Btt« 244 Zweites Blatt. Freitag den 16. October 1S9« Der tzkhtner felget erscheint täglich, «it Aurnahme de« Montag». Die Äießener mitten b läster Verden dem Anzeiger irSchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Bierteljäkriger Nvanncmenlsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlohn. Durch die Post bczogen 2 Mark 50 Psg. Redaktion, Qrrpcbitiott und Druckerei: Kchulstrahe Kr.7. Fernsprecher 51. 2!nrts- und Anzeigeblatt für den TLreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den fwlgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamikienblätter. ^E-1—————” 1' —w—CT-. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" -entgegen. -1- Herbstein, 14. October. Bet der heute im hiesigen M^thhause stattgehabten Wahl eines Landtagß-Ab- ze ordneten für den Bezirk Herbstein — Ulrichstein fiei.en von 36 Stimmen 20 Stimmen auf den Großhrrzogl. vtlrgermetster und OrtSgerichtSvorsteher Heinrich Schwalbe ch IV. zu Crainfeld, 13 Stimmen auf den seitherigen Shgeordneteu Bürgermeister Christoph Muth III. zu Sulz, 3 Stimmen auf Lehrer Reitz zu Freiensteinau. KHerer ist somit gewählt. Derselbe war der Borgänger beit seitherigen Abgeordneten Muth und wird nunmehr auch ber Nachfolger desselben. Fast sämmtliche 36 Wahlmänner teerten Bürgermeister. -ü- Lauterbach, 14. Oktober. Heute wurde ein Land- ta,gSabgeordneter für den Bezirk Lauterbach- Schlitz gewählt. Beim ersten Wahlgang fielen 17 Stimmen 611*1 den seitherigen Abgeordneten Bürgermeister Zins er in Schlitz, 17 Stimmen auf den neuen Candidaten Bürger« master Stöpler in Lauterbach. Bürgermeister Stöpler trat hierauf als Candidat zurück, worauf Bürgermeister Zinsser zu Schlitz einstimmig gewählt wurde. Butzbach, 14. Oktober. Eine am SamStag einberufeue Vbtrgerversammlung faßte nach einem Referate deS hvnrn Weidmann über die hiefigen Wasserverhältniffe folgende Molutlon: „Die heutige von ca. 80 Bürgern besuchte Versammlung erkennt in den bestehenden Wasserverhältnifsen der Svadt Butzbach einen unerhörten Mißstand und ersucht den Slradtvorstand um schleunige Abhilfe. 4- Heldenbergev, 14. Oktober. Herr Geistlicher Rath M> Decan Brentano dahier feierte dieser Tage in aller Siiille sein 50j ährtgeS Prtesterjubtläum. Der wür- kljic Greis erfreut sich noch einer seltenen geistigen und köqperltchen Frische. A Mainz. 14. Oktober. Bon den heute vorgenommenen Niahlen zu dem hessischen Landtag find bis jetzt von Rütinheffen folgende Resultate bekannt geworden: In Mainz wunden die Candidaten der Soctaldemokraten, Redakteur Dl David und Schriftsetzer Haas gewählt. In Ober- iogkelheim siegte der Centrums-Candidat Rechtsanwalt Dr. Fr en ah-Mainz gegen den seitherigen freisinnigen Abgeord- nttetn Lichten st ein. In Bingen, wie auch in Oppenheim wunden die seitherigen Abgeordneten Redakteur Pennrich slvatrum) und Dr. Schröder (nationalliberal) wieder- frvvählt. — Für die demnächst im Wahlkreis Mainz-Oppenheim ftatifindende Ersatzwahl zum Reichstag werden jetzt allmälig die Candidaten der einzelnen Parteien bekannt. Seitens der Bertrauensmäuner der Centrumspartet wurde beschloffeu, den LandtagsabgeordnetenRechtSanw. vr. Schmitt von hier als Candidat den Wählern zu empfehlen. Als Candidat der nationalliberalen Partei wird Ftnanzrath Braun in Darmstadt genannt, der längere Zeit als Amtmann bet der diesseitigen Provtnzialdirection beschäftigt war, von den Soctaldemokraten wird Dr. David aufgestellt. A Mainz, 14. Oktober. In heutiger Sitzung