^kactivtz “Sä?» Sä ' " 8Mft Sotialkmo!Mtita 1009» N*r über: ^ühustei« Borstavd. ikden Samstag iw itt, woselbst auch neue 10101 nbtrTsT zu Mm i WM o daselbst unter freut* ajemtorifteo. 1010t Jw üimiot. Mg. 'zeige, daß ich engaffe *M haft licher Haararbeitei, koupets bei billigst« ll 101W losch, >A HermaouPlaol erung. ch meine »«« Ker, M 00-^8 ITINE fECAMf nkreich. Liqueure- Urschrift des Genf» , # tU/i-*» 1010Ö Selt^ 24 naint,H»"M Fr. 271 E^Aes Blatt Dienstag den 17. November 1806 Der frUfcenet Anzeiger «scheint täglich, »it Ausnahme ttS Montags. Die Gießener Aamikienvtätter »erden dem Anzeiger Möchentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kmerat-Anzeiger. Vierteljähriger Abonncmentspreisr 2 Mark 20 mit BriN'jcr ahn. Durch die Pc ! bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Zchukfiraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und 2lnzeigeblcrtt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamitienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Reichstag. 124. Pleuarfitzung. Samstag, den 14. November 1896. Die Berathung der Justtznooelle wird fortgesetzt mit der Strafpr oceßordnung. Noch S 7 deS bestehenden Gesetzes ist der Gerichtsstand bet hemjenigen Gerichte begründet, in dessen Bezirk die strafbare Handlung begangen ist. Die Commission hat einen zweiten Absatz htvzugesügt, dahin, baß der Gerichtsstand für Preßdelicte — abgesehen von d.n Fällen ber Prtvatklag' — nur bei demjenigen Gerichte sein sog, in besten Bezirk die Druckschrift erschienen ist. Geh. Rath Lenthe: Die Regierungen haben sich schon früher dagegen ausgesprochen, für die Presse in diesem Punkte Ausnahmebestimmungen zu treffen, und sie haben aus den Erfahrungen der Praxis keinen Anlatz entnommen, ihre Ansichten darüber zu ändern. Der Paragraph wird mit dem von der Commission beantragten Zusätze angenommen. Als S 8a der Vorlage ist die Bestimmung getroffen, daß der Gerichtsstand auch bei demjenigen Gerichte begründet ist, in besten Bezirk der Beschuldigte ergriffen ist. Abg. Beckh (srs. Vp.) beantragt hinzuzusügen, daß dieses Forum iepreheneionis für die Presse nicht gelten solle. Den Fall angenommen, ein süddeuscher Redacteur habe gegen Preutzen einen beleidigenden Artikel geschrieben. Sollte e8 da zulässig sein, ihn, falls er etwa auf einer Reife nach der See in Köln ergriffen werde, ihn dort vor Gericht zu stellen? Dann würde ja der Betreffende, der in Bayern »egen des Prehvergehens vor ein Schwurgericht kommen würde, in Stein dieses Vorzuges verlustig gehen. Geh. Rath o. Ttschendors spricht gegen diesen Antrag, durch ben wieder ein Sonderrecht für die Presse geschaffen werden würde, tzr glaube kaum, daß die verbündeten Regierungen dem zusttmmen Würden. Abg. Beckh modlficirt, um ein Bedenken des CommiffarS zu erledigen, seinen Antrag dahin, daß er nur auf die Presse im Jnlande Bezug haben solle. Der Antrag Beckh wird gegen Freisinnige und Socialdemo- kraten abgelehnt. Dem S 13 beantragen Frohme u. Gen. eine Vorschrift dahin btnzuzusetzen, daß auf Verlangen eines Angeklagten mehrere gleichzeitig bet Gerichten gegen ihn anhängige Strafsachen verbunden werden müsten, falls nicht etwa nach einstimmiger Ansicht durch diese Verbindung lediglich eine Verschleppung bezweckt wird.MM' Geh. Rath v. Lenthe erbittet Ablehnung dieses Antrages, da für die Frage, ob mehrere Anklagen zu verbinden seien, lediglich Zweckmätzigkettsrückstchten in Betracht kommen dürften. Der Antrag Frohme wird nach Befürwortung durch Abg. Stadthagen abgelehnt. 8 22 handelt von der Ausschließung eines Richters von der Ausübung des Rtchteramts. Nach dem bestehenden Gesetze erfolgt tzer Ausschluß u. A., wenn der Richter selbst durch die strafbare Handlung verletzt ist. Ein Antrag Frohme will auch die „mittelbare" Verletzung •16 Grund für die Ausschließung des Richters gelten lassen. Abg. Stadthagen (Soc.) erinnert, den Antrag begründend, daran, wie sich doch offenbar nicht selten ein Richter auch in seiner Eigenschaft als „Referoeoffizter" verletzt fühle und daher auch nicht in einem Straffalle urtheilen dürfen, bei dem es sich um „Beleidigung deS Offfzierftandls" handle. Geh. Rath Lucas wendet gegen den Antrag ein, daß bei Annahme desselben ja in ganz Deutschland kein einziger Richter in einer Sache Recht sprechen konnte, bei der die Anklage auf Beleidigung des Rlchierstandes laute. Der Antrag Frohme wird abgelehnt. Nach S 23 des bestehenden Gefetzes dürfen an dem Haupt- Verfahren vor der Strafkammer mehr als zwei von denjenigen Richtern nicht theilnehmen, welche bet der Entscheidung über die Eröffnung dcs Hauptverfahrens mitgewirkt haben, namentlich aber nicht der Berichterstatter. Vorlage und Commisfion haben diese Bestimmung beseitigt. Abg. Munckel will wenigstens an der Ausschließung des Berichterstatters festhalten, da btefcr zweifellos Stellung zu ber Echulbfrage genommen haben, also niemals ganz unbefangen bei ber Hauptoerhandlung sein werbe. Geh. Rath o. Lenthe vermag nicht einzusehen, weshalb ber Berichterstatter ber Befangenheit verbächtiger sein solle, als bie etwaigen anberen Collegen, bie an ber Entscheidung über Eröffnung deS Verfahrens thetlgenommen. Der Antrag wird abgelehnt. 8 25 des bestehenden Gesetzes setzt gewisse Fristen für Einbring- xng eines Antrages auf Ablehnung eines Richters wegen Befangen- Der Antrag Munckel will auch eine spätere Einbringung de, Ablehnungsantrages noch zulassen, wenn der Antragsteller erst später, in der Verhandlung selbst, Anlaß zur Stellung des Antrages erhallen hat. Abg. Stadthagen erwähnt, daß Richter schon gelegentlich zu Angeklagten und Zeugen sich ber Worte bebient hätten: „Ochse, Halt s Maul" unb „frecher Kerl". So habe sich ber Ton in d-n Verhandlungen verschlechtert. Solle man nicht auch in solchem Falle «Wenigstens den Richter wegen Befangenheit ablehnen dürfen? Geh. Rath Lucad: Ich glaube, ich brauche auf diese Angriffe tuf ben deutschen Richter nichts zu erwidern, weil ich weiß, daß das Haus sie gewiß nicht billigt. (Beifall.)I Abg Munckel sormulirt seinen Antrag dahin, daß eine Ablehnung eines Richters wegen Befangenheit auch noch beantragt werden kann aus Grund von in der Hauptoerhandlung selbst ein- aetretenen Thalsachen. In dieser Fassung wird der Antrag Munckel angenommen. Bei 8 35, betr. Bekanntmachung der Entscheidungen, wird nach kurzer Debaite trotz des Widerspruchs des Commissars Geh. Rath v. Benthe ein Antrag Frobme angenommen, hahingebend, daß dem nicht aus freiem Fuße Befindlichen das Urtheil nicht mehr „auf Verlangen", sondern in jedem Falle »orzulesen ist And außerdem in seinem Gewahrsam zu belasten ist. 8 53 des bestehenden Gesetzes bestimmt, daß öffentliche Beamte über Umstände, welche der Amtsverschwiegenheit unterliegen, nur mit Erlaubniß der vorgesetzten Dienstbehörde vernommen werden dürfen. Die Genehmiguna darf nur versagt werden, wenn die Ablegung des Zeugnisses dem Wohle des Reiches ober etn-.