',*8 Vh Mene * tti tiebüft. !»aNu Wollig *Ä?i: *■&$ NnaT> ^XXXXXft en’sß 11» MwHiil iküi 8ttt8ai m 6 tont M für l« St >on 10 bi« 12, v- flefübrt, io boh'-v M Weih ißt 5R3XXIII' öeiiüii ) Grch» 'g-Buckau. Minen yk hlen mit steh von ChamNi, fe. Quarz u. b. V und EisenW- I gebaut. slzmxühlen, re >gttivz«üdlw,et rsängt, ©lotter SrtelfioMühU' itn von ®d:tibt zum Lermhla - Kalten, Drogen, xktlfiordoppelM Uftinbige Einrii-lr? loitci. Echmirgeb^ pS-, Troß-, finite - LimnvvdStmr-' uvd ÄotiUtflki* . hydraulische- ckschen oder W l> und Ättujw® MM» Mbücher koM* ,d, vetzdoff M'* Ijgg eyer, Znr W ^aarenversaA te von Flanelle« “ Halblein«-y Dtztdkl «f W* :S2&' stifte; ifa, <39 Der ■ftwer Aazeiger rcirtnt täglich, r llusnahmr bei Montags. Dk Gießener ; |)nl (ienßfdtter ir i drm Anzeiger i Wt-nilich dreimal lirigtlcgL Erstes Blatt. Dienstag den 16 Juni Gießener Anzeig er Kenerat-'Anzeiger. 1806 Vierteljähriger \ >ßonntmret»ptti< » 2 Mark 20 Pfg. »tt Bringerlohn. Durch die Poft bezog« 2 Mark 50 Ps^ Rfbaction, ExpcditiaO nnb Druckerei: Zch.kar.teAr.^ Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt für den Areis Gieren. Ihmlsm Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. T Hratisöeikage: Hießener Iamitienblätter. jp— ■——■J——————————■ Alle Knnoncm-Burraux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. vekmmtmachuag, Imrwffenb: die Maul- und Klauenseuche zu Göbelnrod, stmchdem unter der Tchafherde zu Göbelnrod die ■Hill1 -und Klauenseuche amtlich festgestellt wo, den ist, wird dies mm tim Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, baß w ciii SmnarkungS- und Weidesperre angeordnet haben. Stießen, den 15. Juni 1896. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gag er o. Bekanntmachung, ciistnt'ci'.b Abhaltung von Btehmärkren hier Ausbruch der IDlaub und Klauenseuche zu Lauter und Göbelnrod. Dint Rücksicht auf die zur Zeit für den Bezirk Grün- bttmz tGehende erhöhte Seuchengefahr haben wir den für fcün 1L l. Mt«. aoberaumten Dirhmarkt zu Grünberg o tznbm eu. ES darf hiernach dieser Markt nicht mit Rind« Diliiit, Schweinen oder Schafen befahren werden. Nileßen, den 15. Juni 1896. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gag eru. 8u« den Verhandlungen der Zweiten •Stummer der hessischen Stände. NN. Darmstadt. 13. Juni 1896. Dir Sitzung wird um 9 Uhr eröffnet. Nach Erstattung neintr Berichte tritt die Kammer in die Entgegennahme von ArAtmrnn oer Regierung aus gestillte Interpellationen. Zu- ncaiist ^antwortet Finanzminister Weber diejenige des Abg. O|tlfi die Bebauung von Zufuhrstraßen an den Bll'lsiil öfen der Nebenbahnen betr. dahin, daß die Er- rh Mtnnj der Bauerlaubniß hierfür vom Ministerium von Fall zuz, M entschieden werde. — Finanzcath Clemm stellt htMlii ‘Hfl, daß in dem Fall „Best- die Localbaubehörde ei,Wm3ichttg den Entscheid erlaffen habe. ScaatSminister Finger beantwortet sodann die Jnter- peMon deS Abg. Ulrich, den Besuch von Wirth- i d^ftitn imKreise Offenbach von minderjährigen P ll,lliom e n betr., besonders des weiblichen Geschlechts dahin, da Wr Mnsitte deS WirthShauSbesuchS bis in die Nacht hinein du irv minderjährige Mädchen im Kreise Offenbach so zuge- no-nnm habe, daß die Regierung dagegen einzuschreiten sich fürsiamfiflichtet hielt. Zuerst habe man die betreffenden Wirthe geiMul, später, alS dies ohne Erfolg war, wurde die Polizei- au ut- Mkürzt. In Langen z. B. seien an einem Sonntag in il iWIrthschafteu 36 junge Mädchen Abends angctroffen roccto. Dies habe zum Erlaß eines Verbots geführt, das jet: ii«l nut In den Gemeinden erlaffen wurde, wo ein Be- dü nnii!hierzu vorlag. — Abg. Ulrich glaubt nicht, daß durch d,e r!hlij»eiverordnung etwas gebeffert fei, da die jungen Leute ft*(göltet im Freien treffen. Er begreift auch nicht, was ball na Unsittliches sein könne, unter den Augen vieler Gäste. Dc ta anBffc man auch in den reichen Kreisen die Kränzchen, Hc«M!lle u. s. w. verbieten, die auch bis in die Nacht tu irc lauern. Dort sei die sittliche Gefahr gerade so groß. Ddl«oltj:e e« aber „Ja, Bauer, daS ist etwas anderes." Er gla ar daß der Erlaß seine Spitze gegen die Gemeinden gc= rid-fc habe, die bei der vorigen ReichStagswahl soctaldemo- kräarigewählt haben. — Staatsminister Finger verwahrt hirtltyfetrunß dagegen, als verfahre dieselbe tendenziös gegen die r «»aldemokraten. Wo die Unsitte war, sei die Ver- ordülmA erlaffen worden. — Abg. Haas-Offenbach er- lälMix! noch, daß die Verordnung von 1894 nur dort er- lafjrimorbcn sei, wo eS von der Bürgermeisterei verlangt töu-ufiti— Abg. Schröder kann ebenfalls nur bedauern, daß diefÄIWtte so um sich gegriffen habe. Genußsucht und der ^o-.;ä;i Vergnügungen treten in scharfer Weise bei der Jugend herum::, DaS KreiSamt Offenbach habe in diesem Falle nur ,'eiruarithuldigkeit gethan. hi,kraus beantwortet Finanzminister Weber die Inter- pe «ILniion Osann wegen der Verstaatlichung der Lu^l.lyUßbahn dahin, daß die Regierung geneigt sei, eine E-.lGdtz-g der Kaufsumme um 30y2 Mk. pro Actie eintreten zu y Liirt. Weitere Zugeständniffe könne die heffische und preMchje Regierung nicht machen. Komme t*ne Einigung nickte Stande, so werde vom 31. December 1896 die SeAih! ichung der fälligen heffischen Linien eintreten. Der