Schulbankfabrik »nan bei Heidi JWMer*.. U e Beferen. ^Bherzogthum 1 ElsaPi Mit» lOflttt tMW C. vcktze UM M ermiethuc iudwtgstr. 45/ HSr zu DtrmW, WneMiM 64k fefort ■ärötTSiT^. 'W ifclbst K n meine® MWnb die Affairc Qucuck werden drs Näheren erörtert. Gegen Qucuck ergreifen Bebel und Auer da? Wort, und letzterer erklärt, daß er der Verfasser deS BorwärtSartikelS fei. Abgeordneter Schmidt- Magdeburg richtet feine Angriffe gegen den Chefredacteur und Abgeordneten Liebknecht, von dem er wünsche, daß er sich auf sein Altrntheil zurückziehen solle, da er in keiner Weise feinen Platz als Chefredacteur und Abgeordneter ausfülle. Auch die Abgg. Bebel und Auer radeln die Thätigkeit Liebknechts als Chefredacteur. Der Abg. Liebknech t vertheidigt sich gegen die vorgedrochten Klagen sichtlich bewegt und erklärt, er würde gerne einem Anderen Platz? machen. Die Rede machte großen Eindruck auf die Anwesenden. — Die Anträge gegen die „Neue Welt" werden sämmtlich zurückgezogen. Schließlich ging der Parteitag zur Behandlung der Kassenverhältnisse der Partei über. Stuttgart, 12. October. Nach amtlicher Bekanntmachung findet die Reichstagswahl im 17. Wahlkreise am 17. November statt. Ulm, 12. Ociober. Der Parteitag der deutschen Volkspartei bestimmte Mannheim zum Ort der nächstjährigen Versammlung. Der Antrag Sonnemann auf Errichtung von Arbeitslosenversicherungen aus kommunaler Grundlage wurde an eine Commission verwiesen. Outdde sprach übet Paiteilitteratur- außerdem wurde eine Gedenkfeier für 1848 beschlossen. Hamburg, 12. October. Der frühere Expedient bi» „Hamb. FremdenblatteS", Namens Meyer, hat sich heute nach Unterschlagungen in Höhe von über 150,000 Mark erschossen. Rom, 13. October. Nach Meldungen aus Eritrea verschlechtert sich die Situation daselbst bedenklich. Der Feind macht sich an der Grenze wieder unangenehm bemerkbar, sodaß täglich Streifzüge statlfinden. General Baldis- sera verlangt Truppen-V-rstinkungen, auch bezeichnet er die Meldungen über die Freigabe der Gefangenen als verfrüht. Rom, 13. Ociober. Der „Popolo" hält trotz aller Dementis die Nachricht aufrecht, daß der Zar der Hochzeit des Kronprinzen beiwohnen wird. Die Prinzessin Mathilde Bonaparte habe diese Nachricht mit großer Bestimmt- heit einem ihr befreundeten Cavalier mitgetheilt. Rom, 13. October. Einige Blätter stellen fest, daß die Reise des Zaren den Beweis liefere, daß Italien als eine Nation zweiten Runges betrachtet werde. Brüssel, 13. October. Der Kammerpräsident Beernaerd hatte gestern eine einstündige Audienz bei König Leopold über die neue Militär-Vorlage, welche der KriegSminister einbringen soll. Pariß, 13. Ociober. Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Paris telegraphiere an feine Regierung in Washington, daß der Fenier Tynan, dessen AuSlieferungS- antrag im StaatSrath zur Berathung steht, nicht aus- geliefert werden wird. Paris, 13. October. Der focialistische Gemeinderath von Roanne, welcher den russischen Festlichkeiten fern geblieben war, hat nunmehr von der republicanischen Minorität ein Schreiben erhalten, in welchem dieselbe anzeigt, daß sie künftig in keiner Sitzung mehr erscheinen werde. Paris, 13. Ociober. Aus Petersburg wird gemeldet, daß der Zar durch das Hofmarschallamt einen der ersten Künstler mit der Anfertigung des goldenen Kranze- für Carnot beauftragt habe. Der Kranz, welcher einen Durchmesser von einem Meter erhalten wird, soll am 1. November, dem Todestage Alexander- HL, am Sarge CarnotS ntedergelegt werden. Paris, 12. October. Der Marineminister hat dem Admiral BuvaiS Befehl gegeben, zwei Kriegsschiffe bereit zu halten, welche wegen des Zwischenfalle- nach der marokkanischen Küste morgen abgehen sollen. Loudon, 13. October. Der Eingeborenenausstand in Transvaal dehnt sich weiter auS. Sechstausend AuS« ständ.sche versuchen die Arbeiter mit Gewalt einzuschüchtern. Militär wird zusammengezogen. Die weißen Bediensteten sollen angeblich den Strike unterstützen, well sie fürchten, ihr Lohn würde herabgesetzt werden. Konstantinopel, 12. October. Die Torpedo - Ab - theilung der russischen freiwilligen Schwarzen-Meer-Flotte ist im Bo-poruS eingetroffen, um im Verein mit der türkischen Torpedoflotttlle den Bosporus durch Legung von Minentorpedos gegen eine Invasion zu schützen. Berlin, 14. October. Geheimerath Schischkin machte gestern nach der Rückkehr aus dem neuen Palais dem Reichskanzler einen Besuch und fuhr darauf bei dem StaatSsecretär Frelherrn v. Marschall vor, bei dem er sich längere Zett aufhielt. DaS Souper in der russischen Botschaft wurde im internsten Kreise eingenommen. Um 11 Uhr Nacht- fahr Geheimerath Schischkin nach Peteröbur" ab. Berlin. 