v c - 1) tssenz lösen. ester und aus- ^ä'ieezusa-tz, vorrathlg. * ^^chuhe, u»b fa.bC SMe 1022 Clavier- «. Unterricht rtheilt 834 r Volk, Md. Musiklehrer, rgntzratzr 4. leslhmlz tirt rein) Riebet abgedcimpst, 1 Pfg«, empfiehlt ermann, crweg 33, 139» UZZLtzü- faizüge Dominos billig >u verleihen. itttälro und rote alle Arten Ststtzl Matten töt Herr» Darum und KaM Preisen, Fr. Conrad. M yßt -kacke M inä, «« k. 1.80 flerrmau ® a> o « o O: 5 o I Kaier ,al )en m j k- iflchj Sonntag den 16. Februar Mr. 40 Erstes Blatt. 1S98 Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Amts- und Zlnzeigeblatt für den "Kreis Gieren Redaction, Expedition und Druckerei: Kch»tstr«teHlr.,. Fernsprecher 51. LiertrgLhriger „ Avonnemeutsprei^ t 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Dottteu v kälter werden dem Anzeiger »Achmtlich dreimal beigelegt. Der #U|e*scussion endete mit Ueberweisung der Wahl- reform'Vorlage an die Gesetzgebung- Deputation, wogegen nur die Socialdemokraten stimmten. Von dem Verlaufe der Deputationsverhandlungen und deren Ergebnisten wird die definitive Stellungnahme einer Anzahl noch schwankender Abgeordneten in der Wahlresormfrage abhängen. Doch kann es sich nur noch darum handeln, wie groß schließlich die Mehrheit für die Wahlresorm-Vorlage sein wird, denn die Annahme derselben ist bei der unbedingt zustimmenden Haltung der Conservativen und eine- Theile- der National- liberalen unter allen Umständen schon jetzt gesichert. Neueste Nachrichten. Wolff- telegraphisches Eorrespondm,-Bureau. Berlin, 14. Februar. Eine Anzahl Zwischenyreist er des ConfectionSgewerbeS schloffen dis auf Weiteres in Folge Arbettermangels ihre Werkstätten. Karlsruhe, 14. Februar. Die „Karlsruher Zeitungbegründet den Wahlrechts-Antrag der national- liberalen Kammerfraction, welcher die Einführung eines dtrecten Wahlrechts und einer besonderen Städtevertretung Vorsicht, als die ersprießliche Grundlage eines zweckentsprechenden, den Wünschen nach Einführung deS directen Wahlverfahrene, ohne Gefährdung wohlbegründeter Jntereffen, gerecht werdenden Ausbaues der Verfassung. Die Stellung der Großh. Regierung zu diesen Anträgen sei zwar nicht bekannt, man werde aber Wohl zu der Annahme berechtigt sein, daß die Regierung auch heute noch auf der Grundlage ihrer Erklärung vom 17. Mai 1894 stehe, wonach die Sicherung einer „geeigneten Berücksichtigung der Jntereffen der Städte und Gemeinden" als Vorbedingung der Einführung eines directen Wahlverfahrens bezeichnet wurde. Prag, 14. Februar. Der Landtag nahm einstimmig den Antrag des LandeSauSschuffes, betreffend die Feier des RegierungSjubiläumS deS Kaisers an. Der Land- marschaü schloß die Session unter Slava- und Hochrufen auf den Kaiser. Paris, 14. Februar. Die Stellung des Justiz- Ministers erscheint unhaltbar. Nach der Senatssitzung hatte Bourgeois mit dem Führer der Radicalen, Sarrien, eine Besprechung, wozu später der Senator Monis hinzugezogen wurde. MoniS erklärte, mit Hilfe des Senators T'hstram, des Schwiegervaters des Untersuchungsrichters, Rempler, beweisen zu können, daß Rempler den von Ricard abgeleugneten Protestbrief thatsächltch geschrieben habe. Da die übrigen Minister sich gestern mit Ricard solidarisch erklärt haben, erscheint eine CabinetDHtfis nicht unmöglich. Sofia, 14. Februar. Schon früh Morgens waren die Straßen von einer großen Volksmenge in allen möglichen Trachten angefüllt. Die Truppen holten mit Musik die Fahnen aus dem Palais des Fürsten und nahmen in den Straßen vom Palais bis zur Kirche Ausstellung. Um 10 Uhr begann die Auffahrt zur Kirche. Um 10*/2 Uhr fuhr der russische Generalmajor Golentffchew Kutosow und der russische diplomatische Agent von Ticharikow in einem vierspännige» Galawagen vor. Ihnen folgten bald in einem gleichen Wagen die türkischen Würdenträger. Mit einer großen Escorte von Leib-Garderettern traf Fürst Ferdinand kurz vor 11 Uhr ein. Sobald er ausgcstiegen war, wurde der Wagen und die EScorte nach dem Palais zurückgeschickt, um den Prinzen Boris abzuholen, welcher alsbald unter dem Jubel der Menge bei der Kirche eintraf. Kurz vor 12 Uhr war die Ceremonie beendet. Prinz Boris wurde unter Kanonendonner und erneutem Jubel der Menge nach dem Palais zurückgebracht. Fürst Ferdinand verließ erst einige Zeit später mit den hohen Würdenträgern die Kirche und ritt in Begleitung der russischen und türkischen Vertreter die Front der bei der Kirche aufgestellten Truppen ab. Um 1 Uhr verliehen der Fürst und die anderen Theil- nehmer an der Eeremonte den Platz in derselben Weise wie sie gekommen waren. Der Jubel war groß. Auch die türkischen Vertreter wurden mit großem Beifall begrüßt. Drprfch«, bei Bure« „fcareto*. Berlin, 14. Februar. Die Kaiserin begab fich heute früh nach Jagdschloß Hubertusstock. Berlin, 14. Februar. Der Parteitag der christ- lich-socialen Partei, welcher auf den 26. d. MtS. nach Frankfurt a. M. einberufen ist, findet daselbst im Saale der „Rosenau" statt. Die Meldung der Frankfurter „Kleinen Preffe", der Parteitag werde in Kassel stattfinden, bezeichnet daS „Volk" als vollständig auS der Luft gegriffen. Berlin, 14. Februar. Der ConfectionSstrike nimmt immer größere Ausdehnung an. Bis heute Mittag haben sich etwa 10,000 Ausständige Strikekarten ausstellen lasten. An UnterstÜtzungSbeitrSgen find bisher 3000 Mk. eingegangen. Heute tagten zwei^EtnigungSfitzungeu auf dem Gewerbegertcht. Siehe», 15. Februar 1896. Coucert - Verein. Das holländische Damen- terrett. Zu einem der fruchtbarsten und erfolgreichsten koncertjahre kann der Verein sein diesjähriges, das 105., zählen. Solisten von hervorragender Bedeutung, vornehme Künstlergenosfenschaften hat Gießen in seinem Concertiaal gesehen und auch das für den 23. Februar engagtne Hol- ländische Damenterzett schlicht sich seinen Vorgängern würdig an. Unter den vielen Kunstberichten, die unS vor- lieaen, wählen wir nachstehenden auS und bitten unsere veser, davon gefl. Kenntntß zu nehmen. „Wenn eS bisher ^oncert- fängerinnen durchaus verschmähten, anders als solistiich zu wirken und den Gedanken unwandelbar festhielten, daS liebe et* als den alleinigen Mittelpunkt des musikalischen Interesses r« betrachten, so bereiteten sie damit den Boden für die «.geheueren Erfolge, deren sich andere zu erfreuen hatten, die weniger egoistisch dachten. DaS Publiku« der großen I 1 Städte ist übersättigt mit Birtuoseothum. ES kennt alle diese Sänger, Geiger und Pianisten. Sie find ihm nichts ' Neues mehr, und die Ansprüche find bis an das Unerretch- I bare gestiegen. Wir leicht aber ist selbst ein verwöhntes ■ Ohr zu befriedigen! Man versuche eS nur einmal mit dem I 1 Einfachen, dem Schlichten und Innigen. Herz und Gemüth und ein reines Können, das nichts anderes will, als der Kunst dienen, werden immer ihre Wirkung thun. Em schlagendes Beispiel dafür hat unS daS holländische Damcuterzett I gegeben, daS in den deutschen Concensälen Erfolge feierte, wie sie nur den größten Virtuosen beschieden waren. Wahrscheinlich I würden keiner von den Damen, die in diesem Terzett wirken, große Erfolge erblühen, wollte jede von ihnen solchisch sich zur Geltung bringen. Aber vereint sind sie ein Dreibund, der sich aller Herzen unterjocht. Diese drei Stimmen klingen wundervoll zusammen- sie sind sehr gut geschult, und ihr Ensemble bezaubert ebenso sehr durch den Reiz eines wahrhaft bestrickenden WohllamS, wie durch Sicherheit und Vollendung des Vortrags. Die Leistungen der drei Damen find von höchster musikalischer Vollkommenheit: ein Volkslied von ihnen, daS Engelterzett aus dem EliaS von ihren Lippen klingend, irgend ein Madrigal, und die Hörer sind I wie gebannt! Die Damen Jeannette de Jong, Anna Corver und Marie Snyderö gehörten, bevor sie daS holländische Terzett gründeten, dem berühmten Amsterdamer Kirchenchor an, besten Kunstthaten in Deutschland unvergesten sind. Die musterhafte Schulung dieser Chorvereinigung ist ihnen in Fletsch und Blut übrrgegangen." 3n der gestrigen gut besuchten Sitzung bei Oberhesfifchev Geschichtsvereins sprach Herr LandgerichtSdirector vr. Muth über: DteHessen inTexaS in den 1840er Jahren. In der Einleitung führte Redner auS, daß, wenn er in der heutigen Sitzung des Oberhesfifchen GeschichtSvereinS aus. nahmsweise die Grenze unseres engeren Vaterlands bei seinem Vortrag überschreite, dieses wohl gerechtfertigt erscheinen dürste durch den Umstand, daß die Geschichte der Männer, deren Lebenslauf in ihren reiferen Jahren heute erwähnt werde, mit Hessens Namen eng verbunden gewesen sind. Als Jene zu Anfang der 1840er Jahre, einem Zuge der Zeit folgend, ihr engeres Vaterland verließen, sei eS ihnen klar gewesen, I ! daß sie einen schweren und dornenvollen Weg gehen würden, voller Mühseligkeiten und Beschwerden, allein sie hätten Vertrauen in ihre Krast und in ein göttliches Walten gehabt, und beide Factoren seien eS gewesen, mit denen sie alle Htnder- niffe, die sich ihnen drohend enrgegengeftellt, überwunden hätten. Bezüglich der damaligen texanischen Vrrhältniffe wurde Fol- gendes auSgeführt: So lange daS Land TexaS unter mrxi- I kanischer Botmäßigkeit sich befunden, habe es unsägliche Leiden unter der unctvilisirten Regierung zu erdulden gehabt. Mehrere I Aufstände seien in barbarischer Weise unterdrückt worden — wozu Beispiele angegeben werden. — In der Schlacht von St. Jacinto (21. April 1836) sei Mex ko endlich unterlegen I und dadurch Raum gegeben worden sür die Cultur des frucht- I baren texanischen Landes, die denn auch schnell ersolgte. Hier sei es nun wieder daS neidische Albion gewesen, welches das schnelle Aufblühen des texanischen Landes mit scheelen Augen betrachtet habe. Aber auch der sogenannte deutsche AdelSverein habe dagegen operirt, freilich zu seinem und auch Derjenigen Nachthetle, die sich seiner Führung anvertraut gehabt. Nach kurzer Zeit sei der Verein in die Brüche gegangen und mit ihm der Betrag von 200000 fl., die er aufgewendet. Unbekümmert um diese Mißerfolge, habe sich im