M, 84 Frettag den 10. April 1S96 LicrltljLbriger Kenerat-Mnzeiger Aints» und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren Hratisöeikage: Hießener Aamitienötätter. e tn Gieße«, den 8. April 1896. »mcher Concerre in erfreulicher Weise bereichern halfen. 118 zweite Anziehungskraft erscheint das Gastfpiel der tzianortna Prevosti, die mit ihrer Kunst dem ältesten | ÄidinhÜter der Opernliteratur ein berückendes, jugeodfrisches lanahme vo» Anzeigen zu der Nachmittag» für den fefgntbm Lag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Urmpenlicht zu ziehen. In der Oper gibtS nächstens eine Novität, ein Werk °dcn Mever-Hellmund, des Componisten anmuthiger »rder, der zur Zeit sein Domictl in Darmstadt auf- «ILlagen hat, wo seine Arbeiten auch schon daS Programm ’ ° _ i ..e_____cm.ir« hevotmsrn nnl tkN. bis zum 15. April d. I. unter Beibringung der erforder- ltchen Belege bet der unterzeichneten Stelle einzuretchen. Später etnlangende Gesuche finden keine Berücksichtigung. Einen begründeteren Anspruch haben nur solche Kriegs« theilnehmer, welche früher als am 8. September 1847 geboren sind oder einen früheren Feldzug mitgemacht haben und sich wegen dauernder gänzlicher Erwerbsunfähigkeit besonders feierlicher Empfang harrt. Die Kaiserin Augusta Victoria reist noch am genannten Tage mit dem Kronprinzen und dem Prinzen Ettel Friedrich nach Berlin weiter, Kaiser Wilhelm dagegen wird noch bis zum Abend des 15. April in der österreichischen Hauptstadt verbleiben und u. A. der an diesem Tage stattfindenden großen Frühjahrsparade der Wiener Garnison beiwohnen. Der österreichisch-ungarische Botschaster am Berliner Hofe wird bei der Zusammenkunft der Kaiser Wilhelm und Franz Joseph zugegen sein. — Dem preußischen Abgeordnetenhause ist die schon angekündigte neue Eisenbahnvorlage jetzt zugegangen. Dieselbe verlangt iuSgesammt 69,321,000 Mk. zur Erweite- rung deS StaatSbahnnetzeS, Betheiligung des Staates am Back' von Privat« und Kleinbahnen, Errichtung von Beamten. Wohnhäusern u. s. w. Außerdem wird in derselben Vorlage die Errichtung landwtrthschaftlicher Getreidelagerhäuser vorgeschlagen, zu welchem Zweck von oben genannter Summe 3 Mill. Mk. verwendet werden sollen. Schopbati Äste. 8 tr.: Wie oben. Das Grotzherzogliche Sreisamt Gießen in die Groffh. Bürgermeistereien der zum dritten Wildfchadensbezirk gehörenden Gemeinden. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie sofort in ortS- 16lief)er Weise publictren und daß solches geschehen, binnen 8 Lagen bertchtlich anzeigen. v. Gagern. hülfSbedürftiger Lage befinden. AuSgeschloffen find: a. Personen, welche auS Reichsmitteln gesetzliche Invaliden« Pension oder entsprechende sonstige Zuwendungen beziehen, b. Personen, welche nach ihrer Lebensführung der beabsichtigten Fürsorge als unwürdig anzusehen sind, c. Personen, welche sich nicht im Besitze deS deutschen JndigenatS befinden. Gießen, den 31. März 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Adlung gesuchj Neueste WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Burum. Berlin, 8. April. Gegenüber der Meldung deS „Hann. Cour.", dem Reichstage werde im Spätherbste eine Mariuevorlage zugehen, erklärt auch die „Nordd. Allg. Ztg." unter Hinweis auf die technischen Schwierigkeiten für das Project auch nur eines Schiffes es für unmöglich, daß die Vorlage schon so beschaffen sei, daß Details daraus mir-* theilbar seien. Das Blatt fügt hinzu, man hoffe, die Vor- läge bis zum Zusammenrreten des Reichstages im Herbst feststellen zu können. Schon hieraus ergebe sich, daß die Vorlage dem Kaiser vor seiner Abreise nach Italien nicht unterbreitet werden konnte. Berlin,8. April. Der 19. Deutsche Protestautenj- tag ist heute hier zusammengetreten. Heber 100 Delegtne auS Deutschland, der Schweiz und Holland find eingetroffen. Der heutige Vormittag war den Berathungeu deS ständigen AuSschuffeS