Ur. 85 ©er •Meaer A«»elger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener Mimtkte» Slätter werben bem Anzeiger W-chmtlich breimal beigelegt. Erstes Blatt. Samstag den tl. April 1896 Meßmer Anzeig er Kenerak-Mnzeiger. vierteljähriger x, Abonnemellttprei« X 2 Mark 20 Pfg. mU Bringerlohn. Durch bie Post bezöget» 2 Mark 50 Psg. Redaktion, EfpedttioO und Druckerei: Schulstratze Ar.1. Fernsprecher 51. j Amts- unk Anzeigeblatt fite den Tteeis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für bei Mgenben Lag erscheinmden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. chratisöeikage: Gießener Jamilienölätter. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Ausländer nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß iurch Beschluß des Kreistages vom 26. März I. Js. Herr Martin Loos zu Gießen zum Kreisfeuerwehrinspector fiiir den ganzen Kreis Gießen mit Wirkung vom 1. April L Js. ernannt worden ist. Gießen, den 4. April 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen, v. Gagern. Vemtsches Reich. Berlin. 9. April. Der Kaiser und die Kaiserin »erden bei der in Coburg bevorstehenden Vermählung i ct Prinzessin Alexandra von Coburg mit dem Prinzen von Hohenlohe-Langenburg zugegen sein. Hon sonstigen hohen HochzettSgästeu sind bislang angemeldet: ter Großherzog und die Großherzogin von Heffen, der Thronfolger Ferdinand von Rumänien nebst Gemahlin, der Herzog ond die Herzogin von Mork, die Erbprinzesfin und Prinzessin Zieodora von Meiningen, der Statthalter der Reichslande Fürst von Hohenlohe-Langenburg und Gemahlin — die Eltern te» Bräutigams —, ferner der Erbprinz und die Erbprinzesfin ton Reuß j. L., das erbprinzliche Paar von Leiningen, Prinz Max von Baden, der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe- S chillingSfllrst, Großfürst Paul von Rußland und Prinz und Prinzessin von Coburg. Neueste Nsrchelchte«» Wolffs telegrsphtscheS Correspondmz-Burein. Berlin, 9. April. Der Deutsche Protestantentag vmrde heute Vormittag unter ziemlich zahlreicher Betheiligung eröffnet. Der zum Vorfitzenden gewählte Kammergerichtsrath Dchroeder leitete die Verhandlungen mit einer längeren Rede erio, worin er die Ziele des Protestanten-VereinS darlegte. Hierauf hielt Hauptpastor Grimm Hamburg einen Vortrag Liber Kirche und Wissenschaft. Berlin, 9. April. Die unter dem Vorsitz des Ober- biÜrgermeisterS Zelle stattgehabte Conferenz über Vieh- und Schlachthof-Angelegenheiten beschloß, alle Städte, ungefähr 60 an Zahl, welche Vieh« und Schlachthöfe besitzen, zu gemeinschaftlicher Berathung auch über die Seuchen- stage nsw. für die zweite Hälfte des Mai nach Berlin einzuladen. Karlsruhe, 9. April. Der „Bad. LandeSztg." zufolge k»ird der Kaiser am 16. d. MtS. Mittags hier eintreffen umd sich in das Residenzschloß zur Einnahme eines Imbisses bigeben. Am Abend des gleichen Tages wird sich der Kaiser in Begleitung des Erbgroßherzogs nach dem Kaltenbrunn zurr Auerhahnjagd begeben. Der Aufenthalt dortselbst währt biiS zum 18. d. MtS., an welchem Tage die Weiterreise nach Loburg erfolgt. Der Kaiser wird im strengsten Jncognito raisen. Messina, 9. April. Von der Kaiserlichen Macht „Hoheu- zoollern" aus wurde in der vergangenen Nacht der Hafen, au welchem ein glänzender Fackelzug stattfand, elektrisch beleuchtet. Ihre Majestäten der deutsche Kaiser und die deutsche Kaiserin landeten heute Vormittag unter lebhaften Kundgebungen der zahlreich anwesenden Bevölkerung bei dem Zollgebäude und begaben sich durch die an der Kathedrale a.rrübersührenden Straßen Primo Settembre und Garibaldi zur Besichtigung der Befestigungen. Die Stadt ist reich mit Flaggen geschmückt, in den Straßen herrscht ein überaus reges Leben. Das Wetter ist zweifelhaft. Teheran, 9. April. Alle Städte Persiens, besonders die Hauptstadt Teheran, treffen Vorbereitungen zur Feier des den 6. Mai d. I. fallenden fünfzigsten Jahres- tiagtö der Thronbesteigung des Schahs. Der Kaiser von Rußland wird dem Schah als Ehrengeschenk zu sainem Thronjubiläum eine Batterie Krupp'scher Feldgeschütze mit Munition übergeben lassen. D«p«fch« M »areaa .Herold". Berlin, 9. April. DaS Kaiserpaar beabsichtigt Mueren Bestimmungen zufolge bereits heute Mittag die Reise wach Venedig fortzusetzen, wo die Ankunft am SamStag Nach- «mittag erfolgt und wo das Kaiserpaar bis Montag Abend 7 Uhr verweilen wird. Die Ankunft in Wien erfolgt am MenStag den 14. April, Vormittags 10 Uhr. An demselben Tütge kehrt die Kaiserin mit den Prinzen nach Berlin zurück, »röhrend der Kaiser sich am 15. d. M. nach Karlsruhe begibt. Am 16. April Abends fährt der Kaiser in Begleitung des Erbgroßherzogs nach Kaltenbronn zur Auerhahnjagd und bleibt daselbst bis zum 18. d. M. An diesem Tage reist der Monarch nach Coburg. Berlin, 9. April. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat, wie die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, seine Gemahlin nach Paris begleitet und hält sich dort seit einigen Tagen incognito auf. Die ganze private Natur deS Aufenthalts des Reichskanzlers in Paris schließt offizielle Besuche und Empsänge auS. Von Paris begibt sich der Reichskanzler nach Wien. Berlin, 8. April. Christlich-socialer Parteitag. In der Nachtsitzung, welche der öffentlichen Versammlung folgte, gab der Parteitag seine Zustimmung zu dem Vorschlag, die Frage der christlich-socialen Arbeit auf dem Laude in einer im Herbst stattfindendeu Versammlung, wieder zu erörtern. Der Parteitag erwählte im Einklang mit dem Frankfurter Beschluß daS „Volk" zum Parteiorgan, wobei dem Blatt von allen Rednern Anerkennung gezollt und die Nothwendigkeit seiner Unabhängigkeit hervorgehoben wurde. Offizielle Kundgebungen, für welche allein bte Parteileitung verantwortlich sein soll, find mit besonderen Kennzeichen zu versehen. Es wurden dann noch Organisationsfragen besprochen und der Parteitag mit einem Hoch auf die christlichsociale Sache geschlossen. Berlin, 9. April. Der „Localanzeiger" meldet: Anna Merten hat auS Bordeaux die Bitte an hiesige Freunde Fritz Friedmanns gelangen lassen, daß für die bessere Beköstigung des Verhafteten eine Einzahlung geleistet werden möge. Friedmann hofft nach wie vor zuversichtlich, daß er nicht ausgeliefert! werde. Berlin, 9. April. Wie bereits bestimmt mitgetheilt wird, besteht nach den jetzt vorliegenden Resultaten der Abstimmung über die socialistische Maifeier kein Zweifel, daß die Mehrzahl der Berliner Gewerkschaften vollständige ArbeitSruhe für den 1. Mai proclamiren wird. Hannover, 9. April. Die Unterschlagungen deS Dtrec- torS der Niedersächsischen Bank, Lindner, sollen sich aus 21/* Millionen Mark belaufen. Dies wurde indeß nur bisher festgestellt. Man vermuthet, daß sich der Gesammt- fehlbetrag auf 3 Millionen erhöhen wird. Aachen, 9. April. In den Tagen vom 27. bis 29. Mat wird hier ein internationaler Bergarbeiter-Con- greß abgehalten. Den Vorsitz wird das englssche Parlamentsmitglied Pickard führen. Zur DiScusfion steht die Frage einer Centralisation der WohlthätigkeitSeiurichtungen. Hamburg, 9. April. Der „Börsenhalle" zufolge haben die Verhandlungen des ComiteS der griechischen Gläubiger mit der griechischen Regierung zu einer grundsätzlichen Einigung geführt, nämlich, daß eine etwaige Besserung der griechischen Finanzen den Gläubigern zu Gute kommen soll. Ueber Einzelnes bleibt noch zu verhandeln. So wünscht die griechische Regierung, daß alle auS der Besserung der griechischen Valuta in daS Budget eingesetzten Beträge zur Hälfte der Regierung verbleiben sollen, während daS Gläubiger-Comit« die Gesammtbeträge für die Gläubiger beansprucht. Wien, 9. April. Wahrend der Kaiser-Entrevue wird auch der ungarische Ministerpräsident Baron Banffy hier anwesend sein. Wien, 9. April. Für SamStag den 28. d. M. wurde die Bürgermeisterwahl anberaumt. Görz, 9. April. Am Oster-Sonotag-Abend IOV2 Uhr fand in Tol mein und Umgegend ein4Secunden dauerndes heftiges Erdbeben statt, welches von einem unterirdischen Rollen begleitet war. Die Gebäude wankten. Die Bewohner flohen ins Freie. Meran, 9. April. Infolge des etngetreteneu Sturmes hat der Wald brand an Umfang wieder zugenommen, so daß ein großes Militär-Aufgebot zur Hilfeleistung beordert werden mußte. Triest, 9. April. Nach einem Telegramm des „Piccolo" fand in Novaglia auf der Insel Pago eine blutige Schlägerei zwischen Italienern und Croaten statt. Die italienischen Fischer wurden zurückgeschlagen und