189« Sonntag den 15. März Erstes Blatt. Nr. 64 Amts- nnd Anzeigebltttt für den Greben. Hratisbeitage: Gießener Jamilienötätter. Amtlichev The»! 1 Paar 7« M 99 99 99 99 *♦ Der 99 99 99 99 99 99 99 99 99 Bürste, Hunde- All: «nnoncen.Bureaux deS In- und AuSlandr» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeqen. Mkderlaga cchPlacatekrnM Derjenigen, suchen. iliale 11 § Ruppertenrod, 12. März. Der überaus billige Preis von 30 Psg. für das Pfund Lebendgewicht der Schweine veranlaßt vielfach hiesige Bürger, der früher vorgenommenen Hauptfchlachrung für die Haushaltung noch einmal eine Nach- fchlachtung folgen zu lasien. Zu diesen Schlachtungen werden fast nur aus Herbstferkeln gemästete Schweine verwendet, die allerdings geringeres Gewicht besitzen, aber bei diesen Preisen recht billiges Fleisch und Wurst liefern. Daß die Die Fortschritte der deutschen Oeldverhältnisse in der Goldwährung. Während mit Ernst und Eifer von den Anhängern der Doppelwährung für die Einführung einer Gold- und Silberwährung weitergckämpft wird, macht die Goldwährung und die Vermehrung der Goldmünzen durch die Macht der wirth- ichaftl chen und finanziellen Thatfachen und die deshalb noth- wendigen Maßnahmen des Rcichsschatzamtes, der Reichsmünzstätte und der Reichsbank glänzende Fortschritte. Dabei ist es sehr merkwürdig, daß der wirklich großartigen Entwickelung der Goldwährung und der Münzverhältnisse in Deutschland weder im Reichstage, noch in der Presse diejenige Beachtung geschenkt wird, die sie doch verdient. Wenn Deutschland noch vor dreißig Jahren ein verhältnißmäßig an Geld und Gold armes Land war, so gehört jetzt Deutschland neben England und Frankreich zu den drei finanziellen Großmächten, gegen welche bic Geldmittel der anderen Länder ganz bedeutend zurückstehen. Die enorm hohe Summe von drei Milliarden Mark hat der Betrag der Gesammtausprägungen an Reichsgoldmünzeu — abzüglich der wieder cingezogenen Stücke — am Schlüsse des Monats Januar d. I. überschritten. Im Januar sind allein 16,5 Millionen Mark in Doppelkronen geprägt worden, wodurch sich der Gesammtbetrag von 2998,4 Mill, auf 3014,9 Mill. Mark erhöht hat. Mit anderen Mitlheilungen des „Reichs- cmzeigers" ist auch diese Angabe in die Presse übergegangen, sie ist nahezu vüll'g unbeachtet geblieben. Das ist kein schlechtes, vielmehr ein gutes Anzeichen, denn eS beweist, wie glatt, ohne Reibungen und Störungen, thatsächlich unser aus der Gold Währung beruhendes Münzwesen functionirt. Bor nahezu neun Jahren, im März 1887, hatten die Gesammtausprägungen cm Reichsgoldmünzen den Betrag von zwei Milliarden Mark erreicht. In der Zwischenzeit hat eine rührige Agitation nicht geruht, aus den Umsturz der deutschen Goldwährung hinzu- vrbeiteu, aber in derselben Zeit hat diese Währung durch den thatsächlichen Verlauf der Dinge eine weitere, gewaltige Festigung erfahren. Veranschlagt man die Beträge an Reichs« goldmünzen, welche seit Beginn der Ausprägungen in das Ausland abgeflossen, eingeschmolzen u. s. w sein können, hoch auf 400—500 Millionen Mark, so verfügt das deutsche Reich heute noch über einen Bestand an Reichsgoldmünzen von 2500—2600 Millionen Mark, wobei die Vorräthe der Reichsbank und der Reichskciegsschatz in Spandau selbstverständlich eingerechnet sind. Ausgestattct mit diesem Goldbesitz und diesem Goldumlauf steht Deutschland auf dem Gebiet des MünzwesenS heute so wohl gerüstet da wie nie zuvor und kann selbst den währungspolitischen Thorheiten anderer Länder ruhig entgegensehen, wofern es nur den in der Arbeit eines Bierteljahrhunderts errichteten soliden Bau seiner Goldwährung nicht wieder einzureißen beginnt. Und daran ist wohl im Ernst nicht zu denken, denn vor solchen riesigen Goldmassen muß doch jeder Politiker und Patriot einigen Respect haben. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den hkgniden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. herziger Weise sür die U eb ers ch w e mm ten 12,000 Mk. Die Deutsche Metallpatroncnfabrik hat 3000 Mk. gespendet. Rom, 13. März. Die „Agenzia Stefani" meldet auS Massaua. MitMenelik find FriedenSunrerhand- lungen eingeleitet worden. vierteljähriger Kvonaementrprei»» 2 Mart 20 Psg. mtt Lringrrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, E^pcdilio» und Druckerei: KchulfiraßeVr.'r. Fernsprecher 51. ier iiä «8« 0.8i O.3i 0.3 ÖZ 1.4* 1.9* 0.$« 0.8" 1.6« Netteste Nachrichten. Wolffs telegraphisches CorrespondenpBurrau. Berlin, 13. März. Die „National-Zeitung" schreibt: Im Hinblick aus Mittheilungen in der Presse, wonach der österreichisch-ungarische Minister deS Auswärtigen, Graf Goluchowskl, in Berlin auch über ein eventuelles öfter- r ei ch isch - engli f ch e S Zusammengehen, insbesondere im Orient, bei der Zusammenkunft mit den leitenden deutschen Staatsmännern sich ausgesprochen haben soll, erfahren wir, daß an zuständiger Stelle darüber nichts bekannt ist. Daß jeder der Dreibundmächte berechtigt ist, mit anderen Mächten über Zwecke, die den Dreibund nicht berühren, selbstständig zu verhandeln und Vereinbarungen zu treffen, ist aber bekannt. Graf Goluchowsky Härte also auch keine Ursache gehabt, auS einem solchen Anlasie in Berlin Berathungen zu pflegen. Karlsruhe, 13. Mä z. Die „Karlsruher Zeitung" meldet: Der Großherzog und die Großherzogin spendeten in hoch- Loudou, 13. März. Der Bericht dcS „Standard"- Correspondenten in Wien über den heutigen Besuch deS Kaisers Franz Joseph bei der Königin Victoria schreibt demselben politische Absichten zu. Wkdtlz. orgaugtkasses Sink. msens, btr > -ichtMurg btr rtt nicht, die über jai und Enirich, )t wird kostenlos teilen und Orls- u Magdeburg. tocaU» ttnd pPwinjkUcj» Gießen, 14. Marz 1896. ** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädtgst geruht, am 29. Februar dem Maurer und Feuerwehrmann Michael Resch in Mainz daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen. ♦* Ordensverleihungen. Se. Maj. der Kaiser haben auS Anlaß der am 11. März stattgehabten Gedenkfeier des 1. Großh. Hessischen Jnfanterie.