Samstag de« 14. März $t. 63 Zweites Blatt 1896 Mchener Anzeiger ««art Kenerak-Mnzeiger 2lRnts- unb Airzeigeblatt für den Tkreis Gieszerr 8'4 Uhr P Hratisbeikage: chießener Aamitienbtätter u. land. b :■ 21M , 1 Nvmden I Ml) Feuilleton saison steckst Du denn eigentlich? Die Sonne >nap- äliliH63 Dir aus und lunahm« von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» leigenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. aber in Wirklichkeit können doch nur diejenigen Verhältnisse die Preise bestimmen, die sich aus Nachfrage und Angebot, guten und schlechten Ernten, Handels- und Verkehrsstockungen oder auch Erschließung neuer Handelswege ergeben. Dies sind naturgesetzliche Einwirkungen, welche durch keine Börse und keinen Termiuhandel aufgehoben werden können und diesen Tatsachen sollte bet der erstrebten Reform deS BörsengeietzeS Rechnung getragen werden. Regierung habe ihm eiu Schloß In Paris angewiesen, wohin man ihn geleiten wolle. 6. «rraM U Die Gießener > •ettirn8fdlfer r erben dem Anzeiger d-chentlich dreimal beigelegt. Der Jasmin duftete und die Rosen dufteten, der silberne Mond goß sein magisches Licht über die schlafende Erde und wob um Baum und Strauch seine Zauberschleier- traumhaft schön lag der Park vor JlfinkaS Blicken, die eben langsam, im weißen, schleppenden Mouffeltnkletde der Laube zuschritt. Gleich darauf knirschte der feine KieS unter leichten Tritten und Juval stand unter der Oeffnung der Laube. Such um JlfinkaS Gestalt woben die Schleier der Mondnacht. Nixenhaft schön ruhte ihr zarter Körper weich hin- geschmiegt tu der Ecke der Ruhebank- den Kopf hatte fie tu Der Menet Anzeiger trief)eint täglich, ■* Ausnahme dcS Montag». Stblui, ergebtnll Zünftlern uni etwas zu sagen." dem Schatten der Platane bis dicht unter seine heißen Äugen schauten flehend zu Offenbach, 12. März. Hier gerieth gestern ein kleiner Knabe unter die Räder der Electrischen Bahn und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er auf der Stelle starb. Vormittags hatte ein Lastfuhrwerk ein anderes Kind überfahren und getödtet. △ Mainz, 12. März. Die Gefahr einer wetteren Ausdehnung der Ueberfchwemmung scheint vorerst vorüber zu sein. Zwar wird von Maxau, Mannheim und Worms noch langsames Steigen gemeldet, dagegen lauten die Nachrichten von Kehl auf „Stillstand" und vom Neckar auf starkes „Fallen". Der am Vormittag eingetretene scharfe Rordostwind dürfte gleichfalls nicht ohne Wirkung bleiben. Hier ist der Rhein im Lauf des Tages noch 14 Centimeter gestiegen und steht gegenwärtig auf 4,43 Meter. Die Köln- Düsseldorfer Dampfschiffe haben heute ihre Fahrten eingestellt. Zwischen hier und WormS haben einzelne von dem Hochwaffer am meisten bedrohte Gemeinden bereits Noth- dämme aufgeworfen. — Heute Nachmittag haben hier große Festungsmanöver begonnen, an welchen die ganze Garnison theilnimmt. Dieselben werden die ganze Nacht fortgesetzt und kommen dabet electrische Scheinwerfer zur Verwendung. Die Uebungen finden auf dem „großen Sande" statt, wo Erdwälle und Schanzen zu dem Zwecke gebaut find. — Ein seit einiger Zett hier wohnender österreichischer Eisenbahn-Ingenieur wurde heute in das Irrenhaus gebracht, weil er von dem Wahn befallen, daß er Napoleon IV. sei. Seine