'N. 7V1 Uhr ise ^Wirttw Novität! ukel iitbern 882 öaUen» Mk. \ __ -uds 8 Uhr, E stand eingelabene 41! U ^ten, sowie m Flamen lauittib, njniejtn. ich». 8'/, Uhr, nlnng -ungSwahl gebeten. Vorstand. 8 Uhr: . - Borfimdmhl. 289 Vorstand. j, den 12. d. M. nlerhaltuug, nft einladet 41« K. Häuser. o IM t 1830. rungila»®«' Stark- iträge. günstisstt" in «it* «A •» *ä tU* F A lorftra^' iotftra&e 40- . h,t »Ile« fr ’nd.’ nicht i“ "(ßroi*' ioen q<0 eo "e HLae, , Bit» Rr. 11 Erstes Blatt.Dienstag den 14. Januar 1896 Der chiehtner Anzeiger (tfd)fint täglich, mu -luSnahme de» MontogS. Dir Gießener ^«mittenStLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigclegt. Siebener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. vierteljähriger Avonnementsprei, i 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. chratisöeitage: Gießener Iamitienötätter. All: Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlicbcr Tbeil. Gießen, 10. Januar 1896. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 16. v. Mts. — „Gießener Anzeiger" Rr. 298 — im Rückstände find, werden hieran mit Frist von 3 Tagen erinnert. v. Gagern. Bekanntmachung. Die Deutsche Landwirthschaftsgesellschaft beabsichtigt in diese» Jahre eine Ausstellung in Stuttgart zu veranstalten. Von Seilen der Großh. Regierung werden Mittel zur Preisvertheilung, sowie auch zur Uebernahme eines Theils der Kosten der Beschickung der Ausstellung mit Thieren zur Verfügung gestellt werden. Nach Mittheilung des Herrn Präsidenten des landwirth- schaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen hat jedoch eine Vorbesichtigung der ausgestellt werdenden Thiere stattzufinden. Die Herren Viehzüchter des Kreises, welche sich mit ihrem Zuchtvieh an dieser Ausstellung zu betheiligen gedenken, werden ersucht, ihre Anmeldungen bis zum 10. Februar l. I. bei dem Unterzeichneten einzureichen. Gießen, den 10. Januar 1896. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Carl Jost. Deutsches Reich. Darmstadt, 11. Januar. Das Großberzogliche Paar wird an der KaisergeburtStags-Feier in Berlin theilnehmen. Berlin, 11. Januar. Im Jndustriegebäude in der Commandantenstraße ist heute Nachmittag Großfeuer ausgebrochen, und zwar im vierten Stockwerk. Der ganze Dach- stuhl brannte. DaS Feuer verbreitete sich mit ungeheurer Schnelligkeit. Gegen 4 Uhr stürzte die ganze Dachconstruc- Hon ein, die Drähte der zahlreichen Telephonleitungen warep nach kurzer Zeit geschmolzen. Der Schaden ist sehr bedeutend. Durch das Schmelzen eines WafferleitungSrohreS wurde die Feuerwehr arg bedrängt. Berlin, 11. Januar. Als erster Initiativantrag wird im Reichstage der Arbeiterschutzgesetzentwurf deS CentrumS- abgeordneteu Hitze berathen werden. Alsdann folgt der Antrag Kanttz, betreffend das Getreidemonopol. Berlin, 11. Januar. Am Sarge der Kaiserin Augusta im Mausoleum zu Charlottenburg ließ heute das Regiment der verstorbenen Kaiserin als am Jahrestage der Beisetzung eine Kranzspende niederlegen. Auch der Verein ehemaliger Kameraden deS Königin-Augusta Regiments entsandte eine Abordnung in das Mausoleum, um einen Kranz ntederlegen zu laffen. Berlin, 11. Januar. Für den 18. Januar ist seitens der Berliner Geschäftswelt eine großartige Illumination geplant. Zahlreiche Fabrikbesitzer theilren ihren Arbeitern bereits mit, daß die betreffenden Etablissements am 18. Januar geschloffen bleiben, jedoch der Arbeitslohn unverkürzt auS« gezahlt werde. Frankfurt a. M., 11. Januar. Bei der gestrigen Wahl der Arbeiter-Beisitzer zum Gewerbegericht in Düsseldorf siegten der „Franks. Ztg." zufolge die Christlich-Socialen über die Socialdemokraten. Bisher waren nur Soctaldemokraten gewählt worden. Anstand. Loudon, 11. Januar. In ihrem Leitartikel sagt die „Times", es erfülle mit Genugthuung zu sehen, daß der TranSvaal'Zwtschenfall jetzt in Deutschland als beendet angesehen werde. Wenn die Deutschen zufrieden gestellt seien, habe England keinen Grund, eS nicht zu sein. AlS Nation empfinde England jede fremde Einmischung- selbst wenn die Feindseligkeit deS deutschen Volkes viel weniger tief wurzelte, als auS der Heftigkeit der deutschen Preffe geschloffen werden könne, so laffe doch der Stand der auswärtigen Angelegenheiten eS für England klug erscheinen, unter den Waffen zu bleiben. Oesterreich und Italien fänden ihre Politik in Europa ernstlich gehindert durch das plötzliche Eingreifen des Deutschen Kaisers, baß ein gemeinsames Wirken Englands mit dem Dreibund, besonders bezüglich der türkischen Angelegenheiten, schwierig gemacht habe. Neueste Nachrichten» Vopesch« d-S vm"« „Herold' Berliu, 12. Januar. Zum Verfahren gegen Auer und Genossen meldet der „Vorwärts", daß die Abgeordneten Auer, Bebel, Gerisch, Liebknecht und Singer darauf verzichtet haben, Einstellung deS Verfahrens in Saßen des VeretnS-SchließungS-ProzeffeS Auer u. Gen. bet dem Reichstage zu beantragen. Sie werden, um eine ttchterliche Entscheidung möglichst bald herbetzusühren, der neuen gerichtlichen Vorladung unter Wahrung ihrer Rechte als Abgeordnete Folge leisten. Die Vorladungen lauten auf morgen und Mittwoch. Berlin, 12. Januar. Wie verlautet, beabsichtigt eine Anzahl der von der sogenannten Brausewetter-Strafkammer zum Thetl zu sehr erheblichen Freiheitsstrafen verurtheiltea Personen die Wiederaufnahme deS Verfahrens zu beantragen. In Rücksicht auf sein Nervenleiden ist Herrn Brausewetter ein sechsmonatiger Urlaub bewilligt worden. Prag, 12. Januar. Einem sehr bestimmt auftretenden Gerücht zufolge hat der Statthalter Graf Thun seine Entlassung eingereicht. Man erwartet stündlich die Entscheidung des Kaisers. Triest, 12. Januar. Neuerdings wüthet die Bora wieder in überaus heftiger Weise. Der Schiffsverkehr ist im ganzen Adrialtschen Meere eingestellt. ES werden eine große Anzahl von Schiffsunfällen gemeldet. Venedig, 12. Januar. Nach einer Meldung der „Gazetta de Venezia" verfügen die vereinigten Gegner Italiens in Erytrea über 220,000 bewaffnete Krieger, zu deren Niederwerfung Italien wenigstens 300 M lltonen Lire gebraucht. — Auch die „Gazetta Piemontese" beurtheilt die Lage in Afrika sehr düster. — DaS Blatt „Italia del Popolo" befürchtet, daß General Baratieri sich auch in der Defensive nicht werde halten können. London, 12. Januar. Die vom „Daily Telegraph- gebrachte Nachricht von einem Briefwechsel zwischen der Königin Victoria und dem Kaiser Wilhelm hat bisher von keiner Seite eine Bestätigung erhalten. In in- formirten Kreisen wird daher auch die Richtigkeit der Meldung stark angezwetfelt. WB. London, 13. Januar. Die alarmireuden Gerüchte über den Gesundheitszustand der Königin find vollkommen unbegründet. Die Königin unternahm am SamStag eine Ausfahrt und wohnte gestern in OSborne dem Gottesdienste bet. CocaU» und provinzielles, Gießen, 