rad cktu Köche", spte von der Heraus- ! Davidis mit einem 10618 tzoWWWdk 10611 KrogmaML- oubens 6a6i 1 .10 4 IÜ 5 iJjOlJ itr- if i 15I.85' 118.' IS».« - ,5U 95 80 8S.J IÜ lil' :h-Extract tJ. von Liebig6 in bluer 10145 mb die-esficherea 1 M DÄM 2' 2.30 3 >1 60 I9.51 19.- 1 LZ xss 9®*Ä) Pr.H«lniLrb) ’ffe-s. •*Woo DonauW; 94.«| [ ,r.' Vnjdget «scheint täglich, nit Ausnahme des Montag». Die Gießener ^amikienStälter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Akonnemcatspreis r 2 Marl 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 60 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Sir.7. Fernsprecher 51. Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gietzeir. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Reich. Hamburg. 6. December. Ja mehreren Blättern wurde behauptet, daß die finanziellen Ergebnisse der hie« ßgen Rhedereien keineswegs günstige seien, so daß die Rheder außer Stande wären, die Forderungen der Hafenarbeiter zu bewilligen. Eine merkwürdige Illustration hierzu bietet ein Circular der Rhederfirma Robert M. Sloman jr., da» dem „Hamburger Echo" auf den RedactionStisch geweht wurde. In dem Circular, daS vom 26. November d. I. batirt ist, heißt eß: „ES ist mir gelungen, daß anerkannt beste große Segelschiff der englischen Handelsflotte in meinen Besitz zu bringen, und zwar zu einem Preise, der als außer« ordentlich billig zu bezeichnen ist. Daß Schiff, Vtermastschiff „California", wurde im Jahre 1890 von Harland u. Wolff in Belfast zum Preise von circa 660,000 Mk. gebaut und hat fich seitdem in jeder Weise alß hervorragend bewiesen, wlrdig dem großen Namen seiner Erbauer und seiner Rheder, der „White Star Line" in Liverpool. Der Preis, zu welchem ich die „California" erstand, betragt nur 365,000 Mk., ein Preis, welcher ein gutes Resultat bet selbst nted« rtgen Frachten verbürgen sollte. Ich habe auf diesem Schiffe eine Parten Rhederei gegründet mit einem Rhederei« Capital von 365,000 Mark, eingetheilt in 73 Parten k 5000 Mk. Das Schiff, daS fortan den Namen „Alster" führen wird, wird unter meinem Management stehen, doch berechne ich mir keine Correspondenz-Proviston, wie sonst üblich, sondern begnüge mich mit den Courtagen auf die besorgten Frachten. Ich habe in Liverpool die „Alster" verfrachtet für eine Reise von Liverpool nach Calcutta mit voller Ladung Salz zur Rate von 20/— Sterling, eine hohe Rate, welche ungefähr die ganzen Kosten der Rundreise (also bis daß Schiff im europäischen Hafen wieder entlöscht ist, tncl. Affecuranz, Gagen, Hafenkosten rc.) deckt, sodaß fast die ganze Fracht der Heimreise Ueberschuß ist." Neueste Krolfst telegrephifcheS Sorrefvonday-Bnrca«. Berlin, 7. December. Das Staats Ministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr in seinem Dienstgebäude unter dem Vorsitze des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin. 7. December. Die Commission des Abgeordnetenhauses für den Gesetzentwurf betreffend die Staatßschuldentilgung und den Außgleichsfouds begann die Berathungen. Im Laufe der Debatte betonte Finanz- Minister Miquel die Nothwendtgkett eineß festen TtlgungS- planes. Berlin, 7. December. Wie aus dem Zusammenhänge der Aussagen des Botschafters Grafen Eulenburg hei vorgeht und wir noch ausdrücklich bestätigen können, handelt es fich bei der von dem Botschafter dem Criminalcommissar v. Tausch erwiesenen Freundlichkeit um eine österreichische Deeoration, deren Befürwortung zu den dienstlichen Angelegenheiten deS Kaiserlichen Botschafters am Kaiserliche» Hof in Wien gehört. Bremerhaven. 7. December. Der A u ß st a n d der Arbeiter in Wenkestock war nur unbedeutend. Die Lohnstreitigkeiten find beigelegt. H-ute wurde gearbeitet. Hamburg, 7. December. Der Unterstützungßfonds ist sehr reichlich mit Mitteln versehen. Morgen wird die Unterstützung der Schauerleute vom Comits um 1 Mark pro «opf erhöht werden. Sonntag find wieder vier zugereiste Arbeiter auf den Sch'ffm verunglückt. Hamburg, 7. December. Der Stand b eß Strikeß ist wenig verändert. Bon einer Vermehrung der Arbeit im Hafen und auf den Sch ffen ist wenig bemerkbar. Die Steinkohlenhändler erhöhten die Preise um 30 Pfennig daß voppelhectoliter. Die Jutefabrik stellte ihren Betrieb wegen lkohlenmangelß ein. Die Detailltstenvereine beabfichtigeu eine Petition circultren zu laffen, die den Senat ersuchen soll, iehufß Abhilfe der Calamnät seinen Einfluß für eine Ber« Mittelung geltend zu wachen. Gegenwärtig find beide Parteien iw» Außharren entschlossen- Hamburg. 