Verbringung in die Krankenanstalt war nur dadurch zu ermöglichen, daß man vorgab, die fravzöfische N ,6t d-« za0,1 b. DU- Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Aber noch Jemand hatte mit ihm gelacht und geweint, eS war die reizende Jlsiaka, deS Grafen BobreSkh einziges Töchterchen- zu anderer Zett hatte fie ihn auch geschlagen, wenn sie aber dann in seine todeStraurtgen Augen sah, warf sie sich leidenschaftlich an seinen HalS und küßte ihn, dis ihm die Sinne schier vergingen. Jlsinka war eine Vollblut-Ungariu in jeder Beziehung- fie verachtete wie alle vornehmen Ungarn die Zigeuner, nur Juval, den schlanken schönen Juval, dessen Augen solch verzehrendes Feuer auSströmren und deffen Lied zuweilen berauschte wie der feurige Schaumwein, ihn liebte fie. Das hinderte aber nicht, daß fie sich heute mit dem Grafen Karolh verlobte, denn lieben konnte sie den Zigeuner, aber heirathen niemals. Um zehn Uhr, wenn Alle im Salon zum Spiel vereinigt waren, wollte sie ihm die Neuigkeit mittheilen; zu diesem Zwecke sollte er in die an der Parkmauer gelegene Roseulaube kommen, das hatte ihre Zeichensprache ihm vorhin gesagt Man hatte die junge Gräfin al- Kind ruhig gewähren laffen, wenn fie in Begleitung ihrer deutschen Gouvernante mit Juval durch Wald und Feld streifte, mau hatte auch nichts dagegen, als sie älter wurden. Er durfte ihr jeden Abend stundenlang die süßesten Lieder spielen und fingen, er war ja nur ein „Cygano" und somit verpflichtet, die Herrschaft fo gut als möglich zu unterhalten. Ost wenn er spielte, kamen Alle zusammen, denn Mufik zieht den Ungar an, wie daS Licht die Fliegen- dann wechselte Juval schnell die Weise, statt der Phantasien spielte er feurige CzardaSmelodieo, der Bogen raste über die Saiten und nicht lange währte es, so tanzte Alt und Jung. Noch athemloS vom Tanze, warf daun der alte Graf dem Zigeuner einen oder mehrere Gulden zu. Niemals hatte Juval ein solches Geldstück berührt- waS kümmerte das aber den Grafen, wer es aufhob! Wb« Vorstellungen in astik, Pauts- sr^AlÄ 6 $*• die Hand gestützt und die dunklen Locken ringelten sich gleich Schlangen um ihre Finger, der weite, griechische Aermel war zurückgesuukeu und gab den in feiner plastischen Schönheit herrlichen Arm den Blicken frei. Juvals Augen hingen wie gebannt an ihrer Erscheinung. In nachlässiger Grazie reichte sie ihm, ihre Stellung nicht verändernd, die freie Hand. Er küßt fie innig und demüthtg, dann fragt er fie mit seiner tiefen, weichen Stimme: „Hat JlfinkaS Herz fich von dem armen Juval gewendet, der sein Leben' für einen Blick dieser süßen Augen gäbe? WaS that der Graf, daß er den Schatz auf sein Schloß tragen darf, während der arme Juval in Sehnsucht vergehen wird nach dem Stern, der einzig seinem Leben Glanz verliehen?" Vom Schmerz übermannt, sank er zu ihren Füßen nieder, die Hände flehend zu ihr emporhebeod. „Juval, so weißt Du schon, waS ich Dir mitzutheilen gekommen bin, ja, ich werde den Grafen heirathen und zwar schon in sechs Wochen, denn wiffe, mein Freund, ich bin nicht so reich, alS man glaubt, und der Graf besitzt Millionen." Ein unsäglich schmerzlicher Blick auS seinen dunklen Augen läßt sie einen Moment verstummen. Bewegt reichie sie ihm beide Hände. „Du