(Leibgarde-)Reg'rnentS Nr. 115 den nachbenanntcn Offizieren und Feldwebeln folgende Auszeichnungen zu verleihen geruht, und zwar: den Rothen Adler-Orden 3. Klaffe mit der Schleife: dem Obersten z. D. Frhrn. Röder v. Diersburg, zuletzt Bezirks- commandeur des damaligen 1. Bataillons (Gießen) 2. Großh. Hesi. Landwehr-Regiments Nr. 116; die Kgl. Krone zum Rothen Adler-Orden 4. Klaffe: dem Major Frhrn. Röder v. Diersburg; den Rothen Adler-Orden 4. Klaffe: dem Hauptmann v. Lochow; den König!. Kronen Orden 4. Klaffe. dem Premierlieutenant v. Schultzendorf; baß Allgemeine Ehrenzeichen: dem Feldwebel und Zahlmeister-Aspirant Dolata und dem Feldwebel Wolf, sämmrlich vom 1. Großh. Hesi. Inf -(Leibgarde )Regt. Nr. 115. ** Fernsprechverkehr Berlin Darmstadt. Laut amtlicher Bekanntmachung ist der Fernsprechverkehr zwischen Berlin und Darmstadr eröffnet worden. Ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten kostet 1 Mark. Befitzwechsel. DaS HauS Marburgerstraße 22 wurde an Herrn A. Helfenbein für 25,500 Mk. verkauft. V.A. ** Alters- und Invaliditäts-Versicherung. Seit balSband. Gießen, den 14. März 1896. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. E. v. Bechtold, Regierungs-Affeffor. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, Papiergeld, 1 Taschenmesser, 1 Eigarrenetut, 1 Regenschirm, 1 Glacehandschuhe, 12 Stehkragen, l Reisetasche, l l Schtebkarren, l Bierfaß, l Pferdedecke und l Mitte v. I. sind die §§ 30 und 31 deö Jnoaliditäts- und AlterSverficherungsgesetzeS in Wirksamkeit getreten. Danach wird die Hälfte der geleisteten Beiträge in zwei Fällen zurückerstatkkt, wenn für mindestens 235 Wochen Beiträge geleistet sind, nämlich: l. Den weiblichen Versicherten, welche sich verhetrarhen. ' Der Antrag auf Beitrags- erstattung muß binnen 3 Monaten nach dem Eheschluß bei der Bürgermeisterei oder direct bei der Versicherungsanstalt gestellt werden. Die Wartezeit von 235 Wochen muß beim Eheschluß bereits erfüllt sein. Zeiten bescheinigter Krankheit, die mit Erwerbsunfähigkeit verbunden sind, gelten als Beitragszeiten. 2. Der Wittwe oder den ehelichen Kindern (unter 15 Jahren) des Versicherten, wenn letzterer stirbt, ohne in den Genuß einer Rente gelangt zu fein; deszl. beim Todesfall einer weiblichen Versicherten deren Kinder unter 15 Jahren. Erhalten die Wittwe oder die Kinder auS Anlaß deS Sterbfalls eine Rente auf Grund deS Unfallverfiche- rungsgesetzeS, so besteht kein Anspruch auf Erstattung. Andere Erben haben überhaupt keinen solchen Anspruch. ♦* Der Jahresbericht der Deutschen Gesellschaft in New- yark, welche fich bestrebt, den deutschen Einwanderern in Amerika und deren Nachkommen ein treuer Rathgeber zu sein, ist unS zugegangen. Die Gesellschaft beschäftigt fich vorwiegend mit AuskunftSertheUuug, Armen- und Krankenpflege, Arbeitsvermittelung u. s. w, worüber der Bericht, der H2., recht eingehende Mitlheilungen macht. Wir wünschen der Gesellschaft weiteres Blühen und Gedeihen im Jnteresie welche in der neuen Welt ihr Fortkommen Der Gießener Anzeiger erlckeint täglich, mit Ausnahme deS MonlagS. Die Gießener I»««ittea5tätier n>rrbrn dem Anzeiger »öchcnllich dreimal deigelrgt. ___Getreidemarkt. (BerichtSwoche vom 7. bis 13. März.) Es hat in der letzten Woche nicht au einigen Anregungen gefehlt, welche günstig auf die Getreidepreise wirkten, wie die Furcht vor einem Nachwinter und daS Steigen der Weizenpreise in Nordameiika. Aber diese Anregungen wirkten doch nur vorübergehend und bei einiger Steigerung deS Angebotes sanken die Preise wieder auf den alten Stand. — In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen (je nach Qualität und per 20 Gentner) 150 bis 164 Mk., Roggen für 122 bis 125 Mk., Gerste für 113 b,S 170 Mk., Hafer 115 bis 145 Mk. Dtyefchrn des Bure« „HeroD'. Berlin, 13. März. Der Kaiser hat gestern der Trauung seines Flügel-Adjutanten Grafen von Moltke und dem darauf folgenden Hochzeitsmahle beigewohnt. Die I Kaiserin, welche gleichfalls in der Kirche erschienen war, Überreichte der Braut ein kostbares Bouquet, während der I Kaiser als HochzeiiSgeschenk ein kostbares Tafel-ServiS auS I der königlichen Porzellanmanufactur überreichte. Berlin, 13. März. Der Kaiser confcrkte heute Vor- mittag nach dem gemeinsamen Spaziergänge mit der Kaiserin mit dem StaatSsecretär Frhr. v. Marschall und empfing I bann im Schlöffe den Botschafter Grafen Philipp Eulen- bürg. Um 12 Uhr begab sich der Kaiser zur Vorführung technischer Versuche nach dem Kasernement des Garde-Pionier- Bataillons, woselbst er dann im Kreise deS