5ü*Sä tern ••«13. M nnb kalte Theisen 1 $,lebtl t aspJi"; "Kitz ®Ä> "wSnSfr -—____ 6307 - - 6343 ilfcbetn serlohn. MV- Ä Gießen bei Ser, MMmg, jömmtliche ü-Mmsm reisen. Me sl, Markt 16. 6- men das letzte Geleite enden Worten uns in liehen Dank i unö Söhne. 6347 AS- ML 2685 94.« Aili 1896. Sllbrrmti j. «olb-W rtujtda ft*'»«8511 ei. to**' * Ä btral OH- fiel- llllä Packet- Siegelmarken „ billig«« ierei H»”* e_L___j--- ich4 „sen, UNW h W vlknotev dlo- prM WKV-L^ "5 8t« 7-170.05 415 ’M. 162 Der |ener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MnmtlienötLtler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Sonntag den 12. Juli 1896 Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Vierteljähriger X, AvonnemeutspreiFI 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Pfg. Bedaction, Lx-editisE und Druckerei: 1 KchntstrntzeAr.V Fernsprecher 51. / Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgenben Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ..........■■■■■■■■ H i r i ■« Hratisöeikage: Gießener Aamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche» Theil. Gießen, den 9. Juli 1896. Betr.: Frankirung der portopflichtigen Correspondenz der Gemeindebehörden im Verkehr mit Behörden deutscher Bundesstaaten. Ls- Großherzogliche KreiSamt Gieße« an die Großh. Bürgermeistereien, Schulvorstände nnd sonstige Commnnalbeamten des Kreises. Zwischen den deutschen Bundesstaaten ist im Anschluß an das Norddeutsche Bundesgesetz über die Portofreiheiten vom 5. Juni 1869 (B. G. Bl. S. 141) eine Verständigung dahin getroffen worden, daß portopflichtige Sendungen zwilchen Behörden verschiedener Bundesstaaten stets von der absendendeu Behörde zu sranktren find. Diese Vorschrift gilt nickt nur für Staats-, sondern auch für Gemeinde- und sonstige Commnual- behörden und zwar bezüglich aller Sendungen derselben an Staats-, Gemeinde« und sonstige Communalbehörden eines anderen Bundesstaats. Zur Besörderung eines einheitlichen und zweckmäßigen Geschäftsgangs sehen wir uns veranlaßt, die Beachtung dieser Vorschrift mit dem Anfügen in Erinnerung zu bringen, daß Seitens der Regierungen der anderen deutschen Bundesstaaten gleichmäßiges Vorgehen in Bezug aus deren Durchführung zu erwarten steht, und zugleich der Erwartung Ausdruck zu geben, daß aus eine etwa zuläffige Wiedereinziehung des verausgabten Portos überall grundsätzlich verzichtet wird. ES spricht hierfür, außer der Umständlichkeit und Kostspieligkeit deS Verfahrens, die Erfahrung, daß im Lause der Zeit sich die von der einen und der anderen Seite verauslagten Porto- lasten annähernd auszugleichen pflegen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Abhaltung von Viehmärkten in der Stadt Alsfeld. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz Hal die Abhaltung der Viehmärkte zu Alsfeld am 16. und 27. Juli unter folgenden Bedingungen gestattet: 1. Für Auf- und Abtrieb des Viehes ist den Anträgen deS Kreisveterinäramtes gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen, welche allein benutzt werden darf. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus uuverfeuchten Orten der Kreise AlSseld, Gießen, Schotten, Lauterbach, Friedberg und Büdingen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverseuchten Orten der fraglichen Kreise in seuchenfretem Zustande gestanden haben, aufgetrieben werden. Den Großh. Bürgermeistern wird die gewiflenhafte Befolgung der bestehenden Vorschriften bei Ausstellung der UrsprungSzeugniffe noch ganz besonders zur Pflicht gemacht. AlSfeld, den 6. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld. v. Grolman. Bekmmtmachung. Nachstehende Seitens der K. k. Staatsbahnverwaltung in Wien ergangene Bestimmungen bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 9. Juli 1896. Großherzoglichrs KreiSamt Gießen. v. Gagern. Ermäßigter Gepäcks-Taris für Musterkoffer von Handlnngsreisenden ans österreichischen Eisen- bahnen. Für Die Musterkoffer jener Handlungsreisenden, welche sich als dieser Berufsklaffe angehörend, mit einer, den Namen des Reisenden und deffen Firma, Anzahl und Inhalt der mitgeführten Koffer, -die Unterschrift des Inhabers und die Bestätigung der competenten Behörde enthaltenden Legitimationskarte ausweisen, sind auf den im Geltungsbereiche des Zowntarifes stehenden österreichischen Eisenbahnen, für je 10 Kilogramm und für jedes K'lometer 0.1 kr. zu entrichten. Derzeit findet der Zonentarif Anwendung auf nachstehenden Bahnen: K. k. österr. Staatsbahnen, „ „ prim Kaiser Ferdinands- Nordbahn, „ „ „ Oesterr. Nordwestbahn und Südnorddeutsche Verbindungsbahn, Priv. österr.-ungar. StaatS-Eisenbahn-Gesellschaft, K. k. priv. Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft, „ „ „ Eisenbahn Wien-Aspang, „ „ „ Böhmische Nordbahn, „ „ „ Aussig'Teplitzer Eisenbahn, A. priv. Buschtehrader Eisenbahn, K. k. priv. Böhmische Commercialbahnen, K. u. k. Militärbahn Banjaluka-Doberlin. Auf den im Betriebe dieser Bahnen befindlichen Linien, welche nicht im Geltungsbereiche des Zonentarifes stehen, findet der ermäßigte Tarif für Musterkoffer keine Anwendung. Die Legitimations-Karten sind von den zur Ausfertigung derselben berufenen Behörden nach dem am Fuße gegebenen Muster aufzulegen. Diese Behörden werden dringend eingeladen, um eine mißbräuchliche Benützung der Legitimationen hintanzuhalten, bei Ausfertigung derselben mit größter Rigorosität vorzugehen und über deren Ausgabe ein Ver- zeichniß zu führen. Die Legitimationen dürfen ausgegeben werden: 1. an die Inhaber protokollirter Geschäfte und deren eigene Angestellten, 2. „ „ „ nicht protokollirter Geschäfte und deren eigene Angestellten, 3. „ Handels-Agenten, welche ihre Geschäfte persönlich besorgen, insoferne der Sitz der betreffenden Firma sich im Amtsbezirke der zur Ausfertigung der Legitimationen befugten Behörde befindet. Dagegen dürfen Legitimationskarten nicht ausgegeben werden an die Gehilfen der Handels-Agenten. In Verluftfällen können als solche zu bezeichnende Duplicate der Legitimationen mit gleichen Ordnungsnummern wie die Originale ausgegeben werden. Die Legitimationskarten haben Giltigkeit für die Dauer eines Kalenderjahres und sind bei Aufgabe von Reisegepäck am Schalter mit der Fahrlegitimation vorzuweisen. Zur Constatirung der Identität des Besitzers hat derselbe über Verlangen die Namensfertigung zu leisten. Die Bahnanstalten behalten sich das Recht vor, in zweifelhaft erscheinenden Fällen den Inhalt der Musterkoffer zu prüfen. Die Muster müffen als solche erkennbar sein. Feuilleton. Wochendriefr aus der Resideu?. (Origtnslbericht des „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 10. Juli. 17. Sauverbaudöfest de8 mittelrheinischen Fechtclubs. — Allerhand Gommerfeste. — Generalversammlung deS Evangelischen Bundes. Vom Hofe. DaS 17. Gauverbandsfest mittelrheinischer FechtclubS sand in den Tagen vom SamStag letzter biS zum Montag dieser Woche statt und brachte allen Freunden des betreffenden Sportes abwechselungsreiche und intereffante Schauspiele, neben gemüthlicher Geselligkeit geweihten Stunden. Nach einer Sitzung des Preisrichtercollegiums wurde am Samstag Nachmittag das Fest durch den präfidirenden Darmstäoter Verein sür eröffnet erklärt. Von auswärts waren Angehörige verschiedener Fechtveretne hier eingetroffen, darunter auch zahlreiche Sportsfreunde aus Oberheffen. Am Abend eröffnete der große Festcommers im Saalbau die Reihe der einzelnen Festlichkeiten. Dabei toastete der Präsident deS hiesigen Vereins auf den Kaiser und den Großherzog und Herr Frohnweiler aus Mainz auf den schönen Fechtsport, den Gauverband und das FestcomiiL, das viele Arbeiten und Mühsale zu bewältigen hatte. AlS Vertreter der städtischen Behörden begrüßte Herr Beigeordneter Köhler die Versammlung, ihr guten Verlauf wünschend. Am Sonntag Vormittag begannen dann btc sportlichen Vorführungen. Diese füllten den ganzen Morgen aus, dann folgte um 1 Uhr ein fröhlich verlaufenes Fefteffeo, bei dem selbstverständlich die verschiedensten Toaste auSgedracht wurden. Am Nachmittage war Concert im Saalbaugarten, vor dem noch ein großes Schaufechten abgehalten wurde. Das interessante Programm, das in seiner eigenartigen Zusammenstellung auch weitere Kreise interesfiren dürsre, lautete folgendermaßen: Säbel-Moulinet mit Volten, ausgeführt vom Darmstädter Fechtclub,- Potpourri für Säbel (Mainzer Fecht« club)- Einzelschauübung mit zwei Säbeln, auSgeführr von einem Herrn des FechtclubS „Herrnannia" in Frankfurt a. M.; Säbelübung im Stern (Fechtclub WormS), Säbelübungen aus der früheren Centralfechtschule zu Darmstadt (Frankfurter Fechtclub Herrnannia")- Schauübung mit Degen unb Dolch (zwei Mainzer Herren),- endlich Floret au mur vom Fechtclub Butzbach. Nach dem Concert fand im großen Saale die Verthetlung der Preise statt. Eine große Anzahl von goldenen, filbernen und broncenen Medaillen tonnte an die glücklichen Sieger auSgetheilt werden, deren Namen im Einzelnen hier anzufügen, zu weit führen würde. Daß nach den heißen Wettkämpfen, die der Tag gebracht hatte, ein Ball zur Erholung nicht fehlen durfte, bedarf keiner besonderen Erwähnung. 42 Paare betheiligten sich an der stattlichen Polonaise durch den in prächtiger Illumination strahlenden Garten. Mit einem heiteren Katerbummel nach dem lieblichen Traisa endigte daS schöne Fest, daS den veranstaltenden Vereinen ausnahmslos reiche Ehren brachte und manch neues Mitglied gewonnen haben dürfte. Der städtische Saalbau ist zur Zeit überhaupt durch Sommerfeste aller Art stark in Benutzung genommen, lieber das Sommerfest, das für gestern von der Capelle Hilge in Gemeinschaft mit der Direction des Sommertheaters an» gesagt war, und das Concert und Operettenvorstellung bringen sollte, behalten wir unS Bericht für die nächste Woche vor, für diesen SamStag hat der Mozar tver ein sein Sommer- cafino angesagt, daS ja alljährlich wiederkehrt, und am 18. Juli will sich die „HumanitaS" mit einer gleichen Veranstaltung