Donnerstag den 16. Januar Nr. 13 Erstes Blatt 1896 Aints- tmb Anzeigeblatt für den Kwk Gießen. chralisöeikage: Hießener Iamisienblätter mehr Instanzen rufen. Die Entschädigung unschuldig Verurthetlter, Annahm« von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Die Gießener Iiaaiklen dtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal drigelegt. ifft mir die Verwerthung des Kieler Falles gelegentlich des CanalsesteS. D«r Vorredner hat von der Abhängigkeit der Richter von den StaatS- vwvättrn gesprochen. Er folgert diese Abhängigkeit aus dem Recht heran. Abg. Stadthagen (Soc.): Die Vorlage ist nichts weiter als ein fernerer Schritt zur B-sittigung des Rechtsstaats, zur Wehrlos- -nachnng des Angeklagten und zu noch größerer Untertänigkeit der Stiebtet gegenüber den Staatsanwälten. Die Berufung und die Gntschädigung unschuldig Verurthetlter bilden dazu nur die Ver- 7.......... Die Berufung will man nur, weil man fühlt: unsere Rechtspflege ist krank. Wäre sie daS nicht, fo würde man nicht nach Vierteljähriger ZdonnementspreiL» 2 Mark 20 Pfg. mU Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstrah« 'Ar.7. Fernsprecher 51. sicht verstanden hat, gegen wen sich eigentlich die Anzeige richten sollte! Bet solcher Ve-ständnißlosiakett wäre eS doch angezetgt, daß die ganze Staatsanwaltschaft auS dem Rechtsprechungs-Organismus Verschwände. Wie rasch und verständnißvoll geht man dagegen gegen uns vor. Wie man heutzutage Unschuldige, welche unbequem geworden sind, einsteckt, und die Untersuchung verschleppt, damit die Leute recht lange in Haft find oder damit fie Der chietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» MonragS. All: Annoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. vier Panzerschiffen und einem Kreuzer, wurde nach Al xandrelte beordert. Malta, 14. Januar. Reuter. Die erste D v non deS englischen MittelmeergeschwaderS ist,von ^alonichi kommend, hier angelangt. ZohauueSburg, 14. Januar. Reutermeldung. Morgen reiten 12000 bewaffnete BurgherS durch die Straßen, um für die Stärke der Republik zu demonstriren. - ' welche die Notlage bringt, ist nur eine Schau, beim die Vorlage be- jtz—ölICT schenkt das Wiederaufnahme - Verfahren und die Beweismittel der- Dapefchm des Bure« »Herold* Berlin, 14. Januar. Die Parade der Berliner Garnison am 18. Januar wird um 11*/, Uhr Mittags statt finden. Sämmtliche Truppen find zu Fuß mit Fahnen ohne Rekruten. Es erfolgt nur ein einmaliger Borbeimarsch im Lustgarten. Berlin, 14. Januar. Die „Post" schreibt: Profeffor Anton v. Werner soll vom Kaiser beauftragt sein, die am 18. Januar im königlichen Schlöffe statifindende Feier in einem Gemälde zu verewigen. Dasselbe soll ein Pendant zu dem Bilde: ,Die Kaiser Proclamatlon in Versailles" bilden. Berlin, 14. Januar. General - Feldmarschall Graf Blumenthal ist auf ärztliches Anrathen gezwungen, fich von allen Festlichkeiten fernzuhalten. Infolge dessen wird bet den Feierlichkeiten am 18. Januar im königlichen Schlöffe ein anderer Träger deS Reichsbanners fungireu und auch eine Verschiebung der übrigen Träger der ReichS-Jnfignien statifinden. Berlin, 14. Januar. Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold werden, wie die „Nationalzeitung" erfährt, sich demnächst auf 4 bis 6 Wochen nach Italien begeben. Die Nachricht, daß dem Prinzen ein einjähriger Urlaub bewilligt sei, ist nach demselben Blatte unbegründet. Berlin, 14. Januar. Wie dem „Localanzeiger" zufolge verlautet, soll dem Fürsten Bismarck am 18. Januar eine ganz besondere kaiserliche Auszeichnung zu Thetl werden. Berlin, 14. Januar. Die auf den 22. dS. MtS. festgesetzte Verhandlung gegen den RechtSa'walt Dr. Fritz Friedmann vor dem Ehrengerichtshof in Leipzig ist ver. tagt worden. Der' Angeklagte wird jetzt voraussichtlich öffentlich geladen werden, wonach im Falle feines Ausbleibens auch in seiner Abwesenheit gegen ihn verhandelt werden dürste. Berlin, 14. Januar. Die Börsen-Com Mission deS Reichstage- wird zu ihrer ersten Sitzung Donnerstag Vormittag 10 Uhr zusammentreten. Berlin, 14. Januar. Der Sportsmann K n e eb S, welcher angeklagt war, bet einem Rennen ein anderes Pferd als daS gemeldete geritten zu haben, wurde heute wegen Betrüge- zu 9 Monaten Gefängviß und einer Geldstrafe von 1000 Mk., eventuell zu weiteren 100 Tagen Gefängniß, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren verurthetlt. Ferner wurde daS Pferd „Betbel" con- fiScirt und der Angeklagte sofort verhaftet. In der UrthetlS- begründung wurde der Angeklagte als ein raffinirier internationaler Schwindler bezeichnet. Mannheim, 14. Januar. Der frühere badische Minister, Geheimerath Dr. Lamey, ist gestorben. München, 14. Januar. Laut Commandanturbefehl wurde den Mannschaften daS Antreten vor Offizieren und Unteroffizieren in öffentlichen Gastlocalen aufs Neue eingeschärft. Gleichzeitig wurde bekannt gemacht,' daß eine Erlaubntß über Mitternacht hinaus nicht mehr ertheilt wird. Wer trotzdem länger auSbleibt, wird mit fünf Tagen Arrest bestraft. Ferner wurde über fünfzehn Wirthschaften, von denen anzunehmen ist, daß in denselben dem Militär von dem Civtl Publikum die gehörige Achtung nicht entgegengebracht wird, daS Militär Verbot verhängt. Die Aufregung unter den hiesigen Wirthen und Restaurateuren ist infolge dieser Maßnahmen eine sehr große. Fiume, 14. Januar. ' Der für verschollen gehaltene Dampfer „Europa" ist nach achttägiger Verspätung in Venedig eingetroffen. Derselbe hat große Havarie erlitten und wird tm Laufe deS heutigen Tages hier erwartet. Pari-, 14. Januar. Heute treten Kammer und Senat wieder zusammen. In der ersten Sitzung findet die Wahl des Bureaus statt. In der Kammer wird der jetzige Präsident Briffon wiedergewählt werden. Im Senat ist für die Ersetzung des abtretenden Präsidenten Challemel Lacour noch nichts bestimmt. Wenn deffen Gesundheitszustand es erlaubt, werden mehrere Senatoren denselben wieder als Präsidenten Vorschlägen. Bonbon, 14. Januar. AuS Shanghai wird gemeldet, ein Decret deS Kaisers von China kündige die Gefangen- der Staatsanwälte, dtsciplinarische Anträge gegen Richter zu stellen. Aber oaraus folgt doch keine Abhängigkeit der Richter von den Staatsanwälten. Um so weniger, als ja über die Discipltnar- antläge unabhängige Richter entscheiden. Die ganzen Ausführungen des Vorredners waren wohl nur auf den Zukunftsstaat zugefchnttten (Lebhafte Heiterkeit) und ich glaube deshalb in Ihrem Sinne zu handeln, wenn ich sie unerwidert lasse. (Beifall.) Abg. Werner (Ref.