nr 86 Erstes Blatt Sonntag den 12. April 1896 Pierte(jä6rigtr , Kenerat-Htnzeiger Amts» und Anzeigeblatt für den Ttreis Gietzen Weite ; iark unh P Hratisöeikage: Hießener Kamilienölätter Amtlicher Theil Bart. des legte in Folge als Vorsitzender Neuwahl eines noch im Laufe für für für Annahme vo» Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« Lorm. 10 Uhr. Lieutenant z. D. von Renthe gen. Fink schwerer, langjähriger Krankheit sein Amt öd deutschen KriegerbundeS nieder. Die VundeSvorsitzenden erfolgt voraussichtlich dieses Monats. 150 bis 165 Mk., Roggen für 127 bis 132 Mk., Gerste 114 bis 170 Mk., Hafer für 120 bis 145 Mk., Mais 90 bis 98 Mk. { i Die Gießener Da«ttte»örälier «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. - 0 V s V Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Korallen- Hnband, 1 Brache, 1 Griff von einem Schirm, Geld, 1 Geldbeutel mit Inhalt, 1 Ledertasche, 1 Kette und 1 Schrankverzierung. Zugelaufen. 1 Hühnerhund. Gl eßen, am 11. April 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Cie., Alle Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. iiNK3' * gesoßt. ’»Hshtlliiiiml (Men). 1886 an den schönen Festen in Darmstadt theil- genommcn haben, werden sich der damals gefaßten Beschlüffe entsinnen, alle 10 Jahre, also zunächst wieder im Jahre 1896, einen gemeinschastlichen großen CommerS atter Corps- ftubenten zu feiern. Demgemäß wurde von einem aus Alten Herren der Gießener und anderer Corps bestehenden Rieder Wöllstadt, 8. April. Gestern Abend wurde ein junger Mensch von hier, der in Friedberg in der Lehre war und mir dem Personenzug Nr. 100 hierher zurückkehrte, im hiesigen Bahnhofe überfahren und sofort getödtet. Der Zug 100 fährt hier in ein anderes Geleise, um den nachfolgenden Schnellzug vorüber zu laffen. Der junge Mensch fiel nun auS der Thüre seines AbtheilS und gerade auf daß verlaffene GeleiS, konnte sich, da er auch noch mit einem lahmen Beine behaftet, jedenfalls nicht so rasch wieder erheben, und wvrde so durch den heranbrausenden Schnellzug überfahren. Rödgen (Kreis Friedberg), 7. April. Heute wurde in der Gemarkung Schwalheim die Leiche der Wittwe St. von hier, deren Tochter bekanntlich unter dem Verdachte des KindeSmordeS steht, in der Wetter gelandet. Bon dem Kinde hat man keine Spur gefunden. Butzbach, 10. April. Der bekannte „Hessische £>of* dahier ist zu dem billigen Preise von 75 000 Mk. an einen Gaftwirlh auS Caffel übergegangen. Comuö der diesjährige CommerS auf SamStag den 2. Mai, Abends 8 Uhr, im Saalbau zu Darmstadt festgesetzt. Herr Geheimerath Küchler, der 1886 das Präsidium führte, hat, der einstimmigen Bitte des Comitss nachgebend, sich wiederum zur Uebernahme deS Präsidiums bereit erklärt. ES sollen, soweit Adressen bekannt find, specielle Einladungen ergehen. Im Uebrigen ist jeder Alte Herr Willkomm««. Einer zahlreichen Betheiligung darf sicher entgegen gesehen werden. •* OmuibuSverkehr. Bon heute ab fahren die Sommerwagen der OmnibuS-Gesellschaft bei günstiger Witterung alltäglich nach dem Schiffenberger Walde. An Sonntagen von 21/» Uhr ab Markt alle halbe Stunde, an Wochentagen um 21/2 und Zl/z Uhr Nachmittags. Rückfahrt nur Sonntags Abends von 6 Uhr ab alle halbe Stunde. •• Beim Transport eines Ochfen erlitt gestern Nachmittag ein Arbeiter in der Rodheimerstraße. einen Unfall, indem er vom Ochsen zur Erde geschleudert wurde und dadurch einen Beinbruch davontrug. Der Verletzte wurde in die Klinik gebracht. ** Mtttelrheinifcher Kreistnrntag. Der 57. Turn tag deS Mittelrheinkreises findet Sonntag, 26. April, Vormittags 10 Uhr, im Hause des Turnvereins Frankfurt a. M. (Sandweg 4) statt. Bei diesem Turntag wird sich, wie der „Darmft. Tgl. An-." meldet, voraussichtlich ein lebhafter Kampf um die Einführung oder Nichteinsührung deS Oberrheinischen sogen. Vereins-Wett-Turnens entspinnen. Die Vorzüge dieses Turnens für die Arbeit auf den heimischen Turnplätzen wie für glänzende turnerische Schaustellungen sind ja unbestritten, allein die Nachtheile desselben besonders für kleine Vereine, denen es sowohl an tüchtiger Mannschast wie an den erforderlichen Geräthen mangelt, dürfen doch nicht unterschätzt werden. ES mehren sich deshalb die Stimmen, welche einen Ausbau der dermaligen giltigen Musterriegen- Turnordnung unter Aufnahme der wesentlichsten Bestimmungen für daS Vereins »Wett-Turnen befürworten, und von dem Gau Frankfurt ist ein diesbezüglicher Antrag etugebracht worden. ** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 4. bis 9. April.) Wenn nickt Alles trügt, so scheint in diesem Frühjahr eine Hebung der all zu tief gesunkenen Getreidepreise von Nord- amerika auSzugehen. Der harte, nordamerikanische Winter in Verbindung mit einem sehr rauhen Frühjahre hat dort die Hoffnungen auf eine große, neue Ernte etwas herabgestimmt. Außerdem haben auch die Vorräthe bedeutend abgenommen und die Angebote traten schwach aus. So geschah tp, daß seit dem 4. April auf den amerikanischen Märkten ein beträchtlicher PreiSausschwung stattfand, der auch in Europa, resp. in Deutschland für Weizen, Roggen und Hafer eine Preissteigerung zur Folge hatte. Am meisten zog jedoch Weizen im Preise an, während für Roggen und Hafer die anfänglich erzielte Preiserhöhung nicht voll er» halten werden konnte. Ueberhaupt ermattete daS Geschäft zu den erhöhten Preisen einigermaßen. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen (je nach Qualität und per 20 Centn er) Meßmer Anzeig er= Nerrefte ctyten Wolff« telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 10. April. Die „Kreuzzeitung" meldet: General- Wiesbaden, 10. April. Der nächstjährige Congreß für innere Medicin findet in Berlin statt. Osnabrück, 10. April. ReichStagSersatzwahl. Bis Nachmittags 6 Uhr sind gezählt für Wamhoff (ntl.) 9585, von E chele (Welfe) 11,527, Weidtner (Mittelpart.) 1969, Schrader (Eoc.) 3238 und Hilkenkamp (freis.) 156 Stimmen. Aus bnet Bezirken steht das Resultat noch aus. Rom, 10. April. Die Blätter widmen der Begegnung oi.'S deutschen KaiserpaareS mit dem italienischen Äönigspaare herzliche BegrüßungSartikel. Die „Jtalie" bemerkt: ES sei eine irrthümliche Annahme, daß die Begegnung irgendwie die politische Lage verändern könne, welche ’tfit Langem bestehe und keinerlei Veränderung erheische. Beuedig, 10. April. DaS parlamentarische Comits für die Kundgebungen der in Venetien wohnhaften Senatoren und Deputaten zu Ehren deS deutschen Kaisers lud lütztere sür SamStag nach Venedig ein. Die Gemeinde- bahörde stellt ihnen einen Dampfer zur Verfügung und gibt fonen am Montag ein Diner. Athen, 9. April. Bei dem heutigen Wettturnen strgten die Deutschen Schumann und Weingärtner. Ctcete» und ptwittikttw» Siebe«, 11. April 1896. ♦♦ Köfener 8.0. Diejenigen Alten Herren der Corps Kösener 8.0.-Verbandes, welche im Jahre 1876 und Ü'i re. 3 oder»! m tNglisßtltt' 8 Tage«!- Tine PreiW • • chalttMgl's^ ! beigefügl: Wohnort: zminden.’ gw AuW 1’.e r n Dtpßschm oeS y»rce» Berlin, 10. April. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, isst die Errichtung eineß deutschen BerufsconsulatS für Galizien und die Bukowina in Lemberg in Aussicht genommen, da die Handelsbeziehungen zu jenen LaudeStheUen eine solche Maßnahme schon seit langer Zeil nöthig erscheinen laffen. Mit der commiffarischen Verwaltung deS ConsulatS- vmts in Lemberg ist der bisherige ständige Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amte, LegationSrath Freiherr v. Speßhardt, betraut worden, welcher bereits in Lemberg eingetroffen ist. Berlin, 10. April. Der am 4. April hier unterzeichnete deutsch-japanische Handelsvertrag wird zunächst dem BundeSrath unterbreitet werden. Bon dem Verlaufe dieser Berathungen wird es dann, wie die „Nationalzeitung" »ittheilt, obhängen, ob der Vertrag noch in der gegenwärtigen Session dem Reichstage vorgelegt wird. Berlin, 10. April. Die Hauptverhandlung gegen den Freiherrn von Hammerstein wird der „Kreuzzeitung" zufolge am 22. dsS. MrS., Vormittags halb 10 Uhr, stattfinden. Berlin, 10. April. Zum Duell Kotze-Schrader wird noch gemeldet, daß auch Herr v. Kotze leicht verletzt lei, während bei Schrader eine schwere Darmverletzung cou- ftatirt wurde. Kotze hatte sich bereits mit dem Vorortzuge um 8 Uhr 16 Min. nach Berlin zurückbegeben und empfing die Gratulationen seiner Freunde und Verwandten zu dem sÄr ihn glücklichen AuSgange des Duells. Berlin, 10. April. Für das Duell zwischen dem Herrn v. Kotze und dem Freiherru v. Schrader, daS heute früh um 71/* Uhr in Potsdam auf dem Ravensberg Hinter dem Observatorium stattgefunden hat, waren folgende schwere Bedingungen vorgesehen: Zehn Schritte Distance, » tempo feuern nach Zahlen und Kugelwechsel bis zur völligen Kampfunfähigkeit des einen Gegners. Kotze blieb »uverletzt. Freiherr v. Schrader wurde schwer getroffen »am Kampfplätze nach dem Augusta-Krankenhause in Potsdam Lberführt, wo er auf den Tod darniederliegt. Alle Der- mitteluugSversuche, welche seitens der beiderseitigen Freunde »er Herren Kotze und Schrader gemacht wurden, den Con» fflict betzulegen, waren, wie der „Localanzeiger" meldet, «rfolgloS geblieben. Ebensowenig ließen fich Milderungen ver Duellbedingungen erzielen. Kotze verbrachte den gestrigen Tag bei seinem Schwager in Friedrichsfelde, Herrn v. Treskow, , wo er fich tm Pistolenschießen übte. Auch Herr v. Schrader war erst gestern nach Berlin zurückgekehrr. General Major v. Bisfing, der Commandeur der 4. Cavallerie-Brigade, welcher als Secundant des Herrn v. Schrader fungirt hatte, benachrichtigte die Familie deffelben. Frau Baronin Schrader und Sohn erschienen mit dem nächsten Zuge am Schmerzenslager des Familien Oberhauptes. Gleichzeitig traf der telegraphisch herbeigerufene Professor Dr. Bergmann mit Assistenten im Krankenhause ein. Um 1 Uhr begann