n Ht. «9. * $ereiM *fe ’ bln9entl (Ata in ll" Forsthm. !■ 50,000 K *»:: n ' * • • , L . 04 ltn dir Lo-mÄdür. 717 Btte»et btt 8tlrt • pro TagÄMbrv cagtv. n Reus-Berm? j. M 25 und Gesellschaften |i tu, Vanne, schleifen u Preisen. 166 isT kises, hergestck t x Kohlensäure, dein in Gießen «erhessen und den n: unterhält derselbe 8: vie Abschluß gck illigften Preisen. Svoll vsserire 'keben M i wasche rr |ä$!Ott * * is °WI lintat befas ®pW> jluntzWÜ $duaalL M’wj* idnnQ •^**5 att8wärtigen jiteres )D- Nvä ion’Si rer [id bequemste Welt. , Thomp8»n Wk I steint* Donnerstag den 13 August 1806 Erstes Blatt. M» 1.89 Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Attits- unb 2lai,»ciacblatt für den Kreis <5ie^eit | chratisöeitage: Gießener Jamilienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Die Gießener jt« mitten 6 (älter veiden dem Anzeiger »öchentlich dreimal beigelegt. Der fiejeeet Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Alle Annonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. vierteljähriger Avounemeutspreis i 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, lkxpedtti» und Druckerei: Schntstraße Ar.H. Fernsprecher 51. 0 Aintlicher Thell. Nr. 26 des Reichs Gesetzblattes, ausgegeben den 8. d. M. oithSlt: (Nr. 2331): Allerhöchster Erlaß, betreffend Genehmi. zunx eines revidirten Abgabentarifs für den Kaiser Wilhelm- tanal. Vom 4. August 1896. Gießen, den 11. August 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 11. August 1896. Betreffend: Den 1896er Orgelcurfus. Die Srohh- Kreis-Schutcommifßon Gieße« an die Schulvorstände des Kreises. Von nachstehender Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern beauftragen wir Sie Kenntniß zu nehmen nnb die Lehrer Ihrer Gemeinden darnach zu bedeuten. v. Gagern. Darmstadt, 4. August 1896. Bett.: Wie oben. Das Großh. Ministerium des Innern Abthcilung für Schulangelegenheiten an die Großherzoglichen Kreisschuleommissioneu. Großherzogliches Oberconststorium beabsichtigt, den diesjährigen Orgelcursus in der Zeit vom 21. September bis IO. Oktober abhalten zu lassen. Indem wir Ihnen hiervon Kenntniß geben, empfehlen wir Ihnen, denjenigen Lehrern, welche zu diesem Cursus tinberufen werden, die Theilnahme an demselben thunlichst ju erleichtern. v. Knorr. Gießen, den 11. August 1896. Betr.: Glücksspiele. Das Grobherzogliche Kreisamt Gieße« au das Großh. Polizeiamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden und die Großh. Gensdarmerie des Kreises. ES ist bereits früher darauf htngewiesen worden, daß Kegelspiel, Kugelspiel, Drehscheibenspiel, Platteuschießen nnb Rtngwerfen bei Messen, Jahrmärkten u. bergt, grund- sttzliich nicht zugelaffen werden sollen. Neuerdings wird nun itl derartigen Gelegenheiten öfters um die Eclaubniß zur Veranstaltung von Spielen nachgesucht, die mit den oben- Maunten Aehnlichkeit zeigen, wie z. B. daS sogen, japanische dlattenwerfen und daS „Tauwerfen". Ersteres verlangt, laß der Spielende mit einer Anzahl runden, dünnen Platten einen Kreis von dem Durchmesser einer Platte völlig deckt. Die Kreise sind meistens auf einem Tische ausgezeichnet. Bit dem Tauwerfen handelt eS sich darum, Tauschlingen in iztoiffet Anzahl um die in einiger Entfernung ausgestellten Slöcke zu werfen. Wenn nun auch diese Spiele von dem Spielenden eine |?oiffe Geschicklichkeit verlangen, so hängt der Gewinn doch in Großen und Ganzen wesentlich vom Zufall ab, und eS jud deßhalb derartige Spiele, welche mit Rücksicht auf die scheinende Leichtigkeit der Erwerbung eines Gewinns die epiellust des Publikums besonders auregen, als Glücksspiele |o betrachten und von der Zulassung bei Messen, Jahr- tirilen und ähnlichen Veranstaltungen auszuschließen- bei Zuwiderhandlungen ist neben polizeilichem Einschreiten Straf- inzeige zu erstatten. v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß He nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über He Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden mirittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf- ichlcngs von Fünf vom Hundert pro Monat Juli 1896 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Käfer Mk. 15,60, Heu Mk. 6,30, Stroh Mk. 4,20. Gießen, den 11. August 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Neueste »olffl telegraphische» «orrßfpondem'Bnrsn,. Stettin, 11. August. Der 12. allgemeine Ber- bandStag des allgemeinen Verbandes der deutschen Landwirths- Genossenschaften ist hier heute zu einer Vorbesprechung zusammengetreten. Vertreten ind 3199 Genossenschaften in 21 Verbänden. Zum 1. Vor- itzenden wurde der LandwirthschaftSkammerpräfident Graf v. Schwerin-Löwitz gewählt. München, 11. August. Der Generalmajor L la suite der Armee, Schumacher, Commandant der Festung Ulm, ist unter Verleihung des Ritterkreuzes des Verdienstordens der bayerischen Krone zur Disposition gestellt. An seiner Stelle wurde Generalmajor ä. la suite der Armee Freiherr von Riedheim zum Commandanten der Festung Ulm ernannt. Lasel, 11. August. Infolge Wolkenbruches ist seit gestern der Verkehr auf der Centralbahn bei Liestal unter« brochen. Gestern Abend 9 Uhr entgleiste ein Zug an der beschädigten Stelle. Ein Bahnwärter wurde getödtet, Passagiere wurden nicht verletzt. Der Verkehr wird durch Umsteigen und Umladen vermittelt. Eine große Anzahl Arbeiter mit dem nöthigen Material ist mittelst Extrazuges nach der Unfallstelle abgegangen. Im Laufe des heutigen TageS dürfte wenigstens ein Geleise wieder frei werden. Lern, 11. August. Bei MalterS (Strecke Bern- Luzern) können die Züge wegen Ueb erschwemmung deS Bahnkörpers nicht mehr fahren. Die Brücken find in Gefahr, fortgerissen zu werden. Die Station StanSftad (Brünigbahn) steht unter Wasser. Wegen des andauernd schlechten Wetters kommen viele Fremde aus den Bergen zurück. Madrid, 11. August. Die Deputtrtenkammer nahm ein Amendement zu der Vorlage, betreffend die Steuer auf Alkohol zu industriellen Zwecken, an. Nach demselben soll die Steuer 37,50 Pesetas betragen anstatt 60 Pesetas, welche die Regierung verlangt hatte. Zwischen den Ministern und den Mitgliedern der liberalen Partei wurde in einer gestern abgehaltenen Versammlung ein Einvernehmen erzielt bezüglich der Amendements zu dem Gesetzentwürfe, betr. die Erneuerung deS Tabakmonopol-ContracteS. Skagen, 11. August. Die feierliche Enthüllung des Grabdenkmals für die im vorigen Jahre mit dem Tor- pedoboot S 41 ertrunkenen deutschen Seeleute fand heute Mittag 12 Uhr auf dem hiesigen Friedhöfe statt. Zahlreiche deutsche und dänische Marineoffiziere nahmen an der Feier Theil- eine große Zuschauermenge wohnte dem Acte bei. Corvettencapitän v. Colomb hielt eine Ansprache und übergab daS Denkmal dem Communalrath von Skagen, in dessen Namen es der Bürgermeister Graf von Ahlefeld« Lahiwtg übernahm. Nachdem darauf durch den Pfarrer von Skagen ein Gebet gesprochen, wurde im Namen der dänischen Vereine ein Kranz niedergelegt, die dänische Capelle spielte einen Choral und ein dänische- Commando gab drei Salven über das Grab ab. Die deutschen Torpedoboote segeln heute Abend wieder ab. Nach der Enthüllungsfeier waren die deutsche Marinedeputation und die localen Behörden als Gäste der dänischen Marine zu einem Lunch in SkagenS Hotel eingeladen. ✓ tzammersest, 11. August. Der Dampfer „Lofoten" kam heute Morgen hier an. Er meldet: Andröe war am 4. August noch nicht aufgestiegen. 