Ö Bunbesstaates Nach- thetl bringen würbe. Abg. Frobme beantragt, biesen Paragraph zu streichen. Eventuell sollen die G.ünde ber Versagung dem Gerichte mitgetheilt werden und dieses über die Berechtigung der Versagung befinden. Geh. Rath v. Benthe bekämpft ben Antrag. Abg. Bebel erinnert an bas Agent provocateur- unb Spitzelwesen, so an ben Hauptmann o Ehrenberg. Dieser Spitzel unb Agent provocateur höbe ben Socialdemokraten Vorschläge nachgesagt, die er selber den Socialdemokraten gemacht bade. Er erinnere an ben Königlich preußischen Geheimpolizisten Schröder, unter besten Führung in Zürich Attentate verabredet worden seien von Anarchisten. Auf solche Elemente stützte sich die Polizei. Auch bei dem „Vereinkproceß" gegen Auer und Genossen vor einigen Monaten hier in Berlin habe sich die Polizei gestützt nicht nur aus daS, was sie selber gesehen unb gehört, sondern auch auf Vertrauensmänner, bie allesammt Lumpen seien. Daß bie Angeklagten unb das Gericht wissen müßten, mit wem sie es zu thun haben, zeige doch auch ber Schaffnerproceß in Frankfurt, wo der Hauptgewähremann der Polizei sich als ein wegen bösartiger Dinge bestrafter Mann herauSgestellt habe. DaS sei doch das erste Recht des Angeklagten, den Mann kennen zu lernen, der ihn belaste. Geh. Rath v. Lenthe: Alles, was die Antragsteller angeführt haben, beweist nichts für ihren Antrag. ES beweist höchstens, daß, wenn es sich um Angaben von Vigilanten rc. handelt, die vorgesetzte Dienstbehörde die Erlaubniß zur Zeugnißablegung geben sollte. Daß aber Fälle Vorkommen können, wo thatsächlich das Interesse deS Reiches bie Versagung ber Erlaubniß gebietet, baS geben Sie doch auch selbst zu. Der AntragFrohme wird gegen Socialisten und Freisinnige abgelehnt. Sodann vertagt sich das Haus. Montag 1 Uhr: Interpellationen betr. Hamburger „Enthüllungen", Duellwesen unb Fall Brüsewitz. Schluß 43/4 Uhr. Ausland. Bern, 14. November. Der BundeSrath wirb bet ber im December tagenden Bundesversammlung die Genehmigung des italienisch-schweizerischen Vertrages, betr. den Simpl on- Durchstich, beantragen. Dies wäre auch ohne die Petition der Jura-Simplon-Bahn und der betheiligten Cantone geschehen. Dem Vernehmen nach wird sich auch das italienische Parlament im Lause de- December über die Ratification des Vertrages aussprechen. London, 14. November. Dem „Daily Telegraph" wird von seinem Correspondenten aus Prät orta von gestern gemeldet: „Präsident Krüger hat mich ermächtigt, zu erklären, daß der auSsührende Rath in Betreff der Entschä- digung wegen JamesonS Einfall noch zu keinem Entschluß gekommen sei. Die Entscheidung werde wahrscheinlich zu Ende der ersten Woche deS December getroffen werden. Die Entschädigung sei noch nicht festgesetzt, werde sich aber in vernünftigen Grenzen halten. Die Forderung werde der erg- lischen Regierung dtrect unterhreiter werden." Neueste Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 15. November. Der Senioren-Convent des Reichstages war gestern zusammengetreten, um einige geschäftliche Fragen zu besprechen. Der Präsident Freiherr v. Buol theilte mit, daß an Initiativanträgen noch 28 bevorrechtigte, b. h. in den ersten vierzehn Tagen der Session eingegangene, und außerdem 14 später eingebrachte der Erledigung harren. Ueber die Reihenfolge, wie sie auf die Tagesordnung kommen sollen, machte man sich gestern noch nicht schlüssig. WaS den Arbeitsplan der nächsten Zeit betrifft, so soll nach Erledigung der Interpellationen die erste Lesung deS Etats folgen. Die weiteren Entschließungen wurden Vorbehalten. Berlin, 15. November. Die Fraction der Polen beabsichtigt, unmittelbar nach dem Zusammentritt deS Landtages eine Interpellation wegen der Aenderung der Provinzialfarben einzubringen. Berlin, 15. November. AuS Danzig wird gemeldet, daß dort gestern bei allen Truppentheilen nach social« demokratischen Schriften gesucht wurde- eS wurden verbotene Schriften jedoch nicht gefunden. Lemberg, 15. November. Nahe bet Brz0zow ist gestern Nachmittag ein Luftballon mit zwei rusfischen Offizieren gelandet. Arco, 15. November. In dem Befinden des Generäls Baratieri ist eine Besorgniß erregende Verschlimmerung eingetreteu. Der General hat einen doppelten Beinbruch mit Knochenzeriplitterung erlitten. Brussel, 15. November. „Gazette" bemerkt, daß Belgi en durch den Sieg der Goldwährung in den Bereinigten Staaten auf seine silbernen Fünf - Frankenfiücke 30 Millionen Francs einbüßen wird. Das Blatt fordert die Regierung auf, damit der Schaden nicht noch größer werde, Vorsichtsmaßregeln zu treffen: Paris, 15. November. Eine bedeutende Getreide- firm a hat infolge des Steigens der Getreidepreise ihre Zahlungen eingestellt Die Passiva betragen 1,700,000, die Activa 1 Million Francs. Petersburg, 15. November. Die Regierung hat ihre Zustimmung zur Einführung des Petroleum-Monopol- in der Türkei ertheilt. Berlin, 16. November. Der Kaiser ist vorgestern Abend 11 Uhr nach dem Neuen PalaiS zurückglkchrt. Paris, 16. November. In der „Revue blanche" veröffentlicht Rosenthal eine Abhandlung über die Enthüllungen des Fürsten Bismarck. In derselben sucht Rosenthal zu beweisen, daß BiSmarck seit 1878 um jeden Preis ein Bündniß mit Rußland abschließen