• und der 4581 am Grabe, ter |er. !««• em uns so schrM lieben lfche« ,e ttöstend zur Seite zö herzlichsten und 'W T. Lechr vA 1 * M's M Met. M. 111 Zweites Blatt Dienstag den 12. Mai 1S96 vikrtrljäbrigrr Kenerat-Wnzeiger Amts» tiitb Anzeigeblatt für den Tireis (iZiefzen. Hralisbeikage: Hießener Aamikienökätter Amtlichem Tdeil a) der laufenden b) e) d) e) f) aus im Der mir dem All: Annonckn-Vureaux bk« In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. llnrohme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de« f^lzenLen Tag erscheinenden Nummer bi« Borm. 10 Uhr. den Bestellern näher zu 6e* von dem Ver- Verein im Großherzoglhum Heffen. Pferdezucht-Verein beabsichtigt, im Laufe des Die angekauften Fohlen werden unter an einem von der AnkaufS-Commiffion noch stimmenden Orte versteigert und die Besteller steigerungStermin rechtzeitig benachrichtigt. Die Gießener Pi iiricnStätter Mi 5« brm Anzeiger »ijulich dreimal brigelkgt. Der Aazetger e 6mnt täglich, W Ausnahme bf« Montag«. Die Friedensfeier in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M., 10. Mai 1896. Vorm. 9V2 Uhr. Herrliches Wetter und eine Feststimmung, wie sie unsere Stadt seit der Kaiseranweseuheit im Jahre 1889 nicht mehr gesehen hat, daS Leben und Treiben, welches schon seit einigen Tagen ein gewaltiges ist, hat seinen Höhepunkt erreicht. Die sämmtlichen Straßen, besonders aber diejenigen, welche daS Kaiserpaar zuerst pasfiren wird, sind von einer dichtgedrängte» Nummer nach zum durchschnittlichen Ankaufspreise — ausschließlich Zoll und allgemeine Kosten. Der etwaige Mehrerlös wird nach Maßgabe der Steigpreife an die Steigerer zurückvergütet, einen etwaigen Mindererlös haben dieselben nach demselben Maßstabe wieder zu ersetzen. Jeder Besteller ist verpflichtet, sich an der Versteigerung maßgeblich seiner Bestellung zu betheiligen. Die beiden letzten Thiere werden den durch die Versteigerung noch nicht versorgten Bestellern durch das Loos zugewiesen. Bleiben bei der Versteigerung weitere Thiere übrig, so werden solche ebenfalls durch daS LooS denjenigen Bestellern zugeschlagen, welche an der Versteigerung sich nicht betheiligt, bezw. Fohlen in der bestellten Zahl nicht ersteigert haben. In den beiden Fällen d und e werden die durch Verloosnng den Bestellern zugewiesenen Fohlen zu dem für die vorhergehenden Fohlen erzielten durchschnittlichen BerftetgerungSpreiS den in Betracht kommenden Bestellern vom Vorstand aogesetzt. Generalsecretär Dr. Rode Wald-Offenbach, Müller-Neuhof, Otto Rullmauu-Mittelgründau- velgieu auS den Herren: Landftallmetster v. Millich-Darmstadt, H. Dettw eil er-Wintersheim, Oberamtmann Hofmann-Hof-Güll. vringerlohn. Durch dir Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Siebaction, Expedition und Druckerei: -ch«tstrahe Zlr.7. Fernsprecher 51. Gießener Anzeig er Gießen, den 8. Mai 1896. DaS Srotzherzogliche Kreisamt Metze» an die Gr. Gendarmerie des Kreises. Wir machen Sie auf vorstehende Bekanntmachung aufmerksam und empfehlen Ihnen gelegentlich Ihrer Patrouillen- günge eine Revision der Ziegeleien und Backsteinfabriken vorzunehmen und etwaige Anstände anzuzeigen. v. Gagern. § 6. Die Ueberweisuug der Thiere erfolgt sofort nach Zuschlag, bezw. nach Derloosung gegen Baarzahluug und ohne irgend welche Haftverbindlichkeit seitens des Vereins. § 6. Die Ankaufs-Commissionen bestehen für die Einfuhr aus Oldeubnrg aus den Herren: § 4- DaS erstmalige AuSgebot erfolgt Die Uebergabe der bestellten Fohlen wird voraussichtlich Laufe des August stattfindeu. Darmstadt, 27. April 1896. Für den Vorstand: von Westerweller. Stimme!. stutfohlen, sowohl warmblütiger aus Oldenburg, wie kaltblütiger aus Belgien zu vermitteln. Für die Einfuhr gelten folgende Bestimmungen: § 1. Die Anmeldungen müssen spätesten- bis zum 25. Mat beim Schatzmeister des Pferdezucht-VereinS, Herrn Hofkammerrath Neßling-Darmstadt, eingelaufen fein. § 2. Die allgemeinen Kosten der Commissionen, des Zolles, deS Transportes der Thiere bis zum Orte der Versteigerung, der Versteigerung selbst, sowie die Fütterung während dieser ganzen Zeit trägt der Pferdezucht-Verein, so daß die Besteller nur den Netto (Gesammt)AnkaufSpreiS für die Fohlen zu tragen haben. Sollte darüber hinaus von dem dem Verein zur Verfügung stehenden Special-Credtt von 3600 Mk. noch ein Betrag frei bleiben, so wird dieser außerdem noch, zu gleichen Antheilen auf die etogeführten Fohlen au-geschlagen, als besonderer Nachtragszuschuß gewährt. § 3. Bekanntmachung. Hakhstehende Polizeinerordoung für den Kreis Gießen »vir hiermit wiederholt »ur öffentlichen Kenntniß mit ermSlnNgen, daß die Großb. GenSdarmerie angewiesen ist, fW dsdwl zu überzeugen, daß die Bestimmungen dieser Ber- nrfc‘JDnnfl überall genau gehandhabt werden und Zuwider- tar$jliui(i!u zur Anzeige zu bringen. Ticßen, den 8. Mai 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. o. