Eher lagen Nt. Gurl- me, Festm e ■aminplotttir gen («effc tippen u, f.g, preiswert}, ne jeden lut gerade. lrsandfleinaid^i in, sowie M- Kasernen, Reinigung vci.- itterung. Mheiii itdiKsh« nnhoh') W':. es. »ohne und Ki Auswai hürzei. icntücher nhemden ragen nnd scheiten ingutenQnaliii,:- wf _____. aller Mo! •fÄi versal1 •utzpo»wl1' . Nachahna1^ c £ ; Vogt i * > ■ ■ ■■■i 11■ ■1 ■' - ■— ■■ ...............- Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den AC/i-Hor Me Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Ifvlgmden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. I VlUiltl. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Fortsetzung der Reichstagssession. Der Reichstag nimmt am Donnerstag seine durch bl( Osterferien unterbrochenen Arbeiten wieder auf, womit dec letzte Abschnitt der am 3. December 1895 eröffneten kesfioa anhebt, denn daran ist nicht zu denken, daß die Ntichsboten noch über Pfingsten hinaus zusammenzuhalten wären. Die nachösterltche Thätigkcit deS Reichstages wird < st die eigentlichen Entscheidungen in den schwebenden ver« schSecenen gesetzgebrrtschen Fragen bringen, da von fämmt» Itchen Retchsragsvorlagen biß jetzt nur der Etat definitiv zu & ante gekommen ist. Aber schon jetzt darf eS als gewiß gelten, daß nicht alle den Reichstag beschäftigenden Gesetzen! würfe zur Verabschiedung gelangen werden, hierzu würden bi« ihm noch zur Verfügung stehenden fünf Arbeitswochen bitrdjauß nicht genügen. Vor Allem unterliegt eS keinem Kweifel mehr, daß gerade das bet Weitem hervorragendste Ikit der jetzigen Sitzungsperiode des Reichsparlaments, der Entwurf des Bürgeritchen Gesetzbuches, nicht zum Abschluß kommt. Die betreffende Commtjfion steckt noch tief in der ersten Lesung, zur zweiten Lesung kommt sie sicherlich nicht vac Beginn deS nächsten Monats, die dann noch vorhandene Zeiir würde aber natürlich nicht tm Entferntesten zur Fertigstellung dieser Riesenvorlage im Plenum auSretchen. Sollen niri die bisherigen CommissionSarbeiten am Entwürfe deS ärgerlichen Gesetzbuches nicht verloren sein, so muß ent« Wider der Commission daS Mandat bet einem wirklichen tzchluffe des Reichstages verlängert, oder aber es darf der RiiichStag nicht förmlich geschloffen, sondern nur vertagt werben. Welcher der genannten beiden Auswege schließlich gewählt werden wird, dies ist einftroellen noch ungewiß, hosfsentlich ersäh7t aber bann daS große Reformwerk im naftften Herbste seine kräftige Weiterförderung und baldige Vlvendung. Bon anderen BerathungSstoffen des Reichstages, die vet muthlich nicht mehr zur völligen Aufarbeitung gelangen »eiben, ist die Vorlage Uber die Errichtung von Handwerker- karnmern zu nennen. Die zu ihrer Vorderathung gewählte Lornmission hatte sich gleich nach der ersten Sitzung vertagt, u« den Eingang des angekündtgten Gesetzentwurfes über die Oi ganilation deS Handwerks abzuwarten. Diese Vorlage wirb jedoch, wie nunmehr feftsteht, dem Reichstage in seinem saHösterlichen Sessionsabschnitte nicht zugehen, eS dürfte htnnad) daS Handwerkerkammern - Gesetz ein „stilles Be« zriibniß" in der Commisfion finden. Wahrscheinlich wird srrmer die Zuckerftener-Vorlage unter den Tisch fallen, sie »iVB erst noch - die zweite AuSschußberathung pasfiren, ihre Erledigung im Plenum bleibt darum noch fraglich. Die übrigen gesetzgeberischen Materien könnte der ZieuchStag bei weiser Beschränkung in den Debatten allerdings woBjl alle durcharbeiten, nun, vielleicht hat die österliche Ruhe- pn>se bet unseren Reichsboten den zu hoffenden Beschluß zcreift, mtt den noch schwebenden Sachen möglichst reinen risch zu machen. Nur noch der dritten Lesung harrt die Soiöelle zur Gewerbeordnung, während zunächst in der tzpecialberathung durchzunehmen sind die Novellen zum LiithschaftSgenoffenschaftSgesetz und zu den Juftizgesetzen, die Seüetzentwürfe über die Börienreform und den unlauteren Tettbewerb, sowie die neue Margarine-Vorlage. DaS den Reichstag tm letzten Abschnitte seiner Session limartende Arbeitsmaterial ist also noch immer ein ziemlich mchlicheß, seine Ausarbeitung, soweit dies bet den einzelnen yerathungsstoffen überhaupt möglich erscheint, bis Pfingsten nxb daher ein beträchtliches Maß von Fleiß und ArbeitS- steudigkeit seitens der Volksvertretung der Nation ersordern. Ebenfalls darf man erwarten, daß wenigstens die wichtigen storlagen Über die Börsenreforw, Über die Bekämpfung des inlmuteren Wettbewerbs und Über die vorgeschlagenen Re- sicmen in unserem Juftizwesen endlich zu Stande kommen, iteitso ist die Fertigstellung der Novelle zum WtrthschaftS- pnoffenschaftSgesetz entschieden zu wünschen- Was dagegen He neue Margarine-Vorlage und die Novelle zur Gewerbe- nd irung anbelangt, so weisen beide Entwürfe in ihrer äugen« Mtichen Gestalt noch verschiedene nicht unbedenkliche Be- ptonmungen auf, deren Abänderung vor endgiltiger Verab« Itbtbung dieser Vorlagen recht wünschenSwerth erscheint. Deutsche- Reich. Darmstadt, 13. April. Der Großherzog und die ßr oßherzogtn werden sich am 16. Mat über Berlin nach Nwskau begeben, um den dorr stattfindenden KrönungS« sei.erlichketten beizuwohnen. Für die Reise der Herrschten dorthin, und die Festlichkeiten daselbst, ist folgendes sioogramm festgestellt worden: 16. Mai: Reise von Darmstadt nach Berlin. 17. : Ankunst iu Warschau. 18. : An- kunst deS CzarS und seiner Gemahlin im PetrowSky Palais bei Moskau. Ankunft deS Großh. Paares Abends 8 Uhr 45 Min. im Kreml in Moskau. 19. und 20. : Bestimmung noch Vorbehalten. 