1S96 Sonntag den 13. September Der Amts- unb Anzeigeblcrtt für den 'Kreis (Siefecm Hratisöeitage: Gießener Aamikienökätter Volkshochschule zu Straßburg in coulan- 72 Mk., tt H ocolade 180 25 1200 Alle Lnnoncen-Bureaur deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. alität in Stadial en und ist mit 3» Eßgabel oder M I zu haben bei den & G. Wallen- 7401 plüfuna des Gymnasiums, Realgymnasiums, Reformgymna- ünd der Oberrealschule, Eintritt als Portepeefähnrtch, als merar in den höheren Dienst bei der Post-, Eisenbahn- und ____toaltunfl, Thterarzt, Zahnarzt rc.) von 37 Schülern besucht ,l Schon in seinem brüten Semester bestand ein Privatbeamter Wochen bezahlt werden- 1) Zinsen 1jt Jahr von 6000 Mk. 2) Dem Agenten...... 3) Erste Zahlung für Auskunft . 4) DaS Damno . . . . . > 216 Drittes Blatt viertellähriger A5s»emeut»,reiH» 2 Mark 20 Pfg. mit vrmgerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Rebciction, Expedition und Druckerei: Achntstratze Fernsprecher 6L Summa 1477 Mk. Also 4720 Mk. haben in zehn Wochen 1477 Mk. gebracht, was pro Jahr einem Procentsatze von . ich sage und schreibe 160 pCt. entspricht. Man glaube nicht, daß hier übertrieben wird. Der vorstehend beschriebene Fall ist ein der Wirklichkeit entnommener und nichts daran entstellt. * Der Schwadroushuud. An der großen Herbstparade in voriger Woche nahm auch ein Hund theil, der allgemeine Aufmerksamkeit und Heiterkeit erregte. Arki, so nennt man daS Thier, machte mit den Garde-Kürassieren schneidig den Paradetrab mit. Es ist ein Bastard von MopS und Dachshund. Er gehört der fünften Schwadron der Garde- Küraffiere, ist 3‘/2 Jahre alt und „dient" bereits im dritten Jahre. Der Trompeter Rudolph brachte ihn eines Tages vom Urlaub aus Pommern mit und daS Thier führte sich so gut, daß man es schon nach dem ersten Dienstjahre zum „überzähligen Unteroffizier" befördern konnte. Die silbernen Treffen trägt er am Halsband. Arki hat schon zwei Manöver mügemacht. Beim letzten führte ihn einmal der Rock irre. Er gerieth von seiner Truppe ab zu den GardeS du CorpS. Als an deren Quartieren dann das Garde-Küraffier-Regiment vorbeigeritten kam, war Arki, der sich bei der fremden Truppe nicht heimisch gefühlt hatte, mit einem Satze wieder Schwarz. Da der Hausherr gerade hiuauSgegangen war, um seine Gattin zu rufen, benutzte jener diesen Moment und ergriff schleunigst die Flucht. • Herborn, 10. September. Bei einem gegen Uhr heute Nachmittag hier stattgehabten GeWitter wurden sechs Arbeiter, welche an der Verlegung des Hörbücher Vicinal- Weges, am sogen. „Hörbacher Stich" arbeiteten, vom Blitz getroffen. Drei derselben waren sofort tobt, während die drei anderen mebr oder weniger verletzt wurden, je- doch nicht lebensgefährlich. Todt find: Hrch. Maage ♦ Geld auf Wechsel. Geld auf Wechsel wird tester Weise geliehen! Wie ost finden wir in den Zeitungen I diese Anzeigen. Wehe dem Armen, der auf eine solche Der- | lockung hineinfällt. Wir wollen an der Hand von Beispielen einmal nachweisen, wie solche Geschäfte zu Stande kommen | — wird dem „Eons." geschrieben — wobei wir mittheilen, daß der Geldsuchende unbedingt sicher sein muß, sonst erhält er keinen Pfennig. Der Geldsuchende wendet sich also an einen Agenten, der