■1 SS. -rbürfte» Riegel, Eklkkawwe Portewouuaies *e Vürstevwaareu fmbtQpId^ Jlpb's Nach!) schäft »aller Art 'Üde Preise, gratis und franco. I und Leihanstalt e Ausgaben. 200 ttjtn, Huiran;en nies, Hosenträger trreuEtms ' bei edrieh Gross, frittier, 4 Neuenweg 14. DMA \Wi KB'. M, SStiiti-, W unb Ma- SW Etageres. ßnwkiM sler flirten und enmSbeln, leier Polster- r Art. etteo. Luskattungeu abgepas’ten agen, Tisch- n. tt-Coltern. ixen* /) 10814 von 1 eis-koff-r, «. an bis eutaichko, rirtaschen rreaetms, Zortewov- , großartig Mr. 294 Viertes Blatt Sonntag den 13 Dezember ISO« Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Redaction, Expedition und Druckerei: Sch«tstratzeAr.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger Aöonnemcntsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Uringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamikienvr-tter »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hiehener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme de- Montags. Aints- und Anzei^eblntt für den Uveis Gieren Oratisöeikage: Hießener Kamikienblätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen . Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Schwurgericht. W. Gießen, 11. Decewber. Heute Vormittag begann unter Vorsitz de» Herrn Land» gerichtßrath Müller die Verhandlung gegen Heinrich Scheerer von Rüddingshausen, angeklagt des Verbrechens im Amt, der Urkundenfälschung und des Betruges. Die An- klage vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann. Die Ver» theidigung sü^rt Herr RcchtSanwait Kraft. ES find 30Zeugen zu vernehmen. Der Angeklagte war vom Jahre 1888 an in RücdingShausen Bürgermeister, fett 1890 aber auch OrtS- gerichtt Vorsteher. Vor 1V8 Jahren wurde er von der Strafkammer zu Gießen wegen Verleitung zum Meineid zu SVe Jahren Zuchthaus verurtheilt. Nachdem der ziemlich umfangreiche Anklagebeschluß verlesen, erklärt fich der An» geklagte in einzelnen ihm zur Last gelegten Fällen für schuldig, bestreitet aber, daß eS fich in all den Fällen um VermögenS- vortheile für ihn gehandelt hat. Er fei bet der 1888er Bürgermeisterwahl al- Candidat der geringen Leute mit einer Stimme Mehrheit zum Dorfoberhaupt gewählt. Sein Vermögen, da- er damals besifien, fei nicht sehr erheblich ge» Wesen. Im Besitz von etwa acht Morgen Land, fei fein Gütchen doch 4000 Mk. Werth gewesen. Unwahr sei eS aber, wenn die Anklagebehörde behauptet, daß ihn das Traktiren vor und nach seiner Wahl finanziell zurückgebracht habe. Sein Wahlsieg sei verhältnitzmäßig billig zu stehen gekommen. Einige Faß Bier, die er spendirt, seien dem Werlhe nach kaum der Rede werih. Im Jahre 1890 habe man ihm auch das Vorsteheramt vom OrtSgericht übertragen. Wegen der Mitw rkung der anderen Orts- gerichtSmänner bet vorkommenden Geschäften befragt, gesteht Angeklagter mit einem gewifien Humor zu, die seien weiter nicht gefragt worden und hätten meistens unterschrieben, ohne viel zu lesen, nachdem er ihnen über den Inhalt deS SchrtststückS, das zu unterschrcibrn war, Bescheid gesagt. Bet fünf Fällen der Fälschungen tst dte eine Täuschung so beschaffen, wie dte andere. ES bandelt fich um Schuldscheine, die der Angeklagte an dte Kiffen von Londorf, Geilshausen und Grünberg gegeben, auf denen er theilweise dte Bürgschafts-Unterschriften, in anderen die Beglaubigungs- Unterschriften der OrtsgerlchtSmänner gefälscht, in einzelnen Fällen haben dte OitSgertchlSmänner die gesälschten Unterschriften der Bürgen beglaubigt. Es handelt fich hier um fünf Darlehen, dte Scheerer von zusammen 1600 Mark erhoben. Die weiteren sechs Fälle sind auch emer wie der andere geartet, nur mit dem Unterschiede, daß bet zwei Fällen Scheerer sich selbst bereichert hat. Der Thatbestand dieser Delikte tst der folgende: In RüdotngShausen stand etne Feldberetntgung bevor. RüddtugShausen ist ein Ort, deffen Bewohner vielfach nach Paris als Gassenkehrer oder sonstwohin ins Ausland gehen und ihre Ackerparzellen an Verwandle überlasten oder sonstwie später verkaufen. Von diesen Befitzwechseln tst aber vielfach kein Act im Grund» buch genommen, dte Leute tm Ausland sivd gestorben und verdorben, trotzdem längst andere Personen Besitz von den Ackerflächen genommen, sind dte früheren Besitzer nach den Grundbuchacten noch Eigenthümer derselben. So war auch ctn gewisser Dörr tu den vierziger Jahren nach Amerika gegangen, nachdem er seine Aecker versteigert und an Ver- wandte theilweise