21.: Feierlicher Einzug der Majestäten in Moskau in den Krem!. 22.: Empfang der außerordentlichen Gesandten. 23.: Empfang wie am 22. Proclamation der Krönung. Vorbereitung der Majestäten zur heiligen Communion. 24.: Wie 22. und verschiedene Regimentsfeste der Garbe und der Armee. 25.: Wie 22. und UeberfÜhrung der Kroninsignien. 26.: Krönungs-Feierlichkeit. Illumination. 27. : Gratulation im Kreml. Galatafel für die Geist lichkeit und die Würdenträger der Krone 1. und 2. Klaffe. Illumination. 28.: Gratulation im Kreml. Illumination. 29.: Gratulation im Kreml. UeberfÜhrung der Kioninfig- nie». Galavorstellung im Theater. 30.: Volksfest und Bewirthung der Kreisbeamten im Palais PetrowSky. Ball bet dem französischen Botschafter. 31.: Bankett für die Deputationen. Ball bet dem österreichischen Botschafter. 1. Juni: Messe im Kloster Tschoudov. Ball bei dem General- Gouverneur von Moskau. 2. : Verschiedene RegimcntSfeste bei der Garde und der Armee. Ball bei der Adelkgesell- schaft. 3.: Besuch deS Klosters St. Sergius. 4.: Ball im Kreml. 5.: Musikalische Soiröe bet dem deutschen Bot- schaster. 6.: Festbankett für daS diplomatische CorpS. Berlin, 13. April. Die verschiedentlich an die angekündigte Rückreise deS Togoforschers Dr. Gruner aus Afrika angeknüpfte Besorgniß, cS könnten die deutschen Interessen im Hinterlande von Togo vielleicht nicht genügend gewahrt fein, wird in einer halbamtlichen Berliner Meldung als ungerechtfertigt bezeichnet. Dieselbe weift auf dir schon früher im Htnterlande von Togo deutscherseits mit den dortigen Eingeborenen-Häuptlingen abgeschloffenen Verträge hin, welche von der Reichsregierung auch bet den franzöfisch englischen Verhandlungen über die Abgrenzung der Interessensphären tm Ntgergebict genügend geltend gemacht worden seien. Ferner wird an die im vorigen Spätherbst nach dem Hinterland von Togo zur practischen Wahrnehmung der dortigen deutschen Jnterrffen entsandten Expeditionen der Herren v. Carnap und v. Seefried erinnert. Schließlich versichert die erwähnte Meldung, die Rückkehr Dr. Gruners aus Togo habe keinen anderen Grund als den Ablauf seines Urlaubes, er werde nunmehr seinen früheren Posten auf Station Misa« höhe wieder einnehmen. Norrefte Wolffs telegraphisches Torrespondenr-BureLu. Berlin, 13. April. Der „Reichsanzeiger" meldet: DaS Reichsbank-Directorium gibt bekannt, daß in nächster Zeit ReichSbanknoten zu 1000 Mk. und zu 100 Mk., datirr vom 10. April 1896, zur Ausgabe gelangen. Dem „RetchSanzeiger" zufolge bestätigte der König den Landrath v. Manteuffel als Landesdireetor von Brandenburg auf 12 Jahre und ertheitte ihm die nachgesuchte Ent« laffung aus dem unmittelbaren Staatsdienst. Wien, 13. April. Erzherzogin Maria Josefa, die dem deutschen Kaiserpaare in Vertretung der Kaiserin von Oesterreich die HonneurS machen wird, ist aus Oedenburg hier eingetroffen. Mittwoch Nachmittag 2 Uhr findet in der deutschen Botschaft ein großes militärisches Frühmahl statt. Wien, 13. April. DaS deutsche Katserpaar wird morgen Mittag in der deutschen Botschaft frühstücken. Reichs« kanzler Fürst Hohenlohe, LegattonSrath von Lichnowsky und der Militärattache von HülsemHäseler frühstückten heute beim Minister deS Aeußern, Grafen GoluchowSki. — Die Trauung der Nichte des deutschen Reichskanzlers findet am Mittwoch tm engsten Familienkreise statt. Rom, 13. April. Depeschen auS Mass au a bestätigen den gänzlichen Rückzug der Derwische vor Kassala, der sich in völliger Unordnung vollzog. Oberst Stevani ließ die Befestigungen der Derwische bei Tukruf und Gulufit in Brand stecken. NeguS Menelik steht in Antalo. Während seines Rückzuges brachten die SebelS dem schoanischen Heere starke Verluste bei. General Baldiffera zieht beträchtliche Streitkräfte zusammen. Rom, 13. April. Der Papst empfing heute den preußischen Gesandten von Bülow und deffen Sohn. Venedig, 13. April. Der König und die Königin von Italien nebst dem Prinzen von Neapel begaben sich heute Mittag 1 Uhr auf eine Einladung des deutschen Kaisers an Bord der „Hohenzollern". Venedig, 13. April. Heute Vormittag arbeitete der Kaiser und nahm den Vortrag deS Chefs des Marine- cabiners, Freiherrn v. Senden-Bibran, entgegen. Die Kaiserin und die kaiserlichen Prinzen besuchten Vormittags die Stadt. Heute Vormittag ging hier ein Gewitter nieder. DaS Regenwetter dauerte Nachmittags fort. Pie Abreise des Kaiserpaares mit den Prinzen erfolgte Nachmittags 6 Uhr 20 Min. Venedig, 13. April. Der König verlieh dem deutschen Kronprinzen den Annunciaten-Orden. London, 13. April. Nach einer Drahtmeldung des „Daily Telegraph" aus Prätoria vom 11. April ist die Lage in Bulawayo sehr ernst. Zwei große Schaaren von Matabelcs, die sich zwölf Mrilen von Bulawayo befinden, veranstalten Freudenfeste, sie schlachten Ochsen und halten KriegStänze ab. Kopenhagen, 13. April. Der ordentliche Profeffor der Physik an der Akademie zu Münster t. W. Dr. Wilhelm Hirtorf und der Physiker Hippolite Louis Fizeau in Paris sind zu auswärtigen Mitgliedern der Akademie der Wissenschaft in Kopenhagen ernannt worden. Dsvesch«!» bei Serece „Herold* Berlin, 13. April. Im Reichsamt deS Innern ist heute Vormittag 10 Uhr die schon mehrfach erwähnte Conferenz zusammengetreten, welche über die geplante re ichSgesetz« licke Regelung deS Apothekerwesens berathen soll. Berlin, 13. April. Freiherr von Schrader hat nach einer Meldung des „LocalanzeigerS" unmittelbar bevor er sich zu dem Zweikampfe begab, einen Brief an den 'Kaiser geschrieben. Nach den letztwilligen Bestimmungen ist dieser Brief nach dem Hinscheiden v. Schraders