weißt, Juval, daß ich bis jetzt keinen so liebte wie Dich, und ich glaube, keinen so lieben werde, nicht einmal den Grafen, aber sprich, könnte ich Deine Gattin werden?" Aufstöhnend wie ein verwundetes Thier erhebt fich der Zigeuner und weicht zurück. „Ja, Jlfinka, die Liebe kann alles- Du weißt nicht, was ich für Dich thun könnte. Du kannst eS freilich nicht, denn Du kennst nicht die Liebe, die das Herz aufwühlt in oll seinen Tiefen, die beseligende, die vernichtende Liebe- o, hätte ich den Grafen hier, ich würde ihn zermalmen, denn ich Haffe ihn, wie ich Dich liebe, namenlos- darum gehe nicht von wir, Jlfinka, verlasse mich nicht, ohne Dich bin ich elend, der gute Geist wird von mir gehen und der Geist der Rache wird mir die Waffe in die Hand drücken. Du weißt, daß auch ich reich bin, ich habe die schönsten Pferde und kann mein herrliches Lieb mit den kostbarsten Perlen und edlen Steinen schmücken, eS ist alle» Dein- Du weißt, ich brauchte nichts als Deine Liebe, ohne diese werde ich verlöschen wie die Lampe ohne Oel, welken wie die Blume ohne Thau." (Schluß folgt.) 1(8« 0 iS« an 108« 1(8« Zur Börsenreform. Daß gewisse Mißbräuche und Auswüchse an der Börse, soweit alS e» möglich ist, gesetzlich bekämpft werben müssen, tarßber ist wohl Niemand im Zweifel, der den oft ganz übermächtigen Einfluß der Börse auf die Preisbildung der kcrthpapiere und gewisser Maaren kennt. Wenn aber bie kommtsfion für die Berathung des BörsengesetzeS im Reichstage immer neue und wettere Bestimmungen tu das Börsen- zrietz zu bringen versucht, so dürfte mau bald mit der ge- -ionten Reform Schiffbruch erleiden, indem man in dieselbe tani sovtele Forderungen bringt, die gar nicht mit unseren Handelsgesetzen und Handelsbräuchen in Einklang zu bringen find, also daS Börsevreformgesetz zum Scheitern bringen müffen. Bisher wurde eS als selbstverständlich betrachtet, daß ein Kaufmann den Preis der Waaren, mit welchen er Handel ; tr ibt, auch nennen und beliebig bezeichnen darf. Dem (iffectenhändler an der Börse soll aber in Zukunft dieses J Recht im Wege der Gesetzgebung verwehrt werden. DaS ! Publikum wird fich also fernerhin begnügen müffen, nur die i „jvrückgesetzteu Preise" verschiedener Waaren in den Schaufenstern zu studtren, während denselben die Preise der Werth- s Miere, auS welchen ein großer Thetl deS Nationalvermögens besteht, ferngehalten werden müffen, weil vielleicht dadurch Jemand zum Spiel verleitet werden könnte. Dies sind doch weit über daS vernünftige Ziel htnauSgehende Bestimmungen. Unsere« Erachtens geht, man ferner auch mit dem Versuche der vollständigen Beseitigung deS GetretdeterminhandelS zu wett. Die Börsengesetz -Commisfion har seine Aufhebung beschlossen. Ob damit auch wirklich dem Landwirthe gedient fei« wird? Bisher konnte der Landwtrth, wenn er Geld brauchte, sein Getreide verkaufen, wenn er wollte, auch wenn er «och nicht auSgedroschen war- daS wird natürlich auf# ; tyiren, wenn der Kauf oder Verkauf auf spätere Lieferung gewissermaßen als Verbrechen geahndet wird. Ueberhaupr «uß doch der Jrrthum bekämpft werden, als ob der Termin- handel an der Börse ganz allein die Preise bestimme. 