Jahre 1847 wiederholt eine Anzahl junger kräftiger Leute in Darmstadt I iy einet zweiten Expedition nach TexaS zusammengethan, eS | seien in der Nähe der Colonie Neu Braunfels 50 Acker Land angekauft und den „Vierzigern", tote Jene benannt, zur Cultur überlasten worden. Hier sei eine kleine Colonie zurückgeblieben, um in steter Verbindung mit den Uebrigen, die sich dem Fluste Llamo hinaufgewendet, zu sein. Die Ansiedelung, welche unter dem Namen „Darmstädter Farm" bald bekannt geworden, habe In der Geschichte von Texas eine recht bedeutende Rolle ge- spielt, auch erziehend auf die sogenannten Roihhäute gewirkt. Und hier auf diesem kleinen Fleck Erde, in der Stille der Einsamkeit, der Wtldntß, habe der Mann, der vordem die I Philosophie ftudirt und in den Gesellschaftsiälen der civillfir- I ten Welt sich bewegt, eifrig den Pflug geführt, an der arm- I seligen Hütte gehämmert oder gar die Schweine gehütet. Nach einem Jahre harter Arbeit, an der sich jedoch nicht Alle gleichmäßig betheiligt, sei der CommuniSmuS in die Brüche gegangen, ein Abschluß der Geschäfte erfolgt und damit habe der AdelSverein aufgehört zu existiren. Redner I erwähnte hierauf weiter die Geschickte der Gesellschaft der sog. Vierziger, einer zweiten Expedition, die in dem Jahre 1848/49, gesührt von dem thatkrästigen Ernst Desch und Anderen, nach Texas sich begeben, um die Werke, die I ihre Vorgänger begonnen, fortzusetzen. Unter vielen Mühen > und Entbehrungen hätten auch sie den steilen Pfad edloot' men, der fie zu Ansehen und Ruhm, aber auch in viele Ge , fahren geführt. Ueberall hätten sie dem deutschen, insbesondere dem hessischen Namen Ruhm und Achtung verschafft. — Da die Zeit, die für die Erstattung dieses BoitragS vorgesehen worden, inzwischen abgelaufen war, so schließt Redner seinen Vortrag. — Nachdem der Vorfitzende den Dank ber Versammlung ausgesprochen, reihte sich an dar Gehörte eine anregende Besprechung, an welcher fich zahlreiche Herren betheiligten. Darauf wurde der geschäftliche, nicht aber der gesellige Theil der Versammlung geschloffen. *• Kaufmännische Fortbildungsschule und BereiaShans für den Kaufmännischen Verein in Gießen war daS Verhandlungsthema einer am Donnerstag Abend im Hotel Einhorn abgehaltenev Versammlung, zu welcher die h'esige Großh. Handelskammer eingeladen hatte. Einleitend gab der Vorsitzende, Herr Scheel, Vicepräfident der Handelskammer, eineu kurzen Bericht über den Stand der Angelegenheit. Die Stadt hat in dankenswerthestcr Weise einen Baup'atz an der Nordanlage gegenüber der Turnhalle geschenkt. Nach dem ausgestellten Voranschlag für ein HauS mit den erforderlichen Berlin, 14. Febrnar. Der ehemalige Bureau Vorsteher - des Recktsanwalts Friedmann, Ramin, wurde heute von bet 7. S raikammer deS Landgerichts I wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Gesängniß ver- UTt^eetlhi, 14. Februar. In Kellers Festsälen waren heute Vormittag 2000 Schneidermeister versammelt, um zu dem Strike der Angestellten der ConfectlonSbranche Stellung zu nehmen. StaatSsecretär Bötticher, welcher zu dieser Versammlung eingeladen worden war, hatte geant- wartet, daß er zu den Verhandlungen nicht erscheinen könne. Auch andere RegierungSvertreter waren der Einladung nicht gefolgt, was lebhaft bedauert wurde. In der Debatte würbe gegen Dr. Bötticher und die Reichstag-Verhandlung anläßlich der Interpellation Heyl v. Herrnsheim scharf polemi- firt. Die Versammlung nahm eine Protest-Resolution an. — Für Nachmittag waren vier Versammlungen von Stri kenden I angesetzt. Dieselben waren schon vor Beginn dicht gesüllt. Berlin, 14. Februar. Infolge der Auflösung des hiesigen socialiftischen Vereins hat, wie die „Nordd. Allgem. Zrg." meldet, eine Partei-Versammlung deS 6. Bcrliuer ReichStagS-Wahlkreises beschlossen, eine neue politische Organisation zu schaffen und mit den Vorarbeiten eine Eomm.sfion beauftragt. Andere Wahlkreise werden diesem Beispiele folgen. , , r , Berlin, 14. Februar. Die Tischlermeister bewilligten gestern die Forderungen der Gesellenschast, die hauptsächlich eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 52 Stunden wöchentlich und einen Wochen-Mintmallohn von 21 Mk. ent- I halten. Im Allgemeinen wurden die Forderungen der Gesellen alS berechtigt und in bescheidener Form gestellt anerkannt. Ein Generalstrike der Tischler Berlins ist dadurch also vermieden. _ , , Berlin, 14. Februar. Gegen den Socialdemokraten Jahn ist von der Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Majestätsbeleidigung, begangen in öffentlicher Versammlung, eingeleitet. — Ebenfalls wegen MajeftätSbeleidigung wird gegen den früheren Verleger und Redacteur deS „Socialist , Tischler Sundat, am nächsten Montag vor dem Landgerlchtzl verhandelt werden. „ Frankfurt a. M., 14. Februar. Die „Franks. Ztg. meldet aus Konstantinopel: Die Censurbehäcde con- flsclr te gestern jede Depesche, in der von der Anerkennung deS Fürsten Ferdinand durch den Sultan die Rede war. Barmen, 