7. December. Eine Versammlung von socialdemokratischen Gewerbetreibenden nahm rtmstimmig den Antrag au, vom Senate und von der 8 Lrgerschaft zu verlangen, daß sie zu dem Außstande Stellung nehmen. Weimar, 7. December. Der Feftact zur Feier deß Zabtlääms der deutschen Bühnengenossenschaft Im hiesigen Hoftheater nahm einen glänzenden Verlauf- der Snoßherzog und zahlreiche Ehrengäste und Delegirte wohnten demselben bei. Nach der „Festouverture" von Lasten hielt der Präsident, Hermann Nisten, die Festrede. Schriftsteller Paul Schlenther hielt einen Vortrag über „Mime und Nachwelt", Klara Ziegler sprach eine Dichtung von Martin Greif auf die Genossenschaft, Max Pohl eine solche von Ernst von Wtldenbruch auf die dramatische Kunst. Am Nachmittag findet die Festtafel, am Abend die Aufführung von Byrons „Manfred" im Hoftheater statt. Schaffhausen, 6. December. Daß Volk beschloß mit 3600 gegen 2600 Stimmen, die vollständige Revision der Cautonßverfassung sei trotz der Berwersung des dem Volk vorgelegten Entwurfes fortzusetzen. Die Regierung wurde ohne Widerspruch für die neue vierjährige Amtßdauer bestätigt. Kopenhagen, 7. December. Der große Strike der Hamburger Hafenarbeiter berührt auch die Handelsinteressen Kopenhagens und zwar hat derselbe zunächst zur Folge gehabt, daß unsere Ausfuhr, ganz besonders die Getreideausfuhr, stark zugenommen hat. So geht jetzt die ganze Ausfuhr nach Schleswig und Holstein über Kopenhagen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 7. December. Fürst Bismarck hat das ihm angetragene Ehrenpräsidium des Comitss für die Nattonalfeter am 22. März 1897 angenommen. Berlin, 7. December. Wie die „Post" erfährt, ist dem BundeSrath der Entwurf einer Grundbuchordnung durch den Reichskanzler zur Beschlußfaffung zugeganqen. Berlin. 7. December. In Verbindung mit dem Entwurf einer Erweiterung der Berliner Museumsbauten, an dem jetzt ernstlich gearbeitet wird, wird die Errichtung eines Denkmals für Kaiser Friedrich III. geplant. Dasselbe soll seinen Platz auf der nördlichen Spitze der MuseumSinsel finden. Berlin, 7- December. Wie der „Berl. Local-Anz." meldet, hat v. Tausch vor seiner Verhaftung den Wunsch ausgesprochen, durch den Rechtsanwalt Dr. Sello ver« theidigt zu werden. Berlin, 7. December. Der neue Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Oberst Liebert, wird sich, den „Berl. Reuest. Nachr." zufolge, noch in diesem Monat auf seinen Posten in Dar«eS°Salam begeben. Seine Familie nimmt er zunächst noch nicht mit. Königswinter, 7. December. Ein der Vollendung entgegengehender Gasthof auf der Rosenau ist infolge eines heftigen Stnrmeß theilweise rin gestürzt. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Hamburg, 7. December. Wiederum find vier ungeschulte Hafenarbeiter verunglückt, also in zwei Tagen etn Procent aller zugereisten Arbeiter. Die Verstcherungs- Gesellschaften verlangen von den Kaufl-uten höhere Prämien, weil die Maaren durch ungeschickte Behandlung leiden, besonders Jute, Thee und Mais. München. 