1896 Dienstag den 12. Mai Erstes Blatt. Bierttljibrigtr Amts- und Anzeigeblutt fite den Ttveis Gietzen Gratisbeilage: Hießener Jiamilienblätter. Feuilleton als 9 |Lmi mc Boa Anzeigra zu btr Nachmittag« für bea •H* « Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. r r taktil *18 Sa. !♦♦♦♦♦♦♦ , (Schluß.) . St; Pustel setzte einen Augenblick der Herzschlag aus, jkbäd schäbige Gestalt an der Thür erblickte- nun war der ü'M.irliche Moment, den sie heraufbeschworen, doch ge- ' entmin. „ Wenn Kratzmeyer den Betrug merkte! Aber der warr tush, gesprungen und starrte bleich, entsetzten Blickes auf dm Ankömmling und fragte mit zittender Stimme: ,/eWo kommst Du her?" gab Gustel die Besonnenheit zurück. Sie beugte 'ich kx ilhrer Mutter und sagte halblaut mit einem schaden- Müncheo, 9. Mai. Der P r i n z r e g e n t hat auS Anlatz der Erinnerungsfeier des Feldzugs von 1870/71 einer größeren Reihe von Osfiziereu a. D. die Erlaubnitz zum Tragen der Uniform mit den für verabschiedete Offiziere vor- geschriebenen Abzeichen ertheilt. Drvclck« dN ahreean Berlin, 10. Mai. In langen Artikeln gedenken die Morgenblätter der 25jährigen Wiederkehr des Friedensabschlusses zu Frankfurt a. M. und der heutigen Feierlichkeiten daselbst auS diesem Anlaß, verbunden mit der Enthüllung des Denkmals Kaiser Wilhelm I. München, 10. Mai. Bei herrlicher Witterung vollzog ■andlung n.. ität: und Saar f Wunsch sofort», vringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mart 50 Psg. Rfbachon, ^xpedttio« und Druckerei: ZchularaheKr.7. Fernsprecher 51. getragen. Ich vertraue zu Gott, daß ähnliche Zeiten gleich pflichttreue und opferfreudige Männer finden werden. Sie wollen diesen Meinen Erlaß durch den Reichs-Anzeiger zur öffentlichen Keontniß bringen. Frankfurt a. M., den 10. Mai 1896. Wilhelm. I. R. r Fürst zu Hohenlohe. An den Reichskanzler. Berlin, 9. Mai. Die Enthüllung deS mit einem neuen Sockel versehenen Denkmals des Großen Kurfürsten auf der Langen Brücke wurde heute Vormittag 10 Uhr feierlich vollzogen. Nach Verlesung der Documente durch den Bürgermeister Zelle wurden diese durch Baurath Pinkenburg unter den Schlußstein gelegt und durch eine neue Gedenk- tasel verschlossen. Damit war die Feier zu Ende. Berlin, 9. Mai. Der Festzug der Berliner Künstler zur Feier des 200jährigen Jubiläums des Bestehens der Akademie ging bet herrlichem Wetter in folgender Ordnung vor sich: Zuerst kam ein prachtvoller Zug als Blumen gekleideter Thetlnehmer. ES folgten die einzelnen Gruppen Maleret, Bildhauerei und Architektur. Hieran schloß sich der Prunkwagen der Architectur, der einen prachtvollen Anblick gewährte. Besonders hervorragend in Ausstattung und Durchführung war der dann folgende historische Zug in der alten brandenburgischen Tracht auS der Zeit deS Kurfürsten Friedrich III. Den Schluß bildete ein Fantasiewagen, auf dem deutsche Sage und Märchen dargestellt waren. Die Straßen, Fenster und Balkone, sowie die Dächer der Häuser an den Straßen, durch die drr Zug ging, waren von einer zahllosen Menschenmenge besetzt. Köln, 9. Mai. Wie qu8 sicherer Quelle verlautet, hat die Depesche deS Kaisers an Geheimrath Hinz- veter, auf die fich bekanntlich Freiherr von Stumm vor Kurzem berufen hat, einen weit schärferen Inhalt, als bisher bekannt geworden ist. In der Depesche heißt es u. A.: „Die Pastoren sollen sich um Seelsorge, aber nicht um Politik bekümmern, dieweil fie daö gar nichts angeht." Alle Annoncen-Bureaux de« In- unb LuSlandeS nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Sei#» Betllhi, 10. Mat. Der „RetchSaiyeiger" bringt folgenden AM nhichften Erlaß: Lei der heutigen fünfundzwayjigjährigen Wiederkehr deS Teuzpt bei Frankfurter FrtedenSsckruffeS ist eS Mir Bedütfniß, alllri jksigen und ehemaligen Angehörigen deS CivtldiensteS, woilr sich, fei