1806 Mittwoch de« 10 Juni Erstes Blatt W 134 Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt fSr den Ttveir Gie^eir. Hratisbeitage: Gießener Iamilienbkätter des geben werden. des Berlin. Den Geschworenen tliiiHm» Dom Anzeige» zu der Nachmittag« für de» ||i|rhm Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Teheran, Schahs t* Gießener l||iitli<»irittcr 1 W» , dem Anzeiger ,lGa.aich dreimal fcrifldtgL asserwerk 6 $ergen*____z Der t tsts^er Anzeiger echejnt täglich, IV Lu»nahme des TioMags. Deutscher Reichstag. 99. Sitzung. Montag, len 8. Juni 1896. 8m BundeSrathstische: StaatSsecretär o. Marschall. Bieneljährlger >6o»»et»enl5FrtU » 2 Mark 20 Pfg. mt» Bringerlohn. x Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Reb actien, tpebWer- und Druckerei: Alle Annoncen-Bureaux des In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgege«. Neueste NachMicht^u. Wolff» telegraphische» Sorresvondenz-Bure«. Berlin, 7. Juni- DaS gestern vom Reichstage angenommene Bürs enge fetz tritt am 1. Januar 1897 in Kraft. Die Bestimmungen über daS Börsenregister treten mit dem 1. November 1896 in Wirksamkeit, die Vorschriften über Zulassung von Actien eine» zur Actien- oder Comman« ditgesellschaft umgewandelten Unternehmens, von Antheil- scheinen ober Obligationen ausländischer ErwerbSgesell« schäften mit dem 1. Juli 1896. Der Abschluß der börsenmäßigen Termingeschäfte ist nur bis zum 1. Januar 1897 gestattet, mit der Maßgabe, daß die b‘8 zu diesem Tage abgeschlossenen Geschäfte auch bis dahin abgewickelt sein müssen. Hamburg, 8. Juni. Die Hamburg-Amerika- Linie hat die Errichtung einer regelmäßigen Linie für Passagier- und Frachtbeförderung zwischen Hamburg und Galveston beschloffen. Kiel, 8. Juni. Der commandirende Admiral Knorr schiffte sich heute Vormittag aus der „Weißenburg" ein. Das erste Geschwader, bestehend auS den Panzerschiffen „Weißenburg", „Wörth" und „König Wilhelm", ging alSbald in See. Paris, 8. Juni. JuleS Simon ist heute Mittag ge- storb en. Seine Gattin und seine beiden Söhne umstanden das Sterbelager. Bereits Nacht« erhielt er die Sterbe- sacramente. Paris, 9. Juni. Kaiser Wilhelm ließ der Familie JuleS Simons durch den Botschafter Grafen Münster eine BeileidSdep esche überreichen, worin der Kaiser tele- graphirt: In feiner hohen patriotischen Rechtschaffenheit hatte daS ehemalige Mitglied der Regierung der nationalen Ver- theidigung und Unterzeichner des Frankfurter FriedenSver- tragS nicht gezögert, das Präfidium der französischen Abordnung beim Berliner Sozialcongreß zu übernehmen. Er trat für die Ideen der Versöhnung und des heroischen Ver- z'chte» ein, welche von den beiden anderen Delegirten Burdeau und Dölahaye und dem ganzen Congreß günstig ausgenommen wurden. Die allgemeine Abrüstung, welche eine Wohlthat für beide Nationen gewesen wäre, wurde unglücklicherweise durch die kindischen, unüberlegten Manifestationen der „Pat'iotenliga" durchkreuzt. Zum Schluß verneigt sich der Kaiser vor dem Grabe des persönlichen Freundes und Philosophen, der seine patriotischen Empfindungen vor dem Jnteresie der Menschheit und des Weltfriedens zurücktreten ließ. Graf Münster kündigte weiter an, der Kaiser beabsichtige, sich bei Simons Begräbniß durch einen Spezialdelegirten vertreten zu lasten. Moskau, 8. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin reiften gestern Abend 10.15 Uhr zunächst nach Odinzowo ab, von wo auS sich dieselben nach JlinSkoje weiter be- hinter verschlossenen Thüren gehalten. wurden zwei Fragen vorgelegt: ob wistentlich falscher ®tb vorliege oder ob der Angeklagte in Grünberg einen fahrlässig 8. Juni. (Reuter.) Die Inthronisation hat heute stattgefunden. Depesche» Se» fcvreez .Herelb 8. Juni. Dem heutigen großen Armee- Wit «W,, as*K(* öconomtsche Leben da einzugreifen, wo dies nicht unbedingt rroth- wendtg sei. Es sei geradezu ein krankhaftes Bestreben, daß der Staat sich in alle Bewegungssretbett einmtschen solle. (Lebhafter Beifall links.) DaS Wort deS Fürsten BtSmarck: Wir Deutsche ürchten Gott und sonst nicht« auf der Welt, möge auch gegenüber dem Detallreifenden Platz greifen. Abg. Reißhaus (Soc) bekömpst die Beschränkung der Be- wegungsfretheti, welche diese« Gesetz bringe. StaatSfecr. v. Bötticher: Bei der Vorlage handelt e« sich weniger um Vorschläge der Regierung, als um frühere Beschlüste des Reichstag«. Auch da« Verbot de« DetailretsenS ist im Reichstage angeregt worden. Als neuerdings au« den Greifen der Gewerbetreibenden diese Forderung mit großem Nachdruck erhoben wurde, fühlte sich die Regierung gedrungen, dem Reichstage den vorliegenden Vorschlag zu machen. Nach den übereinstimmenden Meinungen, welche gewerbliche Sachkenner von der Schädigung berechtigter gewerblicher Jnteresten durch den Detailreisenden haben, bedarf e« hierüber keiner besonderen Enquete. Diese Schädigung steht für einzelne Gewerbe fest, während andere von Detailreisen Nutzen haben. x Weiterberathung morgen 2 Uhr. (Schluß 6 Uhr.) Meßmer Anzeiger Kenerat-Anzeiger. e entstehen bei d» e ist vermieden, ri >ofort äusser Thätin »entlieh vereinfach t. nerksame Hahnenä- itzen Verbrennung t auf das Bratstück und der ganze St lafter, als auf andere des Gases zu Ko? sen von Jahr zu k inen hierfür ein.;-' - ohne den Yeti' >n ist hon, für 1, 2, M ■ efahigeten Firmen' '■ Fr. Siemens, Df* merke, Gaggenaue: räthig, 0-21,50, furSFe; Feuer von Jt • und höher W d höher. Ferner V aUe Apparate i=; auch KostenanscW? '"kalle"8Mfc„ 8 des GasLV'! 