Steuer-Gesetze, um die Grundlagen der Leistungsfähigkeit besser und richtiger zum Ausdruck zu bringen. Jedenfalls müffe die Regierung auf die Weinsteuer zurückkommen. Abg. Vogt hält den Wein für ein Objeck, welches ganz gut eine Steuer vertragen könne. Er habe seiner Zett gegen das alte Gesetz gestimmt, weil ihm die Art der Besteuerung nicht zugesagt habe. Er werde jedoch für eia neues Gesetz eintreten. Die Abgg. Wasserburg undDaelvonKoeth sprechen fich für Aufhebung aus. In namentlicher Abstimmung wird hierauf der Antrag der Minderheit des Ausschusses: Annahme deS Antrages HaaS-Offenbach mit 29 gegen 16 Stimmen angenommen. Für die Aufhebung deS Wetnsteuer - Gesetzes stimmten die Abgg. Bähr, Christ, Kramer, Friedrich, Gundrum, Hirsch, Horn, Jöst, Köhler, von Köth, Lichtenstein, Metz-Gießen, Mölltnger, Müller, Osann, Pennrich, Reinhardt, Römer, Schmidt, Schönberger, Schroeder, Ulrich, Wasserburg, Weith, Wernher, Westernacher, HaaS-Offenbach, Hechler und Weber. Dagegen stimmten: Bergsträßer, Erk, Haas Hainstadt, Heidenreich, Jöckel, Lautz, Metz > Darmstadt, Muth, Mühlberger, Neeb, Pfannsttel, Schönfeld, Sturmfels, Bogt, Ztnser und Wolsskehl. Für die Eröffnung deS drirtenZellenflügelS der Zellen - Strafanstalt zu Butzbach werden 48062 Mk. bewilligt und ebenso wird der Gesetz-Entwurf, betr. die Regelung der allgemeinen Feiertage im Sinne der Deutschen Wechselordnung in der Provinz Rhetnheffen, einstimmig angenommen und die Eingabe der Bürgermeisterei Mainz für erledigt erklärt. Ein Antrag deS Abg. Schmitt auf Vermehrung der Rtchterstellen bet den Gerichten in Mainz und Anstellung eines Registrators und Schaffung von Warteräumen beim Amtsgericht Mainz, wird als erledigt erklärt und die Vorlage der Regierung, Errichtung einer dritten Cioilkammer in Mainz und Verwtllkgung von 9575 Mk. hierfür, einstimmig angenommen. Der Abg. von Köth u. Genossen haben die Errichtung eines Amtsgerichts in Heppenheim beantragt. Abg. Osann glaubt, daß die Richter auf dem Lande nicht genügend beschäftigt seien. Er wünscht erst statistische Nachweise über deren Thätigkeit in den einzelnen Amtsgerichten. Oberlandesgerichtsrath Pückel bestreitet dieses. Statistisches Material sei hierüber vorhanden, aus dem hervorgehe, daß fich seit dem Jahr 1890 die Arbeitslast an den Amtsgerichten nicht vermindert habe. Sollte ein Bedürfniß auf Verminderung der Richter eintreten, so werde die Zahl vermindert werden. Abg. Metz-Darmstadt ist nicht für eine Verminderung der Richter, sondern für eine Vergrößerung der AmtSgerichtSbezirke. Der Antrag wird der Regierung zur Erwägung empfohlen. Ein Antrag des Abg. Muth auf Uebernahme der Kosten der Fortbildungsschulen auf die Staatskaffe im Betrag von 145 000 Mk. wird, trotzdem die Regierung eS jetzt nicht für angezeigt hält, dahin erledigt, daß der Antrag des Aus- schuffes, die Regierung zu ersuchen, den Betrag im nächsten Budget einzustellen, einstimmig angenommen. Schluß 1 Uhr. Deutsche* Reichstag. 38. Pleuarfitzuug. Mittwoch, den 12. Februar 1896. Interpellation Heyl über die Verhältnisse der Arbeiterinnen in WSschefabrtken und Consectionsbranchen. Heyl (nah.) begründet die Jnterpella ion und erkennt an, daß vieles, was tn den letzten Jahren iür den Arbetterstand geschehen ist, sich tn hohem Grade bewährt habe. Er hätte aber öfters ein etwas schnelleres Tempo in der Ausführung gewünscht. Das Reichsamt des Innern sei anscheinend überlastet und bedürfe einer Kräftigung seiner Organisation. Uebrtgens sei diese Anoelegenheit nicht wegen der augenblicklichen Bewegung der in der Wäsche- und Eonsecltons- branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen aufgegriffen, sondern weil man wissen wolle, was auf Grund der Ermittelungen von 1887 vom Bundesralhe für Schritte unternommen seien. Es handle sich dabet nicht um etn Vorgehen gegen die Arbeiter, sondern gegen das Schwitzsystem und die Zwischenmeister. Slaatssecretar v. Bötticher erklärt, er stehe ganz auf dem Boden der Interpellation. Er könne nur sagen, daß der Vorredner den Finger aut eine Wunde gelegt hat, deren Heilung auch der Negierung dringend am Herzen liegen muß und wobei seiner Ueber- zeugung nach jede, wohlwollend mithelfen müsse. Der Krebsschaden auf diesem Gebiete müsse beseitigt werden. Der Gang der Gesetzgebung bei der früheren Enquete laffe erkennen, wohin das Ziel der Regierung gerichtet sei. Die Bestimmungen gegen das Truckfystem, die Festsetzung der Arbeitszeit, die Erweiterung der Verpflichtung der Arbeitgeber zum Schutze der Arbeiter regen Gefahren wider Leben und Gesundheit seien die Frucht der damaligen Enquete. Am schlimmsten steht es um diejenigen, die ihre Arbeit von den Zwtschen- rneistern beziehen, aber zu Hause arbeiten. Indessen, so groß die Schwierigkeiten auch sind, sie müssen überwunden werden. Anstalten dazu sind sowohl in Preußen von Minister für Handel und Gewerbe, wie auch im Reiche gemacht worden. Die Reichsverwaltung hat beschlossen, die Commission für Arbeiterstattstik mit der Untersuchung dieser Verhältnisse zu beauftragen. Zunächst müssen wir unser Augenmerk auf das Truckjystem richten, bann müssen wir untersuchen, ob nicht das Abhängigkeitsverhältniß der Confections- arbeiterinnen zu unsittlichen Zwecken benutzt werde. Es werden ferner über die Dauer der Arbeitszeit in den Werkstätten und über die Hausarbeit Ermittelungen anzustellen sein. Ferner muß ermittelt werden, ob nicht die Productionsweise in der Consectionsbianchc geändert werden kann. Man kann dann außerdem noch vielleicht einen schriftlichen Arbeitsvertrag voischreiben. Die verbündeten Regierungen werden bereit fein, an der Beseitigung der vorhandenen Mißstände mitzuwirken; aber nur bei voller Mitwirkung der Arbeitgeber lasse sich eine Beseitigung der Mißstände und Herstellung