anschließen. Der Sommer bühne im Saalbau waren in letzter Zeit auch schöne Erfolge beschieden. Die französische Operette „Die kleinen Lämmer- Übte während des ganzen Gast'pielS große Anziehungskraft auS und auch die Vorstellungen der kurzen Auswanderungsperiode im „Orpheum" fanden guten Besuch. In dieser Woche fand Karl Weinbergers freund« licheS OpuS „Lachende Erben" ungeteilten Beifall. Ist auch das Libretto kein Meisterwerk feiner Art, so entschädigt eS doch durch zahlreiche hübsche Scherzworte für das Unwahrscheinliche der Handlung. Die GesangSnummern find jedoch sämmtlich äußerst wirkungsvoll, und Dank der sehr guten, wieder fleißig vorbereiteten Aufführung konnte das Werkchen gute Ausnahme finden, die ihm auch beim Wiedererscheinen gesichert bleiben dürfte. Ende September wird im Saalbau die schon einmal an dieser Stelle erwähnte Generalversammlung des „Evangelischen Bundes" statifinden. Schon jetzt ist man eifrig mit Vorbereitungen hierzu beschäftigt. Im Ganzen sollen zwei Hauptversammlungen stattfinden, eine am 30. September und eine am 1. October. Vorträge find bereits in größerer Zahl angemeldet, wir nennen als Redner von bekannten Herren: Prof. Behschlag aus Halle, Prof. Weiffenbach und den Grafen HoenSbroich. Am Abend des 30. September soll eine Festaufführung von Devrien ts« „Luther" mit dem Herrn Hofschauspieler Hugo Edward in der Titelrolle stattfinden, die man dann noch öfters für das allgemeine Publikum zu wiederholen gedenkt. Die Aufführung stellt an die Mitwirkenden große Anforderungen an Arbeit, find doch nicht weniger als 250 Personen dazu nöthig. Schon jetzt hat sich für das Festspiel, deffen Protektorat Se. Großherzogl. Hoheit Prinz Wilhelm gütigst übernommen hat, ein besonderes Comitö unter dem Vorsitz des Herrn Hofprediger Ehrhardt gebildet. Am 1. October soll eine Fahrt nach WormS unternommen werden, da am Lutherdenkmal in der alten .Nibelungenstadt ein Festact stattfinden soll. Im Ganzen find bereits sechs vorbereitende Ausschüsse für die Tage der Versammlung gewählt. Bei Hose war eS wegen der Abwesenheit des Groß- herzoglichen Paares längere Zeit recht still. In dieser Woche wehte aber doch einige Male die Großherzogliche Flagge aus dem Refidenzschloß zum Zeichen der Anwesenheit unseres glücklich heimgekehrten Landesherren, der zunächst nur zur Entgegennahme von Audienzen und Vorträgen von seinem Sommerfitze Wolfsgarten wöchentlich zweimal herüberkommen wird. Im September erwartet man dann bestimmt das russische Kaiserpaar zuBesuch. Natürlich werden dazu besondere Vorbereitungen getroffen werden, doch verlautet vorher noch nichts Bestimmtes über einzelne Veranstaltungen. UebrigeuS ist unserem hohen Herrscherpaare die russische Reise sehr gut bekommen, nicht nur der osficielle Hosbericht konnte melden, daß beide hohe Herrschaften in bestem Wohlsein hier eingetroffen seien, es ließ sich auch bei den Ausfahrten deS GroßherzogS an seinem blühenden Aussehen leicht erkennen. z,°l- jl, d--Ä" stfjss *« be* ‘ Ww” “rtÄ»* 1 2 * * * * 7 * 9"",, (ocialtn 5«fl' ttB «II ,U »««".Älen * I*“L Ä «“ 9,l6l”t , unb «W» -«»' jdulM yt7 wen N- ',5L ,01t ÄT‘b wNtn< L ier Otti mb Herr ?lQliet w jbtraomffle0 Hen-___ Den H. M«.1L 3“If: Vie.« ± saferem Orte. Der Blitz Mort in Hellen Rammen für rasch auf die Nach als weitete Scheunen und ein worden. Den vereinten QtSsenervehr, sowie den »ehren der Nachbarorte gel hm za «erden. Die aus h-.er anwesende 1. Coutpagi (Laiser »iihelw) bethetligt Seile am LdschunMerke. rath DiSpcnS von dem Verbote zu erlangen suchen und zu diesem Zwecke eine Deputation au den StaatSsecretar Bötticher entsenden. Eine Resolution wurde schließlich einstimmig an« selber Fabrikanten getadelt wurde, welche daS alleinige Recht anstrebev, Wäschefabrikate direct beim Lonsumeuteu anzu- bieten. Ferner wurde in der Resolution ausgesprochen, daß sür den Betrieb der Industrie daS Detailreisen eine nnbe- dingte Nothweudigkeit sei. Nach Absendung eines Telegramms an den Prinzen Alexander Hohenlohe ging man mit einem Stelle darauf aufmerksam, daß die Gemäldeausstellung im ThurmhauS am Brand vom 15. ds. MtS. ab auf 4 bis 6 Wochen geschlossen wird- ein vorheriger Besuch der derzeitigen Ausstellung ist um so mehr zu empfehlen, als dieselbe eine größere Anzahl besonders schöner Gemälde aufweist. Auch das VereinSblatt für 1896 „Früchtekranz" von Rubens, gestochen von Vogel, ist zur Ansicht gestellt - dasselbe wird Solchen, welche noch im Laufe diese- Jahres dem Kunstvereiu als Mitglieder beitreten, nachgeltefert. Aber auch abgesehen von den Gegenleistungen des Vereins an feine Mitglieder sollte Niemand, defien Mittel eS Halbwegs erlauben, versäumen, dem Kunstverein beizutreten. Der Zweck desselben, die bildende Kunst zu fördern und den Sinn und die Theilnahme für dieselbe zu wecken, zu ver- ins Griesheimer Lager, um dann von hier bei Osthetm über den Rhein zu gehen. Weiter ist bekannt, daß die 115er genommen, in welcher das uncoulante Vorgehen der Biele« | im