gewidmet, der den Bericht über die Thätigkeit des Vereins und seiner Zweigvereine entgegennahm. Morgen beginnen die öffentlichen Verhandlungen. Hamburg, 8. April. Die „Hamburger Nachrichten" veröffentlichen ein Schreiben Bismarcks folgenden Inhalts: „Friedrtchsruh, den 8. April. Bon Nah und Fern, aus Deutschland und dem AuSlande, erhielt ich auch in diesem Jahre viele Glückwünsche zu meinem Geburtstage. Die Anzahl dieser mich in hohem Grade beglückenden und ehrenden Kundgebungen ist so groß, daß ich zu meinem lebhaften Be- dauern darauf verzichten muß, jede einzeln dankend zu be« antworten. Ich rechne deshalb auf die Nachsicht meiner Alle Aimoncen-Bureaux de» In- und AuSlande» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mart 50 Pf». Nedaclion, LxpeditiM und Druckerei: -ch»cstr«teMr.1. Fernsprecher 5L erzählerin am VortragSpult, hat sich der Abwechslung halber in diesem Winter auch auf ein anderes Gebiet verlegt, auf daS der Recitation aus den Werken moderner Schrift- fiel le rin neu. Die lyrischen Gaben bestanden in Gedichten der feurigen, temperamentvollen Italienerin Ada Negri, der klar und edel empfindenden Ostpreußin Johanna Ambrosius, der philosophisch vertieften Lou AndreaS- Saloms und der monumental veranlagten Marie delle Grazie. Heber die Auswahl der Prosastücke, die durch Olive Schreiner, Hermine Villinger und die Engländerin George Egerton vertreten waren, laffen sich ebenfalls Worte des Lobes sagen. Einen eigenen Artikel könnte man füllen mit dem Bericht über die Wilhelm Steinhauseu-AuSstelluug im Schneider'schen Kunftsalou, welche hart auf die Kallmorgen- AuSstellung gefolgt ist. Wir müffen uns hier auf einige Hauptpunkte beschränken. Zu diesen gehört in erster Linie die Thatsache, daß das große religiöse Historienbild noch immer andauernd im Vordergründe deS Jntereffes steht und daß Wilhelm Steinhaufen, eine Hans Thoma verwandte Künstlernatur, gerade auf diesem Gebiet ihr Hervorragendstes leistet. Bon tiefer Characteriftik zeugen die Figureubilder: die AbendmahlSscene: „Dieser nimmt die Sünder auf und isset mit ihnen" — „Die Griechen fragen Philippus" — „Die Jünger auf dem Wege nach Emmaus." WaS uns alle diese Gestalten so nahe rückt, ist, daß der Künstler, ähnlich dem Dichter der altsächfischen Evangeltenharmonie „Heliand", die Menschen und Vorgänge der biblischen Geschichte mit der Natur und der Tracht deS heimischen Landes verschmilzt. Die „Jünger auf dem Wege nach EmmauS" bewegen sich z. B. in dem Rahmen einer großartigen Rheiulandschaft, Gegend von Säkkiugen. & Deutscher Reich. Berlin, 8. April. Kaiser Wilhelm trifft mit seiner erlauchten Gemahlin und seinen beiden ältesten Söhnen nach Beendigung seiner Erholungsfahrt an den mittelländischen Gestaden Italiens in diesen Tagen in Venedig ein, wo die italienische Reise der deutschen Majestäten durch deren Zusammentreffen mit dem italienischen KönigSpaar ihren bedeutsamen Abschluß findet. Spezielle Abmachungen sind von dieser jüngsten Zusammenkunft Kaiser Wilhelms und Königs Humberts gewiß nicht zu erwarten, ist eß doch als feststehend zu betrachten, daß die abessinischen Vorgänge die Stellung Italiens innerhalb des Dreibundes durchaus nicht weiter berührt haben. Aber Kaiser Wilhelm verleiht durch den Besuch, welchen er jetzt seinem königlichen Freund und Verbündeten an der Küste der Adria abstattet, seiner Theiluahme für Italien angesichts des Waffenunglückß der Italiener bei Adua nochmals wärmsten Ausdruck, durch den Händedruck, welchen Wilhelm II. und Humbert wiederum in der alten Lagunenstadt, wie schon vor zwei Jahren, wechseln, erfährt zugleich daß so enge Politische gegenseitige Verhältniß ihrer Reiche seine erneute Besiegelung. Dieser sich von selbst ergebende politische Hintergrund der Venediger Monarchenbegeguung tritt insofern noch schärfer hervor, als bei derselben der deutsche Botschafter tn Wien, Graf