30 Meilen südlich von Spitzbergen bekam „Lofoten" Sonntags Südwind. Andrse ist deßhalb vielleicht am Sonntag aufgestiegen. Konstantinopel, 11. August. Hier eingetroffene Meldungen bestätigen, daß in Anap olis (Kreta), zwei Stunden östlich von Kandia, 1500 Muhamedaner etngedrungen sind, die Häuser geplündert und die Kirchen entweiht haben. 32 Christen find getödtet worden, darunter drei Priester. Ein Priester ist verbrannt worden. Von Kandts aus wurde ein Bataillon nach Anapolis entsandt. DaS Consularcorps in Kanea versuchte den Marschall Abdullah Pascha zu bewegen, nach Kandia zu gehen, er weigerte sich jedoch, oa er keinen Befehl dazu habe. Man befürchtet Gegenmaßregeln von Seiten der Christen. — In hiesig en Kreisen wird dem bulgarischen Grenzzwischenfalle keine Bedeutung beigelegt. Die in Frage kommenden Orte find seit längerer Zeit streitige Grenzpunkte. Der hiesige bulgarische diplomatische Vertreter hat der Pforte vorgeschlagen, je zwei Offiziere von beiden Seiten an Ort und Stelle zu entsenden, um die Differenzen gemäß der Grenzkarte aufzuklären. Unbedeutende Zusammenstöße zwischen den türkischen Truppen und griechischen Banden kommen immer noch vor. Als Züchen für das baldige Ende der Umtriebe der Bande« wird die Auflösung der letzteren in ganz kleine Abteilungen zu je 18 Mann angesehen. Viele verstecken ihre Waffen und suchen als friedliche Reisende über die Grenze zu kommen. Athen, 11. August. Der Krieg Sminister hat die Befehlshaber der hiesigen Truppen zu sich berufen und denselben aufS Neue eingeschärft, die Abreise von Milttär- personen nach Kreta zu verhindern. Die Küste wird streng bewacht. — Die Einzelheiten über die in Anapolis begangenen Grausamkeiten werden amtlich bestätigt und haben eine unbeschreibliche Entrüstung hervorgerufen. Fünfhundert weitere Flüchtlinge find im PiräuS eingetroffen und werden nach verschiedenen Städten des Königsreichs verbracht werden. Kairo, 11. August. Am Sonntag und Montag kamen in ganz Egypten 268 Erkrankungen und 322 Todesfälle au Cholera vor. Seit dem Ausbruche der Cholera sind 16,866 Personen erkrankt, 13,956 gestorben. — In Don- gola ist, wie gemeldet wird, eine Krankheit ausgebrocheu, welche schnell zu einem iödtlichen AuSgange führt. ES ist ungewiß, ob dies die Cholera ist. Algier, 11. August. In dem die Stadt SoukaraS umgebenden Walde ist ein Brand ausgebrochen, welcher auch die Ernte der angrenzenden Felder vernichtete. Zahlreiche Hütten der Eingeborenen find zerstört. rvepefS?s» ört Buren. * Herold". Berlin, 11. August. Im „Reichsanzeiger" wird heute das Gesetz, betreffend Abänderung der Gewerbeordnung vom 6. August 1896 veröffentlicht. Daffelbe tritt am 1. Januar 1897 in Kraft. Berlin, 11. August. DaS Kaiserpaar wird.am 7. September, Vormittags 103/* Uhr, gemeinsam mit dem Zarenpaar in Breslau eintreffen und sich vom Bahnhofe direct nach dem Parade-Felde begeben. Die Abreise des russischen Kaiserpaares erfolgt am selben Tage. Berlin, 11. August. Wie der „Post" aus Cassel gemeldet wird, bekommt dem Kaiser der Aufenthalt in WilhelmShöhe sehr gut. ES wurde deshalb beschlossen, falls die günstige Witterung anhält, bis Mittwoch nächster Woche noch dort zu verweilen. Gestern Vormittag unternahm da» Kaiserpaar mit Gefolge in vier Equipagen einen Ausflug über den Herkules zum höchsten Punkte deS Habichtwaldes, dem 600 Meter hohen HohengraS. Dort wurde der Aussichtsthurm bestiegen. Die Rückkehr zu Fuß erfolgte über daS Gebirge zum Riesenschloß. Berlin, 11. August. Die Grünkramhändlerin Gürtler aus Rixdorf, die vorige Woche in der AttentatSaffaire auf den Polizeioberst Krause in Untersuchungshaft genommen wurde, ist gestern wieder freigelaffen worden. Berlin, 11. August. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland werden bei der in Breslau stattfindenden Parade ihre Regimenter persönlich dem Kaiser Wilhelm vorführen. Die Truppen kehren dann am 7. September mit der Bahn nach Berlin zurück. Berlin, 11. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung deS Rothen AdlerordenS erster Klasse an den General-Intendanten Freiherr« v. Perfall in München und den General Intendanten Freiherr« v. Bezecny in Wien, sowie des Kronenordens zweiter Klasse mit dem Stern an den General-Intendanten Freiherrn v. Ledebur zu Schwerin in Mecklenburg. Berlin, 11. August. Wie die „StaatSb.«Ztg." aus Rechtsanwaltskreisen hört, hat der Abgeordnete Bebel nicht nur den Bund der Landwirthe wegen Vergehen gegen das Vereinsgesetz angezeigt, sondern auch die nationalliberale und konservative Partei auS demselben Grunde. Berlin, 11. August. In der Thorner Landes- verrathSsache find die Acten bereits an den Ober-RetchS- anwalt in Leipzig abgegangen. Die Untersuchung scheint aber noch weitere Ausdehnung anzunehmen, denn seit gestern weilt der hiesige Criminal-Commissar von Tausch wieder in Thorn. Berlin, 11. August. Die großen Manöver der Marine habe« gestern begonnen. DaS UebungSgeschwader steht unter dem Befehl des Admirals Knorr. Dasselbe umfaßt 52 Fahrzeuge. Es ist dies die größte Zahl von Schiffen, mit der bisher Manöver veranstaltet worden fivd. Die Manöver werden bis zum 15. September beendet sein. Berlin, 11. August. Admiral Tirpitz meldete an de« commandirenden Admiral, daß daS Kanonenboot „Iltis" auf der Fahrt nach dem Süden bei ausgehende« stürmischen Ostwinden Abends längs der Küste von Shantung gefahren und plötzlich festgekommen fei. Man nimmt an, daß der Commandant der „Iltis" die Stromversetzung und Abtrift der 29. rich ausgestellten ursprünglichen Route, unter obwaltenden Umständen dtrect nach Naffau, wo wir um 7*4 Uhr angelavgt und in dem Hotel Müller nach ausgezeichnetem Mittag«, mahle noch einige Stunden verweilen konnten, um von dort mit dem Schnellzug 6 Uhr 24 Miu. durch da« Lahnehai ' zurück gen Gießen zu fahren, wo man nach Ankunft um i/,9 Uhr mir dem Bewußtsein sich trennte, daß der 1 «/tägige Ausflug auch diesmal allgemein sehr befriedigend und genuß. reich verlaufen war. Das Berein«album wird durch acht photographische Aufnahmen verschiedener schöner Punkte der Tour bereichert. Verein zur Züchtung reiner Hunderassen. Wir machen die Mitglieder darauf aufmerksam, daß die dem Verein von Herrn Reif zur GratiSverloosung unter gewissen Brdio. gungen gestiftete junge Foxterrierhündin auS „Rora" (Regiontochter) vom berühmten „Pat von Malepano«» (12 erste und Ehrenpreise) in der nächsten VorstandSst^vz zur Berloosung kommt und daß jedes Mitglied daran Theil haben kann, welches seinen Jahresbeitrag von 3 Mk. bezahle bat. — Den Jahresbeitrag wolle man an den Kassner, Herrs Gustav Müller, Procurist, Liebigstraße, franco