Dechen deS Bureau „Herold". Betlin, 12. November. Die Ansprache, welche der Kaiser bei der heutigen Truppenvereidtgung an die Rekruten hielt, hatte nach dem „Localanzeiger" etwa solgendeu Wortlaut: Ihr habt jetzt auf daS Crucifix und die Fahne de« Eid geschworen, mir, Eurem Krieg-Herrn, und dem Bater- lande. Ebenso wie die Krone nicht- ist ohne Altar und Crucifix, so ist auch da- Heer nicht- ohne christliche Religion. Ihr seid berufen, mir al- Soldaten in meiner Garde, in den Regimentern mit den schönsten Abzeichen, zu dienen. Seid stet- eingedenk, daß Ihr die Waffen erhalten habt zum Schutz für Krone und Altar. Bei dem jetzigen allgemeinen Mißtrauen ist e- besonder- Eure Pflicht, durch Euren Gehorsam stet- ein gute- Beispiel zu geben. Durch diese Pflichterfüllung wird Such auch Euer Dienst leicht werden. Die Pflichterfüllung ist leicht unter den Augen der Vorgesetzten, wenn ffe Euch aber schwer werden sollte, sobald Ihr Euch selbst überlasten und allein seid, denkt an Euren Eid und an diesen Tag. Ihr tretet in einem Jahre ein, an besten Wende wir da- hundertjährige Jubiläum de- großen Kaiser- Wilhelm I. feiern. Vergeßt nicht, was er gethan. Wir find verpflichtet, zu erhalten, was er geschaffen, sein Auge ruht auf Euch, wie auf der ganzen Armee. Gebe Gott, daß wir beim himmlischen Appell vor ihm gut bestehen mögen. Dazu tragt Ihr bet, wenn Ihr Eure Pflicht thut. Wien, 12. November. Die Regierung hat ihre Abfichr, da- allgemeine BerstaatltchungSgesetz noch i» dieser Session dem RetchSrathe vorzulegen, ausgegeben. Venedig, 12. November. Nach einem Telegramm der „Gazzetta di Venezia" ist da- Fort Adi grat mit 2600 schoanischen Soldaten in die Luft geflogen. AlS Ursache wird unvorsichtige- Hantiren mit den seiner Zeit von den italienischen Truppen angelegten Minen bezeichnet. Pari-, 12. November. Der „Figaro" veröffentlicht einen Auszug au- einem Briefe, der angeblich vom deutschen Hofe herrührt und nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt war. In diesem Briefe werden die Umstände näher dargelegt, die angeblich den Fürsten Bi-marck zu seine» Jndiscreiionen bewogen haben. Paris, 12. November. AuS Bombay wird gemeldet, daß in elf Districteu der schlechte Ausfall der Getreideernte eine schreckliche HungerSnoth hervorgerufeu hat. Eine Million Menschen ist von der HungerSnoth bedroht. Es hat sich eine Gesellschaft mit einem großen Actiencapital gebildet, um Getreide aus Europa und Amerika einzukaufen und den Nothleidenden zum Einkaufspreise abzugeben. Diese Maßregel scheint dringend geboten, da die großen Getretdehändler die gegenwärtige Nothlage auSzubeuten versuchen. Loudon, 12. November. „Daily Chrouicle" zufolge wird da- englische Parlament zum 1. Januar ein- berufen werden. London, 12. November. Die „Time-" meint, die italienischen Gefangenen geben Meneltk die beste Garantie, im Streite mit Italien eine für Menelik günstige Lösung herbeizuführen. Madrid, 12. November. Mit Unterstützung der Flotte griff General Blanco mit 3000 Manu Captte Vejo und den JsthmuS an, welche von 10,000 Insurgenten vertheidigt wurden. Nach heftigem Gefecht eroberte der General den Isthmus, sowie die Festung Btntcallan. Die Aufständischen verloren 600 Manu, die Spanier 350. Berlin, 13. November. Der Kaiser traf gestern Abend 6 Uhr 10 Mtn. mittelst SonderzugeS mit seinen Jagdgäste« auf Bahnhof Jeveuitz ein. Er fuhr im Wagen, von der Bevölkerung freudig begrüßt, nach Schloß Letzlingen, wo um 8 Uhr Abend- große Tafel stattfand. Berlin, 13. November. Die dritte Abtheiluug de- Reich-tages hat gestern die Wahl des Abgeordneten Kuu ert (4. Kreis Merseburg) für gültig erklärt, ebenso die vierte Abtheiluug diejenige deSAbgeordn. Kopsch (5. Kreis Liegnttz). Tlatz, 13. November. Das vom Glatzer GebirgSverei« errichtete Gerüst zum Bau eine- Kaiser Wilhelm- GedächtntßthurmeS auf dem Glatzer Schneeberge ist durch Sturm vollständig zertrümmert worden. Kiel, 13. November. Etu englischer Dampfer rettete in der Ostsee die Mannschaft de- schwedischen Schoouer- „Amalie" und landete dieselbe in Holtenau. Der Schooner ging unter. Hamburg, 13. November. Fürst Bismarck läßt i« den „Hamb. Nachr." aus einer Reihe ihm zugegangener Huldrgungsdepescheu vier derselben veröffentlichen. Brüssel, 13. November. Die Polizei verhaftete den Knssirer der Filiale des Credit Lyonnais wegen Unterschlagung von über einer Million FraneS. EEes Blatt Samstag dm 14. November 1S9G Mau Ä Amts- rind Anzai^eblntt fiw den Uvers Grenzen 8124 Gratisbeilage: Gießener Jamilienbtätter l! Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» । Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fügenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Die Gießener Familien vtätter werben dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Ir Krautze. ® 1 ^nzen Tag 25 ^er Hemden rmalchmden ul-Zacken sein: a. Widerstand gegen die Staatsgewalt und Meineid, b. Urkundenfälschung, Verbrechen gewisser Art im Amte und Verbrechen gegen die Concursordnung. Die Commission hat beschloffen, für die Verbrechen unter a. die Schwurgerichte zuständig bleiben zu lassen. Ein Antrag Munckel will, daß auch die Verbrechen unter b. den Schwurgerichten zur Adurtheilung verbleiben, so daß also in der bisherigen Abgrenzung der Competenz der Strafkammern und der Schwurgerichte gar keine Aenderung eintrete. Ein Antrag Buchka (cons.) geht dahin, den Meineid vor die Strafkammern zu verweisen. Geb. Rath Lucas bittet, eS in Bezug auf alle jene Delicte bei der Vorlage zu belaffen. Namentlich bezüglich des Meineids empfehle sich die Verweisung vor dteStraskammer. Redner erinnert zur Begründung an verschiedentliche zweifellose Fehlsprüche von Geschworenen in Metneidssachen. Abg. v. Vo Ilmar (Soc.): Nach seiner Kenntniß herrsche in Justizkreisirr große Abneigung gegen die Schwurgerichte und man lhue dort Alles, um deren Wirkungskreis und ihr Ansehen zu verringern. Um so mehr sehen seine Freunde sich gezwungen, die in der Vorlage geplante Abschwächung der Zuständigkeit der Schwurgerichte in jedem Punkte abzulehnen Die „Fehlsprüche" in Meineidssachen feien doch nur Fehlsprüche in den Augen der Staatsanwälte! Redner rügt sodann die vielfach zu mechanische Etdesabnahme, nicht selten würden Meineide geradezu provocirt, indem man einen Etd verlange, wo die Falschheit der gemachten Aussage auf der Hand liege. Seine Freunde wünschten nicht Abschwächung, sondern weitere Ausdehnung der Competenz der Schwurgerichte, vor Allem auf die Preßproceffe. Bayr. Minist.