eS in höherer, fei eS in geringerer Stellung, Je«n an feinem Theil, um bfc großen Erfolge von 1870/71 tenülint gemacht haben, irr* dankbarer Erinnerung Meine SluHilenaiung auszudrücken. Ich gedenke dabei nicht nur der öctamttt der Post- und Telegraphen-Berwaltung, deren Verctimf e Ich bereits in Meinem Erlasse vom 18. Januar d.! Z. anerkannt habe, sondern nicht minder der unermüdlichen mV' ersolgretchen Leistungen der Beamten des trefflich otflittipitien Feld-EistnbahndtensteS, wie der verdienstvollen THMgkeüt der Beamten de» Großen Hauptquartiers und der Eiti»chkr»altung in den occupirren Gebietsteilen. Sie alle halmn im ihrer amtlichen Stellung mit Ausopferung und PsWllcüue zur Erfüllung der in jener großen Zeit der Etchlijllliz; der Deutschen Stämme gestellten Aufgaben bei- Stückami jL Kilbi»' 2627 Seltersweg h lison sind wW* Das schäbige Männchen meckerte hämisch: „Auf die Polizei will er mich bringen, hä, hä, die kennt mich besser als Du, mein Goldsöhnchen, die hat mich unter ihrer speziellen Aufsicht, hä, hä. Laß mich lieber nicht einsperren, Herr Feldwebel, weißt, ich hab's Sitzen satt, ja, ja kannst mir’S glauben —" „Wollen Sie Ihren Herrn Onkel nicht veranlaßen —, sagte nun die Cantinenwirthin, die ihre würdige Haltung wiedergefunden hatte. Kratzmeyer raffte sich noch einmal auf. „Er lügt," rief er mit heißerer Stimme. Aber der kleine Schäbige ließ sich nicht irre machen. „Weiß schon, paßt ihm nicht, daß ich hergekommen, geht hier in die Heirath, und jetzt schämt er sich, weil ich gesessen habe. Na weißt, hast keine Ursache dazu, groß zu thun. Wer hat Dir damals das Geld gegeben, das Du Deinem Prinzipal unterschlagen? Wer hat Dich aus dem Gefängniß gerettet’ He?" . Nun war es vorbei mit Kratzmehers Haltung. Dieses Geheimniß, das er längst begraben geglaubt, so unerwartet zur Sprache gebracht, gab ihm den Rest. Denn Wahrheit war es, er konnte cs nicht leugnen, wenn auch {einer Zeit die Sache vertuscht worden war. Er wußte, daß alles ans war und er verließ das Zimmer, ohne ein Wort weiter zu sagen. Sein „Onkel" folgte ihm. Die beiden zurückgebliebenen Frauen sahen noch durch's Fenster die Beiden über den Kasernenhof gehen. Kratzmeyer hielt seinen „Onkel" fest am Arme gepackt, blieb dann plötzlich, wie ans einen Ausruf seines Begleiters stehen, schüttelte dann den Letzteren tüchtig und gab ihm einen Stoß, daß er hmflog — eine That, die die Cantinenwirthin zu einem Ausruf der Empörung, Gustel aber zu herzlichem Lachen veranlaßte, namentlich als der putzige „Onkel" sich wieder auskrabbelte und eilig durch das Kasernenthor verschwand. — Als am Montag Morgen der Einjährige Schellbaum zu einem Stehseidel in der Cantine erschien, trat Gustel verstohlen zu ihm und sah ihn verständnißvoll lächelnd an. „'s hat gewirkt," sagte sie, „Mutter fängt nicht wieder von ihm an." „Aber tiefstes Schweigen, Gustchen, denn wenn s herauskommt —" „Weiß schon, Herr Schellbaum, aber — „Noch 'mal machen wir so eine Sache nicht. Wie er mich auf die Wache schleppen wollte —" • „Na die Angst'. Ich wäre beinahe gestorben. |00l. - „Und Unrecht war es eigentlich doch von mir. Der arme Kerl 1 “ Aber davon wollte Gustel nichts Horen. „Ach was, Unrecht — armer Kerl! Der „arme Kerf hat mich beinahe mit meinem Mutterlc auseinandergebracht. Nein, Herr Schellbaum, dem ist ganz recht geschehen. Aber daß er Sie wirklich für seinen Onkel gehalten hat. Wie Sie sich verstellen können!" „Das ist ja mein Metier, Gustel. Em Gluck ist es auch, daß er nicht zu wissen scheint, daß der richtige Onkel Kratzmeyer noch sitzt. Na, nu Schwamm über die Geschichte. Aber in Zukunft, Mädchen, wecken Sie nicht wieder den Comödianten in mir, der mag fchlummern, so lange ich bei der Miliz bin. Da ist das Comödiantenspielen doch unter Umständen eine verflixt gefährliche