I ?“«< ^kNleiM ft“®1 * 3 * *' «185 lubenUyst ™ i!i. Bauer II «sta^LiLs« lisch n. Cabiian -——__1^RrbstE. itfetten!(: Luni) öilligst an m? »üge^WMHorstraße 6. 5 und Ratten ihoell und «eher ee. ch M Fteiberes (.Delitzsch) itenknehen. . Hauethieren und Ge- mchädlich. Wirkung =h belobigt. Dos. 0,50, l>50 in der Hirsch- tke, Otto Schaaf, 8055 rmiethungen. tlianingt 11: lrinkMansard.'nwohnuiiL jwil 1 ju otrinl(tfa. htutfM 16 t $df8tagt, t, 4 mit W unb ruhige Leute tu vemiethen. Jflnt DvhMlig, 4 Mmr. ,« fconfoox, mit g'Wm eil, Wort zu uttmidh«. RtSOOproa. BoMtitnetMt M mtr vebsi ZubehSr per 16- m. hm. flttflöftRoQ. sn meinem nwerbautm tat« 6 ist der iwtüe W imern und Küche, W mit 4-6 und M- gloftt und ^abeejnrj^t“1 ZubehSr, m «rmtMl IW« W4 Ee'nstr-iße 4k. »SW dSKAs *!*•&*£ ÄU?S nmlethern »xsM. •SSBWj 'e „d Odeu^ ( iifle”b”i>«h,,i”'“r 6 CW ° Ve^a elfen J ääräsr! :$ *»•"! ’rid SebB>101“”' 0 ."Neubeit6" ,.nö ISO« f>t. 268 Erstes Blatt. Freitag de» 13. Nodember Drr Eichener Anzeiger erscheint täglich, mit Un-nahwe deS Nlcittag«. Die Girtzener Aramitieunkälier werben den. Knotiger wöchentlich dreimal b«ig«ltgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierleljähriget Avtinncmcnlspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlcchn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expoditi«« und Druckerei: AchulstreteAr.7. Fernsprecher LI. uni Anzeigeblcr^t für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» iahenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bon». 10 Uhr. Hratisöeitage: Gießener Aamilienötätter. Alle L»uo»cen.vureaux de« In- und Auslandes nehm« Anzeigen für de» „Gießener Anzeiger" entgeg«. Amtlicher Theil. 6 --------- tokmmtmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Zu Dortelweil und Kloppenhetm, Kreis Fried- berg, ist die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen und dieserhalb Gehöftsperre verfügt worden. Gießen, den 11. November 1896. GroßherzogltcheS KretSamt Gießen, v. Gagern. Derstscher Veichstag. 121. Pleaarfitzu«g. Mittwoch, de« 11. November 1896. Am BundeSrathStische: StaatSsecretLr v. Bötticher, Minister Schönstedt. Das Hau« ist sehr schwach besetzt. Die Berathung der Jufttznovelle wird fortgesetzt bei $ 77 deS GertchtsverfassungSgesrtzes, betreffend die Besetzung der Kammern. Abg. Schmidt-Warburg (Ctr.): Die nothwendtge Einführung der Berufung dürfte nicht durch unleugbare Verschlechterungen deS Verfahrens erkauft werden. Die Regierung möge ftch wohl überlegen, was ste damit thue, wenn fie die Rembold'schen Verbefferungm ablehne und dadurch eventuell die Vorlage zum Scheitern bringe. In der Commission habe daS Haus ja leider schon genug von seinen berechtigten Wünschen opfern müffen. AlS man 1879 daS Fünf- Münner-Eollegtum etnführte, habe man die Rechtsprechung um deswillen für eine so gesicherte angesehen, daß man auf die Berufung verzichten zu können glaubte und man babe dem Fünf-Männer- Eollegium aus dem gleichen Grunde eine Reihe von Vergehen überwiesen, welche bis dahin vor da« Schwurgericht gehörten. Jetzt, wo in erster Instanz die Fünf-Männer wieder beseitigt werden sollten, gehe man in dem Bestreben, die Zahl der vor das Schwurgericht gehörigen Deltcte zu verringern, sogar noch weiter, obwohl man durch Wtedereinsührung des Drei-Männer« Collegiums die Garanttm für eine gute Rechtsprechung verringere. Wie reime sich das zusammen? Er empfehle in erster Linie den Antrag Rembold: Besetzung der Kammern mit drei ordenUichen und zwei Schöffen- Rtchtern. Eventuell beantrage er die Besetzung mit fünf Mitgitedern in erster Instanz bet Verbrechen, in zweiter Instanz bet allen Vergehen, mit Ausnahme der Privatklagesachen. Und falls auch das abgelehnt werde, bezwecke ein von ihm gestellter zweiter Eventualantrag die Besetzung in erster Instanz mit vier Mitgliedern, in der Berufungsinstanz bet Uebertretungen und Privatklagefällen mit drei, in allen sonstigen Fällen mit fünf Richtern. Geh. Ober-Reg.-Rath o. Lenthe: Wenn die Regierungen sich dem fügen, was in der Commission beschloffen worden ist, so geben sie damit einem Wunsche der Mehrheit des Hauses nach, welcher ohnehin schon bedeutende Erschwerungen und eine bedeutende Er- HSHung der Kosten mit sich bringt. Wetter zu gehen würden sich die verbündeten Regierungen schwerlich entschlitßen. Ich bitte Ste daher dringend, den heute vorliegenden Anträgen Ihre Zustimmung nicht zu ertheilen. Aus dem Grundsätze, daß es auf die Kosten nicht ankommt, wenn eS sich um eine gute Rechtsprechung handelt, folgt doch nicht, daß wir unnütze Ausgaben machen (Widerspruch von verschiedenen Seiten), um etwas zu erreichen, was wir auf einfacherem Wege erreichen können: die Aufrechterhaltung einer guten Strafrechtspflege. Die Zahl der Richter gibt keine Garantie für die Güte der Rechtsprechung. Gegen den Antrag Rcmbold spreche, daß seit 10 Jahren die Inanspruchnahme des Laien-Elements ohnehin schon sehr gestiegen und die Klagen darüber immer mehr zugenommen hätten. Da solle man sich doch hüten, diese Last noch zu vergrößern. Abg. Günther (nl.) wendet sich ebenfalls gegen den Vorschlag Rembolds. Schon jetzt sei eS ja sehr schwer, die erforderliche Anzahl Schöffen und Geschworene zu