-Rath v. Heller theilt mit, daß in den amtlichen Berichten, welche von den Schwurgerichtsvorsitzenden in Bayern ständig erstattet würden, die Ansicht überwiege, die Ueberweisung der Meineidssachen an die Schwurgerichte habe fich nicht bewährt. Auch die Geschworenen selber hätten sich vielfach dahin geäußert. Das Haus beschließt, es bezüglich der Delicte unter a. bei dem Beschluß der Commisston zu belaffen. Der Antrag Buchka betr. des Meineids ist also abgelehnt. Weiterberarhung morgen 1 Uhr. (Schluß 5B/< Uhr.) Der Gießener Anzeiger erfcheint täglich, Bitt Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger Aöonnemenlspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Skedaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Zkr.7. Fernsprecher 51. Wolff« telegraphische« Lorresporrderrz-B-arem-. Berlin, 12. November. In Anwesenheit deS Großfürsten Wladimir fand gestern im Neuen Palais ein Diner statt, zu welchem außer der nächsten Umgebung des Kaiserpaares geladen waren der Botschafter v. Osteu-Sacken, StaatSsecretär v. Marschall, der russische Militär-Attachv, die Generäle v. Werder und v. Lehndorff, sowie Andere. Berlin, 12. November. Der Kaiser empfing heute Vormittag den StaatSsecretär deS Auswärtigen, Frhrn. v. Marschall, zum Jmmediatvorrrag. Berlin, 12. November. Die feierliche Beisetzung der Leiche deSOberhofpredigers Frommel fand heute Vormittag statt. Der Feier in der Garnisonk'rche wohnte daS Katserpaar, die drei jüngeren kaiserlichen Prinzen und Prinzessin Friedrich Leopold, außerdem die gesammte Generalität, die Minister v. Boetticher, Boffe und Schönstedt, zahlreiche Deputationen, sowie die evangelische und katholische Geistlichkeit bei. Garnisonpfarrer GoeuS segnete die Leiche ein. Nach der Feier, die dem Wunsche deS Verstorbenen gemäß nur in einer kurzen liturgischen Andacht bestand, wurde die Leiche nach dem alten OfstzierSkirchhofe überführt. Berlin, 12. November. Der im neuen ReichShauS« haltS-Etat vorgesehene außerordentliche Etat von 57,603,747 Mk. umfaßt an einmaligen Ausgaben für daS Reich-Heer 14,270,406 Mk., die Marine 38 683,341 Mk. und für die Eisenbahnverwaltung 4,650,000 Mk. Die zur Fortsetzung der allgemeinen Besoldungs-Verbesserung erforderlichen Mittel find, wie schon angekündigt war, im Etat noch nicht vorgesehen. Der Bundesrath hat sich über die Einzelheiten dieser Bewilligungen noch nicht schlüssig gemacht und fich Vorbehalten, den auf reichlich 10 Millionen fich belaufenden Bedarf durch nachträgliche Ergänzung deS Etatentwurfs zu liquidiren. Altona, 12. November. Prinz Heinrich von Preußen traf heute Vormittag nach elf Uhr hier ein und wurde am Bahnhofe von dem commandirenden General deS 9. Armee- corpS, Generaloberst Graf von Walderfee, empfangen. Nach dem Frühstück setzte der Prinz um 121/, Uhr die Reise nach dem Süden fort. Hamburg, 12. November. Heute überreichten die Schauerleute im hiesigen Hafen den Stauern eine Forderung nach höheren Löhnen. Sie erwarten bis übermorgen Antwort und wollen, wenn eine solche nicht erfolgt, SamStag in den Ausstand treten. Die Rheder und Stauer beschloffen, den Mindesttagelohn von Mk. 4.20 auf Mk. 4.50 zu erhöhen - wenn dieses Angebot abgelehut würde und der Ausstand erfolgt, will der Rhederveretu zu den Stauern stehen. Gera, 12. November. Bei einem Eisenbahn-Zusammenstoß bei Weißenboru find, wie die „Geraer Zeitung" meldet, sechs Bahnbeamte und fünf Passagiere leicht verletzt worden. Der Schaffner Körner-Chemnitz wurde getödtet. Der Materialschaden ist bedeutend. bert Stuhl Neustadt 23 empfiehlt jdivesten tzger-Jacken t. und gew. Jack" .«rft ____ Gießener Anzeiger General-Anzeiger. MU S* StM Land b isä» Deutscher Reichstag. 122. Plenarsitzung. Donnerstag, den 12. November 1896. Eingegangen ist der Etat. Am BundeSrathsttfche: Minister Schönstedt. Die Berothung der Justiznovelle wird fortgesetzt bei $ 62 deS GertchtSversassungSgesetzes, betr. die GeschästSvertheilung unter die Kammern. Die Commisston hat «16 dritten Absatz hinzugesügt: „Zu Mit- alicdern der Strafkammern, sowie zu deren Vertretern dürfen nur ständig angestellte Richter bestimmt werben." Ein Antrag Manteuffel (cons.) will vor dem Worte „Vertretern" einschalten: „regelmäßiger." Ein Antrag Schmidt-Warburg (Ctr.) will außerdem noch hinzusügen: „Auch zu zeitweiliger Vertretung darf in keinem Falle mehr als ein nichtständiges Mitglied zugezogen werden." Ein Antrag Günther (natl.) geht dahin, den Absatz 3 gänzlich wieder zu streichen, eventuell dem Absatz folgende Fastung zu geben: „Die Mitglieder und Vertreter in den Strafkammern müssen mindestens zu zwei Drittheilen ständig angestellte Richter sein." Auch ein Antrag Strombeck (Ctr.) will den Absatz 3 gestrichen wtffen, eventuell aber die Bestimmung de« Absatzes auch auf die Schwurgerichte auszudebnen. Abg. Lenzmann (frs.Vp) als Referent bezeichnet den Beschluß der Commisston betr. den Absatz 3 als einen der wichtigsten Beschlüsse tu der ganzen Vorlage; habe doch sogar die Justizverwaltung für den Fall der Annahme das Scheitern deS ganzen Gesetzes in Aussicht gestellt. AlS Berichterstatter müsse er den Antrag der Commisston empfehlen. Andererseits aber, als Abgeordneter, gebe er dem Hause zu erwägen, daß durch den gestrigen Beschluß zu S 77, wonach die Kammern aus süns Mitgliedern zusammengesetzt bleiben sollen, die Affefforen in den Strafkammern ungefährlicher geworden seien. AngefichtS der Stellungnahme der Regierung möge man daher nicht aus nichtverstandenem Liberalismus das ganze Gesetz gefährden, sondern lieber den Antrag Günther, event. den Antrag Manteuffel annehmen. Abg. Günther (natl.) befürwortet seinen Antrag und legt gegen die degrabirenden Verdächtigungen, welche gegen die Affefforen erhoben worden seien, Verwahrung ein. Abg. v. Strombeck (Ctr.) erblickt ebenfalls in Absatz 3 die Insinuation, als fei der Assessor nicht characlersest genug, um irgend welchen Beeinfluffungen zu widerstehen und ein unbefangenes Urtheil zu fällen. Abg. v. Buchka (cons.) weift auf die Inkonsequenz hin, die darin liege, wenn man die Affefforen nur von den Strafkammern ausschließe, nicht dagegen von den Ctoilkammern, wo ste doch derselben Beeinflussung durch den Vorsitzenden ausgesetzt seien. Seine Freunde stimmen für Streichung des Absatz 3, event. für den Antrag Güntber, und oent. auch für den Antrag Manteuffel. Abg. Schmidt-Warburg (C'r.): Nachdem die Regierung gestern erklärt habe, den