|lB' >°»i- Ruttn £stand, '4 lc n^1 vor Mon- Lvrstaud^ träge. Abends: Keller. dlu^ Studenten. zu haben. lvttew? am Freitag beit Borstaub, iah 8: Mlt , Wk WM Henn 5, Rtnujje. littet 40 tiin. mH. Mass 3 Ul ichen; Hof eine irthe statt. ische Grüubuug. irk Sich unb tzung!" iben zu dieser Vn- virthe. Hfl» 40 W ÖUH Dv jein ttiteer tt vahanvt t langt, vir >ttsttttn«r ®*Ä »■ 16b*« 3,1 - 107 rlctltv irtoi- OWl X B« 10t» ag^>* 8$ ^4.13" 1Sk6. StMr«U 102;; Wür 26,4 , 89.« Md» 1,111881 91 '■ «jsA ! dfiirftW" ■ Rr. 9 ErstcZ Blatt. Samstag den U. Januar 1896 Der Hketzener Anzeiger erscheint täglich, mü Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Damitiendtätter werden,dem Anzeiger wücheiill'ich dreimal beigrlegt. Kenerat-Nnzeiger. Vierteljähriger Avonnemeut-pretsr 2 Mark 20 Pfg. mtl Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg Redaction, Exped'^ou und Druckerei: Kchulstratze Ar.7. Fernsprechcc 51. timte« und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Hralisöeikage: Hieß euer Kamikienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Vorm. 10 Uhr. All: Annoncen-Bureaux de- In- und Auslände- nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend die Maui- und Klauenseuche. Z Der Ausbruch der Maul-und Klauenseuche zu Nieder« Seemen, Kreis Schotten, ist in mehreren Gehöften fest- gestellt und daraufhin die Gemarkungs-Sperre angeorduet worden. Gießen, den 8. Januar 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die Maul« und Klauenseuche. Die in Langenhain, Kreis Friedberg, ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen. Gießen, den 8. Januar 1896. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen. ___________________v. Gauern.___________________ Bekanntmachung, betreffend die Maul« und Klauenseuche. Nachdem die Maul« und Klauenseuche in Londorf erloschen ist, werden die verfügten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Gießen, den 9. Januar 1896. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen. _______________o. Gagern.___ Bekanntmachung, betreffend die Ausführung des Krankenversicherungsgesetzes, hier die Errichtung von Baukrankenkaffeu für den Bau der Nebenbahn Friedberg—Hungen. Wir bringen zur Kenntniß der Jatereffenten, daß jede der bet dem rubr. Bahnbau betheiltgten Firmen (G e b r. Helf manu in Frankfurt am Main und Kitterle und Christner in Hanau) eine Baukrankenkaffe errichtet hat. Der Sitz der Baukrankenkaffe der Firma Gebr. Helf- manu — Vorsitzender A. W. May — befindet sich in Friedberg, derjenige der Baukrankenkaffe von Kitterle und Christner — Vorsitzender Geschäftsführer Fe in dl er — in Melbach. Friedberg, den 3. Januar 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Friedberg. Dr. Braden. Deistischer Reichstag. 11. Sitzung. Donnerstag, den 9. Januar 1896. Präsident o. Buol wünscht den Mitgliedern deS HauseS ein gutes neues Jahr und theilt mit, er habe Seiner Majestät tm Namen des Hauses dessen Th-tlnahme an dem Verluste ausgesprochen, welchen daS königliche HauS betroffen. Der Kaiser habe in einem Telegramm, welches der Prästdent verliest, seinen wärmsten Dank ausgesprochen. Aus der Tagesordnung steht die erste Lesung deS Börse,n- imd deS Depotgesetzes. Minister v. Berlepsch: Die verbündeten Regierungen haben sich bei diesen Gesetzen im Wesentlichen auf den Standpunkt der Lörfen-Enqarte Commission gestellt. Einen entscheidenden Werth legen sie auf die hier vorgescklaaenen Befugnisse des Bundesraths. Daß davon nur sachverständiger Gebrauch gemacht werden wird, dafür bürgt schon der Beirath des Börsenausschusses. Die berechtigte Thätigkeit des Einzelnen wird sich auch in Zukunft fnt entfalten könn n. Aber das Interesse der Allgemeinheit muß mehr als bisher gewahrt werden durch Beichränkuna des Börsensptels Unberufener »nd Unbemittelter unb der Beeinflussung der Börsencourse. Einwände hat man namentlich erhoben gegen den Staatscommissar an ter Börse und gegen die Börsenregister. Die Staatsaufsicht muß aber zur Verbinderung betrügerischen Treibens vorhanden sein, und zu dem Zwecke bedarf <3 eines Commissars, der die Dinge aus der Räbe beobachtet. Durch das Register wird den Betreffenden kein Makel angehestet. Ohne solche Registei läßt sich auch gar nicht der Prozeßeinwand des Differenzspiels beseitigen. Betreffs des Termin- tandels mit Getreide haben sich die Regierungen den Satz der Enquete-Commission angeeignet: die Formen, in denen der Handel sich bewegt, dürfen nicht in Widerspruch stehen mit den Interessen )er Consumenten und Producenten. Man möge zu dem Bundes- rathe das Vntrauen haben, daß er von seinen Befugniffen den oor- -stchtigsten Gebrauch machen wird. Das Depotgesetz bezweckt Schutz wor Allem gegen Verlust deponirter Werthe, besonders durch Fest- Aellung deS Eigenthumsbegrtffs bei Weiterverpfändung von Bankier 8» Bankier. Betrügereien wird ja auch dieses Gesetz nicht ganz ver- Ht»dern, aber doch den Laien einen gewissen Schutz gewähren. Biele Bestimmungen des Entwurfes sind üb rdies von einer Reihe von Banken bereits eingesührt. Beide Gesetze bieten ja viele technische Schwierigkeiten, aber wenn Sie an dem Entschluss- festhalten, die Arbeiten der Enquete-Commission richtig zu verwerthen, werden Sie doch ein brauchbare« Gesetz schaffen. Abg. Graf Kanih (cons.): Ich bin kein Feind deS Handels, Lalle vielmehr den reellen Kaufmann für den besten Freund deS ÄandwirttzS. Aber gerade der reelle Kaufmannstand »erlangt selber nach einer gründlichen Reform des Börsenverkehrs. An und für sich halte ich die Börie für ein nothwendiges und nützliches Institut, aber gerade deshalb wünsche ich sie frei von den ihr anhaftenden Schäden. Was die Einzelheiten der Vorlage anlangt, so müßten die Besuznisse des Staalscommtssars viel mehr ausgedehnt werden, er muß minveftens soweit sofort einschreiten dürfen, wie in Wien. Der Börsenausschuß ist zu sehr aus Börsenmitgliedern zusammengesetzt. Auch der übrige Handel, Industrie und Landwtrthschast müßten im Ausschuffe mehr vertreten sein. Weiter ist der Ausdruck Ehrengericht hier unangemessen, es müßte Discipltnarhof heißen, wie die Eiquete-Commission empfahl. Ehrengericht paßt mehr für Oifiztere, Rechtsanwälte u s. w., aber nicht für ein