1 lassen. gewöhnlicher ^Paraten J* eden gebracht = 0,63 Pf» “ ”8- kur den Cbu.» 'die Kosten da Wärme noch wtJ’ ver ordne ten-Bes^. isverbrauchinKä'C. Heizgasleitung— ch auch dasLegckn. nunmehr die Uns :e umgeändert u Baderaum) ein den braucht und due!. nten Räumen u t».. den meisten Fäll« E it wieder herstellbu» inrichtung einer Benehmen wir der» L ts abzuschätzenden h eitungen darf ntn t» ;ases benöthigten tes en, auch in Mieth r 85, 40, 60, 70 Pc. i bietet gegenüber t digemein anerkamz itverlust und ohn-: ■fügung. n sofort in voller S da in b Ausschluß der Ausländer vom Grunderwerb in Japan ripuK! tiue« sei. E« handelt sich lediglich um Erhaltung de« be- ttel jjkibn Zustandes, und der deutsche Handelsvertrag mit Japan bf - ttihd»iln dieser Beziehung durchaus mtt dem englischen. IbH. Müller.Fulda (6tr.) erklärt die vielfach laut gewordene TV UxfibT über, daß Japan seine Zölle sa-außerordentlich und,all- tetnara oihöht habe, für unbegründet. Im Allgemeinen betrügen tei:M« nur 10 oder 15 vCt. de« Werths, das fei doch nicht gar io ( M mnd überschritten würden jene Sätze nur in Einzelfällen. D-l-n Mmische Markt fei von hoher Bedeutung, namentlich für un 4-1« L; xtU-, Ersen-, chemische und Farbwaaren-Jndustrte. Be Artikel 5 zollt Äbg. Graf Kanitz zwar der Bindung der .anoeUdyn Zölle Anerkennung, beklagt aber die zunehmende Con- eunTtni feer japanischen Industrie, welche dabei durch die Silber- rntrbitbg.ng unterstützt werde. Welchen Schluß die verbündeten *te*i*run:i;en daraus zögen, müsse er denselben überlasten, aber helfen *or int t>< jedenfalls nur eine internationale Währung. Auch die ■flefljutlEng der Ausländer in Japan komme da in Betracht, die genössen daselbst beim Verkehr mancherlei Bevorzugungen. Bin., Hahn (b. k. Fr.) weist daraus hin, daß es sich in Japan iir riH-cHzölle handle. Da sei es für un8 wichtig, daß die Be- rec Arm, des Werth« der Jmportwaaren festgelegt werde. Unsere 3riikftii! sei daher interessirt, zu erfahren, wie unfer auswärtiges Ais«bl-»einschlägigen Bestimmungen deS Vertrags auBIege. Ttiector im Auswärtigen Amt Reichardt erklärt, nach den bt«aiVIdpnn Besprechungen gelte als Werth der Waare der in der JaWjia i ingetragene EngroS-Preis. Jlbp. Münch - Ferber betont, daß die Japaner die Vortheile xtmjirt- vortrefflichen Patent- und Musterschutzg-tzes erlangen sollten, »ücdfrmi) i rotr nicht einmal wüßten, wie das betr. japanische Gesetz au Ms. Darüber möge uns die ReichSregierung Aufschluß geben. »Ibsz. Heyl von Herrnsheim (nl.) hebt die Gefahren ivelche dem Absatz deutscher Maaren auf dem Weltmärkte btitoto ^namentlich von Amerika her. Dem vorliegenden Vertrag sttipmi Slebntr zu 6tiaat«f(cretSr v. Marschall: Von dem japanischen Gesetze )Ulpt>r-:chc des gewerblichen Eigenthum« werde ich eine Uebersetzung rnzflktbe-i lasten. Jedenfalls hatte Deutschland bisher in Japan za pr ltlcrn Schutz seines gewerblichen Eigenthums, sodaß der Vertrag ttn-ii^einüber dem bestehenden Zustande günstiger stellt. Auch ist utrifkttlcdS bereits darauf gedrungen worden, daß Japan mit un« übfottbie'em Punkt ein Separatabkommen trifft. Der Vertrag wird gcMtifoilti.t. 08 folgt die dritte Lesung der Gewerbenovelle. flbj. Baffermann (nl.): E« habe sich seit der zweiten ficMfa htrausgestellt, daß durch die gefaßten Beschlüsfe doch eine flaifli» dtrdbe seßhafter Gewerbe geschädigt würden, und zwar auch «eäitintr. die zum gewerblichen Mittelstände zu rechnen feien. Es geWibä«' namentlich von dem S 8 (Dclatircifen). E« würde also wcMcalh kein 'Nachtheil fein, wenn die Erledigung dieser Materie noatiiaf einige Monate bmausgeschoden werde. Verschiedenen Ge- waanihetl enden, die sich früher an der Agitation gegen das Detail- retißsf bitthciligt hatten, fei die Erkenntniß aufgedämmert, daß sie srchli stuit in das eigene Fleisch schneiden würden. Er und ein Ih j»e'Liner Freunde stünden daher auf dem Standpunkte eines vo liii : r vm Antrags Richter, den Artikel 8 ganz abzulebnen und dtest üiziarung erst noch zu Ermittelungen über den Gegenstand auf» rufctokrri. Ueberdies könne man sich nicht verhehlen, daß sich gegen da-MkrÄot de« Detailreifens gerade die Großkaufleute am ehesten sichtzp: künnten, durch Platzagenten, daß allo schließlich das Verbot nuanha Großbetrieben und G'oßstädten zu Gute kommen würde. ßbi-z. Fischbeck (frf. Vg): Es sei eine ganz merkwürdige Sr!