Bergmann, welchem der Director deS Krankenhauses zur Seite stand, die Operation. Die Kugel ift unterhalb der Lange eingebrungen. Die Situation wurde seitens der Aerzte so- fort als äußerst kritisch erkannt. Berlin, 10. April. Die Polizei ist in Süddeutschland einer geheimen anarchistischen Organisation auf die Spur gekommen. In den ersten Tagen dieses Monats haben in München wiederholt Haussuchungen bei Anarchisten stattgefunden. Bei dem Vertrauensmann Lindemann wurden 1800 Sammelmarken, bei dem Anarchisten Huber verbotene Broschüren beschlagnahmt, sowie mehrere Nummern deS „Socialist". Ferner wurden verschiedene Mitglieder des aufgelösten Anarchistenclubs „Freies Wort" darüber vernommen, ob der Club etwa noch im Geheimen weiterbesteht. Elbing, 10. April. Der Kaiser wird auch in diesem Frühjahr nach Prökelwitz kommen. Als Zeitpunkt ist vorläufig Mitte Mai in Aussicht genommen. Frankfurt a. M., 10. April. Gestern Abend starb nach kurzem schwerem Leiden der Nestor deS hiesigen Schauspiel- Ensembles, Herr Emil Schneider. Derselbe feierte am 14. November v. I. baß Jubiläum seiner 40jährigen Thätig- feit an der hiesigen Bühne. Zuletzt trat er am 15. März auf. Schneider ist 60 Jahre alt geworden. Frankfurt a. M., 10. April. Die für nächsten Sonntag in Münster von der demokrattsch-elsaß-lothringischeu Volkspartei anberaumte Volksversammlung ift, wie die „Frankf. Ztg." aus Straßburg meldet, polizeilich verboten worden. Venedig, 10. April. Die königliche Familie trifft heute Abend 7 Uhr 30 Min. hier ein. Der König hat fich jeden öffentlichen Empfang verbeten. Dennoch fordert der Bürgermeister die Bevölkerung auf, daß Hauß Savoyen in einer der untoantrtbaren Treue Benetienß und der hohen Bedeutung deß Empfangeß entsprechenden Form zu begrüßen. Die Senatoren Benetienß, welche Namens der gesetzgebenden Körperschaft dem Deutschen Kaiser zu huldigen wünschen, haben dem deutschen Botschafter gestern einen Besuch abgestattet. Die Wichtigkeit des Actes wird von der verfaffungß- treuen Preffe der Provinz Venetien in eindringlichen Worten hervorgehoben. Die Vertreter Venetiens, so schreibt daß Blatt „Alpigiano", mit dessen Worten die „Gazetta di Venezia" ihren eigenen Artikel schließt, werden dem Deutschen Kaiser sagen, daß daß dankbare Italien für den aufrichtigen Freund herzliche Gefühle hegt und daß die Nation den Werth seines Besuches in diesem Augenblick großer schwerer Sorgen in seinem ganzen Umfange zu schätzen weiß. Der Stadt- Ausschuß hat die parlamentarischen Vertreter Benetienß für morgen zu einem Festessen geladen. Daß Kriegs-Departement stellte ein Kanonenboot zur Verfügung, um Kaiser Wilhelm entgegenzufahren, deffen Ankunft morgen Abend 5 Uhr erfolgt. Die See ist ruhig, baß Wetter unsicher. Rewyork, 10. April. In ben Steinbrüchen zu Ogden (Staat Uteh) explodirte währenb ber SprengungSarbetten der Pulvervorrath, woburch 15 Arbeiter getödtet und 10 schwer verletzt wurden. H. Kiel, 11. April. In FriedrichSort wurde bet einer Aufschlagübung der Matrosen'Artillerteabtheilung durch die Explosion einer Kartusche der Vicefeldwebel Rühl, der Matrosenartillerift Paul Schulze und der Maschinisten- maat Sochek ziemlich schwer, der Artilleristenmaat Schwach an Augen und Händen schwer verletzt. Dermifötes. • Frankfart a. M., 10. April. AuS den Taschen eines Taschendiebes. Im Besitze eines gestern von der Crimiualpottzei festgenommenen Mannes aus Münster wurden, wie ber Polizeiberickt meldet, folgende Sachen, die it Ito Äfcs tt h Ä, & Bringerlo() n. Durch die Post bezöge» 2 Mart 50 Pfg. Reboction, Expedition und Druckerei: -ckinlstratze Hlr.7. Fernsprecher 51. iere ber concr - >OS in (fc. ÜÄ ;«*!<« d« „ * «« «*L Wt ffc tDtrbtn k- Maltianto. W. b. U Ä? 4i. acobi, Neun Anftreitz 2 . Eia Preisausschreiben für eine Prüfung von Lraftpflügen, alS solchen, die mit anderer als thiertscher Kraft bewegt Perlmutterdeckelu und der Aufschrift „Mainz", zwei Pfandscheine über je eine Dameu-Remontoiruhr mit silberner Kette (die eine Uhr ist auS schwarzem Metall mit dem Monowohl auS TaschendtebstLhlen herrühre», vorgefunden: zehn ! auS Abwässern und deren Trocknung. Preisen 18000 Mk. Damen - Portemonnaies, ein kleines Portemonnaie mit "" m r" 1 ' ” "c ' *' c“ Drn gramm „S. 8.", die andere ist eine silberne Uhr und hat an der Kette ein silbernes Herz mit blauem Stein); ferner eine silberne Herren - Remontoiruhr mit silberner Kette und einer Gewehrkugel, Modell 88, ein altes Opernglas mit Etui. • verlia, 9. April. Die „Voss. Ztg." enthält folgende Todesanzeige: Gestern Nachmittag 6 Uhc verschied plötzlich mitten in blühendster Gesundheit infolge einer Ein- spritzuug deS Behring scheu Heilserums zur Jm- muutfirung unser herziges Ernftchen im Alter von Jahren. Um stille Theilnahme bitten Professor Dr. med. Robert LangerhauS und Frau, Anna, geb. Gerhardt, Kronprinzen Ufer 29. Berlin, den 8. April 1896. Professor LangerhauS