Gericht von so hervorragenden Elementen. Die Vorschläge des Entwurfs zur Sicherstellung reeller Coursfestfiellungen sind noch nickt völlig ausreichend; eine bessere Lösung ist freilich schwierig, lieber die Zulassung ausländischer Papiere werden noch Erwägungen nöthig sein. Erst kürzlich hat ja das kraftvolle Eintreten der Regierung für die deutschen Interessen im Auslande den ungctheiltesten Beifall gesunden, nicht nur im Lande, sondern auch in diesem Hause (Bravo.) Bisher hat das Börsencommissariat immer seine Aufgabe dahin aufgefaßt, alle ausländischen Papiere zuzulassen. Die Haftpflicht für Prospecte muß sehr sorgfältig geprüft werden, sonst werden unsere Emitenten ganz abgeschreckt zum Vortheil des Auslandes Vielleicht könnte für Zulassung ausländischer Papiere eine Controlstelle für ganz Deutschland geschaffen werden. Einen Terminhandel in fungiblen Waaren halten wir für unbedenklich, in anderen Waaren jedoch, und insbesondere in Getreide, nicht, wegen den Manipulationen, die mit dieser Waare ftattfinden und den Handel verhindern, einen entsprechenden Preis für gute Waaren anzulegen. In derselben Richtung wirkt der Handel mit fictrver Waare schädlich. Mit dem Börsenregister hat die Vorlage das Richtige getroffen, namentlich durch Ausdehnung des Registers sowohl auf Fonds- wie Producten- börse. Eine gewlsse Steigerung der landw'rthschaftlichen Preise wird ja diese Börsenreform zur Folge haben, aber vor zu großen Hoffnungen sollte man sich hüten. An dem Depotgesetz ist das Selbsteintrittsrecht des Commtsstonärs bedenklich, da hierdurch das Interesse des Commissi närs immer im Gegensatz zu dem des Committenten gerathen muß. Das Angeben eines Strohmannes durch den Com- missionär müßte als Betrug angesehen werden. Diese ganze Borsenreform ist nicht nur eine wirthschaftliche, sondern eine sociale Frage. Möge Deutschland mit Aufräumung der vorhandenen Mißstände den Anfang machen! Abg. Meyer-Halle (srs.): Ich sah voraus, daß mir Jemand zurusen werde: Mönchlein, Mönchlein, Du gehst einen schweren Gang. Es ist heute wohl erlaubt, das Interesse der Landwirthe zu vertreten, das Jntereffe an Prämien und Liebesgaben; a^er bedenklich ist es, für das Interesse des Handels, bedenklicher noch, für das Jntereffe der Börse einzutreten. Ich halte den Börsenverkehr in denselben Formen, in denen er sich entwickelt hat, für unentbehrlich, und wenn Sie diese Formen abschaffen, werden andere wiederkehren. Diese Vorlagen wcxden Gesetze werden, wennmögltch noch mlt Verschärfungen. Geschieht dies aber, so werden die kleinen Bankiers zu Gunsten der großen Bankiers und Productenhändler und die Provinzbankiers zu Gunsten der Hauptstädtischen geschädigt. Außerdem wird nicht die eigentliche Börse den Schaden baden, sondern der Verkehr und die producttenden Erwerbsstände. Der Producent hat nur den Vortheil davon, wenn ihm gegenwärtig der Mittelsmann zwischen ihm und dem Consumenten seine Ernte aus einmal bezahlt, die er sonst nur allmälich während eines ganzen Jahres loswerden würde, da der Consument seinen Bedarf nur für den Tag deckt. Der Händler geht aber, wenn er die Waare eines ganzen Jahres kaust, ein Rifico ein und dafür muß er irgend eine Prämie haben. Den Terminhandel Unbefugter, reiner Speculanten, mißbillige auch ich. Aber es thul Mancher, was nicht seines Geschäfts ist. Es gehen Manche auf die Jagd, die nicht treffen können oder treffen, was sie nicht treffen sollen. (Heiterkeit.) Das Börsenregister halte ich für so gefährlich nicht, aber durch dasselbe gestatten Sie gegen eine Gebühr, Geschäfte, die Sie sonst veruUheilen. Glauben Sie doch nicht, daß an der Börse so große Vermögen gesammelt werden, daß da lauter Millionäre find. Wenn einmal ein Minister die Börse einen Gtftbaum nannte, so hätte höchstens gesagt werden dürfen: unter dem mächtigen Schatten des Baumes der Börse finden sich auch giftige Kräuter. Und wo wäre das nicht der Fall?! Die Schwankungen der Preise liegen in den Verhältnissen außerhalb der Börse; je größer der Verkehr an der Börse ist, desto mäßiger äußern fich jene Schwankungen, lieber den Verlusten an ausländischen Papieren solle man nicht vergeffen, welche große Summen Deulsch- lanb auch an ausländischen Papieren gewonnen hat! Graf Kanitz empfiehlt eine Centralstelle für Prüfung von Commissionen; leider sagt er nicht, wie er sich die Einrichtung dieser Centralstelle denkt. Sorge Jeder für fich! Wer fein Geld zu verlieren hat, soll sein Geld sicher anlegen. Es ist einmal eine Strömung vorhanden, die das Gesetz annehmen will; über die Wirkungen werden sich unsere Nachfolger zu unterhalten haben. Abg. Gamp (Rchsp.): Die Beantwortung des Eingriffes auswärtiger Gegner durch die englische Börse beweist die politische Bedeutung der Börse. Die Börsenreform ist nöthig, da seit Jahren die Börsenvertreter zögern, selbst diese Reform in die Hand zu nehmen und Leute, die einen Versuch in diesem Sinne unternehmen, boycottiren. Der erfolglose Versuch der preußischen Regierung, gegen den Terminhandel einzufchreiten, läßt erkennen, daß nur die Reichsgesetzgebung erfolgreich eingreifen kann, weil sonst beim Eingreifen einer Einzelregierung das Börsengeschäft fich in einem Rüchbar- ftaate neu etablirt. Die Vorlage anlangend, so wird die Macht- befugniß des StaatScommiffars, namentlich bei der Preisfeststellung, vergrößert werden müffen; ebenso bedürfen die Bestimmungen über die Errichtung des Börsenausschuffes genauerer Prüfung. Nach ge- wiffen Vorkommniffen ist es bedenklich, dem Ausschuffe so weitgehende Befugnisse zu übertragen. Bei der Preisfeststellung werde man auch anderen Körperschaften eine Mitwirkung nicht versagen können. D«e Bestimmungen über die persönliche Haftung bei Emisi Ronen ge-.