gust 187! m Cas^ Ebel # Mucken der Grät ndet der AuSflug * it Öffnung. die ergebene MillK im Hause Marbm- ;ion lich beehrenden (Säfte änke, sowie aufmeif: -achtungsvoll feliov. saUon mütsseLs Lippold's Pateoi und Toilette-D. Toimsteutafchen nträger in Met MrsM f ge. lrige k. teini g, futjem ton*ie*1' Jjf nd Söhne. giaimiltW 3 *^r m. 191 Der chteßeuer A«reiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener >emUten6C4tt/8 Grad warm, wahrscheinlich wegen deS Golfftromes. Infolge bisher unbekannter Schaeren hatte Nansen die Olenekflußmündung mit der „Fram" nicht anlaufen können, um Hunde an Bord zu nehmen. Die ungenügende Hundezahl zwang Nansen bei 86/15 Grad umzukehr» Mit genügenden Hunden und Kajaks würde er den Nordp» erreicht haben. Die Landreise war mühevoll,- die wisse schaftlichen Ergebniffe find ausgezeichnet. Im Herbst I8S5 kam Nansen an der Nordküste von Franz-JosefS-Land at*' baute ein Steinhaus und überwinterte darin. Die Jack Expedition kam daselbst im Frühjahre 1896 an. CoceU» unb proviwsUtUs, Biete®, den 14. August. •* Russische Rational Capelle. Wie auß dem Inseraten theil ersichtlich, findet am nächsten Montag, den 17. gu.c,-. ein Concert dieser ausgezeichneten Sängerschaar for Zur Empfehlung bringen wir nachstehend eine aulftyr^ Besprechung und bemerken noch, daß in Frankfurt & $ ’ und Darmstadt rc. die Künstler in den allerletzten Tazro größtem Erfolg concertirten. — Im Concerthaast fich gestern Abend ein zahlreiches und wie eß national ausgewähltes Publikum zusammen, um die artigen russischen Volkslieder, den russischen Kirchengr^i zu vernehmen. Die Capelle ist ca. 30 Köpfe stark «j besteht auS 4 Damen und 26 Herren und Knaben. 7 , Ersteren in reicher Bojarentracht, die Letzteren in prädjtigti Nattonalcoftüm, machen einen Vortheilhaften Eindruck. §r<1 Nadina, eine angenehme Erscheinung, dirigirt, intonirt v, singt die SopransoliS. Ihre Stimme ist weich und lationSfähig, ihr Vortrag ausdrucksvoll und je nach t?1 Thema sogar neckisch und leidenschaftlich. Daß will bei, rusfischen Nationalgesang, der sich meist in getragenen Weis« und in Moll-Tonart bewegt, viel heißen. Der muntere la kam daher in den Zugaben hauptsächlich zum Ausdruck, bera immer neue gefordert und bereitwilligst gespendet wurde: Denn der Beifall, der da capo-fRuf und der Hervorruf tr> folgten nach jeder der 14 Nummern deS Programms nr* gestaltete fich die Soiree somit zu einer einzigen grotz- Ovation für die Capelle und ihre geschickte Dirigentin. $■ der letzteren Eigenschaft brillirte fie namentlich in b?r „Vater unser" (Kiewer Klosterstil deS 16. Jahrhundert und dem „Gott segne unS" von BortnianSky. Ein phäco. menaler Sopranist ist ferner Mischa Tschurelin - seine glotfin reine Brust- und Kopfstimme erregte allgemeine Bewundere. Besondere Hervorhebung verdient auch der Bassist, tot!:.