2 bM h d) «V 26.— Wbeit sohäft: Stadtti 1 A. » < Seit®» j Luxus* Ges; Der Haut die * gen Fettstoffe führend, verhi Dowina’e Seift der Eule das schlaffen, das l trocknen, dii Spannen der Et sie erhält soar. Schönheit des h litzes, den hte Teint und lenz der Haut d&sjsn. frische zarte tv sehen c-KM Hamel s -er Br«tr' 20 S-PM'1;. frei ins M' ‘müSCä- mi frei»« W5' tcKinierni ,, MS «W»8 ■J. -n «I» l" B( U!lj cmpl«^"' siBtisö W* 3)n* ,1 DtÖ i’l ist da" W, 136 Ler WM«r **ir»rat«Mr.H. Kerusprecher 51. Aints« und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. SÄ-eKK I Kr-ti-öcik-gei Ki-ß-n-r K-mM-n°kSN-r. Anrtlichev Theil. Gießen, den 10. Juni 1896. B t1 ir.: Gebühren der Grohh. KreiSvetertnärärzte in veterinär« i-olizeilichcn Angelegenheiten. D:« Grotzherzogliche Kreisamt Kietzen • m di»e (Srostl). Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. MsiehendrS Ausschreiben Großh. Ministeriums deS JariMi nnb der Justiz vom 26. Mai 1896 bringen wir hiermit Ai Ihrer Kenntniß. v. Gagern. Zu : fr. M. I. 15 685. Darm stadt, am 26. Mai 1896. Be ilrtllienb: Wie oben. M Krotzh. Ministerium des Innern und der Justiz ai die Grotzherzoglichen Kreisämter. M^em den Großh. KreiSoeterinärärzten eine angemefiene GehtpllttiAöhung mit Zustimmung beider Kammern der Land- länriitt |t Theil geworden ist, bestimmen wir einem von letztem »et dieser Veranlassung gestellten Anträge gemäß, daß, Ile Idurch den Abs. 1 deS § 16 unseres AuSschrctbenS romri 10. Juli 1895, die Abwehr und Unterdrückung der Ptatabuilb Klauenseuche betreffend, zu Nr. M. I. 20136, den it itutni eten Thierärzten zugebilligten Gebühren wegzufallen babeaa, inhem die Ausstellung der Bescheinigungen fraglicher Art l pt Ule Folge als ein Pflichtgeschäft der KreiSveterinär« ärjtbedürfnissen im Großen und deren Absatz im Kleinen um a nMließlichen oder hauptsächlichen Zweck haben." i>j. Dr. Schädler ((Str.) beantragt hierzu folgende Be- stimrdv..: „Durch Landesgesetz kann angeordnet werden, daß der sletrlanliM mit Bier den Bestimmungen deS S 33 der Gewerbe- cibirjurj unterfteflt wird." m iSntrag Auer u. Gen. (Soc.) will dem Art. 3 folgende BestiMrH g zusügen: 8 33 der Gewerbeordnung (die Abhaltung von ? anEwikeiten richte! sich nach den landesrechtltchen Bestimmungen) «rhälM':!g-mdc Zusätze: „Jedoch darf die Veranstaltung öffentlicher I uftIrtMrMfcin einem Gastwtrtb nicht versagt werden, wenn sie einem an lillriiCben Orte seinen Betrieb ausübenden Gastwirth gestattet i't. • !irt> für den Betrieb des Schankgewerbes eine Polizeistunde - setzst k muß dieselbe für sämmtltche Schankwirthschastm desselben 1 'rtCJÄHi gleiche sein/' Dr. Schädler (Ctr.): Sein Antrag wolle nur eine bis- dcrig>Wk>-rderstellung beseitigen In den Kellern der Birrhändler r. nnfflilti Völlerei und die Unsittlichkeit noch weit leichter gedeihen, ais Lettin offenen Gastwirthschasten. Daher sei es nolhwend'g, daß Jdic EiWcltblett gegeben werde, die Mißstände dieses Handels durch die (ilLiVwnspflicht zu beseitigen. Stadthagen (<5ocj begründet den Antrag Auer und bttSulir uen Art. 3 der Vortage. Manche Gastwirlhschaften er- bielttlie ieotc nur deshalb eine Verlängerung der Polizeistunde, weil i|' iuS einer bestimmten Brauerei das Bier bezögen. Scat-, tausch c»id SaufclubS seien an die Polizeistunde nicht gebunden, «ber '2ikillte, die culturelle Aufgaben verfolgten, würden in dieser insiÄt ,- n der Willkür der Polizei abhängig gemacht. frg. v. Saltsch (cons.) und Werner (Ant.) erklären sich für lifelutiaß Schädler, der den berechtigten Jntenssm der rmrUHiirricht werde. ^abmrath Gruner: ES lägen beim Kletrhandel mit Bier aUn'äkil Mißstände vor. Er halte aber die in der Vorlage rcgteL^iss eittg vorgeschlagenen Maßnahmen, wonach bei hervor- getrentte Unzuverlässigkeiten der Vertrieb von Flaschenbier unter» tagt 11riera kann, für ausreichend. üj.. Len, mann (frs. Dp.): Wir wollen nicht, daß auch der Klciiimie^mbel unter Polizeiaufsicht gestellt werde und lehnen daher ten : hag Schädler ab. Durch solche polizeiliche Abhängigkeit wtrdli'u isolitifche Unselbstständigkeit gefördert. Zu tadeln ist auch daS ijp:ft) häufig und in diesem Anträge wieder zu Tage tretenbe Stre-iUc,dtie Eompetenz ber Lanbesgesetzgebung Über die der Reichs- gcsetzUim^ zu stellen. ötrextor Woedke: Die Regierungen seien gleichfalls der SOletMir!, daß es nicht wünschenswerth sei, daß hier die LandeS- ge'etziu.m,u über die ReichSgesetzgebung gestellt werde, wenngleich eine oikiiffsungsverletzung darin nicht gesehen werden könne. Abg. v. Kardorfs (Kp) beantragt Schluß ber Debatte. Abg. Richter beantragt namentliche Abstimmung über blefen Schlußantrag. (Große Unruhe unb Entrüstungsrufe ^echtS). Er werbe dieses Vorgehen wiederholen, so oft von jener Sette wieder solche Schlußanträge gestellt würden. (Große Unruhe rechts, Beifall ltnkS). Abz. v. Kardorsf (Rp.): Wmn Herr Richter glaubt, wir werden un8 durch seine Worte von der Stellung von Schlußanträgen abschrecken lassen, fo irrt er sich. Wir werden abwarten, was das