14. Februar. Eine Versammlung von Bor- standsmitgliedern und Vertrauensmännern der deutsch-conservativen Partei der Rheinprovinz beschloß einstimmig, dem Elser-Ausschuß mitzutheilen, daß sie ans- Tiesfte daS Ausscheiden des Hofpredtger a. D. Stöcker aus dem Elfer-AuSschuß und der conservativen Partei beteuere unter Mißbilligung der Art und Weise, in welcher der verdiente und volkSthümliche Mann aus der Parteileitung auSzutreien gezwungen worden ist, und fich eventuell weitere I Schritte Vorbehalte. I Wien, 14. Februar. Der oberste Hofmeister deS Kaisers von Oesterreich, Prinz zu Hohenlohe-SchlUlngs- fürst, ein Bruder des deutschen Reichskanzlers, ist heute ^a*t2ontenr,b14. Februar. „Standard" schreibt: Er habe alle Ursache, anzunehmen, daß Präfidcnt Krüger, bevor er die Einladung, nach England zu kommen, annahm, zur Bedingung gestellt habe, daß der Artikel 4 der Convention von 1884 keiner neuen Discusfion unterworfen werde. Loudon, 14. Februar. Nach einem hier eingetroffenen Johannisburger Telegramm soll Präfident Krüger die Einladung Chamberlains, England zu besuchen, abgelehnt | haben. Krüger habe erklärt, obwohl er bereit sei, die Convention von 1884 zu reipectiren, müsse er doch da« Recht Englands oder einer anderen Macht bestreiten, bezüglich der Angelegenheit Transvaal Rathschläze zu ertheilen. London, 14.Februar. Im Hafen von Southampton stieß der englische Dampfer „Her Majesty" mit dem amerikanischen Dampfer „Paris" zufammen. Letztere-Schiff wurde in den Grund gebohrt. Sofia, 14. Februar. Die Salbung des Prinzen Boris wurde heute Mittag von dem Metropoliten voll- zogen. Schon von 10 Uhr an begann vor der~ griechischen Kirche die Auffahrt der zur Feier geladenen Gäste. Unter den Anwesenden befanden sich alle Bischöfe des Landes, sowie der türkische, franzöfische, griechische und serbische Con- sul. Um IO1/, Uhr traf der Abgesandte des Zaren, Graf Kutusow, ein, begleitet vom russischen Generalkonsul. Sämmt- liche Gemeinden Bulgarien- hatten Vertreter entsandt. Fürst Ferdinand war von einer Cavallerle-EScorte begleitet. Er fuhr mit dem in Weiß gekleideten Prinzen Boris, der vom Kriegsminister aus dem Schooße gehalten wurde, nach der Kirche. Der Enthusiasmus der Menge kannte keine Grenzen, als der Fürst im offenen Wagen durch das vom Militär gebildete Spalier fuhr. Iß* Jjst; Sä* ?; du ,® „Irr« Idto IbfkM« tl,r .„dtWniH*'“ m thite nrt’ 01 , nft<« M°l< Ml im ©nt^ernte (olit NatzelmMkt Kftyn, wie der h idn 1* ® eine Volkerri tnb fRolhxt'talt i nne ye-rnd «it 5 Mc gnbete Ltnte, anit Hon dieses fleidjäl einer qaozeo Seit; Snschluh der Lani haben. Herr P, und zwistev Ihre ber Meieien fin lanabme, daß u Lhaisacheo eaisprä bn hen P, die i Unheil erlauben, Mnnlriß in die! luttmnili/ fiäft Mffaföaftinwlfat zewiß lodenSwerlh, inne ÜLst ansertige Stfltl an leinen Gegend, zu weit t 3-4 Ständen toi Schnlräumen, Vereins- und BibliothekSzimwer, sowie Geschäfts- localen für die Handelskammer sei der Kaufmännische Verein in der Lage, auS eigenen Mitteln daS Baucapital aufzubringen, bezw. das hypothekarisch aufzunehmende zu verzinsen, sosern ihm ein Zuschuß von 12—15000 Mk. gewährt werden könne, ES gelte heute, sich über die Bedürfmßfrage und über die Aussichten und An der Ausbringung dieser 12—15000 M' auszusprechen. Sodann gab Herr Lehrer KnauS einen Ueber*- bllck über Aufgaben und bisherige Entwickelung der Schule. Auch der KaufmannSftand bedürfe heutzutage, wolle er nickt in dem zugesv'tzten Csncurrenzkampt unterliegen, der beruflichen Ausbildung. Dieser diene die Fachschule. Die hiesige, gegründet im November 1893, erfreut fich z. Z. eines BesuckS von 114 SckÜleru, die in drei Klaffen Unterricht in Buck' führung, Correspondenz, kaufmännischem Rechnen, Wechsel» lehre. Französisch und Englisch erhallen auf Grund von Lehr- plänen, die unter Zustimmung der beiden Vorsitzenden ber HandelSkammer entworfen find. DaS Schulgeld beträgt nur 5 bezw. 10 Mk. Redner geht dann über auf die Mängel der gegenwärtigen, im Postkeller gemieteten Schulräume. Die Zimmer find zu klein, es wird nicht einmal die Hälfte des ministeriell für Volksschulen geformten M ndestmaßrS an Bodenraum und Luftraum erreicht. Treppenaufgang ist so eng, daß bei auSbrechendem Feuer das Leben der Schüler aus'- höchste gefährdet ist. Die Ventilation ist un- genügend in einzelnen Zimmern, deren Fenster nach Ställen gehen- die stets zu befürchtende Kündigung birgt die Gefahr, eineß TageS auf ber Straße zu sitzen,- andere Räume find weder miethwtlse zu erhalten, noch kann die Stadt — letztere- bestätigt Herr Scheel als Stadtverordneter — Schul- räume zur Verfügung stellen. Anknüpfeud hieran wie- Herr Orbig, Vorfitzender de- Kaufmännischen Verein-, darauf hin, daß die hiefige Schule die einzige dreiklasfige nicht nur im Großherzogthum, sondern selbst in größerem Umkreiset, nicht einmal Frankfurt besitze eine ähnliche Schule. ES bestehe eine moralische Verpflichtung deS Handelsstandes diese Einrichtung, die der Ausbildung deS