ein. senden. — Reflektanten, welche an der Berloosung Theil z, nehmen wünschen, werden ersucht, eine diesbezügliche Mu. theilung baldigst an den ersten Vorsitzenden, Herrn Ferdinavd Windecker, SelterSweg 2, gelangen zu lassen. Die Ber- loosung findet spätestens am 22. d. M. statt und wird der Gewinner sofort benachrichtigt, sowie auch in diesem Blan veröffentlicht. •• BolkSspielraseu. Nachweislich des von dem Bankhaus A. Heichelheim per 1. Juli lfd. Js. gestellten Rech. nungS'AuS-ugS beträgt da« Vermögen des „Verein! । zur Förderung der VolkSspiele" zur Zeit 421 Mk. 35 Pfg. Die Thätigkeit des Vereins ruht, da die Stadtverwaltung chre Entschließung auf die seiner Zeit überreichte Eingabe vertage hat, bi« zur Fertigstellung und Feststellung deS neuen StadterweiteruvgSplaneS. ♦♦W. Kaufmännisches BereinShauS. Beim Ausschachte» des Grundes sür die Fundamentmauern des Kausmännische» BereinshauseS an der Nordanlage zeigt sich, daß birst» Gelände ganz wider Erwarten einen vorzüglichen Baugrunb I besitzt, sodaß weder, wie man erst befürchtete, Brunnenbauteo noch Betonschüttung vöthig ist. Die Bauarbeiten werden bi» I SamStag über acht Tage soweit gediehen sein, daß der Berta I eine feierliche Grundsteinlegung veranstalten kann. *• Reiter und Radfahrer. Ein Privatreunen zwischen *• Postpersonalaachrichteu. Versetzt sind: Der Ober- I PostdireciionSfecretär Mund von Darmstadt nach Berlin I behufs Uebernahme einer Postkaffirerstelle bei dem Kaiserlichen Hof Postawte, der Ober-Postsecretär Volk von Bremer- Haven nach Mainz, der Postsecretär Bock von Berlin nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Büreaubeamtenstelle erster Klaffe bei der Kaiserlichen Ober-Postdirection, der Postsecretär Müller in Alzey nach Dresden behusS Ueber- nahme einer Büreaubeamtenstelle erster Klaffe bei der Kaiser- I ltcheu Ober-Postdirection daselbst, der Ober-Telegraphen- affistent Lippold von Posen nach Mainz und der Ober- I Postaffistenr Klesius von Hamburg nach BenSheim. — I ßam Ober Telegraphenaffistenten ernannt ist der Telegraphen- I affistent Bogel in Darmstadt. — Zu Postagentea angenommen find: der Photograph Ehrhard in Wallertheim und der Gemeinderechner Meininger in Mittelgründau. I — Ausge chieden ist der Postagent Stubaus in Wallert- I heim - gestorben ist der Postagent Heinrich Kalkhof in l Mittelgrünbau. *» Schone Aussicht. Infolge deS Jugendfestes mußte I das letzte MontagS-Concert ausgesetzt werden. Daffelbe findet I nunmehr morgen Donnerstag, den 13. August, statt. I (Siehe Inserat.) *• Theater. Mit dem Anfang October wird im Cafe I Leib die neue Theater-Saison eröffnet. Die Directoreu I Kruse und Helm haben sich nicht nur den Gießener Fest- saal für theatralische Vorstellungen vertraglich gesichert, sondern sie verfügen auch über tüchtiges Personal und wollen I vorerst Schau- und Lustspiele sowie Poffen zur Aufführung bringen, woran sich später dann Operettenaufführungen an- schließen werden. Der diesmalige MouatsauSsiug der hiesigen Sectiou des Deutschen und Oesierreichischeu AlpeuvereiuS galt laut dem für den Sommer sestgesetzten Tourenprogramm einer beliebten und immer wieder empfehlenSwerthen Route, an der sich die Mitglieder auch diesmal, trotz der unmittelbar bevor- I stehenden Reisesaison in die Alpen, in der stattlichen Zahl von zwölf betheiligten. Samstags Mittags 12 Uhr 10 Miu. ging eS von Gießen lahnabwärtS per Bahn bis Balduinstein, von wo aus die Fußtour bei bestem Touristenwetter auf schön markirtem Pfade über Schloß Schaumberg zunächst gen Hohlenfels bestens vorwärts ging. Da« in der Welt- | und Waldabgeschloffenheit daliegende Felsennest wurde zu einstündiger willkommener Raft auSerseheu, um mit frischen Kräften dann in bequemer Wanderung durch die prächtigen Buchenwälder und in bester Condition daS Reiseziel Katzen- ellevbogen schon AbendS vor 8 Uhr zu erreichen, wo der größte Theil der Mitglieder in dem bekannten Gasthof Bremser und vier Herren im Deutschen Hause die ersehnte Rast fanden. Am andern Morgen wurde erst um >/,9 Uhr wegen deS mittlerweile eingetretenen Umschlages der Witterung abmarschirt. Erst Anfang» unfreundlicher Sprühregen, als- dann anhaltender Landregen war zwar für die bevorstehende Wanderung durch daS prächtige Jammerthal wenig erwünscht, doch bot auch diesmal die schöne Tour, durch daS von pitoreSken Felspartien abwechslungsreiche Thal einen vier- stündigen herrlichen Genuß, bis Mittags i/al Uhr vom hohen Felsen herab Kloster Arnstein zeigte, daß wir am Schluffe unserer Thalwanderung angelangt seien. Nach vortrefflicher Frühstücksrast in der Kloftermühle ging eS, entgegen der unterschätzt habe, jedoch konnte dies mit Sicherheit noch nicht I festgestellt werden. Berlin, 11. August. Der Ingenieur Lilienthal, welcher, wie gemeldet, gestern hier mit seinem Flug- Apparat abstürzte, ist gestern Abend 6 Uhr in der hiesigen Königlichen Klinik gestorben. Lilienthal hatte einen Bruch der Wirbelsäule davongetragen. Hedi», 11. August. Wie die „Berl. Corresp." meldet, ist der RegierungSrath Clemens Delbrück in Danzig I als erster Bürgermeister der Stadt Danzig für eine zwölfjährige Amtsdauer unter Entlaffung aus dem Staats- I dienste Allerhöchsten OrtS bestätigt worden. Berlin. 11. August. Der Abgeordnete Ahlw ardt hat aus Amerika die Nachricht hierher gelangen laffen, daß er im October nach Deutschland kommen und über seine Reise berichten werde. In den ihm nahestehenden Kreisen wird behauptet, Ahlwardt werde nur besuchsweise nach Deutsch- I land kommen und, nachdem er die Angelegenheit bezüglich I seines Reichstagsmandats geregelt, wieder nach Amerika, und I »mar sür immer übersiedeln, woselbst er in Brooklin bekannt- I lich Verleger zweier antisemitischer Blätter ist. Frankfurt a. M., 11. August. Die „Frkf. Ztg." erfahrt ans Bern: Für den im Frühjahr 1897 ftattfindenden Kongreß des Weltpostvereins haben die Postver- walturigen verschiedener Länder zahlreiche Vorschläge gemacht. DaS internationale Postbureau in Bern wird die Vorschläge den betheiligten Regierungen im Herbst d. I. gedruckt I ^^Fraukfurt a. M., 11. August. AuS Dolchen wird der „Franks. Ztg." gemeldet, daß daselbst gestern Nachmittag der Fabrikbesitzer Johann BieS auS Paris, Vicepräsident des Vereins der Elsaß-Lothringer, der bei Verwandten zu Besuch war, auSgewiesen wurde. Der Bruder deS AuSgewieseneu I ist Mitglied des Bolchener StadtratheS. Hamburg, 11. Auguft. Heute wurde im Betrugs- proceß gegen die Hamburger Handelsbank daS Unheil I verkündet. ReSzka erhielt 4 Jahre, Hamann 9 Monate und Kampmann 5 Monate Gefängniß. Schaden wurde srei- gesprochen. Wien, 11. August. Die gestern Abend abgehaltenen zehn socialdemokratischen Arb eit er - V ersamm- langen wurden zum Theil wegen abfälligen Aeußerungen I über den bevorstehenden Besuch deS Czaren und wegen Angriffen auf die russische Regierung aufgelöst. Die nicht aufgelösten Versammlungen nahmen eine Resolution an, worin die Thätigkeit des gegenwärtigen GemeinderathS scharf ver- urtheilt wird. Wie«, 11. August. Der für Wien