ist der Sohn des bekannten ArzteS, Abgeordneten und Berliner StadtverordoetenvorsteherS- Frau Professor LangerhanS ist die Tochter des berühmten Geheim- raths Gerhardt. ES sind also der Vater und beide Großväter des angeblich an der Behandlung mit Heilserum gestorbenen Knaben Aerzte, zum Theil von Weltruf. — Die ^VolkSztg." berichtet über den traurigen Fall, wie folgt: Etu Dienstmädchen des Professors LangerhanS erkrankte an DiphtheritiS und wurde in das städtische Krankenhaus Moabit gebracht, dessen Prosector Dr. LangerhanS ist. Um die zurückgebliebenen Kinder zu schützen, wurde der Knabe auf Anrathen von AnftaltSärzten prophylaktisch mit DiphtheritiS- Heilserum geimpft, und nach wenigen Minuten war daS sonst ganz gesunde und kräftige Kind tobt, ein geradezu herzzerreißendes Schicksal für die so schwer heimgesuchte Familie. Professor Dr. Robert LangerhanS hat erst im vorigen Jahre zwei seiner Kinder infolge von DiphtheritiS verloren. DaS jetzt verstorbene Kind war damals nach langwieriger schwerer Krankheit genesen. ♦ Berlin, 10. April. Der „Rassischen Zeitung" zufolge beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft die Leiche deS nach der Jmmunisirung durch Diphtherie-Heilserum gestorbenen Knaben Ernst LangerhanS behusS gerichtsärztlicher Oeff- nung. Es werde angenommen, daß eine Reihe ärztlicher Autoritäten sich zur Leichenöffnung einfinden wird. — Zu der Beschlagnahme der Leiche deS Knaben Ernst LangerhanS meldet die „Post": Der Vater deS Verstorbenen, Dr. Langer- Haus, versiegelte die Flasche mit dem Reste des verwendeten Heilserums und stellte sie der Staatsanwaltschaft behufs Untersuchung, ob das Serum verdorben war, zu. — Der Tod deS Knaben Ernst LangerhanS ist, wie der „Volkszeitung" berichtet wird, dadurch verursacht worden, daß Behrtng'sches Heilserum, welches dem Knaben eingespritzt wurde, ein großes Quantum Carbolsäure enthielt. * Berlin, 9. April. Der Tretmot orwagen der Feuerwehr, der sich bisher in der GanSwindt'schen Werkstatt befand, ist heute Morgen nach dem Depot in der Lindeu- straße gebracht worden. Branddtrector Giersberg hat bisher zwei Probefahrten unternommen und dabet die steilste Straße Berlin-, die Lichterfelderstraße, mit sechs ungeübten Leuten im „Trabe" genommen. Später hat er bei einer Fahrt den Kreuzberg hinauf selbst mitgetreten. Der Wagen hat mit den ungeübten Leuten, die ihn getreten haben, die Geschwindigkeit eine- Pferdegalopps erreicht- er soll mit geübter Mannschaft auf Eisenbahngeschwindigkeit gebracht werden können. Der Wagen lenkt sehr kurz und kann auf der schmälsten Straße in der Runde fahren- zum Anhalten dienen zwei Bremsen. Der Wagen wird als Mannschaftswagen benutzt, und hat Platz für einen Offizier und sechs Mann, nimmt aber auch Geräthe auf. ♦ Saga», 10. April. Der frühere Kirchendiener Fanetzkt von hier wurde wegen schwerer Kircheudiebstähle zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt. ♦ Halberstadt, 10. April. Der 20 jährige HandlungS- gehülfe Lüttich versuchte heute Vormittag seine Principalin, die KaufmannSwittwe Hildebrand, zu erschießen und ver- letzte sie schwer. Er erschoß sich dann selbst. ♦ Siu theures Fuhrwerk. Vor dem Landgerichte in Co b lenz hat, wieder „Kl. Presse" von dort geschrieben wird, dieser Tage ein interessanter Proceß seinen Abschluß gefunden. Bor P/s Jahren ließen sich 4 Herren auS Cochem bei der Kirweß in Bullay (Mosel) mit dem Besitzer eines am Ufer der Mosel haltenden Fuhrwerk- in Disput über das Gewicht eines Wagens mitsammt dem Pferde ein und machten sich schließlich anheischig, dem Bauer Wagen und Pferd für 50 Pfennig per Pfund abzunehmen. Der Fuhrmann willigte ein, der Wagen wurde auf der Waage der Station abgewogen und ergab incl. deS Gewichtes deS Pferdes da- Sümmchen von 1500 Mk.! Nun erklärten die vier Herren den Handel für Scherz, begangen in nicht mehr ganz nüchternem Zustand- indessen ließ sich der Fuhrmann nicht darauf ein, übergab vielmehr Pferd und Wagen einem Spediteur und klagte die vier ein. Er gewann alle Instanzen und erhielt dieser Tage nach definitivem Urtheile sein Geld. Die Kosten dieses originellen Processes betragen ebenfalls ca. 1500 Mk., so daß das Fuhrwerk, das unter Brüdern 300 bi- 400 Mk. werth ist, den vier Spaßmachern theuer zu stehen kommt. Noch dazu hat die Rosinante inzwischen da- Zeitliche gesegnet. * Elfte Wauder-AuSstellong iu Hamburg 1897. Nachdem die Stadt Hamburg da- Heilige Geistfeld der Deutschen LaudwirthschaftS-Gesellschaft für die im Jahre 1897 stattfindende Wanderausstellung zur Verfügung gestellt hat, ist in den letzten Sitzungen der Gesellschaft bereit- über die Preisausschreiben der nächsten Ausstellung verhandelt worden. In den Ausschüssen wurde bereits eine erste Lesung der Preisausschreiben sür Thiere vorgenommrn und ferner folgende Preisausschreiben beschlossen und veröffentlicht: 1. Ein Preisausschreiben für Niederschlagung