«d: Ittik und namentlich auch eine ganz merkwürdige Mittel- ■ja BjaOlitif (Rufe links: Sehr richtig!), was diese Vorlage und biflktbiroeiter Lesung gefaßten Beschlüsfe veranlaßt habe. Nach den beiinl :i rlkgenben vielen Anträgen scheine das Hau« doch seine 1i sti: rngen seit der zweiten Lesung stark g-änden zu haben, sogar au.rllf: Rechten des Hauses. Man verstehe jetzt auch sehr wohl Ofl.rtl » t, welches der Herr Reichskanzler gesagt habe — und er - fellttf oiljfe zuverlässig, daß dieses Wort gesagt worden sei —: es :ct ii:u! urelfUd), wie man solche Vorschläge habe machen können! M M J wolle man thatlächlich ganze Geschäftszweige todtschlagen uniLi der Erkaltung einiger Krämer willen ganze Reihm anderer Zeitit-r- an den Bettelstab bringen. Auch eine Reihe anderer Be- stir m iiien bitte er abzulebnen, denn die betr. Interessenten werde tnatthxb nie zufried n stellen, komme doch der Centralverband destMtu Kaufleute schon jetzt, wo dieses Gesetz noch nicht einmal Imn hfem fei, wiederum mtt neuen Forderungen. z^z. Schädler (C.) vertritt den entgegengesetzten Standpunkt. sIB«!!eb 'le Agitationen für die Vorlage neuerdings etwas nachgelassen batim- fn liege daS nur daran, daß die Nachstbetheiligten eben jetzt c.mitibt« bestimmte Hoffnung auf das Zustandekommen dieser Vor- (aci|ir:»:i8 beruhigt worden seien. Es eanble sich hier keineswegs halllv-^xistmzen zu Grunde zu richten, sondern vielmehr Existenzen tu ii rti[s:en, die mindestens ebmso bercchiigt seien. Ita. Prinz Hohenlohe - Schillingsfürst (b. k. Fr.) kann ftdtgla Eindruck nicht entziehen, daß in der Thal einzelnen der H«llior ihren eigenen Beschlüssen zweiter Lesung Angst wird. H K frört! links.) Da« gebe deutlich aus einzelnen der gestellten Arili^M hervor. (Rufe: Sehr wahr! linktz). Nicht annehmbar -rs/oi.! ihm jedenfalls der Antrag Hitze-Stumm, wonach das DctaU- reir#ru;r „nach vorgängiger ausdrücklicher Aufforderung" gestattet fetiüi .'Iti1. Unter wiederholten lauten Rufen auf der Linken: „Lehr zu|gl Ishrt Redner au«: er müsse ber Zenbeng entgegentreten, immer an>t k @8eöerbcfreibeit herumzunörgcln und ihr an Allem Schulb zu n t Dem Staat könne nicht bte Rolle zufallen, in bas lui ber Tagesorbnpng steht zunächst bie zweite Lesung HijMst^liSvertrageS mit Japan. *^36lb||. Gras Kanitz (conf.) bemängelt, daß den Deutschen in )>xoa)ir Grunderwerb nicht gestattet sein soll, während anderer- yelitllli Japaner in Deutschland Grund und Boden erwerben könnten. Ltriatssecretär o Marschall: Vorredner irrt, wenn er glaubt, (j.'j j* SpjS? ogllchl W jtitflU:' wS Jagdrennen zu Hoppegarten wohnte daS Kaiserpaar mit Gefolge bei. Der Kaiser überreichte dem Sieger, Lieutenant v. Eynard, welcher fein Pferd „Aubepine" ritt, den Ehrenpreis. Berlin, 8. Juni. Als der Kaiser heute von Hoppe- garten zurückkehrte, wo er dem Rennen beigewohnt halte, fuhr er beim Reichskanzler Fürsten Hobenlohe vor und hatte mit demselben eine anderthalbftündige Conferenz Berlin, 8. Juni. In der heutigen Sitzung der Reichs- tagS'Commission für das Bürgerliche Gesetzbuch wurde die Bcrathung de» 4. BucheS, betreffend das Familienrecht, fortgesetzt. Die Zwangserziehung verwahrloster Kinder rief nochmals eine längere Debatte hervor, deren Ergebniß die Beibehaltung der Beschlüffe erster Lesung war. Infolge eine» CompromiffeS der Nationalliberalen und de« Eeulrum» wurden nunmehr zunächst die Paragraphen de« EherechtS zurückgestellt und die Paragraphen über daS BereinSrecht be- rathen. Abg. v. Bennigsen hat eine längere Reihe von Anträgen gestellt, bei deren Begründung er Namen» seiner Partei erklärt, dieselbe werde den Anträgen deS Ceatrum» beim Eherecht zustimmen unter der Voraussetzung, daß da» Eentrum die nationalliberalen Anträge zum Vereinsrecht annehme. Abg. Lieber antwortet, daß da» Eentrum trotz mancher Bedenken die Anträge des Abg. v. Bennigsen unter« tützen werde. Die Abgeordneten v. Stumm, Limburg (conf.) und Rauffmann (frf.) bekämpften da» Compromiß. Von con- servativer Seite wurde der Antrag auf Einführung der facultativen Eivilehe gestellt. — Morgen Weiterberathung. Berlin, 8. Juni. Die vereinigten Berliner Woll« Hutfabrikanten haben ihre infolge de« Ausstande» der Hutarbeiter geschloffenen Fabriken wieder geöffnet. Berlin, 8. Juni. Da» vorgestrige Unwetter in Berlin und Umgegend hat einen Verlust an Menschenleben oder erheblichen materiellen Nachthetl nicht angerichtet. Ein Blitzstrahl zersplitterte die Fahnenstange der bayerischen Gesandtschaft, ohne daS Gebäude selbst zu beschädigen. Bon der Ueberschwemmung infolge deS heftigen Regen« wurde am meisten der Westen Berlin» heimgesucht. Auch in Treptow brachte das starke Gewitter, welche« sich über der Gewerbe- auSstellung entlud, einen wolkenbruchartigen Regen, der die Wege aufweichte und auch einige Gebäude beschädigte. In einen Pavillon schlug der Blitz ein, richtete aber keinen großen Schaden an. Ansbach, 8. Juni. Laut amtlicher Zählung erhielt bei der R ei ch S t a g S -S t i ch w ah l vr. Conrad (Demokrat) 7716 und Hufnagel (conf.) 7094 Stimmen. Berlin, 9. Juni. Die jüngsten drei katferlicken Prinzen werden am 20. d. M. in Kreuznach erwartet. Die Kaiserin trifft wahrscheinlich am 27. d. Mt«. dort ein. Berlin, 9. Juni. Dem ehemaligen Rechtsanwalt Fried- mann wurde in diesen Tagen im UnterfuchungSgefängniß daS Erkenntniß des Ehrengerichtshofes zu Leipzig eingehändigt, durch