ernannte apostolische Nuntius Erzbischof Taliani ist heute hier eingetroffen, wird aber vom Kaiser erst nach dem Besuch deS Czaren empfangen werden. Taruopol, 11. August. In Folge eines schrecklichen Unwetter» wurde die in einem Thal liegende Ortschast DobromiSka völlig überschwemmt. Eine in einer Scheuer mit ihrem Kinde schlafende Bäuerin wurde von den Fluthen fortgeriffrn; beide kamen im Waffer um. Die übrigen Bewohner konnten sich nur dadurch retten, daß fte auf hohe Bäume kletterten. Budapest, 11. August. Die hiesigen Socialdemokraten beschloffen, am Hause des französischen Commune-MinisterS, Leo Fränkel, zu Alt-Ofen eine Gedenktafel anzu- bringen. _ , __ .... Rom, 11. August. Die auf dem gekaperten holländischen Dampfer „Doelwyk" beschlagnahmten Gewehre sollen, einer Meldung der „Italia militare" zufolge, russischer Provenienz und von russischen Soldaten eScortirt gewesen sein. Italien sei von der holländischen Regierung selbst auf diese Waffensendung aufmerksam gemacht worden. Rom, 11. August. Wie aus Maffauah gemeldet wird, erwartet man den Negu« Menelik in Schoa, wo er sich als König proclamiren laffen will. Menelik bereite sich auf eine kriegerische Action gegen Italien vor und concentrire an allen strategisch wichtigen Punkten Truppen. Auch Lebensrnittel und Munition werden dort angefammelt. Menelik will, wie weiter gemeldet wird, sein Heer durch die Ein- berusung von Reserven auf die Stärke von 350000 Mann bringen. , , . r . Brüssel, 11. August. Gegen Deutschland herrscht hier große Erbitterung wegen deffen Haltung gegen- *• Kirchliche Dieustnachrichten. Seine Königliche Hoheit Großherzog haben Allergnädigst geruht, am Juli den von Seiner Erlaucht dem Herrn Grasen Fried- zu SolmS-Laubach als Senior des GesammthauseS Solms aus die evangelische Pfarrfielle zu Ober Ofleiden, Decanat Grünberg, präsentirten Pfarrverwalter Ferdinand Dörr daselbst für diese Stelle zu bestätigen. Städtischer «rbei'Snachwei«. DaS OrtSstatnt, bett, die Errichtung eines Arbeitsnachweises in der Stadt Gießen, ist von Großh. Ministerium genehmigt worden. Das Statut tritt am 1. November in Kraft. Reiter und Radfahrern hatte gestern Abend nicht nur unim Radfahrerwelt auf die Räder gebracht, sondern mindesten» noch 1000 Personen auf die Beine, um den AuSgavg eint« interessanten Rennens, welchem zahlreiche Wetten zu Grunde lagen, beizuwohuen. ES handelte sich darum, die Streike Gießev(Kempff'sche Besitzung)—Wellersburg, hin und zurück sechs Kilometer, am schnellsten zu nehmen. Die Wette war geschloffen zwischen dem Herrn UniverfitätSstallmeister Creuz- bürg, dem freigestellt war, an der Wende einen Pferde- wechsel vorzunehmen, und den Herren Röder unb 3-yng vom Gießener Radfahrverein, wobei der erste Fahrer buxt den zweiten an der Wende ebenfalls abgelöft werden konnte. Punkt 8 Uhr gingen Reiter und Radfahrer (Röder) vo» Start. Etwa 200 Meter von demselben wich der Renner, wohl scheu geworden durch daS Menschengetümmel, in ein« Feldweg einbiegend, von der Bahn links ab. Der Reiter hatte Mühe, daS Thier wieder nach rechts herüber zu lenken, er wollte kein Terrain verlieren unb setzte in gestreckte« Galopp über den Straßengraben wieder aus die Bahn. Der Fahrer hatte hierdurch etwa 100—150 Meter Vorspruo» bekommen, den der Reiter erst auf halbem Wege außght, dann aber die Führung übernehmend, erreichte er die Weott, seinen Gegner etwa 300—350 Meter hinter sich DerPserdewechsel unterblieb und in gestrecktem Galopps nun denselben Weg zurück, den zweiten Radfahrer weiterer sich laffend. Stallwe fter Creuzburg traf in 6 Miuutt» 54 Secunden am Ziel rin, auf dem dicht mit Menschen de- setzten Wege mit Hurrah begrüßt. Der Radfahrer Jung, der an der WellerSbnrg abgelöft hatte, traf einige Minute» später am Ziele ein. *• Si« Privatmatsch zwischen zwei Radfahrern wir» morgen Vormittag 8 Uhr zum AuStrag kommen. ES güt, i bie Strecke Restaurant Haubach an der Rodheimerstraße di» zum Abendftern, hin und zurück circa acht Kilometer, °« schnellsten zu nehmen. Die Fahrer find zwei hiesige ®QU' Handwerksmeister, jeder von ihnen gehört einem unserer Radfahrvereine an. Gebrauchsmuster-Eintragungen. MtttelS BogenstöSts einen Gegenzugschieber bewegende unb festhaltende, fo«ie I eine Regnlirscheibe schließende Central-Regnlirvorrichtuvg an Zimwerösen, Carl BuderuS, Lollar, 11. 6. 96. I Zu der am 10 , 11 und 12. September b. I-« I Schotten stattfindenden Versammlung bei Forstvereiuß ft* bas Großherzogthnm Hesseu ist solgende« Programm ft«' gesetzt: Donnerstag, 10. Sept.: Empsang der Thettnehw" I sm Bahnhos von NachwittaaS 3 Uhr an. AbendS 8 uh Gesellige Vereinigung in der Turnhalle. Freitag, 11. Ercurfion in die Domanialwaldungen der Großh. Obersswr reien Schotten, Feldkrücken unb Grebenhain. Abfahrt Wagen um 7 Uhr Vormittags vom Gasthof zur Post. Schlul her Ercursion gegen 3 Uhr auf bem Hoherodskopf. W I fahrt nach Schotten gegen 6 Uhr. Abends 8 Uhr: Gemrtr I schaftlicheS Effen im Gasthof „Zur Post." SamStag, 12. Sept Sitzung in der Turnhalle von 7»/, Uhr Vormittag« °- Gegenstänbe der Verhandlung: 1) Erledigung von VereU I angelegenheiten. 2) Besprechung über das von Herrn Ode | förfter Dtefenboch einzuleitende Tbema: „Welche Holzart - als demnächst bestandSbildend, sind in den höheren Laße' I deS BogelSbergeS zu begünstigen a. bet der Verjüngung vo handener Buchen- und Fichtendestände, b. bei der AufforM » kahler Höhen (Oedland, Viehweiden), und welche verpt^ ungS- unb bezw. Culturmethoden empfehlen sich für ve I Verfahren?" 3) Mittheilung von Erfahrungen in W* Über bem Congostaat. Paris, 11. Auguft. Der französischen Regierung ist \ nunmehr osficiell mitgetheilt worden, baß bet Czar am 3. October in Frankreich eintreffen wird. Man glaubt, daß er, um der französischen Nation feine Freundschaft zu bezeugen, in Frankreich etwas langer verweilen wird, als in den Übrigen Staaten. Paris, 11. August. General Gallio ni erklärte einem Kameraden gegenüber, daß er sich in MadagaScar den allerbesten Erfolg verspreche, falls man ihm freie Hand lasse. Athen, 11. August. Die cretenstsche Delegation hat sich als revolutionäre Versammlung conftituirt unb will zusammenbleiben, bis die Pforte eine Entscheidung über ihre Forderungen getroffen hat. Athen, 11. August. Große Greuelthaten werben auS Creta pemelbet. Etwa tausenb Türken überfielen ba« Dors Pebias b-i Canbia. 32 Christen würben getöbtet, darunter brei Priester, Frauen unb Kinder. DaS Dors wurde eingeäfchen unb sämmtlicheS Vieh geraubt. Tunis, 11. August. Die Polizei entbeckte eine Falschmünzer ei unb beschlagnahmte gefälschte Banknoten in Höhe von 6 Millionen Francs. In Druck befanben sich noch Noten in Höhe einer Million. Die Fälschungen waren so tänschenb, daß sogar Bankbeamte ble Noten vielfach angenommen hatten. Tunis, 11. August, lieber ber Stabt Tunis unb Um- gegenb wüthet ein heftiger Sirocco. Die Ernte würbe vielfach völlig vernichtet. -tu 111 ’ mit < Wltsw»« TÄ* ICS?