b« 3.D6[|(n., a*K um ‘ ■ Wellie 5 testest» Nichts. lr ^kstagguug ^ckengellute; «ÄS M Wstigs 'N- MW bet n Steins Gailen, $ em. an dies« [e auch durch 3t 1 verh rrlichei, uni r Freude Äusdrui ganzen MZllch at an der großen tzr kes, Vorstand bei i-Dr. Behaghel! rein» Süngtrkranz srdr. v. Gageru aufmann Theodoi dermeister Herbert ftaedt; Hchraiter riegerverems; Land Louis Petri III. Bfdf; Landgericht» )erft und Negiment» . Lchafcr; ?ach gner, Vorstand da Wolfs. ___ aal. 96: «eä ),W W« , Herrn & Kraußt 1U Meisterin (®iw») stipKarsch oon SRaAö intree 40 W- MckH r 1896’ cert Te»ettiFti ■ des Herrn Pr°> „ - 2. Terse® of vifllin-Son k eil»* 7 3) D* unt8 R«DDeJ; Aaoböti* 8irf!* i cspeH» SÄ •>**» *«K i°E er drei 3 «^„hLile^ fd Qeugniffe O ägw’»** agen"^-—1— ass5 - :><»>* ftt. 10 Der -tegrrrer Anzeiger erscheint täglich, adt Ausnahme de» Montag». Die Gießmer Mck«ttte«AtLl1er »erden dem Anzeiger wöchattlich dreimal beigelegt. Zweites Blatt. Sonntag dm 12. Zanuar Kießmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 1S96 vierteljähriger , AbannementspretO» 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Acdaction, (Sfpebittst und Druckerei: Schutstratze Ar.A. Fernsprecher 51. Zlints- und Anzeigel'lertt für den "Kreis Gieren. Hratisöeitage: chießener Kamitienökätter Rnuahmr von Anzeigen zu der Nachmittag» für de« folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslände» nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Millionen unserer Zeitgenossen kennen Pestalozzi nicht I einmal dem Namen nach und daS ist verzeihlich; Millionen anderer haben seinen Namen gehört, wissen aber nicht, um was eö sich handelt, das ist nicht verzethlick, sie sollten sein Buch, da» schönste aller Volksbücher: „Lienhard und Gertrud gelesen haben; viele Tausend andere glauben Pestalozzi zu kennen, sie täuschen sich aber; wer Pestalozzi kennen will, muß wenigstens seine Hauptschriften, auch seine socialpolitischeu, gelesen Haven, einige Tausende auS dem Lehrerstande kennen Pestalozzi genauer, haben seine Schriften studtrt und suchen in seinem Geiste zu wirken und das von rechtSwegen. Eine große Menge derer, die Pestalozzi dem Namen nach kennen, glauben, sie hätten es bloß mit einem berühmten „Schulmeister" zu thuv, der in seiner Zeit einige Verbesser- ungeu im Unterricht in der Volksschule herbeigeführt habe und desien Methode noch jetzt von den Lehrern nachgeahmt werde. Sie haben nicht so ganz Unrecht. Pestalozzi refor- mirte den Unterricht und die Unterrichtsmethode der Volks, schule; er machte sich dieses Problem zur Lebensaufgabe, weihte demselben Gut und Blut und arbeitete noch in seinen 80. Lebensjahre, bis zum letzten Athemzuge daran. Dennoch aber war ihm diese ganze heiße Arbeit eines langen Lebens nur Mittel zu dem einzigen Zweck: die Menschen von unten herauf, aus den niedersten Stnfen her durch Unterricht zu versittlichen, sie aus dem Banne grenzenloser Unwisienheit zu erlösen und zu freien, selbstständigen, allezeit ihre Lebenslage beherrschenden Gliedern der menschlichen Gesellschaft zu erheben. Daß hiernach Pestalozzi ebenso sehr Socialpolitiker wie Pädagoge war, tst ganz selbstverständlich. Die Soctaltsten betrachten ihn als einen Vorläufer ihrer Bestrebung'«; dieS tst insoweit richtig, als die Anschauungen Pestalozzi» über das allgemeine Dolkselend sich theilwetse mit denjenigen deS heutigen GocialtSmuS decken, aber das ganze geistige und leibliche Ringen, der Heroismus in seinen Anstrengungen das niedere Volk zu retten, wurzelte in dem unverfieglichen Quell reinster Menschenliebe, von welch-r sein Herz über und überquoll; wenn er auch die socialen Mißstände seiner Zeit und seines Volke» unerschrocken aufdeckte und an daS Gewiffen der Reichen und Großen appellirte, fo lag ihm dabei nichts ferner al» die politische Demagogie, wovon der heutige Socta- lismu» so stack durchtränkt ist. „Welchcs find die Grundursachen deS VolkSeleni^und auf welche Weise kann eS beseitigt werden"? Diese Fragen, von welchen heute alle gesellschaftlichen Verbände bewegt werben und von deren mehr oder weniger glückttchen Lösung der Fortbestand der heutigen Culturstaoten abhävgt, sie waren eS, welche Pestalozzis ganzes Denken und Fühlen in Anspruch genommen hatten. Aus dieser tiefen Sehnsucht, daS häßliche Elend deS niederen Volkes zu beseitigen, faßte er den heroischen Entschluß, „Schulmeister" zu werden. Nicht darum wac es ihm zu thun, ein berühmter Lehrer zu werden, denn das wußte er bet all feiner kindlichen Naivität, daß auf diesem Felde keine Lorbeeren zu pflücken waren, Joh. Heinrich Pestalozzi, geb. am 12. Januar 1746, gestorben den 17. Hornung 1827. Retter der Armen auf Neuhof; Prediger des Volks in Lienhard und Gertrud; zu Stanz Vater der Waisen; zu Bargdorf und Münchenbuchsee Gründer der neuen Volksschule; in Jfftrten Erzieher der Menschheit. Mensch, Christ, Bürger. Alles sür Andere, für fich nichts! Friede seiner Asche! Unser« Vater Pestalozzi, der dankbare Aargau. So lautet die Jaschrift auf dem Denkmal an der westliche« Giebelseite des Schulhauses