verschenkt hatte. Dte Steigerer und Verwandten haben damals auch Besitz von den Aeckern und Wiesen ergriffen, im Grundbuch fungirte aber Dörr noch als Eigenthümer. Statt nun, wie es richtig gewesen wäre, durch ein Aufgebot dte Erben des Dörr durch die Zeitung zu ermitteln, um etne Punctation wegen des BefltztitelS zum Zwecke der Aeuderuug tm Grundbuch vorzuuehmen, oder wenn solche sich nicht meldeten, in Form Rechtens zu bewirken, erklärte einfach der Angeklagte als OrtSgerichtsvorsteher eine Frau Susanne Feldbusch, geb. Dörr, als alleinige überlebende Erbin deS nach Amerika gegangenen Namensvetters, fertigte eine Kausnotel an, ließ sie von der Feldbusch und auch von dem factischeu Besitzer der betrtffcndeu Wiesen und Aecker unterschreiben, beglaubigte, was zu beglaubigen war und schickte dte Punctation an daS zuständige Amtsgericht nach Homberg, von wo der Amtsrichter den Eintrag in daS Gruntbuch verfügte. So machte Scheerer alles schön in dte Reihe, um tm Grundbuch Ordnung zu schossen, und damit er selber nicht zu kurz kam, ließ er die Frau Susanne Feldbusch, die, als Zeugin vernommen, erklärte, sie habe dem Bürgermeister Alles unterschrieben, was er verlangt habe, ohne eS zu lesen, auch in zwei Fällen Kaufnotuln unterzeichnen, wonach sie als die einzig überlebende Ecbin des Dörr seinem, deS Bürgermeisters, Sohu zwei und deffen Schwester zwei Wtesengrundflücke verkaufte. So wurden denn auch zwei Scheerer'sche Famillevmitglteder als Eigen» thümer ins Grundbuch eingetragen, ohne daß deren rechtmäßige Besitzer gefragt wurden oder eine Ahnung davon hatten. Die Anklage nimmt an, daß der Angeklagte diese zwei Ueberschreibungen an seine Familie bewirkt hat, um bet der Feldberetniguug Nutzen daraus zu ziehen, daß er diese Maut- i pulation in den vier übrigen Fällen vorgenommen hat-, um | dte Sporteln zu verdienen, dte er als OrtSgerichtSmann 1 davon gehabt. Die Gebühren der ganzen OrtSgerichtSbar- kett sind nämlich meistens in ScheererS Sack gewandert, denn feine Collegen depontren, sie hätten selten einen Pfennig von den Einnahmen deS OrtSgerichtS bekommen. (Forts, folgt.) Hygienische Weihnachts-Geschenke für Jung und Alt. Von Dr. Otto Gotthilf. (Nachdruck verbotm.) O du fröhliche, o du selige, freudeospendende Weihnachtszeit, wieder stehst du vor der Thür, um Jung und Alt mit Gaben der Liebe zu beglücken! Wie klopft schon daS Herz der lieben Kleinen in Erwartung der herrlichen Dinge, dte da kommen sollen, wie horchen und paffen fie auf, wenn dte Eltern letse mit einander sprechen oder ein Packet uneröffnet einschließen. Auch dte Erwachsenen suchen einander die geheimsten Wünsche an den Augen abzulesen, um durch Erfüllung derselben überraschende Freude zu bereiten. Aber bisweilen hilft alles Kopfzerbrechen nichlS, eS will einem durchaus nichts etnsallen, es sagt einem nichts aus dem schier unerschöpflichen Sacke deS Knecht Ruprecht zu. Da möchte ich denn dte Aufmerksamkeit auf einige Geschenke lenken, welche nicht nur sehr nützlich, sondern auch der Gesundheit äußerst zuträglich find. Durch deren Wahl wird man seine Angkhörtgeu erfreuen und ihr körperliches Wohlergehen ein gut Thell fördern. Wo irgendwie Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen ist, wähle mau diese „Flügel der Füße" zum Geschenk für Kinder und Erwachsene. Im Winter, wo viele Menschen einen großen Thetl deS Tages in schlecht ventilirter, durch Heizung und Beleuchtung verderbter Stubenluft zubrtngeu müffen, ist eS überaus Vortheilhaft für Aihmung, Blut- circulation und Stoffwechsel, tu freien Stunden sich draußen energische Bewegung zu machen und daS papulum vitae, die Lebenslust, in vollen Zügen einzuatbmrn. Dies wird durch Schlittschuhlaufen weit besser erreicht, als durch einfache- Spazierengehen, bei dem die Athmung nur eine langsame ist und meist auch die gesellige und gemeinsame Lustigkeit fehlt. O Jüngling, der den Wasserkothurn Zu beseelen weiß und flüchtiger tanzt, Latz der Stadt ihren Kamin! Komm mit mir, Wo des CihstallS Ebene Dir winkt! (Klopstock.) Namentlich für Lungenschwache, Bletchsüchtige, Nervöse und Schwächliche ist dies eine herrliche, von Mutter Natur uns dargebotene Gymnastik. Auch sehr corpulente Personen Feuilleton. Das erste Concert. Bon E. Capley. (Nachdruck verbotm.) I. „Ach bitte, Herr Röltg, schlagen Sie noch einmal zum Schluß den C-Dur-accorö an, — daun wird eß für heute genug sein." „Do —re—mi—fa—sol—la—si—do! * schmettert