südöstlichen Thetl von Rhetnheffen manövertren werden. breiten und zu erhalten, darf auf allseitige Unterstützung Anspruch erheben und zwar ganz besonders auch in unserem Gießen, welches — ohne den Kunstveretn — auf dem Gebiet der bildenden Künste doch verhältnißmäßig wenig bietet. *♦ Schöne Aussicht. Morgen Sonntag Nachmittag finden auf der „Schönen Aussicht" zwei Concerte, ausgeführt von Mitgliedern der hiesigen RegimentSmusik, statt. — Montag Abend wird daselbst daS 6. M o nt ag S c o n c e r t stattfinden. Letztere Concerte haben sich recht gut eingebürgert,- das beweisen die guten Einnahmen unserer Militärmusik. Die „Schöne Aussicht" ist auch, abgesehen von ihrer vor- theilhaften Lage, für derartige Unternehmungen wie geschaffen. Während die Erwachsenen sich dem Genuß der gut aus- gesührten Musik hingeben, amüfiren sich die Kinder im Thier- park und sorgen namentlich die verschiedenen Affen für ergötzliche Unterhaltung. Die große Gartenhalle, welche eS ermöglicht, auch bei ungünstigem Wetter Concerte abzuhalten, ist jetzt vollständig fertiggestellt. Die Wände der Halle verzieren künstlerisch auSgeführte Malereien und Sprüche. Manöver-Dtspofitionen. Nach den bis jetzt bekannten Manöver-DiSpofitionen rückt unser Regiment am 24. August •» MauoverUafall. Den io der Stadt verbreitete» beunruhigenden Gerüchten gegenüber find wir tn der Lage zu constatiren, daß unsere Garnison, nachdem die Mannschaft gestern vormittag im Gelände zwischen hier und Wetzlar bis Mittag Felddienst geübt, in einzelnen Dörfern Quartier bezog oder an schattigen Plätzen den Nachmittag über sich lagern durfte und dabei gut verpflegt wurde. Daß einzelne Leute bet der Strapaze und der gestern herrschenden Hitze matt und marode wurden, ist nicht verwunderlich, doch wurde in der denkbar humansten Weise sür diese gesorgt. Gegen Mittag wurde tn Begleitung eines Unteroffiziers ein Mann, der sich beim Fallen den Arm gebrochen, mit der Eisenbahn nach hier zurück befördert. Die Truppen kehrten theilweise Nieste Wolff» telegraphische« Eorrespondenz-Bnrean. Eberswalde, 10. Juli. In A l t - G r t m n t tz bet Joachims- ihal brannten zwei Gehöste nieder, wobei zwei Frauen und zwei Kinder tu den Flammen umkameu. Der I Eigentümer de» einen abgebrannten Gehöftes, NameuS Braaich, ist der Brandstiftung verdächtig verhaftet worden. Wilhelmshaven, 10.Juli. Die Augeukrankheit der I Martnetruppen ist zumjStillftand gekommen. Nur ver- I etnzelt kommen noch Neu-Erkrankungen vor. Amberg, 10. Juli. Bet dem Brande eines Hauses in Haar bei Sulzbach kamen der „Amberger Volkszeitung" zusolge zwei Kinder tn den Flammen um. Lemberg, 10. Jult. Der hier zusammengetretene Kath o- ltkentag erhielt vom StaatSsecretär Cardinal Rampolla eine Depesche, worin der Papst beide Nationalitäten GaltztenS, Ruthenen wie Polen, seines Wohlwollens versichert. Der Congreß wurde mit enthusiastischen Hochrusen auf den Papst und den Kaiser geschloffen. i&fc* London, 10. Jult. DaS OberhanS nahm mit 142 gegen 104 Stimmen die Bill an, welche die Ehe des Wittwers mit der Schwester der verstorbenen Frau gestattet. London, 10. Juli. Die japanische Gesandtschaft theilte dem Reuter'schen Bureau eine offizielle Depesche auS Tokio mit, wonach eine ungeheure Meereswoge, welche dem Erdbeben am 15. v. M. auf der Nordostküste Japans folgte, den Tod von 27,000 Personen verursacht hat. Außerdem find über 25,000 Personen dadurch verwundet worden. Stockholm, 10. Juli. Die Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und König OScar findet am 23. d. M. tn Norwegen statt. Depesch« be« B«re>» „Herold". Berlin, 10. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Dem Vernehmen nach hat der Bundesrath in seiner gestrigen Sitzung seine Zustimmung zur Aufhebung der beiden gegen Spanien erlaffenen Kampfzoll - Verordnungen vom 25. Mat 1894 und 30. Juni 1895 ertheilt. Berlin, 10. Jult. Als Retchscommiffar für die Pariser Weltausstellung wurde Geheimerath Dr. Richter aus dem RetchSamt des Innern ernannt. Mit deffen Stellvertretung ist RegierungSrath Lewald betraut worden. ■ Berlin, 10. Jult. Heute wurde Hammerstetn aus dem UntersuchungSgesängntß nach der Moabiter Strafanstalt überführt. Berlin, 10. Juli. Der Professor der Geologie, Beyrtsch, ist heute Abend im Alter von 81 Jahren gestorben. Berlin, 10. Jult. In der vergangenen Nacht find in der Nähe von Pankow zwei Güterzüge zusammengestoßen. Etn Zugführer wurde getödtet. Berlin, 10. Jult. StaatSminister a. D. Berlepsch tst heute nach Seebach (Thüringen) abgeretst. Berlin, 10.Juli. Die Ablehnung deö Margartve- gesetze» im BundeSrath wird wahrscheinlich mit stattlicher Mehrheit ersolgen. Nur zwei süddeutsche Regierungen und vielleicht auch die sächfische scheinen dem Gesetz tn der thm vom Reichstage gegebenen Faffung geneigt zu sein. Berlin, 10. Jult. Gestern Abend hatten sich Vertreter der Wäsche- und Letnen-Branche auS verschiedenen Städten Deutschlands in großer Anzahl eingesunden, um eine Kundgebung gegen daö