14. October. General v. Jrumbkow Pascha wird heute Mittag 1 Uhr in Gegenwart de- türkischen Bot« schafter- Galib Bey vom Kaiser tu Audienz empfangen werden, um da- Handschreiben de- Sultan- zu überreichen. Berlin, 14. October. Die „Nordd. Allgem. Ztg." bestätigt heute eine frühere Meldung, wonach ans der Wansee- Bahn probeweise electrtscher Betrieb etogeführt werden soll. Zunächst ist tu Au-stcht genommen, täglich nur fünfzehn Wageozüge zwischen Berlin und Zehlendorf elektrisch zu befördern. Berlin, 14. October. Die ,Natioualzeitung" meldet au- Rom: In leitenden Kreisen wird berechnet, daß N er azziui gestern die Hauptstadt AbeffyntenS erreicht haben dürste. Ueber den Frieden mit Menelik unterhandelt Nerazziui solgendermaßen: Italien anerkennt die volle Unabhängigkeit Abessynten-. Menelik gibt die Gefangenen vollend- zurück. Die Regierung glaubt, Menelik erkenne den Marebfluß al- Grenze der eryträifchen Colonte au. Hamburg, 14. October. Da- Fouragemagaziu des 15. Husaren-Regiments in WandSbeck ist uiedergebranut. Wien, 14. October. Der Justtzmioister trat eine Studienreise nach Deutschland an, um anläßlich der bevorstehenden Justizreform den Geschäftsgang bei den Reichsdeutschen Gerichten kennen zu lernen. B. Darmstadt, 14. October. Bet der heutigen Land» tagswahl für die Stadt Darmstadt wurden gewählt bei 102 Wahlmänoern WolfSkehl mit 94, Schmeel mit 93 Stimmen. H . Darmstadt, 14. October. Der hier etngetroffeoe Maler v. Angeli porträtirte die russische Kaiserin. — ES verlautet, das Zareupaar nehme au der am 24 October stattfindenden Vermählung des ErbgroßherzogS von Oldenburg mit der Herzogin von Mecklenburg Theil. H d. Homburg v. d. H., 14. October. Die feierliche Grundsteinlegung zur russischen Kirche findet am nächsten Freitag, Vormittag 10 Uhr in Anwesenheit des russischen KatserpaareS und der Kaiserin Friedrich statt. CocoUs und prwhtjkllw, Gießen, den 14. October. • • Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Freitag den 16. October 1896, Nachmittags S1/^ Uhr pünktlich. 1. Abhör der Löber'schen Sttft-rechnung pro 1895/96. 2. Voranschlag der Löber'schen Stiftung für 1896/97. 3. Prüfung der Plock'schen Stift-rechnung pro 1895/96. 4. Den Voranschlag der Plock'schen SttftSrechoung pro 1897/98. 5. Curse für erziehliche Handarbeit. 6. Den Canal in der Lindengaffe- hier: Arbeitsvergebung in engerer Submission. 7. Die Handwerkerschule- hier: Kostendecretur. 8. Die Beleuchtung der Bureaulocalitäten des Großh. Polizeiamts. 9. Gesuch de- Vereins „Sängerkran-" um Ueberlaffuug eine- Saale- im Gebäude der höheren Mädchenschule zur Abhaltung von Gesangproben. 10. Da- Ausleeren der Gruben rc. tu den städtischen Gebäuden- hier: Uebertragung deS Accords von I. Stahl auf H. Selzer. 11. Gesuch des August Zöckler um Erthellung der Erlaubntß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Westanlage 28. * • Landtagswahl. Zu der heute Vormittag im Sitzuugs- saale Großh. Kretsamts anberaumten Wahl eines Landtags ab geordneten für den Bezirk Gießen waren 44 Wahlmänner erschienen. Auf den bisherigen Abgeordneten, Herrn Rechtsanwalt Metz hier, entfielen 42 Stimmen, auf die Herren Oberbürgermeister Gnauth und Commerzten- rath Heyligenstaedt je eine Stimme. • * Stadttheater. Auf das morgen (Donnerstag) Abend statlfiadende Gastspiel von Fräulein Thessa Klinkhammer, der liebenswürdigen, hier stets willkommenen Künstlerin, sei hierdurch ganz besonders aufmerksam gemacht. Zur Aufführung gelangt Sudermanns „Heimath" mit Fräulein Klinkhammer als „Magda". Wir sehen der Verkörperung dieser Rolle mit Spannung entgegen, um so mehr, al- Frl. Klinkhammer damit ihren Uebertritt zu einem erst seit Kurzem von ihr creirten Fach documentirt. * • Nene Fahne. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß die dem Gesangverein „Harmonie" hier gelegentlich deS 50jährigen Stiftung-festes gewidmete neue Fahne und anderweitigen Geschenke in dem Schaufenster des Herrn Julius Schulze hier auf einige Tage ausgestellt find. Die Fahne, welche oben genannte Ftima angefertigt hat, ist in prachtvoller künstlerischer Stickerei au-geführt und zeugt von feinem Geschmack und gediegener Arbeit. • * Jugendliche Einbrecher. Gestern Abend wurde die Glasscheibe eine- Schaukastens an einem Uhrmacherladen am Selter-weg zertrümmert und der Inhalt des Kasten- zum größten Thetle gestohlen. Zwei Schuljungen im Alter von 13 und 9 Jahren wurden atS die Thäter ermittelt. Einen Theil der gestohlenen Uhrketten hatten sie bereits an einen Unbekannten verkauft und für den Erlös Spielsachen eingekauft. Der größere und werthvollere Theil fand sich noch tn ihrem Besitz. * * Baumfrevel. Ein 13jähriger Junge wurde gestern dabei betroffen, als er in der Westaulage an Lindenbäumchen mit einem Messer die Rinde abschälte. -|- Nidda, 13. October. Der hiesigen katholischen Pfarrcurratte ist kürzlich durch Wohlthäter eine größere Geldsumme für kirchliche Zwecke zugewtesen worden. — Infolge deS schönen OctoberwetterS haben sich die Bohnen grün gehalten, die jungen Bohnen find noch gewachsen und kann man so Gemüse von im October gepflückten Bohnen eflen, was eine große Seltenheit ist. -o- Fauerbach bei Friedberg, 13. October. Am vorigen Sonntag wurde dahier da- zweijährige Kind de- Maurermeister- B. von hier durch ein dicht besetzte» Fuhrwerk überfahren und anscheinend schwer verletzt. Dem Lenker de- Wagen- soll insofern ein Verschulden treffen, al- er zu scharf gefahren sei, wa- um so mehr al- eine Fahrlässigkeit anzuseheu sein dürfte, al- au der betreffenden Stelle an- Anlaß der hier stattfindenden Nachkirchweihe ein Carouffell aufgestellt war und der Verkehr tu Folge deffeu förmlich stockte. § Aus de» Kreise Alsfeld, 12. Oktober ES ist un- bestreitbar, daß der Bezug künstlicher Düuger durch die Landwirthe zugeoommen har. Da- beweist da» vielfache Beziehen ganzer Waggouladuugen küustltcher Duugmittel vou für diesen Zweck zusammengetreteneu Bereiutguugeu. Trotz dieser Thatsache ist aber die Anwendung von Kunstdüngern doch noch nicht in dem Maße gediehen, wie sie der jetziger Zeit entsprechende reutabele Betrieb der Landwirthschaft gebieterisch fordert. ES ist klar, daß tn einer Zeit, wo die Getreidepreise um 50pCt. niedriger stehen al- früher, der Ausfall hierdurch sich ergebender Mindereinnahme wirksam durch Verdoppelung der Production ausgeglichen werden kann. Ebenso steht fest, daß vielfach, ja meist durch rentabele Be- wirthschaftung der Boden um ein Bedeutende- ertragfähiger gemacht werden kann. Wer au dieser Thatsache zweifelt, der gehe nur in solche Gemeinden und hier auf solche Felder, wo mit künstlichen Düngern gearbeitet wird. Geradezu erstaunlich find hier die in» Auge fallenden Unterschiede gegenüber der früher gewohnten Dungmethode. Nicht nur ein viel dichterer Bestand der Frucht, sondern auch eine evident beffere Qualität derselben sowohl in Htuficht der Körner als auch de- Halm- läßt fich überall dort wahrnehmen, wo die Kunstdünger zur Verwendung gelangt sind. Wenn mithin — wie es vielfach geschieht — der kletue Landwtrth die Ausgaben für künstliche Dünger scheut und sie bester zu sparen vermeint, so ist da- eine falsch angebrachte Sparsamkeit. ES ist selbstverständlich, daß der Aufwand für Kunstdünger im rechten Derhältniß mit der Größe deS Betriebs zu stehen hat und eS ist ebenso selbstverständlich, daß die Naturdünger durch die Kunstdünger nicht verdrängt, sondern da, wo sie fehlen, ersetzt und auch wo sie nicht fehlen, ihre Dungkraft gesteigert werden soll. Ganz besondere Aufmerksamkeit verdienen tn diesem Herbste die Wiesen. Durch den überau- schlechten Grasbestand zur Grummeternte hat das MooS, der Zerstörer des GraSwuchseS, tn moosigen Wiesen so überhand genommen, daß man nicht selten auf solchen Wiesen einen puren MooSteppich antrifft. Hier ist eS nun am Platze, nach gründlicher Entfernung deS Mooses durch AuSmähen oder AuSeggen mittelst der Wtesenegge neben dem Streuen von Asche künstliche Dungmittel, vor Allem die ThomaSschlacke, in Anwendung zu bringen. Der dafür aufgewandte Betrag rentirt sicher reichlich. -r- Aus dem Vogelsberg, 12. October. Ein eigenthüm- ltcher Vorfall spielte fich in der Nähe eines Dörfchen- ab: Der Letter etneS Fuhrwerke- fuhr nach eingetretener Dunkelheit die Staatsstraße entlang, als er von einem bekannten Fußgänger gebeten wurde, mitfahren zu dürfen. Die Bitte wurde gestattet und bald faßen Beide, fich aufs Beste unterhaltend, auf dem Wagen. Inzwischen hatte der Fuhrmann seinem Gaste die Pferdezügel