Beschluß der Hauses betr. das Fünfmänner-Collegium nicht zu acceptiren, könne er hier der Regierung auch nicht das Zu- geständntß machen, den Absatz 3 zu streicven. Abg. Pirschel (natl.) empfiehlt den Antrag Günther. Abg. Beckh (frs. Vp.) kann die Weigerung der Regierung, die Strafkammer lediglich aus ständigen Mitgliedern, ordentlichen R'chiern, zusammenzusetzen, nur auf fiscalische Rücksichten zurückführen. In Bayern kenne man schon jetzt keine Assessoren als Strafkammer- Mitglieder. Die Gefahr einer Einflußnahme auf die Affefforen sei doch aus der preußischen Conflictszeit her bekannt genug. Justizminister Schönstedt: In dieser Frage ist der fiscalische Gestchtspunkt für uns gar nicht maßgebend gewesen. Das Bedürsniß zur Zutbetlung von Hilfsrichtern — aus der ^ahl der Ass-fforeu — an die Landgerichte ist z. Z. ein äußerst lebhaftes. Es ist nicht so leicht, geeignete und dazu gewillte Amtsrichter zur Uebernahme von vorübergehenden Vertretungen bei den Landgerichten zu finden. Wegen einer solchen vorübergehenden Vertretung einen doppelten Hausstand, wenn auch nur zeitweilig, zu unterhalten, dazu besteht unter den Amtsrichtern wenig Neigung. Ste müßten also geradezu, wenn ste die Assessoren ausschließen, bei den Landgerichten für Aut- nahmebedarfsfälle eine Reserve von Richtern schaffen. Für die Ausbildung der Affefforen ist die hilfsrichterliche Beschäftigung erwünscht. Für den Schutz der Unabhängigkeit der Hilfsrichter ist genügend gesorgt; gerade auch in der Justiz gibt es die wenigsten Streber, E nn hier machen sie die schlechtesten Geschäfte. Sächsischer Generalstaatsanwalt Rüger verbreitet sich über das Bedürsniß an Hilfsrichtern in Sachsen und bestreitet, daß ein solches Mißtrauen gegen die Aff-ssorm, wie es Absatz 3 n sich schließe, be- Stadthagen (Soc.) besteht darauf, daß nur ständig an- aestellte Richter in den Strafkammern Mitwirken. Man möge nur mehr Richter anstellen. Ein nicht angeftellter Richter sei noth- «endigerweise dem Streberthum mehr ausgesetzt, al« ein angestellter. Aba. Conrad (südd. Vp.): Zu den nachahmungswürdigen preußischen Specialitäten sei diese HtlfSrichterwirthschaft zweifellos nicht zu rechnen. Wir können nur eine unbedingt unabhängige Rechtsprechung brauchen und wollen diesen preußischen AffefforiSmus nicht zu einer Reichseinrichtung machen. Abg. Munckel (frs. Vp) hat keine Abneigung gegen die Affefforen, will ste aber nicht in diesem ihren Affefforen-Zustande oder Stande conseroiren, sondern ste in möglichst großer Zahl, wie eS der Bedarf verlangt, zu Richtern machen. Damit würden auch wohl die Ass ssoren selbst einverstanden sein. (Heiterkeit.) Herr Schmidt-Wm bürg hat befürchtet, wir würden in dritter Le'ung umfallen. Ich befürchte das nicht, ich vertraue auf unsere Festigkeit und die Klugheit der verbündeten Regierungen, denn der Klügere gibt ja nach. (Heiterkeit.) In der Abstimmung wird der von der Commission vorgeschlagene Absatz 3 mit dem Amendement Strombeck, auch von den Schwurgerichten di- Affefforen auszuschließen, angenommen. Die Mebrh.it besteht auS Freisinnigen, Socialisten, Centrum und süd- deutsche Dolkspartei. C 73 bandelt von der Zuständigkeit der Strafkammern. Mach der Vorlage sollen künftig die Strafkammern auch für folgende Delicte, die bisher vor die Echwurgerichte gehörten, zuständig chsva-ren ^u8roaW in den neueh 7 den billigsten b? 'Kragen, und Aia-er.varettt, M 1C. 1C. mpW H. Rübsamen. trunken und ReparMn ins Kürschnnfach er j • Arbeit wird bestens ml ___ml rren'Kleider iswerth fertig und nach Mui Anrüge auch leihweise. W. Karabach, Ktrchstraße 2. Herren Iberhemden (eigene Fabrikation) rein leinenen Einsätzen t von BLk. 8.75 an olider KnB(ühtiing fe VJiscWYabrik Fritz Nowack, Giessen. Stockholm, 13. November. Dem „Astonbladet" zufolge bestimmte König Oscar eine Nationalsubscriptiou zum Andenken des nächstjährigen Regierungsjubiläums für Errichtung eines Volksfanatoriums für Tuberkelkranke. Die Gartenbauausstellung zu Gießen. Heute, Freitag, Vormittag 10 Uhr wurde die Garten» b a ua uSste lluug in den St ein'scheu Sälen eröffnet. Das Ganze bietet ein Bild großartiger Pracht, wohin man steht, eine Fülle von Blüthen. Der Idee des Arrangements liegt ein Wintergarten zu Grunde. Die Mitte des Saales ist als Blumeuparterre gedacht, mit einzelnen Pflanzengruppen und künstliche« Rasen-Anlagen versehen. An Stelle der Bühne erhebt sich eine mächtige, bis zur Decke des Saales reichende FelSpartie, von der obersten Spitze herab ergießt fich caScadeuartig ein Wasserfall in eine Fontaine, letztere sendet eine« 6 Meter hohen Wasserstrahl aufwärts, über diesem Aufbau erhebt fich eine aus Birkenholz gefertigte Brücke, daS Ganze ist mit Wasserpflanzen, Farren und milch« tigen Palmen dem Arrangement entsprechend ausgestattet,- geschickt find in dieses Arrangement die Büsten von Kaiser und Großherzog eingefügt. DeS AberMMvtrd dieser Aufbau durch einen Scheinwerfer effeclvoll MMuchtet. An den Wänden des Saales befinden fich einzelne Gruppen, in£ dem Saalbau, mit den Säulen parallel laufend, hat die Binderei Aufstellung gefunden. Wände und Decke find mit Gutrlanden, Makartbinderei rc. verziert. Dieses ist in größeren Umrissen das gesammte Bild der Ausstellung. Wir kommen nunmehr zu den Einzel-Leistungen, beginnend in der Reihenfolge vom Eingang aus rechts gehend, wie auch daS Publikum gebeten wird, fich zu bewegen. In der Mitte des SaaleS befindet fich eine Gruppe Blatt» und blühende Pflanzen, als: Cycas-Palme, Musen, Blattbegonia, Tuberosen, Cyclamen- das Ganze mit Adian- thum eingefaßt, wirkt diese Gruppe äußerst effectvoll. Seit- lich ist dieselbe flankirt mit zwei Grüppchen Hyazinthen und Tulpen- Aussteller dieser Gruppe ist die Firma Carl Berger. Die nächste Gruppe, Aussteller Carl Becker, bietet' prachtvolle dunkelrothe Cyclamen mit Adtanthum-Einfassuug. Friedrich Georg hat eine Gruppe schöner Blattpflanzen aufgestellt, darunter gefärbte buntblättrige Dra- caenen und tadellose Alsophila, das Ganze eingefaßt mit PteriS, ebenso erwähnen wir die in Mode kommende Pri- mula abonioa, von demselben Aussteller. Am Aufgang zur Mufikbühne hat eine vorzügliche Gruppe Chrysanthemum, dabei einige werthvolle Neuheiten, ihre Aufstellung gefunden-Ausstellerin Frau Val. Moser Wwe. Neben dieser Gruppe find die Hauptgewinne zur Ver- loosung aufgebaut, anschließend daran eine Gruppe Chrysanthemum in prachtvoller Blüthenentfaltung- Aussteller Friedrich Georg. Auf dem Blumenparterre