-P.): De Vorlage enthält dock viele Dortheile gegenüber dem heutigen Zustande. Die Presse ist der heutigen Justiz heimath- und rechtlos; auf die Besserung dieser Stellung wird Bedacht genommen werden müssen. Auch der Jrren- pflege muß man größere Aufmerksamkeit zuwenden. Für die Schöffengerichte soll man nicht, wie heute so oft, junge Affessoren zu Vorsitzenden wählen; die Commission wird eine schwere Aufgabe haben; nur mag man keine Leute, wie Herrn Stadthagen hinetnwählen, der kein Recht hat, fich besonders als Vertreter des werkthätigen Volkes zu bezeichnen. Abg. Schmidt-Warburg (Ctr.): Die Vorlage unterscheidet fich zu ibrem Nachtheil von der vorjährioen. Die Regierung hat nur in Nebensachen nachgegeben. Ich möchte mit der Einführung der Berufung auf keinen Fall die Fünfmänner Collegien fallen sehen, wie es die Voilaae fordert. Auch den Wegfall der Garantien des Verfahrens kann ich nicht billigen. Jufttzminister Schönstedt: Die Garantien des Verfahrens sind avhängtg von der Wiedereinführung der Berufung; erfolgt diese, so erscheinen die Garantien entbehrlich. Was die Besetzung der Strafkammern betrifft, so erschienen drei Richter ausreichend, weil die Arbeitsleistung der Strafkammern sich in Folge Erweiterung der Zuständigkeit der Schöffengerichte verringern wird. Außerdem muß auch in Betracht gezogen werden, daß die Belattung der Einzelstaaten in Folge der Mehranstellung neuer Richter eine zu große werden würde. Abg. Beckh (Frs. 23p.): Der Vorwurf gegen die vorjährige Commisston, fie habe die Angelegenheit verschleppt, ist unbegründet. DaS bürgerliche Gesetzbuch bin ich anzunehmen bereit, weil ich ein so bedeutendes Werk nickt scheitern taffen möchte. Dem Staatsanwalt dürfe das Recht der Berufung nur zuflehen, wenn der Angeklagte nicht einstimmig freißerprod)en worden ist. Die Vorlage geht an eine 2 ler Commission. Morgen: Antrag Hitze-Lieber (Ctr.), Arbeiterschutzbestimmungm und Antrag Kanitz (c.) littags 3 N, i.fifltn Ortsgericht bi 4t m Sieben * „381 qrn In btt 60ö I,nd l. December Mo. MMMen. 2 Deutscher Reich. Berlin, 14. Januar. Der Kaiser empfing am Sonntag Nachmittag den Profeffor Röntgen auS Würzburg, welcher die Ehre hatte, üoer die von ihm gemachte sensationelle Ent' deckung — Photographien durch Holz und andere Stoffe hindurch mittelst einer neuen Lichtart — dem Monarchen einen längeren Vortrag halten zu dürfen. Demselben wohnten auch die Kaiserin Victoria Auguste, die Kaiserin Friedrich, CuituSmiuister Dr Bosse, CabinetSrath Dr. v. LucanuS und Generalarzt Proseffor Dr. Leuthold bei. Der Kaiser bekundete daS lebhasteste Jnteressr an den Erläuterungen deS genannten Würzburger Gelehrten und überreichte ihm nach Schluß deS Vortrages persönlich den Kconenorden 2. Klaffe. Später wurde Profeffor Röntgen auch zur kaiserlichen Abendtafel herangezogen. Neueste NucheLchten. WolffS telegraphisches Correspondmz-Bureau. Berlin, 14. Januar. Dem A b g eor dn eteuh au se wird sofort nach Eröffnung daS Lehrerbesoldungsgesetz zugehen. Berlin, 14.Januar. Die Budgetcommission deS Reichstags berieth den Postetat und nahm den Einnahmeansatz unverändert nach der Regierungsvorlage an, sowie die Resolution LingeuS, wonach an Sonn- und Festtagen, ausgenommen tu der Zeit vom 18. bis 30. December, die Packetbestellung nur im Wege der Eilbestellung und die Briefbestellung nur einmal erfolgen soll. Berlin, 14. Januar. Laut „Berl. Corresp." ist für die ehemaligen Cantongefängniffe der Rhetnprovinz eine neue HauS- und Dienstordnung erlaffen, die im Wesentlichen mit dem Reglement für Gefängniffe der Justizverwaltung vom 16. März 1881 überetnstimmt. Dieselbe tritt mit dem 1. April 1896 in Kraft. Berlin, 14. Januar. Nach dem „RetchSanzeiger" betragen die Einnahmen auS der Wechselstempelsteuer im Deutschen Reiche vom 1. April 1895 bis zum 31. De- cember 1895 6 442 799.20 Mk. gegen 6123182 85 Mk. im gleichen Zeiträume des JahreS 1894. Mithin ist ein Mehr von 319 596 35 Mk. zu verzeichnen. Berlin, 14. Januar. Gegenüber den Meldungen einzelner englischer Blätter, durch welche diese sich bestrebten, den Anschein zu erwecken, als ob von deutscher Seite entschuldigende Erklärungen in der TranSvaalsrage gegeben seien, stellt die „Nordd. Allgem. Ztg." fest, daß nach ihren Informationen von keiner maßgebenden Stelle derartige Erklärungen nach London gelaugt find. Ksnstantioovel, 14. Januar. Reutermeldung. Die gestern anS Salonichi abgegangene 2. Division deS britischen MittelmeergeschwaderS, bestehend auS et WM 17. Ja»»« (Gelehrten-Apparat aus den Gerichten herauszubringen. Man muß btt gemeingefährlichen gelehrten Richter ganz beseitigen oder fie wenigstens vom Staatsanwalt unabhängiger stellen. Dann wird mm werden. Schließlich wünscht Redner noch Reform des Jrrenwes-ns und eine gründliche, nicht zu sehr beschleunigte «etathung des bürgerlichen Rechts. Abg. Graf v. Bernftorff - Lauenburg (Rp.): Dre Arbeit des vorigen JahreS war jedenfalls keine vergebliche. Die Vorlage bringt gegen den beftebenbcn Rechtszustand wesentliche Verbesserungen: so vor Allem die Entschädigung unschuldig Veru theitter und die ecmfunp. Daß in der ersten Instanz fortan nur drei Richter entscheiden sollen, statt fünf, halte ich für keinen Nachtheil. Für richtig halte ich auch die Er öhung der Competenz der Schöffengerichte and namentlich auch die Ersetzung des Voreids durch den Nacheid. Meine Freunde treten jedenfalls mit Wohlwollen an die Vorlage ÄS öS i7 °°»«iL , ionbltl i,ln itibeg Ufetn etQD/ welche sich Neineti Arv Hs»? 