litt 8.3,50 len, 10114 » oitwintorei, 10. l-MKlckkiißP, alhniamlung Nachmittags 5 W, Neustadt 61. iug: besonders Wahl des Soupla^. 6 der Statuten. ind der Paragraphen S, 5 iinN Vorstand: Schlosser. strauch hVÄ \\wt Btthardy >u in das chiMM ir Ausführung. en auf M PW » cechnung. Ionen jeder Art. §chmackartikel^> che der tusstessung ist ein uchhandlung tf! tv Ul,v w „rftleik * Breiten 292 Erstes Blatt. Freitag den '1. December 1890 Der HKHener Anzeiger erscheint täglich, wit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener A««1kienSkäiter «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Ztnzeiger. Dierteljähriger Aöoanementspreis r 2 Mark 20 Pfg. wit vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: SchntstraßeFr.7. Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Tkreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehm« t Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- rntgrgre. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Inheiden. Nachdem in mehreren Gehöften zu I n h e i d e n die Maul« und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, wird d,eS mit dem Ansügen zur öff ntlichen Kenntnitz gebracht, daß GemarkungSsperre angeordnet ist. Gießen, am 10. December 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. VeotseheA Rerchstag. 142. Plenarfihuug. Mittwoch den 9. December 1896. Am Bundesraihslische: StaatSsecretLre o. Bötticher, Graf Posadowsky und o. Stephan. Ohne Debatte wird in dritter Lesung der Handelsvertrag mit Nicaragua definitiv genehmigt, ebenso der Gesetzentwurf über die RetchsüauShaltscontrolle pro 1896/97. Es folgt die erste Beralhung des Postdampfer-Subven- tionS-GesetzeS. Behuf« Einrichtung einer 14tägtgen Verbindung mit China soll die Subvention um jährlich IV» Millionen Mark erhöht und die Gewährung des so erhöhten Zuschufles aus 15 Jahre ausgedehnt «erden. Staaissecretär v. Bötticher: Diese Erweiterung geht nicht über den Nahmen dessen hinaus, was der Gesetzgeber 1885 in Aussicht nahm und außerdem ist ge ade jetzt der Zeitpunkt, wo eine solche Erweiterung erfolgen muß, wenn man sie überhaupt einmal vornehmen will. Es handelt sich darum, unseren Handelsverkehr unabhängig zu machen vom Auslande, nachdem fett 1885 sowohl unsere Waaren-Aus- und Einfuhr wie unser Pasiagierv-rkehr mit Osiafien sehr erheblich gestiegen find. Die Gesammtsubventton von 40 Millionen kann danach nicht zu hoch erscheinen. Der deutsche Schiffsbau hat sich erst seit 1885 daran gemacht, so große Dampfer zu bauen, wie sie für einen rentablen Verkehr nach Ostaften nöthig sind. Noch in diesem Frühjahr hat die Institution of naval architeots unserem Schiffsbau das rühmlichste Zeugniß ausgestellt und ihn als völlig gleich werthtg dem englischen zur Sette gestellt. Die bisherige vier- wöchentliche Verbindung genügt nicht, insbesondere find Klagen in Antwerpen laut geworden, aber keineswegs im Jntereffe deS belgischen Handels, sondern im Interesse unserer westlichen Prooinzm. Redner weift dann hin auf die Wichtigkeit einer bäufizeren Verbindung mit Oftafien, Angesicht« deS in China nach Beendigung des japanischen Krieges zu erwartenden starken Wettbewerbes, mit dem schon Rußland begonnen habe. Ebenso liege die Sache hinsichtlich Japans. An diesem Wettbewerb müsse Deutschland theilnehmen, wenn wir nicht hinter den anderen europäischen Staaten zurückbletben wollten. Frankreich subornttonire die Messageries maritimes künftig für den ostafiattschen Verkehr mit 41, Millionen Mark, England gewähre sogar 41/» Millionen, während bet uns der Zuschuß künftig 3Vg Mtüronen betragen werde. Man habe von Liebesgabe — einem beliebten Ausdruck — an ein einzelne« Unternehmen gesprochen. Aber die der Vorlage betgegebenen Tabellen beweisen, daß für die anderen Rhedereien noch etn weiter SptUraum bleibe. Auch habe der Lloyd sich niemals an einem PcetSdruck auf die Frachten be- thetltgt, tm Gegentheil. Trotz der Subvention sei überdies die Unter- btlanz des Lloyd aus dem ostafiattfchcn Geschäft noch nicht gedeckt. Im Auslande verfolge man das Schicksal der Vorlage mit Mißgunst, da« ergebe sich aus den Aeußerungen englischer Blätter. Er bitte um Annahme der Vorlage, damit das vom Norddeutschen Lloyd geleitete Unternehmen sich auch ferner entwickeln könne zur Ehre der deutschen Flagge und zu Gunsten der nationalen Wohlfahrt. Abg. Schädler (Ctr.): So wie die Vorlage vorliegt, könnte sie uns eher zur Ablehnung als zur Annahme bewegen. Wir werden aber die Gründe für und wider in der Commission sorgfältig prüfen. Nach den Erfahrungen, die soeben erst der StaatSsccretär des Auswärtigen mit den Zettungssttmmen gemacht hat, sollte eigentlich auch für Herrn v. Bötticher kein Anlaß sein, sich auf Aeußerungen ausländischer Blätter zu berufen. (Heiterkeit.) Es gibt ja auch Leute, die in der Vorlage eine Verstärkung der Kriegsmarine erblicken; wenn mit der Vorlage eine Entlastung deS MarineetatS verbunden wäre, könnte ich mich eher dafür geneigt fühlen. Der Passagter- oerkehr ist aus den suboentiontrten Linien nur schwach entwickelt; auch der Briefverkehr ist sehr gering. Die Hebung des deutschen Handels ist keineswegs allein auf die subomttonirten Linien zurück- zuführen, sondern auch auf die nichtsubventtonirten Rhedereien. Ucderdtes kommen Zvetdrittel deS Frachtoerkehrs bisher auf Frachten von Ausland zu Ausland. (Sehr richtig I) Wir dienen also mit der Subvention zu sehr großem Theile nicht unserem Handel, sondern dem Auslande. (Beifall.) Der Norddeutsche Lloyd hat bisher mit Verlust gearbeitet und wird auch weiter mit Verlust arbeiten, wenn er die Fahrten verdoppelt. Da ist eS doch eigentlich besser, wenn wir im Jntereffe deS Lloyd selber die neue Subvention ablehnen. (Heiterkeit) Denn es wäre das nur für den Lloyd selber eine neue Last! Wir können es doch nicht »ulaffen, daß Jemand sich «uS Patriotismus lutntrel (Heiterkeit.) Heute, wo wir bet der Marine alltäglich technische Veränderungen erleben, können wir uns doch auch nicht auf 15 Jahre binden und uns dadurch die Fortschritte auf so lange Zeit abschnetden. Die Sache hat noch eine Kehrseite: wenn wir di- Ausfuhr begünstigen, fördern wir auch die Einfuhr und daS ist sorgfältig zu erwägen tm Interesse der Landwirthschast. Wtr werden die Vorlage jedenfalls auf das Sorgfältigste prüfen. Abg. Freese (frs. Vg.): Wir hier standen 1885 der Subvention nicht günstig gegenüber. Jetzt aber stehen wtr vor einer vollendeten Thatsache, und es handelt sich nur darum, ob die Linie alle 4 Wochen fahren soll, oder alle 14 Tage. Letztens ist dann jedenfalls bester tm Interesse unserer Industrie.