ist eine Gruppe köstlich duftender Frefien, eingefaßt mit großblumigem PensLe, aufgestellt,- Aussteller C. Volk. Die Mitte mit Tuberosen und sonstigen Blattpflanzen in guter Culturbeschaffenheit nimmt ein die Ausstellung von Fritz Schmitz. Die Eckgruppe des Parterres, im Saalbau recht-, hat C. Becker mit schönen Auracaria aufgestellt, dieselben find einzeln in schönen Körbchen zur Schau gebracht. Fritz Schmitz hat eine Collection Croce-Cama, darunter einige vorzügliche Sorten in Blüthe befindlicher Exemplare, ausgestellt. Anschließend an diese Gruppe hat Bal. Moser Wwe. eine schöne gemischte Gruppe Blatt« und blühender Pflanzen ausgestellt. Wt lh. Gerhard hat eine Collection tadelloser Blattpflanzen zur Schau gebracht, worunter Gummibäume, Dra- eaenen re. Neben dieser Gruppe hat Carl Völk eine in voller Blüthe stehende Chrysanthemum - Gruppe aufgebaut- bei diesem Arrangement wollen wir noch die in schöner Cultur befindlichen Dracaenen erwähnen. Eine äußerst effectvolle Gruppe Chrysanthemum, darunter eine prachtvolle braunblühende Sorte, hat Fritz Schmitz zur Besichtigung gebracht. Carl Berger hat anschließend eine gemischte Gruppe ausgestellt, darunter Palmen, immergrüne und blühende Pflanzen in vollkommener Beschaffenheit. Am Blumenparterre weiter gehend, kommen wir zu de« Arrangement von Wilhelm Gerhard, einer schönen Gruppe Blattbegonia in prachtvoller Blattzeichnung, diverse bunte Pflanzen als Einfassung. Bal. Moser Wwe. hat eine Gruppe einfach blühender Primeln zur Schau gebracht. Eine tadellose Gruppe in gemischten Farben blühender Ehlameu mit Ltcopodtum Einfassung hat Chr. Pfeiffer arrangirt. In der Hinteren Ecke des Saales hat Herr Louis Becker eine prachtvolle DecorationSgruppe mit Abschluß von vorzüglich blühenden Chrysanthemum und anderen blühenden und Blattpflanzen aufgestellt. Gegenüber hat Herr Carl Becker eine in tadelloser Cultur sich befindliche Gruppe schöner Palmen und blühender Pflanzen als Erika, Chrysanthemum ausgestellt. Bei letzteren erwähnen wir die vorzüglich durch ihre Farbenpracht wirkende rosa blühende Sorte. DaS Buffet ist von Herrn Chr. Pfeiffer auf da- Prachtvollfte mit Blatt- und blühenden Pflanzen: Chrysanthemum, GladioluS, Lilien, Cyclamen in nur guter, vorzüglicher Beschaffenheit geschmückt. Auf dem Blumeuparterre hat Friedrich Georg eine Gruppe gefüllt blühender Primeln zur Aufstellung gebracht- hter bebt sich die Herbstlaub-Etufassung sehr vortheilhaft von der Rasenfläche ab. Die nächste Gruppe, der Firma LoutS Becker gehörig, bietet bunte, tadellose Blattpflanzen, eingefaßt mit blühenden Hyazinthen und Licopodtum. Carl Volk hat eine Gruppe schöner, mannigfaltig blühender Cyclawkn mit Peusüe-Eiufassung ausgestellt. Ueber die Binderet werden wir in nächster Nummer berichten. Wir hoffen, daß daS Publikum, daS sonst derartigen Unternehmen seine Unterstützung verleiht, auch dieser Gartenbauausstellung solche nicht versagt. rrnö LrovLnzielle-. Vietze», den 13. November. ** Theater«Verein. Am gestrigen Abend begann der Theater-Verein sein fiebenteS Spieljahr mit der Borsührung des A. Schnitzler'schen Schauspiel« „Liebelei". Ueber die Auswahl der Stücke sind während der vorigen Saison in unserem Blatte mancherlei recht schätzbare Meinungen laut geworden, aber ein Allheilmittel konnte leider nicht gefunden werden- und so ist eS bisher unmöglich geblieben, ein modernes Drama eine« klassischen Autors zu geben, daS in olympischer Ruhe die socialen Tagesfragen für Mädchen- penfionate behandelt. Gestern wurde die neuere, nervöse Richtung bevorzugt. (Wie wir hören, wird die zweite Vorstellung abgeklärt klassisch ausfallen.) Die Fabel des Schnitz- ler'scheu Stückes ist fast dürftig. Im luftigen Wien geht eS etwas liederlich zu. Ein junger Mann fühlt fich durch fein Verhältniß mit einer verhetratheten Frau bedrückt, ihr ewiges Pathos stört ihn- Frauen haben nicht interessant zu fein, sondern angenehm, und die ganze Sache läßt fich überhaupt mit der Zeit gefährlich an. Er flüchtet aus der Liebschaft heraus in eine Liebelet hinein, aber nur so zur Ablenkung, zur Erholung. DaS Leben nimmt die Sache leider etwas ernster. Der Gatte erschießt den jungen Mann, und das Mädel, die Christine, die zufällig ihr Herz in den Handel mit dreingegeben hat, geht von Hause fort und kommt nicht wieder. DaS Stück zeigt alle Merkmale eines noch jugendlich unausgeretften, aber starken dramatischen Talente«. Der erste Act ist meisterhaft componirt. Dann erlahmt die Handlung und wird durch Stimmungsbilder ersetzt, die wohl fesseln, aber nicht fördern. Die Charaktere find scharf angelegt und fein nuanctrt- die Sprache fließt natürlich und ungezwungen hin, und daß im Stücke einer verlüderten LebenSanschauvng der Spiegel vorgehalten wird, kann sogar als moralisch gelten. Die Darstellung, welche in den bewährten Händen unserer alten Freunde vom Frankfurter Stadttheater ruhte, war eine ganz vollendete, tief ergreifende. Frl. Land ort als Christine fand erschütternde Töne, zumal im letzten Acte, als ihr klar wird, was sie dem Todteu war und was er ihr. Die etwas leichter angelegte Mizi deS Frl. Widmann war ein allerliebstes Exemplar der achtenswerthen Klasse Wiener Modistinnen. Die Frau Binder deS Frl. S. König wurde mit Pracht« vollstem Humor ausgestattet. Herr Bauer und Herr Bolz als „junge Leute", sowie Herr Szika als Vater spielten bewunderungswürdig, und Frl. Mühlbach als neunjährige Lilt Binder berechtigte zu den schönsten Hoffnungen. DaS Zusammenspiel war künstlerisch abgerundet und übte eine packende Wirkung auf das zahlreich erschienene Publikum aus. ** ReichStagsvahl. Wir machen an dieser Stelle aus die Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei im Jnseraten- theil aufmerksam, wonach für die am 19. I. M. stattfindende Reichstags« Stichwahl dieselben Wählerlisten maßgebend find, wie für die erste Wahl, und daß die Stichwahl in den- eiben Localen stattfindet, wie die erste Wahl. Ein Nachtrag von Wahlberechtigten in die Wählerliste ist ausgeschlossen. Wahlberechtigte, welche bei der ersten Wahl in Folge Woh» nungöwechsels oder aus anderen Gründen nicht in dem Wahlbezirk ihrer jetzigen Wohnung zur Abstimmung zugelaffen werden konnten, vielmehr in das Wahllocal eines anderen Wahlbezirks verwiesen werden wußten, haben bei der Stichwahl in demjenigen Wahllocal ihr Stimmrecht auSzuüben, in welchem sie auch bei der ersten Wahl abgestimmt haben. •• Reichstag-Wahl. AuS Mainz wird geschrieben: Bei »er