Land dazu sagt. (Beifall recht«,»Lachen links.) Der Schlußantrag wird in namentlicher Abstimmung mit 139 gegen 123 Stimmen und Art. 3 in der Fassung deS AnttageS Hitze-v. Stumm gegen die Stimmen der Socialdemokraten, Freisinnigen und eines kleinen TheilS der Nationalliberalen avgenommm. Der Antrag Schädler wird mit 155 Stimmen (Linke, Polen, ein Theil des EentrumS) gegen 103 Stimmen abgelehnt. Ebenso wird ber Antrag Auer verworfen. Art. 4 bestimmt, baß aus Grunb bes S15, Ads. 2 ber Gewerbe- Orbnung untersagt werden kann: Der Trödelhanbel sowie ber ttleinhanbel mit Garnabsällen :c., bet Hanbel mit Sprengstoffen, mit Lotterieloosen und sofern die Handhabung deS Gewerbebetriebs Leben und Gefundheit ber Menfchen gefährbet, ber Hanbel mit Droguen unb chemischen Präparaten; der Kleinhandel mit Bier kann untersagt werden, wenn ber Gewerbetreibende wiederholt wegen un- besugten Betriebs ber Schankwtrthschaft bestraft ist. Abg. Dr. Hasse (nl.) beantragt, baß ber Hanbel mit Arzneimitteln (Droguen, chemischen Präparaten unb Heilmtttelzubereitungen) bem untersagt werben kann, welcher stark wirkenbe Stoffe zu Hell- zwecken feilgehalten ober verkauft hat unb beShalb rechtskräftig bestraft worben ist. Abgg. Dr. Hitze (C.), JakobskStter (c.), Frhr. v. Stumm (Rp.) u. Gen. beantragen, auch ben Hanbel mit Bezugs- unb An- theilscheinen von Loosen bem S 35 der Gewerbeordnung zu unterstellen, dagegen die Bestimmungen über den Droguenhandel und Kleinhandel mit Bier auS Artikel 4 zu streichen und in Artikel 5 folgende Bestimmung einzufügen: „Der Handel mit Droguen unb chemischen Präparaten, welche Heilzwecken dienen, ist zu untersagen, wenn die Handhabung des Gewerbebetriebs Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet. Der Kleinhandel mit Bier kann untersagt werden, wenn ber Gewerbetreibenbe wieberholt wegen Zuwiber- hanbelnS gegen bie Vorschriften deS S 33 bestraft ist." 9tad) längerer Debatte wirb bet Antrag Hitze mit 116 gegen 115 Stimmen angenommen, ber Antrag Hasse bagegen abgelehnt. Weiterberathung morgen 2 Uhr. (Schluß 6'/« Uhr.) Ikucftc Nachrichten. «olff» telegraphisches Eorrespondenz-BureLn. Brrlia, 10. Juni. Dem „Reichsanzeiger" zufolge find die Minenverwaltungen in Transvaal der Ver« Wendung deutscher Artikel, Maschinen u. s. w. durchaus nicht abgeneigt. Zwecks Ausdehnung dieser Verbindung sei rS aber durchaus erforderlich, daß die deutschen Firmen, wie die englischen eS schon längst grthan haben, größere Lager und Ausstellungen in Johannesburg einrichten und ständige Localagenten zur Unterhandlung mit den Gruben« directoren unterhalten. Berlin, 10. Juni. Die Hauptversammlung des Deutschen Buchdruck er« Vereins nahm einstimmig den neuen Tarif und die Tariforganisation an. Berlin, 10. Juni. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge beruht die Behauptung der „Rhein. Wests. Ztg.", daß vom StaatSsecretar deS Auswärtigen Amtes oder einem anderen Mitgliede dieser Behörde in der Angelegenheit deS englischen Lorrespondenten Bashford zu Gunsten Bashfords bezw. im Sinne der Anwendung deS gerichtlichen Verfahrens eingeschritten sei, ihrem ganzen Inhalte nach auf Erfindung. ES sei schwer verständlich, wie fie in ernste Blätter Eingang zu finden vermochte. Karlsruhe, 10. Juni. Sicherem Vernehmen nach gedenkt der Großherzog von Baden an der Einweihung des Kyffhäuser-DenkmalS persönlich theilzunehmen. DaS Gleiche verlautet auch vom KönigvonWürttemberg. Metz, 9. Juni. Wie der „Mrsfin" meldet, hat der Thurmwächter der Kathedrale heute Morgen zwei Engländer dabei betroffen, als sie mit der Aufnahme von Plänen eines Forts beschäftigt waren. Es find Schüler der Artillerieschule zu Chatham, die mit ihren Lehrern und neun Mitschülern nach Metz gekommen waren. Zwei Lehrer wurden verhaftet. Budapest, 10. Juni. Der Budget-Ausschuß der österreichischen Delegation erledigte in den Abend« fitzungen daS Ordinarium und Extraordinarium deS HeereS- bndgets. Auf Anfrage Ruß', ob die Constrnction de» Mannlicher-Gewehres oder die Munition etwas zu wünschen übrig ließen, erwiderte der Kriegsminifter, daß bezüglich der Mannlicher-Gewehre und der Munition nur günstige Erfahrungen gesammelt worden seien. Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: OccupattonScredit und Marinebudget. Madrid. 