- Gerade die werthvolleren Güter würden von der 14tägigen Beförderung profiltren. Der Aufschwung, den der Dampferbau auf unseren deutschen Werften genommen hat, hängt zweifellos mit der Subventiontrung des Lloyd zusammen. Seit 1894 habe der Lloyd nicht ein einziges Schiff mehr in England bauen lassen. In China und Japan nehme Deutschland unter den Einfuhrländern die zweite Stelle ein. England habe zwar einen großen Vorsprung, aber nur wegen de« Handels in Baumwolle und Baumwollwoaren. Und sobald China selbst Baum- wolltndustrie einrtchie, werde Deutschland hinter England kaum noch zurückbletben. Bet dieser Vorlage handle eS sich jedenfalls nicht um etn klagendes Gewerbe, welches den Staat um Unterstützung anrufe, sondern um einen Vertrag über Leistung und Gegenleistung. Was die der Landwirthschast erwachsende Concurrenz anlange, namentlich durch Import australischer Wolle, so sei e8 Thatsache, daß gerade die australische Wolle der deutschen Wolle oerhältnißmäßig die wenigste Concurrenz mache. Abg. Leipziger (c.): Nach den Erfahrungen seit 1885 habe der damals unternommene Versuch dem Handel und der Industrie Deutschlands Nutzen nicht gebracht. Zwei Drittel der Frachten, die auf Kosten deutscher Steuerzahler befördert würden, gingen von Ausland zu Ausland. Unsere Landwirthschast würde sogar stark geschädigt, habe man doch indisches Getreide frachtfrei als Ballast nach Deutschland befördert zum Nachtheil der Landwtrthe, die selber alS Steuerzahler die Subvention mittragen'müßten. Für Herrn v. Stephan sei die Su'venttonserhöhung freilich sehr unangenehm, denn die Etunahmen flössen in seine Kaste, während die Subvention das Reich in einem besonderen Etatstitel belaste. Der Antheil deS Lloyd an der Beschäftigung der Werften verschwinde doch ganz hinter dem Antheil der Marine. Die Berechtigung, wonach der Lloyd 40 Millionen vom Reich empfangen und 59 ausgegeben haben solle, mache auf ihn selbst vorläufig nur einen komischen Eindruck. Ein kleiner Theil seiner Freunde sei der Vorlage nicht abgeneigt, die übrigen behielten sich ihre Entscheidung vor. Staatrsecr. v. Stephan erinnert daran, daß Windthorst schon 1885 prophezeit habe, man werde wohl noch weitere Bewilligungen folgen lassen. (Heiterkeit.) Jetzt sei man jedenfalls in einer Zwangslage, der großen Concurrenz halber. So richte z. B. Japan vom nächsten Jahre ab eine 14lägige Linie nach Antwerpen etn. Auch die französische Concurrenz sei seit dem neuen Vertrag mit den messa- geries maritimes eine verschärfte. Redner verbreitet sich dann namentlich über das Interesse des BriesverkehrS Deutschlands an einer Verdoppelung der Lloyd-Fahrten nach Ostafien. Daß die Postdampser Getreide als Ballast zurückbrächten, sei ihm nicht bekannt. Abg. Metzger (S.-D.) gegen die Vorlage, weist zunächst da« Motiv zurück, daß man Deutschland in dem internationalen Wettbewerb concurrenzfähtg erhalten müsse. Set dieses Motto richtig, weshalb wende man denn die Subvention gerade nur dieser einen deutschen Linie zu und nicht allen? Er selbst könne sich diese Zuwendung an dem Lloyd nur dadurch erklären, daß, wie man behaupte, der Lloyd sich verpflichtet haben solle, nur ausgediente Marineoffiziere anzustellen. Dabei habe man sich in dem Vertrage mit dem Lloyd ganz darum herumgedrückt, daß auf dess'N Schiffen als Heizer, Trimmer rc. Chinesen und Malayen beschäftigt würden, dem hätte man abhelfen müssen, ebenso der Ueberbürdung mit Arbeit. Die Beschäftigung der gelben Rasse und der dadurch herbeigeführte Lohndruck seien auch eine Mitursache deS gegenwärtigen Strtk.s. Abg. Dr. Hahn (b. k. Fr.) findet, daß die Vorlage nicht geschickt begründet sei. Wer auf die Bedrohung der landwtrthschast- lichen Interessen durch gesteigerte Einfuhr hinweist, dem kann ich nur erwidern, daß wir unsere Landwirthschast auf anderen Wegen Feuilleton. Weihnachtseinkäufe. Von ESperanza. (Nachdruck verboten.) Die sausenden Herbststürme haben die letzten Blätter von den Bäumen geschüttelt, spät hebt sich die Sonne am Horizont; die Adventglocken läuten und fern, fern winkt da« Geschimmer de« ChristbaumS. Täglich wachsen die Sorgen der Hausfrau! Wieviel gibt es zu beschicken, zu bedenken bis zu dem festlichen Abend, da die Ruhe einkehrt, — der Friede auf Erden! — DaS Wohlgefallen hervorzurufen ist in so manche Fraurnhaud gelegt, wenn sie es nur versteht, richtig zu wählen, gütig zu schenken. Der geniale Humorist Wilhelm Busch weiß zwar von drei lieblosen Tanten zu berichten, welche in wisperndem Gespräch darüber schlüssig werden, waS sie dem „guten Sophiechen" schenken —: „Ich schlage vor, wir entscheiden UnS für ein Kleid in Erbsengrün, DaS mag Sophiechen nicht leiden." Der dritten Tante war das recht: Ja", sprach sie, „mit gelben Ranken! Ich" weiß, sie ärgert sich nicht schlecht) Und muß sich auch noch bebauten!" Doch nehmen wir an, daß diese „Herzens-Kritik" ein wenig zu scharf gerathen ist. Hoffen wtr, daß sämmtliche geschenkpfltchtige weibliche Wesen es fich'S werden angelegen sein laffen, mit dem Dank auch zugleich die Freude hervor- zurufen! Sehr nahe liegt'S ja den Frauen, ihren Töchtern, Schwestern, Nichten, Enkelinnen oder dienstbaren Geistern als WethnachtSüberraschung die neuesten Gaben der Mode aufzubauen. Im Reiche dieser souverän alle Culturlander be- herrschenden Fürstin gibt eS zweifellos irgend einen Gegen- stand, den selbst die Anspruchsloseste nicht entbehren mag, ben sie sich heimlich wünscht und durch deffeu unverhoffte Erlangung am Christabend sie erfreut werden kann. Haben doch fast alle aus der Hand der Mode hervorgegangenen Gegenstände einen praktischen Werth und empfehlen sich deshalb ganz besonders zum Geschenkzwccke, zumal eS Einem freisteht, dieselben luxuriös oder einfach zu wählen, je nachdem man Geld in feinen Beutel thut. Der sorglichen Hausfrau kann eß nicht dringend genug ans Herz gelegt werden, daß sie ihre Einkäufe zu rechter Zeit, ein paar Wochen vor dem Fest macht. Versäumt sie dies, so wird sie die Auswahl der von ihr gewünschten Gegenstände bedeutend verringert finden, die geschmackvollsten Muster werden vergriffen sein und bei dem großen Andrang, welcher kurz vor Weihnachten in den Magazinen zu herrschen pflegt, dürfte es dem Verkäufer nicht möglich sein,, sie mit der in stilleren Zeiten üblichen Sorgsamkeit und Gefälligkeit zu bedienen. Bevor sie ein GeschäftSlocal betritt, sollte die Kaufende sich im Ganzen darüber klar sein, welche Gegenstände fie vorgelegt zu haben wünscht und eine wie große Summe sie anzulegen gewillt ist. Maßgebend sür Auswahl und Preis wird eS ja stets sein, welcher Persönlichkeit die WeihnachtS- gabe bestimmt ist. Beabsichtigt eine Hausfrau für ihr treues Dienstmädchen einen warmen Muff und Pelzkragen zu erstehen, so wird sie naturgemäß andere Pelzsorten und anderen Zuschnitt zu sehen verlangen, als wenn daS Geschenk der eigenen Tochter oder Nichte bestimmt ist. DaS absolut Paffende und Richtige zu treffen, ist nicht immer leicht. Es gibt liebenswürdige Frauen genug, welche vermeinen, ihre Pflicht zu