- Liebhabern der Octave deS tiefen „Ca einen auß- ordentlichen Hochgenuß gewährt. An einem Baß von unergründlicher Tiefe reichte selbst Skaria nicht heran, 7tt Pflege deS Baffes ist ebenso eine Specialität der Russen, wie die des 1. Tenors den Franzosen und Deutschen zusSII- Hauptsächlich aber zieht die Aufmerksamkeit des kundigen HSrat daß Ensemble auf fich; im forte und piano gleichmeiftrr hast zu bewerkstelligen und mit dem Äthern wunderbar auj und hauszuhalten. — Möge Niemand die gebotene Gelegen- heit unbenutzt lassen und den Russen seinen Besuch abftatitr, daß Verständniß für die russische Sprache wird durch da) deutsche Programm vollständig erzielt. •• Französischer Deserteur? Wir erhielten folyntt Zuschrift: In Nr. 186 Ihres Blatteß steht unter „Locale»'' zu lesen, daß kürzlich in Dutenhofen ein junger Main durch den Ueberetfer deß OrtSvorsteherß in eine ganz u» verdiente peinliche Situation gebracht sei — lediglich weil« dort mit einem Gaste tm WirthShause französisch gesproehn habe. — Der Thatbeftand ist ein anderer: Der betreffen»! junge Mann hatte in verschiedenen Wirthschaften in Dutenhofen durch auffälliges Benehmen sich verdächtig gemacht umsomehr alß in neuerer Zeit in der Gegend um Gieße« vielfache nächtliche Einbrüche und Diebstähle vorgekowmer find. Der herbeigerufene OrtSvorsteher forderte dem Freak» deS Jahrcs 1895 3 247 287 Passagiere. Die von den Schiffen deß Norddeutschen Lloyd in einem einzigen Jahre (1895) durchlaufenen Entfernungen beliefen fich auf 2627 263Millionen Meilen — 121mal den Umfang der Erde. Der jährliche Verbrauch an Proviant aus den Schiffen des Norddeutschen Lloyd erreichte an Werth fast 6 Millionen Mark. Der jährliche Verbrauch an Kohlen auf den Schiffen beziffert fich auf mehr alß 750000 Tonnen ä 1000 Kilo. Von der Bequemlichkeit und dem Comfort, mit welchem man heutzutage längere Seereisen zurücklegen kann, erhält der Binnenländer erst so recht eine Vorstellung, wenn er daß Außstellungßschiff des Norddeutschen Lloyd betritt. Daffelbe gibt ein genaues Abbild des Lloyddampserß „Bremen" wieder, welcher in kurzer Zeit in Dienst gestellt werden wird. Der geniale Bau ist saft die genaue Hälfte des stattlichen Doppel- schrauben-Paffagier- und Frachtdampserß. Die gesammte Länge und Tiefe konnte wegen der beschränkten Raumverhält- niffe nicht zur Darstellung gelangen, da der hier wieder- gegebene Theil aber der natürlichen Größe entspricht, so erhalten wir dennoch ein genaueß Bild. Die Länge deß Außstellungßschiffes beträgt 88 Meter und ragt dasselbe 55 Meter weit in die Spree hinein. Die Höhe deß oberen Deckeß liegt 14 Meter über dem Wasserspiegel. Ihre Majestät der Kaiser und Kaiserin haben daß Schiff schon wiederholt besichtigt und nahmen großeß Jntereffe an demselben. Für die Majestäten sind auf dem Schiffe besondere Salonß eingerichtet, welche daß Entzücken und die Bewunderung aller Besucher Hervorrufen. Betritt man daß Schiff voß der Landfeite her, so gelangt man zunächst zu einem großen Raum, der sonst alß Laderaum dient, in welchem fich aber augenblicklich ein mächtiges Taucherbassin befindet. Hier finden täglich mehrere Tauchervorstellungen statt, die dem Publikum zugleich Augenweide genug, wie auch Belehrung bieten. Bon hier auß gelangt man in daß Hauptdeck deß Schiffes. Wir pasfiren einen großen weiten Raum, in welchem fich eine Marineausstellung befindet, die sämmtliche Modelle der Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd enthält. Diese Ausstellung bietet auch für den Laien ein großes Jntereffe, well