Mger losse« Sonntag den 15. März 1S96 Nr. 64 Drittes Blatt. Gießener Anzeig er Kemral'-Mnzeiger. 2lntts» und Nnzeigeblatt für den Kveie Kietzen Äebartion, Erpkditio« und Drucker«: -«»tKr-tzeKr.r. Kerusprecher 5L Die Gießener y«men. ■liHig ends 8l/2 U ir Festsaal. valt Dr. Me hil Gegenwart Berems für dn 'djlfcttö. tags 5 W ■taj Hauses. Vorstander. >nung. Schwesternhäuser, orstander. >er 4,6 unbn nb: Tchlosier. habe eine Reihe &>?' ytei Bedienung dea en mit vorzügl'^ penvioger Äler Uaaahm« von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: chießener KamilienSlätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" rntgeqea. Amtlicher IbeiL Bekanntmachung, betr.: Handhabung der in § 8 der Fleischbeschauordnung unb dem Milzbrandregulativ den Gr. Kreisveterinärämtern zustehmden Functionen. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir die rubricirten Functionen für die Gemeinde Langd dem practifchen Thierarzt Dr. Kreuder zu Lich übertragen haben. Gießen, den 13. März 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Abonnements^Einladung. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 2. Vierteljahr 1896 laden wir hiermit ergebens! ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allenOrtender Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so srühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- -oerthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- ttfdn ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie setther, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Vom deutschen Arbeitsmarkt. Die schon seit wehr als Jahresfrist sich bemerklich machende Wiederbelebung der industriellen und geschäftlichen Thätigkeit in unserem Vaterlande dauert an, da auch die Ursachen der eingetretenen Befferung in unseren wirthschaft- lichen Verhältnissen, verwehrte Bestellungen zahlreicher deutscher Jndustrieartikel seitens des Auslandes und erhöhte Kaufkraft des Inlandes, erfreulicher Weise anhalten. Man kann allerdings noch immer nicht von einem geschäftlichen Wiederaufschwung auf der ganzen Linie unseres Erwerbslebens sprechen, denn verschiedene Geschäftszweige liegen auch jetzt noch mehr oder weniger darnieder, aber gerade in einer Reihe der wichtigsten und weitgreifeudsten Zweige der vaterländischen ErwerbSthätigkeit macht sich die begonnene wirthschaftliche Befferung am nachhaltigsten geltend. Namentlich darf die« von der weitverzweigten Textilindustrie behauptet werden, welche fortgesetzt voll beschäftigt ist, ja hie und da den vorliegenden massenhaften Aufträgen kaum mit Anstrengungen aller Arbeitskräfte gerecht zu werden vermag. Spectell in der Baumwollenspinnerei und in der Wirkwaareubranche tritt dies hervor, in welchen ausgedehnten geschäftlichen Zweigen sich seirenS der Unternehmer vielfach Vergrößerung der Fabrikanlagen und Vermehrung deS Arbeitspersonals nöthig gemacht haben. Auch die Jute-Industrie erfreut sich bedeutenden Aufschwunges, ebenso im Allgemeinen die Stickereibranche, mit Ausnahme der einst so berühmten vogtländischen Spitzenindustrie, die allerdings ganz besonders unter den wechselnden Modelaunen zu leiden hat. Mit großer Genugthuung muß hervorgehobrn werden, daß eö in der Handwederei in den sächsisch böhmischen Grenzorten jetzt wieder mehr Verdienst als seit Jahren gtebt, die dortigen Handweber verdienen gegenwärtig wöchentlich 12 bis 15 Mark, was im Vergleich zu dem kaum halb so großen Verdienst, welchen sie in früheren Jahren trotz allen Fleißes erzielten, immerhin bemerkenSwerth tst. Auch in der Maschinenweberei ist meist ein recht flotter Geschäftsgang zu beobachten. In einem recht günstigen geschäftlichen Zeichen steht ferner die deutsche Malchinen-Jndustrie, deren Auslandsaufträge sich in letzter Zeit nur noch weiter vermehrt haben. So besaß beispielsweise eine große sächsische Maschinenfabrik zu Beginn des jetzigen JahreS Aufträge im Gisammtwerthe von weit mehr als sieben Millionen Mark, andere leistungsfähige Maschinenbauanstalten rechnen vielleicht mit weniger großen Zahlen, aber ihre geschäftlichen Verhältniffe haben sich doch gleichfalls erheblich gebeffert Gleicherweise ist die Lage in der einheimischen Eisenindustrie fortgesetzt eine recht zufriedenstellende, auS den Hauptcentren derselben, auS Rheinland-Westfalen wie aus Schlesien, berichtet man über andauernd sehr gute Beschäftigung. Als fernere größere Er- werbSzweige, in denen überwiegend günstige Verhältnisse vorherrschen, sind auszuftihren die chemische Industrie, die Fabrikation von musikalischen