1806 Mittwoch den 17 Juni Erstes Blatt e uo Firrtt(|a6riflfr Kenerat-Mnzeiger Zlints- und Anzeigeblatt für den "KreU Giefzen Hratisbeilage: Hießener Aamitienölatter. Tbeil Flaschen-Exp? B Pfennig. v. Gagern. Deutscher Reichstag. «et« 1 ®'l' und 61 11 »riubien. Iinnb m t toi Lnzrigri, |u der Nachmittag« für bm chatten Lag erscheinenden Nummer bil Sonn. 10 Uhr. iter) für 3 MV Mark frei in’s l nmg. n Rabatt. 1 einigt, nicht mit b !** Gießener ' HiilHrelfltltt 10-1 dem Anzeiger l , lich dreimal i «igel eg». wINM lusknnft retheÜk ■Ihof, Giesse« Vl, Grunberg u.Kl'-i Der IHnmct **ieigtr Onni täglich, l llulnahmr de« ytontog». >5« *Ä Durch die Post bezogt» 2 Mark 50 Psg. Nedoction, Epprdttiso und Druckerei: Zch.kftratzt »r.D Fernsprecher 51. Neueste Nachrichten» «olftl telrgropbttcht» Lorresponbenz-vureU». Berlin, 15. Juni. Wie die Abendblätter melden, über- sandte der Kaiser dem 1. Royal-DragonS-Regiment einen Kranz zur Zierung der Standartenspitze zur Erinnerung an den 18. Juni, dem Tage von Waterloo. Derselbe ist auS goldenen Lorbeerblättern, «Blüthen und «Früchten ge- wunden und mir goldgefranzter scharlachrother Schleife ver- ziert. Diese trägt auf dem einen Ende ein W mit der Krone, auf dem anderen ,18. Juni 1815." Berlin, 15. Juni. Zu Ehren Li«Hung «Tsch ang S findet morgen Mittag im Neuen PalatS eine größere Tafel von etwa 100 Gedecken statt. Berlin, 15. Juni. Die enthalten. Potsdam, 15. Juni. Heute am Jahrestage des Todes des Kaisers Friedrich erschien das Katserpaar kurz nach 9 Uhr im Mausoleum in der Friedenskirche und legte einen großen Kranz mit weißer Schleife und Namenszug nieder. Auch im Auftrage vieler anderer Fürstlichkeiten wurden Kränze viedergelegt. Sraudevz. 14. Juni. Heute gegen Mittag wurde die West preußische GewerbeauSstellung durch den Oberpräfidenten vr. v. Goßler eröffnet. Gegen 600 Aussteller au» säst allen Theilen der Provinz find vertreten. Gleichzeitig erfolgte die Eröffnung der in 11 Tagen fertig« gestellten, etwa 3 Slm. laugen Graudenzer Pferdebahn, vr. v. Goßler betonte tn seiner Eröffnungsrede, die Herausbildung des richtigen BerhälruiffeS zwischen Landwinhschaft und Industrie sei ein hervorragendes Bedürfuiß. Der land« wirthschaftliche Betrieb gewinne immer mehr den Charakter Hüt Unnoncrn-Burkaux bfi In- und Äullonbtl nehmen Anzeigen für be* „Gießener Anzeiger- entgegen. kleid) i „Nordd. Allg. Ztg." erklärt daß nicht der Justtzmintster, MlyseW' die Angabe der „Freis. Ztg. sondern der Ministerialdirector fich über die Anstellung der jüdischen Richter geäußert habe, ebenfalls für erfunden, ebenso die Angabe deS gleiche Blattes über eine Judenliste im Justizministerium, laut welcher nur 5 pCt. der jüdischen Rechtsanwälte in Berlin zum Notariat zugelassen werden, für unrichtig. Ueber die Justizbeamten, wie über alle andern Beamten werden Personallisten geführt, welche deren vollständiges Nationale, also auch Angaben über ihre Religion k te Bekanntmachung, b Miss and die Veranstaltung von verloosungen innerhalb des C A-ih-nzogthumS, hier Seitens des OrtSvorstandeS von Hungen. Ixt OrtSvorstand zu Hungen beabfichtigt, mit dem am 2111 Seiptember l. I. zu Hungen stattfindenven Biehmarkte t iWtrloofung von Kühen und landwirlhschafilichrn Geräthen z- jyitrrilnben. Eia« Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz h j«!tt nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung biefer 83er- liMmU unter der B:diogung ertheilt, daß nicht mehr als LiM.Joofe zu 1 Mk. da« Stück auSgcgeben werden dürfen u« Mindestens 60 pCt. deS BruttoerlöfeS auS dem verkauf b taei) Mfe zum Ankauf von Gewtnngegenständen zu verwenden ft Hi mb den Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen a tt-ütvi. Aiießen, den 13. Juni 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. 105. Sitzung. Montag, den 15. Juni 1896. BundeSraihsttsche. Reichskanzler Fürst Hohenlohe, €‘tertiär Gras Posabowtzki, Minister o. Bronsart, Sw;‘ecretär v. Bötticher. Ajar Berathung steht zunächst die Haushalts-Uebersicht pro 1 ' Vie RechnungScommtssion beantragt die Decharge für iämmt- U ßß-LtatSüberschrtilungen, mit Ausnahme einer solchen von 3 g.(C Mk zu Dersuchm im Bereiche deS ArttllertewesenS. A It^im beantragt sie eine Resolution betr. Aenderuna der Ver- o »ärq über die UrnzuaSkosten bei Gesandtschaften und Consulaten. öibfl. Rickert (srs. Vg): Wir können der Commission nur b lorin dafür fein, daß sie derartige Etatsüberschreitungen rügt und b< kr Kitt Regierung mahnt, uns künftig lieber Nachtragsetats vor- r.pmi Da uns aber fchon entsprechend« Zusagen Seilens deS g 3:i|li crtiärS und deS KriegsministerS gemacht sind und da unS a iMic an jetzt schon Nachtragsetats vorgelegt sind, so mochte ich doch d chw!)aß mir, um Weile urigen zu vermeiden, auch fchon ,etzl die v wräf' jt Genehmigung einschließlich jener 393000 Mk. auSsprechen. L-chatzsecrelär Graf Pofadowski versichert, daß künftig solch MlMlalSüderschreitungen möglichst vermieden werben würben. jlAgg. v. Marguarbsen (nl.), Dr. Lieber (Ctr.) unb U;i:(:h6ow (conf) erklären sich mit bem Vorschläge Rickerts ein- für bie zweijährige Dienstzeit einer solchen Einrichtung bebetf, bann