OsfiziercorpS frühstückte. Abends gedenkt der Kaiser dem Hubertusdiner beim Fürsten Pleß beizuwohnen. Berlin, 13. März. Zu Ehren des österreichischen Ministers Grafen Goluchowsky fand gestern Abend bei dem Reichskanzler ein Diner zu 43 Gedecken statt, an welchem vornehmlich die Botschafter und andere Mitglieder deS diplo- matifchen CorpS theilnahmen. Der Graf dürfte heute Nachmittag oder morgen früh Berlin wieder verlaffen. Vorher wird u noch oom Kaiser in Abschieds-Audienz empfangen werden. Berlin, 13. März. Der österreichische Minister deS Aeußeren, Graf Goluchowsky, ist heute Nachmittag wieder nach Wien abgereist. Berlin, 13.März. Die Budget-Commission deS Reichstages hat heute ihre Arbeiten beendet und wird Dienstag nur noch Petitionen erledigen. Berlin, 13. März. Die ReichStagSSommisfion für daS Bürgerliche Gesetzbuch nahm die Paragraphen 607 | und 608, betreffend den Dienstvertrag, unverändert an. Berlin, 13. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." bespricht I an leitender Stelle die auf Einführung der facultativen Civilehe abzielenden Bestrebungen und sagt u. A., daß | die Erfahrungen, die man während eines zwanzigjährigen Zeitraumes mit der obligatorischen Civilehe gemacht habe, nach keinerlei Richtung dazu angethan seien, ein Abgehen von dem bestehenden Rech: als erforderlich ober wünschenS- werth erscheinen zu laffen. Berlin, 13. März. Heute Nacht wurden in der hiesigen ZeitungS-Centrale sämmtliche Nummern des „Socalist", welche heute Morgen zur Ausgabe gelangen sollten, von der politischen Polizei beschlagnahmt. Es handelt fich, wie mitgetheilt wurde, um die rothe März Nummer. Wien, 13. März. Die seit fieben Jahren bestehende renommirte Seidenband Fabrik Fr. Woeger Söhne ge- rieth in Zahlungsschwierigkeiten. Die Passiven betragen eine halbe Million Gulden. Triest, 13. März. Dem „Mattino" zusolge griffen gestern 3000 Derwische ein italienisches Corps an und schlugen daffelbe in die Flucht. Rom 13. März. Wie der „Tribuna" gemeldet wird, erklärte «amtiert, daß er den Angriff in einem Angen- blicke der Schwäche und des Wahnsinns beschloffen habe. Alle Generale und der Chef deS Generalstabs seien sür den Angriff gewesen. Neapel, 13. März. Die Abfahrt der letzten, für Afrika bestimmten Truppen, welche heute eingeschifft werden sollten, ist ausgeschoben worden. — ES bestätigt fich, daß mit Menelik FriedenSverhandlungen eingeleitet worden sind. Mailand, 13. März. Der Kriegsminister Ricotti will, der „Berseveranza" zusolge, die 192 Batterien zu 6 Geschützen in 148 Batterien zu 8 Geschützen umwandeln. Ferner soll der KriegSminister beabsichtigen, die 24 Caoallerie- Regimenter von 4 aus 3 Schwadronen herabzusetzen und schließlich die vierten Compagnien bei sämmtlichen 324 Infanterie-Bataillonen eingehen zu laffen. Nur im Kriegsfälle sollen die vierten Bataillone gebildet werden. Die dadurch entstehende Verminderung der Osfiztere soll einer Etatersparniß von 3 Millionen gleichkommen. ii! i rtfmvvlvtr 0 1 faotr. Es girbt 0 °&ne n «S iu*n.o nn Colonial, 0 1816 0 öoaooaaoo t.. a», u-K E fcÄ* $ora «ÄSE Mchener Anzeiger Keneral-Mzerger. Leute daran nicht unklug thuv, beweist der Umstand, daß man hier trotz der billigen Einkaufspreise noch 80 Pfennig für ein Pfund Leber- oder Blutwurst bezahlen mutz. — Die ersten weißen Bachstelzen und Singdrosseln in diesem Frühjahr find in dieser Woche znrückgekehrr, während die Lerchen schon seit Mitte Februar im Feld ihr Lied ertönen lassen. Zurückkehrende Kraniche wurden bis jetzt noch nicht bemerkt. Selters (bei Ortenberg), 10. März. In der Nähe der Großh. Domäne „Conrad-borf", Gemarkung W'ppenbach, befindet fich ein Salzbrunen. Bor 60 Jahren wurde der Brunnen, gleichzeitig mit demjenigen zu Bad Salzhausen bei Nidda, eingeschachtet, gerieth aber nach und nach in Vergessenheit. In diesen Tagen wurde die Quelle, welche ca. 10 Mtr. tief, mit eichenen Bohlen eingefaßt ist, auf- geräumt. Das Waffer ist sehr stark salzhaltig, enthält ziemlich Kohlensäure und wird von der umliegenden Bevölkerung krugweise geholt. Nach einer in Marburg vorgenommenen Untersuchung weist daS Waffer außer starkem Salzgehalt ähnliche Bestandtheile wie daS „Mlburrger" Waffer auf. ES dürfte fich empfehlen, wenn die Quelle noch weiter untersucht und das Waffer zinsbar gemacht ivürde. Offenbach, 9. März. Seit einiger Zeit machte fich hier und in der Umgegend ein Schwindler bemerkbar, der sein Handwerk in einer neuen eigentümlichen Weise betrieb. ES wurde ein Packet zu Wirthen, die ihr Local an einen Gesangverein vermiethet hatten, gebracht mit dem Bemerken, daß dasselbe vom Verein bestellte Noten enthalte und wurde zugleich der hiersür schuldige Betrag von den betreffenden Wirthen zu erheben versucht und auch säst ohne Ausnahme an den Ueberbringer anstandslos bezahlt. Die Packrte enthielten natürlich nur werthloseS Zeug, Holzstücke rc., und sahen die Betroffenen hiernach, aber immer zu spät ein, daß sie geprellt worden waren. Den Bemühungen unserer Polizei ist eS nunmehr gelungen, den Schwindler in der Person eine- hier wohnbasten stellenlosen SchlofferS und Ausläufers, NamenS Jacob Wagner zu ermitteln und hinter Schloß und Riegel zu bringen. Der Verhaftete hat schon wegen ahn lieber Vergehen, welche er fich als Ausläufer einer hiesigen Buchhandlung