verwundet. Die herbeigeeilte GenSdarmerie war zu schwach, um die Ruhe wieder herzuftellen. Ein RegierungS-Commiffar wurde nach Novaglia entsendet. Rom, 9. April. Der Erzbischof von Venedig hat vom Varican Instruction verlangt über die Haltung, welche er beim Aufenthalt deS Königs Humbert und deS Deutschen Kaiser- in Venedig beobachten soll. Erinnert sei daran, daß der Cardioal-Erzbischof im vergangenen Jahre, wo der König in Venedig war, demselben keinen Besuch abstattete. Der Vatican hat ihm auch diesmal völlige Handlungsfreiheit gelassen. Rom, 9. April. Kaiser Wilhelm richtete an König Humbert ein Telegramm, in welchem er sein Entzücken über die Aufnahme in Sicilien ausdrückt. Paris, 9. April. Meldungen mehrerer Blätter zufolge steht eine Umgestaltung des Ministerium- bevor. Pari-, 9. April. Wie der „Figaro" meldet, haben zwischen Frankreich und Deutschland Verhandlungen bezüglich der Feste in Belfort stattgefunden, bei welchen die deutsche Regierung den Wunsch äußerte, die französische Regierung möge diesen Festlichkeiten fernbleiben. Pari«, 9. April. DaS „Journal" versichert, daß die Engländer auf der Insel Malta mit größter Beschleunigung Kasernen bauen lassen, in welchen 30,000 Mann untergebracht werden können. Loudon, 9. April. AuS Prätoria wird der „Times" gemeldet, daß die Mitglieder deS Reform-ComitsS in Johannesburg wegen HochverrathS angeklagt worden sind und in den nächsten Tagen durch daS Hochgericht abgeurtheilt werden. DaS Gericht hat über die Gesuche wegen Freilassung der in Haft befindlichen Personen noch keinen Beschluß gefaßt. WB. Potsdam, 10. April. Auf dem RavenSberge fand heute zwischen Kotze und Schrader ein Duell statt, wobei Schrader dem Vernehmen nach durch einen Schuß in den Unterleib schwer verwundet wurde. Schrader wurde nach dem städtischen Krankenhause zu Potsdam gebracht. _ fcocate» und LrvVtnzteUes. Sieben, 10. April 1896. •* Militärische». Die Reserven find zum 30. April, die Landwehrleute zum 17. Juni zu einer 14tägigen Uebung einberufen worden. Die EinberufungSordreS gelangen dieser Tage zur Vertheilung. Theater in Gießen. Die von uns bereits gemeldete Baseler Operettengesellschaft wird am DtenStag den 14. April im Leib'schen Festsaal mit Carl ZellerS neuer Operette: „Der Obersteiger" ihre Gastvorstellungen beginnen. DaS Orchester stellt die hiesige Jnfanteriecapelle und bemerken wir noch, daß die Gesellschaft nur an drei Abenden hier spielt und kommen folgende Operetten außer der oben genannten zu Gehör: Micado, Vogelhändler. Daß daS Ensemble nur tüchtige Kräfte zur Verfügung hat und nur Hervorragendes leistet, beweist folgende Recenfion auS der „Speyerer Zeitung": Die gestrige Aufführung des „Bettelstudent" seitens des Operettenensembles von Basel war vorzüglich. Sämmtliche Mitwirkende wetteiferten geradezu, ihr Bestes zu geben. In erster Linie find die Damen Heß- berger, Durand, Ströhl und Horwitz zu nennen, von denen jede einzelne den lebhaftesten Beifall fand. Der Oberst Ollendorf des Herrn Victor Horwitz war prächtig, die Herren Director Bömly und Johann Siebert rissen die Hörer zu stürmischem Applaus hin. Besonders hervorzuheben ist daS gute Zusammenspiel aller Kräfte, Alles ist gleichsam aus einem Guß. Das Publikum war zahlreich erschienen. Ein weiterer Bericht aus Aschaffenburg lautet folgendermaßen: Den Mitgliedern des Basler Operettenensembles wurde anläßlich ihres hiesigen Gastspiels gestern die Ehre zu Theil, vor Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu Leiningen im Schloß Amorbach die Strauß'sche Operette „Der Zigeunerbaron" aufführen zu dürfen- die Jägercaprlle hatte unter Capell- meister Reuther-Leitung den orchestralen Theil übernommen. Die Vorstellung, die auch hier mit besonderer Bravour in Scene ging, gefiel ganz außerordentlich. Nach Schluß der Vorstellung, der auch die Honorattoren von Amorbach, die Beamten rc. anwohuten, ließ die Frau Fürstin (Schwester Sr. Kgl. Hoheit des GroßherzogS von Baden) Herrn Director Bömly zu sich bescheiden, zeichnete ihn durch eine längereUnterhaltung auS und überreichte ihm eine kostbare Busennadel mit Brillanten und Saphieren- ebenso wurden dem Regisseur, Herrn Horwitz, sowie den Trägern der Hauptpartieen