laufen wir Gefahr, baß unS nach Ablauf beS Versuchs bie iwtijährige Dienstzeit wieber genommen wirb. Der Reichskanzler hat ür den Herbst eine Resormvorlage über b«n Militärstrafp' oceß »u- gesagt. Aber eS ist ja neuerbingS erst wieber von ben Eonservativen lebhaft angegriffen worben, eS ist ihm vom Grafen Limburg nachgesagt worben, baß er die preußischen Interessen im Reiche nicht genügend wahre. Solche Angriffe hat man Seilens der Eonservativen immer nur erlebt, wenn dieselben die Stellung deS Reichskanzlers für er- djüttert hielten. In der EentrumScorrefponbenz laS man auch heute Morgen, baß wir tm nächsten Herbst anbertn Männern in ber Regierung gegenüberstehen würben. Da ist eS wohl möglich, bah bie Reformvorlage wieber in ber Versenkung verschwinbet. Abg. ©■Hermann (nl): Seine Freunbe setzten v>olleS Vertrauen in bie hinsichtlich ber Mililärstrafproceß Reform vom Reichskanzler abgegebene Erklärung. Was bie Frage ber zweijährigen Dienstzeit anlange, so läge für seine Freunbe kein Grunb vor, bie von ber Militärverwaltung zugesagte ehrliche Probe in ber Weise, wie Richter bieS beantrage, abzukürzen. Seine Freunbe wurden bähet ohne Vorbehalte für bie gegenwärtige Vorlage stimmen. Ada. Lieber (E.) erkläit gleichfalls, feine Freunbe «blickten in Betreff ber zweijährigen Dienstzeit eine volle Gewähr in bet Erklärung der Heeresverwaltung, eine ehrliche Probe machen zu wollen. Abg. Rickert (ftf. Vg.) spricht sich ebensallS für bie Vorlage au» unb gegen bm Antrag Richter, bei besten Annahme man baü Zu- ftanbetommen btefer Vorlage unb baburch vielleicht auch die zweijährige Dienstzeit gefährbe. Die Beforgniffe Richters in ^olfl« ber Angriffe beS Grafen Limburg unb ber 'Richtvorlegung ber Milttar- strafproceßnovelle theile er nicht. Er beforge eher, baß eine solche Resormoorlage zwar kommen, aber weit schlechter auSfallen werde, alS er sie wünschen müsse. Abg. Richter: Er verlasse sich nicht auf persönliche Garantien, sondern nur auf fachliche. Bezüglich ber Militätsttafproce^ reform habe Rickert ftiber kein rechtes Vertrauen; ba sollte er hoch mit ber Bewilligung ber gegenwärtigen Vorlage warten, biS er den Entwurf zur Reform beS MilitärstrafprocesteS vor sich bebe. Abg. v. Manteuffel (c.) erklärt sich gegen den Antrag Richter unb sagt, was denn bie Aeußerungen des Grafen Limburg zum Richtergefetz mit ber zweijährigen Dienstzeit zu thun hätte»? Der Antrag Richter wirb abgelehnt gegen freis. VolkSp., südd. VolkSp. unb ©octalbemofr unb sobann bie Militärvorlage unver- änbert angenommen. ES folgt bie zweite Berathung bes NachtragSetat» für Militär, AurwärtigeS Amt, Post- und Schutzgebiet. Beim NachtragSetat für baS Auswärtige Amt hat bie Commission bie Forberungen für ^Neuguinea gestrichen. Schatzfecr. Graf PofabowSki tritt ber Angabe entgegen, er habe in ber Commifsion ben Vertrag mit ber Neuguinea-Compagnie als ben Jnteresfen deS Reichs fchädlich bezeichnet. Die Forberung für Neuguinea wirb nach längerer Debatte einstimmig a'-gelehnt, im Uebrigen aber ber jUachtragSetal für baS Auswärtige Amt genehmigt. Morgen 1 Ubr: Fortsetzung bes Nachtragsetats; Dritte Berathung ber Militär Vorlage. Rechnungssachen. (Schluß 6 Uhr.) In Lollar bei l8 bei Job. W Abg. Richter (ftf. Dp): ES entstehe doch da« Bedenken, daß ein solcher Beschluß später einmal al8 DeSavouirung der Commission auSgelegt werden könne. Die Entlastung wird ertheilt, einschließlich jener 393000 Mk, ür diese gegen die Stimmen der freisinnigen Bolspartei unb ber Socialbemokraten. E» folgt die Berathung ber Allgemeinen Rechnung pro 1894/95. Hier beantragt bie Commission, Decharge zu erteilen unb die rüber durch Jahre hindurch gemachten Vorbehalte bezüglich ber nur von bem preußischen KrtegSminifter contrastgnirten jastificirenben CabinetSordreS fallen zu leffen. Schatzsecrelär Graf PofabowSki bittet bas Hau», biefem Anträge zuzustimmen, ba ber Reichskanzler fowohl bie materielle wie bie formelle Verantwortung auch für blefe Gnabenerlaste auf bem Gebiete ber Heeresverwaltung übernehme. Abg. Rickert (frf.Vg.): Auch wenn ber Reichstag bem Anträge ber Commission zustimme, stelle er sich bamit boch keineswegs auf brn bekannten Standpunkt ber preußifchen Regierung unb des KriegSmtntfiers. Der Reichstag habe thatsächlich nichts mit bem Kriegsminister zu thun, fonbern nur mit bem Reichskanzler, als bem für bie Etatsangelegenheiten bem Reichstage Verantwortlichen. Der Antrag der Commifsion wird gegen die Stimmen der Freisinnigen unb Socialbemokraten angenommen. ES folgt erste Berathung be» Gesetze«, betr. Abänberung ber Schutztruppen-Gesetze für Afrika unb Sübwestafrika fowie Kamerun. „ . „ . Abg. Prinz Arenberg beantragt Namen« beS CentrumS Verweisung an bie Budgetcommission behufS genauer Prüfung. Namentlich auch in Bezug auf bie Missionare Nehme man bie Vorlage, die ja im Ganzen ben in ber Commission laut geworbenen Anschauungen entspreche, ohne Weiteres an unb ergäben sich bann Uebelfiänbe, so sei man selber für blefe Uebelfiänbe verantwortlich. Abg. v. Bennigsen (nl.) erinnert an bie Beschulbigungen, welche Bebet im Februar gegen PeterS gerichtet, namentlich an ben Bries, ben