Verkündigung deS osficiellen Reichstagswahlergebnisses hat der Vorsitzende, Provtnzialdtrector Geheimrath Rothe, auf einen Umstand aufmerksam gemacht, der bei der Stichwahl von nicht geringer Bedeutung werden kann. Es ist nämlich bei der ersten Wahl nicht selten vorgekommen, daß ein Wähler zwei zusammen gefaltete Wahl» eitel, auf je einen Candtdaten lautend, in die Wahlurne geworfen hat. Bet der Feststellung des Wahlergebnisses haben nunmehr die Wahlvorsteher derartig zusawmen- gefaltete Zettel verschieden behandelt- der eine Wahlvorsteher erklärte in einem solchen Falle, daß einer der Wahlzettel Gü tigkeit habe, der andere hingegen sei ungültig, da ein Wähler nur eine Stimme abgeben könne- andere Wahlvorsteher hingegen haben derartige doppelt abgegebene Stimm- ettel für vollständig ungültig erklärt. Wie in einem solchen Falle zu verfahren sei, könne er — der Vorsitzende — nicht angeben, die Wahlacten würden nach Berlin gesendet und »ort darüber entschieden werden. — Bet einer Stichwahl k önnten aber solche doppelt abgegebene, auf den Namen eines Candtdaten lautende Stimmzettel leicht zu Gunsten oder Un- gunsteu des einen oder des anderen Candtdaten entscheiden. — Wir bemerken hierzu, daß nach unß gewordener Mittheilung die gleiche Manipulation (denn ein Versehen des betreffenden Wähler« ist wohl ausgeschlossen) auch in Gießen versucht wurde und zwar im Wahllocale am Asterweg. Der Wahlvorsteher erklärte hier in Uebereinstimmung mit den anderen Herren des WahlbureauS nur einen Zettel für gültig. •* vesitzwechfel. DaS Hau« Lirbigstraße 63, dem Herrn Doering gehörig, ging heute durch Kauf für den Preis von 20000 Mark in den Besitz dcS Herrn Holzhändlers Seipp über. *’ Aufgepaßt l Luftballon- »uterwegS! In der Nacht vom 18. zu» 14. November d. I. werden, wenn die Witterung eS irgendwie gestattet, gleichzeitig um 2 Uhr Morgen« Pariser Zeit drei unbemannte BallonS von Paris, Straßburg und Berlin aufsteigen, die mit verschiedene« Negistrir Instrumenten versehen find und die Aufgabe haben, die «eteorologischen Verhältnisse der höheren Schichten der Atmosphäre zu erforschen. Da die Landungsstellen, wo diese BallouS ntedergeheu werden, sich nicht vorher bestimmen lassen, so sollen diese Zeilen dazu dienen, die Ausfiadung und die Bergung der Ballon« zu sichern. Die Zeitungen sämmrlicher europäischer Länder werden deshalb gebeten, diese Nachricht und die nachfolgenden allgemeinen Vorschriften für die Behandlung der Ballons nach deren Auffindung möglichst zu Verbretten. Die drei in Frage kommenden Ballon« besitzen einen Körperinhalt von 200 bis 400 Cubikmeter, dementsprechend einen Durchmesser von 7 bis 9 Meter. Sie tragen an einer Aufhängevorrichtung, die 15 bi« 20 Meter unter dem Ballon hängt, einen chlinder- förmigen Korb, dessen Außenseite völlig mit versilberte« Papier umgeben ist und der die wichtigsten Bestand- theile der Unternehmung, die regtstrireuben Instrumente, enthält. DieserKorb ist in ersterLtnie sorgfältig zu behandeln, er darf unter keinen Umständen geöffnet werden, sondern ist behutsam an einen sicheren Ort zu tranSportiren und dort in ver- wahrsam zu behalten, bis er abgeholt wird. An zweiter Stelle ist die Verpackung und der Transport deS BallonS zu sichern. Sogleich nach Auffinden desselben müssen Pfeifen und Cigarren, überhaupt jedes offene Feuer entfernt werden, um eine Explosion de« vielleicht noch theilweile gefüllten BallonS zu verhüten. Vorschriften für die weitere Behandlung find jedem Ballon in verschiedenen Sprachen beigegeben und nach Angabe der ebenfalls in verschiedenen Sprachen abgefaßten, mit großer Schrift gedruckten Placaten leicht aufzufinden. Derjenige, der einen Ballon auffindet und vorschriftsmäßig behandelt, erhält eine Belohnung in Geld, deren Höhe fich ebenfalls auf dem Placat eine» jeden BallonS befindet, und die im Allgemeinen 50 bis 80 M?rk beträgt. Der Finder wird ersucht, sofort eine telegraphische Benachrichtigung an den AbfahrtSort des BallonS (Telegramm Adresse bei den Vorschristen deS BallonS) gelangen zu lassen. Sämmtliche Kosten, die beim Auffinden, sowie durch daS Bergen des BallonS entstehen, insbesondere die Telegrammgebühren, desgleichen die oben angegebene Belohnung werden sofort durch den Abholer auSgezahlt. A Mainz, 12. November. Wegen Majestät-beleibt gung wurde heute von der Strafkammer des hiefigen Landgericht- die geschiedene Frau des Arbeiters Fürst von hier zu 2i/l Monaten Gefäugniß verurtheilt. Während eine« Aufenthalts im Gefängniß hatte sich die Frau in unqaalificir- barer Weise gegen Mitgefangene über das Familienleben de« Kaisers ausgesprochen. — Von dem Leichenhau» deS hiesigen Friedhofes aus wurden heute vormittag die verflossene Nacht von Wiesbaden hierher gebrachten Leichen des Ptonierlieute- nantS Pfeiffer und der Fräulein Zickwolf von hier, welche am Montag wegen Liebeskummer freiwillig den Tod gesucht, bestattet. Außer den Familienangehörigen — herunter die schwergeprüfte Mutter und die zahlreichen Schwestern der unglücklichen Braut — wohnten der Bestattung nur der Juspecteur der zweiten Pionier-Jnspectioa Generalmajor von Schill und das OsfiziercorpS des elften Pionierbataillons an. Die üblichen militärttchen Ceremonien fanden nicht statt, doch erfolgte kirchliche Einsegnung durch den protestantischen Pfarrer Lhnker. Dem letzten Wunsch der beiden Liebenden entsprechend, wurden beide Särge übereinander in der Grab- stätte der Familie Z ckwols beiaesetzt.__________________________ TKird^lid^e Anzeige« der Stadt Giehen. Evangelische • emeinbt. Gottesdienst Sonntag, den 15. November 24. Sonntag nach Trinitatis. I« btt Stadtkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Donnerstag den 19. November, AdcndS 8 Uhr: videlftemste im Confirmandensaal (Neustadt 61). Pfarrer Dr. Grein. in der ^0bdtnulHf«4. Vormittags 9'/?Ubr: Pfarrer Dtngeldey. Vormittag« 11 Uhr: Kinderktrche für die LucaSgemetnd«: Pfarrer Dtngeldey. Nachmittag« 5 Uhr: stehe Stadtkirche. Montag, den 16 November, Abends 8 Uhr: Bibtlfltmbt tue Eonfirmandensaal der JohanneSktrche. 