welche« bekanntlich seine Ausschließung auS dem Rechtsanwaltstande erfolgt. ES wird bestätigt, daß Friedmann bereits seit mehreren Tagen im Besitz der Anklageschrift ist, und daß die Sache bald spruchreif sein dürfte. Berlin, 9. Juni. Der Hauptzeuge iw Procesie Friedmann, Schneidermeister B erg er, hat bisher keine Vorladung von dem Untersuchungsrichter erhalten. Berlin, 9. Juni. Die Eisenbahnen haben in der Woche vom 30. Mai bis 5. Juni d. I. rund 219,000 Personen nach Treptow und rund 350,000 zurück nach Berlin benutzt. Am Sonntag betrugen die Zahlen 54,000 und 68,000. Durch daS öffentliche Fuhrwesen wurden 124,000 Personen nach Treptow und ebensoviel zurück befördert. Am Sonntag waren eß fast 29,000 hin und beinahe 30,000 zurück. Zu Schiffe wurden 20,000 Personen nach der Ausstellung und 17,000 nach Berlin zurückbesördert. Die Zahl der in Hotel«, Fremdenlogis re. beherbergten Personen betrug in der Woche vom 30. Mai bis 5. Juni 18,311, also ebensoviel wie in der Pfingstwoche, und etwa 4000 mehr als in den Vorwochen. Berlin, 9. Juni. Die Fahrt der Hannoveraner zum Fürsten Bismarck findet am 5. Juli statt. Schneidemühl, 9. Juni. Der Etsenbahnschaffner Pari«, welcher den Bahnunfall am 20. April auf der Station Roska veranlaßte, wobei 4 Personen getödtet worden find, wurde wegen Fahrlässigkeit zu 4 Monaten Gefängniß ver- u r t h e i l t. Wien, 9. Juni. Nach der Rede deS Prinzen Ludwig von Bayern bei dem Bankett der deutschen Eolonie tn Moskau verließen der Prinz Heinrich von Preußen, die übrigen Prinzen sowie der deutsche Botschafter den Saal. Budapest, 9. Juni. Bei dem gestrigen Gedränge wurden von einer herabfallevden Eisen st ange zwei Personen getödtet und sieben verletzt. Mehrere Reiter find gestürzt und verletzten sich erheblich. Viele Fälle von Hitz- schlügen und Sonnenstiche kamen vor.______________________ Schwurgericht. W. Gießen, den 8. Juni 1896. In der Verhandlung gegen den Bergmann Peter Naumann auß Weickartshain wurden auch die Platdoyer« eße M Äapir MM Pm> 2 emf in penntet ä --st' fiaichenl t#r >«•««*• Idhtti garste IrfiittO i>k diüm im V- S’stinablui ■^.0 fiilmot O s#e*i rfr/f/rrn $ INI* i fcrttfan 4 •niet Die Staatsbehörde hatte 3 Jahre Uhr Heute Vormittag 1. 2. 3. einen Eid zu leisten. Zuchthaus beantragt. nach der eine Hütte und einen Wald, die nicht sein Eigenthum waren, vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben- daß er im wiederholten Rückfalle und nachdem er als Dieb vorbestraft, einen Diebstahl begangen, indem er dem Steinhauer Heinrich Schaumberg eine Anzahl Steinhauerwerkzeuge widerrechtlich ent* wendet; daß er vorsätzlich und rechtswidrig fremde Sachen, nämlich dem Heinrich Schaumburg gehörige behauene Sandsteine mit Vorsatz beschädigt hat. falschen Eid geleistet. Der Obmann, Bürgermeister Wahl- Raiurod, verkündete den Wahrspruch auf schuldig des Meineids. Das Urtheil lautete auf 21/a Jahr Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren und Aberkennung der Qualifikation des Angeklagten, vor Gericht Schaumburg selber das Feuer angelegt und den Verdacht auf ihn gelenkt habe, um ihn ins Unglück zu bringen. (Die Zeugen über den zu führenden Alibibeweis des Angeklagten des diesmaligen Schwurgerichts eingetreten. Die Verhandlung richtet sich gegen den Maurer Magnus Merle, geboren den 2. December 1849 zu Althüttendorf, wohnhaft daselbst, dreizehnmal vorbestraft, darunter fünfmal wegen Diebstahl, dreimal wegen Beleidigung, wegen Hausfriedensbruch, wegen Beleidigung, Sachbeschädigung rc. Der Angeklagte wird beschuldigt, am 23. März d. I. oder um diese Zeit in der Gemarkung Eudorf durch mehrere selbstständige Handlungen W. Gießen, 9. Juni 1896. wurde in die letzte der Verhandlungen sollen vernommen werden). Erst am nächsten Morgen dem Brande will der Angeklagte von dem Brande SteinbruchShütte Kunde erhalten haben. In der Vernehmung des Angeklagten trat um 11 eine Pause ein. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann. Die Dertheidigung führt Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr. Es find 26 Zeugen zu vernehmen und wird fich die Verhandlung auf zwei Tage ausdehnen. Der Anklage liegt folgender Thatbeftand zu Grunde: In der Gemarkung Dotzelrod nach der preußischen Grenze liegt ein dem Freiherrn v. Rotsmann gehöriger Kiefernschlag, das sogenannte Dotzelröder Wäldchen. In diesem befindet sich, demselben Besitzer gehörig, ein nicht sehr bedeutender 5 bis 8 Meter tiefer Sandfteinbruch; an deffen Rand an einem Rain gelegen liegt eine auS Pfosten und Brettern errichtete kleine Hütte, welche mit Reisig und Stroh gedeckt war und den Steinbrucharbeitern zum Kochen ihrer Mahlzeiten und zur Aufbewahrung ihrer ArbeitSgeräthe und Handwerkszeuge diente. Die Ausbeute des Sandsteinbruchs hatten 1894 der Angeklagte und der als Zeuge zu vernehmende Heinrich Schaumburg von Schrecksbach zusammen für gemeinsame Rechnung betrieben. 