städtischer Abfallstoffe werden: Werth der Preise: 6000 Mk. 3. Em Preisausschreiben auf Dauerwaaren für daS Ausland und den Schiffsbedarf. Hierfür wurden 103 silberne und bronzene Preismüazeo ausgesetzt. Außerdem wurde noch der wichtige Beschluß gefaßt, in Zukunft nur solche Thiere zur Ausstellung zuzulaffeu, welche seit mindesten- 6 Monaten vor dem ersten Ausstellungstage zum Bestand eines deutschen Gates gehören und während dieser Zeit in der Wirthschaft deS Anmeldendeu gestanden haben. So ist die deutsche Laud- wirthschaftS-Gesellschaft schon jetzt beschäftigt, baß Gelingen bieser Hamburger Ausstellung, welche beu früheren internationalen Ausstellungen nichts nachzugeben verspricht, rechtzettig vorzu- bereiten. ♦ Lin Scheusal. Dor bem Metzer Schwurgericht stand in der vergangenen Woche der 27 jährige Knecht Dominik Harsch, aageklagt der Tödtuug eine- 15 jährigen Mädchens. Nachdem er TagS zuvor gegen zwei 6 und 7 Jahre alte Mädchen sich vergangen hatte, ermordete er am 4. November vorigen Jahre- die 15 Jahre alte Margaretha Flesch- er hatte sie in unsittlicher Weise durch List ihren Eltern entzogen, indem er diesen vorgeredet, er suche ein Mädchen, daS zu zwei kleinen Kindern kommen sollte, damit diese deutsch lernen. Die Eltern gaben ihre Einwilligung, der Lohn wurde auf 15 Francs monatlich festgesetzt. Al- Harsch mit dem Mädchen nahe der Grenze gekommen war, machte er ihm unsittliche Anträge. DaS Mädchen wollte flüchten, doch brachte Harsch eS mit Gewalt über die Grenze und tödtete es auf die scheußlichste Weise. Der Verbrecher erhielt 9 Jahre Zuchthaus. Wegen deS Mordes wird er von einem franzöfischen Gerichtshof abgeurtheilt werden. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 10. April. lPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Halle, Capitän I. Rüben, vom Nordd. Lloyd in Bremm, ist gestern 3 Uhr Nachmittag- wohlbehalten In Newyork angekommen. Bremen. 10.April. (Per tranSallantischen Telegraph.) Der Postdampfer Crefeld, Capitän H. Bruns, vom Nordd. Lloyd in Bremm, ist gestern Mittag wohlbehaltm in Baltimore an- gekommm. Auszug aus den Stan-esamtsregrsterir der Stadt Gieße». April: 4. Heinrich Umbad), Schneider dahier, mit Katharine Luh zu Wteseck. 4. Friedrich Will, Schneider zu Babenhausen, mit Magdalene Felsenheimer daselbst. 4 Wilhelm Peter Forbach, Metzger zu Laun-bach, mit Marie Elisabeth Blum zu Grünberg. 9. Friedrich August Zimmermann, Staatsanwalt dahier, mit Anna Marie Ottilie Lawall zu Osthosen. 9. Albrecht Schulte, Stadt-Ingenieur zu Brühl, mit Christine Sophie Wilhelmine Heckeroth zu Cassel. 9. Heinrich Keßler, Metzgermeister zu Frankfurt a. M., mit Marie Luise Karoline Friederike Schnecko hierseldst. 9. Jacob Reh, Schmied zu Hermannstein, mit Katharina Hederich daselbst. | «haschlieFanga«. April: 4. Franz Josef Ganß, Schmied dahier, mit Johanna Christine Luise Mathilde Elisabeth Rinn Hierselbst. 4. Johann Schneider, Schlosser dahier, mit Maria Magdalene Heß, geb. Brügger, Wittwe von Schuhmacher Heinrich Heß dahier. 4. Emil Heinrich Aubel, Kaufmann dahier, mit Katharine Henriette Schwarz hierseldst. 4. Friedrich Christian Marx, Bauaufseher-Aspirant dahier, mit Karoline Auguste Brühl Hierselbst. 4. Heinrich Westmeier, Schneider dahier, mit Anna Elisabeth Wicke Hierselbst. «adoreas. März: 30. Dem Restaurateur Anton Koch eine Tochter. April: 1. Dem Hausirer Konrad Jäger ein Sohn, Ernst Ludwig. 2. Dem Schlosser Adolf Scheid eine Tochter, Emma Henriette. 2. Dem Professor Dr. Alexander Leist eine Tochter, Margarethe Pauline Maria. 3. Dem Händler LouiS Fr.-eS eine Tochter, Marie Sophie Wilhelmine. 3 Dem Kaufmann Heinrich Göhcke eine Tochter. 4. Dem Wiesrnwärter Wilhelm Bellof IIL eine Tochter. 4. Dem Stationsasststenten Carl Wagner eine Tochter. 5. Dem Bierbrauer Johann Sommer Zwillingssöhne, Karl und Heinrich. 5. Dem Uhrmacher Carl Stöver eine Tochter, Clara Anna. 5. Dem Loco- motiosührer i. P. Ludwig Wagner ein Sohn, Rudolf Emil. 6. Dem Bremser WUHelm Schneider VIII. ein Sohn. 7. Dem Postassistent Philipp Bausch ein« Tochter. 7. Dem Flaschenbierhändler Ludwig Wagner II. ein Sohn. 7. Dem Eisenbahn-Schaffner Konrad Kircher ein todtgeboreneS Kind männlichen Geschlechts. 7. Dem t? xuhnwn LouiS Reitz ein Sohn, Julius Wilhelm - April: 3. Johannes Tritt, 35 Jahre alt, Bergmann von Klein- Linden. 4. August Mühleisen, 40 Jahre alt, Gastwtrtb dahier. 4. Friedrich HanSmann, 1 Jahr alt, Sohn deS verstorbenen RangtrerS WUHelm HanSmann dahier. 5. Barbara Roth, geb. Gontrum, 76 Jahre alt, Wittwe von Lehrer Christian Roth dahier. 