Peters geschrieben haben solle unb fragt ben Abg. Bebel, ob er jetzt bestimmtere Auskunft darüber geben könne. Abg. Haffe erklärt die Zustimmung ber Nationalliberalen zu ber Vorlage. Abg. Bebel: Herr v. Bennigsen richtet seine Anfrage an eine falsche Abrisse, er sollte sie an ben Reichskanzler richten, der ja eine neue Untersuchung eingeleitet hat. Für mich handelte eS sich ja auch nicht um ben Brief an Bischof Tucker allein, bezw. an ben Bifchof Simon«. Auf meine Erkundigungen hin habe ich erfahren, baß Simons tobt ist, ein Ersuchen an bie Nachlaß Vollstrecker betreffs eines Briefwechsels zwischen ihm unb Peters ist aber runbmeg abgelehnt worben. Wo sich Tucker befinbet, weiß ich nicht, ich habe aber bas auswärtige Amt ersucht, seinen Einfluß aufzubieten, um Tucker ausfinbig zu machen. c v Abg. Graf Arnim (Rp.) ist überzeugt, baß ber bewußte Brief überhaupt nicht exlstire. Wäre er vorhanben, so hätten ihn bie englischen Missionare sicher längst portofrei Herrn Bebel zuge- schickt Auch bie Ehebruchs-Hinrichiungkn habe Peter« sofort auS- brückttch befiritten, unb zwar in einem thatfächlich vorhandenen Briefe an englifche Missionare, die dieferhalb bei 'hm angefragt hätten. Dieser Brief enthalte also gerade baS Gegenthell von bem, was in dem von Bebel behaupteten Briefe stehen folle. Der Reichstag müsse daraus die Lehre ziehen, solchen Anfeindungen politischer Persönlichkeiten künftig keine solche Beachtung zu fchenken. Eine Beschleunigung der Untersuchung sei dringend nöthig, auch im Interesse deS Ansehens unserer Colonialverwaltung. Der Fall mit bem Briefe ist nur ein einziger unter ben von mir angeführten. WaS Peters sonst noch auf dem Kerbholz hat, genügt allein fchon, um ihn künftig für unfere Colonien unmöglich zu machen. Schon bas genügt, was damals Colonialbirector Kayser genötigt war, unS aus bm Acten vorzulesen. „ _ r Abg. Richter: Die ganze Verhanblung im Februar war gar nicht burch jenen Brief veranlaßt, sonbern burch bie ganze coloniale THStigkell bes He' rn Peters. Unb wie bicse war, theilt Herr Peters selber in feinem Buche mit. Redner tritt bann, im Hinblick auf bie Vorlage, ber Meinung entgegen, daß man in Sübwestafrika Eisenbahnen anlegen könne. Doch höchsten» Ochsenbahnen. Wozu noch eine Commission für bie Vorlage«' Wir sitzen hier fo gemüthllch beisammen, in einer so geringen Zahl, bie gar nicht fiörenb wirkt. (Große Heiterkeit). Die Commission bat bereits so viel in btefer Session gelban, daß wir »hr nicht mehr aufzugeben brauchen. Wir können das hier ganz gut tm Plenum abmachen. Abg. Graf Arnim hält nochmals Bebel vor, es wäre besten Pflicht gewesen, nach dem Brief zu recherchiren. Wie dürften Leute, welche freie Liebe vrebigen, so ihr Gesicht verhüllen wollen, wenn Weihe einmal in Afrika Ausschreitungen begeben. Abg. Bebel: Wenn nach Abschluß der Untersuchung bie Regierung alle Acten veröffentlichen werbe, würben wohl noch ganz andere Dinge über PtierS zu Tage kommen. Er halte bm Herren drüben nur den Spiegel vor, damit sie sehen, wie e« in ihren Gesellschaftsklassen aussehe, und erinnere dabei auch an Hammerstein! Abg. Graf Arnim (Rp.): Mit dem Briefe an Bifchof Tucker habe Bebel sich unb bm Reichstag g'Ünbllch reingelegt. In Afrika könne man allerdings nicht ben Maßstab scharfer Moral anlegen, wie tn Mädchenschulen. , _ . t Abg Bebel: Schon bie eine von PtierS eingeftanbcnc That- sache, baß er ein l’iäbdjen, welches er mißbraucht habe, hinterher wegen geringfügiger Anlässe hat hängen lassen, ist ein Bewel» schwerster moralischer Verworfenheit. Sie beleiblgm uns fortwährend während. Sie eine Gesellschaft npräfentlren, bie voller Heuchelei ist. Die Vorlage gebt an bie Bubgetcommifsion. Es folgt bie zweite Berathung ber Militär Vorlage (Umgestaltung ber vierten Bataillone). Die Commifsion beantragt, bie Vorlage unoeränbert zu genehmigen. Abg Richter beantragt gefetzliche Festlegung ber zweiiahrigen Dienstztit burch Aufnahme einer bez. Bestimmung in bie Vorlage. Wir haben um so mehr Veranlassung, aus btefer Forberung »u bestehen, alS seinerzeit bie zweijährige Dimfizeit ausdrücklich unb nur bewilligt worben ist als Cowpenfation für bie vierten Bataillone, bie nun jetzt wieber tn ihrer Befonberhelt aufborm fallen. Wenn nun in milttärifchen Kreifen die Auffastung Bestlnb hat, daß cs netamrtmadittntL Ita Ärbeiter-Frühzug von Grünberg nach Gießen betr. Qyn Montag den 29. Juni an wird der bisher nur r i*fd)tn Großrn-Buseck und Gießen verkehrende Arbeiter- Msi« von Grüuberg aus um 4 Uhr 45 Min. Borm. a iitzthir und in Saasen, Reiskirchen, Großen-Buseck und 9> Äiljti anhalten. Due Bahn-Strecke Grünberg-Gießen wird während dieses KpitkehrS nur an den unmittelbar bei den genannten 5 Sutlomen gelegenen S raßen Uebergängen bewacht werden, li nUtkrlgen aber nach Maßgabe der Bahnordnung für deutsche 9 SMnti untergeordneter Bedeutung betrieben, also ohne SNimachnng der Bahn und ohne Schließen der LLchlOttken au den sonstigen Bahu-Uebergäugeu. Fagegen wird bei Annäherung des Zuges ■a m efoten unbewachten Wegübergang mit der aus d io» Lvcomotive befindlichen Glocke zur Warnung fitätbiie Passanten geläutet. fflUe