der hiefigen Stadtverordneten interpelltrte Stadtverordneter Dr. Horch wegen dem in einer neulichen Gerichtssitzung zu Tage getretenen Trtnkgelderunwesen bet städtischen Polizei- beamten. Der Oberbürgermeister constattrte, daß bei der Polizei und besonders bet dem tn der beregten Gerichtsverhandlung stark gravirten Wachtmeister seit 1893 das Nehmen von Trinkgeldern nicht mehr vorgekommen sei und er in Bezug der übrigen städtischen Beamten über gleiche Anschuldigungen Mittheilungen au8 der Versammlung entgegensetze. Weiter imerpellirte der Stadtverordnete Falk wegen einer tn einer zweiten Gerichtssitzung von einem Ver- theidiger auf Grund eines Schreibens des PoltzeirathS TrawerS ausgestellten Behauptung, daß den hiesigen Schutzleuten kein Glauben beizumesien sei. Die Sache hat hier viel Staub aufgewirbelt, zeigt sich aber durch Verlesen des betreffenden Schriftstücke- wesentlich anders, indem mit der Behauptung die Schutzmannschaft im Allgemeinen nicht zu verstehen war, sondern e- sich nur um einen speciellen Fall drehte. t>ermifd?tezv * Marburg, 11. Oktober. Ein seltenes Jubiläum, nämlich das seiner 60jährigen Thätigkeit als städtischer Beamter, begeht am 1. Januar 1897 der Bürgermeister des hessischen Städtchens Homberg, Namens Winter. Da derselbe demnächst sein 84. Lebensjahr vollenden wird, so dürfte er auch der älteste Bürgermeister im ganzen deutschen Reiche sein. * Der Hauptgewinn der ersten Ziehung der Berliner Ausstellungs-Lotterie, eine Zimmereinrichtung im Werthe von 25 000 Mark, hat dem „glücklichen Gewinner" beim Verkauf ganze 5600 Mark gebracht. • Pari-, 12. Oktober. Der bekannte Bimetallist Ed- mond Thery hat fich der Mühe unterzogen, auszurechnen, wo die zu den Russenfesten nach Parts gekommenen Provinzler und Fremden ein Unterkommen gefunden, und welche Quantitäten tn der Festwoche in Paris verzehrt wurden. Die Eisenbahnen sollen, abgesehen von dem Verkehr der Bannmeile, 800,000 Personen nach Parts besördert haben. Bon diesen muß mindestens die Hälstc bei Verwandten oder Bekannten abgesttegen sein. Parts besitzt nämltch 10,500 Hotels oder GarniS, die zu gewöhnlichen Zeiten 175,000 Personen beherbergen können. Selbst wenn die Gafthosbesitzer bet dem ungeheueren Andrange die doppelte Anzahl von Personen untergebracht haben, so bleiben doch immer deren 450,000 übrig, die bet Privatleuten abgesttegen sind. Paris hat rund 85,000 Häuser, so daß jedes derselben durchschnittlich 5 Bewohner mehr erhalten hat. Aus der nahen und entfernteren Pariser Bannmeile mögen überdies 500,000 Personen zu den Festen nach der Haupt- stadt gekommen sein, die wahrscheinlich des NachtS nach ihren Wohnorten zurückkehrten, sür deren Versorgung mit Lebens- Mitteln Parts aufkommen mußte. Durch den Zuwachs von 1/300,000 Menschen ist die Bevölkerung von Parts, die nach der Volkszählung vom 29. März d. I. 2,511,955 Köpfe betrug, vorübergehend auf rund 3,800,000 gestiegen. WaS mögen diese in den fünf Tagen verzehrt haben? Nimmt man den von der städtischen Verwaltung für daS Jahr 1895 aufgestellten Durchschnittsconsum sipeS Bewohners von Parts als Grundlage an, also einen Tagesconsum bon 400 GrawM Brod, 56 Centiltter Wein, 167,1 Gramm Rind- und Kalbfleisch, 26,8 Gramm Schweinefleisch, 31,5 Gramm Geflügel und Wtldpret, 301/» Gramm Fische u. s. w., so erhält man durch eine Multiplikation folgende Ziffern für den Gesammt- consum: Brod Wein Rind- und Kalbfleisch . . Schweinefleisch . . . . Geflügel und Wildpret Fische Eier Butter ..... Salz Früchte und frische Gemüse Austern Käse Conserven 7,600,000 Ktlogr. 