13. Januar 1896. ** Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 11. Januar u. A. in Audienz: den Großh. Baurath Schoberth von Gießen, die Herren Gustav Weck von Hungen und Heinrich Gold mann von Laubach. Km rhratttvmflelluug durch Cießkmr Gymuaßasteu vor füuftudWaujig Jahren. Von Dr. Ehr. Röse. Am 14. Januar d. I. sind es fünfundzwanzig Jahre, daß im Saale des Safe Leib dahier Primaner des hiesigen Gymnasiums unter Zuziehung einiger jüngerer Mitschüler nnb unter Mitwirkung eines aus Gymnasiasten bestehenden Orchesters „Wallensteins Lager" und „Kurmärker and Picarde" aufführten. Die Vorstellung, die namentlich «ch in finanzieller Beziehung einen glänzenden Erfolg erzielte, fand statt „zum Besten der Angehörigen der im Felde stehenden Soldaten des Großh. Hessischen 2. Jnfanterie- RegimentS." Soviel ich weiß, ist dies die einzige Theatervorstellung durch hiesige Gymnasiasten, die sich im ganzen 19. Jahrhundert Nachweisen läßt. Schon dadurch dürfte eS hinlänglich gerechtfertigt erscheinen, wenn ihr ein Blatt der Erinnerung gewidmet wird. Alle freundlichen Leser, die die Zeit deS großen Krieges hier erlebt haben, erinnern sich gewiß noch, daß damals hier Vie überall die private Thätigkctt zu Gunsten der im Felde stehenden Krieger, ihrer Angehörigen und namentlich der Verwundeten sich mächtig regte. Ich will hier nicht reden Ion der wohlorganifirten Vorsorge für die Verpflegung und Wartung der durchziehenden Truppen und der Verwundeten; ste ist den großen Ansprüchen, die an sie herantraten, in musterhafter Weise gerecht geworden. Ebenso wichtig aber war die Beschaffung der nöthigen Geldmittel, und dasür traten neben den Listensammlungen auch öffentliche Darbietungen und Veranstaltungen aller Art ein. Die UniverfitätS-Profefforen (besonders Geh.-Rath Oncken) hielten populäre Borträge, die Musiklehrer veranstalteten musikalische Soireen ihrer Schüler, und so kamen auch wir Primaner des Gymnasiums auf den Gedanken einer Theatervorstellung. Da wir uns über die aufzuführenden Stücke nicht einigen konnten, auch unsere eigene dramaturgische Unzulänglichkeit fühlten, so begab sich eine Deputation von uns zu unserem Lehrer des Deutschen, Herrn Professor Beck, und bat ihn um Uebernahme von Dtrection und Regte. Dieser Lehrer, der später als Gymnasialprofeffor in Mainz verstorben ist, war bet allen seinen Schülern in hervorragendem Maße beliebt und wir hatten ein unbedingtes Zutrauen zu ihm und seiner dramaturgischen Begabung. Profeffor Beck erklärte sich sofort in dankenSwerther Weise bereit, und daS ist für daS Gelingen des Ganzen von größter Wichtigkeit gewesen. Denn dadurch wurden gleich von vorn herein Rollenstreitigkeiteu und Unordnung bet den Proben, wie sie sonst bei Dilettanten-Aufführungen üblich find, vermieden. Er wußte uns ohne große Schwierigkeit zu überzeugen, daß „Wallensteins Lager" und „Kurmärker und Picarde" recht wohl sür unS darstellbar seien, daß unS auch zur Besetzung der Frauenrollen (der Marketenderin, der „Gustel von Blasewitz" und der Picarde) in unserem Streife geeignete Kräfte zur Verfügung standen. Er vertheilte denn auch die Rollen und begann sofort die Proben, zunächst die Rollen und Scenenproben, bei denen er mit der größten Genauigkeit und Gründlichkeit zu Werke ging. Gleich von vorn herein wurden Schritte gethan, um durch besondere Vergünstigung die Costüme vom Darmstädter Hoftheater zu erhalten- in solchen hat bann thatsächlich die Aufführung stattgefunden. Daß eine Lieb- Haber-Dorstellung nicht gut der Beihülfe des vor einigen Jahren verstorbenen trefflichen Geheimraths v. Ritgen entrathen könne, wußten auch wir damals schon- er leistete gern unserer Einladung Folge, und besonders bei der Anfertigung der Decoratior.cn, um die sich der junge Mickler verdient machte, hat sein künstlerischer Geist gewaltet. Nun regten sich aber auch unsere musiktreibenden Mitschüler und aus einem bei Christian Busch zusammenkvmmenden Musik-Kränzchen erwuchs durch Cvvptirung ein Gym- nasiasten-Orchester van 3 ersten, 4 zweiten Violinen, 1 Bratsche, 1 Cello, 2 Flöten, 1 Piccolo, 1 Trompete, 2 Pauken, 1 große Trommel und Triangel- die fehlenden Instrumente wurden durch einen vierhändig gespielten Flügel ersetzt. Der Dirigentenstab wurde in die Hände des jungen Mickler gelegt, was zur Folge , hatte, daß deffen Vater, der damalige akademische Mufikdirector Mickler (f später in St. Louis in Amerika) sich der Sache annahm und die eigentliche Einstudirung der Musikstücke besorgte. Das Arrangement der in beiden Stücken vorkommenden Tänze übernahm der 1885 verstorbene Univerfitäts-Tanzmeister Heinrich Röse, für den in „Wallensteins Lager" vorkommenden Walzer grub Mustkdirector Mickler eine uralte Gavotten-Melodie auS- daS „Rekrutenlied" im „Lager" stattete der erste Flötist unseres kleinen Orchesters, Christian Busch, mit einer selbsterfundenen allerliebsten Weise auS, die wohl heute noch Manchem der damals Mitwirkenden gefällig in den Ohren klingt. Profeffor Beck gab sich rastlose Mühe um die Einstudirung und die Erzielung eineß flotten Zusammenspiels. Die Gesammtproben fanden im Röse'schen Tanzsälchen in der Weidengaffe, die letzre vor Beginn der WeihnachtSferien in der Aula deS Gymnasiums am Brand (jetzt KreiSamt) statt. Nach Neujahr 1871 trafen die. Costüme aus Darmstadt ein. Nun ging es an die Bühnenproben auf der von uns ge- mietheten Bühne des Theaterdirectors de Nolte im Leib'schen Saale. Eine von Profeffor Beck verfaßte Anzeige in 8 des „Gießener Anzeiger" vom 10. Januar 1871 verkündete vrbi et orbi (d!e eS freilich schon längst wnßten), daß zu ♦ * Srueiumnge«. Seine Sgl.Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgft geruht, den LehramtSasseffor Dr Georg Jacob za ÄlSfc-ld zum Lehrer an der Realschule daselbst, den LehramtSaffesior Ludwig Hasselbaum zu Darmstadt zam Lehrer an dem Realgymnasium daselbst, den Lehramt», assessor Ludwig Balser zu Darmstadt zom Lehrer an der Realschule daselbst und den LehramtSasseffor Joseph EuderS zu Oppenheim zum Lehrer an der Realschule daselbst zu nrv.untn. • * * Ernannt wurde am 2. Januar 1896 der HilfS- brrmser bet den Oberhesfischen Eisenbahnen Wilhelm Köhler auS Queckborn zum Bremser bet diesen Bahnen. • * Von dem Ausschuß für dte Feier der 25. Wiederkehr deS Jahrestage» der Wiederaufrichtuug de» Deutschen Reiche» erfahren wir, daß das Programm für den am Sonntag den 19. d. M. stattfindeudeo Festact, wie für den FestcommerS nunmehr in allen Einzelheiten festgestellt ist. Der — ohne Restauration — tu SteinS Saalbau stattfindende F e st a c t, bet welchem auch Damen willkommen find, wird eine Ansprache d«-- Herrn Prof. Dr. Köstlin (des württembergischen Feld- p edtgerS im Kriege 1870/71) zum Mittelpunkts haben und daneben noch Vorträge vereinigter htefiger