wollte. Dem Grafen Schuwalow soll BiSmarck sogar den deutsch-österreichischen Vertrag zur Kenntnißnahme vorgelegt haben, noch bevor dieser unterzeichnet war, und BiSmarck soll im Laufe deS Gesprächs eiE ärt haben: „Wenn Oesterreich unser Verbündeter wird, so hat Rußland es gewollt," WB. Rom, 16. November. Die Reg'erung erhielt osficiell die Nachricht, daß der Friede mit Abesshnien am 26. October abgeschloffen sei. Menelik telegraphirte am 26. October die Nachricht an den König Humbert. Einer Depesche aus Narazini zufolge find die Friedensbedingungen folgende: Abschaffung des Vertrages betr. Utschalli, Anerkennung der Unabhängigkeit AethtolienS, Ernennung einer Grenzcommiffion. Die Grenzlinien find vorläufig Mareb- Belesa Muna. Die FriedenSraiification erfolgt binnen Monatsfrist. Die Freilaffung der Gefangenen und Rück« fendung derselben über Haurar-Zetla und die Entschädigung für den Unterhalt der Gefangenen erfolgt nach billigem Er« messen der italienischen Regierung. . Cocates nnd prrohtsieUes, Gießen, den 16. November. ** ProviuzialanSschußfitzung vom 14. November 1896. In dieser Sitzung kamen vier öffentliche Sachen zur Verhandlung. Die beiden ersten Gegenstände betreffen die Gesuche des Friedrich Schmidt zu Lich und des Braumeisters Emil Machalett zu Lich um Erlaubniß zum Betriebe von Schankwirthschaften. Der erstere ist durch Herrn Rechtsanwalt Jost, der letztere durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Rosenberg vertreten. Die Gesuchsteller wohnen in der Nähe des Bahnhofs zu Lich und halten die Errichtung von besseren Schankwirthschaften für das reisende Publikum und namentlich auch für Touristen und Ausflügler nach Kloster Arnsburg und nach Münzenberg gerade in der Nähe des Bahnhofs für ein Bedürfniß. Schmidt will ferner im Interesse des leichteren Verkehrs eine Brückenanlage vor seinem Hause errichten. Trotzdem die beiden Anwälte sehr bemüht waren, den Provinzialausschuß von einem vorhandenen Bedü'sniß zur Errichtung von Wirthschaften in der Nähe deS Bahnhofs zu Lich zu überzeugen, war dieser doch anderer Anficht und hat die beiden Recurse gegen die Kreis- ausschußerkenntnisse koftenfällig abgewtesen, auch jedem Antragsteller einen an die Provinzialkasse zu zahlenden Averstonal- Betrag von 15 Mk. zur Last gesetzt. — Der dritte Gegenstand betrifft den Antrag auf Ausspruch der Enteignung von Grundeigenthum in den Gemarkungen Hungen, Inheiden und Feldheim für die Nebenbahn Hungen—Friedberg. Der Provinzialausschuß hatte bereit- durch Erkenntniß vom 18. Juli d. I. den Gegenstand der Enteignung und die zu zahlende Entschädigung festgestellt, heute aber in Gemäßheit ber Artikel 48 und 54 des Eni- eignungSgesetzeS vom 26. Juli 1884 die Enteignung einer ganzen Anzahl von Grundstücken unb Grundstückstheilen in den Gemarkungen Hungen, Inheiden und Fcldheim ausgesprochen. — Den Schluß bildet eine Klage des OrtS- armenverbandeS Mainz gegen den OrtSarmenverband Ober-Gleen wegen verweigerter Fürsorge für das uneheliche Kind der Dienfimagd Marg. Morneweg von Ober- Gleen. Die Genannte hatte ihr im September 1893 geborenes Kind fortgesetzt derart mißhandelt, daß dasselbe auf Beschluß deS VormundschastSgerichtS auf Grund des Gesetzes über Erziehung verwahrloster Kinder in anderweite Pflege gegeben werden mußte, die Morneweg aber mit 2 Jahren Gefäugniß bestraft wurde. Die Strafe wird eben im Ge- fängniß zu Mainz verbüßt und dort schenkte die Genannte einem zweiten Kind das Leben, welches der Armenverwaltung zu Mainz zur Versorgung Übergeben wurde. Mainz beansprucht von Ober-Gleen, woselbst die Morneweg den UaterstützungSwohnfitz hat, Ersatz der entstandenen und noch erwachsenden Pflegekoften für daS zweite Kind, während Herr RechtSauwa t Labroiffe als Vertreter der Gemeinde Oder-Gleen den Anspruch abzuweisen bittet, weil die Mutter ihrer fortgesetzten Kindeßmißhandlung wegen eine Person sei, welcher man auch selbst dann daS Kind nicht in Pflege geben könne, wenn die Gefängnißordnung dies gestatte. ES hätte sonach die Unterbringung auch dieses zweiten Kindes auf Grund des Zwangserziehungsgesetzes erfolgen wüsten, und zwar habe die diesbezüglichen Schritte der OrtSarmenverbaud Mainz zu veranlaflen gehabt, weil die Mutter fich eben in Mainz (im Gefängniß) befinde. Der Vertreter des OrtS- armenverbandeS Mainz ist dagegen der Ansicht, daß der Antrag auf Zwangserziehung des Kindes von derjenigen Gemeinde zu stellen sei, woselbst die Mutter ihren Unter» stützungSwohnsitz habe, und dies sei Ober »Gleen. Der Provinzialausschuß hat dem Klageantrag stattgegeben und den Ott^^.^.nverband Ober-Gleen zur Zahlung deS sämmt- lichen PfleggeldeS verurtheilt. Auch hat der beklagte OrtS- armenverband alle Kosten zu tragen und einen Averfional- betrag von 30 Mk. zur Provinzialkoste zu zahlen. ** Die Local Garleobau-AuSstellnug, bezüglich deren Zustandekommens voraus bemerkt werden soll, daß Herr Louis Becker fich besonders darum verdient gemacht, war vm gestrigen Sonntag gut besucht. Namentlich war der Andrang groß, als um 4 Uhr das Concert der RegimentS- mufik begann. WaS in den Nebenräumen bei Stein'schen Saalbaues nicht Platz finden konnte, schob fich förmlich in dem Ausstellungsräume. Es ist selbstverständlich, daß an» gkfichts der vorzüglichen Leistungen unserer Gärtner manches Wort der Anerkennung von Seiten der Beschauer auSge- sprachen wurde. Wenn diese Zeilen in die Ocffentlichkeit kommen, wird die Ausstellung bereits geschloffen sein, trotzdem können wir nicht umhin, noch der vorzüglichen Binderei-Arbeiten zu gedenken, die eine Längsseite deS Saales einnehmen. Die Ausstellung des Herrn Fritz Schmitz besteht aus einem Pflanzenkorb mit Chrysanthemum, die in Separaifarben geschmackvoll zusammengestellt find,- ein weiterer Korb, mit rosafarbenem Band verziert, enthält Rosa Chrysanthemum. Daneben befindet fich ein Blumen- k ffen, mit Veilchen geschmackvoll arrangirt, ein Füllhorn aus weißen Chrysanthemum, sowie einige andere schöne Binde» arbeiten. — Herr Chr. Pfeiffer stellt auf staffelartigem Aufbau einen aus Christrosen gewundenen Kranz