üuen; wünschenswerth wäre allerdings noch, daß die Emifstonsstelle verpflichtet würde, beim Börsen-Commtffariat dm Nachweis zu führen, daß gewisse Anforderungen, die man an das solide Börsengeschäft staken muß, erfüllt find. Der b»isen»Sßige Terminhandel ist entbehrlich. Fällt er fort, so vereinfacht fich daS Geschäft und es kann nur verkauft werden, was vorhanden ist. Für das Getreidegefchäft ist das von besonderer Wichtigkeit, um so mehr, als 40 pCt. des vorhandenen Getreides nicht lieferfähig ist. So 'st der argentinische Weizen ein Mittelding zwischen Roggen und Weizen und deshalb durchaus minderwerthig. Hier wird die Staatsaufsicht künftig im Jntereffe der Landwirthschast nachdrücklich einfchreiten können. Für die Beurtheilung der Creditwürdigkeit wird die Ein- tragung in das Börsenregister sehr wirksam sein. Auch die Anlegung eines Registers zur Eintragung aller Termingeschäfte, das öffentlich auszulegen wäre, würde sehr wohlthätig wirken. In dem Depotgesetz, das im Wesentlichen zu billigen ist, wird die Nummerangabe der gelieferten Stücke nicht zu entbehren sein. Hoffentlich kommt ein alle Theile befriedigendes Gesetz zu Stande. Reichsbankpr äsident Koch: Die Vorschläge der Enquete-Commission haben theilweise eine Verschärfung erfahren und eine leidenschaftliche Erörterung zur Folge gehabt, die hier glücklicher Weise vermieden worden ist. Erfreulich war es, daß keine allgemeinen Vorwürfe gegen den Handelsstand erhoben worden find, in seiner Ge- sammtheit, in seinem Kern hat er sich gesund erwiesen. Leider ist es ibm nicht möglich gewesen, die Einrichtung aus eigener Kraft zu schaffen, welche die Vorlage bezweckt. Der Staatscommissar ist ein noch unbeschriebenes Blatt, seine Befugnisse noch über die Vorlage hinaus zu erweitern, ist bei der Neuheit Vieser Stellung nicht unbedenklich. Die Emissionsprüfung allein wird kaum eine Sicherheit dafür gewähren, daß nur foltde, ausländische Papiere an der Börse gehandelt werden; das Publikum dürfe sich nicht der Verpflichtung entziehen, die Gute der gekauften Werthe selbst zu prüfen. Hoffentlich gelingt es, ein Gesetz zu Stande zu bringen, das den Auswüchsen des Börsentreibens wirksam entgegentritt, ohne den berechtigten Einfluß der Börse zu schädigen. Weiterberathung morgen. Zleuefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin. 9. Januar. In dem Danke aus die Glückwünsche' der Berliner Stadtverordneten zum Jahreswechsel sagt der Kaiser, die Begeisterung, mit der die ErinnerungS« tage deS Vorjahres in der Reichshauptstadt begangen worden seien, erfüllten ihn mit Befriedigung. Der Kaiser vertraue darauf, daß die Mahnung aus jener großen Zelt an daS jetzige Geschlecht, Treue bis in den Tod gegen König und Vaterland allezeit als ein theureS Erbe zu bewahren, in den Herzen der Berliner Bürger nachhaltigen Widerhall gefunden habe. Berlin, 9. Januar. Der Bundesrath überwies den Antrag Preußen« betreffend die Regelung der ArbeitS« Verhältnisse der Bäckereien dem zuständigen Ausschuß. Berlin, 9. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Auf den klaren Nachweis, daß die Suzeränetät Eng« landS über Transvaal nicht mehr besteht, weiß die englische Presse nur zu erwidern, daß durch die Convention von 1884 zwar die Artikel derjenigen von 1881 aufgehoben, nicht aber deren Einleitung, in welcher Transvaal als „subject to the suzerainty of Her Majesty“ bezeichnet wird. Dieser Einwand ist unhaltbar, denn der Vertrag von 1884 hat ebenfalls eine Einleitung, worin die Worte subject to the suzerainty rc. beseitigt find und von zweierlei Einleitungen gilt selbstverständlich die spätere. Thatsächlich hat England seit els Jahren niemals ein anderes Recht gegenüber der Südafrikanischen Republik geltend ge« macht, als dasjenige des Artikels 4 deS Vertrags von 1884, wonach internationale Verträge nach ihrem Abschluß der englischen Regierung vorzulegen find. Die Transvaal hat seit 1884 ohne Beanstandung von englischer Seite daS active und passive Gesandtschafts- bezw. Consularrecht ausgeübt, ihre auswärtige Politik selbstständig geleitet und mit anderen Staaten durch ihre eigenen Organe Verhandlungen gepflogen. Auch hat beispielsweise England keinen Widerspruch erhoben auf dem Weltpoft-Congreß in Wien 1891. Alles dies könrue England nicht dulden, wenn es das Recht der Suzerainetät besäße. Daher steht die Auffaffung der englischen Preffe nicht nur in directem Widerspruch mit dem klaren Wortlaut des Vertrages von 1884, sondern mit der constanten Praxis der englischen Regierung. Und damit fällt der von jener Preffe gegen Deutschland erhobene Vorwurf, daß eS fremde Rechte antaste, wenn es jene Suzerainetät bestreite, in Nichts zusammen. Bern, 9. Januar. Eine gestern in Olten stattgehabte Versammlung der schweizerischen Brauer ei besitz er hat beschloffen, gegen den Bierboykott und eventuellen Ausstand energischen Widerstand zu leisten. Bellinzona, 9. Januar. Nach einer Meldung au8 Brissago verlautet daselbst gerüchtweise, daß bei einem heftigen Sturme in der vergangenen Nacht der auf dem Lago- Maggiore dieustthueude italienische Zollkreuzer sammt seiner Bemannung untergegangen sei. London, 9. Januar. DaS Reuter'sche Bureau meldet auS Pretoria unter« 7. d. MtS.: Wie verlautet, wären die Behörden im Besitz von Documenten, aus welchen hervorgeht, daß die Wirren lediglich daS Ergebniß eines ComplottS waren, da- den Zweck hatte, die Annexion der Republik herbeizuführen. Pritona, S. Januar. Die Aufrührer von Jo« hanne-burg haben sich der Regierung von Transvaal bedirgungSloS ergeben. Hier herrscht große Dank« barkeil für Deutschland wegen de- von ihm geleisteten wirkungS- vollen diplomatischen Beistandes. Drpeichp-. de- Bure«: Berlin, 9. Januar. Heute Mittag 12 Uhr fand in der Dom JiterimSkirche die feierliche Einsegnung der sterblichen Hülle des Prinzen Alexander statt. Der Fcier wohnte da- Kaiserpaar mit großem Gefolge, Vertreter zahlreicher regierender Fürsten, die Minister, das diplomatische Corps und viele andere hervorragende Persön- l chkeiten bei. Während der Einsegnung läuteten die Glocken sämmtltcher Kirchen Berlins. Berlin, 9. Januar. Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold trafen heute Vormittag vom Jagdschloß Glienicke in Berlin ein und wohnten der Beisetzung deS Prinzen Alexander bei. Berlin, 9. Januar. Der „Localanzeiger" meldet: Fürst BiSmarck wird der wiederholten Einladung deS Kaisers Folge leisten und am 18. Januar, Vormittag- 10 .Uhr, hier eintreffen, vorausgesetzt, daß sein Gesundheitszustand keine Verschlechterung erfährt. Wahrscheinlich reist er schon am Tage vorher nach Schönhausen. Der Fürst wird auch diesmal im Königlichen Schlosse absteigen und an der Parade zu Wagen mit besonderer Genehmigung des Kaisers Thetl nehmen und dem Gala-Diner beiwohnen. Berlin, 9. Januar. Eine Interpellation der Regierung im Reichstage über die TranSvaal-Frage scheint, soweit sich übersehen läßt, ausgeschlossen. Dagegen gilt eS als zweifellos, daß die Frage in der Budget Com- miifion später zur Sprache kommt. Der Umstand, daß das Auswärtige Amt seinen nächstjährigen Etat zurückgezogen hat, wird in der Commission insofern einige Verwirrung Hervorrufen, als keiner der Referenten in der Lage ist, schon morgen über den Etat Bericht zu erstatten. Berlin, 9. Jaguar. Die wirthschaftliche Vereinigung deS Reichstages wird in der nächsten Woche zu einer Besprechung der Vorlage des Margarine-Geletz- entwurfe, sowie der Frage der Zuckersteuer und der Transitläger zusammentreten. Berlin, 9. Januar. Der Stellvertreter deS Reichskanzler- v. Bo etlicher veröffentlicht eine Abänderung zur Bekanntmachung vom 5 Februar 1895 über Ausnahmen vom Verbote der SountagSarbeit lm Gewerbebetrieb. Diese vom 25. October 1895 datirte Bekanntmachung ist jetzt dem Reichstage zugegangen. Pari-, 9. Januar. Der hiesige portugiesische Gesandte erklärte einem Redacteur deS „TempS-", daß die Ausschiffung deutscher Truppen in der Delagoabah nur im Einvernehmen mit Portugal möglich sei, da die Bay p)ltUgifischeS Gebiet sei. Der Gesandte glaubt nicht, daß d eSbezügltche Verhandlungen geplant werden. Paris, 9. Januar. Die Blätter unterziehen zwar die Haltung Englands einer scharfen Kritik, sprechen sich u r nichtsdestoweniger gegen ein Einvernehmen mit Deutsch- U< ö aus. London, 9. Januar. „Daily Graphic" sagt, der Zwischenfall in Transvaal sei glücklich zu Ende geführt worden durch die Energie von drei Männern, nämlich Cbamberlain, Krüger und Robinson. Krüger habe sich, indem er den Ausländern Concesstonen machte, alS kluger Staatsmann erwiesen und sich dadurch um die Unabhängigkeit deS Landes große Verdienste erworben. London, 9. Januar. Hier herrscht wieder eine beruhigtere Stimmung. Die Gerüchte von der Einberufung der Reserven und der Miliz bestätigen sich nicht. Dotier, 9. Januar. Ein schrecklicher Sturm hat gestern die Abfahrt sämmtlicher Postdampfer verhindert. Warschau, 9. Januar. Anläßlich der Krönung deS Czaren soll bekanntlich eine Bauerndeputation nach Moskau pe'andt werden. Dte Wahlen hierzu finden sitzt in allen Gouvernement- von Ruffisch Polen statt. Konstautiuopel, 9. Januar. Infolge heftiger Schn erstürme find die Eisenbahn-Verbindungen m t West Europa unterbrochen. Sitzung der Stadtverordneten am 9. Januar 1896. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Wolff, Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber, Flett, Dr. Gaffky. Dr. Gmfleisch, Habenicht, Haub^ch, Heichelheim, Helfrich, Hey^igenftaedt, Homberger, Juqhardt, Keller, Kirch, LooS, Köber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Schiele, Schwall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. In der ersten Sitzung des neuen JabreS wurde der bedeutungsvolle Act der Dienstein führung und Verpflichtung der neugewählten Stadtverordneten vorgenommen. Herr Oberbürgermeister Gnauth richtete aus dieiem Anlaß an die Versammlung folgende Ansprache: Meine Herren! In Gemäßheit deS Art. 27 der Städte Ordnung habe ich die am 16. November v. I. gewählten Herren Stadtverordneten in ihr Amt einzuführen und zu verpflichten, nachdem weder eine Einwendung gegen jene Wahl erhoben noch auch dieselbe von der Aufsichtsbehörde beanstandet worden ist. Ich gebe dabei zunächst der Freude darüber Ausdruck, daß die sämmtlichen, alS treue Arbeiter tu der städtischen Vertretung bewährten Herren Stadtverordneten, deren Mandat abgelaufen war, in ehrender Wetfe wiedergewählt worden sind, und ich glaube, wir dürfen Alle darin eine Billigung der Wirksamkeit nicht nur dieser Herren, sondern auch deS gesammteu Collegiums in den letzten Jahren erblicken. DeS Wetteren heiße ich herzlich willkommen die neu eiutreteuden Mitglieder der Stadtverordneten Versammlung- eS ist damit nunmehr dte Zahl von 30 Stadtverordneten, welche Städten über 20000 Einwohnern zakommt, erreicht und — ungeachtet der abermaligen, erfreulichen Zunahme unserer Bevölkerung, welche die letzte Volkszählung ergeben — werden wir bet dieser Zahl nunmehr wohl für einige Wahltermiue verharren, bis erst wieder eine Seelenzahl von 30000 erreicht ist. Die vollzogene Vermehrung der Zahl der Stadtverordneten ist aber insbesondere darum freudig zu begrüßen, weil sie zugleich auch eine erhebliche Bereicherung unseres Collegiums darstellt an fachlichem Wissen, an Lebenserfahrung und Arbeitskraft. . Eine solche Bereicherung ist doppelt werthvoü angesichts der bedeuiungSvolleu Aufgaben, deren Lösung voraussichtlich schon die nächsten Monate von der Stadtoer ordneteu-Ber- sammlung verlangen werden: ein neu ausgearbeitetes Projekt der unterirdischen Entwässerung und Fäkalienableitung unserer Stadt liegt zur demnächftigen Berathung und Beschlußfassung bereit; das Gleiche gilt von der nicht weh. länger mehr aufzuschtebenden Entscheidung über die Wtederbelegung oder Vergrößerung des seitherigen oder die Anlage eine- neuen Friedhofes, auch dte neuestens von privater Seite angeregte Anlage eines Volk-schwimmbadeS wird wohl in der einen oder anderen Form die Beiheiligung der Sradt tn Anspruch nehmen. Dielen Aufgaben sanitärer Art auf jenem, ja noch am meisten rückständigen Gebiet unserer städtischen Verwaltung treten an dte Seite eine Anzahl anderer: die Unzulänglichkeit unserer derzeitigen Viehmarktanlagen und die absolute Unmöglichkeit der Durchführung der unerläßlichen veterinär- poltzetltchen Controle unter den seitherigen Veihältniffen werden in wiederholten Verboten der Abhaltung unserer Vieh märkie und tm fortgesetzten Rückgang derselben iasolange ihren Ausdruck finden, als nicht durch Verlegung des Vieh- markier und Wiederanlage desselben unter den günstigsten äußeren Bedingungen unser Markt wieder concurrenzfähig gemacht fein wird mit anderen; ob sine Verlegung erfolgen soll tm Anschluß an den künftigen Güterbahnhof unter gleichzeitiger Anlage eine- BtehhofeS, eveut. im Zusammenhang mit der Anlage öffentlicher Lager-Plätze