Gesangvereine darbieten, welche letztere ihre Mitwirkung auch für den am Abend stattfindenden EommerS in dankenöwerther Weise zugesagt haben. Wenn schon beide Säle in Steins Garten nutzbar gemacht werden sollen, so hat der Festausschuß doch geglaubt, den freien Eintritt zu beiden Veranstaltungen in der Weise regeln, insbesondere auch einer Ueberfüllung des Locales und vergeblichen Gängen dadurch vorbeugen zu wüsten, daß dafür zuvor schon, und zwar lediglich nach der Reihenfolge der Anmeldung, Karten auSgegeben werden, welche ausschließlich zum Eintritt in die Festräume berechtigen. Mit Bezug auf die Bekanntmachung deS Festausschusses im Jnseratentheile können wir danach unseren Lesern auch an dieser Stelle nur empfehlen, ihre Wünsche, ob für Festact, oder EommerS, oder für Beides, möglichst bald, mündlich oder schriftlich, auf Z mmer Nro. 15 der Bürgermeisterei zum Ausdruck zu b tagen. * * Genetti Herein. Zu dem gestrigen dritten Coucert des EoncertoereinS war eS der Concertleitung gelungen, das berühmte und von seinem letzten hiefigeu Auftreten im Winter 1894 her noch in bester Erinnerung stehende Künstlerensemble der Herren Max Pauer (Pianoforte), Florian Zajic (Violine) und Heinrich Grünfeld (Cello) zu gewinnen, ein Umstand, der allein schon genügen konnte, dem Concert einen guten Besuch zu sichern, denn ein Jeder, der diese ausgezeichneten Künstler in ihrem vorigen hiesigen Concert gehört hat, hat sicherlich diese schöne Gelegenheit, sich einen wahren Kunstgenuß zu verschaffen, nicht unbenutzt vorüber gehen lassen. Das gestrige Concert wurde eingeleitet durch Beethovens Trio in D-dur, opus 70, 9tr. 1, — (nicht Nr. 2, von dem irrthümltcher Weise sogar die Bezeichnungen der Tempi auf dem Programm abgedruckt waren) —, hierauf folgten Solostücke für die drei einzelnen Instrumente und den Schluß bildete Schuberts großes Trio in B-dur, opus 99, ein Werk, da» an die ausführenden Künstler außerordentliche Anforderungen stellt und an Schwierigkeiten jeder Art auf dem Gebiet der Kammermufik- Literatur feines Gleichen sucht. Was die Wiedergabe zunächst der Velden Trios anbetrifft, so war dieselbe eine auögezeich- n le, ja, wir möchten fast sagen, mustergültige. In der t chmschen Behandlung zeigten sich die Herren als Meister in des Wortes voller Bedeutung, das Zusammenspiel war ü'ocrull präclS und sicher, und der Vortrag so abgerundet und bis in die kleinsten Details ausgearbeitet, daß demselben, mag er nun von der ersten Probe an dagewesen oder erst d>e Frucht eines längeren Zusammenspiels fein, unbedingte» Lob gezollt werden muß. ES war ein Genuß, diese beiden dem Eingangs gedachten milden Zweck „durch Schüler des hiesigen Gymnasiums SamStag den 14. Januar 1871, Abends um 6 Uhr, im Leib'schen Saale: Wallensteins Lager (dramatisches Gedicht von Schiller) und hierauf: Kurmärker und P carde (Genrebild in einem Act von Schneider), unter Begleitung eines aus Gymnafiasten gebildeten Orchesters zur Aufführung gelangen würden. BilletS ä 30 Kr. (im Saale) und ä 18 Kr (auf der Gallerie) feien an der um 5 Uhr eröffneten Kasse und vorher bei Herrn Roloff (am Lindenplatz) zu haben." Die Eintrittspreise waren gewiß bescheiden/ denn 30 Kr. find ungefähr 85 Pfg. und 18 Kr. 50 Pfg. nach unserem heutigen Gelbe. Wenn trotzdem unsere Brutto-Einnahme 312 fl — 536 M k. betragen hat und nach Abzug aller Unkosten 244 fl. — 427 Mk. an daS HilsScomii« abgeliefert wurden, fo kann sich Jeder, der den damaligen Leib'schen Saal noch in der Erinnerung hat, leicht vorftellen, welch ein Gedränge am Abend der Vorstellung dort herrschte. (Schluß folgt.) Dik heilige Stabt brs Isla«. Die mohammedanische Weltreligion besitzt allerdings eine ganze Menge berühmter und geweihter Stätten, aber deren belligste ist und bleibt doch Mekka, die e'gentliche religiöse Hauptstadt der ganzen mohammedanischen Welt. Zwei Eigenschaften haben dieser an sich gar nicht so bedeutenden Stadt ihre specielle wichtige Rolle für die Bekenner deS Islam verliehen, Mekka ist erstlich der Geburtsort des Begründer» der mohammedanischen Religion, und dann die Stätte, welche die Kaaba, dos alte Nationalelgenthum der Araber, in sich schließt, und diese Doppelbedeutung Mekka» erhebt die Stadt weit über ihre anderen Rivalen im Kampfe um die Gunst und die Bewunderung Seiten» der Gläubigen. Ist doch das Geheiß de» Propheten, es solle jeder Moslem wenigsten» einmal in seinem Leben die Kaaba und hiermit also die Ge- burtSstadt Mohammeds besuchen, eine der Grundsatzungen de» islamitischen Bekenntnisse», welche noch heute von Hundertherrlichen Ensemble • Nummern anzuhören und der reichliche Beifall, den beide Trios fanden, wird den Künstlern der beste Beweis für bte Vorzüglichkeit ihrer Leistungen fein. Die eingelegten Solonummern hatten in der Hauptsache wohl den Zweck, Abwechselung zu bringen und den Künstlern vor allen Dingen Gelegenheit zu bieten, die virtuose Seite ihres Können» zu zeigen. Daß ihnen die» in hohem Maße gelungen ist, beweist der außerordentliche Applaus, den jeder einzelne dieser Vorträge erweckte, wenn dieselben zum Theil auch nicht den Geschmack aller hiesigen Kunstfreunde getroffen haben mögen. DaS Publikum ließ mit seinen Betfallsbezeugungen nicht eher nach, als bis jeder der Herren sich zu einer Zugabe herbellleß und zwar spielte Herr Grün seid ein Menuett von Balenfiu, Herr Pauer ein Scherzo von Mendelssohn und Herr Zajic daS herrliche Biolinsolo auS dem zweiten Act von Kreutzers Oper „DaS Nachtlager von Granada". Wir können den heutigen Bericht nicht schließen, ohne den lebhaften Wunsch, die geschätzten Künstler recht bald wieder in unserer Stadt als Gäste zu begrüßen. * ♦ Theater Verein In Folge vielseitig eingelaufener Beschwerden ficht sich der Vorstand deS Theater-BereinS ver- anlaßt, seine geschätzten Mitglieder und vor allen Dingen die verehrten Damen zu bitten, Mäntel und Hüte nicht mit in den Theatersaal zu nehmen, da dadurch der, für jede Person ohnehin nicht übermäßig berechnete Raum noch mehr verkümmert wird. Die Garderobenverhältnisse de» Theater- VereinS sind fast als ideal zu bezeichnen, vier Räume von zwölf dienstbaren Geistern belebt, stehen zur Verfügung und wenn nicht leider die Mehrzahl der Besucher knapp vor Anfang der Vorstellung abgefertigt sein wollte, würde sich alles noch weit glatter abwickeln. Sollte nun aber aus irgend einem Grunde diesem freundlichen Ersuchen von Einzelnen doch nicht entsprochen werden können, so wird doch vorausgesetzt, daß keine Dame den Hut im Theatersaal aufbehält, da dadurch den Hinterfitzenden der Blick zur Bühne gesperrt wird. Dieser Bitte enlgegenzukommen ist so einfach und die Bitte selbst so bescheiden, daß der Vorstand im Interesse Aller unbedingt auf Erfüllung derselben sehen maß. Gleichzeitig würde eS sich auch sehr