* figSSfl 13 «fiK^ns stääus k^'rZW W IC., gt-^ 6 oonTöu vMethrn ifort an S StÄ^SBÜS.1 £"--,rÄS Wmtlle zu ötnnlttben.* ' C —5~--— 5amiltÄnü~DerÄ ---_®^ötMe_88. । Mansarden-WohMk- tt mit allem ZubebSr, zu v« —_8obitii8fltafit 4ß, I SrüAbtranstraße 88. U l8‘ b Zimmer mit allem ZubebS, ort oder auch fpäter billig » M', auch tonn aus Wunsd ig dazu geaeben werden. ^ÄtflttÖTnTfüä -Zimmerwobnuna nebst Zubebii mich Gartenmiheil, zu vMietha rreS daselbst dritter Stock.__ '°eWohn.m groß.W.Atll.,a.L«i st)b- Werkst. od.Lager, gute GeschG i verm. MinderExped d Bl « i] Möbllttes Zimmer mit Cabim Meiden MLvkburg 7. :sach mobl Zimmer tu vnmietba us3_Ästerveg Hinterh.liR tobl. Zimmer de aus»a ■Weiteres chalt Auswahl weist nach vitßm vogsaa-tvtis, Asterweg 6. i Bavaaofstkaße 51, jroet-r in möblirteS Zimmer per tShi __ A W. 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Mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung im „Gießener Anzeiger" Rr. 163 wird hiermit zur öffentlichen Kenutuiß gebracht, daß das für Freitag den 17. l. Mts. vorgefeheue Schießen des 3. Bataillons des Infanterie - Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 nicht ftattfindet. Gießen, den 16. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Wochenmarktordnung für die Prodinzialhauptstadt Gießen. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 7. Juli 1896 zu Nr. M. I. 19703 wird im Einverständniß mit der Stadtverordneten« Versammlung auf Grund der §§ 69 und 149 der Gewerbeordnung unter Aufhebung der Wochenmarktordnung vom 24. Juni 1856 die nachfolgende Wochenmarktordnung für die Provinztalhauptstadt Gießen erlassen. § 1. Am Dienstag, Donnerstag und Samstag jeder Woche findet in Gießen Wochenmarkt statt. 8 2. Die Marktzeit dauert dabei vom 15. April bis 15. Sep« tember einschl. von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags, im Uebrigen von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags. § 3. Zum Verkauf auf den Wochenmärkten zugelassen find Me sämmtlichen in § 66 der Gewerbeordnung aufgeführten Gegenstände des WochenmarktverkehrS- die Wochenmärkte find aber vorzugsweise bestimmt zum Feilbieten solcher Erzeugnisse deS Bodens, der Land« und Forstwirthschaft, wie der Jagd und Fischerei, welche als Lebensmittel dienen, sowie von Blumen, Pflanzen und Samen. § 4. Zu Wochenmarktplätzrn find zunächst bestimmt: a. der Marktplatz für Geflügel, Wildpret und Fische, b. die Schulftraßr für Beeren und Obst in einzelnen Körben, o. der Ltndenplatz für Gemüse und Kartoffeln im Kleinen, Pflanzen, Blumen und Samen, d. die Marktlaubenstraße für Butter, Käse und Eier, e. der Kanzleiberg und Brand für Kartoffeln, Kraut und Obst auf Wagenladungen, f. der OSwaldSgarten für Heu und Stroh, Holz und Brennmaterialien auf Wagenladungen, g. die Marktlauben für die unter a bis d aufgeführten Gegenstände. § 5. Die auf den offenen Marktplätzen (a bis f) des § 4 Feilbietenden bekommen ihre Plätze durch den Marktmetster nach der Reihenfolge ihres Eintreffens und in der Art au« gewiesen, daß die Maaren gleicher Gattung fich thuulichst in denselben Reihen befinden und der freie Durchgang nicht be« hindert wird,- ebenso müssen die Zugänge und Zufahrten zu den umliegenden Häusern freibletben. Kein Verkäufer darf ohne Erlaubniß des MarktmeisterS den einmal eingenommenen Platz wechseln- spätestens mit Ablauf der Marktzeit jedoch haben die Verkäufer ihre Plätze zu räumen. Standgeld ist für diese Plätze nicht zu entrichten. § 6. Die gedeckten Marktlaubeu (g deS § 4) dagegen werden je auf die Dauer eines Rechnungsjahres unter die Liebhaber meistbietend versteigert- einzelne Lauben, welche nicht für's ganze Jahr vergeben sind, werden auch auf kürzere Zeit, zum Mindesten aber auf die Dauer einer Woche an die Verkäufer nach der Reihenfolge der Anmeldung zu der tarifmäßigen Gebühr abgegeben. § 7. Außerhalb der Markttage und Marktzeiten ist das Feilbieten von-Gegenständeu des WochenmarktverkehrS am Stand auf den vorgenannten offenen DerkaufSplätzeu verboten und nur in den gedeckten Marktlauben gestattet. — Ausnahmsweise kann im Bedarfsfälle auch daS Feilbieten von Obst und Bodenerzeugntssen am Stand an bestimmten anderen Plätzen der äußeren Stadt und an den Thoren der inneren Stadt iu jederzeit widerruflicher Weise von Großherzoglichem Polizeiamt im Einverständniß mit der Stadtverordneten-Ver- sammlung und gegen — im Etnzelfall festzusetzende — Gebühren erlaubt werden. § 8. Gegenstände deS WochenmarktverkehrS, welche an Markttagen ohne feste Bestellung von außerhalb hier eingeführt werden, dürfen vor Beginn der Marktzeit Überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaufsplätzen, also auch nicht im Umherzieheu, feilgebolen werden. § 9. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Wochenmarktordnung werden in Gemäßheit deS § 149, 6 der Gewerbeordnung mit Geldstrafe bis zu 30 Mark, im Falle des Unvermögens mit Haft bis zu 8 Tagen bestraft. Vorstehende Wochenmarktordnung tritt am 1. August 1896 in Kraft. Gießen, den 16. Juli 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______________ I. V.: Roth.__________________ Bekanntmachung. Nachdem Wilhelm Stein dahier auS dem Institut der Dtenstmänner ausgeschieden ist und die Aushändigung der von ihm hinterlegren Dieostcaution verlangt hat, fordern wir Diejenigen auf, welche Ansprüche an diese Caution auS der Eigenschaft deS rc. Stein als Dtenstmann erheben zu können glauben, solche bei Meldung des Ausschlusses binnen acht Tagen bet uns vorzubringen. Gießen, den 15. Juli 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Neueste NucheLchte«. MolffS telegraphische« «orrespondenr-Bmem. Berlin, 15. Juli. Die „Nordd. Allg.Ztg." führt auS: Da persönliche Angriffe der „Deutschen Tageszeitung" auf den Staatsminister v. Bötticher anläßlich der Ablehnung deSMargarinegefetzes seitens deS BundeSrathS voraus- znsehen waren, sei ihnen kaum eine Bedeutung beizulegen. Zum Beweise der Haltlosigkeit der Annahme jenes Blattes führt die „Norddeutsche" auS: Was die angeblich verfrühte Beschlußfassung deS Bundesraths angrht, so sei der Grund der Antritt der Urlaubsreisen verschiedener Mitglieder. Auch war die Beschlußfassung vollkommen vorbereitet, da der BundeSrath schon vor der dritte» Lesung das Färbeverbot und die getrennten Verkaufsräume für unannehmbar erklärt hat. Nach Aufrechterhaltung der Beschlüsse in dritter Lesung deS Reichstages forderte StaatSsecretär v. Bötticher am 9. d. M. die BundeSrathSmttglieder auf, neue Instructionen einzuholen. Auf Grund der letzteren wurde gestern daS Margartnegesetz abgelehnt. Jena, 15. Juli. Die medicinische Facultät der hiesigen Universität ernannte den Fürsten BtSmarck zumEhren« d octor. In dem betreffenden Diplom wird auf die morgen vor 20 Jahren erfolgte Eröffnung deS kaiserlichen Reichs- gesundheitSamteS und den Besuch deS Fürsten in Jena im Juli 1892 Bezug genommen. Budapest, 15. Juli. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß der Mord an dem Grafen Gzataray ein Racheaet unzufriedener Bauern ist, da die gräfliche Familie mehrere Befitzprocesse mit der Bauernschaft hatte, die bei der letzteren ^uiUdon. Berliner AusstcUungsbrirfe. lDon unserem Korrespondenten.) (Nachdruck verboten.) XVI. Berlin. 15. Juli 1896. All-Berlin. „Die alten Berliner waren ausschließlich nur ein Krämervolk. Hau- bei Haus befand fich eine Kneipe." So lautete die Eintragung eines splentgen Engländers in sein Notizbuch, als er nach seinem Besuche in Alt-Berlin fich charakteristische Merkmale über daS alte Berlin, wie eS vor 250 Jahren ausschaute, aufzetchnen wollte. Und in Wirklichkeit könnte man fich zu dieser Anficht ebenfalls bekehren, wenn man sich die „Handelei" diesen großmächtigen Trödelmarkt aus nächster Nähe anfieht. So großartig der ernste Thetl der Berliner Gewerbeausstellung auf unsere Fremdenwelt einwirkt, um so viel weniger eindrucksvoll bleibt gewöhnlich der mit dieser Ausstellung unseres JudustrtelebenS verbundene „Klimbim". In diesem Urtheil sind die Fremden so ziemlich einig und ich habe dasselbe zu meinem Bedauern sehr häufig vernehmen müssen. Allerdings muß ich mich dieser Ansicht auch anschließen, etwas weniger wäre hier mehr gewesen, eS bleibt bäefer Mißgriff unserer Ausstellungsleitung um so bedauerlicher, als hierdurch der Gesammteiudruck etwa- abgeschwächt wird. Ich hatte neulich den Besuch eines Großindustriellen, welcher einige Tage zuvor die Nürnberger GewerbeauSstelluug bifichtigt hatte- als ich ihn um sein Urtheil über unsere LaSstellung ersuchte, sagte er mir recht bezeichnend: „Die Berliner Ausstellung ist amüsant, die Nürnberger aber interessant!" Ich glaube, unsere Berliner Ausstellung würde eher Anspruch auf daS Prädikat „interessant" und „amüsant" erheben können, wenn daS Amüsante nicht gar so sehr ausgedehnt wäre und hierdurch daS Interessante Gefahr liefe, erdrückt zu werden. Es ist ein reizvoller Anblick, welcher fich uns darbietet, wenn unser Blick hinüberschweift über den lieblichen, an- muthigen Karpfenteich, nach der Stelle, wo sich Zinnen und Thürme von Alt-Berltn erheben. Ueber eine große, breite Brücke gelangen wir zu einem möchtigen Thurm, wo uuS Thorwächter in altdeutscher Tracht, alias Eontroleure, einer scharfen Musterung unterziehen. Nun gehtS hinein in den großen Trubel, durch kleine winklige Gassen und Gäßchen mit ihren winzigen, windschiefen, in alterthümlicher Bauart aufgeführten Häusern. Alt-Berlin, wie eS fich