0 btD kurzen ®k ri n k' röen/ da sie an b« !c stärkeren Feind harrah auf dich uttNM v. Schenk tr die disponible 'X :;U Füj nb dabei auch iht • Dantit war da 'ien FtldjugS mit' tarschirten noch an , welches wir von zurück ia die duns w Tages grakuliri! für daS n ei ttm Regiments- 1 ich aber nicht be> n ringefühne barsche wurde ti r die ich, wenn lä er nicht angmmwu gestellteo Anforde t größer Pflichttreu! chr werth als alle« J. H. i<»*2**x* . -........ - tSestchtspunkten des Vorredners aus arbeiten, bann würde wohl ein krgebniß nicht bcrauskommen. Ich glaube aber, daß Sie in Ihrer jiCl1 Mhrheit dm Gefichtspunkten des Vorredners nicht beistimmen. ' “*l ' l'Zeifall.) In dem vom Vorredner erwähnten Meineidsfall in Hamburg hätte ein Entschädigungsanspruch üb rhaapt nicht an dm Staat, fomdern nur an den Richter geltend gemacht werden können. Unklar Malt, baß es unschuldig Verurtheilte tm Sinne dieser Vorlage kaum noch geben wird. In unzähligen Fällen wird ohne ausreichenden Gründ mit langdauernder Untersuchungshast gegen Leute einge- ' ichrittm, welche der herrschenden Richtung unbequem find. Die l Langsamkeit in dem Verfahren gegen Hammer stein ist ganz erstaun- lNgefi'gn H ii<6; fie kommt niemals einem Anderen gegenüber, einem politischen nenfunft ll* «tbacteur gegenüber vor! Wie ist es möaltch. daß der Staatsanwalt . bh Anzeige des Grafen Finkenstein wegen der Unterschriftsfälschungm , njetbcii • nA - ..,—t - brämuna. U - 22 1 RechtSpfle chMd 18K r jetw; 1 d 150-^'enrtäli30f» 11 . Lkan m der in d so» Al •• Ueörr dir Verwendung dm SaSgluhlicht für Zwecke der Eisenbahuverwaltung hat der preußische Etsen- bahnmi nister den Etsenbahvdirectionen folgende Anweisungen ertheilt: „Die aus den gemäß Erlaß vom 13. Juli v. I. erstatteten Berichten hervorgeht, kann gegenwärtig als feststehend angenommen werden, daß durch Verwendung deS Auer'schen GaSglühlichtS bei der Beleuchtung von Jnvevräumen, in denen die Dauer der Glühkörper nicht durch Erschütterungen, Luftzug und Staub beeinträchtigt wird, eine Herabsetzung der Ausgaben für Beleuchtung auf etwa die Hälfte deS bet den älteren Gaslicht Brennerformen auf. zuweudenden Betrages ermöglicht wird. Sofern dagegen bte bezeichneten Vorbedingungen nicht erfüllt find, insbesondere bet der Außenbeleuchtung, wird nach den bisherigen. Erfahrungen der durch die bessere Ausnutzung deS GaseS erzielbare Bortheil im Allgemeinen durch die vermehrten Kosten für den Ersatz der Glühkörper, sowie durch die verminderte Betriebssicherheit der Brenner ausgewogen. In Anbetracht dieser Berhältniffe wollen die Directionen fortfahren, nach Maßgabe der verfügbaren Mittel an den dazu geeigneten Stellen planmäßig die Brenner älterer Einrichtung durch solche für Auer'scheS Gaslicht zu ersetzen. Bei der Außen- beleuchtung sind die Versuche fortzusetzen, und zwar unter Benutzung einer der verschiedenen neuerdings tu den Handel gelangten verbefierten Laternen (z. B. Ritter, Schülke rc.). Ueber die erzielten Ergebnisie ist binnen Jahresfrist zu berichten, und dabei gleichzeitig anzugeben, welche Kosten er- wachsen würden, wenn überall dort, wo dies nach Maßgabe der gewonnenen Erfahrungen zweckmäßig erscheint, an Stelle der vorhandenen Brenner solche für Auer'scheS Glühlicht angebracht werden." W. Dors Gill, 14. Januar. Man erinnert sich der Mittheiluug von Anfang deS vorigen MonatS, worin gemeldet wurde, daß in der Nacht bei einem Gewitter der Blitz in den Kirchthurm zu Muschenheim gezündet habe. Sei es nun, daß daS Krachen deS Donners oder das plötzlich aufflammende Feuer dem Feuerboten von Muschenheim die Besinnung geraubt hatte, genug, der Mann war, uneingedenk seiner Instruction, daran gegangen und allarmirte die Feuerwehr der Nachbar-Gemeinde Dorf-Gill, indem er trotz Sturm und Wetter nach dorthin sein 17 Jahre alteS Dienstmädchen sandte mit dem Auftrage, von dort Hilfe zu holen. AlS die Männer von Dorf. Gill an der Brandstelle anrückten, war der Brand von der sehr tüchtigen freiwilligen Feuerwehr in Muschenheim bereits gelöscht. Der Bürgermeister und der Commandant der Feuerwehr waren nicht wenig erstaunt, ob der so bereitwilligen, unbeorderten Brandhilfe der Nachbargemeinde und weigern sich mit Recht, die inzwischen eingelaufene Rechnung der Gemeinde Dorf-Gill aus allgemeinen Mitteln zu bezahlen, so daß dem übereifrigen Feuerboten wohl nichts wetier übrig bleiben wird, als zu W"* fthtrW MW" ’•' >« M°« L • hrrMt v 2 (Stab ü‘ w8 M: dcn iic Som! M Id 2 xrför lva igi am jab von bt Jin tinira ztgrvl-örtik loobnih zu gdtrtagt t Mdaistä) Homiazk: 8)i • Ri bi btnad) Ichlotz gif stc sich m ton bir JMnbtr im ' DS ,61bt*'Un eiülljd 'M Bpathfit Bmnigaai hi btt ttn hilft Stilb, h'chn M Wch« uni iib Mt Ä dtinzru h SBm u bttdltn li fcutbtn i W 3d SmslhkN Dcühk bm •8t D-rde btr inlflbnng «erhielt > hiiislt Uchtig. • Sie Wtft! f, 2400 । nähme der Führers der mohcuaebc ischen Rebellen und dessen Sohnes, sowie die Verhaftung von hundert Haupt- lingen an. Petersburg, 14. Januar. Von informirter Seite wird die Meldung englischer Blätter demeutirt, daß