werthvolle Geschenke überreicht. — Außerdem erhielt der Herr Director noch folgendes Handschreiben von Ihrer Durchlaucht: Geehrter Herr Director Bömly! Diese Zeilen sollen Ihnen und den Herren und Damen Ihrer Gesellschaft meinen besten Dank aussprechen für die so außerordentlich gelungene Vorstellung des Zigeunerbarons. Sie hat uns allen die größte Freude gemacht, und werden die Leistungen Ihrer Künstler stet- eine sehr angenehme Erinnerung bleiben. Ihnen, geehrter Herr Director, für die Zukunft Glück wünschend, verbleibe ich Ihre ergebene Marie, Fürstin zu Leiningen. ••H. Theater. Nach zweimaliger, durch ungünstiges Geschick bediogten Verschiebung konnte der dritte festgesetzte Abend für daS zweite Gastspiel de- Frankfurter Dialeet-Ensembles die lange vertrösteten, zahlreich erschienenen Verehrer nun doch erfreuen. Gegeben wurde als Erstes auf vielseitigen Wunsch „Frankfurt in Feindesland", daS bet der vor wenig Wochen ftattgehabten Aufführung großen Beifall gefunden, diesem folgte der Local- schwank von A. Stoltze „Derspeculirt". Wem eS gestern Abend vergönnt war, den gefeierten Frankfurter Künstler, Herrn Tirohecker, als „Rentier Balthasar Knoblauch" zu sehen, dem wird die herzbezwtugende, natürliche Komik, verbunden mit vollendeter Mimik, noch lange bewundernd im Gedächtnitz bleiben. Der Schwank bot durch sein local- drastisches (Kolorit stellenweise zu au-gelassener Heiterkeit Veranlassung. Die Damen Fräul. Mühlbach und Frau Schöning, sowie Herr Hofmann ließen dem Gaste ihre wirksame Unterstützung zu Thetl werden- flotte- Spiel muß allen Dreien nachgerühmt werden. Alles in Allem: Der Abend befriedigte auf- Beste und wurde der Dank Seitens der Anwesenden durch lebhaftesten wiederholten Beifall bekundet. ** Hoteldieb. In einem hiesigen Hotel wurden in letzter Zeit mehrere Diebstähle verübt; namentlich wurde Reisenden Geld und sonstige Werthgegenstände ent« wendet. Gestern ist e- gelungen, den Dieb in der Person de- in dem Hotel bediensteten Kellnerlehrlings zu ermitteln. Derselbe wurde verhaftet. *• Gerettet. Heute Vormittag stürzte ein zweijähriges Kind beim Spielen auf OswaldSgarten in den Stadt- dach. DaS kleine Wesen wäre verloren gewesen, wenn nicht zufällig ein Metzgerbursche den Vorfall wahrgenommen und daS Kind aus dem verhältnißmäßig tiefen Waffer gezogen hätte. •* Zur Krage des Fortfall- der ersten Wageoklaffe. Wir meldeten kürzlich, daß einzelne preußische Eisenbahndirectionen Erhebungen darüber veranlaßt hätten, in welchem Umfange die erste Wagenklasse in den Personenzügen noch erforderlich erscheine und bei welchen Personenzügen sie in Fortfall kommen könnte. Der „Berl. Localaoz." ist in der Lage, folgende nähere Angaben hierüber zu machen: „Die Anregung zu einer Verminderung der ersten Wagenklaffen in gewöhnlichen Zügen ist von der badischen StaatSbahndirection ausgegangen, die wegen dieser Frage mit den Verwaltungen der angrenzenden Reichseisenbahnen, der preußischen, bayerischen , pfälzischen, hessischen und württembergischen Eisenbahnen In Unterhandlungen getreten ist. Damit hängen offenbar die von unS erwähnten Erhebungen zusammen. Ob diese zu einem der badischen Verwaltung günstigen Ergebniß führen werden und ob insbesondere die preußische Staatübahn- Verwaltung sich zu einer wesentlichen Einschränkung der ersten Wagenklaffe auf ihren Vollbahnen entschließen wird, ist natürlich eine andere Frage. Auf den Personenzügen, die zur Vermittelung von Anschlüffen an Schnellzüge dienen, namentlich, wenn sie directe Anschlußwagen mitführen, wird man ohnehin die Abtheilung erster Klaffe nicht vermindern können." *• Eine wichtige Entscheidung für Radfahrer hat daS Reichsversicherungsamt erlaffen, welche lautet: ,DaS Fahrrad kann heutzutage in Deutschland nicht mehr nur als ein Gegenstand des Sports angesehen werden, sondern stellt ein Verkehrsmittel dar, dessen Benutzung weit verbreitet ist und für manche Gewerbebetriebe eine erhebliche wirthschaft- liche Bedeutung gewonnen hat. DaS Fahrrad muß sohin als ein den Gepflogenheiten der Bevölkerung entsprechendes Beförderungsmittel anerkannt werden." (Demgemäß wurde zu Gunsten eines Glasers, der, um von einem Neubau Maße zu holen, dorthin mit einem