übergeben und diesem die Leitung des Fuhrwerkes übertragen, während er sich selbst auf eine wollene Decke zum Schlafe ausstreckte. Der neue Fuhrmann mochte wohl eine Weile gefahren haben, während der Schläfer einen bösen Traum gehabt haben muß, denn er sprang plötzlich von seinem Lager auf, ergriff eine Stange, schlug damit heftig auf seinen Freund und richtete diesen derart jämmerlich zu, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Die Sache wird einen gerichtlichen Abschluß finden. Seligenstadt, 11. October. Der Kartoffelexport am hiesigen Bahnhofe ist im Vergleiche zu den Vorjahren nur ein sehr minimaler. Wegen der herrschenden Kartoffelfaule ist der Preis rasch von 3 Mk. bereits auf 3.60 Mk. pro Doppelcentner gestiegen. Die Producenten erhoffen aber noch einen weiteren Preisaufschlag und halten darum mit dem Verkaufe noch etwas zurück. Mit Rücksicht auf die hier ausgebrochene Maul- und Klauenseuche können die auswärtigen Landwirthe beim hiefigen Bahnhofe nicht anfahren, woraus sich ebenfalls der geringe Export erklärt. Dagegen werden am Bahnhofe in Babenhausen gegenwärtig maffenhaft Kartoffeln um obigen Preis verladen. Der Export richtet sich vorzugsweise nach Westfalen und Rheinpreußen. Schwurgericht. W. Gieße«, den 13. October 1896. Fortsetzung der Verhandlung gegen Feist Sommer von Crainfeld. Zeuge J o h. Fritz - Crainfeld, Rechner der Vorschuß- kaffe, erklärt, dem Sommer die Spareinlage der Wittwe Bär an deren Generalbevollmächtigten auSgezahlt zu haben. Der Zeuge kannte die Abmachung wegen der Einlage nicht. Sommer hat zuerst eine Thetlzahlung von 300 Mk. bekommen. Der Rest ist gegen ein Darlehn, welches die Kaffe an Sommer gegeben, verrechnet worden. Zeuge erinnert sich, daß Sommer bet der Kündigung des Geldes erwähnt hat, die Kaffe zahle zu wenig Z'ufen (3y2 pCt), er könne mehr dafür zahlen. — Bürgermeister Schmalbach von Crainfeld deponirt, daß Sommer ein vermögender Mauu, der sein Geschäft versteht, er betreibt Rtndviehhandel. Sommer war bislang ein angesehener Mann in der Gemeinde, dem Niemand etwa» Schlechtes nachfagen konnte. Seitdem des Angeklagten Bruder und später deffen Sohn tn Haft genommen wurden, entwickelte fich ein Gerede in der Gegend, er hätte gewuchert und fich Forderungen doppelt bezahlen laffen. Ob das Gerede wahr gewesen, weiß der Zeuge nicht. Der Zeuge schildert die Vorkommniffe mit der Spareinlage wie im Tharbestand der Anklage angegeben. — Auf Befragen de- Rechtsanwalt- Katz erklärt der Zeuge, daß der später zu ver- nehmende Weitzel in den Dörfern herum gegangen sei, um Stimmung gegen den Angeklagten zu wachen- so habe er gehör:. — Durch die Vernehmung de- späteren IRttiw mächtigten Marku- Strauß wird festgestellt, tQ; V geklagter in drei Raten mit 4% Zinsen die erhöbe - Spareinlagen innerhalb eine- halben Jahre- lu... gezahlt hat. — Der andere Bevollmächtigte 8R 3/ Meter deponirt dasselbe. ES sei ihm, nachdem er Vrv» mächtigter war, nicht darauf angekommen, wenn der gcatt. da» Geld nicht gleich an ihn zurückzahlte, denn dieser k, die Summe ja verzinst. — Bürgermeister Schaaf.«-^ schlirf hat mit dem Angeklagten persönlich Geschäfte 8Cea| kann aber nur sagen, er habe ihn immer reell beXani Die allgemeine Meinung bezeichnet allerdings den eoro- wenu Jemand zu Grunde ging, als Denjenigen, der Schuld sei an dem Unglück. Ihm, dem Zeugen, ftl Fall bekannt, wo allerdings der ruinirte Mann selbn Schuld an seinem Unglück sei, derselbe war nämlich ins” und hat selber nicht gearbeitet, wie e» hätte glschrhrn müfa — Bürgermeister Löffler-Ilbeshausen weiß auch nicht-, al- daß da- Gerede der Leute den Scmmtr * schuldige, daß er in seinem Handel nicht ehrlich Tharsachen, daß diese- Gerade wahr sei, find dem gU:n nicht bekannt. W. Gießen, den 14. October 1896 In der heutigen Verhandlung wird die Aussage tu commiffarisch vernommenen Zeugen Jakob von LaueiNc- verlesen. Der Zeuge hat bekundet, daß er den Gaul 9 jährig au- der Weber'schen Concur-mafle für 18.3 gesteigert hat. Der Zeuge ist der Meinung, daß vom a‘r des ThiereS bei dem Handel mit Kraft nicht gefpici« möglich ist e- jedoch, daß davon flüchtig die Rede rrr — Balthasar Weitzel-Grebenhain ist der Mauer, im Vogelsberg gegen den Angeklagten Stimmung gewacht haben soll. Der Zeuge hat, wie er zugesteht, ben um beamten gespielt, er hat Zeugen vernommen uub btt tu -eigen gegen Sommer an den Sraat-anwalt