Instrumenten, die Glasindustrie, die Möbelfabrikation, der Schiffsbau u. f. w. Daß der Ge- schäftsgang in der Kohlenindustrie außerordentlich blüht, ist eigentlich in Hinblick auf die winterliche Jahreszeit selbstver- stündlich, aber eS spiegelt sich zugleich auch in dieser Erscheinung die erhöhte Thäligkeit in anderen Industriezweigen mit ihrem vermehrten Kohlenbedarf wieder. Wenn anderseits z. B. in dem wichtigen Baugewerbe gegenwärtig theil- weiser Stillstand herrscht, so erklärt sich dies eben auch durch die winterliche Jahreszeit, indeffen liegen bereits genügend Anzeichen vor, welche aus eine umsaffende Wiederbelebung dieses Gewerbes im bevorstehenden Frühjahre hindeuten. Es ist nun ganz begreiflich und gerechtfertigt, wenn in zahlreichen ErwerbSzweigeu die Arbeiter eine Aufbesserung der Löhne im Hinblick auf den dauernden flotten Geschäfts- gunq fordern, welches Verlangen von vielen Arbeitsgebern bereits erfüllt worden ist. Aber eS spielen schon wieder agitatorische Einflüfle unter den Arbeitern, um sie zur Stellung noch größerer Lohnforderungen zu treiben, und da man auf Seiten der Fabrikanten und Unternehmer auf letztere nicht eingehen will, so find schon in einer ganzen Reihe industrieller Zweige die Vorbereitungen zu umfangreichen FrühjahrSstrikrs im Gange. Man kann aber die Arbeiter nicht dringend genug davor warnen, bei günstigen geschäftlichen Con- stcllafonen den Bogen mit ihren Lohnerhöhungsforderungen nicht allzustraff zu spannen. Die Statistik der größeren Arbeitseinstellungen in Deutschland während der letzten füns- undzwanzig Jahre weist schlagend nach, daß sich die Arbeiter durch übertriebene Versuche, Perioden wirthschaftlichen Aufschwunges nach Kräften in ihrem Interesse mittels großer Strikes auszunützen, meist nur selbst am schwersten schädigen, man sollte meinen, daß eine solche empfindliche Erfahrung endlich belehrend auf die Arbeiterschaft einwirken müßte. tit „detskbKir*- lüg)- Seiderer, f> 'Thierarzt- ! äesSi. Ferrilleton. Wochendriese ans der Residenz. (Originalbericht deS „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 13. März. Da» Fest de» „Akademischen Vereins." — Die Jubelfeier de» Leibgarderegimentes. Vom Ballfeste des Akademischen Verein», einer der beliebtesten Veranstaltungen, die die Darmstädter Wintersaison zu bringen pflegt, versprachen wir, heute kurz zu berichten. Da giebt eS dann wieder einen schönen Erfolg für die beliebte studentische Corporation zu constatiren. Eingeleitet wurde der Abend durch ein wohlgelungenes Concrrt, in dem vorzügliche Solisten wirkten, und durch die flotte Aufführung eines lustigen Schwankes „Er muß taub sein", der von Studierenden und einer Dame des HoftheaterS dargrstellt wurde. Dann folgte e'n glänzender Ball und am Tage darauf der übliche Katerbummel. Das größte Jntereffe wandte sich in dieser Woche jedoch !der Jubelfeier unseres Ersten Jnfanterie-Regi- -inentes (Nr. 115) zu, das am Dienstag und Mittwoch !>aS Fest seines 275 jährigen Bestehens feiern durfte. Der 11. März 1621 wird schon seit Jahren alS Stiftungstag ideS ruhmreichen Regimentes bezeichnet. Am 20. December 1621 tmpfing die Stamm-Compagnte, wie in einer ausführlichen Geschichte deS Regimentes, die die „VolkSblätter" in einer IKeftnummer mitgetheilt haben, zu lesen ist, die Bluttaufe, :and zwar in einem Gefechte gegen den Herzog Christian von Braunschweig zwischen Alten- und Großen-Buseck, also unweit von Gießen. Die nächsten Jahre brachten wechselnde Schicksale. Im Jahre 1630 wurde die kleine Kerntruppe der Hundertfünfzehner auf 6 Compagnieen verstärkt, doch zerfiel die für kurze Zeit geschaffene Einheit bald wieder, und die Geschichte deS Regimentes muß an dem Schicksal seiner Stammmannschaft, der fürstlichen Leib-Compagnie, weiter verfolgt werden. Diese kam 1634 noch Gießen und kam von da bis zum Februar 1636 nach Marburg, wo der Landgraf, ebenso wie in Gießen, gern residirte. Nach abwechslungsreichen Schicksalen tn kleineren Kämpfen wurde die Leibcompagnic 1645 „aus sonderbarer landesväterlicher Vorsorge und zur gemeiner Statt Defenfion" nach Darmstadt commandiert. DaS Jahr 1648 brachte dem Lande nach 30 jährigem Kriege den ersehnten Frieden, der Leibcompagnie aber den Tod ihres ersten Hauptmannes, der diesen Titel vom Gründungstage an geführt hatte, deS hochbetagten und verdienten HanS Diel (Thilo) Dreßler. Von 1650 57 bestand die Compagnie aus 120 Gemeinen, doch änderte sich diese Zahl häufig. Die Uniform war: blauer Rock, kurze blaue Hosen, rothe Strümpfe und Halstuch. 