menschenwürdiger Zustände erhoffen. (Beifall.) Hitze (Ctr.) hält zur Beseitigung des Trucksystems die Vorschriften eines schriftlichen Vertrages für sehr nützlich. Zur Hebung der Sittlichkeit der Arbeitgeber den Arbeiterinnen gegenüber könnte man vielleicht die gesetzlichen Bestimmungen aufstellen, die über daS Verhältniß zwischen Vormund und Mündel gelten. Schall (conf.) freut sich über die Interpellation. Seine Partei stehe auf dem Boden der practischen Socialreform. (Lachen bet drn Socialdemokraten.) Die Regierung habe eine Enquete zugisagt, die sich h ffentlich zu entsprechenden Gefetzesoorschlägen verdichten werde. Die Conservativen hätten ein warmes Herz für die Arbeiter. (Beifall rechts.) Fischer (Soc): Das Programm des Herrn Siaatssecretärs kann uns nichts nützen. Die Regierung wird jetzt so wenig etwas thun, wie sie in dieser Beziehung im letzten Jahre etwas gethan hat. Der Reichstag müsse in dieser Angelegenheit selbst energisch vorgehen. Rickert (fr. Vgg.): Vor Allem müßten den Arbeiterinnen mehr politifche Rechte gegeben werden. Handelsminister v. Berlepfch: Die Gesetzgebung kann auf diesem Gebiete nur bann eine völlig wirksame Hilfe schaffen, wenn es nur noch Werkstätten gibt und keine Hausarbeit Die Arbeiten der statistischen Commission werden uns Aufklärung darüber geben, in welcher Richtung die Gesetzgebung vorzugehen hat und ob wir auch die Hausindustrie unter eine Aufsicht stellen können. Ab- schaffen kann man die Hausindustrie niemals. Ob für die Con- feclionsarb iten BetriebSwerkftätten eingeführt werden können, muß noch forgsältig untersucht werden. Weibliche Fabrikinsp-ctoren kann ich nach den Erfahrungen, die damit in England gemacht worden sind, nicht besonders empfehlen. Viel besser ist es, wenn sich die Fabrikinfpectoren geeignete Frauen heranziehen, die eine Vertrauensstellung einnebmen bei den Arbeiterinnen und deren Beschwerden übermitteln. Rach meiner Ansicht gibt es keinen anderen Weg zur Besserung, als daß sich die Confectionäre bei hohen Conventional- strafen verpflichten, nur bei solchen Zwischenmeistern arbeiten zu lassen, die sich verpflichten, einen ganz bestimmten Procentsatz an Löhnen zu zahlen. Die öffentliche Meinung kann auch sehr viel thun, um auf die Arbeitgeber einen Druck auszuüben. Die Strikes haben immer noch zu einem guten Ende geführt, welche die öffentliche Meinung für sich hatten, auch schon Strikes, die nicht so gerechtfertigt waren, wie dieser Strike meiner Ansicht nach ist. Abg. Zimmermann (Antif.): Die schlimmen Zustände seien nur ein Auswuchs der liberalen Gesetzgebung. Abq. v. Heyl (nl.) hält die Veranstal ung einer Enquete nicht für zweckmäßig, da dringende Hilfe noththue. Abg. Fischer (Soc) bemerkt, daß die anderen Parteien nur aus Furcht vor der Socialdemokratie sich auf eine Arbeiterschutz- gesetzgebung eingelassen hätten. Abg. Hitze (Ctr.): Die übrigen Parteien hätten mit ihren Anträgen und Interpellationen die Sache der Arbeiter mehr gefördert als die Socialdemokratie mit ihrem Vorgehen- Daraus vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Donnerstag 11 Uhr. Tagesordnung: Etat des Auswärtigen Amtes. Schluß 5«/< Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 12. Februar. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Mittelmeerreife Kaiser Wilhelms er» halten fich hartnäckig. Es verlautet bestimmt, die Ans- rüstvng der kaiserlichen Dacht „Hohenzollern" für diese Fahrt sei nahezu vollendet- nach beendigter Ausrüstung würde die „Hohenzollern" noch einige Probefahrten unternehmen, worauf der Kaiser seine SüdlandSreise vermuthlich Mitte März on- treten würde. Als erstes Reiseziel wird Neapel genannt, dann soll die Fahrt dtrect nach Corfu gehen. In den halbamtlichen Blättern finden fich zunächst noch keinerlei Mit- theilungen oder auch nur Andeutungen über dies dem Kaiser zugeschriebene Reiseproject. — Zum Berliner Strike in der Confection. Nachdem tn verschiedenen großen Städten (Hamburg, Breslau, Stettin) die Arbeiter und Arbeiterinnen der Confections- brauche die Arbeit niedergelegt haben, ist jetzt auch in Berlin ein Ausstand im Gange. Diese Ausstandsbewegung findet verdientermaßen bei der Bürgerschaft die lebhafteste Sympathie. Denn obwohl eß feststeht, daß tn Berlin die Eon- fectton der blühendste und reichste aller Geschäftszweige ist, werden doch in keinem anderen schlimmere Hungerlöhne bezahlt, als in diesem. Beträgt doch beispielsweise der Pre'S für daS Nähen eines JacketS nicht mehr als 1 Mk. 25 Pfg. Daß dem aber so ist, liegt weniger an den Großconfect'o. nären selbst, als an der unglücklichen Organisation der Con- fectionSbranche, die zwischen Unternehmer und Arbeiter das Mittelglied der sogenanten „Zwischenmetster" schiebt. Diese empfangen nämlich von den Großunternehmern die Aufträge und vergeben sie an die Arbeiter. Um möglichst viele Aufträge zu erhalten, machen fie fich bei den großen Coufectious- firmen durch gegenseitiges Unterbieten Concurrenz, suchen fich h. eröle, i 30 QUf Tuberculvie * 1158 Idfa Aseliv Lederöle, htz Trasse 19 1260 Al/abrih g. lhrmchn, Kaiserhos, m 50 Mark an. on 28 Mark an. -Uhren v. 17 Mm . an. >ren von 10 Ml. ot Mark an. 11 Mack an. ihrige SaratMe. illig. >6 I leinei __r ■■■ I -Lotterie | in. t ind iu labe itt 78. | mchungm ssratzett: Fitis M zu vermieihen. lilim-WohimgiorA Eres cftavlE rtitteStodmdtusN 21, ist vn 15*- vewitidev. w N. VaamstlkW» ZSL« fS»***' isgäfll KWS es Nr. 38 Der #k|eeer Aazekger erscheint täglich, *it Ausnahme de» Montag». Die Gießener »««ttienötLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegi. Erstes Blatt. Freitag den 14. Februar MeßeneMnzeiger Kenerat-Anzeiger. 