erfüllen, wenn fie mit Freuden bereit sind, eine gewisse Summe sür Geschenkzwecke zu opfern. Sie bedenken nicht, daß zum Geben und ganz besonders zum Geben von Modeartikeln HerzenStact gehört. Kommt eS doch bei diesen vor Allem auf Kleidsamkeit an. DaS Alter, der gesellschaftliche Stand, das mehr oder minder hübsche Aeußere der zu Beschenkenden müffen bei der Auswahl auf« Sorgsaltigfte in Rechnung gezogen werden. Außerdem sollte eS eine wahrhaft gütige Geberin verstehen, durch vorsichtiges Forschen tm Voraus zu ermitteln, ob fie auch nicht im Begriffe steht, einen Gegenstand zu schenken, welcher bereits vorhanden ist. Freilich gibt eS Dinge, welche etn weibliches Wesen gern mehrfach besitzt- hierin rechnen besonders die zur intimeren Toilette gehörenden Gegenstände: Handschuhe, Strümpfe, Kragen, Rüschen, sowie alle Wäscheartikel. Diesen nützlichen Sachen gegenüber empfiehlt es sich beim Einkauf, den Umtausch vorzusehen, damit nicht unangenehme Weiterungen entstehen und ein wohlgemeinte- Geschenk werthlos gemacht wird durch unpaffenden Sitz oder zu knappes Maß. Rathsam wird eß auch sein, den Weihnachrsbedarf in reellen, durch jahrelanges Bestehen wohleingesührten Magazinen zu decken. Die großen Bazare wiffen freilich durch marktschreierische Ausbietung ihrer mit unglaublich niedrigen Preisen bezeichneten Maaren zu verblüffen, aber jeder denkende Mensch muß fich sagen, daß man von einem Gegenstand Modernität, gefälliges Aussehen und daneben noch die größte Dauerhaftigkeit nur dann verlangen kann, wenn der dafür geforderte Preis fich mit dem Werthe der betreffenden Sache deckt. Bei unbedachten Einkäufen ist es häufig nicht zu ver- meiden, daß die Geschenke dem Geber bester als dem zu Erfreuenden gefallen, zumal bei der Auswahl von Modeartikeln. Jeder, der in der glücklichen Lage ist, im Glanze des ChristbaumS Geschenke auszutheilen, sollte fichS einmal vorstellen, wie viel bittere Enttäuschung alljährlich durch uu- pastende oder gleichgültige Wahl hervorgerufen wird. Damit der Humor bei der Sache nicht fehle, kommt zur Weihnachtszeit auch das so beliebte „Rundreisegeschenk" in Flor, daS nirgend Heim und Stätte hat und rastlos wandert, wandert, um vielleicht gar am Ende seiner Bahn zu dem ersten Spender zurückzukehren, eine Ironie deS Schicksals, die wir Niemand wünschen wollen. Hoffen wir vielmehr, das Jeder unter« Christbanm dasjenige finden wöge, was sein Herz begehrt hat, daß also die Weihnachis Einkäufe mit liebevollem Sinne und Jntereffe ausgeführt worden find. Freudiger Dank wird dann nicht auSbleiben, und — einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! BehördlicheAi Heinrich VII. Reuß, des Candidaten der konservativen Partri, zum Präfideuten de« Herrenhauses gilt der /»Post" I zufolge in unterrichteten Kreisen für gefichert. Berlin, 9. December. Die freiconservative Fraction de- Abgeordnetenhauses will unter allen Umständeu auf der ' toceU» tut» provinriclles. Gieße», den 10. December 1896. •• WeihnachtS Oratoriu«. Vielfältigen Wünschen Auswärtiger entsprechend, hat fich der Kircheogesangverein ent- schloffen, die Aufführung deS WeihnachtS-Oratoriums am Donnerstag den 17. December, auf 5 Uhr zu legen. Er hat es in der wohl nicht unbegründeten Hoffnung gethan, daß der gewaltige Eindruck, den da- herrliche Werk bet feiner ersten Aufführung am S. Januar gemacht hat, die schühm müssen, so durch Eontlngeniirung oder durch den Antrag Kan.tz (Lawen links), aber nicht hier an Vielem Punkte. Die Verwendung chinesischer Heiner wüsse er seh' bedauern. Auch die Ord- nungtzparteiler Hütten di 'er» für den duNchen ^"mann (Lachen bei den Socialdemokraten) und wünschten, daß unsere Schfff'abrts- aeselllchakten keinen einzigen gelben Hetzer anstellten. Die Stellung der Schiffsoifiziere müsse ebenfalls eine bessere werden namentlich in S-iua auf ihre Arbetttzdauer, die Oifij'ere des Lloyd seien überlastet. Redner plaidtrt noch für Derdesferung unseres Consuiat- wefenL und äußert Besorgnisse di sich-Uch künftiger«noch sesteiserter C-oncurrenz Japans wegen d r dortigen billigen Arbeitskratt. irr bittet schließlich besonders die Conservativen, die Vorlage anzunedmen, um UNS ein wichtiges Absatz sedier erhalten zu Helsen. Morgen 1 Uhr: Fortsetzung; dann Resolutionen aus Anlaß der Berathung des Bürgerliche.' ÄdktzbucheL. — (Schluß 5«« Uhr.) XUue^te Wolff» telegraphische« Correspondem-Bureau verlia, 9. December. Nach einer telegroph scheu Meldung an daS Obercomma« do der Marine ist die 2 Division I de- 1. Geschwaders — D v fionSchef Contreadmiral Prinz Heinrich von Preußen, Königliche Hoheit, — bestehend aus S. M. SS. „ftö-tfl Wilhelm", Flaggschiff, „Sachsen , Württemberg" und „Wacht" am 8. December in KungS- hakka bei Gothenburg-Schweden angekommen und beabsichtigt I am 12. December wieder nach Kiel in See zu gehen. verltv, 9. December. Wegen Angriffs auf das deutsche I Co nsulat in Lourenzo Marquez ist bereit- von I deutscher Seite in Liffabon Genugthuung gefordert worden. Hamburg, 9. December. Der „Hamb. Corr." führt an leitender Stelle auS, der Ausstand sei auf einem todten Punkt angelangt- beide Parteien seien entschloffen durckzu- I kämpfen. DaS ganze Gemeinwesen komme in Mitleidenschaft. I Weite Kreise wünschten den Abschluß des Kampfes, der weder Sieger noch Besiegte kenne. Da keine Partei I die Hand zum Frieden b.ele, so müffe von unparteiischer I Seite etogegriffen werden. DaS Blatt schlägt Folgende- I vor: Der Senat ernennt ein Cylllgium von drei Männern- I diese fordern beide Parteien auf, eine gleiche Zahl gewählter I Vertrauensmänner zu entsenden, welche unter der Leitung | des Collegiums verhandeln. Die Punkte, über welche Einigung erzielt ist, find bindend. Differenzen hat das Collegium zu schlichten. , m Hamburg, 9. December. Die Quai-Verwaltung I hat heute Vormittag durch Maueranschläge bekannt wachen lassen, daß die festen Arbeiterstellen, sowie die in der Arbeit verbliebenen und neu aufgenommenen Arbeiter dauernd beschäftigt werden. Von den au-geschiedenen Arbeitern werde keiner wieder in Arbeit gestellt, bevor nicht der Gesammt- auSstand beendet ist und auch dann nur, wenn noch Stellen | offen find. An den StaatSqaaiS herrscht heute bedeutend regerer Verkehr. Ein großer Theil der Krahnführer hat heute die Arbeit wieder ausgenommen, so daß heute nur I noch wenige Krähne außer Arbeit sind. I Karlsruhe, 9. December. Nach der „KarlSr. Ztg." ist die ReichStagserfatzwahl im 2 badischen Wahlkreise (Donaueschingen) auf den 28 Januar festgesetzt. Karlsruhe, 9. December. lieber das Befinden deS GroßherzogS sind feit einiger Zett, meisten- in nicht badischen Blättern, ungünstige Geiüchte verbreitet. Wir find zu der Erklärung ermächtigt, daß solche Mittheilungen vollkommen unbegründet sind. Nach dem übereinstimmendem I Urtheil der den Großherzog behandelnden