zwischen Rußland, Deutschland und Frankreich ein anti britisch es Uebereinkommen bezüglich der Venezuelafrage bestehe und, falls ein englisches Geschwader tu dcn venezuelanischen Gewäfierv erschiene, solchem sogleich ein französisch-russisches folgen würde. Vilbel, 14. Januar. Gestern Abend wurde auf bo Station der frühere Gemeindeeiuuehmer Hermann Raus.r unter dem Verdacht vou Unterschlagungen i« Amte- bei seiner Ankunft verhaftet. Laub ach, 11. Januar. Auf Anregung des hiesigen Bürgermeisters wird auf der „GetSwiese" nahe der Wetter, etwa zehn Minuten von hier entfernt, eine Eisbahn an- gelegt werden, die diejenige am Thiergärtner Teich um ein Bedeutendes an Ausdehnung übertreffen wird. Di' Kosten werden bei Gründung eines EtSbahnvereinS, wenn jeder drr sich Betheiligeudeu nur einen geringen Beitrag gibt, in Kurzem gedeckt werden. — Am Gedenktage der 25jährigen Gründung deS Deutschen Reiches wird daS hiesige- Gymnasium eine Schulfeier im Cafinofaale veranstalten, wo- bei Herr Gymnasiallehrer Becker die Festrede halten wird. An Kaisers Geburtstag wird, wie im vorhergehenden Jahre, ein öffentlicher FestactuS im „Solmser Hofe" statt- finden. — Eine größere allgemeine patriotische Feier von den hiefigen sämmtlichen Vereinen wird Sonntag Nachmittag im Gasthause „zum Schützenhofe" abgehalten werden. Herr Pfarrer Bolp wird die Festrede übernehmen. □ An» dem vhmthal, 14. Januar. ES dürfte noch bekannt sein, daß im verfloffenen Herbst allseits daS Mafien^ auftreten von Mäusen im Felde gemeldet wurde, die dort der jungen Klee- und Korusaat nicht unbeträchtlichen Schaden zusügten. Die ersten Ueberschwemmuugen und fortgesetzten Regengüsse räumten untet dem Mäuseheer ersichtlich auf. Biele Mäuse aber verzogen sich auch und suchten alS Zufluchtsorte die Gebäude auf, so daß fie hierin jetzt auffallend stark auftreten. In der That klagt man vielfach über die Menge der Mäuse, vor denen im Hause fast nicht» sicher ist. Eine gute Katze ist daS beste Mittel zur Verminderung ber Mäuseplage. Daneben verwendet man jetzt auch automatische Mausefallen, in denen fich eine große Zahl von Mäusen fangen läßt, da jede gefangene MauS die Falle selber wieder stellt. AlSfeld, 10. Januar. Die Bevölkerung unseres Kreises hat fich seit 1890 um rund 100, von 36 657 auf 26557 Einwohner vermindert. Eine verhältnißmäßige Zunahme hat nur die Stadt AlSfeld erfahren, indem fich ihre Einwohnerschaft von 4084 auf 4292 hob. Ueber 1000 Einwohner haben weiterhin Groß Felda (1013), Homberg a. d. Ohm (1290), Nieder-Ohmen (1089), die letztgenannten drei Orte haben abgenommen- über 500 Einwohner haben Altenburg, Angenrod, Atzenhain, Brauerschwend, Burg-GemÜnden, Eifa, Grebenau, Kirtorf, Leusel, Dbti» Breidenbach, Ober-Gleen, Ober Ohmen, Rainrod, Romrod, Ruhlkirchen, Ruppertenrod, Schwarz, Storndorf und Zell. Bübingen, 12. Januar. Gestern Nachmittag bewegte fich ein großer Leichenzug vom hiefigen Bahnhofe nach dem Gottesacker. Man brachte die sterblichen Ueberreste de» । in dem kräftigsten ManneSalter verstorbenen evangelischen I Pfarrers Bauer zu Ober-WidderSheim zur letzten Ruhe auf den hiefigen Friedhof, wo er, ein geborener Böbinger, in dem Erbbegräbniß seiner Familie beigesetzt wurde. Die zahlreiche Betheiligung der Leidtragenden, worunter fast sämmtliche Geistliche teS DecanatS Nidda, sowie von den Behörden die Herren Geheimer RegierungSrath Klietfch und KreiSschulinspector Buß, war schon ein beredtes Zeugmß für die Achtung und Liebe, die fich der Verstorbene während seiner 10jährigen Thätigkeit in seiner ersten und einzigen Gemeinde Ober-WidderSheim mit ihren Filialen erworben hatte. Vormittags hatte in Ober-WidderSheim selbst für die Gemeinde im Pfarrhof eine Trauerfeier stattgefunden, wobei Herr Drcan Hofmeyer über daS Wort: „Lebe, wir, so leben wir dem Herrn" u. s. w. sprach und auf die letzte Predigt de« Entschlafenen zu Neujahr 1896 Bezug nahm, bei der er schon gefühlt und auch angedeutet, daß seine» BletbenS hienieden nicht mehr lange sein werde. Drmst. Ztg. § Bo« BogelSberg. 14. Januar. Heute herrscht hier ununterbrochener Schneefall bei Südwest. Die Schneedecke hat bereit» die Höhe von einem Fuß erreicht- Stege uni Wege find verschneit. Da der Schneefall noch weiter bauen, so find Verkehrsstörungen zu befürchten. Maa vergeffe $et 1 hungernden Bügel nicht. §§ Bo« hSherea Vogelsberg, 12. Januar. Die Bauern- regel: „Wenn die Tage ansangen zu langen, kommt der Winter gegangen", scheint diesmal hier für unsere Gegend ' zuzutreffen, denn wir haben hier eine recht empfindliche U Kälte. Die Wintersaaten sind trotz dem letzten Than- I weiter noch gut mit Schnee bedeckt, sodaß dieselben nicht * I leiden, währenddem an den Abhängen deS GebirgS, wo fast nur wenig oder gar kein Schnee mehr liegt, die Wintersaat mehr gefährdet ist. Der Wildstaud befindet sich in erträg licher Verfassung- die Holzhauer können ihre Arbeiten wieder verrichten. — Die Preise deS SchwetnrfletscheS sind in letzter Zeit noch etwas zurück gegangen, obwohl man für Me Feier- tage auf einen PreiSaufschlag gehofft. DaS Pfund mit) gegenwärtig mit 41 bis 43 Pfg. Schlachtgewicht gekauft, mitunter sogar für nur 38 bis 40 Pfg. Ob nun auch die noch immer niedrigen Butterpreise damit zusammenhäageo, wollen wir dahin gestellt sein laffen. Preise von 70 bW 75 Pfg. pro Pfund von Seiten der Händler sind um diese Zeit noch selten vorgekommen. Die Ursache der nicbtrn Prelle liegt jedenfalls in der Steigerung der Margarine Fabrikation. Kürzlich ist e» vorgekomm n, daß sogar Händler ihre eingekaufte Butter nicht wieder absetzen konnten, sondew damit nack Frankfurt reisen mußten, um die Butter nur oer werthen zu können. — Die Preise des Rindviehes, welche