schuldig machte, Strafe erlitten. * Dem bekannten Berliner Gerichtschemiker vr. Jeserich ist e« gelungen, mit Hilfe der Photographie einen Mord ju entdecken. Unter den Trümmern eines niedergebrannten Hauses war die gänzlich verkohlte Leiche des Besitzers heraus- geholt worden. Der Sohn stand unter dem Verdacht, den Barer ermordet und dann das HauS angezündet zu haben. ES kam nun darauf an, festzustellen, ob der Vater bei Ausbruch des Brandes noch gelebt habe ober ob er schon tobt, schon ermorbet gewesen sei. In Lunge unb Herz ber verkohlten Leiche fanden sich noch zehn Blutstropfen. Da man nun aus bem Spectrum beS Blute« ganz genau erkennen kann, ob nur Sauerstoff ober Kohlenoxyd im Blute gewesen, gelang eS dem Dr. Jeserich ohne Mühe, die Abwesenheit von Kohlenoxyd im Blut festzustellen, und eS war somit der untrügliche Beweis erbracht, baß ber Tobte nicht mehr geathmet haben konnte, als ber Branb auskam, also vorher ermordet worden war. • Grandenz, 12. März. Obwohl er angel.ttet war, hat fich der zum Tode verurtheilte Giftmörber Schiemann erhängt. ■ Würzburg, 8. März. Ein teuflischerMorbplan, ber ber Phantasie eines SchauerromanschrifistellerS entsprungen fein könnte, beschäftigte gestern da» unterfränkische Schwurgericht. Der 51jährige Kutscher Pe ch beS Profeffor Prhm, ber seit 20 Jahren in Diensten dieses vielfachen Millionärs steht unb seit bieser Zeit mit seiner Frau in bestem Einvernehmen lebte, verliebte sich vor zwei Jahren in ein ba- mals 22 jähriges Dienstmädchen NamenS Glück, die Braut eines HäfnerS, beS Vaters ihrer brei Kinder. Um die Glück helraihen zu können, trachtete Pech seine Frau zu beseitigen. Er engagtrte zu diesem Zweck zunächst einen schon viel vorbestraften Schmied, Joh. Zimmermann, dem er Geld gab unb 100 Mk. versprach. Zimmermann warf auch am 7. August, nachdem ihn Pech vorher In einer Futterkiste versteckt gehalten unb bort mit Wein regalirt hatte, Frau Pech die steile Kellertreppe hinunter unb würgte sie, bis sie bewußtlos war. Die Frau tarn mit geringen Verletzungen davon unb Zimmermann verließ Würzburg. Nun würbe zur Ausführung des verbrecherischen Plane» ber Fuhrknecht Michael Wolf gebungen. Am 8. November überfiel er bie Frau, als sie im Abort ben Wohnungsschlüssel holen wollte. Wolf, ber ihrer geharrt unb an einem starken Nagel eine feste Schnur mit Schlinge befestigt hatte, stürzte auf bie Ahnungslose zu unb versuchte sie, indem er ihr den Mund zuhielt, beizuziehen. Al» bie Ueberfallene Lärm schlug, ent* floh Wolf. In ber Verhanblung erklärte Pech, in bie Glück ganz verrückt gewesen zu sein- so sei er auf ben unseligen Plan gekommen. DaS Urtheil lautete; Pech 12 Jahre, Zimmermann 8 unb Wolf 6 Jahre 1 Monat Zuchthaus unb je 10jährigen Ehrverlust. * Speier, 11. Marz. Flüchtige Einjährige. Die Einjahrig-Freiwilligen Pfeifer aus Kaiserslautern unb Preuch aus Pforzheim vom hiesigen Pionierbataillon finb geflüchtet, um einer kleinen Strafe au« bem Wege zu gehen. Wahr- fcheinltch Haden sie ihren Weg in bie Schweiz genommen. * Ludwigshafen, 11. März. Eine Bierreife aus dem Gcfängniß. Drei Untersuchungsgefangene stiegen gestern Abend aus bem hiesigen AmtSgerichtSgefängniß au«. Nachdem zwei davon sich In einer Wirthschafl gestärkt hatten, kebrten sie wieder in« Gefängniß zurück- Der Dritte, ein gewisser Köhler, ist entflohen. DaS schadhafte Gitter beS Gefängnisse« begünstigte die Flucht. • Die Gefahren der Photographie haben kürzlich die studentischen Zuhörer eines Tübinger Professors in böser Weise kennen gelernt; bie .Neckar-Zeitung" berichtet darüber: Ein luftiger Vorfall ereignete sich unlängst im physikalischen Jn- titut der Universität. Es war am Tage nach der Reichsfeier. Ein großer Theil ber anwesenben Studenten stand noch unter ihrem Einflüsse. Der dozirenbe Proseffor sühne bei verhängten Fenstern in behaglichem Dunkel bie Eigenschaften bes Magnesiumlichtes vor unb zeigte beffen Einwirkung auf bie photographische Platte. Nach längerem Doziren folgte enb- lich ber praktische Versuch, ein grelles Licht durchleuchttt für einen Augenblick ben bunklen Raum und bald darauf ist auch die Lehrstunde zu Ende. Mit sarkastischem Lächeln zeigte in der nächsten Stunde der Professor bie entwickelte Photographie vor, bie eine» Theil ber Herren Srubenten darftellt, wie sie auf ihren Plätzen in friedlichen Schlummer versunken find, mit geschloffenen Augen unb theilweise sogar mit geöffnetem Mund. Sie hatten bie angenehme Dunkelheit bazu benutzt, um das Versäumte der letzten Nächte wieder einzuholen, bie moberne Wissenschaft aber war zur Verrätherin an ihnen geworben. ♦ „ein leuchtendes Beispiel." AuS Wien wird vom 10. März berichtet: In der Budgetdebatte be« österreichischen Abgeordnetenhauses, in der es sehr viele und sehr lange Reden gegeben hat, hat ber Abgeordnete Morre, der Btr- affer bes VolkSstückeS „'S Nullerl" folgenbe Rede gehalten: Abg. Morre: Als leuchtendes Beispiel für Dauerredner werde ich ben Telegrammstyl zur Anwerbung bringen. Hohes HauS! Niebergang des Bauernstandes schreitet unaufhaltsam vor. Zustand unhaltbar. Hilfe dringend noth> wendig. Warum nichts geschehen? Bitte Drahtantwort. Lebhafte Heiterkeit.) ** Wenn ein Franzose über deutsche Studenten schreibt, kommt natürlich wa« Erbauliches zum Vorschein. Neuerdings