finden. Abg. Munckel (freif. Dp.) würde eS am liebsten bei dem bestehenden Fünf-Männer-Collegium lassen, eventmll aber dem Anträge Rembold zuftlmmen und, wenn auch dieser abgelehnt wird, dem Anträge Schmidt. Wir wollen doch die bestehenden Zustände oerbefern und nicht verschlechtern. Die Verbefferungen, die unS die Vorlage in der Berufung und der Entschädtgw g unschuldig Ver- urtheilter bringt, will man uns, nach dem do ut des, nicht geben, ohne daß wir Verschlechterungen gleichzeitig unS gefallen lassen sollen. Wenn man Gründlichkeit und Gerechtigkeit liebt, wie kann man da daS Fünf Männer-Collegium wieder abschaffen. Auf die Kosten darf es da nicht ankommen. Geh. Rath LucaS wendet sich gegen dm Antrag Rembold. Rach menschlichem Elmrssen werde der Bundesrath seine Anficht nicht ändern und nach seinem Ermessen würde die Annahme des Antrages das Grsetz zum Scheitern bringen. Die Inanspruchnahme deS Laienelements sei ohnehin schon seit 20 Jahr.n außerordentlich gestiegen, so daß es schon jetzt oft an geeigneten Geschworenen fehle. An Schöffen mangele es weniger, aber man möge bedenken, daß die Annahme deS Antrages Rembold geradezu zu einer Verdopp-lung der Zahl der Schöffen führen würde. Und woher solle man dann «ualifizirte Personen nehmen? , ■/- , v , Abg. v. Buchka (cons.) verweist darauf daß nach den Erklärungen vom Bundesrathstlsche aus den Regierungen die vorliegen- len Anträge unannehmbar seien, daß das Haus aber doch nicht daran die Vorlage scheitern lassen dürfe. Man solle es daher bei len Vorschlägen der Commission bewenden lasten. Abg. v. Güttlingen (Rp.) will keinesfalls eine verschlechte- tung der Garantieen für die erste Instanz, auf die eS doch, nach eigenem Zugeständniß der Regierung, zu allermeist ankomme. Daß eher bei 3 R'chtern die Garantieen nicht gleich große seien, wie bei 5, Las sei zweifellos. r Abg. R ickert (freif. 8er.) befürwortet Beibehaltung des Fünf- Nichter-CollegiumS in allen Instanzen. Jetzt seien Bier fünftel der Stimmen zur Derurtheilung nöthig, fortan walle man Zweidrittel für zur Freisprechung erforderlich erklären. Und das Alles au8 finanziellen Rücksichten. Der jetzige Finanzrninister sei schlimmer als je einer zuvor! Mühler sei abgegangen wegen nur 69 000 Mk., die ihm verweigert wurden. Der jetzige Justizminister müffe sich wer weiß wie sehr abquSlen, um Herrn Miquel ein paar tausend Mark oder ein paar Richter aus den Zähnen zu reißen. (Heiterkeit.) Dabei hat der preußische Finanzminister jetzt einen Ueberschuß von 60 Millionen! An Schöffen würde eö nimmermehr fehlen, roenn man nicht ganze Berufskiasten bei der Berufung zum Schöffen ausschließe. Nicht um eine unnütz-, sondern um eine unerläßliche Ausgabe handelt t6 sich hier. Geh.-Rath VierhauS: In Preußen beantrage der Zuschuß zur Justizverwaltung schon jetzt 64 Mill, und die GesammtauSgabe 98 Mill., also über 3 Mk. pro Kops. Welcher Mehrbedarf bet Annahme deS Antrages Munckel entstehe, könne nicht genau angegeben werden; aber wenn auch wirklich etwa die Annahme Rickerts richtig sei, daß eS sich dabei nur um V» Mill, handeln würde, so spiele das schon bet einem Gesammtjustizetat von 98 M ll. eine Rolle. Der Antrag Rembold sei unannehmbar, weil unduechführbar. Abg. Stadthagen (Soc.) protestirt entschieden gegen Verschlechterung der ersten Instanz durch Rückgriff auf ein DreimLnner- Collegtum. Bei der Auswahl der Schöffen wie der Geschworenen fei das Interesse der herrschenden Klaffen maßgebend. Geh.-Rath ». Sende legt Verwahrung gegen eine Aeußerung deS Vorredners ein, daß das Vertrauen zu den Richtern geschwunden sei. Abg. Lerno (Ctr.) würde es nicht vor seinen Wählern verantworten können, wenn durch das Festhalten an dem Fünfmänner- Collegtum so alle Forderungen wie die Berufung und Entschädigung unschuldig Verurtheilter scheitern sollten. Für die Ausdehnung deS Schöffenwesens könne er sich nicht erwärmen. Am besten wäre ja die Beibehaltung des Fünfmänner-Collegtums, doch müffe man sich eben mit dem Erreichbaren begnügen. Abg. Pteschel (nl.) spricht NamenS seiner Freunde gleichfalls im Jntereffe deS Zustandekommens des Gesetzes für den Commif- fionSbefchluß. Justizmtntster Schönstedt conftatirt nochmals, daß durch ein Ueberschreiten der Commissionsoorschläze das ganze Gefetz gefährdet werde. Schon die Commtssionsvorfchläge brächten allein für Preußen eine Mehrbelastung von 5 Millionen. Der Antrag Munckel, auf Beibehaltung M Fünfmänner- CollegtumS für alle Instanzen, wird angenommen. SB eitet berathung morgen 1 Uhr. Der Plästdent iheilt noch mit, daß am Montag die Interpellation der Freisinnigen, betr. daS Duell m tz den Fall Brüsewitz, sowie die Interpellation des CentrumS betr. die Hamburger Enthüllungen auf d'e Tagesordnung gesetzt werden sollen. (Schluß 51/4 Uhr.) WolffS telegraphisches Eerrefpondenz-Bsrian. Berlin, 11. November. Die Centrumspartei b achte im Reichstage eine Interpellation ein, die wie folgt lautet: Ist der Reichskanzler in der Lage, Auskunft zu ertheilen, 1) ob bis z> m Jahr 1890 ein Gehetmvertrag zwischen Deutschland und Rußland bestand und 2) falls er bestand, welche Vorgänge zu einer Nichterneuerung führten, 3) welchen Einfluß die jüngsten Veröffentlichungen hierüber auf die