7. December. Bet den gestrigen Gew erbe - gerichtß-Wahlen siegten die vereinten OrdnungSparteien mit der Liste der Arbeitgeber gegen die socialtsttsche Liste mit 2259 gegen 774 Stimmen. Berlin, 8. December. Im Processe Leckert- Lützow wurde gestern Abend 10 Uhr daß Urtheil gefällt. Eß erhielten Leckert und v. Lützow je l1/* Jahre, Berger 1 Monat Gesängntß, Dr. Plötz 500 Mk. und Föllmer 100 Mk. Geldstrafe. Leckert sen. wurde freigesprochen. Berlin, 8. December.' (Proceß Leckert.) Daß gestern Abend gefällte Urtheil entspricht den Hauptpunkten dem Anträge des Oberstaatsanwalts. Bezüglich der Publi- kationsbefugniß wurde nach dem Anträge deS StaatSanwaltS erkannt, v. Lützow erklärte sich zum Antritt der Strafe bereit. Leckert behielt fich eine Erklärung vor, ebenso der Staatsanwalt bezüglich v. Lützow. In der Begründung des Urthetls, welches nach dreistündiger Berathung verkündet wurde, heißt eß u. A.: Von einer angeblichen Preßwirthschaft deS Auswärtigen Amtes könne hier gar keine Rede sein. Daß Gericht sieht für vollständig widerlegt an, daß daß Auswärtige Amt mit Hetzartikeln in Verbindung steht. Berlin, 8. December. Dem „Localanz." zu Folge hat v. Tausch bet seiner Abführung, wie von Ohrenzeugen mehrfach bestätigt wird, gesagt: „Jetzt werde er reden und nichts solle verschwiegen bleiben." Als er von seiner Verhaftung erfuhr, bat er den vom Polizeipräsidium entsandten Stenographen, eß zu übernehmen, daß seine kranke Frau von dem Borgefallenen schonend in Kenutniß gesetzt werde. «rüffel, 8. December. „Jndependance" meldet eine Massenvergiftung in einer Antwerpener Kaserne. Biß- her se'en 80 Soldaten in daß Spital geschafft worden. Brüffel, 8. December. In Folge der Intervention deß Königs wurden sämmtliche liberale Schöffen wtedergewählt. Eß wird angenommen, daß Bürgermeister Bulß nun seine Demission zurückziehe. Schwurgericht. W Steßeu, 7. December. In der Verhandlung gegen die Dienstknechte Balser und Konrad Retz von Steinfurt wegen Meineids, bot die Beweisaufnahme resp. die Zeugenvernehmung daß bei Raufereien bekannte Bild. Ein Theil der Zeugen belastete die Angeklagten, während der andere Theil der in diesem Fall von Hörensagen refertrte, entlastende Außsagen machte. Nach Vernehmung der Zeugen theilt der Vertheidiger, ReLlß« anwalt Grünewald mit, daß er außer dem Carl Justuß Jordan von Mehlbach den Chr. Weiß I. und Ludwig Bökener von Steinfurt telegraphisch geladen habe, er bitte, die Ber- Handlung biß 5 Uhr Nachmittags zu vertagen. Die Verhandlung wird um 1 Uhr Mittag« bis 5 Uhr Nachmittags vertagt. Aber auch um diese Zeit waren die von der Ver- theidigung geladenen Zeugen noch nicht zur Stelle. Rechtsanwalt Grünewald übergiebt dem Vorsitzenden eine Antwort« depesche des von ihm geladenen Jordan, worin derselbe obne Grundangabe telegraphirt, er könne nicht kommen. Die Ver« theidigung erklärt, auf diesen Zeugen nicht verzichten zu können, und bittet daher um eine nochmalige Vertagung. — Erster Staatßanwalt Dr. Güngerich erklärt, sich diesem An« trage anschlteßen zu wollen, denn er wolle dem Angeklagten ketnenfalls die Vertheidigung beschränken. Darauf beschließt der Gerichtshof, die Sache auf Dienstag Nachmittag 5 Uhr zu vertagen, die von Rechtsanwalt Grünewald geladenen drei Zeugen aber von AmtSwegen auf Dienstag Mittag 12 Uhr zu laden, damit bet deren eventuellem Nichterscheinen der Gerichtshof die zwangsweise Vorführung der Zeugen bis 5 Uhr Nachmittags veranlassen kann. W. Gießen, 8. December. Der Vorsitzende, Herr Landgertchtsrath Müller, eröffnete heute Vormittag die Verhandlung gegen Franz Milk au von Schotten wegen SittlichkeitSverbrechen. Die Anklage vertritt Herr Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich. Die Vertheidigung führt Herr Rechtsanwalt Wetdtg- neun Zeugen sind zu hören. Als Sachverständiger ist Herr Medicinal« rath Lorenz-Friedberg zur Stelle. Eß handelt fich bei der Sache um einen Nothzuchtzsversuch, begangen auf der Straße Schwalheim—Bad - Nauheim. Wegen Gefährdung der Sittlichkeit wird bet verschlossenen Thüren verhandelt. CocaUs und prwhtjkßef. Gießen, den 8. December 1896. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten' Versammlung Donnerstag den 10. December 1896, Nachmittags 3^ Uhr pünktlich. 1. Gesuch deS Louis Huhn um Erlaubniß zur Ueberbrückung deS Bruch- grabens. 2. Baugesuch der Firma Heyligenstaedt u. Comp. für den Riezelpfad. 3. Gesuch deS Wilh. Steinbach um Erlaubniß zur Aufstellung einer Bretterhalle in seiner Sand- grübe am NahrungSberg. 4. Deßgl. des Wilh. Seipp II. zum Bauen tn der Liedigstraße. 5. Ausbau der Ltebtgstraße- hier Bauwpflanzung. 6. Ausbau der Dammstraße westlich der Steinstraße. 