Eulenburg, und, wie man hört, der italienische Minister deS Auswärtigen, Herzog von Ser- moneta zugegen sein werden. — Von Venedig aus wird daS deutsche Kaiserpaar direct nach Wien reisen, und dort am 14. April eintreffen, woselbst der deutschen Majestäten ein Gießener Anzeiger X & .weite Jrw b' 1. R., lt gesucht. ö Bekanntmachung, kerreffeud: die Ausführung des Gesetzes vom 22. Mai 1895 Ntgen Gewährung von Bkihülfen an ehemalige Kriegs- theilnehmer. Durch Wegfall eines Bezugsberechtigten ist eine Beihülfe ton jährlich 120 Mk. vom 1. d. MtS. an frei geworden. Hon den vorgemerkten KriegStheilnehmern hat der zum Etn- tfltfcn Nächstberechtigte den Feldzug 1870/71 mitgemacht und ist em 8. September 1847 geboren. Diejenigen KriegStheilnehmer, welche auf den Bezug tiefer Beihülfe begründeteren Anspruch glauben erheben zu Uunen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche längstens £ Der -ießeuer Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme dc» Montag». Die Gießener P«»ttie»dlätter «erben dem Anzeiger »tchentlich dreimal deigelegt. ooos-- Feuilleton. Frankfurter Bries. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) ■Reutet. — Coucerte. — Vorträge. — Steinhausen-Ausstellung. Dr. M. Italien war wieder einmal Trumps im Frank- firter Schausptelhause. Roberto Bracco, seiner Ab« stcmmung nach ein Neapolitaner, gehört mir Giacosa, Pcaga, Berga usw. zur Gruppe der jungen italienischen Kristen, die ihren Wahrheitsstudien eine mehr oder minder -fivrke Dosis Satire beizumischen lieben. Auch das Schauspiel llntreu" hat in letzterer seinen Schwerpunkt. Den Iiomaneu erkennt man sofort an der Art, in welcher mit riner für uns heiligen Einrichtung, zum Mindesten sehr ernsten Angelegenheit, der Ehe, ein l-kette- Spiel getrieben wird. Jl nt "eu" erinnert in vielen Zügen an Victorien S-rrdouS Mprienne", nur daß der junge Italiener dem alternden Franzosen in der Feinheit deS Dialogs unendlich über- 1,6 Nachdem Arthur Schnitzler sich den Frankfurtern 1, erfolgreich in dem Schau,Piel „Liebelei" vorgesührt, durste ■fr Intendanz e6 wohl wagen, aus altere Manuscr^te des jungen Wiener Autors zurückzugreisen und den Eüwcter ,2aS Abschiedssouper", eine echte Großstadtstudie, ans hen in hg i*3* tn. NS Raubt enroeg 36. WN Alte filfe süchtige milch Leben einzuhauchen vermag und welcher die Kritik nicht mit . Unrecht die Etikette „Die singende Düse" aufgeklebt hat. I Die Genußfähigkeit deS Publikums für gute c o n c e r t a l e Darbietungen ist — und man kann billig darüber staunen — noch immer nicht ins Stadium der Ermüdung und Hebersättigung getreten. Beim Großstädter scheint sich im Laufe der Jahre schon so etwas wie „Anpaffung" vollzogen zu haben, eine Erweiterung des ästhetischen Magens! Der Frauenchor, der im Hoch'ichen Conservatorium sein zweites Concert brachte und in diesem u. A. Schuberts „Allmacht" sang, der Abend deS Künstlerehepaars Max und Blanche Schwarz, beides tüchtige Pianisten, der letzte Kammermusik-Abend der MuseumS-Gesellschaft, deffen Programm ein Streichquartett deS stellenweise sehr originellen Cesar Franck enthielt, fanden vor dichtgefüllten Zuhörerreiheu statt. Gewahrt mau daun noch, daß eS den Sinfonieconcerten deö Zoologischen (Capellmeister Keiper) und des Palmen-G arte nS (Dirigent Stix) an Besuchern und verständnißvollen Hörern auch keineswegs fehlt, so kann man sich einen ungefahren Begriff von der Aufnahmefähigkeit der Frankfurter machen! Bon den Vorträgen am Schluß der Saison, welche auf eine möglichst populäre Wirkung berechnet waren, erwähnen wir den des Herrn Dr. Zinsser (Wiesbaden) über „das deutsche Volkslied", ein Thema, das dem Redner außerordentlich gut liegt und ihn vor einer Reihe von Jahren schon zu einer Herausgabe von BolkSliedermelodien mit correctem Text für den Familiengebrauch bestimmte. Dr. Zinssers Darstellung, die er im „Kaufmännischen Verein weiblicher Angestellter" gab, wurde musikalisch durch die Damen Schacko und HÜttel und Herrn Pichler auSgeführt. Fran Toni Kwast-Hiller, die feffelnde Märchen« UM il I* „ s" ische'Klii ssen. BtBäflltrttttc dem Hause. 