und bin Uuui suchungSrtchter eingesandr. Der Zeuge erklätt al» Be- gründ seines ThunS, daß er eS für an der Zeit gehali-f dem Treiben solcher Leute Einhalt zu thuo. Auf Brir-.g'.: erklärt der Zeuge, er habe wehr wie die drei Fälle, die :r. zur Verhandlung stehen, zur Anzeige gebracht, er habe oli anderen jüdischen Handelsleuten auf die Finger gesehenm Anzeige erstattet. Der Zeuge erklärt, weder er noch fest Eltern seien von Feist Sommer betrogen, er sei nicht f. tisemit und habe nur auS Gerechtigkeitsgefühl so gehauik Auf Befragen der Verthridiguog erklärt Weitzel, er bo:- von Niemand, auch au» keinem Fond, eine Belohnung • seine Thätigkeit in Sachen Sommer erhalten. — Der 6pr kaffenrechner Georg Weitz-Herbstein bekundet, daß er b: Angeklagten für einen gefährlichen Juden geha ren und r der Meinung, daß die Leute, die mit ihm handelten, cn lorene Männer gewesen seien. Der Zeuge hat nicht v.n als Spa,kaffenrechner, sondern auch als ConcurSverw: m manchen Einblick in die in Frage kommenden Verhältnisse gttbjr er nennt etwa ein Dutzend Leute, die alle mit Sommer ,t handelt und tn ihren Verhältnissen zurückgekommen fi L Der Zeuge muß aber zugestehen, daß die ruinirtro schlecht gewtlthschastet und theilweise getrunken fcan-i, aber Schuld sei auch Sommer und andere jütrfc Handelsleute. Dem Zeugen ist bekannt, daß So««» Schuldscheine, die er von den Landwirthen in Händen hru:, nicht zurückgegeben- ob er fich diese hat noch ein»al btjafc« laffen, kann Zeuge nicht sagen, er glaubt e» aber - Der Landwtrth Hofmann von Wünschenmoo», ter tu l wegen einfachen Bankerott- von den Geschworenen oirnnsr wurde, erklärt unter seinem Eide, die Anschuldigoug m<; Sommer wegen Scheinkauf- nicht behaupten dem Proceß doch für ihn nicht- herau»gekommen wäre. — y Zeuge Löffler HI. von Ilbeshausen war früher viny eine- ansehnlichen Gute-, er erklärt, gezwungen gtwr r" sein, ausschließlich mir Sommer handeln zu müffev. (fr der Meinung, von Sommer übervortheilt worden zu sein. habe von Sommer da» Vieh gebracht und theuer keiet» und wenn er ihm daffelbe herau-gefüttert, habe er tl wieder abgenommen und nicht viel mehr dafür bezahlt, al» •' Jahr vorher selber für diefelben Stücke Vieh gtaomwcr. Sebastian Löffler - Jlbe-Hausen hat dem Sommer uu» Schuldschein tn Höhe von 800 Mk. au-gestelle, ®8-f, übervortheilt sein will, eine Angabe, wieso er dabti w gekommen, unter zahlenmäßiger Angabe, kann ' geben. — Die Denheidigung überreicht eint Urkunde, ® • von Löffler oder deffen Ehefrau unterschrieben ist, ' hervorgeht, daß die Verrechnung Über fragliche 80U worüber der Schuldschein gegeben, vor fich gegangta. gegenüber behauptet der Zeuge Löffler, e» fei ' gerechnet. Der Angeklagte habe zwar die Summtn fl r- — Andreas Weitzel-Grebenhain erzählt, »« ® _ ihm einen Stier verkaufte, er habe ihm baföj boten und sie seien auch handelseinig um diesen Preis fl spater hat der Zeuge dem Angeklagten 2 von dem Kaufgeld dieser zog Sommer dem o statt 171 Mk. 40 Pfg. 198 Mk. für den Stier °o- Zeuge will sich die- haben gefallen laffen,^-' mit Sommer keinen Procrß haben wollte. Vie Nl 6 irrten k'k-E * '• ft» IWI toH* Bi* nW rud6ih"beim, V:nstttrsiattN J Misses unb biai u bUftlbt nW ftaabtn hrbt. - Tu «-hl ei°er jg IKON» ® gaciul bittet prihu»- pieruftlio ÄlftoTbatttn $11 («tf friaiuitO11 dtan Rn. Die cm z OtmoofiKorillvl i\\\t i°d 8U fljrche bttxtfitnl n ttngtbtnbtt 2 btipricht innädjf fxifllir Äulgabi idtäftigm «tr Sahkeontniß n sei ti oichl am gegen diese Reg uagtn Hervorruf tinagntfro, um in VsmsteÜut sei mner b« G usgtn um eine - h in der Rege scheu vergeben f Frage coQkmmec in v'.rioülullg-b Tlhtige uub geei, hi« bei Dese^ R:rfrnDo^anb n "2ch i° dieser P ■'fr -ulschliebe, targdegtn, aber Dal ewpi l J Äerichtßhasrt Wu 6txt [^Verstei Arüifl ta 1 •«fbn . K-chmiit Täte ..l, 8 yU- ■»: Ün 1 *-—c Qui 1 taSw SS, »Ute, * NiLä ' Ä* KL •fisf * »ft , 7 le. u *k2; !