Befkfttz । der nächsten Generalversammlung über diesen Re- gierxLjStdotschlag sei abzuwarten. Würde dieser Vorschlag nt6te wiigenommen, so werde der Kammer noch tn dieser Tagung ein Gesetzentwurf hierüber zugehen. Abg. Wolfs- kehl hebt hervor, daß man bet der Hessischen LudwigSbahn- verwaltung den Wunsch hege, daß eine Einigung nicht zu Stande komme. Sn dem jetzigen Angebot möge die Regierung festhalten, denn die Gesellschaft hoffe selbst, eine höhere Derwerthung der Actien über daS RegierungSgebot zu erreichen. DemAntrag wegen Errichtung einer Haltestelle an derOberheff. Bahn Gießen—Fulda bei Oberhimbach wird keine Folge gegeben. Ebenso bezüglich des Antrags auf Anlage einer Eisenbahnverbindung Neckar- Steinach—Wa ld- michelbach trotz warmer Fürsprache der Abg. Breimet, Heidenteich und HaaS-Ofsenbach, der eine 'erneute Prüfung beß ProjecteS wünscht. Für den Trebur-Asthetmer Abschlußdamm werden 56,212 Mk. als Regierungsbeitrag genehmigt. Dem Ersuchen des Abg. Jöst um Beseitigung der Stempelgebühren beim Austritt aus einer Religionsgemeinde wird keine Folge gegeben. Desgleichen wird betreffs der Weitersührung der Bahn Wendelsheim bis WohnSheim—Steinbockenheim beschloffen, nachdem der Abg. Römer sich ebenfalls dafür ausgesprochen hat, die Angelegenheit bis zur Verstaatlichung der Ludwigs- bahn ruhen zu laffen. DaS HauS tritt nunmehr In die Berathung des Gesetzentwurfs, betr. den Besuch vonTanzbelustigungen und Wirthschasten von Seiten jugendlicher Personen. Derselbe soll Personen unter 16 Jahren den Besuch von Tanzbelustigungen und Wirthschasten ohne Elternbegleitung verbieten. Geh. StaatSrath v. Knorr tritt für Vorlage in warmer Weise ein. Dieselbe entspreche einem Ersuchen Erster Kammer und zahlreichen Wünschen aus dem Lande. Die Statistik weise ein bedauerliches Anwachsen der Verbrechen gegen die Sittlichkeit nach. — Abg. Lautz ist kein Freund beß Gesetzes. Den Kreisämtern sei eS ja anheim gegeben, wenn nöthig, Tanzvergnügen zu verbieten. — Abg. Metz-Darmstadt ist für Ablehnung der Vorlage, die eine Ungleichheit in Stadt und Land schaffe. Auf die von der Regierung cltirte Statistik gebe er nicht viel. Abg. Ulrich empfiehlt dem HauS, die Vorlage ohne Sang und Klang zu begraben. Von einer Verrohung der Jugend könne keine Rede sein. Im Gegentheil sei diese heute anständiger wie früher. Durch dieses Gesetz werde aber auch der Kirche, wie diese eß wolle, kein Dienst erwiesen. Bedauerlich sei, wenn die Geistlichen in den Gemeinden Londorf und Glaubetg so wenig Einfluß auf ihre Jugend hätten, daß sie sich an die Kammer wenden mußten. Daß Gesetz richte seine Spitze gegen die unteren Klaffen, denen doch daß Recht nicht zu nehmen sei, nach harter Wochen- arbeit sich einige vergnügte Stunden zu machen. — Abg. Wassetb urg hält von dem Gesetz nicht viel. Für ihn ist die häusliche Erziehung der Jugend mehr werth wie die Aufsicht durch die Polizei. — Ab. Schroeder meint, mit der von Ulrich gepriesenen Harmlosigkeit der heutigen Jugend sei eß nicht weit her. Die Verrohung eineß Theilß unserer Jugend laffe sich nicht kurzer Hand ableugnen und die in Scene gesetzte Bewegung gegen daß Gesetz sei von den Wirthen außgegangen. Von Frömmelei sei keine Rede. Gegen daß Gesetz sprechen noch die Abg. Gramer und Pennrich. Dasselbe wird hierauf gegen 9 Stimmen abgelehnt. Hierauf vertagt sich daß HauS. Deutscher Reichstag. 104. Sitzung. EamSiag. den 13. Juni 1896. Am BundeSrathStische. Staatssecrelär Nieberding. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung deS Antrages Colbus u. Gen. wegen Abänderung deS H31 des elsaß-lothringischen Preßgesetzes und des Anttages Auer wegen Einführung deS Reichs- PreßgesetzeS in Elsaß-Loibringen. Abg. Preiß (b. k. F.): Die bei der ersten Lesung vernommenen Erklärungen vom BundesrathStifche lassen leider nicht erwarten, daß der BundeSrath unseren Forderungen zustimmen wird. Das unentwirrbare Gemengsel preßgesetzlicher Bestimmungen in Elsaß- Lothringen läßt eine wirklich freie Preffe bei unS nicht aufkommen. Es gibt bei uns daher fast nur kleine Blätter, mit Redacteuren ohne höhere Bildung, aus denen allein das Bolk seine geistige Nahrung ziehen muß. Freilich haben wir auch einige Blätter mit höherer politischer Bildung, aber diese stehen jeden Tag vor der Gefahr, verboten zu werden. Man fragt unS immer: Wie steht Ihr zum Frankfurter Frieden? Ja, wir sind einrerleibt worden, ohne gefragt zu werden. Will man wissen, wie das Bolk bei uns steht, so veranstalte man doch ein PlebiScit! Die jetzige elsaß-lothringische Preffe ist von der Regierung abhängig und fälscht die öffentliche Meinung. Anstatt, wie Frankreich, durch Jahrhunderte Geduld zu üben, will man hier mit Gewalt Widerspenstige jur Liebe zwingen. Einen besonders schneidigen Ton hat sich in neuerer Zeit Herr v. Puttkarner angewöhnt, während der Statthalter wiederholt gezeigt hat, daß er die Gefühle der elsa'ß-lothrivgenschen Bevölkerung zu achten weiß Warum schafft man die Dictatur? Die auswärtigen Agitationen lönnen auch ahne Dictatur von der Grenze ferngehalten werden. Auch haben wir bei uns soviel Bajonnette und Kanonen, daß c8 auch dem verschrobensten Kopfe nicht einsällt, etwas Gewaltsames zu unternehmen. Die Geschichte wird einstmals sagen, Deutschland hat Elsaß-Lothri-gen mit den Waffen erobert, aber die deutsche Verwaltung hat es nicht verstandm, Elsaß-Lothringen auch moralisch zu erobern. Geh. Ober-Reg.