dem Kaiser zu- gestellt worden. — Wie dasselbe Blatt erfährt, hat v. Kotze sich persönlich beim Gouverneur von Berlin und beim Kommandanten gemeldet und diesem Kenntniß von dem Verlaufe deS Duells gegeben. Berlin, 13. April. Einem hiesigen Blatte zufolge findet in Kürze ein neues Ptstolendnell mit äußerst schweren Bedingungen statt. Die Duellanten sind zwei frühere Mitglieder des Corps „Borussia", Baron von der Lancken auf Rügen und der MajoratSerbe Baron Felix von Hahn. Letzterer war eigens vorige Woche nach Berlin gekommen, um sich als Angeklagter in einem Wechselfälfchungs Prozeß zu verantworten, der, wie bekannt, mit der Freisprechung HahnS feinen Abschluß fand. Als Urheber der Anklage gilt Baron von der Lancken. Berlin, 13. April. Bezüglich des Diphtheritis« Heilserums wird von dem Regierungspräsidenten zu Potsdam zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß baß von den Höchster Farbwerken hergestellte Serum mit der Control- Nummer 40 wegen der tm Verlause von neun Monaten ein- getretenen Verminderung seines ursprünglichen GehalteS an Jmmnnifirungs Eigenschaften zur Einziehung bestimmt ist. Fläschchen mtt dieser Controlnummer dürfen daher in Apotheken nicht mehr abgegeben werden. Berlin, 13. April. Entgegen der Meldung französischer Blätter wird der „Norddeutschen Allgem. Ztg." zufolge von Paris auS authentisch erklärt, daß Fürst Hohenlohe während seines dortigen Aufenthalts mit politischen Persönlichkeiten Frankreichs keinen Verkehr gehabt hat. Berlin, 13. April. Wie einer Meldung des „Local- anzeigers" zufolge verlautet, foll Profeffor Behring, der gegenwärtig auf Capri weilt, veranlaßt worden fein, sich zu dem Falle LangerhanS zu äußern. Berlin, 13. April. Auf dem Terrain der Gewerbe- ausstellung wird nunmehr, um die Fertigstellung der Ausstellung für den 1. Mai zu sichern, auch Nachts gearbeitet werden. Es ist zu diesem Zwecke eine große Anzahl Arbeiter neu eingestellt worden, so daß zur Zeit bet den Bauten im Treptower Park über 6000 Personen beschäs- fgt sind. Berlin, 13. April. Die Zahl der Gewerkschaften, welche den 1. Mai durch vollständige ArbeitSruhe feiern wollen, mehrt sich unausgesetzt. So haben jetzt derartige Beschlüffe die Bildhauer und die hiesigen polnischen Socialisten gefaßt. Marienwerder, 13. April. DaS katholische Krankenhaus in Techel, welches feit August v. I. unter Leitung der grauen Schwestern steht, ist nach einer Blättermeldung polizeilich geschloffen worden. Frankfurt o. M., 13. April. Die „Franks. Ztg." meldet aus London: Die Blätter besprechen die Kotze- Aff aire und halten es für dringend erforderlich im Interesse deS deutschen Ansehens, daß endlich dem Duellunsug durch einen Machtspruch des Kaisers ein Ende gemacht würde. Köln, 13. April. Der römische Correspondent der „Köln. Ztg." versichert, die gestrigen und vorgestrigen Besprechungen zwischen dem Kaiser und dem König von Italien seien als Grundlage für die demnächstige Er- Neuerung des Dreibundes aozuseheu. Minister-Präsident Rudtui mache italieuischeu Politikern kein Hehl au» seiner vollkommenfteo Befriedigung über die politische Seite deS Besuches deS Deutschen Kaisers. P5ta, 13. April. Ju einer gestern in Neunkirchen staltgehabteu, vou ca. 2000 Personen besuchten Versammlung bezeichnete Freiherr von Stumm, der „Köln. Ztg." zufolge, die jetzige christlich «sociale Bewegung für gefährlicher als die Socialdemokratie. Wenn es dem Kirchenregiment nicht gelinge, dieser antimonarchischen, avtichristlichen Bewegung Herr zu werden, so gehe die Landeskirche zu Grunde. Auch der Kaiser sei laut Telegramm au ihn (Stumm) derselben Ansicht. Salzburg, 13. April. Die hiesige Domkirche mußte wegen der Gefahr ihre» Einsturzes geschloffen werden. Budapest, 13. April. In der nächsten Woche wird die Wieberbestattung deS vor 700 Jahren verstorbenen, gegenwärtig inStuhlweißrnbuxg beerdigten König»paare» aus dem Hause Ar Pad unter großem Pomp in der hie« figen MatthtaSkirche erfolgen. Beuedig. 13. April. Der Regen, welcher gestern Abend eiutrat, beeinträchtigte die Huldigungen, welche dem Kaiser- und KönigSpaare dargebracht wurden, stark. Derselbe hielt die ganze Nacht an. Heute Abend 6 Uhr erfolgt die Abreise deS Deutschen KaiserpaareS. DaS KöntgSpaar und der Kronprinz reisen um 7 Uhr nach Rom. Beuedig, 13. April. Dem Minister deSAeuheren und dem Herzog von Sermoneta hat der Kaiser daS Großkreuz des Rothen AdlerordenS verliehen, dem Mintster- piäsidenten di Rudtui überreichte er sein Bild. Die deutschen Botschafter von Bülow und Graf Eulenburg, sowie da» Gefolge des Kaisers wurden durch italienische Orden ausgezeichnet. CoceU» unb LroViirzieller. Sieben, 14. April 1896. * • Ernennungen. Seine Königl. Hoheit der Grositz erzog haben Allergnädtgst geruht, am 11. April den KreiS- amtmann bet dem KreiSamt Schotten Dr. Karl Hamann zum KreiSamimann bei dem KreiSamt AlSfeld und den Re« gierungSaffeffor Friedrich Weicker aus Darmstadt zum KreiSamtmann bei dem KreiSamt Schotten, den KreiSamt- mann bet dem KreiSamt Alsfeld August Rach unter Belassung seines bisherigen Titels zum Bereinigung» - Corn- miffär mit dem Amtssitze zu Darmstadt zu ernennen. ♦ ♦ Auszeichnung. Herrn Geheimerath Prof. Dr. Schiller ist vom Röntge von Portugal wegen hervorragender Der« dteaste der Santiago'Orden verliehen worden. * ♦ Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden: Pfarr- vtcar Uhl zu Schotten, Decanat Schotten, zum Verwalter der ersten Pfarrftelle daselbst- Pfarrvicar Schäfer zu Büdingen, Decanat Büdingen, zum Verwalter der ersten Pfarrstelle daselbst- Pfarrverwalter Guhma nn zu Gettenau zum Pfarverwalter in Kirchberg, Decanat Giehen- Pfarrverwalter Brill zu Ober-Gleen zum Pfarrverwalter in Ober-WidderSheim, Decanat Nidda. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfammluug Donnerstag, den 16. April 1896, Nachmittags 3^/, Uhr. 1. Versetzung eines Briefkastens vom Brück'schen nach dem Zimmer schen Hause am Kreuzplatz. 2. Gesuch des C. StiaSny wegen Belastung eines Firmenschildes an seinem GeschäftSlocal, Asterweg 6. 3. Gesuch de» Georg Bichler um Erlaubniß zur Erbauung einer Waschküche. 4. DeSgl. der Jacob Helfenbein Wtwc. zur Errichtung einer Eishalle. 5. Errichtung eines ArbeiterhäuSchenS im Neustädterfeld Seitens deS Heinrich Rtnn V. 6. Gesuch des Georg Troh um Erlaubniß zur Errichtung eines Häuschens am Krofdorferweg. 7. Baugesuch der Joh. Gg. Weber Söhne füc die Neuenbäue. 8. Gesuch deS Bleichers W. Schmoll wegen Anlage von Treppen auf der Böschung deS neuen WieseckbetteS. 9. Gesuch des Babelsberger Sttnographen- vereinS um Ueberlastung deS Saales im alten Rathhause. 10. Die im Jahre 1895 abgehaltene landwirthschaftliche Ausstellung- hier: die dabei verwendeten Fahnen. 11. Die Errichtung eines RettungShauseS für das Großherzogthum Hesten und die Provinz Hesten-Nastau. 12. Neubau eines SchuldienerwohnhauseS bei der Stadtmädchenschule. 13. Bau- gesuche der Baugenostenschaft deS evangel. Arbeitervereins für die Landmannstraße. 14. Errichtung einer kaufmännischen Fachschule- hier: Gesuch um Schenkung eine- Bauplatzes. • • Ganvortnrnerstnnde. Am kommenden Sonntag Vormittag lOVa Uhr findet in der Turnhalle des Turnvereins unter Leitung des Gauturnwarts S ch n e t d e r eine Gauvorturnerstunde des Gaues Hessen statt. Es wird geübt nach der deutschen Wettturnordnung. Nachmittag» findet eine Besprechung turnerischer Angelegenheiten statt. *• Finanz Examen. Dem gegenwärtig in Darmstadt stattfindenden Ex am en für daSFinanzfach 1. Kategorie haben sich 71 Eandtdaten unterzogen. Davon find vier Prüflinge bereits vom Examen wieder zurückgetreten. DaS Examen ist auf 10 Tage berechnet. Die mündliche Prüfung wird erst im Juni abgehalten. Der Zudrang im Finanz- examen hat sich lt. „Darrnst. Ztg." in den letzten Jahren bedeutend gesteigert. Mit ihm wurden auch die Anforde- rungen an die Examinanden erhöht. Im Vorjahre unterzogen sich von 76 Prüflingen dem Examen nur 43 mit Erfolg. *• Um den richtigen, übereinstimmenden Gang der Eisenbahn Etationluhren zu sichern, wird die mitteleuropäische Zeit, die nun schon seit drei Jahren sür ganz Deutschland die gesetzliche ist, in jedem Eisenvahu- BerwaltungSgebiete den mit Telegraphenapparaten auSge- statteten Stationen von einer Eentralstelle auS täglich mit- getheilt. Die Eentralftellen erhalten die astronomiich genau bestimmte mitteleuropäische Zett von den Sternwarten in D-rlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Straßburg sowie von dem mathematischen Salon in Dresden, und zwar theilS direct, theils durch Bermittlung der Anfchlußstationen. Täglich zu einer bestimmten Stunde erfolgt für jeden Bezirk ein electrischeS Zeitfignal, und danach werden die StationS- nhretf gleichmäßig gestellt. -a- Romrod, 13. April. Frau Oberförster Bücking- Stiftung. Eine milde und schöne Stiftung, welche dem hochherzigen Sinn der leider allzu früh in Büdingen verstorbenen Frau Oberförster Bücking, vorher in Romrod, entsproffeo ist, ist unserer Stadt zu^efallen. Diese Stiftung über den Betrag von 2000 Mark ist als „ftran Oberförster Bücking - Stiftung" zu benennen und find mit den Zinsen deS CapitalS alljährlich vor Weihnachten 6 Arme in Romrod mit je gleichen Theilen zu bedenken. Die Vergebung geschieht durch den Bürgermeister, den OrtSgeistlichen und ein GemeinderathSwitglted- die Verwaltung des CapitalS führt die Stadt und hat sich dieselbe in der JahreS.(Gemeinde)- Rechnung Großh. OberrechnungSkammer gegenüber auSzu- weisen. Die edle Spenderin hat bisher schon, aber stet» im Stillen, sehr viel Gutes an unseren Armen geth-n, diese hochherzige Stiftung sichert ihr ein dauerndes, liebevolles Angedenken. R. Reichelsheim i. b. W., 12. April. Die mächtigen Stroh Hanf en in der Nähe unserer Dörfer werden jetzt nach und nach zu landwirthschaftlichen Zwecken verbraucht. Sie dienen manchem reisenden Handwerker und Pennbruder als freies Nachtquartier, beherbergen aber auch zuweilen andere (Sreatuien, wie folgender Fall bewkist. Wenige hundert Schritte vom hiesigen Dorfe wollte ein Dienstmädchen von dem Strohhaufen eine Partie Stroh wegbrtngen- als einige Gebunde weggenommen waren, sprang ein Capital- fuchs hervor und tu einem warm auSgepolsterten Neste lagen acht Stück junge, erst wenige Tage alte Füchse. Das Mädchen lief nach Hause und holte SuccurS und der Fuchsbau wurde auSgeräumt. Einige Leute ziehen sich mit Flasche und Gummischlutzer einen kleinen Reinecke groß. Die Burschen gedeihen ganz gut. Da die GänSweide ganz nahe bei dem Strohhaufen liegt, allwo sich täglich viele hunderte von allen und jungen Gänsen herumtreiben, mitunter ohne jede Aussicht, so hätte Meister Reinecke einen ausgezeichneten Lagerplatz vor sich gehabt. ES empfiehlt sich für solche Dörfer, die nahe an Waldungen liegen, jetzt recht vorsichtig mit dem Geflügel zu sein, denn, wenn die Füchse Junge haben, find sie äußerst frech und verwegen. Selbst am hellen Tage holen die Räuber daS Geflügel aus seitwärts liegenden Bauernhöfen. n. Vou bet Ribba, 10. April. In manchen Gemarkungen, in denen man im Herbst keine Vergiftung der Mäuse vorgenommen