2. PetruSbrirf (Kapitel 2: Warnung vor den falschen Propheten und Lehrern- Pfarrer Dr. Nauman». Am Sonntag den 22. November, al« b/a Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6Vi Uhr erste hl. Messe; , um 7‘/i Uhr AuStheilung der hl. Communion; . nm 8 Uhr zweite 6L Messe; MilitärgotteSdienst mit Predigt; vormittag- um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittag« um 51/« Ubr Christenlehre; darauf sacramentalische Brude schaftSandacht. -------- Zurückgesetzte Stoffe in Ausverkauf. -----— 7 Meter solider Stoff zum ganzen Hlcid für Mk. I 50 Ptg. Cheviots, Diagonal Veloutine doppeltbreit solid. Qualität Mr verUagen in modernsten Farben A 75 Pfg. per Meter. franooinaHaa. ä 65 Pfg. per Meter. Relowellene Sptgnolett-Flaneile i 85 Pfg. per Meter versenden in einzelnen Metern franco ins Haas, neueste Modebilder gratis Oettinger * Co., Fraekfert a. N. Separat-Abtheilung für Herrenkleiderstoffe. 610 Buxkin von Mk. l.*5. Cheviots von Mk. 1.95 an per Meter. W Majestättbelri- itraftammer des hiefig-c dk» Arbeiters Fürst üoi rurtheilt. Während tind I die Frau in unqualifieil- >er das Familienleben id i Leichenhaul de- hiestgu :itiag dir ver stoffene Nach! Leichen des Pionlerlieuie- !in Zickwols von hier, mmtr frtitoöig bin Lod illiroangt^tlgtn — bcr ie zahlreichen Schwestern 'N btt Br'Mrnntz M Hchlttiva Brnttnlmalor :6 rlsten Plonlrrbatalllvni nonitn ianbro nicht statt, durch den protestanlischw rsch der beiden Lirbevdeo lbereinander tu der Tiai' t Stadt Giehev. tmriudt. 2°. Svnntas nach R* irche» ' Pfarrer vr. Srei«. Pfarrer Dr. Sreio. •■gSS* **&»• Ä II* Bfttfflöi der ttw ,^heren dir - >L-' 1. *Nt hoÄ m ’ "»'hu ""“MitabS tar /‘»ainb« 1 bi« 400,r« K> "°° 7 tt«5» „ '»itatan. Statt, ’ 15 Hl MdV taltal«, u**fe ”"‘e’ '5§et 1,1*, x®1“" rot irr,1 2,"°* talitallli ’*» tat bl! »,1t* Ä“6>* ??.* talitfoirtBe, wh gedruckten Placaio ,J“cn Ballon aufßnbet 7 J,nf delohnung m ir1m ^locat eine- jeden "einen 50 bis 80 M„r W°Tl ti"t telrzroMchr )U Mm Hrlr 1 Callans) gtUng(a 1 bti® Ausfinden, |oi?. Hetzen, insbesondere bit le oben angegebene 8: bholer auSgrzahlt. S'S* 8l#, Wit*61- »«.»62* jdt M w i»*£f fit««** h Ve^Jl r in 7! L öS kle-k " ^•’kleidert^ Versteigerungen. * Wasserdichte Loden, Havelocks, Winter-Pelerine-Mäntel, Schlafröcke, Jagd- nnd Hausjoppen empfiehlt in großer Auswahl 8521 H. Rübsamen. 8llle diese Kleidungsstücke laste ich »ach Maaß anfertigen und stehen Stoffmuster stets zur Verfügung. Diese feinen Thee’s — 2.50 bis Jt 7.— per rass. Pfund von 410 Gr. — in erreicht an Geschmack u. Aroma empfehlen: Ämil Fischbach, Eberh. Dort, fl. Wallach, Pb. Herrmann, W. Schomber. Eberh. Meteger. W — Weihnachten -■ ” Bestellungen auf Monogramm-Stickereien ’ nuZ für Taschentücher = erbitte möglichst frühzeitig behufs prompter und bester Ausführung, k Fritz Nowack, Wäsche-Fabrik. A 9604 9668 Schutzmarke. Carl Nowack Seidenstoffe und Modewaaren, Schutz vor dem Eindringen des SchneewafferS gewährt fienlnersSchuhlell(rbranfeti) m rothk- Doftn mit dk« Kaminfeger Mn Gentner’s Wichse 1"i>o"enen mit dem Kaminfeger kann man auch etnae- fettetes Schuhzevg mühelos wieder wichsen. Man achte auf den Kaminfeger und die Firma Carl Gentner in Göppingen, denn die rothen Dosen find von vielen Fabriken nach, gemacht worden. A« haben i« den meisten «es-Lften. 339 Carl Schulze II., Schillerstraße 7« Neuester vervollständigter g FBacat - Fahrplan 8 enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Frankfurt a. M„ Cassel, Marburg, Friedberg, 3 Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, 5 Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, j Gedern, Schotten, Laubach und Londorf an- kommenden und abgehenden Eieenbahnzüge zum Preise Ö von Pfg. in der Bxpedition des „Giessener O Anzeiger“ vorrätbig. — Der Fahrplan kann auch 9 durch die Austräger des , Anzeiger“ bezogen werden. Durch Gelegenheitskaus ein großer Posten Homtn-Sltihrtieffr bedeutend unter Preis. ß HERMANN KATZ 5. Mäusburg 5. Von meiner letzten Einkaufsreise für die Winter- Saison zurück, bin ich in der Lage, den verehrten Damen die letzte» Neuheiten Damen-Confection welche für den Winter gebracht wurden, zu billigen Preisen anzubieten. 32 A STa**, St* ▲ bc"n ^Einkauf von BeiourS- Ctt hm Tchuybordc durch die vielen 8 I V** HVM Nachahmungen von theilwcise sehr geringer Witte. Achtet, Sie genau aus Porwcrk'o unvcr- .. / . ß Z ' O toiiftlidtc Crigiiml Qualität; mchr irre machen ^eichä en. in welchen das Plakat I ____z ______________ / Je6 Ertznders aushing, unter der ......... ■ Marke „Vorwerk“ eine minöei- ZMZMMMOMW WMMUZGZWW Mohr’sche Margarine Marke FF aus der Fabrik von A. L. Mohr in Altona-Bahrenfeld (Jahres- produetiou 32 Millionen Pfund) besitzt nach einem Gutachten der ^?'Z^hemikers Herrn Dr. Bischoff in Berlin deufelben Nährwerth und Geschmack rote gute Naturbutter, und ist bei jetzigen steigenden Butter- irersen als vollständiger und billiger Ersatz für feine Butter zu empfehlen, sowohl zum Aufstreichen auf Brod, als zu allen Küchenzwecken. Das Pfund zu 70 Pfg, zu haben bei: E. von den Steinen & Cie., Mhlmamfaimi!, Wald bei Solingen. 9852 Versandt an Private: Bestes «benholz.Beste» mit feiner Ttahlgabel, pr Dtzd. Paar «k. 12.— 1 Dutzend lose Tafel Messer ....... g.— Paar Deffert-Meffer und «adeln ...... „ 11.— 1 „r, lose Dessert-Messer ........„ 5.50 Einzelne Proben, Meffer und Gabeln, werden zur Ansicht versandt, wenn Besteller sich verpflichtet, solche innerhalb 3 Tagen franco zu retourniren oder den Betrag dafllr franco einzusenden. Grober illustrirter PeeiSeourant mit ca 800 Abbildungen von sammtltchen Stahlwaaren, HauShaltungsartikeln rc. gratis und franco. tQ . V* S» BehördlicheAnzeigen Verdingung. Die zur Ausführung eines gepflasterten Baukets längs der Nordaulage, zwischen der Wetzsteinstrabe und Osroaldsgarten, erforderlichen und nachstehend beschriebenen Arbeiten und Lieferungen sollen Dienstag den 24. November d. I., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Maurerarbeit: Versetzen von Bordsteinen auf Gement* beton, einschließlich Dichten der Fugen 250,80 Ifdm. Steiuhauerarbeit: Liefern von Bordsteinen aus Lung- steinen 250,30 Ifdm. Pflasterarbeit: Herstellung eines 1 Meter breiten Pflasterstreifens aus vorhandenen Steinen, mit Lieferung des Pflaster- streifens 250,30 qm. Arbeitsbeschreibung und Beding- «ngen liegen während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten bei uns, Zimmer Nr. 7, offen, wo auch Angebotsormulare zu erhalten find. Angebote sind bis zum obengenannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 12. November 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. 10073 Versteigerung. Montag, den 16. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich wegen Aufgabe meines Laden- «eschäfts, Neustadt Nr. 1, durch den Gr. Gerichtsvollzieher Born folgendes Inventar öffentlich meistbieten) -egen Baarzahlung versteigern: 2 Dtzd. hochfeine Wiener Stühle, 3 runde und 2 viereckige Tische, 1 EiSschrank.Büffct, 1 Theke, 2 Regale, verschiedene große Lampen, 2 Sophas, Kleiderhaken, Bier- körbe, Spazierstöcke und verschiedene andere Sachen. 10086 W. Mayer, Neustadt 1. ML Schlachthaus. Freibank. 10093 Heute und morgen: 8chwemefleisch Nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. Ballstoffe 3351, 6. 85 Seltersweg 85. 9604 10085 Balser. 10070 2442, 2129, Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Fritz Nowack, Giessen, empfiehlt ihr stets neu asaortirtes Lager in fertiger Wäsche für Damen, Herren und Kinder. Anfertigung aller Wäsche-Artikel in einfacher und eleganter Ausführung. Zur Verarbeitung kommen nur beste und bewährte Stoffe. 9528 Bekanntmachung, die Reichstagswahl betreffend. - der am 5. I. Mts stattgefundenen Ersatzwahl in dem 1. Dahl Summen erhalten&effcn ^ben von 12,105 giltig abgegebenen Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Oppenrod für 1897/98 tegt vom 17. d. MtS. acht Tage lang auf dem unterzeichneten Bürger- meisterei-Büreau zur Einsicht der Betheiligten offen. Oppenrod, am 12. November 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. 9 Philipp Köhler VI., Landwirth in Langsdorf 4177, " Philipp Scheidemann in Gießen OOK1 « Aurl Meinert, Gutspächter in Hammerhof „ Professor Dr. Stengel in Greifswald andere Personen v c ®ö. ^iern^ eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Candi- bic V^uahme einer engeren Wahl zwischen und Philipp Köhler VI. in Langsdorf und Philipp Scheidemauu in Gießen, auf Donnerstag den 19. November 1896 festgesetzt worden. Alle aus andere Candidateu fallende Stimmen pno uugtltlg. « nr. Abstimmung beginnt UM 10 Uhr Vormittags und wird UM 6 Uhr Nachmittags geschlossen. Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vor- schnsten statt, wie die erste Wahl. Insbesondere bleiben die Wahl- bezirtt, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bet der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet, wre bet der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt. Gießen, den 12. November 1896. alle Lichtfarben in colossaler Auswahl, per Meter Mk. 1.— bis Mk. 5.— Gelegenheitskauf: Bengaline fag., per Meter Mk. 1.10, 1.25, 1.35. Special - Geschäft für Seidenstoffe Carl Nowack C. Roth II., Wallthorstraße 5, empfiehlt vorzüglichen Federweißen.z Metzel Vergnügungen. |gnei®t ö0 2fl9 Das G Seiehmigun! k. A stattfin verbindenden Teslügel un dingung erth ansgegeben n 850 M. für itlifti aut l «ckngegenstänl ^gleich ObttHtn gef Ttehen in btm ^rotocotte ft «ahl butd){ zrM ötxi wtxbtn. Der 8 Gird Drr U -rrmtoih, da! Monl fnc •«* vtrWfi >fin 1 ftiMl- 8S §®Ä t|el Anweien »rnduttrn E Stobtönotbn br. Bmfichü Hklfrich, Ho Orbtg, Dr. und Äalleofe e Dir Re Realschule 8°be abschlteß nanbet. ®tr beliust sich Ql OQbtn im $(t Vorlage Wx 1895/96 ® ^itzabrn 2481 Ochste *^renRajjti uut-r den Au 28,771 Mk Rofrti -es s ”■« Kinder li°d eii «iji« 425 104 y. 80» Ww’”1 fe’5 Frankfurt a. M. 10072 abliefert. 10064 10079 Die Beerdigung findet statt: Montag den 16. November, Nachmittag« 2 Uhr. Dienstmädchen gesucht 9^50 Neuen Baue 6. 10028 EelterSweg VS. billigsten Preisen 9643 Neal Neu! im Vereinslocal, Frankfurter Hof 10091 Mieth-Gesuche Vereinsnachrichten 9871] Eine Mansardenwohnung, zwei Zimmer und Küche nebst Zubehör, zu CZj Stifts. 15./11. Nm. 1 u Nordanlage 29 oermiethen Nieder * Gemünden — Homberg — Schwetns- de« 16. Rod. 1896 Sectionstour werden arbeit- 9990 Pate«taa»tlich geschützt unter D R.G.M. Nr 63019 ist der von mir erfundene Etavi-r- t«rgriff mit abnehmbar. Hinterwand meiner Gesucht Mädchen für Küche und Haus- Sehr gute Stellen. Vermieihsrau Müller, TrufelSlustgärtchen 26. Deutsch. ii. VkSkrrkich. Alpkuoerkio. Sektion Gießen. Sonntag Entlaufen männl., öjähr., Weiher Jagdhund mit brauneu Abzeichen. 20 Mark Belohnung Demjenigen, welcher den Hund in gutem Zustande dem Gr. Polizeiaml Gießen J. M. Fuhr, Sonnenstraße 25. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lnise Windccker, geb. Molly- Martha Windecker. Rödgen bei Gießen, den 13. November 1896. 1 bis 2 Lehrmädchen gesucht. (10063] Marktplatz 9, II. Laden per sofort oder später zu miethen gesucht. 10042 Offerten mit Preisangabe unt.8.1896 an die Exvedition d Bl erbeten. 1UU72J Energische, fleißige Per« soncn jeden Stande« können fich durch Uebernahme einer Vertretung für Volksversicherung Lebensstellung verschaffen. Neben Provision feste« Gehalt. Gute«, stetig wachsende» Einkommen. Offerten unter V. T„ 182 an Rudolf Moste in Grosse Auswahl in Cäpes Peiler inen, Muffs, Kragen, Barels, Herren- und Knaben-Mützen neueste Formen, elegante Ausstattung. oosö Reparaturen und Umänderungen in eigener Werkstätte. i Pa. grob!. Caviar empfiehlt J« M. Schulhof. Giessener Stadttheater. Sonntag, de« 15. November 1896: Nobert u. Bertram oder Die luftigen Bagabonden. Poffe mit Gesang und Tan, in 4 Acten von Gustav Raeder. A. JIretzschmar Pelzwaaren-Confection «hr Rauchwaaren-Handlung Bulss-Concert Mittwoch, den 18. November er., Abends 8 Uhr, im großen Saale des Gesellschäfts-Vereins. Kgl. Sächs. Kammer- und Kgl. Preuß. Hofopernsänger Herr Paul Bnltz (Bariton) und Herr Fritz Masbach (Claoier). Programm: 10017 Lieder und Arien von Schubert, Loewe, Marschner, Sommer, Bungert x. Claviervorträge von Mozart, Chopin, Wagner, Liflzt. Bill et« in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph'» Nachfolger) und Abends an der Kaffe: Sperrsitz Mk. 3.—, eintrittfl» karten Mk. 2.—, Studentenkarten Mk. 1.—, Sängerkarten Mk. 1.— üAnterzeuge!! in allen Größen und Weilen, ÜWinter-HMflhvhe!! für Herren, Damen und Kinder, !! Unterröcke!! re. empfiehlt in großer Auswahl und zu Uorwl. Memeißn im Ausschank. 