7. Reinigung der Straßen und Plätze hier Gerätheanschaffung. 8. Gesuch deß Friedrich Hatncr um Erlaubniß zur Benutzung deß städtischen Platzeß vor seinem Hause tn der Bahnhofstraße zum Feilbteten von Christ« bäumchen. 9. Gesuch des Dienstmannes I. Ferber um lieber» lassung des Platzes gegenüber den MarkUauben zum Verkauf von Christbäumchen. 10. Gesuch deß I. Walldorf dahier um Erlaubniß zur Aufstellung eines WeihnachtsverkaufSstandeß auf dem Marktplatz. 11. Gesuch der M. Dampfmaun nm Erlaubniß zur Aufstellung eines Verkaufsstandes in der Dor- Halle des alten RathhaufeS. 12. Verkauf von Straßen- gelände an der Rodheimerftraße an Phil. Kröck. 13. Den Bau einer KUinbahn von Gießen nach Bieber. 14. Erneue- rung der Stadtkirche- hier das Spritzenhaus bet derselben. 15. Ehrengabe für Henry Dunant, den Begründer des Rothen Kreuzes und der Genfer Convention. 16. Ausführung der Ortsfeuerlöschordnung - hier die Einrichtung von Feuermeldestellen. 17. Gesuch der Carl Balzer Wittwe, Burggraben 9, um Erlaubniß zur Ausdehnung ihres WirthschaflSbetriebeS auf ihren Neubau. 18. Gesuch des I. F. Sorger um Er- laubntß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Neuenweg 5 (Deutscher Hof). 19. DeSgl. der Orauienbraueret Dillenburg im Hause Neustadt 1. 20 D:'gl. derselben im Hause Liodenplatz 5. 21. Delgl. bei Carl Valentin hi feinem Hause Rodhelmerstraße 36. ♦♦ Orden» - Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Mrrgnädigft geruht, zu» 6. December dem Bürgermeister Ludwig Rullmann zu Nidda das silberne Kreuz des Verdienstorden! Philipps des Groß« müthigen zu verleihen. *»nn. vnrfchenfchaftstag. Am 29.November fand zu Eisenach ein außerordentlicher BurschenschaftStag des Niederwald Deputirten. ConventS statt, auf dem die Auflösung desselben beschloffen wurde. Gleichzeitig wurde die Gründung eiueS neuen Verbandes mit dem Namen Ger- mania-Deputirteu Convent beschlossen, und nahm derselbe daS MaturitStSprincip für seine Mitglieder an. Jede! Mitglied einer G. D. 0. Burschenschaft muß im Besitze deS Reife- zeugnisieS eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Oberrealschule sein. Damit haben sich die Burschenschafter der deutschen technischen Hochschulen, deren Zahl an den neun technischen Hocuichulen 16 beträgt, auf dieselbe Höhe wie die UaiversitätSburschenschaften erhoben. Die Verwalt- ungen der süddeutschen Hochschulen haben die berechtigte Forderung erhoben, daß nur Inhaber von MaturitätS. zeugnisieu immatriculationSfähig auf den Hochschulen sein sollen. Dem G. D. 0. gehören nunmehr folgende Burschenschaften an: Aachen, Manier- Braunschweig, Germania und Thurtngia- Charlottenburg, Gothia und Baltia- Darmstadt, Germania und Rheno-Guestphalia - Dresden, CheruSkia- KarlSruhe, Arminia, Germania, TuiSkonta- Stuttgart, Ale- mania. Die Münchener C. Gothia und Staufia find noch nicht beigetreten. ** Ju der Sitzung der oberheffischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde am 3. December sprach Herr Professor ElbS über die electrische Kraftstation in Rhein- selben. Redner gab zuerst einen kurzen Ueberbltck über die in Deutschland bisher vorhandenen electrischen Kraftstationen und wandte sich dann zur Schilderung deS im Bau begriffenen Werkes zu Rheinfelden, eine« zwischen Basel und Säcktngen gelegenen kleinen Städtchen. Das Werk ist ursprünglich ein Unternehmen einer Schweizer Gesellschaft, doch sind später auch deutsche Theilnehmer hinzugekomwev. Die ganze An« läge befindet fich auf der badischen Seite deS Rheins. Hier ist ein Kanal gegraben worden, über welchen das Werk gebaut wird. Die Waffermaffen, die den Canal durchströmen, werden 20 Turbinen in Bewegung setzen, deren jede bet mittlerem Wafferstande 840 Pferdekräfte leistet. Bei hohem Wafferstande wird daS Werk sogar auf 16 800 Pferdekräfte kommen. Auf die Turbtnenachsen ist unmittelbar je eine Wechselstrommaschine aufgesetztzur Lieferung dreiphafigerWechsel- ströme — Drehftröme — mit 6800 Volt Spannung, z. T. 16 500 Voll Spannung und mit 100 Wechseln in der Secunde. Den Gleichstrom zur Erregung des