-Rath Hailey: Die Rede dcS Vorredners gipfelt in einer Verherrlichung der Protestbewegung. Die socialen Ver- hältniffe tn Elsaß-Lothringen, die Beziehungen zwischen der att- ansässtgen und der eingewanderten Bevölkerung haben sich seit 20 Jahren erheblich gebeffert, ebenso die öffentlichen Derhältniffe, daS Einvernehmen zwischen der Verwaltung und der ordnungsliebenden Bevölkerung. Vor 20 Jahren waren ja auch die elsaß-lolhringenschen Abgeordneten mit nur einer einzigen Ausnahme Protestler. Heute sind schon vielmehr els.-lothr. Vertreter in diesem Hause, die nicht in dieses HauS geschickt sind, um ihre Anhänglichkeit an die alt« französische Heimath zu betonen, sondern um die Interessen ihrer Wähler zu vertreten. Die gemeindliche Freiheit in Elsaß-Lothringen ist größer als in Frankreich. Aber im Preßwesen müssen wir nicht nur auf die inneren Verhältnisse, sondern auch auf die auswärtigen Agitationen Rücksicht nehmen. Abg. Colbus (Protestler) spricht im gleichen Sinne wie Preiß. Abg. Werner (Ref.-P.) tritt sür die vorliegenden Anträge ein. Die Schilderungen des Abg. Preiß über daS Verhällniß zwischen der alten und der eingewanderten Bevölkerung gingen allerdings zu wett, aber die Dictatur sei kein Mittel, um die Bevölkerung zu gewinnen. Abg. Bebel (Soc.) wendet sich namentlich gegen die national- liberale Partei, die von jeher für Ausnahmegesetze eingetreten sei. Die elsaß-lothringische Bevölkerung strebe danach, endlich einmal wieder zu geordneten Verhältnissen zu kommen. Je mehr aber in Deutschland die reaktionären junkerlichen Bestrebungen in der ReichS- gesetzgebnng ihren Ausdruck finden, desto mehr entfremde sich Deutschland auch die elsaß-lothringische Bevölkerung Abg. Preiß antwortet auf die Ausführungen des Geh. Raths Halley, Cautelen gegen die auswärtigen Agitationen habe die Regierung im Reichs-Preßgesetz ausreichend Die Elsaß-Lothringer wollten sich keinesfalls mehr als Kinder behandeln, bevormunden lassen. Abg. Barth (frs. Vg.): Wenn die Verhältniffe in Elsaß- Lothringen noch nicht besser geworden sind, so liegt daS gerade an der ganz verfehlten Aufrechterhaltung der Ausnahmegesetze daselbst. Seit Aufhebung des Socialistengesetzes sind ja auch thatsächlich die Beziehungen der übrigen Bevölkerung zu den Socialdemokraten weit weniger unerquickliche geworden. So würde auch rein psychologisch die Aushebung der Ausnahmezustände in Elsaß Lothringen günstig auf die dortigen Einwohner wirken, die sich jetzt alS Bürger zweiter Klasse betrachtet sehen. Auch insofern würde die Aufhebung dec dortigen Ausnahmezustände günstig wirken, als man sich in Elsaß- Lothringen und auch im AuSlande sagen würde: Deutschland ist seiner Sache sicher, es wird auch ohne Ausnahmegesetze Elsaß Lothringen festhalten! DaS fünfundzwanzigjShrige Jubiläum der Wiedervereinigung Elsaß-Lolhringens mit Deutschland solle man dazu benutzen, mit diesen alten Scharteken auszuräumen. Geb Rath Halley bestreitet, daß die elsaß-lothringische Regierung sich einer osficiösen Presse bediene. Abg. Marguardsen: Mit Einführung des ReichSpreßgesetzeS in Elsaß-Lothringen würden seine nationalliberalen Freunde grundsätzlich einverstanden fein. Aber nicht ohne Cautelen gegen die französische Hetzpreffe, so lange die Regierung solcher nicht entbehren könne. Abg. Lenz mann (srs. Sßp.j: Wenn man solche Zustände lediglich auf hetzerische Aeußerungen einiger französischen Redacteure hin verewigen wolle, bann solle man doch künftig von dem stolzen Wort absehen: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts. Nicht nur logisch richtig ist es, sondern auch poltisch klug, wenn wir endlich einmal den Elsaß-Lothringern geben, waS sie fordern. Die Elsaß - Lothringer müffen doch selber am besten wissen, waS thnm gut ist! Die Anträge werden gegen die Stimmen der Conservativen, Reichspartei und Nationalliberalen angenommen. Auf Vorschlag LenzmannS erfolgt die Annahme ohne weitere Debatte, auch gleich in dritter Lefung. Zur ersten Berathung steht sodann der von dem Abg. Gras Holstein eingedrachleGesetzentwurf aus Abänderung deS Gesetzes übet Beschlagnahme des Arbeitsoder Dienst-Lohns. Der Entwurf bezweckt, die Beschlagnahme des ArlvilS- bezw. Dienstlohnes zur Begleichung von Alimentationsansprüchen unehelicher Kinder zuzulassen. Nach Befürwortung turd) den Antragsteller spricht Abg. Bachem (Ctr) seine volle Sympathie mit dem Vorschläge desselben aus, dabei den Wunsch äußernd, eS möge gleich heute noch die zweite und dritte Lesung des Entwurfes erfolgen. Staatssecretär Nieberding warnt vor zu raschem Vorgehen. Denn bei der Fassung des Entwurfs würde unter Umständen sogar den illegitimen Kindern ein Vorzug, in Bezug auf Geltendmachung ihrer Ansprüche durch Pfändung, vor den legitimen Kindern und den Ascendenten erwachsen. _ Abg. Stadthagen (Soc.): Am einfachfim wäre eS, im bürgerlichen Gesetzbucke die Bestimmung zu streicken, wonach zwischen unehelichen Kindern und dem Erzeuger eine „Verwandtschaft" nicht besteht. Abg. Günther (nl.) erklärt, im Princip symvathifiren feine