auS, ferner einen Kronz aus grünen ©lüttem mit verschiedenen weißen Blürhen verziert, in der Mitte ein Bouquet mit Atlas- schleife, einen Kranz aus Palmenwedel mit Bouquet, zwei kleine Kränze aus gefärbten Mahoniablättern mit WachSrosen und Aluminiumblättern zusammengestellt, sowie schließlich eine Anzahl sonstige schöne Bindereien. — Der folgende Aussteller, Herr Carl Becker, hat seine Arbeiten in einem schönen pavillonartigen Ausbau aus Modrola mit Tüll- Verzierung untergebracht. Zuerst seffeln den Beschauer zwei prachtvolle Kränze, einer mit weißen Chrysanthemumblumen unterbunden und mit einem violetten Band durchzogen,- ein schöner Lorbeerkranz mit Veilchen ist mit AtlaSband verziert - zwei geschmackvoll zusammengestellte Chrysanthemumkörbe, jeder nur in einer Farbe der betreffenden Blumen, find mit dazu paffendem Band verziert- bei einem derselben bildet eine auf dem Henkel befestigte Taube einen wirkungsvollen Abschluß. Weiter ist zu erwähnen ein werthvoller, schön arrangirter Fliederkorb mit Orchideen» Verzierung, ein Brautschmuck und andere schöne Arrangements. — Frau Valentin Moser Wtwe. hat eine Sammlung schön zusammengestellter Rindenkörbchen, zwei auS grünen Blättern mit weißen Blumen verzierte Kränze und andere Bindereien ausgestellt. — Herr Friedrich Georg stellt verschiedenartige Fantasie - Bindereien auS frischen Blumen aus- besonders effektvoll nehmen fich die beiden auf einer Staffelei ausgestellten Arrangements aus, ebenso ein schöner Kranz aus weißen Chrysanthemum, Rosarosen mit Rosaband verziert- ferner sind noch hervorzuheben PalmcnbouquetS, Brautbouquets und anderes. — Herr Louis Becker hat ein über einen Meter großes, aus weißen Chrysanthemum- blumen bestehendes Kreuz, mit Tuffs auS Veilchen und Chrysanthemum verziert, einen Blumenkorb mit zwei Sorten Chrysanthemum und entsprechendem Band, zwei geschmackvoll gewundene Kränze und verschiedene Brautbouquets usw. ausgestellt, welche lobende Erwähnung verdienen. — Herr Carl Volk, der nächste Aussteller, leistet Schönes in trockenem Bindematerial, besonders schön zusammengestellt ist ein aus Aucubablättern und WachSrosen bestehender Kranz, ferner ein Blnmenkifsen, ein Kranz auS Capblumen, ebenfalls mit Wachsrosen verziert, auch die anderen Bindereien verdienen Anerkennung. — Herr Wilhelm Gerhard stellt schöne BindearrangementS, u. A. ein Kiffen mit weißen Primeln mit Veilchenverzierung, Kränze aus Lorbeerlaub und Ilex mit entsprechender Verzierung sowie sonstige Bindereien auS. — Herr Carl Berger hat Prachtvolles in lebenden und tobten ©inbearbdten ausgestellt. Der auf Staffelei befestigte Palmenkranz ist auf einer Seite verziert mit Aucubablättern, auf ber anderen mit weißen Blumen, das Ganze abgeschloffen mit weißer AklaSschleife. Alle Anerkennung verdient ferner ein geschmackvoll zusammengestellteS Dlumenkiffen aus weißem Chrysanthemum als Untergrund, mit Tuffs aus Rosen und Tuberosen, ein vollständiger Braut- schmuck mit Brautschleier in tadelloser Ausführung- ein auf Staffelei bkfindlicheS Blumenarrangement besteht aus künstlichen NhwpheaS Blumen und Vergißmeinnicht und hat viel Bewunderer gefunden, die fast durchgängig ber Meinung waren, baß baffelbe auS lebenden Blumen bestehe. Hervor» zuheben ist noch ein schöner Korb auS verschiedenfarbigen Chrysanthemumblumen unb bem entsprechenben Banb. — Es hat vieler Mühe unb Arbeit beburft, um in veihälmißmäßig kurzer Zeit eine Ausstellung wie bic hiesige zu Stande zn bringen. Mögen unsere Gärtner deshalb fich nicht ent» muthigen lassen durch daS ohne Zweifel fich ergebende Deficit, die Aberkennung, daß sie Vorzügliches geleistet, ist ihnen von keiner Seite vorenthalten worden., Gartner Versammlung. In großer Anzahl hatten sich gestern in Steins Elabliffement die Handelsgärtner des Groß- herzogthurnS und ber Provinz Hessen-Nassau eingefunben, um an ben beabsichtigten Berathungen ber Gruppe theilzunehrneu. Der Vorsitz?nbe, Gärtnereibesitzer Sinai von Hansen, eröffnete bie Versammlung, in ber u. A. vertreten waren Frankfurt am Main, WieSbaben, Mainz, Darmstabt, Nauheim, Butzbach, Marburg, Wetzlar rc. Herr LoutS Becker- G eßen begrüßte bie Versammlung NameuS seiner Gießener Collegen, er freue fich, baß man ber Entlobung ber Gruppe, nach Gießen zu kommen, so zahlreich gefolgt sei, er spreche den Erschienenen, aber besonder- auch der vertretenen Frank» surter HandelSgärtner-Verbindung, seinen Dank auS. Madie Ausstellung anbeträfe, bie bie Gießener Handelsgärtner vorgeführt, so bitte er, biefclbe nachsichtig zu beurteilen, aber bei unseren räumlich beengten Verhältnissen unb in ber kurzen Zeit, währenb welcher baS Werk geplant unb gesöibert würbe, habe sich Größeres nicht schaffen lassen- eß sei bie Ausstellung nur ein becorativeS Werk, welches man gemeinsam geschaffen habe. Hierauf reserirte Herr Rothmüller- Mainz über die letzte Hauptversammlung deS VerdanbeS ber Hanbelsgärtner DeutschlanbS in Stettin. Er müsse anerkennen, baß bie Verhanblungen bort überaus sachlich geführt seien. Der Vorftanb d:S DerbonbeS hatte in Stettin einen Antrag e,ngebracht unb zur Debatte gestellt, betreffenb bieZwangS - Organisation deS Handwerks, ber von der Mehrheit ber dortigen Delegirten einer kräftigen, abfälligen Kritik unterzogen worben fei. Man vertrat bie Meinung, baß bie freiwillige Organisation erstens einmal viel weniger koste unb außerdem wollte man sich nicht bevormunden lassen, irre eß mit Einführung beß Zwanges geschehen würde. Der Antrag deS Vorstandes, betreffend die Zwangsorganisation, ist zwar von der Hauptcersammlung vertagt und nicht abgelehnt worden, aber trotzdem war man sich allgemein klar, baß man bie Hand nie unb nimmer bieten dürfe zur Zwangsorganisation. Ein Antrag einer eigenen Krankenkaffcnbildung wurde ebenfalls abgelehnt. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung, Besprechung einer Einladung des ReichS-Cornrn ffars zur Betheiligung an der Pariser Welt-AuSstellung 1900, nimmt das Wort Herr Zacharias- Frankfurt am Main. Obwohl man mit großem Erfolg in Amerika ausgestellt gehabt, solle man eine Theil- nähme an einer Ausstellung in Paris nicht so leicht nehmen, die Concurrenz sei dort bedeutend schärfer, als jenseits deS Meeres. Er habe zwar in Paris schon ausgestellt, eS waren dies größere Palmen, mit denen auch in Frankreich ein Erfolg erzielt wurde, so schwer solch' theuere S-Ücke auch sonst verkäuflich seien, in Paris habe sich bie Sache gemacht. Auch mit Cyclamen unb Maiblumen sei bei waggonweiser Ver- senbung in Paris etwas zu machen. Mit hervorragenb schönen Pflanzen, wie sie einzelne Mitglieder ber Gruppe leisten, könne man ji in Paris wohl erfolgreich parabiren. Herr Hohm - Gelnhausen äußerte sich im gleichen Sinne. Er zweifele nicht, daß bie Gruppe in einer Collictiv-AuSstellung bie beutsche Gartenbaukunst in Paris auch würbig unb in einzelnen Artikeln mit Erfolg vertreten würbe. Der Vorstand ber Gruppe würbe beauftragt, bemgemäß bem Reichs Commiffar resp. bem Vorstand beß Verbandes über diesen Punkt Mittheilung zu geben. AIS Ort für die nächste Gruppen« Versammlung wurde Frankfurt am Main bestimmt. Es wurde dem Vorsitzenden überlassen, bie Einlabungen hierzu für einen Sonntag im Januar ergehen zu lasten. Herr Hohm-Gelnhausen sprach im Namen ber auswärtigen Collegen ben G'eßener HanbelSgärtnern seine Anerkennung aus über daß, was sie in ihrer Außstellung geleistet. Der Vorsitzende Sinai bankte ben Gießener Collegen für ben überaus liebenswürdigen Em- pfang, den sie den Mitgliedern ber Gruppe bereitet haben, welche zur heutigen Versammlung erschienen. Herr LouiS Becker-Gießen dankte Namens seiner Collegen für bie freundliche Anerkennung, welche die Ausstellung hier gefunden. ** Sladttheater. Wir verfehlen nicht, darauf aufmerksam zn machen, daß morgen, Dienstag Abend, bie aUeroit mit großem Beifall aufgenommene reizenbe Lustspiel- Novität „Comtesse Guckerl" zur Aufführung kommt. E« vergnügter Abenb kann verbürgt werden. ** Bulb Concert. Der Kgl. Sachs. Kammer- unb Kgl. Preuß. Hofopernsänger Herr Paul Bulß hat in Stockholm mit größtem Erfolge gesungen. Der Kronprinz von Schweben sowie bie höchsten Herrschaften wohnten bem Concerte bet, und ber ebenfalls anwesende Intendant der Kgl. Theater lud Herrn Paul Bulß zu einem sofortigen Gastspiel an der Stockholmer Oper ein. Anderer Verpflichtungen halber kann der berühmte Künstler dem ehrenvollen Anträge erst im nächsten Jahre entsprechen. Die Arie auß „Hanß Helling": „An jenem Tag" müße der Sänger viermal wiederholen, so unbeschreiblich war der Jubel beß Publikum!. Gleich» zeitig geht uns bie Nachricht zu, baß baß Concert am 15. November in Nordhausen total ausverkauft war unb auch hier ber Sänger hoch gefeiert würbe. •• Neue Schnellzug Verbindung. Wie die „Sieg-Lahn- Zeitung" auß ben Mittheilungen entnimmt, welche bie Kgl. Eisenbahndirection Frankfurt a. M. ben Mitgllebern beß Bezirks-Eisenbahnratheß Frankfurt a. M. für die nächste Satzung macht, wird beabsichtigt, mit dem nächsten Sommer» Fatrplan den schon früher besprochenen Schnellzug Gießen-Betzdorf-Hagen zur Ausführung zu bringen. Der Zug wird alle drei Klaffen haben unb nach vorläufiger Feststellung im Anschluß an ben Vorm. 8" von Frankfurt abgehenben Schnellzug Gießen 10ie verlassen. Ankunft in Betzborf 11", Abfahrt 11", Ankunft Hagen 2W. In umgekehrter R chiung würbe ber Zug Hagen verlosten Nachmittags 5M, Ankunft in Betzdorf 7", Abfahrt 7", Ankunft in Gießen 9", Frankfurt 10". •* Die Geschäfte mit Detailreifeude« finb in großer Verlegenheit. Bekanntlich tritt am 1. Januar baß gesetzliche Verbot beß Detailreiseuß in Kraft. Die iw Gesetz vor- behaltene Serorbnung beß BondeSrathS mit Außnahme- Beft'mmupzen ist noch immer nicht erlösten. Mitte biefel Monatß aber muß den Detailreisenden, welche keine Verwendung mehr finden können, mit der vorgeschriebenen seckß- wöchentlichen Frist gekündigt werden. Derart find Tausende von Personen in Unsicherheit darüber, maß zum 1. Januar ihnen bevorsteht. •* Den Viehbefihern muß immer wieder dringend ge» rathcn werden, fremden Personen, und insbesondere den Handelsleuten, soweit eß nicht unumgänglich nothwendig ift, daß Betreten der Stalle entweder ganz zu verbieten ober doch erst nach einer gründlichen Reinigung der betreffenden Personen an Händen und Füßen zu gestatten. Bei vielen in ber letzten Zeit vorgekommenen Fällen von Maul- unb Klauenseuche erfcheint bie Annahme gerechtfertigt, baß die letztere durch Händler ober dergleichen von Stall zu Stall übertragen worden ist. Die Vichdesitzer werden daher zur größten Vorsicht bei ber Zulassung von fremden Personen zum Stalle ermahnt. •• Neue Fünfzigpfenuigstücke werden demnächst in den Verkehr kommen. Die Münzen zeigen auf beiden Seite« einen Eichenkranz. Der auf ber einen Seite befindliche Adler ist bedeutend kleiner a!S der auf den bisherigen Geldstücken und hat schräg abfallende Flügelfedern. Die Kette feine! Brustschildes wird durch kleine Adler gebildet. *' Sonntagsfahrkarten für katholische Festtage. Nach einem Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten könne» Sonntagöfahrkarten, abgesehen von den hiersür bereits früher bezeichneten Feiertagen — Ostermontag, Himmelfahrt-tag, Pfingstmontag, erster und zweiter WeihnachtSseiertag unb NeujahrStag — an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung auch am FrohnleichnamStage unb am Tage Peter und Paul außgegeben werben. (Diese Ergänzung ist burchauS zweckmäßig- baß Verzeichniß wäre inbeß vollständiger, wenn noch ber Allerheiligentag unb ber Char- sreitag hinzvgefügt würben.) -t- Großen-Livdeu, 15. November. Der Artikel W vom 14. November über bie Jagd im Großen-Linbener Ge- mcinbewalbe kann unmögltch auß ber Feder eineß Großen- Lindener geflossen fein, denn hier herrscht darüber nur eine Stimme, baß bie Herren Offiziere bie Jagd in hiesiger Ge- markung echt waibmännisch betrieben haben. Diese Jagd- Pächter haben in ben ersten Jahren ber Pachtzeit kein weib- licheß Reh und nur starke Böcke geschossen - wenn dieselben nun jetzt, am Ende ber Pachtzeit, ihre jahrelang gehegtes Wilb abschießen, so gelchieht bieß mit Fug und Recht, unb kann