189® Vierteljähriger > AvimncmcutsprelZ t 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Vedaction, Lxpeditt« und Druckerei: KchncstrateAr.H« Fernsprecher 51. Aints- unb Anzeigeblatt füv den Kteis (Sieben. »««ahme dor Anzeigen zu der Nachmittag» für dem (ArtrftC Ain ifrtt«2e Annoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehm« felgmden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. V. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 12. Februar 1896. Die Kammer setzt heute Morgen um 9 Uhr ihre Be- rathungen fort. Als erster Punkt der Tagesordnung steht der Antrag des Abg. Vogt: die staatliche Unterstützung solcher Theilnehmer an den letzten deutschen Kriegen, welche erwerbsunfähig und bedürftig, aber einen rechtlichen Anspruch auf den JnvaltdensondS rc. nicht erheben können. Abg. Vogt begründet feinen Antrag in eingehender Weise und kann fich mit dem Antrag deS Aus- schuffeS nicht einverstanden erklären. Er will keine separate Fonds haben, sondern die Fonds gesammelt und jetzt verwendet reiften. Abgg. Reinhardt und Schönfeld glauben, daß der Antrag des Ausschusses zu weit gegangen ist, indem er vorschlägt, daß die Fonds gesammelt und in die Hände deS Staates gelegt werden sollen. Damit treffe man nicht das Richtige. Sie sind für Belastung der Fonds in den Kreis- kaffen, um fie im Falle einer Mobilmachung zur Hand zu haben. Namens der Großh. Regierung erklärt Minifterialrath Bechtold, daß schon seit Jahren aus den dem Staate zur Verfügung stehenden Mitteln bedürftigen» und würdigen Beteranen aus den Feldzügen 1866 und 1870/71 einmalige und laufende Unterstützung gewährt würde, auch wenn sie nicht den birecten Nachweis des Zusammenhangs ihrer Krankheit oder Erwerbsunfähigkeit mit den Strapazen des Feldzugs zu iihren vermögen. Auch in Zukunft werden derartige Unterstützungen, soweit die Mittel reichen, gegeben werden. Die Ibflg. Schmidt und Ulrich sind für den Antrag Vogt, ter am meisten daS Richtige treffe. Abg. Osann begrüßt ebenfalls cen Antrag Vogt, der geeignet fei, daß man dieser Frage etwas näher trete. Diesen Leuten wüste man helfen und zugleich den Dank auSfprechen für ihre Mitwirkung an dem siegreichen Feldzug 1870. Die vom Reich verwilligten Lkittel reichten hierfür aber nicht aus. Für ihn sei eS daher wünschenSwerth zu wissen, wieviel Personen unterstützt worden sind und wieviel noch zu unterstützen seien. Falls nicht die Mittel vorhanden wären, müßten fie beschafft, dann aber nicht als eine Unterstützung, sondern als Sold der Dankbarkeit gegeben werden. Abg. Lautz ist ebenfalls für den An- irag Vogt. Abg. Jöst bittet ebenfalls für den Antrag Vogt linzutreten. Nach dem Feldzug 1870 feien die Dotationen in den obersten Kreisen in reichstem Maße gefloffen. Dagegen sei für daS Volk und für Diejenigen, die viel mehr int Kugelregen gestanden wie die Ersteren, nur sehr wenig geschehen. Die Kreise, welche ihre Fonds bis jetzt noch nickt . verwendet hätten, seien ihrer Pflicht gegen die Veteranen nicht richtig nachgekommen. Er wünscht, daß die Regierung in dieser Frage nicht zu knauserig sei und den Weg der Bureaukratie verlosten möge, denn bis etn Veteran ein Gesuch um Unterstützung genehmigt erhalte, könne er sterben Md verderben. Nack erfolgter Abstimmung wird der Antrag Logt, die Fonds zu sammeln und die Zinsen alljährlich zu verwenden, gegen 8 Stimmen abgelehnt. Der Antrag Reinhardt, Belastung der Fonds bei den Kreisen und Verwendung der jährlichen Zinsen, wird angenommen. Nunmehr gelangt der weite Kreise deS Landes toter« cssirende Antrag deS Abg. Haas «Offenbach u. Genossen, Aushebung deS Gesetzes vom 9.December 1876, die Besteuerung deS Weins betr., zur Verhandlung. Die Tribünen sind dicht gefüllt mit zahlreichem Publikum, insbesondere Wirthen deS ganzen Landes. Der Antragsteller Abg. Haas führt aus, daß schon zweimal das Weinsteuergesetz abgelehnt worden sei und auch daS jetzt noch vor- landene sei ja nur ein Torso. Um die in den Jnterestenten- kreisen bestehende Unruhe zu zerstören, habe er fich zu feinem Antrag veranlaßt gesehen. Es werde immer gesagt, den Wirthen sei mit der Aushebung der Weinsteuer etn Geschenk gemacht, daS sei nicht richtig. ES gibt viel kleine Leute, die ihren Wein im Wirthshaus trinken und den Vortheil genießen, aber auch die Weinbesitzer haben alle Ursache, daß toS Gesetz beseitigt werde. Adg. Pennrich schließt fich ien Ausführungen deS Abg. Haas an. Als Ersatz für len Ausfall der Weinsteuer empfiehlt er der Regierung Immer und wiederholt die Einführung einer hessischen klostenlotterie, bereit Ertrag daS vier- bis fünffache des Ausfalls decken wird. (Sehr richtig.) Geheimer Finanzrath Krug: Die Regierung habe deutlich genug und ehrlich zu tiCennen gegeben, daß sie auf ein fo werthvolles ©teuer» object nicht kurzer Hand verzichten könne. An Stelle des iilttn Gesetzes werde ein anderes auf anderen Grundlagen btt Besteuerung beruhendes Gesetz treten müssen, da eS schwer fei, eine andere Einnahmequelle zu beschaffiu. Man stehe in Hesten augenblicklich vor der Reform der gefammten aber für ihre« Verlust durch Herabdrückuug der Arbeitslöhne schadlos zu halte«. Bon diesem Joche sich zu befreien, ist in erster Linie daS Streben der Arbeiter, und deshalb fordern sie eigene BetriebSwerkftätten, d. h. Räumlichkeiten, in denen sie unmittelbar für die ConfectionSgeschäfte arbeiten können, während bis jetzt fast alles noch Hausindustrie ist, bei welcher die Leute oft gezwungen sind, tu engen Mansarden und kellerähnltcheu Räumen ihren kargen Verdienst zu erwerben. So berechtigt aber auch die Forderung von Be- trtebSwerkstatten ist, so wenig darf man verkennen, daß viele mittlere und kleinere ConfectiouSfirmen thatfächlich nicht tu der Lage sind, für sämmtltche Arbeiter, die sie beschäftigen, eigene Werkstätten zu beschaffen. Wenigstens kann einem folchen Wunsche nicht sofort Rechnung getragen