uns hier präsentirt, ist ein Abbild des einstigen Berlin, wie eS in den ersten Jahren unter der Regierung des Großen Kurfürsten bestanden hat, resp. bestanden baden soll. Damals hatte kurz zuvor der dreißigjährige Krieg Noth und Elend in- Land gebracht, Handel und Wandel lagen darnieder, die Städte waren zum Theil vernichtet und die Landwtrthschaft — — ja die Landwirthschaft war noch schlimmer daran als augenblicklich unserenothleidenden Agrarier. Der Regierung deS Großen Kurfürsten war e» Vorbehalten, etwas Ordnung in dieses große ChaoS hineinzubringen. Das verloren gegangene Vertrauen kehrte langsam wieder zurück und die Verhältnisse begannen sich langsam wieder zu bessern. In diesem Stadium befindet fich die alte Stadt, wie fie hier nach alten Abbildungen wiedergegeben ist. Ob Alles wirklich so ganz naturgetreu ist, ob nicht hier und da etwas erdichtet oder sonst den damaligen Verhältnissen künstlich nachempfunden ist, wage ich nicht zu entscheiden- das Eine steht jedenfalls fest, daß einzelne Gebäude historisch echt wiedergegeben worden find. Und in allen diesen großen und kleinen Häuserchen befindet sich ein Handelsgeschäftchen oder eine Kneipe. Wenn nun auch, wie ich schon oben andeutete, der Handel damals wieder im Emporblühen begriffen war und wenn auch, wie eS im Liede heißt, „die galten Deutschen — waS auch zweifellos auf die alten Berliner zutrifft — tranken noch eins und tranken immer noch eins", so ist doch mit Sicherheit anzunehmen, daß Handel und Kneipleben keineswegs so stark ausgebildet waren, wie es uns hier erscheint. In den Kneipen spielt fich denn hauptsächlich daS eigentliche Leben und Treiben von Alt-Berlin ab. Der geistige „Stoff", der den Besuchern hier geboten wird, ist ebenso reichhaltig wie gut, vom Scct herunter bis zum ordinärsten Schnaps, Alles ist hier zu haben, die geistige Nahrung hingegen minder vorzüglich, und häufig muß man fich sogar mit sehr drastischen Vorträgen abzufinden wissen. Für Unterhaltung ist jedenfalls in Hülle und Fülle gesorgt und wer in ungezwungenster Heiterkeit einmal einen Abend verbringen will, der verfehle nicht, die Sonderausstellung Alt-Berlin aufzusuchen. ES find theilweise dort sogar recht originelle Locale- so will ich nur der Bauernkneipe mit dem daranstoßeuden Bauern-- Museum Erwähnung thuu. Der redegewandte Wirth — ein Berliner Original — weiß hier in launigsten Worten zu den dort aufgestapelten alten Stiefeln, Töpfen, Hüten rc. Erklärungen zu liefern, die mitunter die ungeheuerste Heiterkeit Hervorrufen. Der verehrte Leser wird fich gewiß wundern, daß ich bis jetzt noch so gar keine Wanderung durch die Gassen von Alt-Berltn angetreten habe, aber ich muß offen gestehen, daß es fich bei der hohen Temperatur entschieden beffer in Unzufriedenheit stifteten. Bei einem vor zwei Jahren gegen denselben Grafen verübte» Attentat aus ähnlichen Beweg« gründen wurde der Thäter nicht ermittelt. Siam, 15. Juli, di Radint und (Softa erhielten gestern und heute telegraphischeMittheilungen von Visconti- Benosta. Letzterer wird morgen, gleich nach Ankunft, von dem König empfangen. Die „Optnloue" sagt, eS bestehe kein Zweifel, daß Benosta da- Portefeuille de- Aeußereu auuehme. Florenz. 15. Juli. In zwei Orten der Nachbarschaft find die Strohslechterinuen in den Ausstand getreten und haben die bereit- augefertigten Strohgeflechte verbrannt. Die Bewegung scheint fich weiter au-znbretteu. Die OrtSpolizei ist verstärkt worden. Reim-, 15. Juli. Der Euthültuug der Jeauue d'Arc-Statue wohnte eine gewaltige Volksmenge bei. General Blllot führte au-, Jeauue d'Arc weckte im 15. Jahrhundert das Natioaalgefühl. Sie verkörpere gegenwärtig da- Bild des Vaterlandes. Prästdent Faure überreichte hierauf dem Schöpfer der Statue, Paul Dubois, baß Großkreuz der Ehrenlegion. Duadee, 15. Juli. Der hiesige Dampfer „Curfew" soll im Rothen Meere mit allen an Bord befindlichen Per- soneo uutergegangen sein. Die Eigenthümer des Dampfers haben jedoch noch keine Bestätigung der Nachricht von dem Verlust des Schiffes erhalten. Jndeffeu hat der Dampfer „Sarpebou", der in London eingetroffeu ist, auf seiner Fahrt ein Schiff, wahrscheinlich den „Gurfeto", pasfirt, welches auf ein Riff tu der Nähe von Sokotra aufgefahren war und fich in gefährlicher Lage befand. Der „Sarpedon" konnte des herrschenden Sturmes wegen keine Hilfe leisten. Helfingor, 15. Juli. Nachdem gestern etwa die Hälfte der über 1000 zählenden Arbeiter der hiesigen Schiffswerft wegen Lohnstreitigkeiteu in den Strtke etngetreten war, hat die Dtrection heute sämmtliche Arbeiter eutlaffeu. Petersburg. 