1895 war der Letztere der alleinige Pächter dieses Steinbruches, während Merle bei ihm gegen Tagelohn nach wie vor weiter arbeitete. Da gegen Ende des Jahres 1895 löste sich auch dieses Ber- hältniß und an Stelle der ehemaligen Freundschaft der beiden ehemaligen Socien trat nun erbitterte Feindschaft. Merle trat Anfangs dieses Jahres bei feinem Bruder Georg Heinrich Merle als Arbeiter ein und war bis zu seiner Verhaftung in besten etwa 100 Meter vom Schaumburg'schen Bruch entfernt gelegenen Steinbruch beschäftigt. Seit Anfang dieses Jahres führten die ehemaligen CompagnonS Civilprozeste mit einander, woran sich auf Betreiben Schaumburgs zwei Strafprozefie gegen Merle reihten. Am 24. März sollte in einem derselben vor dem Schöffengericht in Neukirchen Hauptverhandlung stattfinden, zu welcher Schaumburg und seine zwei Arbeiter als Zeuge geladen waren. Man machte daher am Abend vorher etwas früher Feierabend, räumte alles Werkzeug und Geräthe in die schon erwähnte Hütte und begab sich 20 Minuten vor 7 Uhr nach Hause. Gegen 9 Uhr destelben Abends brannte die Schaumburg'sche Stein- bruchShütte vollständig nieder, auch der Bodenwuchs des Raines, an dem sie stand, wurde durch Feuer vernichtet, ebenso ergriff auch das Feuer die am Abhang stehenden Fichten, welche mit dem Walde direct in Verbindung stehen und vernichtete diesen Ausläufer des Waldes. Das rasche Eingreifen mehrerer Endorfer Knechte und anderer Personen, welche, durch den Feuerschein angelockt, rechtzeitig zur Stelle waren, verhinderte, daß daS Feuer weiter um fich griff, denn sonst wäre daS Dotzelröder Wäldchen ein Raub der Flammen geworden. In den Trümmern der niedergebrannten Hütte suchte man vergebens nach den Eisentheilen der darin verwahrt gewesenen Geräthe und Handwerkszeuge, sodaß eS unzweifelhaft blieb, daß der Brandstifter, ehe er Feuer anlegte, hier einen Diebstahl begangen haben müste. Aber die auch in der Nähe der Brandstätte lagernden Werkstücke, welche bereits fertig behauen waren, fand man mit Hammerschlägen stark beschädigt vor. Der Angeklagte bestreitet, daß er 1895 nur Arbeiter deS Schaumburg gewesen, er sei nur von diesem als Arbeiter angegeben, um ihn als Zeugen in einem Proceffe verwenden zu können, er fei aber 1895 noch Theilhaber am Gewinn deö Steinbruchs gewesen. Ende des Jahres kamen die Differenzen, die dadurch entstanden feien, weil er, der Angeklagte, in einem Prozeß, den Schaumburg gegen feinen Bruder Georg Heinrich Merle führte, nicht zu des Ersteren Gunsten auSsagen konnte. Der Angeklagte bestreitet die ihm zur Last gelegten Strafthaten und giebt an, daß er nicht der Thäter gewesen sein kann, weil er genau beweisen könne, daß er am Tage deS Brandes, von 7 bis 10 Uhr Abends, in Alt-Hattendorf gewesen. Er glaubt, daß Hniocrfitats - Nachrichten. — Marburg, 8. Juni. Dem Vernehm« nrch bi Professor der Theologie Herrmann einen Rai an UMrtfl Halle alS Nachfolger des Professors Oberconsistottalnlha t*u erhalten. Schisfsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bi« iw- ., Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 8. Juni. (Per transatlantischen Idtr-ni Der Postdampfer Willehad, Capt. W. Kuhlmann vom JtorbJX Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr Vormittag« wohlteha^ i Baltimore angekommen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemefien am 9. Juni. Mittag« »mischen ll uiu Wasser 177., Lust 19°. Rilbsamen'sche Ladrav'.« CoceU» und provtitsieUci, Sießeu, den 9. Juni. ’* Ans dem Instizdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigü geruht, am 31. Mai den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bmgen Emil Schlapp zum Oberamtsrichter bei diesem Gericht zu ernennen. •• Provinzial AuSschoßfitzung. SamStag den 13. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr findet in dem Sitzungssaale des RegierungSgebäudeS dahier eine öffentliche Sitzung des Provinzial-AuSschuffeS mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage deS OrtSarmenverbandeS Schwarz gegen den OrtS- armenverband Renzendorf wegen Unterstützung der Katharina Alles von Schwarz. 2. Gesuch deS Philipp Spaar III. zu Reiskirchen um Erlaubniß zum Betriebe einer Schank- wirthschaft. 3. Erbauung einer Nebenbahn von Beienheim nach Nidda, hier: Gelände-Enteignung in den Gemarkungen Echzell und Kohden. 4. Enteignung von Gelände für den normalspurigen Ausbau der Zweiglinie Villingen—Friedrichs- Hütte; hier Ausspruch der Enteignung. 5. Antrag auf Auf. lösung der Spar- und Leihkaffe zu Petterwetl gemäß § 79 des Reichs-Gesetzes vom 1. Mai 1889. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 11. Juni 189 6, Nachmittags 3x/2 Uhr: 1. Gesuch des LouiS Troß zu Gießen um Erlaubniß zur ferneren Belaffung eines bestehenden BacksteinhänSchenS im Neustädterfeld. 2. Gesuch des Jacob Gorr VII. von Heuchelheim um Erlaubniß zur Erbauung eines Arbeiterhäuschens imNeustädterfeld. 3. DeSgl. des Gottlieb Nauheimer wegen Belaffung eines Arbeiter- Häuschens im Neustädterfeld. 4. DeSgl. deS W. Nachtigall um Erlaubniß zur Aufführung eines GartengeräthehäuSchenS von Brettern am Wtßmarerweg. 5. Baugesuch des H. Schön für den NahrungSberg. 6. Gesuch des Gg. Btchler um Er- laubntß zum Bauen eines Keffelhauses auf der Hardt. 