7(kinWgAster Bekanntmachung, betreffend: die Ausführung des Gesetzes vom l.Juni 1895, den Ersatz des Wildschadens betr. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der tzormalige Grohh. Bürgermeister Stephan zu Kroßen-Bufeck an Stelle des ans dem Kreise verzogenen SdminiftratorS H e r m a n n zu Winnerod zum Sachverständigen In dem III. WildschadenSbczirk von dem Kreisausschuß gewählt mb von uns in dieser Eigenschaft verpflichtet worden ist. Derselbe ist zugleich zum Vorsitzenden der Sachverständigen« Kommission, zu deren Bezirk die Gemeinden Bersrod, Binnerod, Hattenrod, Reiskirchen, Burkhardsfelden, Oppenrod, Inrtrob, Rödgen, Steinbach, Albach, Großen-Buseck und Btuern gehören, ernannt worden. Im Hebrigen verweisen wir auf unsere Bekanntmachung mbr. Betreffs vom 16. September v. I. (Anzeiger Nr. 221). Gießen, den 8. April 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Freunde, indem ich sie bitte, für das wohlwollende Gedenke» »einen verbindlichsten Dank in dieser Form freundlichst tot» gegenzuoehmeu." €>tatigert, 8. April. Der König cowmandirte den dienst- rhnendeu General - Adjutanten General-Lieutenant Freiherr» von Falckenftein nach Preußen behufs Verwendung al» commandtrender General de» 16. Armeecorps. Der Comwaudeur der 52. Jnfanteriebrigade, Generalmajor von Bilfinger, wurde zum dteustthueuden General-Adjutanten ernannt. Syraku», 7. April. Die Bevölkerung brachte dem deutschen Kaiserpaare begeisterte Huldigungen dar und versuchte sogar, die Pferde de» kaiserlichen Wagens aus« zuspauneu. Die Begeisterung war unbeschreiblich. Der Kaiser und die Kaiserin waren sichtlich bewegt durch die Kundgebungen der Menge, welche den kaiserlichen Wagen in achtungsvoller Haltung unter lauten Zurufen umgab. Raffana, 8. April. (Mittelst PacketbooteS nach Perim befördert). Bet dem Angriff auf die befestigte Stellung der Derwische bei Tukruf durch die Colonne des Oberst Stevani am 3. d. M. wurden vou italienischen Osfizieren 4 Lieutenants getödtet, darunter Partini, welcher an der Berthetdigung MakalleS theiluahm und in bet Schlacht bei Adua eine noch nicht völlig verheilte Verwundung erhielt. Verwundet wurden ein Hauptmann und 5 Lieutenants. Die eingeborenen Tuppen hatten rtuen Verlust von etwa 300 Manu an Tobten und Verwundeten. Taormina, 8. April. Die Ankunft des deutschen KatserpaareS erfolgte um 12*/zUhr. Unter nichtendeu« wollenden Jubelrufen und einem Regen von Blumen durchfuhr daS Kaiserpaar die Stadt bis zum Thor von Catania und besuchte sodanu in Begleitung deS ProfefforS Balina» da» griechische Theater. Späterhin sollen noch einige Dillen auS der Zeit des Mittelalter» besichtigt werden. Sodann wird die Rückkehr an Bord der „Hoheuzollern" erfolgen. Leprfch« M 8er mi .Herold". Berlin, 8. April. An dem Galadtner, welches am 14. April aus Anlaß der Anwesenheit des Deutschen Kaiser» in der Wiener Hofburg stattfindet, wird auch der Reichskanzler Fürst Hohenlohe theilnehmen. Ein Beamter der Reichskanzlei wird sich in diesen Tagen nach Wien begeben, um dem Reichskanzler während seines dortigen Aufenthalts, welcher genau mit demjenigen Kaiser Wilhelms zusammentrtfft, SecretärSdienste zu leisten. Berlin, 8. April. Die Cooferenz zur Revision deS internationalen UebereinkommenS Uber den Eisen bahn- Frachtverkehr, die am 16. März in Paris zusammengetreten war, hat ihre Arbeiten am 2. d. M. beendet und da» Ergebntß in einem Schlußprotocoll nicdergelegt, da» den vertragschließenden Regierungen zur Genehmigung unterbreitet werden soll. Die Beschlüffe der Couferenz enthalten durchweg Verbesserungen deS UebereinkommenS im Jntereffe von Handel und Verkehr und wenn auch nicht alle Anträge durchgesetzt