7. Karoline Katharine Sahlfeld, geb. Mannhardt, 49 Jahre alt, Ehefrau von Hochbauaufseher Johann Peter Sahlfeld dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Giessen. Evangelische Semetude. •dtanti. MarkuSgemeinde. Den 6. April. Johann Schneider, ein Witlwer, Schlosser zu Gießen, und Marie Magdaleve Heß, geb. Brügger, Wittwe deS Schuhmachers Heinrich Heß. LukaSgemeinde. Dm 6. April. Emil Heinrich Aubel, Kaufmann, und Katharine Henriette Schwarz, Tochter des verstorbmm Kaufmanns Wilhelm Schwarz zu Frankfurt a. M. JohanneSgemeinde. Den 6. April. Franz Josef Ganß, Schmied zu Gießen, und Johanna Christine Luise Mathilde Elisabeth Rinn, Tochter deS Bahnarbeiters WUHelm Rinn zu Gießm. Denselbm. Friedrich Christian Marx, Bauausseher-Sspirant Ju Gießm, und Karoline Auguste Brühl, Tochter deS SattlermeisterS lugust Brühl zu Gießm- •etaafU. Matth äu-gemeinde. Dm 5. April. Dem Schreiner Ernst Falkmheimer ein Sohn, Ernst Peter, geboren den 23. December. Denselbm. Dem Taglöhner Phllipp Weiß ein Sohn, Karl, geboten dm 7. Februar. Denselben. Dem Frismr Phllipp Lehrrmwd eine locht- Marie Katharine, geboren den 9. Februar. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich HaaS eine Tochter, Inti geboren den 24. Februar. Denselben. Dem Arbeiter Heinrich Schmidt eine Tocht«- Margarethe, geboren dm 1. Februar. Denselben. Dem Schlosser Hermann Prvschold ein Sok, Willy Heinrich Richard Jakob, geboren dm 11. Februar. Denselben. Dem Schneider Adam Bolz eine Tochter, 2t, Marie Elisabeth, geborm dm 13. Januar.. Denselben. Dem Fuhrmann Phllipp Hlllgättner ein Soh» Karl Wilhelm, geboren dm 22. Januar. Dm selben. Ein unehelicher Sohn, Emst Karl Kaßpar, gebot» dm 23. November. Denselben. Dem Buchhändler Karl Krebs eine Tochter, Mara» Wilhelmine Ltddy, geboren dm 8. Februar. Dm 6. April. Dem Schreiner Konrad Drescher ein Soh, Karl Ludwig, geborm dm 22. December. Dmselbm. Dem laglobrer Heinrich Braun eine Locht, Anna Juliane, geborm dm 9. März. Denselben. Dem BahoarbeUer Heinrich Lotz eine locht, Karoline Elisabeth, geborm dm 29. Februar. Dmselbm. Dem Maurer Andreas Krug ein Sohn, Karl Wilhelm, geboren den 5. November. Denselben. Dem Landgerichts-Registrator Ludwig Jäger e> Sohn, Otto Heinrich Peter, geboren den 16. Februar. Dm 9. April. Dem verstorbmm Privatmann Wilhelm )och^ ein Sohn, Friedrich, geboren dm 17. März. Den 10. April. Dem Agent Karl tzStiaSny eine Toch^ Therese Elisa, geboten den 27. März. MarkuSgemeinde. Dm 5. Sprll. Dem Kaufmann Gerhard Bötz eint locht« Margarethe, geborm den 17. Februar. Denselben. Dem Schlosser Karl Struth ein Sohn, lupft geboren dm 7. Januar. Denselben. Eine uneheliche Tochter, Marie Johanna Inta* Henrieite, geboren dm 20. November. Dm 6. April. Dem Kutscher Johanne- Erb eine locht« Johanna, geboten dm 26. Februar. Denselbm. Dem Bäcker Ludwig Weber? eine Tochter, Hetatz Margarethe Bertha Elisabeth Johanna, geboten dm 7. Mär». Dmselbm Dem Schreiner Wilhelm Wacker ein Soho, Heinrich Jakob, geboren den 30. Januar. Denselbm. Dem Kutscher Christoph Wetz ein Sohn, Johani Ludwig, geboren den 24. Februar. Denselben. Dem Taglöhner Johanne- Becker eint lochtn Luise, geboren dm 20. October. Denselbm. Dem Taglöhner Heinrich Schomber ein Hohe, August, geboren dm 3. Februar. Denselben. Dem Fuhrmann Johann Wagner ein Soho, Karl, geboren den 26. März. Denselben. Dem Heizer Otto Arnold eine Tochter, Karolta Henriette Käthchen, geboren dm 18. März. LukaSgemeinde. Den 5. April. Dem Bierbrauer Karl Zimmer ein sSohi Karl, geboten den 1. März. Denselbm. Dem Dachdeckermeister Heinrich Schmoll ein Soho Rudolf Erich Han-, geboren dm 5. März. Denselbm. Dem Bautechniker Karl Schupp ein Sohn, Wilhel» geboren den 16. März. Dm 6. April. Dem Schlosser Johann Heinrich Pseuster eti Sohn, Eberhard Johann Jakob, geboren dm 28 September 1836 JohanneSgemeinde. Den 5. April. Dem Steinmetz Albert Lmtz eine locht«, Martba, geboren den 11. März. Denselben. Dem Schlosser Wilhelm Hartmann eine T-cht«. Matthilde Wilhelmine, geboren dm 3. Februar. Denselben. Dem Gärtner Wilhelm Gerhard ein Sohn, 6et Anton. geboten den 27. Januar. • Ten 6. April Dem Glaser Johann Wilhelm Räuber eis« Tochter, Johannette Elise Margarethe Henriette, geboren bm 14. geh. Mtlitärgem einde. Den 5. Avril. Dem Fußgmdarm Johann Heinrich Ha»4 eine Tochter, Käthe Luise Wildelmine, geboren den 7. Februar. Denselben. Dem Vicefeldwebel Heinrich Flach ein Sohn, Ma. Friedrich LouiS Heinrich, geboren dm 14. März. Denselben. Dem Viceseldwebel Heinrich Jäger ein Saha. Karl August Friedrich, geboten den 15. Februar. Maithäusgemeinde. Den 6. April. August Mühleism, Wirth, 40 Jahre all, flirt dm 4. April. JohanneSgemeinde. Den 8. April. Barbara Roth, geb. Gontrum, Wittwe td Lehrers Heinrich Christian Roth, 75 Jahre alt, starb dm 5. Aprü. Den 10. Avril. Dr. med. Hermann Stieda, Sohn de- MedicinalrathS Professor- Dr, Ludwig Stieda zu Königsberg, * 28 Iahte, starb den 3. April zu Königsberg. Verkehr, rrnd Volkswirtschaft. Oiefcm, 10. April. Marktbericht. Auf dem heutigH Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,95—1,00, Hühnere«! pr. St. 5 ch, 2 St. 0 A. Enteneier 6, 2 St 0-0 A. Gäne ei er pr. St 13—14 4, Käse pr. 6t. 5—10 A. Käsematte pr. 6L 8 > Erbsen pr. Liter 17 A. Linsen pr. Liter 30 A. Tauben pr. X 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,20 bi- 1,80, Hahn« pr. St^ X 1,30—1,70, Enten pr. Stück X 2,00—2,20, Gänse pr. Pü-l X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 A. Kuh- und Rindfleich pr. Pfd. 66-68 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bl« 66 A. Schwel» fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70—00 A, Kalbfleisch pr. Vsd 80 | Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50 W 5,00 X, Weißkraut pr. Stück "-00 a, Zwiebeln pr. E"tt>a X 5,00-0,00, Milch pr. Liter 16 4- "sielt man blendend weiße V ’JUC ^OlClCyC bei größter Echo«««O der Etaste r4 8Cttttmaetl» t Wäsche Lauge«.»xtract oder , Salmiak rerpe»tin.