1S96 . 110 Erstes Blatt. Sonntag den 'V. Mai vikrtkljahrigkr x Kenerak-Mnzeiger Aints» und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren Y Hratisöeitage: Gießener Aamikienökätter. ■Iniifjmt Don Anzeigen zu der Nachmittag» für den ftstchmtrn Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Schlosser, O-, Jacob Elgin, Jll., JohnSrown, weitere sensationelle Publt- TranSvaal.Prozetz bevorstehen. Wie das „Berliner Tageblatt" aus hat der General »Staatsanwalt die Auslieferung Friedmanns an Der Anzelger rrj'tnt täglich, R»>kr«nahme de» IFlontag». Reelles Reick Ein junger Mmn (21' mit flötet Eiistmz in c legenen Stüdicheu bet $n Annäherung an ein gilt lich erzogeaet KrLub Baarvermögen von drei Offerten unter L. 8. der UvtograyA an te erbeten-_____ Alle Annoncen-Bureaux de» In» und Au»lande» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. v, Gießener V„»i!ttenSrälter w MN :-em Anzeiger dreimal ingelegt. Hausbuch $of66i»l; 4278] Siebener Anzeig er= “ aus Alten-Buseck. Hamilton, O., Heinrich 66 Jahre alt, aus Darmstadt. Mtdway, Uhrig, 84 Jahre alt, aus Lampertheim. Jacob Bode, 70 Jahre alt, aus Hamm. Pa., Henry Becke, aus Eichelhein. Unter den kaiserlichen Gnadenerlaß vom 18. Januar sind gefallen: Strafurtheile: wegen Vergehen 36938, wegen Übertretungen 22755, zusammen 59693; Strafbefehle: wegen Vergehen 8924, wegen Uebertretungen 17143, zusammen 26076. Hinsichtlich der Strafe und der rückständigen Kosten sind begnadigt worden: in Vergchenösachen 53255, wegen Ueber- litt Inn, 8. Mai. auS i Sonbon ,, daß .atiiuoem aus dem Balin, 8. Mat. Bornllüriax meldet, iSeisavz erhalten, die die rächen Behörden Mn, 8. Mai. Neueste WolfsL telcgruphtschr» Lorrcspondenz-Bur«m. Berlin, 8. Mai. Heute Vormittag 11 Uhr fand im SBiftffyn Saale des königlichen Schlöffe« unter dem Vorsitz dem Kaiserin die Erinnerungsfeier an die Krie gS tharig» ke'i ldeS Rothen Kreuzes statt. Anwesend waren u. A. die» Sroßherzogtn von Baden, Prinzessin Friedrich Leopold, dte>! -lbp-tnzesstn von Meiningen, Prinzessin, von Schaumburg- ^ipspt, Ärinz Hermann von Sachsen-Weimar und mebrere Miiuisttc. CabinetSrath v. d. Knesebeck erstattete den Fest» bcciiii, öder besonders der Verdienste der Kaiserin Augusta uettmlt Der bayerische Delegirte Graf Castell brachte ein Volant die regierende Kaiserin auS. Musikoorträge er- >-ff:neuen mnd schloffen die Feier, an der auch in den Jahren i8Wj7l auf dem Kriegsschauplätze thätig gewesene graue Schtzircheirn thetluahmen. Brüt», 8. Mat. Der BundeSrath nahm tn seiner gefni-chea Sitzung den Gesetzentwurf wegen Abänderung deS 4e i eskS über die ZrtedenSpräseuzstärke des Heeres vom 3. flggirt 1893 an. Beim, 8. Mai. Der BundeSrath wird der Bandes« ö enteilung einen Gesetzentwurf, betreffend die Neu- irbidmnß lder Landwehr-Infanterie, Verstärkung der DivtfionS» Eatt ckris, Neuordnung deS Truppenkörpers der Artillerie anfct Ntuvrdnung deS Unterrichts der Landwehr, unterbreiten. ' ii-A Mchrbelastung deS Staates oder des einzelnen Bürgers '! ite k:m Gesetzentwürfe vermieden. Infolge der beabfich- igtflti Mrform wird die GefechtSfähigkett deS Heeres durch ^veaalkößigere Gruppirung der Kräfte wesentlich gehoben. Conferenzen. Dem ersteren erwiderte er auf eine dteSbezüg» ltche Frage, daß weder er, noch seine Freunde daran dächten, ihren bisherigen Standpunkt gegenüber Ungarn zu verlaffea und von ihnen Niemand an den MtlleniumSfeterltchkeiren theilnrhmen werde. Gmunden, 8. Mai. DaS Befinden deS Prinzen Georg Wilhelm von Cumberland hat sich derart verschlimmert, daß eine Katastrophe nahe bevorsteht. Rom, 8. Mat. General Baldiffera soll die Regierung telegraphisch benachrichtigt haben, daß Adi grat unhaltbar sei. Paris, 8. Mai. DecraiS wird an Stelle HerbetteS den Berliner Botschaftern osten erkalten. Vertin, o:ilu:rin Btillin, Gießen, den 9. Mai. ** Ihre Kgl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin treffen heute Nachmittag 4 Uhr 56 Min. hier ein und nehmen an dem im früher Schüler'schen Besitzthum veranstalteten Feste Theil. * Kirchliche Dienflnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 1. Mat den von Seiner Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu SolmS Hohen» solms» Lich auf die evangelische Pfarrstelle zu Münster, Decauat Grünberg, präsentirten Pfarrer Peter Ahlheim zu Wtrberg für diese Stelle zu bestätigen. *♦ Zulassungen zur Rechttauwaltschaft. Am 18. April wurde der Gertchrsaffessor Arthur Stahl in Friedberg zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Friedberg zugelaffen - am 27. April wurde dem vormaligen Rechtsanwalt Ferdinand Eberwetn in Vilbel die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei d m Amtsgericht Grüaberg ertheilt; am 28. Aplil wurde der Rechtsanwalt Dr. Eduard BlUhardt in Alzey, nach erfolgter Aufnahme seiner Zulaffung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alzcy, zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Rhetnheffen zugelaffen. *♦ Schuldienst - Nachrichten. Am 23. April wurde dem Schullehrer Heinrich Seipp zu Hattenrod die Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Nieder