zu Btrr im Cantou Aargau, unter dem Pestalozzi den süßen Frieden gefunden, den ihm die Welt nicht bieten konnte. Wie wenige von den nach Tausenden zählenden Sommer« frtfchlern, die nur au-Mode alljährlich in die Schweiz ziehen, wissen, daß in einem Winkel zwischen Aarau und Brugg, »ahe dem Ufer der Reuß die Asche eines Mannes rudt, der für das Wohl der Mit« und Nachwelt mehr geleistet hat, t(6 Mancher, der eine Krone getragen, Provinzen regiert, Armeen commandtrt oder Millionen an Gold und Silber »ufgehäuft, Städte, Straßen, Canäle und Brücken erbaut »der auch durch große Erfindungen und Entdeckungen sich ausgezeichnet hat. Denn eine« bleibt doch ewig unter den Zielen höchstes der Menschheit im Vordergründe stehen und da» ist: die Erziehung unseres Geschlechts zu freien, sittlichen, selbstbewußten, erkennenden Wesen, oder mit anderen Worten: die Abstreifung der thierischen Seite innerhalb der Menschenuotur und Veredlung dieser zu einem rein sittlichen Wesen, dessen Wollen nur allein auf daS Wahre, Schöne und tonte gerichtet ist. Denn was nützen alle Vervollkommnungen der Technik, all der glänzende Comfort, alle Fortschritte in Wifienschaft und Kunst, wenn bei der großen Masie die thierische Natur fortwährend bet den geringsten Anlässen in ihrer ganzen Nacktheit an den Tag tritt; waS wollen alle HumanitätS- destrebungen sagen, gegenüber der Thatsache, daß der Krieg mit all seinen Greueln noch immer al» ein heiliges Recht angesehen tst; wer mag von Bildung reden, wenn man daran denkt, daß vier Fünftel unseres Volkes nach ihrem Austritt aus der Schule in ihrem ganzen Leben, wenn eS nicht gerade daS Gesangbuch ist, nie mehr ein Buch in die Hand oe- kommen, eS sei denn eine Brandschrift, die ihnen zum Fenster hineingeworfen wird. Unter der verhältnißmäßtg kleinen Zahl edler Geister, die seit dem Beginn der menschlichen Culiur, aber zerstreut über den ganzen Erdball und unter allen Völkern der alten wie in der neuen Zeit gleichem nur wie Meteore ausschossen, fich der Veredlung des menschlichen Wesen», insonderheit der niedersten, ärmsten und zurückgebliebensten Theile der jeweiligen menschlichen Gesellschaft, weihten, nimmt Pestalozzi einen hervorragenden Rang ein. FeuiUrton. Wochrndrirfe aua der Residenz. (Originalbericht deS „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 9. Januar. Aarneval. — Sportfest. — Vom Hofe. — Allerlei. Mit dem 11. Januar wird seine närrische Hoheit der Prinz Carueval seinen feierlichen Einzug in die närrische Haupt- und Residenzstadt Darmstadt halten. Von den zwei Vereinen, die carnevaltstisches Leben in Darmstadt pflegen, hat diesmal die große Carnevalsgesellschaft von Veranstalt« ungen abgesehen, um der „Na rrhalla", die in diesem Jahre ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, vollen Spielraum zu lasten. Der städttsche Saalbau wird wiederum der Schauplatz der närrischen Thateu sein. Geplant sind mehrere Damen- und H-rrensttzuugen, dann eine Sitzung ausschließlich für das -stärkere" Geschlecht, ein großer Maskenball und — last iot least — ein mächtiger Carnevalszug am Faschings- die«»tag mit darauffolgender Kappensahct am Aschermittwoch. Seit Jahren hat man keinen großen Zug mehr veranstaltet, »nd so rüsten fich denn alle närrischen Kreise, um diesmal »it ganz besonderen Leistungen hervorzutreten. Eifrig wird bereits berathen und geheiwnißvoll werden Vorbereitungen getroffen. Auch die Studentenschaft ist zur Betheiliguog utfgesordert und hat ihre Mitwirkung zugesagt. Rur über He Person des Prinzen Carneval will noch nicht» verlauten unb wir können nickt verrathen, ob fich schon ein Bewerber für dieses hohe Ehrenamt gefunden hat oder ob das närrische Comite noch auf der Suche ist. Schließlich darf die Local- poffs nicht vergessen werden, deren Aufführung man plant. Wie verlautet, sind auf das närrische Preisausschreiben hin drei Arbeiten ringeretcht worden, von denen zwei in die engere Concurrenz gekommen find. Wem der hohe auSgesetzie Preis von „111 Mark 11 Pfg. iu Gold" zu Thcil werden wird, ist nun die große Frage, deren Beantwortung die nächsten Wochen bringen müffcu. Eine für Darmstadt neue caruevalistische Veranstaltung bietet die Direction deS Orpheums ihren Besuchern. Es sollen nämlich von nun an nach Schluß der MtttwochSvorftellungen große Redouteu ab- gehalteu werden, wie sie in anderen großen Städten mit großer Studentenzahl auch stattfinoen. Da an derartigen Vergnügungen hier kein Ueberfluß besteht, dürste daS neue Unternehmen großen Zuspruch finden. Ein eigenartiges Sport »fest steht uns auch für die nächste Zeit bevor. Dem hiefigen Schlittschuhclub ist nämlich von cem Verband der deutschen Eislaufvereine die Abhaltung des großen Berban d swettlaufens für Kunst- und Schnelllaufen übertragen worden. ES waren auch schon bestimmte Termine angesetzt, doch seither hat die Witterung jedesmal den Plan zu Waffer werden lassen, im eigentlichen Sinn des Wortes. Da von auswärts auf starke Betheiliguvg gerechnet wird, namentlich von Seiten hervorragender Kunstläufer, so darf