Beziehungen Deutschlands zum Dreibünde sowie zu den übrigen Mächten übten? Berlin, 11. November. Der CentralauSschuß der nationalliberalen Partei sandte gemeinschaftlich mit der nationalltberalen ReichStagSfraction ein Telegramm au die Mainzer Parteigenoffen, worin denselben dringend empfohlen wird, bet der Stichwahl daran festzuhalten, daß alle auf dem Boden der gesellschaftsichen Ordnung stehenden Parteien im Kampfe gegen die Soctalöemokratie zusammenstehen müffen. tobrrrg, 11. November. Die Herzogin, der Erbprinz von Coburg, sowie die Großherzogin von Hessen find von hier nach Darmstadt abgeretst. Die Herzogin reist von Darmstadt nach England weiter. Rom, 11. November. DaS römische Damen- Comitü zur Unterstützung der italienischen Gefangenen erhielt eine Depesche auS Djtbutt vom ll.Novbr., Meneltk soll die Errichtung deS abeffhnischeu Rothen Kreuzes beschloffen und die Neutralität deS Sanitätspersonals in Kriegs- zetten anerkannt haben. Demgemäß würden die gefangenen Aerzte fretgelaffen. Der Assistenzarzt Zürich habe die Er- laubniß erhalten, Harrar mit einer russischen Expedition gegen den 26. November zu verlassen. Belfort, 11. November. Nahe der deutsch-französischen Grenze wurde ein junger Manu NamenS Ulmann, gebürtig auS OnanS (Dep. Doubs), der seinen Onkel in Romagne besuchen wollte, ermordet aufgefunden. ES steht fest, daß daS Verbrechen auf deutschem Gebiet begangen ist. Die Gerichtsbehörden in Belfort und Mülhausen find beiderseits mit den weiteren Ermittelungen beschäftigt. London, 11. November. Eine Depesche der -Standard and DtggerS News" aus Johannesburg meldet, die Regierung von Transvaal habe beschlossen, von der Shartered Company eine Million Pfund Sterling Entschädigung für den Einfall JamesouS zu verlangen. tot Hl je, 11. November. Infolge großen Sturmes sind die Flüsse ausgetreten und haLeu weite Laud- strecken überschwemmt. Der Verkehr ist gänzlich unterbrochen. Der Scutarisee ist ebenfalls ausgetreten unb hat die umliegenden Städte und Ortschaften unter Wuff^r gesetzt. Die Bevölkerung des DistrictS Ceta befind« sich in großer Gefahr. Die Gefahr der verunglückten Personen ist noch nicht bekannt. Der augerichtete Schaden ist bebeuteud. Fürst Nikita hat fich sofort nach den gefährdeten Orten begeben. Depeschen deS Bureau ,Herold". Berlin, 11. November. In der heute unter dem vorfitz deS Bicepräfidenteu des StaatSministeriumS, v. Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung de» Bundesraths wurden die Entwürfe des Etats auf daS Etatsjahr 1897/98 für bei allgemeinen Penfionsfond, für die Erhaltung deS Reichs- Heeres, für das auswärtige Amt und für die ReichSschnld genehmigt. Die Zustimmung wurde ertheilt: dem Gesetzentwurf, betreffend die Feststellung deS Reichshaushalts Etats für 1897/98, dem Gesetzentwurf, betreffend die Feststellung deS HauShaltS Etats der Schutzgebiete für 1897/98, de« Gesetzentwurf, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des ReichSheereS u. f. w., dem Gesetzentwurf, betreffend die Coutrole des Reichshaushalts, des LandeShauShaltS von Elsaß Lothringen und des Haushalts der Schutzgebiete für 1896/97, sowie dem Ausschuß- antrage zu dem Entwurf von Gesetzen wegen Abänderung der UufallverficherungS Gesetze. Wie die ,Post" hört, find die Forderungen sür Erhöhung der Beamten- und Offizier»- Besoldungen, sür die bekanntlich Pauschalsummen ausgesetzt waren, auS dem Etat gestrichen, dieselben dürsten nach weiteren Berathung-n im Bundesrath später dem Reichstage in Form eines Nachtrags-Etats zugehen. Berlin, 11. November. Zum Anträge Kanitz weist die ,Deutsche Tageszeitung" daraus hin, daß die begonnene Session deS Reichstages nur eine Fortsetzung der Sitzungen deS Winters 1895/96 ist und deßhalb der Antrag Kanitz nicht wieder eingebracht sei. Dem im AuSgang November tagenden Ausschuß des Bunde« der Landwtrthe wird vom Bolstande eine diesbezügliche Resolution zur Beschlußfaffung unterbreitet werden. Berlin, 11. November. Die Leiche deS Hofpredigers Dr. Fromme! ist von Plön heute früh auf dem hiesigen Lehrter Bahnhofe eingetroffen und tu aller Stille durch zwölf Unteroifiziere deS 2. Garderegiments nach der GaruifonSktrche überführt worden. Berlin, 11. November. Die heute abbestellte Vereidigung der Rekruten wird voraussichtlich bei günstigem Wetter morgen in den ersten NachmtttagSstuuden nach Be- eodtgung der Trauerfeierlickketten für den verstorbenen Hofprediger Dr. Frommel statrfindeu. Berlin, 11. November. Entgegen den Blättermeldungen über den Fall Brüsewitz schreibt die ^Post": Zuverlässige Nachrichten würden über den AuSgang de« Verfahrens keinesfalls in die Oeffentlichkett dringen können, bevor nicht die Allerhöchste Bestätigung erfolgt sei. Davon aber, daß eine solche bereit- vorliegt, ist in unterrichteten Kreisen nichts bekannt. Berlin, 11. November. Gestern wurde der zwischen der Schweiz und Japan abgeschloffene Freundschaft»', Ried erlassungS- unb Han delsvertrag unterzeichnet. Berlin, 11. November. Die Berliner Anarchisten hatten zu heute Abend zur Berberrlichung ihrer Chicagoer Vorkämpfer eine große öffentliche Volksversammlung ein- berufen. Dieselbe wird, angeblich wegen Verweigerung deS Saales durch den