Verbot des DetatlreisenS zu veranstalten. Unter Anderen waren Delegirte aus Halle a. d. S., Leipzig und Chemnitz erschienen. Man will vom BundeS- Colli, welche Verkaufsobjecte oder sonstige Gepäcksstücke ent- halten, find von der Anwendung der nmäßigten Gepäckstaxe ausgeschlossen. Diese, sowie eigentliche Rerse-Effecten sind daher bei der Aufgabe besonders zu declariren und werden mit eigenen Gepäcksscheinen abgeferUgt. Auf der Außenseite jedes Musterkoffers muß der volle Name der Firma, in deren Auftrage die Reise unternommen wird, dauerhaft kenntlich gemacht fein. Die Aufschrift einzelner Buchstaben oder eines Signums, sowie das Aufkleben von Vifit-, Adreßkarten und sonstigen den Namen tragenden Papierftücken genügt nicht und werden Musterkoffer, welche diesen Forderungen nicht entsprechen, von der Beförderung rum ermäßigten Gepäckstarife ausgeschlossen. Es ist jedoch gestattet, den Warnen der Firma mit einem leicht abhebbaren Schuber oder Lappen oder durch eme mittelst Federdruck festgelegte Platte zu bedecken. . Für Musterkoffer mit absperrbaren Schildern kann der ermäßigte Gepäcktarif nur dann Anwendung finden, wenn die Schilder bei der Aufgabe unversperrt sind und wahrend de« Transportes in diesem Zustande verbleiben. Der Reisende ist verpflichtet, den Zug zu benutzen, für welchen die Musterkoffer aufgegeben wurden. Innerhalb e ner Stunde nach Ankunft des Zuges in der Bestimmungs-Station ist die Legitimationskarte vorzuweisen, um das Gepäck aus- gefolgt zu erhalten oder das Gepäcks-Recepisse mit dem Vermerk des erfolgten Vorweises versehen zu lassen, widrigenfalls die Gebührendifferenz zwischen dem normalen und dem ermäßigten Tarifsätze im Nachzahlungswege emgehoben wird. Jeder Mißbrauch dieser Begünstigung hat für den treffenden die dauernde Entziehung derselben unnachsichtlich zur Folge. ________________________ Gesunde«: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Geldstück, 1 Spazierstock, 2 Messer, 1 Scheere, 1 Damenhandschuh, 1 Zwicker, 1 Cigarren-EtuiS, 1 Hose, 1 Strohhut, 1 Hand- tasche und 1 Packet mit Wolle. Gießen, am 11. Juli 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gieße». I. V.: Roth. Hoch auf den Kaiser auseinander. Frankfurt a. M., 10. Juli, lieber die Ursachen des Selbstmordes des Professors Klimfch verlautet, daß Furcht vor Wahnsinn ihn dazu getrieben hat. Wenigstens ist dies aus einem hinterlassenen Schreiben zu schließen, worin Professor Klimfch seiner Familie mittheilt, daß er den Tod suche, da er ja doch dem sicheren Wahnsinn entgegengehe. Frankfurt a. M., 10. Juli. Heute Morgen wurden in erst spat in die Kaserne zurück. einem Canalschacht an der „Schönen Aussicht" drei Arbeiter ' Die Folgen de» FastnachtsnnsngS. ^or drei Jahren infolge Einathmung von Gasen bewußtlos. Dieselben wurde am Fastnacht einer jungen Dame, der Tochter eine« konnttn aus dem Schachte hervorgeholt werden. Bei den hiesigen Kaufmann«, nach ihrer Meinung beim Erbsen- Rettungsarbeiten wurde ein Spengler ebenfalls bewußtlos, werfen eine der Erbsen in» Ohr geworfen. Sie begab Derselbe mußte gleichfalls an Seilern herauSgezogen werden sich damals zum Arzt, welcher denn- auch« leicht die K g und wurde hierbei am Kopfe nicht unerheblich verletzt. aus dem Ohr entfernte. Bor -^igen Wochen, gld*1 na* Dresden. 10. Juli. Die Polizei hat den anarchistischen einem genommenen Bade, bekam dieselbe Dame Schmerzen Agitator Buchdrucker und Verleger Dempwolf auS dem im Ohr und begab sich m Folge^dessen wieder zumArzt, auSoewiesen welcher nach längerem Unter uchen seststellte, daß die Schmerzen sächsischen Staatsgebiet °uSgewtesen. b0B einer tm Ohr befindlichen Erbse herrührten, welche durch Berlin 11 ^uli. Einer Meldung auS Capstadt Feuchtigkeit angequollen und vorerst nicht zu entfernen war. f r _ N e r ft ä r k U n a s t r a n s p o r t der Schutz. Gestern ist eS durch eine sehr schmerzhafte Operation geglückt, truppe °rn 25. Inländer Sigakvmündung glücklich g-I°nd-t. au» diese« unliebsame Andenken an den Fasching«,cherz °°r «ttlin 11 Juni. P-aftflar Ende wurde v°m Senat drei Jahren au« dem Ohr der Dome ,u entfernen. ■>/.?uv............... wm.s 6m Berlin 11 ^ult Am Donnerstag und Freitag fand Kartoffeln stammen von Herrn Oeconom Neebe hteiselbst, f g-,-ma«° »rM »S "'Ueetlin $11 Juli. D-r^Student Gerhard v. Pdll- bahn übernommen hat, bemüht fich um die Sanclssian sür nitz au« Bayern, welcher unlängst an- dem Fenster der eine Schmal,pa-bahnButzbach.L.ch^ Universität stürzte, ist nach einer Brinamputatton gestorben. Der evaugeltfche Verein der Gustav f I J Gölliü 11 Juli Der Pionier Hörtel bom dritten «trd seine di-«jährig- Hauptversammlung vom IS. di« Berliner Sis-nbahnreglmevt in Reiste wurde tobt aus- 17. September in Dessau abhalten. Der Darmstadter = h (m hrrmnthet ein Verbrechen. Hauptverein hat im Lause dieser Woche sein Jahrerseft flf 8 Allenüem. 