Margarethen- klare, frische Stimme. Dte Wände deS Zimmer- erscheinen fast zu enge, um die gewaltige Tonfülle zu fassen, eS tst, als müßten diese jubelnden Klänge die niedrige Decke sprengen und direkt zum Himmel htvaufdrtngen, um dort mit dem Chor der Engel zu verschmelzen. An dem kleinen alten Ciavier, daS in seiner Bauart einem Sarg auf vier Beinen gleicht (man zählte daS Jahr 1845) sitzt ein blasser, junger Marn und starrt unausgesetzt in einen kleinen, hinter dem Instrument hängenden Spiegel, aus dem ihm daS Bild der Sängerin entgegenleuchtet. Seine dunklen Augen hefteten fich mit leidenschaftlicher Gluth auf den lieblichen Mädchenkopf mit seiner blonden Lockenfülle, seinen großen blauen Augen und dem süßen, rothen Mund, der beim Singen zwei Reihen tadelloser Zähne zeigt. Margareihe S. . ., die Tochter einer armen Beamten» vittwe, tst mit ihrer Mutter vor einigen Jahren nach der großen, mitteldeutschen Stadt gezogen, um Musik zu studtren. Nun steht fie vor dem Ziel ihrer Wünsche — fie hat ihre Studien beendet und soll morgen, durch die Protection ihres iLehrer-, Professor Müller, begünstigt, ihr erstes Concert geben. Heuer ist leider erkrankt und infolge dessen hat Guido Rölig, itiuer ihrer Mitschüler, eS übernommen, fie an Stelle de- »alten Herrn am Clavier zu begleiten. Der kommende Tag hat für Margarethe noch an Be- ideutung gewonnen, seitdem fie weiß, daß ein bekannter Wiener Theaterdirector auf Veranlassung des Professors dem Concerte beiwohnen wird, um fie, falls fie die Feuerprobe eine- ersten DebutS bestehen sollte, als Opernsängerin für seine Bühne zu engagtren. Auf dieses Engagement baute daS junge Mädchen ihre ganze Hoffnung für die Zukunft,- für diesen Zweck hat fie einen Saal in einem der größeren Gasthäuser gemiethet. Gefällt fie dem Director, so darf fie einer geficherten Zukunft entgegensehen. Im entgegengesetzten Falle jedoch ist dte Ausficht eine ziemlich trostlose. Die kleinen Ersparnisse ihrer Mutter find von den theuren Gesangsstunden bereits verschlungen worden, — baß letzte baare Geld ist für dte Miethe deS Saales verausgabt und daß magere Wtttwengehalt der alten Dame genügte kaum zum Lebensunterhalt einer Person, geschweige denn für zwei. Margarethen- Herz ist schwer. Mit traurigem Blick sieht fie beim Singen an dem Kopfe deS ClavierspielerS vorbei auf ihr Bild im Spiegel und achtet nicht auf die leidenschaftlichen Augen, welche den ihrigen dort zu begegnen suchen. Plötzlich hört die Clavierbegleitung mit einer schrillen Dissonanz auf. Die Gefühle deS jungen Mannes haben ihn überwältigt- er liegt zu Füßen der Sängerin und bedeckt ihre Hände mit Küssen. „Oh, angebetete Margarethe," ruft er, „ich liebe Sie! Nicht länger kann ich Ihr Bild so vor mir sehen, ohne Ihnen mein Herz zu entdecken!" Margarethe ist sehr bestürzt. „Bester Herr Rölig," sagt sie ängstlich, „stehen Sie doch auf! Wenn jetzt Mama hereinkäme, was müßte fie nur denken !" Aber der junge Mann erhebt seine dunklen Augen flehentlich zu seiner Göttin und schüttelt die lange Künstlermähne, dte ihm über die Stirn hängt und die ihn nach seiner. Anficht unwiderstehlich interessant macht. „Erst müssen Sie mich anhören, Margarethe. Ich liebe Sie und kann nicht ohne Sie leben. Als ich Sie baß erste Mal sah, prägte fich Ihr Bild mit unauslöschlichen Zügen in mein Herz. Wir üben nun bereits seit einer Woche täglich miteinander und mit jedem Tage wurde eß mir schwerer, Sie nicht mitten im Gesang mit den Worten zu unterbrechen: Margarethe, ich bete Dich an! Ich weiß eß ja, daß Du mich wieder liebst- — willst Du die Meine werden?" Er spricht mit leidenschaftlicher Hast und heiserer Stimme. Seine glühenden Blicke erscheinen dem jungen Mädchen zudringlich und widerwärtig. Unwillig tritt fie einen Schritt zurück unb entzieht ihm ihre Hänbe. „Ich weiß wirklich nicht, Herr Rölig, wie ich Sie verstehen soll," sagt fie kühl. „Wann gab ich Ihnen Veranlassung, zu glauben, daß ich Sie liebte und bei welcher Gelegenheit erlaubte ich Ihnen, mich „Du" zu nennen?" „Du willst mich prüfen, Margarethe," entgegnet dir junge Manu erregt, ohne ihre letzte Frage zu beachten. „Da liebst mich — ich weiß eß! Deine Augen führten eine aufrichtigere Sprache al- jetzt Dein Mund! Denkst Du, ich hätte eß nicht im Spiegel bemerkt, wie innig Deine Blicke beim Singen auf mir geruht, wie Dein ganzes Wesen unbewußt die Gefühle verrieth, denen Dein Mund im fremden Liede Ausdruck lieh? O nein, Geliebte, nicht