ein Vorwurf durchaus nicht gemacht werben, auch bann nicht, wenn vielleicht eine K tze erlegt würbe, benn Großen- Linden gehört boch nicht zum Königreich Preußen, fonbern biß jetzt noch zum Großherzogihum Heffen. Mainz, 15. November. Die Wahl schlacht zwischen der Ccntrumtpartei unb ben Socialdemokraten ist geschlagen und geht die erstere als Siegerin auß bem Kampfe hervor. Don 20,398 abgegebenen Stimmen entfielen auf len Candi- baten ber CentrumSpartei 10,296 und auf ben Socialbemo- traten 10,102, sobaß Dr. Schmidt mit einer Majorität von nur 194 Stimmen zum ReichStagßabgeordneten gewählt ist. In ber Stabt Mainz erzielten bie Socialdemokraten eine bedeutende Majorität, indem ihr Candldat 6634 und ber beß Centrums nur 3961 Stimmen erhielt. Diesen großen Stimmenvorsprung ber Socialdemokraten Überholten bie länb» lichen Bezirke unb vorab ber Kreiß Oppenheim, wo In allen Orten baß Zentrum, eine beträchtliche Stimmenzunahme gegen d e Wahl am 5. November zu verzeichnen hat. Offenbar hat man in dem Kre s Oppenheim, in welchem immer eine bedeutende Majorität für bie nationalliberale Partei war, bie von Mainz ausgegebene Parole ber Wahlenthaltung nur sehr wenig beobachtet, inb-m selbst in ganz protestantischen Ortschaften, in welchen früher baß Centrum nicht eine Stimme erhielt, ber CentruwScanbibat bieseßmal zahlreiche Stimmen bekam, welche Erscheinung neben bet Abneigung gegen bie Socialbemokraten wohl mit auf baß Conto ber großen Popularität zu fetzen ist, welcher sich ber nunmehrige Abgeordnete Dr. Schmidt in allen Kreisen erfreut. D«e Stimmen ber Antisemiten bürsten sich getheilt haben. Genau zwei Drittel ber Wahlberechtigten haben abgestimmt. Darmstadt, 14. November. Im Reichshauehalt für 1897/98 sind für Darmstadt wieder zwei Kasernen Neubauten vorgesehen: für Grunderwerb für eine Artilleriekaserne 150,000 Mk., inßgefammt 1,800.000 Mk., Grunderwerb für eine Trainkaserne 400,000 Mark, inßgefammt 600,000 Mk. WormS, 14. November. Daß Schöffengericht verurthcilte eine 65jährige Milchhändlerin wegen Mtlchfälfchung durch Wafferzusatz zu 3 Wochen Gefängniß und 100 Mk. Geldbuße. Verkehr, Cattö* und volkswirihschafe. HirünOcr«, 14. November. Frachtpreise. Weizen 15,92, Korn Ji. 13.00, Gerste JL 12 36, Hafer X 13,10, Erbsen JC 00,00, Linsen X 26,00, Wicken X 00,00, Letn X 00,00, Kartoffeln X 0 00, Samen X 00,00. UirchNchcAnzeigen der evang.Gemeinde. Montag, den 16 November, Abends 8 Ubr: Bidelvande im Confirmandensaal der JohanneSkirche. 2. PetruSbrtef Capttel 2: Warnung vor den falschen Propheten und Lehrern. Pfarrer Dr. Naumann. Montier sollte, ebe sie eine Seife zum Waschen und Baden der Kinder ankaust die Urthrile der V'0s«stören und Acrzte über die Pa-ent-Myrrholinseife lesen und sich über,engen, welchen wohlthätigen Einfluß blefe Seife auf die zarte Kinderbaut ausübt und wie milde und abfrfut reizlo« He ist. Ueberall auch in den Apotheken zu 60 4 erhältlich Für »re Weihnachtstisch und «etegenheitsg'schente ift V r Carlo» mit 8 Stücke» »6clalbtmotrattn tivt bibat 6634 unb du eit. Dielen grohta ;n übtrholttn btt länb- ituhtim, ivo in alltn inwmevzunahme gtgt» ebnen hat> W« toditm immer tint Hibtrole Partti war, , Wa^lenthaitang nm ganz prottstaniischrl' rum nicht tint Stimm zahlreiche abniigung M«1; onlo d.r«E°P' «*** Die Stimmen m Graau zmei DrMl Reichrhav^ab . AitiUrriklainn . M, Grunbeaverb ! & *** •SSfi sss?. 00,0» KK w“d L-brrnl' $allDian^ artet Stile rfSt S •«f** liu »Übtet,' "« bettet’ 8«bin ,TO j| ( ‘ I« Stan i’i« |,e f,w<« Mi« AK ' danuar S^e«b w weiden können. Offerten mit Preis- sonstige Artikel zu billigen Preisen. \ angabe unter „Schnauzer" in der Frau Glehl. I Expedition niederzulegen. 10139 Cafe Ebel. — Neuer Saal. Montag den 16. November und Dl-uStag de« 17. Novrmber, AbendS 8 Uhr EntrLe 40 Pfg.r ar Concert 'M der öltest renommirten, so beliebten, zum ersten Mil hier anwesenden Tyroler NationaltConcertsänger- unb Schuhplattltänzer-Gesellschaft d’Innthaler . 4 junge Damen, 4 Herren, im Verein mit dem jugendlichen Zither-Virtuosen ersten Ranges, Herrn R. König. — Letzte Concerte: Tonballe in Zürich, Stadtgarten in Stuttgart, Palmengarten in Frankfurt a. M.____________10136 W Männer-Turnvereiu. Dienstag, 17. November, Abends 8 Uhr: H. F. Nassauer, llriirntorg. □OOOOOOOOOOOD ^ofifteffed Mk. 1.20 kostet von heute die Butter der Molkerei Gudensberg. Bekanntlich ist diese Butter das allerfeinste Product und hergestellt aus uur pafteurifirtem Rahm, -aher frei von allen Krankheitskeimen. Verkaufsstelle bei Heinrich Arnold II., Guten Stalldünger verkauft 10087 P. Senne!, Rieaelpfad Stein’s Saalbau, Giessen. Dienstag d.. 17. u. Mittwoch d. 18. November: Zwei grosse Extra-Concerte, gegeben von dem Scala-Ensemble aus Mailand, unter gefälliger Mitwirkung von Frl. C. Vicini, Sopran......Scala Mailand. Herrn P. Maini, Tenor...... n * „ F. C'attatori, Bariton . . . „ . „ G. Fassela, Violin-Virtuos „ n Orchester bestehend aus 15 Mitgliedern, unter persönlicher Leitung von Herrn Raffaele Dellt Ponti, Kapellmeister Scala Mailand. Gutes, abwechslungsreiches Programm. ------ Entrec ä Person 1 Mark. -- Billete können im Voraus bei Herrn Koch, Buchhandlung, Kirchenplatz, Turnverein. Zur Anfertigung eines Gruppen- ; bildes zum Andenken an unser SOjährigeS Stiftungsfest (laut Beschluß der letzten Generalversammlung) werden diejenigen Mitglieder, welche bis jetzt noch nicht ausgenommen wurden, ersucht, sich Sonntag den 22. d. Mts., Vormittags */210 Uhr, bei Herrn Photo- graphen Zimmer, Ludwigtzplatz, behufs Auf« nähme einzufinden. 10172 Der Vorstand. Bereinskartcn Sonntag gültig Giessener Staditheater. Dien-tag, den 17. November 1896: Zum ersten Male! Gomtesse Huckert! Lusispiel in 3 Acten von Franz v.Sohönthan u. Franz Koppd-Ellfeld DOOOOOOOOOOOO ^Vermiethüng'n' 88J4] Mehrere LogiS zu vermie hcn ______________Krofdorferstraffe 7. VrtrttA (neu hergerichtet), 2 Zim., Cab., Küche 2c., per l.Dec, eo.früher, zu vermiethen. Walltboeffratze 8. ßX7 9811J Freundl. Mansardenwohnung, in der Innenstadt, zu vermiethen. Preis 16 JL Näheres zu erfragen bet Kaufmann BStz, Neuen Bäue 17. 