Lieberebach, Kr. Heppenheim, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Görlach aus Eberstadt die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Vadenrod, Kr. AlSseld, — an dems. Tage wurde dem Schullehrer Hermann Re uß zu Hain-Gründau die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Freienseen, KreiS Schotten, — an demselben Tage wurde dem Schul- amtSaSpiranten August Grünewald aus Heimertshausen eine Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Burg-Gemünden, KreiS Alsfeld, — an demselben Tage wurde dem SchulamtS- aSpiranlen Heinrich Karst aus Wöllstein eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Flonheim, Kreis Alzey, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Hugo Römer zu Hungen eine Lehrerstelle an der erweiterten Volksschule daselbst, — am 27. April wurde den SchulamtSaSpirantinnen Wilhelmine Jung, Marie Kl ein st ruber und Mathilde Müller, sämmtlich aus Darmstadt, Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Darmstadt übertragen. ** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist: Die dritte Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Gernsheim, KreiS Groß-Gerau, mit einem nach dem Dienstalter sich bemeffenden jährlichen Gehalt von 1000 bis 1600 Mk. Dem KreiSrath zu Groß-Gerau, sowie dem katholischen Pfarrer und dem OrtSvorstand zu Gernsheim steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. ♦♦ Parlamentarischer. Ueber den Bericht deS vierten AuS schuffes der Zweiten Kammer über den Antrag deS Abg. Muth, die Revision deS Normal-LehrplanS der Volksschule betreffend, hat der Abgeordnete Hechler Bericht er- stattet. Ueber den vorstehenden Antrag hat Grobherzogliche Regierung sich u. A. dahin geäußert, daß sich der Lehrplan nach den bis jetzt gewachten Erfahrungen im Allgemeinen bewährt hat und wesentliche Aenderungen nicht für erforderlich gehalten werden. Bezüglich deS zweiten TheilS des Antrags ist zu bemerken, daß die den Lehrplänen beigefügten Stundenpläne nur als Muster, als Beispiele für die Vertheilung der Stunden anzusehen find. Die Schulvorstände haben daher jetzt schon das von dem Herrn Abgeordneten Muth gewünschte Recht, eine andre Tageszeit für den Beginn und den Schluß des Unterrichts festzusetzen, und die Kretsschulcommtssionen können eine andre Vertheilung der Unterrichtsstunden ge» nehmigen, vorausgesetzt, daß dadurch nicht die den einzelnen Fächern zugewiesene Stundenzahl gekürzt wird. Der AuS» schuß theilt die Ansicht der Großherzogl. Regierung und trägt, unter Bezugnahme auf die in der Beilage Nr. 222 der Druckschriften der Zweiten Kammer enthaltenen Ausführungen, die auch für den vorliegenden Antrag Geltung haben und 'äusmi» dritter Lesung angenommen. Die „Neuesten Nachrichten" melden zu veranlaffcn. ______ In der heutigen Sitzung der Reichstags -KvMission für das Bürgerliche Gesetzbuch wurde die !Kictlhung der das Eherecht betreffenden Paragraphen § 1345 erhielt folgende Fassung: Es wird zu Gun'^itd teer Gläubiger des Ehemannes vermuthet, daß die :m -W;e eines der Ehegatten oder beiden Ehegatten befind- iicheivüilwerglichen Sachen dem Ehemanne gehören. Beim rite!« .Shieliches Güterrecht" beantragte der Abg. Freiherr v. Scham-, der Frau in vermögenSrkchrlicher Beziehung eine günstiihiie Stellung zu verbürgen. Hieran schloß sich eine langksflnA-meraldebatte, die bei Beginn der Plenarsitzung auf sind auch «f verkaufen. 3« Rothens ein Eingehen auf denselben unthunlich erscheinen lassen, darauf an, dem Anträge deS Abgeordneten Muth keine Folgt zu geben. ** Parlamentarisches. Rückä^ßerung Erster Kammer, die Gesuche der Großherzoglichen Steueraufseher um Gehaltsaufbesserung betreffend. Berichterstatter Abg. Dr. Schröder. Die Erste Kammer trat in rubricirtem Betreff zwar dem Beschlüsse dieser Kammer bei, welcher lautet: „Grobherzogliche Regierung zu ersuchen, bei Aufstellung des nächsten Voranschlags die Bitte der Steueraufseher um Gewährung von enrsprechenden Vergütungen für Zehrung u. s. w. zu berücksichtigen," lehnte es aber ab, dem von Zweiter Kammer beschlossenen Zusatze nach den Worten: „bei ihren auswärtigen Geschäften" „kowie um Gehaltserhöhung" zuzusttmmcn. Mit Rücksicht auf das von dieser Kammer bereits beschlossene Ersuchen an Grobherzogliche Regierung um Vorlage eines Beamtengesetzes, worin auch die Frage der Gehaltserhöhung zur Erledigung kommen muß, beantragt die Mehrheit des Ausschusses: die Kammer wolle dem desfallfigen Beschluffe Erster Kammer beitreten, die Minderheit (Haas-Offenbach und Vogt): die Kammer wolle bet ihrem früheren Beschluffe beharren. ** Friedens- nnb Zugendsest. Zur prompten und regel* mäßigen Personenbeförderung von und nach dem Phtlosophenwald hat der Vorstand der OmnibuSgesell- schaft beschloffen, den Betrieb auf sämmtlichen Linien von Sonntag Nachmittag 1 Uhr ab einzustellen. Dagegen wird der ganze Fahrpark ans dem Marktplatz aufgestellt und der Verkehr derart geregelt, daß alle fünf Minuten von Nachmittags 21/2 Uhr ab ein Zweispänner nach dem Philosophenwald und Abends von 6 Uhr ab alle fünf