werden konnten, so wird doch den Wünschen der deutschen Jntereffenten, wie der „Reichsanzeiger" hört, in verschiedenen wichtigen Punkten Rechnung getragen. Näheres kann erst mitgetheilt werden, wenn die BertrogSstaaten ihre Entschließung getroffen haben. Die Delegirten haben, wie der „Reichsanzeiger" hervorhebt, in Parts eine liebenswürdige und entgegenkommende Aufnahme gefunden. verltu, 8. April, Der christlich-sociale Parteitag für den Norden und Osten des Reiches wurde heute Vormittag um 10 Uhr im Saale des „Brandenburger Hause»" mit dem Gesänge „Ein' feste Burg ist unser Gott" eröffnet. ES find 80 Delegirte anwesend. Hofpredtger a. D. Stöcker führt deu Vorsitz. Nach einer längeren Ansprache deS Vorsitzenden reserirte Fabrikbefitzer Krüger auS Brandenburg a. H. über die christlich-socialen Aufgaben In der städtischen Bevölkerung. Auf Antrag deS Pastors Roedenbeck spricht der Parteitag.Herrn Stöcker, dem verehrten und geliebten Vorsitzenden, in dankbarer Anerkennung seiner ungebeugten Festigkeit auch gegenüber seinen neuen Gegnern auS dem conservativen Lager daS volle Vertrauen aus und gelobt ferner, der Fahne in unerschütterlicher Treue zu folgen. Auf Antrag des Fabrikbesitzer» Krügers beschließt die Versammlung, in erster Linie ihre in den Städten beabsichtigte ruhige christlich-sociale Agitation aufzunehmen und mit geeigneten Mitteln zu fördern. Die Arbeiterfrage, Handwerkerfrage, Frauenfrage find zunächst dem allgemeinen Der- ständntß in christlich socialem Sinne näherzubringen. E» ist dahin zu wirken, daß staatliche und wtffeuschaftliche Institutionen den Forderungen der verschiedenen, in besonderer Roth und Gefahr stehenden Werksgruppen gerecht werden. Superintendent Patrick-Frankfurt a. b. O. spricht hierauf über bte christlich-socialen Aufgaben auf dem Lanbe. Wiesbaden, 8. April. Heute Vormittag würbe im Kur- Haussaale ber 14. Congreß für innere Mebtciu, welcher zahlreich besucht ist, burch den Vorsitzenden, Profeffor Dr. Bäumler Freiburg i. B., eröffnet. Unmittelbar nach der Eröffnung de» EongreffeS hielt Profeffor v. Leyden-Berlin eine Gedächtnißrede zur hundertjährigen Gedenkfeier der Entdeckung der Schutzpockeu-Jmpfung durch Jenner. Mit dem Congreß ist eine Ausstellung von neuen ärztlichen Apparaten, Instrumenten, Präparaten :c. verbunden. Wien, 8. April. Seit heute früh 2 Uhr herrscht ununterbrochen starker Schneefall. Die Obst-Cultur tu der Umgegend von Wien, sowie in der Badener Gegend hat stark gelitten. Prag, 8. April. Bei den gestrigen Verhandlungen de» socialtstischen Parteitages wurde der Antrag angenommen, die Partei solle, wenn ihr BadeniS Wahlreform- Entwurf ousgezwungen werden sollte, Sandidaten aufstellen. Die Gewählten sollen dann int Parlament da» allgemeine directe Wahlrecht reclamiren, so lange, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Weiter wurde ein Antrag angenommen, nach welchem Versammlungen etnderufen werden sollen, welche die Festsetzung deS Sonntag- als Wahltag verlangen. Meran, 8. April. Der in der hiesigen Umgegend wüthende Waldbraud ist infolge übermenschlicher Anstrengungen localistrt, so daß für die Stadt keine Gefahr vorliegt. Triest, 8. April. Blätter-Meldungen zufolge brach während der Osterfeiertage in Buje in Istrien ein Aufstand von Feldarbeitern auS, der erst durch eingetroffene GenSdarmerie unterdrückt werden konnte. Paris, 8. April. Die focialiftische „Petite Republique", welche Liebknecht zu deffeu 70. Geburtstage ihre Glückwünsche übersaudte, hat vou diesem eine Antwort erhalten, in der es u. A. heißt: Dem SocialiSmu» wird die Aufgabe zufallen, die schweren Wunden zu heilen, welche der Bruderkrieg von 1870/71 , dessen Folgen für Deutschland noch verhängnißvoller gewesen seien, al» für Frankreich, geschlagen hat. nn. Darmstadt, 9. April. Bei Anwesenheit Seiner Excellenz deS StaatSminifterS Finger und der Spitzen der Behörden fand heute die Eröffnung de» Neubaues der Centralstelle für die Gewerbe statt. Coceks nnfc prwhjkdcf# Siebe», 9. April 1896. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgft geruht, den von den Frhrn. Schenck zu Schweinsberg-Rülfenrod auf die evangelische Pfarrstelle zu Ehringshausen, Decanat Grünberg, präsentierten Pfarrer Friedrich Heinrich» zu Hitzkirchen für diese Stelle zu bestätigen. ♦* Stiftung. Au» Anlaß der Einweihung der Neubauten der Großherzoglichen Technischen Hochschule zu Darmstadt hat der Verein Deutscher Ingenieure im Bezirke Frankfurt a. M. mit Unterstützung der Großindustriellen der Rhein-Maingegend, auf Anregung de» Herrn Fabrikanten WeiSmüller zu Frankfurt a. M. den Beschluß gefaßt, eine Stiftung zu gründen, au» deren Erträgniß Angehörigen der Technischen Hochschule zu Darmstadt Mittel zur Bearbeitung einzelner die Industrie besonders berührender Fragen bereit gestellt werden sollen. Zu dieser Stiftung sind bereit» namhafte Summen beigesteuert, deren Spender demnächst mitgetheilt werden sollen. Neuerdiug» hat die Direction der Maschinen-Actien-Gesellschaft Nürnberg Namen» ihrer Filiale Guftavsburg zwei sie treffende Preise sür Projecte zu einer Straßenbrücke über den Rhein bei WormS im Gesammt- betrage von 4333 Mk. 33 Pfg. sür die genannte Stiftung zur Verfügung gestellt. ♦ ♦ Die Emser Kaisetregatta findet am 5. Juli statt. ES find neun Rennen ausgeschrieben, darunter der von Kaiser Wilhelm I. gestiftete Wanderpreis. Friedberg, 7. April. Zu der heutigen Entlassungsfeier Von 14 Candidaten des PredigeramteS hatte sich Seiten» der obersten Kirchenbehörde Herr Oberconsistorialrath Walz eingefunden, wie auch die Betheiligung der Geistlichen selbst der weiteren Umgegend eine sehr rege war. Worte herzlicher Ermahnung richtete der Director de» Predigerseminars, Herr Geh. Kirchenrath Dr. Diegel an die Abgehenden auf Grund von LucaS 12, 35, während Herr Kandidat Hanack über Jerm. 1, 6. 7. im Namen seiner Collegen sprach und der Anstalt und deren Lehrern Dank und Gelöbniß barbrachte. Nachdem hierauf noch Herr Ober- confistorialrath Walz sich auf Grund von 2. Tim. 2, 3 in bekannter beredter und geistreicher Weise an die Scheidenden gewandt, schloß die officielle Feier. An dem hierauf im Hotel ftattfindenden einfachen Mahle beteiligten sich 54 Theil- nehmet. Dora-Afseuheim, 7. April. Am 1. Mai dS. IS. wird Herr Lehrer Brandt zu Dorn-Affenheim — entstammend mütterlicher Seite einer alten Lehrerfamilie Wiesbadens — sein 60jäh rigeS Jubiläum im Familienkreise feiern. 30 Jahre diente der Jubilar in Naffau, 30 Jahre in Hessen. A Bo» der Ohm, 8. April. Ostern hat den erhofften Wechsel in der Witterung nicht nur nicht gebracht, sondern deren regnerischen Character noch verstärkt. Seit dem zweiten Osterfeiertage geht bis heute ununterbrochen ein feinet Rieselregen nieder, der die Wege grundloser macht, wie die stärksten Gewitterregen. Da die Temperatur ziemlich warm ist, so herrscht wirkliches WachSwetter. DaS junge GraS und die Wintersaat wachsen zusehends, ebenso sprießen die Sämereien in den Gärten empor. Allein für den Landwirth ist eS kein Wetter zur Ausstellung der Frühjahrssaat- statt daß der Boden trocken werde, wird er immer näffer. Dazu ist die Zeit schon ziemlich weit vorgerückt; wir gehen der Mitte deS Aptil entgegen und noch ist keine Furche Land gepflügt. Eine späte Frühjahrsbestellung ist unausbleiblich. Eigenthümlich ist eS, daß das jetzige Regenwettet bei einem hohen Stand des Barometers auftritt. O Groß-Felda, 8. April. Unser gestriger „O st etwa rkt" litt ersichtlich unter ber ungünstigen Witterung, ging doch vom Morgen bis zum Abend fast ununterbrochen ein feinet Regen nieder. Der Schweinemarkt wat wohl Angesichts des schlechten WttterS stark befahren, allein der Handel stockte und viele Jungschweine wurden unverkauft wieder nach Hause gedacht. Schuld an dem matten