und-Häuser, werden wir gleichfalls in Balde zu entscheiden haben. Von sonstigen Verhandlungsgegenständen erwähne ich nur noch kurz dte Beschaffung weiterer Räume für die Realschule, die Reform unserer OctroiwesenS in der von der Stadtverordneten Versammlung seinerzeit angedeutetenRich ung und dte Schaffung eine- städtischen Arbeitsnachweises. Ich glaube, diese Aufzählung schon wird Ihnen bestätigt haben, welch ernste Arbeit das neue Jahr uns Allen bringen wird, und ich kann nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß dieselbe ausschlagen möge zum Segen unserer Stadt- daß J^re Entscheidungen fallen möchten — bet aller Würdigung und Abwägung der Emzelinteresseu — unter dem ausschließlichen Gesichtspunkt des öffentlichen, des GesammtintereffeS, und daß über unseren Verhandlungen und persönlichen Beziehungen derselbe Geist der Sachlichkeit und Versöhnlichkeit walten möge wie bisher. In solchem Sinne bitte ich Sie einzutreten in die Arbeit des neuen Iah e-, zunächst aber lade ich die neu gewählten Herren Stadtverordneten ein, den vorgeschrtebenen Eid abzulegen. . Hierauf leisteten die neugewählten Herren: Commerz»» rath Heichelheim, Kaufmann Th. Haubach, Kaufmann Carl LooS, Hoftraiteur Kirch und Professor Dr. Gaffky den Eid nach folgender Formel: „Ich schwöre, daß ich das mir anvertraute Amt eines Stadtverordneten der Stadt Gießen treu und gewissenhaft verwalten und die mir obliegenden AmtSgeschäste den bestehenden Gesetzen entsprechend mit Unparteilichkeit besorgen will, so wahr mir Gott helfe." Unter Hinweis auf ihren früher geleisteten Ed wurden die wieder gewählten Herren Petri, Dr. Gutfleisch, Wallenfels, Jughardt, Faber und Dr. Ploch durch Handschlag verpflichtet. Das Gesuch des Herrn LoniS Becker um Erlaubniß zur Errichtung einer Gartenhütte am alten Steinbacherweg wurde ausnahmsweise und widerruflich befürwortet, desgl. dasjenige von der Firma Gebr. Röhr le zur Erbauung einer EiS- halle^am W Swarer Weg. Herr Oberbürgermeister Gnauth machte hierbei auf den Beschluß der letzten KceiStag-sitzung aufmerksam, nach welcher demnächst mit dem Bau der Kre S- straße tn der Lichtenau, in der Richtung nach Wi mar begonnen werden soll. Zur Ausführung der Arbeiten für dte von der Stadt laut Vertrag mit der Firma L. Scheid on.ulegeaden eiserne Einfriedigung entlang der Scheid'schen Besitzung an der Steinstraße wird Genehmigung ertheilt. Die auf 730 Mk. veranschlagten Arbeiten wurden bereit- ausgeschrieben. Die zum Ausbau der Landmannstraße bezw. Trottoiranlage daselbst erforderlichen Bordsteine hat sich die Firma Graff u. Co., Londorf-Gießen, zu dem Preise von 4.80 Mk. per lfd. Mtr. zu liefern erboten. D-e Versamm lung erklärt sich mit dcm Angebot, daS wesentlich niedriger ist, als diejenigen anderer auswärtiger Firmen, einverstanden. D'.m Gesuche der israelitischen RelrgionSgemetnde entsprechend wird beschlossen, die Lonhftraße von dem ecan- geltschen Schwesterhaus an bis zum Befitzihum der ifraetb tilchen Gemeinde aufzufüllen. Genannte Gemeinde beabsichtigt, demnächst an bezeichneter Stelle ein Geweindehau» zu errichten. Nachdem die Parzellen-Bermesfung beendigt, soll ein neue- Grundbuch angelegt werden, wofür 4000 Mk. nöthig find. Diese Kosten werden, der gesetzlichen Bestimmung gemäß, von der S'aatskasse vorgelegt, und find für deren Er atz die Jahre 1897—1900 vorgesehen. Es wird auf Antrag der Baudeputa'ion die Anlage einet neuen Grund- buche- beschlossen, und sollen die Kosten durch Erhebung eine- besonderen An-schlageS auf die Gruvdsteuercapitalt» gedeckt werden. Auf die Bemerkung deS Herrn Wallenfels, man möge mit der Neuanfertigung de- Grundbuchewarten, bi- die vielen Reclamarionen gegen die Bermcssung erfolgt seien, antwortete Herr Oberbürgermeister Gnauth, daß die- vorgesehen sei, indem nach Ausgleich der Dtffe,enzen die Parzrllenkartencopien auSgesenigt und danach erst da- Grundbuch angelegt würde. totales and proonnsUHes, Gießen, 10. Januar 1896. * * Gynäkologische Klinik. In der Gynäkologischen Klinik unserer Hochschule kamen im verflossenen Jahre 340 Entbindungen bei einer Thätigkeu von nur Praktikanten vor, somit entfallen durchschnittlich auf jeden derselben pro Jahr 16 Fälle oder pro Semester 8. ES steht diese- Institut in Bezug auf die Fr. q renz und in Rücksicht auf die Zahl der dabei beteiligten angehenden Aerzte an erster Stelle unter derartigen Anstalten aller deutschen Universitäten. * * Verein für Krankenpflege. Die am Mittwoch Abcod ftattgefundeue General-Versammlung war zahlreich besucht. Der Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt Grünewald, erstattete den RechrnfchastSdertch: über das abgelaufene Ver- eiuSjahr, und erwähnte dabei, daß eS wegen der Auffassung über die Auslegung deS § 4 der Statuten, welcher die Zusammensetzung und Wahl deS Vorstandes behandelt, innerhalb deS Verein- zu ernsten Me.nungSvrrschiedenhetten gekommen fei, welche nahe daran waren, die Existenz des Vereins in Frage zu stellen. Diese D fferenz fei jedoch bet- gelegt, sie habe ihren Grund in Mißverständnissen rc. gehabt. Der Verein bezweckt die Einrichtung und pekuniäre Unterstützung einer Niederlassung katholischer, barmherziger Schwestern in Gießen behufs Förderung der Krankenpflege, ohne Rücksicht auf die Confession der Kranken in dieser Stadt. Die Mitgliedschaft kann Jedermann erwerben, gleichviel, welche politische oder confdfton-.Ue Stellung er einnimmt. Der Verein bestehe augenblicklich au- 53 Katholiken, 33 Protestanten und 20 Israelitin Es führe die Mitglieder lediglich die Humanität und Menschenliebe zusammen, alle religiösen Interessen der verschiedenen Confessionen haben mit dem VereinSzweck nichts zu thun. Der Vorsitzende schließt seinen Bericht mit dem Wunsche, daß im kommenden Jahre die Genien der Mudthäugkeit und Barmherzigkeit über dem Verein walten mögen. Der Rechner Herr v. Jungeifeld erftattete die von den Revisoren geprüfte Rechnnna pro 1895. Dieselbe schließt in Einnahme ur ö Ausgabe mit Mk. 5761.58 ab. DaS Vereinsveimögen, bestehend aus baarem Geld und Papieren, beträgt augenblicklich Mk.2955.28, gegenMk.3184.11 des Vorjahre-. — Die Versammlung schritt daraufhin zur DorstandSwahl. Der Vorsitzende theilte