«usel < Bettihatn Hal dar brei Jahrrn vom Soge« J|! klagten eine Kuh mit Kalb für 240 Mk. auf Ziele gekauft, fiter hat Sommer für da» Heugeld gut gesagt bet der r rwetvde, uud daun ist eS zum Proceß wegen de» GraSgeldeS idb zur Versteigerung der Kuh gekommen, da hat Sommer ktf Thier für 170 Mk. gesteigert. Sein Hau» und seine |öel Aecker, auf die Sommer eine dritte Hypothek hatte, rntbtn später versteigert. Sommer erwarb da» Grundstück md seitdem wohnt Zeuge bei Sommer zur Miethe. Ob ein mbtrcr Gläubiger, etwa Wiegand, die Aussteckuug de» Hauses mi> Hofe» beantragt oder ob Sommer die» veranlaßt, weiß itx Zeuge nicht zu sagen. (Forts, folgt.) Fünfte ordentliche Landessynode. nn. Darmstadt, den 13. October 1896. Die fünfte ordentliche Landessynode trat heute zu xetzreren Sitzungen zusammen. Bor Eintritt in die Tages» nduung spricht der Präsident, Decan Walther, der Synode Lank für die herzlichen Glückwünsche au», welche ihm anläßlich skiveS AmtljubiläumS dargebracht wurden. )iö l4.Dt.ikri J tohb j|tU ö!3 ' 1 m 4: 1 Kraft itz . süchtig t,. Wa ist dnr agtkll Stivr 1 WW' ßernoQiinttj atSaawalt & N trtßflü für an btr Z» zu thlln. L >lt die fge S'Mßk uf die Jtjjtr |ffj fert, tititt n brtiogtn, nlur: WsM erklärt , M du W. r erfita-bt: N : In!» Miv e wti > \|uitka Der Zlugr > t id) als 6oo: )it aßt mit hr :n daß Ui ruluT foüft ftttrur1!- x uab utoi t befannt, k) ^dtvirthtv Io i|t hat notier , er glaubt d. Wilnschtmt:! Nach Verkündigung neuer Einläufe und Berichtsanzeigen ufilgt zunächst Berathung und Beschlußfassung über die Neuwahl eines geistlichen Abgeordneten zur Lav deSfyuode im Decanat Groß-Gerau am 25. September 1895. Ari ichterstatter Decan Hempel berichtet Namens des AuS- Idic'Rtß und beantragt, diese Wahl für ungültig zu erklären, ba ^dieselbe nicht ordnungsmäßig auf der Tagesordnung ge- fiat den habe. Die Synode beschließt einstimmig demgemäß. Dil Wahl eines geistlichen Stellvertreter» zur LandeSshnode im Decanate WormS wird für gültig erklärt. Der Synodale Lurtu» bittet in beiden Fällen um beschleunigte Wahl» Prüfung. Hierauf erfolgte die Vereidigung der neueingetretenen Abgeordneten Pfarrer Jost und Fink, sowie die Neuwahl lind» ErsatzmitgliedeS für den dritten Ausschuß, in welcher Dttoan Kullmann mit 56 Stimmen gewählt wurde. Die nun zur Berathung stehende Vorlage deS Großh. OberconfistoriumS, besten Bericht über die Berhält- aisße und Zustände der evangelischen Landes« lirche betreffend, wird Seitens der Synodal-Abgeordneten ia eingehender Weise besprochen. Berichterstatter Stamm btlpricht zunächst die Mitarbeit der Geistlichkeit in der Lösung socialer Aufgaben, die dieselbe für absehbare Zetten dauernd btläiäftigen werde. Zu dieser Mitarbeit gehöre eine genaue Frchkenntniß und eine hohe christliche Weisheit. Trotzdem kl itfl nicht ausgeschlossen, daß einzelne Geistliche Verstöße glgan diese Regel machen und dann unliebsame Gegenwirkungen Hervorrufen. Hier sei e» Sache deS Oberconfistorium», tinzngreifen, um diesen Geist zu dämpfen. Auch die Besetzung bti 'Pfarrstellen bedürfe noch der Vervollständigung. Vielfach sei unter den Geistlichen die Meinung verbreitet, daß Meld- unglu um eine ausgeschriebene Stelle ganz überflüssig seien, tu iln der Rege! die Stelle vor Eintreffen der Meldung schon vergeben sei. Hier sei e» gut, wenn Über diese Flazze vollkommen Klarheit gebracht werde. Die Angaben la iVerwaliungSbericht lasten noch Manches im Dunkeln, lvchuige und geeignete Bewerber dürfe man nicht zurückftehrn lassw bet Besetzung von Pfarrstellen, nur weil sie vom liitchenvorstand nicht begehrt seien. Der DiSctplinarhof tft auch in dieser Periode nicht berufen worden, was jedoch Mt auSschließe, daß gegen Geistliche keine Beschuldigungen loißHÜgen, aber auf dem Verwaltungsweg erledigt worden •'M Da» empfehle sich nicht, sondern das Zusammentreten ir- »Gerichtshöfe« lege Zeugntß ab, daß gegen Schuldige mit tn ®t|d)Boiir Itr ganzen Strenge de« Gesetzes vorgegangen werde. Sehr bedauerlich sei die Erscheinung, daß bei den Theologen der Landeskirche wenig Neigung zum Eintritt in da» Lehramt vorhanden sei, wodurch die Besetzung der ReligionSlehrftellen an höheren Schulen sehr erschwert werde. Während für den Kirchendienst die Behörde kaum Leute genug habe, höre man aus der Mitte der Pfarrvikare und Pfarrverwalter Klagen Über die lange Dauer ihrer provisorischen Verwendung. Auch sei e» zu empfehlen, daß aetenwäßig festgestellt werde, wie lange da« Minimum und wie lange da» Maximum auf PräsentationSstellen und solche ohne Präsentation währe. Erft so laste sich Über die Berechtigung der Klagen ein Ueberblick gewinnen. Auf die Herabminderung der VtcariatS- zeit htnzuwtrken hält Redner für eine sehr wichtige Aufgabe deS KirchenregimentS. An der sehr eingehenden Debatte betheiligen sich die Synodalen Brand, Weiffenbach, Werner, Dieffenbach und das Kirchenregiment, welch