Aerzte verläuft hie Genesung deS Fürsten, wenn auch langsam, so doch durchaus normal und zufriedenstellend. Schlimme Besürch- I taugen irgend welcher Art find keineswegs gerechtfertigt. Pari«, 9. December. Im Budgetaus'chusse äußerten sich heute Ministerrath Mältne, Finanzmimster Cochery und Marineminister BeSnard über den Antrag Lockroy betreffend die Forderung von 200 Millionen Francs für den Bau n e u e r K r i e g S f ch t f f e. Der Marinemintster erklärte, der Stand der Flotte fei nicht so ungünstig, wie mau behaupte. Nichtsdestoweniger fei von der Regierung vor mehreren Monaten festgestrllt, daß eine Vermehrung der Flotte erforderlich sei. Madrid, 9. December. In Barcelona rief gestern | die Explosion einer 'Dynamttbombe eine lebhafte | Panik hervor. Es wurde Niemand verletzt. Die Thäter find bisher noch nicht ermittelt. — Aus Alcoh, Provinz Alicante, erhielt ein Fabrikant eine Kiste, in der eine Höllenmaschine enthalten war. Depeschen deS Bureau „Herold". Berit*, 9. December. Der Polizeipräfident v. Wind- heim wurde gestern Abend 7 Uhr im Neuen Palais vom Kaiser tu besonderer Audienz empfangen. Wie verlautet, handelt eS fich hierbei um Aufklärung über die Machenschaften deS Herrn v. Tausch und die Stellung der politischen Polizei gegenüber dem Auswärtigen Amte. Berit*, 9. December. Herr Generalsuperintendent v. Dry and er wird nach dem Osterfest nächsten JahreS nach Plön Übersiedeln, um den ConfirmationSunterricht deS Kronprinzen und Prinzen Eitel Friedrich zu übernehmen. Heber die weiteren einschlägigen Maßnahmen sind der „Kreuzzeitung" zufolge endgilttge Entscheidungen noch nicht getroffen. Berit*, 9. December. DaS StaatSmtnifterium trat heute Nachmittag 3 Uhr unter Vorsitz deS Reichskanzler- Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berit*, 9. December. Die Ernennung deö Obersten Lieber zum Gouverneur von Deutsch Ostasrika und die Versetzung de- bisherigen Gouverneur- v. Wißmann in den etustweiligen Ruhestand werden heute im „RetchSanzeiger" veröffentlicht. Berit*, 9. December. Die Wahl de- Prinzen Glieder unserer Gemeinden veranlassen werde, den Besuch bet jetzigen Aufführung, trotz der für Hiesige weniger güustigen Stunde, zu ermöglichen. Bortrag. Morgen Freitag, Abend- 8 Uhr, wird Herr Dr. Johanne- Müller im großen Saale von Steiu- Garten seinen letzten Vortrag halten und zwar über da-Thema: „Offenbarung oder Mythologie?" ES handelt fich hierbei um die wichtigste und entscheidenste Frage, vor die fich Jeder, der fich mit Religion und Christen- thum gründlich auSeinandersetzen w ll, gestellt fieht. Einerseits: ist das, was unö von Gottes Eingreifen in die Geschichte, von seinen Kundgebungen an Propheten und GotteSwänner, von seinen Wunderthateu und außerordentlichen Führungen erzählt wird, nur eine AuSdruckSweise jener Zeit, die wir überall finden, für Erscheinungen, die thatsäch'ich keineSweg» übernatürliche waren? Ist Christus selbst, wie wir ihn an« den Urkunden kennen, nur da- mythologisch gezeichnete unb vergrößerte Bild einer einfachen geschichtlichen Persönltchkei ? Andererseits: handelt eS fich auch bei un4 nur um eine mythologische AuSdruckSweise, wenn wir von der Erfahrung bei lebendigen Gottes reden? Man sieht, es tft nicht- weniger, als die Frage nach dem Sein oder Nichtsein de« lebendigen Gottes im Christeuthum überhaupt, die in diesem Schlußvortrage gestellt wird. Wir machen darum ganz besonders darauf aufmerksam. •• Stadttheater. Wir wollen nicht unterlassen, nochmals auf das morgen Freitag hier stattfiadende Gastsp'el des Fräulein Cela Enrtci vom Frankfurter Stadttheater hinzuweisen. Die gefeierte Soubrette wird in «Kyritz Pyritz" in der Rolle des „Emil" auftreten. •• Bou der Eisenbahn. vom 1. April 1897 ab, vor- auSfichtlich an dem Tage der Verstaatlichung der Hessischen LndwigSbahn, werden lt. „Darmst. Tgl. Anz." folgende Strecken der genannten Bahn dem EtsenbahnbetriebS-Direc- ttonSbez>rk Frankfurt unterstellt werden: die Strecke vru Wiesbaden über Niedernhausen nach Limburg und die Strecke von Aschaffenburg nach Hanau- ferner sämmtliche oberhesfische Bahnen, nämlich: Gießen-Fulda, Gießen-Gelnhausen, Grün- berg-Londorf, Stockheim Gedern, Nidda-Schotten und Hungen- Laubach. *• Hessische ArtillerieBeterane*. In Offenbach fanden fich am Sonntag 68 Angehörige der vormaligen zweit » leichten Batterie des Artillerie-CorpS zu einer Erinnerungs- feier der glücklichen Heimkehr vor 25 Jahren aus dem Fel.'- zuge 1870/71 zusammen. Auch der damalige Hauptmann Beck, jetzt Oberst und Cowmandeur des Großh. Hess. Gendarmerie Corps, der bet Allen noch in bestem Andenken steht, war erschienen und hielt eine Ansprache. Im Jahr 1900 soll eine gleiche ErinnerungSfeier in Mainz staitsinden. Der FeuervetficheruugSverbaad für hessische Lehrer t*t nunmehr gesichert. Ein Garantiefonds von 20 000 Mk. iit bereit- gezeichnet. In der zweiten Hälfte deS laufentru MonatS wird die conftiiulrenbe Generalversammlung statt- finden, in der die Steuern endgiltig festgestellt werden. Für diejenigen Lehrer, we'che nicht in der Lage sind, dem Feuer- verficherungSverbande als ordentl che Mitglieder beitrrten za können, ist die Möglichkeit der außerordentlichen Mitglied- fchafr gegen einen Jahresbeitrag von 1 Mk. geboten. •• Der jetzt bereit» über 50 Jahre unter dem Protektorate des Großherzogs in Hessen bestehende Beni* zur Unterstütz*»« **d vefferung der au» de* etrafanftal.e» entlassene* Gefangene* hielt am SamStag tm Regierung-, gebäude zu Mainz unter dem Vorsitz des Herrn Ober- landeSgertchtSrathS Ro h d e - Darmstadt feine General- Versammlung ab. Die Versammlung war berufen wordev, um eine Reorganisation deS Verein« vorzunehmen- man er- hofft von den gefaßten Beschlüssen, daß sie die Erreichuig der BereinSzwecke besser als seither ermöglichen werden. Herr OberiandeSgerichtSrath Rohde theilte mit, daß der lang jährige Präsident, Frhr. v. Ricou, wegen feiner Ernennung zum LandgerichtSpräfidenten in Gießen auS dem AaSschuffe auSgeschieden sei, und daß er an dessen Stelle getreten sei. Ec werde keine Arbeit und Mühe scheuen, um die Vereins- zwecke zu fördern. Herr Rohde ging deS Näheren auf die Bestrebungen des Vereins unb geplanten Aenderungen ein, indem er auSsührte: Schon der zahlreiche Besuch der Versammlung beweise ihm, daß der Verein immer noch mächtige Freunde habe. Auf der anderen Seite müßte aber gesagt werden, daß noch Viele dem Verein fern biteben und von der irrigen Meinung befangen feien, ein Mensch, der einmal auf die schiefe Ebene bei verbrechens gerathen sei, bedürfe keiner Hülfe mehr ober sei solcher nicht werth - da« sei falsch- Den gefallenen Mitmenschen müsse man bestrebt sein vor weiterem Sinken zu bewahren und ihn der menschlichen Ge sellschaft als nützliches Glied wieder zuzuführen. Oft wirkten widrige Umstände