hatte, klagt man eben über Mäusefraß, namentlich auf Roggen- und Kleeäckern. Der gelinde Winter vermochte nicht diese voriges Jahr so zahlreich auftretenden Nager auszurotten und so wird man denn jetzt zur Vergiftung schreiten müssen. Der Klee steht hier sehr schön. Der hier seit Kurzem wieder viel angebaute ewige Klee hat bereits eine Höhe von 15 Zentimeter. Auch das GraS wächst bei dem gegenwärtigen feuchtwarmen Weiter sehr rasch. Die Winterfrucht könnte nicht schöner stehen und die im März gesäte Sommerfrucht ist bereits recht schön aufgegangen. — Der Preis der feiten Schweine sinkt noch immer- er schwankt eben zwischen 38 und 41 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht. Der Ladenpreis für das Pfund beträgt In einzelnen Orten noch 52, in anderen 50 und in einem Orte sogar nur 45 Pfg. So kams, daß stellenweise die Landwirthe zusammentraten und gemeinsame Schlachtungen auf die Feiertage vornahmen, bei denen das Pfund Schweinefleisch für 42 Pfg. auSgehauen wurde. Aber nicht nur die Landwirthe beklagen sich bei diesem niedrigen Preis, sondern auch die Metzger. Diese haben nämlich in Folge der vielen bis in die jüngste Zeit fortgesetzten HauSschlach- langen sehr schlechten Absatz. Bei solchen Preisen, wie vor- stehend angegeben, ist eS nur zu verwundern, daß die Ferkel- preise in letzter Zeit um eine Kleinigkeit anziehen konnten. DaS Paar etwa 7 Wochen alter Ferkel wird eben je nach Qualität mit 18 bis 30 Mk. bezahlt. -ck. Alsfeld, 12. April. AuS Anlaß des am Ende des vorigen Monats aus seinem Amte geschiedenen KreiSschul- inspector Müller fand gestern die KreiSconferenz der Lehrer deS Kreises im „Deutichen Hause" hier statt. Mit voller Berechtigung und ohne Uebertreibung können wir gleich von vornherein die Ueberzeugung auSsprechen, daß diese KreiSconferenz in allen Theilen ihres Verlaufs für den scheidenden Herrn Kreisschulinspector einen Beweis von seiner Werthschätzung und Hochachtung seitens der KreiSschnlcommis- fion und ihres Vorsitzenden, des Herrn KreiSrathS von Grol- man, wie der innigsten Verehrung und aufrichtigsten Dankbarkeit seitens der Lehrerschaft des Kreises geliefert, wie er in der That nicht herzlicher und erhebender gedacht werden kann. Um 10 Uhr eröffnete der Vorsitzende, Herr KreiSrath von Grolman die Conferenz mit einer Begrüßung der wohl vollzählig erschienenen Lehrer, bemerkend, daß diese Kreis- conferenz nur deswillen so frühe anberaumt worden sei, um der Lehrerschaft des Kreises die erwünschte Gelegenheit zu geben, den Gefühlen deS Dankes und der Verehrung für den auS feinem Amte geschiedenen Herrn Kreisschulinspector Müller Ausdruck verleihen zu können. Sodann stellte Herr KreiSrath v. Grolman der Conferenz In kurzen, herzlichen Worten den neuen Kreisschulinspector, Herrn MatheS au» Alzey vor, wünschend, daß derselbe da» gleiche segensreiche Verhältnis zwischen den Lehrern und ihrer vorgesetzten Behörde knüpfen und erhalten möge, wie eß der auS seinem Amte geschiedene Vorgänger in so schöner Weise zum Heil der Schule und ihrer Lehrer zu schaffen und zu erhalten gewußt. Nachdem Herr Kreisschulinspector MatheS in kurzen, warmen Worten versichert, daß dahin die Ausgabe seiner Wirksamkeit allzeit gerichtet sein solle, feierte Herr KreiSrath v. Grolman in vom Herzen kommenden, zu Aller Herzen dringenden, beredten Worten die Verdienste des auS feinem Amte scheidenden verdienstvollen Beamten, ausführend, wie Se. Königl. Hoheit der Großherzog da» Verdienst desselben durch Verleihung deS Ritterkreuzes zweiter Klaffe beß Verdienstordens Philipps de» Großmüthigen geehrt, wie' stets zwischen ihm (dem Redner) sowie allen Mitgliedern der Kreisschulcommission und dem scheidenden SlreilfdmUnfpector 6aß beste Einvernehmen bestanden, wie Letzterer zum Heil der Schule so segensreich während eines Jahrzehntes hier tm Kreise gewirkt, wie er e» verstanden, mit dem Ernst Liebe zu paaren, so daß die Frucht beß liebevollen Vertrauen» der Lehrer zu ihm in so schöner Weise gereift, und wie ih» nun, ouSruhend von dem reichen Erfolg feiner Wirksamkeit, ein schöner glücklicher Lebensabend belchleden fein möchte. — Mit bewegter Stimme dankte Herr Rreißfdjnlinfpector Müller für diese ihn so ehrende, beglückende Anerkennung und vet- sicherte, daß eß ihm schwer geworden sei, ein so heb ge wonneneß Amt zu verlaffen, allein die mahnenden Boten te» Alter» hätten eß gefordert, nachdem er 50 Jahre im Dienste zugebracht, und im nächsten Monat sein 70. Lebensjahr vollende. Scheide er auch au» dem v.mte, daß er 22 Jahre al» schulinfpector geführt (12 Jahre Im Kreise Oppenheim unk 10 Jahre im Kreise Alßfeld). so hoffe er doch, daß tat fernerhin, er gedenke tn Alsfeld wohnen zu bleiben, der Band der Liebe und Treue, da» ihn mit den Lehret» m Kreiseß verknüpfe, sich nicht lockern möge. Im Auftrage der Lehrer beß Kreiseß überreichte hieraus Herr Lehrer Bieter- kopf-Altendurg dem auß bem Dienste scheidenben Herrn Kreit schulinspector einen prächtigen Sessel, welchem später noch die Ueberreichung einer kunstvollen Abreffe mit ben Name» sämmtlicher Lehrer beß Kresse», auSgeführt in schöner Leist von Herrn Gerichtßschreider i. P. Becker zu Homberg a. £. folgte. Daß Festmahl im großen Saale beß „Deutschen Hauseß" wurde stimmungsvoll eingeleitet durch den Vortrag des Liede»: „Nur in de» Herzen» heilig ernster @t:Qe* *, außqefühn tn recht guter Weife von dem Lehrer-Sängerchoi. Eß folgte eine Reihe von Trinkfprüchen, die wiederzugebe» unß der Raum mangelt. F. Tarmstabl, 13. April. Da» gestern auf dem Weit« ftäbter