dieses Inserat in die Zeitung gesetzt hat und von vornherein 25 bis 30 Mk. für Einschreibgebühren, und andere Bestimmungen nimmt. Nach Verlauf von zwei । bis drei Wochen theilt der Agent dann mit, daß er nach unendlichen Bemühungen einen Geldgeber gefunden habe, der die Wechsel „coulant" zu 6 pEt. diScontiren wolle, aber da die eingezogenen Erkundigungen (die häufig geradezu erlogen find) leider nur ungünstige Nachrichten gebracht hätten und also die Sache durchaus nicht so sicher sei, so könne er den Wechsel über 6000 Mk. nicht vollgültig toxiren, er sei eben nicht so viel werth, und er könne das Geld nur gegen ein gewiffeS „Damno"!! von etwa 1200 Mk. zur Verfügung stellen, auch nicht auf sechs Monate, wie gewünscht, sondern da Wechsel nur immer auf drei Monate laufen, für diesen Zeitraum, dagegen würde der Geldmann (dieser unheimliche und geheimnißvolle Mann hinter den Couliffen) auf das Coulanteste prolongiren. Er, der Agent selbst, habe, wie man ja gesehen, ganz außerordentliche Bemühungen gehabt und könne daher laß Geschäft auch nur gegen vorhergehende Erstattung seiner Unkosten vermitteln, welche sich auf 180 Mk. beliefen. Seine ganzen Bemühungen aber haben, wie man sich wohl selbst sagen wird, sich lediglich auf einen Gang | zu seinem Geldmann beschränkt. Dann haben diese beiden mildthätigen Seelen ihren Schlachtenplan entworfen und I weiter ist in dieser Angelegenheit auch nicht ein einziger Schritt gemacht worden. Man ist froh, momentan, wenn auch mit enormen Opfern, sich gerettet zu sehen und erklärt sich mit den Forderungen einverstanden. Man erhält also 4720 Mk. und erfährt zudem noch, daß in Folge der vielen i „Bemühungen- schon zwei bis drei Wochen vom Wechsel ab« gelaufen sind, daß das Geld nur neun bis zehn Wochen zur Verfügung steht. Die Berechnung ist nun folgende: 4650 Mk. hat der Gauner geliehen. Hierfür muß für zehn von GunterSdorf, Hrch. Kneip von Hörbach und Hrch. Kniese von Dillheim. Die beiden ersten find Familien- Dillheim, totiaen Schulzeit; bei der Einjährig-Freiwilligen Prüfung be- iffa die Volkshochschüler immer am besten und zahlreichsten, itno Msten Termine dieser Prüfung haben sich 14, zu dem der tinimtenvrüsung deS Gymnasiums 6, des Realgymnasiums 2, Lkrrealschule 3 gemeldet. Um auswärtigen Familien die zu verschaffen, daß ihre Angehörigen auch außerhalb der untergebracht sind, hat die Schule nunmehr ein An- ikknsionat (Internat) errichtet, das unter der Leitung eines und der Oberaufsicht des Dtreetors steht. Der Director, [Sjr Bartholdy, Ritter des Rothen Adlerordens, der 11 Jahre r-httr gymnasialer uno realer Lehranstalten in Preußen, t erster Oberlehrer em Straßburger Lycemn war, 1875 die lbildungsschnle, 1893 die Tagesschule bezw. Volkshochschule wird von erprobten Lehrkräften erfolgreich unterstützt, so bmUs die Aufmerksamkeit der höchsten Behörden sowie der .pichen Autoritäten auf die Anstalt gelenkt ^^.Werm übrigens , Miner Morgenzeitung" vom 17. d. M. es als etwasganz -taes hervorhebt, daß man, nachdem von den bett. Behörden 'Pachtung gemacht worden fei, daß MilitSranwärter für den ' .ngSdienst nicht hinlänglich vorbereitet ^en und deshalb .ich hinter den Ctvtlanwärtern zurückstehmmüßm - in dm Anfang gemacht habe, durch besonderen Unterricht diesem r^.be abjubelfen - so darf sich die Straßburger VolkshoA _! whmen/ schon seit 20 Jahren dasselbe Ziel verfolgt und sich ito rank bei den Bethetltgten erworben zu baben, zumal da die -„.Militärbehörden in dankenswertherWeise °ufBefürwortung , SiiectorS fleißigen Mannschaften das Schulgttd zu ersetzen ectiet DaS Programm der Volkshochschule wird Jedermann auf iivsh oom Direktor portofrei zugesendet.