mit, daß Herr Rechtsanwalt Dr. Gutfleis ch infolge der Differenzen de« BorjahreS fein Amt niedergelegt habe und die Versammlung bitte, von seiner Wiederwahl in den Vorstand abzusehen. Der Vorstand habe beschlossen, als geeignetes Vorstandsmitglied den Buchhalter H-rrn Hermann Petri zur Wahl vorzusch agen. Herr Dr. Kübel erklärt, daß dem § 4 der Statuten zufolge diesmal tn den Vorstand ein protestan Ische- Mitglied mehr zu wählen sei, dem müsse man sich füge«, und wer von den Mitgliedern dies nicht wolle, könne Höch- ftens einen weißen Zettel abgeben. Bei der Abstimmung, welche durch geheime Wahl stattfand, wurden wieder gewählt die Herren R^chtSanwalr Grünewald, v. Jungenfeld, Hante!S- kummermitglied Katz, Commerzienrath Heichelheim, Dr. Kübel, Amtsrichter i. P. Herrmann, Rentier Schmücker, Adjutant i. P Singer, neugewählt wurde Buchhalter Hermann Petri. Nachdem der Vorsitzende Namens des Vereins den Schwestern für ihre segensreiche und aufopfernde Thätigkeit Anerkennung und Dank ausgesprochen, dankt Herr Pfarrer Bayer dem Vorstand und besonders bem Vorsitzenden für seine Thattg- keir im Interesse des Verein-. Hierauf schließt Herr Rechtsanwalt (Srünetpalb die Versammlung. Veränderungen im Vorstand der OmaibnSgefeÜfchast Auf sein Nachsuchen, begrüntet mit Arbeitsüberlastung, ist der städtische Vertreter im Vorstand der Omnibu-gesellschasi, Herr Stadtverordneter Helfrich, von seinem Amte ent» Kunden worden. Derselbe waltete feit Eröffnung de- BetriebS seines Am es und hat sich namentlich bei der Einrichtung desselben, sowie in den kritischen Zettea, welche die Gesellschaft durchgemacht bat, hervorragende Verdienste um dieselbe erworben, wofür ihm der Dank und dir Anerkennung der Bürgerschaft rückhaltlos ausgesprochen werden muß. — Ai seine Stelle wurde Herr Stadtverordneter Heinrich Adami gewählt. * • Wegen bittlichkeiiSverbreche» wurde vor einigen Tagen ein Schuhmachermeifter von hier gefesselt nach dem Justizpalast geführt und dort in Untersuchungshaft genommen. Die scheußliche That soll schon vor einem halb» Jahre verübt sein. Eine Warnung, ausgehend von H-rrn KreiSphysiku- Dr. Roth in Marienberg (W fnrmalb) ist seit KurzMn am schwarzen Brett unserer medtcinischen Klinik arig-schlagea, welche verdient, die weiteste Verbreitung zu finden. ES wird gewarnt, sich nach Marieuderg als zweiter Arzt lockcu zu lassen und diese Warnung damit begründet, daß die Gegend arm sei und daS ärztliche Bedürsniß dort so gering wäre, daß den größten Theil deS JahceS schon ein Arzt wenig zu thun hab'. Die Taxen bet-ügen für Verordnung inklusive Untersuchung 30 Pfg., für einen Besuch 60 Psg. Praxis sei ohne Fuhrwerk unmöglich, sämmtliche FixaS find in den Händen des Kreisphysik. S. Wer vor bitterer Noth sich bewahren will, möge sich bei dem Arzt Dr. Loer in Winterberg, biSherin Marienberg, de« S'uaueren informir». 7” «Balle, d-1 ^ller, • 8««aat 1896 SW*» Stall Me 340 üntl '»MÜ eD derselben pri dieses 3n. Ww aui ölt an erster ■Wen lllltvechLrev. m Mittivoih übtii "0 tear zahlretit Grünewald. 8 «gelaufene 8a. )en der Auff^nnj n- welcher btt Za, 1 Wnbtlt, inner ^rschiebrchkm y. 1 Weuz bkS Ver Eai sei jedoch bei- nbaifitn ic. gchadt. d Pecuniau Unter arwherjiger Tchwr krankenpflrge, ohne i in dieser Stadt, werben, gleichviel, wag er etnnlmot Klilboltken, 33 Pi,, ie Mitglieder kbig- iufatnmtn, alle relk esstonen haben mit Toisttzende schlich kommende Zahn i)ttyg!dt über btn :r v.Zungeisell Kedjnuna pro 1895. de mit Mk. 5761.58 i baarcm Geldc uni Z, gegenMk.3184.il hrttt daraushin gat ie mit, daß Hrn der Differenzen M unb btt Beriamw Vorstand abzuseheit. eigneteö Vorstand» n Petri zur Wahl i, bast bem § 4 de, d ein protestannschei ässe man sich süM t wolle, könne Höch (| der Sbstimmungi eben wieder gewählt d)il6ilm, Dr. KW -Mto, [tu Hermann Petrl ,(1,8 bin @Nf|,n .tafelt 8ieita«"«l' littet S9a?er to „ fit * »ich Mit Hi« 9*’ . Ot°»>M's! SLS° *btt ° ja. die SeieU ?«»*■" k 'S"«.“'1 «»Al* 57°-°^- 8«'”. ».«>* ” ) 19 ||,f LdtW1 mm1 61 tu«! j* gt;t *' ;h«?U 111 “"’Ä I« it0 f.„el« « tot)»« ettttn akfl« f10' ‘>S «4 ter °°' nr. !» ’ JemU»'“ K. Lollar, 10. Januar. Der Bericht deS BorfiapdeS ic «der am 7. Januar stattgefundeneu Generalversammlung dcS Veteranen. und Krieg ^Vereins „Ludwig zur Treue" ergab einen derzeitigen Sekanb von 90 activen, ,8 Ehren« und 11 passiven Mitgliedern. Es harten im Laufe des Jahres zahlreiche Vorstands« und Monatsversammlungeu stattgefuudeu und feierte der Verein in besonders festlicher Weise Kaisers Geburtstag, Großherzogs Geburtstag, Bismarcks Geburtstag unb Sedanfeft. Bei beiben letzteren Gelegenheiten wurden ErinnerungsLtnben gepflanzt. Die Gräber der Feldzugs- oldaten wurden würdig geschmückt. Außerdem betheiligte sich der Verein zahlreich an der Hassiafeier in Darmstadt unb war bei bem Besuch beS Großherzogl. Paares in Gießen vertreten. Der Verein beerdigte in feierlicher Weife zwei Kameraden, Veteranen Münch und Geißler, nahm an der Beerdigung des verstorbenen Herrn Georg Buderus theil. Der bisherige Vorsitzende, Herr Baumann, mußte, nachdem er lange Jahre den Verein geleitet hatte, wegen Umzugs nach Gießen den Vorsitz niederlegen. Wegen seiner außerordentlichen Bemühungen für den Verein bezw. für das Kriegervereinswesen wurde derselbe von der Versammlung zum Ehrenpräsident erwählt. L. Lindheit», 9. Januar. Für unsere Haushal^ungS- schule, welche mit jedem Jahre schöner emporblüht, hat die oberste Verwaltungsbehörde den stattlichen Zuschuß von 1000 Mk. bewilligt. Gewiß ein schönes Zeichen dafür, wie jchr unsere Regierung für die landwirthschaftlichen BtldungS- anstalten sorgt. ‘ W. Vilbel, 9. Januar. Wir meldeten seinerzeit den Raubmordverfuch in Petterweil, begangen an dem Rentner Pfeiffer, und die Verhaftung zweier der That dringend verdächtiger Personen. Vor Kurzem find dieselben auS der Untersuchungshaft entlafsen. Wie man hört, soll daS Verfahren mangels Beweise gegen sie eingestellt fein. W. An« der Wetterau, 9. Januar. Der ,Gieß. An« zeiger" bringt in feiner gestrigen Nr. 6 vom 8. d. MtS. eine Correspondeoz aufl dem „Vogelsberge", worin mitgetheilt wird, ein Bauer habe einem jüdischen Handelsmanne einen Schuck für einen Ziegenbock geboten, der Handelsmann habe aber James (richtiger lamed) Schuck verstehen wollen und eS fei dadurch ein Proceß entstanden. Mit solchen hebräischen Ausdrücken muß man vorsichtig sein. Das Wort James — lamed ist das hebräische 8 = 5 und bedeutet als Zahl 30. Schuck heißt Mark, Boscheth heißt Pfennig, lamed schuck heißt 30 Mk., wofür der Handelsmann feinen Ziegenbock jedenfalls gerne abgegeben hätte. Wer die hebräischen Aus- drücke nickt genau kennt, thut gut, wenn er sich davon läßt. Der Postdampser „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 8. Januar wohlbehalten in New Aart anqekommen. Rirchttche Anzeigen der Statt Gietzen. Eiaugelische Semeir.de. Gottesdienst. Sonntag, den 12. Januar. 