18f>6 Samstag den 15. Februar M. 39 Erstes Blatt h Zlnrts- und Anzeigeblntt für den Ttveis Giefzen | Hratisöeitage: Hießener Aamikienblätter lunahmr von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. vierteljähriger AvonncmentspreiFr Die Gießener p«mltten Vtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der tVUfctnet Anzeiger erscheint täglich, »U Ausnahme de» Montag». Interna anderer Länder einzumiscken. Wir würden es gern gcfeben haben, wenn eine einzige, der Regierung zustimmende Erklärung hier im Hause Namens aller Parteien abgegeben würde, es hätte dann keiner wetteren Debatte bedurft. Wir sind mit der Erklärung Liebers vollständig einverstanden und sind dankbar dafür, daß die Regierung entschlossen ist, die Rechte Deutschlands auch nicht um em Haar breit pretszugeben. Abg. v. Kardorff (Rp.): Wir sind mit dem Programm der Regierung ebentalls einverstanden bttz auf die Währungsfrage (Heiterkeit.) Wir sind voll Dankes für die feste und energtfcde Politik des Fürsten Hohenlohe. Auch wir hätten eine einheitliche Erklärung des Reichstages für besser gehalten. Wir hoffen, daß die Beziehungen des Reiches zu allen Staaten auch in Zukunft friedliche bleiben werden. (Bravo.) . „ Abg. Richter (fr. Rp.): Die Debatte zeigt, wie nützlich rö ist, Fragen der auswärtigen Politik im Parlament zu behandeln, auch wenn nicht immer die Politik der Regierung durch Acclamation Billigung findet. Unsere Sympathien in Transvaal könnten nicht chwerer geschädigt werden, als durch die Anstrebung eines Protecto- rats über bte Republik. Es ist nicht unbedenklich, wenn die verantwortlichen Leiter unserer Politik erst nachträglich die Verantwortlichkeit übernehmen für die Kundgebungen von Allerhöchster Stelle, ich habe den Wunsch, daß mit diesen Aeußerungm künftig möglichst zurückgehalten wird. Unsere Interessen in Südafrika sind oer- chwtndend gering gegenüber den gemeinsamen Interessen, die wir mit England haben, nicht blos in uüferem gesammten Wrrlhschasts- verkehr, sondern auch in der auswärtigen Polizjk, namentlich bet der Entwickelung der Dinge am goldenen Horn. Die Ueberschwäng- ltchketten bet Gelegenheit der jüngsten patrrottschen Feiern scheinen uns nicht unbedenklich- der dabet oft zum Ausdruck gekommene Chauvinismus strahlt schließlich immer in der Geltendmachung egoistischer Forderungen autz. Sammlungen für Flottenvermehrung und dergleichen fallen in kurzer Zett der Lächerlichkeit anheim. Redner wendet sich dann gegen eine Flottenvermehrung. Zum Schutze unserer überfeetschen Interessen reichen unsere Schiffe aus. Merkwürdigerweise begeistert man sich in den Kreisen am meisten ür neue Floltenpläne, in denen mon für eine engherzige Wtrth- schaftspoliltk ärgster Art eintrttt und am liebsten Deutschland ganz gegen den Export vom Auslande absperren möchte. Abg Bebel (Soc.): Auch ich meine, daß die Reichsrcgtcrung in der Transvaalfrage sich durchaus correet verhalten hat. Aber die Aufregung in England hat doch eine Ursache gehabt: Das kaiserliche Telegramm. Ich würde es begreifen, wenn dieses Telegramm ganz auf eigne Faust vom Kaiser abgesandt worden wäre. Aber Herr v. Marschall hat ja die Verantwortung übernommen, das Telegramm mußte Aufregung verursachen. Es war das offenbar ein feindseliger Act. Wenn so etwas Gebrauch wird über die Köpfe der Leitung hinweg, dann sind wir nicht sicher, daß eines Morgens die Katastrophe da ist. In der ostasiatischen Frage ist schon einmal binnen 24 Stunden ein völliger Wandel in unserer Politik etngetreten (Staatösecretär v. Marschall schüttelt den Kopf. Während dieser ganzen Ausführungen wiederholt Unruhe im Hause.) Die Aufregung wäre in England vielleicht nicht so groß gewesen, wenn nicht schon in den letzten Jahren sich eine gewisse Mißstimmung gegen Deutschland yeraubgebtldct hätte. Namentlich aus Anlaß unseres Frontwechsels in der ostastaltschen Frage, der plötzlich nach einem Vortrage des Herrn v. Brandt beim Kaiser et folgte. (Ruse rechts: Klatschgeschichten.) Ach was, Klatsch, der ist bet Ihnen zu Hause. Denken Sie doch an den Fall Kotze. In italienischen und österreichischen Zeitungen finden Sie jetzt eine Haltung, die sehr wett abliegt von Sympathie mit Deutschland. Wir sind jetzt leider in einer Art Schlepptau von R ßland. Rußland will offenbar wieder Geld von den dummen deutschen Eapitaltsten. Die Herren Hansemann u. Gen. scheinen bet ihrer Anfrage im Auswärtigen Amte hier mindestens