Exerzierplätze abgehaltene Reiter-Rennen, de» Ihre Königliche Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin, Prinzessin Heinrich von Preußen, die Hofdamen Fräuleinv. Plümkner, v.Rotsmann unbSRtr meister v. Beengel beiwohnten, begann Nachmittags practe 3 Uhr. AIS der von Oberstallmeister Freiherrn v. Rt e deset zu Essenbach dirigirte, mit fünf Rothschimmeln bespannte Wage ^ auf dem Rennplätze ankam, wurden die Allerhöchsten Hen schäften von dem nach vielen Hunderten zählenden Publikum, daß sich dort eingefunden hatte, herzlichst bewillkommnet urb eß gab sich überall eine freudige Stimmung kund. AlSda.c begann daß Rennen der Offiziere, an dem sich etwa 30 bi» 40 Herren beteiligten, baß einen brillanten Verlauf nabe. Unfälle finb nicht vorgekommen. Nach beendetem Rennen fand die PrelSvertheilung statt. Die Rückfahrt der Allerhöchsten Herrschaften nach Darmstadt erfolgte 4ff.,> Uhr. Wie verlautet, werben Sc. Königl. Hoheit Prinz HeinriH von Preußen und Se. Hoheit ber Prinz Albert zu Schleswig Holstein, welche vorgestern zur Au er Hahn balz nach Oberhessen reiften, heute wieder hierher zurückkehren. * Niedergirmes, 13. April. Ans dem in der Lahn unweit unseres Orte» liegenden Baggerschiff trieben sich gestern mittag gegen 5 Uhr mehrere Knaben herum. Ein» der Jungen kettete daß Schiff vom Ufer loß und baß Fahrzeug trieb in Folge dessen langsam vom Lande ab. Die Knaben hatten sich nach der Loßkettung eilend» vom Schifie entfernt; nur einer von ihnen, der elfjährige Sohn Wilhelm der Hierselbst wohnenden Wlttwe Grooß, kam zu spät. Er fiel in’» Wasser, konnte sich aber an bem abtreibenicn Schiffe festhalten. In der Mitte de» Flnfle» verließ" ihn jedoch die Kräfte, und der bedauernßwerthe Junge versank vor den Augen seiner Spielgefährten — ein Erwachsener bet helfen konnte, war nicht in der Nähe — in bea Finthen der Lahn. • Berlin, 12. April, lieber die letzten Stunden btt Fehrn, v. Schrader liegen in Berliner Blättern folgend! Mittheilungen vor. Gestern Vormittag war, nach Metnun, der behandelnden Aerzte, keine große Aussicht auf Besserung wohl aber ein schwacher Hoffnungsschimmer vorhanden. Tt- Patient litt furchtbare Schmerzen, die durch starke Morphium gaben gemildert wurden. Leider trat hierdurch fortwährende« Erbrechen ein, da» die Haltbarkeit der Nähte im Darm mit denen die Wunde geschloffen ist, gesährdete. Die Rüge saß an ber Wirbelsäule und war zunächst nicht zu erreichen Auch wenn die Wunde durch die Kunst de» Chirurgen ge heilt worden wäre, wäre der ehemals so blühende Manr nach ärztlichem Ausspruch siech und elend geblieben. Freibn v. Schrader wußte die». Er äußerte: ^Jch will kett Krüppel werden. Ich habe mein Hau» bestellt und wi sterben!" Freifrau v. Schrader weilte am Schmerzenßlagc ihre» Gatten. Herr v. Kotze hat den Versuch einer tkr söhnung mit demselben gemacht, ber jeboch angesicht» de Bewußtlosigkeit beß Verwunbeten scheiterte. Nachmittag- war baß Befinben de» Kranken ein sehr bedenkliche», Familie mußte sich vom Krankenlager zurückzleheo. Her- v. Schrader fiel von einer Ohnmacht tn die andere, »ben nach 9 Uhr trat .ber Tod ein. • Lübeck, 13. April. In ber Irotiemünber »mN rettete ein Boot, bie drei Insassen, zwei Söhne de» Kau mann» Voß und em Sohn de» Maschiuenfabrikante: Schärfse, ertranken. • Mannheim, 12. April. Ein Geschäft, baß etwa» «■ bringt, ist die badische Anilin- und Sodafabrik. D" selbe hat Im Jahre 1895 rund 8 Millionen Mark verdter und vertheilt 26 pCt. Dividende. , * AuSdach, 11. April. Ein gräßliche» Unglück t heute Nachmittag im nahen Lehrberg pafftet. Der I H Knabe de» Schneider» Grimberger spielte mit einem an gametfifl V Mail»0 dem hu .OMpiTiaaffe b' fKueid In * lin« dn 1 gluri0Kr.tt*/i e garten da am 5d)W flut«) Rr.74- Pur W fr A der 5
Geschäftsübergabe. Meine seit 21 Jahren betriebene Uhren- und Goldwaaren-Handlung, verbunden mit Reparaturwerkstätte, habe ich an Herrn Karl Ramstock käuflich übertragen, welcher dieselbe unter der Firma Karl Rostock, MH. Mger's Nachfolger weiterführen wird. Indem ich für das mir geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich dasselbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Willi. Böger. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, beehre ich mich, einem geschätzten hiesigen, wie auswärtigen Publikum ergebenft mttzutheilen, daß ich neben einer reichen Auswahl in Uhren und Goldwaaren eine solche in optischen Gegenständen führe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, das mir entgegengebracht werdende Vertrauen durch gute, aufmerksame und reelle Bedienung zu rechtfertigen. Ich bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll §arl KamBotfi, Mh. Dzer's Oadjfolgtr Uhrmacher und Optiker. H S1 y>t, i1 Ä 'Wie 5* «Ht, - * I- n •Nnb^ “ W Q({. Dppenhp er doch, b. n W bleibti 1 des Khra Aushl. !tl Lehrer t». lenl>fn in« spater r- mit btn :t i" schSiikr i ju Homberg • ile des durch bra k- ;iB ernster tz- Wer«65n|n: die wieder;- ew auf btagi ^-Rennen, Herzog w । von $nnin, rsmann mbt Nachmmagi $•: ihemv.Ried! ein bespannte k:. AllerhSchstev; Wnden Pnd>f_ bewillkomMi. dng fanb. m sich etwa 30 nten Lerlans uk beendetem Sie ilkjahrt der E: rsolgte 4*l? eit Prinz Heir bett zn Mrtl x^a^bali • MÄchn. gegründet mit einem Capitale von drei Millionen Mark, versichert zu billigen und festen Prämien, bei welchen nie eine Nachzahlung erfolgen kann, Bodenerzeugniffe aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden. Die Versicherungen können auf das laufende Jahr oder aur unbestimmte Dauer, oder