Nr. 37 Erstes Blatt. Donnerstag den 13. Februar Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger Amts» und Anzeigeblatt für den TLreis (ßicfjeu Hratisöeitage: Gießener Kamilienökätter die Anstellung von Erhebungen über die Zahl der noch lebenden ihren Abschluß finden, und die Beihülfen demnächst vertheilt »erden. Der berichtende Ausschuß theilt in verschiedenen Innahmr von Anzeigen zu der Nachmittag» für bew folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. ein unbedingtes Bedürfniß. Nachdem noch die Abgeordneten Schröder, Wasserburg und Ulrich in empfehlendem Slnne zu dem Antrag gesprochen, wird der Antrag des ÄusschusieS, die Regierung zu ersuchen, die Frage der Neu« organisarton der höheren Staatsbehörden in Erwägung zu z'eheu und demnächst eine Commission zur Berathung darüber zu berufen und zu einer entsprechenden Neuorganisation zu schreiten, einstimmig angenommen. Die Gießener K««ttt-u0tälter »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. nach althesstschen Bestimmungen pensiouirteu Invaliden Großh. Regierung zur Berücksichtigung zu empfehlen. Die Kammer beschließt einstimmig demgemäß. Eine Vorstellung der Rechnungsbeamten der Ober« hessischen Eisenbahnen um Gleichstellung ihrer Gehalte mit denjenigen der übrigen RechuungSbeamten des Landes viird dahin erledigt, daß die Kammer einstimmig beantragt: Der Wtftaet Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». 8 Uhr Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 5 Uhr Vrl Uhr Gebhardt Großh. Regierung wolle baldmöglichst und jedenfalls vom nächsten Hauptvoranschlag an, eine Gleichstellung der Petenten, soweit sie die gleichen Staatsprüfungen bestanden Haden, in ihren Gehaltsbezügen mit den übrigen RechnungS- und Revi« sionSbeamten des Landes herbetführen. Die Abgg. Haas «Offenbach und Metz-Darmstadt beantragen die Abänderung des Art. 14 des Dammbaugesetzes. Die Großh. Regierung hält mit Rücksicht auf die ausführlichen Erörterungen, welche in früheren Land tagen gepflogen wurden, ein Eingehen auf die Sache nicht für geboten, da die Landdammvorlage, insoweit sie Darnrn- verlegungcn enthielt, nicht zur Verabschiedung gelangt ,st und mit der Anwendung des Art. 14 bisher noch keine practischen Erfahrungen gemacht worden sind. Dagegen wollen die Antragsteller im Gegensatz zur Ansicht der Großh. Regierung bestimmt und klar durch Gesetz ausgesprochen wissen, daß „für die durch den Neubau, die Verlegung, die gänzliche ober theilweise Abtragung eines HochwafferdammeS bewirkte Werthverminderung deö Grundbesitzes Entschäsigung geleistet", welche vom Staat und denjenigen Gemeinden getragen werde, denen die Arbeiten zum Vortheil gereichen, umsomehr als Großh. Regierung Solches für Sommerdämme nicht unter allen Umständen ablehnt. In gleicher Weise urtheilt auch die Ausschuhmehrheit wie die Antragsteller. Die Ausschuß- Minderheit (Schröder, Haas) will nicht nur den Strich des Art. 14, sondern auch die Entschädigungspflicht des Staates positiv festgelegt wissen. Die Abgg. Schröder, HaaS- Offenbach und Metz-Darmstadt begründen in eingehender Weise ihren Standpunkt zu dieser Frage. Die Ausschuß- Mehrheit beantragt dagegen, die Großh. Regierung um alsbaldige Gesetzesvorlage zu ersuchen, wodurch Art 14 deS Dammbaugesetzes aufgehoben wird. Dieser Antrag wird mit 19 gegen 18 Stimmen angenommen. Eine lebhafte Debatte ruft der Antrag des Abg. Osann u. Gen., die Neuorganisation der höheren Staatsbehörden betr., hervor. Abg. Osann erklärt, der hier gestellte Antrag richte sich nicht gegen irgend welche'Personen, sondern habe nur den Zweck, die im Laufe der Zeit aufgetretenen Staats aufgaben in wirklich nutzbringender Weise zur rascheren Erledigung zu bringen. Er wünscht insbesondere eine raschere Erledigung der Justizsachen und der Eisenbahnfragen. Der Umstand, daß diese Angelegenheiten alle durch den Finanz- mintfter Erledigung finden, sagt ihm nicht zu. Er glaubt, daß wenn ein verantwortlicher Staatsminister ähnlich wie in den Reichslanden, an die Spitze des hessischen Staatswesens gestellt werde, alle Fragen eine raschere Förderung finden würden. ES sei nicht beabsichtigt, hierfür große Ausgaben zu machen, welche über die Verhältnisse des Staats hinausgehen. ES soll aber damit auch den Bedürfnissen unseres Staates entsprochen werden. Staatsminister Finger erklärt, was die Stellung der Regierung zu diesem Antrag angehe, so könne er dieses kurz dahin präcisiren, daß der Antrag sympathisch ausgenommen worden, daß er erwünscht und auch gelegen gekommen sei. Seit 12 Jahren führe er die Geschäfte des Staatsministeriums. Seit dieser Zeit habe er genügend Gelegenheit gehabt, wahrzunehmen, in welchem Umfang die Geschäfte gewachsen seien und mit welch' intensiver Thätigkeit in den einzelnen Ressorts gearbeitet werde. Er könne daher sagen, daß es seine innerste Ueberzeugung fei, daß eine Vermehrung namentlich der verantwortlichen Kräfte am Platze sei. Sein College, der Herr Finanz- minifter, könne dies wohl auf Grund seiner Erfahrungen bestätigen. Die Regierung habe nur Bedenken erhoben über die Frage, ob gerade jetzt zur Stunde der richtige Augen blick gekommen sei, einer Reorganisation des Staatsrnimste- riums näher zu treten. Verschiedene Dinge seien noch unterwegs, welche einen entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung der StaatSwaschine haben werden. Er erinnert an das Bürgerliche Gesetzbuch, wobei das Justizministerium ganz besonders in Anspruch genommen werde und die Errichtung eines besonderen Justizministeriums wohl ins Auge zu fassen fei. Auch das Eisenbahnwesen würde einen großen Einfluß auf die künftige Gestaltung der oberen Staatsbehörden haben, insbesondere wenn die LudwigSbahn zu unserer Eisenbahn- verwaltung hinzutritt, eineFrage, welche in möglichst kurzer Zeit zur Erledigung gelangen wird Dieses find eine Menge von Fragen, die nicht so kurzer Hand zu entscheiden sind. Herr Abg. Osann will einen verantwortlichan Minister wie in Elsaß - Lothringen. DaS ist etwas, was nicht zu empfehlen ist, insbesondere für die Verhältnisse unseres Großherzogthums. Er ziehe doch die Selbstständigkeit der Ressortvorstär.de hier vor. Besonderes Gewicht sei aber noch darauf zu legen, daß in allen Staatsfragen der Landesherr das letzte Wort spreche. Der StaatS- minister hält die Aenderung unserer Staatsorganisation für WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 11. Februar. Der Ausschuß des deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit wählte für die diesjährige Jahresversammlung, welche om 24. und 25. September d. I. statlfindet, Straßburg i. E. als Versammlungsort. Heimer Fahrt (Kornsand) nach Darmstadt resp. nach Groß Gerau betr. Abg. Hechler begründet seine beiden Anträge, indem er