man d^m F.ste mit großem Interesse ent« gegensehen. Reben drm Schlittschuhclub ist auch der EiSbahu- verein eifrig thätig. Die Bahnen find alle hergeftellt und nun hofft namentlich die liebe Jugend auf lange Andauer deS eingetretenen FrostwetterS. obwohl er auch nie nach solchen trachtete; Wohlthäter, Retter der Armen, durch Bildung und Wissen, die eine Umwandlung der gesellschaftlichen Mißverhältnisse zur Folge haben müßten, daS wollte er sein und so wurde der Social- reformer zum Lehrer Europas. Noch am Abend seines Leben» schrieb er in einet seiner kleineren Schriften: „An dar niederste Volk in Hel- netten!" Ich habe dein Zurückstehen, ich habe dein ttele», dein tiefstes Zurückstehen gesehen und mich deiner erbarmt. Liebes Volk, ich will dir aufhelfen. Ich W keine Kunst, ich kenne keine Wissenschaft, und ich bin in dieser Welt mcht», gar nichts; aber ich kenne dich u:>d gebe dir mich, ich gebe dir, was ich durch die ganze Mühseligkeit meine» Leben» nur für dich zu ergründen im Stande war." Wer Pestalozzi bloß durch die Brille de» Pädagogen betrachtet, der erfaßt ihu nur halb, sein Streben ging nicht auf in der Entwickelung und Ausbildung des Kinde», fein Ziel lag viel weiter: die Besserung der gesellschaftlichen Zustände durch Erziehung und Unterricht war daö Ideal seines Lebens, der treibende Motor in seiner warmen Brust. Diesem Bedürfniß seines Herzens dienen denn auch mehrere seiner vornehmsten Schriften. Zunächst „Lienhard und Gertrud", ein Werk, das in der ganzen deutschen Volksbücherliteratur nicht seines Gleichen hat; in höherem Grade noch aber: „Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwickelung des Menschengeschlechts". Diese-, vielleicht daS bedeutendste Werk Pestalozzis, blieb längere Zeit ungewürdigt und unverstanden. Das war natürlich, mau begriff nicht die Erhabenheit, die Prftalozzi darin seinem Geschlechte beilegte und begriff nicht den weiten Weg, den letztere» von seinem Ziele trennte und noch weniger die Mittel, durch welche die menschliche Natur jenen entgegen- gef hrt werden sollte. Heute ist diese» Buch kein Rächsel mehr, das Verständniß desselben mußte erfolgen in einer Zeit, die von den nämlichen Ideen bewegt wird, die auch ihm zu Grunde liegen. Was Pestalozzi in diesem Werke behandelt, ist nichts anderes, als das große Problem unserer Tage: die sociale Frage. Pestalozzi geht darin von einem Naturftande der Menschheit au», preist diesen aber nicht, wie der französische Erzieher Rousseau, als den Stand der Unschuld, zu dem man zurückkehren müsse, sondern er erkennt in dem sog. Urmenschen nichts anderes als ein Raubthier. „ES ist nicht wahr", sagt Pestalozzi, „daß der Urmensch friedlich lebte auf Erden; eS ist nicht wahr, daß er die Erde ohne Gewalt, ohne Unrecht und ohne Blut vertheilt hat; eS ist nicht wahr, daß der Ursprung des Mein und Dein in einem Gefühle der Billigkeit und deS Rechts zu suchen ist. DaS ist viel mehr wahr, daß er (der Urmensch) „triefte von dem Blute seine» Geschlechts. Er schützte seine Höhle wie ein Tiger und tödtete sein eigen Geschlecht; er sprach die Grenzen oet Erde als sein an; er ihat unter der Sonne, wa» er wollte. Er kannte kein Recht und kannte keinen Herrn, sein Wille Bei Hofe hat eine leichte Erkältung des Großherzogs die Verschiebung de» sür den 8. geplanten Hofballes auf den 15. dS. nöthig gemacht. In der Gesellschaft wird eifrigst getanzt, die Ballveranstaltungen folgen fich in großer Zahl in Verein»- wie in Privatkreisen. Im Hoftheater hat die abgelaufene Woche nicht» Neues von besonderer Bedeutung gebracht, doch hat die Wiederholung von Smetana» „Dalibor" am letzten Sonntag bewiesen, daß die Aufführung dieses Werkes in der That da! bemerkenswerthefte mufikalische „Ereigniß" der Saison gewesen ist. Noch stürmischer wie bei der Prem-öre erbrausten die Beifallstürme und die Bewunderung de» gesammten Publikums für da» grandiose Werk war ungctheilt. Die beliebte „Puppenfee" brachte derselbe Abend in neuer In- scenirung. Da» reizende Ballet ist hier so beliebt, daß e» auch in dem neuen Gewände, trotzdem eS nun schon etwa 30aial erschienen ist, einen lebhaften Erfolg errang. Die nächste bemerkenSwerthe Vorstellung wird nun die Aufführung der „Räuber" am SamStag sein, da damit der Anfang mit den geplanten „Volttvorstellungen" gemacht werden soll. Bewährt sich diese» neue Unternehmen, so wird nach einige« Wochen LesfingS „Nathan der Weise" folgen und daun gedenkt man auch eine klassische Oper, wahrscheinlich Beet- Hovens „Fidelio" zu geben. Die Preise der Plätze find ganz außerordentlich ermäßigt. Fremdenloge, der theuerste Platz, kostet nur 2 Mark und die zweite Gallerte 30 Pfennige. Damit ist auch de« Unbemittelte« Gelegenheit zum Theater- besuch gebste«. war sein eigenes Gesetz und von der Sknde fragt er der 113 Hi Bankgeschäft S. Klein «laa GIESSEN Marktete*. 