ein zustimmendes Kopfnicken gefunden zu haben. In nächster Woche sollen 200 Mill, russische Eisenbahnen-Obligationen hier auf den Markt kommen. Mit der Unterstützung, die wir Rußland haben zu Theil werden lassen, bat es im letzten Jahre unerhörte diplomatische Erfolge erzielt zum Nachtheil unterer wirklichen Interessen in Ostofim, am Bosporus, in Bulgarien. Dabet nutzt uns bl se russische Freundschaft nichts, denn im entscheidenden Augenblicke läßt sie uns doch im Stich. Die ganze Wettmachts- polttik kostet uns die schwersten Opfer. Richtiger ist die Bundntß- politik mit leistungsfähigen Bundesgenossen. Und England ist UWUnS66auSmann (fübb. Dp.) ft-llt feft, baß in ber TranS- vaalsrage alle Parteien das Verhalten der Regierung billigen. Redner glaubt nicht, daß das kaiserliche Telegramm bekunde, wir wollten uns etwas gegen England herauSnehmen. Das Telegramm sollte nur die Freude darüber ausbrücken, daß ein kleinerer Staat nicht einer solchen Gefahr erlegen war. Allerdings wäre bas Telegramm wohl besser unterblieben, da es nur Mißverständnisse hcrvorgerusen hat. Wir baden das Vertrauen zu unserer und der eng ischen Re- ateruna. daß es ihrer Weisheit gelingen werde, jede nicht friedliche Lö'ung von der Hand zu weilen. Auf keinen Fall darf man aus den Ereignissen der letzten Zett eine Berechtigung herleiten für wichtigen Frage. Staatsminister v. Metzsch leitete die Verhandlung mit einer längeren Rede ein, in der er die vor« geschlagenen Abänderungen des bestehenden Wahlgesetze- hauptsächlich durch den Hinweis auf bte Nothwendigkeit begründete, dem writeren Anschwellen des socialdemokrattschea Elements in der Volksvertretung einen Damm zu ziehen. Mit Entschiedenheit wandte sich der Minister gegen die Anschauung, daß die geplante Wahlreform eine Schmälerung der DolkSrechte bedeute und überhaupt reactionären ChararterS sei. In der weiteren Debatte stellten sich die Abgeordneten Dr. Mehnert (cons.), Niethammer (natl.), Streit (Fortschritt) und Opitz (cons.) voll auf den Boden der Vorlage, sämmtlich betonend, daß eß einstweilen kein geeigneteres Mittel zur Bekämpfung des ferneren Vordringens der Social- demokratie im Parlamente gäbe, als die vorgeschlagene Wahl- reform. Bon socialdemokratischer Sette griffen die Abgeordneten Geyer und Goldstein die Vorlage heftigst an, aber auch der Nationolliberale Richter Großschönau und der Antisemit Schubert krittfirten den Entwurf abfällig. Minister v. Metzsch polemisirte gegen die Ausführungen der Abgeordneten Geyer, Goldstein und Schubert, zuletzt wurde die Debatte abgebrochen ; jedenfalls kann aber das Zustandekommen der Wahl- reform schon jetzt als gefichert gelten. &I. April 1896 zu k 6 mit Psndestall MneS UstervtgS. . ffiobnung zu vermiß SathartamMe^ blae Leute sofort i° * itatt mH Zubehör, alW Flottenvermehrungen. Aba. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.): Bei Bebels Rede hat die Mehrheit des Hauses das Gefühl, als ob der auswärtige Minister von Utopien sprach. Bebel ist nicht ber geeignete Interpret ber nationalen Emvfinbungen bes Hauies. Die Unkenrufe wegen des kaiserlichen Telegramms werden den Jubel, ber bei besten Bekanntwerben erschallte, nicht nachträglich zu Schanden machen. Damit schließt bte Debatte. Der Titel Staatssecrelär wird genehmigt. Morgen: Fortsetzung, dann Militäretat.__ Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. Redaction, Expediti« und Druckerei: Schukstraße 3hr.1* Fernsprecher 51. Deutsche- »eich. Berlin, 13. Februar. Die sächsische Wahlreform. Vorlage, durch welche für den Landtag deS Königreichs Sachsen die indirecte Wahl und daß Klastenwahlsystem ein- gesührt werden sollen, ist nunmehr in das Stadium der parlamentarischen Behandlung eingetreten. Am Mittwoch befaßte sich die zweite Kammer zum ersten Male mit dieser Jwtis übrig "ih reicht, sehr U 'rück, UllW KM S.,u?b8Na»m Neueste Nachrichten» WolffK telegraphisches Corresponden,-Bureau. Berlin, 13. Februar. Vertreter aller Parteien M Reichstages haben beschlossen, vom 22. dS. Mts. au behusS Förderung der Commisftonsarbeiten, insbesondere der Arbeiten der Commission für das bürgerliche Gesetzbuch, im Plenum des Reichstages eine etwa zehntägige Pause ein- treten zu lassen und bis dahin womöglich den Etat in zweiter Lesung zu erledigen. Danach wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Zuckersteuervorlage erst nach dieser Pause zur Be- rathung gelangen. Berlin, 13. Februar. Die Commission deS Abgeordnetenhauses für das Lehrerbesoldungsgesetz nahm den § 5 deS Gesetzes an, die AlterSzulagen in der Weise zu genehmigen, daß der Bezug nach 7 Jahren nach tem Eintritt in den öffentlichen Dienst beginnt und daß neue gleiche Zulagen in Zwischenräumen von je 3 Jahren gewährt werden; ebenso § 6 nach der Fassung Winkler: Die Alterszulagcn dürfen nicht weniger als für Lehrer jährlich um 80 Mk. steigen, von drei zu drei Jahren um 50 Mk. bis jährlich 720 Mk., für Lehrerinnen um 60 Mk. steigend ebenso biS 540 Mk.