1665 wurde die Compagnie bedeutend vermindert, sie bestand damals auS 26 (!) Mann, jedoch zählte sie 1672 bereits wiederum 198. Als 1677 Landgraf Ludwig VI. im französischen Invasionskriege dem Kaiser ein HülfScorpS sandte, verstärkte er seine Leibgarde auf 3 Compagnien. 1680 finden wir dann wieder nur 2, 1687 jedoch 4 Compagnien. Bon Mai 1688 bis Ende 1689 sehen wir doS Regiment als HilfScorPS der Venetianer (!) gegen die Türken in Griechenland- der Herzog Karl Friedrich von Württemberg hatte daS Regiment für die von ihm begünstigte Republik Venedig erworben. Von 1690, an erscheint nun daS Regiment unter der Führung deS kriegstüchtigen Ludwig Bälthasar von WeytolSheim genannt Schrautenbach, ohne daß größere Veränderungen mit ihm vorgenommen wurden, auf vielen Kriegsschauplätzen. Von 1692 ab hieß die osficiell immer noch Leibgarde betitelte Truppe al« „Schrautenbach'sches Regiment", e« zählte 1692 7 Compagnieen, die bald auf 9, dann auf 13 verstärkt wurden. In den verschiedenen Kämpfen gegen Frankreich schlug sich die Truppe mit großer Tapferkeit. Im spanischen Erbfolgekrieg war baß Regiment fast ununterbrochen in Thätigkeit, besonder« zeichnete es sich bei der Er- stürmung von Landau im Jahre 1702 au«. Im September 1737 wurde die „Leibcompagnie", die noch heute besteht, gegründet, das Regiment erhielt für kurze Zeit den Namen „Prinz LouiS-Regiment". Unter Landgraf Ernst Ludwig wurden wichtige Neuerungen, das Steinschloßgewehr, der eiserne Ladstock, da« Marschieren in geschloffenen Gliedern und — der Zopf eingeführt. Unter Ludwig VIII. hieß da« Regimen: „Erbprinzen-Regiment". 1748 auf 1749 folgte ein thatenloser Aufenthalt in Holland, und 1752 wurde da« Regiment auf preußischen Stand gesetzt, auch wurden die hohen preußischen Grenadiermützen eingeführt. Im siebenjährigen Krieg blieb da« Regiment unthätig. Unter dem Landgrafen Ludwig IX., dem „Pirmasenser", wurde e« auf zwei Bataillone zu 665 und 663 Mann gesetzt. Die Regierungszeit Ludwig« IX. brachte eine musterhafte militärische Ausbildung, die auch für die Deutsche* Reichstag. 59. Pleuarfitzung. Freitag, dru IS. Mörz 1896. Auf der Tagesordnung steht die »wette Berathung bei Colonialetat». Die Budgetcowmtffion beantragt dazu folgende Resolutionen: 1. Dm Reichskanzler zu ersuchen, alsbald und möglichst noch in dieser Session eine (^efetzesvorlage zu machm, welche di« ftraf- rechtttche Verfolgung des Mißbrauch» der Amtsgewalt in dm Schutzgebieten außer Zweifel stellt. 2. Die verbündeten Regierungen um einen Gesetzentwurf »u ersuchen betr. die Regelung der MtlttLrdimstpfltcht tu den Schutz- gebtetm. 3. Die verbündet« Regierungm zu ersuchen, bei dieser Regelung der Wehrpflicht die dort lhLttgm Missionare während ihrer in einer deutschm MtsfionSansialt ersolgmdm Vorbereitung auf dm Misfions- beruf in dm Schuhgebietm. sowie für di« Dauer ihrer dortigm THLttgkeit von der acttvm Dienstpflicht und dm mllitLrtschmUebungm zu befreien. Referent Prinz Aren berg begründet diese Resolutionm und bemerkt bezüglich der ersterm: Wehlan habe VerdachlSstrafm verhängt und Hinrichtungen in geradezu grausamer Weise vollziehen lasten. Er sei dafür nur zu 500 Mark Geldstrafe und zu Vrrfehung in eine gleichartige Stellung oerurtheilt worden. Diese milde Strafe und daß eine härlere Strafe überhaupt resp. ein Vorgehen wegm Verbrechen im Amte nicht habe erfolgen könnm, da» habe allgemein noch mehr Aufsehen erregt, al» di« Vergeben selber. Abg. Schall (cons). Wie sei es möglich, daß ein hoher Colontalbeamter sich solche Unmmschltchkeitm gegm unsere schwarzm Mitbrüder habe zu Schuldm kommen lassm wie Wehlan! Noch ein anderer Fall habe die Gemüther aufgeregt, der Fall Peter». Wmn auch nur ein Theil de» ihm nachgesagten richtig sei, daß er sich nach mohamedantscher Sitte habe trauen lassen, fo rechtfertige das die höchste sittliche Entrüstung. Wie sei e» möglich, daß Panarge in feiner Beschreibung der Brnun Expedition den MuhamedantSmu» al» Kulturträger rühmen und ebmso hoch wie das Chrtstenthum stellen konnte! Er bittet die Colontalverwaltung, künftig in der Wahl ihrer Beamten recht vorsichtig zu sein. Auch dem Handel mit Branntwein nach Afrika möge ste energischer entgegmtretm. Seien doch in Kamerun mit seinen 100000 Bewohnern in einem Jahre für fünf Millionen Mark Branntwein etngeführt. Dieser Branntwetnhandel civilifirter Nationen stehe aus einer Stufe mit dem längst verurtheUtm Menschenhandel. Redner fragt schließlich, ob die Zeitungsnachricht richtig sei von der Anstellung dreier muhamedantscher Lehrer an einer