Sache. Wie Sie sich nun Ihren Emil langen, das ist Ihre Sache." „Keine Angst, Herr Schellbaum, das bringe ich schon allein in's Reine." . p Und Gustel brachte es ins Reine. Sie war em kluges Mädchen, sie schmiedete das Eisen, so lange es noch warm war, aber sie überstürzte nichts. Sei es nun, daß der Mutter durch die Affaire der Hochmuthsteufel überhaupt ausgetrieben war, sei es, daß sie durch die Erfahrung gewitzigt, dem liebenden Instinkt der Tochter besser vertraute, als ihrer eigenen Menschenkenntniß — binnen Jahresfrist gab sie die Zustimmung zu der Wahl ihrer Tochter, und Gustel konnte eine dankerfüllte Freudenepistel an Denjenigen senden, der ihr durch seine Kunst den ersten lästigen und gefährlichen Freier vom Halse geschafft hatte. Kratzmeyer lebt seit dem unerwünschten Auftauchen seines „Onkels" wie unter einem Damoklesschwert; er fürchtet eine Wiederholung des unliebsamen Besuchs. Er hatte auch Angst, es würde die in der Cantinenwohnstube stattgehabte Szene in weiteren Kreisen ruchbar werden und seine Stellung untergraben, aber ohne Grund- denn es verlautbarte nichts, und was man sich eine Zeit lang zu flüsterte, waren unbestimmte Gerüchte. Aber der Herr Feldwebel ist dadurch noch em gut Theil zugeknöpfter und schroffer geworden und trägt eine noch hochmüthigcre Miene zur Schau, um seine Angst vor dem Damoklesschwert zu verbergen. Mit der Heirath hat er auch den Plan der Zäblmeistercarriöre aufgegeben, er feldwebelt weiter bis zum Civilversorgungsschein - täglich aber schließt er in seinen Morgen- und Abendfluch seinen Oheim väterlicherseits, ohne eine Ahnung zu haben, wie bitter Unrecht er dem theuren Verwandten thut. Drr GDnir Anzeiger etycit täglich, achlirSnahmr be« Ftontag«. fr Eießenrr IhaittenStälter WM1 bnn Anzeiger dreimal t »gelegt. uyerA lvaare<>" >rohi«s Blick auf Kratzmeyer: ^Der Onkel des Herrn Feldwebel." ^atzmeyer hörte das, sah den Blick und auch den nbio$ urtcn Blick, mit dem ieinc Schwiegermutter in spe anthaajtete, und raffte verzweiflungsvoll seinen ganzen Muth I Aöi ist nicht wahr," schrie er, „Der Kerl lügt!" ; Kafct trat die schäbige Gestalt des eben Angekommenen 'läbeMmit schlürfenden Schritten und ließ ein giftiges Zischen orenitt r So der Kerl lügt?" fauchte das Männchen mit dünner, keuchtt^d-r Stimme und warf aus seinen schillernden Augen .Nkntückischen Blick auf den Feldwebel, der vor Angst und Dtzchs ganzen Leibe bebte. „Soll ich dem Herrn vielleicht dcwen fm, daß ich sein rechtmäßiger Onkel bm, seines Vaters Brud-"ti X Herr," brüllte der verzweifelte Kratzmeyer, „ich führe Sie : Üc' Polizei, ich lasse Sie einsperren!" -4jlUtb er rannte zur Thür und schrie: .Wache! Patrouille!" . w Ith her jetzt mischten sich die Weiber in die Angelegenheit. ! tW jjiel mit einem Schreckensrus in ihren Stuhl zurück, t leibte Alles verloren. Bei der Muter aber verwandelte iftit würdevolle Indignation in flammenden Zorn. Sie ®ukrl Kratznikytt. Hat Geschichte aus der Kaserne. Von E. Reinhold. 7 (Nachdruck verboten.) Gießener Anzeig er " Kenerat-Mnzeiger. Arr-larrd. Rom, 9. Mai. Ueber der Stadt und Umgebung ging gestern ein surchtbareS Hagelwetter nieder, welche» großen Schaden anrichtete. Mailand, 9. Mai. Sämmtliche Webereien und Spinnereien von Carate, Brianza und Albiat beschlossen, wegen beträchtlicher Erhöhung der Sinfommcnfttuer am 15. Mai die Arbeit ein zu ft eilen, wodurch 10000 Ar beiter brodloS werden. . ®nt. Paris, 9. Mai. Heute werden sur deu Berliner Botschafter Posten als Candidaten genannt: General Billot und der Seine-Präsect Bubelle. Für den Botschasterposten beim Vatikan soll ein Berufsdiplomat ausersehen sei. Athen, 9. Mai. In hiesigen RegierungSkreisen ist man höchst ungehalten über daS Jrade deS Sultans, wonach die Einberufung der treten fischen Volk-versammln g bis Ende