10. Juni. Die Minister verhandelten über einen Beschluß, betr. energisches Vorgehen gegen die Anarchisten. Die Deputaten ArragonienS ersuchten CannovaS angefichts des entsetzlichen Elends in Arragouien um Hülfe. Der Madrider Bischof suchte neuerdings ver- geblich die Generale Campos und Borrero zu versöhnen. Depelche» M Bure« .Herold* Berlin, 10. Juni. Prinz Heinrich ist heute von Moskau zurückgekehrt. Er begab fich sofort nach seiner An- kunft in die Kaserne der GardeS du CorpS, um fich beim Kaiser zurückzumelden. Abend» reist der Prinz nach Kiel zurück. Berlin, 10. Juni. Da» Staat»ministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr unter dem Vorsitze de» Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe im Reichstage zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 10. Juni. Die 100. Plenarsitzung de» Reichstages wurde von zahlreichen Mitgliedern gestern Abend durch ein Festmahl im „Kaiserhof" gefeiert. Der erste BiceprLfident Schmidt brachte ein Hoch auf den Präsidenten Buol aus, der mit warmen Worten dankte und äußerte, daß dieses Zusammensein für ihn ein schöne» Fest sei. Vor dem Platze de» Freiherrn v. Buol prangte in den deutschen Farben ein Blumenkiffen, da» von einer au» Mai« Humen gebildeten „100" überragt war. Berlin, 10. Juni. Die Mitglieder der Institution of Naval Architects find heute Nachmittag in Stärke von etwa 500 Damen und Herren hier eingetroffen. Auf dem Lehrter Bahnhofe fand ein Empfang nicht statt. Berlin, 10. Juni. Die Budget-Commission de» Reichstages hat ihre Arbeiten heute erledigt. Der zwischen der Regierung und der Neu-Guinea>(5ompagnie abgeschlossene Vertrag, welcher die Landeshoheit von Neu- Guivea auf das Reich übertragen sollte, wurde einstimmig abgelehnt. Sodann wurde der Nachtrags-Etat mit dieser Abänderung ingevommen. Berlin, 10. Juni. Der neuernannte französische Botschafter in Berlin, NöailleS, trifft morgen Nachmittag hier ein. Berlin, 10. Juni. Die „Nordd. Allgem. Ztg." gibt heute officiös über den Vorfall auf dem Feste de» deutschen Wohlthätigkeit»-Verein» in Moskau den Tatbestand wie folgt an: Der Präsident deS Vereins hatte bei der Begrüßung des Prinzen Heinrich als Vertreter deS Deutschen Kaisers und der übrigen anwesenden deutschen Fürstlichkeiten auf diese letzteren den Ausdruck Gefolge angewandt. Prinz Ludwig von Bayern fand fich dadurch veranlaßt, in einer Ansprache jenen ungeeigneten Ausdruck unter Hinweis auf die versaffungSmäßige Stellung der deutschen Fürsten zu berichtigen, indem er gleichzeitig die anwesenden Deutschen aufforderte, allezeit zusammenzustehen und treu am Reichsgedanken sestzuhalten. — Wie die „Nordd. Allg. Ztg." weiter vernimmt, hat Prinz Ludwig auS eigener Initiative dem Kaiser Mittheilung von dem Vorgänge gemacht und die von ihm gebrauchten Worte vor jeder Mißdeutung ficher- gestellt. Berlin, 10. Juni. Präsident Faure antwortete in einem Danktelegramm auf die Depesche Kaiser Wilhelms. Frankfurt a. M., 10. Juni. Heute Mittag wurde die von Mitgliedern der Frankfurter Conditor-Jnnung veranstaltete Conditorei-AuSstellung in der „Neuen Börse" eröffnet. Anwesend waren dabei u. A. Regierungspräsident v. Tepper-Laski, Wiesbaden, die Ehrenvorsitzenden der Ausstellung, Polizeipräsident Freiherr v. Müsfling und Oberbürgermeister AdickeS, ferner Generallieutenant v. ChappuiS, Bürgermeister Dr. Heusenstamm, sowie andere städtische Vertreter. Rom, 10. Juni. Der belgische Dampfer „Prinzeß Clementine", von Genua nach Neapel unterwegs, collidirte in der Nähe der italienischen Küste mit einem deutschen Dampfer unb sank sofort. Venedig, 10. Juni. Heute brach auf dem hier vor Anker liegenden Lloyddampfer „Dido" Feuer auS, fo daß der Ballastraum unter Wasser gesetzt werden mußte. Die gesummte auS Korn bestehende Ladung ist vernichtet. Berlin, 11. Juni. Die Kaiserin und die vier jüngsten Prinzen werden am 6. Juli zu längerem Aufenthalt auf WilhelmShöhe bei Kassel erwartet. Berlin, 11. Juni. Dem Vernehmen nach ist die Vorlage wegen Revision der Alter»« und Invaliditäts-Versicherung nunmehr ausgearbeitet unb unterliegt zur Zeit den Berathungen des preußischen Staats- Ministeriums. Voraussichtlich wird die Vorlage veröffentlicht werden, sobald sie für die Berathungen im BundeSrathe reif ist. Berlin, 11. Juni. Gestern Abend wurde in dem neuen Opernhause bei Kroll die Reihe der Veranstaltungen zu Ehren der Institution of Naval Architects eröffnet. Btceadmtral Hollwann an der Spitze des Berliner ComitvS übernahm die gastfreundlichen Pflichten Namens de- Reiches. Die Räumlichkeiten deS jetzt königlichen Etablissements waren vornehm geschmückt. Englische und deutsche Flaggen und Waffen wechselten mit Blumen-ArrangewentS ob, aus denen die Büsten der Königin Victoria und Kaiser Wilhelm- her« vorragten. Zur Aufführung gelangte der zweite Act aus WagnerS „Tannhäuser" und daS Ballet „Phantasieen im Bremer Rathskeller". Die Vorstellung fand lauten Beifall. Nach derselben war in den Nebenräumen ein Mahl servtrt, währenddessen concertirte eine Militärcapelle. Berlin. 