Minuten ein solcher von dem Festplatz nach der Stadt (Marktplatz) sährt. Der Fahrpreis für eine einmalige Tour beträgt 20 Pfg- ** Kindesmord. Ueber den am Montag entdeckten Kindesmord (die Leiche des bereits vor mehreren Monaten umgebrachten Kindes wurde tn der Senkgrube einer Wirth- schast tn der Schanzenstraße gefunden) erfahren wir, daß die frühere Inhaberin der Wirthschaft nebst deren Tochter verhaftet und in das hiesige Unterfuchungsgefängniß eingeliefert wurden. Die Tochter giebt zu, das Kind geboren zu Haden, bestreitet aber dessen vorsätzliche Tödtung. ES ist jedoch festgestellt, daß daS Kind gelebt hat. Die Mutter stellt jede Mithülfe in Abrede. Das Gerücht, daS Kind sei durch Schnitte in den HalS getödtet worden, ist falsch, die leichte Verletzung wurde durch den Haken verursacht, mittelst welchem der Inhalt der Senkgrube aufgerührt wurde. ♦♦ Vogelsberger Höhenciub. Den Mittheilungen, die der Vorstand des Vogelsberger Höhenclubs an die Zweigvereiue richtet, ist zu entnehmen, daß mit Beginn des Sommers die im Centralgebiet bereits zum Abschluß gekommene Weg- markirung mit Farben nunmehr in Gebieten der Zweigvereiue ihren Anfang nehmen wird. In der Gegend von Laubach werden von der „PeterShainerhofstraße" zwei Routen, a. nach Grünberg, b. nach Laubach, mit Farben bezeichnet. Erst nachdem die Farbenzeichnung durchweg zu Ende geführt ist, wird eine Markirungskarte herauSgegeben werden. — DaS ClubhauS auf dem HoherodSkopf wurde bereits am 26. März eröffnet. Die diesjährige Hauptversammlung deS Clubs findet Mittwoch den 17. Juni in Herbstein statt, der GesammtauSflug auf den HoherodSkopf Sonntag, den 5. Juli. ** ßntful für Jugend- und VolkSspiele. Vom 28. Mat bis 4. Juni d. I. findet in Frankfurt a. M. unter der Leitung des städtischen TuruinspectorS daselbst ein CursuS zur Ausbildung von Lehrern für Jugend« und BolkS- spiele statt. Der CursuS ist unentgeltlich. Anmeldungen zur Theilnahme an demselben find bis zum 25. Mai an den Leiter des CursuS etnzureichen. ** In Amerika verstorbene Hessen. Egg Harbor City, N. I-, Jacob M. Kertz, 48 Jahre alt, auS HechtSheim bet Mainz. Neu-Hamburg, Canada, Frau Anna Schweitzer geb. Weicker, 73 Jahre a'.t, auS Heffru-Darmstadr. Penfield, N. A., Frau Marie Guth, 60 Jahre alt, auS Heffen Darm- stadt. Allegheny, Pa., Wilhelm Schäfer, 45 Jahre alt. Sarnau, vertagt wurde. »«., 8. Mat. Der ueugewählte Bürgermeister ®tr riohdti dürfte im Laufe dieser Woche bestätigt werden. Mit tvmWintsterpräfidenten Grasen Badeni und dem Statt« haltert: Grafen KielmannSegg hatte Strrrbach bereits längere FmnWe Nach A mit den Dor)::.. Dampfen NockMti in Sterne befördert Pchagieredki: Carl Loose Vafca 4037) Die flutirr.-J ReispJMectork. altmomiirten btnr- nmgs-Gesellschaft c und ist dmcheim^ Herrn zu besehen, j- und in den besseren r gewohnt ist- Gut c. welche übnMeNjw fügen, auch solches thztig waren obert sicherungsfach ausom um Einsendung SÄ» Lringerlohn. Durch die Post bezoß«» 2 Mark 50 Pfg. Rcbaction, lkxpcdittsO und Druckerei: Kchulfir-teMr.,. Fernsprecher 51. Weiftet. UW verckln morgen früh kurz nach 8 Uhr vom Anhalter Bahn- iiofch aaS die Reise nach Dresden und Frankfurt a. M. antitllen. berlltn, 8. Mai. Die Kaiserin hat aus Anlaß der hermchn «Feier des Rothen Kreuze- der Gemahlin des Jteilillia naltrfl den Loutsenorden 1. Klasse und der PrMezeßsin Elisabeth den Loutsenorden 2. Klaffe verlieh cki, Serbin, 8. Mai. Der Director einer hiesigen Br'Meret, die kürzlich auS einer Commandit- in eine Actitm-Gesellschaft umgewandelt wurde, ist der „Staatsbürger* Zeirrmg' zufolge wegen Vergehen gegen daS Acttengesetz verhschrt worden. Die Anzeige gegen den Verhafteten rüh^Eoom einem wegen Unterschlagung in Hast befindlichen BaniÄr der. Birliin, 8. Mai. Der Gesetzentwurf über die Zu- ia»i:itnztehung der vierten Bataillone in Voll- batcelUione, der heute dem Reichstage zugegangen ist, soll »orW zur Vertheilung kommen. Wie verlautet, beläuft sich die itard) den Entwurf bedingte Nachforderung an Geldmitteln auf ;•t1/. Millionen. Btrlin, 8. Mai. DaS Abgeordnetenhaus lehnte heuttttio ibrttter Lesung den Assessor-Paragraph in der verlüde !W Gestalt mit 199 gegen 181 Stimmen ab. Im l.ebrchni wurde die Vorlage ohne den § 8 angenommen, llfltiöflcn wurde die Creditvorlage für Eisenbahn und Korn- Steinen » bei ,4 Deyesch« bal t&uxe** ,^r,efo'. 8. Mai. Der Kaiser hat dem Grasen den Schwarzen Adlerorden verliehen. 8. Mai. Der Kaiser und die Kaiserin tretuug-sachen 58056 Personen. Endlich fiad 43400 Ver- urrheiltev lediglich die Kosten des Verfahren» ganz oder theilweise erlassen worden. *• Der «ehtibeearft (BerichtSwoche vom 2. bis 8. Mat.) Die Umsätze auf dem Getreidemarkte find in den letzten Tagen fast gleich Null gewesen, und die Tendenz war Stillstand und Preisrückgang. Die Berliner Börsenblätter find geneigt, diesen Zustand lediglich auf daS Conto des neuen Börsengesetzentwurfe», welcher den Terminhandel verbieten will, zu schreiben. DaS ist aber eine bodenlose Uebertreibuug, denn noch niemals haben die Börsenspeculanten lediglich nach dem Terminhandel als solchen, die Preise und Umsätze gemacht, sondern nach Nachfrage und Angebot, und in Erwartung einer guten Ernte ist eben daS Angebot an Getreide in letzter Zeit noch gewachsen. Daß aber ein gesetzliches Verbot des Terminhandels die Geschäfte an der Getreidebörse verringern wird, soweit solche nur der Sprculation entspringen, ist kein Zweifel. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen (je nach Qualität und per 20 Centner) für 151 bis 166 Mk., Roggen für 113 bis 118 Mk., Gerste für 110 bis 170 Mk., Hafer für 120 bis 145 Mk. Mais 87 bis 96 Mk. th. Lich, 8. Mat. Ein hoher Festtag war eS heute für unser freundliches Landstädtchen - LichS Bewohner wußten die hohe Ehre zu würdigen, die ihnen durch den gegen Abend bevorstehenden Besuch Sr. König!. Hoheit deS Großherzogs und dessen hoher Gemahlin bevorstand und prächtig hatten sie die Häuser und Straßen geschmückt. Den Glanzpunkt in dieser Decoration bildeten unstreitig daS RathhauS und da- fürstliche Schloß, welches brsttmmt war, die hohen Gäste aufzunehmen. Vom fürstlichen Schlöffe au» bildeten gegen 5 Uhr Nachmittags in langer Reihe bi» zum Oberthor Spalier: die Schuljugend, die Schüler der Präparanden-Anstalt, die Freiwillige Feuerwehr, der Cäcilienverein, der Gesangverein „Männerquartett", die Kampfgenoffenschaft, ferner die Kriegervereine Ltch, Ober- Bessingen, Nieder-Bessingen, Birklar, Nonnenrod, Müschen- heim, Hattenrod und Langsdorf, mit theilweise prachtvollen Fahnen. Kurz vor dem Thor standen in langer Reihe, sich dem Spalter anreihend, weißgekleidete Jungfrauen mit Schärpen in den hessischen und coburgtschen Farben. Am Thor selbst war aus Tannengrüu eine wappengeschmückte Ehrenpforte errichtet. Außerhalb der Ehrenpforte standen zur Begrüßung deS Landesherrn und seiner Gemahlin der Stadtvorstand, an dessen Sitze Bürgermeister Heller, die Mitglieder des KtrchenvorstandeS, die Beamten des Fürsten von SolmS - Ltch. Außerhalb des Thores hatte auch die Capelle des Kaiser Wilhelm-Regiment» Aufstellung genommen. Hinter dem Spalier standen die Bewohner von Ltch und die der umliegenden Dörfer und Orte, Kops an Kops gedrängt, um daS junge Fürstenpaar beim Borbetfahren zu sehen und zu begrüßen. Einige Minuten vor 6 Uhr ertönte daS Geläute der Glocken. Die hohen Gäste näherten sich in einer vierspännigen Equipage und brausender Jubel tönte denselben allseitig entgegen, die von der Musik intonirte Melodie deS „Heil Dir im Sieger- kranz" saft übertönend. Der Großherzog trug Uniform, seine Gemahlin eine graue einfache Reiserobe, um die Schultern ein helles Beige - Mantelett und einen dunkelrothen Retsehut. Als der Wagen vor der Ehrenpforte hielt, trat Bürgermeister Heller vor und richtete an Ihre Kgl. Hoheiten folgende Worte: „Die Stadt Ltch ist hochbeglückt und hocherfreut über den ersten Besuch Ihrer Kgl. Hoheiten und begrüße ich Namens derselben das Fürftenpaar aufs ehrfurchtsvollste." Darauf trat die Tochter des Hufschmiedes Mär le an den Wagen und sprach, sich an die Frau Großherzogin wendend und derselben ein prächtiges Bouquet einhändigend, Folgendes: „Eurer Kgl. Hoheit erlaube ich mir, im Namen dec Frauen und Jungfrauen der Stadt Ltch, als Zeichen unserer hohen Verehrung diesen Blumenstrauß zu überreichen." Mit freundlichem Lächeln nahm die Großherzogin die Spende entgegen und unter dem brausenden Hoch der Menge setzte das Fürstenpaar den Weg am RathhauS vorbei nach dem Schlöffe fort. Am Portal zu demselben harrte freudig erregt der Fürst von SolmS-Lich mit seiner gesammtrn Familie, auch der Erbprinz und dessen Gemahlin waren von Potsdam eingetroffen. Die Begrüßung der Herrschaften war gegenseitig eine herzliche. Hierauf rückten mit Musik die Dercine heran. Se. Durchlaucht der Fürst nahm mit seinen Hoheit Gästen auf dem Balkon die Huldigung der defiliren- den Vereine entgegen. Der um 8 Uhr angesagte Hofball fand in dem im ersten Stock deS Schlaffes gelegenen Prunksaal statt. An demselben nahmen Theil außer der Fürstlichen Familie und dem GroßherzogUchru Paare: der Fürst von Isenburg »Bterftein mit Gemahlin, der Fürst von Büdingen mit Gemahlin, die Herrschaften von Laubach und Meerholz, Freiherr von Gageru nebst Gemahlin, Baron von Harnier nebst Gemahlin :c. Gleich nach 9 Uhr wurde der Ball unterbrochen durch die Ovation eines Fackelzuges, den die Licher Bevölkerung und die Mitglieder der aus der Umgebung rrschienenen Kriegervereine dem Großherzog und deffen Gemahlin brachten. Um 10 Uhr fand in dem Billard-Saal und einem sich daran anschließenden Nebensaal ein Souper statt. Nach den bis jetzt getroffenen Dispositionen wird der Großherzog- l'che Besuch morgen Vormittag um 10 Uhr 55 Minuten per Extrazug Ltch wieder verlaffen, um sich über Gelnhausen nach Darmstadt zu begeben. Karbenteich, 9. Mat. Bei der Beigeordnetrnwahl wurde das GemetnderathSmltglted Heinrich Kissel II. gegen den seitherigen Beigeordneten Burk gewählt. Lavierbach, 8. Mai. Bet der gestern ftattgefundenen Bürgermetsterwahl wurde unser setrhertger Bürgermeister Herr Alex. Sröpler unter recht starker Wahlberhetltgung