jungen Nachwuchfe- und damit dem ganzen Handelsstande diene, zu fördern. Anderwärts, insbesondere In Sachsen, wurden von Staat, i Gemeinden und Privaten bedeutende Summen für kauf- männische Fachschulen aufgewendet, well man dort deren Bedeutung erkannt und ihre segensreichen Folgen schon gespürt habe. Nicht der Verein für fich — ihm genüge für seine wöchentlichen Zusammenkünfte ein Zimmer, da- leicht zu haben sei, — sondern für die Schule brauche er ein Haus. Die Unzulänglichkeit der jetzigen Räume hätten neben den anderen vom Vorredner geschilderten Ueoelftänben bett Nach theil, baß man z. B. burch Unfreiheit in ber Stunden eintheilung u. A. nicht in ber Lage sei, bie für Unterricht aufgetocnbeten Gelder voll au-zuuutzen. — An ber Discusfion beteiligten sich bie Herren Katz, Scheel, Präsi bent ber Hanbelskammrr Koch, Daubel, Orbig. Eichenauer, Commerzlenrath Heyltgenstaedt unt Ritter. Herr Präsident Koch und in ähnlichrm Sinne I Herr Commerzlenrath Heyltgenstaedt sprachen in warme» I Worten dem Kausmännlschen Verein, dem Lehrercollegium und Leiter der Schule ihre Anerkennung für daS bisher Ge leistete auS, von dem fie fich persönlich gelegentlich der I Prüfungen überzeugt haben. Ein solches Institut dürfe der Handelsstand nicht fallen lassen, die geforderten Mittel seien tm Derhä tniß zur Wichtigkeit der Sache gering, für land- wirthschaftliche und Gewerbe-Fachschulen würbe weit mehr aufgewenbet. Währenb ber Staat biese unterstütze, habe derselbe die gleiche Bitte deS Kaufmännischen Vereins, obwohl dieselbe vom KreiSamt, Bürgermeisterei und Hand iSkammer unterstützt wurde, abgewiesen, er wolle Höffen, daß bie be I abfichtigten gemeinsamen Anträge ber hessischen Hanbelskammeri- I bei ber Regierung unb nöthigenfalls bei ben Stäuben den I verdienten El folg haben werden. Gegenüber den von Henn Daubel geäußerten Bedenken, ob nicht der Kaufmännische I Verein, dessen Einnahmln zum größten Theil aus frtimifllgec und darum für die Zukunst ungewissen Beiträgen von Staci. Sparkaffe und Privaten beruhe, sich zu schwere Lasten aus- lade, wurde von verschiedenen Selten, darunter den Herren Koch, Scheel und Heyltgenstaedt, auSgeführt, baß ein Ausfall blefer Unterstützungen vorerst nicht zu befürchten fei, eher eine Erhöhung burch Zuschüsse beS Staates und der Handelskammer erwartet werden könne, auch könne das Schul I gelt), das im Vergleich zu anderen Städten sehr niedrig sei im Bedarfsfälle erhöht werden. Eine Anregung deS Herrn I Commerzlenrath Heyltgenstaedt, die Handel-kammer möge durch Erhöhung ihrer Umlagen, wodurch der Einzelne ja gering belastet werde, einen größeren Zuschuß eimögl-dien, erklärte der Präfident derselben, daß die Kammer gern hierzu bereit sei, aber erst bei der Regierung eine Erhödung ihre» Budgets erwirken müffe. Gegenüber der Befürchtung, bat I durch Sammlungen für andere Zwecke der Bereitwilligkei. des Einzelnen in der letzten Zeit schon zu viel zugemuihe: I sei, erwiderte der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereine. Herr Orbig, in einem eindringlichen Appell an den memfinn deS HandelSftandeS. Wer bereit gewesen fei, fü: Sport, Vergnügungen, patriotische und andere Zwecke fre willige Opfer zu bringen, werde doch nicht zurückstehen, wen: ' eS gelte, ein wichtiges, segensreich wirkendes Institut, da» . in uneigennütziger Weise dem Wohl deS HandelSstandi» i in der Zukuust diene, zu unterstützen und vor Schädigung zu bewahren. - Der Beschluß der CommtssioN' Erhebungen anzustellen, welche Beträge dur) einmalige Gaben ä fand perdu und durchZetcknuoger von unverzinslichen am o r tistr bar en Antheilscheioe, von 50 Mk. voraussichtlich eingehen würden unb nach o gefahren Feststellung, eine neue Versammlung, welche üb t das Schicksal entschetbeu soll, einzuberufen, wurde elf stimmig angenommen. — Da die Stadt die unenige^ liche Ueberlaffung deS Bauplatze- davon abhängig hat, daß bi- zum 1. April der Nachweis gebrockt wird, ber Bau auSgeführt werben kann, so ist zu wünschen, bie Bemühungen ber Commission nicht nur die verbtir. « SrchiM Titnätag ben J von Bormittag! »erden im Dißül leiflert: 14 Kchen-Cläm 16 Nadel,Slümr 66 Buchen- u. s mit 2,71 fin 28 nn Huchen,; WW VuchenWch Stöde. "tüstvvch ben nudle: «XaMSth 2^.8 nn 8i(jrt ffitl s’ .™ SM«. y,8em* v^bbert 1. Z'"'-8 beg '-hat, klltnb öT »niete 5$«6aflte ö'h, den V' ^rgerme 1554 J. Arnold 1534 1531 Meyer. 0€2>OOOOOOOOOOD 1530 Meyer. Jagdverpachtung Nachmittags 3% Uhr, soll pachtet werden. der 0 aoooooooooooQ 1546 Humors einladet Frau Cmil Harms Wwe. 1553 28 115 5850 12 14 16 63 Gemeinde Leihgestern Feld« und Waldjagd, circa 1000 Hectar, sechs Jahre nochmals 0 0 die der gehende ha Itend weitere Holzversteigerung in Großeu-Kliskcker Gemeindkwald. Dienstag den18Februar er., von Vormittags 91/2 Uhr an, werden im District Neuenwald versteigert : zu- ent- auf Der» Chr. Hebe, Gießen, Zozelsgaffe 9. Verkehr, Land« «nd volk-wkrthschaft. Gieß M, 15. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. Jt 0,70—0.80, Hllhnercier »r. Sl. 6-7 2 St. 0 4, Enteneier pr. St. 7-8 4, ' eter pr.St. 12—13^, Käfe pr. St. 5-8^, KLsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Pa« JL 0,85 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,40, Hahnen pr.Slück X 1,50-1,80, Enten pr. Stück 1,70-2.00, Gänse pr. Pfund JL 0.00-0,00, Ochsenfletsch pr. Pfd. 72-76 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bitz 68 ^Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 72 H, Kalbfleisch pr. Vfd. 60-lV 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 bi« 5 00 JLt Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Centner X 7,00-8,50, Milch pr. Liter 16-18 Mittwoch den 19. Februar, von Vormittags 9 Vs Uhr anfangend, im District Dörfelsberg bei der Scheide- »riihle: 23 Eichen.Stämme mit 12,60 fm, 44 Nadel'Stämme mit 26,81 fm, 306,4 rm Buchen-Scheit, 230,8 rm Buchen-Knüppel, 5750 Buchen Wellen, 93 rm Stöcke. Großen-Buseck, am 15. Febr. 1896. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt: Dr. Naumann, Pfarrer. Reviere Gardrat & Co. Cognac, hochfeinster franz. Origin.-Ab- zug in Flaschen ä 4, 5, 6 und Kleinkinder-Bewahranstalt. Von nächster Woche an sollen die Beiträge für unsere Anstalt für das 1. Vierteljahr 1896 erhoben werden durch unsere AnstaltS-Dienerin Elise Werner, die allein zur Erhebung berechtigt ist. Mit diesem Beitrag kann nach Belieben der freundlichen Geber zugleich der Gesamt- Jahres-Beitrag gespendet werden. Indem wir dies den Wohlthätem und Freunden unserer Anstalt mittheilen, richten wir an dieselben die herzliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freundlichste Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für etwa 210 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, den 15. Februar 1896. energische, sondern auch schleunige Unterstützung erhalten, durch die der Gießener Handelsstand beweisen wöge, daß er weitsichtig genug ist, um die Bedeutung der Schule zu wür digeu, und standesbewußt genug, die Angelegenheit als gemeinsame xu betrachten und zu fördern. Befitzwechsel. Verkauft wurde die Gast- und Logir «irthichait otß Herrn Carl Winrnann, Schanzenstraße 2 lsrüher Lv'h), an Herrn Carl Rühl, Wirth zum „Somet* tyer, für den Preis von 32 000 Mk. Q Beltershain, 14. Februar. Im nahen Steinbruche wurde gestern etn Mann durch herabgerutschte Erbmassen Verschüttet. Der Schwerverletzte sollte in die Klinik nach Hießen verbracht werden. Auf dem Trani porre dahin verschied der BedauernSwerthe unterwegs und mußte die Leiche teffelben zurückqebracht werden. § Ans Oberheffen, 14. Februar. In der heutigen Kummer dieser Zeitung hat unsere Correspondenz über Milchlieferung an Molkereien von einem Herrn P au- Oderh'sien eine G tgegnung gefunden, die in einem Ton abgesaht ist, daß wir anfänglich geneigt waren, keine Antwort darauf zu geben, da bekanntlich keine Antwort auch eine ist, und zwar oft die beste in gewiffen Fällen. Allein, der burleske Angriff des Herrn P Schreibers, der nur auf eine chimärische Beranlasiung auSgeführt, zwingt uns, zu unserer Rechtfertigung eine Antwort zu geben. Daß eine den wirklichen Thatsachen vollauf entsprechende und den besten Absichten dienende Mittheilung auf ein solches Miß- verständniß stoßen, und eine solche, aus lächerlicher Unkenntniß hervorgehende falsche Deutung erfahren könne, haben wir fett einem mehr alS 10 jährigen Bertchterstatterdienst heute, zvm ersten Male aus dem Machwerk des Herrn P erfahren. Nicht im Entferntesten machen wir Anspruch darauf, eine solche Magermilchkenntn ß und einen solchen Käseverstand zu besitzen, tote der Herr P, aber gesagt möge er eß sich doch sein lasten, daß rotr selbst schon seit Jahren Lieferant an eine Molkerei find, daß wir auch längst den Geichmack der Molkereikäse kennen, und daß wir daS Molkereiwesen unserer Gegend mit 5 Molkereien mit keinen molkigen Augcn, tote andere Leute, ansehen. Dazu wird unS die verehrliche Redac- tton dieses geschätzten Blattes gerne bestätigen, daß wir in eil er ganzen Reihe hon Artikeln bereits energisch für den Anschluß der Landwirthe an eine Molkerei zu wirken gesucht haben. Herr P, Sie haben sich in Ihrer Ansicht, die in und zwischen Ihren Zeilen hervorguckt, daß wir etn Feind der Molkereien find, ebenso gründlich verbuttert, tote in der Annahme, daß unsere Ausführungen nicht den wirklichen Thatsachen entsprächen. Ueber Verhältnisse, so meint auch der Herr P, die man nicht kennt, soll man sich füglich kein Ürthell erlauben, und noch weniger sich anmaßen, Anderen Uakenntviß in diesem Falle vorzuwersen. Wenn der Herr P Buttermilch, Käse rc. zum Selbstkostenpreis auS seiner Ge- nosienschaftSmolkeret beziehen kann, so ist diese Einrichtung gewiß lobenSwerth, aber wir haben hier Molkereien, die gar keine Käse anfertigen. Dazu kommt auch Buttermilch in der Regel an keinen Lieferanten, weil sie meist, tote in unserer Gegend, zu weit von den Molkereien entfernt wohnen, oft 3—4 Stunden weit. Trotz alledem haben wir