** .it- mW’1 kl innonct Jot 4- BlV* iexett Mü Mit total । läjont. Gtoac fJW total ntt △ W Mltung der «Igibatin Wti poJa» der 6 relkaalltchiea kkSstab genci frlitrta trijt weiter t |tnfion au» t Itaaütn genau fetttn aüe Dte hx WM ftt flehen wollet reit» zehn T üntbinbung ' folltn. — i der Special |offene Nach |id Üienichl batnmefen u: ?abwtg»bahu er an bie Lr -eÜischeo sia gteBtn 9/abi flnfmaffamfei btrgn, y«t txtnh der Schovve jetzt ja 25 i Billig zu otrl nit hn zu uttrbrinaen ' Betlii tiabftra^eau floß zwischer fitqatijen wa fitzende, etwa vvd so sch«k Uebnführuog kk'che murbt * Vegrüi «ann au» g politlfdji tzistschtt unb p »ode marbt t| e^tn begrün Ul^ttt, bta biesr Btal •"> ßthnnflt t,an belonbi ?l,L derjenige pt ho kann. Zeltlim ^ *“1=8 !< «"wog,, 0| »«’tläiifij f(ll . ' e, l« Ü>l8«n ” Offerte SÄ** t nti ia ÄS5 Berlin, 12. August. DaS „Berl. Tagebl.^ meldet auS Hamburg: Wegen der Durchfahrt deS Manöver- I geschwaders ist ber Verkehr auf bem Kaiser Wtlhelm- Canal am 13. unb 14. August erheblich eingeschränkt unb , wird möglicherweise ganz eingestellt. Berlin, 12. August. DaS „Kl. Journal" melbet auS Ostenbe: In Amsterdam tritt neuerdings die bestimmte Meldung auf, bie Königin werde sich nach der im September stattfinbenben Confirmatisn mit bem Prinzen Bernharb von Sachsen-Weimar verloben. Berlin, 12. August. Der ehemalige Koch beS Fürsten Bismarck, Leich er, würbe wegen verschiebener Diebstähle unb Sittlichkeitsvergehen zu zwei Jahren unb einem Monat Gefängniß verurtheilt. Berlin, 12. August. Für den Wahlkreis B raube n- burg-Westhavellanb haben bie Socialbemokraten ben Rebacteur PeuS als Canbibaten aufgestellt. Posen, 12. August. Aufsehen erregt hier bie burch bas Militärgericht erfolgte V e r u r t h e i l u n g z w e i e r Wallmeister ber hiesigen Fortification zu längeren Freiheitsstrafen wegen Vergehen im Amte. Innsbruck, 12. August. Von ber Zwölferspitze bei Stubal ist ber Sohn be6 hiesigen Stadtraths Mazoni abgestürzt unb tobt auf gefunben worben. In einem Thale östlich von Steinach verunglückte ber zehnjährige Sohn beS Eisenbahnbeamten Kohler bnrch Absturz beim Edelweißpflücken. Der Knabe hat schwere Verletzungen erlitten. Bei Dörsel in Kärnthen find ber 28jährige Lehrer Gr ädig unb ber 45jährige Profeffor Schmid ab- gestürzt unb sofort tobt geblieben. Der Letztere war als Leibarzt beS Schah von Persien kürzlich nach Teheran gerufen worben.__ CocäU« nnt> prcn>i«jicUc». Gieße», ben 12. August. das eigentlich? Ist es nur, weil die Was ist lofin« ab. weit auseinander, erste Nachricht sei am Morgen des Convention in die Blitz erschlug gestern nahen Allersberg und der Zwölferspitze bei der Sohn des hiesigen Gr war in Begleitung Napoleon mit sammt seiner Armee wurde, gingen bisher die Angaben sehr doch glaubte man im Allgemeinen, die durch zwei luxemburgische Aerzte, die * Loudon, 11. August. Im Novelth Theater wurde gestern ein Schauspieler Namens Crozier getödtet. Er stellte eine Person dar, die am Ende deS Stückes erstochen wird und etnec der dabei verwendeten Dolche wurde mit solcher Heftigkeit gehandhabt, daß er tief in die Brust CrozierS eiudrang und den sofortigen Tod deffelben herbei- führte. * Stockholm, 11. August. Nach hier eingegangeuen Meldungen ist die Sonnenfinsterniß bet Malmberget und bet Serkuu im nördlichen Schweden unter den günstigsten Verhältnissen beobachtet worden. ♦ Rewyork, 11. August. Die intensive Hitze verursachte 120 Todesfälle infolge von Sonnenstich und Hitz- schlag in einem Zeiträume von 5 Tagen. Gestern ereigneten sich hier 26 Todesfälle. • Rewyork, 11. August. Die Zahl der Todesfälle infolge HitzschlageS in Newyork und den Vorstädten ist bis auf 188 gestiegen. Die Kranken-Transportwagen erweisen sich als unzureichend. Im Lande herrscht fortdauernd große ! Sterblichkeit. Vermischte». * Berlin, 11. August. Gestern Abend fand auf der kaotdstraße am Spandauer Schifffahrts Canal ein Zusammenstoß zwischen einem Schlächterwagen, dessen Pferd durch- zrglnngen war, und einer Droschke statt, wobei eine in dieser fitzemde, etwa 55 Jahre alte Frau auf den Damm geschleudert und so schwer verletzt wurde, daß sie bereits während der ücb»rrführung in das Krankenhaus Moabit verschied. Die gliche wurde nach dem Schauhause gebracht. • Begründung eines Zettungsverbotes. F. T. Hart- »amn aus Berlin plante im Jahre 1786 die Herausgabe ilntt politischen Journals tu Elbing, das in deutscher, fran- Dcher und polnischer Sprache erscheinen sollte. Die Heraus- pbs wurde ihm nicht gestattet und das Verbot folgender- nahen begründet: „Es ist weder nöthig, noch nützlich, noch mlisam, den Druck einer Zeitung in Elbing zu verstatten, la «diese Stadt und die ganze dortige Umgebung sich mit Itir Zeitungen von Berlin und Königsberg behilft und von dncr besonderen Zeitung in Elbing kein anderer Vortheil ils derjenige, den der Herausgeber davon haben würde, ent- 6tE)«n kann. Ueberdem stehet der Herausgabe einer Elbing- jlen Zeitung die Schwierigkeit der Censur entgegen, indem in Elbing kein zuverlässiger Crnsor zu ermitteln ist und die Mungen nach Marienwerder zur Censur zu sch cken zu ttiiläufig sein würde." * Der Criminalpoltzei z« Frankfurt a. M. ist es geglückt, iitr junge, im Alter von ca. 17 Jahren stehende Burschen ilr diejenigen zu ermitteln, welche drei Mal nacheinander ta Frankfurter Schlachthause je fünfzehn gesalzene Schinken ülttelft Einbruchs entwendet haben. Bei den jugendlichen Einbrechern wurde Einbrecherhandwerkszeug in großer Zahl, feie Stemmeisen, Dietriche, Dolchmesser, Revolver :c. vor- jlfumden. ♦ Nürnberg, 11. August. Der silchmittog zwet Mädchen, eines im tmeS in Lanzendorf bei Bayreuth. * Innsbruck, 11. August. Von limstift tm Stubai stürzte gestern aus Metz mitgetheilt wird, findet diese Frage jetzt in einem zur Zeit unter der Presse befindlichen Werke des durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Metzer und lothringischen Localgeschichte besten- bekannten Oberlehrers Dr. Alders („Die Belagerung von Metz. Ereigniffe und Zustände innerhalb der Festung vom 19. August bis 28. October 1870, nach französischen Quellen und mündlichen Mtttheilungeu") folgende Antwort: „Ueber das erste Bekanntwerden des Sieges bet Sedan erzählte mir einer meiner Gewährsmänner, Herr Fuhrunternehmer Baser, der bereits vor 1870 in Metz ansässig war und während der Belagerung die Civilbeerdi- gungen übernommen hatte, als ich ihm die Correcturbogen zur Durchsicht überließ, Folgendes: Ich hatte am 4. September die in der Nacht vorher Gestorbenen auf den Ostfriedhof gebracht und kehrte gegen Mittag nach Metz zurück, als ich einen französischen Soldaten ohne Gewehr auf der Straße von Grigy antraf. Derselbe war während der Nacht mit einer Patrouille in Peltre gewesen, wo man eine deutsche Feldwache überfallen und mehrere Häuser auSgeplündert harte. Dabet halte er sich verspätet und bis zum Tagesanbruch vor den verfolgenden Deutschen im Gebüsch verborgen. Dieser Soldat zeigte mir eine Nummer der „Kölnischen Zeitung" vom 3. September, in der eine Depesche Über den Sieg bet Sedan stand. Er hatte die Zeitung