allein noch etwas hoch waren, find etwas zurückgegaugev Allgemein herrscht gegenwärtig nicht allein bei den Land- I wirthen, sondern auch, infolge davon, bei den Geschäftsleute« . überall Geldmangel. — Infolge der Gesuche an Großherzog- . licheS Ministerium del Innern und der Justiz find die Beträge für die von der Nothstands Commission im Jahre 189» vn> 1894 gelieferten landwirthschoftlichen Bedarfsartikel, x»u 4 Proc. Z usen, bi» 1 December 1896 gestundet Word» ’ Andernfalls würde mancher Landwirth schwer geschädigt wirthschaften besprochen werden. ♦♦ Zu Amerika verstorbene Hessen. New York C.ty. Frau Catharina Elisaberha Landmann, 76 Jahre alt, a«ß I Schotten. Baltimore, Md. Heinrich Wöhrn, 75 Jahre alt, I auS Heffen-Darmstadt. Cincinnati, O. Dr. C. A. Schneider, 91 Jahre alt, au» Framersheim. DonnelSville, O. Anna Elisabetha Agle geb. Kriegbaum, 64 Jahre alt, aus Winter- kästen. Saft Liverpool, O. Margaretha Dosch geb. Dornberger, 68 Jahre alt, au» Biensbach. East Liberty, Pa. Christine Ruth geb. Schmidt, 58 Jahre alt, aus Rimbach. Elizabeth, N. I. August Hill, 59 Jahre alt, auS Heffen- Darmstadt. Fond du Lac, WiS. Eva Elisabeths Seibel | geb. Pfeifer, 67 Jahre alt auS Kleinkarben. LouiSville, Kh. Dorothea Kreider geb. Ditzel, 73 Jahre alt, auS Büdingen. Milwaukee, WiS. Heinrich Koehler, 57 Jahre, aus Mainz. Sptingfield, O. Wilhelm Roth, 54 Jahre alt, auS Reichelsheim. Znbtlän«S-Denkmünzen aul erobertem Gefchutz. Am 18. und 19. Januar begeht daS deutsche Volk die 2bjährige Erinnerungsfeier der Aufrichtung des deutschen Kaiserreiches. Wir bringen bei diesem Anlaß die mit den Bild- oissen der drei Kaiser, Bismarcks und MoltkeS gezierten Jubiläums Denkmünzen auS erobertem Geschütz, welche zum Besten ber Kriegergräber - Schmückung hergestellt wurden, allen Patrioten In Erinnerung. Diese Festtage bieten nochmals Gelegenheit zur geschenkweisen Neberlaffung der Denk- münze an Veteranen, wie dies beim letzten SedauStage Seiten» Hunderter von Vereinen, Städten, Fabrikbesitzern usw. bereits geschehen ist. Die Denkmünze kann gegen Einsen- düng von 60 Pf. und 20 Pf. Porto von dem Goldschmied Mezger in Metz, welchem der Generalvertrieb von der Vereinigung zur Kriegergräber-Schmückung in Metz übertragen ist bezogen werden. Bei Entnaywe von 20 Stück tritt der ermäßigte Preis von 50 Pf. für da» Stück ein, 50 Stück werden portofrei übersandt. de "»feer S “fiier - Ma u. ß(t -M' $a' Mt 6»111 tW«n, . Cfl*1 *s ti»t° 7° SU Lieber Steul! Vor 25 Jahren haben wir daS Christfest zusammen im fernen Orleans gefeiert und seitdem freuen Sie fich gewiß, wie ich jedes Jahr, daß wir glücklich nach Hause gekommen find und das schöne Fest im Kreise unserer Familie feiern können. Da uns beide ber liebe Gott diesen Tag heute gesund hat erleben laffen, so drängt eS mich. Ihnen ein kleine» Erinnerungszeichen an die unvergeßliche Zeit, die wir in Frankreich durchlebt haben, zu schicken. Ihren treuen und guten Dienst, den Sie mir geleistet haben, werde ich nie vergeffen. DaS anliegende Buch enthält viele schöne Bilder der Männer und Gegenden, die wir theilS selbst kennen gelernt ober von denen wir wenigstens viel gehört haben. Die Schilderungen der Schlachten und Gefechte find so geschrieben, daß fie Jeder verstehen kann, und so hoffe ich, daß Sie Freude an dem Buche haben, daS jedenfalls ein» der besten ist, die zur Erinnerung an den großen Krieg geschrieben worden find. Sollte ich einmal selbst etwa« für Sie ober Ihre Familie thun können, so wenden Sie fich nur nngentrt an mich; was in meinen Kräften steht, soll geschehen. Und nun wünsche ich Ihnen noch viele vergnügte Weihnachten und alle» Gute für Sie unb Ihre Familie. Auch meine Frau schließt fich diesen Wünschen an und sendet mit mir herzliche Grüße. Ihr alter Batteriechef gez Beck, Oberst. _ totale» arid prot>h<3ielle»# Gieße«, 15. Januar 1896. Strafkammer. Gestern verhandelte die Strafkammer in fiebenstünbiger Sitzung gegen den ehemaligen Bürgermeister, OrtsgerichtSvorsteher und Standesbeamten Heinrich Scheer er von RüddingShaufen wegen versuchter Verleitung zum Meineid in acht Fällen, sowie wegen zweier Betrugs- fälle. ES waren über 30 Zeugen erschienen. Am 9. Juli d. I. stand derselbe Angeklagte vor demselben Gerichtshof, um sich wegen Vergehen im Amt, die aus Gebührenüberhebungen bestanden, zu verantworten. Scheerer wurde damals zu drei Monaten Gefängntß verurtheilt, gleich nach der Verhandlung aber in Untersuchungshaft genommen, weil er der versuchten Verleitung zum Meineid dringend verdächtig. Er hat diese Verbrechen, außer in einem Fall, begangen, um die Folgen der gegen ihn schwebenden Untersuchung abzuwenden. Die sehr umfängliche Beweisaufnahme ergab die volle Schuld nach dieser Richtung. Der Angeklagte hat bei seinen Strafthaten nicht nur sein Ansehen als Bürgermeister gröblich mißbraucht, sondern ist in einzelnen Fällen mit Rafft- nemeut zu Werke gegangen. Er veranlaßte u. a. einen zum Werkzeug auserkorenen Zeugen, in verschiedenen Wirthschaften zu erzählen, welche Wahrnehmungen derselbe gemacht haben sollte. In einem anderen Falle suchte er einen Zeugen zu veranlaffen, in einem Civilprozeß wegen einer Schuld im Betrage von 51 Pfennig für Schnaps eine ihm günstige Aussage zu machen. Wenn die vom Angeklagten theilweise auch abhängigen Menschen erklärten, sie könnten doch unmöglich eine solche Aussage beschwören, so beruhigte dieser fie damit, der Eid sei weiter nichts als eine Folteret, um die Menschen zu ängstigen. Scheerer legte sich während der ganzen Verhandlung auf's Leugnen. Die Staatsbehörde ließ die Anklage wegen Betrug fallen, beantragte aber wegen ber acht Fälle der versuchten Verleitung zum Meineib für