August verschoben worden ist. Man be ürcht" schlimme Folgen und glaubt, daß die sehr erregte Bevölkerung Kretas zum offenen Ausstand schreiten werde. Alexandrien, 9. Mai. Gestern früh find an Cholera 33 Personen erkrankt und 20 gestorben. Amtlicher Theil. Gießen, 11. Mat 1896. E8th.: Die AuSsührung deS RetchSgesetze» vom 10. Mai 1892 wegen Unterstützung von Familien der zu FrtedenSübungen etnbetnfenen Pranaschaften. Mi Grotzherzogliche Krei^amt Gießen in W Grstztz. Bfttamttdftet** M tMU». < zaüls bet Ihnen für die Zeit bi» Ende März ds. IS. in t wbr. Betreff außer den bereits liqaidirten Betragen wMirr Ansprüche geltend gemacht worden sind, sehen wir urt:8eihgc der Empfangsbescheinigungen innerhalb drei Tagen enr.|t|tL v. Gagern. alitül! ichwedische ..Thür® Bekleid""?611 *t taftlü Ä leint 21 berei und asch- Anstali Snichiet) für )er-Garderobm ic., f* einschlagende M<1 lfte Bedienüiis sträge ProM. ÄWWkWrMI lödel-Htzt mann, Giessei sweg 89, ezugsquelle in I lieber Mattungen. auf. , VN.Nnterstehen Sie sich," rief sie Kratzmeyer elterlich zu, M d«r Wache zu schicken. Hier in meine Wohnung kommt iW*' fliSPTl- fmtrouitle, hier wird auch kein Skandal gemacht. Wenn pofla wollen, dann nehmen Sie Ihren sauberen Herrn ”1 ^ch Ihrer Wohnung." sich heute die Grundsteinleg uug zu dem Sieges- | rrnd Friedensdenkmal, welches die Siabigemembc \ München am Ende der Prinz - Regenteuftraßr zu errichten gedenkt. Auf dem weiten Platze hatten Bereranen und Kriegervereine, Schuljugend und Feuerwehr Aufstellung genommen. Gegen 12 Uhr erschien der Königliche Hof, für welchen ein Pavillon errichtet war und etwa- später Seine königliche Hoheit, der Prmzregent. Nachdem derselbe die Front der Veteranen abgeschrilten, hielt der erste Bürger» meister von Borschr eine längere der Bedeutung deS Tages angepaßte Ansprache und bat sodann den Prinzregeoren, die ersten drei Hammerschläge zu vollziehen. Sein Hoch galt dem Prinzregenren, dem obersten Schirmherrn des Friedens. Unter dem Donner der Geschütze stieg die Frtedensflagge empor. Die Fahnen und Standarten senkten sich und jubelnd stimmten die Anwesenden m die Ovationen ein. Sodann vollzog der Priuzregent als Erster die drei Ham- merschläge unter Glück- und Segenswünschen für die Stadt München. Ihm folgten die übrigen Prinzen. Damit hatte um i/22 Uhr die Feierlichkeit, an welcher sämmtliche Minister, die obersten Hofchargen, die hier beglaubigten Gesandten, die Generalität und sonstige hohe Würdenträger Theil genommen hatten, ihr Ende erreicht. Wien, 10. Mai. Die fortgesetzten Reibungen zwischen den arischen und nicht arischen Studenten haben dem akademischen Senat Beranlafsung gegeben, den am Samstag ftattfindenden sogenannten Rummel der hiesigen Universität zu verbieten. Gmunden, 10. Mai. Trotzdem das Befinden des Prinzen Georg Wilhelm von Cumberland andauernd ungünstig ist, liegt nach den letzten Aussagen der den Kranken behandelnden Aerzte eine unmittelbare Gefahr nicht vor. Budapest, 10. Mai. Heute finden hier große Massen- Dolksversammlungen zu Gunsten deS allgemeinen Wahl» rechts statt. Die Beriammlungen werden von der unabhängigen und socialisttfchen Partei veranstaltet. Budapest, 10. Mai. Die Zöglinge des Priefterseminars in KaransebeS verbrannten gestern eine ungarische Fahne. Gießen, den 11. Mat. ** Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin trafen am SamStag Nachmittag gegen 5 Uhr auf bec Rückreise von Lich nach Darmstadt hier ein und hatten sich am Bahnhofe Herr Prooinzialdirector Freiherr von Gagern und Freifrau von Gag er n, sowie Herr Oberstlieutenant Cullmann zum Empfange eingefunden. Die Allerhöchsten Herrschaften, welchen sich der Fürst zu SolmS-Lich mit mehreren Familiengltedern angeschlofien hatte, besuchten wahrend ihres einftündtgen Aufenthaltes das '.m Garten der