Diejenigen, welche In den genannten Morgenstunden a rnr bcti von der Bahn überschrittenen Straßen und Wegen - ftFgsi oder zu Wagen verkehren, werden daher aufgefordert, a ar bat« Läute-Stgnal zu achten und die Bahn nicht zu über« fe 4^1101, solange baffdbe ertönt. (5i l e 6 e n, den 15. Juni 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 15. Juni 1896. Wie oben. wl «rotzherzoglicht Kreisawt Vietzeu a m dise (Sr. Bürgermeistereien Aouerod, Großeu- l Beuern, Bersrod, Oppenrod, Reiskirchen, 4Sirkchardsselden, Harbach, Hattenrod, Laasen, Neiuhardshain, Lauter und Orünberg. ü-l beauhragen Sie, vorstehende Bekanntmachung in b i.u ochsten 14 Tagen wieberholt ortsüblich publictren zu li ertn. «ließcner Anzeiger3 einer Industrie. Bet einem Rundgang durch die Ausstellung besichtigte Dr. v. Goßler eingehend die ausgestellten Gegen- stände. Bei dem sich anschließenden Festmahle brachte der Oberpräsident den Toast auf Se. Majestät den Kaiser au-, indem er Allerhöchftdenselbeu als FriedenSfürsten feierte. Weimar, 15. Juni. Heute v erstarb nach längerem Leiden der Geh. StaatSrath v. Boxberg. Straßburg, 15. Juni. Gestern haben in ganz Elsaß« Lothringen die Gemeinderathswahlen stattgefunden. In Colmar find von 33 Candidaten 21 Mitglieder der vereinigten gemäßigten Liste gewählt, darunter der bisherige Bürgermeister Camille Schlumberger. In Schlettftadt sind von 24 Candidaten 13 gewählt. Der bekannte Führer der clericalen Partei Spieß, bisheriges Mitglied des Gemeinderaths und früherer Bürgermeister von Schlettstadt, ist nicht wiedergewählt. In Markirch sind von 27 Candidaten 21 gewählt, darunter 2 Sozialdemokraten. Rom, 14. Juni. Eine Privatdepesche auS Massauah bestätigt, daß General Baratieri freigesprochen worden ist. Die heute verlesene Urtheilsbegründung bedauert, daß da- Commando einem den Schwierigkeiten der Lage nicht gewachsenen General anvertraut worden war. Antwerpen, 15. Juni. Etwa 50 Matrosen eines japanischen Kriegsschiffes verweigerten in berauschtem Zustande den Dienst und gingen an Land. Dort widersetzten sie sich der Polizei, die von ihren Waffen Gebrauch machte. Ein Polizist wurde verletzt, ein Japaner erhielt schwere Verwundungen. Die Polizei überwacht daS japanische Schiff. London, 15. Juni. Die „Times" meldet auS Kairo von gestern, daß die Cholera sich noch beständig auSbreite. Sie habe gegenwärtig bereits Affuan erreicht, wohin sie durch Paffagtere von Nilboten verschleppt worden sei. London, 15. Juni. Nach einer bet LlohdS eingegangenen Depesche auS Gravesend pasfirte der Dampfer „Claverley" mit einem Loch im Bug und Wasser im Vorderraum. Der Capitän berichtete, er sei gestern Morgen während Nebels bei Southwold mit dem Dampfer „Bertha" zusammen- gestoßen. Letzterer sei untergegangen- von der Mannschaft seien 6 Mann ertrunken. London, 15. Juni. In Verbindung mit der am Donnerstag in Berlin stattgefundenen Feier des 200. Geburtstages des Feldmarschalls Keith sandte die Stadtvertretung von Peterhead, dem Geburtsorte Keiths, ein Telegramm an den deutschen Kaiser, worin sie die Glückwünsche PeterheadS und des schottischen Volkes übermittelte. Der Kaiser antwortete in einem Telegramm, in welchem er der Bevölkerung von Peterhead seinen huldvollsten Dank für die freundschaftlichen, ihn sympathisch begrüßenden Glückwünsche zur Feier des 200. Geburtstages des Feldmarschalls aussprach: Keith war ein hervorragender Soldat gewesen, mit allen den Vesten Eigenschaften, die geeignet waren, ihn von seinem Herrscher hochgeschätzt und bei seinen Soldaten beliebt zu machen. Tapfer und loyal bis zu seinem ruhmreichen Tode in der Schlacht bei Hochkirch bleibt er für immer ein Vorbild für die Offiziere und Soldaten der deutschen Armee, besonders des Regimentes, welches seinen Namen trägt. Bet seinem Tode habe er abermals die Wahrhe t des alten Spruches bezeugt, daß Blut dicker ist als Waffer. Athen, 14. Juni. Die Blätter berichten von Scharmützeln an verschiedenen Punkten Kretas, wobei die Türken unterlagen. AuS Rethymo werden Wirren gemeldet. Havanna, 14. Juni. In einer Versammlung der Generale wurde beschloffen, die Operationen wegen Eintritts der Regenzeit ein zustellen. Prätoria, 14. Juni. Reutermeldung. Präsident Krüger empfing gestern eine Massendeputation der Bürgermeister auS allen Theilen Südafrikas, welche für die Milde gegenüber den Mitgliedern deS Reformcomitos dankten. Krüger antwortete, indem er auf die Bibel zeigte: „Die- ist mein maßgebender Wegweiser. Dieses Buch gab mir die Richtung an, welche ich zu verfolgen habe. Man darf nicht vergeffen, daß die BurgherS seiner Zeit einen Stoß pariren mußten, aber in der Stunde des Sieges verstehen wir zu verzeihen." Krüger fuhr fort: „Was soll man von Demjenigen sagen, der die Hunde aufeinander gehetzt und den Scandal veranlaßte. Er ist immer noch frei und unbestraft." Beim Schluffe des Empfanges brachte die Deputation ein dreifaches Hurrah auf Krüger, die Regierung und auf die Gemahlin des Präsidenten aus. Ur« .Her-lv" Berlin, 15. Juni. Der chinesische Dtcekänig Lt-Hung- Tschang wurde vom Kaiser gestern Mittag 121/2 Uhr im hiesigen königlichen Schlöffe in feierlicher Audienz