jeden Fall ein Jahr und sechs Monate, im ganzen acht Jahre und sechs Monate Zuchthaus zu erkennen. Die Berthridigung plaidirte dahin, daß nur ein fortgesetztes Verbrechen vorliege und daß die beantragte Strafe eine zu hohe sei. Nach langer Berathung verkündete ber Vorsitzende, LandgerichtSdirector Jöckel, daß der Angeklagte schuldig ber versuchten Verleitung zum Meineid in acht Fällen und zu sechs Jahren ein Monat Zuchthaus Ullt-r Einbeziehung der noch zu verbüßenden G-sSngnWrns- . den Schaden noch zu tragen, von drei Monaten, zu verurtheilen sei, ihm auch die bürger- _ nn* mr rewten Rett Ä KXSÄ»; “S Jjä. -• eintritt, die Pferde vor Schlitten und Chaisen rc. mit Heimathgemeinde zugeführt. Schellengeläute und zur Nachtzeit mit L aternen ver- V AuS LaugSdorf, 13. Januar, wird uns geschrieben^ sehen sein. DaS Auffichtspersonal ist angewiesen, Zuwider- Je mehr Leute eS leider in dieser Zeit gibt, die fich Handlungen zur Anzeige zu bringen. die traurige Aufgabe gestellt haben, allenthalben Unzufrieden- **Der Central-Vorstand deS Rhein-Maiu-Gastwirlhe-Ber- heit zu säen und besonders die niederen gegen die höheren haabe», in welchem sämmtliche Vereinsvorstände deS ganzen Ber- I Stände aufzuhetzen und Gehorsam, Liebe, Treue und Dan - bandes durch Delegirte vertreten find, trat gestern in Darmstadt, I barfeit für leeren Wahn zu halten, um so "freulicher ist^eS, behufs Stellungnahme zu verschiedenen Gesetzentwürfen zu- I doch noch überall Menschen zu begegnen, die fich in uebe lammen. Vorwiegend gilt eß der Agitation gegen daS Wein- und Dankbarkeit zugethan find. DaS ist aber nidjt biofe steuergesetz, da dessen gänzliche Aufhebung von der ober- im Bürger- und Bauernstände der Fall, sondern auch im hesfiichen Mehrheit deS FinanzauSschuffeS der Zweiten Kammer Kriegsheere. Züge van Selbstve.leugnung und Aufopferung nicht empfohlen wird. Weiter soll Stellung genommen werden im Dienste liefert besonders der letzte Krieg viele, der ehr- tU dem Gesetzentwurf über den Besuch öffentlicher Lust- würdige Kaiser voran. Aber auch ein Bierteljahrhundert bar fetten und Wirthschaften durch jugendliche Personen. I nachher ist dieses schöne Einvernehmen nicht geschwunden- In dritter Linie soll eine Petition gegen die Strauß- davon ein Beispiel. Der örtsHener von Bettenhausen bet 1 Langsdorf, Steul, ekhielt am WeihnachtStage ein Packet. Darin befand fich ein Prachtwerf „Krieg unb Sieg" von Hartung, dabei auch ein flingenbeß Andenfen mit folgender Widmung: „Seinem braven Burschen Steul zur Erinnerung an den Feldzug 1870/71. Beck, Oberst. 24./12. 1895." und nachstehender von rührend väterlichem Wohlwollen zeugender Bries, der sowohl dem Ehre macht, der ihn geschrieben, als auch dem, an den er gerichtet war: Darmstadt, 24. December 1895. ÜnterleibSentzündung 1 (1) Rückenmarkentzünd. 1 (1) 262J Schöne 6 Zimmer-Wohnung mit zwei Mansarden per 1. April zu ver- BiSmarckstratze 10. miethen- Neuenbäuen 11. 509 ar Jeden Wallenfels, Marktplatz. 28 Westaulage 39 549 Waaren bei dem Wirthe Josef Schneckenburger „Zum Heinrich" gegen Baar oder gegen Verabreichung von und Getränken abgesetzt oder zum Genuß hatten zu- lassen, standen nebst den Hehlern vor Gericht. Diese schwer bestraft: Wirth Schneckenburger erhielt ein fl) (1) und die Prinzen Speisen bereiten wurden Beutel 35 und 25 H bei Benner A Ätnmm, Bahnhofstr., und A. & (9. 1 2 1 1 1 2 1 1 1 General Versammlung der Gießener Wndvieh - Assecuranz Itixung vlisms 1/ von 36 657 avs : vttlMWHtze sahrrv, intern sich 1292 hob. litte: ^6(1013), How- (1089), die letzt- n; über 500 tli< iain, Srauerschwrnd, uf, Leusel, Obei« Raiurod, Romob, itorndorf und Zell, llachmckag bewegte igru Bahnhose nai lichen Ueberreste M ibeuen evangelischen bringen Itzleib'S Katarrbpastilleu (»almiat» KrebS Herzleiden Lungenerweiterung JleuS Friedberger Loose Ziehung am 19. Febr. 1896. Hauptgew. 8 Arbeitspferde. Loose ä 1 Mk.; 10 Stück Mk. 9.50 bei Rich. Buchacker, Donnerslag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, in der Restauration Sauer (vormals Spiest). Tagesordnung: 1) Prüfung der Taxation für's 1. Quartal 1896. 2) Häuteverfteigerung. 3) Vorlage der Rechnung für 1895 durch den Kaffen Controleur. > Der Borstand. VermDsthteir * Kol«. 14. Januar. Eine an Verfolgungswahn leidende, im benachbarten Kalk wohnende Mutter dreier Kinder verschloß gestern daS Schlafzimmer und tödtete fich, indem fte sich mit einem scharfen Mcffcr den Hals durchschnitt. Der von der Arbeit zmückkehrende Mann sand die spielenden Ander im Wohnzimmer, die Frau tobt im Bette. * Düren, 14 Januar. Die Wittwe deS bet dem „Elbe" »Unglück umgekommenen Großindustriellen Walther Sch üll schenkte dem Vaterländischen Frouenverein 20,000 Mk. • Flensburg, 13. Januar. Der Kasstrer der Communal- Sparkasse in Schott bürg, Hofbesitzer Eliassen in Bremsgaarde, wurde wegen Unregelmäßigkeiten tn der Kaffe, bk bei einer von der Behörde vorgenommenen Revision ent» deckt wurden, verhaftet. * Mannheim, 13. Januar. Neun Metzgerburschen hiesiger Meister, die längere Zeit hindurch ihre Gefräste um Fletsch» und Wurstwaaren von beträchtlichem Werthe bestohlen Jahr Zuchthaus, sein Bruder 9 Monate Gcsängniß, die Barschen kamen mit Strasen von 3 bis 6 Wochen davon, welche durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt sind. • Baden Baden, 13. Januar. In der verflossenen Nacht wurde der Jagdaufseher Ott tn Ulm (Amr Oberkirch) bet Ausübung seines Dienstes von einem Wilderer erschossener erhielt zwei Schüffe in die Brust und konnte noch vor dem Hiuscheiden seinen Mörder bezeichnen. Dieser ist flüchtig. • Wien, 14. Januar. Gerhard Hauptmann er» hielt für sein Schauspiel „Hannele" den Grtllparzer-PreiS von 2400 Gulden durch das von der Akademie der Wtffen» Ei» Reit- und Wagenpferd (gute Beine, ohne Untugenden) käuflich. Besichtigung und Auskunft im Kreishaufe zu Weilburg. 