Handel hatte aber die ungünstige Witterung nicht allein, sondern auch daS Fordern zu hoher Preise seitens der Verkäufer, die gerade auf diesem Markte meist sehr hohe Preise erzielten. Und doch muß der Preis von 40 Mk. für ein Paar guter Ferkel, wie er gestern hier bezahlt wurde, als keinesfalls niedrig bezeichnet werden. Geringere Ferkel galten per Paar im Durchschnitt 35 bis 38 Mk., Läufer galten per Paar 50 bis 60 und 60 bis 70 Mk. DaS waren die Preise, die man früher für die Ferkel zahlte. — Der Krämermarkt erlitt gleichfalls starke Einbuße durch da- schlechte Wetter. §§ AaS de» Kirchspiel Nieder Moe», 7. April. Ei» eigenartiger, bi» jetzt wohl einzig dastehender Derei» wnt demnächst hier gegründet werden, nämlich ein Eier-Verein. Derselbe soll alS Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht ins Leben treten und seinen Sitz in Nicder-MooS bekommen Die Laudwinhe, jedoch nur auS unserem Kirchspiel, welches auS neun Orten besteht, werden sich zusammenschließen, um ihren Borrath an Eiern gemeinsam an größere Geschästr, Fabriken, Händler, Hotels u. s. w. birect zu versenden uotz dadurch höhere Preise zu erzielen. Händler sind auSgeschlossro. Soviel bi» jetzt bekannt, soll daS Pfund Eier mit 50 P^. verkauft werden. Auf das Pfund gehen 7 bis 10 tzES, und wird sonach das Stück sich auf 5 bi» 7 Pfg. stellen. Für Verpackung sollen 5 Pfg. per Pfund berechnet werden, für etwaigen Schaden durch Bruch wollen die Mitglieder gemeinschaftlich aufkommen. Da» Bestreben de» Verein» geht dahin, die Eier ihrem wahren Werth, da» heißt der Größe nach, bezahlt zu erhalten, weil bekanntlich unsere klugen Hausfrauen stets nur die kleinsten Eier zum Verkauf bringen, während dem sie die größeren Eier in ihrem Han», halt verwenden. 4 Es ist wohl auf einen bedeutenden Mehr, erlös für die Landwirthe zu hoffen, wenn man in Betrach: zieht, daß gegenwärtig in unserer Gegend 2 Stück Eier au nur 7 Pfg. von den Händlern aufgekauft werden. Allgemein sieht man dem Unternehmen mit Jntereffe entgegen. Dee Vernehmen nach soll die Anregung vou Herrn Pfarrer Scribr in Nieder-MooS auSgehen, welcher sich in unserem Kirchspiel bereit» sehr verdient gemacht hat durch manche segensreiche und nützliche Einrichtung- eß sei hier nur der erst seit einigr Jahren bestehende Ziegenzucht Verein erwähnt, welcher ta der kurzen Zeit seines Bestehen» ansehnliche Resultate aufweisec kann, und deffen Fortschritte neben Herrn Veterinär-Ari: Dr. Nuß Herrn Pfarrer Scriba zu verdanken find. "W. 0. Bom Obervald, 8. April. Unsere treffliche, Vogelsberger Hölzer bringen weiter in ber Welt r»r und erobern sich neue Märkte. In aller Nähe gehr:. Tausende von Ftchtenstangen nach Süden über Gelnhawr? unb Frankfurt nach Schwetzingen. Dort wirb betanmlit starker Hopfenbau getrieben, wozu man schlanke, glatte, nicht zu schwere Fichtenstangen braucht, an benen ber Hopfen haushoch emporklettert. Obgleich Schwetzingen ben Odenwald und ben Schwarzwald sozusagen vor ber ThÜre hat und auf beiben Gebirgen Fichten sehr gut gebeihen, bezieht man boch die Stangen au» unserem viel weiter entfernten Vogelsberge sehr gerne, nachdem man die Schönheit unt außerordentliche Widerstandsfähigkeit der Vogelsberger Forst' producte hat kennen und schätzen lernen. Auch die Preise find wesentlich billiger- sie werden ober durch die nicht unbedeutenden Frachtkosten fast ganz ausgeglichen. A Mainz, 8. April. Gegen den au-führenden Bau melfter de» im vergangenen Spätjahr hier eingestürzten Neubaues ist nach mehrmonatlicher Voruntersuchung jttz Seitens ber Staatsanwalt Anklage wegen fahrlässiger Tödtung erhoben worden. Bei dem Hau-einsturz har, wie man sich erinnern wirb, bekanntlich ein Dachdecker bat Leben eingebüßt. Der au-führende Baumeister war bet Großbauunternehmer Sud er hier. — Auf Veranlassung des DirectorS der höheren Mädchenschule hat die Deputation deS hiesigen Museum» angeordnet, daß