diese Modelle in gleichem Maßstabe gehalten sind und weil man die Entwicklung und den Aufschwung, welch» diese gewaltige Rhederei genommen hat, hier genau verfolgenlavu. In Wirklichkeit enthält dieser große Raum sonst die Maschwe» und Keffelräume. Vom Marinesaal aus gelangen wir val vorn zunächst in die Dampsküche, welche in ihrer AuSfiattuiig genau der Wirklichkeit entspricht und mit den neuesten Dampf- kochapparaten versehen ist, deren Leistungsfähigkeit für wehr als 2000 Personen ausreicht. Vom rechten Seitengang aal (Steuerbordseite) gelangt man in eine Anzahl von Badezimmern mit vollständiger Ausstattung. Vom linken Seim- gang auS (Backbordseite) öffnet fich ein SchiffShoSpital, dal Zimmer des Arztes und die Apotheke. Im vorderen Theil deS Deckhauses auf dem Hauptdeck befinden fich die ©aloafl der Kaiserlichen Majestäten. Im Salon Seiner Majesti« des Kaisers werden Wände und Decke von Neu-Gutnea-hol^ (aus Deutsch-Neu-Guinea) gebildet. Den Fußboden befctii altblaues Linoleum, auf welchem Teppiche aufigebrettet sind. Die Lederbezüge der Möbel, die Malerei an Wänden uni Decke sind ebenfalls in Altblau gehalten. Die Gardinen finfc aus chinesischer Rohseide mit reichen Posamenten. Im Salon Ihrer Majestät der Kaiserin sind die mit grünem Stoff überspannt, die Möbel mit grüner uni Elfenbein gestreifter Seide bezogen, die Gardinen auß grüner chinesischer Seide. Geht man auf dem Hauptdeck noch weiter nach vs» so gelangt man am Vormast vorüber in die Back, auf welche« die gewaltige Ankerwinde ihren Platz hat. Aber wir gehr« zum Marinesaal zurück, um die oberen Deckß zu besuchen. Zwei breite Treppen führen zum Oberdeck empor um öffnen fich auf dem unteren Vorplatz, deffen Wände und Decke» geschmackvolle Vertäfelungen zeigen. Nach hinten vom untere: Vorplatz auß gelangt man in die Pantry, den AnrichteratM in welchem das gesammte Tafelgeschirr und die Bestecke mehr alß 100 Personen in finnreichster Weise untergebrach sind. Nach vorn vom unteren Vorplatz auß öffnet fich der für 100 Personen berechnete Speisesaal deß Schiffe!. Der selbe zeigt grüne Wände mit Ton in Ton gemalten uni farbigen Bildern. Die Decke ist in (Slfenbetnfarbe «k Malereien auf grünem Grunde in den Füllungen gehalten 'N Aufschwung, lvel t, hier genau versch ße Raum sonst die R aal auö gelangen ff welche in ihrer M mit den neueste- ' Leistungsfähigkeit I®- Vom rechten Seitens«!, in eine Anzahl w Oltuug. Dom linkes M-i« «W* ,c,f, vordtt!' a blftdm Mbl'Jj ' galon S!i°°- »• Sei« °°° M D.« 5»* . iewW« «««e11.1* -:Ä- x* "iw"' Platz iU bess °b'«" K-- >latz, ^^totenvo^" .en. te Pantry,btn nreichstee < 8otpigt “{ < r- T°° M°^l« x ‘»iS*' " Mrtt Nk °« 7° »An *k 1898 6l,to. d°° iu Lcch den »n ■ V?*"* * 3 * * * * 8 * »SS?ue l« Ä ^HWtteSigbTuV 2; i79l,t- '«'* 77 toetef, m * e ? “nb i< N '** s.