keinesfalls Kindermilch. Nachdem ich einige meiner Kübe mit Tuberkulin habe impfen lasten, habe ich die für gesund befundenen Thiere zur Erzeugung von Kindermilch aufgestellt. Dieselben stehen unter tierärztlicher Controlle; bie Milch wird Morgens und Abends frisch in Liter- und halbe Liter - Flaschen ä Liter zu 30 Pfg. geliefert. Deutscher und Französischer Cognac. Arrac, Rum und PunBchessenz. kranMschtt LhauiMuer der ftfltn Häuser. Durch directen Einkauf bin ich in der Lage, für Reinheit meiner Weine garantiren zu können. Proben und Preislisten stehen jederzeit kostenfrei zu Diensten. Warum? steigert sich der Consum von Tag zu Tag mehr und mchr in 115 Luhn’s Wasch-Extract D R -Patent 82124 Weil derselbe schnell reinigt, ohne daß die Wäiche leidet Ueberz uqen Sie sich davonI i/2 Piund d 15 H zur Probe empfiehlt: A. * €L Wallenfels, Giessen. Ph- Herrmann 1527 SelterSweg 33. — Unlauterer Wettbewerb. — Wie die Zeitungen berichten, hat der Börsenoeretn für den Deutschen Buchhandel, als Vertreter der gemein^amenJnteressen des Buchhandels in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, entschiedenere Stellung zu dem bekannten Gesetz Entwürfe genommen. In seiner Eingabe vom 20. December v. I. an dm Deutschen Reichstag hat der Börsenoeretn auch die Modenwelt namentlich aufgeführt als Beweis für „dring nd gebotenes ges-tz- gebcrisches Einschreiten gegen den im höchsten Gtade schadenbringende» Mißbrauch eingebürgerter Titel." — „Die Modenwelt , Jllustrtrte ödtung für Toilette, Handarbeiten rc., wurde 1865 begründet. Seit einiger Z-it gtebr nun ein tndust'töier Verleger eine „Kleine Modenwelt" und eine „Große Modenwelt" herau«; sem Local hat beifelbe in dem gleichen Postbezirk, Berlin W. 35, aufgeschiagen, in dem das Original-Unternehmen seit fast dreißig Jahren seinen Sitz hat. Leider wird das neue Gesetz, auch wenn es nach den Antiagen des Böi senveretns zu Stande kommt, solche Fälle von Nachahmung fruberM Datums auch in ihrer Fortdauer nicht mehr berühren. 152V in unserem Artikel der Nichtoerbindung mit einer Molkerei da» Wort geredet, sondern nur die Lieferanten zu mahnen gesucht, wenigstens so viel Milch zurückzubehalten, daß die Milchprodvcte in der Haushaltung nicht vers> winden, wie es in vielen Familten hiesiger Ortschaften in der That der Fall ist. Wenn der Herr P die Ansicht besitzt, daß der aus Magermilch hergeftellte Käse, überhaupt der Molkereikä'e, dem echten bäuerlichen Hauokäse au Gehalt gleich käme, so wollen wir ihn nicht irre machen in feiner Geschmacksrichtung, die ja auch in seinem KaSwitz von „großer Freund von Dickmilch" so naiv zum Ausdruck gekommen ist. (Hiermit dürste die Sache für uns ened'gt fein. R^d.) Deutsche Schaumweine. Rhein-, Haardt- und Moselweine Deutsche und FranMche Rothweine. Sudweine. Eigener Import. Malaga, Madeira, Sherry, Portwein, Lagrima, Muscatel, Tokajer,Wermuth, Priorato, Pajaret, Samos (ärztlich empfohlen). Der Jagdbezirk liegt an vahnstation Großen-Linden, Main- Mtlitirgem etnde. Den 12 Februar. Wilhelm Fredrich Earl Otto Fischer, Serg ant, und Marte Luise Hrxamer, Tochter deS Schneiders Peter Hcxamer zu Gieß-n. •«iaottt. MatthäuSgemeinde. Den 9. Februar. Dem Gefangenwärter Heinrich Otto Wahi eine Tochter, Elite Helene, geboren den 17. Januar. Den 11. Februar D-m Uormatoit Grora August Koch ein Sohn, Wilhelm Karl Hamich, geboten den 27. Decembrr. Markusaemetnde. Den 9. Februar. Dem Fuhrmann Christoph Wagner ein Sohn, Wilhelm Albert Jakob, gtborm den 21. Thcember. Den 13. Februar. Dem E m ker Karl Eduard Em'l Wilhelm Felflng eine Tochter, Charlotte Luise, geboren ben 22. December. Lukasgemeinde Den 9. F bruar. Dem Kauimann August Noll ein Sohu, Friedrich Heinrich, geboren den 20 November. Den 11. Februar. Dem Kaufmann August Montanus etn Sohn, August Wilhelm Richard Hugo, gebo’en ben 15. Januar. Den 13. Februar. Dem Photograph Wilhelm Beck« etn Sohn, August Emil Ludwig, geboren den 1. Januar. Johannesgemeinde. Den 9. Februar. Ein unehelicher Sohn, Philipp Heinrich Otto, geboten den 5. Januar. Veerdt-ta. Mattbäutzgemeinde. Den 14. Februar. Elise Werner, geb. Lehn, Wittwe des zu Frankfurt a. M. verstorbenen Sattlers Ludwig Theodor Werner, 74 Jahre alt, starb den 12. Februar. MarkuSgemetnde. Den 9. Februar. Heinrich Bersch, Privatmann, 71 Jahre alt, starb den 5. Februar Johannesgemeinde. Den 12. Februar. Emilie Pietsch, geb. Weidner, Wittwe bt» Tanzlehrers Can Pietsch, 67 Jahre alt, starb den 10. Februar zu Wetzlar. Eichen-Stärnme mit 10,85 fm, Nadel-Stämme mit 3,98 fm, Buchen- u. Nadel Derbstangen mit 2,71 fm, rm Buchen-Scheit, „ Buchen-Knüppel, Buchen-Wellen L Kl., rm Stöcke. 71/2 Mark empfehle Fein- 0 schmeckern als sehr preiSwerth Q und habe ich dafür den Ver- g kauf übernommen. * Soireb PJ. Wolff. Samstag den 15. Febr.: „Gambrinus“, Kirchstr. Anfang 8 Uhr. Entrö frei. • Sonntag den 16. Februar: Felsenkeller, Kahnhosstr. Anfang 4 und 8 Uhr. Entree 25 Pfg. 1542 „Zum Schipkapatz". Kumoristische Kappen- Sitzung 'jS* Fastoachts - Woulag nud Dieustag. Hierzu ladet höflichst ein Bahnhofstr. 