das berühmte (Semälbc Albrecht Dürer» „Adam unb Eva im Paradies" — | — eine» ber bedeutendsten Gemälde de» Mainzer Museum» — mit einem Vorhang verhängt werden muß. Da.daSSe- mälde bereits während Menschenalter unbeanstandet Pla? im hiesigen Museum gefunden, spottet der größte Theil ber Localpreffe weidlich Über die Anordnung. • Brotterode, 7. April. Wie der „THÜr. HauSfreont" mittheilt, find sür die Abgebrannten in Brotterode« Ganzen 310,000 Mk. eingegangen - boch würben baten 90,000 Mk. allein für ben Bau von Baracken zur Unter- brtngung der Familien gebraucht unb von ber verblieben» Summe ist nur ein sehr kleiner Theil auf die einzelnen Familien entfallen. DaS Bürgermeisteramt von Brotterode nimmt daher auch weiterhin Gaden zum Besten der Nothleidenden an. * Frankfurt a. M, 8. April. Drei Menschenlebeo durch GaSgift gefährdet. Al» heute Morgen bal Dienstmädchen einer in ber Schillerstraße wohnenden Witnre zu gewohnter Stunde in die Wohnung kam, fand sie die Räume mit GaS gefüllt unb bie Frau mit ihren beides 12 unb 10 Jahre alten Rinbern bewußtlos in ben Betten. Die von herbeigerufenen Schutzleuten angestellten Wieder- belebungSversuche hatten ben gewünschten Erfolg unb tl tft Hoffnung vorhanben, die drei Personen, die in da» Bürger- Hospital gebracht worden sind, am Leben zu erhalten. T{r Unglücksfall muß dadurch verursacht worden sein, daß «an mit dem Schließen de» GaSrohreS nicht vorsichtig genug gewesen ist. Rach dem Polizeibericht liegt anscheinend ei» Selbstmordversuch durch Gift und Einathmen von GaS cor. • Dem Vernehmen nach wurden in München sämmtlichen Kasernen - Lieferanten, von welchen anläßlich ke» MenageprocesseS gegen die „Münch. Post" bekannt würbe, daß sie den Versuch von Bestechungen gemacht haben, die Lieferungen entzogen. • Retz, 6. April. Im Walce bei MarS-la-Tour fing nach der „Lothr. Ztg." ein Mann einen etwa 14 Tage alten Wolf. I Gottesdienst in der Synagoge. SamStaa den 11. April. 1 Vorabend 6« Uhr, Morgen» 8* Uhr, Nachmittag» i «r, Sabbat hau» gang 8 Uhr. Verkehr, CanO* unö Volksvirthschaf^ 8. April. Frachtmarkt. Rocker X 14,15, weißer Weizen A 14.10, Korn X 9 65, Gerste X Hafer X 6.50. ■'rf t 1 fte» Ärbeiisvk Sll- b« |Wd ■e«rfJriefP8 Ä?um Einkauf ?«^reb£@ie§e lu verkaufen. ’ bayri - Gnauth. 3428 Frau A. Meße 2222 extra schwer . . . 28 3140 Neu! Neu! Hochachtungsvoll Chilisalpeter Knochenmehl Hornmehl Blumenuahruug Baumwachs Aiuktinte Holztheer Steinkohlentheer Carbolineum Oelfarben aller Art Raupenleim Strebel-Tintej J.Rickersche Buchhandlung, Giessen. Ricotina geg. Pflanzenungeziefer Jusectentinctur Ameisenvertilgungsmittel trpfiehlt die Adler-Drogerie Otto Schaaf. 5*4 Vorzügliches Sauerkraut empfehlen 547 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. 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März 1896) ausgesührten Arbeiten und Lieseruugeu find, bei Meidung der Nichtberück- fichttgung, bis längstens 1. Mai d. I. in doppelter Ausfertigung bei ms einzureichen. Gießen, den 8. April 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. 3429 NB. Nicht zu verwechseln mit Seifenpulver, Fettlaugenmehl, nur ächt mit dem Aufdruck „Luhn Arbeitsvergebung. Mittwoch den 15. d. M., Nachmittags 4 Uhr, sollen am Bureau Gr. Bürgermeisterei RothgeS die zur Einfriedigung des Friedhofs nötigen Maurerarbeiten mit Mörtellieferung , sowie die Anfuhr von Mauersteinen-und Abdeckplatten durch Bersteigerung in Accord gegeben »erden. 3430 Hungen, am 8. April 1896. Li st mann, Bezirksbauaufseher. Universal-Gartendünger Einen Posten feines Briefpapier »erkauft zum Einkaufspreis 2812 Karl Krebs, Gießen, Schulstr. 10. 3373) Eine Partie größere Kiste« Hab billig zu verkaufen. Eeltersweg 6. ’to SU h 11 Garantirt reines Fabrikat.” Auq.Luhn&C^BarmenLR1 GH^ Burgbrauerei Lauterbach. Arlreter für Gießen und Umgegend: C. 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