... Baden....... Hessen....... Mecklenburg-Schwerin Sachsen-Weimar . . . Mecklenburg-Strelitz . . Oldenburg..... Braunschweig .... Sachsen-Meiningen . . Sachsen-Sltenbura. . . Sachsen-Coburg-Gotha . Anhalt....... Schwär,bürg - Sondershausen ..... Schwär,burg-Rudolstadt. Waldeck...... Reufc älterer Linie . . Reuß jüngerer Linie . . Schaumburg-Lippe. . . Lippe....... iiübetf....... Bremen...... Homburg...... Elsaß Lothringen . . . 31 847 899 29 957 367 5 797 414 5 594 982 3 783014 3 502684 2 080 898 2 036 522 1725470 1 657 867 1039 388: 992 883 596 883 578 342 338 887 326 091 101 513 97 978 373 662j 354 968 433 906 403 773 233 972 223 832 1800121 170 864 216 624 206 513 293 123 271 963 78 248: 75 510 88 590 85 863 57 7821 57 281 *7 454 62 754 131 469 119811 41 244 39 163 134 617 128 495 83 324 76 485 278 18 681632 622 530 1641 220 1 603 506 4-1 890 532 + 6,31 4- 202 432 1-3 62 4- 280 330 + 8,00 + 44 376 + 2,18 + 67 603 + 4 08 4- 46 505 + 4.68 4- 18 541 + 3,21 t- 12 796 + 3,92 4- 3 535 + 3,61 + 18694 + 30 1.: 7 4o + 10 140i + 4,53 4- 9 148'4 5 ■ + 10111+4 M + 21 160 + 7,78 + 2 738 4. 3,63 -r 2 727 + 3.18 + 501.-087 4- 4 700r+ 7,49 + 11 658 + 9.73 + 2 061 + 5,26 > 6 122 + 4 76 + 6 829 + 8 94 + 15 835 + 8,78 4- 59 102 + 9,49 + 37 714 2,35 Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern sind für da» ganze Reich 406 gezahlt worden, 346 Städte und Land- gemeinden und 60 Flecken. Zahlreiche Bäder wiesen natur* gemäß bei ber Volkszählung erheblich geringere Ziffern auf al» bei der Berufszählung im Juni, so u. A. der Kurort Homburg, der nach ber Volkszählung wieder zu den Orten unter 10000 Einwohner gehört. -e- Lollar, 16. März. Heute Morgen wurde auf der Main-Weser Hütte der Mitte November v. I». behuf» Umbau außer Betrieb gefetzte Hochofen wieder angeblafen. Während des Stillstände» wurden umfangreiche Neubauten vorgenommen und die Betriebseinrichtungen mit den techni'chea Neuheiten der Jetztzeit versehen. Bereit» vor einigen Monaten wurde auf dem Werke behuf» besserer Au»nutzuog der vorhandenen Wasserkraft eine neue Turbinenanlage von Pferds UM Ss. M 'D1 ® ^28 bi- s » 10 W12 Zl ijrit bi- in Sollt 1* ‘ W xtV b-M ir.t **“; rnt ’lntW “ Cjfteftn, verirr Hnwböhwrg luben Sinter fe« § flieht Rbenb gegen W- in ber vor dem - NW) Feuer ° ftltn. Die erst Täflung lonntt M Ltmkhti «brachten 3?oti| t'.aer Airdtrl stabt zu erricht »al|n, wird uni '.ttienzockerfabr der Äctienjuder stelle (nicht Nie Pibiigen, wird demnächst dem Diane be Der Rofknaufn belaufen. »Mich, arbeitet- Pet öfter irmmervs Anzeige bei ber tater 3ui^aal :. riroommtp, l lummende Sohn itinbe aufgtfunbi tathifttitn Mei - ärger zeigte vi Der unglücklich, geben unb die ^gefallenen t wird zeigen, inw Mlki- Dte Fischerei Mbrenben Bach -Uinq-hause "Ee an abmär * !°ll Mot '»dtachmil «bn Tefchüslif 2®Jltntti auf ülttfilnettnbtn «Mk 3anet a?ernäch fi-uchmeMgul -Uhren wird. $ in dem geben. den Fürstlich «59 ( Lontoq, Ri* W \^l V-V bei bti w Swift i bttxug bl? »r* ; 2. Dtcimichy litfltn 4968110 033 Pe.somi ich btt Bteiltcr.::! <51-* '’h" "«'L । uK' »utbe .T* ®-i« bim* : *ä * j <*»*5 S*;> Ä* / *6. ( ' ta ®i®4 * "ncmr Hattr7 l^erL^ he rtelQii» e Pa8nltn der W •» @<Ä "•MliHj. ®tla§ über t Leöen/ wovach z. 10 kmzelvtv Fälle :n von btm Die°i are u°d mittet dn Lu-Lbv id) eillgtholttr 8: Quf Personell, t d" Bahnsteige k lon, Ferltncolonic: !ür die totlbiij. »tnn sie sij -hatigktit befiai?: n der fönigli^o ichkeiitn, sowie hi Herrschaften du die mit Sistnbch rre amtlich zn tn Aufgabe oder 8k ' oder auch grStzeii 6en müssen- 4) flJi schaftSräumen, n ritt wSnfcheo. Dir vana in btn por- itint zu Sfterem >r. 42 + >91 + >78 + + 8: - + 73 + 32 + 64 + + + 13 63 10 63 81 54 11 63 95 ■35 43 + 30 + 06 + 82 5! 