empfehlen, wenn die Besucher ihr Kommen so einrichteten, daß um 7*/, Uhr der Anfang ohne Störung stattfinden kann. AuS Rücksicht für die Künstler, die oft zum Theil noch an demselben Abend Gießen verlassen, muß zur festgesetzten Stunde daS Zeichen zum Anfang gegeben werden. * * Deutscher und Oesterrelchischer Alpeuvereiu. Der gestrige Sonntag wurde von dem Alpenoeretn zu einem TageSauSflug auf den DünSberg benutzt. Schien doch schon seine kalendarische Stellung zwischen HyginnS und Hilarius einer symbolischen Deutung auf den Einfluß einer gesunden Leibesbewegung auf die Heiterkeit deS GemüthS zugänglich zu fein. Ueber ein Viertelhundert Mitglieder und FrrUnde deS Vereins, verstärkt noch durch werthe Genossen aus Wetzlar, hatten fich in zum Theil fehr echter Ausrüstung um 8 Uhr an der Lahnbrücke versammelt. Ließ schon die zunehmende Bewölkung TagS zuvor keine klare Aussicht erhoffen, so wurde doch die damit verbundene Temperatur- zunayme auch von den abgehärteten Gletfchermännern angenehm empfunden. Konnte man doch fo den ganzen Tag über den Mantel vorsorglich im Rucksack verpackt halten. Die noch festgefrorenen und nahezu fchneefreien Wege ermöglichten ein müheloses, rasches Wandern über den Vetzberger Hof nach Fellingshausen. Der etwa 10 Ctm. tiefe Schnee des DünS- bergß war körnig, sodaß nur die kurzen, stellen Partien vor und über den Ringwällen einige Anstrengung kosteten und ungeübten Touristen die von den anderen erwünschte Gelegenheit zur Aufführung drolliger ©eenen boten. DaS dunstige Wetter gestattete, auf dem Gipfel fich ohne zeitraubende Rücksicht auf den Fernblick mit vollem Behagen dem taufenden gläubiger Mohammedaner streng befolgt wird, wenngleich zu den Glanzzeiten des Islam die Sitte des Mekkapilgern» eine weit verbreitetere war, als jetzt. Mekka liegt In der arabischen Provinz HedschaS, in einem engen, unfruchtbaren, von kahlen Höhen umschlossenen Thale, durch welches daS Flüßchen Wadi el Tarafeyn fließt. ES weist ziemlich breite, aber ungepflasterte Straßen im Berhältniß zu den meist engen Gassen der anderen mohammedanischen Städte auf, feine fast durchgängig steinernen Häuser find oft drei Stockwerke hoch — ebenfalls eine Seltenheit int Orient — und hauptsächlich für den Aufenthalt der Pilger eingerichtet. Die Beherbergung und Verpflegung der jahraus, jahrein aus allen Theilen der moham- medanischm Welt in Mekka eintrcffenden Pilger (HadjiS) bildet denn auch neben dem schwungvoll betriebenen Tauschhandel mit allerhand Reliquien, Rosenkränzen u.f.ro. beinahe die einzige Beschäftigung und Erwerbsquelle der etwa 60,000 Einwohner der Stadt. ES gibt zwar einige Töpfereien und Färbereien, aber sonst existiren in Mekka, sieht man eben von der verhältnißmäßig bedeutenden Fabrikation von Rosenkränzen ab, feine Manufakturen, die Bewohner der heiligen Stadt Haden ja in der Ausnutzung der frommen Pilger die einträglichste und bequemste Beschäftigung, die fich denken läßt. Der jährliche Geldzufluß nach Mekka in Folge der Pilgerzüge ist auf durchschnittlich 60 Millionen Mark berechnet worden, eS kommt also auf den Kopf der Einwohnerschaft Mekka» ein durchschnittlicher Verdienst von 6000 Mk. auS dem Verkehr mit den Pilgern, wa» am Ende nicht nur für orientalische Verhältnisse eine außerordentliche Summe darstellt. Zur Zeit der eigentlichen Pilgerfahrten gestaltet fich Mekka zu einem der größten Märkte de» Orients, auf welchem sich die Producte fast aller mohammedanischen Länder kreuzen. Hafenstadt ist dos zehn Meilen in nordwestlicher Richtung entfernt gelegene Dschedda ober Dschidda, wohin eine ziemlich gute Straße führt. Die sanitären Verhältnisse Mekka» find, da eS an gutem Trinkwasser absolut mangelt und Alle» nach der Gewohnheit deS Orient» i« Schmutz starrt, wenig günstige, daS Zusammenströmen großer Pilgermassen gerade zur Zeit der größten Hitze in der Stadt Genuß de» Frühstücks zu widmen. Nun ging e» hinab nach der Obermühle, jenseits wieder hinauf und am Waldrand her nach Bubenrod, wo die liebenswürdige Wirthin eie einfache», kräftiges Mahl bereit hielt. Der Rückmarsch durch baß Schwalbenbachthal und über Kinzenbach wurde daher erst um 4 Uhr angetreten. Ein Theil der Gesellschaft liifc eS sich dabei nicht nehmen, der rothpuuktirten Nebenlinie folgend, dem Himberg noch einen Besuch abzuftatten. Zeiten für einigermaßen rüstige Wanderer: Gießen (Ladnb ücke)—vetz- berger Hof — Fellingshausen — DünSberg 21/, Stunden,- DünSberg—Obermühle (birect ohne Berührung der Rehmützle) nach Bubenrod 1 Stunde 40 9Rtn.; Bubenrod—Himberg— Kinzenbach — Heuchelheimer Mühle — Gießen (Lahnbrücke) 2^ Stunden, Summa 6 Stunden 25 Min. * * Hessischer Fechtverein „Waifenfchntz". Der Verband Gießen hält am 1. Februar l. I». tm Caf6 Leib einen Maskenball ab. Die Veranstaltungen des Verein» erfreuen fich großer Sympathie und fo ist zu hoffen, daß auch dieser Maskenball sehr zahlreich besucht wird, insbesondere da da» Erträgniß einem Überaus guten Zweck, der Unterbringung speciell hessischer Waisen, dient. * * Ein Gießener Student al» Bühnenschriftsteler. Der Tag der Aufführung von „Frühling" in Marburg wird im „Gießener Anzeiger" bekannt gegeben werden. Der Intendant einer auswärtigen Bühne wohnt der Erst-Auf- führung bei. * • Diebstahl. Bei einem hiesigen Dienstmädchen fand sich am Samstag Abend ene unbekannte FraueuSperfou ein, stellte fich als Landsmännin vor und bat um ein Darlehen von 2,50 Mk., um nach ihrer H imath reifen zu können. Da e» schon spät war, bewog da» Dienstmädchen die Fremde, bis zum anderen Morgen bei ihr zu bleiben, was dieselbe auch that. Nachdem die Fremde den Morgenkaffee getrunken und da» gewünschte Darlehen erhalten hatte, verabschiedete sie fich unter vielem Dank. Später entdeckte da» Dienstmädchen, daß mit ihrem Gaste auch ein Kleid, ein Hat und eine Menge andere Kleidungsstücke tm Werthe von circa 80 Mk. verschwunden waren. — Mendorf a. d. Lba, 10. Januar. Der Gründung deS deutschen Reiches vor 25 Jahren will der hiesige Kriegerverein am Abend de» 19. Januar gedenken. Zu diesem Zwecke versammeln fich die Mitglieder genannten Verein» mit ihren nächsten Angehörigen in der Zinßer'schen Wirthschaft. Die Unterhaltung soll durch Claviervorträge und Gesänge belebt werden — Der Bienenzüchterverein „Lumdathal", der jüngste Zweigverein de» Oberhesfisden Bienenzüchterverein», hält Sonntag den 19. d. M., Nachmittag» 3 Uhr, in ter Otto'schen Wirthschaft dahier eine Versammlung ab, in welcher der Präsident de» Verein» einen Vortrag halten wird. x Londorf, 10. Januar. Nächsten Sonntag, Nachmittag» 3 Uhr beginnend, wird unser Kriegerverein eine Gedenkfeier zur Ecinneruug an die Gründung de» deutschen Reiche» in dem Jordan'schen Saale dahier veranstalten, wozu auch auswärtige Vereine geladen sind- die Feier soll mit