4. roi Te Freitag, ^chviitte «eiten III. "N Adler tobe Dtr^i ^Pfnde, «inet 9U J laft ne wto Pi Pestalozzi", darum sei auch heute an seinem 150. Geburtstage sein Name hoch gepriesen! Mitttvi L 3, Lo <«fnngeni der Stabt S stritten Toi nachomeichn lich tätigt 39 Eichen 34,36 2 Luche 2,61 3 Kirsch 2,03 34 M 48,51 2 Buch iamn 88 M famr 105 Nadi famn 128 rm 5 26 rm 6 2 rm Ä 39 rm E 18 rm 9i 4200 Wellk 1760 Welle 6850 Welle 43 rm L 30 rm k 14 rm N, Stammel brr Dann. unkt 1 »chm 3l( befinden. löenbor öfirger „Die gesellschaftliche Macht beruht auf dem Besitz. Der- selbe hatte ursprünglich nur den Zweck, dem Menschen die ihm nöthige Besriedigung in seinen nächsten Verhältnissen zu gewähren. In der Hand des von seiner thierischen Begierde geleiteten Menschen aber, der daS Recht de- Erwerbs weit über seinen eigentlichen Zweck au-dehnte, ist er „PandorenS Büchse" geworden, aus der alle Uebel der Erde entspringen." „Je größer ein Besitzstand ist, desto mehr ist er auch mit den Anrechten derer belastet, die zu seinem Erwerbe mit Hand angelegt haben. Sein Dasein kann darum nur soweit in dem Kvrcke der gesellschaftlichen Bereinigung begründet sein, a!S die daran theilhabenden Mitnutznießer in ihren Rechten gesichert find, sodaß dieselben sich in der Lage befinden, sich einen befriedigenden Ersatz ihrer Naturrechte zu verschaffen (eine menschenwürdige Existenz zu führen)". „Wenn ich aber frage: Kennt die Welt diesen Grundsatz? findet der Mensch, der keinen Theil an der Welt hat, in den bestehenden Einrichtungen der Staaten einen wirklichen Ersatz aller Naturansprüche? Findet er in denselben sichere Bildung und Mittel, sich dieselben verschaffen zu können? Wenn ich daS und dergleichen frage, so kann ich mir nicht verhehlen : daS erleuchtete Jahrhundert kennt diesen Grundsatz nicht." Die Folge dieser socialen Mißstände ist eß, daß daß unterdrückte Geschlecht „unter diesen Umständen allgemein 13. Januar. Ungewarnt ist Napoleon nicht ins Unglück hineingerannt. Sein Militarbevollmächtigter St offel in Berlin war klüger alß sein Name und hat den Kaiser vor dem preußischen Heer und Volk nachdrücklich gewarnt. „Auf der einen Seite eine lebenskräftige, energische, unterrichtete Nation, wie keine andere in Europa, allerdings jeder liebenswürdigen und hochherzigen Eigenschaft bar, aber mit den tüchtigsten Kenntniffen außgestattet, ehrgeizig bis zum Uebermaß, ohne Gcwiffens- scrupel, kühn und seit langer Zeit für daß Militärregiment dressiert. Dazu ein Mann, der 20 Jahre lang alß Pnnz, und 10 Jahre alß Regent und König alle seine Sorgfalt auf die Armee verwendet, und fich auß derselben ein furcht« bareß Instrument geschaffen hat. — Hüten wir uns in Frankreich, zu glauben, daß wir eß mit österreichischen Soldaten zu thun haben werden. Die preußische Armee wird unß mit einer Kraft, mit einer Kühnheit und Kciegßwiffen- schaft entgegentreten, die wir in Italien (1859) nicht gefunden haben. Ob die preußischen Truppen ihre regelrechte Manövrierfähigkeit vor dem feurigen Anstürme unserer Truppen beibehalten werden, weiß ich nicht- gegen die Oest- reicher ist uns der ungeordnete, ungestüme Angriff geglückt, die Sache kann aber ander- ausfallen, wenn wir mit festen Truppen, wie den Preußen, es zu thun haben." So Stoffel in den geheimen Papieren, die in St. Cloud gefunden worden find. Prinz Friedrich Karl, deffen Corps seit dem 8. unter fortwährenden siegreichen Kämpfen die Heere des General- Chanzh auß der Gegend von V-ndome bis auf Le Mans zurückgedrängt, nahm am 12. Nachmittags diese Stadt und wai-.^ren Gegner gleichzeitig aus seinen nordöstlich davon befindlichen Stellungen bei St. Corneille. Große Borrathe wurden in Le Man- erobert. Das feindliche Heer ist im Rückzüge. neidisch, tückisch, diebisch, niederträchtig, untreu und ver- rätherisch wird, daß sein Innerstes sich gegen jede größere gesellschaftliche Kraft und gegen einen jeden Menschen, der in einer gesellschaftlich besseren Lage ist, empört. . . . . Daß Gefühl meiner rechtlosen, unsicheren Lage tödtet alle Grundlagen deß menschlichen Geistes, durch welche die Der- I eblung der Nation allein möglich gemacht wird. Die Geschlechter der Menschen versinken durch bürgerliche Erniedrigung in jedem Staat zur möglichsten Schlechtigkeit herab und erheben fich durch die gesellschaftliche Selbstständigkeit zu jeder bürgerlichen Tugend." Werden jedoch diese Folgen deß Bolkßverderbenß offenbar, „so wirft man immer mehr die Schuld auf Diejenigen, die verdorben worden find und nicht auf Diejenigen, die verdorben haben." „Ueberhaupt ist der Macht eigen, daß sie, obschon nur der Selbstsucht ihr Dasein dankend, fich doch alß beruhend auf einem sittlichen Recht außgtbt. Sie thut hier nicht Anderes, alß waß der Wolf I und der Fach-, wenn fie könnten, auch thun würden, um Schaf und Henne zu einem unbedingten Zutrauen zu bewegen." In diesem Geiste beleuchtete Pestalozzi am Anfang unseres Jahrhunderts die staatlichen und gesellschafc.ichen Zustände seiner Zeit. Wäre es ihm vergönnt gewesen, die heutige deutsche Socialgesetzgebung auch nur im Geiste zu ahnen, er würde sie alß die Morgenröthe einer neuen Zukunft der Menschheit begrüßt haben, zwar nicht einem „Geschenk" an die niederen Volksklaffen, sondern nur alß einem