7. Degl. deS LouiS Becker zur Erbauung eines Treibhauses an der Grünbergerstraße. 8. DeSgl. des Adam Bender zum Bauen am Krofdorferweg. 9. Degl. deS Löb Süß für die Wettergaffe. 10. Gesuch des Christian Nebe um Erlaubniß zur Herrichtung eines Zuganges zu seiner Besitzung von der Nordanlage und Herrichtung einer Einfriedigung daselbst. 11. Anbringung von Plakattafeln - hier Polizei-Reglement und Pachtvertrag. 12. Gesuch deS Gg. Brömer um Er- theilung der Erlaubniß zum WirthschaftSbetriebe in seinem Hause Riegelpfad. 13. DeSgl. deS Georg Pfaff im Hause Riegelpfad. *• Zum vraud am Tiefeuweg. Der wegen Verdachts der Brandstiftung am Tiefenweg tn Haft genommene Keil soll, wie wir hören, wegen Mangel an Beweisen aus der Haft entlasten und seinem Regiment nach Darmstadt wieder zugeführt worden sein. Die Brandruinen deS Lotz'schen Hauses sind vom Erdboden verschwunden und soll an dieser Stelle kein HauS wieder aufgebaut werden, wodurch allerdings hier wieder einmal in der Altstadt die so nöthige Luft und Licht geschaffen wird. •* Vom Schwurgericht. Unser SchwurgerichtS-Saal lieferte heute ein Bild, welches einem Maler zum Vorbild dienen könnte. Der Angeklagte erscheint in der Tracht der Schwälmer Bauern und ernst blicken seine Landsleute, Männer und Frauen, die als Zeugen erschienen sind und auf zwei langen Bänken den Zeugenraum füllen, drein. Sie haben, um würdig vor Gericht zu erscheinen, ihre Feiertagstracht angelegt. Jntereffant war auch die AuSloosung der Geschworenen. Der Staatsanwalt sowohl als auch der Der- theidiger lehnten flott unter den auSgelooften Geschworenen ab, so daß daS Ablehnungsrecht bald erschöpft war. *♦ Durchgebraunt. Die 26jährige Marie Kröll von Rainrod, welche in der Meineidssache gegen Johannes Fritzges von Rainrod als Zeugin vernommen wurde und welche die Urheberin der Schmutzkarten-Geschichte ist, um derentwillen der Eid geleistet wurde, hat auS Furcht vor der ihr drohenden Bestrafung wegen Anfertigung und Verbreitung dieser Karten die Flucht ergriffen. nn. Darmstadt, 8. Juni. Dor der hiesigen Strafkammer II deS Großh. Landgerichts stand heute einer jener fliegenden Metzger, wie sie besonders in den Städten typisch find, die mit Hundewagen und Körben dort herumziehen und den „Kunden" prima Ochsenfleisch daS Pfund für 40 Pfg. anbieten und zahlreiche Abnehmer finden. ES ist bieder Metzger Samuel Schiff von Heusenstamm, der fich heute wegen Betruges und des Vergehens gegen § 10 des Nahrungsmittelgesetzes zu verantworten bat. Zu der Der- Handlung sind eine ganze Reihe von Zeugen geladen. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Dr. Ruff. Der Angeklagte, der schon mehrmals wegen deS gleichen Vergehens vorbestraft ist, hat nach den eigenen Angaben und wie durch Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein MÜsterchen deS Stoffe-, von dun e» will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort iu Tage : gefärbte Seide kräuselt sofort »ulammen, verlo'ckt belb läßt wenig Asche von ganz bellbräunlicher Farve. Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt lang'am „ lich glimmen die «Schußfäden* weiter (®enn febr tntt ; schwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die na satz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt, die Asche der ächten Seide, so zerstäubt ftt, d" d" • nicht. Die Geidenfadrik«« •”' geschlachtet. Um seine Manipulation gegenüber beschau zu verdecken, haue er fich gesunde Lunar» - ;'r von Frankfurt a. M. verschafft und dem Flrii^' C;' vorgelegt. Der Gerichtshof, der unter dem LandgerichtSrathS Baur tagte, konnte einen ftrifmaL'* daß der Angeklagte wußte, daß daS verkauste FiniH j?- gesundheitsschädlich war, nicht seststellen. Ja wurde aber durch Zeugen festgestellt, daß btl V /-: wissen mußte, daß Tuberkel in dem Fleisch rorha«?^^! Der § 12 deS NahrungSmittelgesetzeS „wegen ,Cc' Verkaufs" müßte somit wegfallen und konnte etDefck* in dieser Beziehung nicht stattfinben. Da der verdorbene Nahrungsmittel verkauft hatte unbf^ darüber klar sein mußte, daß daS verkaufte Fiefij CT' Ordnung war, auch die gesetzlichen Brstimmunoe» kZL1 von seinen früheren Bestrafungen her kennen «rin wurde er für dieses Vergehen für schuldig deS Betruges wurde er für überführt erachtet, fca er »£ " daß daS Fleisch nicht labenrein und auf die Freibank,2. Damit sei eine Täuschung deS PubltkumS herbeigefühn Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 2 fängniß, 300 Mk. Geldstrafe eventl. 60 Tage hast « erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer , Jahren. Der Staatsanwalt hatte 4 Jahre Gescngoih bumt® — Der Verurtheilte erklärte, die Strafe nickt amth zu wollen. Verkehr, taub* unb DelfstpirtMaft Gieße«, 9. Juni. Marktbericht. Änf bew Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 0,70-0,80, W*” pr. St. 0 4, 2 St. 9-114, Enteneier 5-6 4, 2 6t 4 ' eier pr. ®t. 10—12 A, Käte pr. 6t. 6-11 A. KS'emeM n Sil i Erbsen pr. Liter 17 A, Linsen pr. Liter 80 A. '' X 0,80 biS 0,90, Hühner pr. Stück 1,30 bi« 1,50, 6**K-*" I X 1,40—1,80, Enten pr. Stück X 1,80-2,00, ** ■ I X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Psd. 70-74 A. Kuh- und pr. Psd. 64-68 A, Schweinefleisch pr. Psd. 50 bH 66 4. 