__________ Väter. Verletzt sind: Joh. Neuhofs von Fr. Roth von Katzenfurt und Karl Kniese von Dillheim. Letzterer ist der Vater des tobten Heinrich Kniese. iWcht. -1t« Mchemr Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Giesset * I- i 0 0«"* 763$ bei seiner Schwabron. Donnerstag Morgen ist er wieder ins Manöver auSgerückt. Sein wackeres Verhalten bei der Parade wirb ihm wohl in den nächsten Tage eine neue Beförderung einbringen. » Da» Loch im Strumpfe. Julius Freund erzählt in der Berliner „Volkszeitung" folgende für die Damenwelt sehr lehrreiche Pferbebahngeschichte, die ihre Entstehung dem Umstand verdankt, daß der neue Berliner Polizeidirector, Herr v. Windheim, daS unsinnige Verbot des Besteigens der Decksitze der Omnibus- und Pferdebahnwagen der Reichs- Hauptstadt Seitens der holden Weiblichkeit aushob. Die in Versen gehaltene beachtenSwerthe Plauderei hat folgenden Wortlaut: Sie war mein minniges Mägdlein, | Sie hieß mit Namen Iduna, | und hatte mir ewige Treue gelobt | Beim Lichte der keuschen Luna. | — Auf aphrodisischem Nacken trug — Sie hold ein Madonnenköpfchen, | Sie hatte die blauesten Aeugelein | Und strohblonde Hängezöpfchen. | — Die Grenzen zartester Weiblichkeit | Nie im Verkehr über= schritt sie, — Und wollte ich einmal zärtlich sein, | Gleich seufzte sie: „O — ich bitt’ Sie!" | - Das ganze Ensemble war famos, | Die ganze äuß're Erscheinung | Erweckte in dem Beschauer gleich | Die vorteilhafteste Meinung. | — Drum fehlte ich nie beim Rendezvous, | Drum ließ ich sie niemals warten, | Und führte sie gern per Pferdebahn, | Nach irgend ’nem Sommergarten. | — So lebten wir beide feelenfroh | Ein höchst vergnügliches Leben--1 Bis plötzlich das Dach der Pferdebahn | Den Damen ward freigegeben! ] — Da sprach sie: „Nun hält mich nichts zurück! 1 MagS jetzt auch stürmen und wettern — | Ich fühl einen höheren Drang, ich muß | Ent schieden „nach oben" klettern!" | - Und wie sie den Vorsatz ausgeführt, | Da zeigte die holde Nymphe | Beim Klettern - ein ganz klein wenig nur — | Mir ihre - - seidenen ! Strümpfe. | —Und in dem einen — doch daS passirt | selbst ■ den penibelsten Frauen | — War gerade über dem Goldlack- i schuh | Ein winziges Loch zu schauen | — DaS war nichts | schlimmes und schien vorerst | Mir ganz und gar nicht ver- | sanglich, | Doch wurde beim nächsten Rendezvous | Die Sache ernst und bedenklich, | — Denn als sie wieder mit leichtem Fuß | Erklommen die Wendeltreppe, 1 Und wieder in höchst grazöser Art | Dabei gerafft ihre Schleppe, | — Da mußte ich sehen — (Wie ängstlich mir | Das Herz in der Brust | geklopft hat!) — I — Daß sie das winzige Loch im Strumpf | Noch immer nicht — — gestopft hat! — I — I Ich bin pedantisch von Kopf bis Fuß, | Weshalb ichs keinem verhehle: | Ich spürte den kleinen Rtß im Strumpf, | Wie einen Riß in der Seele. | — Und als bei der dritten Tram- way Tour | Die Lücke, die schauderhafte, | Obgleich eine Woche saft entfloht, — I Genau so wie früher klaffte — I — Da stand meine Meinung felsenfest | Dem Schicksal dankt' ich bc- I stzssgt — Und schwur einen dreimal heil'gen Schwur: | „Iduna wird nicht geeh'licht!"