schwachen, aber immerhin doch einem Anfang in der Erkenntniß, »aß die Macht und der Besitz, der Erhaltung und Aufbesserung der Gesammtheit schuldlg sind, würde er seine freudige Huldigung entgegengebracht haben. Wenn nun der Socialißums der Gegenwart auß Pefta< lozziß Schriften Waffen gegen die heutige Gesellschastßord- | nung schmiedet, waß er füglich kann, so sollte er aber doch nicht übersehen, daß Pestalozzi über den Gang der Lösung der socialen Frage sich mit dem Socialißmuß in diametralem Gegensatz befindet. Pestalozzi findet den Grund deß gesell- schriftlichen Elends in dem sittlichen Rückstand der verthierten Moffe, nicht allein in den niederen, sondern theilweise auch in höheren Kreisen, daher bedeutet ihm eine Umgestaltung ter Gesellschaftsordnung, ohne ootaußgegangene Veredlung der Menschennatur so viel wie nichts, denn wenn der Mensch mit all den alten thierischen Gelüsten in eine neue Gesellschaftsordnung, wie der Socialißmuß will, einträte, so würde fich ja das alte Spiel nur wiederholen und kein einziger wäre besser dran als vorher, denn Macht bleibt Macht, ob fie im monarchisch-aristokratischen oder im socialbemoklaiischen Staat ge- oder mißbraucht wird, und wenn der auß dem thirrähnllchen Zustande des Menschen stammende Eigennutz nicht durch eine ideale Erziehung gemildert wird, dann würden auch unter einer neuen Gesellschaftsordnung die Grenzen des BesitzeS zwischen den Individuen fich nur allzu rasch ver- schieden und das alte Elend von Neuem wicderkehren. Darum ist Pestalozzi die sociale Frage eine Frage dec Bildung und Erziedung. Was der Socialißmuß an daß Ende seiner Ziele stellt, das setzt er in den Anfang. Größere Stätigkeit, Ordnung, Wohlstand, Glück und Zufriedenheit tm Staats- und GesellschaftSleben kann nur allein auf dem langsamen und schwierigen Weg der Volksveredlung, durch Bildung des Geistes und Herzens, gewonnen werden. Dies predigt unß heute so laut wie vor hundert Jahren „Baf.r * Crefelb, 9. Januar. In Osterfeld ist laut „Duißb. VolkSztg." ein Bergmann ermordet worden. Im Theater wurden drei Bergleute verhaftet. ♦ Schueidemühl, 9. Januar. Gestern Mittag wurde en einspänniges Künstlerfuhrwerk zwischen Gertrauden Hütte und Kolmar i. B. von einem Personenzug ü b e r f a h r e n. Der Wagen wurde zertrümmert, vier Jnsaffen wurden leicht, einer schwer verwundet. * Die unhandlichen Eierbecher ersetzt E. Smith zu Hertfordshire, England, durch ein ebenso einfache- wie zweckmäßiges Geräth, welches auß nichts anderem wie einem zweischenkligen, zangenartigen Draht besteht, der imScheitel in einer Rrdßro.nbong federnd gebogen ist, sodaß die Schenkel- Enden fietß nach innen gegen einander gedrückt werden. Letztere sind zu kreisförmigen, einander parallelen Ringen von etwa 2Vs cm Durchmesser gebogen, zwischen welche die Enden deß E^ß eingesetzt werden, gegen welches fich die Ringe durch die Elaftieität deß Halters fest andrücken, und daß Ei halten. Die zweckmäßige, hübsche Neuheit dürfte zur allgemeinen Einführung geeignet fein, um so mehr da der Halter auch dazu dienen kann, das zu kochende Ei in daß Wasser frei einzuhängen, und bequem auß demselben heraus- zunehmen. (Mitgethetlt vom Internationalen Putent-Bureau Carl Fr. Re ich eit, Berlin N W. 6.) hiebet 9^8 u ^‘Sci Md- „M DOtb' untttbW Lage N>' neWg t krit M v mr DberUi Ziji W Pfattäll $Wnl -Migkeit r. I. jufeni Sieh Der Krieg von 187O|71, ittäilberl durch Ausschnitte Rande des Daches angebracht, eine Zierde des Hauis. Diese Brüstung hat den Zweck, sämmtliche herabfallende Gegenstände bei Dackrevaraturen oder Naturereignissen ouszufangen, um häufig verkommende Unsiattv fäüe zu vermeiden, sowie das Absperren des Trottoirs^und die damit verbundenen Verkehrsstörungen zu beseitigen. Hint r dies.r Brüstung befindet sich ein Rohr, deffen eines Ende mit: etae»iber Schornsteine in Verbindung gebracht wird, wäbrend das and "Ende am anderen Giebel selbst atS Schornstein endet. Auf diese Weise, werden die sonst den Schornsteinen nutzlos entströmenden h ißen Rauchgase durch diese« Rohr geleitet und erwärmen dasselbe n irr- gemäß derart, daß bet sich gegen die Brüstung schiebende also Ui dem Rohre liegende Schnee schmelzen muß. An der unteren Kante der Brüstungen angebrachte kleine AEnitte ermöglichen da« fließen des Waffers in die vor der Brüstung befindlich e Rinne. Um diese Rohre während der Sommerzeit schonen zu können, wird in dem Rohrende, an der Brüstung sowohl, wie in dem Schornste.n.. je eine Klappe, reip ein Schieber angebracht. Soll diese Schmelz, Vorrichtung in Thätigkeit treten so darf^man nur di-Klappe in dem Rohre schließen und diejenige in dem Schornsteine öffnen Diele Vorrichtung ist höchst einfach, läßt sich b üig h"stellen >nb verdient die Beachtung unternehmender Spengler und Schlaffer, sowie die Aufmerksamkeit der Hausbesitzer.R. D. L. Ztg. A«ee»ö11nnn tm Thurmhau« am Brand, Kunst-AUSSWillUigj geöffnet täglich, mit Aus« nähme des Samstag«, von 11 bis 1 Ubr, am Mittwoch en* noch von 3 bis 5 Uhr. «onntag» während M tBtatnt ««unterbrache« vo« 11 bi# 