64” fleisch, gesalzen, pr. Psd. 70 A. Kalbfleisch pr. ■ Hammelfleisch pr. Psd. 60-70 A. Kartoffeln vr. 100 tti: 5®" 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 A. ZwUdeln n X 7,00-8.00, Mil» pr. Liter 16 H, Kirschen pr. Gt.SlbkthksßschtEisendaliiltn Die Lieferung von 151 Weiche«- schwellen aus Eichenholz für Nebenbahnen, zusammen 629 m, soll vergeben werden. Die Bedingungen find bei unserer MagaztnSverwaltung, sowie den Stationen Hungen und Nidda etnzusehen, Angebote, mit bezüglicher Aufschrift ver, sehen, biS zum 1». J««i d. 3. dahier einzureichen Gießen, den 5. Juni 1896. 5365 Gr- Direction- /Mtachelveere« ,um Einmacheu. W 4360] «ründergerstraße 81. Marineverein Gießen. Mittwoch den 10. Juni 1806: Autzerordeutliche General-Versammlung im Vereinslocal. Wegen Wichtigkeit der Sache bittet sämmt- liche Kameraden zu erscheinen 5341 Der Vorstand. Antreten w Ech zum Festzuge des Marinevereins Sonntag den 14. d. Mts., Mittag« um y,3 Uhr, am „Hessische» Hof". Vereins-Abzeichen, Crbcn und Ehrenzeichen sind an» •Ö01' Eintrittskarten für die Mitglieder des Kriegervereins sind Kassier, Herrn Kaufmann Dort, zu haben. 1 Familienkarten (1 Hauptkarte mit 2 Beikarten 1 u jede weitere Beikarte 30 Pfg-, Einzelkarten 50 Plg - f «A» Festes. — Man bittet um rege Betheiligung. beste Nahrung flir NewiebgrgjgJdeinHClfuferjmd-Maggolgidenfteempfdde^^ einzig ricntiger Zasatzzur Kuhmilch.^ den 8. Juni 1896. 5347 Die tieftrauernden Hinterbliebenen Giessen, den 9. Juni 1896. Die Beerdigung findet statt Donnerstag den 11. Juni, Nachmittags 3 Uhr, von den Neuen Kliniken aus. 5369 Statt jeder besonderen Anzeige! Todes nzeige. Herrn Ludwig Kröck VII 57. Lebensjahre in ein besseres Jenseits Morgen im trauernden Hinterbliebenen Die 1896. den 9. Juni 5379 10. Juni, Nachmittags 5 Uhr, von Trauerhause („Krone“) Die Beerdigung findet morgen, Mittwoch den zu Heuchelheim aus statt. Hohenlohe'sches Hafermehl MAGGI5 Ä 4 Heuchelheim und Frankfurt a. M., Niederlagen durch Placate kenntlich. 3441 S'NachM «t Dem Smtje mann einen Sf g- ’tfiorS Obetccmr.- Dienstag Morgen $2 IThr verschied unser lieber Gatte und Vater nach kurzem, aber schweren Leiden heute abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Mrfteigerimg. Mag den 19. Mts., Mittags 2 Uhr. oaMme im Pfandlocal, SelterSweg 11, grwif j'aarjablunfl: 10 Ldämme Eichenholz eine Partie kuchrn» und Eichenbohlen, 2 Pferde, i.Irlh, Buffet, Secretär, SopbaS, licirmode, Kleiderschränkr, 2 Ei-, 'tiLrike, mehrere Bilder (Aquarrl) mb bersch. mehr. Hfcm den 9. Juni 1896. 531®. Molch, Vollziehungsbeamter. “ÄS*, w ,1» *«■ , w i, r E w* »achrich^ « vertreten V.-A s. Wff teonteer». ^W.KuhI^ ' ® llbr üonniru!, Apotheker Willy Ockel nach langem, schwerem Leiden. ttanntmachung. I ! Stelle des ;urückgetretenen oe pr Jean Börk von hier ist Heer Harbin arid Hoffmann von hie» !Zm Concursverwalter in dem Toi i». diverfahren über das Vermögen .■^♦Hl -torbenen Müllers Friedrich F,iw; :»on Lollar bestellt worden. Hu iien, den 8. Juni 1896. GM mögliches Amtsgericht Gießen, gez. Langermann. Bekannt gemacht: 5346 Dir t fr, Gerichtsschreiber. gesandt. Str-Hiles btfinbrt fij« logen. fiotopulH, * lbt wurde. BuImk ;e Lejeichmmg bri; ib hi Milleidmljr d halte um benllr ett dieser Ännal letch ich in jetzige ■btn »etünblgt hü das Verhältniß» ;u kümmern. ftk eine solche M" n und veranlag.. mcunenj sühii c :t. Für die Fchi ne wirksamere 2 bin, mich verbiß pf in einer btir- oedeile. __ nnö v»lk" Marktbericht. PT.*».* < Enteneier 5-6 r. 6L5—114- jen pr. Liter 30 i Stück 1,30 M tiij 0-00 X Ä »er«**1 ) Juni. .nh l« ffl i n - - Gefetteter Junge für Flaschenbier-Geschäft kann sofort centrcten. Näheres im 5371 „Hessischen Hof." 1 V w.’ * M .M “M'iti 5 ata * XtW V. "M tat ? ial N* . eher, föt (4 ibtD Nw 'e totnil. 6o< ^hentedjie ot, u? die Zirmischte Anzeigen. ÜBMbl riSohnung mit Kost und Logt« Süeir dn^lnen Herrn in der Nähe des "-Ult-ieit gesucht. Offerten unt. M. 8. on « tii Snpebition d. Bl. ^Wräunllchtt1 . M VSF F flasi henbier-Geschäft in« ilis.e u mit gut. Kundschaft, pract. HsMIwtigen ec Bcrhältn. halb, sehr HBOi|cEp|Ufleben. Hnfrag. u.G. A.1896 pOtchStiaernd «letzen.____________5358 Dchrrad, Mr 5, mi^lHiiitmreifen, für schweres Gewicht, biMli; ju verkaufen. Näheres im 58Oj_ _ „frankfurter Hof." 5 Stil) Mittet Awetschenhontg pfund- Dcdftiu idaben t-taptan-gaffe 6, NebenhauS. Suppenwürze, ebenso Maggi« Bouillon SapVeln I / V tl H m 12 und zu 8 Pfa., mit welchen augenblicklich eine I I ^14 -1 M vorzügliche, fertige Fleischbrühe hergeNellt werden kann sind irisch eiugetroffen be J. M Schulhof. Colonialw- und Delicatessen. Die Ongmal- Fläschchen von 65 Psg. werden zu 46 Pfg. und diejenigen A Mk. LIO zu 70 Ptg- mit Maggi's Suppenwürze nachgefüllt. 440' Verwandten, Freunden uud Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Gatten, Vater, Grossvater, Schwiegersohn, Schwiegervater und Schwager Wermielyungen. 