10086 Nestauration Aqnariurn. Bürger-Gesellschaft. Heute, Samstag den 14. November 1896: Fkier des 32jiiljngtn Stifliinggfcta UchseNvn: A Echeyd, — Druck und Verlag brr Brübl'schen Univ'rsitätS Buch. und Steindruckerri (Pietsch Ä Echeyda) in Gießen. Die ßetdige ^mumcr umfaßt 6 Sette« Statt jeder besondere« Anzeig Heute Nacht «ntschlief sanft in dem Herrn -ach kurzem, schweren liaocn an Lungen« entzündung unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwiegeriohn, Schwager und Onkel der evangelisch-lutherische Pfarrer Wilhelm Windecker im 61. Lebensjahre. Waschbütteu und Afider, rund U' d oval, in all. Gr., mp stehlt L. Kohlennaan, 1*' f'71 »Qf-ret. »UtMrat« 12. Sonntag Nachmittag: Ausflug (Tertors Aerrafle). Harnirte Damen- und Kinderhute sowie Tranerhüte iu großer Auswahl, »oo* Brautkränze und Schleier, Rüschen, Spitzen, Bänder, Federn, Sammet, Muffe, Kappen, Kaputzen, Handschuhe, Corset«, Schulterkragen, Tücher, Trägerschürzen, Bieberhemden für Herren, Damen und Kinder, alle Näh« und Kurzwaaren, Haussegen, Perlen, Seide, Strickwolle, Häkelgarn, Stickereien, Normalhemden, Unterhosen, Kragen, Manschetten, Vrrhemden, Cravatten, Hosenträger, Socken, Strümpfe, Regenschirme empfiehlt zu äußerst billigen Preisen a. Werner, MarMtaße 29. Eo«eert Atehharmontko „Triampd' Französische« und belgisches Rcichspatent Großartige practtsche Einrichtung und äußerst einfache Handhabung. Die Spielart ist hierdurch eine wunderbar leichte geworden und wird jeder Käufer überrascht von dem Instrumente fein. Die Harmonika hat noch 10 Tasten, 2 Register, 2 Doppelbälge, 20 Dovpelstimmen, 2 Bässe, 2 Subalter und 75 brillante Nickelbeschläge Stableckenschoner, zweichörige prachtvolle Musik. Starke Tastenfederi ng, wofür ich nach wie vor 10 Jrhre Garantie leiste. Drei« per Stück nur Mk. 5 60, damit ein Jeder dieses Instrument kaufen kann. Ein ?chörige8 Prachtwerk kostet nur Mk. 8 Ein 4chörigeS Prachtwerk nur Mk 9—. Ein Instrument mit 17 Tasten, 2reihig, feine Arbeit, nur Mk. 12,— Porto 80 Pfg Verpackung und Selbsterlernschule umsonst. Nur allein zu beziehen vom Erfinder Wilh. Müchter, Neuenrade (Wests ) NichtaesallendeS nehme zn-ück, daher kein Ristco-8888 Emser Pastillen mit Plombe, dargcstellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsenquellen, sind ein, bewährtes Mittel pegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magen- schwäche und Verdauungsstörung. Um keine Nachahmungen zu erhalten. beachte man, dass jede Schachtel mit einer Plombe verschlossen ist und verlange ausdrücklich Emser Pastillen mit Plombe. Vorriithig in Glessea bei: 10071 Hob Wallach, M Krause, Hirachapotheke und in der Eogelapotbeke. berg -Amo ncbmg-Marburg [* 0084 Anfahrt 8" M^ra'N» ^Oberbesi. Bahn). ^^(auftzesuche^^^ Ein Stück Laub im Altenfeld oder Schiffenbergerweg zu kaufen gesucht. Näheres Verloren. 10'9^ Am Samstag Abend wurden vom Kreuz durch die Sonner.straße Neuen Bäue nach der Sübanlage zwei PerI-ne«Spfche«, an einem Kettchen hängend, verloren. Der redliche Finder w rd ge^^en. dieselben gegen Belohnung in dn- lIxv d b. Hs, abzugeben. suppe. Morgkiis: WcUfleisch mit Kraut, «amstag «. «omitafl Abend r Hahnen- u. Ganskegeln. Pa.Federweitzer per halber Schoppen 20 Pfg. 10087 Stadt Cassel. VrtAtÄ (neu bergertchtet), 2 Zim , Cab-, c^vizlv Küche rc,per 1.Dec, eo.früher, zu oermiethen. Wslltdorstratze 8. Ireundl. Wohnung g 3 Zimmer, Corridor Küche, Kammer und Trockenplatz, an ruhige Familie zu öcr» miethen. Adolf vieler Westanlage 4 t. 9811] Freund!. Mansardenwohnung, in der Innenstadt, zu oermiethen. Preis 16 v* Nähere« zu erfragen bei Kaufmann BStz, Neuen Bäue 17. Restauration Heil Kaplaneigafle 10078 Samstag und Sonntag Abend: Solberfleisch mit Kraut. Restauration 10088 zum neuen Schützenhof Heute Samstag: iLOdl] Zwei kleine Familienwohnungm, 2 Zimmer, Küche und Zubehör, sowie eine große Werkstätte, per sofort zu oermiethen. Nähere« bet WUH. Plank, Bahnhofstraße 18. 8958i Schöne Familtenwohnung mit allem Zubehör sofort zu oermiethen. ________________ Ltchirstratze « 9951] kleines Familie, log!« zu oer miethen. «cke Sicher-«Woifstratze20. 9O5s] gogts an ruhige Leute zu »er- mieth.n. -teustadt 11. Zwiebeln, Samttag zu haben 10075 ____________auf dem »Brairdplatz«. Prima Tafelobst. "W 10074] Kaiserreinettcn, graue und Gold» reinetten, Goldparmänen, Cttronenäpftl «. andere haltbare Sorten sind SamStag auf dem »Brand" zu haben. Frau Hammel, Große Mählgaffe 6. 10052] Arisch geschossene Kasko und Kranimrlsvögkl empfiehlt Seh. ILIots, MäuSburg 17. la. Hammelfleisch empfiehlt 1'1082 Julins Rosenbaum. Gottfried Wagner, Fulda. Zu verkaufen. । £ 1' 066] Große» GeschäftAhauS, mit Einfahrt, Hinterhaus und Garten, in welchem Kü'eret, Korb,, Holz, u. Bürsten, waarenHandlung betrieb n wird, krankheitshalber unter günstigen ^ebtnaungen zu verkaufen. Gefl Offerten unter E. W. an die Expedition d. Bl. erbeten.________ 10031] Weg. Mangel an Raum werden 1 Ehaifelovgne, 1 Eopba und fünf Polsterstühle und 1 veqaemfrffel, gut erhalten, billig abgegeben Zu erfahren Ssplausgaffe 14. Laden. Guten Stalldünger verkauft 1(037 P. Kennel, Riegelpfad. Hildegard Mahlmann.HÄEine reine Seele?] raiöi£6 Kunstblätter, vw zwei glänxend seschriebene Romane. Probebelte In allen Buclbanllnnfn Etiquetten, r*“ Brühl sehe Univ.-Druckerei (Pietsch 4 Scheydi), Sehalitraeee 7. dss to^nS^lO^br.1 Omnibus-Verbindung fSÄi Linie A Marburgerstraße—Bahnhof und zurück. Linie B Gründergnrstraße—vahvbns und zurück. Linie D Bon und nach Wieseck nach besonderem Fahrplan.__ 7887] Zweiter Stock, 3 Zimmer mit allem Zubehör zu oermiethen. 2. Heidel, Gonnenstratze 8, n 10v76| Zwei Stuben nebst Zubchör zu oermiethen. Große MÜdlaaste 21 9736] Ein Logts von 3 Zimmern nebst Zubehör, sowie zwei möblirte Zimmer, auf Wunsch mit Kost. Gonnenvratze 13. 8695] Em kleines Famtlicnlogifl zu oermiethen und bald zu beziehen. ____________Lndwigstraße 85. kleine Famttienwohnung per sofort in meinem Neubau zu oermiethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 10088] Schön möblirte« Zimmer zu oermiethen._________.Stadt Laffel." 1OO77J Stube mit Cadinet, gleich be ziehbar, zu oermiethen. Rtttergaffe 11. 10011] Möblirte« Zimmer zu oermiethen. ________Sstdavlag« 7, Htnterh. part. 8892] Zwei schön möblirte Zimmer zu oermiethen. Bleichstratze 3. ! 9857] Schön möbl. Zimmer, Parterre mit separat. Eingang, zu oermiethen. __________________ Sderftraße 5. 10015] Ein schön möblirteS Zimmer per l.December, mit oder ohne Kost, zu oermiethen. Herma«« Bogt, __________________Seltersweg 61.______ 9136] Größeres Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu verm. Wallnhorstratze 8, l. 10ib9j Ein große» Beret«»ztmmer zu oermiethen. Zu erfragen in der ExpedÜion d. Bl. Meine Wohnung desindet sich jetzt Landmannstratze 17. 9903 K Schubmacker. ^^tellerbAngeböte^ Hausbursche. alt, findet solor t Stellung für leichte Arbeit. '0- 91] Näher s V«U»vhofstraße 89. Braver Hausbursche gesucht. 10024 ___»ah«hofftraße 28, L 9953] Ein sauberer junger Mcnm, welcher fich zu einem Al«fche«dter» GefchLft eignet, gesucht. Zu erfragen bei der Exvedition d Bl. Ein Bäckerlehrling sofort gesucht. 10022 J. Lein, Walltborstraße 19. Ws MM-