8 Uhr. — Eintrittspreis für Rtchrmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 2o Vfg. CUaratnr «nd Arrirft» — Aus den KriegSerii'Nerungen eines deutschm Eeeoisizier- veröfsentlicht das in seiner Nr. 14 einen ungemem spannenden Artikel, der eine bisher noch nicht bekannt gewordene Episode aus dem deutsch-srarzösischen Keidzuge, den heimlichen Ankauf eine« Sch ff.s im Auslande und deffen Uebersührung nach der Emsmündung, schildert. Mit Nr. 14 tritt baß Daheim übrigens in ein neues Quartal, in dem ein großer Roman von Fr. Jacobsen „Im Weltwinkel" beginnt, während der Roman „Senior und Junior von H. v. Zobcltitz zu Ende geführt wtrd. Die sehr zahlreich illustrtrte Nummer — in der unß besonders die wundervolle dopp l- feilige Holzichniltriproduclion eim6 Knaus'schen Gemäldes „Ritter- licker Schutz- auffiel - bringt alle fünf Beilagen, welche baß Daheim seinen Lesern zu geben pflegt: »AuS der Z.il — für die Zeil als eine kleine illustrirte Ehronik der TageSereigniffe; den „HaUs- — Seit nun mehr alß 28 Jahren bringt die Firma Ea l R.tter in München ein am'lich geprüftes und begutacht.les waffer auf den Markt, besten allgemeine Vorzüge derart sind, daß wir nicht unte'lasten nollen, unsere oerehrl. Leser im Jntereste einer rationelle« Haarpfle«« hierauf besonder- hiozuweisen. Neben acafonnier Billigkeit (40 Ifg. bezw Mk. 1.10 per Flacon) g<*ie$t dasselbe den Vorzug, ein wirkliches Mittel zu sein, das die Haare nicht nur dauernd gesund, erhält und deren Wachßthum lesördett, sondern auch den Kcpi von allen lästigen Hautübeln gänzlich »eftett Was Wunder, daß dasselbe ganz er mm beg hrt wird und bei Ho« unv Nieder seiner allgemewen Vorzüge wegen gleich beliebt ist. QU laden ist daesilbe stets in jeder »poih.ke mrd Droguerie, sowtt bet den durch Inserate besonders bekannt gegebenen Derkaufstellen. 4» garten* mit seiner praciischen Rathschläge.n für den Blumen fr«wd und Gcmüsezücht.' ; die,Hausmusik"; baß amüsante „Kinderdabei» und endlich daS „Frauendaheim", da? sich wie stets durch seine« reichen, ausschließlich der Thätigkeit der Mutter und Hausfrau gewidmeten Inhalt oortheilhaft auszeichnet. — Eine NeujahrSfreude bereitet die bekannte An«o«eM- Sxpediiioo von ». & Ta«bt A mit da, äl efte 3nfiWrt dieser Branche, allen größeren Inserenten, indem fie ihren soeb» erschienenm großen 3eit«««--»«t«lva,P'0 1896 zum Versandt gebracht bat. Dersetoe, auch diesmal wieder mit großer vo.gfatt zufammrngest.llt, hat gegen früher eine wesentliche Verbesserung fobren und nimmt in Bezug auf Ausstattung, ReichhalNgkeit und Zuverlässigkeit mit den ersten Rang unter ähnlichen JnserttonS. tarifen ein. Außer den bisherigen Angaben sind neu aufgefuhrt, die Spaltenbreite der Blätter in mm, sowohl für den Annoncen, als auch für den Reclamentheil, der Preis der Rcclamenzelle und die Spaltenzahl eine« jeden Blattes; die f^n in früher en Ausgabe enthaltende Tendenz der Zeitungen, sowie ein OrtSregister i» amch diese- Jahr wieder beibehalten. Der Catalog erscheint diesmal i« einem ganz neuen Gewände, indem er mit einer Sußerst praktisch« eleganten Schreibmappe, die eine Anzahl bester LöschcartonS.^einW Kalender pro 1896, eine genaue Estenbahnkarte von Deutschland, sowie allgemeine Postbestimmungen,c. enthält, verbunden tu nn» dürfte von jedem Inserenten gewiß gerne entgegengenommen mn» als unentbehrliches Hilfsmittel bei Aufgabe von Annoncen denntzt werden. - Der Katalog «r. 19, welchen die I. Ricker^'s»e Buch- Handlung hier (Südanlage) soeben herausgegeben, verzeichnet m ca. 700Nummern ihre Über bei Gebiet der Hassiaca sich «^rfenbar antiquarischen Werke (G schichte und Geographie d'ß Großherzog. thums Hessen und der Prooinz Hesten - Nassau). ES finden sich t* dem Katalog Werke von hervorragend.^ckstchtlicher^edeutung on- zeichnet, deren Werth dadurch erhöht wird, baß fie höchst^selten find^ man wird darin Ma .ches verzeichnet finden, waS sonst vergeblich gesucht wurde; der Katalog bietet einen werthoollen Gehulsen für i die Forscher auf allen Gerieten der Wiffenschaft und ist demselben die gröhte Verbreitung zu wünschen. JN trertebr, £anö- «nv voUrwirthschaft. — LtallwLrme. Selten werden Stallungen geheizt. Sehr zu Unrecht und auf Kosten des Wohlstandes der Thiere und dec Kaste ihrer Besitzer. Die Thiere erzeugen fich die erforderliche Wärme selbst durch das in mehr ober minder großer Menge arst- genommene Futter. Man schütze nun wenigstens die Dtallunge» gut gegen das Eindringen der Kälte ober besser gegen den Verlust von Wärme, sorge dennoch aber ja für gute Luft in ollen Räumen, in denen Thiere fich aufhalten. Man hat berechnet, daß toon bei einer Temperatur von 10 C‘. der Verbrauch von Nahrungsmitte n bedeutend zm.immt. Für je einen Grad näher dem Gefrierpunkt hiw soll sich der Verbrauch zum Zwecke der Erwärmung des Körpers, um 5 bis 6 Procent steigern, während für jeden Grad, um welchem «ch Die Stallwärme der Normaltemperatur von 16K?. nähert, der Nutterbedarf um 2 bis 3 Procent finkt. Auch zu Hobe Tem- veraturcu müssen vernucden werden, weil sie erschloffend auf Organismus und Leistungsfähigkeit wirken. 