letztere« die Zusage gab, die vorgebrachten Wünsche thunlichst zu berückfich- tigen. Der Bericht wird hierauf einstimmig genehmigt. Damit wird die Sitzung um 1 Uhr geschloffen. vermischte». * Em dankbarer Wilddieb. Vor einiger Zeit wurde in der Gegend von LaaSphe ein Wilddieb verhaftet. Später entwich derselbe aus dem Gesängniß in Berleburg. Wie der „O. Z." jetzt mitgetheilt wird, erhielt vergangene Woche der Gefängniß-Aufseher in Berleburg auS Antwerpen ein großes Packet. Als er dasselbe öffnete, fand er die Gefängnißkletdung deS auSgerlstenen Wilddiebes und einen Hasen vor. In einem beigefügten Begleitschreiben bedankt sich der Wilddieb bei dem Gesängniß Aufseher für die freund« ltche Aufwartung und schicke er ihm hiermit einen Bratenden ersten Rehbock aber, den er Gelegenheit hätte zu schießen, solle der Herr Amtsrichter als Geschenk erhalten. • Rennen zu Frankfurt a. M. am 18. October rc. In diesem Jahre wird zum ersten Male im October noch ctn Renntag in Frankfurt a. M. abgehalten, der von Seiten der Herren Offiziere und übrigen Rennpferdebefitzer eine sehr starke Betheiligung gefunden hat, so daß tote im Frühjahre auch zum Schluß sehr schöne und gut bestrittene Rennen in Aussicht stehen. ES kommen an diesem Tage 2 Flach« und ein Hürdenrennen, sowie 2 Steeple-ChaseS zur Entscheidung, wofür insgesammt 74 Nennungen eingegangen und an Geld« Preisen 7900 Mk., für die Steeple-ChaseS auch Ehrenpreise, ausgesetzt find. Die Rennen beginnen um 2 Uhr Nachmittags.^ • Köln, 13. October. In der verfloffenen Nacht gegen 1 Uhr wurde ein Schutzmann, der am Werft Nachtdienst hatte, von zwei Strolchen Über fallen und in den Rhein geworfen. Es gelang im allerletzten Augenblick einem Schiffer, den Ertrinkenden, der furchtbare Hilferufe auSstteß, zu retten. • Berlin, 12. Octobcr. In der Woche vom 3. bis 9. October wurden von und nach Treptow befördert: Auf den Eisenbahnen hin 198300, zurück 202 300 Personen, auf den Straßenbahnen hin 119 370, zurück 119 609 Personen, auf Sch ffen hin 3991, zurück 2061 Personen. In den Hotels, Gasthöfen rc. wurden in der angegebenen Woche 20 201 Fremde beherbergt. * Königsberg i. Pr., 13. October. Da» Schwurg ericht verurtheilte heute die 19jährige Dienstmagd Kranke wegen Giftmordes, begangen an der 71jährigen Wittwe Glage zu Wetdehnen, Kreis Fischhausen, zum Tode. Die Angeklagte hatte auch an der Tochter der Ermordeten, der BefitzerSsrau Wiemann zu Weidehnen und deren beiden Söhnen, einen Mordversuch durch Vergiftung begangen. * Münzamtion zu München. Am 26. October und folgende Tage kommen unter Leitung des Experten Otto Helbing in München verschiedene Münzsammlungen zur Versteigerung und zwar: Die nachgelaffene Sammlung des sel. Herrn Carl Wertheimer tn Meran: Münzen und Medaillen der gefürsteten Grafschaft Tirol rc. rc. Ferner die Sammlung eines Dresdener Sammler«, de« Herrn Gustav Muschweck in Wien und eine« Münzfreunde« in Hannover. Münzen und Medaillen verschiedener Länder bei Mittelalter« und der Neuzeit. Der Katalog ist gratis zu beziehen durch den Experten Otto Helbing, München, Maxi- milianstraße 32 I. ' DaS stärkste MufikcorpS in der deutschen Armee besitzt das 7. Thür. Infanterie-Regiment Nr. 96 in Altenburg. ES stehen gegenwärtig beim 1. Bataillon in Altenburg 43 Hoboisten, beim 2. Bataillon in Gera 29 und beim 3. Bataillon in Rudolstadt 21 Mann, also zusammen 94 Hoboisten. Die RegimentScapellc des 95. Thür. Infanterie- Regiments, die bisher als die stärkste galt, ist nur 60 bis 65 Mann stark. ♦ Ein Enttäuschter. Eine Million Mark sollte dem Unteroffizier Harmann vom 34. Infanterie-Regiment in Schneidemühl durch Erbschaft von einem in Baltimore verstorbenen Onkel zugefallen sein. Nachdem Harmann dieser Tage erfahren hatte, daß eS mit der Millionen-Erbschast nichts ist, hat er sich erschossen. Mrchttche Anzeigen -er evang.Genreknde. Donnerstag den 15. October, Abends 8 Uhr: Bibelstuude im Confirmandensaal (Neustadt 61). Brief deS JacobuS, Kapitel 4. Pfarrer Schlosser.