^ettlauge««ebl i 16 W Man achte genau auf die unter Nr. 11778 patentamUtch ge'«"- Marke: „Bit* (Fabrikant L. Lettermann m Elberfeld). Kunst-Aasstellnng, “«’S nähme de- Sam-tag-, von 11 bi- 1 Uhr, am Mittwoch CT noch von 3 bi« 5 Uhr. SO««tagO wktzreutz X< uuuvierhrache« »•* 11 tzis 8 Utz«. — Etntritt-prei- Ntchtmttglteder an Werttagm 50 Pfg., an Sonntagen 30 w — KSstritz i. Thür. Die Fürstliche Brauerei Köftr l begeht in diesem Jahre die 200-jährige Jubelfeier ih e« tkntbem Die älteste Urkunde liegt un« vor und ist betitelt „ykrredmita über gebraute« Bier und wie solche« berechnet wird auf bem •• Reuß-Plauen'schen Kamwerguth - Köstritz anno 1696" ißelÄ <■ gewaltiger Zeitraum sind 20Ö Jahre! — Mst Stolz kann die Fit liche Brauerei auf dieselben zurückblicken und alle die, welchen« vergönnt gewesm ist, an ihrer Entwickelung und Hebung> atbeitm. Nack wie vor wird das Köstritzer Schwarzvier u seiner vorzüglichen Etgmschast weitergebraut werden uno a»w ReconvaleScenten, Wöchnerinnen und Blutarmen k. ew e.e i wichtige« Heil- al« Stärkung-mittel sein und bleiben. Die Vezua queUen ersehen die verehrten Leser- unterer Zeitung au« Inseraten! heil. rotte * * ',!l"'t*l;t d»i;, 8»H j. Februar. ’ v- '»ttmSBityjn da. ’wb ®56 elr, l,6 ein Eahv, L. tok Jahuiii«^ nt8 Erb ein, x' eine Tech!« ;,. een dm 7. $ir °ckn ein Sch, .- ^eh ein Sch, Beckn tint !h । Schoniber tt ■ Wagner einS^d eine Tochler, rl Simmet tti: inrich Schwall hupp ein Sch & n Heimich Pirck m 28 Erplewba'/ it tri Lmh eine ist- Minmn dni ar. rhard du Sohn, i Müm UiMdn i it, yboxm^toUiil Zvham heimt:.-. :tn den 7. FeK ich Flach ein» Mz. ich JSger ein» de. itrih, 40 Jch--- bleodend ®ti|r d obet 6l ;SS«: cr-,»">' 1*5 eftti 1SDim|a8töy- [1(l)e Sr«ÄÄ W :L'^ ©ontrum, ; alt, st-rb W Stieda, ©* M ’ iieda zu ■ ____ It Aus bea* 1 rtt&i I» 1,30, ■ -2,20, 43, d. 50bU664,^, rs*’* Ä. Schlachthaus. Freibank. [3556 Heute und Montag: Ochsenfleifch nicht ladenrein, per Pfd. 56 Psg. Ausverkauf! 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Gg- Kraft, Wetzsteinstroße 42. Höhere und erweiterte Mädchenschule zu Gießen. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 13. April, Morgens 8 Uhr. Die Anmeldungen für die höhere und die erweiterte Mädchenschule erfolgen Montag, den 13. April, Morgens von 10—1 Uhr; die Kinder, die noch keine Schule besucht haben, werden für Klaffe 10 der höheren und Klaffe 8b der erweiterten Mädchenschule im unteren Stock angemeldet. Erforderlich ist die Beibringung des Impfscheins, sowie die genaue Angabe der Taufnamen und des Geburtstages des Kindes, wie des Namens des Vaters oder Pflegers, bei auswärts geborenen Kindern die Vorlegung des Geburtsscheines. Kinder, die schon eine Schule besucht haben, bringen ein Zeugniß über den seitherigen Schulbesuch bei und, wenn sie über 12 Jahre alt sind, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung. Ihre Anmeldung erfolgt im Zimmer des Unterzeichneten im zweiten Stock. Der Unterricht beginnt Dienstag, den 14. April, für die Klaffen 1 — 7 der höheren Schule und 1b—5b der erweiterten um 8 Uhr, für sämmtliche Vorschulklaffen um 9 Uhr. Gießen, den 7. April 1896. Großherzogliche Direktion. 3324_______________________________Dr. A. Stoeriko.________ frankfurter HWWrndand. 4^ige Wfandöriese Serie XII Jahrgänge 1885 und folgende betreffend. Der andauernde Rückgang des Zinsfußes älterer Hypotheken macht es erforderlich, den Rest unserer Pfandbrief-Serie XII von 4®/0 auf 372% zu convertiren. Es sind dies die Stücke: Ser. XII, Lit. II. Nr. 2001 bis 2670, 16001 bis 16300, 17001 bis 17350 „ „ „ N. „ 8901 „ 10600, 16001 „ 19000,30001 „ 30475 „ „ „ 0. „ 11601 ,, 15400, 16001 „ 20000,30001 „ 30854 „ „ „ P. „ 10101 „ 13600, 16001 „ 19500,30001 „ 30575 „ „ „ R. „ 9701 „ 13000, 16001 „ 19000,30001 „ 30251 n „ „ Q. „ 10701 „ 15050, 16001 „ 19500,30001 „ 30411 soweit solche nicht schon früher verloost sind. Wir offeriren zunächst die Kortdaner der 4O/Oigcn Verzinsung bis zum 1. Januar 1897 uud die Zinsherabsetzung auf 3>/z % mit Wirkung vom 1. Januar 1897 ab denjenigen, welche ihre H'fand- vriefe (mit ßonpons per 1. Juli 1896 und folgenden, zur entsprechenden Abstempelung bis zum 2. Wai 1896 einreichen. Formulare zur Einreichung sind in Frankfurt a. M. an unserer Kaffe (Gallusanlage 8), auswärts bei unseren Coupons-Einlösungsstellen erhältlich, insbesondere: in Darmstadt bei der Bank für Handel und Industrie, in Gießen bei Herrn A. Heichelheim, in Mainz bet Herren Schmitz, Heidelberger & Co. 3502 Wegen Kündigung der bis zum 2. Mai 1896 nicht zur Abstempelung eingereichten Stücke wird weitere Bekanntmachung erfolgen. Frankfurt a. M., den 10. April 1896. ___Jrarrlrfurier Kypothekenöank.