Schule in Ostasrika. Director Dr. Kayser: Im Bezug aus die Misstonswürdigung in Afrika steht die Regierung ganz auf dem Boden de» Vorredner». Der Fall Leist ist erledigt. Der Fall Wehlan schwebt noch. Da» AuSwärttge Amt hat Alles gethan, um Wehlan auch strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen: aber Staatsanwalt und Justizmtnister haben auch nach nochmaliger Erwägung es für unmöglich gehalten, mit einer Anklage vorzugehen. E» ist nun eine Verfügung ergangen, daß in den Schutzgebieten tm Ermittelungsoerfahren u. s. w. nur die in Deutschland erlaubten processualischen Mittel Anwendung finden und Verdachtsstrafen nicht verhängt werden dürfen. Ich glaube ferner, wir werden noch im Lgufe dieses Sommers eine ausgiebige Regelung des Gertchtsv:rfahrenS in den Colonien nachfolgen lastm können. Leist und Wehlan waren schon vorher im Auswärtigen Amte beschäftigt und man konnte sich dergleichen von ihnen nicht versehen. In daS Herz können wir Niemand gucken. Dr. Passarge steht in keiner Beziehung zu unS. Ich habe ihm kein Hehl daraus gemacht, daß die betreffenden Bemerkungen in dem Buche unangemessen waren. Von einer Unterstützung deS Muha- medaniSmus kann keine Rede sein, denn der MuhamedaniSmuS ist unser Feind. Wir haben die Frage betreffs der muhamedanischen Lehrer dem Colonialratb vorgelegt und dieser hat die betreffenbe ClatSpositton nach Anhörung gewiffer Miffionare gestrichen. Mit der Eindämmung der Branntweinpest haben wir schon gute Erfolge erzielt. Der Spirituosen - Export von Hamburg nach Kamerun ist von cd. 7 */i Millionen Mark in 1890 auf 4 •/< Millionen in 1894 gefallen. Und in diesem Betrage steckt auch der Werth von Fässern, Gläsern, der nicht unbedeutend ist, weil die Neger sehr auf die Außenseite sehen. Immerhin müssen wir unS gegenwärtig halten, daß die Zeit der Träumereien vorüber ist und wir nicht kosmopolitischen Idealen nachjagm dürfen, falls wir nicht wollen, daß unS andere Stationen da» Brod wegnehmen. Abg. Beckh (frs. Vp.) warnt vor übergroßen ExpensionS- bestrebungen unter Hinweis auf das Schicksal der Italiener in Erythräa. Auch müsse in der Verwaltung unserer Colonien die Schneidtgkeit der Beamten aufhören: man dürfe nicht zu junge, unerfahrene Beamte dahinschicken, wie jetzt wieder nach Kamerun. Director Kayser bestreitet, daß der mit dieser ^Bemerkung gemeinte Herr Kamptz Nachfolger deS Herrn v. Stetten und bemerkt dann noch, e» werde in Kamerun die Einrichtung eine» Sanatorium» erwogen. Abg. Bebel (Soc): Die Colonialpolitik ist überall mit Thränen und Blut geschrieben. Die Colonien sind für un» ein Faß ohne Boden. Solcher Beamten wie Leist und Wehlan müssen wir un» schämen. Redner fragt an, ob die Regierung nach den neuerlichen Angaben de» Lieutmant» v. Carnap über den bekannten Streit von Ansiedlern in Witu, Töpgen, Kungel u. A. mit dem Sultan Unter« suchungen angeftellt habe. Unbegreiflich finde er e», daß Peter», zum Landeshauptmann am Tanganyka defignttt, hinterher da» Amt nicht angetreten habe, jetzt 6000 Mk. Pension erhalte und die freie Zett benutze, fich an Flottenvermehrung« Agitationen zu bethetttgen. Wie habe man überhaupt zu einem solchen Vertrauensposten einen Mann berufen können, der sich selber in seinem Buche über die Emtn-Expe- dition unmenschlicher Handlungen rühme. Peter» habe Eingeborene, mV denen er fich nicht im Kriege befand, von den Bäumen herunter- schießen lassen wie Spatzen: er habe ermattete Leute, die lange in seinen Diensten gestanden, unlerweg» im Sttche gelassen und dem Tode durch Raubthiere preisgegeben. Auf dem Zuge nach dem Kttimandjara habe Peter« ein eingeborene» Mädchen, da» er mtt Zärtlichkeiten verfolgte, hängen lassen, ebenso deren Geliebten, einen Eingeborenen. Lieutenant v. Bronsart, der zuerst den Auftrag zum Hängen erhielt, habe sich geweigert, denselben auSzuführeu, aber ein Lazarethgehilfe habe fich dann dazu bereit gefunden. Der Bischof Tucker in Moscht lehnte später deshalb den Verkehr mit Peter» alS einem Mörder ab! Der Bruder de» Mädchen» floh zu den Dschagga», und bei diesen herrscht Blutrache. E» entstand der Krieg, in welchem Lieutmant v. Bülow und Wolfram fielen. (Schluß folgt.) 