auf eine bestimmte Reihe von Jahren abgeschlossen werden; für letztere wird ein entsprechender Prämien-Rabatt gewährt. Die Schäden werden in liberaler Weise regulirt und die festgestellten Entschädigungsbeträge prompt innerhalb Monatsfrist voll ausgezahlt. Nähere Auskunft über die Versicherungs-Bedingungen und Antragsformulare bei den unterzeichneten Agenten in Alten-Buseck W. Körber IL, in Langsdorf H. Roth XL, ~ ' Steinbach G. Löweuberg, Frees & Tasche 53 Seltersweg 53. pr. Psd. 66-68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 Schweine- fleisch gesalzen, pr. Pfd. 70—00 H, Kalbfleisch pr. Psd. 60 -A, ^.mmelfleisch pr. Psd 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 «Uo 4 00 Ml 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 $, Zwiebeln pr. Seltner X 5,00—0,00, Milch pr. Liter 16 4- H. W. Die Awischeuveredluus. Die Zwischenveredlung ist zwar schon zicinUcv lange bekannt, wird aber leider noch viel zu wenig angewandt. Dieser Umstand veranlaßt mich, auf die großen Vonheile, welche dieselbe gewährt, näher einzugehen. Meistens findet die Zwischenveredlung Anwendung, um schwach, krumm und schlank wacvstNde Sorten schnell und schön hochstämmig zu bekommen. Das Verfahren besteht darin, daß man auf Wildling eine Sorte veredelt, welche nicht allein stark, sondern auch scbon gerade wachst und zugleich sehr widerstandsfähig ist, wie z. B. Rother Trier scher Weinapfel, Hardaets Reinette, Liegels Wtnterbutterbi'n, Weiler sche Mostbtrn und Schöne von Löwen. Letztere, eine Pflaume, macht in einem Jahre oft l«/i Meter hohe', kräftige Triebe. Diese Sorten zieht man bis zur Kronenhöhe, welche sie meistens im Sommer des zweiten Jahres nach der Veredlung erreichen. Hat bis zu dieser Zeit das Holz die nöthige Reife und Festigkeit erlangt, fo kann man schon jetzt die gewünschte Sorte aufoculiren. Im anderen tr«ue wartet man 'noch biS zum nächst n Frühjahre und nerebelt bann diese Stämmchen durch (Kopulation, welche hierfür entschieden die beste VeredlungSart ist. Dafür spricht nicht allein der schöne, kräftige Trieb, sondern auch die innige Verbindung der beiden Theile, sodaß nach Verlauf eines Jahre« die VeredlungSart kaum mehr erkennbar ist. Da einzelne Apfelsorten, wie der BorSdorfer und der Luiken- apsel, erst spät nach 12 bis 15 Jahren zum Tragen kommen, so ist Ettingshausen S. Löweuberg, „ 1 Geilshausen Joh. Wallenfels, „ 1 Gießen F. Hoffmann, „ Grüningen G. H. Bender, Langgöns Konrad Brückel IX., in btt 2«^ ben sich * i herum. S- ;o6 unb W 10m Lande t‘ eilends Dos ?• hrige Sch 6-- oos, km P’ an dem nbtir.: ' -S W & nöwerlhe J»!- n-tinM st — in den 8® letzten 6^' n(t Blätleni iM war, naiör:. uSficht auf iwer vorhch-c leriwi fiW'j be. * * esahrde». 4fi ilit i“• , am ^(t! - I** "L' (I1 die £*A «* M Schulbücher -* 1 Rickkl'sche ßnd|l|«iihluiig, Südanlage 5. ä Mark 1,70, 1,80, 1,90, S,- per Kilo. Zu haben in Giessen: In der Hauptniederlage bei J« M. Schulhof. Ferner bei L. Kalkhof, Westanlage und Bud. Schlabach Nachf., Ludwigsplatz. In 1 ich bei A. Bing u. H. Zimmer VII. In Steinbach bei H. Kraemer 1. In Lollar bei A. Zimmermann. In Londorf bei G. Braun. In Krofdorf bei Ad. Schmidt Wtwe. In Hohensolms bei Joh. Ferres. 1414 An die §eivohner von Gießen und Wgegend! Grosser Massenverkaut von Iran Springmann aus Homburg v. d. H. Ich bin wieder zum Jahrmarkt da und meine Firma ist an dem Stand Nr. 100 zu erkennen. Ich bringe verschiedene Artikel mit Preis versehen, doch ist es nur nicht möglich, sie hier alle aufzuzählen, und die geehrte Kundschaft muß sich selbst bemühen, um sich von der Billigkeit zu überzeugen. Eine große Partie Damen-Handschuhe, das Paar von 10 Pfg. an. Eine Partie Damen-Schürzen von 30 Pfg. an. 3 Paar Damen-Strümpfe von 1 Mk. an. 1 Paar Corset-Planjetts von 5 Pfg. an. Damen-Sonnenschirme von 1 Mk. an. Damen-Blousen von 50 Pfg. an. Damen-Pantoffeln von 1 Mk. an. Herren-Halbschuhe von 3 M. an. 6 Herren-Kragen von 50 Pfg. an. — CorsetS von 60 Pfg. an. Kinderschürzen von 30 Pfg. an. Kinderschlaver, gestrickt, von 10 Pfg. an. Ein großer Posten Kinderkleidchen von 40 Pfg. an. Ein großer Posten Besatzartikel und Perlen zu sehr billigem Preis. _______Der Verkauf dauert Mittwoch, nur einen Tag. 3612 Die Vaterländische Kaget- Ierstcherungs - Gesellschaft in Elberfeld, Sfliir 40 Nr. 138 - 2300 qm Acker das-, pur- 40 Nr. 145,4 - 1731 qm Wiese das. Iss ertlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 14. April 1896. Grohh- OrtSgericht Gießen. I. A.: Bogt. 3617 Nur 40 Nr. 108 - 1650 qm Mw 40 Nr 109 — 1525 qm Nu? 40 Nr. 136 — 1138 qm Mu: 40 Nr. 137 — 2300 qm Bei diesen zugleich schwach wachsenden Sorten die Zwischenveredlun- von doppeltem Werlhe, indem man hierdurch nicht allein schonne Stämme erzielt, sondern eS werden auch diese Sorten veranlaßt, mehrere Jahre früher Obst zu liefern. Seit neuerer Zeit führt man die Zwischenveredlung auch mit dem besten Erfolge bei der Spatter- zuchl aus. Auf Grund der Thatsache, daß verschiedene Birnsorteu, auf Quitte veredelt, nicht gut gedeihen, ist diese Arbeit zur Noth- wendigkeit geworden. Solche Sorten sind Herzogin von Angoulsme, Williams Christenbim, ClairgeauS Suiteibim, Andenken an ben Congreß, Marie Luise u. a. Diese zeigen, auf Quitte veredelt, gewöhnlich eine zu große Fruchtbarkeit unb haben deshalb eine nur kurze Lebensdauer; sie tragen fick frühzeitig zu Tode wie manju sagen pflegt. Theilweise scheint ab-r auch die Verbindung zwischen Unterlage unb Edelreis nicht innig genug stattzufinden; denn eS brechen häufig die schönsten einjährigen