Deine Zunge sagte mir Dein Geheimniß — in Deiner Seele laß ich eß!" Entsetzt schlägt Margarethe die Hände zusammen. „Aber ich bitte Sie, Herr Rölig, sollten Sie nicht gewußt haben, daß ich im Spiegel meinen Ausdruck unb meine Geberde für die Bühne einübte- daß ich dabei nur an meine Rollen, an meine Lieder — niemals an Sie gedacht ? Gütiger Himmel! Glauben Sie etwa, ich hätte aus (SoEetterle den Sp'egel dorthin gehängt?" Röltg erhebt fich langsam au- seiner Enieenbcn Stellung. Sein liebeschmachtender Blick hat einem grollenden Au-druck Platz gemacht- sein mageres Geficht fieht plötzlich recht häßlich aus. Margarethe bemerkt die Verwandlung unb bereut ihre scharfen Worte. (Fortsetzung folgt.) werden den täglichen Eislauf als eine unbezahlbare Wintercur schätzen lernen. Sagt man zu einem Kinde, besonders wenn es Anlage zum Stubenfitzen hat, e» soll doch ein wenig hinaus in die frische Luft gehen, so wird mau oft die Antwort erhalten: „WaS soll ich denn draußen machen?" Es liegt eben in der Natur der Jugend der gesunde Trieb, fich immer spielend zu beschäftigen. Diesen möge man ja nicht unterdrücken, sondern suche ihn vielmehr zu sördern. Daher gehören zu den hygienisch nützlichen Geschenken, mit denen die Kinder draußen tüchtig herumtummeln können, besonder- alle Arten von Bällen, wie Fangball, Schlagball, Federball, Faustball und Fußball- die letzten beiden find aber nur für größere Knaben geeignet, da kleinere fich dabei überanstrengen und auch leicht verletzen können. Aber man laste die Kinder nie tu der Stube Ball spielen, denn der dabei, namentlich von den Teppichen, auf- gewirbelte trockene Z'mmerstaub ist für die Spielenden und die Zuschauer sehr schädlich. Als Geschenke für Mädchen zur Anregung von gesunder Bewegung sind außerdem geeignet : Sprtngschnur und Springreifen, für die größere Jugend sowie für Erwachsene das Croquette. Das Wetter ladet aber gerade im Winter oft keineswegs zum Spielen im Freien ein- auch steht der großstädtischen Jugend für gewöhnlich nur die Straße als Tummel- platz zur Verfügung, höchstens können fie an freien Nachmittagen einen entfernteren Spielplatz aufsuchen. Da heißt es denn, sich in der Häuslichkeit die nöthige Bewegung der- schaffen und die Muskeln stärken, damit der Körper nicht verkümmert gegenüber der einseitigen Schulausbildung des Geistes. Die hygienischen Bestrebungen der neueren Zeit haben nun mancherlei Geräthe und Apparate hervorgebracht, welche zur Kräftigung und Gesundung des Körpers sehr geeignet sind und sich als äußerst nützliche Weihnachtsgeschenke darstellen. Zu den ältesten Instrumenten dieser Art gehören die Hanteln. Sie werden Kindern und Erwachsenen stet- Nutzen bringen. Denn auch für die Gesundheit der Erwachsenen ist körperliche Thätigkeit sehr zuträglich, zumal für Beamte, Kaufleute, Schriftsteller und alle Stubensitzer, da sie das Blut in schnellere Ctrculation versetzt, den Stoffwechsel befördert, Appetit anregt und die Nervosität vertreibt. Daher, ihr liebenden Gattinnen, schenkt euern übellaunigen, hypochondrischen, nervösen Eheherren Bewegungsapparate, z. B. Hanteln. Bei Kindern und schwächlichen Individuen sei man etwa- vorsichtig, damit sie fich nicht überanstrengen und ihrem Körper schaden. Um überhaupt beim Hanteln wirklich hygienisch zu verfahren und den wahren Genuß mannigfacher Abwechselung zu haben, gebe man als Nebengeschenk das ausgezeichnete „Hantelbüchlein von Profeffor Dr. Kloß". Als wettere sehr gute Bücher für häusliche Gymnastik, die willkommen und dabet äußerst nützliche Geschenke für Klein und Groß bilden, empfehle ich: Aerztliche Zimmergymnastik von Dr. Schreber, HauSgymnastik für Gesunde und Kranke von Dr. Angerstein und Sckler. Ein sehr einfacher und nützlicher Apparat ist auch der von Largtadör erfundene „Arm- und Bruststärker". Man kann ihn durch An» und Abhängen von Gewichten leicht reguliren, so daß jede Ueberanstrengung gänzlich ausgeschloffeu ist. Für seine Güte sei nur der Um- stand erwähnt, daß der bedeutendste hygienische Practiker, SanitätSrath Dr. Paul Niemeyer, seinem Lobe 5 Seiten in seinen „Aerztlichen Sprechstunden" widmet. Wo keine Ver- kaufsstklle ist, möge man sich direct an die Fabrik von Georg Engler in Stuttgart wenden. Was soll nun der Herr Gemahl seiner theuren Gattin schenken? Ist kleiner Nachwuchs da, so empfehle ich fdaS Buch von Dr. Albrecht: Ernährung des Kindes im frühesten Lebensalter. Dies wird die Mutter vor