Freunde mit dem Entwurf, dock unterliege deffen Fassung Bedenken. Abg. Beckh (frs. Vp.) hält ebenfalls den von Stadthagen gezeigten Weg für den correcteften. Der Entwurf wird einet Commission überwiesen. Es folgen Petitionsberichte. Eine Petition, betr. Ausfuhrzuschüsse auf den bei der Fabrikation conbenfirter Milch verwendeten Zucker wird dem Reichskanzler als Material bezw. zur Berücksichtigung überwiesen. Ebenso als Material eine Petition, betr. Arbeitszeit der Handlungsgehilfen in den Detailgeschäften, sowie eine Petition, betr. Unfallfürsorge für Schutzleute, und eine fernere, betr. den Erlaß eines TrunksuchtSgesetzeS. Ueber eine Petition, betr. Aufhebung der Maschinensttickerei in den Strafanstalten, wird zur Tagesordnung übergegangm. Montag 1 Ubr: Rechnungssachen , Schutztruppen - Gesetz; MllitSrvorlage nebst Nachtragsetat. (Schluß 5 Uhr.) Deutscher Reich. Kyffhänser, 13. Juni. Von der GeschäftSleitung des KyffhäuserdenkmalS wird die Nachricht von einer Verschiebung der Einweihung des Denkmals als erfunden bezeichnet. Die Einweihung findet am Donnerstag, den 18. Juni, in Gegenwart Tr. Majestät des Kaisers und der regierenden Bundesfürsten statt. DaS Denkmal ist fertig bis auf Einzel- beiten, die weder die EinweihungSfeier noch den Besuch deS Publikums nach der Feier hindern. Bremen, 13. Juni. Die Blättermeldung, der Dampfer deS Norddeutschen Lloyd „Bayern" sei bei Fort Philippe gestrandet, ist unrichtig. Die „Bayern" ist nur unbedeutend an Grund gerathen, hat die Reife fortgesetzt und ist in Antwerpen avgekommen. Starnberg, 13. Juni. Anläßlich deS 10. Todestages deS Königs Ludwig II. fand Vormittags im Schloßgarten zu Berg die Grundsteinlegung für die Gedächtniß- ktrche für Ludwig II. statt. Nach einleitendem Gesänge hielt der SttftSprobst von Türk eine Ansprache, worauf die Weihe des Grundsteins erfolgte. Der Prinz- Regent that die üblichen Hammerschläge unter folgenden Worten: „In demüthiger banger Erinnerung an den unglücklichen, schwergeprüften und von seinem Volke treu geliebten König Ludwig IL" Die ganze Feier nahm einen äußerst würdigen Verlauf. Att-laud. Pariß, 18. Juui. Die Socialisten gaben heute ein Festessen für Liebknecht. Der Deputirte Gerault- Richard brachte einen Toast auf den „großen deutschen So- ctaltsten" aus. JaurvS feierte den „heldenmüthigen Vorkämpfer des internationalen SocialiSmuS" und sagte: „Unser Patriotismus unterscheidet sich dadurch vom engherzigen Patriotismus der Chauvinisten, daß wir begreifen, daß Franzosen und Deutsche, deren Geist so sehr für wechselseitiges Verständniß geschaffen, nicht die brudermörderischen Kriege zu berücksichtigen brauchen, welche Despoten hervorgerufen haben. Liebknecht dankte für die herzliche Aufnahme durch die französischen Socialtften und erklärte, er empfinde eine innige Freude, indem er alle Socialiften zu einer Partei vereinigt sehe, deren Macht täglich wachse. Liebknecht erklärte, er sei gewohnt, in Reden auf die französische Revolution zurückzugretfen. Seine ReichStagSreden seien der- artig von französischem Geist erfüllt, daß seine Collegen ihn den „Franzosen" nennen. Liebknecht mahnte zur Aufrechthaltung der Arbeiter - Internationale, zur Einigung aller Völker und versicherte, daß keine anderen Grenzen bestehen, als diejenigen, die zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten sich erheben.Frkf. Ztg. Neueste rkrchekhtesT» Wolffs telegraphisches Lorresponben»-Burea«. Berlin, 14. Juni. Die Ruderregatta in Grünau hat bet prachtvollem Wetter einen glänzenden Verlauf genommen. Der Kaiser und die Kaiserin hatten dieselbe mit ihrer Gegenwart beehrt. Die Kaiserlichen Herrschaften waren auf der „Alexandra" von der Terrasse deS Königlichen Schlosses in Berlin abgefahren- eS befanden sich in ihrer Begleitung Graf Görtz-Schlitz nebst Gemahlin und Tochter. In dem Rudern um den Katserpreis blieb „Hammonia" aus Hamburg Siegerin. Der Mainzer Ruderverein hatte den Katserpreis zu vertheidigen. Der Berliner Ruderclub ging als zweiter durchs Ziel. Im akademischen Viererrennen um den Kaiserpreis siegte wiederum der akademische Ruderverein Berlin. Der Kaiser vertheilte die Preise an die Sieger. L«v, " Darmstadt Sladtpfarrer Gerok von Stuttgart. Frauenfrage haben wir eS nicht mit einer bloBtn J sondern mit einer auS wirklichen Noihstänben f:i. Bewegung zu thun. Zahlen beweise:,. In rn 1870—1890 ist in England die Zahl der welbltln - beamten von 8016 auf 91,828 gestiegen, die der x- , Stenographen von 7 auf 21,185, die der fyilntii von 527 auf 4555, die der Lehrerinnen von 84 V, 245,965, und tn Deutschland ist die Steigerung nm , In Anpassung an die Sachlage erwachsen der ihi-t,, weiblichen Geschlechts in unserer Zeit bewnlere j. ■> Es gilt, die weibliche Jugend mrh: als bisher i.i -j ständigkeit und zum Gemeinnfinn zu erziehen, ernt ir,4 die lediglich den Schlagwörtern angepatzt ift: bei Zeiten da- Weib" und „Die Frau gehört c« 4 reicht nicht mehr auS. Wer die Forderung von v t Aerzten und Fabrikinspictoren, sowie eine» für Frauen als begründet anerkennt, bars rottH ir . - die höheren männlichen UnterrichtSanstaltea vich:.. : oder muß andere Bildungsmittel und QMegtrin.v i - Daneben aber find neue für spectell weidet i, und hauswirthschaftliche Durchbildung bmdintu fq ? einrichtungen hohes Bedürfniß. Die etx»|tlii* Sb-A t die Aufgabe, daS Recht der Frauenbewegung ’.t . : . Evangeliums zu prüfen, aber auch die protti'djt fyr - t dieser Bewegung im evangelischen Gemnndillbtn. 