« * ür$n W6 *?W Ulpiibet t fiaf und der Hervsir metn des ProgrM JB einer einzige« t ' geschickte DirigM te sie namentlich b Hl des 16. Jahrh« BortnianSky. @in d° Tschurelin; seine: gte allgemeine Bewu«! t auch der Basfist, •_ tiefen ,C‘ ein«: . An einem Baß vii t Skaria nicht Hera« ne Specialität der >zosen und Deutschen j. ksamkeit des kundig» j te und piano gleit- dem Athem tounberk wand die gebotene & iffen seinen Besuch oh e Sprache wird W I Ult. Wir txtyttiei/ lötttl W unter... uhosen ein junjiti nfteherS in eine «q rächt sei — lediglijn Shavse französisch gt|;i n andner: Der bttir en Wirthschaften in 1 len sich mächtig f in ber Segenö am S nb Diebstahle vorgekoi ^steher forderte btm1^ Legitimationspapiere ab. Solche hatte er nicht. Dagegen stimmte der Inhalt der vorgelegten Briefschaften nicht überein mit den Angaben, die er vorher zum Besten gegeben hatte. Deshalb ließ ich den Menschen gegen 10 Uhr NachtS in die nächste Wirthschast führen, um Näheres über ihn zu erfahren. Nachdem ich die Ueberzeugung gewonnen, daß er zwar seinen Zuhörern allerlei unwahre Dinge vorerzählt hatte (er sei fcanzöfischer Deserteur — bei MarSlatour zu Hause — sein Schwager sei ein preußischer Hauptmann), aber sonst kein dringender Verdacht gegen ihn verblieb, ließ ich ihn um Mitternacht nach Gießen abfahren. Der beschlagnahmte Brief ist der Gießener Polizei übergeben. Einer angeblichen Klage wegen Freiheitsberaubung sehe ich gern entgegen. Dutenhofen, öen 12. August 1896. Der Gemeinde-Vorsteher Loh. Eine harte Strafe verhängte baß Schöffengericht über drei Barschen, die ohne erfichtlichen Grund am zweiten Pfingst- fetertage auf dem Wiesecker Wege über zwei junge Leute aus Gießen mit Schirmen und Stöcken hergefallen find. 9 Monate, 7 Monate 14 Tage und 3 Monate Gefängniß waren die erkannten Strafen. Außerdem wurden die beiden am härtesten Bestraften wegen Fluchtverdachts sofort in Haft genommen. •• Die Ehrengaben, welche anläßlich des Pretsschießenß unseres Schützenvereins den besten Schützen zufallen sollen, bestehen zum größten Theile auS kunstgewerblichen, hervorragend werthvollen Gegenständen, zum Thetl aus Silber verfertigt. Diese Ehrengaben find im Erker der Firma A. Kilbinger, SelterSweg, heute und morgen arnSgestellt. DaS Rennen zwischen Reiter und Radfahrer, welches in vor. Nummer erwähnt worden, findet nicht statt, da eine diesbezügliche Wette nicht abgeschloffen worden ift.g Hegezeit. Mit Rückficht auf den Stand der Ernte umb der Weinberge hat das Großh. Ministerium bestimmt, daß die Hegezeit für Feldhühner und Wachteln im laufenden Jahre in der Provinz Rheinheffen mit dem 16. d. MtS., in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten, mit dem 23. d. Mts. endigt. *• LandeScreditkaffe. Der einzige Artikel des Gesetzes, hkr. die Abänderung des Gesetzes vom 15. October 1890 itter die Errichtung einer LandeScreditkasse, vom 8. August 1896, lautet: Der in Artikel 9 des Gesetzes d«im 15. October 1890, die Errichtung einer LandeScredit- taffe betreffend, festgesetzte Mindestbetraq der jährlichen D lgung wird für die fortan auS dieser Kasse zu gewährenden Darlehen auf dreiviertel Procent der ursprünglichen Darlehns- lumme herabgesetzt. ** Der Vorschlag bedingter Begnadigung für den Fall btt AuSwand erung wird gegenwärtig in Juristenkreisen titel erörtert und soll auch auf dem nächsten Juristeutag zur virhandlung gelangen. Mit der Begutachtung dieser Frage fnb Professor Dr. v. Cunh Berlin, Professor Dr. Stooß- v:rn, Regterungsrath Dr. Freund und Dr. Bornkamp bei raut. •• Sine für Gastwirthe wichtige Entscheidung ist neuer- diugS vom Berliner Kammergertcht gefällt worden. Nach derselben kann nicht der Gastwirth wegen ruhestörenden LärmS in seinem Locale bestraft werden, wenn dieser Lärm durch feine Gäste verursacht worden ist. Letztere bleiben vielmehr btt serhalb verantwortlich. •• Zu Amerika verstorbene Hessen. Flushing, L. I., Jvcob Roemer, 78 Jahre alt, auS Hessen-Darmstadt.