3 Ml Ivergstratze 22 r Mansarden- jiHl'i ji Tticrmietben. Näheres bei __F Hoffmann, SelterSweg 33. ! JÖJ78] iZimmer, möbl. oder unmöbl., zu Dtw^klbm. «aplansgaffe 5, Nebenh. 5367) Ein iunaeS Ehepaar sucht eine hübsche Drei - Zimmer wohnung mit Zubehör per Mitte Juli er. zu miethen. Offerten unter B. Z. an bte Exped. d. Blatte».________________________ Gelegentlich des am 21. und 22 Juni hierorts stattfindenden Bundes- Täugerfestes ist ein Platz für eine Schieftbude ZU vergebe». Reflectanten wollen ich bei unterzeichneter Stelle melden. Ober-Mockstadt bei Ranstadt, Gesangverein Liederkranz Ober-Mockstadt. Für ländliche Consumvereine u. Kassen. Neueinrichtung und laufende Conttolle von Geschäftsbüchern, Aufstellung von Inventuren und Abschlüssen jeder Art wird pünktlich unter jeder Garantie auS« geführt. Grfl. Aufträge in jedem Falle zeitig erbeten. 5357 Friedr. Heinzenberg, Buchhalter in Weular. Reisender für ein Colonialwaaren-Großgeschäst gesucht, welcher Oberhesien und Nassau bereits mit Erfolg besucht hat. Eintritt möglichst sofort. Schriftliche Offerten unter Nr. 1830 an die Expedition d. Bl. erbeten. 5348 Haupt «Agent für alte, gut eingesührte Feuer- und LebenSverstcherunaS-Gesellschast eo. gegen I Fixum gesucht. Bestehendes Inkasso vorhanden. Gest. Offerte eub. O. T. 349 an die Ann.-Exped. von ®. 8. Daube & Co., fl»antf«rt a. W. [5359 I bis 2 tüchtige Steinhauer auf Sandstein, Marmor, speciell in Grabdenkmälern, gesucht. 5351 F. Hewelj Bildhauerei. T odes-Anzeige Sack, Metzgermeistei in ein besseres Jenseits abzurufen. üm stille Theilnahme bitten Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: b- Mul Giessen, Trohe, den 8. Juni 1896. 5382 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. Juni, Nachmittags 2V2 Uhr, vom Trauerhause, Marktstrasse 15, aus statt. erfolgten Ableben unseres Louis Sack geziemend in Kenntniss zu setzen. Der Verein Union I. A.: W. Berg. Giessen, den 8. Juni 1896. Die Beerdigung findet Mittwoch den 10. Juni, Nachmittags 2^2 Uhr, vom Sterbehause, Marktstrasse 15, statt. 5368 Steins Garten Nächsten Freitag, am L2 Juni: Erstes Wochen Konceit schäft zu richten. 5344 Heldmann). 5356 Mia b plötzlich des Herrn Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ehrenmitgliedes und Mitgründers, den i Kamin -•«em, , Tieferschüttert erfüllen wir hiermit die traurige Pflicht, Verwandten, Freunden und Bekannten die Mittheilung zu machen, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, nach kaum viertägigem, harten Krankenlager unseren iunigst geliebten, nie vergesslichen Gatten, Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Grethchen Sack, geb. Schmidt, und Kinder. Die Beerdigung des Kameraden Louis Sack findet Mittwoch, den IO. Juni, Mittags i/z3 Uhr, vom Sterbehause, Marktfiraße, aus statt. Zusammenkunft 2 Uhr bei Wirth Kreiling (früher lnü",BeWl 1*8 T ödes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige allen Verwandten, ^tmr1 - und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß st Go- gefallen hat, unseren innigstgeliebten, unvergeßlichen Halte», f r . Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Herrn Adolf Scheid heule Rächt Va2 Uhr nach längerem, schweren Leid«, ■« besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bittet Im Namen der Hinterblieben« Die tieftrauernde G-nin Anna Scheid, geb, Kan. Gießen, den 9. Juni 1896. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 6 Uhr vom Nahrungsberg 20, au« statt. v'ir erfüllen hiermit die traurige tetrrfld- die yrtde» bei niif. old y m! I daß -ir ' Sieden, Sri die Offenlegung Gemi tie flninb f tibto fenachrich n6t bti MchenK Mlndehase zu $ tu Govidb ?'«>MNtk>UNg 1| uhk^chnft de manhalb I ** CfliDctÜQnb L Cfiente hn leint ••ticej M Unterzeichnete ertheilen H $ gründlichen Klavierunterricht $ MM nach bewährter Methode ä ® Elisabeth und Mathilde Felchner. W G 5378 G r 354] Eine junge Frau vom Lande empfiehlt sich im Waschen, Putzen sowie jeder Feldarbeit. Näh.Neu«ndLuenl7,Hth II. 50 Ctr. mixted Maisschrot werden angekauft. Offerten find an den Vorstand der Gießener Omnibus-Gesell- Da» flroBi hat die »bhall 15. Hou d. Ji 1. Zur 3u| z- Wkffcx 2er p |tQer., damit cdiiatn wird. 2. Lai den Cd« bd Sroj ct ? finden statt: Dienstag und freitags Mittwoch»: Kürturnen und - _ • s Donnerstags: Dameuriege Samstag» MännerrtegM'.' Anfang jede» Mal Ab.n. Mtglied»beitrag oicrtdlübrltO Zöglinge 50 Pfg. unserer Turnhalle, Slcni«ra6^ ‘ Philosophenwald Donnerstag den 11. Juni: I. Aöonnements-Konceri Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pig Die Liste liegt an den Kaffen zum Abonniren offen. r gegrzA^ r 1846 X. Anmeldungen werden in genommen. 6308] Ein tücht.Dienstmädchen sowie ein Mädchen, welch, das Bügeln erlern, will, auf sofort gesucht. Lahnstratze 10, II. Cin Dienstmädchen g'sucht auf sofort oder Johanni. 6363__________»alser'sch» «laiche. 6376] Lanfmädchen gesucht. ____________vtSmarekstraea 7, i 5366] Eine ordentl. Lauffrau od.Mädchen auf sofort gesucht. Löberstratze 4, 111 Nähere» in nächster Nummer.____— # / Turnverein- wrL, Die regelmäßigen lörofti*