11. Juni. Nach Absicht der StaatSregierung wird der Landtag am 19. oder 20. Juni geschlossen. — Ueber den heute wieder zur Berathung kommenden Assessoren.Paragraphen wird trotz der Bemühungen der Regierungen eine Verständigung unter den Parteien nicht erzielt werden. — Der Reichskanzler beabsichtigt heute in dem Bade Neuenahr zum Kurgebranch einzutreffen. Posen, 11. Juni. Bet einem Brande auf dem Ritter- gute Dakowemokre bei Buk wurde der GutSöconom getödtet und vier Personen schwer verletzt. Pest, 10. Juni. Der König gestattete auf dem Gnadenwege die Einstellung deS Gerichtsverfahrens gegen die Minister Fejervary und Josika wegen deren Duelle. Belgrad, 11. Juni. Die Königinmutter Natalie begleitet den König Alexander bet feinem im nächsten Monat stattfindenden Besuche in Sofia. Konstantinopel, 11. Juni. Ein türkisches Schiff ist nach Ereta abgegangen. CocäUs nnö prwhtjiclle», Gießen, den 11. Juni. Personalbestand der LandeSnniverfitat. Der soeben ausgegebene Personalbestand der Universität für daS Sommerhalbjahr 1896 (Gießen, Curt von Münchow) weist nicht nur einen sehr beträchtlichen Zuwachs gegenüber dem letzten Sommer« und Wintersemester (568 bezw. 558) auf, sondern überhaupt die höchste Studentenzahl, die in diesem Jahrhunderte erreicht worden ist, nämlich 630 Jmmatriculirte, zu denen sich noch 23 nicht rmmatriculirte Hörer gesellen, was eine Gesammtziffer von 653 ergiebt. Die bisher höchste Ziffer von 616 Jmmatriculirten hatte das Sommersemester 1889 zu verzeichnen. Einer seit dem Sommer 1823 zusammengestellten Uebersicht llber die Studentenzahl in Gießen entnehmen wir, wie starken Schwankungen diese Zahl stets ausgesetzt war, aber auch, daß auf das Ganze gesehen die Universität sich durch daS Jahrhundert hindurch sehr erfreulich entwickelt hat. Von 1823 bis 1829 stieg die Zahl der Studtrenden von 311 auf 558, fiel bis 1836/37 wieder auf 290, um sich bis 1847 auf 570 zu erheben. Dann wieder starkes Fallen (1861) bis auf 335, eine relativ geringe Erhebung (1866) auf 400 und der Tiefstand (Kriegsjahr 1870) mit 212. Seit dieser Zeit ist blS zum Sommer 1889 stetiges WachSthum zu verzeichnen gewesen: 616, und wenn auch die Ziffer im Wintersemester 1892/93 wieder auf 515 sank, so beweist doch die jetzt erreichte, bisher höchste Ziffer die Richtigkeit unserer allgemeinen Behauptung. Die große Zunahme dieses Sommersemesters ist vornehmlich auf Rechnung der sogenannten Ausländer, d. h. Nicht- Hessen, zu setzen. Während 1889 von 616 Studirenden 479 Hessen, 137 Nichthessen waren und die be« treffenden Zahlen für Sommersemester 1895 bezw. Winter« semester 1895/96 437:131 bezw. 422:136 lauten, ist das Verhältniß jetzt 459:171. An,dieser Ziffer find Preußen mit 119, die übrigen deutschen Staaten mit 41, Rußland und Großbritannien mit je 3, Oesterreich und Nordamerika mit je 2, die Niederlande mit einem Studenten betheiligt. Die meisten „Ausländer", nämlich 87, zählen zur medici- nischen Facultät. Die Gesammtziffer 630 verthcilt sich auf die einzelnen Fächer wie folgt: Theologie 67 (1889: 104), Rechte 180(88), Medicin 128 (119), Thterhetlkunde 42 (29), Zahnheilkunde 1 (9), Philosophie 6, Naturwissenschaften 11, (zusammen 23), Mathematik 22 (20), Chemie 42 (44), Phar« mack 10 (16), Cameralwissenschast 33 (46), Forstwtssen- schäft 18 (39), Geschichte 8 (4), Klassische Philologie 30 (52), Neuere Philologie 32 (23). ** Steins Garten. DaS morgen Freitag Abend statt« findende Concert der Capelle deS Thüringischen Ulanen-RegimentS Nr. 6 bietet ein gut anSgewähltes Programm, darunter mehrere Solovorträge. — Bei eintretender ungünstiger Witterung bietet die neue große Halle gute Unterkunft gegen W'nd und Wetter. ** Hessischer Fechtverein Waisenschutz. Der Vorstand deS Hessischen FechtvereinS Watsenschutz, welcher gestern Abend eine Sitzung abhielt, stellte fest, daß der Reinerlös deS Sommerfcstes am Sonntag 280 Mark beträgt. ES wurden heute 300 Mark an die Oberfechterei nach Mainz abgeliefert. Vielfachen Wünschen entsprechend soll am Sonntag den 14. d. MtS. auf der LiebigShöhe eine Nachfeier stattfinden. Für vermehrte Sitzplätze ist bestens gesorgt. ** Der Reisende eines hiesigen EngroS-GeschästS wurde gestern wegen Unterschlagung verhaftet. Derselbe hat In- cassogelder bis zur Höhe von ca. 3000 Wit unterschlagen und für sich verbraucht. *• Zwei Arbeiter hatten sich vorgestern, nachdem sie sich einen Rausch angetrunken, in der Nähe der Badeanstalten hingelegt, um den Rausch auSzuschlafen. Hierbei entwendete der Eine dem Anderen seine Baarschaft. Nachdem der Thäter verhaftet worden war, stellte eS sich heraus, daß auch der Bestohlene etwas auf dem Kerbholz hatte und zwar einen EmbruchSdtebstahl. Auch dieser wurde festgenowmen. ** Zur Nachahmung — nicht empfohlen. Ein hiesiger Gärtnergehilfe verzehrte dieser Tage in einer Wirthschast an der Frankfurterstraße zu einer Bespermahlzeit 2 Psd. Leberwurst, 2 Portionen Kartoffeln, 1 Portion Sauce, 1 Topf Senf nebst 4 Schoppen Bier und dazu 2 Psd. Brod. ♦♦ Wasierdrnckprobe. Eine Seitens der Verwaltung des GaS« und Wasserwerkes gestern Nachmittag am hiesigen Stadtkirchthnrme vorgenommene Wasserdruckprobe ergab auS dem Niederdrucknetz eine Höhe von rund 27 Meter (etwa mittlere Schallfensterhöhe). Nach Einlassen deS Hochdruckes dagegen wurde unter freiwilliger Beihilfe deS Herrn DachdeckermeisierS Ph. Kröck vom höchsten zugänglichen Punkte, dem Thurmknopfe auS, daS Wasser in kühnem Bogen noch 6 Meter darüber geführt, so daß der Strahl eine Höhe von etwa 61,0 Meter (bei einer Thurmknopfhöhe von 55,0 Meter) erreichte. Ei» hiesiger Brieftaube» Züchter verkaufte im vorigen Jahre eine junge Taube nach Gelnhausen an den dortigen