1. nach Epiphanias. LandeSMtsfionSfekU I« der Lt-rdttteche. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittag« 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde. Anmeldungen im Pfarrhaus erbeten- Eollecte -um Besten der Hetdenmtsston. Rächstkünfttgen Sonntag, den 19. Januar, findet Beichte und hell. Abendmahl für die Marcusgemetnde im Abendgottesdienst start. Donnerstag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der Stadtknabenschule: Btdelstunbe. Pfarrer Dr. Grein. An der JohanneSkircha. Vormittags 9>/« Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittag« 11 Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemeinde: Pfarrer Dingeldey. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. In allen Gottesdiensten Eollecte für die Heidenmisston. Montag, den 13. Januar, Abend« 8 Uhr, Bibelst««d- im Confirmandensaal oer Johanm^kirche: 1. Brief an die Coiinther, Eapitel 6. Pfarrer Dingeldey Die nächste Abeodmahlöseier für die JohanneSgemeinde wird am 26. Januar, diejenige für die Lucasgemeinde am 2. Februar, jedeSmal im Abendgottesdtenft gehalten werden. Es gibt keine Toiletteseife,K brauch, welche die von lausenden deutschen Proftssorcn und prac. Aerzten anerkannten und gerühmten cosmettschen, hygienischen und sanitären Eigenschaften hat, wie die Patent-Myrrholin Seife. Die« dürfte Jedermann alS Beweis genug sein, um die Patent-Myrrholin Seife beim Waschen als Toilette GesundheitS-Seise zur Ge sundheitS- und Schönheitspflege der Haut anzuwenden.________405 Wir machen unsere Leser auf die heute erscheinende Annonce Gentner's Wichse und Gentner's Schuhsttt in ro'hen Dosen mit dem Kaminfeger aufmerksam. Es sind in Qualität tha sächlich hervorragende Fabrikate und die Verpackung in rothen Dosen ist sehr hübsch. Wir empfehlen unfern Lesern beide Artikel zu prodtren und sind wir überzeugt, daß Jedermann zufrieden sein wird. 393 mit seinen üppigen, grünen Rasen- wVWIUUl matten ist vorbei und jede Hausfrau sucht nach einem geeigneten Ersatz für Rasenbleiche. Wie die Erfahrung seit einigen Wintern gelehrt hat, findet man in „Lahn’» Salmiak-Terpentin Kernseife" das beste aller Mittel, um die Wäsche schneeweiß zu bleichen, ohne daß sie im geringsten angegriffen wird. Jede Hausfrau sollt mit „Luhn's Seife" dasselbe versuchen. 138 Satzungen, betreffenb die Bildung und Verwaltung eines Stadterweiterungsfonds für die Provinzialhauptstadt Gießen. Auf Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 24. De- cember 1895 zu Nr. M. I 34 914 wird hierdurch in Gemäßheit des Art. 9 der Städte-Ordnung die Bildung und Verwaltung eines Stadterweiteruugsfonds für die Provinzialhauptstadt Gießen wie folgt geregelt: § 1. Zur Erleichterung eines, zum Nutzen der Stadt Gießen erfolgenden, vorsorglichen Ankaufes von Grundeigenthum zu Zwecken der Stadterweiterung, wie zur Vorbereitung von Straßenregulnunqen wird ein Stadterweiterungsfond gebildet und für denselben eine Nebenrechnung zur Stadtkasse eingerichtet. S 2. Dem Stadterweiterungsfond ist zu Lasten der Vermögensrechnung der Stadt ein Grundvermögen von 150 000 Mk., in Worten Einhundert fünfzigtausend Mark (zunächst zwecks Ankaufs der vormals v. Rabenau- schen Besitzung) überwiesen worden; eine spätere Verstärkung dieses Grundvermögens bleibt vorbehalten. § 3. Der Stadterweiterungsfond hat dieses Grundvermögen (seine Kapitalschuld an die Stadt) mit jährlich 3*/, pCt., in Worten drei und einhalb Procent, zu verzinsen. Kapitalien des Fonds, deren Anlage in Grundeigenthum vorübergehend unterbleibt, find bei der Stadtkasse verzinslich anzulegen; es werden dafür seitens der Stadtkasse dieselben Zinsen und Bedingungen gewährt, welche der Stadtkasse im Contocorrentoerkehr für ihre eigenen Gelder zukommen. § 4. Die Verwaltung des Stadterweiterungsfonds ist der städtischen Baudeputation übertragen; dieselbe hat insbesondere über den Ankauf und Verkauf von Grundeigenthum des Fonds zu beschließen und ist berechtigt, innerhalb der verfügbaren Mittel des Fonds den Ankauf von Grundstücken auch ohne Vorbehalt der Genehmigung der Stadtverordneten. Versammlung zu vollziehen, wenn außer dem Vorsitzenden mindestens zwei Drittheil der Mitglieder der Deputation für den Ankauf stimmen, wogegen für den Verkauf von Grundstücken in jedem Fall die Genehmigung ebenso der Stadtverordnetenversammlung wie der Aufsichtsbehörde vorzubehalten ist. 8- 5. Auf 1. Januar jedes Jahres hat die Deputation den Voranschlag des Stadterweiterungsfonds für das kommende Rechnungsjahr der Bürgermeisterei zur budgetmäßigen Behandlung und Genehmigung durch die Stadtverordneten-Versammlung vorzulegen, etwaige Verstärkungen des Grundvermögens nicht minder wie eine etwaige dauernde Verminderung desselben durch Rückzahlung von Schuldbeträgen des Fonds sind im Voranschlag zu wahren. S- 6. Aus 1. October jedes Jahres ist sodann die von der Stadtkasse auf gestellte und von der Deputation gutgeheißene Rechnung des Fonds der Bürgermeisterei zur Prüfung und Genehmigung der Rechnung durch die Stadtverordneten-Verfammlung vorzulegen, begleitet von einem Vermögens- Nachweis, welcher insbesondere zu enthalten hat eine von der Baudeputation nach bestem Wessen und Gewissen aufgestellte und von den Mitgliedern derselben unterschriftlich anerkannte Werthschätzung des aus Mitteln des Fonds angefchafften GrundeiMlthums. §• 7. Insoweit danach einerseits im Vermögensnachweis das Vermögen .des Fonds dessen Kapitalschuld an die Stadt übersteigt und anderseits die laufenden Einnahmen des Fonds zur Verzinsung seiner Schuld nicht ausreichen, dürfen die fehlenden Zinsbeträge auch aus dem Kapitalbestand Les Fonds entnommen werden; reichen dagegen die laufenden Einnahmen Les Fonds fammt dem Vermögensüberschuß nicht aus zur Bestreitung der Schuldzinsen, so hat die Stadtverordneten-Versammlung zu beschließen, »b vorübergehend auf die Abführung von Schuldzinsen an die Stadtkasse verzichtet, oder ob unter Aufhebung dieser Satzungen der Stadterweiterungsfond aufgelost werden soll. Gießen, den 7. Januar 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 391 Gnauth. Wermiethungen. bahnen. 