Velociped gesahren, aber in Folge von Nebel und Zusammenstoß gestürzt war und fich verletzt hatte, die Entschädigung-Pflicht der BerufS- genoffenschast ausgesprochen, da ihn auch seine Fahrlässigkeit diesen Anspruch nicht verlieren lasse.) Grünberg, 9. April. Die hiesige Apotheke wurde von dem derzeitigen Besitzer Herrn Schmidt an Herrn Apotheker Herget auS Hadamar in Naffau zum Preise von 120000 Mk. verkauft. n. Reichelsheim t. d. W., 9. April. DaS abgelaufene Geschäftsjahr brachte der hiesigen Molkerei nach der auS- gegcbenen Gewinn- und Verlust-Berechnung nicht den hohen Gewinn wie das vorhergehende- dennoch ist ein Reingewinn von 6121.25 Mk. vorhanden, der höchstwahrscheinlich zum Theil wieder unter die Genoffen nach Maßgabe des gelieferten MilchquautumS vertheilt wird. ES wurden für 204 721.38 Mk. Milch geliefert, während die Einnahme aus Molkereiproducten 231272.52 Mk. betrug. Die Activa betragen nach dem Au-weiS 75183.13 Mk. Die Generalversammlung wird unter Anderem darüber bestimmen, ob dem Präsidenten de- AussichtSratheS eine Vergütung für Zeitaufwand und Bemühungen zugebilligt werden soll und ob die von den Genoffen eingezahlten Geschäft-autheile zu verzinsen find. Ridd«, 3. April. Liu Monstrum. Bei einer Kuh des LandwirthS Runk dahier wurde heute ein Doppelkalb zur Welt befördert, welches an dem gemeinsamen Rumpfe 2 vollständig ausgebildete Köpfe und 8 Beine |pt. DaS Unikum lebte aber keine Stunde und kostete noch dem Mmterthiere das Dasein, wodurch dem Besitzer ein nennen«» werther Schaden erwachsen ist. □ Darmstadt, 9. April. Die Feier der Vollendung des neuen DienstgebäudeS der Großh. Central- stelle für die Gewerbe vollzog sich nach dem auö- gegebenen Programm. U. A. waren zum Feflacte die Herren Staatsminister Finger Exc., Finanzminister Weber Exc., mehrere Ministerialräthe, die Spitzen der städtischen Vertretung, sowie der DivifionScommandeur Generallieutenant v. Göhler Exc. und viele hiesige und namentlich auch auswärtige GewerbSgenoffen im oberen Festsaale des neuen Hause- erschienen. Der obere Bauleiter, Herr Baurath Wissell (früher Kreisbaumeister in Alsfeld), übergab den Schlüssel dem Herrn Staatsminister Finger Exc., der die Antheilnahme Sr. König!. Hoheit de- Großherzog- an der Feier, zugleich dessen Bedauern dabei nicht anwesend sein zu können, bekundete und fich über die Bedeutung des Lande-gewerbeverein- für die gewerblichen Verhältnisse des Lande- verbreitete. Der Borfitzende der Großh. Central» ftelle für die Gewerbe, Herr Geh. Baurath Sonne, brachte da- Hoch auf den Lande-herrn au-- nächstdem gab er ein Bild de- Wirken- de- Vereins und stellte an- dem Gebiete desselben die neueste EntwickeluogSphafe vor, u. A. bestreitend, daß der Verein mit allen freien Innungen in Förderung der gewerblichen Angelegenheiten nicht Hand in Hand gehen, wenigstens neben diesen her wirken könne. — DaS schöne, neue Gebäude wird in der heute erschienenen Festnummer deS „Gewerbeblattes" dargestellt, worauf hingewiefen sei. Beim Festmahle im Saalbau brachten die Herren Geh. Baurath Sonne daS Hoch auf Kaiser und Großherzog, Oberbürgermeister Morneweg auf die Großh. Regierung und die Stände, Geheimrath Emmerling auf den Landesgewerbeverein aus. — Viele Gewerbsgenossen, auch aus weiter Ferne, waren zu dem schönen Feste erschienen. • Babenhausen, 8. April. In der hiesigen katholischen Capelle empfangen nächsten Sonntag sechs Kinder die erste heilige Communion. Seit der Reformation-zeit war ein derartiges Ereigniß hier nicht zu verzeichnen. Alzey, 8. April. Auf behördliche Anordnung müssen die Biehmärkte im Monat April au-fallen, weil hier und in der Nachbarschaft die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh herrscht und im Kreise Oppenheim, im Bezirk Kirchheimbolanden die Schweinepest festgestellt ist. Mainz,9.April. Handelskammerversammlung zur Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbsund der Gewerbeordnungsnovelle. Auf Einladung der Handelskammern von Coblenz, Wiesbaden und Mainz fand heute hier zum vorstehenden Zwecke eine von über 100 Personen besuchte Versammlung von Vertretern der hauptsächlich am Weinbau und Weinhandel interesfirten Handelskammern, landwirthschaftlichen