früher SchÜler'schen (von Seiner Königlichen Hoheit als Erbgroßherzog bewohnten) Billa veranstaltete WohlthätigkeitSfeft, von den zahlreichen Festtheilnehmern jubelnd begrüßt, und tn leutseligster Weise unter ihnen sich bewegend. Gegen 6 Uhr setzten Ihre König!. Hoheiten die Reise nach Darmstadt fort. •* Stiftung. Anläßlich des 25. Jahrestages des Frankfurter Friedens stiftete der Großherzog der Krieget- kamerabschafr „Hassia" einen alljährlichen Betrag von 500 Mk. zur Uoterstützung hessischer Krieg-Veteranen und von Hinterbliebenen solcher. •* Bon der Universität. In der philosophischen Facultät werden sich als Privatdocenten habilitiren: Dr. Knoblauch für das Fach der Botanik, Dr. Franz Wagner, Ritter vom Kremsthal, für das Fach der Zoologie. Herr Dr. Wagner wird laut Anschlag am schwarzen Brett seine Probevorlesung morgen DienStag Nachmittag 6 Uhr halten. Eprnchltste für die Sitzungen des Schwurgerichts pro 2. Quartal 1896: 1. Peter Euser II., Bat-Nauheim. 2. Heinrich Ferdinand Wahl, AngerSdach. 3. Gustav Wolf, Düdelsheim. 4. Georg Schmidt, Echzell. 5. Johannes Weiß II, Liederbach. 6. Moritz Matheis Ohly, Holzheim. 7. Gustav Schmidt, Gießen. 8. August Reitz, Södel. 9. Louis Kaufmann, Gießen. 10. Adolf Michel, Gießen. 11. Friedrich Weidmann, Butzbach. 12. Heinrich Louis August Bath, Bauernhetm. 13. Karl Adam Damm, Friedberg, 14. Philipp Kling II., Ober-Mörlen. 15. Otto Schäfer, Büdingen. 16. Georg Schmall, Gießen. 17. Emil WillemS, Grünberg. 18. Heinrich Dörr, Eifa. 19. Ludwig Becker, Lollar. 20. Wilhelm Dchudt, Rockenberg. 21. Adolf Busch, ließen. 22. Johann Heinrich Philippi, TreiS-Münzenberg. 23. Hermann Wießler, Butzbach. 24. Wilhelm Streb, Griedel. 25. Jakob Balthaser Wetz, Holzheim. 26. Konrad Bopf, KirchgönS. 27. Heinrich Schudt III., Steinfurth. 28. Karl Diehl, Ratnrod bei Schotten. 29. Peter Stein, Climbach. I 30. Hugo Schudt, Dorheim. •• Frieden«- und Iugendfest. Bei herrlichstem Wetter, beschienen von warmer FrÜhlmgSsonne, ging gestern, am SrinnerungStage deS vor 25 Jahren in Frankfurt a. M. zwischen zwei großen Nachbarnationen nach monatelangem blutigem Kampfe geschlosienen Friedens, das Iugendfest vor sich. Punkt 2 Uhr setzte sich von OswaldSgarten aus der aitS ca. 2500 Schulkindern aller hiesigen Lehranstalten, dem Stadt- und Schulvorstande und den beiden hiesigen Krieger- vereinen bestehende Zug in Bewegung, begleitet von drei Musik und mehreren Tambouicorps. Der Zug bewegte sich Über die Marklstraße, Marktplatz, Schulftraße Neuen Bäue, Neuenweger Thor und Grünberger Straße zunächst nach dem Trieb, an desien Nordseite eine Sängerbühne errichtet war. Nachdem die Zugtheilnehmer sich vor derselben ausgestellt, trug der au« den Vereinen »Sängerkranz", »Liederkranz", | .Harmonie" und »Heiterkeit- bestehende Männerchor unter Leitung des Herrn Franz Bauer und Begleitung der Eapelle des Naff. Feldartillrrie RegimentS Nr. 27: „Tie Himmel rühmen deS Ewigen Ehre" vor. ES gewährte einen entzückenden Anblick, als die festlich geschmückten Kinder mit den vielen im Winde flatternden Fahnen, und tausende on Erwachsenen tm Hintergründe den Platz vor der Blne füllten. Nachdem der Gesang verstummt, betrat Herr Pof. Dr. Stamm die Rednerbühne und hielt an die Bersammeien folgende Ansprache: Ein Gevenkwg ist's, den wir heute feiern, der Tag deS Friedeü- schluises Es ist der letzte unter den Gedenktagen, die unS an ds große Jahr 1870/71 erinnern. Seil zehn Monaten haben wir diie Tage, einen um den andern, durchlebt und es find uns die Erez- ntfie deS «riegsjahres wieder lebendig vor die See'e gerufen w?rd«. Was waren oas bange Tage im Juli de« Jahres 1870, as io ganz plötzlich und unerwartet di- Krtegsnoth da war. TainaL konnte man daS Aergste befürchten: Heberflutbung deutscher Pro v'nzen durch fremde Heere, Theilnahme des