10,640,000 Liter 2,174,900 Ktlogr. 509,200 „ 598,500 „ 575,700 „ 10,450,000 Srück 437,000 Ktlogr. 378,000 „ 266,000 „ 184,300 „ 144,400 „ 34,200 „ usw. Diese Ziffern find keineswegs zu hoch gegriffen, da der Consum an Festtagen ein bedeutend größerer ist, als in ge- Feuilleton. Dir liebr Mams. Von Anna Seyffert. (Nachdruck verboten.) „Nu erschrecken Se man nich, jnä' Frau, Ihr Mäxeken il lln’n See jesallen!" Die Angeredete, eine blühende, junge Frau, erhob sich !jL«strunken von der Chaiselongue, auf welche sie fich zu fordern NachmtttagSschlummer ntedergelegt und starrte der fsMtersrau, der rücksichtslosen Unglücksbotin, ungläubig in 1:8 verarbeitete Gesicht. Zugleich fühlte sie, daß ein lähmendes Entsetzen sie an ".jii er wetteren Bewegung hindere. Wie? Erschrecken sollte sie nicht, wo eS fich um ihr 'fltlinob, ihr einziges, abgöttisch geliebtes Kind handelte? „Ich will ja nichts gesagt haben, aber ich meine doch, pi Frau waren manchmal zu streng mit dem armen inDigtn —" Martha Grunert hob die schönen, sprechenden Augen, Üi uuch ihr Kind besaß, in flehender Bitte zu der vor ihr eie^en^en empor. Diese hatte die stumme Frage wohl verstanden. Schnell üfttc sie den Blick. Martha aber sah doch die Thräne, illche ihr verborgen bleiben sollte. Jetzt erst war eS ihr, ti habe fie einen tödtlichen Schlag erhalten. Ein schmerzhaftes Aechzen entrang sich ihrer gemarterten kiaist. „Da iS nicht- mehr zu machen, jnä' Frau," murmelte h -rudere unbeholfen, „was bot iS, daS iS bot, un baS Sulii iiebt keinen wieber raus!" Martha riß fich jäh empor. „Hilfe, Rettung für meiu Kinb!" wollte fie rufen, aber liHton blieb ihr tn ber Kehle stecken, mit einem unter- liiMten Aufschrei sank fie auf baS Ruhebett zurück, benn soll!« i würbe bie Thür aufgeriffeu unb vom Flur herüber thitixa schwere Schritte. Wie im Krampf wand fich ihr Körper und doch öffnete fie weit die Augen und ihr Blick schien fich festsaugen zu wollen an dem todtbleichen Antlitz ihres Kindes, dessen Köpschen auf dem Arme deS Doktors ruhte, der soeben daß Zimmer betrat. Ein mattes Lächeln irrte um MarthaS Mund. Wie gut, daß der Doctor, ein Freund ihres Mannes, mit ihnen dieselbe Villa in der Sommerfrische bewohnte — — ohne seine Hilfe — o — das Furchtbare ist nicht aus- zudenken — er wird den Knaben retten — — Da löst fich ihr Blick von dem lilienhaft weißen Antlitz ihres Kindes und haftet an des DoctorS Zügen. Diese find ernst und verschlossen. „Muth, gnädige Frau, was menschliches Wissen vermag, daS soll geschehen — indeß — eS ist wenig Hoffnung —* Martha weiß, daß eß hier keiner Bitte, keines Wortes bedarf, dieser Arzt geht in seinem Berufe auf, und hier wird ihn nicht allein Pflichteifer, sondern ein inniges Freundschaftsgefühl leiten, sein Bestes zu thun. Um so vernichtender treffen fie seine trostlosen Worte. Sie faltet wie in Todesangst die Hände: „O, mein Gott, mein Gott, nimm mir nicht mein Kind!" So betete fie verzweiflungsvoll in Gedanken, über die bebenden Lippen zwingt sie kein einziges Wort. Und dann sieht fie, wie der Arzt den Körper des Kindes auf den Tisch legt, wie er (mit scharfer Scheere die waffer- gettänkte Kleidung zerschneidet, das reizende, mit buntseidener Borde bestickte Rückchen, an welchem fie eine volle Woche mit ach so frohen, hoffnungsreichen Empfindungen gearbeitet. Noch einige bange Augenblicke und der kleine Leib ist endlich