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Zu KöschHausen und Niederlemp, Krei» Wetzlar, uu:2jv Eckelshausen, Kret» Biedenkopf, ist die Maul- uuiüSIamenseuche amtlich festgestellt und die Gehöft- und Gcka°ik°ingSsperre verhängt worden. Gießen, den 9. Mai 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Sommer- seinen Mitgliedern, in dtrecter Verbindung - ---i Züchter, Gelegenheit zur Erwerbung edler Zucht- Die Einfuhr ist nicht auf lVsjährige Fohlen allein beschränkt, auch jüngere können bestellt werden. In der Bestellung wird deßhalb um ausdrückliche nähere Angabe des Alters der Fohlen gebeten. Der Preis für ein ll/,jahrtgeS Fohlen aus Belgien dürfte sich auf etwa 7—900 Mk., für ein Fohlen aus Oldenburg auf etwa 700 Mk. stellen. Bekanntmachung, betreffend: Einfuhr von Zuchtstutfohlen durch den Pserdezncht- Jedem neu eintretenden Arbeiter ist ein neuer oder frisch gereinigter Strobiack nebst Kissen, bezw. eine neue oder frisch gereinigte und gesüllte Matratze nebst Kissen zu verabfolgen. 8 8. In den Schlairäumen muß für jeden Arbeiter ein Trtnk- gefäß und mindesten- für je 2 Arbeiter 1 Tisch mit Waschgesäß und ein Wasserbehälter vorhanden sein. Außerdem muß jedem Arbeiter wöchentlich ein reine- Handtuch verabfolgt werden. 8 9. Das Reinigen und Trocknen von Wäsche in Schlasräumen ist nicht zu dulden. Heizung und Beleuchtung. 8 10. Werden tn den Betrieben Arbeiter auch während der kälteren Jahreszeit — von Anfang October bis Ende März — beschäftigt, so ist für entsprechende Erwärmung und Beleuchtung der Wohnungsräume Sorge zu tragen. «ochgelaste und Borrath»rü««e. 8 11. Denjenigen Arbeitern, für deren Verköstigung nicht in anderer Weise gesorgt ist, ist in einem genügenden Raume mit ben erforderlichen Kochgesäßen Gelegenheit zur Selbstberettung von Speisen und Getränken zu geben. Der Arbeitgeber hat daS nöthige FeuerungS- matertal zum Selbstkostenpreis abzugeben. Zum Aufbewahren von NahrungSvorrälhen ist ein besonderer Raum zu Überlassen. DaS Kochen in ben Schlasräumen, sowie baS Ausbewahren von RahrungS- vorräthen tn ben letzteren ist untersagt. Wasserbezug. 8 12. Den Arbeitern ist der Bezug von gutem, gtsunbem Trtnkwasser aus Brunnen mit orbnungsmäßiger Pumpenvorrichtung zu ermöglichen. Ist ein Brunnen auf ber Betriedsstätte selbst nicht vorhanben, so soll bte Entfernung ber Bezugsstelle nicht über 300 Meter betragen. Aborte. 8 13. Auf jeher Betriebsstätte muß ein Abtritt vorhanben sein. Befinden sich auf ber Betriedsstätte weibliche Personen, so ist für solche ein besonderer Abtritt zu stellen. 8 14. Die Abtrtttsgruben sind nach Vorschrift der allgemeine» Bauordnung vom 30. April 1881 und der Ausführungsverordnung vom 1. Februar 1882, soweit es angängig ist, nördlich oder östlich von den Wohngebäuden herzurichten und in Sohle und. Wand wasserdicht aufzumauern. Die Entfernung dieser Gruben von den Wohn- und Schlafräumen, sowie von etwa vorhandenen Brunnen muß mindestens 8 Meter betragen. Ausnahmen hiervon können auS besonderen Gründen durch die Localpolizei-Verwaltungsbehörde (Kretsamt) gestattet werden. Die Gruben müssen nach Bedarf, mindestens aber vierteljährlich, gänzlich entleert und auf etwaige Anordnung der Localpolizeibehörde beflinficirt werden. Aufrechterhaltung der Ordnung und «ittlichreit. 8 15. Der Betrtebsunternehmer ist zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Reinlichkeit und Sittlichkeit unter ben von ihm beschäftigten Arbeitern verpflichtet. Wenn er nicht in Person aus der BetriebS- stätte wohnt, hat er zu diesem Behufe einen zuverlässigen Aussetzer zu bestellen. Ansteckende Krankheiten. A 8 16. Der Arbeitgeber darf keinen Arbeiter annehmen, welcher ersichtlich an einer ansteckenden Krankheit, z. B. Krätze ufw., leidet. Erkrankt eine zur Arbeit bereits angenommene Person an einer derartigen Krankheit, so ist dieselbe sofort von den übrigen Arbeitern zu isoliren und ungesäumt der Ortspolizeibehörde Anzeige i< erstatten. »erbot deS BranntweinanSschankS. 8 17. Jeder Ausschank von Branntwein auf der Betriebsstätte durch den Unternehmer, oder mit dessen Erlaubniß durch Andere, ist untersagt. Bekaunigave der Polizeiverordnuug an die Arbeiter» 8 18. Diese Polizeioerordnung ist auf einer allgemein zugänglichen Stelle tn jeder BetriebSstätte der in 8 1 erwähnten Art und, wo mehrere Wohnräume vorhanden sind, in einem jeden derselben anzuschlagen, auch jedem neu eintrelenden Arbeiter besonders bekannt zu machen, was durch NamenSunterschrift derselben in einem dazu bestimmten Buche zu bescheinigen ist. Für die Befolgung der Vorschriften derselben ist der Betriebsunternehmer, eventuell der von ihm bestellte Auffeber verantwortlich. Strafbestimmungen. 