—Ganz kühl und ernüchtert habe ich | Ge- leitet das holde Kind heim, | Und dann mit inniger Rührung gedacht I Des wackeren--Herrn v. Windheim! I — Er hat mir Idunas Bild gezeigt 1 In Wahrheit, in echter und nackter, I Er hat mir den tiefen Einblick gewährt | In ihren wahren Character!--I - ES läßt die „Moral" sich kinderleicht | Zu folgender These spitzen: | Wenn sich e n Mädchen zu hoch versteigt, | Dann bleibt eß gewöhnlich fitzen! • Die Pflanmensprache. In seinem kleinen, kürzlich veröffentlichten Buche „Erinnerungen aus großer Zeit" (Leipzig, Keffelring'sche Hosbuchhandlung) erzählt F. W. Battenberg, 1870—1871 kriegsfreiwilliger Musketier im 2. hessischen Infanterie-Regiment Nr. 82, jetzt Stadtpfarrer zu Frankfurt a. M., eine ergötzliche Geschichte von einem Sachsenhäuser, der sich durch geniale Zeichensprache mit seiner französischen Quartierwirthin verständigte, als sein hetßeß Verlangen aus geschmorte Pflaumen gerichtet war. Batten- berg schreibt: „Ein noch jetzt lebender wackerer Sachsen- bäuser war zu RheimS im Quartter und hatte ganz ge- wattig gefuttert. Zum Nachtisch gabS noch Pflaumen, die er aber mit dem besten Willen nicht mehr bewältigen konnte. Er schob sie also zurück und sagte: „Naa, Madamm, nix " Nach zwei Stunden bekam er aber doch wieder Verlangen nach den Pflaumen und sagte: „He, Madamm, die Blaame!" I __ flAh, qu’est-ce donc ?“ — „Die Blaame!" — * Ab, niske comprends pas,“ — „Die Flaumen, die Pflaumen, die Quetsche, die Zwetschgen?- So ruft unser biederer LinkSmainler mit möglichster Deutlichkeit und allem verfügbaren Nachdruck — aber die Französin sperrt den Mund auf und spricht traurig auf jeden seiner AuSrufe: „0, niske, I niske comprends pas.“ Da erblickt der findige Mann in einer Ecke einen Reiserbesen und daneben eine Schüssel mit kleinen Kartoffeln. Schnell biegt er einige Besenreiser um, I steckt Kartoffeln daran, schüttelt dann diesen improvifirten Vi, Gießener : etbMen hliu-^amMenStLlter et 5« dem Anzeiger »HMich dreimal icigelegt. 1|W ' AaS Mainz berichten dortige Blatter: Am Samstag .— SSÄÄfllsich ein Herr Tinte und steckte daß Glaß in die flrtfl ,^i^. Unterwegs wurde er aus einem Hause angerufen, Ai” !tcat ein und sprach mit seinem Freunde. Dabei setzte Ak. ’Mla Gedanken aus daS Tintenglas. Daffelbe zerbrach F’le mit seinem Inhalt den Seffel, den Fußboden, den rLö ttt-zirher und die Beinkleider des Betreffenden mit tiefem in bet geiget Y Wn-chint täglich, Zithern, flöten O^en Preisen2 ^hanstait M Giessen. WO. 2C0 ms der Arao R. Overbeck, , itet* W öinrealschule; andere erzielten ähnliche Erfolge in der Hälfte Such in dem abgelaufenen Schuljahre hat sich der Organismus I .Volkshochschule" zu Straßburg bewährt. Bekanntlich ist I Anstalt die erste in Deutschland, welche es unternommen >>P«<9|tunoen ü0; ; :en lm scandtnavischen Norden so blühenden Schulen gleichen I ’naiint. n-nß, soweit es die deutschen Verhältnisse gestatten, es nach- uhm. Denn in Deutschland mußte sich nothwendtgerwetse die iMfialtiing an die bereits seit Jahrzehnten bestehenden Fort- . , unatldjulen anschlteßen; diese aber beschäftigen ihre Schüler nur { nicht auch Tages, wie die dänischen Volkshochschulen, oder rlÄU* &■!)