einem Balle schließen. H. Hungen, 11. Januar. Dahier plant man die Errichtung einer RohstoffEin- und VerkaufSgenossen- schäft. Die Anregung kommt von den Mitgliedern der Molkereigenossenschaft und dürfte die Gründung in der Kürze erfolgen. § Ober-MooS (Kreis Lauterbach), 11. Januar. Mit welchen Schwierigkeiten gegenwärtig die Holzhauer bei ihren Arbeiten in Folge des hohen Schneee», der Kälte, besonder» auch noch de» öfter» herrschenden Nebel» zu kämpfen Haden, zeigt folgendes Vorkommniß. E,ne Holzhauerrotte au» ceot benachbarten Freiensteinau, 16 dis 18 Mann stark, war Mohammed» stempelt dieselbe denn auch zu einem der Seuchen- Heerde des Orients, von dem aus namentlich die Cholera schon oft ihren unheimlichen Zug angetreten hat. Mekka steht unter einem eigenen Sheris, neben welch-» der türkische Gouverneur nur nominelle Macht besitzt, ja, unter den Beduinenstämmen Arabien» ist da» Ansehen de» Sheris» der heiligen Stadt fast durchgängig ein wett größere», al» jene» de» Padifchah in dem entfernten Stambul. Zur Zeit, da Mohammed geboren wurde (570 n. Ehr. Geb.) stand Mekka und das umliegende Gebiet unter der Herrschaft der Koreischiten, welchem mächtigen Stamme der Prophet selber angehörte. Die einflußreichen Persönlichkeiten der Koreischiten waren indessen der von Mohammed verkündeten wunderbaren neuen Lehre abgeneigt, vielleicht, weil sie von derselben eine Bedrohung ihrer politischen Machtstellung befürchteten. Sie legten darum dem Fortschreiten de» v n Mohammed begonnenen Werke» allerhand Hindernisse in den Weg und feinbeten schließlich ihn selber dergestalt an, daß fich Mohammed 622 zu der Flucht nach Medina entschloß, die bann al» eigentlicher Anfangspunkt ber islamitischen Bewegung so berühmt geworben ist. Aber schon 627 konnte Mohammed seinen triumphirenden Wiedereinzug in seine GeburtSstadt halten und von da verbreitete sich die von ihm verkündete neue Lehre reißend schnell. Nach dem lobe be» Propheten warb Mekka da» Erbtheil feiner Nachkommen, bereu Haupt unter dem Titel eine» Großsherif regierte. 930 eroberten bte Karnathier bte heilige Stadt später nahmen die osmanischen Sultane den Titel al» Beschützer ber heiligen Stabt Mekka an unb ernannten ben Großsherif au» ber Mitte ber Sherife, doch war ber Einfluß ber Sultane auf bte Verhältnisse in Mekka stets nur ein höchst beschränkter. 1803 wurde Mekka von den wilden Wahabite» erobert, 1813 aber ging sie in ben Besitz be» Qtctfßrig» Mehemeb Ali von Egypten über, doch schüttelten die Sherise 1840 da» egtzptische Joch wieder ab. (Schluß folgt.) WM «- ■ü I I Der «--er die Diebe zwängten den Rollladen deö Auslage* fenfterS in die Höhe, zerschnitten eine dicke Scheibe und stahlen den größten Theil der in der Auslage befindlichen Gegen' stünde, meistens Ringe, Korallen und Armbänder. Die Einbrecher find offenbar gestört worden, denn viele unverschlossene Werthgegenstände waren unberührt. Da daS Juwelen- geschäst sich ganz in der Nähe einer militärischen Wache be- findet, und mir Rücksicht darauf, daß in der Stadthalle ein großer Maskenball stattgefunden hatte, die Srraßen in der Gegend des Marktes bis zu den ersten Morgenstunden sehr belebt waren, ist der Einbruch mit großer.Verwegenheit ausgeführt worden, Bon deu Thäteru hat man bis jetzt noch keine Spur. — Main und Neckar bringen noch starkes Treibeis. Da die Temperatur indeß umgeschlagen und vorerst kein Rheineis zu befürchten ist, dürfte die Rhein- schifffahrt zunächst vow nicht gestört werden. PeraiifcM*** * Elberfeld, 9. Januar. Die Regierung zu Düffeldorf hat für die Ergreifung des flüchtigen Mörders Erdarbeiter Duda 300 Mk. Belohnung auSgefetzt. • Paffan, 11. Januar. DaS Schöffengericht hat die ZahlmeisterSaSpirantengattin Hemmiuger wegen roher systematischer Mißhandlung ihres fünzehnjährigen Dienstmädchens zu acht Tagen Gefävguiß verurthetlt. Ihr Ehemann, der Feldwebel und ZahlmeifteraSpirant Hewminger, war vom Uutergericht deS 16. Infanterie Regiments zu 60 Mk. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er ebenfalls wiederholt das Dienstmädchen stark mißhandelt, zu Boden geworfen, mit der HundSpkitsche ins Geficht und auf den Kopf geschlagen hat, weil daS Mädchen sich weigerte, aus der Schüssel deS Hundes zu essen. DaS Militär» bezirksgericht hob die Anklage in mehreren Punkten auf, da der Mann zur Ausübung von Züchtigungen gegen daö Dienstmädchen theilweife berechtigt sei. Frkf. Ztg. ♦ Mit einer großartigen Entdeck»»- eines Würzburger ProfefforS der Pbysik, Wilhelm Konrad Röntgen (früher in Gießen), die auf medicinischem Gebiet die außer- ordentlichsteu Umwälzungen herbeizuführen geeignet wäre, beschäftigen sich zur Zeit die betheiligten Kreise auf's lebhafteste. Professor Röntgen nimmt eine sehr stark ausgepumpte Glasröhre, durch die ein JnductionSstrom geht, und photographirt mit Hufe der Strahlen, welche diese Röhre nach außen hin entsendet, auf gewöhnlichen photographischen Platten. Diese Strahlen nun, von deren Existenz man bisher keine Ahnung hatte, sind für das Auge vollständig unsichtbar- sie durchdringen dagegen im Gegensatz zu gewöhnlichen Lichtstrahlen Holzstoffe, organische Stoffe und dergleichen 207 Fichten- und Kiefernstämme mit offen. 507 6450 Wellen Gnauth 501 Wermicthungen. empfiehlt 481 Busold. verkaufen. tin Friseurgeschäst. 353 278 121 nntag, Nachmittag» n eine Gedenk- \i deutschen Reich'» alten, wozu auch :r soll wie ernte Festm., Nadel-Scheitholz, Nadel-Knüvpelholz, Nadel Stockholz, )et TrLuduuz ahren will der Jinuar gedenken, tglieder genannten 1 der Zinßer'schnt b Cladiervortrilge iienenzüchtervereiA e» ObechefW en 19. b. M, N-.ch. hschast dahier eine ftdent bei Vertin» Born, Gerichts Vollzieher. Adolf Geisse, Gleesen, am Kreuz. Grünbergerstraße am Bahnwärterhaus. Gießen, den 13. Januar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 88,10 Rmtr. // Submission. Die Füllung des Eiskellers unserer Kliniken soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 15. ds. Mts., Vormittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau ab- zugeben. Die Bedingungen liegen auf letzterem kürzlich im Walde beschäftigt. Auf dem Heimwege blieb «mer von ihnen liegen und zwar auf dem E-se deS Teiches in der Nähe unseres Ortes, er war von seinen Kameraden odqekommeu. Ein anderer konnte in Folge der Anstrengung n cht mehr weiter und mußte von seinen College» auf einem Eggeschlitten nach HauS gebracht werden. Ferner mußten noch zwei Holzhauer in einer hiesigen Wirthsckaft übernachten. Die übrigen Holzhauer kamen erst gegen 10 Uhr nach Hause. §§ Vom höhere« Vogelsberg, 10. Januar. Wie bekannt, wurde seither in den Wirthschaften unseres höheren GebirgS n >r Bier aus den Brauereien von Supp es in Herbstein, Krömmelbein und Frhrl. Riedesel'schc Brauerei in Lauterbach verzapft, mitunter