6)crn wollen wir zugeben, daß der Terminhandel die Preise zeitweilig sehr drücken oder auch sehr hoch treiben kann, Dermifdytt». * Eine monumentale Brücke über den Main. Man schreibt der „Fr. Ztg." aus München vom 25. v. M.: Die von dem „Bismarck Denkmal-Bauverein" ausgeschriebene Concurrenz zur Errichtung eines Monumentes in Form eines Thurmes auf einer Höhe am Starnberger See hat sich zu Gunsten eines Entwurfes des hiesigen Architecten Fischer entschieden. Der Fischer'sche Plan, der übrigens noch einigen Abänderungen unterworfen wird, zeigt auf einem au« rauhen Blöcken aufgemauerten Fundament eine hohe, auf Freitreppen zu besteigende Terrasse, aus deren Mitte fich ein viereckiger Thurm erhebt. Derselbe ist mit hohem, in der Art der Bedachung römischer SiegeSmonumente gehaltenen Dach versehen, dessen Spitze der Reichsadler bekrönt. Die vier Seiten des Thurmes werden Reliefschmuck erhalten, dessen Inhalt die vier Himmelsrichtungen und deren geographisch politische Bedeutung zum Ausdruck bringen soll. Sämmtliche eingelaufenen Entwürfe, unter denen sich viel Originelles findet, werden von dem Comits auf Antrag Lenbachs dem Verein, der finanziell vorzüglich fundirt ist, zum Ankauf vorgeschlagen werden. Die glänzendste Idee freilich, welche von einem angesehenen Münchener Künstler stammt, allerdings ober einen allgemeinen Gedanken, die Zusammengehörigkeit von Nord- und Süddeutschland verkörpert, ist trotz der lebhaften Sympathie, deren fie fich in Künstlerkretsen zu erfreuen hatte, nur bei der mündlichen Darlegung geblieben. ES ist der Gedanke einer monumentalen Brücke über den Main, sei eö in einer bedeutenden Stadt, sei eS an einem landschaftlich oder historisch hervorragenden Punkt des FlußuferS. Die Brücke selbst wäre als gewaltige, nach der Mitte auffteigende Bogenspannung zu denken, mit reichem Sculpturschmuck versehen, und auf dem Höhepunkt von einem hallen- oder triumphbogenartigen Aufbau überragt, bestimmt, ein entsprechendes plastisches Monument in fich aufzunehmen. Der Gedanke hat inhaltlich und formal so viel Großartiges, daß Lcr, ich habe Er tritt ia« Fenster ihr auf. ebitiet und Druckerei: Sch«kftr»«eHkt.^ Fernsprecher 51. 8*4 Ul;, itsaal). Pe ^‘faet bfdjau mit tu u» M dslM ».•Bestand Hill. Mark, illschaft De eühtrhttt Statt zu sprechen, hält fie beide Hände mit gespreizten Fingern hoch, nimmt die Rose von der Brust, küßt fie und c-rft sie ihm mit einem sinnverwirrenden Lächeln zu. Er hat sie verstanden. Mit jauchzendem Laut fängt :r geschickt die Rose, hebt die Geige an das Kinn und entlockt :t)T Töne, die dem Schlagen der Nachtigall gleichen in ihrem Hmelzenden Hinsterben und wieder jubelnden Aufleben. Noch ein Weilchen lauscht fie, finnenden Ausdruck im ilage, dem herrlichen Spiel, dann wirft fie plötzlich den Ichönen Kopf in den Nacken und mit flüchtigem Gruß nach bem Spielenden verschwindet sie hinter dem weißen Vorhang. Still und tobt liegt daS ganze Gebäude wieder da und mit einem schrillen Accarde, der wie der Aufschrei eine» gequälten Vtrzens klingt, läßt Juval sein Instrument finken. Liebkosend fährt seine schmale, bcaune Hand über die Ä-eige- o, ihr hat er seit seiner frühesten Jugend alles er« «hlt, all fein tiefes Leid und sein unendliches Glück, und Re hat ihn verstanden wie Niemand sonst, sie weinte und '.achte mit ihm. n für