hervorhebt, daß es sich hier um zwei ganz getrennte Projecte handle. Ueberall ist für eine solche Bahn das lebhafteste Interesse in der Bevölkerung Darmstadts zu Tage getreten, und sie setzt alles für die Durchführung derselben ein. Auch die Ried-Gemeinden, vor- zvakweise Dornhe.im, haben ein besonderes Interesse an diesem Project, um dadurch eine raschere Verbindung mit Darmstadt zu erhalten. Auch Groß-Gerau habe ein großes Interesse an der Durchführung des ProjectS, die der rührigen Industriestadt zu weiterem Aufblühen verhelfe. Die Grohherzogl. Regierung hat ihre Bereitwilligkeit erklärt, die beiden hier iv Frage kommenden Tragen in nächster Zett einer generellen Untersuchung unterziehen zu lasten, und auf Grund bet Ergebnisse derselben, zunächst die Frage der Geländestellung für die eine ober andere Linie mit den Jntereffenten zu erörtern. Der Ausschuß schlägt der Kammer vor, die Regierung zu ersuchen, die nöthigen Ermittelungen thunlichst zu beschleunigen, sodann bei den betr. Gemeinden geeignete Schritte zu thun, die den Bahnbau fördern. Abg. Berg- fträßer tritt für den Ausschußantrag in warmer Weise ein. Abg. Schröder empfiehlt daS Project Oppenheim- Darmstadt, während daS Project Darmstadt-Großgerau den Verkehr nach Frankfurt letten würde. Er wird jedoch für beide Projecte stimmen. Abg. Römer bestätigt, daß Rhein- Hessen das lebhafteste Jntereste habe, mit Darmstadt ver- blinden zu werden, und ersucht um Annahme des Ausschuß- anirags. Abg WolfSkehl und Haas-Offenbach empfehlen ebenfalls den Bau einer Bahn von Rhetnheffen nach S-tarkenburg. Letzterer tritt süc die Linie Oppenheim-Groß- gkrau ein. Einstimmig genehmigt die Kammer daS Ersuchen am Großh. Regierung, Erhebungen über den Bau beider Linien anzustellen, und dem nächsten Landtage Vorlage zu suchen. Ein Gesuch der hessischen Mitglieder des deutschen Kriegs- und Friedens-Invalide n-Ber- bandes um Steuerbefreiung und Pension- - erhöhung hat die Großh. Regierung dahin beschteden, . baß daS jetzige Einkommensteuer-Gesetz die Vergünstigung gewähre, daß Invaliden, die eine Jnvaltdenpenfion beziehen, sofern ihr Gesammteinkommen den Betrag von 600 Mk. nicht errecht, deSgl. Invaliden, welche infolge non Verletzungen tn ihrer ErwerbSthätigkeit wesentlich geschädigt find, im Falle daS Geiammteinkommen weniger als 700 Mk. beträgt, von der Einkommensteuer ausgenommen find. Zur Festsetzung weiterer Vergünstigungen dürften ausreichende Gründe nicht vorhanden sein, und müßten jedenfalls auf die Invaliden mit einem näher zu begrenzenden bescheidenen Gesammteinkommen beschränkt werden. Für eine Befreiung der Jnvalidenpensionen von jeglicher Besteuerung, also auch der in guten Verhältnissen lebenden Invaliden, dürsten wohl ' kaum ausreichende Gründe geltend gemacht werden können. £ **** ri ben mt MsiS, SütrriM Dee Vorstand. Währungsfrage. Abg. Graf von Mirbach (cons.) theilt ein Schreiben des Präsidenten der Bimetallistenliga in England mit, woraus hervorgeht, daß Graf Hatzfeld die englische Regierung lediglich befragt habe, ob sie bk indischen Münzstätten wieder zu eröffnen gedenke, nicht aber, ob sie sich an einer internationalen Conferenz zur Hebung des ©Uber« Deutscher Reichstag. 37. Plenarsitzung. Dienstag, den 11. Februar 1896. Besprechung der Erklärung des Reichskanzlers über Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 10. Februar 1896. Nach Verkündigung einer Anzahl neuer Einläufe und BerichtSanzetgen setzt die Kammer heute Morgen um 10 Uhr ihre Berathungen fort. Als erster Punkt der TageS Ordnung steht der Antrag des Abg. Hechler und Genoss en, bie E rbauung einer Nebenbahn von der Oppen- U Mi IALL iftMM W n. --- _ 1012 vierteljähriger ,, AdounemeatspreiFr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulflraße Ar.B, Fernsprecher 51. Perm evetein. •uar 189®, ife Ebel |(||([ m ftiM* lküö- a udtf- (mir Ein. Nttial« Uinett Preises betheUigen wolle. Hierauf konnte die Antwort nur nein lauten. Wolle man die Frage lösen, fo müsse eine Vorconferenz mit Amerika und Frankreich ftattfinben. Was der Abg. v. Karboiff im Abgeordnetenhaufe gegenüber der Behauptung, die bimetallistische Agitation wäre von Amerika bestochen, gesagt habe, war vollkommen loyal. Dennoch kam die „Köln. Zig." mit Insinuationen, die weit über bas Maß des Erlaubten hinausgehen. Abg. Barth (fr. Dgg.) dankt dem Reichskanzler, daß er in der Anfrage bei England betont habe, worauf es ankommt. Die Erklärung des Reichskanzlers müsse die fanatischsten Goldwährungsmänner befriedigen, umsomehr als sie feststellt, daß alle verbündeten Regierungen sich gegen internationale Verhandlungen erklärten. Die Bimetalliften haben bisher kein festes Programm gehabt. Seitdem die indischen Münzstätten geschlossen sind, gibt es gar kein eigentliches Stlberland mehr. Ob Argentinien in Silber oder Gold nicht bezahlt, ist gleichgültig. Rußland wird allerdings zur Metallwährung übergehen, aber zur Goldwährung. In Amerika bringt der EourS der neuen Anleihe unzweifelhaft zum Ausdruck, daß Niemand daran denkt, in absehbarer Zeit zur Silberwährung überzugehen. Abg. Fuchs (Etr.): Der Abg. Barth habe gar keinen Anlaß, über die Erklärung des Reichskanzlers zu triumphiren- Aus ihr gehe unzweifelhaft hervor, daß auch bei der Regierung die Erkenntniß für die Schäden infolge des Sinkens des SilberpreiseS fortschreite. Unter der Doppelwährung befanden sich alle Stände wohl. Frankreich habe feiner Zeit die fünf Milliarden nur bezahlen können, well es Doppelwährung hatte. Redner hofft, baß auf der Grundlage des Antrages Mirbach doch noch diplomatische Schritte unternommen werden würden. Abg. Hammacher (natl) glaubt mit der Regierung, daß mit dem Sinken des Silberpreises allerdings eine gewisse Schädigung der Industrie verbunden sei, warnt aber vor Maßregeln, deren Tragweite nicht zu übersehen sei. Abg. v. Manteuffel (cons.) erkennt in der Erklärung de« Reichskanzlers lediglich bas Maß von Gewissenhaftigkeit und Ob- jcctivität an, das jede Regierung besitzen müsse, glaubt aber, daß, wenn ein anderer Slaat auf Grund eines bestimmten Programms die Regierung zu einer Conferenz aufforderte, diese ihre Pflicht verletzen würde, wenn sie dec Aufforderung keine Folge leistete. Abg Schönlank (Soc.): Die Arbeiter werden den Versuch der Plusmacherei zu Gunsten einer kleinen Gruppe von Capitalisten nicht dulden. Mit der Doppelwährung würden die Zustände ber Kipper und Wipper wiederkehren. Abg. v. Kardorff (Rp.) erklärt bezüglich seines kürzlichen Verhaltens gegenüber dem Abg. Barth, er sei an jenem Tage übermüdet gewesen und habe Manches vielleicht mißverstanden. Dem Reichskanzler gegenüber betone er, daß er niemals daran gedacht habe, das Verhalten des Grafen Hatzfeldt ungünstig zu kritifiren. Um der Landwirthschaft zu helfen, gebe es augenblicklich kein anderes Mittel als die Einführung der Doppelwährung. Abg. Mol kenbuhr (Soc.) bestreitet, daß die englischen Arbeiter Anhänger der Doppelwährung seien. Die amerikanischen Arbeiter seien birecte Gegner ber Silberwährung. Die Besprechung ber Erklärung des Reichskanzlers ist hiermit geschlosien. Es folgt die Fortsetzung ber Berathung der Gewerbeordnungsnovelle. Abg. Strombeck (Ctr.) ist im Allgemeinen mit dem Gesetzentwurf einverstanden, kann aber den Beschränkungen deS Haustr- handels nicht zustimmen. Abg. Hilpert (Bauernverein) empfiehlt Verweisung der Vorlage an eine Commission. Abg. Fuchs (Ctr.) wünscht Verschärfung der Bestimmungen bezüglich des Branntweinverkaufs durch die Confumvereine und bekämpft die Vorschriften über ben Hiusirhandel. Die Debatte wird hierauf geschlossen. Der Antrag auf Verweisung an eine Commission wird abgelehnt, die zweite Lesung erfolgt somit sofort im Plenum. Sodann wird der Etat des Reichsschatzamts ohne Debatte genehmigt. Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Interpellation Heyl, betr. die Confectionsarbeiter, und Coalitionsantrag Auer. Schluß nach 5 Uhr. Bezüglich des zweiten Gesuchs bemerkt die Großh. Regierung, daß die Pensionen, welche hier aufgebessert werden sollen, auf daS Reich übergegangen find. Eine Erhöhung der Pen- J| [tonen aus Landesmitteln kann daher nach Lage der Dinge 1*11611 nicht stattfinden. Bezüglich der Gewährung von Beihütfen rn ehemalige KriegSthetlnehmer find die Großh. KreiSämter ilrßlll^®’ angewiesen, Erhebungen über die in Betracht kommenden ,tj Personen anzustellen. Diese Erhebungen dürften in der Kürze Hl ^sarktM 1’?* Punkten nicht die Anficht der Großh. Regierung, er beantragt «erbevereini UW vielmehr die Eingabe wegen der Steuerbefreiung für erledigt zu erklären, dagegen die Gesuche wegen Aufbesserung der Böc$ althessischen Bestimmungen verliehenen Pensionen, sowie HsriA krhShung aller Reichs Militär-Invaliden Pensionen und die uitnW g Anstellung von Erbebunoen über die Aabl der noch lebenden «•fei* Ferdinand den türkischen trag gab, die zu bitten. CocoUs rrnd prot>hi$iettes# Gießen, 12. Februar 1896. Kravkeuverficheruug; Zuvalidilats- u. Altersversicherung. | In Gteßen bestehen neben der Ortskrankenkasse noch die Ge- meindekrankenverficberung, eine Jnnungskrankenkasse und | 14 Fabrikkrankenkassen. Die Ortskrankenkasse hatte im Jahre I 1894 durchschnittlich 2530 männliche und 343 weibliche Mit- glieder mit zusammen 16374 KrankheitStagen. Die K.ffe vereinnahmte inSgesammt 51706 Mk. 62 Psg., die Ausgaben betrugen 47092 Mk. 42 Psg., daS Kapitalvermögen betrug Ende 1894 20681 Mk. 33 Psg. — Der Gemeindekranken- Versicherung gehörten 5 Mitglieder an mit zusammen 96 Krank- heitStagen. — Die Zahl der der JnvaltditätS» und Altersversicherung angehörenden Personen, welche weder der OrtS- krankenkasie noch einer Fabrikkrankenkasie angehören und für welche die Bürgermeisterei die Geschäfte besorgt, betrug 2350 bei 1148 Arbeitgebern- an Marken wurden verwandt im Betrag von 19158 Mk. 02 Psg., sür deren Einziehung 766 Mk. 32 Pfg. vergütet wurden- die auf Kosten der Stadt erfolgende Erhebung der Beiträge in den Wohnungen der Arbeitgeber bat einen Aufwand von 517 Mk. 55 Pfg. verursacht. — Im Genuß der Altersrente waren 22 Versicherte, Invalidenrente bezogen 16 Personen. ** Die aul 21 Schutzleuten bestehende Gießener Schuh Mannschaft nahm im Jahre 1895 insgejammt 511 Verhaftungen vor, und zwar 81 wegen Bettel, 9 wegen Landstreicherei, 94 wegen Obdachlosigkeit, 33 wegen Ruhestörung, 51 wegen Trunkenheit, 15 wegen Prostitution, 3 wegen Widerstand, 56 wegen Diebstahl, 13 wegen Betrug, 7 wegen Unterschlagung, 5 wegen schwerer Körperverletzung, 3 wegen Brandstiftung, 22 wegen sonstiger Vergehen, 37 auf Requisition, 82 Schulkinder. — Die erstatteten Anzeigen betrafen: Schädliche Ausdünstungen 5, Lebensmittelverfälschung 3, Verkauf verdorbener Lebensmittel 3, sonstige Sanitätspolizei 24, Bettler 85, Obdachlose 1, Ruhestörung 1042, Trunkenheit 16, Widerstand 7, Diebstahl 224, Betrug 42, Unterschlagung 46, scpwere Körperverletzung 72, Brandstiftung 7, Meldewesen 130, sonstige Sicherheitspolizei 620, Thierquälerei 64, SonntagS- feier 19, Prostiluirte 8, Concubinat 4, Kuppelei 4, Unzucht 10, Feierabend 242, sonstige Sittenpolizei 8- Droschken- ordnuug 17, Dienstmänner 3, sonstige Gewerbepolizet 78- einzelnen Individuen und dem Kampf ums Dasein, der ein uorhwendiger Facror zum Fortschritt ist. Ein weitere-- Hiuderuiß für den ZukunftSstaat ist das menschliche Selbst- bewußtsetn, daS Bewußtsein deS besonderen Daseins, der bc sonderen eigenartigen Individualität. Alle Menschen, welche wirklich zum Selbstbrwußtsein erwacht sind, werden alles eher ertragen, als daß man ihnen ihre Eigenart nimmt und die Mittel, ihre Persönlichkeit zur Auswirkung und Entsaftung zu bringen. Das Bewußtsetn von der Nothwendigkeit deS EigenthumS hangt hiermit eng zusammen, denn daß Eigenthum ist die materielle Grundlage für die persönliche und eigenartige Entfaltung. Sollte der socialbewakratische Staat eingeführt werden, so müßten die selbstbewußten Leute auswandern oder beseitigt werden. Aber die nicht indiv duelle und daher entwicklungSunfchh'ge Maffe ginge zu Grunde. So ist also der ZukunstSftaar in jeder Weile unmöglich. Wenden wir unS nun dem Vertreter der individuaftstischen Richtung zu. Nietzsche haßt alles, was Gleichheit heißt, Der- schiedenhnt und Rangordnung ist sein Prinzip. Er stehr auf dem Boden der Naturwiffenschaft, der Darwinschen Theorie, und tritt in Gegensatz zu der Socialdemokratte und dem Christcnthum, weil sie die Gleichheit aller Menschen fordern. Die Fo.deruog trifft nur zu bei der Socialdemokratie, nicht beim Christenthum. Denn dieses will nur die Gleichheit aller Menschen vor Gott, nicht die materielle Gleichheit. Weiter will Nietzsche die ganze alte Moral umstürzen, indem er einen, neuen Gesichtspunkt für die Moral umstellt, nämlich Herrn- und Sclavenmoral. DaS wahre Leben ist chm nichts anderes, als eine Aneignung, Unterdrückung und Zerstörung deS Fremden, mindestens und mildestenS eine Ausbeute deS andern. Ueber die Leichen der Schwachen geht der Weg, den Nietzsche seinen Anhängern vorzeigt. Wenn auf diese Weise die Starken die Oberhand behalten, und zu dieser Auslese noch natürliche Zuchtwahl hmzutritt, dann hofft Nietzsche, kann sich ein starkes Menschengeschlecht ent- wickeln, aus dem dann der „Uebermeusch" hervorgeht. Nietzsche steht im Christenthum eine Sclavenmoral, aber vorausgesetzt, daß wir überhaupt einen Unterschied machen zwischen Herrn- und Sclavenmoral, thaisächlich wurde im ursprünglichen Christenthum Herrr-moeal gepredigt. Ueber nicht» höhnt Nietzsche mehr, als wie Über das