hat fich, so schreibt die „T. R.", in dem Pariser Blatt „L'Etudiant" („Echo du Quartier Latin") ein Monsieur G. G. über seine Eindrücke vom Leben auf deutschen Hochschulen vernehmen kiffen. WaS er zusammenfaselt, ist amüsant genug. „Die deutschen Studenten" — so schreibt er u. A. — „find bedeckt mit einer rotyen, weißen, violetten, gelben ober anberSfarbtgen Mütze, je nach dem Studium (!), welchem sie sich widmen. Sie tragen ihre breite, buntscheckige Schärpe unb bei Festlichkeiten weiße Beinkleider, Stiefel unb Degen. Brrhältnißmäßig wenig besuchen sie die Bierlocale (!) unb selten rühren sie bie Karten an. Dagegen gehen sie viel spazieren, weil sie sich gerne sehen lassen. Sie verbringen fast ben ganzen Tag im Zimmer, wo sie arbeiten, lesen, trinken unb ans mächtigen Pfeifen rauchen, in benen unsere Packetchen Tabak von 40 Gramm ohne Schwierigkeit ver> schwinben würden, unb deren Rohr manchmal länger als ein Meter ist. Die Meisten besuchen eifrig ben Gottesdienst. Um fich zu zerstreuen, gehen sie in's Theater ober in'S Con- ctrt; sie leisten sich für 25 Pfg. bie letzten Plätze unb scheinen bort bie ölaque zu bilden. Sie besuchen häufig bie Bälle und geben sich mit Raserei bem Eislauf hin. Einige von ihnen treiben auch Reit- unb Fahrrabsport. Eine Geliebte besitzen sie nie. (?) Sie genügen sich bamit, irgenb einem fetten (!) Gretchen bie Cour zu schneiben. Allerdings würde es ihnen schwer fallen, Prachtstücke zu finden Ich kenne wenige Länder, die so arm an hübschen Gesichtern find, wie daS badische, hessische und pfälzische Deutschland. (!) M tunter trifft man wohl eine Schönheit, hehr und rein wie ein Marmorbild, aber auch ebenso kalt- die Anderen find nicht werth, daß man fie ansähe, selbst nicht wegen ihres Putzes, beffen fich daS geringste unserer Nähmädchen schämen würde. Die Theater und Concerte beginnen um halb fieben unb enden um zehn. Der Abend verläuft immer ruhig unter bem wachsamen Auge ber Schutzmänner, unti lärmenb die Straßen zu durchziehen, ist für die deutschen Studenten ein unbekanntes Ding. Ihre eigentliche Leidenschaft, auf bie fie so stolz und eifersüchtig sind, ist der Zweikampf. Aus dem nichtssagendsten Grunde, den sie stets zu suchen begierig finb, forbern fie fich. Am anbern Tage begeben sich die Gegner, umringt von ihren Secunbanteo, in bie hierzu bestimmte Kneipe, die sich im Weichbilde jeder Universitätsstadt befindet. Man befestigt ihnen ein Metallgitter vor den Augen unb Eisenplatten an Hals und Brust- bann bewaffnen sie fich mit langen Rtppieren, bie oft rostig find unb niemals geschnitten haben. Nun führen fie schnelle Rundbewegungen au« unb suchen sich gegenseitig bie Nase zu zerschneiden, waS ben Höhepunkt der Kunst bebrütet, aber fie kommen nur dazu, sich eine un- bebeutenbe Wunde auf ber Backe beizubringen. Dann — welche Tollheit eines Besiegten! — ist dieser Stolz auf seine Wunde, hundertmal glücklicher, als der Sieger. Er klebt sich ein Stück schwarzes Pflaster auf die Backe und macht während mehrerer Tage ganze Stunden lang das Trottoir unsicher, bis alle Welt ihn gehörig gesehen hat. Gestern traf Ich so Einen, der sein Pflaster herumführte. „Warum haben Sie sich geschlagen?" fragte ich ihn. — „Ich hatte erst sieben Schmarren", erwiderte er, „unb ein Weib hat mir gesagt, ich wäre noch zu schön!" Wahrlich, ein kurioser Kauz! • «in Lebensretter en gros. Den „Record" in der Rettung von Menschenleben qat Capitän Weiß vom englischen Dampfer „B-lgian King" aufzuweisen, dem unlängst für bie glückliche Bergung zweier im Boot vertriebenen französischen Fischer ein Ehrengeschenk überreicht würbe. Dabei würbe festgestellt, daß ber Gefeierte im Ganzen bereit» 979 Menschen auS Seenoth gerettet hatte. An Bergelohn für Schiffe, die er eingebracht, finb im Ganzen 361000 Mk. ausbezahlt worben, wovon 29300 Mk. Capitän Weiß erhielt. * Zu Newyork sollen, nach ber Behauptung eine« bortigen Statistiker«, täglich mehr Menschen in senkrechter wie in horizontaler Richtung beförbert werden, b. h. die Stadt besitzt in ben öffentlichen unb Privatgebäuden so viele Auszüge, welche bei ben meist thurmhohen Bauten ganz allgemein bie Treppen vertreten, baß bie sonderbare Behauptung badurch ziemlich gerechtsertigt erscheint - n'cht weniger wie 5000 ber« artiger Hebelmaschinen durch Wasserdruck, Dampf- unb Ga«> kraft ober Electricität betrieben, sollen nach einer Mittheilnng vom Internationalen Patent-Vureau Karl Fr. Reich eit,. Berlin N. W. 6, diesem vertikalen Verkehr dienen, unb übersteigt deren Zahl nach den Ermittlungen be« betr. Gr» währ«manne«, jene ber Straßenbahnwagen beträchtlich. • «ine Itegobie unter der Erde. Al« man einen v er- lassenen Schacht in einem Kohlenbergwerk bei Weehiinq in West Birginien untersuchte, fanb man bie Leichen von vier Bergleuten. Einer saß fast aufrecht gegen die Felsen gelehnt. Am Boden fand man eine Flaiche unb in derselben einen Zettel mit ben solgenben Aufzeichnungra. 