aus einem Zimmer in Peltre, In dem ein deutscher Offizier einquartiert war, mitgenommen. Ich kaufte die Zeitung für einen Franken und brachte sie nach Metz. Auf dem Wege nach House zeigte ich sie mehreren Bekannten und nach etwa zwei Stunden wurde ich verhaftet und auf die Comman- dantur geführt. Hier erzählte ich den Hergang und zeigte die Zeitung. Der Commandant kam selbst und nahm mir die Zeitung ab, legte mir Stillschweigen auf und befahl meine Freilaffung. Die Nachricht wurde sehr bald in der Stadt bekannt, aber meistens für unwahr gehalten." Hiernach wäre also bereit- am 4. September, Nachmittags gegen 2 oder 3 Uhr, die erste Nachricht von der Gefangennahme Napoleon- und seiner Armee durch die „Kölnische Zeitung" nach Metz gekommen. * Ueber de» Damo» Alpini-«»- findet sich in einer u\ Maikäfer-Vertilgung und von sonstigen beachten-werthen I Li.lommnifsen im Bereiche deS Forst, Jagd und 3tf4etei’ S«sm-. Mittag- 12 Uhr: Gemeinschaftliches Gabels, ühstück b der Turnhalle. Nachmittag- 1 Uhr: Abfahrt zur Excur- Ma in die Domanialwaldungen der Großh. Oberförstereien I SihelSdorf mit Schluß in Nidda, so zeitig, daß die dort ■igen 6 Uhr Nachmittag- abgehenden Züge zur Heimreise I Itnutt werden können. Zu dieser Versammlung sind alle Mitglieder deS Verein- und Freunde deS Forstwesens ein- bladen. I * Ueber die Wirkung des Gesetze, bett, de» »»lautere« Aittbewerb erfahren wir folgendes Beispiel au- Frankfurt. I Dort kaufte eine Firma au- einem ConcurS herstammende Darren und annoncirte darauf, ebenso wie durch Plakate an dn Schaufenster ersichtlich war: „Verkauf derConcurS- »as ie." Der Frankfurter Detatllisten-Verein machte die betreffenbe Firma darauf aufmerksam, daß diese letztere Be- Mnung unter § 4 des Gesetzes zur Bekämpfung des un- Unteren Wettbewerbes falle und machte, als die Annoncen Mt geändert wurden, Anzeige beim Gericht. Nach drei Lagen erfolgte daS Unheil, welches auf sofortige Aenderung btt Annonce sowie auf 100 Mark Strafe für jeden vorher- gegangenen UebertretungSsall erkannte. 4- Bad-Rauheim, 12. August. Die bekannte Görbel- seiimer Mühle bei Bruchenbrücken ist in vergangener WadDt total abgebrannt. DaS Wohnhaus blieb ver- |d)o«t. Genau vor 18 Jahren brannte dieselbe Mühle ebenfalls total nieder. △ Mainz, 11. August. Bezüglich der künftigen Ge- flalrung der Verhältnisse der Beamten der Hessischen Lud- tolgtzbahn wird jetzt mitgetheilt, daß im Allgemeinen der D?o5u6 der GehaltSregulirung, wie er bei den zuletzt de,süaatlichten Privatbahnen zur Anwendung gelangte, als Viagstab genommen werde. Wollen die Angestellten in ihrem fdUeren Pension-Verhältnisse bleiben, so müffen sie die Beiträge weiter bezahlen, anderenfalls erfolgt die Zahlung der Pension auS dem CivilbeamtenpensionsfondS für die Staats- beatnten genau nach den staatlichen Grundsätzen. Jm Uebrtgen sollm alle Diejenigen, welche noch nicht zehn Jahre im Dienst der 'Gesellschaft find, einer Prüfung unterzogen werden, wenn sie demnächst eine etatSmäßige Stelle im Staatsdienst be* Italien wollen, während die, welche am 1. April 1896 bereits zehn Dienstjahre zurückgelegt haben, sofort unter der kndbindung von der Prüfung etatsmäßig angestellt werden sollln. — Baurath Hochgesand, langjährige- Mitglied her Specialdirection der Hessischen LudwigSbahu, ist ver- ßoss-ne Nacht im Alter von 78 Jahren gestorben. Nahezu zwei Menschenalter widmete fich der Verstorbene dem Eisenbahnwesen und ist der größte Theil der Bahnanlagen der Llldioigsbahn unter Leitung Hochgesand's entstanden. Ehe tr en die LudwigSbahu kam, war Hochgesand 25 Jahre im hcisi sch en Staatsdienst und war es besonder- die Anlage de- gro$en BiabuctS bei Friedberg in Oberhessen, welche die Sufmerksamkett her Fachkreise auf ihn lenkte. Bingen, 9. August. Billigen Wein gibt eS jetzt hier zu trinken. In verschiedenen Wirthschaften usw. wird ber Schoppen Wein, der früher 40 und 50 Pfg. kostete, seht zu 25 Pfg. verkauft. Dte Leute find gezwungen, so billig zu verkaufen, damit fir ihre Keller und Fäffer leeren, nm den zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden 96er nntrrbringen zu können._____ Hetmdal", eine zeitgemäße Plauderet er führt u. A. auS: „TS ist heute zu gewiffen Zeiten in den Alpen zu besteigen. Alle- spricht davon, man von der großen Völkerwanderung in 7. September auf Grund der Genfer Stabt gelaffen wurden, dorthin gelangt und dann durch die am Nachmittag desselben Tages erfolgte Auslieferung von 596 bei Sedan gefangenen französischen Soldaten bestätigt und überall verbreitet worden. Wie der „Straßb. Post" ktatthaltcreiraths Dr. Majoni ab. zweier Damen. Ebelraute suchenbe Burschen sahen ihn köpf- Aber abstürzen. Don Neuftift gingen zwei Gendarmen und itr Bergführer Anbrae Gumpold ab. Der Abgestürzte teimbe bereit- tobt aufgefunden. Majoni, ein auSgezeich- itietr Bergsteiger, legte Heuer sein erste- juridische- Rigo- Prager Zeitschrift, „ von Peter Rosegger, Bedürfniß geworden, sein, hohe Berge zu liest, hört, fieht nur Foulard-Seide 95 Pf. bis 5.85 p. Ml. — japanefische, chinesische rc. in den neuesten Dessin» | u. Farben, sowie schwarze, weiße itnb farbige Henneberg- Seivs von 60 Ps. bis Mk. 18.65 p. Met. - glatt, gestreift, Zutritt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 verfch. OuaL und 2000 versch. Farben. । Defsins rc.), Porte- end steuerfrei Ine Hees. Muster umgehend. 24 I Seiden-Fabriken 6. Henneberg (k u. k. hoa.), Zürich, * Sedan und Metz. Ueber die Frage, wann in dem belagerten Metz die Gefangennahme deS Kaiser- bei Sedan bekannt Witternugsbericht vom 11. August. Der Kern deS barometrischen Maximums zieht sich langsam nach Süden und ragt daher der hohe Druck weiter in den Continent herein, doch hat sich die gestern im Süden angedeutete Depression weiter ausgebildet und liegt heute ein geschlossenes Minimum über dem Mtttelmeergebiet, daS durch die Herrschaft deS Maximums wenig zur Geltung kommen kann. Unter dem Einfluß der letztgenannten Depression hat die Witterung namentlich in den südlichen Theilen unseres Gebiets einen regnerischen Character beibehalten. _____ —- vo««»rr-»»UUe» WttmiW__________ "Zunächst noch meist wolkiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. ____________________________________________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 12.August, Mittags zwischen Hund 12Uhrt Waffer W/., Luft 12". Rübfamen'sche Badeanstalt. und Seligkeit im Angesicht der heiligen Natur, sie habe» andere Beweggründe, daß sie fahren, laufen, steigen oder klettern, sie wollen z. B. wiffen, wer bester fährt, schneller läuft, flinker steigt, waghalsiger klettert- sie wollen genau in Metern wiffen, wie hoch ein Berg, wie weit eine Höhle, wie tief ein See- ist zehnmal gemeffen- so mesten sie da- elfte Mal. Sie wollen gehn, wo keine Wege, und klettern, wo keine Steige find, sie wollen gerade dort auf den Berg, wo man nicht hinauf kann, sie wollen leisten, was vor ihnen noch keiner geleistet. Sehr wacker! — Im Monat August klettert eine Million Menschen auf den Alpen um zwischen Graz und Genf. An fiebenhunderttausend davon find Sportsleute. DaS find so recht die vom Dämon Gejagten und Gehetzten. Kein BergwirthshauS, da- nicht erschallt von Renommage der Kühnen, kein Alpenfriedhof, auf dem nicht ein zu Tode Gefallener ruht. Der Dämon Alpinismus!"