christliche, r.ichtSthuende Mitleid- aber im Christenthum hat nur that- kräftiges Mitleid einen Werth. Vor allen Dingen ist ihm die christliche Nächstenliebe ein Greuel, als Ausdruck menschlicher Schwäche. Wenn wir aber die christliche Nächstenliebe uns richtig ansehen, so ist sie eine Aeußerung der Kraft, das AuSftrömen der erfahrenen GotteSliebe, ein Ucberroluben de» anderen durch die Liebe. Darum giebt eS auch Feindes- Straßenreinigung 137, Straßensperrung 49, Fahrordnung 277, | sonstige Straßenpolizei 91- Baupolizei 8, Feuerpolizei 1, Feldpolizei 42, Steuerdefraudation 18, Octroi 42. Die Zahl der von der Schutzwannschaft geleisteten Besorgungen und Zustellungen stellt sich wie folgt: 2643 Ladungen, 3578 Briefe, 16760 Steuerzettel, 1376 AnforderungSzenel, 786 Militärordres, 144 Jmofpflichtige, 56 Umfragen, 98 Vernehmungen bei Gericht, 1507 Verfügungen, 1136 Ermittelungen, 374 Ausschreiben und Transportpapiere, 13 Dor- führungen, 295 Ansagen von Einquartierung, 901 Revisionen. Religiöse Vorträge. Freitag den 7. Februar dielt Herr Dr. Joh. Müller seinen angekündigtenVortrag über daS Thema: „Von Darwin bis Bebel und Nietzsche." In seinen'Ausdrücken klar und präcis, in seiner DortragS- weise feffelnd, in den inhaltlichen Ausführungen geistvoll und überzeugend, führte der geschätzte Herr Redner etwa Folgendes aus: „Wir stehen in einer gewaltigen Revolution auf dem Gebiete deS Geiste-, die hervorgebracht ist durch die Natur- wiffenfchaft. In allen Gebieten der Wiffenschaft können wir ihren Einfluß verfolgen. Der große, allgemeine Zug ist eine Umkehr aus der grauen Theorie zum festen Boden der Wirklichkeit, so in der Theologie, wo man sich gründet auf die HetlSerfahrung, in der Jurisprudenz, wo man sich auf den Boden des Rechtsbewußtseins tm Volke stellt, in der Medtcin, wo man sich von der Quacksalberei abgewendet har zu einer naturgemäßen Heilung, in der modernen Geschichtsschreibung, die nicht mehr nur beschreibt, sondern nüchtern und deutlich den ganzen Gang der Entwickelung offenlegt. Auf all bin einzelnen Gebieten der Wiffenschaft also steht man den Ein- fluß der Naturwiffenschaft. So gewaltig und durchgreifend ist er aber doch nicht gewesen, wie auf dem allgemeinen Gebiete der Weltanschauung. Während eS in früheren Zeiten eine fertige, fixe Weltanschauung gab, hat nun die Natur- Wissenschaft ganz damit aufgeräumt, dadurch, daß sie nach- gewiesen hat, daß alle Wahrheiten, alle Anschauungen nur ein Product der Entwickelung seien. Wenn daS aber der I Fall ist, dann wird die Entwickelung der Wahrheit immer weftergehen, bann ist nichts von vornherein absolute Wahrheit- alles, was wir für richtig angenommen haben, müssen wir erst untersuchen. Die große Umwälzung geht vor sich | auf dem Gebiete der theoretischen Weltanschauung, indem wir die Weltverhäftniffe, das Welt- und Lebeproblem zu begreifen suchen, auf dem Gebiete der moralischen Wahrheiten, die im Lichte der Naturwiffenschaft nur überkommene Conventionen find, und endlich auf dem Gebiete der Verfaffung. Ueberall zeigt sich das Streben nach Neuem, nicht um deS Neuen, sondern um der Wahrheit und der Gesundung willen. Wie sich diese Entwickelung dargestellt hat, vor allen Dingen ! auf dem Gebiete der Verfaffung, der individuellen, d. h. moralischen Verfaffung des Einzelnen und der Gesammtheit, | soll das diesmalige Thema: „Von Darwin bis Bebel und Nietzsche" näher erörtern. — Zwei Hauptströmungen find I von der Darwin'schen Theorie außgegangen: die communisttsche, repräsentirt durch Bebel, und die individualistische, repräsen- tirt durch Nietzsche. Darwin selbst hat nicht btrect, sondern nur indirect einen Anstoß auf socialem Gebiet gegeben durch seine EntwickelungS theorie - es war aber natürlich, daß man von seinem Standpunkte au6 dieses Problem weiter- verfolgte. Hierbei stellte man sich überall in stacken Gegensatz zur Vergangenheit und ebenso gegen das Christenthum, weil unter seinem Einfluß und Schutz die Verganzenheit gestanden harte. Man faßte das Christenthum auf als eine veränderliche und vergängliche Weltanschauung. ES ist aber vielmehr eine Wirklichkeit an fick', eine geistige Wirklichkeit im Leben der Menschheit, eine gesunde Aeußerung und Selbst- erfaffung deS Lebens, und ist deßhalb keineswegs an eine feste dogmatische Weltanschauung gebunden. ES ist aber auch I ebensowenig auf ein bestimmtes Moralgefetz festgelegt - es hat im Gegentheil aufgeräumt mit allen bestimmten moralischen Sätzen — und ebenso wenig auf bestimmte sociale und politische Verfassungen, — eS hat alle socialen und politischen Zustände durchlebt. Wie konnten auf demselben Boden, dem Boden der Naturwiffenschaft, zwei solche Extreme, wie die communistische und individualistische Richtung wachsen? Bebel ist überzeugt davon, daß der SocialismuS nur der angewandte Darwinismus ist, und doch besteht ein Zwiespalt im innersten Wesen zwischen Darwinismus und ZukunftS- ftaat, weil der letztere sich nicht auf bie Wirklichkeit stützt, I vielmehr haben wir in ihm den Dogmatismus in seiner schärfsten Form vor uns. Bebel wurzelt nicht in Darwin, sondern in Rousseau. Rouffeaus Forderungen waren die erste Rückkehr zur Natur, aber nicht zur wirklichen I Natu>, sondern zu einer erträumten. Vergleichen wir Bebels Theorien mit der Naturwissenschaft, so stößt sie zunächst den Perugia, 11. Februar. DaS von dem UniverfitätS- rofeffor S a l v i o n i erfundene Instrument, daS da» m e n f ch - Nche Auge fürRöntgen-Strahleu empfindlich macht, hat den Namen Jriptofkop erhalten. Man wird mit Hilfe desselben im Stande sein, in den Geweben beß menschlichen Körpers befindliche Fremdkörper unmittelbar auch ohne Anwendung von Photographien beutlich wahrzunehmen. Sofia, 11. Februar. Wie die „Agence balcanique melbcr, hat die Regierung aus Konstantinopel die offizielle Mtttheilung erhalten, daß der Sultan den Fürsten als Souoerain von Bulgarien anerkennt und Botschaftern bei den Großmächten den Auf- betreffenden Regierungen um ihre Zustimmung Depesche» brt «urera .Herrld'. Berlin, 11. Februar. In einem Ausschreiben an die Mitglieder deS Reichstages theilt der Präsident Freiherr v. Buol mit, daß auf feine Veranlaffung am nächsten Donnerstag den 13. Februar für die Mitglieder des Bundes- rathS und des Reichstags die Röntg en' sch e Entd e ckun g im Kuppelraume der Halle mit Experimenten durch den Physiker Spieß vorgeführt werden wird. Berlin, 11. Februar. Die wirthschaftliche Ver- einigung deS Reichstages beschäftigte sich heute mit der Zuckersteuervorlage. Im Allgemeinen stimmte die Vereinigung mit wenigen Ausnahmen den Befchlüffen des Land- wirthschaftSrathS und deS Vereins für die Rübenzuckerindustrie | des Deutschen Reiches zu. Die Wünsche der Vereinigung sollen nach der ersten Lesung im Plenum im Einzelnen formu- litt werden, zu welchem Zwecke eine weitere Versammlung anberaumt werden wirb. Auf der Tagesordnung der wirth- schaftlichen Bereinigung für morgen Vormittag steht die Gewerbenovelle. Berlin, 11. Februar. Die „Nordd. Allgem. Ztg. berichtet offic'.