— PintSburg, Pa., John Louis Neeb, 77 Jahre alt, aus Nauheim. — Syrocuse, N. I., Frau Wittwe Anna Balz g-b. Best, 63 Jahre alt, aus Uudenhetm. — Waverly, Frau Latharina Eifert geb. März, 91 Jahre alt, aus Günter fürst. Z. Butzbach, 13. August. Die hier noch garntsontrende Dragoner-Schwadron verläßt am 26. d. Mts. unsere Stadt für. immer, um nach den Herbstübungen nach Darmstadt verlegt zu werden. Butzbach, 13. August. Wie verlautet, hat der Besitzer ber Oes bet Hausen, Herr Heilmann, sich geäußert, eß Lv'phaß und Stühle find mit rothbraunem Leder und Tuch (Larrakolt färbe) bezogen. Dieselbe Farbe zeigen die Teppiche anbö Läufer, sowie die Gardinen und Portiären. Vorn unteren Vorplatz aus führt eine reich ornarnentirte Treppe nach dem Promenadendeck und zwar zunächst nach dem oberen Borplatz. Der letztere zeigt eine reiche Holz- täftlung in weiß mit blauen Ornamenten. Die Sophaß sind mitt Roßhaartuch (wetßer Grund mit blauem Muster) bezogen. Aaue Ton in Ton gemusterte Läufer bedecken den Boden. Sardinen auß chinesischer Seide in Altgold mit Blau ver- Wflen die Fenster. Vom oberen Vorplatz auß gelangt man lad) vorn in den überaus reizenden im neu-englischen Stil uiSgeführteu Damensalon, welcher mit seiner in Elfenbeinton ich altenen und mir Roth und Gold abgesetzten Täfelung, mit jdnen überaus zierlichen in Fratßfarben bezogenen Möbeln rob Gardinen einen vornehmen, reichen und künstlerischen 8 »druck macht. Ein herrliches Glasoberlicht verleiht, ab- etsrhen von den Fenstern, dem Raum ein zauberisches Licht. Reiben dem Damensalon gelangt der Beschauer in die Zimmer dtsi CapitänS. Vom oberen Vorplatz heraußtreteud, betreten wir das rrosmenadendeck, welches in einer Länge von 40 Meter (auf itnt wirklichen Schiffen ist daffelbe fast 100 Meter lang) eiaaen ausgezeichneten Spazierweg und den herrlichsten Aufent- stlv im Freien darbietet. Die nächsten Deckthüren benutzend jtlangen wir vom Promenadendeck auß in eine Reihe von ßllsssagtercabinen und weiter dahinter in den Rauchsalon erster Na sse. Daß Rauchzimmer — übrigens einer der am meisten tivivrzugten Räume an Bord wahrend einer Reise — ist Mz und gar mit rothgebeiztem Neu-Guinea Holz getäfelt. Die: Sophaß auß demselben Holz mit grünem Lederbezuge, schwebten zwischen ihm und dem Herrn Bürgermeister von Butzbach Verhandlungen wegen Ankauf der Oeß zur Errichtung einer Fohlen- und Kleinrindviehweide. Eß wäre die Ausführung dieses Projectß von großem Vortheil für die Oeconornen der Gegend und hofft man deßhalb, daß das Gesagte auf Wahrheit beruht und die Absicht zur Ausführung kommt. -t- Aus der Oberforsterei Schotten, 13. August. Eine besonders werthvolle Holzart in unseren Wäldern ist die Weymuthskiefer, deren Samen jetzt reif werden. ES hat daher eine Versteigerung dieses WaldsamenS stattgefunden