Wirth, nicht stattfinden. Ä«ttcrbam, 11. November. An der Küste von Kurland ist das nach Riga bestimmte Sch'ff ^Capella" unter« gegangen. Ein Theil der Besatzung, darunter der Capi- tän, ist ertrunken. Part», 11. November. Der „Figaro" dementirt die Nachricht, daß während des Aufenthalts des rusfischen Kaiserin ChalorS zwischen diesem und Kaiser Wilhelm ein Deprschei- wechsel stattgesunden habe. Pari», 11. November. Drr Senat hat einen Credit von einer Million Francs für die Opfer der Ueberschwemm- uigen bewilligt. Madrid, 11. November. ES werden die erforderliche« VorberetiU' g?n sür die Einschiffung von 20,000 Mann nach Cuba getroffen. — Die Nachricht von einem Stege der spantscheu Truppen auf den Philippinen wird bestätigt. Die Insurgenten verloren in dem Kampfe 400 Tobte. Berlii, 12. November. In der gestern Abend abgehal- Unee FractionSfitzNug der social tsttschen Abgeordnete« wurde bestimmt, daß zur Interpellation Hompesch, betr. die Enthüllungen der „Hamd. Nachr.", Liebknecht «ab zur Interpellation Munckel und Gen. betr. die Duellfrage und den Fall Brüsewitz Bebel sprechen soll. Außerdem wurden Liebknecht und Schippel als Redner für die EtatS- Debatte bestimmt. Bafel, 12. November. Gelegentlich eine- Wirthshaus- streite- in Bry unweit Biel zertrümmerten vier Italiener die Lampen und stachen in der Dunkelheit die anwesenden Bürger nieder. Zwei der Gestochenen find ihren Der« letzungen bereit- erlegen, während vier andere, darunter der Wirth, schwer darniederliegeo. Die Thäter find verhaftet. Wien, 12. November. Da- Warschauer Amtsblatt bestätigt den Unfall des russischen HofzugeS, der die Zarin Wittwe sührte. Belgrad, 12. November. Ein in UeSkueb ansässiger angesehener Türke, Vischar Bega, wurde wegen Hochver- rat HS verhaftet. Er unterstützte die dortigen Serben gegen die Versolgungen der Arnauten. Belgrad, 12. November. Infolge starker Regeugüfle find hier große Ueberschwemmuugen etngetteten. Der Bahnverkehr auf der Kcagujewatz Linie wurde eingestellt. Zahlreiche Orte an der Dvtua stehen unter Wasier. Save und Donau steigen ebenfalls. _ CocoUs rrnd Gießen, den 12. November. •• Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- h erzog empfingen am 11. November u. A. die Pfarrer Stock von Ober-Breidenbach, Heintze von Gettenau und Orth von Bilde!. ** Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, den SteuercommisiariatS- asfistenten Dr. Rudolf Blum zu Offenbach in gleicher Dtensteigenschaft an daS Steuercommiffartat WormS zu versetzen und den Gteuercontrolleur Steueroffeffor Karl Jäger zu Groß-Gerau zum Steuercommiffariatsa sistenten bet dem Steuercommiffariat Offenbach, sowie die Steueraffefforen Bernhard Wenzel au- Gießen und Georg Heinrich Tag au- WormS zu Steuercomrolleuren zu ernennen. ** Bon der Universität. Der Rector der Lande-uni- verfität, Herr Geh. Ktrchenrath Prof. D. Stade, hat zu der in Gegenwart Sr. Kgl. Hoh. de- Großherzogs SamStag den 21. November stattfindenden Einweihung des veuerbauten hygienischen Instituts Einladungen mit folgendem Programm ergehen laffen: Festact im neuen hygienischen Institut, zu dem sich die Theilnehmer daselbst präciS P/4 Uhr versammeln. Festesten in Stein's Garten präctS 4 Uhr. •* Sitzung der Großh. Handelskammer vom lll.Rovbr. 1896. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Gail, Heichelheim, Klingspor und Wortmann. Die regelmäßige ErgänzungS- wahl zur Großh. Handelskammer soll am Mittwoch den 2 December l. I. stattfinden. Es scheiden aus die Herren L. Homberger, A. Katz, Albert Kraatz. Zum Wahl- commiffär wird Herr Commerzienrath Wtlh. Gail erwählt und zu Urkundspersonen die Herren Fabrikant Gustav Mueller und Kaufmann Wilhelm TribuS. Im Falle daß einer dieser Herren verhindert sein sollte, wird Herr Commerzienrath Gail ermächtigt, einen Ersatzmann zu wählen. Die Liste der Wahlberechtigten soll vom 17. bis zum 27. November auf dem Comptoir des Herrn Commerzienrath Heichelheim dahier zur Einsicht offen liegen. — Die Handelskammer zu Bielefeld hat an den Deutschen Reichstag eine Eingabe gerichtet betr. die Zulassung des Rechtswegs in Zollstreitsachev. Bereits in den Jahren 1886 und 1890 hat der Reichstag dahingehende Resolutionen angenommen. Die hiesige Handelskammer beschließt, die Bestrebungen der Schwesterkammer zu Bielefeld gleichfalls durch eine Eingabe an den Deutschen Reichstag zu unterstützen. — Die König!. Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. theilt der Kammer mit, daß von Sonntag den 15. November l. I. an in Gießen Sonntagsrückfahrkarten 1., 2. und 3. Klaffe nach Marburg zu den einfachen Personenzugfahrtaxen verausgabt werden. — Der Verein zur Wahrung der wirthschaftlichen Jntereffen der Eisen- und Stahlindustrie für Elsaß-Lothringen bemüht sich für da- Zustandekommen einer Fernsprechverbindung Metz- Trier—Coblenz—Cassel—Berlin. Die Kammer beschließt, die Bestrebungen deS genannten Vereins event. in geeigneter Weise zu unterstützen. — Der Verein der Detaillisten zu Gießen machte der Kammer Mittheilung von seiner Begründung und übersandte ein Exemplar seiner Statuten. — DaS Berzeichvtß der Kammer von zweifelhaften Firmen im Ausland hat weitere Ergänzung für Chile und die Türkei gefunden. DaS