2. November 1863. Sollte bieser Zettel jemals da« Licht der Welt erblicken, so wöge diese wiffen, daß wir hier ge« angen fitzen, weil der Schacht eingestürzt ist. Wir haben nicht« zu effen und zu trinken. Seit acht Tagen sitzen wir hier. — 4. November. Swing unb Ackelsohn haben Ayrr« getöbtet und effen ihn. Ich habe schon einen Stieselschaft gegessen. Das Oel in unserer Lampe wirb immer weniger und die Luft ist schlecht. — 6 November. Swing bat Ackelsohn getöbtet unb hat seine Füße abgeschnitten, die er jetzt ißt. Er tanzt wie ein Irrsinniger mit gezücktem Messer herum. — 7. November. Ich bin jetzt allein mit bem Todrrn. Ich mußte Swing töbten au« Nothwehr. Ich habe gerade bep anberen Stieselschast gegessen. Ich stecke diese Aus. zeichnungen in bie Flasche, bamit mein Schicksal, wenn möglich, bekannt wirb. — Joseph Olny — Alte Bewohner haben ba« räthselhaste Verschwinden der vier Bergleute noch n.ch» vergeffen. Zwei von ihnen waren Engländer. Der britische Eonsul stellte damals alle möglichen Untersuchungen an, aber vergeben-. ♦ Zu devot. Fürst (zum Bibliothekar, besten Bidliot k er besichtigt): „Ader, lieber Prosestor, warum haben Sie benn bie Bücher alle umgekehrt?" — Prosestor: „Ader, Durchlaucht, ich konnte doch nicht zulasten, daß die Bücher Ihnen ben Rücken zudrehen?" Citeratur rrnd Kttnft. — Reue epedaltarte der Südafrikanischen (Ira«« Vaal) Republik, de» Oranje = frretfUaM und der an grenzende« Gebiete tm Dlaßfiabc 1:3000 000, nach afrikanische englischen, deutschen, holländischen, portugusischen unb französischer. Quellen bearbeitet von A. Herrsch (Verlag von Earl Flemming in Glogau) PreiS 50 Ps. Bei dem lebbasten Interest«, bet Jamesons Freibeuterzug, bie Schlacht bei Rrügereborp, ba« Glückwunschtelegramm des deutschen Kaiser« unb neuerNng* * ba Streit um die Delagoa-Bai überall gesunden haben, ift das 6r scheinen vorliegender Karte, die dem Wunsche nach einem auhn schnell ortentirenden und dabei billigen topographischen Führ, durch Süd-Ostafrika in bester Weise entgegenkomml, mit Freuden zu begrüßen. — Koenig« Ltädte Lexieo« be« deutschen Reichs mit b<. Einwohnerzahl nach der Volkrzählung von 1895 ist soeben in oi.Tttr Auflage Im Verlage von Albert Koenig in Guben e schienen Preis 50 Pfg. Da« Büchlein enthält ein alvbabettsche« Verzeichniß sämnu licher Städte be« deutschen Reiches mit Angabe ber Vage nach Kreisen (Bezirksämtern, AmtSbauptmannschaften ?c.), Regierungsbezirk n (l?be>amt«bezirken, KreiShauptmannschaften), Provinzen und bet Einwobnerzabl nach ber Volkszählung vom 2. Decembcr 1HV5 Auch die größeren ländlichen Orte, in denen fid) der S'tz eine« Amtsgerichts oder der Kreisverwaltung befindet, sowie auch größere Marktflecken und bedeutende ländliche Ortschaften haben darin A,,-- nahme gesunden. In einem Anbang find die Städte übet 10,000 Ein: wohnet ber Größe nach aufgesührt. 'Rach bem Buche, welche« fich auf amtliche Angaben stützt, nimmt Gießen unter ben Städten b 6 Deutschen Reiches die 142. Stelle ein. Technische Fortschritte. — Ei« Kitt, der i* Wasser und Feuer an«l>*lt, un> deshalb für Metall, Porzellan unb irdenes Geschirr anwendbar in, wird folgendermaßen bereitet. Man läßt 2 Pfund süße Milch durch Weinessig dünn gerinnen. Sobald die Milch abgekühlt ist, nimn-t man die Molke davon unb quirlt ba« Weiße von 4 Siern btnetr; hieraus mischt man fein vuloerifirten, ungelöschten Kalk binjujir.1» arbeitet die Mischung mit einem Spatel recht innig durch, total des Eiweißes kann auch frische» Rinderblut dienen- An bet Lu t und bann in starker Wärme getrocknet, hält dieser Kitt Feuer urb Wasser au«. — Reinigung von Druckftempelu. Messingdruckstewv l (nicht etwa Gummistempel), die unklar geworden finb, deren Echrifi- odet Wappentheile fich nach und nach durch fet'flaubipen Filz verfett haben, reintat man schnell unb aründlich durch Abdruck in beißen Siegellack. Man läßt den Sten pel einen Augenblick in dem Vacf» siegel stehen, bis diese« bart geworden ist und wird ibn dann gar» rein fortnehmen können. Röthigenfall« wied rholt man dle e Procedur noch einmal. Hat sich Siegellack in die Schrift bei Stempels gefetzt, so springt diese« leicht ab, wenn e« mit einem scharfen Holzstäbchen hei ausgedrückt wird. Metallspitzen, _3iabde ober bergt, verwenbe man nicht, ba man bamit leicht den SlemPck verletzen kann. Vringe in diese« «ou,t aeeiguete RtsttLKchen fftr Ltoore, Meisen und Rothschwänzchem an l Schone ll e'ne locht-r Helene Elisabeth. 6 Dem laglBbner Wilhelm Schneller ein foM geborene« Kind weiblichen Geschlecht«. 7. Dem Bäcker Ludwig Bebe eine Tochter, Margarethe Hedwig Mariha Elisabeth Iodanra 8. Dem Hllfsbrernser Georg Wilhelm Habicht eine Toebter. 9. Dem Profeffor Dr. Arthur Benno Schmidt ein Sohn. 10 Dem Kohle" Händler Alov« Spengler ein Sohn. 11. Dem Straßenkehrer Wllbe « (,'esch ein Sohn, Heinrich Peter. Mir»: 7. Martha Luise Braun, 6 Monate alt, Tochter v?n Locomotivsührer Karl Braun dahier. 7. Karl Selten, 13 Jahre oll, von Burgfolm«. 8. Anna Schütz 3 Monate alt. Tochter o* Schneider Georg Schütz dahier. 9. Anna Ehristine Wcher, 81 IaM jii rr“io. Lina M 8. M. IWltnt ;>* v»s» unb len 8. WV B, iRatbtlbt * Ten 8 TM Jdaile WM @1 lui den 81 nb A-benber^ E 1. ricnst unb 27 cm Tmchnt. son 18-33 cm btTbnaiifltn von Eichen: 2 rm m es-daft. 14. Mürz. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kostete: Butter vr. Psd. X 0,75-0.80, Hühnereier pr. St. 00 $, 2 St. 10-11 A. Enteneier pr. St 6 $, Ganse, eter pr. St. 11-12.