____________ Citeraiur ut»6 ILr-nst. — Wer fich für die Reise und für den Aufenthalt in Bädern und Sommerfrischen mit guter und habet billiger Lectüre versehen will, dem empfehlen wir aufs wärmste die bekannte und wertverbreitele Sammlung von ,Me»ers Dottsdücher«- (Verlag des Biblio- graphifchen Instituts in Leipzig und Wien-. Preis jeder Nummer, geheftet und beschnitten, nur 10 Pfg. — DaS Lewere litterarische Unterhaltungsbedürfniß findet in dieser wahrhaft volksthüm ichen Sammlung des Besten auS allen Lttteraturen ausreichende Befriedigung und die bisher erschienenen 1160 Nummern gestatten Zedem, vollauf nach Geschmack und Neigung zu wählen. Aus der soeben erschienenen neuen Serie nennen wir zunächst den ungemem spannenden Roman ^Die Elixire des Teufels" (Nr. 1138-1142) I aus der Feder des bekannten Romantikers E. T. A. Hostmanm oes I Gespensterhoffmann, wie man ihn kurz und treffend nennt, ^ine I eminente Begabung, seine unglückliche Neigung zum Absonder | lieben und Grauenvollen im menschlichen Leben tritt am beut- | lichften und schärfsten gerade in diesem Roman bervor, der an Technik den bedeutendsten Mustern des heutigen Roman expön- I mental gleichkommt. Die beiden Hauptvertreter der Londoner I Romanschule reihen fich würdig an, W. M. Thackeray mit feinem | in Hunderttaufenden von Exemplaren auf allen Gebieten englischer I Zunge verbreiteten Roman „Vanaty Fair“, „Der 2"drmarkt des Lebens" (Band I, Nr. 1143—1148, Band U, Nr. 1149—1155), I unbestritten feine bedeutendste Schöpfung, in der er ebenso al» realistischer Lebensschilderer wie als geistreicher Satiriker glänzt, I von seinem auf unferm (Kontinent wohl noch bekannten Zellgenossen Charles Dickens bringt die neue Serie eine kleinere Erzählung. I „Der Weihnachtsabend". Eine Gespenstergeschichte (Nr. 1157, 1158), I der beliebten Sammlung der „Weihnachtsgeschichten entnommen. Es folgen „Gullivers Reifen nach «illipuf (Nr. 1156), die schönste | Partie aus dem großen Werke des englischen Humoristen unb Satirikers Jonathan Swift, auS deren Lectüre der gereifte Leser I ebensoviel geistigen Genuß ziehen wird, wie daS naive Kindergemuty harmlose Freude. Wahre Cobinettstücke realistischer Detailkunst, | frei von allen das Gemüth verletzenden Auswüchsen des französtswen I Naturalismus find die „Scizzen" (Nr. 1159) des in allen Lagern I gleich hochgeschätzten französischen Romanciers Alphonse Daudet. Seine Erzählungskunst ist der Dickens naoe verwandt; rote tetn I anderer aber versteht er es, auch dem kleinsten ^/senstande eine I reizende intime Seite abjugeroinnen und durcd thränenfeucktes Lächeln I zu wirken, wo ein Naturalist gesteigerte rohe Effecte anwenden würde. Auch die neuere italienische Litteratur ist vertreten durch zwei wohl- I gelungene, halb ernst, halb humoristisch gehaltene Erzählunakn. | „Terefinas Zopf“ und „Giovanninos Bein" (Nr. 1160), von dem schon längst bei feinen Landsleuten beliebten Enrico Castelnuovo. Die bisherigen trefflich commentitten und mit Einleitung und Sach- I regtfter versehenen Gesetzesausgaben des Bibliographischen Instituts I sind vermehrt worden durch Aufnahme des hochactuellen ,/Neichs- I gesetzes zur Bekämpfung deS unlauteren Wettbewerbes (Nr. 1137). die Alpen. Menschheit gähnt? — Ich will eS sehr trocken sagen. Das wirkliche Reisen und Alpentourenmachen zu dem Zwecke deS Selbstunterrichts und um Herzensfreude an Welt und Natur zu genießen, ist edel und bedeutungsvoll- aber wie jetzt die meisten Leute reisen und auf den Bergen umherklettern, das ist sinnlos und albern. Die wirklichen Genüffe und Gewinne wiegen bei Weitem nicht auf die Kosten, den Zeitverlust, die Mühsal und Unbequemlichkeiten einer Reise, wenn der Philister reist. Man reist, um zu reisen, man klettert, um zu klettern, man hat nichts davon, aber wennS vorüber ist, fühlt man fich von einem Alp frei, der vorher gedrückt hat. Man redet fich vorher wochenlang ein, eS müffe sein, bis man endlich diesem sonderbaren „Muß" nachgibt und fich einige Wochen den Beschwerden der Eisenbahnfahrten, der fremden Nachtquartiere, der ungewohnten Kost und touristischen Leiden aller Art auSsetzt. Gar viele kehren vom Salzkammergut, von Tirol, von der Schweiz heim und wiffen nichts anderes zu erzählen, als wie man in diesem und jenem Hotel ge- geffen, auf dieser oder jener Bergpartie übernachtet und wie viel man für d ese und jene Fahrstrecke bezahlt hat. Solchen gilt mein Bedauern, daß sie fich von dem modernen Dämon hin- und herjagen laffen müffen." Unsere Eltern und Ahnen, fahrt Rosegger ungefähr fort, saßen fest und seßhaft auf ihrer Scholle- dann und wann ein bunte- Fest, ein fröhlicher Wanderdrang auch wohl einmal, im Uebrigen aber lebten und webten fie tagtäglich derart in der Natur, daß fie etu eigentliches Anstauuen der Natur als Natur gar nicht kannten, auch kein „Genießen" der Natur. „Und ist denn heute die Naturfreude so allgemein, als eS scheint? Ganz gewiß nicht. Drei Biertheile der Touristen, die da fahren, laufen, steigen und klettern und gelegentlich sich zu Tode kugeln drei Viertheile beiläufig gemeffen, empfinden nicht die Wonne ■ n ■ W jeher Art, sowie ® Ä Z i __CT Afra ©nmmte,^lüf4e L ffi I A M STOTT 6 w BIS II ■ W ■ H Man schreibe um Muster uuttt WP ■ WW WM ■ ■ Angabe deS Gewünschten. von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld. S1'1 ’N« . "«Illi. bl» »trt W ah- 2 blm " bOn Male ; Mitglied batQn “8 »ott Sffli. lt "•« «n len e,«. b*“6e, franco ;nbtö( httlotzttbik. Die^ statt unb toirt t. aut^ in diese« ft- vov dem Bach gestellten 3^ «aöflen des M Zeit 421 Mk. 35 y. 1 die Stabivenvali. üt überreichte d Feststellung beS m. 18- Beim AuSIchü- trn bes ßaufmänati; zeigt sich, batz h > vorzüglichen Baup lürchteie, Brunnendc. Bauarbeiten totrbn iehen sein, datz ber Vr uug veranstalten li rivatreunen jul Abeub nicht nur m >cht, sondern minbr um ben Ausgang r reiche Wetten zu @r. sich barum, die & ersburg, hin und lehmen. Dte Will! rfitätSstallmeister 6ri: et SBenbt einen en Rö'üer unv/ i dn tt\\t Fahre, i udgrlüst werben k Rabsahrer (Robe, »selben wich der Siw enschengetümmel, In« jn links ab. Der rechts herüber zu unb setzte In gestr» Dieber auf bii Bahn. - 1-150 Wut Borjps f halbem Wege ausg b, mtWt ndirWe Heter W n gestreLtem Gal^ fien Rabsahrer vn> iurß traf hi 6 m dicht mit Mensch t Der Radfahren h-m,«»!96 l“S"“r8Ä*rf«=? pah j»el D * Itn 8-66" tl"'" ° Mueis BsgtV be , «.alllirvorrichK tttn«!* 8.96. vd xu J »ocheria »tgendeS 3 W ”~,eW, !!•» nhalie^ y_.ru Qbt# mflin der G d S«d-° ^P-P. » s dem HA L M M- strt»«1« sw»1 tu ' pfrtU« # f Wöchentliche Ueberficht der TodeSsAle in Gieße«. 32. Woche. Vom 2. August bis 8. August 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer: 27,12, nach Abzug der Ortssternden 15,82°/«,. Kinder SS starben an: Zusammen: Erwachsene: im v°m 1. Leben-jahr: 2.