- ferner § 7. Ein rechtlicher Anspruch auf Neugewährung der AlterSzulagen steht den Lehrern und L-Hrerinne« nicht zu. Die Versagung ist nur bei unbefriedigender Führung zulässig und bedarf der Genehmigung der Bezirks- regierung. Die §§ 8 und 9 wurden nach der Regierungsvorlage angenommen. Berlin, 13. Februar. Die »Bost. Ztg." meldet : Der Reichskanzler empfing gestern in Gegenwart des StaatS- secretärs v. Bötticher eine Deputation des Central- ratheS der deutschen Gewerkveretne unter Führung des Dr. Hirsch. Die Deputation sprach den dringende» Wunsch nach gesetzlicher Anerkennung der Berufsvereine aus und wies darauf hin, daß der Mangel eines NormattvgesetzeS sowohl in öffentlicher als privatrechtlicher Hinsicht, zumal für die angesammelten großen Vermögen eine stete Gefahr bilde. Der Reichskanzler bezeichnete die ihm gewordene Aufkläruug alS sehr werthvoll- er werde daraufhin nochmals die Angelegenheit wohlwollend prüfen. Die angeführten Bedenken seien auch tm Reichstage von der Rechten und den Nationalliberalen gemacht worden; es sei indessen nicht zu verkennen, daß den Anträgen triftige Gründe zur Seite ständen. Staats- secretär v. Bötticher bemerkte, die Angelegenheit werde zunächst im Schooße des Staatsministeriums erörtert werden. London, 13. Februar. In der gestrigen Sitzung der Royal Akademy of ArtS wurde Professor Adolf Menzel zum auswärtigen Ehrenmitglied ernannt. D-pefSai deS Burearr .Herold-. Berlin, 13. Februar. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, ha'te der Reichskanzler heute Nachmittag eine längere Conserenz mit dem österreichisch-ungarischen Bot- schafter Szögyeny und empfing später den Besuch des italienischen Botschafters Grasen Lanza. Berlin, 13. Februar. Wie die „Börfen-Zig." erfährt, kommt am Samstag im Reichstage die Interpellation Auer wegen Auslösung der soctaldemokratischen Vereine zur Berathung. Berlin. 13. Februar. Die „Kreuzztg." begrüßt die Veröffentlichung der Schriftstücke, die in der Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. ^MmmgmisSZllllN SEÄ Maorermeifier 8adev to# SytrU*!bl". LZik- MK d1 Deutscher Reichstag. 89. Plenarsitzung. Donnerstag, den 13. Februar 1896. Zur Berathung steht der Etat des Auswärtigen Amts. Abg. Prinz Arenberg berichtet eingehend über die Verhandlungen in der Commission. Abg. Hammacher (natl): Wir begrüßen es mit Genugthuung, -daß nach den Erklärungen ded Siaatssecrelärs in ber Commission . -ine F ottenoerrnehrung in bieser Session nicht beabsichtigt ist und daß >bie Regierung uferlose Pläne nicht hegt. Daß bte Regierung in anfte Erwägungen einlreten will, inwieweit eine Vermehrung ber ßlotle etnzutreten bat, entspricht nur dem historischen Vcrantwort- iichkettsgefühl ber Regierung. Meine Partei wird, wenn eine Vorlage erscheint, bieselbe ernstlich prüfen, mit Patriotismus, aber auch mit Rücksicht aus bte Steuerzahler. In ber Transvaal-Frage hat die Regierung Deutschlands Jntereffen ebenso energisch wie umsichtig zu --wahren verstanden Wir sagen ihr dafür aufrichtigen Dank. (Bravo) Wir in Deutschland waren auf das Telegramm des Kaisers nur 'stolz, als auf einen Act des deutschen Sclbstbewußtseins. (Bravo.) iBlr wünschen, daß eS ber beutfdjen Diplomatie gelingen möge, ble Kluft zwischen England und Deutschland allmälig auszufüllen, und bah in England Einsicht und Gerechtigkeit dies erleichtern. (Bravo.) Ltaatssecretär v. Marschall: Die Frage, wie sich unser Ver- Wpiß zu England gestaltet habe, ersordert einen kurzen Rückblick. Die Rechte Tranevaals gegenüber England sind sestgelegt durch die .tzonoention von 1884, die Selbstständigkeit Transvaals steht fest .und Artikel 4 gewährt England gewissen Einfluß bezüglich Genehmt- w ausländischer Verträge. Auf Grund dieses Artikels hat England Aud) den Vertrag von Transvaal mit uns genehmigt. Fragt man mtj also, was wir dort zu suchen haben, so antworten mir: wir 0011(11 unsere Vertragsrechte ausüben und uns darin durch nichts iitlrlräcbtigen lassen. Unsere Landesangehörigen haben sich dort Riede.gelassen, unser Handel hat dort seine Jntereffen. Diese unsere kommen Interessen dort zu schützen, wird das Deutsche Reich sich richt nehmen lassen. (Bravo ) Wir wollen den Zugang von ber Dkloaoa Bai, wir wollen bte Interessen unserer Eisenbahnen wahren enb jotr wollen die Selbstständigkeit der südafrikanischen Republik, »rstr ebungen, we che sich hiergegen richten, würden und sehr schädigen. 