11. Juist Di- Mutter unb der Stiesvater s-i-rt, nämlich zu Schwab«burg in Rhewh-Is-"- D-r Gt-h-n-r des kürzlich ermordeten Knaben Dirnarnski wurden wegen Zweigverein gedenkt nächsten Mittwoch, den IS.d. M., s-st»- m?nrhh »rhn* t« herbaftet Jahresversammlung in dem benachbarten Annerod abzuhallen. München. 11. Juli? Wie die „Münchener Post" aus Psarrer Weimar au« WÜNj-llb-rg und Ps°-rerL°°S au« ?ch8°er"7-r°l-?t"" S^ngs-Cammandan.-n B Artilleristen Zweigverein wenn" die'" München 11. Juli. Infolge organisatortscher Bestim- Glehen wohnenden Mitglieder sich am künftigen Mutwoch mung werden u. A. da« Bataillon des 17. Jnsanteri-. dort recht zahlrein, etnfiaden wollten. Der Morgen-Gotte«. Regiments von Zweibrücken nach Germersheim I dienst beginnt um 10 Uhr.________ 2Bien 11 Juli Li - Hung - Tschang wird wegen I n- Grnnberg, 10.Juli. Die evangelisch-lutherische seiner schöpfte? Gesundheit Wien nicht besuchen, sondern Konferenz für Oberheffen findet am 14 und 15. JuU von Brüstel über Pari« und London nach China zurückkehren. W --v 7 K über btc Heiliguog reseriren. Seinem Vortrag hat er tOCOUs nnb - foIgenbc Ldtsätze zu Grunde gelegt: 1. Die hl. Schrift Gieße», den 11. Juli. gebraucht daS Wort „Heiligung" in doppeltem Sinne, etn- •* Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- mal tn dem umfassenderen der gesummten HettSlhat Gotte» Herzog haben Allergnädigst geruht, durch Allerhöchste Ent- I an den Menschen, welche im alten Bund vorbereitet, in der schlteßung vom 28. v. M. den Oberförster der Oberförsterei I Erlösung durch Christum ihre principielle Vollendung er- Griesheim, Dr. Philipp Walther zu Dörnberg, unter I reicht hat, bann in dem engeren Sinn der durch Gott in Verleihung des AmtstitetS „Oberforftrath", mit Wirkung I der Person des hl. Geistes gewirkten und gestärkten, für vom 10. Juli dsS. IS. an, zum Vortragenden Rath in dem den Christen nothwendigen, im Glauben sich vollzirhendm Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Forst- unb Reinigung und Erneuerung. 2. Von der lutherischen Dog- Cameralverwaltung, zu ernennen. I matik wird der Begriff „Heiligung" in dem letzteren rinn •* 3b den Ruhestand versetzt wurde am 7. Juli 1896 I gebraucht (sanctificatio-renovatio, nova oboedientiaj daneben ber Steueraufseher Wilhelm Friedrich Leopold zu auch tn d-m weiteren Sinne der gesummten Thätigkeit be» -kriedderg auf fein Nachsuchen, mit Wirkung vom 15. Juli hl. Geistes. 3. Die Heiligung ist somit die allmähliche I. arB Uebettoinbung der Sünden und Wtederherstellung des gött- ♦♦ ttunstverein. Wir machen unsere Leser auch an dieser I lichen Ebenbildes tm Menschen. 4. Die Heiligung kommt I Stelle daraus aufmerksam, daß die Gemäldeausstellung im | im Menschen zu staube durch die Wirkung des Wortes Gotte» (invisibile et visibile). DaS Gesetz fordert sie, daS Evangelium gibt zugleich Lust und Kraft zu ihr, indem eß mit der Erweckung des Glauben» an die Gnade Gottes auch die freudige Hingabe unseres ganzen Selbst in den Willen Gotte» bewirkt. 5 Die Heiligung tst deshalb insofern ein Werk Gottes, bezw. des hl. Geistes, als dieser durch sein heilige» Wort und Sacrament 1. in unS den Glauben und al» nolh- wendige Folge desselben den Antrieb zur Heiligung erweckt, 2. uns fort und fort stärkt in der unserer sündigen Natur widerstrebenden Hctligungsarbeit. 6. Die Heiligung al» That GotteS darf nicht verwischt ober gar ibentificirt werben mit der Rechtfertigung- sie ist vielmehr nur eine, allerdings mit innerer Nothweudigkeit fich ergebende Folge derselben. 7. Sache der Christen ist eS nun, der heiligenden Arbeit des heiligen Geistes an ihm nicht nur nicht zu widerstreben, sondern auch seinen eigenen Willen völlig in den Dienst be» heiligenden Willens GotteS zu stellen. 8. Dies thut der Christ tm Glauben, indem die Heiligung nicht die Bedingung ober Voraussetzung, wohl aber die nothwenbige Aeußerung, Begleiterscheinung unb Folge deS lebenbtgen Glaubens ist. 9. Die Heiligung ist deshalb nicht schlechthin zur Seligkeit nothwendig, sondern nur als der nothwenbige und sichere ErwetS des Glaubens, der zur Seligkeit sührt. 10. ES liegt in der Verderbtheit der menschlichen Natur begründet, daß baß Ziel der Heiligung hier aus Erden vollkommen nicht et» reicht werden kann- deßhald bedeutet die Heiligung sür den Christen in diesem Leben ein fteteß Kämpfen und Ringen nach diesem Ziel. 11. Vollendet wird die Heilung erst sein, wenn die Gläubigen tn verklärtem Leib werden auserstanden sein und leben in ber seligen Gemeinschaft mit ihrem Haupt und Heilanb Jesu Christo. — Daß Thema: „Unsere Stellung zur socialen Frage der Gegenwart" wirb Herr Psarrer Bernd eck von Staden am zweiten Tage behandeln. Er hat dazu folgende Thesen gestellt: 1. Die sociale Frage, die den characteristischeu Zug der gegenwärtigen Geschtchtß- periode bildet, berührt nicht nur daß wirthschastliche, sondern auch — unb nicht zum Mindesten — baß religiös-sittliche Leben unsere» Auszug au» den der G e Juli: 4. ftarl H-rmani Maria Ida Luise Ä/öchi Pfiasteln-Policr baljitr, mit SitiotDonMgGibmannbfll $ NaC ??""