öS gegenüber einer Meldung der „Poft", daß an maßgebender Stelle die an sichere Erwartung grenzende Hoff- nung besteht, daß eß der ruhig fortschreitenden Arbeit aller Betheiligten gelingen müsse, die parlamentarischen Verhandlungen über baß bürgerliche Gesetzbuch in dieser Session zu Ende zu führen. n r . Berlin, 11. Februar. Die gestern in einem Locale der Admiralsstraße verhafteten Socialiften bleiben biß nach ihrer Vernehmung und der bei ihnen vorzunehmenden polizeilichen Haussuchung in Polizeigewahrsam. Dem Vernehmen nach wird die Versammlung als Fortsetzung des polizeilich geschloffenen socialistischen Wahlvereins de- zweiten Berliner Reichstagswahlkreises angesehen. Die Theilnehmer dieser Versammlung dürften demnach wegen Vergehen gegen § 16 beß Vereinsgesetzes unter Anklage gestellt werben. BreSlan, 11. Februar. Eine Versammlung ber ftrikenbe n Schneiber nahm bie Abmachungen ber eingesetzten Commission an. Damit ist ber Strikt beendet. Augsburg, 11. Februar. Die „Augsburger Postzeitung" berichtet, daß die Bischöfe Bayerns bereits im Jahre 1894 eine Eingabe an das Ministerium gegen verschiedene Materien des bürgerlichen Gesetzbuches richteten. Zurich, 11. Februar. Wegen beß ablehnenben Beschlusses der Direktion der Gottharbbahn zu den Forderungen beß Personals werben bie sLweizerischen Bahnbediensteten am Sonntag auch gegen die Gottharbba'hn Stellung nehmen. ßonbon. 11. Februar. Der Minister des Innern versprach einer Deputation ber Grubenarbeiter, bie Einführung beß Achtstunbentages auf allen Bergwerken feinen Kollegen zu empfehlen. liebe im Christenthum, weil bie Liebe bie Macht ist, ber Niemanb wiberstehen kann. Das wahre Christenthum ift eine Erfüllung beß Menschen mit Kraft. In ihm ist gar keine Spur von hünbischer Demuth, sondern es kennt daS Selbstbewußtsein, allerdings nur baß gerechtfertigte. Solange Nietzsche sich auf bem Boden ber Natur bewegt, stimmen seine Ausführungen mit bem Christenthum überein. Wie steht nun bie Naturwiffenschaft zu bem DerfoffungSldeal Nietzsches? Er grünbet sich auf den Punkt ber Darwin scheu Theorie, an dem eben am meisten gerüttelt wirb, baß nämlich die Entwicklung bewirkt wirb nur durch bie beiden Factoren, Kamps ums Dasein unb natürliche Zuchtwahl. Die Forscher aber sinb einig barin, baß blesc beiden Factoren allein nicht ausreichen. Selbst wenn Nietzsche mit diesen beiden Sätzen ganz auf bem Boden der Natur stände, so verstößt er doch oft gegen andere Naturthatsachen. So übersieht er, daß die übrigen Menschen dazu da find, nicht um von uns unterdrückt zu werben, fonbern um unß zu helfen, weil wir unß nicht ohne bie anberen Menschen em- Wickeln können. Nietzsche ging zu Grunbe an ber Einsamkeit, in bie er sich flüchtete, er ging von ganz gefunben Anschauungen auß, aber in ber Einsamkeit verirrte er sich in seine Utopien. Welter finden wir, baß auch die ganze Geschich sentwlcklung ihm widerspricht. Oft kann man in ber Geschichte beobachten, daß, sobald sich ein Mensch über mäßig unb gewalttätig über bie anberen erhob, sofort ber Rückschlag eintrat. So werben auch alle anderen Menschen sich gegen den Uebermenschcn. auflehnen unb ihn todtschlagev. Noch grelleres Licht wird auf die Utopie ber Lehre Nietzsche» geworfen, sobald mir auf baß menschliche Wesen selbst blicken. Seine Grundvoraussetzung ist, baß Körper unb Geist sich in gleichem Verhältniß änbern, aber die Wirklichkeit lehrt sehr viel Ausnahmen, wenn nicht sogar baß Gegentheil. Denn nach ber Ansicht Nietzsches mühten die geistvollsten I Leute unter den körperlich Stärksten, den Athleten zu finden sein, maß aber nicht der Fall ist. Wir stoßen, wie wir sehen, Runbamentalfats Bebels um, da^dieWenfchen'zür Gleichheit bei Nietzsche zu häufig auf einen Gegensatz zur Natur uns hu,* Me Gleichen Eriftenzbedingungeu. E« Wirklichkeit. Sa tritt die Frage immer dringender an uni »S'SSSSÄE s ermefilichen Zeiträumen verändern können. Damit ist der Zuhörerschaft war eine zahlreiche - fie wachst ani tWnon uä« ». e-s/us r xs-xs von ber Naturwissenschaft bie ganze Anschauung Bcbrlß über empfohlen. (©erbätet.) «er- 'fcrllta Kultur "mären. Menen Mittwoch hielt der ka.hai. »^chengef-ngnere^ stin« Die Naturwissenschaft hat im Gegentheil nachgewiesen dafi erste nF am i e na dend Leib Ii f1b ää ”U‘ 8 = «A «wäJ'* Stf ffi SÄ» Kfi SMTSS tÄÄ nsi t. A . . » Ungleichheit geherrscht stimmige Chorfteder folgten, welche bem Dirigenten, Herr kat^nd M fle unbedingt röthig war "urÄÄ M- Lehrer Hartmann, alle Ghre machten. Ein Herr Br °-kett. Entwicklung hört auf, sobald die Berschtedenheit verfchwindet. fang unter S'st,^l°°^be»ltitung dk« Herrn i J Der Sufunftifiaat ist unmöglich, weil er die Fundamente H° '"->nn einen ®» ’• »■«? L wirkend 1 zur Entwicklung wegnimmt, nämlich in Verschiedenheit der ' wohlgelnngene- Theaterstück, bei dem alle Mitwirktnot Iton» gtguB ,o e*'S».6 s°-d SÄ»' „di ®?*. ** die turnet SÄ; 'S»* rffMueW"”” II, «rben »teil' e«i« ", „1 * einen i ^enrralDcrfammlnng Mtaaf d-' dann eine V' „it Zr. König!. § „esendrn käsrig ei tib Schirr ihren k-istandmahl. E« Wad gewählt'. eins <14 erster (U letlltx Bor sitzt t Möbutz.J.Oi tztim. I. klein, SlingelhSsei lud) beendigter W igeode auf den 9 Gedeihen ein Hock » rein Sieben weh - Ten vächi 14 Tagen durch f »t» ehrlote Echurki Äittmod) öl flafrnlitagi •feil auf t an bitfatn Witwe und Sind, iiSmana in Gießen lrnl Nr-M- 8 scMch mäftbltttnb Hießen, den 11 Srohh. Crtßgi JA.: Berich in gestrig •JWw orts streidm, versteig ift -v fdttti irtiDümlk Ihn m soüt, l. n'Ü">s de« 8r. ßi lbleibn». — tzped, d, g Berdill ,^e Lieferung d, iciortnlidjeii 100 $ ' 'all öttenilij 2le ^zbinm ** Wit ui lurrchn. den 1 Das StQ ------Sch^ Arthur j B,*chnni | «i« Special. ft och — --- EL fterben mt: Zmammev: Summa: 7 Der Vorstand. 1410 Gmlegfchweine zu verkaufen. 1425 Gasthaus zum weißen Roß. 1324 zu vermiethen- «reuzplatz 18. Arthur Koppel, miethen. Liebigsteaffe 66, H. [7251 Marktplatz 21. 379 Zuchtbullen Fraulsurt a. gU erbeten. 1423 1 1 1 1 1 1 Mehr als 1000 Felle find verbrannt. Der Schaden ist bedeutend, aber durch Versicherungen gedeckt. Bronchitis Lungenentzündung Krebtz Durch Sturz Gehirnentzündung Lebensschwäche Scrophulose Für Aualitälsraucher! gjahia Import DOM 2.