• ie sind, wenn Tagschulen, zu reinen Fachschulen geworden. Die , ajfBurger Volksschule hat die Abendschule durch die Tagschule U jiaL int und betreibt ungefähr dieselben Lehrgegenstände wie die D^UCIle i^hm Volkshochschulen. Ein wesentlicher Unterschied ist aller- , o.(,’ lä dadurch bethättgt, daß letztere sich sehr bedeutender finanzieller 1 Fischbach. rrMung Seitens des Staates und der Gemeinden zu erfreuen ( i tn, was bei der Straßburger Schule bisher leider nicht der Fall \ nDltllllltlfi s ' daß diese sich saft einzig aus dem darum nicht unbedeutenden Hffvyiuuy, erhalten muß — bis etwa die Bchorden, die hohe Wich- ] tannes zur geil. Miil der Anstalt besser erkennend, sie besserer Unterstützung werth le werden. Die Volkshochschule will allem Volk, allen Erwach- ! n- Horm n jeglichen Standes, welches Fortbtldungsbcdürsniß sie auch hegen ne Herrn. Mise thrrm Zwecke behüiflich sein. Auf ihrem Lehrplane stehen MN vestmi diM alb nicht nur die neueren, sondern auch die alten Sprachen; : Übertragen zu rooQe nur die geschichtlichen, sondern auch die naturwisfenschastltchen VThtwp c*n, nicht nur gelehrte, sondern auch populäre Lehrgegen- e 1 we' ta sivolkswirthschaftslehre, Gesetz- und Verfassungskunde, Wechsel- XV. ragesgeschichte, Stenographie rc.); nicht nur Practikern (Mili- ! ich mich den wechß«>Lllern, Subalternbeamtm, Gewerbetreibenden, Kaufleuten) m Anfertiaen aDc. H >ii Gelegenheit zur Fortbildung geben, sondern auch solche Per- t/LAn ej.. ich, die durch irgendwelches Geschick oder falsche Motive höheren sur tadellosen El; geblieben waren, zu höheren Zielen (Einjährig-Frei- llbivi-, Fähnrichs-Abiturienten-Prüfung) vorbereiten. Der Unter- «nlleibermildl«, Wl von dm öffentlichen Lehranstalten besteht darin, daß der Lehr- wurwr umu)«/ ni|(t Volkshochschule fast das Doppelte der Lehrstunden anderer __iuilm unb Institute auf weist; was dadurch erreicht wird, daß die der Ferien und der Zwischenstunden vermindert, die Abend- iii hälfe genommen und jede Lehrstunde, um Uebermüdung zu \ n'etbw, aus 4b Minuten beschränkt ist. Ueberbürdung ist dadurch ^LUI.daß die Hauptarbeit nicht auf das Haus, sondern aus die b sie verlegt ist, nicht schristlich, sondern mündliche Uebungen über- tgai Ferner ist statt des Klassensystems das Fachsystem in Anri -um gebracht, so daß, da alle Schüler der verschiedenm Klassen .Heutig in ein und demselben Fache unterrichtet werden, es ihnen aiirgitot wird, nach dem Stande ihrer Kenntnisse die für sie ge- inttÄiaffe zu besuchen. So kommt es denn, daß neben jungen n ittsm bärtige Familienväter, neben Gewerbtreibenden und Kaus- ritl« Soldaten, Beamte und Studenten dem Unterrichte lauschen, ib M fein anderer Confltct unter ihnen allen besteht als der, sich r kn andern auszuzeichnen. Und dem entsprechen die Resultate, erriet Jahresbericht, bet uns vorliegt, erwähn^ daß die Ab end- hülle von 280 Schülern; die Unterstufe der Tagesschule (Ziel. otliMrilunfl zur Einjährig - Freiwilligen - Prüfung, Abitur ienten- rüjhtia der Realschule, Obersecunda der anderm höheren Schulen, -ipalöderprüsung, Ausnahme in technische Lehranstalten und in die von Anzeigen zu der Nachmittag- für den ggbtn Tag erscheinenden Nummer bi- Dorm. 10 Uhr. Baum, lieft die herabgefallenen Kartöffelchen auf, thut, als ob er sie aufbräche und äße und die Kerne au-fpeie. — „Ah, moneieur veut des prnnes!