genannte Verzeichnt liegt stets in den Geschäftsstunden der Kammer für Jaterrffenten zur Einsicht offen. Parlamentarisches. Der ,W. Ztg." wird ans Darmstadt geschrieben: „Leicht wird das für 1894/97 geltende hessische Finanzgesetz in seiner Wirkung verlängert, d. h. der damalige Ausschlag unserer dirccten Steuern beibehalten, prorogirt werden müffen. Denn mit dem 1. April 1897 beginnt da- neue Finanz- und Budgetjahr, die Vorlage deS neuen Staats-Budget- soll aber nicht in naher Au-stcht stehen. Die verathung, ständische Berichterstattung und Be- schlußfoffung deS umsaffenden dreijährigen Budget- mit neuen Posten und Wünschen fordern aber erfahrung-mäßig längere Zeit. Wenn de-halb die Einberufung des neuen (30.) Landtag- mit der Vorlage de- neuen Budget- spätesten- nicht noch vor Weihnachten ersolgt, wird jene Berathung u. s. w. kaum zeitig fertig, so daß eine Prorogation de- Finanz gesetzeS nöthig sein wird. Dazu bedarf e- na'ürlich auch ständischer Zustimmung. Unter allen Umständen muß also in absehbarer Zeit der neue Landtag einberuseu werden, zumal gewisse Vorlagen, die Verhältnisse der Beamten der Heff. LudwtgSbahn Gesellschaft betreffend u. s. w., bald vor dem 1. April k. I. neu zu regeln sind. •*H. Stadtiheater. vor schwach besetztem Hause, wohl hauptsächlich infolge von gleichzeitig stattgehabteu Vereins- und sonstigen festlichen Veranstaltungen, wurde gestern die GesangSpoffe ^Die wilde Katze" gegeben. Frl. Emma Frühling hatte in dieser die Rolle der „Marquita", welche sie von Anfang bi- zum Schluß feffelnd durchzufühlen wußte. Ihre künstlerische Individualität für daS Soubrettenfach kam hier zur vollsten Geltung, sie bezauberte durch virtuose Darstellung und Gesang, so daß da- Auditorium einfach entzückt war, und sich dieser reizenden, temperamentvollen „Marquita" vollständig gefangen gab. Enthusiastischer Beifall lohnte für solch glänzende noch lange in bester Erinnerung bleibende Leistung. Von den übrigen Mitwirkenden waren alle auf ihrem Posten und entledigten sich ihrer Aufgabe mit bestem Geschick. ** Stadttheater. Am Freitag wird Schiller-^Kab ale und Liebe" wiederholt. Zu dieser Classiker-vorstelluug werden für Schüler und Schülerinnen höherer Lehranstalten Brllet- zu ermäßigten Preisen abgegeben. Diese Schüler- billetS (Sperrsitz Mk. 1.—, 1. Parquet 60 Pfg.) find bei Herrn Ernst Challier, oder Abends an der Kaffe zu haben. ** Bortrag. Wir machen nochmals auf den dritten Vortrag Dr. Müllers aufmerksam, der morgen Freitag Abends 8 Uhr in der UniversitälSaula ftaltsii den und die Frage behandeln wird: „Giebt es Sünde?" Bultz-Concert. Ueber Fritz MaSbach, der am Mittwoch den 18. November als Pianist thätig sein wird, lesen wir einen Bericht aus London im „Musical Standard" vom 16. Mai 1896: Herr Fritz MaSbach spielt sehr gut. Er ist schon früher tu London aufgetreten, aber Schreiber dieses hörte ihn am Montag Abend zum ersten Male. Er besitzt die Macht eines echt musikalischen Ausdrucks, deffeu Etgenart es ist, daß er auf ein höheres Ziel hinzuweisen scheint, als dasjenige, welches gewöhnlich der Lohn ist für einfachen Fleiß, erreichbar jedem arbeitsamen Menschen. Die verschiedenartigen Composilionen gab er mit einer, den Charakter derselben fein unterscheidenden Auffassung wieder, welche wirklich geradezu überraschend war. Dann hat er eine Technik von bemerkenSwerther Vollendung und einen Anschlag, der ein Entzücken selbst Denjenigen sein muß, die sonst einseitige, grenzenlose Bewunderung sür Sauer und d'Albert hegen. Er mag Jemand vielleicht nicht durch überschwengliches Gesühl verblüffen, aber sein Spiel ist voller Hingabe, Ernst und unbestreitbaren Liebreizes. Wa» die Feinheit der Ausführung betrifft, steht er auf vollständig gleicher Stufe mit jenen Männern, die ihm vielleicht in anderer Hinsicht den Rang bestreiten möchten. Zweifellos hat er hart für seine Kunst gearbeitet, um so zu spielen wie er spielt: mit so viel blendender Vollkommenheit und Meisterschaft der Auffassung. Man ist sicher glücklich, Herrn MaSbach gehört zu haben. Im Laufe deS Abends spielte er zwei Concerte: Chopins E-moll und St. SaönS G-moll, beide in einer interessanten und sehr begnadeten Art wiedergebend. •• Soeben übermittelt uns die Ferber'sche Universität-- Buchhandlung (C.Koch), Kircheoplah 11 dahier, ihren elegant auSgestatteten und reich illustrirten Weih nachtS- Catalog. Mit der peinlichsten Sorgfalt zusammengestellt und versehen mit sämmtlichen Neuerscheinungen auf jeglichem Gebiete der Literatur, insbesondere der Geschenkliteratur, gleichviel für welches Alter, verdient derselbe, wohl beachtet zu werden und wird als Sammelwerk ersten Ranges einen Jeden, der betreffs seiner WethnachtSeinkäufe noch unschlüssig ist, leicht auf eine Passende und hübsche Gabe aufmerksam machen. Wie man uns mitthetlt, ist besagtes umfangreiches Nachschlagewerk in großer Auflage erschienen und wird zu geeigneter Zeit iw Kundenkreis obengenannter Firma gratis verabreicht werden. ** Ehrung. Dem seit 23 Jahren in hiesiger Stadt als Fletschbeschauer angestrllten Herrn Stooß, der sich in allen Kreisen wegen seines stet- frischen Humors und loyalen Verhaltens der größten Beliebtheit erfreut, wurde heute anläßlich seines 75jährigen Geburtstage- feiten- der Gießener Schlachtvieh-VerficherungS-Gesellschaft ein Pracht- voller Blumenkorb und ein Ruhesessrl überreicht. Zuvor überbrachten die Beamten deS Schlachthofes ihrem treuen Mitarbeiter herzliche Glückwünsche. verunglückt. Gestern Abend verunglückte der Wagenputzer Georg Wenzel au- Lützellinden beim Rangiren an der Köln-Mindever-Bahn dahier, dadurch, daß er beim Besteigen von Wagen fehl trat, und unter die Räder der ötafdrne kam, wobei ihm beide Beine abgefahren wurden und er noch weitere Verletzungen am Kopfe davon trug. Er wurde in die Klinik verbracht, wo er einer Amputation unterzogen wurde. •• Wäschediebstahl. In vergangener Nacht fand ein W S schedie bstahl in einem HauSgarten derDtezstraße statt. Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die in den hiesigen Gast- und Schankwirthschaften aufgestellten Sammelschiffchen der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurden diese Woche geleert und ergaben die immerhin schöne Summe von Mk. 121.68. In diesem Betrag ist allerdings auch der Erlös eines Schiff benS, welche- in der Gastwirthschaft „zur Burg" in Klein-Linden aufgestellt ist, enthalten. Dank allen edlen Gebern! Anmeldungen als Mitglied der Gesellschaft gegen einen Mindestbeitrag von Mk. 1.50 pro Jahr nimmt der Vertreter Herr Jean Kirch in Gießen gern entgegen. ** Bei zerrißene» Geldscheinen kann nach der allgemeinen Ansicht deS Publikums derjenige Ersatz verlangen, welcher die Nummer des Scheines besitzt. Dies ist jedoch keineswegs der Fall, danach dem Bankgesetz vom 15. März 1875 nur dann Ersatz zu leisten ist, wenn der Inhaber einen Thetl präsrntirt, der größer ist al» die halbe Note, oder den Nachweis führen kann, daß der Rrst der Note, von der er nur die Hälfte oder einen geringeren Theil besitzt, auch wirklich vernichtet sei. • An» Oberheien, 10. November. Die seit einiger Zett angestrebte Constitnirnng des FeuerversicherungS- Verbandes der Lehrer Hessens wird «unmehr zur Verwirklichung kommen, nachdem noch eine größere Anzahl Lehrer auS den Bezirken Grünberg, Laubach, Ohm-Fulda und Ruppertenrod einen bedeutenden Garantiesond gezeichnet haben. • Nidda, 11. November. Der gestrige Schweinemarkt war ziemlich gut befahren und brachte einen lebhaften Handel. Für daS Paar schöne Milchferkel wurden 22 bis 26 Mark und für ein Paar Einlegeschweiue 50—60 Mark bezahlt- der Preis fetter Schweine betrug durchschnittlich 40 Pfg. pro Pfund lebend Gewicht. — Der heutige Jahrmarkt ist dank des günstigen Wetters auch aus der Umgegend ziemlich gut besucht und für die Geschäftsleute zufriedenstellend. Am Abend findet zum Schlüsse des Martinimarktes im GambrinuS ein Co ncert statt. ? Son der Oh«, 11. November. Nach der Mittheilung unserer Jäger tritt im gegenwärtigen Spätherbste die Schnepfe nicht so selten auf wie in manchen anderen Jahrgängen. Jedenfalls trägt die seitherige gelinde Witterung dazu bei, den Aufenthalt de» delikatesten Federwildes bet seiner Rückreise zu verlängern. Auch die Lerchen haben da- Feld noch nicht verlassen- sie find sehr zahlreich vorhanden und sehr feist. Die äußerst ungünstige Herbstwitterung und verspätete Feldarbeit hat nicht selten die Feld- Hühnerjagd recht erschwert, so daß die Ketten oft sehr stark geblieben find und man die Rebhühner noch zMreicher wie sonst um diese Zeit im Felde antrifft. Da feilte aber, sobald die Kornsaat aufsproßt und fie diese zur Nahrung be- r-Ützev, vor Jagdhund und Jager nicht mehr Stand halten, sondern bei Zeiten daS Weite aufsuchen, so ist die Jagd aus Feldhühner eben weniger lohnend und mehr vom Zufall abhängend. Offenbach, 8. November. Seitdem man in Hessen die Selbsteivschätzung eingeführt hat, ist die Steuerbehörde an- gewiesen, jeden Fall von Ucbeitretung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen streng zu verfolgen. In der letzten SchöffengerichtSfitzung wurde ein hiesiger Architekt und Stadtverordneter wegen Steuerhinterziehung verurtheilt, 262.20 Mk. hinterzogene Steuern nachzuzahlen, sowie eine Strafe von 287.04 Mk. zu erlegen und außerdem sämmtliche Kosten zu tragen. • Berlin, 9. November. Ein gefälschtes Loos der GewerbeauSstellungS-Lotterie wurde heute bei der Gewinnausgabestelle präsentirt, um darauf den zweiten Hauptgewinn der Serie A im Werthe von 15,000 Mk. zu erheben. Nur durch einen Zufall wurde die Aushändigung deS Gewinnes verzögert, und inzwischen saad sich der richtige Gewinner ein, wodurch die Fälschung zu Tage trat. — Ueber die Angelegenheit der Fälschung eine- GewinnlooseS der GewerbeauSstellungS-Lotterie berichten die Abendblätter: Der Vorzeiger deS Looses, Kaufmann Meyer aus Neuenburg wurde, da er im Begriff war, nach Berlin zu reifen, von dem Arbeiter Malkows aufgefordert, daselbst den auf sein LooS gefallenen Gewinn einzvziehen. Als nach der Rückkehr MeyerS der Malkows sich einstellte, um seinen Gewinn in Empfang zu nehmen, lieh ihn Meyer in Hast nehmen. Er war sofort geständig und bezeichnete den Schäfer ZieSner als den eigentlichen Fälscher. ZteSuer dürfte inzwischen ebenfalls verhaftet sein. ♦ Zu einer Bauernhochzeit in Nordholz (Hannover) waren dieser Tage nicht weniger al» 200 Famckien durch berittene Hochzeitsbitter geladen worden. Die Tafelrunce betrug am ersten Tage reichlich 500 Personen, am zweiten speisten etwa 700 Personen. Getrunken wurden gegen 700 Flaschen Wein, 54 Faß Bier, 300 Liter Branntwein, ein Meer von Kaffee. • Verbrannt ist die Frau eines Musikers in Groß- Wootz (Sachsen), die, nachdem sie ihre drei Kinder auS dem brennenden HauS gerettet hatte, nochmals hineinlief, uw Bettzeug zu holen. Das Dach stürzte ein und begrub die arme Mutter.