und auch dabei ist eine Griesheimer Samenhandlung Abnehmer geworden. Die Weymuthskiefer (pinus strobus) ftammt auß Nordamerika, hat ihren Namen von Lord Weymuth, wird 100 Fuß hoch und hat ein weißeS, zähes Holz, daß sehr gesucht ist. Der Samen reift erst im zweiten Jahre und geht auch erst im zweiten Jahre nach dem Säen auf. Der Stamm ist glatt, auß der Rinde dringt im Frühjahre eine feine harzartige, wohlriechende Flüssigkeit. Die Bäume dürfen bei uns nicht mit Steigeisen bestiegen werden, damit sie keine Verletzungen erleiden. §§ Ilbeshausen, 13. August. Die Arbeiten an unserer Wasserleitung schreiten rüstig vorwärts. Ferner wird an dem Bau der großen Holzschneideret mit Dampfbetrieb, welche auch bis 1. November dieses Jahres fertig gestellt werden soll, flott gearbeitet. Auch die projectirte Bahn Lauterbach-Grebenhain, welche nahe an unserem Ort vorbei- fahren wird, soll bald in Angriff genommen werden. Der Gemeinderath hat früher schon auch einmal die Frage wegen Einführung electrischen Lichtß in Erwägung gezogen. §§ AuS dem AmtSgerichtSbezirk Herbstein, 13. August. Auch tm hiesigen Bezirk findet in diesem Herbst Neuwahl eines Landtags-Abgeordneten statt und beginnen jetzt schon die Vorbereitungen. Voraussichtlich geht es diesmal etwas lebhaft her, denn eß sind zwei Candidaten in Außsicht genommen, nämlich der seitherige Abgeordnete Bürgermeister Muth in Salz und der frühere Landtags- Abgeordnete Bürgermeister Schmalbach in Cratztseld. §§ Bermuthshain, 12. August. Ein sonderbarer Fuhrmann possirte kürzlich um Mitternacht unfKen Ort. In einer Nebengaffe hat er einen Wagen, einen Pflug und einen Gartenstein umgefahren. Als die Bewohner der Gaffe aufgewacht und dem Fuhrmann Nacheilen wollten, war er längst über alle Berge. Bis jetzt konnte auch trotz aller Mühe keine Spur von ihm entdeckt werden. (Sollte derartigen Zusammenstößen, wie sie in letzter Zeit mehrmals gemeldet wurden, nicht durch Straßenbeleuchtung vorgebeugt werden können? Red.) X. Darmstadt, 13. August. Eine neue Lösung der Platzfrage für das Denkmal des Großherzogs Ludwig IV. bringt Herr Baumeister Jäger in Bensheim zum Vorschlag. Er will, wie seine im Sonnthal'schen Laden in der Elisa- betheuftraße ausgestellte Aquarellscizze zeigt, über dem vorderen Theil der den Eingang des Residenzschlosses von der Rheinstraße auß bildenden sog. Parforcebrücke einen mit Tonnengewölbe überdeckten, vornen beiderseits von einem Pilasterpaar etngerahmten und oben an den Ecken von Wappenschild haltenden Genien gekrönten tempelartigen Bau errichten und auf dieses das Schaper'sche Reiterstandbild des unvergeßlichen Fürsten stellen- ein offener (Säulengang soll bann btt Ver- btnbung mit bem Schloßbau Herstellen. Wir glauben kaum, baß bteser Vorschlag allzu viele Anhänger finbet, zumal auch bie organische Verbindung bieser Säulenhalle mit dem Schloßkörper ihre großen Schwierigkeiten hat und im vorliegenden Falle wenig befriebigend gelöst ist. Der größte Theil unserer Bevölkerung hält nach wie vor an bem Wtlhelminenplatz mit ber prächtigen Perspective ber auffteigenben Wilhclmftraße unb seiner wirkungsvollen baulichen Umrahmung, bie burch hübsche gärtnerische Schmuckanlagen