$, «Sie pr. St. 5-8$, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 17 $ Linsen pr. Liter 30 A. Tauben pr. Pa« X 1,00 bis 0,00, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,30-1,70, Enten pr. Stück X 2,00-2,20, Gänse pr. Pfrmd X 0,00-0,00, Ochsenfletsch pr. Psd. 70-74 $, Kuh- und Rindfleisch pr. Psd 66-68 $, Schweinefleisch pr. Psd. 56 bi- 68 A. Schweine, fleisch, gesalzen, pr. Psd. 70-72 A, Kalbfleisch pr Psd. 60 $, Hammelfleisch pr. Psd. 60-70 $, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 di, 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 $, Zwiebeln pr. Eentner X 5,00-0,00, Milch pr. Liter 16—18 $. r' dessen Bibls»! ttatum ^abci £ . Professor: ", M die ö 1 '»in b,t - >Ä l1«1»' urt . i.« .. ?'»»»>»: ?■ »Mcmi Diöaiü E ^rwvhner Has. -rgleute noch D;: ?”• Der britssj an, atc | nft. kavtstzm (Xtäti itel und der n 00, nad) afrtfanlht 4en und iianDc Maxi Fleniwi allen Jnteress,, !; ei Stügniborp, ! und neuerdlngi ■ n haben, iki bis f. ie nach einem go 'pogiaphischen Fit nfommt, mit Jra1 scheu Reichs mit k 5 ist soeben in ek':: \btn e> schienenPnit iß Lerjeichniß fitnn der Lage raOrdi» ftiglmHigtttjirf'r Provinzen und ba bKtmbtx 18S6. Ixiä x tzssz W. \otnU auch ftxifri ien hrdm darin Ä Äübtx 10,000 (?'• m Luche, weiches 1 - mitt dm Slädlni! »ritte. Kauthäit, r aonjenbbai i vjund süße Ml» ’ b abgekühlt ist, nta- be von 4 Giern M öschtm Ralf chi Innig dm». bienen- An der ti- dieser Ritt 5«« «. Messtogdlu-kuem! irden sind, deren Sch'0 sel'staubizen F>lj , 4 Abdruck in W lugenblick in 'M A ad Md ibn dann » mied.xholl mn d^ ad in die 6«J ab, wenn ei mH 2 Jlt=Wk«aW< SÄ*** ttu Lchasmann d'b" i -SÄ h-stl-ck s» £l SfÄ?^ «•‘SS* irl6< .^rochier. M110 » j Soll $(1j, roch.lst,,^ eit, Privartn dahier. 10. Karl Dietz, 21 Jahre eit, Hausbursche von Xesselbach. 10. Lina Edel, 26 Jahre alt, lebig, dahier. 11 Minna Repp, 22 Jahre alt, ledig, dabier. 11. Ein Kind männl. Geschlecht«, 15 Tage alt, Sohn von Teglöhner Christoph Steih hterselbft. 12. Ludwig Weber, 37 Jahre alt, Schneider dahier. 12. Georg Thtelmann, 62 Jabre alt, Landwtrth von Etsenroth. 12. Helene Httzcl, geb. Zörd, 52 Jahre alt, Ehesrau von Landwtrth H-tnrich Hitze! VI. zu Manzenberg, Kreis Friedberg. Arrszug aus den Airchenvüchekn der Stadt Gietzcn. Evangelische Gemeinde. •ettante. MarkuSgemetnde. Den 8. März. Wilhelm Nuhn, ein Wittwer, Schneider zu Gießen, und Pauline Mecke«, Tochter de- Landwtrth« Joseph Meckes zu HSstderg. Johann eSgemeinde. Den 8. März. Heinrich Wilhelm Bastian, etn Wittwer, Kellner zu Gießen, und Karoltne Luise Setdewand, Tochter des Schuhmacher- metfterS Heinrich Seidewand zu Gießen. •etaatU- Mattbäusgemeinde. Den 8. Mär,. Dem Taglöbner Wilhelm Gelzenleuchter eine Tochter, Mathilde Anna, geboren den 25. Januar. MarkuSgemetnde. Den 8 März Dem Fuhrmann Theodor Simon eine Tochter, Minna Luise Elisabeth Katharine, geboren den 3. Janu«. Denselben. Dem Metalldreher Max Schneider eine Tochter, Jula, geboren den 11. August. LukaSgemeinde. Den 8. Marz. Dem Bierbrauer Heinrich Angermüller eine Tochter, Bertha, geboten dm 20. Februar. MattdäuSgemeinde. Den 12. März. Christine Weber, Köchin, Tochter des verstorbenen Schneidermeister- Johannes Weber tn EbSdorf, 83 Jahre alt, staib den 9. März. Denselben. Karl Dietz, HauSbuxsche, Sohn des verstorbenen Schuhmachers Philipp Dietz zu Keffclbach, 21 Jahre alt, starb den 10 März. MarkuSgemetnde. Den 13. März. Minna Repp, Tochter des WSscheretbefitzer» Louis Repp, 22 Jahre alt, starb den 11. März. Den 14. März. Ludwig Weber, Schneider, 37 Jahre alt, starb den 12. März. LukaSgemeinde. Den 12. März. Lina Ebel, Tochter des verstorbmen Pfarrers Rudolf Ebel, 26 Jahre alt, starb den 10. März. Witterungsbericht vom 14. März. Die Wetterkarte hat sich wieder ungewöhnlich rasch verändert und zeigt heute eine unregelmäßige Luftdruckoertheilung. Im hohen Nordosten Europas ist der Luftdruck stark gestiegen, während die gestern erwähnte Depression von Schweden gegen die russischen Ostsee-Provinzen heretngerückl ist. Im Mtttelmeer-Gebtet ist das Barometer gesunken und scheint sich dort wieder eine Depression aus- u und 30 Hener. 2533 [833] Witiwe Peter, Eichgärt-n 37. stelle bei 2519] Schön möbl. Z mmer zu vcr- SelterSweg 57, Ui miethen. Marktplatz 21. 2540 379 vermtethen. 2528] Möbltrtes Zimmer mit Kost zu Lt«de«platz 7. vermtethen- 117 Die Abfuhrscheine Großh. Rentamt Gießen bezogen Fernsprecher 61. Heyer. 2555 Srerrstadt 79, am Oswaldsgarten werden. Die Ueberweisung erfolgt am 25. dS Mts., Vormittags 8 Uhr. Gießen, den 14. März 1896. Großh. Oberförfterei Schiffenberg. Die Holzversteigeruugen vom 10. und 12. ds. Mts. sind clatt und - (agonnirt bunt gelebt Plüsche Moqucrfcs- wie ibgepasste Kamcel- taschen in reizenden Mustern und Farbenstellungen. PlÜschdeckon Ph. Herrmann, Seltertweg 88. Mist abzugeben. Puth, Marburgerftr. 24. Auf Berlaugen wird derselbe auch angefahren 2517 jur Anfertigung aller Drucksachen in einfacher ü)ie mehrfarbiger Ausführung bestens empfohlen. 2511] Stübchen mit Bett zu ver- miethen. Wetzsteinstrabe 88. lebend. ital. GcSugol gut u. billig beziehen will, verlange Preisliste von Hans Külor in Ulm a. D. Grosser hnport ItaL Produkt«. Hausen, an der Zellenrodschneise. 