-15. Achu Hannovcrslve Billardsabrik Schulze & Hoffmann, Hannover. Bochum 1. W., fabricirt als Specialität: Concordia. Sonntag, den 16. Februar er., Abends 10 Uhr 10 Minuten: Prämiirung der schönsten Masken auf dem Maskenball im Gießener Festsaal (Cafe Leib). Die Damenwelt wird mit besonderem Interesse Kenntniß nehmen von den neuesten Heften des Dilettantentheater & & für Damen. EinrOriginalsammlung von bisher noch nirgends veröffentlichten heiteren und ernsten Vorträgen, Solo- und Duoscenen, Lustspielen, Pantomimen, Lebenden Bildern und Gelegenheitsaufführungen all. Art. Herausgegeben von Paul Rüthling, Kgl. Hofschauspieler. = Bis jetzt 16 Hefte. zz= Preis jeden Heftes: Im Abonnrmeutr 60 Pfg. Im Etu-eldezugr 75 Pfg. Eingesandt. B. Gieße«, 12. Februar 1896. Militär und Stenographie. Die vor Kurzem durch die Tageszeitungen gegangene Notiz, wonach durch Erlaß des KriegS- ministertums die Neustolze'sche Stenographie als Lehrgegenstand an den UnterosfizierScap'tu antenschulen ausgenommen werden selle, beruht aus einem Jrrlhum. Der bezügliche Erlaß lautet nämlich wie folgt: „Es wird beabsichtigt, die Verbreitung der Stenographie im Heere zu fördern und zu diesem Zweck die Erweiterung des Unterrichtes in diesen Fähigkeiten an den Unteroffizier- und Eapttulantenschulen anzustreben. Für die militärische Verwendung der Stenographie ist die Annahme eines Systems für die ganze Armee in hohem Maße erwünscht. Es hat sich ergeben, daß die Neustolze'sche Stenographie in Norddeutschland von allen Systeme« die allgemeinste Verbreitung gefunden hat. Bevor eine bezügliche Entschetdu"g getroffen wird, ist noch festzustellen: 1. Inwieweit t* den einzelnen Garnisonen auf geeignete Lehrkräfte dieses Systems zu rechnen ist, 2. Ob und welche Mehrkosten für die facultative Einführung dieser Fertigkeit an den fraglichen Anstalten erwachsen. — Das Departement ist daher um sehr gefl. Einsendung entsprechender Nachweise bis zum 1. März 1896 sehr ergebens! zu ersuchen." Wennschon hiernach feststeht, daß die Ausmersamkeit deS preußischen Kriegsministeriums auf das Neustolze'sche System gelenkt worden ist, und zwar weil dasselbe angeblich ,in Norddeutschland von allen Systemen die allgemeinste Verbreitung gefunden hat", so siebt dem gegenüber doch die Thalsache, daß nach der neuesten Statist,k nicht die Stolze'sche, sondern die Gabelsberger'sche Stenographie wie in Süddeutschland, so auch in Norddeutschland die überwiegende Mehrheit besitzt, da in Nordsdeutschland — und das ist nicht Berlin allein! — 623 Vereine mit 14 862 Mitgliedern und 15 716 Unterrichtete aufweist, wogegen die ganze Stolze'sche Schule in ganz Deutschland nur 486 Vereine mit 13 936 Mitgliedern und 11 307 Unterrichtcte hat. ■■ . ih.i ■ ■ — j । --------im Kirchliche Anzeigen der evang.Genieinde. Donnerstag den 13. Februar, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der Stadtknabenschule: Bibelstunde. Marc. 3, 31 ff. Pfarrer Dr. Grein. H. Kraft, landwirth, ' Hachborn der Marburg 1394 Spalierlatten halbrund, zu Gartenzäunen, billig zu haben bei 1396 Andr. Euler. St. Felix Brasil mit Havanna 8@T* aromatisch milde Qualität. Beste 8 Pfg.-Cigarre. 10 St. 75 Pfg. Vio--Kiste 7 Mk. 25 Pfg. Verinifchtes. * Wetzlar, 11. Februar. Ein Großfeuer zerstörte die Gerberei von F. Rübs am en mit allen Maschinen. Unterzeichnete, welcher das Con- seroatortum in Sondershausen (unter Leitung des Herrn Professor Karl Schröder) besucht hat, empfiehlt sich den geehrten Herrschaften sowie Vereinen bei oorkommenden Festlichkeiten im Wolin- und Clamrspiel. Auch ertheilt derselbe gründlichen Unterricht in beiden Fächern. 1108 Chr. Hüttenberger, Musiklehrer, Seltersweg 67. reichen Beifall ernteten. Durch die bei gedämpftem Lichte unter persönlicher, gütiger Leitung de« Componisteu sehr stimmungsvolle Wiedergabe einer Walzer-Idylle „Aennh's Traum" von Beringer wurde den Zuhörern ein noch um fo größerer Genuß bereitet, als das Cello und d,e erste Violine durch zwei BereinSmitglieder, die Herren cand. med Rehmann bezw. Eng elmann sehr gut besetzt war. So fand denn auch der mufikalische Theil deS Abends seinen nicht minder schönen Abschluß in einer von Herrn Berber ich vor- getragenen GrsangSmimik, die nicht verfehlte, die LachmuS- keln der Anwesenden in steter Bewegung zu halten, und dem bald darauf folgenden Tanze die rechte Stimmung zu verleihen. MaSkeafest. Schon feit Jahren bietet der Turnverein seinen Mitgliedern ein schön arrangirteS CarnevalS- feft. Auch diesmal werden, wie wir in Erfahrung bringen 'ounten, die turnerischen Kräfte bestens für Unterhaltung »rgen und dürfte manche Ueberraschung geboten werden. Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, wird der Maskenball nächsten Samstag Abend, das carnevalistische Concrrt am Sonntag von Nachmittag 4 Uhr an in dem reich decorirten Saale der VereinSturnhalle abgehalten werden. Es dürsten den Mitgliedern nach dem uns vorliegenden reichen, humoristischen Programm einige recht vergnügte Stunden in Aussicht stehen. ** Die ordentliche Generalversammlung des Krieger- Verein« Gießen am 11. Februar war sehr zahlreich besucht und nahm einen recht kameradschaftlichen Verlauf. Der seitherige erste Voi sitzende, Herr Mayer, eröffnete um 9 Uhr die Generalversammlung, gedachte des vergangenen Jahres, worauf der Kriegerveretn mit Stolz zurückblicken könne, brachte dann eine Hurrah Sr. Majestät dem deutschen Kaiser wwie Sr. Königs. Hoheit dem Großherzog, in baß die An- wesenden kräftig einfttmmten. Nachdem der Schriftführer und Kassner ihren Jahresbericht erstattet, schritt man zur Borstandswahl. E« wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt: einstimmig Herr Postsecretär i. P. Mayer als erster Vorsitzender, Werkmeister Wilb. Grüneberg als zweiter Vorsitzender, weiter die Herren Eberh. Dort, K MöbuS,J. Ochs, H.Förtsch,J. Heß, H.Bommers- heim, I. Klein, Ph. Schäfer, G. Merkel, I. Schad, I Klinge lhö f er, E. Pt stör, P. Geisel, L.W. Traber. Nach beendigter Wahl brachte der wtedergewählte erste Vorsitzende auf den Verein und dessen weiteres Biühen und Gedeihen ein Hock aus. Auch wir wünschen dem Krteger- birein Gießen weiteres Blühen und Gedeihen. e* Den nächtlichen Rohheiten wurde in den letzten 14 Tagen durch folgende die Krone aufgesetzt. Gewissen- imb ehrlose Schurken haben sich zu verschiedenen Malen Nachts PH. Herrmann, Selt rSweg 33. 1395 Schweineschmalz (garantirt rein) vermischte Anzeigen. Zn miethen gesucht für Uebernachtung von Bahnbeamten zum 1 April t>. I. in der Nähe des Bahnhofes Gießen geeignete, heizbare Wohn- räume, in welchen etwa 40 Betten untergebracht werden können. Bevorzugt ganzes Haus oder größere, abgeschlossene Stockwerke- Angebote mit Preisangabe bis 20. Februar an den Borstand der. Eisenbahn-Setriebsiuspeetiou 2 za WöchkutNche Neberstcht der Todesfälle ttt Gieße«. 6. Woche. Vom 2. Februar bis 6. Februar 1896. Einwohnerrehl: «ngenommrn zu 23 000 (tncl. 1600 M«m Militär). Sterblichkeitsziffer: 15,82 o/qq. Kinder In 1895er Konserven bietet sich vortheilhafler billiger tzmkauf bei A. Koch Nachf., Neuenbäuen 21. 