9871] Eine Mansardenwohnung, zwtt Zimmer und Küche nebst Zubehör, zu vermiethen-_______Nordanlag« 29. 8892] Zwei schön möbltrte 'Zimmer zu vermiethen. vkeichstratz« 8. I 10016] Ein schön möbltnes Z'mmer per 1. December, mit oder ohne Kost, zu vermiethen. Hermann Bogt, Seltersweg 61. Eqort-Kirr LW'Alleiniger Ausschank für Gießen. H. F. Nassauer, Neuenweg 15. Ein Bäckerlehrling Ein tüchiiger Schmied für dauernde Arbeit gesucht. 10164 Hch. Schastftaedt. Hausbursche, kräftiger, junger Mann, sofort gesucht für die 10188 Heuen Kliniken. Gin Arbeiter tageweise zum Zuckerstoßen _______J. Lein, Walltborstraße 19. 101811 Ein braves Dienstmädchen wird gesucht. Wtlbelmstealle 2. I 10180] AeltereS, in Küche unb Haus arbeit erfahrenes Mädchen, welches im B> sitze guter Zeugnisse ist, bei hohem Lohne gesucht. Näheres in der Exoed, d. Bl 101851 AillereO Müdchen gesucht, das selbstständig kochen, womöglich auch bügeln kann, gegen sehr hohen Lohn für kleine isamilie nach auswärts Zweites Mädchen vorhanden. Zu ertragen in der Expedition d Bl. 1013M Ein tüchtiges besseres Hausmädchen für sofort gesucht. _________stsrarr Dr. Beinhart. 10169] Ein Laufmädchen oder Ara« I sofort gesucht. vibmarckstratze 7. 10187] Ein schön mSbl. Atmmer, event. mit Pension, zu v rmiethen im _________»GambrirrtrS" Kirchstraße. 10181] Freundlich möolirtes Zimmer zu vermiethen. __Ar. Euler, Wolkengasse 19. 10105] Eine Stube an eine einz lne Person zu vei m. Siodheimerstr.SS,2Tr. 1<0SU Weg. Mangel an Raum werden 1 Chaiselongue, 1 Lovba und fünf Polsterstühle und 1 Bequemseffel, gut erhalten, billig abgegeben Zu erfahren KaplanSgaffe 14. Laden 9«ö6] Settersweg 81, II: zwei Kochöfen, drei Holzöfen zu verkaufen. 9/90] Windspiele, schöne Schooß- hunde, billig zu verkaufen. S-lterSweg 48. Cavlar, zrobkörnig, mild gesalzen, ^tra- Qualität, empfiehlt 10154 ______Emil Fischbach. Wohne jkht Sonnenstr. 32 1 Werksübr^r oder Bür.au Gehilse. jB^Hrdii^ieAnzeigei7 Gießen, den 15. Novbr. 1896. F. Hoffmann, Concursverwalter. ^^ersteigerungenT| Versteigerung. Montag de« 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich tm Pfandlocal, Seltersweg 11, gegen Baarzablung.- 1 Clavier, Sophas, Commode, einen Schreibtisch, Klttderschränke und mehrere neue Regulateure. Gießen, den 16. November 1896. 10V 9 Mutch, Bollziehungsbeamter. Stabt. Slhlchthaus. Freibank. 10187 Heute und morgen: ScOmemefTeiTd) Nicht ladenrein, per Pfd. 38 Pfg. Markt-Anzeige. Verkaufe Mittwoch den 18. Aovbr. auf dem bi sigen Markt: Rock« «ud HemdeN'Alauell, 3 Meter 1 JL unb X 110, sowie sonstige Artikel zu billigen Preisen— Stand zu erkennen am Schlld. Elberfelder Fabriklager. Aste. Margarine Marke in 1 Pfund.Stücken zu 70 [10178 Gust. Walter, Mäusburg 13. d Für Weihnachten empfehle mein grosses Lager j weiss leinener Taschentücher A in besten Bielefelder und Schlesischen Fa- 0 brikaten. Viele Neuheiten in Feston-Tüchern, ä Spitzen-Tüchern, Hohlsaum-Tüchern, Ba- gn tist-Tüchern in Leinen und Baumwolle, sowie A seidene Taschentücher. Fritz Uowack, 10m Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik. /'Schn 1 Gießen, den 16. November 1846. 10183 Die Beerdigung findet Dienstag Vormittag 11 Uhr statt. 10187 Herrn August Voigt 10166 Gießen, den 16. November 1896. Die Beerdigung findet Dienstag Vormittag 11 Uhr vom Sterbehause, Seltersweg 10162 Nr. 46, aus statt. Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Metzen, Schulstraße 10 enverein essen. brttrf Mn dem hei» L-v-, in seiche aulgtbto Gießen, Comtesse Guckeri Dienstag, den 17. November er., im Stadttheater ftt. 35 de-' guhiü'. (Rt. 2344. der zustitzWn tlnloemtn übi struderlaode so« veiber 1896. Gießen, Sn heute Nachmittag 31/, Uhr in seinem 44. Lebensjahr ganz plötzlich in Folge eines Hirnschlags in ein besseres Jenseits abzurufen. Gießen, den 15. November 1896. Die trauernden Hinterbliebenen. Gewerbebank zu Gietzen Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. H. Wagner. Vogt II. Walther. Am gestrigen Sonntage verschied plötzlich unser Mitglied Herr August Voigt Er war uns stets ein lieber Freund, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Der Vorstand der „Wanderer", Gießener Radfahrergefellfchaft. TodeS-Anzetge Statt besonderer Anzeige Freunden und Bekannten die schmerzliche M-ttheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben, guten, unvergeßlichen Gatten, Vater, Schwiegersohn, Bruder und Onkel Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Be erdigung unseres lieben, unvergeßlichen Gatten, Vaters, Schwieger oaters und Großvaters Herrn Karl Baitz sowie für die vielen Blumenspenden und insbesondere den Herren Beamten und Unterbeamten der Kaiser!. Post und Telegraphie, auch für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Grein sprechen wir hierdurch unser Aller herzlichen Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau K. Baitz Wwe. Giessen, den 16. November 1896. Die Beerdigung findet statt Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause Ostanlage 35. 10161 Todes-Anzeige Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, Kenntniß zu geben von dem heute Nacht gegen 3 Uhr e, folgten Ableben unseres Kassendieners Herrn Carl Währum sen. Derselbe hat während seiner langjährigen Dienstzeit stets Gewissenhaftigkeit und Pflicht treue bethätigt und sich das volle Vertrauen unserer Genossenschaft erworben, welche ihm auch jederzeit ein ehrendes Andenken bewahren wird. Gießen, den 16. November 1896. SHrbaction: 8. E chevda. — Druck unb Verlag bfr Brübl scher' Univrxfttätj Buü« und "irinbrudern «Bretsch A. Scheoda) in Gießen. Z)ie heutige Lummer umfaßt 6 Seite«» Todes-Anzeige Statt besonderer Anzeige machen wir unseren Verwandten, Freunden und Bekannten die trauiige Mittheihing von dem heute Morgen 3/<3 Uhr nach langem, schweren Leiden erfolgten sanften Hinscheiden unseres innigstgeliebten, unvergesslichen Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters Herrn Karl Währum Kasaendiener. Die trauernden Hinterbliebenen Unfern Mitgliedern die traurige Nachricht, ' daß unser lieber Schützenbruder August Voigt gestern unerwartet uns durch den Tod entrissen wurde. Wir ersuchen um zahlreiche Betheiligung bei der am Dienstag Vormittag 11 Uhr stattfindenden Beerdigung. 