manchen falschen Maßnahmen in der Ernährung der Kleinen bewahren und die Ktndlein vielfach vor Krankheit schützen. Auch das Buch von Dr. Otto Dorublüth: „Gesunde Nerven", wird die Hausfrau als Geschenk nicht Übel deuten, enthält eS doch alle Maßregeln und Mittel zur Gesundung der Nerven bei Groß und Klein in überaus klarer Darstellung. Aber ich rathe dem Gatten, das Buch schon bald zu kaufen, damit er selbst eS noch zu eigenem Nutz und Frommen ordentlich durch- studiren kann. Schließlich sei noch ein Werk empfohlen, welches in keiner Familie fehlen sollte, nämlich daS vom Kaisers, deutschen Gesundheitsamt verfaßte „GesundheitS- büchlein" (Preis 1 Mark), welches die gejammte Gesundheitspflege kurz darstellt. Stets wenn von häuslicher Hygiene die Rede ist, wird auf die hohe Bedeutung einer rationellen Hautpflege hin- gewiesen- und das mit vollem Recht! Wohlhabende Leute haben sich deshalb in ihren Häusern fast immer ein Badezimmer eingerichtet. Aber wir armen Miethlinge unter den Menschen, die wir keine eigenen Häuser besitzen, sondern von Wohnung zu Wohnung pilgern und auch vielfach nicht genug Platz zu einem besonderen Badezimmer haben, müffen uneben ander- behelfen. DaS geht aber auch recht gut. Man laffe sich nur einmal von einer größeren Fabrik für Bade- opparate, z. B. von MooSdors und HochhäuSler in Berlin (Kommandantenstraße), einen Katalog senden, und man wird erstaunt fein über die einfachen und billigen Fabrikate dieser Art. Hat man nur eine ganz kleine Ecke im Schlafzimmer zur Verfügung, so daß nicht einmal eine Badewanne untergebracht werden kann, dann kaufe man einen transportabeln Doucheapparat. Die primitivste Art derselben besteht in einem eimerartigen, mit Brause versehenen Blechgefäß, welche- oben an der Wand aufgehängt wird und von dort seinen wohlthuenden Strahl über den Körper ergießt. Solch ein Apparat, den fich Jeder zur Stärkung der Gesundheit ge- • statten kann, bildet ein wahrhaft hygienische- Weihnachtsgeschenk! Als weitere Gaben zur Unterstützung der Hautpflege seien empfohlen: Frottirtücher und Frottirhandschuhe, oder wenn eS von weiblicher Hand verfertigt fein soll, grobe gestrickte Waschlappen. Alten Leuten, für die man sehr schwer etwas Paffendes und Erfreuendes findet, möge man zur Erhaltung der Körperkräfte reinen, guten Wein schenken- denn daS Sprüchwort hat Recht, wenn eS sagt: Wein ist die M ich der Alten! Hiermit wollen wir den hiegieoischen Gabenzettel für Weihnachtsgeschenke beschließen. Möge Jeder seinen Ber- hältniffen gemäß daraus etwas für die Seinen wählen, damit in feiner Familie an dem schönen, herrlichen Weihnachtsfeste zugleich mit der Freude über die Geschenke auch rechte GesundheitSfreudigkeit und körperliche Frische einziehe und bestehen bleibe fort und fort! • Behandlung der Tuberkulose. Ein für die fernere Behandlung der Tuberkulose wichtiger Bericht liegt jetzt von der Lungenheilstätte am Grabowsee bei Oranienburg vor, wo im Laufe eines halben Jahres, vom 25. April bis 25. October, 222 Lungenkranken hygienisch-diätetische Behänd- luogsweise zu Theil wurde. DaS vorliegende Resultat einer Behandlung von 222 Lungenkranken ist schon deshalb von ganz besonderem Jntereffe, weil eS der erste Versuch mit einer Anstalt in einer Tiefebene ist. Lange Zeit galt eS nämlich als eine abgemachte Sache, daß eine Behandlung der Kranken in Lungenheilstätten nur im Gebirge von Erfolg begleitet sein könne. Endlich erhält der vorliegende Bericht durch den Umstand einen ganz besonderen Werth, daß der Leiter der Anstalt am Grabowsee, Geheimrath Profeffor Dr. Gerhardt, die Sachverständigen Commission, die für diese Heilstätte sich gebildet hat, aus den ersten Berwaltungs- beamten des preußischen Staates fich zusammensetzt. Wir erwähnen neben dem General der Infanterie und Gouverneur des JnvalidenhauseS, Grolman, als dem Vorsitzenden der Cowmisfion, noch die Herren Dr. von Coler, den Generalstabsarzt der Armee und Chef des Sanitätscorps, den Wirkt. Geheimen Ober-Regierungsrath Dr. Boedicker, den Präsidenten deS ReichSgefundheitsamtes, Wirklichen Geheimen Ober-Regieruugsrath Dr. Köhler. — Bon den 222 zur Behandlung gelangten Lungenkranken find bis jetzt 159 abgegangen : 22 als vollständig geheilt, 99 als gebessert und nur 34 als ungebeffert, vier, welche in zu weit fortgeschrittenem Stadium in die Anstalt gebracht wurden und die als transportunfähig nicht abgewiefen werden konnten, find gestorben. Von diesen 222 