werden. Zu- nächst scheint daher eine Erhöhung der Lohnsätze als daS weitaus wichtigere Mittel, um dem vorhandenen Elend zu steuern, was um so leichter sein dürfte, als die Forderungen der Arbeitnehmer durchaus bescheiden zu nennen find. Wie der „Eoufecttonär" meldet, ist bei einer kürzlich ftattgehabten Vorbesprechung der Plan gefaßt worden, die tn der Consec- tionSbranche ausgebrochene Lohnbewegung auf gütlichem Wege zu ordnen, und daS Gewerbegertcht zu Berlin als Einigung»- amt aozurufeu. Zu diesem Zwecke wird fich eine Deputation zum Oberbürgermeister Zelle begeben, um von ihm die Geltendmachung seines EinfluffeS auf die betheiligten Arbeiter und Arbeitgeber zu erbitten. Neueste Nuchelchten. Depesch« bei Bore« »Herold*. Berlin, 12. Februar. Der Kaiser gedenkt heute Abend kurz nach 10 Uhr auf mehrere Tage nach Jagdschloß HubertuS- stock zu reisen. Berlin, 12. Februar. Die ReichStagS-Eommission für das bürgerliche Gesetzbuch halt Montag Vor- mittag 10 Uhr ihre erste Sitzung ab. Berlin, 12. Februar. Die wirthschaftliche Vereinigung deS Reichstages berieth heute Vormittag den Gesetzentwurf betr. Aenderung der Gewerbe-Ordnung. Nach eingehender Debatte wurde die Commission gewählt, um den Gesetzentwurf in seinen Einzelheiten zu prüfen und Vorschläge für die zweite Lesung zu machen. Berlin, 12. Februar. Im Stadttheil Moabit sind in den letzten Tagen mehrere Brände ausgebrocheu. Heute wurde bereit- der fünfzehnte Dachstuhlbrand von dort gemeldet. ES handelt sich zweifellos um Brandstiftungen. Es wird vermuthet, daß sich die Brandstifter unter den Leuten befinden, welche Seitens der Feuerwehr auf der Brandstelle zur Bedienung der Handdruck Spritze gegen Entgelt angenommen werden. Auf die Ergreifung der Brandstifter hat der Grundbesitzerveretn 300 Mk. Belohnung ausgesetzt. Berlin, 12- Februar. Dem Reichstage find vom Reichskanzler die Actenftücke, betreffend die jüngsten Vorfälle in der südafrikanischen Republik, zurKenntnißnahme zugegaugen. Die Acten enthalten 23 Piöcen, meist Schriftstücke, welche zwischen dem Auswärtigen Amt und den deutschen Vertretern in London, Lissabon, Pretoria und Lorenzo Marquez gewechselt worden find. Auch die JnterventiooS-Depesche der Deutschen tn Pretoria an den Kaiser ist darin abgedruckt worden. Berlin, 12. Februar. In der gestrigen Versammlung der Gläubiger der rheinisch-westphältschen Bank wurde beschlossen, eine außergerichtliche L quidation anzustreben. Berlin, 12. Februar. DaS „Volk" schreibt, daß ihm die Nachricht, der Kaiser habe die Parteileitung zur Ausscheidung Stöckers beglückwünscht, bereits vor acht Tagen als authentisch auS parlamentarischen Kreisen zu- gegangeo sei. Frankfurt a. M., 12. Februar. Die „Franks. Ztg." meldet I auS Dresden: Der Landtag berieth heute den Wahl- I gesetzentwurf der Regierung. Die Conservativen ver- theidigten ihn lebhaft. Die Nationalliberalen find auch im Landtage getheilter Meinung. Ein nationalliberaler Redner I sprach für, einer gegen daS Gesetz. Die Wetterberathuug wurde auf morgen vertagt. I Frankfurt a. M., 12. Februar. Die „Kleine Presse" meldet, daß der christlich-sociale Parteitag (Richtung Stöcker) nicht tn Frankfurt a. M., sondern in Cassel stattfindet. Memel, 12. Februar. Don Schwarzenort aus begaben sich gestern acht Fischer mit einem Fuhrwerk auf daS Haff EtS, um die Netze einzuziehen. Während dieser Arbeit setzte sich plötzlich daS Ei» in Bewegung und trieb fort. Ueber den Verbleib der Fischer ist bisher nichts bekannt. *Man besürchtet, daß sie ihr Leben eiugebüßt haben. Rom, 12. Februar. Wie auS zuverlässiger vaticanischer Quelle verlautet, hat der Fürst-PrimaS VaSzary dem Datican einen Bericht eingereicht über die beiden anti-religiösen GesetzeSprojecte der ungarischen Regierung, welche die Verweltlichung deS Schul Unterrichts und die Säculartstrung der Kirchengüter betreffen. Diese Mittheilnng hat auf den Papst einen tiefen Eindruck gemacht. Antwerpen, 12. Februar. Seit dem 1. Januar werden 69 Dampfer und 81 Segelschiffe als verschollen bezeichnet. Der deutsche Dampfer Bremerhaven, von Balti- more nach Antwerpen unterwegs, hat durch furchtbare Stürme erheblichen Schaden gelitten. Paris, 12 Februar. Infolge der Niederlage, welche da- Cabinet Bourgeois im Senat erlitt, war gestern Abend da» Gerücht verbreitet, sämmtliche Minister hätten sich zum Präfidenten der Republik begeben und demselben ihre Demission eingereicht. DaS regierungsfeindliche Votum, welches die Mitglieder des Senats in einer ganz belanglosen Frage abgegeben haben, läßt darauf schließen, daß zahlreiche Senatoren daS jetzige Cabinet noch stürzen wollen, bevor fich Artou in Paris befindet. Die Regierungspresse erklärt, die Niederlage des Ministeriums sei veranlaßt durch die Todesangst, welche die i« Senat befindlichen Paua«ahelden gegeu- wärtig anSzusteheu hätten. Der „GanloiS" deutet an, daß das Schicksal deS frauzöfischeu Parlaments bei Arton liege. Wenn dieser sprechen wollte, so würde die Auflösung deS Parlaments wahrscheinlich sein, ja sogar fich eine Präfidenten- wähl als unvermeidlich Herausstellen. Sofia, 12. Februar. Fürst Ferdinand begibt fich am 21. d. MtS. nach Konstantinopel, um sich dem Sultan vorzustellen. Daraus reist derselbe nach Petersburg, um dem Czareu seinen Dank abzustattev. giF WB. Petersburg, 13. Februar. Nach einem Telegramm auS JrkutSk theilte der Lieferant deS NorpolfahrerS Nausen, I Kaufmann Kaichnaren, dem Präfecten tn KolymSk, Nord- fibirien, mit, daß Nansen den Pol erreichte, Land entdeckte und wieder zurückkehre.I CoceUs rrnd provinzielles, Gießen, 13. Februar 1896. ** Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 12. Februar u. A. den Oberförster Frhru. v. d. Hoop, den Juttizrath Jöckel von Friedberg. ** Eisenbahn Salzschlirf Schlitz. DaS am 11. d. MtS. ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 7 enthalt die Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die Herstellung einer Eisenbahn von Salzschlirf nach Schlitz betreffend. Vom 4. Februar 1896. » Spruchliste für die am 2. März beginnende SitzungS- Periode des Schwurgericht-: 1. Louis Lotz, Gießen. 2. Gerhardt IH. in Steinbach. 3. Wilhelm Struth II., Lauterbach. 4. Rudolf Kullmann, Lauterbach. 6. Louis Beith, Reichelsheim i. W. 6. Jean Kirch, Gießen. 7. Heinrich Sehrt II., Bernsfeld. 8. Heinrich Becker IV., Nleder-Ofleiden. 9. Karl Wagner, Unter-Sorg. 10. Hermann Schimpf I., Ostheim. 11. Wilhelm Lamp, Vilbel. 12. Wilh. Gerh. Michael Fauerbach, Dortelweil. 13. Peter Joseph MöbS, I Gießen. 14. Joh. Konrad Brückel, Langgöns. 15. Karl Martin Thaler, Stammhetm. 16. Johannes Ludwig Jäger, Schlitz. 17. Friedrich Allendörfer, Friedberg. 18. LoutS Krempel, EckartSborn. 19. Andreas Lepper III., Zell. 20. Heinrich Winter I., Glauberg. 21. Georg Frank, Schlitz. 22. Jakob Koch II., Langenbergheim. 23. Karl Carl I., Heegheim, 24. Dr. Karl Oßwald, Büdingen. 25. Wilhelm Roth, Aulendtebach. 26. Konrad Schmidt II., Strebendorf. 27. Karl Kramer, Hauptmann a. D., Gießen. 28. Albert Bechsteiv, Friedberg. 29. Johann Peter Wagner, Ehringshausen. 30. Wilhelm Gilbert III., Grüntngen. Sitzung der Großh. Handelskammer vom 6. Februar 1896. Anwesend die Herren: Scheel, Heichelheim, Katz, Klingspor, Kraatz. DaS Projekt einer Schmalspurbahn über Heuchelheim nach Bieber findet nur getheilten Beifall, weil die Kammer der Ansicht ist, daß zur Erhaltung und Besserung du Handelsbeziehungen zum Hinterland eine 1 Normalspurbahn gebaut werden müßte. ES wird br schlossen, dteS in einer Eingabe Großh. Ministerium der Finanzen darzulegen mit der Bttte, die Schmalspurbahn nur dann zu genehmigen, wenn keine Aussicht bestünde, tn absehbarer Zett eine Normalspurbahn zu erhalten. — Auf Berichterstattung deS Herrn Katz beschließt die Kammer, die gegen den Entwurf eines Gesetzes, betr. die Regelung des Verkehrs mit Handelsdünger, Kraftfuttermittel rc. an den Reichstag gerichtete Eingabe der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin zu unterstützen. — Der hiesige Kaufmännische Verein beabsichtigt ein eigenes VeretnShaus zu erbauen. Zur Berathung, ob und in welcher Weise der Verein seitens der Kaufmannschaft hierbei zu unter- stützen wäre, soll auf Donnerstag den 13. ds., Abende 8i/zUhr eine Versammlung im Hotel Einhorn berufen werden. — Die Kaiser!. Oberpostdire^ton Darmstadt theilt mit, daß der Staatssekretär im Retchspostamt die Errichtung von Stadtfernsprechanlagen tn Friedberg (Hessen) und Bad-Nauheim, lowie die Herstellung einer Fernsprechverbin- I dungSanlage Cassel—Marburg — Gießen —Bad Nauheim- Friedberg—Frankfurt (Main) für das EtatSjahr 1896/97 genehmigt hat. Mit den Vorbereitungen zur Ausführung dieser Telephonanlagen wird sogleich vorgegangen werden. Von der Gewährleistung einer bestimmten Mtndestetnnahme aus dem Betriebe der vorbezeichneten Verbindungsanlage ist abgesehen worden. Die Letztere hat dem Sprechverkehr der Orte Kassel, Marburg, Gtrßen, Bad-Nauhetm, Friedberg (Hessen) und Frankfurt (Main) untereinander zu dienen. Für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Min. werden erhoben: in Gießen beim Verkehr mit Bad-Nauheim, Friedberg (Hessen) und Marburg 50 Pfg., mit Frankfurt (Main) und Kassel 1 Mk - tn Bad-Nauheim beim Verkehr ' mit Friedberg (Hessen), Frankfurt (Main) und Gießen 50 Pfg., mit Marburg und Kassel 1 Mk.- in Friedberg (Hessen), beim Verkehr mit Bad-Nauheim, Gießen und Frankfurt (Main) 50 Pfg., mit Marburg und Kassel 1 Mk. Vorbedingung für daS Zustandekommen der neuen Stadtfernsprechnetze in Friedberg und Bad Nauheim, welche also mit getrennten Centralen hergestellt werden, ist, daß sich tn Friedberg 10 und tn Bad-Nauheim 7 Thellnehmer finden. Die Kammer nahm mit Befriedigung von diesem Erfolg ihrer langjährigen Bemühungen um daS Zustandekommen dieser hochwichtigen VerkehrSemrichtung Kenntniß. — Ueber Exp ortv erhält - ntsse f Ür Kletnei sen - und Stahlwaaren nach Rußland, für Mehl nach Dänemark, sowie Uber Import von Ge- treibe au» Odessa können Interessenten von neuerdings ein- gelausenen Auskünften auf dem Büreau Kenntniß erhalten. DeSgl. von einem Bericht über die schwedische Industrie. — Die Vorstellung deS Rhein-Main GastwirtheverbandeS an die Zweite Kammer, betr. Aufhebung des Werusteuer- gesetzeS, soll unterstützt werden. ••H Theater. Die gestern Abend im Gießener Festsaale zum Besten deS Baufonds eines Kriegerdenkmals in Gießen veranstaltete Aufführung von „Der Raub der Sabine- rinnen" fand vor «uSverkaufte« Hause statt, so daß dem- Deukmalfood ein erheblicher Betrag überwiesen werden kann. Ueber daS Spiel selbst find wir In der Lage, recht Günstige- berichten zu können. Die Lettung deS Ganzen bewies, daß viel Fleiß, Mühe und Sorgsalt auf die AuSarbestung verwandt wurde und die vortreffliche Wiedergabe fetteuS geschätzter hiesiger Damen und Herren war der beste Dank, die beste Anerkenuung daßllr. Sämmtliche Mitwtrkeudeu wetteiferten, durch beste Darstellung und Verkörperung der ihnen überwiesenen Rollen zum Gelingen deS ergötzlichen Schwanks beizuttagen. Daß dteS Allen aufs Beste gelungen, bewiesen die reichen Beifallsbezeuguugen, mit welchen die Darsteller bedacht wurden, so daß wir darauf verzichten können, auf Einzelheiten einzugehen. Der Aufführung deS Stückes ging ein Prolog voraus, der von Frl. Pasch t* ansprechender Weise vorgetragen wurde und dessen Wortlaut wir seines sinnigen, schönen Inhalts wegen hier wiedergebm: Seid un8 gegrüßt in diesem Saal, In welchem Ihr so manches Mal Mit hellem Äug', erwartungsvollem Herzen Bald muntern Stangen, übermülh'gen Scherzen Und bald dem Leben, wie