* ruft lachend die Frau, holt die Pflaumen und fiadet getröstet in der wackeren Zu« spräche deS Preußen die Bestätigung ihrer Bermuthung." * Den seltenen Schmuck de» «iferne» Kreuze» erster Klaste trägt al» einziger noch activ dienender Unteroffizier der Armee der Wachtmeister Krttlitz von dem in Schwedt a. O. garutfouirendeu 1. Brandenburgischen Dragoner-Regiment Nr. 2. Der damalige Unteroffizier war am 14. Januar 1871 durch die pfeifenden Kugeln hindurch zweimal zum General von Schmidt geeilt, um ihm wichtige Meldungen zu überbringen. Für diese gefahrvollen Ritte, bei denen er übrigens 24 Meilen in 26 Stunden zurücklegte, wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klaffe verliehen. Daraufhin schüttelte ihm in dem großen Manöver bet Jüterbogk 1889 Kaiser Wilhelm II. die Hand mit den anerkennenden Worten: „Sie können sich rühmen, der einzige Unteroffizier der großen deutschen Armee zu sein, welcher diesen schönen Orden trägt." Kettlitz wurde ferner gelegentlich des Lavallerte Exerzirens bei Demmin vor Beginn der letzten Katfermanöoer vom Kaiser bet der Kritik in den Kreis der Offiziere befohlen und von dem Monarchen persönlich begrüßt und beglückwünscht. Kettlitz ist, wie in der 15. Lieferung der neuen SubscriptionSauflage des treff ltchen Werkes: „Kriegserinnerungen: Wie wir unser Eisern Kreuz erwarben. Nach persönlichen Berichten bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Tampe, General-Lieutenant z. D. Selbsterlebniffe. Jllustrirt von ersten deutschen Künstlern. Berlin, Leipzig. Deutsches BerlagShauS Bong u. Co." mitgetheilt wird, Wachtmeister in der 2. Schwadron des vorerwähnten Regiments und noch rüstig auf dem Posten. Möge der ausdauernde, unverwüstliche Krieger die hohe AuS- zeichnung noch recht lange an der schmucken, hellblau-schwarzen Uniform deS Regiments tragen, daS zu den ältesten und schlachteuberühmtesten der Armee gehört. Das genannte Prachtwerk, daS mit ausgezeichneten Illustrationen au«, gestattet ist, und in seiner 15. Lieferung wiederum ein meisterliches farbiges Sxirakunstblatt von R. Kuötel: „Da» dritte sächsische Reiterregiment bet Buzaucy am 27. August 1870" bringt, fei bestens empfohlen. Der Kaiser hat über daS Werk seinen lebhaften Beifall ausgesprochen. Um die Verbreitung deS prächtigen volkSthümlichen Buche» in allen Kreisen zu ermöglichen, hat daS Deutsche BerlagShauS Bong u. Co. den Preis für jede der 20 Lieferungen auf nur 50 Pfg. festgesetzt. Citorotur und Kauft, — Neue Lttteratur. Mit dem Erscheinen de» »Bürger, licht« Gesetzbuches^ für das Deutsche Reich hat sich aas dem Gebiete der deutschen Rechtsetnheit eine bedeutungsvolle längst ersehnte Wandlung vollzogen. Wie daS tm Jahre 1877 erschienene GerichtSversaffungsgcsetz ein einheitliches Gerichtsverfahren im ganzen deutschen Reiche zur Folge hatte, so wird vom Jahre 1900 ab daS gesammtr