15. Juli, lieber den Emp fang, welchen nach der Audienz des OffizierScorpS der deutschen Schulschiffe „Stosch" und „Stein" bei dem Kaiser, der Vorstand der deutschen Colonie bei den Fürstlichkeiten hatte, werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Der Vorstand überreichte eine kostbare, in Silber getriebene Huldtgungs- adreffe, auf deren Kopf fich von künstlerischer Hand auß* geführte allegorische Figuren und daß Wappen des Kaisers und der Kaiserin in Emaille befand. Der Kaiser sprach sich sehr gnädig aus und gab seiner Freude über die Gaben Ausdruck, welche einen neuen Beweis von der Höhe gaben, auf der das deutsche Kunstgewerbe stände. Auf der einen Sette der silbernen Hülle befand sich auf Pergament eine mit selten schöner Maleret und kunstvollen Initialen nteder- geschrtebeue Adresse. Nachdem der Kaiser und die Kaiserin sich tu leutseligster Weise nach den Verhältnissen der deutschen Colonie erkundigt hatten, ersuchten sie die Vertreter der Colonie, dieser ihren Dank auszusprechen und gaben dem Wunsche auf eine glückliche Weiterentwickelung derselben Ausdruck. Petersburg. 15. Juli, lieber den gestrigen Besuch der Herzogin von Coburg-Gotha, der Großfürstin Maria Paulowna, des Großfürsten Cyrill und des Herzogs von Leuchtenberg auf den deutschen Kriegsschiffen in Kronstadt wird gemeldet, daß die Fürstlichkeiten 3 Uhr Nachmittags unter dem Donner der Geschütze, unter Hurrah- rufen, aufgeenterten Mannschaften und den Klängen der russischen Nationalhymne eintrafen. Nach der Vorbetfahrt an dem Schulschiff „Stein", an welchem des hohen Seegangs wegen nicht angelegt werden konnte, nahmen die Besucher auf „Stosch" die dargebotenen Erfrischungen an, während die Gabelten unb Matrosen SchiffSspiele unb Turnübungen vorführten. Kapitän Thiele überreichte den Damen beim Betreten beß „Stosch" Blumensträuße. Kapitän Ahle- felb war herübergekommen unb würbe ben Fürstlichkeiten vorgestellt. Nach etngehenber Besichtigung aller Schiffsräume unb nachdem bie Damen Kapitän Thiele wiederholt für die Aufnahme gedankt, kehrten die Gäste nach Peterßburg zurück. Am Abend gingen die letzten Schiffe nach Schweden ab. Vor der Abfahrt theilte der Vorstand der deutschen Colonie mit, daß die Colonie beschlossen habe, den Schiffen zum Andenken an den Aufenthalt hier ein Silbergeschenk zu machen. feuchtfröhlicher Gemütlichkeit bei einer kühlen Weißen fitzt, tote al- gewissenhafter Berichterstatter fich im Sonnenbrände herumzutummeln. Aber wagen wir zum Schluß dennoch | eine kleine Wanderung. Den hervorragendsten Eindruck ruft entschieden der ziemlich groß angelegte RathhauSmarkt hervor. Schon baß alte Rathhauß mit ber daran befindlichen „Spritzenwache" ruft in unß ein gewisses Gefühl ber Ehrfurcht wach, haben fich boch in btesen geweihten Räumen schon bie Urahnen unserer Stabt bte Köpfe zu Nutz unb Frommen ihrer Mitbürger zerbrochen. Bor bem Rathhause befinbet fich die Gerichtßlaube, in welcher seinerzeit Diejenigen abgeurihetlt wurden, die gegen die bestehenden Landesgesetze verstießen. Hier wurden auch die strengen Urtheile über L-ben und Tod gefällt, was für die betreffenden, beteiligten Persönlichkeiten, trenn eß fich gerade um den Kopf handelte, mitunter eine höchst unangenehme Sache gewesen sein soll. Die Thorstraße führt uns zum Kohlmarkt, von welchem wir zu dem eben erwähnten Rathhauß gelangen. Vom Rathhauß zweigen fich verschiedene Straßen ab. Ein kleines Gäßchen führt unß zum Ufer der Spree, von welchem wir eine köstliche Außficht auf daß gegenübergelegene kurfürstliche Schloß genießen. Sehr hübsch ist auch die Heiligegeiststraße mit ber gleichnamigen Kirche unb Hospital, beren Character treu gewahrt ist. Einen weniger ansehnlichen Eiubruck macht bie Straße „Am Georgenthor", originell ist auch bte Boltngßgasse, Heidereutergasse, Wursthof :c. Starke Mauern umschließen „Alt - Berlin" und viele Krieger und Reisige wachen über baß Wohl und Wehe blefeß mit so vielen Kneipen befestigten Platzeß. Berlin. 16. Juli. Wie auß Pariß gemeldet wird, sprachen fich der deutsche Reichß-Commiflar für die Pariser Welt außstellung, Geheimrath Richter und sein Stellvertreter sehr befriedigt über ihre Unterhandlungen mit dem Director PLcarb auß. Anfangß nächster Woche treffen beide Herren wieder in Berlin ein unb werden ihrer Behörde einen schriftlichen Bericht überreichen. Bor ihrer Abreise werden sie noch vom französischen Handelßminister empfangen. — Deutschland war der erste Staat, der eine Commission nach Pari- entsandte. Berlin. 16. Juli. Für Südwest-Afrika soll, wie bte „Berl. Nencst. Nachr." vernehmen, ein Zolltarif aufgestellt werden, der wohl zuerst dem Colontalamt im Herbst vorgelegt werden wird. Beamte beß Schutzgebietes ftnb mit ber Zusammenstellung ber zu verthetlenben Gegenstänbe betraut. Da alle Waaren wegen beß schwierigen unb langsamen Tranßportß tm Innern ungewöhnlich hohe Preise erreichen , so wirb man wohl, meinen bte „Neueft. Nachr.", ben Zolltarif auf Lvxuß-Artikel beschränken müssen, sonst würbe man vielen Leuten, namentlich Ansiedlern, den Aufenthalt in den Schutzgebieten fast unmöglich machen. Depesche» M »Uta .bettt*. Berit«, 15. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." constatirt ber „Deutschen Tageßztg." gegenüber, baß bie Beschlußfassung beß Bunbeßraths über baß Margarinegesetz, trotzdem ber Buubeßrath seine Sitzung am Dicnßtag bereits unb nicht erst am Donnerstag abgehalten hat, eine vollkommen vorbereitete war. Berlin, 15. Juli. Der „Staatsb.-Ztg." zufolge kann baS Project beß Achtuhr.LabenfchluffeS als aufgegeben betrachtet werben. Berlin, 15. Juli. Der tm RetchS-Jasttzamt ferttg- gestellte Entwurf einer Grunbbuchorbnung wirb jetzt nicht publicirt, fonbern an bie Elnzel-Regierungen zum Zweck ber Einholung ihrer Zustimmungen gesandt werben. Berlin, 15. Juli. Der Entwurf eine- Gesetze- betr. bie »bänberung ber Gewerbe-Orbnung unb bte Organisation beß HanbwerkS wirb, tote bie „Norbb. Allgem. Ztg." melbet, bemnächst beim Buubeßrath eingebracht werben. Berlin, 15. Juli. Die „Poft" kann verfichern, baß bte Angaben über die Höhe ber neuen russischen Anleihe stark übertrieben finb, waß schon auß bem Umstande hervorgehe, baß bte zur Ergänzung beß Golbfonbß für bte Valuta- Reguliruug nöthigeu Beträge nur noch verhältnißmäßig gering finb. Jebensallß ist au ben Finanz-Operationen ber brutsche unb französische Markt beteiligt. Breslau. 15. Juli. Der „Bresl. Gen.-Auz." melbet: In ber vergangenen Nacht hat ber Droschkenkutscher Paul Jäkel, Enderstraße Nr. 13 wohnhaft, in einem Anfall von Delirium seine Frau mit einem Messer zu töbteu versucht. Er brachte ihr zahlreiche Stiche am Kops unb ben Hänbeu bet, worauf er fich selbst bie Kehle burchschnitt. Die herbei- gerufene Feuerwehr legte ben Verletzten Nothverbänbe an unb veranlaßte beren Ueberführung nach bem Hoßpital, woselbst ber Mann bereits verstarb. Hamburg, 15. Juli. Heute Morgen lief ein burch- gehenbeß Pferb in eine zur Schule gehenbe Schaar Kiuber. Ein achtjährigeß Mädchen erhielt einen hoppelten Schädelbruch unb war sofort tobt. Drei anbere Mädchen wurden verletzt. Liuz, 15. Juli. Bei einer Brückenbau-Uebuug ber Pioniere kippte ein Ponton um, 12 Pioniere fielen inß Wasser, von denen 10 gerettet würben, bte anderen beiden ertranken. Zfchl, 15. Juli. Die Audienz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe beim österreichischen Kaiserpaar dauerte über eine Stunde. Nach Beendigung derselben kehrte Hohenlohe, ohne mit sonst Jemanden verkehrt zu haben, nach Auffee zurück. Rom. 15. Juli. Wie von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, ist die bem neuen Minister beß Aeußern zugeschobene Absicht, eine Annäherung Jtalienß an Frankreich um jeben Preis anzustreben, eine öerleumbung ber Opposition. Visconti Venoota hat bem Dreibunbe bte Wege gebahnt unb er ist ber überzeugteste Anwalt beS DretbunbeS. Paris, 15. Juli. Außer Kaiser Wilhelm haben noch mehrere anbere Staatsoberhäupter bem Präfibeuten Faure Glückwunschtelegramme übersanbt. Paris, 15. Juli. Das Nationalfest ist, abgesehen von bem Zwischenfall in LongchampS, überall glänzend verlaufen. Paris, 15. Juli. Der Präsident der Republik Übersandte dem Kriegsminister Billot ein Schreiben, in welchem er die musterhafte Haltung der Truppen bei der gestrigen Revue anerkannte. Pari«, 15. Juli. Der focialistifche Bürgermeister von Earmaux. Calviguac, wurde wegen Beleidigung der Re- gterung verhaftet. ES herrscht dieserhalb große Auf- tegung. Pari«, 15. Juli. Eine hier abgehaltene Sociallsten- Versammlung beauftragte ben Municipalrath, vom Minister beS Innern bte Freilassung bes wegen Beleibigung ber Regierung verhafteten Bürgermeister- von Gar» maux zu erwirken. Loudon, 15. Juli. Seit mehreren Tagen herrscht hier eine tropische Hitze. DaS Thermometer zeigt 150 Grad Fahrenheit in der Sonne unb 89 im Schatten. Es finb bereits viele TobeSsälle infolge HitzschlageS zu verzeichnen. Seit 10 Tagen ist kein Tropfen Regen gefallen. Petersburg, 15. Juli. In unterrichteten Kreisen verlautet, baß bte projectlrte Reise bei EzaarenpaareS nach Wien und Berlin wieber fraglich geworben sei. Wie eß heißt, werbe ber Ezar nur bte Höfe von Darmstadt, London und Kopenhagen besuchen. Mexiko. 15. Juli. General Porphirio Diaz wurde einstimmig zum Präsidenten gewählt. t ’M«. 