Verein. In diesem Jahre wurde bie Taube zur Tour eingesetzt. Am vergangenen Sonntag Morgen kam dieselbe von Straßburg wohlbehalten in ihrem heimathlichen Schlag hier an. •* Rechner - Versammlung. Die verschiedenen Rechner von Gemeinden«, Kirchen- und OrtS-Krankenkassen des Landes halten der „Darmst. Ztg." zufolge nächsten Sonntag bet Rudolf Ranis in Frankfurt a. M. eine Versammlung zum Zwecke der Organisation eines Landesverbandes ab. Wie verlautet, will man gemeinschaftlich dahin wirken, ähnlich wie in Württemberg und wie ein badischer Gesetzentwurf erstrebt, daß auch in Hessen die verschiedenen Rechner PenfionS«, Wittwen- und Waisenversorgung erhalten. *♦ Fahrpreis Ermäßigung für gewerbliche Arbeiter. Die „Berl. Corr." schreibt: Bei Festsetzung der Bedingungen, unter denen die Gewährung besonderer Fahrpreisermäßi- gungen für gewerbliche Arbeiter zum Besuch der Ber- liner Gewerbe-AuSstellung erfolgen kann, ist die Absicht leitend gewesen, den Zweck dieser Maßregel, die Interessen der inländischen Industrie dadurch zu fördern, daß den gewerblichen Arbeitern auch auS entfernten Bezirken die Gelegenheit zu nutzbringender Belehrung und Anregung für daS eigene Fach erleichtert wird, nach Möglichkeit sicher zu stellen. Die Gewährung ist daher an entsprechende Anträge der Arbeitgeber geknüpft und die Voraussetzung ausgesprochen, daß eine sachverständige Führung der in einer bestimmten Mindeftzahl zu entsendenden Arbeiter erfolgt. Die Wänbeft« zahl ber zu entsendenden Arbeiter ist nunmehr auf zehn festgesetzt, die auch bei verschiedenen Arbeitgebern desselben OrteS und des gleichen Gewerbezweiges in Arbeit stehen können. Die Beurtheilung der Bedeutung der Berliner Ausstellung für den betreffenden Gewerbezweig ist den Arbeitgebern überlassen. Für die Fahrt werden besondere Karten mit der Bezeichnung „Arbeiterkarte zum AuSstellungSbesuch" und der Angabe der Gültigkeitsdauer ausgegeben. Der Begleiter erhält eine gleiche Karte. Diese Bestimmungen gelten auch für Arbeiter der Staatseisenbahn - Werkstätten. Den Angehörigen deS Fischereigewerbes ist Einzelreise gestattet. ** Fahrpreis Ermäßigung. Zur Erleichterung der in diesem Sommer in Nürnberg und Stuttgart statt- findenden Landesausstellungen werden u. a. auf den Stationen Diez, EmS, Frankfurt (Hb.), Friedberg und Gießen, von SamStag den 20. Juni er. anfangend, an jedem ersten und dritten SamStag, also bis einschließlich SamStag den 3. October er., besonders ermäßigte Rückfahrkarten nach Nürnberg, bezw. Stuttgart, mit einer GiltigkeitSdauer von zehn Tagen ausgegeben. ** Hessen in Amerika. In Nordamerika haben sich sämmtliche hessischen Vereine zu einem Hessischen Nationalverband von Nordamerika zusammengeschlossen. DaS Hauptquartier ist zu Detroit (Mich.). Am 6., 7. und 8. Juli gedenken die hessischen Landsleute ein großes Heffenfest in Detroit zu feiern. Lauterbach, 9. Juni. Herr Baumeister Karl Jockel und Gattin hier feiern heute im Kreise ihrer zahlreich herbeigeeilten Kinder und Enkel das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Se. Königl. Hoheit dcr Großherzog hat daS Jubelpaar durch ein huldvolles GratulationSschreiben und Verleihung seines Bildes mit eigenhändiger Namensunter« schrist ausgezeichnet. △ AuS dem Ohmthal, 9. Juni. Wenn man gegenwärtig Umschau im Feld und Walde nach dem Bestand unserer kleinen, nützlichen Singvögel hält, so wird man mit Freuden bemerken, daß deren Anzahl gegen diejenige vorauSgehender Jahre erheblich g r ö ß e r ist. Natur- gemäß sind auch die Vogelnester zahlreicher wie sonst an- zutreffen. Da die Brütezeit der ersten Eier sehr von der seitherigen Witterung begünstigt wurde, so ist eine wettere Verstärkung unserer so nützlichen Sängerschaar mit einiger Sicherheit zu erwarten. Welchen großen Nutzen diese Vermehrung der Garten- und Feldhüter insonderheit für die Landwirthschaft bringt, läßt sich ziffernmäßig nicht auSdrücken, aber doch erwägen, wenn man bedenkt, welche Unmasse von Ungeziefer von den Vögeln verzehrt werden. Nimmt man z. B. an, in einem Grasmücken-, Buchfink-, Rothschwänzchen- oder anderem Vogelnest befinden sich fünf Junge. Diese brauchen täglich im Durchschnitt einzeln 50 Stück Raupen oder andere Jnsecten zur Nahrung, die ihnen die Alten zutragen - macht täglich 250 Raupen. Die Aetzung dauert durchschnittlich 4—5 Wochen, wir wollen sagen, 30 Tage, macht für das Nest 7500 Stück. Jede Raupe frißt täglich ihr eigenes Gewicht an Blättern und Blüthen. Gesetzt, sie braucht, bis sie auSgefressen hat, auch 30 Tage und frißt täglich nur eine Blüthe, die eine Frucht abgegeben hätte, so frißt sie in 30 Tagen also 30 Obstfrüchte in der Blüthe und 7500 Raupen zusammen fressen 225,000 Stück solcher Blüthen. Dem Vogelnest mit seinen fünf Jungen danken wir somit 225,000 Stück Aepfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen rc. Derartige Erwägungen lassen den großen Nutzen der Vögel deutlich vor Augen treten. Welcher Veranlassung wir bie erfreuliche Zunahme unserer nützlichsten Vögel zu danken haben, läßt sich leicht feststellen. Einmal har der überau- mtlde Winter der Erhaltung der Vögel sehr gedient, daS Vermischtes I andermal aber auch treten die Wirkungen bei s sich bessernden Vogelschutzes immer mehr ,n bte Darmstadt, 9. Juni. Der 20jähri°e K. Kr. von Bessungrn ging vor Stagen J, |det» Bekannten am WalterSteich vorüber und äunet-e c?