empfangen. Die Auffahrt wurde von einer EScadron des 2. Garde-Ulanen-RegimentS eScortirt. Der Audienz wohnte die Kaiserin, die Prinzen nebst dem Hofstaat und Gefolge, der Reichskanzler, der StaatSsecretär des Auswärtigen, Freiherr v. Marschall, die StaatSminister, die Generale und die Admiralität bet. Lt-Hung-Tschang verlas vor Ueberretchung seines Beglaubigungsschreibens eine chinesische Ansprache, die der BotschastSsecretär, chinesische Zolldirector Detring, tnS Deutsche übertrug. In derselben wird die Bewunderung für daS große Deutsche Reich auSgedrückr, auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China hin- gewiesen und die deutsche Armee als die erste der Welt bezeichnet. Der Biceköntg sprach zum Schluß die Hoffnung auS, daß der Deutsche Kaiser demjenigen Chinas beistehen möge zur Befestigung einer ewigen Freundschaft zwischen Deutschland und China, zur gemeinsamen Theilhaftigkeit an den Segnungen deS Friedens. AuS den Händen des StaatS- secretärS Fretherrn v. Marschall nahm alsdann der Kaiser den Text der Antwort und verlas dieselbe, welche wiederum Zolldirector Detring übersetzte. Der Kaiser dankte für die freundliche Gesinnung, welche der Kaffer von China ihm und dem Deutschen Reiche entgegenbringt, und wünscht, daß die Freundschaft zwischen beiden Ländern fortbestehe. Zum Schloß heißt der Kaiser den Vtceköoig an seinem Hofe und in der Reichshauptstadt willkommen. Damit war der Empfang beendet. Berlin, 15. Juni. Dem chinesischen Vicekönig Li- Huug-Tschang machten im Laufe deS heutigen Tages der Reichskanzler und die Minister Gegenbesuche. Morgen Mittag ist Li-Hung Tschang zum Kaiser nach Potsdam geladen, wo im Neuen Palais zu Ehren des Gastes ein große- Diner gegeben wird. StaatSsecretär Freiherr v. Marschall über- brachte dem Vicekönig heute Vormittag daS ihm vom Kaiser verliehene Großkreuz deS Rothen AdlerordenS. Heute Nachmittag legte der Vicekönig am Sarge Kaiser Wilhelms I. zwei riesige Kränze nieder, deren AtlaSschleifen die Widmung trugen: „Li-Hung-Tschaog dem großen Kaiser Wilhelm." Berlin, 15. Juni. DaS Abgeordnetenhaus erledigte heute kleine Vorlagen und trat dann in die Berathung deS couservativen Antrages, betreffend die Bundesraths- Verordnungen über den Betrieb von Bäckereien und Cou- ditoreien. Berlin, 15. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß d!e Session des preußischen Landtages voraus- sichtlich am Feitag in gemeinsamer Sitzung beider Häuser im Saale deS Abgeordnetenhauses geschloffen wird. Breilau, 15. Juni. Der „BreSl. Gen.-Anz." meldet aus Nikolai: Gestern wurde in Koetzsche in der dortigen Keffelfabrik ein Kassen-Einbruch verübt. Die Einbrecher wurden jedoch von dem Polizeisergeanten Thometzki überrascht, welchen dteselben erschossen. Die Thäter entkamen. Karlsruhe, 15. Juni. Der Landtag wird am 23. Juni durch den Großherzog persönlich geschlossen werden. Budapest, 15. Juni. In Arad wurde ein überaus fein auSgesührteS, noch sehr gut erhalreneS Gemälde Corregios als WirthShauSbtld aufgefunden. Rom, 15. Juni. Wie die Blätter melden, soll man im Qutrinal über den Besuch der katholischen englischen Matrosen im Vatican äußerst verstimmt sein. Paris, 15. Juni. Der „Ncwyork Herald" veröffentlicht Einzelheiten über die Verhaftung deS italienischen General- ftabS - Offiziers Ravellt an der französischen Grenze: Mehrere, den Mo^t Mannier, einen wichtigen strategischen Punkt, besichtigenden französischen Offiziere bemerkten einen für daS Festungswerk sich sehr interesfirenden Civtlisten. Sofort schöpften sie Verdacht und verhafteten Ravelli, welcher gestern nach Nizza gebracht wurde. Im Bureau der 29. Division wurde er verhört, wo er energisch gegen den Verdacht der Spionage protestirte. Documente wurden bei ihm nicht vorgefunden. Loudon, 15. Juni. Die Times melden aus Cape- town, der VolkSrath deS Oranje FreistaareS beabsichtige, die Cap-Colonien Natal und Transvaal zur Unterstützung eines Zollvereins-Vertrages aufzufordern. Havanna, 15. Juni. Große Panik entstand in der letzten Nacht infolge Explosion einer Dynamitbombe unter der Christineudrücke beim Bahnhofe der West-Eisen- bahn. Die B ücke wurde theilweise zerstört. Einige Augenblicke später explodirte eine Bombe auf dem Concha Bahnhofe. Berlin, 16. Juni. Beim Finavzmtnister Dr. Miquel findet DovnerStag den 18. b. M. eine parlamentarische Abend-Unterhaltung statt. Berlin, 16. Juni. Wie die „StaatSb. Ztg." meldet, soll der Fall Bashford im Reichstage durch eine Interpellation zur Sprache gebracht werden. Berlin. 