zusammen, den Menschen auf die Bahn des verbrechens zu führen. Gerade diese Gefangenen aber würden, wenn ihnen hilfreich die Hand geboten würde, vor der weiteren Verbrechetlaufbahn gerettet, während angeborene verworfen- heit auch den größten Anstrengungen auf Besserung Trotz eutgegensetze. Hierfür fei tausendfältig durch den Verkehr mit den Gefangenen der Beweis erbracht. Leider aber nähmen n*r wenige Gefangene die Hülfe de- Verein» m Anspruch. So habe der Verein 1890 61 Pfleglinge gehabt, 1891 108, 1892 184, 1893 66, 1894 64, 1895 133; e» sei demnach keine fortschreitende Inanspruchnahme zn consta- tleren. Die Einnahmen betrugen im Jahre 1895 9413 W 99 Pfg., die Ausgaben 5658 Mk. 68 Pfg-- da» De.ein»- vermögen betrug Ende 1895 52,289 Mk. 60 Pfg. B Unterstützungen wurden in den letzten 5 Jahren 23,125 vc. auSbezahlt, die fich folgendermaßen auf die VtoDin^n oer- theilen: Starkenburg 12,377 Mk., Rheinhessen 6751 Wt- Oberhessen 3997 Mk. Die Mityltederzahl sei leider von 1669 tm Jahre 1893 auf 1506 tm Jahre 18W I* rückgegangen. Die Mitglieder - Beiträge haben *öy^ 3301 Mk. ergeben. Für 1897 habe man für Unterstützung 4000 Mk. und für 1898 5000 Mk. vorgesehen. Hoffe""'" lasse das Wohlwollen der Gönner deö Verein» nicht cam- Forderung der Relikte*.Versorgung für Volk»- sch ullehrer beharren. Sie hat eine Resolution vorbereitet, in der sie die StaatSregiernng auffordert, noch im Laufe dieser Sesfion einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Versorgung der Hiuterbliebenen der Volksschullehrer unter Anlehnung an die Ruhegehalt« Kasse und unter Gewährung von StaatSzulchÜffen in ähnlicher Weife wie die der Hinter- blirienen von Staatsbeamten regelt. Berlin, 9. December. Von der deutschen Colouie in Lorenzo Marquez erhält die „Nordd. Allg. Ztg." ein gestern dort aufgegebenes Cabeltelegramm, nach welchem der holländische Consul angegriffen wurde, ebenso zwei Holländer angegriffen und verwundet wurden. Dte Kleider wurden ihnen vom Leibe gerissen. Ferner wurde die englische Flagge zerrissen und el fand ein Sturm auf da« deutsche Cousulat statt, alles an einem Tage. Kiel, 9. December. Die Arbeiten an dem zur Zeit auf der hiesigen Germania-Werft tm Umbau befindlichen Panzer Baben" sollen mit 500 Arbeitern derart beschleunigt werden, daß derselbe bereit« am 1. März 1897 zur Probefahrt in Dienst gestellt werden kann. Hamburg, 9. December. Die Unglücköfälle ungeschulter Arbeiter mehren fich erschreckend. Heute verunglück'en fünf Arbeiter, zwei derselben find tobt, von 256 Schiffen wird auf 137 mit 1200 Mann gearbeitet. Außerdem arbeiten etwa 400 Quaiarbeiter. Dresden, 9. December. Die Prinzessin Friedrich August wurde von einem Prinzen entbunden. Die Taufe findet bereit« morgen statt. Wie*, 9. December. Kaiser Franz Joseph em- pfing heute Vormittag den Großfürsten Cyrill Wladimirowitsch von Rußland in längerer Audienz. Budapest, 9. December. Wie der „Budapester Hirlap meldet, ist ein päpstliche« Schreiben an die katholischen Bischöfe in Ungarn erfolgt, in welchem dte ungarische Sprache bet der Lithurgie verboten wird. Pola, 9. December. Die Typhus-Epidemie grasfirt noch, doch find dte Fälle jetzt nicht mehr so schwer, wie vor einiger Zeit. Die Polizei ordnete an, da« StaatSgymnafium zu schließen. v , , Brüssel, 9. December. AuS einer Unterredung, welche der Special Correspondent deS „©tolle beige" mit dem SchrlftsÜhrer der Hafenarbeiter in Antwerpen, Jansen, hatte, geht hervor, daß augenblicklich in Antwerpen kein AuSstand zu besürchten sei. Jansen erklärte, alle beladenen und unbeladenen Schiffe, welche von Hamburg kommen, würden boycottirt werden. Befragt, ob der AuSstand in Hamburg ein Werk de« englischen Ausschusses sei, erklärte der Schriftführer, daß dies nicht der Fall sei, sondern der- selbe sei seit längerer Zeit vorbereitet gewesen. Die Entsendung Tom Man« habe keinen osficirllen Character, sondern derselbe sei nur auf besondere Bitte der Hafenarbeiter i nach Hamburg gekommen. Weiter erklärte Jansen, daß im Falle eines unvorhergesehenen StrikeS in Antwerpen der Unterstützungsfond genügend groß fei, um während 14 Togen bis 3 Wochen die Strikenden zu unterstützen. Rewyork, 9. December. Di: Meldung, daß der cuba- nische Jnsurgentenführer Macco im Kampfe gegen die Spanier getödtet worden ist, wird von verschiedenen Seiten bestätigt. Berlin, 10. December. Der BnndeSrath soll in seiner heutigen Sitzung zu bm Beschlüssen des Reichstages in der zweiten ßJung ter Justiznovelle Stellung nehmen. Wie in Centrumskreisen behauptet wird, trifft die Auffassung, all ob daS Scheitern der Novelle besiegelt sei, ntcht zu. Allerdings sei nur wenig Hoffnung vorhanden, daß ein Com- promiß mit den verbündeten Regierungen weide geschlossen werden können. Die dritte Lesung der Novelle ist für Montag In Aussicht genommen. Berlin, 10. December. Zwischen der conservattven Partei und dem Zentrum finden gegenwärtig im Reichstage Verhandlungen statt, um eine gemeinsame Action in der I Margarinefrage vorzubereiten. Nach erzielter Vereinbarung sollen auch Mitglieder anderer Fractionen zur Unter- I stützung des gedachten Planes geworben werden. I Berlin, 10. December. Die Commission deS Abgeordnetenhauses sür da« Lehrerbesoldungsgesetz führte gestern Nachmittag die erste Lesung zu Ende. Die ersten I 6 Absätze bei § 27 (Leistungen deS Staates) wurden ohne I Debatte angenommen. Der Antrag, betreffend Gewährung I eine« dauernden Zuschusses an die politischen Gemeinden, I welche durch daS neue Gesetz einen Ausfall erleiden, und Abrundung der Zuschüsse nach oben auf volle Hundert, wurde I mit 15 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Der ganze § 27 wird I unverändert angenommen, ebenso Ueberschrift und Etnleitung I de« Gesetze«. Brussel, 10. December. „Gtoile beige" zufolge wurden in dem Bahnhofe zu Antwerpen mehrere Wagen mit I Postsendungen auSgeplündert. DerWerth ist bedeutend. WB. Bremen, 10. December. Nach einer Meldung I der Agentur dc« Norddeutschen Lloyd in Coruna herrscht die Befürchtung, daß der am 17. September nach Villa Garicia abgegangknr Dampfer „Salier" in einem schweren Orkan verunglückte. Näheres fehlt. Ein Dampfer ist I abgegangen, um die Küste abzusuchen. •®i« ‘C|H000 “"‘S'Ä 0'f“ toTTn®«V*'U wolle t" ' Gesäii, 3a6f M 6 « «• Bl? S * WÄ iuditrlau dww- •1 tf, «gonlldlt $»6lnb termaltungen Obnt tu äänfltn der Placate in t-6 Verein« dem Gesc bann der Verein auch Pfleger weibliche fltroinnen suchen. — ® ttrector Gebeimrath 8 riu«-Darmstadt, Ob Pfarrer Lyacker-Mc Mainz betonte, efl tnii in bin GefälignWule aufmerksam gemacht öl wurden acienommtn. Herren: AegierungSro Dr. Goldmann, B Krell, Prooinzialdit Petersen, Rlchtsan Provinzialdirecior ®e: Freiherr v. Gagern- LaodtSzuchthausts Ma deS ZelleugefLngnissr« gelingen möge, die M de« Vereins bester föi die Versammlung. □ Mda, 9. Dc Krawmarkl war tri besucht. — Die über verhängte Sperre ist H. «llfeld, 9. ®i Mad)6 Staunet zwei Verlauf ter eine beut a Mchtete, während der < wuhte, QlMafc er \e\w + vidiugeu, 9. tWttr schenkte unserer Kirchenorgel von o t,ntt hierfür errichtrtei s'iftungSgemäßen Bestli D Tarmstadt, 9. ?tfn archäologischen ( ^«ntDr.F.Noackwi ^'echischen Kunst *•' 6- und Anfang« d "Wenigen dr« Quattri U-bn da« «Bennen 'mÜTÄ' “ «rt? “4 erdfsntt.' b 6 6onc In Ad. tntMt? B',b CM * «niumelbe«897 SÄ »- J'Äu' MS-h - Nd nS.10 rint>, »irhoncu« Beamten eilten herbei und suchten die Unglückliche zu beruhigen, BehördlicheAnzeigen der treffen heute ein bei 5861 B 2 tüchlige Schweizer- Kinder. 