23 — Ecke der Löwengasse. 1544 Wein-Handlung von Ferdinand Schott verbunden mit Weinstuben. »ain&i 'S «.i« ÄS d» «u| bl, e|««wl b|, W|[ |0n ist un. nad) &a(hD !un9 birgt die Gesch ^bere Raum sivc IR bie Stadt - i(e, «ortneter - g$ul, hieran wir, Herr hkn Vereins, daraus drrikiasfigr nicht nut n *rtm Utnhei! e,Qt ähnliche Schuk '8 des HandelSsiaudli 1(1 jungen Nachwuchs le diene, zu fördere > wurden von StM : Summen für kau> :il man dort deren?! \ Folgen schon gespür ihm genüge für (tir. immer, das leicht , ' brauche er ein Hn-' une hotten neben in Uebelftanden den 9lci heil in der ©tunte, ich die für Untmiti jtn. - An der U ^atz, Scheel, W Vaubel, Mg in ähnlichem &am it Drache« in svanov । dem LchrrrMgkr mtz das diiher sönilch gelrgentli^ kr lcheS Institut dürst» geforderten Mitte! itm sache gering, sür uleu würde weit w diese unterstütze, nutscheu Vereins, obu-tl rei und Hand lskamwr olle hsffen, daß die i: elfischen HandelSkaiom! 8 bei den Stünden u: egenüber den von Henl nicht der Kausmünu - >n Theil auffitt«^ en Bettragen von M h zu schwere Lasten b t ausgesildrt, daß ■' deS Staates und- L auch könne das s'täto" ' *' wolUTdl dtt ru°9 «.«Achtung. 11 6tt e b,r Kere'tw'öi^ chon J’iie W ^-°7,w er der.» ü 11 “’Ä* * och nicht z ^t, ■ ch Sohl 616 2 »heu , ‘ rvel-t- - SHl««"" i ’i» 5*; •?»»** Freitag den 21 Februar I. 3., “ ’ ■ Jagdverpachtung. Mittwoch den 19. Februar er., Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Gemeindehaus zu Watzenborn die Jagd der Feldgemarkung Obersteinberg nochmals auf sechs Jahre verpachtet werden. Steinberg, am 14. Februar 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. 1533 Heß, Gemarkungsvorsteher. Faselochs' Versteigerung. Freitag den 21. Febr. 1896, Mittags 1 Uhr, wird ein der Gemeinde Großen-Buseck gehöriger schwerer Faselochs im Rathhaus daselbst meistbietend versteigert. Großen-Buseck, am 15. Febr. 1896. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. ÄL MlachthWs. Freibank. [1455 Heute und Montag: Ochsensteisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg. 8chweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Insel Helgoland FrauE.HarmsWwe., Grünbergerstr. Heute Sonntag den 16. Febr.: Grosse SuiMistischk KuMnfitzung mit Tanz. Neu! Dr. Immerlustig. Neu! wozu ergebens! Freunde eines gesunden Vermischtes. * Effru a. d. Ruhr, 13. Februar, Im Walde bei DuiS' bürg fand heute früh zwischen einem Referendar und emem Kaufmann unb Sieuxerant der Reserve, NamenS Lehnkerin, ein Duell statt. Der Letztere wurde beim ersten Kagel- wechlel erschossen. Tie Ursache des Duells soll in einem Wortw-cks l Uea-n. Auszug ans den Standesamtseegisteen der Stadt Gießen. UtHe<6Ot<. Februar. 11. Heinrich Wilhelm Bastian, Kellner babier, mit Karoltne Lmse Setdewand hiers'lbst. 11. Johann Schneider, Schlosser dahier, mit Marte Magdalene Heß, geb. Brügger, hterselbst. 12. W l Helm Nuhn, Schneider dahier, mit Pauline Mttbes zu Frankfurt a. M. •hdAHtStmfltti. Februar. 12. Wilhelm Friedrich Carl Otto Fischer, Sergeant dahier, mit Marte Loatse Hexamer Hierselbst. 12 Heinrich Felfing, Wirlh dahier, mit Anna Kaibaitne Sommerlad, geb. Roß, Wtuwe des Wirths Heinrich Emil Sommerlad dahier. * mund eine Tochter. 9. Dem I nstallateur Bernhard Wachter eine Tochter, L'llt Aupollonia Kä'hchen Jeanette. 10. Dem M.tzger Friedrich Kühn eine Tochter. 10. Dem Ingenieur Friedrich Wagner eine Tochter, Anna H.chwig Mathilde. 11. Dem Glaser Johann Wilhelm Räuber eine Tochter. •dforuiu. Februar: 7. Angelus Schrimpf, 67V, Jahre alt, Schneider von Hainzell. 8. Hermann Sauer, 42 Jabre air, Bergmann von Alten- Seelbach. 8. Salomon Rosenthal, 40 Jahre alt, Kaufmann von Krofdorf. 11. Philipp Horn, 52 Jahre alt, Taglöoner von Annerod. 12. Etise Werner, g^b. Lehn, 74 Jahre alt, dahier, Wittwe von Sattler Ludwig Theodor Werner. Anszttg ans den Aiechenbücheen der Stadt Gietzeu. Svaugelische Gemetude. Setraute. Johannesgemeinde. Den 13. Februar. Heinrich F lstng, Wirth zu Glrßen, und Anna Katharine Sommerlad, geb. Rotz, Wittwe des Wirths Friedrich Emil Sommerlad zu Gießen. Weser-Bahn. Leihgestern, den 13. Februar 1896. 8 roßh. Bürgermeisterei Leihgestern. 15*49 Heß. Strebel-Tinte Z Ifflickersche Buchhandlung, Giessen. Zur Anfertigung ^^8 TOB Fainilö-Dnitoclien (Gebnrta-, Verlobung»-, VennählnngB-Anaeigei, Trauerbriefen etc.) myÄehJt sich ctt1edBrb1c|Jö.rmLb.iw^ 105.10 4°/« Pomm Hyp.A.Bk.unt d 19V4 15 3»/i»/i bto unk.b. 1906 101.40 4o/o Franks. Land« tret. t$L l^ Metzger! Kübl, htller Laden, in guter Lage, mit allem .Hubeb zu ver- wiethen NädereS in der Erped^Bl 15,, 152179»$ «Lrtner! Kühl Laden in der I Bahnhosstr-, mit gut Keller, per Frühjahr zu oerm. Näheres in der Exped- d. Bl. 1537] Ünmßblb te8 Zimmer zu ver- miethen. r««se»4lvstgLrtchen V. 1624] Ein mSbltries Zimmer mit Pension zu vermiethen. Lindenplatz 7. Aermielyungen. 1547] Wohnung zu vermietben. ____________________Wolfstratze 16. 15