« ' Mt. D,?!' diek'Lto* ** «t W*. Der Giesteuer o4, den 15. d. M., seine utrn Annerod adzuhaltev. und Pfarrer LvoS aui ernommeu. Es sind nun n, seitdem der Gießener rchlein zu Annerod zuw erwünscht, wenn die tu I am künftigen Mittwoch en. Der Morgen-Gottes. evangelisch.lutherische et am 14. und 15. Juli ßirsch" fiatt. Am ersten Tagoer In Gelnhm leioem Vortrag har er ^v. VWty.WH in do^ckrm Sinne, rin- Lammten HeilSthat Gottes Bund vorbereitet, In der irtncipielle Vollendung tt- i Zinn der durch Gott in kreu und gestärkten, sür slaubeu sich voltziehendeo Bon der lutherischen Dog- ? in dem letzteren Sinn novaoboeiientia) daneben «jammten Thätigkeit des ist somit die allwahttche Viederherstellung 4. Die *2 'S t @iabt'@otoe «it M' d-° ®b*± ’"b»“ ®Su» w‘ " “6" sie §*” Mthl ”uVj m b”J 1BB*^ t «ur W i Ditnft l'f im BÖai0 J" ®fe« «»' bn M°°i° ?,,t an6t* Mi n*h5 t ltl l-iiE ®i«lw H* 141,41 « «“ P4"i , noftmi« i«1 0 $6 ut| täfelt W'Jühlt,».! ML ’eu,,. Kallipiktl n |ein, a,lb werde" ÄÄ Itcli8taep Volkes. 2. Daher kann es nicht nur Aufgabe des Staates und seiner berufenen Organe sein, au der Herbeiführung einer gesunden Lösung der socialen Frage zu arbeiten, auch für die Kirche und ihre berufenen Organe besteht die Pflicht, die sociale Frage in den Kreis ihrer Wirksamkeit htneinzuziehen. 3) den Geistlichen berührt die sociale Frage mit ihren Aufgaben 1. als Geistlichen. Als solcher hat er in fie einzu« greifen, indem er a) das Wort Gottes rein und lauter ohne Ansehen des Standes und der Person lehrt und predigt und durch einen im Lichte desselben geführten Wandel das Ansehen des geistlichen Amtes zu heben trachtet, b) in der Predigt unter Ausscheidung aller die technische Seite der socialen Frage berührenden Punkte die den socialen Problemen .zu Grunde liegenden religiös - fittlichen, bezw. irreltgiös- unfittlichen Principien behandelt, c) die Seelsorge individuell gestaltet. 2. als Staatsbürger, der aber auch als Staatsbürger Geistlicher bleibt. Als solcher hat er: a) die Pflicht, durch Beobachtung und Studium sich ein klares Verständniß der socialen Verhältnisse und Probleme zu erwerben, b) das Recht und die Pflicht, wenus noth thut, nicht nur religiös- sittlich, sondern auch politisch - wirthschaftlich mitzuarbeiten 'Presse, BolkSbibliotheken, Vorträge, Psennigsparkasien, DarlehnSkassen, BereinSwesen), ja im besonderen Falle führend hervorzutreten. Im Anschluß au die Konferenz soll Donnerstag den 16. Juli, Vormittags 10 Uhr, das lutherische MtssionSfest für Oderheffeu in Usenborn bet Ortenberg stattfinden, für welches Herr Missionar Just von Dresden und Herr Pfarrer Otto von Maar die Festpredigten übernommen haben. H. Dorlar, 11. Juli. Em gestern Nachmittag aufgezogenes Gewitter entlud sich in sehr heftiger Weise über unserem Orte. Der Blitz schlug in eine Scheune, welche sofort in hellen Flammen stand. Das Feuer breitete sich sehr rasch auf die Nachbargebäude auS, so daß noch drei weitere Scheunen und ein Stall den Flammen zum Raube wurden. Den vereinten anstrengenden Bemühungen der Ortsfeuerwehr, sowie den hülfreich Herbetgeeilten Feuerwehren der Nachbarorte gelang es, gegen Abend des FeuerS Herr zu werden. Die auf dem Marsche begriffene, gerade hier anwesende 1. Compagnie des 116. Infanterie-Regiments (Kaiser Wilhelm) bethetligte sich gleichfalls in hervorragender Weise am Löschungswerke. Auszug aus den StairdesamtsVegifte*« der Stadt Gießen. Aufgedote. Juli: 4. Karl Hermann Schade, Lehrer zu Frankenberg, mit Ätna Maria Ida Luise Blöcher zu Herzhausen. 4 Jobs. Hofmann, Pflasterer-Polter dahier, mit Marte Elisabeth Etdmann, geb. Metz, Wtttwe von Georg Eldmann dahier. 6. Gustav Karl Adolph Schreiber, Papterwaarenfabrtkant in Frankfurt a. M., mit Lina Lenz, geborene Wagner, Wtttwe von Wetßbtnder Wilhelm Lenz dahier. Juli: 8. Ernst Hermann Fritz Zach, Zahntechniker dahier, mit Louise Franziska Rüger hterselbst. Juni: 30. Dem Schneider Elemend Narz eine Tochter, Karoline Frida. Juli: 1. Dem Vicefeldwebel August Roschlau ein Sohn. 2. Dem Vtcefeldwebel Friedrich Nemitz ein Sohn. 2. Dem Platzmeister Wilhelm Janz eine Tochter, Anna Maria Katharina. 3 Dem Dreher Franz Zehrt eine Tochter, Lina Elisabeth Katharina Justine. •tHotbetw. Juli: 3. Gottfried Philipp Zinn, 1 Jahr alt, Sobn von Hilfsbremser Adam Zinn dahier. 3. Wilhelm Wagner, 29 Jahre alt, Schneider dahier. 4. Jeannette Wtllstädt, 54 Jahre alt, Privatin dahier. 5. Friedrich Wilhelm Jeschke, 1 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Friedrich Jeschke dahier. 5. Katharine Sauerbier, geb. Bopp, 39 Jahre alt, Ehefrau von Ziegeletbesttzer Wilhelm Sauerbier zu Butzbach. 6. Jenny Keßler, 3 Jahre alt, Tochter von MoseS Keßler dahier. 7. Wilhelmine Auguste Luise Hein, geb. Schlatter, 43 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Otto Ludwig Hein dahier. 7. Margarethe Kemmer, 62 Jahre alt, Ebefrau von Landwirlh Johann Heinrich Kemmer zu Geilshausen. 7. Anna Cappeller, l'/r Jahr alt, Tochter von Maurer Georg Cappeller dahier. 