2 tüchtige Pferdeknechte. 9863 in 10835 Wäschegeschäft. Billige Preise 10844 10737 empfiehlt R. Rüdiger, MUthsrstr. 43. über oder zum Ge- wurde. Mädchen Spielwaare«, Christbaumschmuck Vom 7. bis Arbeitnehmer. 1 Schriftsetzer. 1 Metzger. 2 Schlosser 4 Schreiner. 5 HauSburschen. 2 Erdarbeiter. 1 Ladnerin Schmied. Taglöhner. Laufmädchen. Wickelmacher- jeder Preislage. Otto Rathschlag „Was, ich soll in daS Gefängntß?" tobte das unter Gesten einer Wahnsinnigen. Die Eitern und Forderungen auf . Mittwoch, 20. Januar 1897, Vormittags IO Uhr, wir dem unterzeichneten Gerichte Lesrmin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Lmmrsrnaffe gehörige Sache in Besitz Wen oder zur Concursmaffe etwas stzmldig sind, wird aufgegeben, nichts tu den Gemeinschuldner zu verabfolgen sbtxr zu leisten, auch die Verpflichtung Urriversttäts - Nachrichten. In der theologischen Facultät zu Heidelberg sind in diesem Winter tmmatricultr« 47; In der juristischen 346; in der medicintschen 180; in der philosophischen 165; in der naturwiss nichaftltch mathematischen 269. Somit beläuft sich die Gesammtzahl der Jmma^ tricultrten auf 1001; davon sind 398 Badener und 603 Nichtbadener. Außerdem sind zum Besuch der Vorlesungen noch 114 Personen be- recht'gt. Die Universität zä^lt danach 1115 Studtrende gegen 1179 de« vorigen Wintersemesters. Von den neu angekommenen Studenten gehören 21 der theologischen. 133 der jurtstischru, 54 der medicintschen, 65 der philosophischen und 96 btr naturwissenschaftlich-mathematischen Facultät. In Marburg besuchen in diesem Semester 871 immatriculirle Studenten die Universität gegen 960 im Sommer 1896, 874 im Seiden-Damaste Mk. 1.35 sowie schwarze, weiße und farbige Hevrreberg-Letde von 60 Pf. bis Mk 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert. Damaste rc- (ca. 240 versch. Qual und 2000 versch. Farben, DesstnS rc.), porto- and steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. — Durohsoboittl. Lager: oa. 2 Millionen Meter. 869* Seiden-Fabriken G, Henneberg (k. u.k.Hoti.), Zürich, Verkehr, Can6» «nd Votrswtrthschafe Limbur-, 9 December. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 13,95, weißer Weizen X 13.60, Korn X 10.00, Gerste X 0.00, Hafer X 5.50. uvmt. Jg DHenbai^ chölize der vormaligen Mz e-CorpS zn einer ttinvewsi- vor 25 Jahren aus bin $l:> ud) der damalige HaOiM. oandeur des Großh. fyff. ta* i not in bestem AndnktnW, nt Ansprache. Im Ich 1900 feier in Mainz ftattfinbin. Illttltib für hefsilcht Lchn M antiefondS von 20 000 M üi ztveiten Hälfte bei lachvdtu ende OtntralDtrfommlung N'-1 abghtig Wtül i in btr Sage Ni 6tm 5(Ult' ernannt. Eoncursforderungen sind bis 6. Januar 1897 bei dem richte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung 1 1 1 1 6 2 1 doch Alles war vergebens. Als man schließlich kirchliche Anzeige« öer Stadt Gietzen evangelische 6emtinle Donnerstag den 10.December, Abends 8Uhr: Vibelfl««-r im Eonfirmandensaal (Neustadt 61). Jrc. 5, 13—20. Pfarrer Schlosser. Hgnesdirntz In der Shrragoge. SamStag den 12. December. Vorabend 4 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr. SabbathauSgang 5“ Uhr. KottkSdikuft der iSraelttischm ReligionSgeseWafl. Freitag Abend 4C0 Uhr, SamStag vormittag 880 Uhr, Nach- mtttag 3 Ubr, SabbathauSgang 5“ Ubr- Nachmittag 2« Uhr GchrifterktLruug in der Synagoge- WochengotteSdtenst Morgens 7 Uhr, Abends 4" Uhr gewaltsam die Verurtheilte abführen wollte, ent pann sich ein förmlicher Kampf zwischen den Gendarmen und dem Mädchen, welcher bis hinter die Gefängnihthüre fortdauerte. △ Mainz 9. December. Nach langen vorberathenden Verhcwolungen wurde in heutiger Sitzung der hiesigen Stadt« Verordnetenversammlung die Errichtung eines Arbeitsamtes für die Provinztalhauptstadt Mainz beschlossen. DaS vorgelegte Statut sammt den gestellten Zusatzanträgen fand Seitens der Versammlung Genehmigung und wurde der Regierung zur Sanctionirung empfohlen. Zu längeren Debatten gab nur der § 7 der Statuten (Strike- paragraph) Veranlassung, welchem die soc altsttschen Stadtverordneten eine für die Arbeitnehmer günstige Fassung zu geben versuchten. Die Versammlung erklärte sich jedoch für die Fassung der juristischen Commission. DaS Arbeitsamt tritt am 1 April n. I. in Krast. sänge der Kunst weisen auf die Inseln hin, insbesondere DeloS, Samos und NaxoS. An Stelle der Anfangs ruh'g stehend gebildeten Statue tritt dann, insbesondere auf der Insel ChioS und in Attika, die lebhaft b'wegte Figur- aus dem bemalten R-lief entsteht nach und nach die frei stehende Figur. Der ansängltchen PoroS Skulptur mit der Schnitt- technik folgte später die Ma mortechmk mit dem Meisel- die einfache Gewandung wird nach und nach complieirter bis zum durch Farben geschmückten Prachtgewande der jonischen Frau- die betriffenden hinterlassenen Skulpturen haben ein lebensvolle- Abbild der zieilchen jonischen Damen. Statuen waren zumeist auS Insel-Marmor und wurden diese auch nach Athen geliefert-daS alte Gezierte der Jnselkunst wurde von den A-Henern verschmäht. Die dann entwickelte aeginetische Kunst steht in der Mitte zwischen derjenigen der Inseln und deS Peloponnes, und sie wirkte dann hinüber nach Attika. In den letzten Werken dieser Entw ckelung fingen schon die ernst schönen Köpfe deS Parthenons an. An Hand von Bildern deS SkioptikonS und Photographien wurde diese Entw ckelungSreihe anschaulich vorgesüürr. — Ueber acht Tage beschließt eine Darlegung der Kunst von Olympia die VortraqSserie. △ Mainz, 9 December. Eine erschütternde Scene spielte sich gestern Abend vor dem htefigcn Schwurgericht ab. Auf der Anklagebank saß ein junges Mädchen, Philippi Emisch aus WormS, bezichtigt des Meineids, welchen die Angeschuldigte in einem Processe, den sie gegen ihren Werk« fttoret angestrengt, geleistet haben soll. AlS der Staats« anwalt eine Gefängnißstrase von neun Monaten beantragte, stürzte die Angeklagte händeringend vor den GerichiStisch und betheuerte unter lautem Weinen ihre Unschuld. Vollständig fassungslos und gebrochen mußte das Mädchen von ihren Angehörigen zu der Anklagebank zurückgebracht werden. Noch aufregender war die Scene, als von dem Gerichte das auf sechs Monate Gefängniß lautende Urtheil verkündet 1C857] Jeden Donnerstag Nachmittag frisch etntreff^nb 1». Sehellfleehe, Cabliau, Rothzungen rc. bet ___E. Dort, WaUkhorstraße 45 Schellfische Angebot Bäcker. Friseur. Lackirer. bi< Beibehaltung des ernannten bU Wahl eines anderen Verwalters, (onoie über die Bestellung eines Gläu- ffDerausschusses und eintretenden Falls iber die in § 120 der Concursord- mng bezeichneten Gegenstände auf Donnerstag, 24. Decbr. 