mit 420 von 422 abgegebenen Stimmen wiedergewählt; eS babeu sich also zwei Drittel der Stimmberechtigten an der Wahl betheiligt. Die» ist ein sehr schönes Resultat, welches den Gewählten und die Bürgerschaft der Stadt Lauterbach in gleichem Maße ehrt. Darm-adt, 7. Mat. Die Stadtverordneten bewilligten heute 275,000 Mk. für die Erweiterung der elecrrischen Centrale Durch die Umänderung, für die Siemen» u. Halske in Berlin die Maschinen liefern, soll die Kraftlieferung für die projecnrte eleerrtsche Bahn und die Herabsetzung de» seither sehr hohen LichtpreiseS ermöglicht werden. Eine Idee zur Bekämpfung der Bakterien als Krankheits-Erreger. Thalsachen sprechen. Nachdem wiffenschaftliche Forschungen festgestellt haben, daß die mit den Namen „Bakterien", „Bacillen", „Spirillen", „Coccen", „Mikroben" u. s. w. bezeichneten Mikro Organismen vegetabilischen Ursprungs, nämlich Spaltpilze find, so muß zwischen diesen, nur mit bewaffnetem Auge — dem Mikroskope — erkennbaren und den dem freien Auge sichtbaren Pilzen in Bezug auf ihre Entstehung, Entwickelung, Vermehrung und ihren Verfall eine Analogie bestehen, weil die ewigen Gesetze der Natur einheitliche und unveränderliche find. DaS Entstehen, die Existenz und Verbreitung der Pilze find durch Stickstoff, Ammoniak, Hydrogen, Wasserstoff- Sulphtd, Kohlen-Dioxyd, Wärme und Feuchtigkeit bedingt und durch den Mangel an Sauerstoff, Ozon, Licht und Reinlichkeit begünstigt. DaS Gleiche ist bei den Mtkropilzen der Fall. E» ist nun Thatsache, daß die sogenannten eßbaren Schwämme, wie der Champignon (Agaricus edulis), die Morchel u. a., nur tnsolange vom Menschen als unschädlich genoffen werden können, als fie nicht völlig auSgereift find, da» heißt, ihr Hut aufgeschloffen und die Bildung der Sporen eingetreten ist. Werden sie in diesem letzteren Zustande verzehrt, so erzeugt ihr Genuß mehr oder minder heftige Ueb* lichkeiten und fie wirken wie Gifte. Derselbe Fall tritt bei den Mikropilzen ein, woraus sich erklären dürfte, daß Pro- feffor Peitenkofer in München und nach ihm Avdere Komma- bacillen frischer Culturen, welche noch keine Stoffwechsel- producte ausgeschieden hatten, ohne Störungen deS körperlichen Wohlbefindens io den Magen und Darmtract einführen konnten. ES ist ferner Thatsache, daß die Wirkung der Hefe (Bierhefe und Preßhefe), welche man zur Kuchen- und Brod- bereitong verwendet, sofort aufgehoben wird, wenn man die Hefe mit Chlornatrium (Kochsalz) vermengt. ES ist ebenso Thatsache, daß die turbulente Bewegung einer GährungSflüsfigkeit augenblicklich aufhört und zum Stillstände kommt, wenn man die an die Oberfläche der gährenden Flüssigkeit tretenden Fermentptlze mit Kochsalz bestreut. Noch eine Thatsache: Wenn man in ein Champignon- Cultur-Beet von etwa 2 Meter Länge die sogenannte Cham- pignonbrut gleichförmig vertheilt und die eine Hälfte deS Beetes sodann mit Kochsalz bestreut, so wird auf dieser keinerlei Entwickelung der Schwämme stattfinden, während auf der andern, nicht mit Kochsalz bestreuten Hälfte deS Beetes eine reichliche, sich stetig erneuernde Ernte erzielt wird. DaS Kochsalz hat die Keimfähigkeit der Champignonbrut gänzlich gehemmt und zerstört. ES ist weitere Thatsache, daß die Anwendung deS Kochsalzes Schimmelbildungen im Allgemeinen, sowie solche in dumpfen Wohnungen, an feuchten Mauern und Holzwerk und ebenso den sogenannten HauSschwamm vernichtet. Allbekannt ist endlich die Thatsache, daß daS Kochsalz seit urdenklichen Zeiten zur Conservirung von Nahrungsmitteln, wie Fleisch (gesalzenes Rind- und Schweinefleisch), Gemüse, Sauerkraut, saure Rüben, Salzgurken und grünen Bohnen, Fischen (Häring und Sardellen), Saitlingen, Butter Eiern u. s. w., das heißt, zu dem Zwecke mit Erfolg verwendet wird, dieselben vor dem Verderben durch Bacillen zu schützen. AuS den vorstehend angeführten Thatsachen ergibt sich die Folgerung, daß das Chlornatrium (Kochsalz) somit als ein wirksames Antibakterium betrachtet werden muß, welches die Bacillen, nicht aber den menschlichen Organismus angreift, wie dies bei dem Formalin, dem Phenol und anderen zur Bekämpfung der Bacillen in Vorschlag gebrachten Giften der Fall ist. Ich glaube demzufolge, daß dieses Mittel auch zur Bekämpfung der KrankheirS Erreger tn der Tuberculose, Cholera, Diphtherie, Typhus und anderen JnfectionSkraok- ketten therapeutisch verwendet werden sollte und zwar durch innerliche Gaben von Chlornatrium in lauwarmem Wasser gelöst und durch subcutane Injektionen und Infusionen solcher Lösungen, um daS Mittel rasch in die Blutbahn zu bringen. Bei weiterem Nachdenken drängte sich mir auch die Frage auf, ob nicht in dem Diphtherie Heilserum daS Chlornatrium eine Rolle spielt. Meines Wiffen» nach hat man bis heute dieses Heilserum noch keiner qualitativen und quantitativen chemischen Analyse unterzogen, sondern fich daraus beschränkt, daS „Antitoxin" als den eigentlich wirksamen Bestandtheil zu erklären. DaS Heilserum enthält aber gewiß als nicht unwesent- lichen Bestandtheil auch Chlornatrium, welche« dem Blure der Pferde durch daS Futter