es mächtig rauscht, Mit wechselnder Empfindung habt gelauscht. Wir haben heut im Äug' ein ander Ziel: Ernst ist der Zweck, dem wir un8 weih'n. Wohl ist, was wir Euch bieten, fröhlich' Spiel, Doch will e» großer Sache dienstbar sein. Ihr wißt e8 ja, wie jüngst zurückgekebtt Erinnerung zu Deutschlands stolzen Tagen, Und alte Dankesschuld, schon fast verjährt, Sie drängt e8 uns, jetzt würdig abzutrageo. Nichts LiebeS können wir den Männern thuo, Die kampfesmüde längst schon ruh'n vom Streit, Und auch den Lieben Derer, die so ru'hn, Hat Schmerz tn Wehmutb umgemünzt die Zett. E8 bleibt und nur, ein Zeichen auszuhissen, Daß wir der Kämpfer warmen Sinn» gedacht. Die unser Vaterland, schwach und zerriffen, Um ihres Herzbluts Preis so groß gemacht. In unseres Lebens wechselndem Getriebe, Wo gerne ftch der Sinn an Ntcht'geS hängt, An kleine Dinge wendet große Liebe Und Großes wieder wird zurückgedrängt. Da thut es noth, ein Denkmal auszurtchtm An edle Thaten einer großen Zeit In festem Stein — denn stumm ist der mit Nichten, Er redet laut und für die Ewigleit. Drum Dank Euch Allen, die Ihr hier erschiene» Und freudige Erwartung in den Mienen Auch heute wieder diefe Hallen füllt Und unser Werk zu fördern seid gewillt. WaS sich auf diesen Brettern abgespielt, Hat auf daS Denkmal längst schon hingezielt. Die FourchambaultS, sie konnten deutlich zeigen Den leichten ©Inn, der Deutschlands Erbfeind eigen. Der Mtlttärstaat wies die Hermath wieder, Wo gleiche Zucht beherrschet Hoch und Nieder; Und Sudermann malt preußisch' Junkerthum, Das hochverdient um Deutschlands Waffenruhm. Sogar an dieser Stell' Saht Ihr das Modell! Und heute erst — welch' kriegerisch' Beginnen — Verspricht da» Spiel: Raub der Sabtnerinnen. Ich höre schon der Helden Stimmen schallen! Dir, werthes Publikum, gtlt's zu gefallen. Möge daS gegebene schöne Beispiel, daS so großen Beifall und Erfolg gesunden, anregend aus weitere Veranftaltrmgea zum Besten der Begeisterung für Errichtung eines Krieger- Denkmals dahier wirken. Vortrag. Am letzten Freitag hat Herr Dr. Joh. Müller den sozialistischen ZukunftSstaat Bebels und bei individualistischen Despotismus deS Nietze'schen „Uebermenschen* vorgeführt und den Nachweis unternommen, daß diese zwei utopistischen Systeme im Widerspruch zur Natur stehen. Für den nächsten Vortrag hat sich nun der Redner die Ausgabe gestellt: „Ueber Bebel und Nietzsche hinaus!" Es handelt fich darum, welches das EntwicklungSziel der Menschheit, welches daS Ideal der GesellschaftSverfaffung wirklich ist, was denn der Natur der Dinge in der That entspricht. Wie läßt sich der Widerspruch zwischen dem Rechte deS eia- zelnen Menschen und dem Rechte der menschlichen Gemein- schast vermitteln? Gibt eS eine Lösung deS sozialen Problems und wie kann dieselbe herbetgesührt werden? Welche Aufgabe fällt dabet der Religion zu? ES sind also Cultnr- fragen ersten RangS, die in dem angelündigten Vortrag zur Besprechung gelangen werden. Zn der Monatsverfawmlnng des nationalliberale» Vereins, der ersten, welche tn diesem Jahre stattfand, theilte der Vorsitzende, Herr Stadtverordneter Kirch, zunächst mit, daß auS der Mitte der Partei an drn Vorstand die Frage mehrfach gerichtet worden sei, weshalb seitens der Vereins- lettung keine öffentliche Entgegnung auf den gehässigen AuSsal deS RechtSanwaltS Grünewald gegen die Partei tn der frei* finnigen Versammlung im December v. IS. erfolgt fei. Der Vorstand habe die Frage erwogen und von einer Entgegnnoi abgesehen, weil die einflußreichen und angesehenen alte« । Führer der hiesigen freisinnigen Partei alsbald mehrerei Mitgliedern des engeren Vorstandes gegenüber ihr Bedanen- unb ihre Mißbilligung über die gänzlich unveranlaßten inrt unangebrachten Angriffe ausgesprochen hätten. Der Borstaok de» nationalliberalen Vereins läßt sich tn feinem Verhältnis zu der hiesigen freisinnigen Partei von dem Grundsätze letten, daß eS ein Verbrechen an dem (liberalen) Bürgerthum ist ohne Veranlassung den Gegensatz zwischen den liberalen Parteien zu verschärfen, daß vielmehr jeder wirklich " ernst Politiker die Verpflichtung hat, insoweit ohne Verlängnun, trennender Grundsätze dies möglich ist, tn der Richtung eine« kräftigen Zusammenschlusses aller Kreise deS Bürgerthnwl zu einer geschlossenen liberalen Partei, die kräftig genug ist den Kampf gegen reaktionäre und revolutionäre Elemeoti aufzunehmen, thätig zu sein. Seit vielen Jahren ist deshalb Gepflogenheit beider Parteien gewesen, tn Frieden»' jetten öffentliche Parteiversammlungen der Gegenpartei niM zu besuchen, weil nothwendiger Weise durch solche DtScusfisnei ' die Gegensätze nicht gemildert, sondern verschärft werdeo, de, P-l'2 W' «' । rot- o tzalli '^'SegMz L3« *»l" Sruibtlt di, 3^ Zrocck-iM g" ^geiiLber steht ^„oztelbM^ übaracter de, G" ippta wndjtrn io re silieft «in Stand -jnb fich oirg für da, ganze Volk ,echt unb öffentliche cerbunben, scharf l< stn solche. Recht ^«ischkn Rechtes, lichoik ein llnrntbk llnglüd, sondern t die Ausnahme des »ickelonz mußte i sie ist aber über Recht schlummern! andern nur gef xte die neueste E weist. Du mit g in ber Serfommlu Vortrag über etoz folgen za laffen. *' Mimische: heute DMtiStag seine Leistungen s Bolff verstand DarfttDimgtn tob liihittn zu gtbtn, Friedrich- bti @rc der kleinen Excellec Frl. ülmiro üti schönsten Figuren o ’u bringen, (tz. " Reich,bau 'Ditcont aus 3 öS Ä St Steil Heute und ladenrein, pr. -Sijajein ' g labenrein, per_ ?Vselschcib< ^elspalte Vvhräpsel. «Yncoseu, H.rne°, «rurellen, ^'rscheu, Y^nnoieo, otvetsche^ m-j /"Niti W Sttl b' Bkginnen - Hftnnbm. i el, ba8 so grotzavei- «eitere Veranstalt rilhtnng eine» Kchi- " Herzen gen Scherzen "S rauscht gelauscht. « Ziel: weth'n. °hltch' Spiel »r sein. ' lekehrt n Tagm, verjährt, biulragw. nnem thun, 'n vom Strck, .ru'hn, Nblt Zett, chuhlssm, lvni yedacht, 1 Mlssrn, B gemacht. delrtebe, 'ges hängt, töt edrängt, uiiuitchtm ist der mit nlchtcn, dt c hier erschim« Mimen üflt gewillt. Spielt, m htngeztelt. deutlich zeig« mb8 Erbfeind eiga. ith wieder, b und Nieder: Junkekthum, ds Waffmrnhm. g hat Herr Dr. 3Ü Sstaat BebelS und dv u'scheNsUebervraschtii omineo, daß diese z» mr Natur stehen, tzr er Redner dir Ausget tzsche hinaus!" 