3'd'r Landwirth hal'e fich also Thermometer in seinen Ställen und beobachte fie. Für ihr Wohlbefinden brauchen während der fallen Jahreszeit.bd ®b8’ rkich Spanische Weine direct bezogen, von ärztlicher Seite empfohlen, zu billigstem Preise. zu haben bei Earl Echwaad, Hofl., Seltersweg. Besten- empfohlen werden Maggi'S »Taktische «tetzhähnchen zum spar- amen und bequemen Gebrauch der Suppen-Würze.221 ■■■■■■■—W—MiIMBWWiiliMgiTil Pastillen) in kurzer Zeit Sicheren Erfolg. Eureka, Nex, Hero, Premier, Merkur re., billige Schranbenschlittschuhe. Schtitteugekäute, PeichsetgkoLen, Kiuderfchtttten, KisstStzer, Eishacken, Hissporen. Waschen u. Bügeln wird bestens besorgt. 21 Marktstratze ist. Versteigerung. Freitag, 17. Januar I. I., Nachmittags 1 Uhr läßt Heinrich Belten III. Wwe. (Gastwirthschaft „Zum Adler") in ihrer Hofraithe zu Grotzen-Lindeu folgende Gegenstände versteigern: 2 Pferde, 4 Kühe, 7 Rinder (Holsteiner Raffe), 3 Stiere, 3 Wagen, 1 fast neue Säemaschine, sämmt- liches Pferdegeschirr und andere landwirthschaftliche Geräthe. 430 gegründet unter dem Protectorate der Ktinigl. Italien. Regierung. Marke Gloria, weiss oder roth 60 Pf., Marca Italia, weiss oder roth 90 Pf, Vinn da Pasto No 1, 3, -1 Mk. 1.05 bis Mk. 1.55, Castel Cologna. Castelli Romani. 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Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer, serophu- lSser Kinder in der Kinderheilanftalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkaffen bezirkö Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage find, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bet der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendig- keit einer Badekur bescheinigt sein muß. — Es ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durch gemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. — Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Gießen, am 10. December 1895. Die Direetiou des Spar- und Leihkafse-Vereius. Heu zu verkaufen Näheres Rheinweine (Ober-Ingelheimer Rothwein, Hochheimer Weisswein) und Moselweine. 387 Weit unter Einkauf wird der Rest noch vorhandener Kleiderstoffe, Leinen re. abgegeben. Wilhelm Affig, 29 Asterweg 45. inb fouifaiui! nÄ,anMttt, BitW® »Ä öüfiy? WWdt’irt Jen Ar.nonttll- A°läle unb bit Auszsbin :‘6t* in auch itbelnt bltämal^ Krsi praclisch, ^chcartonö, dn» MM eibunben ist Btngtnommtn rlmivncm bombt Groaee Auswahl in Aecht Ziegenleder-, Glace-, Ooxcin-, Wildleder-, Seide- und Tricnt-Handschuhen in allen Preislagen. Anfertigung der Handschuhe nach Maass!! Upiihoifpn m Cravatten, Shlipsen, Hosenträgern, Tricotagen, Kragen, wcuHBHcn man8Chetten und Manschettenknöpfen. i«iu GEBE. KORTING, Frankfurt a. M., ^.“1 Stammhaus: KÖRTINGSDORFfibei Hannover. Elektrische Beleuchtung#- und Kraftübertragungs- Anlagen. Gasdynamos und schnell laufende Dynamo-Maschinen. Elektro-Motoren. 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Schubert. Allegro moderato. Andante un poco mosso Scherzo (Allegro). Rondo. Allegro vivace. Der CoDcertflügel von Beohstein ist aua dem Lager des Herrn Wilk. Rudolph hierselbst. Mhimg drs Obrrhtssischen ^rfdiiditsüttcitts zur Feier des 25jährigen Bestehens des Deutschen Reiches Mittwoch, IS. Januar 1S96, Abends 8 Uhr im Saale dcS Cafe Balzer. "MWT Vortrag: Herr Alfred Bock über „Blücher in Gießen, ein Stimmungsbild aus den Freiheitskriegen". Von Mitgliedern eingesührte Gäste sind willkommen. Aliceschule. 5n den am 15. Januar beginnenden Bügelcursus, sowie Kunst- »äscheret können noch einige Schülerinnen eintreten. 8« Der Vorstand- Geschäfts-Eröffnung. Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend hierdurch zur gefälligen Kenntnißnahme, daß ich in meinem Hause Wallthorstrftsse Nr. 27 eine Schmiilkinrhgmi unb Gastwirlhslhafi eröffnet habe. Durch gute Bedienung und Verabreichung nur bester Waare werde ich das Vertrauen meiner werlhen Abnehmer zu erlangen suchen und halte mich besten» empfohlen. Hochachtungsvoll Heinr. Henkel. Theater-Verein. Donnerstag, 16. Januar, Abends 7’/^ Uhr im Festsaal Wallthorstrasse GaSspikl von Mittzlic-rrn des fmnkfnrtcr StaMthratcrs Novität! *»([ SW* Novität! Das Glück im Winkel von Hermann Sudermann. — = Schauspiel in drei Acten. ----------~ Billets in der Mnsicalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Naohfj» sowie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk 3.50; Zweites Parquot und Balcon erste Reihe Mk. 2.2b. Stndentenkarten Mk. 1. -. Gallerie Mk. I.—. Theaterzettel 10 Pfennig- ss, «DKlikSkl-Ukleiii Gießkii.H 22. Stiftungsfest mit Theater und lebenden ZZitdern Samstag, den 18, Januar L J„ Abends 8 Uhr, 3XK* im Cafe Leib- TB® Nur Mitglieder mit ihren Familien und vom Vorstand eingeladene Gäste haben Zutritt. 