3n der Verfolgung dieser einsamen Politik treten wir zu keinem ■Staate in W'derlpruch, auch zu keinem europäischen, auch nicht zu «England. Es fällt uns nicht ein, irgend eine Protection zu beanspruchen. Wmn man uns Mißtrauen entgegenbringt, so find wir pich' daran Schuld, sondern vielmehr diejenigen Bestrebungen, von .mich en wir heule wissen, daß sie selbst vor Gewalt nicht zurück- sjrecken. Jener Einfall Jamesons war, objectiv betrachtet, ein -vilkerrechlswidriger Aci, ber auch unsere Interessen bedrohte. Wenn -btbeuptet wird, der Präsident habe unsere Intervention angerufen, -so iß daö ein Jrrthum Sofort nach Eintreffen jener Nachricht habe i4 bei ber englischen Regierung ungefragt, welche Maßnahmen sie bttbsichtige, um bte Gefahr zu b,schwören. Wir haben habet nur xnletc Inter, ff en gewahrt unb unser Recht. Und ich muß anerkennen, -dih "bte englische R gterung in vollem Maße alle Schritte gethan hat, -die Gefahr adzuwenden. Wenn trotzdem Blutvergießen erfolgt ist, ist nicht die englische Regierung daran Schuld. Es ist kein Zweitel, M der Einfall Jamesons in Verbindung stand mit der sogen. National Partei. Wäre der Schlag gelungen, bann wäre zunächst kir anarchischer Zustand entstanden. Die Gefahr war um so großer, ilb tn Johannesburg verwandte Elemente waren unb ble Deutschen tat in entschiedener Gegnerschaft zu ber Nationalpartei stauben. hätten sich Dinge ereignen können, welche uns den Vorwurf taten zuziehen können, wie kann es kommen, baß nur 20 Meilen mit im Innern so etwas geschieht, ohne daß Deutsche von den Schiffen an ber Küste her Schutz finden. Wir bestimmten daher ,10 Mann vom Seeadler, ausreichend, um das Consulat »v schützen, iber nicht ausreichend, irgend andere Ziele zu verfolgen. Die Ge- ichmigung Portugals dazu war nöthig; ehe sie aus Lissabon ankam, tat bte Gefahr beseitigt. Wir haben bei den Verhandlungen mit inglanb über den Fall Jameson absolute Zmückhaitung bethStigt. Los thun wir auch gegenwärtig bet den Verhandlungen zwischen Snflianb unb Transvaal. Man wirst uns nun vor, solche Publi- taltonen wie das Weißbuch gäben nur bekannte Dinge unb ver- feaj iegen Jnteressintes. Dieser Vorwurf ist hier unzutrtffenb. Wir so! en mit ber englischen Regierung nichts Anberes verhandelt, kklr haben uns wohlweislich vor akademischen Erörterungen, so etwa iber Artikel 4 ber Convention, gehütet. Unsere Beziehungen zu England haben keinen Augenblick aufgehört, gute, normale zu sein. 3* weiß freilich, daß die officiellen Beziehungen nicht maßgebend -irb für die Beziehungen der Völker, und daß in England hoch- «adige Erregung in Wort und Schrift Ausdruck gefunden hat. Ich vterlasse es indeß, gegen Stimmungen mit Argumenten zu kämpfen. $lr haben gelernt, fremdes Recht unb fremde Jnteressin zu achten. $lt find gern bereit, auf der Grundlage der Achtung mit anderen Nationen zu verkehren. Aber wir setzen dabei auch volle Gegen- sristakeii voraus, sowie daß eine etwaige Empfindlichkeit auch Hand ti Hand gehe mit der Rücksicht auf die Empfindlichkeit Anderer. ’ XFraoo.) In einer Frage, welche untere Inte, essen berührt, bean- I hmchen wir die Freiheit, zu sagen, was wir denken und suhlen, die Leihelt, wenn unseren Interessen offenbares Unrecht geschieht, dies li sagen unserer Genugthuung darüber, daß das Unrecht unterliegt ib Recht doch Reckt bleibt, in derjenigen Form Ausdruck zu geben, »lcke unseren Empfindungen entspricht. (Lebhaftes Bravo.) Abg. Lieber (Clr.): Meine politischen Freunde haben volle« üatrauen zu dem Leiter unserer Politik, d-m Reichskanzler. (Bravo!) Sir find überzeugt, daß von ber Machtstellung des Deutschen Reichs iltzls geopfert werden wird auf Kosten des Rechts. Wir stehen voll irb ganz auf dem Standpunkt, ber von Sr. Majestät dem Kaiser in den versammelten Vertretern ber Bundesregierungen bargelegt Borten ist, baß bas Deutsche Reich weit entfernt eine Gefahr für ta