8 19. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Verordnung bezw. Nichtbefolgung derselben werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mark ober entfpredjenber Haft bestraft^ 11 Uebergangsbestimmungen. 8 20. Diese Polizeiverordnung, mit AuSnabme der Bestimmungen tn 8 3, tritt mit dem 1. April b. I., bie Bestimmungen bes 8 3 treten erst am 1. Juli 1894 in Kraft. Gießen, ben 12. März 1894. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. v. Gagern. Polizei-Verordnung fäte »m bkretS »ietzeu. die Uuterbringung der in Backstein- ktzachliktN (Sivsteuveinbrennereien) und Ziegeleien beschstf- ttgten Arbeiter betrestend. 8uf '®runb beS Art. 78 der Kreis- und Provinzial-Ordnung undii M Art. 3 letzter Absatz des Gesetzes vorn 1. Juli 1893, die .'lt i.M« Beaufsichtigung der Mieihwobnungen und Schlafstellen •Htirftnb, wird unter Zustimmung des Kretsausschusses und mit Genechinizina Kroßherzoqlichen Ministeriums deS Innern und der JufWoctr. 7. März 1894 zu Rr. M. I. 6401 für den Kreis Gießen Jerewan rote folgt: Ü1. Jeder Besitzer einer Backsteinfabrik (Russensteinbrennerei) . betr jitgdld, einerlei ob dieselbe mit fabrikmäßigem Betrieb statt- inb’lidobe: nicht, welcher seinen Arbeitern UnterkunftsrSume überläßt ; ist verpflichtet, die nachstehenden Vorschriften zu beobachten. Anforderungen im Allgemeinen. $2. Die Räume, welche Arbeitern zum Wohnen ober zum cdjliasin l lenen, müssen ausreichenden Schutz gegen alle schäblichen .'BltiwnmgSetnflüüe gewähren. 8iii Arbeiter, welche nur währenb ber wärmeren Jahreszeit — Jon lÄifing April bis Enbe September — tn ben tn $ 1 genannten Betrstiltm beschäftigt werben, genügen zu diesem Behufe hölzerne Hari.iifa, dieselben müssen jedoch von Brettern festgefügt und wasser- dtchtt itltd't sein; Familien mit Kindern unter 16 Jahren dürfen tn d W« Allbeiterwohnungen überhaupt nicht, Familien ohne Kinder der uri Kindern über 16 Jahren nur dann ausgenommen werden, -icnrii tiaen ein eigenes Zimmer elngeraumt werden kann. 'A KtztereS nicht ttmnttch, so dürfen auch Familien ohne Kinder vezw a. ri> Kindern über 16 Jahren, gleich wie in allen Fällen Familien mit ififcietien Kindern nur dann zur Arbeit angenommen werden, wenn« cneri anderweit eine Wohnung oder Unterkommen gesichert ist. !knlen in dem Betrieb weibliche Arbeiter beschäftigt, welche nicht i j>u Familie etneS Arbeiters gehören (Abs. 3), so sind denselben !Bob aithiitie anzuwetsen, welche von denen der männlichen Arbeiter vollstÄdilz getrennt sind. »aschaffeuheit der Wohn- «nd «chlasräume. !|3 Die Wohn- ober Schlafräume müssen mindestens 30 Eentt- teteia it-r dem Erdboden Hegen, mit trockenem, festgedieltem Fuß- bobeMWlt gut schließenden Tbüren und einer genügenden Zahl von renftrirö, welche sich öffnen lassen, versehen sein. Auf den Kopf der luläMIpi höchsten Zahl von Bewohnern oder Schläfern muß min- jperhS j Quadratmeter Fensteröffnung vorhanden sein. Die Höhe ‘'er i Dsauäume bat mindestens 2,5 Meter zu betragen. Jedem irbelibk muß 3 Quadratmeter Bodenfläche und, wenn die Woh- ^mgichÄive gleichzeitig als SchlafrLume dienen, ein Luftraum von jmigachi; JO Cubikmeter gewährt werden. 8 i i Lämmtliche Wohn- bezw. Schlafräume müffen, so oft die ^oHsMioirbe eS für nothwenbig erachtet, minbestens aber einmal jhrlirHiund zwar vor Beginn ber Arbeitszeit, mit Kalkwasjer frisch gemd^zCTbcn. Schlafstellen. Schlafstellen über BrennSfen oder in unmittel- -arerv ltche von solchen dürfen nicht eingerichtet werden, ß*b HIM »an Arbeitern da» Schlafen über Brennöfen oder u m Mittelbarer Nähe von solchen zu verbieten. Die Schlafstellen müffen jeber Person einen Raum von ninbenflb 1,75 Meter In ber Länge unb von mtnbestenS 0,63 Meter ii deik kieiite gewähren. 3« Abstand ber Schlafstellen vom Fußboben muß zum Mtn- ^estenL i) Zentimeter betragen. Üsi Jedem Arbeiter ist ein gefüllter Strohsack ober eine : Sttohmatratze, ein keilförmiges, mit Stroh ober Heu - ber 'eKchiHen gestopftes, bezw. durchnähteS Kopfkistm unb eine ollerer fimreichenb warme Decke (Kolter-) von mtnbestenS 1,75 Meter .tagen od 1,25 Meter Brette zu verabretchm. Sc Anhalt ber Sttohfäcke unb Kissen ist alle 2 Monate zu frneuiMn, Lite Säcke unb Kisten selbst finb nach Bedarf, minbestens aber i:».«iroei zu zwei Monaten zu reinigen. Durchnähte Stroh- matrartir. urnb Kisten müffen alle 6 Monate gereinigt werben unb ist hieAil! gleichzeitig beren Inhalt zu erneuern. 