23 167 83 280330 + "' 44 376+2'.' 67603 + 1' 46505 + + 18 541 + .< 12 796+3 3535 + 18694 -- 30 133 -"' 10140-8 9148+j 10111^' 21160 + '' 2 727j+-?: 501.-.' 47(0 11658-:;. 2 061-? 6122 + * 6 829--" 15 835-? 59102 + ;: 37714 + -' I'" *4'y >ber v. J, |(1. *“ Ä*““' ti# Ru: ober ibuki 1890 61418% absolut K hoera find Städte u°d t :Sder »kf”" '• ,67 +1890 532+W + 2O2 432 + 3C za. 120 Pferdekrästen erbaut und ist auch diese bereits btm Betrieb übergeben. A. TreiS a. b. 8ba., 16. März. Durch den Pächter ter Fischerei in der Lumda der Gemarkung Treis a. d. Lda. wurden in der Zeit vom April v. I. bis Anfang d. I. « cht Stück alte Fischottern mit eisernen Fallen gefangen und noch vier Junge vertilgt. Es erklärt sich hierdurch zur Genüge der seitherige Fischmangel in diesem Gewässer. □ AuS dem Ohmthal, 16. März. Entgegen der Erwartung, daß die Preise für das Brennholz nach den ersten Holzversteigerungen wieder etwas von ihrer Höhe zurück- gehen würden, find dieselben im weiteren Verlauf der Versteigerungen noch höher gestiegen. Galten Anfangs 4 Raummeter Buchenscheit im Durchschnitt 22 bis 24 Mk., so kosten die- jelben jetzt 28 bis 30 Mk., desgleichen Buchenprügel 20 bis 22 Mk. Besonders theuer find die Buchenretfia, sogenannte Schlagreiser, 6 Raummeter galten bis zu 16 M'. gegen 10 bis 12 Mk. im vorigen Jahre. Auch das Tannenholz ist hoch im Preise; eS kosteten 2 Raummeter Tanuenrund- scheit bi- zu 14 Mk., Tannenprügel bis zu 12 Mk. Wollte früher fast Niemand Etchenreiser, so find dieselben jetzt recht begehrt und infolgedessen doppelt so hoch im Preise, wie ehemals. Wie das Brennholz, so ist auch daS Werkend Nutzholz durchschnittlich höher im Preise. Die vielen Holzschnetdereten unserer Gegend, welche daS Tannenholz cuftoufen, verursachen hier die Preissteigerung. Für die Preiserhöhung de« Brennholzes aber nach einem solch gelinden Winter fehlt der Anhaltspunkt. § Nieder-Ohmen, 16. März. Km verflossenen Freitag Abend gegen sechs Uhr brach auf bis jetzt unaufgeklärte Weife in der vor dem Orr gelegenen Katzenmühle (frühere Papier- wühle) Feuer aus, dem Wohnhaus und Mühle zum Opfer fielen. Die erst vor zwei Jahren neuerbaute Scheuer nebst Stallung konnte gerettet werden. M. Stockheim, 16. März. Zu der in unserem Blatte gebrachten Notiz aus Berstadt, betreffend die Errichtung einer Niederlage von Zuckerrüben an der in Verladt zu errichtenden Haltestelle der Hungen—Friedberger Bahn, wird uns von competenter Seite mitgetheilt, daß die Lctienzuckerfabrtk Wetterau in Friedberg gemeinschaftlich mit ter Actienzuckerfabrik Büdingen in Stockheim die Abnahmefielle (nicht Niederlage) errichten werden. Büdingen. 15. März. Für unseren Sparkaffebezirk tolrb demnächst hier ein neues Sparkassengebäude nach ictn Plane desjenigen zu Seligenstadt errichtet werden. Der Kostenaufwand hierzu dürfte sich auf etwa 40 000 Mk. belaufen. Egelsbach, 12. März. Ja der Wohnung des Bahn- ocbeiterS Petri von Wixhausen glaubten die Nachbarn öfter jammervolle Nothrufe gehört zu haben. Auf erfolgte Anzeige bei der Bürgermeisterei wurde von der Ortspolizei unter Zuziehung eines ArzteS bei Petri eine Haussuchung twrgenommen, bei welcher der 16 jährige aus erster Ehe summende Sohn desselben in unbeschreiblich traurigem Zu- franbe aufgefunden wurde. Die Gliedmaßen deS vollständig rutkräfteten Menschen waren ganz krumm gezogen und der Körper zeigte vielfach Spuren einer grausamen Behandlung. Der unglückliche Junge wurde sofort in bessere Pflege ge- ßtben und die Staatsanwaltschaft in Darmstadt von dem Borgefallenen benachrichtigt. Die eingeleitete Untersuchung wird zeigen, inwiefern die umlaufenden Gerüchte begründet sind. Verinischte*. • Marburg, 