Magnetfeldes der Wechsel- stromerzeugung liefern 3 DrehstromgleichstromtranSformatoren von je 150 Pferdekräften. Durch ein Leitungsnetz, das ein Gebiet von 25 Kilometer Radius umfaßt, wird einer großen Anzahl von Orten der Strom zugeleitet. Ein Drittel davon wird zur Erzeugung von Licht, zwei Drittel zur Erzeugung von Kraft verwendet werden. Allein die Stadt Basel beansprucht für Beleuchtung und Krastlieferuvg 7000 Pferde- kräfte. Eine bet der Saline Wyhlen im Bau begriffene electrochemische Fabrik zur Aufbereitung der Salzsoole tu Soda, Aetz-Natron, Wafferftoff, Chlor und Chlorkalk wird 4000 Pferdekräfte verwenden. Der Mittelpreis einer elec- Nischen Pferdekraftstunde wird für große Betriebe 21/a Pfg. betragen. Im Mai nächsten Jahres soll daö Kraftwerk Rheinfelden in Betrieb gesetzt werden. Da aber schon jetzt der größte Theil seiner Leistung in festen Händen ist, so hat fich die Gesellschaft veranlaßt gesehen, durch einen Vertrag sich eine wettere 1 Kilometer unterhalb Rheinfelden gelegene Wafferkraft von 7000 Pferdekräften zu sichern. DaS Gebiet ist verwöge seiner Wasserläufe, seiner Salinen, seine! vorzüglichen Eisenbahnnetzes und seiner dichten Bevölkerung für industrielle Anlagen sehr geeignet. ES besitzt schon jetzt eine großartige Industrie und wird vermöge der mächtigen Electricl- tätSquellen eine Entwicklung nehmen, wie wir etwas Aehn- licheS bisher garnicht kennen. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, Gießen. Die erste Sitzung der neugebildeten Gesellschaft fand am Freitag, den 4. December im großen Saale deö Gasthofs zum „Einhorn" statt und erfreute fich zahlreichen Besuches; eS waren etwa 240 Personen, darunter viele Damen, anwesend. Die Mitgliederzahl der Gesellschaft stieg während des Abends auf 214. Für Abstellung der äußeren Mängel, als da find Platzmangel, ungünstige Einrichtung der Garderobe rc. wird bis zur nächsten Sitzung gesorgt werden. Nach einer kurzen Ansprache deS 1. Dorfitzenden, Herrn Professor SieverS, ergriff der Vortragende Wirkl. Geh. AdmiralttätSrath Prof. Dr. G. Neumayer, Direktor der Seewarte in Hamburg, daS Wort zu einer längeren Ausführung über die Südpolarfrage. Der Redner berührte zu- nächst seine jahrzehntelange unermüdliche Thätigkeit zur Ent- Wicklung der antarktischen Forschung von den ersten Anfängen während seiner Stellung als Direktor des phyfikalischeu Ob» servatortumS in Melbourne bis zur heutigen Zeit, in der die antarktische Frage zu einer der bedeutendsten wiffenschaftlichen Tagesfragen geworden ist. Sodann ging er dazu über, die wichtigsten Bestrebungen zur Untersuchung der Südpolarge- biete und ihre Ergebniffe zu schildern, und erwähnte hierauf die seit etwa 1845 eingetretene Stockung. Die großen Lücken in der Erkenntniß der Südpolargebtete verhindern eine ganze Reihe von Wiffenschaften an der Krönung ihres LehrgebäudeS- zu ihnen gehören die Geographie, die Geologie, die Hydrographie, die Meteorologie, die Lehren von der Verbreitung der Pflanzen und Thtere, die Physik der Erde. Besonders eingehend schilderte der Redner die Schwierigkeiten, die fich der Ausbildung der Lehren von dem Erdmagnetismus infolge des Ausfallens der Beobachtungen im Südpolargebiet ent- gegeuftellen, sowie auch die Unzulänglichkeit unserer Kenntniß von den klimatischen verhältniffen del Südens der Erde. Leider erlaubte die beschränkte Zett nicht mehr, den rein geographischen und biologischen Werth der Untersuchung deS Südpolargebiets eingehend auseinanderzusetzen. Besonders warm trat Geheimrath Neumayer endlich für eine deutsche Süopolarexpedttion ein, die ihren Weg von der Kemp-Insel südlich der Kerguelen-Gruppe gegen Südosten nehmen würde, während die Engländer wahrscheinlich an ihre bisherigen Erfolge unter I. C. Roß in Dictorialand anknüpfen werden. Er zeigte, daß eine solche Expedition nicht nur ein nationales Unternehmen und von großem wiffenschaftlichem, sondern auch von praktischem Werthe sei und schloß mit einem warmen Appell an die Opferwilligkeit der deutschen Nation zur Ermöglichung des großen Planes. Reicher Beifall