und daS zum Lecken in die Krippe gelegte Steinsalz reichlich zugeführt wird. Ich bin weder Arzt noch Bakteriologe, sondern nut ein «armer Freund der Fortschritte der Naturwiffenschafren, der e» für seine Pflicht erachtet, seine in vielseitigen Beobachtungen wurzelnde Idee der Anwendung de» Chlornatriums zur Bekämpfung der Bakterien als Krankheits-Erreger im Jntereffe der leidenden Menschheit hiermit der Oeffentlichkeit zu übergeben. Mögen die geehrten Herren Fachmänner fich geneigt sühlen, diese meine Anregung unbefangen und vor- urtheilSsrei zu prüfen und zu erproben und fich sodann über ihren Werth oder Unwrrth für Heilzwecke auszusprechen. Am 1. Moi 1896. Wien XI/1. Wilhelm Freiherr v. Schwarz-Senborn. I äeii*9 i wr sieben, 8. $ emge zus. 69772 rund 70000. Eltern Kmder Enkel Urenkel Ururenkel 6i cla tiigrfrigfnr er. ru der Montag dl im *** landw. tz 1. krßattung de 2. ksatzwahl a ■' ti 4. VeMWi Bilanz, foro tbtümbe Di 5. Perlhnlung 8. Diensivenrc 7. Mittheillmg Kassel über Bank. ipdallenden 37. oldttti H agtbmfi eingela --- 61410 Stück. Also: 2 40 640 7680 61410 ■ei 5 KarlSrb, . _■>.» 6 t’ubrpiß Statte Dirtoa bier l tie verebrlikb I Ge wer SÄ **•*5” (M'**1 4 Anna) Sief er , ,, , »cetmronau ’• •''^•"«biliar ul feg** °°° I • boian,™ $ . njiaiantd)^ tut 6. Heinrich. Urte L-ise I»ül:V D«°! •ÄfcL M»' 1- 1 -6* ' Der. «-« i Juliane & l t' vier Menschenleben zum Opfer gefallen sind, find f,^ Einzelheiten zu melden: DaS Feuer brach In mt® Ü des UniverfitätS-Reitinstitut- aus und wurde nh 'L* i/i3 Uhr bemerkt, al» eS schon große Ausdehnung cngmieu, und den zweiten Stock deS GebSu'eS, tn dem fich die Betz»» des UniverfitätS-ReitlehrerS Gau befand, ergriffenes Gellende Hülferufe drangen an daS Ohr der Feuerwehr. Sie kamen von Frau Gau, die unter Hh achtung der fie umzüngelnden Flammen von fbrn t Kindern drei aus den Betten gerissen und dadurch znc- hatte. ES wurden sofort Leitern angelegt unt : diesen die drei Kinder und die Frau herunter:)^ Die in einem anderen Zimmer schlafenden zwei im Alter von 4 und 8 Jahren, sowie die 23fährißt Ich der Frau Gau, Amalie Debert auS Karlsruhe, nal > 20jährige Dienstmädchen Katharina Kraft von ho konnten nicht mehr gerettet werden und kamen in den jf .tc um. Von den 33 Pferden tn den Ställen konnten nur i r rettet werden. Frau Gau schenkte etwa eine »tuut? n dem grauenvollen Ereigniß einem Kinde da» Vffctr [ Feuerwehrmann und Schieferdecker Miller hatte fich .o brennende Stube im zweiten Stockwerk gelchwiinz« unter ihm der Fußboden brach und er in da» bTo-n < untere stürzte. Glücklicherweise wurde der Unfall vßß rr.'en Feuerwehrleuten sofort bemerkt. Man warf bei • glückten ein Seil zu, da» dieser erfaßte, woran! emporzog. Müller kam mit einigen, jedoch nicht (dfa it Brandwunden davon. UniverfitätS - Reitlehrer Hau fich auf einer Reise nach Pest. Noch tn der Nach! ’iube der Telegraph nach verschiedenen an der Reisestrecke gt.t:^ Städten, um dem Ahnungslosen die Kunde von der -irr lichen Katastrophe, die über seine Familie hereingtbr:r zu übermitteln. Ueber die Entstehung de» Feuer» in » nichts Genaues bekannt. Das Gebäude ist vollstänti- gebrannt. Heute Abend wurden die Leichenreste tr. rrt verbrannten Personen auS dem Trümmerhaufen herccr:'.^ * LandwirthschafUicheS. ES ist jetzt an der y '■ Feldmäuse zu vertilgen. Ein Mäusepaar r heißt eine Feldmäusc-Armee vernichten. Die Ftünet fünfmal Junge und zwar die ersten so früh, bej fit ' • „Saison" noch Urgroßeltern werden. Also 5x8 fin: 40 Diese Paare werfen viermal, also 20 x 32 = 840 V'u Diese drei Generationen — 320 Paare ergeben 3 yt — 7680 Urenkel, und diese 3840 Paare mit 2 x 8 S i Citcratur «nd A«nst. — Alora «aß «nd van Hammerstetr». avifirte Broschüre der einfttfltn Favoritin deS Fretherin o v1®* ist tn Leipzig durch den Verlag Th. Schröter baidblt zur AuSgate gebracht worden. Die mit dem neutfttn Versaffertn geichmückien fensationeüen Cnihüllungen nn j leiten stark und führen d - gl^ji Prospecle mit UeberfichtSUott stehen gratis ,u nimmt jede Buchhandlung, sowie der schon oben g bach'sche Verlag in Leipzig entgegen. — Nützliche vogelarte« nn> ihre »Her. «ff» ^W»M 2 Mark. I d', wo der F.ühling wieder ciozieht uno Sänger deS Walde» und der Feidstur un» mit W «"***„ »«*SS irbot, X gntißO«1«®! Ls seti,!fit 2& iw üKG KK DM 7 ^NL^1', ErM' WS^ ! ,-«"5^- W- "' S*4^\ Ä.K Ä>,i EM s:L !«'»fei«,,,"*» ' 9E ton qq.h ' ■ :s**t Inwenbunj. ' “l hfeSÜ" *h •Sä'a '"‘ M Mb N Äfft-1-* ,6®ebQu e8, inbniM- cei8 G°u belanb, 1 'Öfn °n d°S Ohr tntz °vo° Frau Tau, t:i. ijelnben Flammen - 7"°" * und:- °i°tl Leiterv aojte \ °nd die Fm i(? O'mmtr schlasenden >7 Jahren, sowie die 2^ : Debert auS ßailir^ 1 Katharina Kraft m ttct werden und kam >r tn in den Stallen lonc iau schenkte etwa eine ■. gntß einem Kinde da«: hieferdeiker Miller Hani lweiten Stockwerk gelt: i brach und er in in erweise wurde örtlich! bemerkt. Man wars das dieser erfaßee, roci mit einigen, jedoch nit tnivrrMS'RMHrei ) Pest. Noch in der' chiedenen an der Rein ingSlosen die Kuudi s über seine Family' die Entstehung birv DaS Gebäude Iftifc b wurden die Leich' ii dem Trümmerhack!' heS. ES ist jetzt c: ilgen. Ein Manien rmee vernichten. $lt? ar die ersten so sck eitern werden. A>!