Kranken waren 22 auf eigene Kosten, 43 auf Kosten der Krankenkaffen, 2 auf Kosten von Privat-Wohlthätern und einer auf Kosten von Stiftungen untergebracht. Ein Kranker hatte Freistelle, der größte Theil der Patienten, nämlich 153, war auf Kosten von Der- ficherungSanstalten untergebracht, ein erfreulicher Umstand, der zeigt, daß unsere Versicherungsanstalten die Wichtigkeit der Lungenheilstätten wohl zu würdigen verstehen. Gehen wir näher auf den Bericht ein, so sehen wir, daß bei sechs Patienten von den 22 als geheilt Entlaffenen eine Gewichtszunahme des Körper- zu verzeichnen war, die zwischen 1 und 5 Kilogramm schwankte. Bei 12 betrug die Zunahme 5 bis 10 Kilogramm. Diese Zahlen zeigen, welche Bedeutung den Lungenheilstätten in der Behandlung der Tuberkulose zuzu- wtssen ist. Dem Volksheilstätten Verein vom rothen Kreuz, der in anerkenueuswerther Energie binnen wenigen Monaten die Barackenbauten am Grabowsee aufgerichtet hat, gebührt nicht allein daS Verdienst, mit seiner provisorischen Station ein werthvolleS Erfahrung-material geliefert zu haben- er hatte durch Errichtung dieser Heilstätte zugleich einem dringenden Bedürfnisse, da- nach Heilstätten für Lungenkranke besteht, die Wege gebahnt. * Ersatz des Linolenms. Kaum hat da- Linoleum wegen feiner vorzüglichen Eigenschaft im Baugewerbe festen Fuß gefaßt, da kommt unS schon wieder au- Amerika die Kunde von einer neuen Erfindung, der eS wegen der noch größeren Vorzüge des neuen Stoffe- nicht widerstehen dürfte. Die neue Erfindung betrifft einen Parkett« und Mosaik- boden au- Gummi. Derselbe besteht, wie das Patent- und technische Bureau von Richard LüderS in Görlitz mittheilt, aus Stücken von verschiedenen zusammensetzbaren geometrischen Formen und Farben, deren Kanten mit Verzinkungen versehen find, so daß alle Stücke ein feste- Ganze auf irgend einer ebenen oder gewölbten Unterlage bilden. Die Vortheile diese- Fußboden- sind schwere Zerstörbarkeit durch, Wetter, Dämpfung des Schalle- der Tritte, große Dauerhaftigkeit, leichte Reinigung durch Abwaschen, schöne- Aussehen, große Wafferdichtigkeit und Verhinderung deS AuS- gleitens darauf gehender Personen. * Fliege und Sxpreß-ng. Ein Gelehrter in Amerika hat eS ausgerechnet und wir können ihm nicht widersprechen. EineFliege reist schneller al- der rasendste Zug, der den amerikanschen Continent vom Atlantic bi- zum Pacific durchquert. Ob daS so richtig ist, wiffen wir nicht, denn wir können dem Mann in seinen verzwickten Rech- nungen nicht folgen. Jedenfalls ist es intereffant. Der Gelehrte hat auch heraukgesunden, daß eine Fliege, die New- York zur selben Zeit verläßt, wie der „Bereinigte Staaten- Sxpreßzug", um zwei Tage eher in San Francisco ist, als der Eilzug. Wer eS nicht glaubt, soll eS dem Amerikaner beweisen I • Auch eine Entschuldigung. Bezeichnend für die Zu- stände im Osten war eine Gerichtsverhandlung, welche am 3. December vor der Strafkammer des Landgerichts Thorn stattfand. Angeklagt war der Metzger Albert Werner aus Briefen. Er hatte erwiesenermaßen in zahlreichen Fällen in seine Würste vollständig verdorbenes Fleisch hineingehackt. Außerdem war wiederholt schmutzige-, im Keller angesammelteS Waffer zur Würstebereitung verwandt worden. Werner, der saft ausschließlich arme polnische Kundschaft hat, entschuldigte fich damit, daß eS nicht schlimm sei, wenn die „Pollaken" nach dem Gevuffe solcher Würste 14 Tage Leibschmerzen bekämen. DaS Urtheil lautete aus 6 Monate Gefängniß. • Großartig. „Mau hat Dir ja so lange nich jesehn, wo kommste denn her?" — „Direct auS dem Jefängniß- hab mal wieder 'n paar Monate abjeseffen." — „To, und wie warS denn im Loch?" — „Jroßartig, wie'n König bl« ick empfangen worden: als ick de Pforte überschritt, haben fr mir Bros un Salz jereicht! • Das unheimliche Fritzcheu. Fritzchen (zur Tante, die nach einer Kaffee-Einladung in der Küche msthilft und damit beschäftigt ist, die Kuchenbleche abzukratzen): „Tante, Taute, heut kriechen wir aber viel Geld!" Tante: „Ja, wie so denn, Fr.tzcheu?" Fritzchen: „Et, der Papa sagt doch immer: wenn die Tante mal adkratzt, kriegen wir viel Geld. CUetaiu* uub Arrnst. — „Der eteln der Weise«" eröffnet sein soeben aur Sufi» gäbe gelangtes 3. Heft mit einer geholtvollen physiologischen Studie über Träume, an welche eine umfangreiche, sehr instructiv tllustirte Abhandlung deS bekannten Gothaer Gelehrten H. Habenicht über die Theorie der sphärischen Kraterb-cken