lohnte den Redner. Wir hoffen, daß es ihm in nicht zu ferner Zeit vergönnt ein möge, hier In Gießen einen zweiten Vortrag über die Ergebnisse der deutschen Südpolexpedition zu -alten. •• Knust-Verein. Die Kunstausstellung am Brand ist vom 9. bis 12. dS. Mts. wegen Wechsel der Gemälde geschlossen. •* Akademischer Gesang-Verein. Wie auS dem In» eratenthell erstchtllch, beginnen die Proben des genannten Vereins am Montag den 14. ds. MtS. ES unterliegt keinem Zweifel, daß die Mitglieder vollzählig zur Stelle sein wer- den, da der Verein seinen neuen Dirigenten, den Großh. UniversitätS-MufikdirectorHrn.G.Trautmann, zu begrüßen hat. Zweimal wird der Gesang Verein vom Concert Verein in vorliegender Saison zur Mitwirkung eingelaben werden, fleißiges Arbeiten ist also erforderlich. Zur Uebung gelangen gleich in der ersten Probe am 14. ds. MtS. Werke von Schubert und Brahms. Panorama. St. Petersburg und die kaiserlichen Schlösser zeigt uns das Panorama diese Woche — wer wollte daS für den billigen Eintrittspreis nicht kennen lernen. Dom Nicoleibahnhos kommen wir zum NewSky- Prospect. Hier promenlrt in den Nachmittagsstunden die feine Welt, hier rollen die Wagen der Reichen über daS Holzpflaster, hier Ist die Pulsader des geschäftlichen Lebens. Die schönste Stelle St. Petersburgs Ist aber unbestreitbar da« Newa-Ufer mit feinen prachtvollen Palästen. Wir sehen das WlnterpalalS, das GeneralstabSgebäude mit dem sechs» spännigen SiegeSwagen, die 48 Meter hohe Alexandersäule, baß 1782 enthüllte Denkmal Peter deS Großen vor der herrlichen, ganz auS Marmor und Granit erbauten Isaaks- Kathedrale. Von den vielen Brücken ist die schönste die Anitschkowbrücke. Ferner sehen wir noch viele Kochen, Klöster, das große Admiralitätsgebäude, daß Prachtgebäude, die Eremitage mit seinen Kunstschätzen, ferner Monumente rc. Alleß namhaft zu machen, fehlt unß der Raum - wir rathen Jedem, die herrliche Serie in Augenschein zu nehmen. •• Werkmeister-Bezirksverein. Am SamStag Abend feierte der Werkmeister-Bezirksverein Gießen im neuen Saale deß Casö Ebel sein zehnjähriges Stiftungsfest. Aus dem reichhaltigen Programm, in welchem Musikstücke mit humoristischen Aufführungen, Liedern und Theaterstückchen abwrchselten, sind neben dem von Frau Schnür le schwungvoll gesprochenen Prolog und den von Frau Kallmeyer in vollendeter Sicherheit vorgetragenen L ebern, insbesondere die Reden des Vorsitzenden, Herrn Werkmeister (5ar 16, sowie die des Herrn Commerzlenrath Heyligenstaedt hervorzuheben, welche die Beachtung weiterer Kreise verdienen. Der erstere führte, nachdem er die Anwesenden herzlich willkommen geheißen und einen kurzen Bericht Über die Thätigkeit des Bezirkß- vereinS gegeben hatte, im Wesentlichen Folgendes aus: Der Verband wurde im Jahre 1884 mit 300 Mitgliedern in sieben Bezirksvereinen gegründet und zählt heute 30000 Mlt- g ieber in 570 Bezirksverelnen. Eine behördlich genehmigte Wittwen- und Waisenkaffe leistet nach dem Tode eines Mitgliedes an die Hinterbliebenen 600 Mk. Stirbt die Ehefrau eines solchen, so erhält daß'elbe 150 Mk. Sterbegeld, ebensoviel bekommen die Walsen, wenn eine Wittwe stirbt. Außerdem wendet der Verband nach dieser ersten Hülfe einer jeden Wittwe sechs Monate nach dem Ableben ihres Ernährers eine nochmalige Unterstützung zu, die sich nach der MltgliedSdauer deS Verstorbenen berechnet und z. B. 50 Mk. beträgt, wenn fünf Mitgliedsjahre zmückgelegt waren. So oft zwei Mitgliedsjahre mehr in Betracht kommen, so werden auch 50 Mk. mehr gewährt, so daß auf neun Mitgliedsjahre 150 Mk., auf elf 200 Mk., auf dreizehn 250 Mk. rc. gezahlt werden. Mit dieser Hülfe soll jeder Wittwe der Uebergang in bescheidene, aber geordnete Derhältuiffe erleichtert werden. Außerdem erhält jede Wittwe alljährlich eine ebenfalls im Verhältniß zur Mitgliedsdauer ihres verstorbenen Mannes stehende Unterstützung. Im Jahre 1893 wurden 953 Wittwen mit 46592 Mk., im Jahre 1894 1150 Wittwen mit 58000 Mk. und 1895 1400 Wittwen mit 79000 Mk. und 68 Waisen mit 1800 Mk. unterstützt. Es ist erstaunlich, daß diese