8'..' mollenen Deckm finb gleichfalls alle 6 Wochen entsprechend zu reimte,, bezw. z« walken. ÄS «1* Menschenmenge besetzt, ebenso eine Unmenge von Tribünen, welche von Unternehmern erbaut wurden. Sämmtliche Schulen und Vereine haben oom Bahnhöfe bis zur Sathariueoktrche und von da bis zum Denkmal Spalier gebildet. Die Stadt bietet in ihrer glänzenden Ausschmückung ein prächtiges Bild. Vom Hauptbahnhofe bis zum DenkmalSplatze ist eine via triumphalia geschaffen und auf diesem Wege find auch die Ausschmückungen der vielen Geschäftshäuser am glänzendsten. Aber auch die übrigen Thetle der Innenstadt stehen wenig zurück. Vor dem Hauptbahnhofe ist eine imposante Ehrenpforte errichtet, die an Geschmack alles seither Gebotene übertrifft- desgleichen fällt besonders das Arrangement an der Kreuzung der Kaiserstraße und TaunuS-Anlage auf. Hier sowohl wie bei den Häusern herrscht herrliches Grün vor und der gute Eindruck wird durch die in jungem Laub prangenden Bäume längs der Kaiserstraße erhöht. Kein Haus hat eS unterlaffen, das schönste Festkleid anzulegen, und die Vorbereitungen für die heute Abend stattfiudende Illumination find gewaltige. Ja diesem Punkte hat sich Frankfurt, welches, wie der DolkSmund sagt, immer ^vierspännig fährt", selbst übertroffen. ElectrischeS Licht wird mit GaSlichr-Effecten und allen erdenklichen JlluwinationSkörpern abwechseln. An Stelle der gewöhnlichen Straßenlaternen werden Gasfackeln, GaSsterne re. treten. Die meisten größeren Geschäftshäuser haben ihre Erker mit Büsten, Emblemen, Nationalfarben re. aufS Geschmackvollste geschmückt. Au der Katharineukirche, in welcher der Festgottesdienst stattfinden wird, ist ein prunk- voller Borbau errichtet, durch welchen die hohen Herrschaften die Kirche betreten werden. DaS meiste Interesse nimmt das Absteigequartier des Kaiserpaares, das Hotel „zum Schwan", in Anspruch. Die äußere Decoration besteht zumeist aus Tannengrün, welches mit farbigen Glühkörpern besetzt ist. Die Ecke nach dem Goetheplatz ist mit einer mächtigen, vergoldeten Trophäe geschmückt- daS Portal erhielt einen Vorbau aus Eisenconstruct.on, mit rothem Sammt behangen, Eingang und StiegcnhauS wurden durch erste Gärtnerfirmen reich mit Pflanzen geschmückt- die Gemächer des KatserpaareS bestehen aus sieben Räumen. An den historischen Friedenssaal (als Empfangszimmer gedacht), welcher nur einige neue Möbelstücke und Vorhänge erhalten hat, schließen fich rechts und links ein Vorzimmer an, die in rothem Velour gehalten und mit engl. Mahagonimöbeln ausgestattet find. An die Vorzimmer reihen fich Arbeitszimmer des Kaisers mit grüuseidener Wand- bekleidung und entsprechendem Möbel, sowie daS Boudoir der Kaiserin mit hellblauer, seidener Wandbekletdung an. Die beiden Ankleidezimmer sind mit telephonischen Anschlüssen ver- sehen. Um ein Bild von der kostbaren Ausstattung zu erhalten, sei erwähnt, daß dieselbe mit 400,000 Mk. versichert tft. Die gesammte Arbeit wurde unter Leitung des Pro- sessorS Luthmer vorgeoommen, die kostbaren Bilder und ein Theil des Möbels zur Ausschmückung der Zimmer wurden von Privaten geliehen. Außer den erwähnten Räumen ist ein Badezimmer für das Kaiserpaar und eine Reihe von Gemächern für daS Gefolge vorgesehen. Am buntesten ist daS Treiben in der nächsten Umgebung des Opernhauses, dem gegenüber daS zu enthüllende Denkmal errichtet ist. Um den Denkmalsplatz bilden die offiziellen Festtribünen einen Halbkreis. Am Eingänge zum DenkmalSplatze ist ein prunkvoll auSgestatteter Pavillon für daSKaiserpaar und dessen Gefolge errichtet. Der Grundgedanke bet der Ausschmückung desselben war die Symboltfirung des Friedens. DaS Innere des Pavillons ist mit kostbaren Gobelins behängt. Der stolze Bau des Opernhauses ist reich decorirt. Eine dichtgedrängte Menschenmenge hat von den offiziellen uud privaten Tribünen Platz ergriffen. Der Zuzug von Fremden ist ein imenser. Man schätzt dieselben auf 150,000. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung find von auswärts einige hundert Schutzleute angekommen. Ankunft des Kaisers. Vorm. 10 Uhr. Am südlichen Eingänge deS HauptbahnhoseS waren drei Bahnsteige und der Eingang zum Fürstenzimmer mit Tannen, Palmen und Blumen reich geschmückt. Außerdem waren an verschiedenen Stellen deS Bahnhofes prächtige Blumen-Arrauge- mentS aufgestellt. Auf dem AnkunftSperron war eine Ehrencompagnie des 81. Infanterieregiments aufgestellt, ferner am südlichen Eingänge deS Bahnhofs eine Schwadron deS hiesigen Husarenregiments. Punkt 10 Uhr lief der kaiserliche Zug aus dem zweiten Bahnsteige ein. Zum Empfang hatten fich eingefunden: Oberpräsident Magdeburg, Eisenbahnprästdent Becher, RegieruogSrath Knoche, Polizeipräsident v. Müffling, Oberbürgermeister Adickes und der