Corporationen, kaufmännischen Vereinigungen u. s. w. statt. Derselben wohnten Seitens des Reichsamtes des Innern Geh. OberregierungSrath Ha aß, Seitens der hessischen Regierung Provinztaldirector Rothe und Seitens der städtischen Verwaltung Oberbürgermeister vr. G a ß n e r bei. StaatSmtnister Finger und Ministerialrath Bechth old haben ihr Fernbleiben telegraphisch entschuldigt. Den Vorsitz führte der Präsident der hiesigen Handels- kammer, Geh. Commerzienrath C. St. Michel, liebet den Gesetzentwurf bezüglich des unlauteren Wettbewerbs refertrte Namens der Mainzer Handelskammer deren Secretär, Herr Dittmar, der an der Hand reichen Materials den Gesetzentwurf einer eingehenden Kritik unterzog. Seine Darlegungen liefen in einer Resolution zusammen, die entschiedene Ablehnung des Entwurfs verlangt und einstimmige Annahme fand. Bei der Debatte über die Resolution beleuchtete der Vorsitzende nochmals den Entwurf, wie er aus der ReichStagScommisfion hervorgeganoen, der noch bei Weitem schlechter als der RegierungS- entwarf sei. RegierungSralh Hansen vertheidigte den Re- gieruugSentwurf, beleuchtete sehr eingehend die Mängel der CommisfionSvorschläge und erklärte fich im Wesentlichen mit der Resolution einverstanden. Bezüglich der'Gewerbeordnungsnovelle refertrte Namens der Coblenzer Handelskammer Commerzienrath Später, dessen eingehende, häufig von Beifall unterbrochene Ausführungen in einer zweiten Zusammenfassung einstimmig Annahme fanden und ebenfalls in einer die Ablehnung des Entwurfs verlangenden herben Kritik gipfelten. Ja der sich an die Resolution knüpfenden DiScussion sprach zunächst ein Mannheimer Weingroßhändler seine volle Zustimmung dazu aus, ebenso HandelS- syndicuS Pad an-Hamburg, der insbesondere noch gegen die allgemeine ReglementirungSwuth gegenüber dem HandelSstand protestirte. Den drei einladenden Handelskammern für die Initiative nochmals dankend, bittet SartoriuS-MoSbach, auch der Weingesetzgebvng näherzutreten, um eine strengere Ueberwachung der Kunstweinfabrikation herbeizuführen. Sowohl der Vorsitzende wie auch Commerzienrath Wegeier- Coblenz gaben die Zusage, daß dies in geeigneter Zeit geschehen soll. Beide Resolutionen werden dem Reichstag wie auch dem BundeSrath übermittelt. § Guvzeuau, 8. April. Der hiesige Landwirth Hanfe! fuhr mit feinem Geschirr nach der Holzschneiderei bei dem nahen Hauswurz, um Bretter zu holen. AIS derselbe dort mit dem Abhängen der Pferde beschäftigt war, wurde die Kreissäge deS SchneidmüllerS in Betrieb gesetzt, die Pferde wurden hierdurch scheu, zogen an und der Fuhrmann kam unter den Wagen. DaS eine Vorderrad ging ihm über die Brust und ein Hinterrad über beide Beine. Mit schweren innerlichen Verletzungen liegt der Fuhrmann darnieder. Zum 10 jährigen Todestage Victor Scheffels. Cf- am 9. April 1886.) WaS Victor v. Scheffel, dessen treues deutsches Herz in der siebenten Abendstunde des 9. April hatte aufgehört zu schlagen, seinen Fachgenoflen, seinen Mitmenschen war und noch ist, daS auSsührlicher darzulegen, ist hier nicht der Ort. Aber dem Lieb- lingSdichter deS deutschen Volke-, dem Dichter deS „Trompeters von Göttingen", des „Ekkehard", de- „Gaudeamus" und deS Sängers, der 1846/47 daS verrufene Rodensteiner Schloß besuchte, und seinen Helden auS einem fluchbeladenen Jäger in einen feuchtftöhlichen Zechkumpan umwandelte, wollen wir am heutigen Tage gedenken. Ans die elfte BormittagSstunde deS 12. April war die Beerdigung angesetzt. Die sonst so stille Straße in Karlsruhe, die Stefanienstraße, war ganz verwandelt - eine Masse von Menschen in Trauerkleideru drängte und verdichtete fich, je näher man dem Scheffelhouse kam. Ein prachlvoller blauer Himmel wölbte fich über die Erde, und in festlichem Schmucke leuchtete die Sonne dem Dichter auf seinem letzten irdische» Wege. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von Baden war persönlich in der Wohnung erschienen, um dem Dichter dem Ruhm seines Volkes die letzte Ehre zu erweisen. De^» Lang sprach im Sterbehanse unter lautloser Stille aller Anwesenden ein vortreffliche« Nachwort über den Leben-la^ deS Dichters, und schloß mit den Worten: Have pia aninu" Der sechsspännige Leichenwagen wartete vor der Wohnuoc. Beethoven« Trauermarsch ertönte, und langsam setzte sich der schier endlose Leichenzug in Bewegung. Bon den Hausern der Straße, welche der Zug pasfirte, wehten Trauer, flaggen herab, und die VerkaufSläden waren geschlossen. — Programmgemäß eröffneten den Zug die Capelle bei 3. Badischen Dragoner-Regiment« Nr. 22 und deS 1. Feldartillerie. Regiment« Nr. 14 in Civilanzügen, worauf der kunstvell aufgebaute, von Kränzen und Blumengewinden bedeckte, mit sechs Pferden bespannte Leichenwagen, mit den Ausschüssen der Studirenden auS Heidelberg und Karlsruhe, der Geck liche, die Spitzen der Behörden, daS Offizier-Corps, die Gesang-, Künstlervereine usw. folgten. Der Leichenwa-eo wurde von Vertretern der Heidelberger und Rarllructr Studentenschaft geführt. Außer den zahlreichen Leidtragevke?, welche fich dem Leichenwagen noch angeschloffen hatten, bemerkte man außer den nächsten Verwandten und Freunden den einzigen Sohn des Verschiedenen, Victor v. Scheffel, der von der Kriegsschule in Hannover herbeigeeilt war, den Kammerherrn Frhr. v. Danop-Frankfurt a. M., Ärduorati, Dr. Scheffle-Würzburg, Buchhändler Groß-Heidelberg une viele andere Verehrer und Freunde des Dichters in Wagen. Gegen i/212 Uhr traf der Leichenwagen auf dem Friedhoie ein. Nachdem der Sarg vor die Gruft gestellt war, sprach Herr G. Zern in, Hauptmann L la suite der Infanterie von Darmstadt: „Nun ruhe sanft, du edler Sänger! Da warst ein treuer Sohn deiner engeren Heimath und öd großen Vaterlandes und hast ihnen dein Bestes gegeben Dafür wird dich die Heimath und das Vaterland ninaoii vergessen." Die vorliegenden Erinnerungen wollen und sollen nichd weiter, als am Todestage de« LieblingSdichterS des deutjchra Volkes demselben einen ehrenden Gruß zu bringen und fein Gedächtniß wieder inniger durchleben zu lassen. Darmstadt im April 1896. L. FuchS. Oermifd^tc». • Fraukfnrt a. M., 9. April. Im Zoologischen Garten wurde der sonst auf den ersten Sonntag eine» jeden Monat« fallende 20 Pfg.-Vormittag de« Oster» festes wegen verschoben und findet nun am 12. April stau. Besonders möchten wir darauf aufmerksam machen, daß auch daS Aquarium an dem Bormittag für 20Pfg. zugänglich ist und daß dasselbe wegen feiner reichen Besetzung mit See» und Flußwasserthieren gegenwärtig ganz besondere Beachtung verdient. * Frankfurt a. M., 9. April. Die chemische Fabttk Dietsch, Kellner L Co. in Griesheim a. M. ist heute Nachmittag vollständig niebergebrannt. Der &iabcn ist noch nicht festgestellt. * St. Goar, 8. April. Der Heizer eine« Schrauben, boote« wollte in einer Schaluppe nach bem Schiffe fahren. Des Fahrens unkunbig, fiel er in den Rhein und ertrank. Die Schaluppe wurde in Boppard gelandet. • Freiburg i. v., 9. April. Die Leiche de« am 9. WMr; verunglückten LandeScommissarS Siegel ist bei dem Dorfe Rust gefunden worden. * München, 9. April. Heute Morgen verübte eta 19jähriger Schneibergeselle einen Mordversuch gegen seine Geliebte, eine Kellnerin, indem er auf diese, welche dal Verhältniß mit ihm brechen wollte, einen Revolverschuß ai>- feuerte. Der Schuß durchbohrte von hinten die Lunge. Dir Schwerverletzte dürfte kaum mit dem Leben davonkonnnen * Von dem gewaltigen Umfange de« Betriebe« bei Norddeutschen Lloyd in Bremen, unserer ersten deutschen und zugleich der größten Dampfschifffahrtsgesellschaft der Well, bietet eine Zusammenstellung der von den Dampfern bei Norddeutschen Lloyd im Jahre 1895 durchlaufenen dnt' fernungen einen interessanten Beleg. 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Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden auS der Matthäus- znneinde. Abends 8 Uhr: Confirmandenvereinigung in der Herberge. Sonntag den 19. Avril findet die Konfirmation der Kinder aus Wr MattbäuSgemeinde statt, verbunden ntft der Feier drS hell. Abendmabls. Beichte: Samstag den 18. Avril, Nachmittags 2 Uhr. Bet der Konfirmation wird eine Collecte für die Armen erhoben. Ja der JohaaueSttrche. SamStag den 11. April, Nachmittags 2 Uhr, Beichte. Pfarrer Dtngeldey Sonntag, den 12. Aprtl. Ouasimodogeniti. Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Dtngeldey. Konfirmation der Kinder auS der Luca»- und'der Militär» gemeinde. HeUigeS Abendmahl. Nachmittags 2I/I Uhr: KindergottcSdienft für die Johannes» Gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann Abends 6 Ubr. Pfarrer D Naumann. Nach ollen Gottesdiensten Collecte für die Armen. Am künftigen Sonntag, den 19. April. findet Nachmittags 2 Uhr die Vorstellung und Prüfung der Kinder aus der JohanneS» k»emeinde statt- »,1h,lischt Veaeiude. Sonntag den 12. April. Britrr SamStag: Nachmittags um 5 Uhr und Abend» um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte. Sonntag: vormittags von 6 Uhr an Gelegenhett zur hl. Beicht«; , um 6Vi Uhr erste hl. Meffe; , um 7«/. Uhr Ausheilung der hl. Kommunion; , um 8 Uhr zweit: hl- Meffe; „ „ „ um 9t/, Uhr Hochamt mit Predigt; erste hl. Communion der Kinder; Nachmittags um 3 Uhr Andacht mit Segen; Montag um 7 Ühr Amt für die Erstcommunikanten. von Montag an ist an den Wochentagen die erste hl. Meffe um 6‘ i, die zweite um 7 Uhr. GottkSdimst btt israelitischen ReligionSgeMchaft. Freitag Abend 6“ Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, SabbathauSgang 8 Uhr- Wochengottesdienst Morgens 6® Uhr, Abends 8 Uhr. Samstag Nachmittag 3 Uhr ed)tifl s s Ende 1895: 130% Millionen Mk. Ende 1895: ca. 37 Millionen Mk. 106 73 17 «5 VerficherougSbestand BermögeuSbestand . Marburgerftraße—Bahnhof Grünbergerstraße—Bahnhof Markt—Schiffenbergerwald Marburgerstraße—Wieseck 106 35 99 65 104 25 Linie Linie Linie SVi°/e »r. io/, etsbt »«/••/• Oeftrrr. Stlberrmü <•/, llng. Gotd-Rmt« 3°/o Portugtesm Die Beerdigung findet Samstag, 11. April, Nachmittag« 2 Uhr, in Großen-Buseck statt. 3455 Im Festsaale (Leib’scher Saal). Dienstag, den 14. April 18961 Erstes Gastspiel des Basler Operetten-Gnscmble unter Mitwirkung der Insanteriecapelle. Die Costüme und Requisiten sind nach dm Mustern des Berliner Friedrich - Wilhelmstädtischen Operettentheater» von der berühmten Costümfabrik Baruch & Cie. in Berlin angefertigt. Mit vollständig neuer Ausstattung! 81/,0/j Dmtsch« Rrtchsrnl. 8o/, Preuß. Eonsol« Neueste Operette in drei Acten von M. West und L. Held. Musik von Karl Zeller. Regie: Viktor Horwitz. Capellmeister: Heinrich Rauther. Billets sind in der Musikalimhandlung von Ernst Ehallter (Rudolphs Rachf.), sowie an der Abendkasse zu haben. Preise der Plätze: 1. Parquet 2.50 Mk., 2. Parquet 1.50 Mk., für die Herren Studierenden 1 Mk., Gallerie 50 Pfg. Kaffaöffnullg 7 Phr. Allfimg 8 Uhr. Ende gegru 10 V2 W. Achtungsvoll Zum Beginn der Saison und um unwahren Gerüchten entgegen zu treten, bringe ich mein Dameneonfecttons Geschäft in empfehlende Erinnerung. Unterstützt von einer zuverlässigen und umsichtigen Directrice, bin ich in der Lage, allen Ansprüchen des feinen Geschmacks genügen zu können. und zurück. und zurück. (Sonntag» und Wochen- und zurück tags Nachmittags nur bd günstiger Witterung) und zurück. ®"«n ÄnMr Omnibus-Verbindung (&10Ä Haupt Versammlung im kleinen Saale des Caf 6 Leib. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht über den Stand der Kaffe. 3. Voranschlag der Rechnung 1896/97. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes. 5. Hebungen und Brände betr. Der Vorstand. NochuuvertheilteGewiuuüberschüfie Ende 1895: über U/z Million Mk. Versicherung auf den Todesfall mit und ohne Einschluß der Jnvaliditätsverficherung bis zur Höhe von 300 000 Mark, Altersversorgung, Versicherung von Aussteuern und Studiengeldern, Leibrenten rc. zu niedr.igen Prämien unter den günstigsten Bedinaungen. Unanfechtbarkeit der Police« beim „Nordstern" zuerst und am weitesten entwickelt. Beweise be» Bettranev» find die vielen Verträge mit Behörden, Industriellen rc., z. B. mit der Reichtzpost, der Reichs, bank, Fr. Krupp in Essen, ElectricitätS-Actiengesellschaft norm. Schuckert & Co., Nurn berg, Continental-Telegraphen- Compagnie Actien-Gesellschast zu Berlin, den Bankhäusern S. Bleichröder und Mendelssohn & Co. in Berl in, der Dortmunder Union, Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft Berlin, den großen Bergwerksgesellschasten Gelsenkirchen, Harpen, Hibernia, Consolidation, DonnerSmarckhülte u. ü. „Nordstern, Unfall« u. Alters-Nerstcherungs-Actikn-Kks." Eigenes Grundcapital 3% Millionen Mark. 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