Sterbe- kaffe mit dem geringen Beitrag von jährlich 12 Mk. pro Mitglied nicht nur 1660000 Mk. innerhalb 12 Jahren zur Auszahlung brachte, sondern auch einen Reservefonds von 560000 Mk. ansammeln und sicher anlegen konnte. Der Verband wird für die Folge noch mehr für seine Wittwen und Walsen thun, da Ihm die Ueberschüffe der Sterbekaffe zu diesem Zweck zur Verfügung stehen. Auch die Invaliden und durch Alter, Krankheit, Stellenlosigkeit und sonstige SchicksalSschläge erwerbslos gewordenen Mitglieder vergißt der Verband nicht. Er glebt zu diesem Zwecke 20000 blS 30000 Mk. jährlich auß. Jnß- gefammt hat der Verband schon 500000 Mk. zu Unterstützung!- zwecken anfgewandt. Einer Gesammtletstung von 2 160000 Mk., wovon allein 417 000 Mk. auf daß Jahr 1895 entfallen, schließt fich ein Gesammtvermögen von 1200 000 Mk. an. Kein zweiter Stand im Reiche wird wohl zu finden sein, der innerhalb zwölf Jahren über drei Millionen Mark mit mini- malen Beiträgen seiner Mitglieder sammelte. ES ist ferner , noch hervorzuheben, daß der Werkmeisterverbaud etne wirk- I fawe Stellenvermittelung für seine Mitglieder besitzt, und wenn heute jedem Betriebsbeamten der gesetzliche Schutz del § 133 zur Seite steht, so ist diel nicht zum kleinsten Theil den jahrelangen Bemühungen bei Verbände! zu verdanken. Redner schloß mit den Worten: Von Königsberg bis Metz, von F.enßburg btl München erstreckt fich die in 570 Bezirks- Vereinen feftgeglieberte Organisation. Fern von dem politischen und religiösen Getriebe der Zeit erstrebt der deutsche Werkmelfterverband nur baß Wohl seiner Mitglieder, sowie deren hinterlaffenev Wittwen und Waisen. Immer näher rückt er seinen großen Zielen und eß wird bald kein Staudeß-College mehr im Baterlande zu fioden sein, der allein seine Wege geht! Reicher Beifall lohnte Herrn Gar 16 ür seine interessanten Ausführungen, an welche sich die Rebe deß Herrn Commerzienrath Heyligenstaedt anreihte. Derselbe sprach dem Bezirksverein seine besten Wünsche für ein fernereß Blühen und Gedeihen au! und gab insbesondere der Hoffnung Ausdruck, daß demselben ferner Seitens der Prlnzipalitäten die wohlverdiente Hochachtung unb Unter- tützung in höherem Maße zu Theil werden möge, als diel bisher geschehen sei. Wenn man bedenke, weiche schwierige Stellung der Meister bet den heutigen socialen Behältnissen einuehme, wie er all Mittelsperson zwischen Arbeitgeber unb Arbeitnehmer stehe und in dieser Stellung berufen sei, seinen auSgleicheoden Einfluß bei den häufig hervortretenden Gegensätzen zur Geltung zu bringen, wenn man ferner berücksichtige, daß unsere Prlvatbeamten im Allgemeinen und hter die Werkmeister im Besonderen, so stiefmütterlich bei der socialen Gesetzgebung behandelt worden seien und nur durch eigene Intelligenz und Opferwilligkeit eine große sociale Aufgabe, die Sicherstellung der Meister und deren Familien in Roth- fällen, gelöst haben, so könne man eß nicht begreifen, wie noch so viel Principale diesen edlen Bestrebnngen und großartigen Leistungen thetlnahmloß gegenüberftünben und denselben nicht nur nicht diejenige Beachtung und Unterstützung, die sie verdienten, zu Theil werden ließen, sondern auch hier und da auß Unkenntniß und Doreingenommenhut denselben mit Mißtrauen begegneten. Die wirklich musterhafte Leitung deß Verbandel im Allgemeinen, wie auch deß hiesigen Bezirk!- vereinl im Besonderen verdienten alle Anerkennung unb galt das von Herrn Commerzienrath Heyligenstaedt au!- gebrachte Hoch dem seitherigen Vorstände del Bezlrksverew», der fich seinerseiis hierfür bedankte unb den Redner al! Denjenigen bezeichnete, welchem der Bezi.kloerein seine Gründung zu verdanken habe, «uß dem Kreise der zahlreich erschienenen Gäste, unter welchen aber die Prtncipalität leider auffallend schwach vertreten war, wurde dem Bezirksverein gleichfalls Dank und Anerkennung gezollt. Der ganze ©erlauf des Überaus gelungenen Festeß legte Zengniß ab von dem innigen FreundschaftSverhältaiß zwischen den Mitgliedern und dem harmonischen Zusammenwirken Aller. Dem Werk- meister-BejirkSverein rufen auch