Vorsitzende der Stadt- verordneren-Bersammlung, Justizrath Humser. Dem Kaiser- paare wurde, nachdem dasselbe den Perron betreten und Ober- Präsident Magdeburg die Anwesenden vorgestellt hatte, von Fräulein AdtckeS und Humser BlumeubouquetS überreicht. Der Kaiser trug die Uniform deS 1. Garde-Jnfanterie-Regi- mentS z. F. und Generalshelm. Derselbe hatte daS Band des Schwarzen Adlerordenö angelegt. Die Kaiserin trug eine hellgrüne Seidenrobe mit gleichfarbigem Capes, ebensolchem Hut und Sonnenschirm. Dieselbe hatte ebenfalls daö Baud des Schwarzen Adlerordens angelegt. Nach einer kurzen Unterhaltung auf dem Bahnsteige, bet welcher besonders die Herren AdtckeS und Humser ausgezeichnet wurden, schritt der Kaiser im Marschtempo die Ehreocompagnie ab. Daun nahm derselbe den Vorbeimarsch entgegen. Hierauf begab sich daS Kaiserpaar nach dem Fürsteuztmmer, wo eS von Prinzessin Louise von Preußen begrüßt wurde. Die Fahrt nach der Stadt erfolgte tu einem mit sechs Rappen bespannten Victoria- wagen, dem Spitzenreiter, der Oberbürgermeister, der Ober- stallmetster, der Polizeipräsident und Schutzleute voran ritten, geleitet von zwei Zügeu des hiesigen Husarenregiments. Der Zug bewegte sich unter Glockengeläute und von der tausend- köppgen Menge jubelnd begrüßt, nach der Kathariuenktrche, woselbst der AestgotteSdienst stattfaod. vor dem Haupteingang der Kirche wurde das Kaiserpaar durch die gesammte evaugelische Geistlichkeit der Stadt und dem Gemeiudvorstand empfangen. Beim Eintritt in die Kirche präludtrte die Orgel- da-Kaiserpaar, begleitet von dem Landgrafen und der Laudgräsiu vou Hessen und eine» zahlreichen Gefolge, nahm die reservirien Plätze unmittelbar vor dem Altar ein. Nach erfolgter Ueberreichung der auf AtlaS gedruckten GotteSdieustordnung durch zwei Damen, stimmte die Gemeinde das Lied „Lobe deo Herrn" au. Hierauf sprach der Geistliche, Confistorialrath Dr. Basse da- Altargebet. Nach demselben trug der Kirchenchor Doxologie von BortniauSky „Ehre sei Gott in der Höhe" vor. Nach abermaligem Gesang der Gemeiode hielt der vorerwähnte Confistorialrath Dr. Basse die Festpredigt, welcher die Btdel- worte Römer 14 BerS 17 „Da- Reich Gotte- ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geiste" zu Grunde gelegt war. Nach der Festpredigt sang der Chor die Richter'sche Motette: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die den Frieden verkündigen." Nach dem Gebet und Vaterunser sang die Gemeinde unter Orgel und Kapellen- begleitung „Nun danket alle Gott", worauf der Geistliche den Segen sprach. Nach der Beendigung deS Gottesdienstes wurde dem Kaiserpaare durch den Gemeindeoorstaud eine Denkschrift über die Geschichte der Kathariuenktrche, versaßt von dem Stadtarchivar Dr. Jung, überreicht, worauf daS Kaiserpaar nebst Gefolge die Kirche verließ. Um 11 Uhr 25 Minuten traf daS Kaiserpaar am DenkmalSplatze ein und begab sich in den dort errichteten Pavillon. In demselben fanden sich außer dem Gefolge noch ein die Landgräfin von Hessen, Prinz Friedrich Karl von Hessen und die Prinzessin Margarethe, die Prinzessin Sybtlla, Prinzessin Luise von Preußen, der preußische Finanzminister Dr. Miquel u. A. Nachdem die am Denkmal versammelten Sänger daS Dahn-Lachner'sche „Macte Imperator“ vorgetragen hatten, hielt Oberbürgermeister AdickeS eine Ansprache. Er dankte dem Kaiserpaar für sein Erscheinen. Wie vor 25 Jahren gelegentlich deS Friedensschlusses erfülle sich auch heute die Seele ganz mit jenen Bildern aus dem großen Kriege von 1870/71- wir fühle« wieder, wie wunderbar in jenen großen Tagen fich alles zusammevfügte. Die denkwürdigen Tage treten alle mächtig und ergreifend vor unsere Seele und um so mächtiger, als wir wissen, daß das als Hort d-S Friedens gegründete Reich auch in Wirklichkeit L5 Jahre hindurch fich als ein Bollwerk des Friedens erwiesen hat, unter dessen Schutz sich Gewerbefleiß und Verkehr, Kunst und Wissenschaft entfaltet haben. Redner fügt hieran den Dank an Kaiser Wilhelm I. für alle diese Errungenschaften, dessen wechselvolles Leben er beredt schilderte und schloß seine Ausführungen mit folgenden Worten: Allzeit voran für Kaiser und Reich, daS sei auch heute die Parole, mit welcher ich Namens des DenkmalS-AuSschusseS dieses Denkmal der Stadt übergebe, indem ich zugleich allen Denen, die zum Gelingen des großen und schönen Werkes betgetragen, vor allen seinem Schöpfer, Herrn Clemens Buscher, herzlichen und warmen Dank sage." Dann siel die Hülle des Denkmals und daö Publikum jubelte demselben begeistert zu, während der Kaiser dasselbe grüßte. DaS Denkmal ist ein Werk deS Düsseldorfer Bildhauers Clemens Buscher. Die Gestalt Kaiser Wilhelms I. zu Pferd ist