bürgerliche Recht mit allen denkbaren Verhältnissen, die sich auf daS „Mein und Dein" beziehen (Strafrecht ausgeschlossen), nach einheitlichem, für das gelammte Deutschland geltendem Gesetz, behandelt. Das neue Bürgerliche Gesetzbuch schließt aber noch einen weiteren bedeutenden Fortschritt in sich: e» ist in verständlicher Sprache abgefaßt und sein Inhalt kann von Jedem, der lesen kann, erfaßt werden. Mit begreiflicher Spannung richtet fich daher das Interesse der bürgerlichen, gewerblich-industriellen, wie der gelehrten Stände tm gelammten deutschen Reiche auf den JnhaU dieses so bedeutungsvollen Werkes. In der That existirt kein Beruf, kein Gewerbe, keine Beschäftigung, keine nur Irgend welche Lebensstellung, die in den Wechselfällen deS Lebens nicht Veranlassung fänden, auf den JnhaU deS Bürgerlichen Gesetzbuches zu greifen, um fich in gegebenen Fällen die Frage zu beantworten: Wie steht meine Sache zum bürgerlichen Recht? Leicht begreisttch ist eS, daß io Folge dieses Verhältnis auf dem Gebiete deS deutschen Buchhandels ein lebhafter WeMtz eingestellt hat, um da» B. G.-B. von Haus zu Hau« zu brj- Aber wie immer bei einer Hochfloth von gewerblichen Unternehm, gilt auch hier das Wort: Diele sind berufen, aber wem, erwählet. Unter den verschiedenen Ausgaben, in welchen das B g im deutschen Buchhandel erscheint, herrscht ein gewaltiger Uw in der Ausstattung von Druck, Papier u. w. ES existire»^ werthige und und auch beffere Ausgaben; aber als ein sein auSgeftalteteS Werk darf daS im Verlag von Emil g*. Gießen erschienene Bürgerlich« Gesetzbuch, herauSLeOch,^ Professar Dr. GareiS, in 10 Lieferung«« |« i« M । bezeichnet werden. . , „ Die Ausgabe Garei«, welche durch eine äußerst musterhafte Ausstattung in schönem, leicht lesbaren Druck < holzfreiem Papier ihren Concurrenten weit oorangeht, brnx Inhalt de« B. G.-B. auf Grundlage M ReichsgesetzL, vom 18. August 1896 und bietet die zuverlässigste S,:,, für «ine genaue Uebereiuftimmung d«S Gesetzes nach dem amtlichen Wortlaut. Ferner aber hat der rtz, bekannte Herausgeber den ganzen Text d«S Gesetzbuch« sortla^ erläuternden Anmerkungen versehen und auf dmver« Inhalt an anderen Stellen im Gesetz verwiesen, wa« da | seiner Arbeit ungemein erhöht, indem e« deur Besitzer bei s dadurch leicht gemacht wird, den inneren Zusammenhang der ch, unter sich getrennt behandelten Rechtsverhältnisse, zu erfasse». Im Hinblick aus die glanzenden Vorzüge, welche die K GartiS d. B. G.-B. io sich birgt, erscheint sie unter allen aoza die billigste im ganzen deutschen Reiche, deren AvH daher jedem Interessenten mit gutem Recht in erster Lime tat werden kann. Endlich verdient noch der bequeme eg 10 wöchentlichen Heften i 30 Psg. besondere Beachtuoz ; liegt vor und gelangt soeben zur Ausgabt. Die verehrlich, diese« BlatteS wollen Ihr Interesse richten auf: „Das Bli ltche Gesetzbuch" mit Sinführung«gesetz, trläuttr Anmerkungen und einem ausführlichen Sache,z bearbeitet von vr.E.Garet« o. ö.Prof.d. Rechte in Kirtz 10 Lieferungen ä 30 Pfg. Verlag von Emll Roth in j BehördlicheAnzeigen Bekanntmachung. Die für folgende Gläubiger, nämlich: 1. Emil Pistor in Gießen über 44,81 Mk., > 2. Johanne» Nickel daselbst über 85 Mk., 3. die Frankfurter Bierbrauerei- Gesellschaft vormals Henninger Söhne in Frankfurt a. M. über 189,10 Mk., 4. die Firma Karl Kleeberg Nachfolger in Frankfurt a. M. über 58,75 Mk., 5. Johanne» Nickel in Gießen über 27 Mk. auf die Grundstücke der Jacob Noll III. Wittwe in Gießen eingeschriebenen Hypotheken sind für erloschen erklärt und ist die Löschung von Amtswegen im Hypothekenbuche vollzogen worden. Gießen, den 10. Sept. 1896. Großherzogliches Amtsgericht. ________Langermann. 