Giessen. Inserate. arten, sowie ßitfe-- ift Preisangabe m D r r Zigeuner. Von L. Scharff. (Nachdruck verboten.) An den schlanken Stamm einer hochgewachsenen Platane seiehnt, steht ein junger Zigeuner. Die geschmeidigen Glieder leben vor Erregung, während der Bogen in seiner Hand der tteige süß schmeichelnde Melodien entlockt. Seine dunklen klugen find unverwandt auf ein durch einen klaren, weißen Tüllvorhang verhülltes Fenster gerichtet. Immer wilder und leißer werden die Melodien und immer sehnsüchtiger die vlicke. Da endlich theilt eine schneeweiße Hand das duftige ttewebe und ein jugendlich schönes Mädchenantlitz beugt fich veit heraus. D.e Strahlen der untergehenden Sonne weben einen goldenen Glorienschein um ihr Haupt und spielen über bie herrliche Büste. Die Töne find für einen Moment verstummt und nur von wünschen möchte, es werde an einem bedeutsamen Zeit« punkte der Zukunft, etwa an der Wende des Jahrhunderts, als endgültige Bekräftigung de» GcfühlS nationaler Zusammengehörigkeit, von Nord- und Süddeutschland gemeinsam zur Ausführung gebracht. • «tue Krieg».«rin»eruog. Lieutenant B. von einem bayrischen Jäger-Bataillon sieht einen Soldaten seiner Compagnie auS einem Kramladen Blllejaifs kommen und Hört, wie dieser über „die Dummheit der Malefiz-Franzosen' raisonntrr. B. fragt den Jäger, waS er denn in dem Laden habe kaufen wollen. „A Salz, Herr Leutnant, und segn'S, die Kerl habn g'wteß gnua und woll'n wer nur kanS geben. Ich habS zehnmal g'sagt, — a Salz, a soa Salz zum Salzen möcht i, nit amol verstanden hab o fie'S, wenn ichs noch so laut g'eschrtcn hab." Lieutenant B. nimmt ein Blatt Papier auS seinem Taschenbuch und schreibt darauf: „du sei.“ „So, da steht» drauf, waS Salz auf franzöfisch heißt, jetzt werden sie'S verstehen." „Ich dank g'horschamst, Herr Leutnant."— Anderen Tage» fragt v. den Soldaten, ob er sein Salz erhalten habe. „Net glet, Herr Leutnant, fie haben a nit recht franzöfisch - ich hab' zwanzigwal g'sagt, an „Dusel" will ich, und die Lampel haben mich nit verstanden- erst wie ich g'sagt hab': „Jetzt hau i aber gleich Euer ganz Malefiz- glump z'samm!" und hab' so a bisiel mit der Faust auf n Tisch klopft, da verwischt der Oan den Zettel — nachher hab'n» mer gleich a Salz geben." • Für ein in Pari» zu errichtendes Denkmal Pasteurs wird jetzt in Frankreich eine Sammlung veranstaltet und von dem ComitL in dem betreffenden Aufruf betont, daß da» Wirken de» großen Verstorbenen von so allgemeinem Nutzen gewesen sei, daß wohl auch auf die Betheiligung de» AuS- laadeS gerechnet werden dürfte. An der Tp tze de» Unter« nehmen» stehen die Präfideoten der Akademie der W ffen- schafren, der Direktor der medicinischen Facultät, jener de» Institut» Pasteur, ferner Baron Rothschild u. A.- Beiträge werden von der Direction de la Souscription Internationale pour le monument Pasteur, Paris 25 rue Duti»t, a? genommen. (Mltgetheilt vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Retchelt, Berlin N.