von der «affen, kältenden Kleidung befreit. Jetzt be- ginnt die schwere, verantwortungsvolle Arbeit deS Arztes — der Wiederbelebungsversuch. Martha verfolgt alles mit fieberhaft gespanntem Blick und während ber Doctor immer von Neuem auf ein Lebenszeichen deß (Ertrunkenen lauscht, leidet fie unsägliche Qualen. ES bedarf nicht erst noch der wenigen, feierlichen Worte deS ernsten Mannes, die ihr den Tpd ihres Lieblings künden, feit Minuten weiß fie es bereits, daß fie ihr süßes Glück verloren. Sie sieht eS an dem langgestreckten Körper ihres Knaben. Wie seltsam die Glieder fich bereite verändert haben, auch auf dem weißen, plötzlich so schmal gewordenen Gesichtchen thront die herbe Majestät des TodeS. Und da ist eS plötzlich, al« dehne sich eine unendlich weite, öde Fläche vor MarthaS innerem Blick aus, alles leer unb kalt um fie her, ein unbeschreibliches Grauen schüttel^ fie. O, furchtbares Geschick! Bor einer halben Stunbe noch hielt fie ihr Kind lebensfrisch in den Armen, — .bei dieser Erinnerung ist eS der jungen Frau plötzlich, als wachse ein ungeahntes Etwas in ihr empor, als brenne fich ein tödtlicher Schmerz in ihrem Herzen fest. Hat fie denn zuletzt ihren herzigen Jungen liebkosend im Arm gehalten, sich mütterlich an seinem KindeSübermmh erfreuend? O nein, nein, — o grausames Verhängniß, daS ihr nun nicht mehr gestattete, gutzumachen, was sie in uuverzeih- lichem Mißmuth unb kleinlicher Ungeduld verfehlt! Mäxchen war unartig gewesen. ES hatte an einer seidenen Decke, welche Mama mit bunten Arabesken verzierte, „weitergearbeitet" und dadurch den kostbaren Stoff arg mitgenommen, sowie die durch leise Umrisse angebeuteten Figuren zum Theil beschädigt, ber Mama also, anstatt zu helfen, wie eS meinte, eine recht unliebsame Ueberraschung bereitet. Mama hatte eß fich in den 'Kopf gesetzt, die Decke noch am selbigen Tage fertigzustellen, und in ihrem Unwillen über die Verzögerung hatte fie fich hinreißen lassen, ihren Jungen sehr hart zu züchtigen. Fast ungeheuerlich erschien eS ihr nun, daß fie daß vierjährige Kind so arg gestraft hatte, und noch jetzt tönt ihr daß jämmerliche Geschrei desselben in den Ohren. (Schluß folgt.) garten P. Gußmenn-Gutenberg, da« ,Kinderdaheim" Dr. Loewicke- I unterer Heranwachsenden Jugnch, als diese« »rtchttge, mum, Berlin; die Beilage „SuS der Zeit — für die Zeit", eine kleine außerordentlich pretlwürdige Werk. fit 246 ÄJCllUl, Ulv VH 0V»* I *• • t ***** illustrtrte Zeitung, steht unter unmitteldarer Leitung der Daheim- St Kirchstraße 2. 6639 9078 8486 empfiehlt C. Roth II., Waülljotftr.5. 9072 JVennisdüeAnzeigeJ Mieth-Gesuche. ^Versteigerungen^ ^iPutz-Cmsus 9031 Licherftratze 2. F. Hoffmann. 8937 Bonn Aampf-Kaffee-Kreunttkl 3872 empfiehlt ! 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Das Angenehme an der ganzen Sache ist aber die Thatsache, daß die Lebensmittel trotz des ungeheueren Verbrauchs fast gar nicht oder nur sehr wenig im Preise gestiegen find. * Zn der Freude seines Herzens. einem Kaufmann in Gleiwitz war ein Sohn geboren worden. Hocherfreut schrieb er on seinen Bruder: „Heute ist bet mit etn Junge angekommen, der fich für De'nen Neffen auSgtbt!" Postwendend kam die Antwort: „Wie Du weißt, habe ich keinen Neffen. Glaube dem Betrüger nicht, sondern wirf ihn hinaus! Das beste aber ist: Etnsperreu!" Erft ein neuer Brief mußte den Onkel aufklären. kkiressrvd: D 2i Schusfers \ JAVA- 1 XkaffefZ rr . »»«st, 15. in 6<»H| Pa. (fmmcntljalrr, pfd. 90 pfg. (groß 6pfb.