Veredlungen bei stärkerem Winde ab. An der Bruchstelle findet man meistens todtev Holz, das auf eine schlechte Verbindung der beiden theile schlreßen laßt. Da nun aber die genannten Sorten größtentheilS vorzügliche ^asü- birnen sind und als solche einen hohen Marktwerth besitzen, so können wir dieselben in der Spalierzucht nicht gut "»tbehrern Ocur durch die Anwendung der Doppelveredlung find wir im Stande, die angeführten Uebelstände zu beseitigen, ohne die frühe und sroße Fruchtbarkeit zu beeinträch igen. Zur ersten Veredlung, die arfi Quitte geschieht, nimmt man am liebsten die Pastorenbirne. Jtn nächsten Sommer ocultrt man den bis dahin ziemlich hart gewordenen Trieb, der sich aus dem eingesetzten Auge der Pastorenbirne entwickelt bat, mit der gewünschten birect auf Quitte nicht gut gedeihenden Sorte und e'ziehi au8 dem sich nun bildenden Schößling ’ die Spalierform, welche man haben will. Ikaben am GingaNgSthor zur Kirche. Plötzlich löste sich der 'Wft eiserne Thorslügrl und fiel auf den Knaben, der irebtct wurde. WitteruugSbericht voiu 14. April. Der größte TheU Europas steht unter dem Einfluß niederen f nde» welcher als eine sehr breite Furche von der scandinavischen r« liintel nach dem Mitielmeer zieht. Dabei ist die Luftdruck-Ber- »tluog über Cmlral-Eurcpa sehr unregelmäßig und bestehen zumal Ücr dem Alpengebiet ziemlich beträchtliche Luftdruck'Unterschiede. Vie Witterung ist daher anhaltend unbeständig, kühl. Auch fallen fil weise Niederschläge in fester Form und altz Regen und Graupelböen. Batanlldtli*« Bitttttmii Fortdauernd unbeständiges und kühles Wetter. lin gutes Glas Jhring-Export- 8iier trinken will, der komme ins »Gasthaus zum Adler 85215] Marktplatz 20. Daselbst stets Vorrath von dem so blirbten Stoff.__________ Schellfisch u. Cabliau, (aramtirt frisch, im »SKbstoL*. s353 Liebhaber echt egyptischer Qualitäts- bigaretteu empfehle solche, birect importirt, von 3 Pfg. an. Zigarren in größter Auswahl int feinsten Qualitäten. 2620 Ph. Weiler, Vlarkt 1. Havanna-Haus. Vorzügliches Sauerkraut aipfehlen 547 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. WM ■■ H wert-e« mach der M 8 neuesten A-son I B >2 *■ rasch u. diütgst fayonirt. 2530 «. Batzahofstr. LV. Aussige Droncen, in allen Farben, bei A. 8t G. Wallenfels, 357 «ar« 21. — Telephon 46. Gemüse-Conserven, Obst-Conserven empfiehlt in den verschiedensten Preis, lagen und nur guter^Oualttät 1862 Emil Fischbach. lobend, lul. QcIüroI gut n. billig ■ beziehen will, verlange Pretoliite ■ von Hans Meier in Ulm a. D.■ Croatar hnport itaL Produkte. W Kleidermacherin, geübt im Modernistren feiner Damen« -arderobe und im Unfertigen von Mnderkleidern, bat noch einige Tage ]u vergeben Zu erfragen bei 3367 Frau Müller, Alicestraße 31, III. •QWßfr-Ä*** Treffe Mittwoch den 16. WW*** d. Mts. mit einer großer. Partie emaillirtem Kochgeschirr auf „Oswaldsgarten" hier ein. 3602____________Leopold Kellner. Irdenes Geschirr, ver Stück 20, 15 und 10 H, wh in großer Auswahl am Dienstag und Mittwoch auf dem Jahrmarktplatze. Frühkartoffeln zu verkaufe«. 3405 Grünbergerstratze 44. Zrührostn Kartoffeln und Hateretroh verkauft 3625 JK. Mnlkomesin*, Vicuemuep, 27. Frührcha-Klutliffkln zu verkaufen. 3622______Neustadt 31, («^ee zu verkaufen. 3614 __________Gandgaffe 85. 3395] Eme mit Schiefer gedeckte, geschloffene Halle, als Gerathe- schuppen rc. zu verwenden, steht preiswerth zum Verkauf. ________Westanlage 4S, I. 3373) Eine Partie größere Kisten sind billig zu verkaufen- _________________«elter»weg 6. Lampen zu verkaufen. 3165 Friseur Stier, Schulstr. 5. Jermietyungen. 2108] MansardenlogiA, SelttrS» Ihor 68, 4 Zimmer, Küche und Zu- gehör, sofort zu vermlethen. Näheres Franlfurterstratze 5, part. 3621] Logis, 3 Zimmer, adgeschloss. Lorridor und allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. WUH. Böhling, Kaplans gaffe 14. 3600) Ein LogiS für eine einz. Person zu verm. I. Rohrbach, Weserstr. 17. 3607] MöbltrteS Zimmer zu vermiethen. _______Wilhelmstratze 8, pari, links. 8599) Em möbltrteS Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße 89, II. e>toti freund».mövl. Zimmer billig °/h Dastsch« Reichs«»!. 3t/3 Prrntz. Loniol» 3«/,o/, Gr. Hesfifche ObL 4Ph Stadt Darmstadt v. 1891. 4rVs , a»r«i uni. b. 1901 105.15 99 65 104 20 10405 105.00 4'/v>/, Oefterr. EllderraUs <•/« Ung. Gold-Rente 3°/o Portugiesen 6°/j Mexicaver 4°/c Monopol-Grieche» 6te 865 108.4 17 Jl 941 1887 HU BDL Ossterr. StaatSbahn v. 1886 91.35 «4°/» Tisenb. Rentenb. DH. 5°/, Jtal. vrattgar. Eisend. 52.0. |6i/0 BuderuS ObL K31 8Vi°/t Fra»ksartrr Hop. M 101.00 3'/^/i>Hambrgr.Hyp.Bk.u»t.h.lS0S 101 • S'/.'/.Frrs.HyP.Lred.« unl.b.1906 VJ1.3O 3«/,°/°Preuß.Hyp.st.Bk.mLd.lS0b M - 4c/0 bb> unk. d. 1905 1U5.10 3'/,"/°Pom u öyp.-t.Bk.mrkd 1906 M I S«/,e/sDv-tscheGrbsch^8umr^.l«6101.20 4°/oFrks Ldw.Lreb.« ur.Lb.1900 t 20 Frarckrn-St. tngl. Soverelgt.» Dollars b Gold »sldsorte« »rkf tzelfi»e ui Utter 42 3* «rtz tnangtliiibro flbttnxitnttn A t pLr. Jtrarli Rechnet »ishößichrn räl jiffernei |ab, hinzu, so In Prer »ükmmg von taiholischrn 8e mir 26 p6t, »oWe Äbih ei Wh ab sich t t'abtiildltn Lharactrstf lende etwa aich cm dödereu s. ihm tzevöllerv hinter dieser ^nnnhalb dr Protesta Viedkin, 9tati htigtnber Sei beschichte, Std M Philolv] hrmtienft, i Hb am höchste. Dir 9a11 tdkvlozie, in ai leicht dara knlr viele fShi 8on den : 1 <1®’/ der Sai Medictn 17' meinen Sprache ^lenteuefc ikonlsach 7 b'izpüt, zur «rrsch-meendev k„ .^lturzesd alle, Jf'Hlanb) «ns ’e.r^hrteB 16,1urienten he 3" Preus 22 hs.