-W.) ♦ Welche enorme Summen für vriesmaiken bezahlt werden, lehrt die Thatsache, daß letzter Tage Herr Gaston Favre in Mühlhausen (Elsaß) au den Briefmarkcnhandler JuleS Bernichon in Part» seine Sammlung ungebrauchter Europa-Marken für IIOOOO Mk. verkauft hat. .Ebenso hat dieser Tage Herr Robert Ehrenbach in Loudon (ein geborener Frankfurter) seine Speclalsammlung nur ungestempelter alt« deutscher Marken für 120 000 Mk. verkauft. Käufer ,st da» Briefmarken. WelthauS Stanley Gibbon» Limited in Loudon. Literatur uud Kauft - GeoraBrandcS Ludwig«Srue und £einri» Heine. Zwei literarisch- Eh°racterdtld-r. Gr. 8 1896 Vornehm auSqe- stattet. Elegant brochirt Mk. 2.50 In eleg. Ortg.-Letnwdbde Mk 3 50. Verlag von H. BarSdorf in Leipzig. Unter dm Porträt», welche Georg Brandes in seinem berühmten Hauptwerke, den „haupt- strömungen der Literatur deS 19. Jahrhundert»" in so geMreicber und eigenartiger Weise gezeichnet hat, tritt wohl ketnS markanter hervor ol» daSjmige Börne» und Heine». Währmd d.. Gestalt' Börne», diele» undestechltchm und feurtam Pattio en, immer mehr zu verblassen beginnt, da das heutige Geschlecht zerre Kamp'er der breitzizer Jrhre nicht mehr zu würdrgen versteht, erstrahl yeinnch H-ines Lud in immer hellerem Glanze, dringen Mn« Werke in zadllolen Neudrucken in immer tiefere Schichten. Georg Blande» gi-bt in der vorliegenden Biographie in unparteiischer, nach wahrhaft historischer Gerechtigkeit strebender Krttck, em eigenartiaeS B ihrer Sch-ächen und Fehler, aber nicht oUnder auch ihrer Vorzüge Die Antikritik vo.i Börnes Anariffe auf Do«the, Börne« Verhältn», zu Wolfgang Mevzei, iu Jeaoelle Wohl, bie 3941-0« jBticfe, meisterlich geschildert. Üngemrtn geistvoll und lehrreich «der sind die Parallelen zwilchen Heme und Goethe, Heine und Artstophane», Heine und Rembrandt, lowte die Dar- und Klarlegung derzenigen wunden Punkte im Leben Heine», die ,hm immer wieder von feinen bekannien Gegnern vorgcworfen werden. Wie immer man stch zu Brande» Ausführungen verhallen mag — stet» stnd ste an- ziehend, da sie in freier, unabhängiger, Rückgrat zeiamder Form geschrieben sind. So wird auch diese Borne- und Heine Characterifttt neben Heller Begeisterung — die gehässigste Anfeindung «An», jedenfalls aber einen nicht unwichtigen Beitrag zur Heine-Literatur bilden. Verehrte Hausfrau! Q Haben Sie schon einmal Dr. S O versucht ^ Wenn nicht, dann säumen Sie nicht «nger. E» giebt U kein probatere» Mittel um schnell und ohne viele Mühe, ohne O Schaden für den Stoff hübsche weiße Wäsch« zu erhalten- D Man achte auf die Schutzmarke den .Schwan O Dorräthtg in allen Droguen- und befferen Golonun* waarenhandlungen 1010 Q OO G OOGO OG ^icNticzsn/usstr rvnirucfrtri (Pietsch & Scheyda) in G'rtzen. iHcbacivan: Ä. Cchevda. Hohenlohe o.#o o.eo rm rm rm rm rm 25 316 550 59 26 2500 1000 la. Schweizerkäse la. Ldamerküse 2390 Wellen Radel-Reifig, 1 rm Buchen-Stockholz, 2 rm Eichen-Stockholz, st riet 13 43 3 2 13 2 2 9950 Annaberg, versteigert: Stück Nadelftämme mit 5,26 fm, Stück dtadelstangen mit 3,08 fm, 85jg=* Niederlagen durch Placate kenntlich. 748 Eichen-Scheitholz, Aspen-Scheitholz, Buchen-Knüppelholz, Eichen-Knüppelholz, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Be- nur ächt in Gläsern d 30 und 50 4 bet Ctto Höchst»«-* in «ieße». 