6 ttklnuM der MB haftSversastvng W in der That entsp'w en dem Rechte deS d> er menschliche-Sa» jiuna deS sozialen ^ W werden? / ES find also Culik ^eliindtgtrn Dorttag t> be8 natis-allib^ ?s*"*iX »btt ihr S 0'0* ronlo^n c äozlich uv goifte voll 1 ehr le6tL getimt isowett oh *!, 6 sm1"1': ;b »j S-" !> “*,5 ,blWl Z™ * 5' * 1 ’Ä l ®k bwÄr“»8 ta “‘J* ®“«« ^tx ^tedergeben And baß friedliche Zusammenleben und eine segensreiche gemeinsame Arbeit der Bürgerschaft, oft lediglich nur im Interesse des persönlichen Ehrgeizes einzelner Führer zum Schaden deS Gemeinwesens gestört, unmöglich gemacht wird. Bon der Innehaltung dieses Weges kann die BereinSleitung durch einen solchen Ausbruch der Kampfeslust eines einzelnen Gegners nicht abgebracht werden. — Die Versammlung genehmigte rinmüthig das Verhalten des Vorstandes und nahm alsdann die nothwendig gewordenen Ersatzwahlen in den Vorstand vor. ES wurden gewählt die Herren: Steuerrath Bahr, Fabrikant L. EmmeliuS, Professor Dr. Gaffsh, Güter« expeditionsvorsteher Räuber. Der Vorfitzende ertheilte hierauf Herr« RechtSanwalt Dr. Fuhr das Wort zu seinem Vortrag über den Gegensatz zwischen römischem Recht und deutschem Recht. In auch dem Nichtjuristen leicht verständlicher Weise zeigte der Vortragende an der Hand zahlreicher Beispiele den durch den Character des römischen Volkes bed ngten, streng logischen, consequenteu Aufbau des römischen Recht», begründet auf Freiheit und Macht, scharf getrennt von Sitte und öffentlichem Recht, aber innerhalb seines weitgespannten Rahmens Raum lassend für die Ausgestaltung des RrchtS- lebenS nach der das Leben beherrschenden, die unbeschränkte Freiheit deS Individuums modificirenden Sitte. Dem auf Selbstsucht basirten, energischen, zielbewußten, nur auf das Zweckmäßige gerichteten Character des römischen Volkes gegenüber steht der mehr vom GewüthSleben beherrschte, selten zielbewußte, sich in ParticulariSmuS verlierende, impulsive Character des Germanen. Er trennt nicht Recht und Sitte, üppig wuchern in reichster Mannigfatttgkeit die RechtSinftitute, schließt ein Stand gegen den andern, die Stadt gegen das Land sich ab, nirgends zeigt sich das energische Bestreben, für baß ganze Volk giltige Rechtsnormen aufzustellen, Privatrecht und öffentliches Recht sind oft untrennbar mit einander verbunden, scharf logische Rechtsbegriffe nicht entwickelt. Für ein solches Recht war die unbarmherzige Consequenz des römischen Rechtes, deffen grandios durchgebildete juristische Technik ein unentbehrliches, heilsames Erziehungsmittel. Kein Unglück, sondern ein Glück für das deutsche Volk war deshalb die Aufnahme deS römischen RechtS, die deutsche Rechtsem« Wickelung mußte durch daS römische Recht hindurch gehen, sie ist aber über dasselbe hinausgegangen. Die im deutschen Recht schlummernden socialen Elemente sind nicht ertödtet, sondern nur gestählt und lebenskräftig gemacht worden, Die die neueste Entwickelung der deutschen Gesetzgebung beweist. Der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag regte in der Versammlung den Wunsch an, demselben einen weiteren Vortrag über einzelne Materien deS Bürgerlichen Gesetzbuchs folgen zu lassen. Der Vortragende erklärte sich hierzu bereit. *• Mimische Darstellungen gibt ein hierin geübter Künstler heute Donnerstag Abend im „Lenz'schen Felsenkeller", lieber seine Leistungen schreibt man aus Marburg: Herr Jos« Wolff verstand es, mit verblüffender Genauigkeit mimische Darstellungen todter und noch lebender berühmter Persön- Welten zu geben, unter welchen die deS Kaisers Wilhelm I., Friedrichs des Großen, der beiden ehemaligen Reichskanzler, der kleinen Excellenz Windthorst am meisten Beifall sanden. Frl. Almira verstand als Handschattenspielkünstlerin die .chönften Figuren auf einen mit Papier überspannten Rahmen )U bringen. (S. Inserat.) ** ReichSbauk-Discout. Die ReichSbank hat den 'DiScont auf 3 pCt. und den LombardzinSfuß für Darlehen 'M I —jMj»——_ gegen ausschließliche Verpfändung von Schuldverschreibungen deS Reichs ober eineß deutschen Staats auf 8>/, pCt., gegen Verpfändung sonstiger Werthpapiere und Maaren auf 4 pCt. herabgesetzt. •* Stempelmarkeu. Die Einnahmen aus Stempelmarken im Großherzogthum Heffen im Rechnungsjahre 1894—95 beliefen sich auf 1261847 Mk. 15 Pfg. ** Für Briefmarkensammler. Der französische Handels« Minister Mesureur plant die Ausgabe einer besonderen Serie von Briefmarken für diePariserWeltauSstelung von 1900, in der verschiedene Episoden der französischen Geschichte dargestellt werden sollen. ** Der Redactious-Maikäfer ist in Begleitung seines Stiefbruders, des RedactionS-Schmetterlingß, auch in diesem Jahre bereits erschienen. Beide wurden unß von Freunden unseres Blattes überbracht. •* Berichtigung. Auf den Artikel der gestrigen Nummer über einen „vom katholischen Kirchengesangverein abgehaltenen ersten Familienabend" sei zur Berichtigung mitgetheilt, daß der Kirchenchor als solcher diesen Abend nicht veranstaltet hat. Die irrthümliche Auffassung mag wohl dadurch veranlaßt sein, daß der Ktrchenchor durch Vortrag einiger Lieder zu dieser Veranstaltung mitwirkte. n. Friedberg, 11. Februar. Die Beiträge der KreiSgemeinden zu der Kreiskasse betrugen im Jahre 1893/94 inSgesammt 170,000 Mk., während die Beiträge zur Unterhaltung und Neuanlegung von Kreisstraßen die