1422 empfiehlt F. Schott, Erwachsene: tot 1. Lebensjahr: Haben Sie ßaiarrh, Husten, Heiserkeit, V erschleimung, oder catarrhaliscbe Affectionen, wie solche häufig bei Influenza auftreten, dann gebrauchen Sie so schnell wie möglich 397 Fay’s ächte Sodener Mineral-Pastillen ein besseres Mittel giebt es nicht. Preis 85 Pfg. per Schachtel. Ueberall erhältlich. das Vergnügen gemacht, in Hofraithen und zwar an verschiedenen Stellen unmittelbar vor den Hauseingängen die Senkgruben aufzudecken, sowie Roste von verschiedenen Straßenkanälen zu entfernen. Es ist nur einem glücklichen Zufalle zuzuschreiben, daß Menschenleben durch solch ruchlose Thaten nicht zu beklagen find. •• Zum Weiusteuer-Gesetz. Die zweite Kammer hat, wie uns telegraphisch mitgerheilt wird, heute Vormittag mit 29 gegen 16 Stimmen beschlossen, daS Weinfteuergesetz aufzuheben. *♦ Die Hirschapotheke geht am 15. dS. MtS. in den Betrieb des Herrn Apotheker Dr. Cäsar Über. •* Ladendiebinnen. Vorgestern Abend erschienen zwei Damen in einem Laden, um Strümpfe zu kaufen. Während des EmkausenS ließ die eine mehrere Paar Strümpfe in ihren Korb heimlich verschwinden, waS zufällig von einem von außen durch den Erker Schauenden gesehen wurde. Die Diebin wurde ermittelt und gestand den Diebstahl ein. ** Neubau eines Fabrik-Etablissements. Die Firma Kauffmann LCo. (Lampenfabrik) beabsichtigt am Schiffen- bergerweg ein der Neuzeit entsprechendes Fabrikgebäude zu errichten und hat die betreffenden Pläne und Zeichnungen zur Genehmigung bereits eingereicht. •* Der Schwau'sche Thierpark wird, wie uns gemeldet, nach außerhalb verkauft werden. Das Gerücht, daß eine hiesige Brauereisirma den Thierbestand erworben habe, beruht auf Unwahrheit. Gießen verliert an der vom verstorbenen Schwan mit großer Liebe gepflegten Thiersammlung eine Sehenswürdigkeit. n. Büdingen, 11. Februar. Die Generalversammlung der hier zu gründenden Molkerei beschloß, daß Beitritte zu der gebildeten Genossenschaft ohne Eintrittsgeld nur noch bis zum 1. März stattfinden können. Später Eintretende haben ein solches in der Höhe von 5 Mk. zu entrichten, während nach der BetriebSeröffnung in jedem Falle 10 Mk. erhoben werden. Babenhausen, 10. Februar. Der um die Mitternachtsstunde die hiesige Station passirende Mainzer Nachtschnellzug erfaßte gestern unweit Stockstadt den HilfS-Bahnwärter Lang, welcher noch rasch das Geleise überschreiten wollte. Der Unglückliche wurde 21 Meter weit von der Maschine fortgeschleift und blieb dann todt liegen. Der Verung'.ückte trat erst vor zwei Monaten in den Ehestand. 187] Großer gewölbter Keller per 1. April ds. Js. zu vermiethen. Näheres Exped. d. Bl. unter Nr. 187. 1421) Zwei Stück Land z. verpachten. Kauf nicht ausgeschl. »aplaneigaffe II. , in nÄ’ 15. % *** ;l V» ’ Wir können das „Dilettanten- theater" wohl am treffendsten als ein Universalbuch für Damen characterisiren, welches sich in Gesellschaft, im Kränzchen, im Vereine, sowie b i allen Hau^-und Familienfesten als eine reiche Fundgrube und vortreffliche Siütze erweist. ES ist ein unentbehrlicher Rath, geber für alle Familien, welche dem Kindesalter entwachsene Töchter besitzen. Zu beziehen durch jede Buchhandlung, sowie durch die Verlags- Buchhandlung Levy & Müller in Stuttgart. -’S*» '»htung für b!n” ta S*« ®Wt. M Wp- Er ftebt "“"""'firn 2* hrttm. •Wimohati, nllt °« Mi A W '7'1- M-M. "801a«iMt, nimlft Stirn h ' Umttdrückllvg und wb milbejteni eint bcr Schwachen geh, vorzeigt. Wem vo behalten, und zu h'nzutntt, daun ievichengeschlecht ent- "^osch" hrrvorgeht Stiavemoral, abu 'n llntnfchird machen ^'sächüch wurde m Ql gepredigt. Ueber über das christlich,, 'mhum hat nur thai< allen Dingen ist ih» als Ausdruck mensch- christliche Nächftrnliebk Aeußerung der Srast, iebe, ein Utbrnuiato giebt eS auch Feindet^ >c die Mach: ist, itt iahte Christenthm ß ast.. In ihm ist gar sondern es ftmi ht gerechtfertigte. atur bewegt, stimmen Nhum überein. M dm ttntt der Darwinsch» ütttlt wird, dah nai nur iurch die beiic natürliche ZuchtwL ast diese beiden Facloii: in Nietzsche mit diese- der Natur stände, i» Naturthatsachen. )»n dazu da sind, nicht n, sondern m uns zu anderen Menschen em- -unde an der ßiuiaw ging von ganz isamkett verirrte er fit . daß auch die g°°>- t Ost kann mar 0 /sich rin Mensch * Wien erhob, fgj* . alle anderen MrW en und ihn E »vie der Lehre NW ööipet und Geist ,, bit BhtMM » ‘ .„ar Ml ®-«'* l’trn in I** TÄ*» »ttt{ SÄ»«* nage sur sprech» ^kündigte/ r ° -"E Haus mit Garten, nächster Nähe der Stadt, z« verraufen. Näheres in der Exped. d. Bl. 249 Zwei Käufer in der Ludwigstratze unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen; zu jedem Geschäft geeignet. Näheres unter Z. W. an die Exped- d. Bl.1335 989] Freundl- möbl. Zimmer zu oer- miethen._______Dammstraffe 32, II. 448] Freundl. mäbl. Zimmer zu oer- Technikum Jlmenau Höhere u. mittlere Fachschule für: Elektro- und Maschlnen-Ingeuicure; Elektro- u. 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Mär?- Nachmittags 2'/r Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der wittwe und «tader des Wilhelm stillman« in Gießen gehörige Hofraithe: Mir 1 Nr. 1108 — 69 qm bei der Kirche östentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 11 Februar 1896. Großh. Ortsgericht Gießen- __I A-: Bogt. 1409 Berichtigung. Da- In gestriger Nr. 86 d. Bl. m haltene ortogerichtliche AuS- sA reiben. Versteigerung FrttzAlimm betreffend, ist durch NamenS'Ver- vechSlung seitens unseres Personals trrthüraltch ciugerückt worden uvd sollte laut rlbbestellung seitens deS Sr. Ortsgerichts unter» bleiben. ______Exped. d. Sietz. Anzeiger. Verdingung. Die Lieferung der für 1896/97 erforderlichen 100 Stück Piaffava- besen soll öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen bei un-6 zur Einsicht offen. Angebote sind bi» zum Samstag, 22. d. Mts., iZorm. IIV2 Uhr, an uns ein- mceichen. Gießen, den .1. Februar 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1428 Emmeuihalkk Kchwcherkäse 1362 frisch eingetroffen. E» Dort, Wallthorstraße 75. Schellfisch u. Cabliau, oarantirt frisch, im »RrbstockE. [35:5 Selbst austerhalb der Mauern I unserer Stadt sind die Cigarren meiner Firma rühmlichst bekannt. Richard Buchacker, Cigarren-Special-Geschäft. 11. Neuenbäuen 11. -©J ■ Dreislisten gratis und franco. Pumpernickels ächter weftfälifcher, frisch eingetroffen bei A. & G. Wallenfels. Ä« 1407 Marburg, den 11. Februar 1896. Karten ä 30 Pfg. sind an der.K a f s e zu haben. Der Vorstand 1418 mit Legitimationskarte Nr. 86 Samstag Sonntag verloren gegangen. Abgabe gegen Concordia i i © Peter Berg 1299 ä 20 Pfg. ebendaselbst. Der Vorstand. 6»moi 1846 gegenüber der Stadtkirche. 