__ Reste finden Sie in größter Auswahl uud zu billigste» Preisen in allen modernen Artikeln bei M. Kann, Wäschegeschäft, 3553_________________________Kirchenplatz 8,______________ ELamgge HaBs l ' Kräuter-Thee, Russ. Knöterich (Polygonum) ist das vorzüglichste Hausmittel bei allen Er- R ! krankungnn der Luftwege. Dieses in seiner Wirksamkeit einzig dastehende Kraut gedeiht nur In gj ! einzelnen Distrloten Russlands, wo es eine Höhe bis zu 1 Meter erreicht, nicht zu verwechseln i mit dem in Deutschland wild wachsenden Knöterich. Wer daher an I'hthisis, huftriihren- (Brun- Rj chial-) Katarrh, Lungenspitzen-Affectlonen, Kehlkopf leiden, .tsthina, Athemnoth, uri I Hrustbeklemmuny, Husten, Heiterkeit, Bluthusten etc. eto. leidet, namentlich aber derjenige, W welcher den Keim zur Lungenschudndsucht In sich vermuthet, verlange und bereite sich den Absud n i dieses Kräutertheos. welcher echt In Paokotenä 1 Mark bei Ernwt weldenmnn, Lieben- Z hnnrn. IfiFhHl.llrh l.t. Rrnnhurwn mirürTtUrho- ------------ ----------- Farben, Lacke und Firniffe aller Art liefert in besten Qualitäten billigst August Holl, 2659 Bahuhofstr. 51. — Telephon 102. 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BUichstraße 12, i. • Miß' Eisenach vr w-d S ,-i1r>«ch/aD1 MW» bsucnbtn B rihmro Selr Seh ras Ml MU Das Festmahl I fcinltlhl - 1) M 2) gu« Red Thriluog: wirke uod Sr-stlos-Erk - 6) «ul oerrtelta - 6) Nicht holländischer Ätirtzbllchei: Bn fahrens: llnsfithrungs fahren- beid ‘ Der i Geschichte, bi tintr der ger ftib* — so c ju einem ctroc dirt arz Hera WH hm Io Tenn roie dere macht si und ick soll d bin mit Abr wir Hiob/ - ich nur so v beihriligt Hal tetrbcn Sie aufrecht erhol »al die Ges L-ben. Ich s doch wohl füL Todesanzeige. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, Grosses Lager in Bändern. Sammt, Seidenstoffen. 3475 Snecialität: Ple»Mlhe Ktileil-Verfilheriiiigs-AiiM. Leidrentenverstcheruna zur Erhöhung deS Einkommens, «apttaldec» ficherung (für Aussteuer, Militärdienst, Studium) Spartaffe. Renten 1894t 3172 000 Mark. BermSgerrr 90 Millionen Mark Prospekte und näher« Auskunft bei Herrn Heinrich Hochrenther ti Sieben, Eüdanlage 5.67 Todes-Anzeige. Theilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Soho, Bruder und Schwcger „ . . „ Herr CJeorg Klein, Gepäckträger gestern Abend 9 Uhr im 37. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Die iranernden Hinterbliebenen. Gießen, den 11. April 1896. Die Beerdigung findet Sonntag, 12. April, Nachmittags 3‘/i Uhr, vom Sterbehause, Frankfurterstraße 30, auS statt._________________3558 Dienstag den 14. April: bei Felsing, Neuenweg. 3440] Für einen jungen Mann, der die Realschule besucht hat, wird Lehrstelle in einem Tuch- oder Eisenwaarengeschäft gesucht. Gcf. Offerten unter 3440 an die Exped. d Blaties. findet Sonntag, 12. d. Mts., Nachmittags 3i/2 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurterstraße 30, aus statt. 3534 Zusammenkunft um 3 Uhr im „Rheinischen Hof". Bit ti tyre» feonbr * «" ««ti W®'» fo6, i«l (l JJ.3»fal * , Nttr S* "•« 3?» 2** । *« »«ch Iki, v Geilfus, 3478] . Marburgerstraße 44. pflonphl üchlige Mädchen, auch UüOllLUl HauSmädchen, durch mt Frau Hüttenderger, L>eltersweg 52. 3423] Im Bügeln, in und außer dem Hause, empfiehlt fich _______Minna LSber, Friedhof- 3299] Eine tüchtige Büglerin empfiehlt fich in und außer dem Hause. Näheres Wallthoeftraße 27 (Eingang Asterweg). Offene Stellen für Comptoir, Laden, Lager, Reise, be« setzt kostenfrei der Kaufmännische Verein zu Frankfurt Stadt Marburg. t Unterhaltung. Gießener Hmnibus-Keseü'schaft E. G. m. b. H. Samstag, den 18. April, Abends 81/, Uhr, im Restaura n: Feid el 3540 Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Besprechung über die Haftpflicht der Genes'. 2) Antrag des seitherigen Vorsitzenden des Aufsichtsraths: den Fahrpn. für die ganzen Strecken auf 15 Pfg. ä Person zu erhöhen und die lora grenzen für die Theilstrecken, welche zu 10 Pfg. weiterzufahren sind durch den Vorstand Vorschlägen zu lasten. 3) Wahl des Vorstandes uick Aufsichtsrathes. 4) Versicherung des Pferdebestande». Der Vorstand. • ______Adami. Hanau. Kiew Gießener Aadfahr -Aerein. ....Mittwoch, den 15. April er., Abends 8 Uhr, m im Hotel Schütz General-Versammlung. Tages-Ordnung: 1) Geschäftsbericht, 2) Rechnungsablage 3) Vorstandswahl, 4) Vereinsangelegenheiten. 3548 Der Vorstand.