Stieben zu sein, dessen sicherste Gewähr daö Reich sein soll, lat keinen Mißklang in diese Debatte zu bringen, unterlaße ich eine Stellungnahme zu Marineforderungen und spreche unserer Regierung kn Dank meiner Freunde für ihre feste Haltung in der auswärtigen kolßtik aus. Abg. Frhr. v. Manteuffel (c): Wir sind durch das Weißlich, über Transvaal vollständig über die Politik unseres Aus- .Bärtigen Amtes beruhigt und halten eS für entbehrlich, uns in die metftngm. si. W m tnbiy k LavdgasstlL er Stock, 7 ZlivW'^ Sabeetnrita, w* i. L. Petti L M Neumoeg R k-stratzr 1: Wohtmz^ rbeh., Veranda rc., per 1 v: U. bei Archilcet fitin- Alle Annoncen-Bureaux deS In- unb Ausländer nehme» Anzeigen für den. „Gießener Anzeiger" entgegen. Ul Auswahl k ^ichy, Flisa -eltersweg 43. Uchb. lack. Bl Muster, sehr bl „ 12 Müller, Abillerstr.. ssHäärschmi itenkämme t Goldauflagt, ■■ »ctien, W«, iletteseife«. * !, Lindenplak '°6L thrti, - einzustellen. Für die Erhöhung und Anlage aSphaltirter Trat- toirS sind alljährlich 13,000 Mk. vorgesehen. Für die diesjährige Baupertode waren vorgesehen die Gartenstraße bis zur Ludwigstraße (2500 Mk.), BiSmarckstraße zwischen röberstraße und Ludwigstraße (4000 Mk.), die Ostseite der I Sirchstraße (800 Mk.), die Nordostsette der Schanzenstraße (2000 Mk.) Seitens des Herrn Wallenfels wurden weiter I empfohlen die Wetzsteinstraße und Seitens des Herrn Haubach die Wagengasie, der Neuenweg, der Kirchenplatz. Die Versammlung beschloß, nachdem Herr Oberbürgermeister Gnauth mitgetheilt, daß bezüglich der Wetzstetnstraße noch Derhand- lungen wegen deren Urbergang in städtischen Besitz gepflogen würden, und bezüglich deS Neuenwegs und des KtrchenpiatzeS Schwierigkeiten Seitens der Hausbesitzer gemacht worden, I Aussetzung der Beschlußfassung bis zur Budgetberathung. Die Zunahme der Kinderzahl in der Stadtmädchenschule hat die bauliche Veränderung deS SchulhauseS nöthig gemacht, und wurde für erforderlich erachtet die Vermehrung der Aborte um 6, die Herstellung eine- Reserveraumes, welcher im Winter den Kindern einer Messe zum Aufenthalt dienen soll, die Vergrößerung deS BaderaumeS und Herstellung eines zweiten Ausgangs. Diese Veränderungen können aus- geführt werden, wenn die bisher von dem Schuldiener inne- gehabten Räume umgebaut werden, und für den Schul- diener eine besondere Wohnung (ähnlich derjenigen bet dem Schulhause in der Schillerstraßc) errichtet wird. Mit Rücksicht auf die sanitären wie unterricht-technischen Gründe »erden die vorgrschlagenen Aenderungen genehmigt und hierauf bewilligt 1200 Mk. für Anlage der erforderlichen Aborte, 1600 Mk. für den Umbau der jetzigen Schuldienerwohnung, 6000 Mk. für Erbauung einer neuen Schuldienerwohnung. Den Besitzern von Gasmotoren war seither gestattet worden, zur Beleuchtung der Räume, in denen die Motore ausgestellt find, zwei Gasflammen zu speisen, ohne dafür den für Leuchtgas festgesetzten Preis zu entrichten. Zufolge eines Antrages faßte die Versammlung den Beschluß, diese Vergünstigung auch auf Küchen und Baderäume anSzudehnen, in denen Heizgas verwendet wird. der 25. Division nebst Adjutanten, Herrn Major Maaß, zur Rekrutenbesichtigung hier eia, und nahm tut Hotel Kühne Absteigequartier. *• Etrafkammerfitznug. Heute Vormittag hatte sich der ehemalige Schreckea unserer Gegend, der vermeintliche Räuber Heinrtch Becker von Ruttershausen, vor der Strafkammer zu verantworten. Von den ihn beschuldigenden zahllosen Raubaafälleu ist ihm nicht ein einziger nachzuweisev, es ist sogar nachgewiesen, daß Becker daran vollständig unschuldig ist und entweder ein Anderer die Land» und Arbeiter- bevölkeruug in den umliegenden Orten geängstigt har oder viele dieser Raubaafälle nur erdichtet waren oder in der Einbildung der Bedrohten thren Grund finden. Heute handelt es sich um ein bei Klein-Linden begangenes S'ttltchkettS- verbrechen und um drei Beschuldigungen von kleinenDtebstählen, die Becker au seinen ArbeitSgeuofieu begangen haben soll, doch liegt hier wiederholter Rückfall vor, so daß, wenn dem Angeklagten nicht mildernde Umstände beroiQtgt werden, er deshalb tnS Zuchthaus kommt. Wegen des Sittlichkeits- Verbrechens wurde hinter verschlosienen Thüren verhandelt. Nachdem die Oeffenlichkeit wieder hergestellt, verkündete der Vorsitzende, daß die Sache heute nicht zu Ende verhandelt werden könne, weil neue Zeugen zu laden seien. ♦♦ Vortrag. Herr Schriftsteller Paul Dehn hielt gestern