Auslandes am Kampf ' verlorene schlachten, zuletzt Zerreißung deS an den Wunden deS Bruderkriegs noch rlutenben, nur ganz noihdürftig caeinten Deutschlands. Da faßen wir die langen Babnzüge, welche die wehrhafte Jugend Deutschlands nach Westen führte, daß sie die Wacht am Rdeiu ballen. Und bann kamen die Freudenbotschaften: die französische Grenze ist überschritten, kein fremder <9ölbat stehl auf deutschem Boden, Tieg bei Weißenburg, bei Wörth, bei Spicheren, bei Metz, Napoleon mit feiner Armee bei Sedan gefangen, Baris umschlossen, Straßburg und Metz genommen, die Heere, welche Paris endeten sollten, eins nach dem andern geschlagen, Bourbakt's Durchbruchs-Versuch bei Belfort verhindert, (Kapitulation von Paris, Waffenstillstand. Wie strahlte damals der Rubm der deutschen Armee! Wie wurde die Tapferkeit, Manneszucht, Anstelligkeit und Kameradschaftlichkeit der Soldaten, die Hingebung, Pflichttreue und Einsicht her Clftjiere, die Geschicklich feit der Verwaltung, die treue Fürsorge für die Opfer des Krieges bewundert, daheim und im Ausland! Wie waren die Armeen des großen Fcldherrn, des eisernen Kanzlers, deS greifen HeldenkönigS auf allen Lippen! Wir sahen auch die schrecken des Kriegs, die Massengräber auf den Schlachtfeldern, den Jammer in den Lazareihen, auf dem Kriegsschauplatz wie in den Städten Deutschlands, wir erlebten es, wie Sorge und Trauer eintet rte in vielen tausenden von deutschen Häusern. Und doch beim Anblick all dieses Elends durften wir uns lagen: Die Opfer sind nicht vergeblich gebracht, die Unabbängigfeit des Vaterlands ist gerettet, die deutschen Fürsten und Stämme schließ-n sich zusammen, wir haben wieder Kaiser und Reich, Einheit und Macht deutscher Nation. Was war das für ein Jubel der zusammenströmenben Menschenmasten, als der neue Kaiser, umstrahlt von Sieg und Ruhm, seinen Einzug hielt tn der alten Kaiserstadt, in Frankfurt, dort, wo u an heute fern Standbild enthüllt bat. Freundliche Sterne leuchteten damals über dem alten deutschen Land. Was Deutschland so selten gehabt hat im Laufe seiner Geschichte, das hatte es in dem großen Jahre vollauf, nämlich Glück. Als der Feind den Krieg so leichtfertig und frevelhaft begann, um die Einigung DeutschandS zu hindern, da bewirkte er gerade, waS vorher dem bestgemeinten Versuch nie gelungen war: die deutschen Stämme und Fürsten t«haarten sich zusammen. Zum ersten Ma! seit Menschengedenken geschah eS, daß in einem großen Krieg nicht Deutsche gegen Deutsche kämpften. Daß die ersten Schlachten, deren Entscheidung so oft nur an einem Haare hing, so ausnahmslos mit Sieg der deutschen Masten endigten, daß nach dem Unglück von Sedan die Pariser die kai'erltche Regierung stürzten und die Republik ausriesen, in der Hoffnung, diese werde Frankreich retten, das war die Ursache, daß den fremden Mächten alle Lust zur Einmischung in den Kamps verging. Als die Franzosen nach ihren schweren Niederlagen auch die billigsten Friedensbedingungen zurück- wiesen und den „Krieg bis aufs äußerste" anfünbigten, als sie unS zu dem leidensoollen und verlustreichen Winterfeldzug nöthigt.n, da brachten sie es dahin, daß der Kampf wirklich ganz ausgefochten wurde, daß sie vollkommen niedergeworfen würben, daß sie volle Entschädigung leisten mußten, daß die früher geraubten Provinzen an Deutschland zurückkehrten. Unzähligen Menschen ging unter diesen Erfahrungen das Auge dafür auf, daß eine höhere Hand die Dinge dieser Welt leite. Niemand hat dies lauter, öfter und demüthiger verkündigt als der alte Kaiser Wilhelm. Als der Friede aeschlossen war, als unsere Krieger heimkehrten, als wir am 18. Juni das Friedensfest tn allen Kirchen feierten, da wurden aus vollem Herzen die alten Danklieder gelungen: „Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir", „Nun danket alle Gott