16. Juni. Dem „Vorwärts" zufolge wurden bet der Stadtverordnetenwahl in Pforzheim sämmtliche 16 aufgestellte socialtstts.che Candidaten gewählt. Berlin, 16. Juni. Das „Kl. Journ." meldet: In Tourcotng griffen 700 Socialtsten eine Prozession an, zersprengten dieselbe und mißhandelten die begleitenden Priester, welche in die benachbarten Häuser flüchten mußten. Berlin, 16. Juni. Die Interpellation des C ent rum s über die Stellung des BundeSrathS zu dem Beschluffe des Reichstages, betreffend die Aufhebung des JesuitengesetzeS, gelangt morgen im Reichstage zur Berathung. Berlin, 16. Juni. Der „Local-Anzeiger" meldet auS FrtedrtchSruh: Das Befinden Bismarcks ist zufriedenstellend. — Gestern wurde daselbst Dr. SchwenningerS Geburtstag gefeiert. Berlin, 16. Juni. Heute vor 25 Jahren erfolgte der Einzug der siegreichen Truppen in Berlin. Hamborg, 16. Juni. Der Vicekönig Lt-Hung Tschang sagte seinen Besuch in FriedrtchSruh bei dem Fürsten BiSmarck an. Der Empfang dürfte in den nächsten Tagen statifinden. Karlsruhe, 16. Juni. Ja der gestrigen Abendfitzung lehnte die Zweite Kammer den Antrag deS Centrums auf Zulassung von Orden und ordeuSähnlichen Congregationen mit 32 gegen 29 Stimmen ab, nahm dagegen den weiteren kirchenpolitischen Antrag bezüglich der wissenschaftlichen Ausbildung katholischer Geistlichen mit 32 gegen 26 Stimmen an, wonach auch solche Geistliche zu kirchlichen Aemtern zugelassen werden, die an außerdeutschen Universitäten studirt, an denen Jesuiten unterrichten. Wien, 16. Juni. Heute erscheint da- Wahl-Programm einer neuen deutschen Volkspartei, die deutsche Nationalpartei und die christlich-socialen Antisemiten umfasseud, die gemeinsam in den Wahlkampf eiatreten wird. Rom, 16. Juni. Die „Riforma" theilt mit, General Baldissera habe auS Gesundheitsrücksichten um seine Abberufung auS Afrika ersucht. DaS Blatt meint, der an- gegebene Grund sei nur ein Vorwand. Thatsächltch sei Baldissera mit der Colonialpolittk der Regierung nicht einverstanden. Brussel, 16. Juni. Der „Chronik iufole, ,. Lothaire die deutschen Colonialbehördeo in äu*. - den Sclavenhaodel begünstigten. Das '* Veröffentlichung sensationeller Dokumente in Paris, 16. Juni. In der Deputhtentam»,, de Mun an den Berliner Arbeiterichu?/ ' und bezeichnete dessen leitende Ideen als die ein', ' für den Fortschritt und die Verbindung zwischrg .*nt Intelligenz und der auSführeoden Gruppen. '' CoceUs unb provinzielles/^ 6‘tfcex. den U a, •• AuS dem GerichtSdieust. Seine ftani-M der Großherzog haben Allergnädigst geruht > ' richter bei dem Amtsgericht Wald-Mtchetbach ft 1h * zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß HilfSgerichtSschre'ber cm Amtsgericht Groß rich Kalt zum Gerichtsschreiber am AmtSgerit', zu ernennen. ♦♦ RuhestaudSversetzuog. In den Ruhestank setzt am 10. Juni der Provinzial Rabbiner Dr. 8,. * Levi in Gießen mir Wirkung vom Tage deß t-.tr- - seines DienstnachsolgcrS und unter Anerkennung jährigen, sehr ersprießlichen Dienste. •e Koschat-Coucert Wir erhielten folgende,- r- „Ersuche Sie höflichst, in meinem 9?omer" hochgeschätzte Gesang und Mufikoereine in ®tßtn c 22. Juni zu einem Concerre einzuladeo uni $■:.», ‘ erfreut sein, wenn ,ch dorten alle Säuger uci J recht zahlreich vertreten fände. Mit ausgezeichneter Hochachtc- Thomas Koichar, ’ Mitglied der K. R. fcofopn 8i ** Recitatiou Künftigen Freitag Abend bei der Recitator Gustav Becker auS Frankfurt t Saale dcS Cafe Leib das großartige Wcrk cor fr. .! Wildenbruck: „Die Schlacht bet Sed,.- . Donchery" zu rccitiren. Sämmtliche Schlatter • □ um Sedan werden wahrheitsgetreu geschildeit. , ist edel und kernig und wird jedem Krieger und R> t:*ru -- . geßlich bleiben. Auch der Heldentod bt6 tapferen : GerSdorff macht einen tiefergretfenden Eindruck ee . n ©orte waren: „Die Gattin grüßt, die v-elxei-et- Sagt meinem Könige, ich sterbe gerne!* Auch für ü-, hochinteressant. Herrn Direclor Becker wurde in t hohe Ehre zu Theil, die Protection Ihrer Rötri y der Frau Großherzogin und Sr. König!. Hoden H Herzog- zu gewinnen, worüber er jederzeit -tr-: * :1- weise vorlegen kann. Wünschen wir Herrn 8t(fer: : • einen guten Erfolg. ** Moutagsconcert auf der „Schönen klatßchr gestrige Concert auf der „Schönen Aussicht' rrr ■ I abermals eines recht zahlreichen Besuches. Unfne r- i r musik gab sich auch alle Mühe, um diese- neue Ui.-c-rh I des Herrn Kuhnd kräftig zu unterstützen. Um: '■ schiedencn Nummern de- Programms war» tl tira : das Posaunensolo deS Herrn Trink- uub fcal Zubr. Solo des Herrn Schwarz, welche wohlveetienitr 5: fanden. Verschiedene Nummern mußten roteieito ■ Der Zeitraum des ConcerteS, 5 bis 10 Uhr Bbesü recht glücklich gewählt, da dadurch 3ebnmana ®; ’-A' geboten ist, demselben beiwohnen zu können. Die Flagge bei Marine Vereiul liebst?irp Schaft mit den von anderen Brudervereinen t Stralsund, Saarbrücken u. s. f.) gestifteten 14 ; und der vom Verein Mainz gewidmeten pradjteoQec *4 ist au-gestellt im Eck-Erker von A. Welz, Vmbtr:-1 ** Bergrößerung der Actieobrauerei. Die Acneitrr - beabsichtigt, ihre Mälzerei wesentlich zu Dtrgiosni u sollen zwei neue Lagerhäuser, fegen. LiloS ir werden, um dem vermehrten Bedürsniß entbreitet Malz und Gerste speichern zu können. •* Der wittelrheinifche Fabrikantenverein hü! :■ - Mts. in Mainz im ConcerthauS der Liedertafel (®r-8 x eine Vereinsversammlung ab, worin die Herren | Dr. Reatz (Gießen) und Rechtsanwalt Dr. Fuld gemeinschaftlich ein Referat über das Bürgerliche ' buch und seine hauptsächlichsten Bestimmungen in ■ Industrie und Gewerbe erstatten werden. An sammlung wird sich im gleichen Local etwa um - W 1 gemeinschaftliches Mittagessen anschließen. " Belästigung der Radfahrer. ES ist In mehrfach vorgekommen, daß unsere fleißig Touren W41 Radfahrer besonders