noch Hanauer Bier. Kürzlich war auch ein Bierbrauer aus Aschaffenburg hier, um seine Biere einzuführen. Derselbe hat in Gunzenau eine Niederlage errichtet, beabfichtigt daselbst auch einen Felienkeller mir EiShauS bauen zu laffen. Heute ist bereits der erste Waggon Bier auf der Station Steinau nngetroffen, um nach Gunzenau verbracht zn werden. Darmstadt, 11. Januar. Eine von Interessenten diesseits und jenseits des Rheines besuchte Versammlung beschloß eine Resolution, welche der Regierung, dem Landtage und der Verwaltung Darmstadts mit der Bitte übergeben werden soll, k ästig und mit allen Mitteln für die baldige Erstellung einer directen Bahnverbindung über Seeheim nach Oppenheim einzutreten, und sowohl der LaudeShaupt- sladt als allen Gemeinden, links und rechts des Rheins, die jangentbehrte Förderung allgemeiner und geschäftlicher Entwickelung zu Theil werden zu laffen. Offenbach, 10. Januar. In den letzten Tagen wurde hier mehrmals der Versuch gemacht, falsche Einmarkstücke auszugeben- in einigen Fällen ist eS dem Unbekannten auch geglückt, Falfificate an den Mann zu bringen. Die Stücke tragen die Jahreszahl 1891 und das Münzzeichen A Mainz, 12. Januar. Die deutsch-freisinnige Partei von Mainz und Umgegend hat in ihrer gestrigen Generalversammlung beschlossen, im Mai dieses Jahres den südwestdeutschen Parteitag hier in Mainz abzuhalten. Mit dem Frankfurter Parteivorstand soll dieserhalb in Verbindung getreten werden. — Der bei der Provinzialdtrection Rheinhessen seither beschäftigte Regieruugsrath Braun ist in das Finanzministerium nach Darmstadt berufen worden. Wie die M. N. Nachrichten mittheilen, ist diese Berufung nur vorübergehend und soll mit der Verstaatlichung der Ludwtgs- bahu im Zusammenhang stehen. A Mainz, 12. Januar. In einem Juwelengeschäft •uf dem ständig belebten Marktplatz hier wurde verflossene Nacht ein bedeutender Einbruchsdiebstahl verübt. Holzverkauf in der Königl. Oberförstern Krssdorf. Freitag den 31. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Freund'jchen Gast Hause zu Krofdorf aus Schutzb. Krofdorf, Dtstr. 14b u. 15 (Kreuzschläge): Eiche: 1 rmKnüppel, 3 rmStockholz, 25 rm Reiser. Buche: 580 rm Scheit, 108 rm Knüppel, 101 rm Stockholz, 821 rm Reiser. Distr. 17b u. 20a (Buchwald): Eiche: 20 rm Reiser. Buche: 96 rm Scheit, 30 rm Knüppel, 649 rm Reiser. Dtstr. 21b u. 2 2 d (Küh- beit): Eiche: 6 rm Scheit. 12 rm Knüppel, 4 rm Stockholz, 920 rm Reiser. Buche: 10 rm Reiser. WeichHolz: 5 rm Reiser. Nadel- Holz: 3 rm Knüppel, 35 rm Stockholz, 400 rm Reiser. Krofdorf, den 12. Januar 1896. Der Königliche Obersörster: „Zu bru dm Finden" Heute Dienstag: Metzelsuppe, wozu höflichst einludet I. Seibel, Frankn-rterftraße 62. Die Zuschlagsfrist beträgt 1 Tag. Gießen, den 12. Januar 1896. Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg.-ophthalm Univ.-Klinik. Bose. V o s f i u s. 968S] Eine «tue Zither billig zu Schniatrasee 5 JtäHL SWWaus. Freibank. [463 Heute u«d morgen: Ochsensieisch nicht ladmrein, pr. Psd. 54 Pfg. Buchweizeumehl, Buchweizengrütze, frisch cingetrnffm 175 J. M. Schulhof Nadel-Reisig. Die Zusammenkunft ist in der laut man die rkanfSzenosien- ! Mitgliedern der ibung in der stürze 11. Januar. Mit ialzhaner bei ihre, er Aiilre, besonder» zu kämpfen hoben, ruenotle au» "A Mann stark, war Bersteigeruna DienStag de« 14. Aanvar l. IS., Nachmittags 3 Uhr, »ersteigeee ich im , Adler* (Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahtung: 2 Fiaichen (Stet, 26 Flaschen Wein, 12 Flaschen SchnapS, 2 Sophas, mehrere Oelgemälbe, 1 Eisschrank. Versteigerung tyeUweise bestimmt. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, 20. Januar 1896, Bormittags 9^2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den Dlsiricten Neuheege und Tanne, versteigert werden: Beste Marke COGNAC Scherer & Co., Langen in allen Preislagen garantlrt rein Flasche v. Mk. 1.80 an Feinsten Rum u. Arrac sowie hochfeine Punsch-Essenzen Heute Dienstag: Metzelsuppe. Morgens r Wellfleisch mit Sauerkraut. L. Jochem, plllvkrmiihlk. einem bet®«*“' itlii il' en W .. neben xW* i bae «W- ™ »einwett I** S.TS.& S#S Ä betflN Mlob, Med oa er seine ederA . w tu rode de» Iroßideri! le« “ üe®»“111 Stilen fa 6tunb,n. 8'6«ille ,,b~6linb!tgJ (hiobrilii) J* «• tin,, dereivr er- ba§ auch itö< iNbeftabeq etl- btt Untet. IWltfil«. $« Waibneg »|rt 'erben. Dn Jg, 11 der Erst-S>s. ienstmSdchrn fani 'aueniperson rin, M ein Kartellen -risin zu tbunen. dchen die Flewde, kN, toa» dieselbe nkassee getrunken ite, verabschiedete eite da» Dienst, eid, ein Hut nnb Berthe von circa Familien-Wohnungen in allen Größen und Lagen weist ausführlich n-ch der «Uftttut Wohnung», nachwei», Bahnhofstraße 11.________50 28 JJ Ein Familienlogis mit 4 Zimmern, sowie ein Mansardenzimmer mit allen Bequemlichkeiten per 1. April zu oermiethen. Näheres bei G. H. Müller, Gchillerstraße 26. 36] Durch Wegzug von Frau Canzletrath Dörr ist Saethestratze 8t der msttlere Stock per 15. April 1896 zu oermiethen.__ 3461 Neuherger. 5—6 Zimm-Wohnung mit sämmtl Zubehör auf sogleich oder später. Näheres »leichstratze 8. 602) Schöne» Familienlogis an ruhige Leute zu oermiethen. KaplanSgaffe 18. Föns-Zimmr-Mahnung im vierten Stock, mit allem Zubehör, Trockenplatz rc., per 1. April zu oermiethen 307> Avals Viele«. Westanlage 44. vermiethe'- [491 VUVCll Linsenplatz 8. Illuminations- Lämpchen werde« gefüllt. Auf träge werden, des voraussichtlich großen Andrangs in den letzten Tagen, baldigst erbeten. Gebr. Kaufmann, 452 Marburaersiraße 44. 154] Vahnhofstraße 51, iv, 3 schöne große Zimmer mit Zubehör, per 1 April zu oermieihen_______August Noll. 133] Fünf«Zimmer-Wohnnng -u oermiethen. Auskunft erthetlt _____________L. Genling, Architect. 132] Die von Herrn Regierungsrath Dr. Wallau bewohnte Wohnung, Asterweg 84, ist zum 1. April 1896 zu ver- miethen, auf Wunsch mit Pferdestall. _____________Näheres Asterweg 9. 130] Alieestratze 13 freundliche Wohnung, 7 Zimmer mit Zubehör, zu oermiethen. Näh, daselbst dritter Stock. undurchsichtige Körper. Metalle und Knochen hingegen haltt« die Strahlen aus. Wie die gewöhnlichen Lichtstrahlen durst, GlaS gehen, so gehen diese neu entdeckten Strahlen durch Holz und auch durch Wetchtheile des menschlichen Körpers. Am Überraschendsten ist nämlich die durch Photographie (>c- wonnene Abbildung einer menschlichen Hand. DaS Bild enthält die Knochen der Hand, um deren Finger die Ringe frei zu schweben scheinen. Die Weichtheile der Hand find nicht sichtbar. Physiker und Photographen werden von dieser großartigen Entdeckung lernen und Vortheil ziehen, die weiteste Perspective eröffnet dieselbe jedoch für die Med ein. Die Diagnose von Knochenverletzungen und Knochenerkrank- ungen, die jetzt eine recht schwierige, oft fast unmögliche ch, würde mit Zuhilfenahme der neuen Lichtstrahlen ohne Weiteres mit den Augen zu erkennen sein. Auch dieser neue Erfolg der Wissenschaft ist ein Beweis dafür, daß der menschlichen Erkenntniß Grenzen anscheinend nicht gezogen sind. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten (Karl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 10. Januar. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weimar, Eapt. C. Steencken, vom Norddeutschen Lloyd in Bremer», ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten tv Newyork angekommen. Bremen, 11. Januar. sPer transatlantischen Telegraph.« Der Postdampfer München, Eapt. A. v. Eöllen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 9 Uhr Vormittags wohlbehaltca in Baltimore angekommen. Briefkasten. Nach B........m. Wenden Sie sich an die Postanstalt Ihre« Bezirk«. Der „Anzeiger" geht hier regelmäßig zur Post. Red. UirchUche Anzeigen der evang.Geineinde. Montag, den 13. Januar, Abends 8 Uhr, Bibelst««vs tm Confirmarrdensaal der Johannesktrche: 1. Brief an die Corinther, Kapitel 6. Pfarrer Dingeldey _ Am Sonntag, den 19. Januar, Vormittag« 9«/- Uhr, in beiden Kirchen Dank- ««d Bittgottesdienst zur 25 jährigen Gedächtniß- feier der Errichtung des deutschen Reiches.________________ Verkehr, Land, «nd Volk»wirthschaft Uvstatzerck, 11. Januar. Fruchtpreise. Weizm X 00,00. Korn X 14,80, Ge,ste X 12,50, Hafer ^^2, Erbsen >* 0?£0 Lwsm X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0 00, Samen X 00,00. Verwirklichung, ‘U ’S schmutzigen, dumpfen Ecken im Haufe und nur tadellos reine Wäfche dm ch den Gebrauch von »Lahns Wosch Extract^ D. R. P. 82 424 h»t. 138 312] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Cabinet, per 1. Februar zu oermiethen. ___________ MänSdnr- 7, 1 137] Zwei ineinanderg. möbl Zimmer im mittleren Stock zu ve-m e'b.n. L. Petri l. Wwe., Steuenweg 39 35] Ein gut möblirteß Zimmer zu oermiethen. Bahnhofstratze 15, 2 Tr. 5n8] Ein schön möbl. Zimmer im ersten Stock w rerm. Sonuensteatze 25. 475] Zwei schön möblirte Zimmer an ruhigen Herrn alsbald zu oermiethen. ________Näheres Atieestratze 19, I 490] Anständige Arbeiter können Kost und Logis erhalten «anrleiderg 5 492] Kleines möblirteS Zimmer mit Kost zu oermiethen. Lirrdenplatz 7. 448] Freuvdl. möbl. Zimmer zu ver miethen.________Liebigstratze 65, n. 187] Großer gewölbter Keller per 1. April ds. Js. zu vermiethen. Näheres Exped. d. Bl. unter Nc. 187. Vermischte Anzeigen Wohnung mit 7 Zimmern per 1. oder 15. April gesucht. Offert, au Dr. Güugerich, Erster Staats- anwalt, Bohnhosstr. 44, erbeten, m junge, anständige Herren such-n baldigst ein freu: bl- möbl. Zimmer mit zwei Betten. Gest. Off. erb. sub. A. B. 25 an die Exved b- Bl. <71 Gesucht Z elegant möblirres Zimmer mit Schlafcabinet. Off rten mit VreiS- aopaoe «tetzeu postzag» Dr. M. 81» 487] Vermittle Villa, Mühlen Kauf- u. Pachtgüter. Jung, Darmstadt, Wendelstr. 40. Hypotheken-Kapital g in Höhe von Mk. 35 OOO und Mk. 1OOOO gesucht. Näheres durch Adolf Bieler, Weüanlage 44^ 2»e jtt. 1 mit Rücksicht auf 7* 2 Uhr daselbst stattfindei-den Festcommers Karten ausgegeben werden sollen, den zu erwartenden Zudrang stisctql lediglich nach der Reihenfolge welche demnächst auf Namen lautend Pie tronfrnirB KmterblikbMn 498 495 Giessen, im Januar 1896. 1887 488 Director. 486s Ein junges «Ldche« tagsüber gesucht Everstratze7, IL dto. unf. b. 1906 191.40 4% Franks ßaiww. 6rtb. Vk. Danust. 8BL»Äcttta 298», Brtrf Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10 106 60 103-00 Nr Intn Mit 86.» 102 70 26.40 88.90 31.» 102 6t IC 2.0t 101.60 20 Franken-Sr. Lagt. Sovereigns Dollars t» «old »/- Mericoucr 4°/0 Monopol-Grieche» on Die Beerdigung findet Dienstag den 14. Januar, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Hammftraße Nr. 12, aus statt. Brief 16.21 2 .42 ®«u 8106 168 66 4.14 1 tri in 6f tri Ehsabethe Harnickel Christian Schopbach Verlobte. Unter linteiHgtn 1 Ikiig« wir «lnionstchl ***** bt tchchmtli & Dienstag den 14. Januar, Abends 8 Uhr, Probe im Real- gymnafium. Da der Verein nächsten Sonntag bei dem Feftgottesdienst mitwirken soll, wird volfiäbliaeS Erscheinen erwartet. 497 dntromAi 0i. NN*4n* «Je btt 3.9h dn Tai btr 8* Ein Laufmädchen gesucht. Schiffenbergerweg 16,1. 1« *1^ tu* tittä f£*wrln( Ara« sucht versofort Zwei- Ztmmerwobnung mit Küche. Off. mit PretSang unter V. des die Exped d. Bl. ft trt £>u Heute verschied nach langem, schweren Lewen unser mnrgst geliebter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Wilhelm Ockel, Octroi-Erheber i. P., was wir hiermit Freunden und Bekannten tiefbetrübt mittheilen. Gießen, den 11. Januar 1896. Person, hei btt sür (» die üuitttti Lispruch» sich M Be Laivaitmig >h Antrag ob bem L Arukrnkasse lijaH zu bea Antrag lRrgmneif eichten 1 • gutach Achemgran 81/,0/, Deutsche Reich Str«!. So/, Preuß. EovsolS 30/,0/r «t. Hessisch« Obl. 40/, Stadt Darmffadl v. 1891. 4^/, r WormS unt b. 1901 B7o Oesterr. StaatsbTh» n. 1835 8°/s Jtal. staatsgar. Etseub. Feier der 25. Wiederkehr des Jahrestages der Wiederaufrilhlung des Deutschen Deiches. Im Anschluß an unseren Aufruf theilen wir hierdurch mit, daß für den Zutritt zu dem am Sonntag den 19. d. M., Nachmittags 4 Uhr. in Steins Saalbau stattfindenden Festact, ebenso wie zu dem Abends 101.(0 3'/. 0/oPrcuß Hyp A.Br.u»kH.IS0b 101.60 4eit ui, RrllUllßein-SkrgVkrk Mehrere Arbeiter im Alter von 18 bis 28 Jahren finden dauernde Beschäftigung, Anmeldungen auf dem Haupt - Büreau, Vormittags von 11 bis 12 Uhr. Mitzubringen: Quittungskarte zur Jnvaliditäts-Verfiche- rung und AbgangSzeuzniß des letzten Arbeitgebers. S. Fascoe, 89 85 1 4o/o Eisend. Renlcnü. DH. 52.201 5 «/o Buderus Obl. 101.00 3V^/oHambrgr Hyp.BtumtH.1906 der Anmeldung zur Ausfertigung gelangen. Anmeldungen dafür werden — getrennt nach Festact und Festcommers — mündlich oder schriftlich Dienstags den 14. d. M., von Vormittags 9 Uhr ab, aus dem Zimmer Rr. 15 der Bürgermeisterei erbeten. Ebenda sind vollständige Programme mit dem Text aller Gesänge zum Preis von 25 Pfg. erhältlich. Gießen, den 13. Januar 1896. Der Festausschuß: Gnauth. 81/ee/i Frankfurter Hop. Bk. 3Vi°/a Krks. Hyp. ttreb. B. '488] Ein verh. Mann, 30 Jahre alt, finberl, sucht btS zum >5. Februar Stelle als Burea«dte«er, Hauswart oder dgl- Selbiger ist im Lesen und Schreiben gut bewandert. Näheres in der Expedition b- Bl. 4941 MüdLerr suchen Stellen auf gleich und später durch Frau Teyviae, Bahnhofstraße 43. Reingehaltene Exemplare von Nr. 2 und 3 des „Gießener Anzeiger" werden in der Expedition desselben, Schulstr. 7, zurückgekauft. r Mk. 300 ,Ä»u : ♦ können Personen sich durch Auü- ♦ < nukung ihrer freien Zeit verdienen. ♦ ♦ Offerten uni. ^SrebenverdteGst' ♦ ♦ an Studots Muffe Eäln (484 > Conrsbericht eea J.Kurx «&. Giessen, KahllhosKlaht 63. Frankfurter SßTf? vvm 11. Januar 1886. 