**' ruhige stille Wasser wäre ganz geeignet, uw Ruhe - ?" Nach einigen in einer veffungener Wirthschafl •'* lebten fröhlichen Stunden verließ er feine :r wurde seitdem vermißt. Gestern Vormittag ward'" ' dem WalterSteich gezogen, worin er sei«» frühe- Ende bereitet. $ . ' Darmstadt, 10 Juni. Die 32. Iahre«v /r lung der südwestbeurschen Conferen» Mission begann heute Vormittag 9 Uhr mit Gebet und BegrüßungSrebe beS Vorsitzenden, Pst. q,. eingeleiteten Spreialversammlung der hessisch» tn ber Pfarrer Wenck über eine in Hessen # »5?** Anstalt für Epileptische sprach. Da da» detresiwü'z^'' schon in ben „MonatSblättern für innere totff.os» V L"*‘ ist, konnte man halb in bte DiSenssion eimt(ltB sehr lebhaft gestaltete. Die zahlreiche Verkam^- - ber Nothwenbigkeit solcher Gründung durchdruag^^T^ eine Commission, welche bie Frage nach allen unb Verhandlungen mit anbern berartigtn Wnftata soll. Die noch auf ber TageSorbnung stedmdr 5l;,t „V Neuordnung der Organisation wird wegen bei $ Zeit für diesen so wichtigen Punkt auf bie näetv-'i;.-.* Versammlung verschoben, zu der alle dafür intenifirtte » glieder der Conferenz eingeladen werden sollen. - , Versammlung reihte sich nach halbstündiger Pause he r.,. der vereinigten Ausschüsse und Ägentcn, weiter ter k fitzende deS geschästSsührenden Ausschusses, gtah.-x^. Fer cke l - Speyer präsidirte. ES find viele ^ex?;r ■ Allem Geistliche, aber auch Juristen, Kaufleute. / aus Baden, Bayern, Württemberg, Frankfurt a. & x -, Rheinland, selbst aus dem Ausland z. B. Danewar! arere < ♦ Für den Große» Preis vo» Frankfurt ur? j Hof Hürden-Rennen am 21. Juni c. waren gestern he r Wichte anzunehmen, da die beiden Rennen Havdt:^i L;. gleichSrennen) sind. Die Annahme war eine denn im Puchhof.Hürden-Rennen biteben von 35 urxttq.; genannten Pferden 20 stehen, im Großen Preis von 3» f-c.-, 23, darunter die zur Zeit besten Steeple-Chase Pfuh lands. An der Spitze der Gewichte stehen Henn. bergs Prompter und Herrn Major v. Gcßsitt Erweiche beide 77^/, Kilo zu schleppen haben, bann ic R: > belle mit 76, ber Franzose Bizarre mit 76 Rilc uix t-.j gut ist Le Halo mit 67 Kilo im Gewicht uni wir: t Besitzer, ber schwebijche Husaren-Oberlieutenaiu Sraj 1. fite selbst reiten. Die große Steeple-Chase verspriL: cw: großartigen Verlauf zu nehmen unb einen stöoen «t i t ber biesjährigen Hinberniß-Rennen zu bilden. ♦PC. 15. VerbandSschieße» bei Badisch»» Vereins, bei Pfälzischen unb Mtttelrheinisch« in Mannheim vom 21. bis 28. Juni 1896. tu Äser/ bungen ber auswärtigen Schützengäste mehren : r Tag zu Tag. Auf dem Festplatze berr'ti re;He* tet Sect von G. Hammer stein, hier- 1 Korb S -------- Hotel-Restaurant I. Ranges. • ~ —■ empfiehlt feinen neuen stylgerecht eingerichteten Bier- und. Speisesaal. Verzapf kommt nur da« vielfach prümiirte, zuletzt al« höchst« Anerkennung mit der grotze« goldenen Medaille und Ehrendiplom auf der Internationalen Bier.«u«stellung zu München 1895 »««gezeichnete Pilsener Bier der Actien-Brauerei Gießen. ff. Speisen. ? Exquisite Küche. Comfortable eingerichtetes Hotel. Antreten zum Festzuge des Marinevereins Sonntag den 14. d. Mts., Mittags um l/,3 Uhr, am „Hessischen Hos". Vereins-Abzeichen, Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. Eintrittskarten für die Mitglieder des Kriegervereins sind bei Kassier, Herrn Kaufmann Dort, zu haben. Familienkarten (1 Hauptkarte mit 3 Beikarten) kosten 1 M., Stobt SchtlMaus. Freibank. [5443 Heute und morgen: Schweinefleisch atcht ladmrein, pr. Pfd. 42 Pia Bekanntmachung. In unserem Gesellschaftsregister wurde unter Nr. 5 Seite 50 „Bu- d im 'che Eisenwerke" zu Gießen folgender Eintrag vollzogen: 1. Herr Reinhard Buderus zu Georgshütte ist mit Wirkung vom 1. Mai 1896 aus dem Vorstand ausgeschieden. 2. Laut Beschluß des Aufsichtsraths vom 18. April 1896 ist die Zeichnung der Firma mit Wirkung vom 1. Juni 1896 in der Weife geregelt worden, daß generell eine Doppelzeichnung stattfindet. Die Firma kann also gültig nur gezeichnet werden entweder von den beiden Vorstandsmitgliedern zusammen oder von einem Vorftandsmitgliede in Verbindung mit dem bestellten Pro- curisten. A. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 14. April b. I. ist der Sitz der Gesellschaft mit Wirkung vom 1. Juni 1896 ab von Gießen nach Wetzlar verlegt worden. Gebt. Röhrle’s ■HBoeeeeeeeeBe*™ Franziskaner, Bekanntmachung. Die Firma A. Graff & Comp zu Gießen ist erloschen. Eintrag il« i:menregister ist erfolgt. Gießen, den 10. Juni 1896. ProM m ibn »8* - in **’ g 13.70, Bade-Anzüge in Tricot, Flanell und Cattun für Damen und Kinder sind in allen Grössen wieder eingetroffen. 