404 in in großer Auswahl bei 172 Heinrich Wallach, Fav’s ächte •y ®oee Sodener Mitral-Pastillen and Breohepargel, Teltower Rübchen. 8 ro £ L> Bälle u. Maskeraden. Bahnhofstrasse 30. 9984 g? oo ■ Seidene Ball-Echarpes. 398 Für nur 5 Mark (mit Glocke«spiO 70 Pfg. mehr) 2 N » c ® Verlag her BrLhl'schen llnivrrsität--B»ch- und Steindruckern (Pietsch & Scheyda) in EieHen. Are LeuLige Buruncr uursaßt 6 Zeiten Heute verschied nach langem, schweren Leiden unsere innigst geliebte Frau und Cousine Theater-Verein. • Donnerstag, 16. Januar, Abends 71/2 Uhr im Festsaal Wallthorstrasse Gaßspiki von Mzlikdcrn des stankinricr StaMtliratr» Novität! Novität! Das Glück im Winkel von Hermann Sudermann. — Schauspiel in drei Acten. --— Biliets in der Musical ienhandlong Ernst Challier iRudolphs Nachf.Jt sowie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk 3.50; Zweites Parquet und Balcon erste Reihe Mk. 2.25. Stadentenkarten Mk. 1. Gallerie Mk. 1.—. Solider, MrlWgcr Mann in <1« AlascheubtergeschLft gesucht. 40t____Ludwigstraße L«. ~ 4 2] Per Frühjahr ein kaufm. Lehrling mit guter Schulbildung für tin hirfigeS Fabnkgeichäft unter günst. Bedingungen gesucht Mo? 'ogt die Exped. b- Bl. Unser innigst geliebter, unvergesslicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder und Schwager Herr Pfarrer Johann Heinrich Bauer ist heute Morgen 9 Uhr nach kurzem, schweren Leiden sanft im Herrn entschlafen. Emil Fischbach, Seltersweg 24. HANS HOTTENROTH, Generalagent, HAMBURG Warme Fussel Nur eine fettreiche Schmiere schützt vor dem Eindringen des Schneewassers; Vaseline (Mlneralfelte) nicht. Nur Gentner’s Schuhfett (Thranfett) in rothen Dosen mit dem Kaminleger macht wasserdicht und dauerhaft. Mit Gentner’s Wichse kann man wieder wichsen; diese vorzügliche Wichse erzeugt auch auf fettem Leder sofort wieder schönsten haltbaren Glanz! Man achte auf den Kaminfeger und die Firma des Fabrikanten Carl Gentner in Göppingen, denn die rothen Dosen find von vielen Fabriken nach- gemacht worden. oCnUTzmarixo. Geschäft««. 393 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme und die zahlreichen Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann, desgleichen die dem Verblichenen erwiesene Ehre seitens der beiden freiwilligen Feuerwehren und des Turnvereins sagt innigsten Dank 403 Die tieftrauernde Familie Aürnmel Die Vertretung eines ersten bereits eingefübrten Rheinweinhauses für Gießen und Umgebung ist neu zu vergeben. Offerten unter Nr. 395 an die Exped. d. Bl. [395 Die Agentur für eine erste Lebens - und Unfall - Versicherungs- Gesellschaft ist zu vergeben. Bedeutendes Jncasso vorhanden. Rur in besseren Kreisen eingeführte Herren finden Berücksichtigung. Eventuell erfolgt auch Anstellung mit festem Gehalte. Offerten unt. V. B. F. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme während der Krankheit, als auch bei der Beerdigung unseres theueren, unvergeßlichen Sohnes und EnkHs Otto Moll insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Decan Pullmann, sowie für die reichen Blumenspenden sagen wir Allen unseren innigsten Dank Louis Mo». Katharina Moll. Margaretha Ary. Sonntag, den 12. Januar, Abends 8 Uhr: ümbt Hauptversammlung. MM Jahresbericht. — Jahresrechnung. — Statutenänderung. — Lorstandswahl. Zahlreiches Erscheinen wird erwariet. 288 Der Borstand. KXXmXttKXXKOKXMXKXXKXXXM 36 Zur Belehrung aller Freunde des Obst- und Gartenbaues ist vor nunmehr zehn Jahren n Der praktische Ratgeber im Obll- § und Gartenbau, eine wöchentlich e'scheinende, reich illustriere Ganenzeiisckrtft, ins Leben «gerufen worden, welche aus k einen Aniängen schnell rmporgedlüht, heure die gelesenste Gartenzeitschrift der Welt geworden ist. Der pracrtsche X Rathgcber ist jetzt ein Unternehmen von einzig dastehender Großartigkeit, K welches nur für die Piaxrs arbeitet. An der Spitze der Redactton stehen vier wissenschaftlich gebildete Gärtner, ein großer Kreis von Autoritäten )£ arbeite mit. Unter der Redaciton steht ein w ssen'chaf ncher Veisuchs- K garten für Neuheiten und ein 45 Morgen pioßer, practifchen Bersuchen dienender Versuchsgarten „Der H dwigSberg- In einer eigenen Ver- suchskellerei werden Sorten« und Maschtnenve suche mit Obfi- und Beeren- M weinen gemacht. Der practische Ralhgeber ist reich tllustrtrt. Alle Ab b edungen werben nach lebenden Modellen, Pflanz-n rc. nur für den Ä Rathgever gezeichnet. Vierteljährlich wird ein tun.es Aquarell — Ab- X dtldungen von Obstsorten, Blumrn, Jnsecten :c. — beigegeben, das von heroorragen em künstlerischem Werth. Der practrsche Rathgeber im Odst- K und Gartenbau, auf den man bet jeder Postanstalt ober Buchhandlung M adonntren kann, kostet oiert'ljäorliw 1 Mk. mit Bestellgeld 1,15 Mk., bet directem Bezug unter Streifband 1,50 Mk Probenummern oei sendet 58 gern unentgeltich die L-rrigk. Äcf6n<6örncfterei Lrowitzsck n. Lohn in Frankfurt a. d. Sder. XXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX Mädchen, $ welches kochen kann, wird zur Führung des Haushaltes bei Allemstehendem Herrn gesucht. Offerten sind unter M. S. 10O an die Exped. d. Bl. xu richten. 387] Ein kräftiges Mädchen vom Lande gegen hohen Lohn gesucht. „Restaurant Postkeller". —Eine Frau zum Wecktragen sofort gesucht. 399 Wilhelm Loeber. 83 T} Ein junger Mann aus guter Familie, welcher drei Sabre Lehrzeit in ehxcr «ondito.ei und ryeinbLckerei «standen hat und gute Aeugmsse auf: Seifen kann. s«cht per ssfsrt Stelle in Ldntichem Geschäfts. D^r? zu erfragen in der Exped b Bl . G.«LXtozxeozte werden eiaber und bunr her- ze*teilt in der Brübl’ichen Druckerei.