163 601 Oesterr. Eredtt-Lcttev »etdsorte« Akademische Vorträge. Dienstag, den 14. d. Mts., präcis 8 ühr Abends: Privatdocent Dr. Collin: Gottfried Keiler. Eintrittekarten sind in der Ferber’schen Buchhandlung, Studenten- 351 karten auch beim Universitäts-Hausmeister zu haben. OberhtWe GkscUslhall für Ulltur- Md SrilkMlik. Oeueral-Versammlung: Dienstag den 14. Januar 1896, 6 Uhr, in der kleinen Aula der Universität. 1) Vortrag Herr Dr. med. Koppe: Ueber Bildung der Salzsäur im Magen. 476 2) Vorstands» ibl. Rechnungsablage für 1895. G^ckästlickes. Handarbkltgllntkrricht ertdeilt eine geprüfte Lehrerin. Besonders für Kinder. Pr. mtl. Mk. 1.50. Näheres bei der Exped. d. Bl. 473 Damen und Herren in befferen Kreisen put eingeführt, finden lohnende« Redenverdienst durch den De-kauf unfcriT Davaenkleiderstoffe bess.Äenreß nach reichb-Muftercollectionen. Barth & Hercher, Gera Reust. Z stleiderstoff-Versandlgeschäst 1 Ranges. Gin lüchtiger Hotzdreher, der auch im Messingbreben bewandert ist, findet dauernde BeschSdigung. 496_______Hch. Schaffstaedt. 5041 HauSdvrsche gesucht, welcher auch mit Pferd umgehen kann RahrnngSderg S. Naüonalliberaler Verein. Wegen der zahlreichen in dieser Woche stattfindenden festlichen Ber- anstaltungen wird die diesmalige Monatsoersammlung ausfallen. 500 General-Versammlung der Kießener Mndvieh - Affecuranz Donnerstag den 16. Januar, Abends 8 Ahr, in der Restauration Sauer (vormals Spiest)^ Tagesordnung: 1) Prüfung der Taxation für's 1. Quartal 1896. 2) Häuteöersteigerung. 3) Vorlage der Rechnung für 1895 durch den Kaffen Controleur. 509 Der Vorstand. 4S9 Sämmtliche Artikel für die Bälle und Maskeraden. Seidene Ball-Echarpes. I Caurfe vom 11./1. | 4./1. e M E «rse oom ll./l.| 4./1. a Eourfe ooai H./l.l 4./1. tfourfe vom 11/1- 4./1. IX tfoorfc oom 11/1. 4./1. = in «aerft oom 11/1 I 4-/1- Slentepapifrr. reatfch«. 5 4 Rum. am. Rte. Ruff. Obl. v. 80 100.50 101.10 100.30 101.30 4 4 Lissabon. . . . Rom II—VIII 70.20 85.10 70.— 86.- 4 3 Prag-Dux 1891 Raab-Oed.v.91 100.75 80.30 80.- 4 4 Pr.H.-Act.alte Pr.H.-Act.neue 101.60 105.10 101.60 105.10 do.Sudb.(Lbi. Oest.Rdw. toZ. 86.25 86.7» 235.— 4 8% D. Reichs-Anl. do....... 105.70 104.70 105.70 104.95 3 »7, Schweb. Obl. . do....... 96.50 101.10 96.20 100.80 47- Buenos - Aires v. 1888 . . . 76.— 76.20 4 3 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. 103.40 52.40 103.10 58.— 37, 4 do...... . Goth.unk. 1903 101.50 104.30 101.— 104.30 Gotthardbahn. Schwz. Eentral 167.10 129.30 167.90 130.— B 4 »7, 1 4 4 y/, •7, do...... Preuß.Consols do....... do....... Bad. St.-Obl. d. 1886. . . Bayr. St-Obl. do. Eisb.-Obl. Brem.St.-Anl. v.1892 . . . 99.35 105.55 104.70 99.55 105.25 106.35 104.40 102.80 99.80 105.70 104.90 99.85 105.50 106.30 104.55 102.20 5 5 4 5 1 1 4 4 47, Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. do.conv.Oit.6. do. LitD. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.-Rte. do.E.B.Gold v. 1889 . . . 61.— 96.40 103.15 99.10 105.— 68.90 68.90 91.45 19.7t 19.40 103.60 98.90 105.- 37, 37, »' , 37, 4 Sindtohrl.Aii. do. S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birft. Grfl. S.-Laub. Eiskild.'Drinit. Deutsche. Heff. Ludw. v. 1868/69 . . 100.70 93.10 100.70 100.5 t 100.— 92.85 100.— 101.90 3 4 5 4 4 5 <7, 47, 3 Lworneser. . . SicU. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan: Uralsk Anatolische B. Portug. d. 86 . do. v. 1889 . . Salon.-Mon. . Ifirtlrritfr. 54.85 83.30 89.80 101.40 100.50 89.50 65.20 36.75 57 — 54.90 83.55 90.— 101.60 100.50 87.50 65.50 37.50 54- 5 4 liierff «bl. Buderus E. W. Eisenb. Rtenbk. |anh-3rtifi. DtscheReichsbk. Frankftr. Bans Berl.Hdlsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank 102.— 102.50 160.— 173.40 148.— 154.40 184.50 101.55 102.50 160.60 171.50 149.80 156.05 189.50 4 5 »7, Echwz. Nordost Jtl. Mittelmeer Pr.Henri (Lxb.) Ifqieil. Iiift m Orocentm. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-Mindew Th. 100 124 — 143.80 155.45 117.50 137.80 125.5s 87 9s 144.4s 155.7s 123.— 138.3s »7, 4 »7, Hamb.St. Rte. v. 1893 . . . Hess. St. Obl. do....... 103.— 105.50 103.95 103.— 106.25 104.15 5 47, b'/r 4 Arg. um. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeunif. 57- 47.— 104.- 103.70 57.60 47.— 104.— 104.— 4 1 37, 47, bo.o.1874 . . do. v. 1875/78 do....... Homburger I. . 101.75 101.95 101.60 101.50 101.60 101.80 101.70 101.50 4 4 37, D.Grndschuld- bank V-VJ do. I-ff do....... 104.90 101.20 101.40 104.90 101.20 101 40 Disct. - Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oefi.Crd.'Anst. 205.10 154.90 108.90 300.50 207.10 159.70 111.40 303.— 3 5 3 Madrid .... «em. Th. 100 Oesterr. v. 1860 Oldcnb. Th. 40 40.35 137 — 127.80 131.90 40.2s 136.55 128.95 131.75 i 4 6 «uilÄnblfdx. Griech.E. B. v 1890 .... do. Mon -Anl. 3toi. Rte. St. 1000—4000 31.20 83.80 85.20 6 5 3 37, Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . Stöh-ibi. Franks, v. 1893 89.90 82.— 25.20 101.80 91.25 83.70 25.45 102.35 4 4 4 4 Pflllzer Rordb. Ausländisch«. Elisab.-B. stfr. Kaschau Oderb. v. 1891 . . . Lombardische . 104.— 103.05 101.55 104.10 102.85 101.50 4 37, 4 4 37, Fkf.Hyp-Bk.IIV do....... do. Hyp.-Cred. do. 1905 unk. 6 27 ... S 28 . . . 103.80 101.— 101.40 105.20 101.- 103.80 101.— 101.50 105.20 101.— libnUrif'^riitn Rordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dorlm. Union. Gelsenk. Brgw. 102.— 419.— 148.30 42.30 172.50 102.50 426.- 152.50 55.50 173.21 27, 3 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 liiniiiLfuft ctr Stück la «k. Ansbacher fl. 7 Augsburg. , 7 81.50 33.35 45.— 25.95 93.95 32.80 45.4s 25.9s 8 4 do....... Oest. Gold Rte. 49.70 103.45 50.80 102.85 37, 37, Lärmst. 88, 94 Gießen .... 10L20 101.40 3 5 Lombardische . Oest. Staatsb. 72.— 116.— 71.95 116.30 ♦7, 4 Ldw.Cred.-Bk. Öamburg.Hyp. 103.05 100.65 103.05 100.70 Harpen. Brgw. Ler. Königs- u. 168.30 170.40 Brschw.Thlr20 Finnland. „ 10 107.20 58.10 105.7s 4'/. 8 ♦V, i Oest.Eilb.-Rte. Oesterr.Localb. verstaatl. Port. St. Anl. do....... 85.70 81.30 40.20 25 60 85.15 81.60 40.05 CO CO CO Mainz..... Offenb. d. 1892 Wiesb. , 1887 Worms.... Worms .... 101.50 104.- 102.50 105.50 101.10 101.50 104.— 102.5t 105.51 100 40 4 3 3 3 3 do....... do.I.-VIII.Em. do. IX. Em. . do. v. 1885 . . do. Erg.-Retz. 103.95 93.30 90.70 89.85 91.20 103.95 92.35 90.50 89.8t 90.80 4 37, 4 l 37, do.unk. b. 1900 do....... Mein. Hyp. alte do. neue do...... 103.50 100 — 100.25 104.50 101.30 103.50 100.30 100.— 104 — 101.10 Laura . . . EjsfAb..)ktie». Heff.Ludwigsb. Csac.: Agram . Oest. Staatsb 143.80 121.20 223.50 303.— 146.50 119.75 220.75 307.50 Freiburg, fs. 15 MaULnder, 10 Meininger fi. 7 Pappenh. „ 7 Venediger L. 30 28.— 13.20 23.65 25.50 24.— 28.2s 13.60 23.90 25.50