mit Herzen Mund und Händen." Fünfundzwanzig Jahre sind seitdem verflossen, es waren — Gott sei Dank — Jahre des Friedens. Die im großen Jahre die Führer unseres VmkeS waren, sind von uns geschieden, oder wer noch lebt von ihnen, der steht am Ranve des Grabes. Die schmucke Jugend, die einst wider den Erbfeind zu Felde zog, zeigt schon stark gelichtete Reihen und steht gegenwärtig tm reifen ManneSalter. Was heute zum Schutze des VatirlandeS berufen ist, was heute tm frischesten Mannesalter steht, das hat die großen Tage des Kriegs- jahres nicht erlebt, wenigstens nicht mit vollem Bewußtsein durchlebt. Ein anderes Geschlecht ist herangewachsen. Vor uns steht versammelt die Schuljugend unserer Stadt, auf der die Hoffnung für die Zukunft beruht. Sie feiern heute im Glanz der Maiensonne ihr Iugendfest. So weisen wir heute, an dem letzten der bedeutsamen Gedenktage, wieder hin auf die gioße Zeit vor 25 Jabren mit ihien Gefahren und Schrecken, mit ihren Leistungen und Opfern, mit ihren Erfolgen und Gottesgericht n. Wir hegen die Zuversicht, daß diese Erinnerungsfeiern, wie dieselben in den letzten Monaten so manchmal gehalten worden sind, bei ihnen etwas Dauerndes wirken werden. Sie werden daS Land, von dem sic ein so wunderschönes Stück heute im Frühlingsschmuck sehen, daS Land, das von den Schrecken des feindlichen Einfalls bewahrt worden ist, von Herzen lieb haben. Sie werden mit Stolz schauen auf ihre Nation, deren Geschicke und Thaten sie kennen. Sie werden ihre Freude haben an guter deutscher Art, wie sie sich in dem Jahre b<* Mut statt. 'Waiuz, den 9. Mai 1896. Mol! »tzroßtz. Wasserbauamt Mainz. Wer in diesem Jahre einem Freunde der deutschen Lite,atur- tzEe ein vorzüglich rnhalt'eichetz Geschenk darbteten will, sei ittlado! t auf die 2. Auslage von Könneckes (Vorstand des Archivs » b'turg) Bllderatta» zur deutsche« Literaturgeschichte eil Raah6raL>chon die NatioraltiLt des Verfassers (er ist Luxcmdv'aet) befähigt ihn, die geschichtlichen Ereignisse, deren Zeuge er in Parts ist, den Begeiste- rungstaumel bei Ausbruch deS Krieget-, den Jubel über die falschen StegeSnachrichlen, die Proclamatton der R.pu itf, die Herrschaft der Eommune mit ihren Greueln und den Zusammenbruch der Commune mit objiciip'M Auge zu betrachten; so wird er aus einem Vreußen- oder Deutschen-Hasfir schließlich ein begeisterter Verehrer deutscher Dtsciplin, deutscher Sitte. Ter Verfasser, der am 1. Juli 1870 zu Verwandten nach Pari« kommt, um in einem Bankhaus« Anstellung zu finden, wird nach wenigen Wochen in die „Nationalgarde gesteckt" und bleibt bis zum Schluß des großen Dramas in Paris. Seine Darstellung athmet die Unmittelbarkeit des Selbsterlebten, er erzählt ungeschminkt, was er gesehen und erfahren. Der Illustrator von „Zeitz", der Maler R. Starcke in Wrimar, hat nach authentischen Bildern aus jener Zeit (Belagerung, Hungersnotb. Commune- ausstand) und nach den Angaben des Verfassers eine größere Anzahl Zeichnungen (gegen 40) g'ltesert, die das Interesse an dem eigenartigen Buche noch erhöhen dürften. Die „Erinnerungen eines Pariser Nationalgardisten" werden in ca. 10 Lieferungen ä 3 Bogen zum Preise von je 40 Pfennigen für die Lieferung in 14tägigen Zwischenräumen erscheinen und bis zum Herbst fertig oorltegen. Bestellungen auf dieselben führt jede Buchhandlung aus. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 11. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 U Wasser 13, Lust 14°. Rübsamen'sche Badeanstalt. MttourbillktBalduillftck)/ tj. * »Mit 6S‘ IIh, ' Die Nennen am HimmelfahrlStage in Frankfurt a. M. n>iw*a(. trotzdem daielost und tn Mannheim bereits 5 Renn« Die Direction des Spar- und Leihkaffevereins Gießen. I. E.: Wiener. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 13. Mai bis 16. Mai. des Kurhauses. Mittwoch den 13. Mai, Abends 8 Uhr, im Saale: Theatervorstellung. Das Stistungssest. Freitag den 15. Mai, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr: Concert der Kmcap.lle. Abends 8 Uhr im Saal«: Theatervorstellung un'er Mitwirkung der Kurcapelle. Robert urb Bertram ober: Die lustigen Vagabunden. Samstag den 16. Mal, Abends 8 Uhr, im Saale: Theatervorstellung. Der Raub der Sablnerinnen. Fruchtpreise. Weizen X 16.00, Thier|chuhoerein fließen. Generalversammlung Donnerstag, 21 Mai l. I., Abends 8 V2 Uhr im Hotel Schütz. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 71/« bis 8*/i Uhr „. dem Kurbrunnen, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr entweder am Teichhause oder, falls die Arbeiten auf der Terrasse dieS zulaffin, am Kurhause, bei weniger alS 10 R. Wärme im groß,n Speisesaale co Beim Gebrauch Aermiethungen. tz-ogiS im mittl. Stock per sof. zu verm. 449.- M. Bogt Wwe., Wallthorstr.8. Tagesordnung: 1. 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I., Nachmittags 372 Uhr, • Juli: Gießen-Cflwbkj-ni km Saale der höheren Mädchenschule (Schillerstraße) dahier stattfind t, Oenhoeserkops -fmibadi-1|ifittipf eingeladen. 6 Uhr Morges. 4. gonnti: /r Tage). Diez-Schloß v: . , lvbogev(Nachtlager),JaaiM: Ausleihung von Sparkaffegeldern auf Hypotheken, l't-Hohe Lty-Naflau. L: 3 Anlegung von Sparkaffegeldern in Werthpapieren. vird der hufige Turi^ --------------------------------------- gang na» MarburU'Mlillmch den 13. Mai I. I., , unternehmen. DerM.^ „ Nachmittags 2 Uhr, Jllurtrire fytine Annoncen uPrtü-Courantt — GIESSEN. -- Samstag den 16. Mai 1896: Prüflings-Concert im Saale des Gesellschaftsvereins. I. Abthellung: Nachmittags 3 Uhr, II. Abthellung: Abends 7 Uhr ausgeführt von Schülern der Musik-Schule für Elementar- und Höheres Klavierspiel von Minna Körner. 4599 Programme a 50 Pfg. berechtigen zum Eintritt für beide Aufführungen und sind jedesmal am Eingang vorzuzeigen ; dieselben sind in der Musikalienhandlung des Herrn E. Challler (Rudolph’s Nachf.) zu haben. Große Schellfische von Mittwoch big Freitag lieferbar, per Pfund 22 garamirt frisch Eablia« sehr billig im „Uedstoelt." 4604 4582] Em Zweispänner silberpl. Pferdegeschirr, noch sehr gut erhalten, preiswerth zu verlausen bei A- Hest, Sattler, Marktstraße 14. 451*>j Zu verkaufen «in «itzwage«. Bahnhofstraße 82, 1 ^AL^i^ckrti-verpaititung. bT ens. Zirnstag den 19. Mai l. I, . 8 rn.-u ,Z d>rrni»tags 10‘/3 Uhr, soll Die 3n . $ jdMinitJung an der Lahn in den r bekanntell«en W -^t,i.->tgen Gießen und Heuchel- SelttrSweg" JW '-ir» füi Das lausende Jahr an Ort mit ihren St?» öffentlich verpachtet werden, nVerweigerung' [l1118. ct .Zi'llüimenkunst am rechten Lahn« ielt von einm J11“ "1 e-« untr r^alb der Wieseckmündung. t Tracht PrM. ^' Zur Nachricht. 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Mai, Nachmittags Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meine innigst geliebte Gattin, Mutter, Tochter Elise Stock, geb. Weller, nach langem Leiden im Alter von 32 Jahren zu sich zu rufen. Um stilles Beileid bittet der tieftrauernde Gatte nebst Kinder Johannes Stock, Bremser. Gießen, 11. Mai 1896. Die Beerdigung findet Mittwoch, Nachmittags 2x/2 Uhr, 11 lklll, Die Rübsamen'sche Bi* uni! ScBwiniiiiiiiisiii ist eröffnet. Danksagung. Allen, welche uns bei dem un» so schrecklich itimtqlii betroffenen Verluste unseres lieben Adolfcheu mit so liebevoller Theilnahme tröstend zur Seite gdUita sagen wir hiermit unseren herzlichsten und innigsten td L. Lexior und M geb. Btid- Grossh. Universitäts-Musikdirektor Ad. Felchnex* ditorei gesucht. Näheres durch , |ZX « u 14* den Jnnungsvorstand Seilerstraße 34, L (Eine souoe Arveuerm Frankfurt a. M. 4575 auf Taglohn gesucht. »ieseuffratze I. 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