gehoben wird, fest unb eß wäre sehr zu beklagen, wenn bie biesem Projecte ent- gegenstehenbeu Schwierigkeiten sich nicht beseitigen ließen. Die ungeschickte Aufstellung beß Liebig-Denkmalß in ber Bahnhofs-Anlage, baß im Uebrigen mit bem neuen Monument dnrchauß nicht verglichen werben soll, sollte boch eine eindringliche Warnung sein, dies Mal den wirklich geeig, Malereien in grünen Tönen, Gardinen in Altgolb, bie grüne Linoleum-Bedeckung beß Bodens verleihen bem Raum einen ebenso vornehmen wie behaglichen Character. Mit Ausnahme der für bie Majestäten eingerichteten betben Salonß werben alle übrigen Salonß, sowie bie Vorplätze in einem ber im Bau befindlichen Dampfer beß Lloyd verwendet unb finb baher genau in dem wirklichen Maße unb in ber wirklichen Ausführung gehalten. Hinter bem Rauchsalon öffnet sich nochmals ein Raum, welcher für Auß- stellungßzwecke bestimmt ist. Mobelle von Schiffen finb an ben Wänden aufgestellt, während bie Mitte beß Raumeß von einer Weltkarte eingenommen wird, auf welcher alle Schtffs- betoegungen ber Flotte beß Nordbeutschen Lloyd täglich durch kleine Modelle angegeben werden. Vom Promenadendeck auß führen zwei Treppen nach ber Commanbobrücke, bereu Verlängerung nach hinten burch baß Sonnenbeck gebildet wirb. Auf ber Commanbobrücke finbet ber Beschauer alle nautischen Instrumente unb Apparate, welche für die Navigirung und Lenkung beß Schiffeß noth- wenbtg find, im Original vor. Hinter ber Commanbobrücke erheben sich baß Dampfsteuerhauß unb baß Navigationßzimmer. An ben Davits hängen sechs ber riesigen Rettungsboote, bereu baö Schiff in Wirklichkeit 12 biß 14 führt. Einige Offiziere beß Norddeutschen Lloyd geben über alle nautischen unb technischen Einrichtungen beß Schiffeß bereitwillig Auskunft, eine Anzahl Stewards erläutern dem Beschauer die Paffagiereinrichtungen. Von allen Decks des Schiffeß aus genießt man eine prachtvolle Aussicht spreeauf- unb abwärts, sowie über einen Theil der Ausstellung. netsten Platz, den Wilhelminenplatz, einen ber schönsten Plätze unserer Stadt und auch in dieser Beziehung der hohen Bedeutung des Denkmals entsprechend, zu wählen. A Mainz, 13. August. Verflossene Nacht wurden hier Masseneinbrüche verübt. In nicht weniger als zwölf Geschäften wurde eingebrochen unb zwar in ben belebtesten Straßen verschiebener Stadttheile. Die Gauner hatten eS in allen Fällen nur auf baareS Geld abgesehen unb nahmen nur vereinzelt Maaren oder leicht zu verwerthenbe Gegenstände mit. Groß war der Raub, ber ben Einbrechern in bie Hänbe fiel, nicht, benn obwohl sie sich überall viel Zett zu ihrer nächtlichen Arbeit nahmen, fanden sie in ben Kassen, an welche sie gelangten, meistens nur kleine Beträge unb unbebeutenbe Bestäube von Tageseinnahmen. Die meisten Einbrüche mürben in Wirthschaften und Geschäftsräumen ausgeführt und hauptsächlich in ber Zett von 2 bis 5 Uhr Morgens. Offenbar hat man eß mit einer wohlorgantsirten Bande zn thun, benn sowohl bie Eigenart ber Einbrüche wie ber Umstanb, baß man nur nach baarem Geld gesucht, weisen darauf hin, daß man eß mit rasfinirten Gaunern zu thun hat. Die Polizei entfaltet eine fieberhafte Thättgkeit unb hat schon verschiebene