1896, Vormittags 11 Uhr, urab zur Prüfung der angemeldeten auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 6. Januar 1897 Anzeige zu machen. Grobherzogliches Amtsgericht zu Lich. gez. Süffert. Veröffentlicht gemäß § 103 der C. O. Der Großh. Gerichtsschreiber: Kohlheyer. 10842 vorigen Winter, und zwar 99 Tbeologen (120, 96), 216 Juristen (277, 258) 247 M bklner (247 223), 309 PH lokpfrm (316, 297). Dazu kommen 60 Hörer, darunter 10 Damen. Die Zahl btr Ausländer benagt 63. An bebnet man bU'ju bte 130 M di einer, welche im SlaatS.xamen fiehtn, sowie 10 Hörer, so füllt sich b«e Geiammtzahl der Skudirenden ouf 1651 b. 1. 37 mebr alS im Wintersemester 1895-96; eS ist mithin eine erfreuliche Freqaenz- zunahme zu co-ftahren. An bet Untoetst ät GreifSwsld sind gege-wärtig 793 Stu« dirende immatliculirt (gegen 943 im Sommer und 802 im vorigen Winter) und zwar 261 in der ideologischen, 133 in bet juristi chen, 316 in der nudicintschen und 84 in der philosophischen Facultät. Die Universität Jena bat in diesem Semester einen Bestand von 705 immitriculirlen Studirenden, von denen 42 der theologischen Facultät, 178 der juristischen, 219 der medicintschen, 266 der phil frphischen angehören. Die Zahl der Studtrenden der Theologie ist wiederum zurückgegangen. Die Zahl der Hörer betritt 42, die G iammlzahl der Besucher demnach 747, ebenso viel wie im Winter 1895/96. An der Universtiät Kiel find in diesem Semester 548 Stu> birenbe immatriculirt. Davon zählt die theologische Facultät 55, die juristische 120, die medicinische 244, die philosophische 129. Zu diesen kommen noch 43 Hörer. Emil Koch, Frankfurt a. 1 14 Roßmarkt 14. Auf Weihnachten empfehle AeteuHtungsgegmstände aller Art für Gas und elektrisches Licht. -—- Blumentische mit selbstthätiger Fontaine etc. Summ«: 10 (7) 8 (6) 2 (1) — 8nm. Die in Klammern gesetzten Zistern gebe« en, wie vielt der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komm«. Concursverfahren. Ueber das Vermögen des Zimmermanns Johan« Friedrich Eise de» Zweiten in Lich wird heute am 9. December 1896, Vormittags 10 Uhr, das Concursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Adam Köhler in Lich wird zum Concursoerwalter Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftraße 2. 9. December: Nachfrage der Arbeitgeber. 1 Barbier. 1 Schloffen 1 Schuhmacher. 13 Lehrlinge 21 Dienstmädchen. 1 perfekte Köchin- 1 filtere Person zur Beaulsichtigung der l0' ybrndz 8 hi, "d grobe» & ' Wrb bni . 6qqU doy 9 Utz.? r»°r unh ° ÄÄ» ‘•ÄJ t jene, ö.ft* - dtk thlfb-U '.Mt !>"» l4VÄw’' “WoloiHi LS-J"“ -«'n °'Ä * m »ich. “* d.,m J« «14t Mtnhja, * 1 Per fhttfabenbe Taslsvirl '°« *• 1897 oi, t(„ ’>Wll4in| dir Mäh W. a»j.* fiM 6,m tiseobahobrtrikb-.Dittc tllt rottbtn: bk Streckt tmn nach Awdlng uub bk^txtdt farnrnülchr vdnWche Ja, TkßiN'Tüvchnsin, itfc. 1, Mba-Tchottn unb hm/«, Tine verstorbene Rentnerin habe dem Verein in dankens, werther Weise 1000 Mk. zugewendet. Man habe nun den Plan, in jeder Grfangenenzelle eine Ansprache aufzuhangen, in welcher auf die VereinSzwecke hingewiesen sei. Der Verein wolle den Gefangenen auch schon während ihrer Strafzeit beistehen. Die Gefängvißverwaltungen sollten den Gefangenen die nökh-gr Belehrung zu Thetl werden lassen, wie sie nach ihrer Entlassung wieder zu nützlichen Gliedern der mensch ltchen Gesellschaft werden könnten. In den Familien der Inhaftierten trete sehr häufig große Roth em, w-il saft alle Menschen sich von ihnen abwendeten. Man müsse dem Gefangenen eine NamenSltste aus seiner Heimathgemeinde vor- legen und ihn verschiedene Personen, {erneu Beistand, selbst Wahlen lassen. Der Beistand habe dann mit fernem Pfleg- Itng in schriftlichen und wenn möglich auch persönlichen Ber Eehr zu treten. Diese Aenderungen, so e härte Herr Ober- landeSger chtSrath Rohde, seien von hoher Bedeutung. R cht« zeitige Hülfe zur Verhütung weiterer Verfolgung der Ver- brecherlausbahv müsse die Hauptaufgabe sein. Von den vor geschlagenen Aenderungen erhoffe man weiteres segensreiches Wirken des Vereins. — Nunmehr wurde in die Debatte eingetreten. Herr Geh. Minifterialrath Schlippe bemertte, die organische Verbindung deS Vereins mit den Gefängmß- verwaltungen könne nur segensreich wirken. Durch das Auf Längen der Placate in den Zellen würden die Bestrebungen deS Vereins dem Gefangenen stets vor Augen gehalten und bann der Verein auch mehr in Anspruch genommen werden Als Pfleger weiblicher Grfangenen müsse man Damen zu gewinnen suchen. — ES sprachen noch die Herren Provinzial director Geheimrath Rothe, Erster StaatSanwalk Preto- riuS«Darmstadt, OberlandesgerichtSrath Hesse Darmstadt, Pfarrer Lyncker Mainz. Herr Gefängnißverrralter Lang- Mainz betonte, es müsse darauf hingewirkt werden, daß auch in den Gesängnißschulen auf die Bestrebungen deS Vereins aufmerksam gemacht würde. Die Vorschläge des Ausschusses wurden angenommen. In den Ausschuß wurden gewählt die Herren: RegierungSraih Fey, Geh. Ooerconsistorialrath Br. Goldmann, Bürgermeister Köhler, Major i. P. Krell, Provinzialdirector Marquardt, Stadtpsarrer Petersen, Rechtsanwalt Schmeel, alle aus Darmstadt, Provinzialdirector Geheimrath Rothe- Mainz, KretSrath Freiherr v. Gagern«Gießen, Bornemann, Director des Land-Szuchthauses Martenschloß, und Clement, Director reS Zellengefängnisses Butzbach. Mit dem Wunsche, daß es gelingen möge, die Mitgliederzahl zu heben, um die Zwecke «des Vereins besser fördern zu können, schloß der Vorsitzende k>ie Versammlung. □ Nidda, 9. December. Der heutige Weihnächte- Rrammartt war trotz der günstigen W tterung fast schlecht besucht. — Die über unsere Gemarkung wegen Seuchegefahr verhängte Sperre ist heute wieder aufgehoben worden. H. Allfeld, 9. December. Am 7. d. M. gerieten auf Wallachs Brauerei zwei Arbeiter in heftigen Streit, in dessen Verlauf der eine dem andern den Kopf mit dem Messer arg kurldjtete, während der Gestochene sich nicht anders zu helfen wußte, als daß er seinem Gegner die Nase abbiß. Büdingen, 9. December. Ein hochherziger Wohl- thäter schenkte unserer katholischen Gemeinde eine Gebrauchte Kirchenorgel von antikem Werthe, welve in Kürze auf einet hierfür errichteten Empore in unserer Kapelle der füiftungSgemäßen Bestimmung übergeben werden wird. □ Darmstadt, 9. Decrmber. Das Thema des vorletzten archäologischen Cyclus VortrageS von Herrn Privat- t ocent vr. F. No a ck war „Die Epochen derarchäischen griechischen Kunst". Die griechische alte Kunst deS 7., 6. und Anfangs des 5. JahrhundetS v. Chr. entspricht derjenigen des Quattrocento und Trecento. Die ersten An- Lebensgroße LAvK.'LNS«" Portraits O^H«^Ärin6h6a,er’ Slflöt Mlachthaus. Freibank. 