- Sächsr 38 pfg. offeriren & Co., XSB- Frischer 'M Schellfisch n. Cabliau Neue Maronen empfiehlt 8602 Emil Fischbach. Neues vorzügliches Sauerkraut | Kaufgesuche. |j 9117j Kleiderschraal m ka i'i'p sucht Preisofferten unter W. N. ■ • Exped. d. Blattes erbeten. 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Der Text des ausgezeichneten Werke«, welche« eine unvergleichlich anschauliche und packende Darstellung der Vorgänge, die der Schlacht von Wörth vorangtngen, sowie dieser Schlacht selbst enthält, bedarf nicht mehr unsere« Lobe«. Dreizehn AKÜagen, in denen Pfarrer Kleins berühmte .Fröschweiler Chronik" ick^W^kchtillustrirten Ausgabe bereits erschienen ist, besagen hinreichend welcher Beliebtheit sich dieses köstliche Volksbuch zu erfreuen hat. Wa« aber die Illustrationen betrifft, mit denen das Weik geschmückt nun in einer Prachtausgabe erscheint, so bezeugen auch die den beiden neu erschienenen Lieferungen beigegebenen, daß der Künstler Ernst Zimmer — derselbe, der tm oortgm Jahr schon TaneraS Erinnerungen eines OrdonnanzosfizierS so reizend illustrirt hat, — seine nicht leichte Aufgabe mit wahrer Meisterschaft löst. DieBllder find alle der Natur abgelauscht. Die lebensvollen Schilderungen des Pfarrer Klein treten nun plastisch greifbar vor un« hin. Bet wenig Werken ist unS noch der Werth einer guten Illustration so fühlbar entgegengetreten, wie bei diesem. Wir erwähnen im einzelnen nur folgende Vollbilder: „Einzug der Chaffeurs de Vincennes inFlösch- wetter tm Juli 1870"; „eine Soirse tm Lager zu Fröschwetler"; „Mac Mahon und Ducrot tm Schloß zu RetchShofen (27. Juli 1870)"; „Einzug Kaiser Napoleons III. In Metz (28. Jult 1870)", endlich „Einsegnung der Zuaven". Die Zahl der Textbtlder ist eine ungemein große. Nach aliebem können wir nicht umhin, die Prachtausgabe der „Fröschwetler Chronik" auf« Wärmste zu empfehlen. DaS Werk soll noch zu Weihnachten vollständig werden und in der That, wir wüßten kein schöneres Geschenk auf den Weihnachtstisch aller derer, die gerne vom 70er Feldzug lesen, sowie vor allem auch Bei dem unterzeichneten Commando ist zum 1. November 1896 und 1. April 1897 die Stelle je eines zweijährig-freiwilligen Schreibers zu besetzen. Geeignete Bewerber mit sehr schöner Handschrift, guten Schul- kenntniffen und tadelloser Führung wollen sich unter Vorlage eines selbstgeschriebenen Gesuch» nebst Lebenslauf alsbald bei den Bezirksfeldwebeln in Gießen melden. Junge Leute, welche später capituliren wollen, erhalten den Vorzug. Gießen, den 13. October 1896. Großherzogliches Bezirks-Commando: Detring, Oberstlieutenant und Commandeur des Landwehrbezirks Gießen. Ein Garten DertmiftB. 8933 Nähere« Rtwenj v, r Speiftkartoftti abzugeben bei » Ceconom Heee, BleichftrHi s Stück gebrauchte Pneumatik-HM gut erhalten, billig abzugeben ir, e Fahrrad-Handlung «1 0. Hamel, florhulqt — Buch >« »rstndunge«, tfccwtxX tm> Gesammtdar stellung aller Gebiete der gewerdltchen und tnbuttv Arbeit sowie von Weltverkehr und Wellwirthschaft. Neunte k auS neugestaltete Auflage. Bearbeitet von Fachmännern - Range«. Vollständig in 10 Bänden, geheftet je 8 Mk., bi franz gebunden je 10 Mk. Band III. Verlag von Otto 6,g> in Leipzig. Da die hochbedeutenden, aber noch nicht abgeschk-. Entdeckungen, die neuerbing« auf dem Gebiete de« Lichte« uv Photographie gemacht worben find, eine Erweiterung und ldn Neubearbeitung de« Manuscripte« für den zweiten Band vom der Elfindimgen, Gewerbe und