417 Für Söhne von Mitgliedern int Alter von über 14 Jahren, sowie für etwa einzuführende Damen sind Einlaßkarten, auf ihren Namen lautend, bei Herrn Kaufmann Dort in Empfang zu nehmen. Vereiukadzeicheu. Orden nab Ehrenzeichen find auzalegen. Artillerie-Herein (Ließen. Bintrlttrnkarten fürNiohtmitglieder va Mk. 2.60 (Sperrsitz Mk. 3 50) sind bei Herrn Ernst Challler (Rudolphs Nachf.), fir Studirende bei Herrn Hausverwalter Sterek in der Aula zu ermässigtem __________Preise za haboiL_________183 Hypotheken-Kapital L m .votje von Mk. 35 OOO und Mk. 10 OOO gesucht. Näheres durch A dols Bieler, Westanlaqe 44. 7-8000 Mk. zusammen oder theilweise, auf erste Hypothek sofort auszuleihen. [319 Nähere» in der Expedition d. Bl. 270) Eine GtsenwaarensSrotztzänd» ItWfl sucht einen gervardien, tüchtigen »eisend n, der Hesse« und Walde« besucht und nicht linier 2 Jahren bereit» «reift hat. Solche Bewerber erhalten Vorzug, welche tm Ei.cnwaarcn Detail, «schäft gele nt hab.-n. Antritt soso't Off- unter ü. V an Haasenstetn * Vogler, tt t5assrL_____________ Gärtnerlehrling ,W. 3o4J Wild. Gerhard, Nahrungsderg suchen für unsere mechanische Weberei tüchtige 163 Arbeiterinnen. Grbr Hemberger & Söhne. 299] Ein tüchtige» Dienstmädchen eur sofort in ein Pfarrhaus auf dem Lande gesucht. Nähere» in der Txped d vl. Gieste«, den 9. Januar 1896. 330 Geschäfts-Verlegung. Meinm werthen Kunden zur gefl. Nachricht, daß ich mein Herrenkleider-Geschäft nach 2 Krenzplatz 2 verlegt habe und bitte, das mir seither geschenkte Vertrauen auch ferner bewahren zu wollen. Gleichzeitig empfehle einen Posten feinerer Damen - Kleiderstoffe zu billigen Preisen. Hochachtungsvoll Heinrich Siever, 232 seither Neuen Bäue 1, jetzt 2 Kreuzplatz 2. £. Georg1 Koch, Uhrmacher, 5 Neueubäue 5, nächst dem Kaiserhof, "WKE empfiehlt itigif (Hold. Herreu-RemontoirUhren von 50 Mark an. M tz)old. Damen Ncmontoir-Uhren von 28 Mark an. Uli Lilb. Herren- u. Damen-Remontoir-Uhreu v. 17 M. an. Stahl Remoutoir-Uhrev von 15 M. an. Nickel-Remontoir- sowie Schlüfseluhren von 10 Mk. an. Wecker, in allen Lagen gehend, von 3 Mark an. Regulateure mit Schlagwerk von 11 Mark an. »rille Bedienung Zweijährig« »arentie T X Reparaturen gut und Pillig. HB® 40 Geschäfts«Eröffnung und Empfehlung. Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum hierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich mit dem 1. Januar am hiesigen Platze eine Fahrrad-Fabrik, Maschinenreparatur- Werkstätte, verbunden mit Vernicklnngsanstalt eröffnet habe.? Außer dem Neubau der Fahrräder werden alte Räder gut und billigst reparirt und umgebaut. Bei Ankauf eines neuen Rades werden alte jederzeit gerne in Tausch genommen. Durch Engagement gediegener Fachleute din ich in die Lage gesetzt, sämmtlichen Anforderungen in dieser Branche vollständig Genüge zu leisten. Bei Warf halte mich bestens empfohlen und zeichne Mit aö>r Hochachtung 378 «ich, den 1. Januar 1896. Ford. Zimmer. Dienstag den 14. Januar, Abends 8*/, Uhr, General-Versammlung1 auf Lony’s Bierkeller. Um recht zahlreiches Erscheinen wird wegen Ergänzungswahl gebeten. Kameraden sind willkommen. 418 Der Vorstand. Sonntag, den 12. Januar, Abends 8 Uhr: Hauptversammlung. Jahresbericht. — Jahresrechnung. — Statutenänderung. — Vorstandswahl. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. 289 Der Vorstand. Schi»enbergerthalS~£ **__________ K. Häuser. Lebensversicherungs - Gesellschaft zu Leipzig (alte Leipziger) auf Gegenseitigkeit gegründet 1830. Versicherungsbestand: 64 600 Personen unb 457 Millionen Mark BerstcheruagSsuMme. vermögen: 138 Millionen Mark. verahlte Versicherungssummen: 90 Millionen Mark. Dividende an die Versicherte« für 1896: 42% der ordentlichen Jahresbeiträge. Die Lebensversicherungs - Gesellschaft zu Leipzig ist bei günstigsten Ber- ficherungsbedingungen (Unanfechtbarkeit fünijähriger Policen) eine der grössten unb billigsten Lebensversicherungs-Gesellschaften. — Alle Heber« schösse fallen bei ihr den versicherten ,u Nähere Auskunft ertheilcn gern die Gesellschaft, sowie deren Vertreter. 429 Müller & Schwär» in Kietze«, Walltborstrahe 25. Theodor Hönbach „ „ Bahnhosstrahe 40. US Werk Zinsen und größere Zilherheil SS wie jede Lpark^ffe bieten zinstragende, deutsche Werthoapierel 3 dqaeme monatL Theilrabinnge« von 8 Mk an anfwckrl» erwerben. An- unb verkauf acittel gestattet. 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Alhr.nnoih, linutbrkl^mmunn, liiutrn, HrUrrkrit, etc. etc.leidet, namentlich aber derjenige, welcher den Keim zur /.ungewrAtrimüurW in elehverouthet verlange und bereite eich den Abs*d dieses KrUterthees. welcher echt In Packeten* 1 Afark bei Ernet Weldemwnn, barg a. Harz, «jrhältlloh Ist. Brochurea mitirztilohea Aeusserunoen und Ältester ^rntle Herrn E. Weidemann in Liebenbarg a.Harz. Seien Sie eo freundlich and schicken mir baldiget per Postnachnahme 8 Packete Ihres Brustthee. Spreche mich hiermit sehr dankend und zufrieden über denselben aus, weil er meiner in den letzten Zügen liegenden Tochter geholfen hat. Habe ihn nun meinem Nachbar empfohlen, der mich bat, an Sie zu schreiben. Brehna bei Halle a Saale, den 26 8. 1895. 433 Achtungsvoll Carl Schwane, Fleiachermelster. XX^XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX ! Professor Gärtners Fettmilch ?