vortrefflich wiedergegeben. Die Figuren an der vorderen Seite deS Postaments bilden eine zusammengehörige Gruppe. Der Genius des Friedens, hoch aufgerichtet einherschreitend, reicht dem siegreichen Kaiser den Lorbeer. Die zwei weiblichen Gestalten verkörpern die Kunst und den Gewerbefleiß, Kränze spendend- an der Rückseite deS Postaments thront die Frankofurtia, die ReichS-Jnsignien beschützend; an den beiden Längsseiten find Reliefs angebracht, daS eine stellt die Wahl und Weihe Friedrich Barbarossas zum Kaiser im Jahre 1152 dar- das andere gibt den Moment wieder, wo Kaiser Wilhelm I. siegreich auS dem Felde heimkehrend am 15. April 1871 in Frankfurt a. M. begrüßt wird. Der Bronceguß stammt von Hans Klement, Inhaber der Rupp'schen Eczgießerei in München. Oberbürgermeister Ad icke S stellte hierauf dem Kaiserpaar den Schöpfer deS Denkmals Clemens Buscher vor. Beide Majestäten unterhielten sich längere Zeit mit dem Künstler, dem anläßlich der Enthüllung der Kronenorden 4. Klasse verliehen wurde. Nachdem hierauf der Chor wiederum ein Lied gesungen hatte, brachte der Oberbürgermeister ein Hoch auf den Kaiser aus. An die Enthüllungsfeier reihte sich die Parade über die auf dem Opernplatz ausgestellten Truppen, bestehend auS der Ehrencompagnie deS 2. Großherzogl. Hess. Infanterieregiments Nr. 116, dem 1. Hess. Infanterieregiment Nr. 81 und dem 1. Hess. Husarenregiment Nr. 13. ES fand kein Abschreiten der Front statt, vielmehr nur ein einmaliger Vorbeimarsch. Kurz nach 12 Uhr hatte daS militärische Schauspiel ein Ende erreicht und das Kaiserpaar nebst Gefolge, wiederum eScortirt von zwei Zügen Husaren, begab sich nach dem Hotel Schwan, wohin sämmtliche Fahnen der obenerwähnten Regimenter verbracht wurden. Um die Mittagsstunde kamen die Burschenschafter deS Mittelrheins im Restaurant Allemania zu einem Frühschoppen zusammen. Später unternahmen dieselben einen Zug zum Denkmal, wo Professor O n ck e n - Gießen eine Ansprache hielt. Gegen 1 Uhr begab sich daS Katserpaar zur Frühstückstafel bet der Landgrafin von Hessen, an welcher etwa 20 Personen thetlnahmen. Im weiteren Verlauf deS Nachmittags besuchte die Kaiserin daS städtische Krankenhaus, sowie den Dom und daS Diakonissenhaus. Um 5 Uhr begab sich daS Kaiserpaar nebst Gefolge zu dem Palmengarten zum Galadiuer. Der Kaiser trug Garde du CorpS-Uniform, die Kaiserin eine hellblaue seidene Robe. Der Palmengarten-Saal und ein Theil deS Palmenhauses waren prächtig decorirt. Ueber dem Platze deS Kaisers war ein Baldachin errichtet. An der Tafel nahmen ca. 250 Personen Theil. Zur Rechten des KatserpaarS saß die Landgräfin, zur Linken der Landgraf von Hessen. Dem Kailerpaar gegenüber saß Oberbürgermeister O ,--- -v —" —------ V" “«iiHlutlDQTfT e der Kaiserin war auch Finanzminister Dr. Miqael i I« Ganzen nahmen außer der Kaiserin noch R T?*' her Snfef ,^Si,weih°° M v»mda°se, °°° unütt"1 enkma .ellni.lU'i» „ ^(3! beschravlt iiAcns Möglich wir- reichhaltig, ° i arrße »V-vpior 1 welche der ’ Irümtdklraß! umge ' „it tz-ch hüdsch di bonmsvl jn tan Concur :.c»^'aälaß des Fabr iUchaomann von rUnfc Shaders der : ub ttorf in Gi . Zntr:z nnü Glaub' ttrr.induiSienflt« IM«, Vormitt : «t Ifffl Groß-eyi 1 geac.'e bittftfbft anb jitstn, b. Bf die etniig prskiischrn, ▼ mit gröhlerLpiitzkajk, welche \ -ab .Thurmelin" in die rnllcgen- yen Ritze u. Winkl tragen u.dadurch bäume ab. Frankfurt wird wohl selten so reichen Schmuck getragen haben. Um 12Va Uhr begann der Festact am Denkmal, ein- geleitet durch Fanfaren und den Gesang des „Macte Imperator* au- einigen hundert geschulten kehlen. Der Kaiser und die Kaiserin, die um 10 Uhr au- Dresden eingerroffen waren und bei welchen sich auch der Landgraf und die LandgrLfin von Hesien befanden, waren mit lautem Jubel bet der Ankunft begrüßt worden. Die Festrede hielt Oberbürgermeister Ad icke S, der nach Begrüßung der Majestäten auf die Zeit vor 25 Jahren einen Ausblick warf und kurz den Verlauf von 1870/71 schilderte, die unsterblichen Verdienste Kaiser Wilhelms I. um Deutschland hervorhob, nicht minder auch die seines eisernen Kanzlers, Fürsten BiSmarck, und an Kaiser Friedrich erinnerte und sie alle als Vorbilder pries und mit den besten Wünschen für eine segensreiche Zukunft Deutschlands schloß. Auf Befehl deS Kaisers fiel dann die Hülle deS nach dem Entwürfe von Bildhauer Clemens Bufcher in Düsseldorf hergestellteu prächtigen Denkmals, das den Kaiser zu Pferd (in Bronceguß), beide in ziemlich ruhiger Haltung, am Postament einerseits einen Genius, andererseits zwei huldigende Frauengestalten, Kunst und Handel darstellend, im Ucbrigen noch einige Reliefs zeigt. Als die Hülle fiel, stimmten sämmtliche Musikcorps