—15. Jahn Altersschwäche Gebärrnutterentzünd. Lungenbrand Rose Krebs Lungenschwindsucht Gehirnerweichung Brechruhr Gehirntuberkulose Syphilis Summa: 12 (5) 8 (4) 4 (1) — A nm. Die in Klammem gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. •E.& K 1 1 — — 2 (2) 2 (2) — — 1 (1) 1 (1) — — 1 1 —— — 1 1 —— — 1 1 — — 1 (1) 1 (1) — — 2 2 —— 1 — 1 — 1 (1) — 1 (1) — Versteigerungen Bekanntmachung. Mittwoch den 19. d. Mts., NackmittagS 3 Uhr, sollen zwei der Stadt Lich gehörige, abgängige Bullen öffentlich meistbietend ver steigert werden. Lich, den 11. August 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei. ___________Heller._______7274 Gommerfrncht- Versteigerung. Freitag den 14. August r>. I. will Rechner Schmidt in Londorf seine Hafer- und Gerstenernte in Loosabtheilungen an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigern. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr bei der Wirthschaft des Herrn Jordan.7271 Empfehlungen. ÄL LihlachthMs. Freibank. [7289 Heute und morgen: Ochfenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45 Pfg. Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet.__________ Prima Einmachgurken und frische Preiselbeeren stnd Donnerstag auf demLindeu- platz zu haben. Frau Hammel. Verkauf auch Große Mühlgaffe 6. Pa. Früh-Rosenkartoffeln pro Dopp -Ctr- 5 Mk. frei inS HauS; auch kann der Bedarf an Winter« kartoffel« preiswerth geliefert werden. Näheres am Obststand, Ludwigsplatz. 7276 M. Kröcker. Suppenwürze erhöht überraschend^den^Wohlgeschmack der Suppen und zwar genügen wenige Tropfen. Zu haben bei Ph. Herrmann, Seltersweg. Bestens empfohlen werden Maggi'S praktische GietzhLhnchen zum sparsamen und bequemen Gebrauch der Suppen-Würze.6129 Vermiethungen. 7291] SelterSthor 68 schönes Man- sardenlogiS, 4 Zimmer mit Zubehör, sofort zu vermiethen. Näheres __________Fro«ks«rterffratze 5, i 7270] Freundl. Mansardenwohnung sofort zu vermiethen. «rünbergerstr. 38. Näheres daselbst. 7020] Ein kl. freundl Logis zu oer- mietben.____________Selterbweg 81. 7286] Ein Logis zu vermiethen. A. Hetz, KaplanSgaffe^5. 7280] Im Neubau Grünbergerstr. 50 find zwei schöne Wohnungen mit Wafferl. zu oerm- Näheres «rünbergerstr. 43. 7220] Belle-Vtager (Sieg. gr. Wohnung, 7 Zimmer mit Balkon, Badeeinrichtung, Gartenantheil rc., per 1. October oder etwas früher zu vermiethen ____________Rordanlage 83, pari. 6072] Der mittlere Stock, SeUerS- weg 64, bestehend auS 8 Zimmern mit Zubehör und Gartenantheil, per sofort oder später zu vermiethen-_______________ 7278] Stübchen mit Bett, auch mit Kost, zu vermiethen. MLnsbvrg 9. 7272] Gröhe, trockene Lagerräume nebst Comptoir, zu jedem Geschäft geeignet, per September zu vermiethen. Näheres «licestratze 22, I. MAGGI5 Mieth-Gesuche. MM. Zimmer L ®tÄe miethe« gesucht. Offerten mit Preis, angabe unter 8. werden Bahnhof* stratze 76, III entgegengenommen. ns 4 ^ermischteAnzeigen^| <7Uiurtrire | JkFTuJbmoncenu S^rcü-Courantc I IVillt "R>• -iVFabrik I c? in^r/rnsitw lUhl a/fozfr rstrtf. 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Feuerwehren Aocken- heim und Meder-Kfchöach (Station Bonames). Kameraden, welche beabsichtigen, diesen Festlichkeiten beizuwohnen, wollen sich bis zum Freitag beim 1. Hauptmann melden. Abfahrt für Beide 8>e Uhr Vormittags. 7279 Das Commando. Stellen-Angebote. Hausbursche i gesucht. Marktplatz 17. Eintüchtiges, jüngeres Ma Hohem im Haushalt erfahren mdULlWU, und mit einfacher, bürgerlicher Küche vertraut, findet per 1. October er. angenehme Stelle. Näheres durch Fra« Fatz, Grün» bergerstraße 20. 7287 7273] Gesucht Anfangs Sevtember ein junges, anständiges M&dchen für Hausarbeit. Näheres Alicestratze 22,1. 7281] Für jeden Sonn- und Feiertag rcittllchc Frau zum Spülen gesucht. Wiener Caf6 Bettler. von Willi. Hamel, Gießen, Bleichstr. 7. Eigene Reparatur-Werkstätte. Größte Auswahl in Fahr- y rädern, Zubehör und VV/ Reservetheilm P. T. Den verehrl. Damen die ergebene Mittheilung, dass zum ungenirten Erlernen des Radfahrens der grosse Saal von Steins Garten mir in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt wurde und nehme geschätzte Anmeldungen in meiner Wohnung, Bleichstrasse 7, jederzeit entgegen. Hochachtungsvoll Willi. Hamel. Herr Dr. Scholz, staatl. vereid. Chemiker i« «öl« schreibt, über Marioth'S Malzkasfee: Was die Hauptsubstanzen, wie: Fett, Stickstoff, Pflau,eneiweitz und Phobphorsü«re betrifft, so stnd dieselben außergewöhnlich hoch und qualificiren den Warioth'schen Malzkaffes zu einem hochnahrhafte« Surrogat. Ich kann nur bemerken, daß Marioth'4 Malzkaffe« absolut frei von gesundheitsschädlichen Substanzen ist und hinsichtlich seiner Bestandtheile ähnliche« Präparaten nicht «nr würdig an die Seite gestellt werde« kann, KR sondern diese noch bei Weitem übertrifft. "WK Marioth's Malzkaffee ist überall zu haben- 7267 Schöne Aussicht. Donnerstag, 13. August er., von 5—10 Uhr großes Rier-Loncerl ausgeführt von der 588< RegimenismußK Sroßh. Iuf.-Rkgts. 116 Mler NB. Die Coueerte finden an jedem Montag statt. Programme liegen auf. W Bier im Glas, 3/io Liter, 10 Pfg. — Eintrittspreis ä Person 20 •••••••••• ®e •••••••••••< Schühku-Nercin Gikhen. e Grosses Meisschießen | Sonntag den 16. und Montag den 17. August. । An beiden Tagen Nachmittags: X • — Grosses Concert — e ausgeführt von der ® Regimeuts-Capelle des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm • d unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirectors Krauß c M ä und M • Hanz und Dotksöelustigung. ® An beiden Abenden bengalische Beleuchtung des Festplatzes. W • Montag Nachmittag: Preisvertheilung. Gutree 20 Pfg. Bier im Glas 10 Pfg. j 8 7000 Der Vorstand. । Kirchweihe zu Rodheim a.Biebei Sonntag den 16. und Montag den 17. August wozu ergebenst einladet 7268 Karl Schlierbach III. Ortsgrewerbeverein. General - Versammlung Freitag, 14. August, Abends S1/» Uhr, im Caf^ Balzer. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Abnahme der Jahresrechnung. 3. Vorstandswahl. 4. Die Erbauung eines eigenen Gebäudes fir Zwecke der Schule und des Vereins. Um recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird dringend gebeten. 7230 Der Borstand. OOOOOOOOOOOO 0 OOOOOOQOOOOO o o Q Zeige ergebenst an, daß ich mich dahier als Heb- 0 O amme niedergelassen habe. Q O Hochachtungsvoll a 8 Iran Juliane Enders, 0 O Kaplansgaffe 12. § o 7105 0 ooooooooooooooooooooooopo Für Ausflugsorte, Gastwirthschaften und Vereine ♦ Anßchts-Uokkarten 4 iu Licht- und Farbendruck. ____** Feine, fachgemäße Ausführung zu mäßigem Preise. Mit Mustern, Skizzen und Offerten steht gern zu Diensten der Kunstverlag Ernst Balser, Gicht, Durch Gelegenheitskaus 4^ ein großer Posten robiren Sie den echten Hausen s Kasseler Hafer-Kakao, derselbe leistet allen Magenleidenden, Nervösen, Kranken unD BttinfH-Rlriberttüfffi bedeuten» unter Preis. - HERMANN KATZ 5. 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