562 Steinkohlen la. Nusskohlen la. Anthracit- kohlen Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer Donatus Brikets Brennholz empfiehlt Dan. Wirths Nachi. Windhof. Morgen 674 Donnerstag Abend: Metzelsuppe, wozu freundlichst einladet Herm. Gräber. Fst. Backfisch! Pfund 15 Pfennig wieder eingetroffen 1 369 I. M. Schulhof. Airchliche Anzeigen der evnng.Gemein-e. Donnerstag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der Stadtknabenschule: Bibelstunde. Ev Marc. 2, 23 ff. Pfarrer Dr. Grein- schäften eingesetzte PreiSrichter-Collegium, bestehend aus Bult- Haupt, Director Burckhardt, den Profefforen Bayer und Zimmermann und Hoirath Uhl. * Srimrerrmg a» Kaiser Friedrich. CS war im Jahre 1869, als ich micb in meiner Thätigkeir als Landwirth tn West- Preußen aufhielt und Kronprinz Friedrich Wilhelm die dortigen Garnisonen, speciell die in Deutsch. Krone in Garnison stehenden Ulanen, tnspicirte. Wie beliebt schon damals der spätere Kaiser Friedrich bei allen Bevölkerungsklaffen war, zeigte der Empfang tn jedem kleinen Dorfe jmb namentlich in der Stadt Krone. Alles, was laufen konnte, strömte dem geliebten Kronprinzen freudig gestimmt entgegen. Alle Corporationen und Vereine bildeten Spalter. Die Schützengtlde tn ihren schmucken, halb militärischen Uniformen sperrte den Weg und meldete sich ganz militärisch durch ihren Major mit den Worten: „Die Schützengilde von Deusch» Krone zur Stelle!" Kronprinz Friedrich Wilhelm war wie immer sehr jovial und sichtlich heiter gestimmt- er fragte sofort: „Wo ist denn der König?" Dieser begab fich iu der Person eines sehr jugendlichen Bürgers zum Wagen. Der Kronprinz reichte ihm die Hand mit den Worten: „Ich begrüße Sie, königlicher Bruder, ich gratulire Ihnen zu dem schnellen Avancement, bei Unseretnem geht eS etwas langsamer. Nun aber, lieber König, machen Sie mir Platz, ich bin Soldat und muß auf den Exerzierplatz zu meinen Ulanen." Das ging aber nicht so schnell. Alles drängte sich an den Wagen heran, um dem hohen Herrn die Hand zu drücke». Zu einem wahren Volksfest wurde das Festmahl, welches Stadt und Shrei8 Deutsch Krone in dem herrlichen, romantisch an einem großcn See gelegenen Walde zu Ehren des Kronprinzen veranstaltete. Viele Hunderte von Menschen umstanden die zu diesem Zweck erbaute Rotunde. Am Schluß des Mahles wurden Cigarren herumgereicht. Friedrich Wilhelm zündete sich jedoch seine kurze Tabakspfeife an, die er seit dem 1866 er Feldzuge mit Vorliebe rauchte. In diesem Moment erblickte der Prinz einen Gabelten, Sohn eines Gutsbesitzers, und ries ihm zu: „Kamerad, kommen Sie einmal her!" Derselbe m ldete sich in strammer Haltung: „Königliche Hoheit befehlen!" Der Kronprinz, in heiterster Stimmung, sagte zu ihm: „Kamerad, rauchen Sie schon?" — „Nein, Königliche Hoheit!" — „Nun, dann soll dies Ihre erste Cigarre sein, welche Sie rauchen- aber wenn Ihnen etwas Menschliches passiren sollte, dann schlagen Sie sich links tn die Gebüsche und sagen Sie eö ja nicht, daß ich Ihnen dieselbe gegeben habe.- Der zukünftige Offizier verschwand sreudestrahlend in der Menge- er dürfte die Cigarre vielleicht heute noch als werthvolles Andenken an den Verewigten aufbewahren. • Unchristlich. Der „Throler Volksbote" findet die Mahnung „Gedenket der hungernden Vögel!" unchristlich. „Der Christ muß wtffen, daß es tn der Schrift heißt, daß Gott es ist, der die Sitten kleidet uib die Vögel ernährt - er muß wissen, daß ohne Gottes Willen kein Sperling vom Dache fällt. Daß im Winter Vögel sterben, ist doch nichts Wunderbares- sterben doch auch Menschen, im Winter mehr als im Sommer- alle Menschen können doch nicht auf der Welt sortleben, also auch nicht alle Vögel." * Der Bauer» Rache. In einem württembergischen Dorfe war der Psarrherr so wenig befriedigt von der Nüchternheit feiner Pfarrkinder, daß er sie ä la Abraham a Santa Clara also von der Kanzel anredete: „Wenn von Euch Bauern einem Jeden, der am Sonntag betrunken zu Bette geht, eine Fahne auf das Dach gesteckt würde, so wäre jeden Montag das ganze Dorf beflaggt!" — Geknickt gingen die Bauern aus der Kirche - am folgenden Tag aber flatterte auf dem Pfarrhaus luftig eine von unbekannter Hand anfgepflanzte Fahne. Das war der Bauern Rache! * Ein schottischer Hochländer war noch nie auf der Eisenbahn gefahren. Als nun in seinem Districte eine solche gebaut war, benutzte er die erste Gelegenheit, um das neue Wunder kennen zu lernen - allein er hatte Unglück. Es sand ein Zusammenstoß statt und der Hochländer ward sehr unsanft in einen Garten geschleudert - zwar erlitt er keine wesentlichen Verletzungen, aber doch mehrere Schrammen und blaue toafliHttt) Husten ■*••»**■ / ötajeren Erfolg. worden sein, und wird dadurch unserer hohen rung vollster Dank und Anerkennung von Seiten der ganzen Bevölkerung gezollt. Wünschen-werth wäre ef nur noch, wenn die Schuldner die Beträge tn 3 bis 4 Zielen abtragen könnten. Offenbach, 14. Januar. Zwei Eismacher geriethen heute Morgen 10 Uhr am ArmenhauSweiher in Streit, in dessen Verlaus der eine das Messer zog und dem anderen einen Stich in die linke Seite versetzte, der nach kurzer Zeit den Tod des Verletzten heroeisührte. Bom Odenwald. 13. Januar. Zur Zeit werden laut „91. Hess. VolkSbl." in unserer Gegend die Ahorn stamme sehr gesucht und verhältnißmäßig hohen Preisen aufgekanft, indem daS Cubikmeter mit 20 bis 25 Mark bezahlt wird. Da der Ahorn sehr rasch wächst und besonders in geschloffenen Beständen in 40 biS 50 Jahren schon sehr schöne Stämme liefert, so ist die Anpflanzung dieser Baumart sehr zu empfehlen. Der FiScuS läßt allenthalben den Samen sammeln, um Ahornwälder anzulegen. A Mainz. 