Abend im Cafä Ebel vor den Mitgliedern des OrtSgewerbe- und des Kaufmännischen Vereins, deren Damen und Gästen einen Vortrag über Licht und Schatten im modernen Verkehr. Redner schilderte die gewaltigen Umwälzungen der letzten hundert Jahre, die der moderne Verkehr erfahren, wie Zeit und Entfernung heule keine Rolle im Verkehr auf der Erde bedeuten, und wie man fich schon damit beschäftige und berechne, wie lange eine Reise oder eine Depesche nach dem Mond oder nach den anderen Weltkörpern dauern würde, und daß man erst, wenn dies Ziel erreicht sei, von einem Weltverkehr sprechen könne. Die Lichtseiten deS Verkehrs wurden den Zuhörern oor- geführt in Badereisen, Schweizertouren usw., aber auch scharf die Schattenseiten gezeichnet: der MafientranSport der Güter von einem Ende der Erde zum anderen, besten unerbittliche i Consequenz sei die Herabdrückung kleiner, selbstständiger fteuzen zu Lohnarbeitern zu Gunsten weniger Großbetriebe. ES sei an der Zeit, sich hiergegen zu schützen. Lebhafter Beifall lohnte den Vortragenden für seine trefflichen AuS- sührungen. — Herr Commercienrath Heyligenstaedt stattete dem Vortragenden NamenS beider Vorstände deren Dank ab. ES fei in dieser Saison des letzte Vortrag, den die beiden Zu dem folgenden Gegenstände der Tagesordnung: die ] Dienstverhältnisse der Gemeindebeamten, inSbe- . sondere das Aufrückcn derselben in höhere Gehaltsklaffen betreffend, lag der Versammlung ein Bericht deS Herrn Ober- bü.'gerw'.isters vor. Danach erfolgt das Aufrückcn der Ge- meinüebeamten im Gehalt von 5 zu 5 Jahren und betrug die Zalage je nach Gehaltsklasten zwischen 100 und 300 M. Um otese vergleichsweise mit anderen Siädten langen Zwischenräume abzukürzen, war beantragt, daS Aufrücken alljährlich in der Weise erfolgen zu lassen, daß der Betrag dieser alljährlichen G-haltSerhöhung gleichkommt einem Fünftel der Summe, welche bisher alle fünf Jahre als Zulage gewährt wurde. Die Versammlung stimmte nach kurzer Berathung dem sowohl eine möglichst gleichmäßige Gestaltung deS alljährlichen Budgets wie der wlrthschastlichen Verhältnisse der Beamten bezweckenden Anträge zu. Es beträgt danach die jährliche Zulage in Klasse I 60 M., Kl. II und III 50 M., Kl. IV 40 M., Kl. V 30 M., Kl. VI bis VIII 20 M. Sofern jedoch gegen Berussthätigkeit, Fleiß oder Führung eines Gcmeindebeamten Ausstellungen vorliegen, kann die Stadtverordneten Versammlung beschließen, dessen Aufrücken im Gehalt zeitweise oder dauernd einzustellen. Das unterm 16. Mai 1895 erlassene, die Entnahme von KieS aus der Lahn betreffende Reglement wird auf Antrag Großh. Polizeiamts dahin abgeändert, daß sich dessen Bestimmungen lediglich auf den nicht schiffbaren Theil der Lahn, d. h. von der Einmündung der Wieseck auswärts, beziehen. Die Versammlung gab hierauf nach eingebendem Referat deS Herrn Oberbürgermeisters nachstehendem OrtSpoltzei- regl em ent ihre Zustimmung : § 1. Die größte zuläisige | Höhe der Privatgebäude an Straßen von einer geringeren । als der, durch Art. 10 der allgemeinen Bauordnung bestimmten, normalmäßigen Breite beträgt: A) in der, von Ost-, Süd-, West- und Nordanlage eingeschloffenen, inneren Stadt a) in Straßen bis 5Mtr. Breite 8 Mtr. bis Dachtrause, b) in Straßen von 5—lU/a Mtr. Breite 3 Mtr. mehr als | die Straßenbreite, B) in der, außerhalb der vorgenannten Anlagen gelegenen äußeren Stadt a) in beiderseits zu bebauenden Straßen 2 Mtr. mehr als dte Straßenbreite, b) in einseitig zu bebauenden Straßen 3 Mtr. mehr als die Siraßen- bnttc. — § 2. Die Straßenlinie wird dabei — ohne Rücksicht auf etwaige Straßengärten — zwischen den Straßenfluchtlinien gemessen- im Uebrigen erfolgt die Messung derselben bei Straßen von ansteigender Höhenlage oder ungleicher Breite und für Eckhäuser an letzteren ebenso wie die Bestimmung der Gebäudehöhe und die Anrechnung von Stockwerken tn gebrochenen Dächern, Zwerchhäusern und Giebeln nach den Vorschriften der eingangs erwähnten Bestimmungen der allgemeinen Bauordnung und der zugehörigen AusführungS- LranSvaalangelegenheit gewechselt wurden, mit voller Genugthuung. Diese Schriftstücke zeigten, mit welcher Aus- «erksamkett unsere Interessen dorr verfolgt worden sind, und wie die deutsche Regierung durchaus nicht davon abstand, tat gegebenen Moment mit aller Entschiedenheit für ihr Recht und ihre Ansprüche einzutreten, dabei in besonnen maßvoller Weise auch den kleinsten Schein vermeidend, daß sie von irgend anderen Beweggründen sich könnte leiten lassen, als »on solchen, die durch die bestehenden Verträge die allein gegebene Richtschnur bilden. Triest. 