2 r großem Beifall aufgenommenen längeren iluSsühruogr: t n in der sich anschließenden DiScussion namentl*£ icc ■ practischen Sette hin ergänzt- besonders foomt l.w Zimmer-Herborn, der sich als Begtünder ttr I; s verein- um die Leitung der Frauenbewegung in ntu k- hochverdient gemacht hat, au- dem Schatz inner iit - Fruchtbares und Anregende- mittheilen. n. Heuchelheim, 15. Juni. Eine nachahmm^'i Feier veranstaltete am Samstag, den 13. b. Um'., hiii Rinn & Cloo- in Heuchelheim für ihre Vigorn* arbeitet. ES galt, den Gründung Stag bn * nach einjährigem Bestehen festlich zu begehen. 2t< < vorher war den beiden Herren Geschäftsinhabern ieitf*» Arbeiter eine finnig ausgeführte Ergebenheiisütn- s reicht worden. Die Harmonie und da- gute ümren« zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern kam [tlu'li resonderS zum Ausdruck in den tieifcbiebei en Zoatten ti während und nach der mit Concen verbundenen g« -* • ltchen Gratis. Abendtafel gehalten wurden. i- der großartigen Entwickelung der Fabrik, wel4e c* Jahre mit 60 Arbeitern begonnen und nun ca ZOO »efchäftigt, weiter gedachte man der auSgezeilL''ktk- leitung sowie des für die Interessen der Firma isiedi ' ' Arbeiter gleichmäßig besorgten Herrn Werkitlbrer» * ganz besonder- auch der Pflichttreue und Arbeiter. DaS Fabrikgebäude selbst, in Bezug auf i» liche wie gefundheüliche Einrichtungen ein lviuner:-- Cigarreufabrik, war von den Arbeitern zur Uckr* der Geschäftsinhaber in der Nacht vorher auis 8®^ mit Kränzen, Guirlanden, Siunfprüchen und 3** geschmückt worden. Möge da- wohlgelungene ' Zeziehungen zwischen Arbeitgebern und flrbtitoeW*^ krästigt und anderweit zur Nachahmui'g angefpsW^ Nidda, 10. Juni. Der auch in weiteren «reuen Bierbrauereibefitzer Friedrich Uhl hier narb guter plötzlich infolge eine- Herzschlag-. Der m 80. Lebensjahre und war langjährige- Gewen Mitglied. : OberWidderShei«, 9. Juni, verflossene n'oic^ an Stelle einer alten, infolge eine- Lprunges u • gewordenen Glocke für unsere Kirche befdiante ne i Glocke dahier ein und wurde bereit- feiert« timmung übergeben. DaS Meisterwerk, welche e Baßton hat, ist tn Apolda gegossen »orten f 1040 Mk., woran 600 Mk. Metallwerth für tu rauten überlassene alte Glocke abgeben. B.a »n 8er.tr.6e. 9. 3mrt. tHe 2 an der Bergstraße hat begonnen, allem '« ' |*^(aufgesuche^ der I Hochfeiner Exportapfelwein, glanzhell Flaschen und Gebinden. in Apfelweiu Kelterei. Telephon Nr. SS. 3013 zu vermiethen Zu verkaufen. 11 n 11 Ge- und , LvaiwnrrH? '.WS STELLUNG GIESSEN i h . 1895 J I 524b] Weserftraste 3, nächst der Nordanloge. ist der untere Stock, mit 6 ger. Zimmern und allem Zubehör zu vermieten- Näheretz daselbst und bet Loni« Hellmoid, Steinstraße 31- 5459] Ein FamilienlogtS zu vermiethen- Dammftraste 19. ; J prämiirt mit der s»l b e r Medaille aus der S. wirthschaitlichen Ausstellung Gießen 1895. k 6M, xisammen circa 10 Morgen, ft m f fünft im Schloßgarten an EUiMLnbrücke. Ifreitafl den 26. A««t. ; JEitmod) den 17 Juni 1. J, Nachmittag? 2 Uhr. a ».-'n im früher vramm'schen Saale NW Zwei frischmelkende Ziegen und $ np Wümmet zu verkaufen. RahrnngSberg 7. Speierling, Borsdorfer, Kür mtifltltebenht Leser'. Wie Einsender dieser ZeUm erfahren 6et, wellten vergangene Wcche zwei Mustklalente, welche eine große Zukunft haben, in unserer Stadt, ohne öffentlich auizutreten. Ernestine und Elmire Boucher, zwei noch junge Partieitnnen, sollen, wie mir von glaubwürdiger Selle mttgelhellt wurde, wirklich Talente ersten Ranges sein Die Eine ist eine vorzügliche Klavierspielerin, während die Andere eine Geigerin mit geradezu phänomenalen Leistungen, welche durch ieelenvollen Vortrag und verblüffende Technik Leute am Friedberger Seminar und in Butzbach, von denen einige örter« Gelegm- heil hatten, die besten Getgenkünstker zu hören, entzückte und Bewunderung und Erstaunen erregte. Sollte e» dem hochlödllchen Vorstand unsere« Eoncertveretne, besten eifrigem Bestreben wir schon so viele künstlerische Genüsse verdanken, nicht möglich sein, dt.s« «unstgroßen, welche gleichen Erfolg, wie die „Holländischen Singvögel" zu verreichnen Haden, zu einem Eoncert zu engagiren ." De« Danke« aller Blustkfreuude wäre CT ßeiffite verlautet, weilen die Damen nebst tbrer Mutter gegm- wärtig in Eisenach, von wo sie wieder nach Part« zurückreisen; wes näher auSzukundschastm, nicht schwer fa'I« n dürfte. 2ßenn der odengenannte verebrlrche BerelnSvorstanb sich bewogen fühlte, über da« in den musikalisch gebildeten Kreisen unserer Nachbarstädle so große« Aussehen erregende Geschwisterpaar zu recherchiren, so wäre der Zweck dieser Zellen erreicht. A- A- Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemesten am 15. Juni, Mittag« »wischen 11 und 12 Uhr: Master 18, Lust 21°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Aiwmittag« prüei» ft Uhr, oi.Wbc.i Fürstlichen Miesen in den hnxrfir;;cn Mühlfachse«, ©bet» ftMbtdesftnge«, ,m Ganzen 130 9Jtor» Z.asammenkunft in Mühlsachsen. Eingesandt. Gieren, den 14. Juni 1896. >G6 am Donnerstag Nachmittag wolkenbruchartige Regen über 0 Kjll> iniederstürzten und gegen Abend der ganze Horizont sich mit r. -«r hr-angren Wolken überzog, glaubte sich ein nicht geringer ^betl b .vcertabonnenten zu der Annahme berechtigt, daß da« auf 6 Uhr a «Ef'dk 1 AbonntmenlSconcert wegen ungünstiger Witterung n ?