10830 Heute und morgen: Ochfensieifch richt tabenrein, pr. Pfd. 52 Pfg. la. Angelschellfische, Hecht. Zander, Cabliau, Salm, gerfiuch. Bücklinge, Lachs, Pommerlche Gänsebrust, marinirt. Bratschellfisch, Bismarckheringe, grobk. Caviar, Hummer, Oelsardinen rc. Neue Feigen, Datteln, Haselnüsse, Haselnußkerne, Wallnüffe, Apfelsinen, Citronen, Tafelmandeln, Tafelrosinen, Weintrauben. — Lebkuchen, «akronen unb Pf 1W.. 'S»1'!$'•$< Mti-lstb« btiutttn zi Mziitb. w 1 M ybotto. tx 50 Jahtt unttt btm tydtt> in W btilttltnbtNiilir btt wl btn kitaMUr uv am Samltag MW btm MV d-s lei« Bettln« noWRi’’ Mtlficn, b«6 H« Itt teilte nit» ‘“J s sicou, & tt an dkßen > lohdk 6» tm Lrrrif FL b(t eisr- K.S- •$*«•* iÄ; i, ö» Christbäume in prachtvoller Auswahl eingetroffen im Garten der Restauration Kusch (EelterSweg). Empfehle besonders den geehrt e Herrschaften und Vereinen große Bäume bis zu b Meter. 10847 Frau Hammel. Kulmbacher Bier (vraaerei MSnchShof) empfiehlt in Flaschen 10846 H. Kempf, Lubwigftraße 26 A. 8l G. Wallenfels. Marktplatz 21. — Fernsprech Nr. 46 Pumpernickel ,ofMT «. S- G. Wallenfels, 9006 ____Markt 21. — Telephon 46. fausschürzeu, ierschürze«, Kiuderschürze« Typhus 1 (1) 1 (1) — — Angeborene Lebens- schwäche 1 (1) — 1 (1) — Lungmschwindsucht 2 (2) 2 (2) — Lungenentzündung i (1) 1 (1) — — Daimcatar h 1 1 — Nieren entzündung 1 1 — — Magenkrebs 1 1 — — Verunglückt 2 (2) 2 (2) — — «je 1. 2. August Frees 1084t s 10846 Verloren u. Gefunden. 10856 Zu verkaufen. |VermjschteAnzeigen. SchnlwtrRRee 7. von 1887 3«/, DeutscheGrdsch.B. unk, b. 1906 101.00 4 ®elbforltnt Srtd « Brief 16.16 । 16.13 Franz. Banknoten 20.37 20.33 Oesterr. dto. Ämcric. 4.20 | 4.16 «dendeonrser Die Direction zusetzen. artartien: II. Scheydi. 3. 4. 5. 4 4 3 3 4 3 6 4 Fortsetzung der Heinrich Eckstein lhatbestavd der Ankl 1894 aus der Kirchw, tziegsrird zu dem hast mit 22 Mark ges Sahl wegen Brleidi Homberg zu 80 Mk. XrtheilSoerküadung be emd e« kam zu einer tzom Kläger zuriickgen eine öfsenlliche Ehren« hitterung über die Üb! darauf der Briefträgk' Jenen nun verklagte, | der- zu 5 Mark &tl Krallte ömnutfjttt, »irth Sg. Vaull II. er sei Siegfrieds bester' rigenschaft aiS TaM AmtSvorgLnger von $ ei» eigene-Pferd). Ni dk r st, der Landwirth habe an Pauli II. dl Kirtorf übertragen, e »Esten, tzr, Wahl, gf i> offener Winhschaft Kerneinderaih, weil ei Temeinderath mif ^tung der Gemeinde ”i°9/ 1» derfchasten. E^rftrSger Wahl bt Wen und labet den ”**/ iö§ Scksteir Portugiesen Mtxtcancr MonopolGriechen von Eilend. Rentenb. Obl. BuderuS Odl. 86.11 103.6> 26.71 93.6 31.4 101 Ü 102.5® 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars In Gold Brenn-Lampen und -Eisen, Friseur- und Aussteckkämme in allen Preislagen, V Broschen und Portemonnaies O sowie sämmtliche Bürsteuwaare« g empfiehlt M A. Welz, Kudtuplatz. * >'P. Friedrich Gross Sattler, 14 Del DamP«dt, 9. 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December 1896, Nachmittage 5 Uhr, in der Stadtkirche: Die Geburt Jesu Christi Kirchenoratorium für Solostimmen, gemischten Chor, Kinderchor und Gemeindegesang, mit Begleitung von Harmonium, Streichorchester, Hoboe u. Orgel von Heinrich von Herzogenberg, unter Mitwirkung der Herren Concert- Bänger H. Hoemann aus Frankfurt a. M (Tenor), Lembcke aus Frankfurt I a. M. (Bariton), Waesmuth aus Hanau I (Bass) und geschätzter hiesiger Kräfte. I Nummerirte Plätze im Schiff der Kirche Mk. 1.50 für Mitglieder 100 Erste Emporbühne » 1.00 Zweite Emporbühne . . . . „ 0.50 Für Studirende und Schüler werden Plätze auf den Emporbühnen zum halben Preis abgegeben. Harten und Texte sind in der Musikalienhandlung von Herrn E. Challier zu haben. 10852 Steins Garten Abends 8 Uhr Freitag, 11. Beehr. Der - Sine ÄS' * » « Sä W* Me 8er?” 6,61 •Ob 8Qd) ö hboro6 nai S •«, »«»iÄ M\ "'i'tog hnekb 06 •«Hellt " ®<«l d 0°. Keniat »5 ?tttl Irlich fi6D ^handelt , h Hub s» , “’mic M *• n ,?• « e|,# leitete Akademische Vorträge. 3m Laufe des Winters werden in der Unioersitäisaula folgende fünf allgemein verständliche Aorlräge $tr e**»>*^ i fttinab®' 00 \ -koiitags- «t Sikßencr «.,l!l-«'""" tkigrltgt- Anmeldungen I 10837] Junger Wann sucht per so- die neuen Dividendenbogen 'SffXKÄÄ zu unseren - 108481 vertrant. Off. unt. C. D. an die^rped d Bl Actien No. I bis 3000 flirflt etn Echt-, junger gegen Rückgabe des Talons zur Ausgabe! UUJ4 Mann, mit den bringen und bezw. portofrei versenden.! Eomptolrarbeiten vertraut, per i. Januar Wir ersuchen die Einsender von Talons, I auf einem Eomptoir oder Büreau, hier auf der rechten Seite derselben ihre I ober auSwärtS. Näheres zu erfahren in Namen oder Firmen und Wohnort bei-1 der Exped- d- Bl oder daselbst Unter H. B. niederzulegen. 10300 Offenbarung oder Mythologie. Letzter Vortrag Warnung Die Firma Richard Loewenthal & Co., Bahnhofstraße, erlaubt sich, um die Aufmerksamkeit des leichtgläubigen Publikums aus sich zu lenken, in den hiesigen Zeitungen Reclamen zu erlassen, die der Wahrheit nicht entsprechen und dem Reichsaesetze über den unlauteren Wettbewerb zuwiderlaufen. ~ Wir bringen dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß mit dem Anfügen, daß wir Vorkehrung für die gerichtliche Verfolgung solcher und ähnlicher Annoncen getroffen haben. Gießen, den 10. December 18 9 6. 10854 An iJorftau) de» AelMW-Amm Sich». Coursbericht .1. Kurz & Co., Giessen, KahipsiKch 63 * Frankfurter Börse vom 9.^ December 1896. Oesterr. Staatöbahn v. 1885 91.25 4 Jtal. staatSgar. Etsenb. 64.70 d Darm». Bk.-Actieu 15500 | Qeüerr. von MoraeuS v Uhr Omnibus-Verbindung (£SS< Ad ßtnic A Marburgerstraße—va-nhos und zurück- Linie B «rünbergerstr atze—Babub^t und zurück. , fitnte D Von und nach Wieseck nach besonderem Fahrpl«^------ *rr==» Der Gesammtauflage der heutigen Nummer liegt eine beklage über Konetzky's AnthelmiuticuM-^----- - 3V« Frankstr. Hyp. 4»/, Flkf.Hyp.Crel 4 dto. T A /Q AM mit anstoßendem ■Lj Ä Qi G ti Zimmer Bahnhofstraße 6 zu vermiethen. 10840 Näheres «enstadt 88. 10847) Großer. Heller Lagerkester, 60 qm groß, zu vermiethen- Lvdwigstraß« 26. Vergnügungen. Giessener Stadltheater. Hevte Donnerstag r Renaissance Kreistag, den 11. December 1896t Gastspiel von Cela Cnrici vorn Aravkfurster Stadsttheaster. Kyritz-Pyrilz. Große Posse in 5 Act. v. Wilken u. Justlnus. r^ermSethungeir^ 11851] Parterrewohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. April 1897 zu vermiethen- Westanloge 89. 10850] Eine bessere Wtttwe (kl. 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