Verhaftungen vorgenommen. — Zu ber Küferbewegung, bie gegenwärtig hier statlfinbet, wirb mitgetheilt, baß ein Theil der Faßfabrtkanten und Küfermeifter die Forderungen ber Gesellen bewilligt, bie Majorität ber ersteren aber sich vollstäubtg ablehnend verhalte. Alzey, 12. August. Der hiesige Schwimm-Club „Delphin" veranstaltet Sonntag, den 23. August in ber Huff'- schen Bade-Anstalt ein großes internes Wettschwimmen, verbunden mit drei Militär-Concerten der beliebten 117 er aus Mainz. Von ben 12 Coucurrenzen, welche zur AuS- fechtung gelangen, finb 4 offen für Zöglinge unb Herrenschwimmer von Nichtmitgliedern. Erwähnenswerth ist baß Hauptschwimmen um bie Meisterschaft vom Kreis Alzry für bas Jahr 1896. Bahnlänge 900 Meter. Dasselbe ist offen für alle Schwimmer im Kreise Alzey. Der Sieger erwirbt ben Titel: „MetsterschaftSschwimmer vom Kreis Alzey für bas Jahr 1896." AIS Preise gelangen Werthgegenstänbe zur Vertheilung. Melbungen, sowie Anfragen finb an Herrn Ernst Jos. Laube, Alzey zu richten. Wir wünschen bem Vereine für sein gemeinnütziges Wirken besten Erfolg unb recht viel Melbungen. Anzeigers der Siabt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 16. August. 11. Sonntag nach Trinitatis. I« der Stadtkirche. Vormittags 7»/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten der MarcuS- gemeinde. Vormittags 97e Uhr: Pfarrer Schlosser. Die in diesem Jahre confirmirte männliche Jugend der Mat- thäusgemeinde, sowie die Mitglieder der Confirmandenvereinigung in der Herberge werden ersucht, nach dem Hauptgottesdienst zu einer kurzen Besprechung in der Kirche zusammenzukommen. 3« der Joharrrresttrche. Vormittags 97z Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdtenst für bie JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. (Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.) Freitag den 14. August. Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur bl. Beichte Samstag ben 15. August. Mariä Himmelfahrt. Vormittags von 6M/z Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um ßVs Uhr erste hl. Messe; „ um 77e Uhc Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; Mtlitärgottesdienst mtt Predigt; „ um 97- Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Feftandacht mtt Segen. Samstag den 15. August. ___ Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur bl. Beichte. Sonntag den 16. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6»/s Uhr an Gelegenheit zur HU Beichte; , um 67i Uhr erste hl. Messe; „ um 77i Uhr Austbeilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 97, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr sacramentalisthe Brude> schaftsandacht. Gottesdienst der israelttischm ReNgionsneseüschaft. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nach» mittag 4 Uhr, Sabbathausgang 8™ Uhr. Nachmittag 3“ Uhr SchrifterttLrung. Wetzsteingasse 8. Wochengottesdienst Morgens 630 Uhr, Abends 7 Uhr. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen em 14.August, Mittags zwischen 11 und 12Uhrt Wester I37r, Luft 15°. Rübfamen'fche Badeanstalt. reicht nicht aus, um den vielfachen Ge- Dtk brauch oon »Lohn’* D. R. 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