° erwal, also 20 x 3? „--320 Paare ergeb!- diese 3840Pme oü- 10; 2 Eltern 40 Kinder 640 Enkel 7680 Urenkel 1410 Urureukel^ r»«§Mg I/lel: 5. tiWlbfL 6. MtzeelLg vph dahier, mit Raroltne Auguste Amöna Henriette Wagner dichBbU. JohanneSgemetnde. Minna CellartuS, ged. Kloch, Wittwe deS Lber- CtllariuS zu Hungen, 63 Jahre alt, starb den Elisabeth KappeS, geb. Zeh. Wlltwe deS Wtrth« aus den Staitöesamtortgiftern der Stadt Siehe», ttetgOou. Karl Erb, Dienstknecht zu Gießen, mit Barbara Braun Auszug aus den Airchenbuchern der Stadt Gießen. «vangelisehe Gemeinde. •«tatrte, LukaSgemeinde. Mai : 3. Eugen Hermann Letsch, 20 Jahre alt, Buchhalter dahier. 3. Marte Benner, 1 Jahr alt, Tochter von Taglöhner Friedrich Benner dahler. 3. Lutte Fresenius, [57 Jahre eil, Prtvattn dahier. 3. Eltsabeihe Weimer, geb. Schmitt, 31 Jahre alt, Ehefrau von Schachtmeister Heinrich Weimer zu Waldgirmes. 3. Minna Eellartus, geb. Kloch, 64 Jahre alt, dahier, Wittwe von OberamtSrtchter August Eellartus. 3. Heinrich Ftllmann, 7 Monate alt, Sohn von Glaser- meister Heinrich Ftllmann dahier. 4. WUhelm Klein, 7 Jahre alt, Sohn von Grubentteig-r Karl Klein zu Altenseelbach. 5. Elisabeth Kappes, geb. Z h, 70 Jahre alt, Wittwe von Wirth Kaspar K«ppeS dahier. 6 Elise Anna Elisabeth Luise Rath, 1 Jahr alt, Tochter von Müller Auaust Rath dahier. 7. Lina Jodanna Emilie Friedrich, 2 Jahre alt. Tochter von Taglöhner Martin Friedrich dahier. 7. Christian Mannberger, 25 Jahre alt, Maler und Weißbinder dabter. 8. Carl Adolf Textor, 2 Jahre alt, Sohn von Kaufmann Carl Textor dahier. •OdaiUteegen. 6. Heinrich Kehler, Metzgermeister zu Frankfurt a. M., n mt Ar te Luise Karoline Friederike Schnecko hterselbst. Sprtl: 29. Dem Lacktrer Karl Lehrmund ein Sohn, Karl Georg WMfilm Mat: 1. Dem Taglöhner Heinrich Schäfer ein Sohn, 5H»g 9 «cob. 2. Dem Diener Chrtstopkr Konrad Dröll eine Tochter, flWBtnube Margarethe. 2. Dem Taglöhner Konrad Schmidt ein S!wtzi. tt. Dem Weihbtndermeifter Julius L-chleuning eine Tochter, .'t .au SUltane Luise Emtlt, Sophie Christiane. 4. Dem Bahnarbeiter K.tail EMber eine Tochter, Elisabeth. 5. Dem Glafermeister Heinrich fl tTttlb II. ein Sohn, Heinrich. 7. Dem Taglöhner Johann Georg E ’sen eine Tochter Den 5. Mai. amtsrtchters August 3. Mat. Christian Schnecko zu Gießen. •HanfU. Mattb äuSgemetnde. Den 3. Mat. Dem Händler Louis FreeS eine Tochter, Wilhelmine Marte Sophie, geboren den 8. April. Den 4. Mai. Dem Dachdecker Karl Korndörfer ein Sohn, Christian Karl Martin, geboren den 7. Januar. MarkuSgemeinde. Den 3. Mai. Dem Barbier Wilhelm Schmitz ein.Sohn, Karl Christian Fritz, geboren den 7. April. Lukasgemetnde. Den 3. Mat. Dem Schlosser Karl Adolf Scheld eine Tochter, Emma, geboren den 21. AprU. JohanneSgemetnde. Den 3. Mai. Dem Hausirer Konrad Jäger ein Sohn, Ernst Ludwig, geboren den 1. April. Denselben. Dem Wiesenwärter Wilhelm Bellof III. eine Tochter, Minna, geboren den 4. April. Denselben. Dem Ober-Postassistenten Wilhelm Kammer ein Sohn, Hermann JultuS, geboren den 10. April. BetrHeU* MarkuSgemeinde. Den 3. Mat Auguste Stuhl, Tochter des Kaufmanns Robert Stuhl, 17 Jahre alt, starb den 30. Aprtl. LukaSgemeinde. Dm 5. Mat. Luise Freseniu«, ledig. Tochter deS verstorbmm Hauptmann« Christian Fresenius, alt 57 Jahre, starb dm 3. Mai. Dmselben. Eugen Letsch, Kaufmann, 20 Jahre alt, starb dm 3. Mat. Dm 7. Mat. -------------- KaSpar Kappe«, 70 Jahre alt, starb den c>. Mai. TtMi2«der zu erfreuen beginnen, scheint es an der Zeit, auf ein "üynsi r schienmeS Buch htnzuwettrn, das diesen unseren Freunden Armenti ist. Denn unsere Freunde find eS ja, nicht nur wegen deirtir iltchen Gesanges, der den meisten eigen, sondern vor Allem w«qp 1<6 großen Nutzen«, den fie uns durch Htnwegfangm schäd- Itedtr Infecten bringen. Und doch wie schlecht lohnt thnm häufig bein:$ditd), theilS au« Unverstand — indem er j. B. durch Be- von Hecken u. s w. thnm die Extstenzb-dingungen nimmt — tb:k!lhe Balser hierselbtt. 7. Carl Strock, Arbeiter dahier, mit EWtsidr't e Döring hierlelbst. 7. Christian Martin Heinrich Zimmer, 4547 Die verehrlichen Äütglieder der Summa 3067.42 4562 L. Beck, Rendant. 126.34 539.77 2 8 1. 2. JL 747.28 1654.03 3.. 4. Tages-Ordnung: Erstattung des Geschäftsberichtes pro 1895. Ersatzwahl ausscheidender Mitglieder des Aufsichtsrathes (siehe am Schluffe des dieser Rümmer beiliegenden Geschäftsberichtes). Ausschluß einiger Mitglieder. Beschlußfaffung über die Genehmigung der Jahres-Rechnung und Bilanz, sowie über die dem Vorstande und Aufsichtsrath zu er- theilende Decharge. Daher Stand Ende 1895 Reiskirchen, den 8. Mai 1896. PH. Stumpf VII., Director. 240.- 589.47 500.- 593.81 544.14 Passiva. 1. Aufgenommene Kapitalien 2. Geschäftsguthaben der Genoffen 3. Noch zu deckende Schulden 4. Reservefond 5. Betriebsrücklage 6. Reingewinn 600.