5197 Fritz Nowack. Wäsche-Fabrik. Bekanntmachung. Vaut Gesellschaftsvertrag vom 15. April 1896 bat sich unter der ' ’-t „Basaltwerke vorm. A Grass nud Comp." mit dem ^Lhriu Gießen eine Actiengesellschaft gebildet, deren Eintragung in u rtfem Handelsregister erfolgt ist. Gegenstand des Unternehmens ist der Bltziicb. der der Gesellschaft theilS eigenthümlich gehörigen, theils gepach- tcilin Lafalt- und Basaltlavawerke in Oberheffen und Hesien-Nafiau, ins b^isuds?e der von der seitherigen Firma A. Graff und Comp. in Gießen u il Handorf eingebrachten Werke, der Erwerb und die Anlage neuer SiNbrüche und Werke, sowie die Herstellung von Bauten. Stafl Grundcapitsl beträgt 360,000 Mk. und ist eingetheilt in 6 iAk'SSzugSactien Lit. A. Nr. 1 bis 60 und 300 Stammactien Lit. B. Ä61 bis 360 zu je 1000 Mk. Erstere sind vor letzteren hinsichtlich bi :ei ti: ibenbenbeyug6 in ber Weise bevorzugt, daß nach Ueberweisung des gwifitlidi.en Betrags an den Reservefonds vom Ueberschuß zunächst 6 pCt. tttitm lit Inhaber der 60 Vorzugsactien und sodann erst bis zu 5 pCt. Divi- oiitobt auf die Stammactien zu zahlen sind. Die Actien lauten auf den JHchle. Vorstand der Gesellschaft ist die Direction, bestehend aus einem illhreren Directoren, welche vom Aufsichtsrath ernannt werden. Jeder DAimlr ist berechtigt, die Firma der Actiengesellschaft zu zeichnen und zu jetsttfrtiai. Die Zusammenberufung der Generalversammlung erfolgt durch büit tnxction unter Angabe der Tagesordnung mittels einmaligen Aus- 'ch!l:mibcr!S im „Reichsanzeiger" und den etwa weiter noch durch den Auf- siLtzSkübi zu bestimmenden Blättern mindestens zwei Wochen vor dem Tage böWen. Die Bekanntmachungen ber Gesellschaft erfolgen burch den $MDrlann im „Reichsanzeiger". Die Attionäre August Graff in Gießen, Oskar Graff in Londorf umü brrmmerzienrath Rudolph Köpp in Wiesbaden, welche als Commandit- geWs-huift unter der Firma „A. Graff und Comp." in Gießen und Leiters Steinbrüche, Steinhauereien und Steinsägewerke betrieben haben, brstiizen das gesammte Vermögen dieser Gesellschaft, bestehend in Fabrtk- gextern, Lagerplätzen, Steinbrüchen, eigenen und gepachteten Steinhaue- re aim, Häusern, Ländereien, Mobilien, Sägemaschinen mit Dampfmotor un'ü|ortiÜigen maschinellen Anlagen, Cautionen, Ausständen, Pferden, Wagen, GsWrrim, Steinlager und Vorräthen u. s. w. zum Betrage von zusammen 30IMÖOC Mk. in die Gesellschaft ein, so zwar, daß ihr Geschäft als be- reirt.l! iett 1. Januar 1896 für Rechnung derselben geführt gilt. Die am 1.1 Zarniar 1896 vorhandenen und seitdem entstandenen Rechte und 33er« biiÄbeiten der Firma A. Graff und Comp. gehen aus die Gesellschaft über. AM Arrgütung für diese Anlage erhalten August Graff, Oscar Graff unMkoinmerzienrath Rudolph Köpp 300 Actien Lit. B. im Betrage von auifjimn 300000 Mark, welche als volleinbezahlt gelten. Die übrigen AcätÄi iinb von den Gründern übernommen worden und voll einbezahlt. CihAGmindungSaufwand ist nicht gewährt. Zur Prüfung des Gründungs- auaffantoes waren die Herren A. von Jungenfeld und A. Keller, dahier, beM:, deren Prüfungsberichte sich bei unseren Actien befinden und dem PrAMnn zugänglich sind. Düie Gründer, welche alle Actien übernommen haben, sind: 1. C^mmerzienrath Rud olph Köpp in Wiesbaden, 2. Fabrikbesitzer Hermann Wachendorff daselbst, 3. Fabrikbesitzer Dr. Carl Wachendorff in Oestrich a. Rh., 4. Baumeister August Graff in Gießen, 5. Ingenieur Oscar Graff in Londorf. 314 Mitgliedern des Vorstandes sind gewählt: 1. Baumeister August Graff in Gießen, 2. Ingenieur Oscar Graff in Londorf, gl : Wiedern des Aufsichtsraths dagegen: 1. Commerzienrath Rudolph Köpp in Wiesbaden, 2. Fabrikbesitzer Hermann Wachendorff, daselbst, 3. Fabrikbesitzer Dr. Carl Wachendorff in Oestrich a. Rh. ließen, 2./10 Juni 1896. 5434 Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Neuenhage n. Veteranen Verein. Zum Feftzuge des Mariuevereins, Sonntag den 14. d. Mts., versammeln sich die Mitglieder Nachmittags */23 Uhr im Cafe Leib, Wallthorstraße.' Orden und Ehrenzeichen wie das Vereins-Abzeichen sind anzulegen. Eintrittskarten für die Abendfestlichkeiten a 50 Pfg. sind bei unserem Rechner, Kamerad Hoos, Bahnhofstraße 41, in Empfang zu nehmen. PAichtfeuerwehr. dile Hebung der Rotten I und II findet am 15. d. Mts., die x kt Rotten III und IV am 17. d. Mts., Abends 8V2 Uhr, aus Os ^-'Si Garten statt. ließen, den 11. Juni 1896. 54M Der Branddirector: Schmandt. ft- llllch . ^schlitz Q8«otbnN; « tat Nb; tla«n h)ttb(I| V. WMV. ' unb Nn rtnfcen ?e; ES filt; z.tz,^ ttnischter !«>S voll jtulitr 3util c. teere; ' beiden AiM Arinahwe »e; < kennen blieben w. in, Im ©rofafa 'esteo Steepler«: r Gewichle rrn Majoi j. i- > schleppen $Mir se Bizarre mit' Kilo im ®tmt:. saren-Oberlinila: Steeple-Chase nehmen nnd liit H-Rennen zu V hießen btl M mb Slittthbth dir 28. Juni? Schützengäste r. n Festplatzt k: Festbauten. li: eingelausen, lW Fch Ernst In Iß lner, hin; 1 Co., hier; tm oertvaltung W in, hier; 1M« iabe i. W. v°° - Gabe im Ötnii 1 Silber >r°^ WM. von Vv: lk. von nchkll° - Werlhe von!