8ab Jöilbnn untoetter, öa6 fich j Die am 15. d.I KeJ“ Md anderen ™ ^dung der Beilrc @le6en, den n [^ürdlicheÄr ItZ MetQt-tlQubctt ct lut Th WryS ssrildieten n un ö°n w 8ianb »n ***** 24. d ? dir M zj Landen ^lden. ' ^rz igg; Ehrten stp^on von ^»aiith. Berlin, 16. Juli. Wie der „Boss. Ztg." auß Kiel ge* meldet wird, stieß ein Ruderboot der kaiserlichen Torpedo- Abteilung vorgestern tm Hasen, unweit SeegartenbrÜck, mit dem Fährdampfer Bißmarck zusammen. Bet bem Zusammeu- tofe wurde der Matrose Hock auß Stralsund auß bem Boot jefäleubert, berselbe fanb nach vergeblichen Rettungßversuche» in ben Wellen seinen Tod. Löwenberg i. Schl., 16. Juli. Bei der Reichstags, stich wähl wurden biß jetzt gezählt für Kopsch (srs.) 6226 und Nostiz (cons.) 4139 Stimmen. Eß fehlen noch die ©ttmmen auß elf Bezirken. Die Wahl beß Freisinnigen gilt al- gesichert. Wilhelmshaven, 16. Juli. Daß Vermessung-fahrzeug Albatroß ist hier eingetroffen. Die Leichen ber brel ertrunkenen Matrosen wurden noch nicht aufgefunden. Neunkirchen. 16. Juli. Der hier außgebrochene Arbeiterstri ke hat In Folge beß solibarischen Vorgehens aller Fabrikanten mit einer Nieberlage ber Arbeiter geenbet. Letztere nehmen morgen bie Arbeit wieder vollzählig auf. WB. Loweuberg, 16. Juli. Da- Enderesultat ber Reichstags»Ersatz-Stichwahl ergab für Kopsch (srs. Volkßp.) 6032, für ben Grasen Nostiz (cons.) 4810 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. CocaUs unb ptontnsUUef» Siehe», ben 16. Juli. • • Sruennuugeu. Seine König!. Hoheit ber Groh- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 11. Juli ben orbent- lichen Professor an ber LanbeSuniverfität, Geheimen Kirchenrath Dr. Bervharb Stabe für bie Zelt vom 1. October 1896 biß zum 30. September 1897 zum Rector der Laube-- Universität, am 8. Juli ben ersten Lehrer unb Dirigenten an ber erweiterten Volkßschule zu (Sunterßblum Dr. Karl Frenze! zum Lehrer an bem Schullehrer-Seminar zu Friedberg, mit Wirkung vorn 11. Juni d. I. an, zu ernennen. • • Ernannt wurden am 7. Juli 1896 ber Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Karl Gebauer zum Loco- motivführer bet ben Hessischen Siaatßeisenbahnen unb ber Hilfsheizer bet ben Oberhessischen Eisenbahnen Wilhelm Dich! auß Geinsheim zum Heizer bei ben Hessischen Staats- Eisenbahnen. * * Gymnasium. Herr Universitäts-Professor Shaw aus New York unb Herr Dr. Streng au« Helsingforß wohnten während ber letzten Wochen dem Unterricht tm hiesigen Gymnasium bet. * • Bahn Stockheim—Frankfurt. Auß zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß die so lange erstrebte Nebenbahn Stock- h eim—Frankfurt nun gesichert erscheint, da preußischer Seils baß Bebürfniß nach Herstellung bieser Nebenbahn anerkannt unb bie Zusage ertheilt ist unter ber Voraussetzung ber Perfectton bes zwischen Hessen unb Preußen über bte gemeinschaftliche Verwaltung beß beiderseitigen Eisenbahn- desitzeß vom 23. v. Mts. abgeschlossenen Vertrags und unter der Bedingung freier Geländestellung die Strecke von Höchst ab nach Frankfurt zu auf preußische Kosten zu bauen. Bon Hessen würden die Mittel für da- Stück von Höchst biß Stockheim aufzubrtngen sein. Sanger-Bereinigung Gießen. Gleiberg- Eoncert am Mittwoch, den 22. Juli, Abends 8 Uhr, in Stein- Saal. Wir find heute in der Lage, über baß Programm berichten zu können und constatiren gern dessen geschmackvolle und interessante Zusammenstellung. Hervorragende Autoren, wie Wagner, Gruz, Nicolai, Kremser, Koschat u. A. finden wir vor, angenehm wechselnde Orchestersätze mit Ghören ä capella und solchen mit Orchesterbegleitung. Auch ber Sologesang wird besten- vertreten sein, haben sich boch bte Herren Heinr. Schirmer unb Theobor Haubach, bie un- schon oft burch ihre schönen Stimmmittel unb vornehmen GesangSweise erfreuten, bereit finben lassen, im Eoncert mitzuwirken. So ist denn zu hoffen, baß trotz anbere« musikalischen Genüsse, bie bie nächste Woche zu bringen scheint, ba- Eoncert am Mittwoch seine verbiente Beachtung finben möge. ♦ ♦ Berliner Ausstellung. Sine Anzahl Unteroffiziere unb Mannschaften bes Kaiser Wilhelm-Regiment-, welche fich burch gute- Schießen ausgezeichnet, haben einen lOtäglgen Urlaub auf Kosten beß Regimentß nach Berlin erhalten. Unser Berichterstatter traf btefelben in ber Spe- cialaußstellung Kairo. * • Eine Diebin. Einem Soldaten kam am vorigen Sonntag in einem hiesigen Gartenlocal baß Seitengewehr abhanben. Deß Diebstahls verbächttg ist eine Frauensperson, welche angeheitert war unb sich in bet Gesellschaft des Soldaten befand. • • Eine Betrügerin betreibt seit einigen Tagen in hiesiger Stadt ihr faubereß Gewerbe. Dieselbe giebt fich alß Dienstmädchen auß, vermietet fich kurzer Hand, um gleich mit bem erhaltenen Mlethgeld zu verschwinden. ♦ * Brodrevifion. Don der Schutzmanoschast wurde heute Morgen bet den hiesigen Bäckern eine Revision bezüglich beß Brodgewlchtß borgenommen. Eine größere Menge zu leicht befundenes Brod wurde beschlagnahmt. SS-Br.« 1^.