__ Wöchkntüche Ueverstcht der Todesfälle in öießen 41. Woche. Vom 4. October bis 10. October 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (incl. 1600 Mann Militär). SlerblichkeitSztffer: 11,30, nach Abzug der Ortsfremden 4,520/«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht Magenkrebs 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 (1) — — Lebensschwäche Tuberkulose der 1 (1) — 1 (1) — Gehirnhäute 1 — — 1 Stimmrttzenkrampf 1 — 1 — Summa: 5 (3) 2 (2) 2 (1) 1 A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. WttteruugSbericht vom 13. Oktober. DaS Maximum im Nordwesten hat an Intensität noch gewonnen und auch in Central-Europa ist da« Barometer stark gestiegen, doch ist die Vertheilung des Luftdruckes namentlich in dm continentalen Lagen sehr unregelmäßig geblieben. Ein flaches Theilmintmum ist über Belgien zu erkennen. Ein Depressions Centrum, welche« jedoch gegen Nordosten abzieht, liegt heute über Finnland. In Süddeutschland herrscht bei geringer Lustbewegung meist wolkiges oder nebelige« Wetter und sind die Temperaturen im Flachlande zurückgegangen. An den Hochstationen dagegen, woselbst die Bewölkung abgenommen hat, ist eine beträchtliche Tcmperatursteigerung eingetreten und macht sich in den oberen Luftschichten eine leichte Föhn-Strömung geltend. »itteranf < Fortdauer des bestehenden Witterungs-CbarocterS. Kunst-Ausstellung, ‘“Ä"Ä nähme des SamSlags, von 11 ms 1 Uhr, am Mittwoch auch noch vor. 3 bis 5 Uhr. Sonntag« ununterbrochen von 11 di« 8 uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglteder an Werktagen 50 Psg., an Sonntagen 20 Pfg. be, die W id)t brhac mhr ach Mk.gegtk ' . welche Der Zch abe ihm I® - ater ; d Belgw bhändtln >''' er fei, * hervor^" asoltsE'- rteit 1*5,. Dänin * 7- Härt, - sft Stz. <5 - n, w« WW I batn Versteigerungen. /tditag den 16 Moder l.A, Nachmittags 2 Ubr, m „«Mer* zu Gießen werden durch Nni Mterzeichneten öffentlich gegen Baar- iWumfl versteigert: 11 Partie Nutzholz, 1 Partie Gold- wnb Poltturleisten, 1 Zweirad, eine Ladeneinrichtung, 1 Secretär, 1 Pia» ritno, 1 Büffet 1 Nähmaschine, ein Silberschrank, 4 Bettstellen, bSophaS, 11 Casiaschrank, 3 Kleiderschränke und s onst. Mobilien, 1 Anzahl Oelbtlder. Verweigerung vorauSs. thetlw. bestimmt, ttö Engel, Gerichtsvollzieher. Empfehlungen. | Schellfische, Flufihechte und Backfische 9103 Hiaben Dtefeuweg IS. kiorinirte Brat-Schellfische, Btsmarck» tttir ge, vückltuge, ger. Lachs, Pommer, Gänsebrust, neuen Caviar, Ruff Sar» irj.11, Rollmöpse, ger. Schellfische, ächte Würstel, westphäl. Pumpernickel M'.n frisch etngetroffen bei 9118 C. G. Kleinhenn, Bahnbofstr.59. ir~ Täglich früche Fluß- u. Seefische, ik^teflügel aller Art. — Für Freitag m Sonntag stets größ. Extrasendungen. Quitten M Sftunb 12 Psg. verkauft ab hier Verwalter Schneider, »tt__zu Fricdelhausen._________ Zwiebeln Rfärben W Donnerstag -flfl l auf dem »Brandplatz^. Restauration zum Rebstock Meinen werthen Freunden und Gönnern theile mit, daß bas Tchellfischesse« von jetzt ab wieder jeden Mittwoch Abend stattfindet und jeden Donnerstag von früh an 0(batfme Seefische zu haben sind. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Bürgerlicher MiitagSiisch |U 60 H. Ein gnte« GlaS vier aus der Brauerei Bichler. -------Reine Weine rc.------- Zum Besuche lade freundlichst ein. 9105______Heinr. Jentzen. Neue Kastanien empfiehlt 9102 L. Kalkhof. Herren-Wäsche als: Oberhemden, Kragen, Manschetten, Vorhemden, Taschentücher, stets das Neueste in Shlipsen, sowie Handschuhe, Hosenträger, Regenschirme empfiehlt 9108 H. Rübsamen. Anfertigung von Oberhemden nach Maaß unter Garantie des Gutsitzens und in besten Stoffen. 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I. böswillig verlassen, und feit dieser Zett nicht wieder tn meine Familie zu- rückgekehrt ist, sondern sich bei Jo HS. Friedr. Weil zu Obbornhofen auf» hält, so mache ich einem verehrten Publikum hiermit die Anzeige, daß derselbe aus meiner Familie auSgeschloffen ist und ich sür denselben tn keiner Beziehung verantwortlich bin, bezw. auch noch wer demselben etwas leiht oder borgt, ich für denselben keine Zahlung leisten werde. Wilh. Brettschneider, Obbornhofen. f« Reparaturen und Umänderungen in eigener Werkstätte Bahnhofstraße 4, III. sucht. Krenzplatz 18, 3 Tr. gesucht. 9084 8 Heffentticljer Vortrag tuptn vm (Criftiul Mchl'slheMillSiiliileIMkss im Geschmack, Nährwerth und Aroma gleich guter Butter frei®4* 4 20 । 4.16 Coursbericht neu J. Kurz & Co., Giessen, * Frankfurt a. M. 18. October, Nachmittags 2 Uhr, am Forsthaus —5 Rennen Begrüsiuugs und Herbst Flachrennen Verkaufs-Hürdenrennen Wlirabelle-Steeple-Chase (3500 m) Wolfsgarten- „ ,, (4500 m) 74 Nennungen. — 7900 Mk. au Preisen. 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