8126 GrMtthesßslht Eisenbahnen Die Lieferung und belriebsfichere Anbringung der TranSmisstonSanlagen zum Motorenbetrieb der vorhandenen Werkzeugmaschinen und zum Gruppenantrieb, für die Schlofferei und Schreineret in der neuen Werkstätte soll vergeben werden. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Dienststelle. Ebendaselbst sind Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, bl» zum 20. d. »t»., Vormittag« 10 Uhr, einzureichen Gießen, den 11. September 1896. 8129_______Der Gr Maschinenmeister. Bullenkauf. Die Gemeinden Leun und Oberndorf beabsichtigen, je einen tadellos gebauten 16—18 Monate alten Bullen, Simmenthaler R a s s e, zu kaufen. Verkaufsangebote nimmt der Unterzeichnete bis zum 25. d. Mts. entgegen. Braunfels, den 10. Sept. 1896. Obstvecheigerung. Donnerstag, den 17. Sept. 1896, von Vormittags 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, sowie das auf dem Fürstlichen Hofgut, bestehend aus Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden Eberstadt, am 10. Sept. 1896. Großh. Bürgermeisterei Eberstadt. Görlach. 8120 mpfehlungen Um die Ausgiebigkeit der vorhandenen Fleischbrühe außerordentlich zu vergrößern, setzt man Wasser zu und ein wenig von K MAGGI5 Suppenwürze CO 8 Kleider-Sammet (Velvet) Mäntelplüsche aller Art (glatt, Krimmer etc.) In Mohairwolle und Seide versende zu Fabrikpreisen dlreot an Private. Muster franco gegen franco. E. Weeg*mann. Bielefeld. Umfärbunq In eigener Färberei. Rene Kieler Bücklinge, Nene BiSmarckheringe, Rene Rollmöpse Rene ruff. Sardinen, Rene marinirie Heringe, Rene Bollheringe, Reue Gurke«, Sauerkraut, Sardelle«. Hummer rc. in Dosen. J. M. Schulhof. 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Scheyd«) ta Geetzeu. §er ^erscheint t! -u-nabw« ajlontog8- ——" Ti, Sirßcnkr ältlich drn°°l A> TW 12. VW • *g"Z 2°° 16- * 1 «tnifion deS HaadtUgel Dr. Staub aufgkstellten mgeoommen, theilS als gent HaodelSgesttzbuch t Hagerem vomage und cnatnometn, worin « LUistttichüiäieu Som?' JaUttsfr der RkchtSp kums liegt. kerli», 12. Sepie ibtt stellt del Feichi »trmehrllngSPlatt en Sllerhöchster, noch f einen solchen Plan all pjgeien lasten könnte. Der Sontteadmiral Tit kir berufen gewesen un befanden, in welcher ihl Maure orlage hätte zi seiaes NameoS in die rata persönlichen Intel seit militätischer Traditi r-E Offizier in unver |u tu leitenden Sttlln ,fieichsanzeiger", daß i HTlage liege, von dem Ciljenigt zn fordern, Bafgaben gebraucht, ab »eitere Entwickelung de retten könnte. Den B KeichimariveamtS im 3 hj exorbitante Fordert leiden fich vieiwehr in entsprechend der wachs iinsrechttrhaltnng deS 1 ^rfitiden und feiner Jo werden wüRen, sollte 6 ®if Flucht des Gi, vor den Von: ' ™ es te”,!;« Menben Äl“ d°- U-8 SÄ U ’M« n”6 b,t B«rsq JÄJ 'S» Un?,b!! Wbt not^enbl,