8. Fritz Reuschling, 1 Jahr alt, Sobn von Arbeiter Philipp Reuschling dahier. 8. Magdalene Wahl, 68 Jahre alt, Privatin dahier. Auszug aut den Airchen-üehern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. •dtaoit. Markusgemeinde. Den 9. Juli. Ernst Hermann Fritz Zach, Zahntechniker zu Gießen, und Luise Franziska Rüger, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Friedrich Rüger zu Gießen. GNan-te. Matth äusgemetnde. Den 5. Juli. Dem Fuhrmann Johannes Döring ein Sohn, Karl, geboren den 6. Juni. Denselben. Dem Weißbinder Wilhelm Klappert eine Tochter, Bertha Martha, geboren den 12. Mai. MarkuSgemeinde. Den 5. Juli. Dem Bäckermeister Peter Pfeiffer eine Tochter, Emma Henriette Luise, geboren den 15. Juni. Denselben. Dem Schneidermeister Jacob Leonhard ein Sohn, Albert Fritz Otto, geboren den 30. Mai. Den 7. Juli. Dem Schlosser Marcel Galinski eine Tochter, Johanna, geboren den 8. August 1895. Lukasgemeinde. Den 5. Juli. Dem Schlosser Heinrich Weber eine Tochter, Mathilde Katharina Elisabeth, geboren den 3. Juni. Denselben. Dem Fuhrmann Johann Peter Rosenbecker eine Tochter, Emma, geboren den 9. Juni. Beerdtgra. Matthäusgemeinde. Den 4. Juli. Margarethe Henrich, geb. Strack, Wittwe des Bergmanns Konrad Henrich, 66 Jahre alt, starb den 1. Juli. Denselben. Valentin Massing, Bahnwärter t. P., verheirathet, 72 Jahre alt, starb den 2. Juli. Markusgemeinde. Den 5. Juli. Wilhelm Wagner, Schneider, verheirathet, alt 29 Jahre alt, starb den 3. Juli. Den 9. Juli. Wilhelmine Auguste Luise Hein, geb. Schlatter, Ehefrau von Kaufmann Otto Ludwig Hein, 43 Jahre alt, starb den 7. Juli. JohanneSgemeinde. Den 4. Juli. Johanna Bangel, geb. Bickel, Ehefrau penstonirten Pfarrers Earl Bangel, 49 Jahre alt, starb den 1. Juli. Den 10. Juli. Magdalene Wahl, Tochter des verstorbenen Leinwebers Ludwig Wahl, 68 Jahre alt, starb den 8. Juli. Brovpreise vom 12. Juli bis 26. Juli 1896. Der hiesige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod...... 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod...... 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot....... 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot....... 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot....... 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot, bei Karl Spamer Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth, W. Amend und G. Spies . 2 Kg. (4 Pfd ) Schwarzbrot»...... bei Karl Spamer....... Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth, W. Amend und G. Spies 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod...... 26 Pfg. 52 , 24 , 48 , 22 , 20 , 21 , 44 , 40 „ 42 , 66 , Der auswärtiger» Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden W. Weitzel v. Lang-Göns W. Fabel von Wieseck Aug. Deibel, Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden L. Schmidt von Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-GönS WUH. Fabel von Wieseck Aug. Deibel von Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bet L. Steinmüller, Gr.-Linden Joh. Kd. Belte o. Ktrch-GönS W. Weitzel von Lang-Göns W. Steinmüller v. Lang-Göns LoutS Schmidt v. Gr.-Linden WUH. Fabel von Wieseck G. Jacoby v. Alten-Buseck Aug. Deibel v. Wieseck 3 Kg. (6 Md.) Schwarzbrod bei W. Fabel v. Wieseck G. Jacoby v. Alten-Buseck Aug. Deibel von Wieseck 20 Pfg. 22 „ 23 , 24 „ 40 „ 42 „ 44 „ 46 „ 48 „ 38 „ 38 „ 40 „ 40 , 40 , 42 , 44 „ 44 „ 63 „ 66 „ 66 , Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 11. Juli 1896. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. £an$» unb Volkswirtschaft. Gieße«, 11. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,60—0,80, Hühnereier pr. St. 0 A, 2 St. 11-12 H, Enteneier 6 H, 2 St. 0 H, Gänse- eier pr. St. 00—00 H, Käse pr. St. 5—10 H, Käsematte pr. St. 3 4» Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 4, Tanben pr. Paar JL 0,60 bis 0,90, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahnen pr. Stück jtL 0,60—1,00, Enten pr. Stück JL 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 H, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-00 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,(0 bi» 0,00 v*L, Weißkraut pr. Stück 0—00 4» Zwiebeln pr. Centner 7,00—8,00, Milch pr. Liter 16 H, Kirschen pr. Pfund 16—25 »t MOthMS. Freibank. [6351 Heute und Montag: Ochsensteisch «ncht ladenrein, pr. Pfd. 45 Pfg. 8chmemesseisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 42 Pfg. Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet.__________ Peter Leppla 79 Neustadt 79 offerirt Cheviot- «. Restcoupons Ms einer Rb. Fabrik, sowie feinste Vnckskin-Reste zu bekannt billigen Preisen. 6356 ST Neue Kartoffeln Prima Waare, 50 Kilo mit Sack nur Bier Mark ab Frankfurt a. M. versendet gegen siachnahme 6356 Jacob Stern-Simon, Friedberg bei Frankfurt a M. Suppenwürze «rerdient die Beachtung der Hausfrauen. Ku haben in Original-Fläschchen von < H an bei E. G. 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