16. März. Heute Morgen wurde am Gisselberger Geländer die Leiche eines jungen Mannes, Namens Neumann, in der Lahn gefunden und geborgen. Der Verstorbene, der bet einem Rechtsanwalt« beschäftigt war, ist wahrscheinlich in der Dunkelheit von dem Wege abgekommen und in die Lahn gerathen. DaS Belociped und ein Notizbuch deS Verunglückten wurden am Ufer gefunden. * Frankfurt a. M, 16. März. Der Fuhrmann Johann Bubinger (KönigSwarterstraße Nr. 20) hat heute Morgen einen Mordanschlag gegen seine Frau verübt. Wie der Polizeibericht mittheilt, sprang die Frau in der Angst zum Fenster hinaus, verletzte sich schwer und wurde nach dem Heiliggeisthospital gebracht. Der Mann hat sich erschaffen. — Ein Berichterstatter der „Frkf. Ztg." meldet über das eheliche Drama noch die folgenden Einzelheiten: Der Z'mmermann und Kammerjäger Heinrich Bubinger wohnt mit seiner Frau und einem sechsjährigen Töchterchen seit etwa fünf Monaten in dem zweiten Stockwerk des Häuschens neben der Salini'schen Wirthschaft. Zwischen dem Ehepaar bestand ein gutes Einvernehmen. Bor Kurzem kam eine achtzehn Jahre alte Schwester der Frau zum Besuch. Seitdem wurde die Frau eifersüchtig, und heute Früh kam eS zu dem blutigen Abschluß. Schon vor sechs Uhr, kaum nachdem Bubinger aufgestanden war, machten sich in dessen Wohnung ungewohnte laute Zwistigkeiten bemerkbar, die trotz aller Beschwichtigungsversuche und allen Versicherungen des Manne« kein Ende nehmen wollten. Gegen acht Uhr hörte die Nachbarschaft plötzlich einige Schüsse, denen daS Hilfeschreien der Frau Bubinger folgte. Gleich darauf sah man diese zum Fenster hinunter in den Vorhof springen. Blutüberströmt wankte sie bis zum nahen israelitischen Krankenhaus, wo fie bewußtlos zusammensank. Unterdessen war man in die Bubinger'sche Wohnung hinaufgeeilt. Nachdem man die verschlossenen Vorplatz- und Zimmerthüren aufgesprengt, fand man Bubinger in dem Schlafzimmer tobt in einer Blutlache, er hatte sich eine Kugel in die Schläfe geschossen. Einen Brief, den er hinterlassen hat, nahm die Polizei in Verwahr. Bei der Frau Bubinger, die zunächst Aufnahme in dem israelitischen Krankenhaus gefunden hatte, stellte sich heraus, daß die vier Revolverschßsse, die der Mann auf fie abgegeben hat, ihr so schwere Verletzungen zugefügt haben, daß Gefahr für ihr Leben besteht. Eine Kugel hat den Kopf, zwei haben einen Oberarm getroffen, die vierte hat den Hals durchbohrt. Nach Anlegen eines Verbandes ist die Frau später in das Heiliggeisthospital gebracht worden. Bubinger wird von seinen Hausleuten als ein ruhiger, fleißiger Mann geschildert, während die Frau stets sehr aufgeregter Natur gewesen sein soll. Die Schwester ist mit dem Kinde heute Vormittag nach Kreuznach, ihrem HeimathSort, zurück- gereist. — In der Nacht zum Sonntag wurde bei dem Bäckermeister Hengst (Breitegasse 11) ein Einbruch verübt. Der Einbrecher hat abgewartet, bis der Meister und die Bäckerburschen in der Backstube zu thun hatten, ist bann durch die unverschlossene HauSthüre über den Hof und tn den beleuchteten Laden, von dort in ein nebenliegendeS Schlafzimmer, wo ein Nachtlicht brannte, gegangen und hat mit einer mitgebrachten Maurerklammer ein Pult erbrochen. Durch daS Geräusch wurde nach der Darstellung des Polizeiberichts die im Zimmer schlafende achtzig Jahre alte Frau Hengst geweckt. Sie bewegte sich. Der Einbrecher sprang auf ihr Bett zu und versuchte, sie zu erwürgen, ergriff aber die Flucht, al« die Greisin noch soviel Kraft besaß, daß sie um Hilfe rufen konnte. * Düsseldorf, 14. März. Der verhaftete Homöopath Dr. Doldeding, der vergebens für seine vorläufige Frei lassung 100,000 Mark Kaution angeboten hatte, hat die« Angebot jetzt auf 200,000 Mark