14. Januar. Vom frühen Morgen an herrschte heute in hiesiger Gegend bei einer Temperatur von 2 Grad über Null den ganzen Tag über ununterbrochen heftiger Schnefall, der verschiedene Verkehrsstörungen verursachte. Während man in der Stadt nur mit großer Mühe den Pferdebahnverkehr aufrecht erhalten konnte, mußten die Vorortbahnen die größten Anstrengungen machen, um nicht im Schnee stecken zu bleiben. Auch der übrige Bahnverkehr wurde vielfach gehemmt, indem alle am Nachmittag und am Abend fälligen Züge, besonders die aus der Pfalz und von der Linie Mainz Worm« mit merklichen Verspätungen hier eintrafen. — Die hiesigen Detaillisten sind gegenwärtig bei den maßgebenden Factoren bemüht, die Er- loubniß zu erwirken, an den Nachmittagen der Sonn» und Feiertage die Schaufenster aufhalten zu dürfen. In einzelnen Nachbarstädten ist es gestattet, an den Nachmittagen der Sonntage die Schaufenster offen zu taffen. Summa: 7 (2) 7 (2) — — 8nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, roit viele der Tode-fälle tn der betreffenden Krankheit auf von auSwärt- noch Gießen gebrachte Kranke kommen. auf l, rvr, K: '«■ WM« »«unftalt«, te0. Itbt halten wirc> fett. Io* 8:1« 1,„ Nwltta, »erben. $nr »ui. dW noch ^eiirdnSMassni. vurde, die hort rachkiichkn Echten unb fortgesetzten -» ersichtlich ans. d luchten als Zn- ^riu jetzt auffallend 1 vielfach über die nicht- sich« ist. Beminterung der auch automatische Zahl von Mitosen falle selber Witter n zur letzten Ruhe geborener BÜdingn, jtfgjt murbt. wWt W da, sowie von den nngSralh Klietsch ein beredter Zeuguitz Berstolbene während ersten und einzigen i Filialen erworben dderShei« selbst tkfeier N** daS Wort: ixrach und auf die Ihr 1896 VW / Di. „tW; W Ma vergesse sooou . . wo f°r » ®ft*** »«“JZ jt.* ob1 JLub WH L Kjft ’■ Ä "*1I rang und AbgangSzeugniß de« letzten Arbeitgebers. 8. Pascoe, 488 Director. 569rehTr7äftiger Fferdebursche zum sofortigen Eintritt gesucht. __«reu, 6. etür ein größere« Manufacturwaaren O Geschäft wird eine tüchtige Verkäuferin christlicher Confessio» für gleich oder per Februar gesucht. Offerten nebn Photographie und Gehalts-Ansprüche unter W. II. 27209 an I>. Frene in Main» erbeten. 559 5t?6i Ein Mädchen, welche« in der Hausarbeit und im Nähen erfahren ist, wird zu einer einzelnen Dame gesucht. Frau «uq. Mayer, Ludwigstraße 5. 550| Gut empfohlenes, reinliches Laus» »ftdchen gesucht. 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Ss«tz»chmerr >rtre. 2 "«tttitwimii 6'tfitn falor ii hr«trfi mit Hßeater und lebenden ZZildern Samstag, den 18. Januar l. I., Abends 8 Uhr, Theater-Verein. Donnerstag, 16. Januar, Abends Hbi im Festsaal Wallt horstrasse Gastspiel von Mitgliedern des frankfurter ZtMthentm m Sn<< 6u“? Omnibus-Verbindung Sämmtliche Lllnirvais-AMä wie Sammt, Seide, Blumen, Bänder, Spitzen und Handschuhe, sowie sämmtliche feineren Ball- fachen, empfiehlt in größter Auswahl zu den Ieier der 25. Wiederkehr des Jahrestages der Wiederaufrichtung des Deutschen Weiches. Mit Bezug auf unsere Bekanntmachung vom 13. d. Mts. theiler wir hierdurch mit, daß die Ausgabe der — auf Anmeldung auf gestellten — Karten zu Festact und Festcommers Donnerst«! und Freitag dieser Woche, Vormittags von 10—12 Uhr und Nachmittag von 2—4 Uhr, auf Zimmer Nr. 15 der Bürgermeisterei erfolgt. Die Liste der Anmeldungen für den Festact mußte bereit- Dtenskoz Nachmittags, geschloffen, auch die Anmeldungen ganzer Familien mußm theilweise beschränkt werden. Gießen, 15. Januar 1896. Grünbergrrftraße- Bahnhof und zurück. Markt—Dchiffenbergerwald und zurück Marburgerstraße—Wieseck Atlas, breit und schön, von 45 Pfg. an, Bouquets, seidene, von 25 Psg. an, Ballblumcn, Bänder, Sammle, Brautkränze und Schleier empfiehlt das Gustav Haustein, S75 7 ovtion: A. kcbeHda. — Dr»ck uw» Berivq der Brü«dt scheu UniDerfitätS-thi*. vefc 6tnnbm 41 üy ®qu»' im.’11 - Ito. 816 s 13 Wut ‘«4 b L4 '-l •«in. ' ®8g8ti Ikt?,e 3° 6t, t 11 S bi,®*' r “ i»!i| Julius Buch Nr. 10 Mäusburg Nr. 10. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, sowie Allen, welche unseren unvergeßlichen Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Onkel und Schwager, Herrn Wilhelm Ockel, 5I) Octroi-Erheber in Pension zur letzten Ruhe begleiteten, insbesondere dem Herrn Pfarrer Dr. Grein für die trostreichen Worte am Grabe und für die überaus zahlreichen Blumenfpenden sagen innigst und tiefgefühlten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. 570] Ein älteres, im Kochen und Hav^ arbeit bewandertes Mftdche« sucht cs* sogleich Autzhilf.stelle ooer L'usst-lle 'k den ganzen Tag auf etliche Wochen. Näheres Vleichftratze L4, Hinted 494] Mädche« suchen Stellen auf gh** und späier durch Frau Getzbide, Bahnhofstraße 4 * । Anstich hcutc /W |£b Donnerstag । Mt«er G'irtncrei-Trociej... (Präserven) * au* der Wo brik von Landgraf & Kierlet in Bamberg (ftairrn) bieten als das vollendetste Product aller ConservirungSmethoden feder« zeit vollständigen Ersatz für gute frische Gemüse und ftrT> kaum theurer als letztere. 326 Wiederlage bei A. & G. Wallenfels in Giessen. 543] Tüchktoes Dienstmädchen zum baldige« Eintritt gesucht. Nur solche mit guten Zeugnifftu wollen sich melden bei j^rau deürer Marx, Goetbrftr.^9, II. IW Tüchtige S« rrschaftstSchi«««« und /Sausmädche« -WH sofort und sväter gesucht. PlacirungSbu^eau von I StiaA«y> 324_________Bahnhofstraße 11._________ Schriftliche Arbeiten feder Art werden übernommen und bestens a-tSgeführt, insbesondere auch die Abschrift von Collegheften- Näheres in der Exp dsS. Bl._____________________________________