*’ Abbruch 6,6( L Dar- Hiraht, «<>»>l5'3.“11 «W&e b'E" ... gtabtoerorbneten „,t ei«* «nf** A Wo, 161' grrriöre angelangt zu I dc-okratischeu Parteivor ßchreiben aufgefordert > omotlicheo Mandate ub Grflärnng W Parteivoi fanerlei ©tmelnW i flafforberung A von । fraction an Jöst gerichtei verichitdeuhkitru soll der ZLst unb seinen Parieig Hüb' unb GeschaftSmc jein. - Der Stritt fiiebli-e Berftänbiguni fettigem Sntßtgenlom® Sinißungiamt zusammen biese Berftänbigung hei □ flafrl, 15. 3i Pioniere. ©eneraQieuti -rohen Schlnhübur statt, an welchen auch bahnabtheiluog tfjtilnat) Uebungen aafbtm große 1Itbuugtn am Hiefigen 5- Sch Iprad) fich sehr Bataillon auß. An die 'Ei Wchu b« Osst t\ Aul AWWi vmitzrn Tagru bei Ti des dortigen AckerSmar Gerücht den eigenen E — Alleudorf a. d. Lda., 14. Juli. Heute Nachmittag 6 Uhr würbe hier bie Feuerwehr alarmlrt, well eß In bem Holzschuppen beß Müller- Matern brannte. Daß Feuer, weicheß vermuthllch Klnber angezünbet hatten, konnte, obgleich eß schon über baß Dach emporschlug, nur einen Reifighaufe» etwas anbrennen, ba man eß alsbalb entdeckt hatte unb rasch löschen konnte. □ Darmstadt, 15. Juli. Der nörbliche Theil beß Ma thtlbenp latzeß, auf bem baß Abt Vogler Denkmal steht, wird gegenwärtig in eine gärtnerische Schmuckanlage mit Springbrunnen usw. eingerichtet; leider entbehren die meisten unserer öffentlichen Plätze biß jetzt solcher Brunne«. — Die Genehmigung beß Raufeß beß Hof gutß Scha vinriclle». 8lel«. bnt 16, ZE '81' dir gtoi, ' ’® ta,M «ilf »0« 1. D[l,bi, Rector derLM-s. ;n^ter unb Dtrigwtr» 1 Guntersblllw Dr. Karl Schullehrer. Seminar za U L3;aD' ru erueuueu. 1 ^6 der Heizer bet 'l Gebauer zum Loco« »atsritenbahueu unb btt 1 ^tnbttfjutu Wilhelm W btn hchscheu Staat«. rsitats-Proseffor Shaw Streng aus HelsingsorS ochm dem Unterricht t« ?• 1 ?4r> §S?L Letztere L AuS zuverläsfiger Quelle strebte Nebenbahn Stock« t erscheint, da preußischer lang dieser Nebenbahn an« t unter der Voraussetzung i unb Preußen über die beiderseitigen Eisenbahn, tuen Vertrag- unb unter Ttte^ Don Höchtz che Kosten Wtn. Von da! SM von Höchst dir i, Gleiberg«Concert kbends 8 Uhr, in Stetnr >age, über da- Programw een gern dessen Mmck- rnstellung. Hervorragende olai, Kremser, Koschat u. A. ;bt Orchestersatze mit Men iipnügUtal' M ™ " I'1"- ^-° Ibeobot$auHM« ätirnntmittet unb »°dm taff«, I« ®*“ h0«tn, d-d »°tz °"d!«r M«, i-j-* । jttai »irdimtk Blacht"! S ar"" -3 M W“l** etevlocal w ni. -.Ä !>*«*' (4(H b»!4®1 "Xmbf h«t! ®4alteÄ»« b->««"4 jtalai“*1' Ca#» s5s^- ft««. «• Horn für die Stadt (zur Erweiterung der Rteselanlage unserer Canaltsation auf der sogen. Pallaswiese) durch die Stadtverordnetenversammlung fteht bevor. — In der permanenten Ausstellung des Kunstv er eins hat eine vierwöchige Pause begonnen. — Die Vorarbeiten zur Bahnlinie Darmstadt—Roßdorf—Groß Zimmern (Fällen des bez. Waldes, Einebneu usw.) find bereits ziemlich weit vorgeschritten; leider ist sehr schöner Wald zum Opfer gefallen. — Durch Abbruch deS Ganß'schen Anwesens seitens der Stad: ist die Einmündung der Erbacher- in die Mühl- Straße, wo viel Verkehr herrscht, bedeutend erweitert worden. A Mainz, 15. Juli. In heutiger Sitzung der hiesigen Stadtverordneten - Versammlung sprach man einer Eingabe deS Vereins Mainzer Kaufleute an die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft wegen Erbauung einer Kleinbahn Mainz — Mombach, welche gleichzeitig als Ringbahn das neue Schlachthaus, die Conferveufabrik und die Kasernen an der Mombacherstraße berühren soll, die Unterstützung zu. Ebenso will man daS Projekt des Baues einer electrischeu Bahn zwischen hier und Wiesbaden unterstützen. Für Erbauung einer Schlachthalle für Groß- und Kleinvieh wurden von den Stadtverordneten Mk. 118,700 und Mk. 97,000 und für Pflasterung der Straßen im Viehhof Mk. 96,000, zusammen also Mk. 312,800 bewilligt. In dem nichtöffentlichen Theil der Sitzung wurde der seitherige Bauinspector Kuhn zum zweiten besoldeten Bürgermeisterei-Beigeordneten teilt einem AnfangSgehalt von Mk. 7000 gewählt. A Maisz, 15. Juli. Der socialistische Reichs- und Landtagsabgeordnete Jöst scheint am Ende feiner politischen Carriöre angelangt zu sein. Derselbe ist von dem social- demokratischen Partetvorstand hier in einem sehr bündigen Schreiben aufgefordert worden, innerhalb drei Tagen seine fämmtlicheu Mandate ntederzulegen, ansonsten eine öffentliche Erklärung des Parteivorstandes erfolgen würde, daß mau keinerlei Gemeinschaft mit Jöst mehr habe. Eine ähnliche Aufforderung ist von der socialdemokratischen ReichStagS- fractton an Jöst gerichtet worden. Neben allerlei Meinungsverschiedenheiten soll der Grund zu dem jähen Bruch zwischen Jöst und seinen Parteigeuoffen in nicht