erhöht, die Strafkammer hat aber auch dies Angebot abgelehnt. Gegen die Ablehnung bat Justizrath ©tapper als Vertreter deS Dr. Volbeding Beschwerde beim OberlandeSgericht in Köln eingereicht. * Braunschweig, 16. März. DaS Schwurgericht ver- urtheilte den früheren Portier Oehlmann, der seinen löetter, den Oeconom Fricke in Ostharingen, und dessen Mutter erschlagen und beraubt hatte, zum Tode. * Ediger a. d. M., 14. März. DaS H o ch wasser der Mosel hat hier ein Opfer gefordert. Ein Knecht kam mit zwei Pferden, die sein Herr auf einem Markte erstanden, länge den Hochflächen geritten. Die Pferde scheuten und geriethen in den Fluß; eines der Tbiere wurde gerettet, daS zweite und der Knecht sind ertrunken. Airchliche Anzeigen der evang.Genieinde. Mittwoch, den 18. März, Abends 6 Uhr: 8. PasfionSandacht in der Stadtkirche. Pfarrer Schlosser. Witterungsbericht vom 17. März. Im Norden der britischen Inseln ist eine tiefe Depression erschienen, welche ihren Einfluß bereits weit tn den E ontinent erstreckt. Den Osten und Süden Europas bedeckt noch hoher Druck. Der Himmel ist auf unserem Gebiet bereits vielfach bedeckt, doch ist die Witterung noch trübe. Die Temperaturen erfuhren eine wesentliche Steigerung. BoraugstchUiche tBitttrtmgt Zunächst mildes, aber vornehmlich trübes Weiter. Später Niederschläge. Verkehr, CanO* und VoUswirthsehast. Gießt«, 17. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,70—0,80, Hühnereier pr. St. 00 2 St. 10-11 Enteneier pr. St. 6 H, Gänse- eier pr. St. 11—12 4, Käfe pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JL 1,00 bis 0,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,30—1,70, Enten pr. Stück Jl. 2,00-2,20, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfenfleisch pr. Pfd. 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 66 bis 68 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70-72 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bi« 5,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centncr 5,00—0,00, Milch pr. Liter 16-18 H. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn direct ab meiner Fabrik bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 60 Pf. bisMk. 18.65 per Meter—glatt, gestreift, farrirt gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual und 2000 oersch. Farben, Dessins rc.), porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 197 Seiden-Fabriken 6. Henneberg (k. k. hoa.), Zürich. OODOODOOaODaoaDODOODODOOCXaOO 8 0r. Thompson s Seifenpulver ist anerkannt das beste, billigste und bequemste Wasch- O und Bleichmittel der Welt. D Nur echt mit der Schutzmarke „Schwan". Q Vorräthig in allen Droguen- und besserer» Colonial- O waarenhandlungen. 1816 OTQOQODODOCX)DODOOOOaDOOaDDaDl Mmi-Verpachtung. Die Fischerei in dem auch Forellen führenden Bach der Gemarkung Ettingshausen von der Kolben- mühle an abwärts bis zur Steines- wühle soll Montag, 23 März I, Nachmittags 3 Uhr, hier in der Geschäftsstube der unterzeich- ueten Rentei auf sechs Jahre an den Meistbietenden öffentlich verpachtet vierden. Bemerkt wird, daß der Landesfischereiverein in diesem Fisch- rvasser allernäch^ noch den der Forelle Kleichwerlhigen Bach - Saibling ein- führen wird. Die Pachtbedingungen werden in dem Adermin bekannt ge- Zeben. Lich, den 14. März 1896. Fürstliche Rentei Lich. ________Kreiling. 2613 Vieh markt zu Dillenburg 1219 Montag, 23 März. AM. MlaMaus. _ Freibank. [2580 Heute und morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, pr. Pfd. 50Psg. Schweinefleisch micht ladenrein, per Pfd. 45 Psg. Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und nach neuesten Formen fayonnirt. C. L. 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