179 IMMHtttaKKXItXKOXXICXXXXXKXXM Der Vorstand. 1301 ®6u Omnibus-Verbindung Vir vartezelt ( 1. bet der > 1 bei der Alte 4 Linie A Linie B Linie C Linie D Sonntag den 16. Februar. Abends 7 Uhr 59 Min. Grosser 118 BeittagSjah i: z 19). hierbei we> riwitiedeveSalendi M $ 32, bi- zar 6 «enchoet. 6eld)tn Persooe u rrßtergehwd In ein i'.lbcit-l oder Dienstvi -!i Heidin, mit Er»rr Ak tu« tion bebe« !.'trhi»dert tzelvrstv st :te^u|i6i|MungbnS Ader Lrirtztzeltra zv Ifltxtltn find, oder f.iMig »ilitSrischi : Üdt Mo als Bei Vie Dauer tfni nang zu bring ilttl varsStzlich oder !*• W f* ^'hriligung bei tzjn tfiliigkeit oder durch Ift^gtR bot. 8n kachelten, jMr »ähren, lomrnt l der kachelt Langjähriger Hausdiener im Hotel „Zum Rappen" und Hotel „Prinz Carl". ■ —-----———1 Belohnung Schlohg sie Nr. 7. Vor Mißbrauch der Karte wird o>warnt- 1 *24 Mein Ausverkauf dauert nur noch wenige Wochen und gebe, so weit mein Vorrath reicht, Uhren und Bijouterien zu den deutlich billigsten Preisen ab. Reparaturen werden nach wie vor angenommen und bestens ausgesührt. Hochachtungsvoll 1049 Wilh. Böger, Seltersweg 0. zur TriaMng titnlxintt ist, * 1 t;18{ 1. dir ßuMe 2. dir Stiftung Gestern Nachmittag wurde mein lieber Pflegevater, der Geheime Medicinalrath Professor Dr. Guido Richard Wag* en er Oberhessischer Geschichtsverein. Sitzung Freitag den 14. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des Cafe Balzer. Vortrag. Herr Landgerichtsdirector Dr. Muth ,.über die Hessen in Texas in den vierziger Jahren“. Von Mitgliedern eingeführte Gäste sind willkommen. Sonntag, 16. Februar, Nachm. 4 Uhr Grosses Carnevalistisches Concert mit Tanz in denselben Räumen mit großem humoristischem Programm. Näheres aus der Wintervergnügungrkarte. von schwerem Leiden durch den Tod erlöst. Professor Br. H. Strahl Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. Donnerstag, den 13. Februar 1896, Abends 8*/2 Uhr im Cafe Ebel Mrag des Herrn Paul Dehn, SchristSeller aus iriedeuau. 1369 333F Thema: TWS Licht und Schatten des modernen Verkehrs. Wir laden hierzu unsere Mitglieder nebst deren Damen ergebest ein. Karten für Nichtmitglieder zu 75 Pfg. sind zu haben bei Herrn E. Orbig, Bahnhofstr. 30, bei Herrn Hch. Noll, Marktplatz 1, sowie Abends an der Kaffe; für Mitglieder des Ortsgewerbevereins auch bet der Dienerin Frau Beil. Die Vorstande. in jeder Schriftgattung end k Ceurtoixeorte \ werden sauber und bilBg ber- .X gestellt in der Brübl’schen Drnckerei. Seltersbergverein. Z Monatsversammlung 13./2.83lb Seidel MM*.: «■ 6^«- - Dl.« unt d.r BrüHWn Unw.-stt^-Buch- nnb ®t«hU™ta.i (Süd* ... ,, <-rf((|U Die Orange Plummer unr, u$i o Wirthschasts-Eröffnung. Allen Freunden und Bekannten, sowie meiner werlhen Nachbarschaft )iene hiermit zur gefälligen Nachricht, daß ich mit dem Heutigen die Restauration und Logirwirthschaft zur ____________ — Stadt Marburg — Marburgerstraße, dahier übernommen habe und empfehle ich meine Räumlichkeiten, welche sich auch zur Abhaltung von Festlichkeiten eignen, zur gefälligen Benutzung. Für gute Speisen und ein vorzügliches Glas Exportbier ist bestens gesorgt. Achtungsvoll Amt Bek k** *ä* Pdeia wirMtnad genntntB der 3nte' t bit in § 157 feftgi V t»,-«>«>-» Siehrn, den 8. Srotzhnzo XXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX Wäsche jeder Art nach Maaß und Angabe, sowie Anfertigung ganzer Ausstattungen liefert billigst das Wäsche-Geschäft von M. Kann, Fechtverband Gietzen Lahr Sonntag den 16. Mtw er., Abends 7'/z Uhr: Grosser Maskenball ? in Steins Saalbau. Eintrittskarten im Vorverkauf, Herrenkarten ä 1 Mk. zu haben bei den Herren. Gerhardt, Lindmplatz, Weiler, Marktplatz, Contub, MäuS- bürg, Wirfig, SelterSweg, Stier, Schulstraße und Buchacker, Neuenbäuen. Damenkarten ä 30 Pfg. bei den Herren: Berger, Kirchenplatz, Teipel. Marktplatz und Haas, Seltersweg. An der Abendkaffe: Herrenkarte 1,20 Mk., Damenkarte 50 Pfg. 1072 Der Vorstand. — __ milienangehörige gültig), für Zöglinge ä 50 Pfg., sind bis zum Samstag Nachmittag 6 Uhr bei Herr« Richard Buchacker, Neuenbäue, zu haben. Nichtnutglreder habet durchaus keinen Zutritt und werden unnachsichtlich zurückgewiesen. Marburgerftraße—Bahnhof und zurück. Grünbergerftraße-Bahnhof und zurück. „t . (nur Sonntags dci Markt—Schiffenbergerwald und zurück günstiger Witter,«)- Marburgerstraße—Wiefeck und zurück.- .Darf ich gie $l'„ ,L®“Wr 011 -I KV“ ■fr**. Wie - * ä *«.. ' 86,. ‘ M ! ’*•»'».« r * He, ' bÄu?" 1 dl«z, Uerems-Mlisdciidal Samstag, den 15. Februar, Abends 8 Uhr in den LSnmen unserer TurnhM. Eintrittskarten für Mitglieder ä 1 Mk. nebst Beikarten (nur für Fa- mit großartigen, ganz neuen, -r « noch nie dagcwefeneu Gruppen-AuWrungku, 18^. -::u. A Auftreten von echten Be- t lt y^j^^fcwohnern des dicken Vogelsberges, ~ XäÄmSF des Odenwaldes und der Normandie, ~~ im Festsaale des Cafe Leib. Geheimkarten nur für Mitglieder bei Herrn O chö, Marktpl. U. Geheimkarteu für Nichtmitglieder bis zur Demaskirung und zwar für Herren 50 Pfg., für Damen 20 Pfg., bei den Mitgliedern Herren Friseur Conrad, Mäusburg, Friseur Mu hl, Bahnhofstraße, und Friseur W m Karten zur Theilnahme an Maskerade und Ball ä 1 Mk. ebendaselbst und Abends an der Kaffe L 1.20 Mk. Karten zur Berechtigung auf die Gallerte während der Maskera»« Villa oder kl. Haus zum Alleinbewohnen, mit Garten und Zubehör, tn Gießen oder nächster Nähe »om 1. Mat oder später zu mtrthen qe, suckt Späterer Kauf nicht ausgeschlossen. Offerten mit genauer B fchreibung und Preis pro Jahr erbeten unter „Villa 1896“ an die Expeb d. Bl. erbeten._______1420 "Brieftasche 10—15000 Mk. gegen erste Hypothek au»zuleiben. Näheres in der Exp-d. d. Bl. 1366 1378? Tüchtiger «chnhmacher wird gesucht. I. Fletschma«, Walltborstraße 16. ßTüchtige Schreiner gesucht Joh. Lenz, Franksu^ terstr. 123 1406] Tüchtiger, solider Kutscher sucht Stelle. Näheres __Ederftratze 4, Nebenhaus. Zu Ostern nehme ich einen S Lehrling mit guter Schulbildung an und ersuche um schriftliche Offerten. - Arnold Mueller. Lehrling zu Ostern für ein hiesiges Engros- Geschäft gesucht. — Offerten unter A. R. 20 an die Exp. d. Bl. 1398 Bin Lehrling für ein Man«faetn,waare«geschLst in Marburg gesucht. Offerten unter Nr 1S15 an die Exped. d Bl 1316 Jnage in die Lehre gesucht. L. Wiedmeyer, Cchuhmachermeister, Asterweg 16. Vorträge über brennende religiöse Fragen der Gegenwart von Dr. Johannes Müller. 4. Vortrag b lieber Bebel und Nietzsche hinaus. Freitag, den 14. Februar, Abends 8 Uhry jHfly im Leib’schen Festsaale. H® Nummenrter Platz 1 Mk. Sitzplatz 50 Pfg. Gallerte und Stehplatz 20 Pf^ Vorverkauf der Karten in der Ferber’echen. Univereitätsbuchhandlung (C. K.ocn> und in der Papierhandlung von Wilh. Klee. Studenten- und Schülerkarten zum halben Preis nnr bei dem Ca