in der Provinz Oberhessrn o«** belästigt worden find, ohne daß eS ein Mal ßtglbm J die rohen Thäter zu ermitteln, um sie zur An,ns« zu können. Nunmehr liegt ein Fall vor, bi? Störenfried der verdienten Strafe nicht entgeht. C® fl' Händler Koch von hier fuhr gestern Abend mir iets» •, rad die Straße zwischen Oberroßbach und dem Heimwege begriffen, da packte plötzlich ein | die Maschine am Hinterrad — der Beschäeigunz nach wurde ein starker Stock zwischen die Speichen , so daß der Fahrer zu Fall kam und sich , der Hand verletzte, während der Thäter sich 't . dem Staube wachte. Zum Glück für den zwei ältere Männer in der Nähe, die sich desieiben a«i und ihm auch den Namen bei Menschen anpebtn Der Staatsanwaltschaft ist bereit- Anzeige von dem - erstattet. , •• Fahrt nach bem Kvffhänser. Fü' die , Krieger vereine wird eS interessant fein, zu m J . nur Rückfahrkarten zum doppelten ddtlitär.a ' die Fahrt nach dem Kyffhauser für die 3. Wagen gegeben werden. ES werden also Fahrkarten - , fache Fahrt nicht verabfolgt. Die 8tförbtninfl . der Zeit vom 15. bis 20. Juni entweder «i« o.*t bee^v Die er«** y !-■ «n - . _ ggi * 5 Fi ik=x 5 er»' wAy. 3”' y Mi«« ® Sraunii® 2136, S-'S°b> r*: sonberkhaufe 52, NeoS 1 bjri • Appr ' 16«. 611 «.4 i?6 B:rroü»rr- üantlitbe 2 ”b icit ter ।^.»-lißkn öer Le r„‘ iberrn|t bei ffieiti iktricr- Die bi edrmbarg'Änbol L-t tl Reicht«. - Versichert i 0:3t Mngen ben 1 ’-nnnt auch l Jtae eciibt kann 0 - ,v—t l XIM. litjl: Ktbdt 8 3k 15. Zuni nanüfllt mit eile Der Darmstadt. LllMNcki emgetragem :LtÜDO. a 1. ikilal\«-(ionio 2. ,t...:nobihtn:(ionto 1 5?jbÜim Gonto 4 (IflwGonto . 5. 5orlagea-Gonto Währ Dahei 3tant Haftsumme Tießen, ben ^getragen Ertragen Mittwoch ^"berge zur H urdcutüch o I 4 -‘-ibtilungen. «enebmigung । 6et ^krhnluug be- ^'kßen, ben '' < Mali SOlOhA M. § Aus dem »reife Allfeid, 15. Juni. So feiten man ■e Gr.GberhksfischcEjscnbahukn 117 an an ab Passiva. am 31. December 1895. Iclivva. Ende 1894 . . 5550 fcxtt a SR. Lon neu straft e 25. 5600 Haas. Doering. ^ereinsnachrichterL i---i 19. «. 8'/r U. B -Wahl. Heiterkeit oo 56 D statt. Der Vorstand. 5581 zu 2 Mk. 50 Pfg. J. Ferber, Dirnfimann. aber war. Güpiilnlien-Gonto . M.obilien-Conto jiMlien Conto . lass! !>'Conto . . Arb iter- den Per- Gteßen— (Eatl Steinberger, Löwen gaffe 27. Die Singstunde findet am Donnerstag, präcis 9 Uhr, haben. Der lachende Sonnenschein de- folgenden Tape» läßt den Vorsatz ebenso rasch vergefien, al» er gefaßt So handelt der Leichtsinnige. 159.40 61001.95 26.05 257.83 211.78 man versichern, sondern man soll zeitig versichern und nicht den letzten Moment abwarten. Wie leicht kann unvermuthet früh ein Hagelschlag die Fluren heimsuchen und dann ist da» Unglück nicht mehr ungeschehen zu machen. Jede aufziehende Wolke bedroht den Unversicherten mit herbem Verlust und läßt ihn nicht zur Ruhe kommen, während der versicherte Landwirth gleichmöthig abwarten kann, wa» da» Wetter bringt, in dem Bewußtsein, für alle Falle vorgeforgt zu „ Saasen an Grünberg 4« Darm- 5« „ 5“ 5M „ 5« , 705 Nachm. 730 „ 7«o n 750 w 805 „ verkauft 5596 : “nb«»«' ld>'" Mi ■ M. H // JL 61657.01 74 Tausch. Um Beschäftigung m haben, vertausche mein hochrentabdes, neuetz ZinSbautz auf ein Gut, Bergwerk, Bauterrain ober industrielles Werk und Zahle eoeni noch größeren Betrag hinzu. Offerten unter P. D. 359 erbitte an «övande kann alle Hoffnungen zerstören und die Frucht : x jujir Mrbelt vernichten Aber nicht nur gegen Hagel soll Wochen- unb Rückfahrkarten zu sonenzügen 2 unb 9 ber Strecke Grünberg nicht mehr. Gießen, ben 15. Juni 1896. 6604 Gr. Direction. 1 ,D meine* i unl «w 'iWa 1 lanbe. W “«KJlitate RuBhtb der fi, j. Schlacht bei ; «;• SllMIIit! :■ M'lszktren B|^„. ldjiLe« Krieget^ • der htldevtod itie "cfergleiseadea^ ©Qttin grüßt, Ü!: ich sterb: gerat!' Director Belker ü- die Protection Jk n und er. KSni^ worüber er jeltr; Wünschen wir Heini Gr.ObcrhesßslhrEiftnbahuev Die Herstellung von ca. 3000 qm Alivkerrollpstaster im Hauptbau der neuen Werkstättenanlage bahier soll vergeben werden. Angebote sinb bis zu« 26. d. Ml», hier einzureichen, bie Be- bingungen auf bem Baudüreau am Riegel- pfad einzusehen, auch burch unser Secre tariat gegen Erlegung von 40 Pfg zu beziehen- Zuschlagsfrist 10 Tage. Gießen, ben 16. Juni 1896. 5605 Gr. Direction i auf btt „bchüa i ber „Schönen 3ti: hltkichen Besucht?. ’.t Mühe, um diest! iftifl zu unterstütze :6 Programms m Henn Trinkt L lvarz, welche ui! Nummern mutztee: ncerteS, 5 bi« 10 , da dadurch Jiicr beitvohnen zu Kone, itl Mariae-Benitl aderen $rubtrbtnfc: -n u.f.f.) geftiftuc! Painj getvidmeteo Erker von A. St!;, bet flctitnbtauHtL l Izerei tveseutlich |» '•? agerhäuser, lei6■ rpcbrten MW 5 chern zu können. „iWSiW*1 „(ttjmis »er W« »e «6-V' [etat übe', t, trtaltra »«‘l: !I L - । 1,6 i« er® \ SaB l- aterrad jugp U er * •äM EG 5.Ü Zcibagen Conto . „ Temperatur der Lahn und ^uft nach Reaumur gemeffen em 16. Juni, MittaaS zwischen 11 unb 12 Udr Weffer 18»/,. Luft 21°. fRübtamen’(d)f Babeenstalt. 1. Geschästsantheil-Conto 7186.— 2. Anlehen Conto . . „ 44400.— 3 Spareinlagen Conto „ 9699.