- - Standuhr t. ' Lössel, Ml t- n bti RestM!l.'- l MelcherS, h«'/ wW mootblanb* . tgiennn *■1 lliei^,," rrlieb „ A. Kilbinger Selterswcg 19: 2616 Jagdgeräthe und Waffen. WM" Reise-Effecten. "WG B 60 Ccntnek Gen zu verkaufen. Näh, in der Exped. d. Bl. /Lisernc Wendeltreppe, EiS- ^2/ schrank u. Donche Apparat billig abzugeben. 5440 Zu erfragen in der Cxped. d. Bl. ^44^1 SrSßere ««zahl ktetnere Fostkistchen verkauft billig H. Kühn, Papierhandlung 54211 Gebrauchter Kinder Sieawagen zu verkaufen. 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Bf 104.75 99 80 104.00 108.8) 104.50 20 •m D> T r 8itzu b bk lagtbori Aas den Kami • ml ottt* M ■ II INH fl-i •LJ Im Falle ungünstiger Witterung wird das 1. Abonnrmknr«. . • einen Tag später (am Freitag) gehalten, bei übermal« nnaurr. Witterung dann Freitag Abend in den Räumen des Oieheaer wr faales (Caf^ Leib). ” 1*1 16*** 4v -- fkn Srotzh gni auch io unt L:cmkruckerel (Pietsch & Schkvda) in Gießen. x.u-. Pie ycrrtige Durrurc- umfaEf 6 Philosophenwald. Donnerstag den 11. Juni: I Aöonnements-Gonm!. Zur Aufführung gelangt u. A.: Ouvertüre z. Cp. „M, vr t Berlichingen" (Erichs) - Ouvertüre z. Op. Zampa sHerold: trolu a. d. Bajazzo (Cavallo); „Im Fluge durch die Welt", - d. Operette; „C diese Berliner" (EinödShofer); Fanlaiie j „trr fliegende Holländer" (Wagner); „Kaisersausarea", Heroldstrompeten von Liebisch rc. Anfang 6 Uhr. Enttte 50 W Die Liste liegt an den Kaffen zum Abonniren offen. »lvilchkn * ^rach t »urdt d'öhall Gtr woütn ! fBrti| bnrnifl i lilchrnütV^ich ! et tri bnietti Coursbericht D0K J.Kore äb Hanau unter Leitung des Dirigenten Kgl. Stab-tromveter c«n Urbach. UL» Gut gewähltes Programm. Cntree 40 Piz Ansang 7 Uhr, Ende gegen 11 Uhr Abeads 1 5J B1 A 101.20 3/U*/:8tks.Hyv.Cred.B unk b. 4e/g Mb. uni. b. 1906 106.10 3Vie/oBomm.je>CF i Bf u^rj.iw 8'/i'/-D<7itschtG7blch.B.urLd.l9c6101.20 4°/gFrkf.Ldw ch'ed.« unf^lW Kess. Jechtverein 5402) Wtlhelmftraß« 40. Hülfsarbeiter für mehrere Stunden des Tages (Nachmittags) für ein hiesiges Fabrikcontor gesucht zur zeitweiligenUnterstützung des Contoristen. Kaufmänn. Vorkenntnisse nicht unbedingt nöthig, dagegen schöne Handschrift. — Selbstgeschriebene Offerten mit Angabe der Gehaltsansprüche erbeten unter Chiffre 5412 an die Exp. d. BI. Sonntag den 14. Juni Wach feier auf der Liebigshöhe. Loucert, Illumination, Lall. 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Bl. erbeten. 5348 Haupt« Agent für alte, gut eingesührte Feuer- und LebenSversicherunaS-Gesellschast eo. gegen Fixum gesucht. Bestehendes Inkasso vorhanden Gefl. Offerte sub. o. T. 349 an die Ann.-Exped. von (S. ü. Daube * Co., tycanlfuti a. M. [5359 irrt*1 Steins Garten. Aushülfskellner für Lonntag gesucht. 5408 Zuderläff.Hausbursche per sofort gesucht. 5445 El. A «. Walleufel», Marktplatz 21. 5433] HsuSbursch« gesucht. Frank- furter Möbel-Magazin, Leltersweg 89, 5431] Ein braveS, fleißiges Mädchen für Küche und Hausarbeit bis 25. Juli oder auch früher gesucht. «rau Marie «auffman«, _______________Alicestraße 25, 1L f 5429] Anfang Juli ein braves Mädchen für Küche und HauS gesucht. Zu erfragen in der Exped- d. Bl. Taillenarbeiterinnen und Mädchen, welche Weißnähen gelernt haben, sofort gesucht. (5401 K. Schaeser, Goethestr. 40. 5428] Braves Mädchen vom Lande auf sogleich oder Johanni zu miethen gesucht.__LSwengasse 88, 5336] Ein brav., einfach. MLdche« kann unentg das Kochen lernen bei freier Station. Zu erfr. bei Fr. Hüttenberger, SelterSw-67- 5413) Zuoerläisiger, verhetr., junger Man« sucht Vormittags Beschäftigung. Näheres tn der Expedition d. Bl. 53541 Eine junge Frau vom Lande empfiehlt sich im Waschen, Putzen sowie jeder Feldarbeit- Näh-RenendLne« 17, Hth. II. 5432] Ordentliches Mädchen sucht sofort Stelle. KaplanSgasse 19, III. Danksagung. Für die liebevolle, zahlreiche Theilnahme und die schönen I Blumenspenden bei der Beerdigung unseres theuren Gatten, I Vaters, Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes und Schwagers, Herrn Adolf Scheid, sagt allen Betheiligten ihren tiefgefühlten, innigsten Dank Im Namen der Hinterbliebenen: Die tieftrauernde Gattin Anna Scheid, geb. Kurz. I Gießen, den 11. Juni 1896. 5424 W Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlichster Theilnahme bei dem Hinscheiden unseres Herrn Ludwig KtÖCk VII. unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim und Frankfurt a. M., 11. Juni 1896. 5447 fTl W | . | IQ Loppenwürze, ebenso Maggi'S Boutllon Sapsel« I kj f * 1 C| C| Kj zu 12 und zu 8 Pfg., mit welchen augenbltÄtch eine vorzügliche, fertige Fleischbrühe hergestcllt werden kann, find frisch eingetroffen bei J. M. Schulhof. Eolonialw- und Delicatessen. Die Original- Fläschchen von 65 Pfg. werden zu 45 Pfg. und diejenigen i Mk. 1.10 zu 70 Pfg. mit Maggi's Suppenwürze 42^ J. H. Fuhr js&~ Lonnenstratze 25 -DLi empfiehlt in großer Auswahl: Sp'.»rtwagreia, Puppenwagen Kasten und Leiterwagen Schubkarren. MAGGI5