Höhe von 53,489 Mk. erreichten. Trotz dieser Einnahmen waren die Ansprüche, die an die Kasse gestellt wurden und nicht zurückgewiesen werden konnten, so groß, daß 40,500 Mk. geliehen werden mußten. n. Bou der Nidda, 12. Februar. Ganz außnahmSweiS Hohr Preise wurden bei der Verpachtung der Fischereien in der Nidda zwischen Staden und Dauernheim erzielt. Eine kleine Abtheilung von wenigen hundert Metern kam dabei mitunter auf 40 biß über 50 Mk. Der Gesammt- erlöS erreichte etwa die vierfache Höhe deS seitherigen Pachtpreises. Die Fischerei ist auf dieser Strecke aber auch sehr ergiebig. ES werden da namentlich viele und schöne Hechte gefangen. e- Lauter, 12. Februar. Bei der heutigen Gemeinde- rathSwahl wurden die am 4. October v. Js. gewählten Adolph Bolz, Christian Pitz und G eo rg H ei nrich Schmidt wiedergewählt. P. Aus Oberhefseu, 12. Februar, schreibt man unß: In Nr. 35 Ihrer geschätzten Zeitung befindet sich von Ihrem Berichterstatter, § aus Oberhessen, ein Artikel, zu deffen Richtigstellung ich doch Einiges erwähnen möchte. Der betr. Einsender scheint nach meiner Anficht weder von Molke re i- noch vom Genossenschaftswesen etwas zu verstehen, denn sonst würde er nicht mit derartigen Artikeln, die jeder Begründung entbehren, an die Oeffentlichkeit treten. Bekanntlich hat das Mitglied einer Genoffenschaftsmolkerei das Recht, soviel Milch, als es zu seinem Haushalt braucht, znrückzubehalten; wenn es sämmtliche Milch liefert, so sieht dasselbe eben nur seinen Vortheil darin! Daß Magermilch keine Vollmilch sein kann, ist jedem richtigdenkenden Menschen einleuchtend, daß aber die Magermilch auch gern im Haushalte verwandt wird, davon scheint der Herr Berichterstatter nichts zu wissen. Auf alle Einzelheiten einzugehen, halte ich nicht der Mühe für Werth, doch möchte ich dem Herrn Einsender, der, wie eß scheint, ein großer Freund von Dickmilch ist, den guten Rath geben, sich mit einem Landwirth dteserhalb in Verbindung zu setzen, seinen Wünschen wird, wenn der betr. Mtlchwirth dabei Schaden nicht erleidet, gewiß entsprochen werden. Daß der von Magermilch bereitete Schmierkäse (Matte) solchen von Buttermilch nach Sattenverfahren nicht nachsteht, richlige Zubereitung voraus- gesetzt, wird der Herr Einsender sich zu überzeugen Noch Gelegenheit haben. Diese Besorgniß wäre also grundlos! Wo endlich bekommt man die Buttermich? Nun, darauf muß ich den Herrn Verfasser des betr. Artikels fragen, was wohl das für Milch ist, die in einer Molkerei vom Buttern herrührt? Die Buttermilch von einer Molkerei ist ebenso schmackhaft, ja noch schmackhafter als die andere, dies bezeugt schon der Umstand, daß dieselbe ärztlich empfohlen und verwandt wirb. Daß der Herr Einsender nicht weiß, daß die Molkerei Käse aus Vollmilch, Halbmilch und Magermilch an die Mitglieder saft zum Selbstkostenpreis abg-ebt, nimmt mich bei der Uu- kenntniß, die derselbe in diesem Zweige bezeugt, nicht Wunder, und gestatte ich mir zum Schluß nur noch die Anfrage, wo in aller Welt nun noch Bedenken gegen Lieferung der Milch an eine Molkerei bestehen und was für Schaden dem Liefe- ranten dabei noch entstehen kann. ♦ -ch. Kinzenbach, 13. Februar. Die Kinzenbacher Mühle, welche auf der Karte den Namen „Oelmühlc" führt, wird demnächst wieder in Betrieb gesetzt werden. Durch die Firma Bock u. Meyer aus Cassel hat dieselbe eine neue innere Einrichtung erhalten. Während deS ganzen Winters wurde auf der Mühle gearbeitet, so daß wohl mit dem Monat März dieselbe wieder in Gang kommt. Univerfitäts - Nachrichten. Würzburg, 12. Februar. Zur Ehrung des Pros.ssor» Röntgen brachten ihm die Corps d-r Landsmannschaften und der Burschenschaften einen imposanten Fackelzüg. Der cand. med. Beck von den „Franken" hielt eine Ansprache, die mit einem Hoch schloß. Der Gefeierte dankte herzlich. Literatur und Kanft - »Deutschem Goldatenhort^, illustritte Zeitschrift für daß deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. BerlinMauerstraße68. VII. Jahrgang. Heft 13 erschien soeben. GotteMeust in der Synagoge. Samstag den 15. Februar: Vorabend 515 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, SabbathauSgang 630 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 5to Uhr, Samstag Vormittag 8» Uhr, Predigt, Nachmittag 3M Uhr, Sabbathausgang 680 Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6« Uhr, Abends 8 Uhr.___________ Rnnqt-An^fifAlInnn Anie D Marburgerftraße—Wieseck und zurück. Zur Lorbrre anssrher, Str dm Borjahrr QUC1l 15. Februar, Dkllds Haftpflicht - Versicherung IM ASI^EÜ-BALL für industrielle und gewerbliche Betriebe. M ÖCrfdjitbenfU Gruppen-AuMlNgkU Hausbesitzer, . 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Wenn Sie noch einmal so lange wie bisher an Ihren Schuhin haben wollen, darn schmieren S.e B dieselben wöchentlich 1—2 Mal nut »redb Aett. ■ Dasselbe hat die Eigenschaft, daß es dem L.der in der That Nährstoffe I zuführt, ihm Geschmeidigkeit verleiht und zu dessen Erha tung beiträgt, I während viele anderen Feite, wie Vaseline rc., das lieber wohl momentan I weich mache«, aber vewirk.n, datz tö später «m so mehr hart I ««d brüchig Wied. Krebs yett ist daher als Beste» immer das Billigste. Dosen ä 10, 20 und 40 Pfg sind zu haben: In Gießen bei: «. Dort; PH. Herrmann; L. «oblermann 11.; | «. Mevser; Ang. Roll 11 ; SS. M. Roll; W. Schomber; I Rob. Stuhl; A. & ®. Wallensel». In Großen-Linden bei: I 8. Menges X. In Langtzdors bei: Isaae »ahn. In Lich der: | H. C «»tngman«; Carl Kähler. 107 \ OfEene Stellen für Comptoir, Laden, Lager, Reise besetzt kostenfrei der Kautna&n- nleche Verein ku Frankinrt (Main).§32 3i,daction: L. kcheyda. — Druck und verlaq der vrahl'schm NnweriitötS.Buch. unb Eteinbruckerei (Pietsch L Echeyda) in chießen. Pie INurrQer umfaßt 6 Stile«