— 4 Neservefonv-Conto . „ 22.28 5. Gewinn-Conto . . „ 349.73 17 91 ^VedörerH^eftmdeiL| Entlaufen Z eine Jagdhllndtn, karzh., braun unb weiß gettegert. auf ben Namen „Nora' hörend- — Es wirb gebeten, bieselbe dn^ufangen unb abzugeben, ober Mit» tbeilung zu machen an ben Gräfl Jäger Hecker zu Laubaed (Oberhesien) Gefunden träger? ^°55?9 ______Äbzuholen Woltengafse 17._ Während 1895 traten ein . . . 19 ri li II QU® • • •______ Daher Zuwachs....... Stand Ende 1895 ...... Kirchliche Anzeigen der evang.Gemeinde. Die Vorbereitung für die AinderkirLe findet nicht Donnerstag, sondern SamStag den 20. Juni, Nachmittag? 3 Uhr, in der Etadtkirche statt. _____________________________________________________ Verkehr, taub« unb VsU»wtrtt>ichaft. eu»m, 16. Juni. Marktbericht. Huf dem beuttger Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. jW. 0,75—0,95, HuhnereSe pr. Et. 0 4, 2 St. 10—11 4, Entender 6 2 ©t 0 4,_@lnfe- der pr.St.c0— 00^, «äse pr.6t.5-ll 4. KLsemattr pr. 61. 3 A Erbsen pr. Liter 17 A. Linsen pr. Liter 30 A, Taubm pr. Psm JL 0,60 bi» 0,80, Hühner pr. Stück 1,10 bi» 1,20, Hahnen pr. Stuck X i-,80—1,30, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsensteisch pr. Pfd. 70—74 A, Kuh. und Rindfleisch pr. Pfd. 64— 68 A, Schwdnefldsch pr. Pfd. 50 bis 66 A, Schweine fletsch, gesalzen, pr. Pid. 70 A. Kalbfleisch pr. Pfd. 50—< 0 A Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 bi» 5 00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 A, Zwiebeln pr. Centn-r X 7,00—8 00. Mil» pr. Liter 16 A, Kirschen pr. Piund 20-35 A- ilcuc Fpeistkartoffkln Magnum bonum, a Ctr. 3 Mark. 5595 Kennel, Riegelpfad. 3 Morgen Heugras tagcnoffnWt des EvMg. Arbkitervtreing zu Gießen. Eingetragene Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Einladung ;u It :r Mittwoch, den 24 Juni l. I., Abends 8 Uhr, in der vJorlrtrgc zur Heiwath dahier stattfindenden tentlichen (tzeucralverfammlnng. Tages-Ordnung: I!S1!ittheilungen. LI irMehrnigung der Jahresrechnung und Bilanz. 8! E aftcittung de« Rechenschaftsberichts durch den Director. 'T'.stttHeilung des Ergebniffe« der stattgehabten gesetzlichen Revifion. Lit-jgänzungswahl des Vorstandes und Ausfichtsrathes. fließen, den 15. Juni 1896. | Mieth-Gesuche. | 4012] In gesunder, freier Lage hübsche Wodnung. 3-4 Zimmer (Wafferleitg.), auf 1. JHtli erwünscht. Offerten unter Z. 3. 4 erbeten an bie Expeb. b. Bl. |Vermischte Anzeigen. | Guter bürgerlicher Mittagstisch. 5543 L. Feldbaus, Wiener Hvf. p i Wappen etc. LQhnOll VUMliUUj " -iw - O I aaranttrt frisch, im .»edllock-. s353 Mainz Schooh Lf°, tann war *5 .Tick - tc ** ici<« «et *•**«. ii. M 2" ”(i”i Urgrofi ® a,dn ’<« «b» ij'-/9'8"'" ««I -l°-, ^SL***. ? s* w l^tzr, mc Ur (£, St 1 > luS* i ‘ - ^ Herstellung von Ghpsböden als feuersicherer Belag für Böden empfiehlt sich bei billigster Preisberechnung Hermann. Thiele, Asphalt , Cemerrt-, Terrazzogesc^ Gikste«, lÖrnnhqflflf^:--- Höerhesstscher Heschichlsverei» Sonntag, den 21. Juni ISS«: Ausflug ulitDaulku nach MiillMberg ni) Inn im Anschluß an den Hanauer Geschichtsverem Abfahrt von Gießen 8 Uhr 16 Minuten. Fahrgelegenheit nach Münzenberg 93/< Uhr. Zurück über - Zur Theilnahme am gemeinschaftlichen Mittagessen im W* „Zur Burg Münzenberg" (Jäger) ist vorherige Anmeldung k 18. Juni) in der Ricker'schen Buchhandlung erwünscht. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Der Vorst» l Hoslohnkutscher Huhn. Hausburschen zuverlässigen, nüchternen Mann, suchen 5572 Brüder Schmidt. 5578] Einfache«, mit guten Zeugnissen versehenes Aräulein, welche« sehr gut kochen kann und sich keiner Arbeit scheut, sucht selbstständige Stellung. Offerten unter G. B. 100 an die Exved. d. Bl. 6571] Ein Mädchen, das bürgerlich kochen kann, sucht Stelle. Offerten unter B. A. an die Exped. d. Bl.__________ ■W* Wer schnell und billigst Stellung finden will, verlange per Postkarte die -Deutsche Bacanzen-Post" in Eßlingen. Etiquetten, JjS? Brühl sche Univ.-Druckerei : ‘1J SchulRtrM.ee 7. 5580] Für Haus und Garten suche ich ein Bürschchen von 14—16 Jahren vom Lande aus anständiger Familie. Demselben wäre im Winter Gelegenheit geboten, die Schreinerei zu lernen. Joh. Lenz, Schreinerei u Holzhandlung, Gießen, Frankfurterstraße 123. Taglöhner § für Landwtrthschaft auf ständig gesucht. Näheres in der Exped dieses Blattes. 6478] Ein älteres Mädchen, perfecte Köchin und in Hausarbeit erfahren, wird zur selbstständigen Führung eines kleineren Haushaltes nach auSwärts gegen hohen Lohn gesucht. NäbereS in der Exped- d. Bl 5691] Ordentliches Dienstmädchen gesucbt. Näher« s in der Exved- d Bl Tüchtiges Mädchen für Küche und HauSarbeit gegen hohen Lohn gesucht. Etntrilt sofort- 5497 Näheres in der Expedition d. Bl. 6594] In Küche und Hausarbeit ge, wandte« Mädchen per 15. Juli gesucht. Frau Mathilde Sroi, Frankfurterstraße 7. 6692] Eine tüchtige Lanffrau oder Mädchen für vier Stunden des Vormittags zu kinderloser Familie gegen guten Lohn gesucht. Näheres zu erfragen Lüdanlage S, Part. 5606] Junges Mädchen auS der Stadt für tagsüber zu zwei Kindern gesucht.Marktplatz 5. 5413] Zuverlässiger, oerhetr, junger Mann sucht Vormittags Beschäftigung- Näheres tn der Expedition d. Bl.