die Hymne an und brausende Hochrufe erschollen. Später wurde Parade vor den Majestäten von den am Platze versammelten Truppen: dem 81. Infanterie-Regiment, dem 1. Hess. Husaren-Regiment und der Deputation deS Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm II. (auS Gießen) ausgesührt und zwar in vorzüglicher Weise. Um 12,/< Uhr war der einsache, aber würdige Festact beendet. — Um 5 Uhr fand ein Festmahl zu ca. 250 Gedecken im Palmengarten statt, um V28 Uhr eine eigenS arrangirte Fe st Vorstellung im Opernhause. Am Abend war die Stadt wunderbar schön erleuchtet. Die Herrschaften verließen um Vsll Uhr daS gastliche Frankfurt. btbeutenb an Thurmelin-Pulvn sparen. .Thurmelin " ist stell vonülhi, in, Siehe« bei Gustav WaUer; in Wetzlar r PH. »öder, Inh. «. Bergauder; in Lollar r Ang. Zimmermann. [2942 welche stehend angehört wurde. Rach der Ouvertüre zu ,!h igarethe" erfolgte der Vortrag eines Prologs, gedichtet co» ! :endant Claar. Gesprochen wurde der Prolog von lM. Hierauf sprach Frl. Laudori einen kurzen Prolog zu Jia .Meistersingern" von Richard Wagner, von welcher Cjjjcbt letzte Verwandlung meisterlich dargestellt wurde. DaÄilrchester stand unter Leitung deS CapellmetsterS Rotten- bmiif In der darauffolgenden Pause nahm das Kaiserpaar de« lh« im Foyer ein, bei welchem Anlaß einige Damen soiitfielt wurden. Den Schluß der Vorstellung bildeten mechllc von Waldemar Knoll gestellte lebende Bilder ander; butschen Geschichte. Der verbindende Text von Emil Clchm wurde von Marie Gündel gesprochen. Rach einem, Wasversteigerung. S tTie dierjähr ge Grasnutzung an Denn toben und Böschungen der StnMFaßen des Straßenbauamts WrIÄcj] soll an Ort und Stelle i'ffssvllich versteigert werden. s»on tag den IS. Mai, Bor- miMflst 8 Uhr, Straße Gießen— BrciMfchen von Abthellung 5—15, aiif'Higenlb bei Abthellung 5. ? Drmstag den 19. Mai, Brkumttags 7 Uhr, Straße Gie>W- Marburg von Abthellung 9 dis IC, anfangend bei Abthellung 9. Mittvoch den 20. Mai, Boimwititags 7 Uhr, Straße Giei-W-HerSfcld von Abthellung 7 bis u IM, anfangenb am Schützenhaus bei iNbihsilung 7. 6 IliinbMtg, den 9. Mai 1896. GrÄch. Straßenbauamt Grünberg. Sjiidpla hr irnitiifea fruifirtrr C>tmb»o4. Dienstag den 12. Mat: Götterdämmerung. Mittwoch da» 13. Mat: Czaar und Zimmermann. Donnerstag den 14. Mai: Die lustigen Weiber. Freitag den 15. Mat: Shakelpeare-Eyciu-, »wSliter Abend: Ein SommernachtStraum. SamStag den 16. Mat: Ftdelto. Sonntag den 17. Mat: Robert der Teufel. MaafpitU>an -. DienStag den 12. Mat: Hüttenbesttzer Mittwoch den 13. Mat: Komödie der Irrungen. Donnerstag dm 14. Wat. Die Fourchambault. Freitag den 15. Mat geschloffm. SamStag den 16. Mat. Eomtesfe Guckerl. Sonntag den 17. Mat: Comtesse Guckerl. Montag dm 18. Mat. Götz von Ber- lichinaen. ___________ X. Frankfurt a. M. 10. Mai. Die Frankfurter hatten .-u:d! wieder ihren „großen Tag". Fast ganz Frankfurt rcaiteauf den Beinen, Tausende waren aus der Umgebung, iher:iitisl: von weit her und mit Extrozügen, herbeigeströmt, urm tu Einweihung de- dem Kaiser Wilhelm I. vor ki » Opnrnhause, von diesem durch eine Straße geschieden, crcMkimi Denkmal-, die in Anwesenheit des Kaisers umueitr Kaiserin ecsolgte, beizuwohnen, was allerdings nuceinem beschränkten Thelle der mit Tribünenkarten Ver le^i-ntn möglich war. Die Ausschmückung der Stadt war >?bcmso i elchhaltig, als vielseitig und prächtig, insbesondere 'teil pvßL Ehrenpforte am Bahnhof fand viel Beifall. Die Stuart welche der kaflerliche Zug passirte, waren zu einer r.ilMptfftraße umgewandelt- da- noch ziemlich starre Tannen- ariirihfioHj hübsch von dem malfrischen Laub der Straßen- Karl Ramstock (Wilh. Bögers Rachf.) Uhrmacher und KptiKer Seltersweg 6 empfiehlt fein großes Lager in Goldwaaren, als: Brochen, Ohrringe, Armbänder, Medaillons, Ketten rc. Specialität in Ringen, von den feinsten bis zu den billigsten. Massiv goldene Trauringe, in jeder Größe vorräthig, äußerst billig. Reparaturen werden gut und Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzten Kundschaft sowie einem geehrten hiesigen wie auswärtigen Publikum ergebenst mitzutheilen, dass sich mein Geschäft wegen Errichtung eines Neubaues bis auf Weiteres Seltersweg 2 neben Herrn Kaufmann Adolf tieisse I Ankauf Bk— alter Bücher und Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. Ricker’sche Buchhandlung Gleesen. werden nur von der Firma t. UWughaus Pet. lot). 