5 Aal dem Logettberg, 13. März. Die Influenza tritt gegenwärtig wieder in vielen Gemeinden auf. Namentlich werden ältere Leute empfindsam davon heimgesucht. Sie tritt allerdings nicht so massenweise, wie in früheren Jahren auf, immerhin aber find die Erkrankungen durch fie sehr häufig. □ Ruppertenrod, 13. März. Die älteste Frau unserer Gemeinde, die Wittwe Kratz, wurde vorgestern zu Grade getragen. Ste verstarb im 89. Lebensjahr: bi» zu ihrem Ende blieb ihr Geist frisch und ungeschwächt. Die Verstorbene entstammt einer Familie, deren Glieder zu den ältesten de» Orte» gehören. A Mainz, 13. März. Die heute über die Bewegung des Rheins und feiner Nebenflüsse hier eiugelaufenen Nachrichten berechtigen zu der Hoffnung, daß das Hochwasser für diese» Mal an seiner Grenze angelangt ist. Die am Morgen wie auch am Nachmittag hier eingetroffenen amtlichen Depeschen melden vom Oberrhein, Maxau und Kehl, Stillstand und Fallen, und nur von Worm» wird noch langsames Steigen angezeigt. Auch hier steigt der Rhein nur noch ganz unmerklich — im Laufe des Tages 4 bis 5 Ctm. — dock dürfte, da vom Main wieder eine stärkere Zunahme de» Waffer» gemeldet wird, bei uns nochmals ein vorübergehendes Steigen de» RheioeS zu erwarten fein. Im Ueb- rigen hat das Hochwasser in hiesiger Gegend auch schon große Verkehrsstörungen und Verheerungen hervorgerufen. Abgesehen davon, daß die Schifffahrt ganz eingestellt ist, ist der Trajectverkchr sowie der Verkehr mit den fliegenden Brücken und Fähren vielfach gestört und wird theilweise nur mit Beschränkung aufrecht erhalten. Die nieder gelegenen Rheinorte sitzen tief tm Wasser, ebenso find sämmtliche Inseln in hiesiger Gegend auf Baumhöhe überschwemmt, sodaß deren Bewohner sich flüchten mußten. Von einzelnen Gemeinden werden auch Dammbrllche gemeldet. Für Mainz, das von Waffercalamitäten ein Lied zu singen weiß, hat da» Hochwasser seine Schrecken verloren, indem Dank einer vorzüglichen Canalisation das Innere der Stadt vollständig waffer- frei ist, und selbst in die tiefst gelegenen Keller kein Tropfen Waffer dringt. In früheren Jahren war bei einem Wafferstand wie der gegenwärtige, der untere Theil von Mainz schon vollständig unter Waffer. Fürwahr, unser genialer Stadtbaumeister, Oberbaurath Kreyssig, hat sich mit der Canalisation von Mainz, die allen Flußstädten als Muster dienen kann, ein bleibendes Denkmal gesetzt. A Mainz, 13. März. Mitte October (18) findet hier in Mainz ein Südweftdeutscher Parteitag der freisinnigen Volkspartei statt. Wie der „*DL Anzeiger" mit- Folgezeit erhalten blieb, wie die Thatsache beweist, daß Napoleon I die hessischen Truppen stets allen anderen RheinbundScontiugenten vorzog und sie seinen jungen Garden zugesellte. In Jben Jahren 1790 bi» 1803 fanden die hessischen Soldaten oft Gelegenheit, sich hervorzuthun. Namentlich ist ihre Haltung beim Sturm auf die „Weißenburger Linien" bekannt. Die wechselvolle Zeit der napoleonischen Kriege können wir nicht hier im Einzelnen verfolgen. 1813 wurde au» einem Theile des jetzigen Regimentes 115 das 116. Regiment gebildet, da» jetzt in Gießen liegt. Die furchtbaren Leiden der französischen Armee auf dem Rückzüge au» Rußland brachten auch dem hessischen Contingente die schersten Verluste. Im dann folgenden FreiheitSkampfe erwarben sich die wackeren Mannschaften de» seit 1806 „Leibgarderegiment" genannten Truppentheile unverwelkliche Lorbeeren. Am 11. März 1821 beging da» Regiment die Feier seines 200 jährigen Bestehens, zum Gedächtniß deS Tage» wurde ein Gedenkstein mit der Jahreszahl 1621 über dem Kasernenportale aufgestellt, der noch heutige» Tage» steht. Die nächsten Jahre brachten manche Umgestaltung in der Ausrüstung der Soldaten u. f. w. Dann nahm das Regiment 1866 an dem beklagenSwerthen Kampfe von 1866 Theil. In den Jahren 1860 bi» 1870 war da» 115. Regiment übrigen» nicht in Darmstadt sondern e» bildete die Garnison von Worm». Im Jahre 1866 kamen die hessischen Truppen eigentlich nur bei Afchaffenburg in Berührung mit dem Feind. Al» dann der große EinigungSkampf 1870 losbrach, da begann auch für unser Regiment eine Zeit glänzender Waffen- thatev, von denen hier nur der Steg von Gravelotte besonder» hervorgehoben sei. Noch im Feld durfte da» Regiment den 250. StiftungStag begehen, an Auszeichnungen und Lobsprüchen für seine oft bewiesene Tapferkeit hat e» dabei nicht gefehlt. Seitdem durfte sich Deutschland- Armee wieder ihrer Friedensarbeit widmen, und in den ersten Tagen der verflossenen Woche konnten unsere wackeren Hundertfünfzehner ihr 275 jährige» Jubiläum unter allgemeiner Theilnahme der Bevölkerung fröhlich begehen, lieber die Feier selbst sei hier in aller Kürze Bericht erstattet. Am Dienstag Abend war großer Commers für die alten Herren und die activen Osfiziere. Der Großherzog und die Prinzen Heinrich und Wilhelm von Hessen waren erschienen und wurden von Herrn Oberst von Scholten