618 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, 16. März 1896, vormittags 91/, Uhr beginnend, werden im Gießener Stadtwald, Di- Verdingung. Die zur Errichtung, sowie zum Abschlagen des Freibades und von Schutzgeländern an der Lahn erforderliche Zimmer» u. Schreiuer- arbeit soll Donnerstag, den 19. d. Mts., vormittags 11 Uhr 0.80 O.H5 0.38 0.35 0.75 1.40 forstungswellen 1. Qualität). Wellen Eichen-Reisig, Montag den 16. und Dienstag den 17. März, Nachmittag» 2 Uhr, Freiherr!. Rentei zu Londorf in Em pfang genommen werden. Hebet« weis ng Dienstag den 17. März. Papiermühle, 12. März 1896. Freiheitliche Qbetfötsteter Rabenau. Schwöret. 2453 Für die Großherzogliche psychiatrische UniversitätS-Klinik sollen für da» Rechnungsjahr 1896/97 auf dem Wege öffentlicher Submission 4,5 rm Nadel-Stockholz, Die Zusammenkunft ist auf Lichersttaße an der 9. Schneise. Gießen, den 9. März 1896. Ktoßbetzogl. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 2366 Schuhwaaren- Ausverkauf wegen Umzugs zu ganz billigen Preisen 6 Bahnhofstr. 6. Meu eröffnet! Wen eröffnet! (1. Wienerfs Filiale 11 Kirchenplatz 11 geben werden. 1) Die Lieferung oon: Backwaaren, Fleischwaaten, Speceteiwaaren, Milch, Butter und Eier, Biet, Ei», Wein, Kleider für Pfleger und Pflegerinnen. 2) Da» Reinigen de» Küchenherde» und der Oefen. 3) Da» Reinigen der Senkgruben und Fortschaffen des Kehricht». 4) Die Abgabe von Knochen und Gespül. 5) Die Abgabe von leeren Flaschen. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittag» von 3 bi» 5 Uhr auf dem Verwaltungsbüreau offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 20. März d. Js., Vormittag» 8 Uhr, auf dem erwähnten Büreau abzugeben. Zuschlag erfolgt bi» zum 25. März d. IS. Gießen, am 12. März 1896. Großherzogl. Verwaltung» - Direction der psychiatrischen UniversitätS-Klinik. Sommer. 2452 .... AspeN'Knüppelholz, Wellen Buchen-Reisig (Durch« Holzverkauf. 150 fm prachtvolles Fichten« | Bauholz sind abzugeben. Gefl. Anfr. I mit Marke unter „Holzverkauf" bei SrnMtt i)rivat« Beamten-Verein Ittfl^tbnrg. Sorporationsrrchte, staatliche Vberanfstcht. »ersorguugSkaste« 2302 aller Art V«rmS,en ea. 2 Dttuioncu Mart. Jeder Angestellte deS Handels, Verkehrswesen», Schulwesen», der In- duftrie, Lavdwirtbichast. Forstwirthschast rc. dem die Sicherstellung der Butunft und die fdncr Familie am Herzen liegt, versäume nicht die ü er den Deutschen Privat-Beamten-Derein, seine Bestrebungen und^Einnch langen ortentirende Brochüre kommen zu lasten- Dieselbe wirdkostnUo» abgegeben durch olle 280 Zweigvereine, Verwaltungsstellen und Orts- gruppen im Reiche, sowie durch das Direelorium zu Magdeburg. empfiehlt al» besonder» preiswerth: la. Süßrahmbutter u (anerkannt feinste Qualität) Gr.-Rechtenbach. 12. März 1896. Das Bürgermeister-Amt. 2455 Die Holzversteigerungen vom 3. und 5. März l. I. sind genehmigt. Die Absuhrscheine können von Montag den 16. März ab auf SV, »» la. Junge Schnittbohnen, 2 M. ,w eor"n md*' -' 'la. Stangenspargel, 1 -*fb. la. Kothaer Gervetatwurst ä ^?fd. la. ZZraunschw.Lervekatw.ä la. Sächsische Motbwurft s zum oorgenannten , Gi-ftkan..-n, ^ermm bki UNS emzuretchen. I(y.jmer rc., sowie Vogelkörbe, Zuschlagsfrist 14 Tage. miingt =, Steh - und Wand- Gteßen, den 11. Marz 1896. , Laternen, Blech- ' 2421 kränze, Schirmgestelle, ein ________Schmandtt-----—Aquarium gegen Baarzahlung Holz - Versteigerung F. Hoffmann, Concutsverwalter. im Winneröder Walde. " Kl K-E ^u. :