schließt. Die beiden sollenden Aufsätze: Abstammung und Heimaih deS HauSrindeS und Deutschlands Erdöl (letztere- illuftrrrt) behandeln wichtige wirtdfchaftliche Themen in Übersicht! cher und anziehender Weise. ES folgen natur- wiffenschaftlicke Mittheilungen und viele kleinere, durch etliche 2u Abbildungen erläuterte Notizen über Eiswagen und KüblungSwagcn, Einrichtung der Trinkhallen, Electrtsche GrsteinSbohrer, AuSgestorbene Riesenvögel und Anderes. Eine hübsch illustrirte Schilderung von Capri („Aus der weiten Welt") beschließt den abwechslungsreichen Inhalt dieses Heftes der beliebten populär-wissenschaftlichen Hald- monatfchrist (A. Har Hebens Verlag, Wien), welche in ihrem neuen (9) Jahrgang wieder mancherlei Fortschritte erkennen laßt. Sie sei daher allen Freunden einer belehrenden Lectüre neuetbinßl bestens empfohlen. — Wir haben unsere Leser schon auf die gegenwärtig im Verlag von C. H. Beck in München im Erscheinen begriffene illustrirte Ausgabe der berühmten „FrSschweUer Ehrouik" von Pfarrer Karl Klein in Fröschweiter aufmerksam gemacht. Die „F-oschweiter Chronik" ist wohl unter allen Büchern, zu denen der 70er Krieg die Deranlaffung gab, daö populärste, weitverbreitetste geworden; soeben erschien die nichtillustiirte Ausgabe in 14. Auflage zum Preis von 2,25 Mk. geh. und 2,80 Mk. gebunden, ein stets willkommenes Weihnachtsgeschenk zumal für die reifere Jugend. Die DerlagS- bandlung Hal aber Recht daran gethan, daß fie von diesem köstlichen Lesebuch nun eine illustrirte Ausgabe veranstaltete, die in 0If6em Quartformat in 14 Lieferungen t 50 Pfg. erscheint. Die Brider stammen aus derselben Hand, die bereits die im gleichen Verlag ci> scheinenden „Ernsten und heiteren Erinnerungen eines Ordonnanz Offiziers im Feldzug 1870/71 von Hauptmann Tanera" so trefflich illustrirte, und wir können denen zur Fröschweiler Chronik kein besieres Lob zollen, alS wenn wir sagen, daß fie der Illustration von Taneras Ordonnanzoffizier nicht nur ebenbürtig sind, sondern gegenüber der letzteren eher sogar noch einen Fortschritt auiweifen. Bei der Redaktion eiugegangeue Bücher re. Katechi-mu- dar '««-Wanderung. lCompaß für Auswanderer nach europäischen Ländern, Asien, Afrika, den deutschen Colonien, Australien, Süd- und Centralamerika, Mexico, den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada. Siederte Auflage, vollständzg neu bearbeitet von Gustav Meinecke. Mit 4 Karlen. In Original-Leinenband 2,50 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Verkehr, rrnd VottsVirthschaf^ — Beim Herauuahe« de- Weihnacht-.Packetverrehr» erscheint eS uns angezetgt, auf vrrfch'edene Punkte hinzuwetfen, deren Beachtung für die «bfeuber vo« «atfcten befände, s wichtig und geeignet ist, das Publikum vor Nachthellen und Unannehmlichkeiten zu schütze«: 1. Die Verpackung der Packete muß saft und daverhaft sein. Schwache Schachtel«, Cigarreuktste« und dergl. sind zur Beförderung nicht geeignet und werden von der Post nur „auf Gefahr des Absenders" zur Beförderung angenommen. 2. Die Packele müffen mit einer dauerhafte«, deutliche« und dollvL«dige« Aufschrift versehen sein, so daß nöthigenfalls das Packet auch ohne die Begleitadrrffe bestellt werden kann. ES empfiehlt sich, daß dem Inhalte der Packetsendung ein Zettel beigesügt wird, der die vollständige Adreffe enthält. 3. Die Paök-taufschrift muß auf de« Paikete« W niedergeschr-eden oder an denselben so haltbar befestigt sein, daß sie nickt während der Beförderung durch Zufall abgeriffen oder adgestreift werden kann. 4. Sogenannte Fah«eu, welche bei der Versendung von Geflügel, Hasen und sonstigem Wildpret vielfach verwendet werden, müffen auS dauerhafte« Stoff bestehen und gut befestigt lein. Fleeschsendungen und anderen Gegenständen in Leivwaudderpaiknug darf die Auffchrifl nicht auf der Umhüllung aufgekirbt sein. 5. «eitere Aufschriften re., die fich auf dem Verp-ckang«- ftoff etwa noch d finden, mflffttt vor der Ablieferung »ost- stündig beseitigt oder unkenntlich gemacht sein. Ganz befonderS aber wird angerathen, die Packete möglichst frühzeitig und nicht etwa in den letzten Tagen vor dem Fette abzuseude«, weil bei der in diesen Tagen, wie allbekannt, ftaNfindenden Maffmauflieferung einerseits leicht Verzögerungen eintreten können, andererseits Packete, die nicht ganz dauerhaft verpackt sind, leicht Beschädigungen durch andere schwere Packete ausgesetzt sind. Seife mit der eleganten, farbenschönen sentabel