________________________ kirchliche Anzeige« der Stadt Gietze«. Evangelische «eetiabt Donnerstag ben 12 November, Abend- 8 Uhr: Vtbelv««de im Confirmandensaal (Neustadt61). Jac b.l—6. Pfarrer Schlosser. LottksdimS in der Synagoge. Sam Stag den 14. November. Vorabend 4” Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr. SabbalhauSgang 5“ Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 4* Uhr, SamStag Vormittag 8* Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSaang 5” Ubr. Nachmittag 2« Uhr SchrifterkUlr««-. Wetzsteingaffe S. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 4" Uhr_______ WitterungSbertcht vom 11. November. Die beiden Gebiete niederen Druckes im Norden und Süden deS Erdthetltz sind auch heute noch durch eine Zone hohen Barometerstandes getrennt, welcher sich von etntm Maximum über Frankreich ostwärts quer durch den ganzen Kontinent erstreckt; doch hat fich der Einfluß des nitberen Druck-- vom Norden her roieber südwärtß euSat breitet und reichte am Morgen bereits bis zum deutschen Küstengebiete. Daselbst sowie auch in Norddeutschland tft trübet, stellenweise unruhiges und regnerische- Wetter eingetrelen. In Süddeutschland ist bei ziemlich gleichmäßig verthetttem hohen Luftdruck daS Wetter ruhig und trocken, jedoch meistenorts nebelig. Im Nord- unb Ostsee-Gebiet sind die Temp ratnrra beträchtlich gestiegen, iS Eentral-^u-opa jeboeb wieder etwa- zurückgegangen._____________ Verkehr, £aw$* uub Volks u> irr h sich aft. , 11. November. Frachtmarkt. Not-er Weit« X 14 30, weißer Weizen X 14.00, Korn X 10 30, Gerste X 0.00, X 5 50. ________________________ -rc__ Bali-SeidfHT60 Pfg. Hevuederg-Setve von 60 Pf. b.S Mk. 18 65 p. Met. - glatt, geHretft, (entert, gemustert, Damaste ic. (ca. 240 orfd>. Qual, an» 2000 versch. Farben, DesstnS ic), porte- eteeerfrel lat Hase Muster umgehend. Lager: ea. 2 MHIIeaeo Meter. 8W4 11. re. »960 in der 10045 U ni ver si tätsaul a Lit. u., k 9960 Neue« Baue 6. zu vermiethen- «revzplatz 4. L. Daube & Cie., München. Freitag, de« IS. November 1890 r t Die 9872 10094 Frankfurter Börse vom 11. November 1896. SßroeoU 3*/> Deutsche ReichSanl. Procmt Cabliau Äug. Montanus Machf «Inh.: R. & «. Jmheuser, etlbf oe 11 n t Brief ettseife#690 [ ist unter den feinparfümirt. 1 Toi/ette-Seifan die * billigste. ff n 101.CO 101.00 102.50 1 1 1 1 1 1 1 9 1 20 Franken-St. Enal. SooeretgnS Dollars in Gold 4 4 3 3 erreicht. Kein Kmotoscop, Kinomoto- graph, noch Lichtbilder, können solche H., H., Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatSgar. Eisenb. «rld 16.16 20.36 4.18 & Die neuen Aufnahmen vonAnnecy.Aix-leS'Bains, Servoz, St. Gervais, die dr Arve rc. sind einzig und un- Britf 16.20 20.37 4V, 4 Seld 80 80 170.00 4.16 Hemdentuche, Bettdamaste, Piqn6s und Neglige- Coeper Die Lit. B., Die Lit. A., r*i -M 9764] ÄL Mansardenlogis an ruhige Leute zu vermiethen. Sudwigftratze 04. 8696] Der mittlere Stock, Süd anlage 4, 8 Zimmer mit Zubehör. Die Rückzahlung erfolgt bet unserer Stadtkasse und unserer Gas- «erkskasse, außerdem erfolgt die Rückzahlung der Schuldverschreibungen: des Anlehens Lit. H. bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Sörgel, Parrisius & Cie. zu Berlin und ihrer Commandite zu Frankfurt a. M., bei der Oldenburgischen Spar- und Leihbank zu Oldenburg und bet dem Bankhaus E Wasserfchleben zu Gießrn, des Anlehens Lit. U. bei den Niederlassungen der Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt, Berlin und Frankfurt a. M., des Gaswerksanlehens Lit. A. bei dem Bankhause Ferdinand Sander zu Darmstadt und Frankfurt a. M. 1 Friseur. 1 Glaser. 1 Müller. 1 Mälzer. 2 Schuhmacher. 2 JMIncr. Ein Stück Land im Altenfeld oder Schiffenbergerwcg zu kaufen gesucht. Näheres Vom 8. bis Arr-edot der «rbeitvehmer. III. Rückzahlbar am 1. Juli 1897. AVsbroceutigeu Gaswerks-Schuldverschreibungen. Nr. 61, 78, 151, 184, 189, 216, 231, 239, 291, 295, 307, 376, 378, 406, 441, 460 L 428 Mk. 57 Pfg. IV. Rückzahlbar am 1. Oktober 1897. T*/,brocentigen Gaswerks-Schuldverschreibungen. Nr. 324, 342, 439, 469, 512, 541, 673, 689, 1028, 1132, 1232 ä. 200 Mk. 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'«0/^ 320, 569, «S2. 694, W3 L 500 Mk, m,7LL ff 111, „ 69, 84, 337, 429, 451, 495, 741 ä 200 Mk. I zimmer. Nähere« Güdavtage 8. Die Verzinsung der Schuldverschreibungen hört mit den oben ge nannten Verfallterminen auf. .