13. Februar. Die italienische Regierung hat an die österreichische Lloyd - Direktion die Anfrage gerichtet, ob dieselbe ihr für die Transporte der Truppen »ach Afrika, welche die Gesellschaft Naoigazione Generale nicht mit der -gewünschten Schnelltgkeit bewerkstelligen kann, mehrere Dampfer zur Verfügung stellen könne. Die diesbezüglichen Verhaudlungen dürsten von Erfolg sein. Sitzung -er Stadtverordneten am 13. Februar 1896. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Wolff, Georgi und Grüneberg, von Seiten | der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, EmmeliuS, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Kirch, LooS, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Dr. Thaer und Wallenfels. Herr Oberbürgermeister Gnauth giebt der Versammlung Kenntniß von einem Schreiben Großh. Oberpostdirection Darmstadt, wonach Gießen an die Fernsprechverbindung zwischen Frankfurt und Cassel angeschloffen werden soll. Der Herr Oberbürgermeister erbittet die Ermächtigung, Großh. Ober- postdirection den Dank der Stadt abstatten zu dürfen für die Willfahrung der s. Z. an Großh. Oberpostdirection gerichteten Bitte um Herstellung einer Fernsprechlinie Gießen- | Frankfurt. ; Za dem Voranschlag des Realgymnasiums und der Realschule für 1896/97 wird mitgetheilt, daß die sachlichen Kosten dieser Anstalten von der Stadt ganz, die persönlichen nach Abzug der Einnahmen an Schulgeld zur Hälfte zu tragen sind. Die Gesammt-Ausgaben sind veranschlagt zu 91027 Mk., wovon abgehen an sachlichen Ausgaben 6246 Mk., so daß auf Staat und Stadt nach Abzug von 49827 Mk. Schulgeld zu vertheilen bleiben 41200 Mk., sonach 20600 Mk. + 6240, inSgesammt 26840 Mk. als Ge- sammtzuschuß auf die Stadtkasse zu übernehmen sind. Der Voranschlag wurde genehmigt. Das Gesuch der Firma W. Zurbuch um Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens in der Goethestraße wurde unter Vorbehalt des Widerrufs ausnahmsweise befürwortet. Der von der Bleichstraße ausgehenden, zwischen Ludwig- straße und Stephanstraße auzulegenden Straße untergeordneter Breite, für welche die Errichtung kleiner Wohngebäude vorgesehen ist und welche in einem rechten Winkel in die Stephanstraße auSmünden soll, wurde auf Vorschlag der Baudeputation der Name „Bruchstraße" beigelegt. Die mit Eröffnung der Kliniken an der oberen Frankfurter Straße unaufschiebbar gewordene Verbesserung der Straße sowohl in Bezug auf Quer- wie Längennivellement, sowie Anlage von Trottoirs, Anpflanzug von Baumreihen und Verbesserung der Beleuchtung, ist generell veranschlagt zu 44000 Mk. Hierbei ist vorgesehen eine gleichmäßige Fahr- bahnbreile von der Wilhelmstraße bis zu der zur psychiatrischen Klinik führenden südlichen Straße, während die Trottoirbreite der abweichenden Fluchtlinien wegen eine verschiedene sein würde, auch auf die Anlage von Vorgärten theilweise zu verzichten wäre. Die Versammlung beschließt, unter Zurückstellung einer Theilstrecke, für die Strecke Wilhelmstraße— psychiatrische Klinik 33700 Mk. in den Voranschlag 1896/97 MSlSg dM , .i k(tn bltfiflf" 6**^183 - 381 t. * < tagst * btt W btt r b allen Farben, be . mg.w Wo fit Nä , bclarmtni u ^lanuinl 0 ISSS*«" L?PBrfiia pfrtf.aBoßfit Sä“ Son n fflfftI 'KK: ifl ° * Vereine ihren Mitgliedern gemeinsam bieten, und wolle er daher dem Vorstande des kaufmännischen Vereins seinen Dank aussprechen, daß er den geschäftlichen Theil dieser Vortrags, abende so trefflich besorgt habe. Den Anwesenden aber wolle er wünschen, daß sie in der kommenden Reisezeit nur die angenehmen oder die Lichtseiten deS Verkehrs erfahren mögen. __________ H. Hungen, 12. Februar. Daß unsere Nebenbahn bauten bei dem außerordentlich günstigen Winterwetter lehr befriedigend fortschreiten, begreift man leicht. Man ficht eS aber auch an anderen zuverlässigen Zeichen. Zum Kricgsühren und Eisevbahnbauen braucht man die drei gleichen Dinge, nämlich: Geld, Geld und Geld. Dieser nervue rerum gerendarum strömt aber jetzt in so reichlicher Menge hierher, wie eß unser kleines Städtchen noch nunulß flt‘ sehen hat. Die HauptstaatSkasse in Darmstadt und die Rcntamtskaffe in Bingenheim senden in ganz kurzen Zwischenräumen Säcke mit bedeutenden Summen hierher an die Steuererheberei. Diese gibt daß schöne Gold und die großen Bankscheinc an den Unternehmer Christner und letzterer bezahlt seine Arbeiter, Aufseher und sich selbst damit. Unter gewöhnlichen Verhältnissen kann die hiesige Steuererheberei Geld an daS Rentamt abliefern- jetzt kommen enorme Summen hierher. Man sieht daraus, welches Leben durch ein großes Unternehmen in eine ruhige Gegend gebracht werden kann.