wie praktisch.nützlich undwillkommen ist. Trotz der — Es giebt wohl kaum ein lustigeres Spiel als daS Spiel „SchuappE. Die Spannung und Fröhlichkeit der Theiln hmer ist groß, btc Heiterkeit wird oft unbändig, allerdings geht eS dabei manchmal auch recht bunt und laut her, aber daS ist in Gesell- schäften, die sich amüfiren, kein Fehler. — Da man bei diesem Spiel sehr aufpassen muß, so müffen fich die Karten durch Zeichnunr und Farbe deutlich von einander unterscheiden. Tie« geschieht am besten bei dem „Schnapp"-Sptel auS dem Maier'schen Spirloerla« (in Ravensburg), deffen Karten nicht nur sehr hübsch und interessant sind, sic zeichnen fich namentlich auch durch Klarheit au« und sind sehr solrd und dauerhaft gefertigt. Wer also ein recht luftige» Spiel für Gesellschaften von Alten und Jungen wünscht, ein Spiel, bei dem eS hoch hergeht, der versehe sich mit „Schnapp" und zwar gerade mit dieser praktischen Maier'schen Ausgabe, die in größerer Gesellschaft im großen Kreise gespielt werden kann, weil eben die klaren schönen Karten weithin sichtbar find. In Gießen ist diele» Spiel bei der Ricker'ichen Buchhandlung erhältlich.___________9566 «ule in hocheleganten Car- lonS zum Verkauf. — Wir machen alle Hausfrauen, Herrschaften, die Damen und ... Herrenwelt auf diese günst Ge-1 Packung ist der Einkaufspreis legenbeit aufmerksam u betonen, I um keinen Pig erhöh iworven c» uch für Weihaochte« 1896 daß fich auch die diesjährigen ' -------/ \ mHW •»M «* emgegavgeue Bücher u. swavdttvvg. ICompaß für W Ländern, Asien, Afrika, dm bmifcha nd Lmtralamerika, Mexico, btn 6t» h und Kanada. Eiedmte on Gustav Metnecke. Mil 4 hrtoi. M. Verlag von I. I. Weber in füglich frische geräucherte Schellfisch« und AitUt BOckitnge bet 10104] E. Dort, Walltborflr. 4\ C 1 -- G# l \ t/i urd Vott-wirchschast m etofaWP'MMW wWttat $antte 6tniua>dftn, bntb 60» Pacleitv befand«s ivichtitz xx oox Wi® vä r Wt mutz fest und NWfHft U*bl6, HaattttiltMoiW 3Ä nicht geeignet und lvndlll M kr i|k W Wert’ jur NM । mit einet davtrhastttt.dwttf^ m Suffchtifl oetfehm fdu, I W Maud) ohne die »ME Es mMlt fi», HkmX dnSdtdMtwtib.btrb«... yÄ-«-1 Ss?** SssÄg itt dei*« ” Sil,!« ’ **ÄfÄ»*"* Wegen Bauoerän» deruvgbinichge. nöth.. dies. 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Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer scrophulöser Kinder in der Kinderheilanftalt zu Bad- Srauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkassenbezirks Gießen, welche solche kranke Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welcher die Roth, wendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durch- gemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar T. I zusenden zu wollen. Gießen, am 8. December 1896. Die Direktion des Spar- und Leihkassevereins. ____________________ I. E.: Wiener. 10903 ™ Omnibus-Verbindung cZLLbL Mute A Msrburgerftraße—Bahnhof und zurück. Linie B «rünbergerfiraße—Bahnbnf und zurück. Linie D Von und nach Wieseck nach besonderem Fahrplan. Ä1C. WMechls Ä empfiehlt feine Dampf-Färberei und chemische Wasch - Anstalt Ueber^ygX\OQO F. Schott, Weinhandlung, ^Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengaffe. Warme Päder Mäusburg 15. E ui“ » , hie tu I* 5’Ä'! r Ki Zweiter Stock MS miethen. (10901] Licherfiraße ». 1U392) Eine schöne Wohnung mit vier Zimmern, drei Treppen hoch, an ruhige Familie per Januar oder später zu ver- miethen.____________«etter-we- 91. 10654] Der dritte Stock, bestehend «u» 6 Zimmern mit ollen Bequemlichkeiten, ist per 1. April, event. auch früher, zu vermtethen. «Se der BiSmarck- _________u«d Ladwtgvraße 14. | Familien-Wohnungen S allen Größen u Lagen weist ausfübrlich nach der «teßeaer Wohnvvge-Sra»- We14, KaplanSg. 14, ll. 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Mitgliedern der s Mehrheit einen Beichli für bte Partei ausgeftd mit anberen Parteien den socialen Ordnung Derjentgkn, welche bi, /ich oalerkützen,' Wi-e partes borgefd)lag?nt Beschluhantrage war o licheu Rrchtenmanuer \ bta Führer der ver srüheren Minister I Beschlustantrag wurde Arm Depesci vttlt«. 13. Derer Paare stattgehabte gr> ,lnen glänzeadeu Berl ba*u »gangen. Das Unterhaltung war ein Lehrer-Gesa Domchors, uusgeiührt. H.IU* 18' D-o •W «or bim unte, »««itaMin g„6t D< Owtoi-lS-®1 betrieben arbeiteten ai ge-SH°lichen BerhLl-! sorberlich gewesen wc Annchen, 12. 1 nrtheilte heute ben R bl. 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