——----- --------- Im Anschluß hieran bringen wir unter Bezugnahme auf utifete in ber anfenMl'ÄtaX« früheren Bekanntmachungen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß, daß außer 16 Näheres zu erfragen bet obigen Schuldverschreibungen ausgeloost und gekündigt sind: Kaufmann BStz, Neuen BLue 17. I 9Iitff ht>ti 1 IftQA 9871] Eine Mansardenwohnung, zur —, LölfO. Zimmer und Küche nebst Zubehör, zu Die A'/rprocentige Schuldverschreibung: Ivermiethen._______Rordantag« 29. Lit. U., Serie III, Nr. 65 L 200 Mk. Paar6 (neuhergerichtet,2Zim,CabI, nS>f«e€ "1 1 cnß I Küchr rc, per l.Dec, eo.früher, . muf oen 1 Juli 1899. I zu vermiethen. Wolltdorftraße 8. v«7 Die L'/zproceutigen Schuldverschreibungen: Lit. A., Nr. 241 ä 1000 fl. (1714 Mk. 29 Pfg.), „ B., „ 191 ä 500 fl. (857 ,, 14 „ „ C., „ 520 ä. 200 fl. (342 „ 86 „ „ G., Serie I, Nr. 141 L 1000 Mk. III. Auf den 1. September 1896. Die LVsProcentigeu Schuldverschreibungen. Lit. V., Serie III, Nr. 637 und 708 ä. 500 Mk. Verzinsung derselben hat von den angegebenen Tagen ab aufgehört. Darmstadt, den 2. November 1896. 1U012] Zwei möbitrte Zimmer zu vermiethen; auf Wunsch mit Pension. __________________Kreuzplatz 12^_ 10011] MöblirteS Zimmex zu vermiethen. _______Güdavlage 7, Hinterh. patt 9988] Schön möol. Zimmer mit separatem Eingang zu vermiethen im ________Postveuba«, Scholstratze. 10041] Zwei ineinandergehende, gut möblirte Zimmer zu vermiethen- ____________«chillerftraße 26. 8695] Ein kleines FamiltenlogiS zu vermiethen und bald zu bez'ehen. Lodwigftrasse 55. lliudlj ^wei kleine Familienwohnungen 2 Zimmer, Küche und Zubehör, sowie eine große Werkstätte, per sofort zu ver- mtethen. Nähere« bet WUH. Plank, Bahnhofstraße 18 Zreunöl. 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Ferner werden gekündigt die folgenden, durch Verloosung vom Autigen zur Rückzahlung bestimmten Stücke der übrigen städtischen An. lehen, und zwar: 9u92] Ein freunbl. möbliries Zimmer ist an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Srenfladt 78, 1 Treppe, _____________am Oswaldsgqrien. 8892] Zwei schön möblirte Zimmer zu oermietven Bleiidflrosse 8 I 103.55 4‘/i Oesterr. Silberrente 86.20 98 40 4 Ung. Gold-Rente 103.70 102 80 3 Portugiesin 25.70 —.— 6 Mexicaner 92.60 103.00 4 Monopol-Griechen von 1887 3160 91.C5 4 Eisenb. Rentenb. Obl. 101.50 53.30 5 BuderuS Obl. 102.90 Statt besonderer Meldung* Todes-Anzeige Herrn Adolph Oppenheimer in noch nicht vollendetem 56. Lebensjahre. Giessen, den 11. November 1896. < ;w.> Blumenspenden im Sinne des Verstorbenen dankend verbeten. 10048 y f g« sucht. 10024 in T V ' Probeuummern zu Diensten. 10041 10049 10056 99J0 Dienstmädchen gesucht «elterSweg SS. 10028 SohnletrayeT. Vermiethfrau Müller, LeufelSlustgLrtchen 26. Sp: Muß dem Jackets Capes Radmäntel Die Qetffti vom 22. Octob llchtungSgebirtrS taftiuction zull hn Ortschaften ötln^au, Nfa, Cd (Dorf unb ( Stedebach, WUn uvb sil heute außer Die Gemar Niederwalgern u Gießen, I Gro Unebne von hlgtnben Taa n Die Mauft »etzlar, ist erlo worden. Gießen, Gr Gießener Eis-Verein. Der Jahresbeitrag beträgt auch dieses Jahr Mk. S.—. Derselbe wird im Laufe dieser Woche von dem Vereinsdiener erhoben werden. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß jeder Quittung eine Beikarte beigefügt wird, daß aber weitere Beikarten für Familienangehörige gegen Entrichtung von 50 Pfg. per Stück vom Diener gefordert werden können. Es empfiehlt fick, die Zahl der gewünschten Beikarten bet Zeiten festzuftellen. In dm Z thtU Marburg ist Glhöftsperr @ic6tn, Gr wird hie «e nach z tz bei ii der Restauration „Zum Andrees". Tages Ordnung: Die Stichwahl. Vorstandswahl. Rechnungsablage. Der Vorstand. dei- oder Tageskarte hat Niemand Zutritt zur Eisbahn. 10040 Verweigerung der Zahlung des Jahresbeitrages gilt nach 9, 10 der Statuten als Austrittserklärung. Gießen, den 10. November 1896. Der Vorstand. f'A Die Beerdigung findet Freitag den 13. November, Nachmittags 2’1, Uhr von der alten Klinik aus statt. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen Keschäfts-Werfegung. Von heute ab befindet sich unser Bureau unserem Neubau am Lahnftein. Birkenstock & Schneider, > Vaugeschäft. Theater-Verein. Donnerstag den LS. November, Anfang V/2 Uhr prSci- im Festsssl^ WMHorstrsße: GksllNmt-Gllüspiel des Frankfurter Stadttheaters. Liebelei. Schauspiel von Arthur Schnitzler. Bill et s in der Musikalienhandlung Ernst Challter (Rudolph; Nachf.), sowie an der Abendkasie. Erstes Parquet Mk. 3.60, zweite; Parquet und Balkon Mk. 2.25, Studentenkarten 1 Mk., Gallerte 1 Mk. Billets für Mitglieder nur bei Ernst Challter. Erstes Parquet Mk. 3.—, zweites Parquet und Balkon Mk. 2.—. Nach Schluß des Theaters Omnibusverbindung. Die ausgeloofteu Sperrsitzkarteu sind gefl. bei Herrn Ernst Challter in Empfang zu nehmen. 9891 „Aad-Aauheimer Anzeiger." Gelesenste Zeitung Bad - Nauheims und der Umgegend. P. Jos. Mobs, Seifenfabrik, Giessen, Mäusburg bringt sein seit Jahren bewährtes anerkannt vorzügliches W* Seifenpulver zum Kochen der Wäsche, Scheuern der Fussböden, Glasflaaehen etc. in empfehlende Erinnerung. 1 . Eigene Fabrikation. ■ Niederlagen auch in der Umgegend in sonst allen einschlägigen Geschäften. 6524 Hationallibrrakr Verein General Versammlung Freitag, den 13. I. Mts., Abends 9 Uhr, Gesucht werben Mädchen für Küche und HauS- o.bett- Vehr gute Stellen. 8*ertiew: W. e. — Inf nnb Arriaq brr Brübk'schen Birtücrfitöti B,>> Begenmäntel , 6.- offeriren in großer Auswahl Äug. Montanas Nachfolger, Gießen, Markt 10. 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