ganz einwandSfreten Geld- und Geschäftsmanipulationen deS ersteren zu suchen sein. — Der Strike unter den hiesigen Maurern ist durch friedliche Verständigung beseitigt worden. Dank beiderseitigem Entgegenkommen ist eS heute Vormittag dem als EtnigungSamt zusammengetretenen Gewerbegertcht gelungen, diese Verständigung herbeizusühren. □ Kastel, 15. Juli. Ja Anwesenheit des Chefs der Pioniere, Generallieutenant v. Goltz, fanden gestern die großen Schlußübungen des hiesigen Pionierbataillons statt, an welchen auch die Luftschifferabtheilung und die Eisen- bahnabtheilung theilnahmen. In den Morgenstunden fanden Hebungen auf dem großen Sande und am Nachmittag Pontontr- Uebungen am hiesigen Uebungsplatz statt. Generallteuteuant v. Goltz sprach sich sehr lobend über das hiesige Pionier- Bataillon auS. An die Uebungen reihte sich ein gemeinsames Festesten der Offiziere im „Anker" an. A AuL Rheiteheffeu, 15. Juli. Als Thäter des vor wenigen Tagen bei Stadecken vorgekommenen Mordes des dortigen AckerSmann Runkel bezeichnet ein allgemeines Gerücht den eigenen Sohn des Ermordeten. Vermischtes. •Ma. vad Wilduvgeu, 15 Juli. Bei einem schweren Unwetter, das sich in dem hessischen Nachbargebiete entlud, schlug neben vielen anderen Fällen auch der Blitz in das Gehöft eines Bauern im Dorfe Löhlbach ein. Der Strahl fuhr durch den Viehstall und während nun merkwürdigerweise drei zwischen den Kühen liegende schwere Ochsen unversehrt blieben, wurden die aufrechtstehenden vterKühe vom Blitz getroffen und auf der Stelle getödtet. • Hundeausstellung in Homburg v. d H. Am 9. bis 11. August d. I. veranstaltet der Deutsche Foxterrier-Club in Homburg v. d. Höhe eine große internationale Ausstellung von Foxterriers. Die Ausstellung, die unter dem Protectorat Sr. Hoheit des Prinzen Albert von Schleswig-Holstein steht und die die ersten Namen Homburgs zu ihrem Ehrenausschuß vereinigt, wird eine sehr großartige werden. Sie findet in der Freiherr v. Erlanger'schen Reitbahn statt. Als Preisrichter wird der englische Specialist Mr. S. I. Stephens nach Homburg kommen, um die Prä- mtiruug der Hunde vorzunehmen, während ein deutscher Waidmann die Leistungen der Hunde im Bau, vor Fuchs unb Dachs, werthen wird. Programm unb Anmeldescheine find zu beziehen von dem Secretariat des Deutschen Foxterrier Clubs Rödelheim bet Frankfurt a. M. • DerlebeusreltendeDurst. Ein Frankfurter Rentier lag jüngst auf dem Sopha unb las Zeitungen. Infolge bet riesigen Hitze verspürte er plötzlich einen gewaltigen Durst unb sehnte sich nach einem kühlenben Schoppen. Er zog sich an unb ging fort. Auf bet Treppe hörte er einen bumpfen Schlag, der ihn jedoch nicht zur Umkehr bestimmte. Als er bet seiner Rückkehr in das Zimmer trat, erschrak er nicht wenig über die darin stattgehabte Vernichtung: der größte Theil der GyPSdecke war herabgestürzt und ein großes Stück lag auf der Stelle des Sophos, wo er kurz vorher noch der Ruhe gepflogen hatte. Wäre er nicht dem Drange nach dem Genüsse eines Schoppens gefolgt, so wäre er schwer verletzt ober sogar getödtet worden. • Die Plage der Zusecten, die ins Zimmer dringen und uns NachtS recht unangenehm stören können, beginnen jetzt mit den warmen Tagen. In Italien, das bekanntlich viel von Stechmücken zu leiden hat, findet man oft die folgende einfache Jnsectensalle, welche gute Dienste leistet. Man stellt in die Mitte eines tiefen weihen Porzellantellers ein kleines brennendes Nachtlicht und füllt den Teller mit weißlich aussehender Flüssigkeit, z. B. Seifen- oder Chlorkallk wasscr, auch einfach nur Wasser, das man mit Milch oder Salzwasser versetzt und stellt diesen Teller nur Nachts in die Mitte des Schlafzimmers auf den Boden. Das Licht lockt alle Jnfecten an, die meist immer dann in die Flüssigkeit fallen. Auch gegen Motten, selbst gegen Flöhe, soll sich dieses einfache Mittel bewähren. Eingesandt. Gießen, dm 15. Juli 1896. Eine große Anzahl Damen und Herren fieht man des Mittwochs zwischen 12 unb 1 Uhr zur Südanlage pilgern, um den Promenadeconcerten anzuwohnen, die man Gießen seit neuester Zett rotebergegeben hat. Die zahlreiche Zuhörerschaft legt deutliches Zeugniß davon ab, daß sie sich dankbar verpflichtet fühlt, sowohl der höheren Stelle gegenüber, die die Concerte veranlaßt als auch der Regimentscapelle, die sie aussührt. Dankbar erkennt man auch an, daß man zur Ausführung der Concerte gerade die Südanlage gewählt hat, den herrlichsten Theil der ganzen Anlage... Die wundervollen Laubgänge, die die Natur in unnachahmlicher Kunst hier geschaffen, erlauben, in der Kühle des schönsten Schattens zu lüft wandeln und sich, wie ein modernes Schlagwort sagt, „voll und ganz" dem Genüsse der Mufik und all des Schönen, das f