begrüßt. Nach 11 Uhr schloß daS Fest, an dem nahe an 200 Herren theil- nahmen. Am Mittwoch Morgen um 11 Uhr fand große Parade auf dem Paradeplatze statt, wobei Prinz Heinrich von Hessen, der ä la suite de» Regiment» steht, die Führung übernahm. Nach der Parade wurden im OsfizierSkafino die Geschenke überreicht, die zum Theil hstbar ausgefallen find. Se. König!. Hoheit der Großherzog schenkte einen wundervollen Tafelaufsatz, die Großherzogin ein werthvolles Bild, auch^Großfürft Sergiu» vonjRußland sandte eine werthvolle Gabe u. s. w. Mittags um 3 Uhr fand daS Feftrssen statt, zu dem auch die Spitzen der staatlichen uub städtischen Behörden geladen waren. Se. König!. Hoheit der Großherzog und die Prinzen Heinrich und Wilhelm waren gleichfalls wieder anwesend. Der Großherzog eröffnete die Ansprachen mit einem Trinksprnch auf den Deutschen Kaiser. Da» Hoch auf den Landesherren brachte Herr Oberst von Scholten aus, dann folgten noch zahlreiche Toaste, von denen wir nur den de» Herrn General Goßler auf die kleine Prinzeffin Elisabeth, deren Geburtstag auf den 11. März fällt, hervorheben. Abends fand eine glänzende Festvorstellung im Hoftheater statt, wo nach Dortrag eine» Prologe» lebende Bilder vorgeführt wurden, deren vorwürfe der Regiment-geschichte entnommen waren. Jubelnder Bei- fall durchdröhnte namentlich am Schluffe, al» da» Lande»- kriegerdenkmal erschien, da» Hau» und in den Vortrag der Nationalhymne stimmten alle Anwesenden ein. So ist da» Jubelfest in der glänzendsten Weise verlaufen, und von dem schönen Berhältniß zwischen Militär und Bürgerschaft legte die rege Antheilnahme der letzteren an der Feier beredte» Zeugniß ab. theilt, wird Eugen Richter zu dem Partettag hierherkommer und al» Redner onftreten. Eingesandt. •itftttt, den 14. März 1896. «usbesseruu» bet Gehörter der städtisch«« Beamte«. Di« hirfige Stadtverordneten - Versarnrnluna hat in einer ifcrt: jüngsten Sitzungen eine Nenregulirung der Gehälter der städtische, Beamten mtt der Tendenz einer durchgreifenden Aufbesserung für all« Categorien berathen und beschlossen. Diese gewiß sehr zett, gemäße Entschließung der hiefigen Stadtverwaltung verdient nich nur die warme Anerkennung Seitens Derjenigen, die von bitte Woblthat betroffen werden, sondern sie qnalihctrt sich Angesicht» be im Lause der Jahre e-heblich fortgeschrittenen Vertheuerung alle unentbehrlichen Lebensbedürfnisse al» ein Act humaner Gerechtigkeit der dem städtischen Der walt ung»körper nur zur Ehre gereicht. 8errn Frau Herrn Der evangelische Gesammt-Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Gießen, 1. Februar 1896. Kaiserliches Postamt. Ritsert. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Gießen, den 14. März 1896. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. *,**S Kirchenrath Engels Stiftung. Die Zinsen der Engels-Stiftung sollen am 24 d. Mts. an zehn arme und würdige Familien zu Gießen vertheilt werden. Die Familien, sie sich um diese Stiftung bewerben wollen, mögen sich bis zum 20. d. Mts. bet dem Pfarrer, zu dessen Gemeinde sie gehören, anmelden. Gießen, den 14. März 1896. Lebensversicherungs - Gesellschaft zu Leipzig (alte Leipziger) auf Gegenseitigkeit gegründet 1830. Bersicherungsbestand: <$4 600 Personen und 457 Millionen Mark Versicherungssumme. Vermögen: 133 Millionen Mark. Gezahlte BerfichernagSsummev: 90 Millionen Mark. Dividende an die Versicherten für 1896: 42% der ordentlichen Jahresbeiträge. Die LebenSverficheruugS. Gesellschaft zu Leipzig ist bei günstigsten Ver- sicherungsbedtngungen (Unanfechtbarkeit fünljähriger Policen) eine der «roßten und billigsten LebenSverficherungs- Gesellschaften. - Alle Heber- lauste fallen bei ihr den Versicherten zu. Nähere Auskunft ertheilen gern die Gesellschaft, sowie deren Vertreter: 429 Müller & Schwarz in Gießen, Walltborstraße 25. Theodor Haubach „ „ Bahnhofstraße 40. Bekauutmachuug. Nachdem die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Sitzung vom 13. v. Mts. die Festsetzung neuer Straßen- und Baufluchtlinien für die Frankfurterstraße, südlich der Hofmannftraße bis zu der nach der psychia- krischen Klinik abzweigenden Querstraße, beschlossen hat, bringen wir dies mit dem anfügen zur Kenntniß, daß der Plan darüber 14 Tage lang auf dem Büreau des Stadtbauamts offen liegt, innerhalb welcher Zeit Einwendungen bei Vermeidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Stelle vorzubringcn sind. Gießen, den 13. März 1896. in Mendorf (Lahn) „ Alten-Buseck Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge der Schottischen Stiftungszinsen haben bi» zum 28. d- Mts. bei dem Armenamt zu erfolgen. Garbcnteich Gröningen Hausen Klein-Linden Lützellinden Rödgen Steinberg Trohe Watzenborn Beuern (Hessen) Leihgestern Hörnsheim Hochelheim Großen-Buseck Oppenrod Burkhardsfelden Heuchelheim Krofdorf Gleiberg Launsbach Wißmar Langgöns Langsdorf Birklar Muschenheim Bettenhausen Reiskirchen Bersrod Winnerod Bollenbach Saasen Lindenstruth Hattenrod Robhetma.Bieber Bieber Crumbach Fellingshausen Frankenbach Königsberg „ Vetzberf „ Steinbach (Hessen) „ Albach „ „ Daniel Schmidt, Gastwirth. -___Di- aFlichen Verkäufer vertragsmäßig verpflichtet, stets einen angemessenen »orrath an Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem »oHeren, als dem Bettage ihres Werthes an das Publikum abzulassen. Im All- rnn^lclL der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschästslocal ^^erkaufers geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für den Lcrkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Postanstalt. chritte. ittel soll na- 6 [-einöl adn üocktMi- Ölung U. <** Moses Engel. Kaufinann Fink. Philipp Lenz. Georg Allendörser III. Wilhelm Balser. teuser Wittwe. udwig Schwarz. Kaufmann Dreyfu ß. Johanne? Otto II. Jacob Bender. Johannes Schmidt, Kaufmann. A. Jung, Gastwirth. Theodor Hahn, Kaufmann. Konrad Petri, Gastwirth. Theodor Hofmann, Bürgermeister. Kaufmann Karl Kreiling I. Philipp Rinn Wittwe, Krämer. Philipp Feuser, Gastwirth. Friedrich Pfaff, Gastwirth. Philipp Bechtold, Krämer. Kaufmann Anton Konrad Müller. Christian Köhler IV. Hermann Klipp stein. Nathan ©tiefe I. Bürge rmeist er Roth. Joh. Gg. Müller, Wittwe. n 6o^ Kaufmann Wilhelm Strackbein. Gottlieb Jung, Gastwirth. Jacob Waldschmtdt V. Philipp Weber, Gastwirth. Theodor Geller, Gastwirth. Bürgermeister Scherer. Kaufmann Isaak Michel. Heinrich Krämer I. irtn mH buies tf&s Ä 1*1*31#.! Herrn Jakob Becker I. „ Bürgermeister Bücher. „ Heinrich Schmidt. „ Wilhelm Wagner II. „ Wilhelm Schepp. „ Ludwig Menz. „ Heinrich Seipp VII. S'Ä SSLÄPS?* Omaner Ä '• lote w ¥lru”l «ait, bi: ä/Ä fei «n erioetterten ajläbd- $ N ^bnen MU. ln dm hohem, 64.. fllaubat nicht bri lei eon btt lr> d Ihrt Tbltlgkch, m Rinbn b(5 P. Wrdd) für bei {: mt, Vorbttttiimfl, s- » GoÜtfltn an höh. fiiiir 1 nicht, daß au8 ty* rationellen 6M- 0ebalt«DttWltnlfft: btiftfltn GoQtgtn ziu jmer ruttlchmbt fr:. t imückiehmbt Bihr edouttlicht SnUhnri. it flnabt nicht fötin. J. Ttmohnfltachlli - köfchullthrtr nicht tira rttautntooU -n den Herwallung epptDna sättoiffe bemnöchtt eben. 3nfihefonhr- ui die oerschieduen wir 'faiffMgungcn, die der len, fänjlit bei keil- endet Grünblau mit lufatf tu Stell tx\tV4 il durch Mhft: etiin Mmietiien Ir btn helstlchen Slih't Mfchullehmlchrlt V dablBttwaltung |u ki jen Punkte Men wtt >eitm bet hitfiflw?•' , um die betören : einer aufbeifmiden! lunltnt, |o geben fit •: itgtflenfommtn ju wib SiabtDttetbntlaiottlir Ift, erscheinen und ■_ Gulfleilch, ich W1 eine Kritik geübt ek Iß, Zu einem M ert, b-be ich °bi«k oobtl btt anmtltn ert beftitifltf. toW ,tis auf dit Schwieg tung h-br i<6 f J ®. utadjten ,«« Mißbrauch ernftoeiwir asGutfleilch'lchrGutd «vorldußfl! Walb, MWL «mlliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen: tn Gießen bei Frau L. Kalk Hot Wittwe, Westanlage 2. „ Herrn Christoph Bieker, Neustadt 55. „ » Jost Gonter, Wolfsttaße. i. « Conrad Roth, Wallthorsttaße. « „ Philipp Stier, Schulsttaße. « „ Jacob Hengst, Licherstraße 20. „ „ Heinr. Becker, Löwengasse. Gustav Sonntag, Neuen Bäue. Johann Seibel, Frankfurtersttaße 62. Wilhelm HaaS, Bleichstraße. Frau Lehrmund Wittwe, Neuenweg. Gastwirth Wagner. Anton Lillmann. Wirth Swmid t. Holz-Versteigerung in den Walbnngrn der örmtiniit löirftdt. Donnerstag, den IS. März, von Vormittags 9 Uhr an, soll in den Wiesecker Gemeindewaldungen, Districten Klaus und Heide, das nachverzeichnete Holz versteigert werden: 31 Nadelstämme mit 7,29 fm, 54 Eichen-Derbstangenmit l,76fm, 989 Nadel-Derbstangen m.49,66 im, 95 Nadel-Reisstangen mit 0,92 km, 66 rm Eichenknüppel, 63 „ Nadelknüppel, 14 „ Aspen- und Eclenknüppel, 850 Eichenwellen, 3795 Nadel- und Weichholz-Wellen. Die Zusammenkunft ist zur angegebenen Stunde im genannten Districte Klaus, oberhalb der Sandgrube. Bemerkt wird noch, daß das Stamm- und Stangenholz zuerst zur Versteigerung kommt. Wieseck, am 12. März 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 2478 Bekanntmachung. In unserem Genossenschaftsregister wurde unter Nr. 38, Seite 114, „Landw. Confumverein Annerod, e.G. mit unbefchr. Haftpflicht" Folgendes eingetragen. In der Generalversammlung vom 20. Dezember 1895 wurde für das ausscheidende Vorstandsmitglied Johannes Pitz II. in Annerod neugewählt Ludwig Lauuspach II. in Annerod. Gießen, den 12. März 1896. Großh. Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. 2498 Bekanntmachung. In unserem Genossenschaftsregister wurde unter Nr. 1, Seite 4, „Consum- verein der Main-Weser-Hütte zu Lollar, e. G. mit unbeschr. Haftpflicht", Folgendes eingetragen : In der Generalversammlung vom 15. Januar 1896 wurden für die auügeschiedenenVorstandSmitglieder 1. Karl Schiemangh, Director, 2. HeinrichBecker,Rechnungs- führer, 3. Franz Roscher neu gewählt: 1. Georg Knörr in Lollar zum Director, 2. Christian Ullmavn in Lollar, 3. Heinrich Rain II. in Lollar zum Rechnungsführer. Gießen, den 12. März 1896. Großh. Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. 2499 Bekanntmachung. In unserem Genossenschaftsregister wurde unter Nr. 18, Seite 54, „Landw. Confumverein I zu Reiskirchen, e. G. mit unbeschr. Haftpflicht", Folgendes eingetragen: In der Generalversammlung vom 16. Januar 1896 wurden für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder 1. Philipp Lepper III. in Reiskirchen, 2. Philipp Schäfer IV. daselbst neu gewählt: 1. Heinrich Balser VII. in Reiskirchen, 2. Jakob Becker II. von da. Gießen, den 12. März 1896. Großherzogliches Amtsgericht. _______Neuenhagen. 2500 Bekanntmachung. Donnerstag den 19. d. M., Vormittags von 9V2 Uhr an, versteigere ich in meiner Wohnung gegen Baarzahlung: 2 noch junge, trächtige Kühe, 1 Rind, 1 Stier und 1 Stier- kalb, 10 Hühner, circa 40 Gentner Heu, große Quantität Stroh, Dick- wurz und Kartoffeln, verschiedene Sortimente Früchte, eine noch wenig gebrauchte Hobelbank mit Glaserhandwerkszeug, sowie verschiedene andere Gegenstände. Alten-Buseck, 12. März 1896. 2508 Jacob Rau. per Pfund 70 Pfg. 2471 zu Seltersweg Nr. 22. 2259 356 AuHwahlsendungen. 263 2274] Empfehle mich hiermit tn allen Schuhmacherarbeiten. Reparaturen gut unb billig. Herren-Sohle und Fleck JL 2.70, Damen-Soble und Fleck 2 JL H Hartig, Schuhm., MäuSb.12,III. Hob. Wallach, M Krause, Hirschapotheke und in der Engelapetbeke. mit Plombe. Vorrätbig in 6108800 bei: Emser Pastillen mit Plombe, dargestellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsenquellen, sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, .Magcn- schwäche und Verdauungsstörung. 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Januar 1896 wurden folgende neue Vorstandsmitglieder gewählt: a. an Stelle des seitherigen Directors: Ludwig Happel in Hausen, b. an Stelle der seitherigen Stellvertreter» de« Directors: Philipp Müller IV. in Hausen, c. an Stelle des seitherigen Rendanten: Christian Freitag in Hausen. Gießen, den 12. März 1896. Großherzogliche« Amtsgericht. _____ Neuenhagen. 2501 Bekanntmachung. Lamdtaa den 21. d. MtS., Nachmittags 6 Uhr, findet die Verpachtung der Nutzung aus der Dunggrube auf der Biehrampe deS Oberhesstfchen BabnhofS hterfelbst für die Zeit vom 1. April 1898 bis 31. März 1899 an den Meistbietenden statt. Die Bedingungen werden vor Beginn der Versteigerung bekannt gegeben- Zusammenkunft an der Biehrampe. Gießen, den 9. März 1896. 2479 Königliche Eiienbahn-Etation. Großh. tzkMk Staatstlskllbahllkll. Verdingung der Lieferung von Ktefernschweüea für de« Oberda« der beiden Reubaulinien Friedberg-Hungen «nd Beienheim — Nidda. Dte'^Lieferung von 3000 Stück Weichen- schwellen und 56000 Stück gewöhnlichen Querschwellen, beide Sorten aus Kiefernholz, in imprägnirtem oder nichtimpräg- nirtem Zustande, soll tat Ganzen oder gruppenweise oder bezüglich der gewöhnlichen Querschwellen tn Theilen von nicht unter 1000 Stück öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen sind int Bureau- lintmtt Nr. 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Frankfurterstraße 64) einzusehen oder von dort gegen postfrete Einsendung von 1 v* 20 4 au beziehen. Angebote sind postfret und unter ent» sprechender Aufschrift an dieselbe Behörde bis zum EröffnungStermtn SamSiag de« 28. März d. I., Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschl-gsfrist drei Wochen. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen.2480 Pflarizenkübel, Blumentische, Rosenpfähle, Cocosfaserftricke, Raffiabast empfiehlt billigst 2245 Louis JLony, Bahnhofstraße 27. Waschbütten, Waschzüber, Waschseile, Waschklammern empfiehlt billigst 2246 Ltouis Lony, Bahnhof strafte 27. 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