— Activa. lüistmbestand ! KLcmenvorrath ! Wchäftsmobiliar nach lffchreibung von 10®/0 Sisstände Annahme alter Wollsachen a. L Lrt gegen Lieferung von Kleider-, Unterrock- und Mantelstoffen, 2 ^tuchen, Bukskins, Strickwolle, Portiören, Schlaf- u. Teppichdecken irnim neuesten Mustern zu billigsten Preisen durch 863 SLOchmann, Ballenstedt a. H. — Leistungsfähigste Firma — e ittteHtneflent «.Mufterlager. Fr. flftrb. Wokonn «we., «allthorstr 14. tongbücher ÄX«* Marttstraße 2. sm Oe werbebank zu Giessen kiiigrtrggtne Genofftnschast mit unbrf^riinkfer tzastpsticht wast^n zu der Montag den 18. Mai l. I., Abends 8 Uhr, im Saale des gafe .Leib dahier enden 3<. ordentlichen Generalversammlung gaM n-iebcnft eingeladen und um allseitiges Erscheinen gebeten. Bilanz ih« landw. Consumvereins II ;u Reiskirchen Eingetragene Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht für das Jahr 1895. 5.. Dertheilung des Reingewinnes. Dienstvertrag mit dem Vorstandsmitglieds Louis Walther. 7. Mittheilung des Berichtes des Verbands Revisors Diehls aus Kaffel über die am 1. d. M. vorgenommene Revision unserer Bank. Der Geschäftsbericht liegt der heutigen Nummer bei. Sieben, 8. Mai 1896. Gewerbebank zu Giessen eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Carl Loos, Vorsitzender des AufsichtSratheS. Summa 3067.42 Stand der Mitglieder Ende 1894 42 Abgang in 1895 1 Zugang in 1895 7 ML FWchthails. Freibank. [4557 Heute und Montag: Ochsensieisch nicht ladenrein, per Pfd. 56 Pfg. Schweinefleisch nicht ladmrein, pr. Pfd. 45 Psg. 'Pumpernickel, ächter westfälifcher, frisch eingetroffen bei A. & G. Wallenfels, 379 Marktplatz 21.__ Zur Sommersaison empfehlen: Lawn-Tennis-Spiete, „ „ Schlägerund HLäkle, groquets von Mk. 4—25 per Stück, Sportwagen von Mk.9—30 per Stck. Kasten- und Leiterwagen Mk. 2 bis 20 per Stück, 4542 Schaukeln, Kurngeräthe, alles in größter Auswahl. Moritz Gregori & Sohn. Frankfurter Hofe Sonntag den 10. Mai, Speierling m Zapf aus der Kelterei Emil Schwall. 4526 P, Schadeck. Kulmbacher Bier, Brauerei MSuchhof, empfiehlt 4536 H. Aemtzf, Ludwigstraße 26. Hochedle Collies (Schott. Schäferhunde). Rüde, 8 W alt, schwarz mit gelb und weißen Abzeichen, prachtvolles Thier, mit bestem Stammbaum (Bater Prinz Georg« ca. 10 erste Preise) X 45. Hündin l8/« I alt, Zeichnung wie oben, ebenfalls bester Stammbaum. Sehr schöner, langer Kopf, gute Behaarung; ist zimmerrein, treu, folgsam, kinderlieb und großartig als Zuchlhündin. Preis X 60. — Preise incl. Stammbaum ab ^er‘ I. Hahn, Darmstadt, 4531___________Erbacherstraße 50.______ Belgische S Riesen Kaninchen größte und schwerste Rasse, billig zu 0erkaufen._____________üenffaM >0. Faselochse zu verkaufen. 4517 Püte in Lauter (Oberheffen). 4564] Arischmelkende gieae je vertausre Karl Martis, Klei« Linde«. J. H. Fuhr W Svnnenstratze 25 -an empfiehlt in großer Auswahl: Sportwagen, Puppenwagen Kasten und Leiterwagen Schubkarren. 4354 Benner'sche Bade-Anstalt, lieber 100 Zellen-, Gruud- und Kastenbäder. SW- Eröffnung Sonntag, den 10. Mui. tbe Der Abonnementspreis beträgt für die Kinder-Abtheilungen 3 Mark, für freies Baffin 4 Mk., für Zellenbäder 5 Mk. Familien Preisermäßigung. '96 Die Aufsicht sowie der Unterricht im Schwimmen wird von mir selbst sowie durch tüchtiges Personal geleitet. Die Anstalt entspricht allen Anforderungen und steht zu Jedermanns Ansicht offen. Zum 2lbonnement ladet ganz ergebenst ein 4417 Achtungsvoll Heinrich Benner II. Neuester vervollständigter Placat - Fahrplan enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen Crieseen. Frankfurt a. M.. Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen. Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge zum Preise von 20 Pfg. in der Expedition des „Giessener Anzeiger“ vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des „Anzeiger“ bezogen werden. Westdeutsche Bodencreditanstalt, Köln, gewährt Darleh« gegen hypothekarische Sicherheit unter eoulanten Bedingungen und unter thuulichster Berückfichttgung der besondere« Wünsche der DarlehnS- nebmkr durch ihren Alleinvertreter. 2871 L. Schtotz, Darmstadt, Saalbaufiraße 10. 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Lebensjahre in Büdingen nach längerem Leiden unsere gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Frau Rosalie Rabenau, geb. Borck, Wittwe des verstorbenen Rechnungsraths Rabenau. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rabenau, Oberamtsrichter. Gr. x. x . 4508 Uebung am 11. Mai fäSt auS. Nächste iiebnng am 1. Juni. 4537] Junges Ehepaar sucht per 15. August eine 2—3 Zimmer-Wohnung oder auch eine 3—4zimmerige Mansarde. Offerten unt. A. ML. an die Exped. d. Bl. 4538] Ort von kleiner, ruhiger Familie kleine Wohnung. Offerten unter an die Exped. d Bl. q freunbl möbl. Zimmer, in bester E Lage, von einzelnem Herrn, ev. mit Pension, zu miethe« gesucht. Offerten mit Preisangabe unter 1>. B. an die Exped. d. Bl. 4527 4556] Gebrauchter MSsch-auk sowie gut erhaltenes Canapee zu kaufen gesucht. Offenen unter .1. 8. an die Exped- d. Bl. ZMefrnrdcn wagendeLe. Abzuholen gegen Erstattung der Jnserat- kosten «ichgLrten 12. 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