Industrien" erforderlich machl'^ hat die Verlagsbuchhandlung dem tm Februar b«. I«. erlebte«? ersten Bande zunächst den dritten Band folgen lasten, weicht vollständig vorliegt. Derselbe umfaßt daS gelammte, so fc*-. essante Gebiet der Electricität, ihrer Erzeugung und Änwenbirr Gewerbe und Industrie. Der Gegenstand, destm Bedeutung » j , Leben von Tag zu Tag steigt, ist de« allgemetnften Inter en« und der bekannte Name de« Dersaffer«, Herr Ingenieur S. k. ' bürgt dafür, daß die Darstellung die beste ist. Herr vük , herrscht da« ganze so vielverzweigte Gebiet der Electrotechm! : nur wenige sonst und verfügt dazu in seltenem Maße über die zugleich gründlich, gediegen und allgemein verständlich darzusr Die ebenso reichhaltige wie vielseitige Jllustrttunp, deren H«i^ eS ist, das Verständniß zu fördern, dient dem Bande lugkia b prächtiger Schmuck. Hat schon der erste Band in feiner tung und Behandlung ungemein wichtiaer Stoffe e« vermach! Aufmerksamkeit weitester Kreise auf daS große Unteraebmo . lenken, so wird der dritte Band ihm zweifellos viele neue zuführen. Derselbe zeigt wieder, daß die ®erlag«bu46c:. weder Kosten noch Mühe scheut, um daS Ansehen de« Werke« Band zu Band zu steigern und e« immer mehr zu einem j.i- _• werk zu gestalten, wie eS in so vorzüglicher Art nut teui d besitzt. tzemfitvd: dik i Xatbta die rillen »«rd Sirßen, dr Groß! 9086| Da mein Sohn Hugo 8® schneider, welcher im 2". steht, mich seit dem 16. Januar \ '• dSSwtllig verlasse«, und sei! '.v. Zeit nicht wieder in meine Fami u p rückgekehrt ist, sondern sich bei 0 Friedr. Weil zu Obborn^rr t hält, so mache ich einem seniT Publikum hiermit die Anzeige, to\ - selbe au« meiner Familie au keifte''s ist und ich für denselben tn feite b ziehung verantwortlich bin, im cu noch wer demselben etwa« MN er borgt, ich für benfelben Mot .■ leisten werbe. Wilh. BrettschMde- Obbornhos«. Täglich frisch gekelterter Aepfelmost bei 9044 C. Roth 1L, Wallthorstr. 5. Bon heute ab täglich: frischer Aepfelmst im Reuen Lchützeuhos, sowie " -- — l Seltersweg 19: Jagdgerät hv and Waif« icilüt, 1 hi5 empfing her »Mer Ftvgtr i P H in Btgir dnlri«, wo fir Vii^rtt. — i Khn »ttlblleb i ®:|ffrpaar uob i »o Ha, fitrnj qHangt. kerlii, 14. lE'i-t« »st eotf. ”a 8mtnlgttn ( Jj»| der Wi(ttl N W* »n „/= nat««iiRn toQn 14. »ltter ein. ktt/i,, 14 8.ilt ^'7 ucit N 6c *'S*hJ?* 7e*,=ni|IkT, 17 „r" '"'M — *^corp| Citaratur uub A«nst. — Soeben erschien die erste Nummer de« 33. Jahrgangs des Daheim, ben Jriebr. Jacobsen, der Verfasser von „Im Welt- Winkel" und „Waldmoder" mit seinem neuesten, auf dem Bodm der meerumschlungenen HerzogthÜmer spielenden Roman „Elfe" eröffnet. Daneben beginnt von Heinrich Seidel eine humorvolle Wanderung: „Neues vom WirthShaus zur Stranddistel". Die Nummer bringt u. A. ferner einen Artikel über die „ReichSdruckerel" von H. v. Zabeltitz und die lustige Geschichte einer „Dolomitenkraxelei" von Rud. Stratz. Zum ersten Male erfahren die Daheimleser auch die Namen der Fachredacteure für die fünf Wochenbeilagen des HaupiblatteS: Das „Frauen-Daheim" rebigirt die Dichterin Frida Schanz, die Beilage „Hausmusik" Ferd. Pfohl-Hamburg, dm„HauS- Georg Schäfer. Versuchen Sie gefl> ben vielfach preisgekrönten-MZß sucht möblirte« Zimmer mit 'S guter Pension. Offerten mit Preisangabe unter A. H. 318 Hauptpostlager ndDarmstadterbetemsioo zu 85, 90, 95 und 100 Pfg. das V2 Pfund. Verkaufsstelle: Gießen, H. 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