10165 Der Vorstand Gießen, den 16. November 1896. 14 RtichttagS- bchmidt (6ti noch aok. Bttlhi, 1 Dr. Diann fd ftl «icht wahr, b bä der tztlchw ionblbottn zu sti Bulti, 14, Haodrlzvert, vilchsteu Montag Sttlii, 14. hnrtgen Jagd ir ‘hi mb begibt Pilai», wo tr p Bwlla, 14. LsudtagS tot « 20. b. MlS nsolzrv. Lttlt,. 14, hMshau- Stak •gältet keir Schluß «alaß JM lintschetdung l‘^°ch uach der «»ch In e|n, *™e. *nbee. ... 14.! "«« Muh «itltnnti btt b„ Pf’ik'e unb g ?’•'« «ch-IIn WM auf q„ •"“» 'ft d!?h, . toiie, 14 ' bn ft »nbta lt aneffeI ÄK 14, 5 g 1 Olli tz. ’ ftrZ» *8Dgtg . del Der -»nl-zs- > Jk eignet Lk« dan *njf Lich deiz^gt- Danksagung Für die vielfachen Beweise herzlicher Tbeilnahme bei dem schweren Verluste, der uns durch das Ableben unseres unvergeß« lichen Herrn Adolf Oppenheimer betroffen hat, sagt innigsten Dank Die tieftrauernde Familie. Gießen, 15. November 1896. 10163 L (tourfe vom 1 15./11.| 7./11 | 11 — «»irrst 15./U.I DOltt' 7./11. M s — ttourf 16,/U.i vom 7./11J 8 Tours» vom 15./U.| 7./11. 1 Tours» vom 15./11 J 7./11. 1 Tours» vom 15. 11 | 7./11. Slaatepnpirn. Deutsche. D. Reichs-Anl. 5 4 Rum. am. Rte. Ruff.Obl. v.80 Schwed. Obl. . do....... Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.conö.Lit.C. do. Lit.D. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.-Rte. do. E. B. Gold v. 1889 . . . Arg. inn. Anl. do. Luß.v.1888 Chines,scheAnl. Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 do. Etsenb. . do. Silber. . 2t°bte-»bl. Franks. 0.1893 Darmst. 88,94 Greßen . . . . Mainz. . . 99.90 102.90 100.15 103.— 4 4 Lissabon. . . . Rom II—VIII 68.10 86.35 68.45 86.20 4 3 Prag-Dux 1891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar. E.B. Lwornescr. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Rufs. Südwest Rjäsan: Urals! Anatolische B. Portug. v. 89 . do. v. 1886 . . Salon.-Mon. . Ifaabbrirft D.Grndschuld bank V—VI do. 1 II do....... Fkf.Hyp-Bk.M do....... do. Hyp.-Cred. d.l905unkS27 6 29 ... Ldw.Cred-Bk. Hamburg. Hyp. do.unk.b. 19o0 do....... Mein. Hyp. alte do. Neve do...... do unk. 1907 88.90 81 10 89 40 81.30 102.95 53.40 56.60 87 35 88 8! 102.45 102.4i 84.7t- 64 8t 38 60 104.30 101.— 101 — 102— 100— 100.30 104.10 99.40 102.50 100.00 101.80 101.— 10O.— 102 — 100.8t 101- 4 1 Pr.H.-Act. alte Pr.H.'Actmeue do....... 101.— 102.80 101.20 102.80 do.Südb.(Lb). Oest.Ndw.lo^ 87.7. 227.7. 163 50 133 50 127 60 93 70 85.50 144.20 150.40 117— 139.65 138.25 126.55 130 75 94 35 31.26 24.70 105 90 . 27.80 12 80 22.30 24 50 22 50 877/1 238 — 4 r/, B 4 8V. B 4 4 87. 87, 87, 4 87. 5 4 5 B 4 «7. B *7, 6 _ 103.70 103.45 98— 103.70 103.85 98.30 102.85 102.75 102.90 101.60 102.95 102.65 29.80 32.— 87.10 52.60 104.05 86— 84.20 39.— 26.25 104.10 103.55 98.45 104.10 103 80 98.60 102.85 103.- 103.05 101.4t 101.60 102.95 97.50 29.80 31.65 87.31 52.50 103.90 86.2( 84.5t 39.3t 26.10 3 87, 5 5 4 5 1 1 4 4 47, 5 47, 671 4 6 5 8 87, 37, 87, 87. 4 87, 4 87, 101.20 99.60 58— 90 90 20.05 103.55 99.80 104— 61.40 52 60 104.40 104.90 91.85 82.70 24.70 101.20 102.20 101.30 103.— 102.30 101.20 99.5t 57— 88— 19.2t 103.60 99.80 104.25 61.80 52.90 104.8t 104 5» 91 90 82.70 24.10 101.20 102.2( 100.10 101.50 103 — 102.30 <7, 37, 37, 37, 37, 4 4 4 37, 47, 4 4 4 8 5 4 3 3 3 3 Buenos -AireS v. 1888. . . St«br»hrl.Aul. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. Liseib.'ßriont. Deutsch«. Hefl. Ludw. v. 1868/69 . . do.v.1874 . . do. v. 1875/78 do....... Homburger I. . Pfälzer Nordb. «»»ländische. Elisab.-B. stfr. Kaschau-Oderb. v. 1891 . . . Lombardische . Lombardische . Oest. Staatsb. do....... 73 90 98.50 100.- 90— 99 95 j 99.95 101.55 102.70 101.30 73.65 116.50 103.50 94.40 92.30 91- | 93 65 74.60 99— 100— 90— 99.80 99.70 102.40 101.— 101.20 73.45 116.65 103.6t 94.60 92.30 91 — 93.65 4 3 3 4 5 4 4 5 47, 3 8 4 4 37, 4 37, 4 4 37, 47, 4 4 37, 4 4 37, 37, 102 90 *>3.30 79.20 89.80 83— 102.30 84.25 64.95 38.20 52.95 104.30 101 — 101 — 102.- 101.20 100.20 104.10 99.40 102.50 100— 101.80 99.— 100.— 102.— 101.— 101.80 37, t 5 4 101.— 103.10 102.95 101.50 159.1 ' 177.20 149.10 153.70 19090 204 50 156.10 111 80 308.7« 113.50 438.50 159.80 37.80 165.30 164 — 158.80 117 40 220. - 301 — 101 — 103.10 102.8t) 101.50 158.91 179.— 151.30 154.10 193— 207.80 157.60 111.51 311.— 115.— 441.— 162.10 36.91 168.90 166.50 159.80 117.85 219.7« 4 4 5 37, 3 5 3 27, 3 Gotchardbahn. Schwz. Central Schwz.Nordost Jtl. Mittelmeer Pr.HenrisLxb.) Ykrfirsl. <»»fe in ^roceniza. Bad. Th. 100 . Ba^er. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-S»inden. Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Oesterr. v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 flitqiiel. feeff vrr Stück tu Ttt. Ansbacher fl. 7 Augsburg. , 7 Brschw.Thlr20 Finnländ. „ 10 Freiburg. fS.15 MaUänder, 10 Meininger fl. 7 Pappenh. , 7 Venedig er L. 30 162 50 132 80 127.- 93 90 8650 146 56 153 40 119.- 140M 35.- 138- 127 70 127 85 94.50 30.60 42 80 24 60 105.— 57 10 28 - 12 90 22 60 24 60 23.16 Goth.unk. 1903 tzirrrse Abi. Buderus 6. SB. Eisenb. Rtenbk. f«nb|dirn. DtscheReichsbk. Frankftr. Bank verl.Hdlsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disci. - Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oest.Crd.-Anst. -rdilrik'Arfiki Nordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsrnk. Brgw. Harpen. Brgw. Ber. Königs- u. Laura . . . tifeab.'^ditn. Heff.Ludwigsb. Csac.-Agram . Oeft.^Staatsb. do...... Preuß.ConsolS do....... do....... Bad. St.-Obl. d. 1886. . . Bayr. St.-Obl. do. Eisb.-Obl. Brem.St.-Anl. v.1892 . . Hamb.St.-Rte. v. 1893 . . . Hess. St.-Obl. do....... « »ländisch«. Grtech.E. B. v. 1890 . . . . do. Mon -Anl. Jtal. Rte. St 1000—4000 do....... Oest.Gold-Rte. Oest.SUb.-Rte. Oesterr.Localb. vcrstaatl. . Port. St. Anl. do....... Offenb. 0.1892 Wiesb. „ 1887 Worms. . . . do.I.-VIII.Em. do IX. Em. . do. v. 1885 . . do. Erg.-Nch. WormS ....