*! ftctlfinbrn werde. Zu seinem großen Erstaunen sollte er aber Bezugnehmend auf Obige« empfehle ich mich der geehrten Emwohner- schäft von Lollar und Umgegend zur Anfertigung aller in die Herren, bekleidungsbranche einschlagenden Kleidungsstücke. tS8cnrotirb.. ^nn sein, durch solide Arbeit und eleganten Sitz allen Ansprüchen gerecht werden und bitte, mich in meinem neuen Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. Hochachtungsvoll Chr. Göttlich. I Ankauf alter Bücher und Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, eowle eInseiner Bücher erbittet die J. Ricker’sche Buchhandlung Giessen. »L MMlllls. I Freibank. [5565, Heute und morgen: Schweinefleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 3» Pfg- Ochsensieiseh nicht ladenrein, per Pfd. 48 Psg» 5562) Zwei Sinderbettftellen billig zu verkaufen._______©ftantag« IS» * Kür Wirthe und MederverKäufer billigste ßngrospreise. Bestellungen werden im „Frankfurter Hof" und „Hesfifcheu Hof" entgegengenommen. Emil Schmall. Gefchäfts-Uebertragung und Empfehlung. Da ich durch den Sterbefall meine« unvergeßlichen Sohne« da« von mir seit Jahren betriebene Lchueidergefchäft nicht mehr werter.führe, so theile ich meiner werthen Kundschaft mit, dav ich dasselbe mit dem Heutigen an Herrn Chr. Göttlich, welcher früher bei mir beschäftigt war, übertragen habe. Indem ich ur das mir seit Jahren erwiesene Vertrauen meinen Dank ausspreche, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Wwe. J. Rau, Mar. hmittag« prüct» 1 Uhr, e «i be: Miksrn unterhalb der Stadt Zu- Versteigerungen^ Heugras' Strftetgeruugeu der Fürstlich ,-ol.Msischen Rentei Lich. til Heugra« von den Fürstlichen 3 Siiiiii! ’C. wird versteigert: Innnerötafl den 25. A««4, »»«-rmittag» bräcii 8 Uhr, c iwbii Wiesen in der Gemarkung Lich t wHtbdilb der Stadt, zusammen 115 2 Bbiß' Zusammenkunft an der Sau- b M i ächfl der Peinmühle. «u demselben Tage, >63 fite*-*? b. * 1« Sm* fit S--°! ■ ’ •**»■,* «««in« J’ilt» itbrnit Sn«l“b iii SW io- “f 91328 Utftlesc.: ' M 21485, illt 111 dk- itimlm, utidjlanb ist die 6tr> t Sachlage euoa^ 5 in unitrtt Z.« ? e Wogend mH- q’i- $e»tlnn|inn zu qifc 'lagwölirra angtpy.; >fl uud „Die Fm r. ?• Wer die gotir: Hn^ictoren, fomie e Anbei antifennt, i: itn Untenid)l8anfti’ IbangSmlttel uvd •& nut für IptcltH i: W Mjbllbung i ökdüefnih. Die l ikchl der Frautck en, aber auch dir r. evangelischen Gtr nommenen langem. henden DiScuisioii - in ergänzt- beleih der sich al- SBiji ng der Frauenbri!:- hal, aus dem r-i regendes mittljtil«. au M Heute, die sonst 40 bi« 50 Lentner ernteten, find recht Au ir wn, wenn sie 3 bi« 4 Etr. erhalten. Ja den ersten T V, zahlte man für da« Pfund 40 und 50 Pfg., heute nJihn Preis bt« auf 25 Pfg. heruotergegangeo. Groß- hc pd ru sieht man gegen sonstige Jahre nur wenige uvd auch bi m ^lteu sich nicht lange auf, da ihnen der kleinen Ernte ider Aufenthalt zu lheuer zu stehen kommt. Jaini, 13. Juni. Gegen den socialistischen Geschäfts- fL i|t: der hiesigen OrtSkrankevkaffe, Goebel, welcher die UL': christ de« Vorsitzenden mehrfach gefälscht hatte, wurde ri »r: Lntersuchuvg cmgcleUct. Mainz, 14. Juni. Die au« Anlaß deö von heute b Wüim Dienstag bier tagenden 11. BerbandStageS b )« teeatfdi en Schlosser-Innungen in Mainz statt- ft iii.fiD« Schlofferei Ausstellung wurde gestern Vormittag in »L «itinheit der Spitzen der Behörden im Auftrag des durch diäi^mmeiverhaudlungen am Erscpeinen verhinderten Staats- rr ir :ik« Finger durch Provinzialdirector Geh. Rath Rothe innlir ^Stadthalle" eröffaet. Die Ausstellung ist sehr reich- hilchsi und ist insbesondere die Abtheilung von den Kunst- sgWilvi Schlofferarbeiteu höchst beachtenSwerth. Auch die fearijtti Schlosserurbeiten, iow e die Motore und Werkzeug- ni»jilren bieten sllr den Fachmann wie für den Laien viel I flfrn n ante«. am anderen Tage erfahren, daß da« Eoncert — wenn auch mit versvätrtem Anfang, doch abgehaUen worden sei. Diese Thatsache bestätigt nun von Neinm, daß d«r Begriff „Ungünstige Witterung' doch gar sehr zu den ' Leib abzuhalten. , 15. Juni, ßw im Samstag, btel- ■ i Heuchelhcim sü . btn Gründe- tf*n f**;* ;tn Hkntn StsPM a avsgtsühttt iip Harmonie wb w' m unb W*- mi i» »<• « mU So»«« »>r- eiidui t» II«"*'? besorglenH^^, W 11 w ■5*5 iS&G. 1 igte Wer eiu Abonnement bcab»ichtigt, überzeui« sich vorher durch Verlangen einer Gratis-Probenummer von dem reichen texUichen Inhalt* und den brillant angeführten farbigen lUuetrationen. QeschiftiiteUe der Meggendorfer Blätter München Comeliusstrasae 19. I^crfcbr, £anö- und Orstnderg, 13 Juni. Fruchtpreise. Weizen X 16,00, Rom X 14,48, Gerste X 15,00, Hafer "L2, Erbsrn Linien X 00.00, Wicken X 00,00, Lew X 00,00, Rartoffeln X 4,12, Samen X 00,00. Montag de« 29. Avni, lliitmittafli präcis 9 Uhr, gn«ibe: Fü'rstl. Mönch- unb Strauch- i Bulbni l«f«, Gemarkung vurlhard«- f 'itoiii zusammen 70 Morgen Aust o«T'd funft in der Mönchwiese. ki- l üusgebote geschehen in Abthei- t unm i oon 1 bl« 2 Morgen. it an vorschriftsmäßige Bürgschaft n ort zZahlungsfrist bis Martini d. I. a »irrte:< tiö,. am 13. Juni 1896. Kütfllich Solmfische Rentei. Kreilius- 5547 Abonuement-EinladiiMg L°thar jorfer^ Riätter Verlag v.I.F. Schreiber in Esslingen bei Stuttgart. Jährlich 52 Xr. (J» 3. Quartal) ->d.26Bertea50 PfS. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen Zeitungs-Expeditionen und Postämter. Das schönste farbige deutsche Witzblatt. ^Vermiethungen^J 5563] Per 1- August ober später ein FamilienlogiS sowie ein möbl. Zimmer zu vermiethen________Krenzplatz 4. 5555) Wallthorftrast« 2t Hinterbaus zweiter Stock, Wohnung, 3 Zim , Küche rc, 15. Juli oder 1. Aug ,u verm. Pr. 14 X 55541 Mansardenwohnung tu verm. Phil. Strack, Bahnbosstraße 58^ 5326] Parterrewobnung, 8 Zimmer mit Zubehör, per 1. Juli zu vermieiben. __________Ära«kfurtarstratze 3t» 52441 Der mittlere Stock meine« Hauses 7 große Zimmer mit Zubehör, Garten- antheil rc.< ist pro 1. Juli eo. 1. October - -k«stadt - versteigert: zu vermieiben. 5r»t>as, Sommobm, RletberfÄränt,., Dr. «. M.lxnd.im.r. 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Samstag Nacht nach schwerem Leiden im Alter von zu sich zu nehmen. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauernden Fr. Heil und Wallthorstraße Gießen, den 15. Juni 1896. WV* Wer schnell und billigst Stellung ffnde« will, verlange per Postkarte die «Deutsche Vacanzen-Vost" in Ehlingen. |Mf1 1 u vj2_ j7i Aeltere Accumulaloren-Fabrik, Lieferantin zahlreicher Behörden, wünscht in jeder grösseren Stadt daselbst ansässiger, angesehener Firma der elektro - technischen Todes-Anzeige. Hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es Gott gefallen hat, unser inniggeliebtes Töchterchen L, 1H K^ntinn nnd Darlehen auf be- faaUllUU reite gestellte Kaution für Beamte und Privat-Angestellte. Oesterr. dto. Amertc. Coursbericht Dirn 5* Kurs «L Co., Giessen, tgchi^ Frankfurter Bürs vom 13. Juni 1886. do.Sudb.(Lb Oest.Rdw.ltA Gotchardbahn. , Schwz.Senttal | Schwz.Rord.''st : Jtl. Mittelmett Pr.Henri'LLb > |rr|i«L |«ift ts ®r« mrm. Bad. Th. 100 . Bayer, lh l vo Donau Reg. . | Cöln Minden. rh. 100 Madrid . . ■ • «em. Th 100 Oesterr. »1860 CIbenK Th. 40 Raab , jiiintui. luff »kl ecüs m V AnSbachttfl 1 : I. L.: Hermann Elle. — Truct und Verlag der Brühl'schen UniversnälS-Buch- nnd Sleindruderel (P, er sch & ^cheyda in Gießen Aie 6artige Rümmer umfaßt 6 iobet auf der Rennbahn zn ryrankfnrt a. M., 7r Stunde von der Stadt, der letzte Frühjahrs-Renntag statt. Es kommen 6 große Rennen, darunter 3 Steeple-Chases, zur Entscheidung, für welche Eonrse vom 113./6. 6/6. tfonrf« vom J3./6. 6./6. 4 bequem und billig baden will, der gehe ins °/oPomm.Hyp.IE»-' j tn > 4 0/0^86x3.6 rct.WunU.l iulil rih T ^Qn 1 3ofcnfhle e: 'X'?' itr fit n Ä* den - ? Klagen fchov ■te"' «i. t;i Ist, tOl“n crßtr. "* Itt ’4^cL6w'‘ * °»L: Finnland. .10 "" 'TTfiburfl f<.15 I JJ «odflnbex, 10 6,/6. 101.60 105.30 101.30 104.40 »dl 16.18 Frenz. Banknote» Eltern Frau, 1. 5553 $it Aussicht^ auififl der zn 6tr ’ üW 3°hre° .‘m i:?ntRonilanb, i; dir vchnipr' De sn-cr bitttgtr D« ttokm al» WJ1 tisit «cicncmte tn drßcktv. cak ■ i 8® 3ttr trtBltr jki bk W in ittzrer amerikaols c m idTcit Keizene Ra!:<4 lwd bann jv mb fiost foflen nod f,N« erden WtijUlN iHrrstr tas,9ta»?)o' hnichmß-tM über l ^rdrr käme aasgiek bsI dir Aussichten de Nche^Sebitte abrem ob »pnieitschr 8m es tun mtbr einem Itbr chrnch Irin wirb. Lus La Vielt, guj jtia'.ngtt ßchad worbtn lei, in{o. Die aui Rem echs Millionen Alker dis jetzt in diese» je 'Me mit Weizen ;t|fn gefallen, daß iitt»nr unmöglich is lt* itbele Lage buid der Ttdr (8i wi", xitb dieser «i M «Mar machen i irrir. Falls in M ^'men angenomm, »An als gemghnl »nitt in 15'°i>MXK) Vulhrls j !1# bis btl |nm l W* Muh, lN/ü Oesterr. StLettSbah« o. 1885 91.70 1 4o/o Etsenb. Rmtwb OK 6°/e 3UL ft««Ss«r. Eliaib. 5315|5»/c BuderuS CbL 37eö/i FrueNorler Hpp. M. 101Ä) 37«°/oH«mbrgrchyvf.«t - Krkf.Hyp.Lreb « unk.b.1906 191.20 87»°/cPreuß^ "" ---- 4o/d Ma unk. b. 190b 106.10 f----- Mk. 38*000 an Geld und 13 Ehrenpreise auSgesetzt sind und insgsammt 172 Anmeldungen eingingen. 5557 Zum Schluß wird der „Grosse Preis von Frankfurt“ -ine Steeple-Chase mit Mk. 10,000 und 5 Ehrenpreisen gelaufen, welche über 6000 Meter mit 16 Hindernissen führt. In den Rennen werden die ersten deutschen Reiter mit Ausländern concurrtren, sodaß der Verlauf ein sehr intereffanter wird. Preise der Plätze: Logentrlbüne Mk. 10.—, 1. Tribüne Herren Mk. 7.—, Damen Mk. 4.—, 2. Tribüne Mk. 2.-, 3. Platz Mk 1—, Stehplatz 60 Pfg. Der Vorstand des Vereins für Hindernißrennen. Tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit gegen hohen Lohn gesucht. Eintritt lofort. 5197 Nähere? in der Expedition d. Bl. Au»hilf»«Sellnee, AuShtlfs. Köchinnen besorgt zu jeder Zeit «für Principale unentgeltlich) E. StiaSny, 6135 Placirungsbureau, Asterweg 6. „Es gibt kein Kaf feesurrogat, welche» sich, seinen Rohmaterialien und seiner Herstellungsweise entsprechend, -1: Kathreiner’s Malzkaffee messen könr.tt.* Aus einem Gutachten des Geh. Med.-Käthes Prof. Dr. R Vorstand des Hygien. Inst, derüniversitl Unter höfl. Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung der Firma Siemens L Halske halte ich mich für sachgemäße, tadellose Ausführung elektrischer Beleuchtungs-, Kraftübertragungs', Telegraphen-, Telephon- und Blitzableiter-Anlagen bestens empfohlen. Kostenanschläge gerne zu Diensten. Reparaturen in eigener Werkstätte. Lager elektrotechnischer Bedarfsartikel. Hochachtungsvoll Verloren fltn Sonntag vom Philosophenwald bis zur Grünbergerstraße ein goldenes Medaillon mit zwei Photographien. Gegen gute Belohnung abzugeben 6643 Grünbergerstratze 13 im Laden. Sechs tüchtige Verblendstein-Maurer können sofort eintreten. Manschet, Maurermeister, ö45d Marburg a. d. Lahn. 5558] Zwei tüchtige Glasergehülfen gesucht. N. Wolf, Bahnhofstraße 32. 5560] Ein ordentl. HauSbursche wird sogl. angenommen. Gasthof z. Löwen. Tüchtiger Kutscher gesucht. 5545 Hoflohukutscher H uh n. |2683 „Germania“ ' Lebens - Bersicheruugs - Actien - Gesellschaft in r, Gründungsjahr 1857. ■ Unter Staet-«^ Bersicherungsbestand Ende Februar 1896 M. 597 <1. Vermögen Ende 1895 i^0 »J? Gewinnreferve zur Vertheilung an die mit Dividende Versicherten Leibrenten unter sehr günstigen Bedingungen. — ; des Kriegsrificos, sowie der Jnvaliditätsgefahr. - |u?2 barkeit der Police im weitesten Sinne. — Dividende 2 Jahren. — Sofortige Auszahlung fälliger Verücherur.^ ' ! Vertreter: Friedr. Helm, Weinhandlung, Giesse i preHHe Keiteii-NttßlhttiMM Leibrenteuverstchernng zur Erhöhung dcS Einkommrn» ficherung (für Aussteuer. Militärdienst, Studium). Spark«fi« *" 1 »eate« 1895: 3440000 Mark. Bermögen r 95 Milltone Mark' Prospecte und näher« Auskunft bet Herrn Heinrich Gieße«, Südaulage 6 T ’ : Hermann Hess. 5478] Ein ältere« Mädchen, perfecte Köchin und in Hausarbeit erfahren, wird zur selbstständigen Führung eines kleineren Haushaltes gegen hohen Lohn gesucht. Näheres tn der Expedttion d. Blattes. 5 Rum. am. Rte. 99.90 100.- 4 Lissabon. . . . 71.10 71.60 4 Prag-Duxl89> 100.25 100.45 t Pr.H. Act. alte 101.60 105.90 106.10 4 Ruff.Obl. v.80 102.95 102.75 4 Rom II—VIII 87.50 87.40 3 Raab-Oed.v.91 81.— 79.90 1 Pr.H.-Act.neue 103.90 3 Schweb. Obl. . 99.50 —— , — 47, Buenos - Aires 0 4 Rudolfb. Gold 103.35 103.30 37, do....... 101.30 104.60 104.85 87, do....... 100.85 100.90 v.1888 . . . 81.10 81.20 3 Jtal. gar.E.B. 53.15 53.30 1 Goth.unk.1903 104.40 99.4 j 105.60 104.50 99.55 104.80 99.55 105.80 104.85 99.75 5 5 4 5 1 1 Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.cotro.Lit.C. do. Lit.D. 64.50 97.50 21.40 64.30 98.10 21.50 37, 37, 37, 37, Ltnbeshri.Aol. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. 99.80 101.25 92.— 101.— 99.80 101.— 92.50 101.— 3 4 5 4 4 5 Llvorneser. . . Sicll. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan -Uralsk Anatolische B. 56.15 88.30 88.65 102.95 103.30 89 90 56.25 88.20 89.50 103.— 103.— 90.20 5 4 Jiietff ffbl. Buderus E.W. Eisenb. Rtenbk. kiib.Astieo. DtscheReichsbk. 103.30 102.20 159.15 104.70 105.15 4 Ung. Gld.-Rte. 104.10 103.95 Sisklld.'-riorit. 4' , Portug. v. 89 . 67.05 67.50 Frankftr. Bank 179.50 104.55 105.05 4 do.Kron.-Rte. 99.55 99.55 Tiulsch«. 3 do. v. 1886 . . 37.60 37.40 Berl.Hdlsges.. 149.40 102.80 47. do.E.B.Gold 4 Hess. Ludw. v. 3 Salon.'Mon. . 57.— 56.95 Darmst. Bank. 152.80 102.80 v. 1889 . . . 105.80 105.80 1868/69 . . 100.70 100.90 Pfiibkiefe. D. Grndschuld- bank V—VI Deutsche Bank 187.60 102.— 105.— 102.40 105.- 5 4 7, 671 Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. 65.35 54.70 105.70 66.— 56.— 105.70 4 4 bo.o.1874 . . do. v. 1875,78 101.60 103.70 103.75 100.90 4 105.— 105.— Disct.-Comm. Dresdner Bank Mitteld. Er.Bk. 207.40 159.— 109.65 103.75 32.30 104.- 32.90 4 6 5 3 Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 do. Eisend. . do. Silber. . 104.40 94.— 85.— 26.20 104.10 94.70 86.25 26.65 4 7, 4 4 Homburger!. . Pfälzer Nordb. flu»Unhifd)t. Elisab.-B. stsr. 103.70 103.75 4 37, > 37, 4 do. I—II do....... Fkf.Hyp-Bk.M do....... do. Hyv. Cred. 101.20 101.20 103.30 101.80 101.20 101.20 101.21 103.30 101.50 101.21 Oest.Crd. Anst. hbilrir-^difn Nordd. Lloyd . HöchsterFarbw. 296.7. 115.80 420.— 36.50 37.40 Stäbtr-Gdl. 4 Kaschau Oderb. 4 d.!905unkS27 105.10 105.10 Bochumer Guß 157.50 87.55 87.40 v.1891 . . . 102.90 102.85 3' , S 28 ... 100.50 100.50 Dortm. Union. 45.— 37, Franks, d. 1893 102.75 103.- 4 Lombardische . 101.65 101.65 41 J Ldw. Cred.-Bk. 103.15 103.15 Gelsenk. Brgw. 168.50 104.15 52.45 37, Darmst. 88, 94 —.— 101.25 3 Lombardische . 72.— 71.50 4 Hamburg. Hyp. 100.30 100.30 Harpen. Brgw. 157.— 104.20 37, Gießen .... 102.20 102.20 5 Oest. StaatSb. 117.50 117.70 4 do. unk. b. 1900 103.— 103 2t Ber. Königs- u. 86.05 86.20 37, Mainz..... 101.75 101.60 4 do....... 104.90 105.15 37, do....... 101.25 101.25 Laura . . . 152.50 84.25 40.60 27.60 83.90 40.80 4 Ofsenb. ».1892 104.45 104.45 3 do.I.-VIII.Em. 94.40 94.45 4 Mein. Hyp. alte 100.75 100.15 •ifeib.-lriiri. 3* , üstesb. „ 1887 —.— —.— 3 do. IX. Em. . 92.85 92.- 4 do. neue 103.20 103.54 Heff.Ludwigsb. 119.60 4 Worms.... 104.50 —— .-- 3 do. v. 1885 . . 91.70 31 , do...... 101.30 101.30 Ciac. Agram . 223.' , 37, Worms .... 102.30 102.30 3 do. Erg.-Ne- . 93.40 93.45 3V, do. unk. 1907 101.40 101.4 Oest. Staatsb 309.’ .