__________ w*T verschiedene Local- und »aftten sch» dte nLch»e Xr. rnrüL-etleae werde«. __ kirchliche Anzeige« -er Stadt Giehen. «vaugelische «eetinlt. Gottesdienst Sonntag, den 16. Februar. Estomihi. ^A« der Stadtttrche. Vormittags 9V» Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags il Uhr: Militärgottesdienft Pfarrer Dtngelde, Nachmittags 21/« Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: siehe Johanneskirche- Mittwoch den 19 Februar: 1 PassionSandacht: siche Johannes- kirche. - NSchsttünitigen Sonntag, den 23. Februar, findet tm AbcndaotteSdienst Beichte und heil- Abendmahl für die MattbLuS- gemeinde statt- _ An der JohanneSktrche. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes I gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. I ÄbendS 6 Uhr: Pfarrer Dtngeldey. Mon'ag, den 17. Februar, Abends 8 Uhr, vtdels»««de « Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. Brief an die Gothaer. Ab.nds 6U»r: .. avdacht, Pfarrer Dingeldep Die 3 ersten Wochenpasfionsandachten finden tn der Jobannee kirche statt, die 3 letzten in der Stadtkirche. Katholische Semeiade. Sonntag den 16. Februar. Quinquagefima. SamStag: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit |Uf hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; I _ um 6Vi Uhr erste bl. Messe; um 7»/, Uhr AuStb tung der hl. Communion: nm 8 Uhr zweite hl. Messe; MUitärgotteSdieust um 9^, Uhr Hochamt; Verlesung deS Fastenhtrtenbriefei- ) Nachmittags um 5eS Verkehrs erfaßen mftrt 9?e6enW nftlgtn ÜBinttrwitii t man leicht, Mar iWn LMv. Ä» i man dir drei M- Gelb. Dieser nen- in so reichlicher B? chen noch nttmal« V n Darmstadt und h in ganz kurzen M'-i itnmen hierder an ta ne Gold und die grobe ristner und letzte«! sich selbst damit. Uatn hiesige Steunerheberr jetzt kommen tnonr ■ mtldjib 8ebe« « eftetti wervt«^.— .Kiadt Sietz^ Utiutzt. nft omthi. itdit* eiei«61- f- «i»t , um 5 w Skirch^ fasset ««*•*’ w w^'w. ehre. 2 1003 Lohverkauf zum 1. März er. schriftlich einzureichen. 1490 I. A.: Bogt Exped d. Bl. 1495 F rühlingsSaatmarkt 1489 im spätester der 7. März bestimmt. 148t 1*72 Sril'urftation anbaue. 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Vereinsjahr) Sonntag, 23. Februar 1896, Abende 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Mitwirkende: ‘ 14vv) fctn sauberes, williges MLdche« '^^Äftagen in der Expedition d- Bl. Lollar, 13. Februar 1896. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2‘/j Uhr statt' Süt Vereine u. Wiedervcrkäuser hoher Rabatt. A. Krrtzschmar, Selbstgeschriebene Offerten beliebe man unter O. 24 an die Expedition d. Bl- gelangen ui lasten. 1355 Programm: 1, Sonate op. bla (Es-dur). Das Lebewohl (Les Adieuse) L. v. Beethoven. 21 Terzett mit Clavierbegleitung: I m Frühling W. Bargiel. 3) a. Ballade Nr. 2 op. 38 (F-dur) F. Chopin. b. Nocturne Nr. 7 (Fis-dur) L. Brassin. o. Ballade Nr. 2 (H-moll) F. Liszt. 4i Terzette a capella: a. Böhmische Volksmelodie. b. Kleine Watertrappcln Cath. v. Rennes. . c. Da unten im Thale Job. v. Brahms. Scheel & Comp Tuchhandlang. cd , ^-teßencr Sonntag, 16. Februar, Nach«. 4 Uhr Grosses üluäbrud ^>U-h-n-nalionalIi6£reIescartei ,ln« g-m-ins°m-Setämpfung „teactionäret und är°r Element«" fflr rBlVa dal. t>flmDiea die öffentliche Bolt-Versammlung die vornehmlich geet»ne,e LtLIter in iemr Versammlung war tte Partei im Kampfe gegen die Loeiat- ntdit att unserer Leite - tbr 93ertut, als Vorsitzender j-mer Versammlung, dieselbe schloh, nur festgestellt, daß verschiedene P- teien vertre n waren und in sachlicher Discuision di- Tagesfragen erörtert haben und daß lediglich gefehlt hätten die Natloualliberalen; ob sie sich ferne hielten wegen "ihrer Schwäche als Partei in hiesiger Stadt oder aus welchem anderen Grunde! möge dahin gestellt sein. Eine politische Par ei muß geradezu zimperlich empfinden, wenn sie darin einen „gehässigen Ausfall erblickt. b Di- V',i°mm>un° war t-.ne frufinnid«, fonbern «I — Pensionat Sonderburg — Schloss Plongeon, Genf (franz. Schweiz). 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