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Loo P \i deS herrlichen Denk» m jetzigen OberbWk ung auk, daß ei > itbenljitt telt« ba§ nlmaie l|n»: rett W«. "3“ '' „kd!" 3- yiuql f'1' n trn® ta.u eln^y schmuek/ ®°L u I iilae$l I'W M>’ ,, iXM «"""*( tt aö»/ MMlderhebung. Mittwoch den b. Mts. soll die letzte dies- iährM auswärtige Erhebung von von Rabeuau- chidenHolzgeldern stattfinden unb i ■ jeax: I ! Beuern in der Wirthschaft H Herrn Karl Ranft von kcmittagS 8—11 Uhr; 2y. Reiskirchen in dec Wirth- strfst des Herrn Ferdinand tarnt rum von Mittags 1 bis raihr. Siihbioxf, am 8. Mai 1896. 4d2üu Schmidt, Rentmeister. Steinstratze 70 zwei Wohnungen von je zwei Zimmern mit Zubehör und Wetzsteingaffe 45 eine Wohnung von drei Zimmern mit Zubehör zu oermiethen. 4169] K. Hoffmann. 2256] sreuba«, »ahntzofstratze 27, erster «. zweiter Stock, schöne Wotz- avnge« von 8 btS 4 Zimmer« mit all. 3«deh , per 1. Antt oder früher zu oermiethen. Loni- Lony. WitterungSbertcht vom 10. Mai. Im Großen und Ganzen ist die Lustdruckonthetlung noch die gleiche geblieben, daS berometiische Maximum lagert noch vorzugS weise im Nordwesten deS ErdtheilS, Hal aber an Jntensilal verloren. Den Osten und Südwesten Europa« bedeckl niederer Druck, die im westlichen Mittelrneerbecken gelegene Depression hat sogar gegen Norden etwa« an Raum gewonnen. Die Wiiierung wird daher vorzugsweise in den südlicheren Theilen unsere« Gebietes eine unsicher« bleiben. «orav-stchttickr« Wttmmai ... Im Norden heilere«, im Süden wolkige«, allgemein etwa« kühleres Wetter.___________________ - Alte Gewohnheiten u. Gebräuche sind nur zu häufig die Feinde deS Fortschritls, und so verschließen sich heute noch viele Müller und Frauen mil zarter H-ul gegen die Thaisache, daß die Aerz'e die Paient-Myrrholin Seife wegen ihrer eigenartigen keiner anderen Toiletleseise innewohnenden Eigenschaften auf die Haut allen anderen Seifen für die zarte Haut der grauen und Kinder vorziehen und wä wstens empfehlen. 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Südwest Rjäsan: UralSk 86.45 87.25 102.70 87.- 87.05 102.90 103.10 6 i 103.90 102.40 102.20 v. 1886. . . — 1 — 105.50 1 do. Lit.D. 21.45 21.60 5 Anatolische B. 89.30 89.05 DtscheReichsbk. 158.50 159.15 4 Bayr.St. Obl. 105.70 105.95 4 Ung. Gld. Rte. 103.80 103.90 tiknb.-lrieriL 47, Portug. v. 89 . 37.95 67.70 Frankftr. Bank 177.20 177.50 BV, do. Eisb. Obl. 105.45 105.10 4 do.Kron.-Rte. 99.70 99.65 Deutsch«. 3 do. v. 1886 . . 67.20 37.50 Berl.Hdlsges.. 149.90 149.30 8*/, Brem.St.-Änl. 47, do.E.B.Gold 4 Hcff. Ludw. v. 3 Salon.-Mon. . 56.— 57.75 Darmst. Bank. 154.40 154.30 3. 87, v. 1892 . . . Hamb.St. Rte. 102.70 102.70 5 v. 1889. . . Arg. inn. Anl. 105.60 60.30 105.70 61.80 4 " 1868/69 . . do.v. 1874 . . 1101.10 101.25 101.10 Pfailleriesk. DGrndschuld- bank V—VI do. I—II Deutsche Bank Disct.- Comm. 187.50 207.30 187.— 208.20 v. 1893. . . 102.80 102.70 47, do. äuß.v.l88tz 52.95 51.30 4 do. v. 1875/78 101.25 101.20 105.- 105.- Dresdner Bank 155.20 155.90 4 Hess. St. Obl. 105.90 105.70 57t ChincsischeAnl. 105.20 105.60 3'/, 101. 101 30 Mitteld. Er.Bk. 110.— 109.95 8", do....... 104- 104.25 4 ügypttsche unif. 104.90 104.65 4*/, Homburger!. . 37, 4 37, 4 4 101.20 101.20 103.50 101.50 101.20 105.10 101.20 101.2t 103.50 101.50 101.2t 105.10 Lest.Crd. Anst. 30L-/3 301.’, • 5 3 6 4 «utzläudtsch». Griech.E. B. v. 1890 .... do. Man -Anl. 82.90 86.— 32.- 35.90 6 5 3 Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . 94.45 85.— 26.40 94.- 84.90 26.75 4 4 4 Pfälzer Rordb. flueunbifdi«. Elisab.-B. stsr. Kaschau Oderb. 103.80 103.95 103.50 104.05 Fff.Hpp-Bk.M do....... do. Hyp.-Cred. b.l905unI627 iibitrir^din Rordd. Llopd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß 11 420.70 155.80 119.- 419.20 156.90 2* 6 Jtal. Rte. St. Stült Hbl. v. 1891 . . . 103.— 102.95 3' , S 28 ... 100.50 100.50 Dortm. Union. 41.30 47.— 1000—4000 do....... Oest.Gold Rte. Oest.Silb.°Rte. Oesterr.Localb. 84.20 84.75 37. Franks, v. 1893 103.— 4 Lombardische . 101.60 101.60 > Ldrv.Cred. Bk. 103.— 103. Gelsenk. Brgw. 164.80 165.71 8 50.20 50.70 37, Darmst. 88 94 —.— — — 3 Lombardische . 71.35 71.40 4 Hamburg. 5) yp. 100.25 100.25 Darpen. Brgw. 154 — 154.70 4 47. 104.05 86.60 104.10 86.30 37. 37, Gießen .... Mainz..... 102.10 102.50 5 4 Oest. Staatsb. do....... 47.60 104.80 117.70 104.80 4 do.unk.b.1900 do....... 103.50 101.25 103 5( 101.25 Ber. Königs- u. Laura . . . 153.70 154.56 8 83.20 4 Offenb. ».1892 104.45 104.45 3 bo.L-VIII.em. 94.80 94.70 4 Mem.Hyp.alte 100.10 100.15 ftifrib.'Idiri. verstaatl. . Port. St. Anl. 83.25 37. WieSb. „ 1887 103.— 103.- 3 do. IX. Em. . 92.30 92.50 4 do. neue 103.50 103.50 Veff.Ludwigsb. 123 — 121.20 4 V, 40.60 40.70 4 Worms.... 105 — 105.— 3 do. v. 1885 . . —.— 91.25 37, do...... 101.30 101.30 Csac. Agram . 224.1 , 22450 3 do....... 27.05 27.40 31/, WormS ... 102.20 102.20 3 do. Erg. Retz . 93.80 93.301 3'/> do. unk. 1907 101.40 101.4 Oest. StaatSb. 301.— 302.T/b