2. Donnerstag, den 26. März: Aus den Abthellungen Tempel 10, 12, 24, 48, Döinergrund 55b, Buchenberg'58a und Unter roulb 60. Buchen: 100 Wellen; Cichen: 100 Wellen, 1 im Stöcke; Xadel: 4 rm Scheiter, 196,4 rm Knüppel, hiervon 12 rm in Schichten von 3,5 in Länge, 5700 Wellen, 33,8 rm Stöcke; Weichholz: 2860 Wellen. Das in Tempel 10, 12, 24, 48, Dörnergrund 55d lagernde Naocl'Scheiter-, Knüppel, Reisig- und Stockholz wird nicht vorgezeigt, es kommt gegen Mittag im Unterwald zum Ausgebot; Steigliebhaber wollen dieses vorher einsehen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf dec Kreisstraße Gießen-Hausen, an der Bogenschneise. Nähere Auskunft Uber beide Versteigerungen ertheilt der Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 14. März 1896. Großherzogliche Obersörfterei Schiffenberg. -vo« Zuchtvieh, landwirthsch. Maschinen und Gerätheu. Preis des Looses 1 Mark. Seneral Vertrieb der Loose durch Herrn Carl Glock in Schottev. 2477 Der MarHt-Vorstaud. Verlag und Spedition des 'Siessener .rfnjeigers ('general-jfnjeiger). Pumpernickel, achter westfälischer, frisch ein« getroffen bei A. St G. Wallenfels, Bienetag Örn 17. Mär) l. I , Nachmittags 3 Uhr, versteigere Id) im ,Adler* (Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahlung. 1) einen großen, neuen Eisschrank; 2) 2 Pferde, 1 Wagen, mehrere Geb gemäldc, 1 Verttcow, 2 neue Bettstellen, 1 Consol. 1 Nachttisch, 1 Sopha, 1 vollst. Bett, mehrere Stühle und vieles andere. Verstckgrrung ad. 1 findet bestimmt, ad. 2 theilweise statt. 2554 Born, Gerichtsvollzieher. Buchenberg 58a werden versteigert: 1. Dienstag den 24. März: 7 Eichenftämme von 20-30 cm Durchm. und 4—9 m Länge mit 1,90 fm, 68 Fichtenstämme von 13 bis 27 cm Durchm. und 6—15 m Länge mit 19,93 fm, 39 Kiefernstämme von 18—33 em Durchm. und 9 —15 rn Länge mit 17,78 fm, 42 Fichten derbstangen von 7 —13 cm Durchm. und 9—13 m Länge mit 3,13 fm. wichen: 2 rm Scheiter; Nadel: 625 rm Knüppel, hiervon 204 rm in Schichten von 3,5 m Länge, 4370 Wellen, 94,9 rm Stöcke. Das 'n Tempel 24 und Buchenberg 58a lagernde Eichen- und Fichten-Stamm. und Stangenholz wird nicht vorgezeigt, es kommt gegen Mittag im Dörnergrund 28 zum Ausgebot; Steigliebhaber wollen dieses vorher ein- sehen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen- Submission. Die Fleifchliefernng für die neuen Kliniken soll aus dem öffentlichen Subnussionswege für das Rechnungsjahr 1896/97 vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Berwaltungsbureau der neuen Kliniken Morgens von 8—11 Uhr und Nachmittags von 2 5 Uhr zur Einsicht offen. Offerten sind verschloffen bis zum 20. März 1896, Bormittags II Uhr, auf obigem Büreau einzureichen. Hierzu wird bemerkt, daß die Lieferung auch getrennt an Ochsen- metzger, Kalbs- und Hammelsmetzger oder Schweinemetzger vergeben werden kann. Späne u. Abfaüholz billig zu verkaufen. 1841 J«l. Wellhäfer, Schloßgasse. , .vi3uch-tin>** hält sieh ■ ■ ■■ JL werden nach der Hll aO neuesten Racon IBM rasch u. billigst fa^onirt. 2530 W. Saugmam», »ahnhofstr. 29. 2516] «in in der Sanlinie gelegenes Stück, nächst der Bleich, straße, unter günstigenBedingungen zu verkanfen. Sonnenstraße 82. Holzversteigerung. Aus den Abtheilungen Zellenrod 9,29, Dörnergrund 28, Tempel 24 Sienetag den 17 März L I., NachmtttagS 2 Uhr, . im „UMet* (Marktplatz 20) zu Gießen genehmigt. werden durch den Unterzeichneten öffentlich können vom 24. ds^ MtS. an bei legen Baarzahlung versteigert: C rr "" 1 z": c- in reichster Auswahl. , Le Lnenplüecbe Wollcreps, Granit und Satins, Seiden- Plüsche. Kleider-Sammet (Velbet) versende zu Fabrikpreisen direct an Private.— Muster franco gegen franco. E. Weegmann, Bielefeld. Umfärbungen in eigener Färberei. 2491 835] RLHnntcrricht im Damen Neidermachen und Weißnähen wird gxündl. ertheilt, sow. auch Neuanfertigung ^>eft. ausgef. Frankfnrterstr. 63, l-r. ’■ ^rühlfndrUekeret Cognac„E.D.C. feinste Marke per Liter-Flasche incl. 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W.»Ketin» •w.-, Zeit und Geld jparen uno verhüten will, öaß Petroleum W ©r jUm Feueranmachen genommen wird, der kaufe (/o BuderaS O6L «m gut Bereinslocal (Postkeller). mädchen gesucht von I Tagesordnung: Frau Hari Klingapor. 11) Erbauung eines Hause- für die Kaufmännische Fachschule und Vereins» 2514 Dammstroße 35. I zwecke. rüchtigks, gesetztes WödcheÄ."SM*5" b!r 3o6un8en mtI 2a,Jt ” da» Liebezu «Indern hat, gefvcht. llS-LöihiMkll, Hm,l-, «üchen' u. Zimmermädchen, sowie BuffrlfrLuleinS sucht ständig C. GtiaSny, Piac-r. Bureau, After>oeg 2552] (Siu Mädchen, welches gut bürgerlich kochen kann und Hausarbeit gründlich versteht, gegen guten Lohn für Anfang oder Mitte April gesucht. Frau Julie Bach- 23'6] Ein Mädch n emrfichlt sich im Stetdeemache« in und außer dem Hause. Näheres Wehstetnftraft« 24. 2544] AnugeS Mädchen tagsüber zu einem Kind gesucht. Bftot» Oonn, Kirchenvlatz. ^W2Zs BraveS Müdckieu mit guten Zeugnissen auf Ostern gesucht. «irchenplatz 2i. gl find in gjtai ion nt Hkib' crtMttt wotien, gaTtefitlloxttn » l^iriiungtn ur dto unb tieft ntutn Toi ivtz btxtn M’ ei eamUtliorttn Bib Vr.v. Trl wordta. 34 bttbr ergtbufit liefe zn bringen. • leien, Vtt Clrettor I 6 1. Sloria 1 »liheln 8. Born^i 4. e. Seih' 5.^6 ttu HS1> Lnftßti lehr । 1894 gebaute' Cie versu te4fil|tnbtn 3 .>al, s! ah bal Tme, bttu '♦Ih ste ait ü 9b ihren tR C.nh wc fcn *it Htn Wit eine, ? fich WR« gudenber Einen M, Cdler ^aupt t entsetzt l,e Habicht di Äietnanb | * «-I it ” *«le »lnl b,i ^,e 8ia *'«.. i, -L k, ^l'rrenb