wir bei seinem Eintritt inS zweite Decennium seineß Bestehen! ein herzliche! „Glückauf" zu und wünschen ihm die Eefüllung seiner berechtigten Erwartungen bezüglich del Anschluffel der seiner Sache noch fernstehenden College» und ferner eine auf warme! Interesse gegründete Unterstützung von Selten der Herren Pr > cipale. •» Deutscher und Oesterreichlscher Alpenvereiu Am 28. v. Mtß. feierte die hiefige Sectton bei Deutschen unb Oesterrelchlschen Alpenverelnl in dem finnig unb reizend alpin geschmückten Saale im „Gasthaus zum Rappen" ihr zehnjährigeß Stiftungßfeft. Etwa 50 Mitglieber der (sectton hatten sich zu der Feier eingefunden und gewiß wäre die Zahl eine noch viel größere geworden, wenn nicht der am selbigen Abend staitfiodende Clubball eine Anzahl der Mitglieder am Erscheinen abgehalten hätte. Während der Pausen beim Genüsse eineß superbe-alpinen Mahles, dessen Menu u. A. „Kalblrücken von der Selffer Alp," „Murmelthier-Schnittchen mit Maccaronl auß Neapel," braten auß Tirol, Alpenkräuter-Salat," „Zillerthaler Ziegenkäse mit Almbutter" rc. aufwieß, gelangte die ideelle Seite der Bereinigung in schwung- und gedankenreichen Reden z»« Außdruck. Den Reigen der letzteren eröffnete der Vereins- Präsident, Herr Dr. KleWitz, durch eine Ansprache, worin er auf den Antheil der Section Gießen an den Bestrebungen des Deutschen unb Oksterreichischen Alpenvereinl Hinwiel und derselben ein fernereß Gedeihen wünschte. Hierauf überreichte der zweite Vorsitzende, Herr Derlaglbuchhändler Otto Roth, den in bocheleganter Ausstattung hergeftellten Festbericht, tn welchem die zehnjährige Dertlnlgeschichte der Dection neben sonstigen wichtigen Beiträgen enthalten ist, au die Festtheu- nehmer mit entsprechenden Worten und einem Hoch auf die Gründer deß Verein!. Sodann brachte der VereinSschrist- führer, Herr Dr. Neßling, die zahlreichen von auswärts eingetroffenen Begrüßungen unb Glückwünsche zur Verlesung mit einem Hoch auf die Sektion. Herr Dr. Gutfleisch gedachte in anerkennender Weise der früheren unb jetzigen Leitung be! Verein!, verbreitete sich über die idealen Ziele de! letzteren und brachte sein Hoch der Dereinßleitung. Herr Staatlanwalt Zimmermann prieß den Arrangeur des Feste!, der mit idealem Kunstsinn dasselbe in seiner rSuw- lichen Umgebung und sonstigen Nebenzugehörigkelten bis ns Kleinste aulgtftattet und dadurch bei allen Teilnehmern eine gehobene sestfreudige Stimmung erweckt habe. Nach der Frst- täfel besuchten sämmtliche Festgenoffen daß in einer Schutz- Hütte aufgeschlagene Alpenpanorama, das durch seine plastische Darstellung und gorbeneffede ganz außerordentlichen Beifall fand unb ber Baukasse einen recht ansehnlichen Betrag einbrachte. Der in ber Festversammlung lebhaft erwachte Humor steigerte sich noch beim Genuß eine! frischen Faffeß edlen „Pilsener Tafelbiereß", dal ein freigebiges »e- reinsglied den von ihrer alpinen Wanderung soeben i"' rückgekehrten Alpinisten credenzte und dieselben damit noch i> längerem Verweilen verlockte. Nur allzurasch schwanken vte schönen Stunden, unb schon war eß 6 Uhr geworden, w die Letzten den Saal verließen. Am Sonntagmorgen »a» 11 Uhr erfolgte noch eine photographische Aufnahme cc Festlocalß und der Festthellnehmer für da! Bereinsalbu^ Frühschoppen um 1/>12 Uhr im Kaiserhof bildete den Säl B rrt,tJ(ießt nich »--''Ä 1870/71 JÄ» 1® . lu, Gesucht ut ’S wW* daß 7 „k. erhalten Ekelst ulid «"ve M-sarmO. Z-g.) WitteruugSbericht vom 7. December. Ganz Europa, mit Ausnahme deS äußersten Nordostens, bedeckt tiefer Druck. Sein Centrum hat zwar an Ttife abaenommen und sich weiter gegen die Nordsee vorgelagert, doch sind die Gradienten immer noch sehr beträchtlich. Der Einfluß deS ausgedehnten De- presstonSgebietrs macht sich bereits allenthalben geltend und wurde die Frostgrenze bis nach dem Nordosten zurückgedrangt. Die eingetretene milde Witterung wird aber nach dem Vorüberzug deS tiefen Druckes wieder empfindlicher Abkühlung weichen und werden die zunächst stattfindenden Niederschläge bann in ausgedehntere Schneefälle übergehen. BitUftmi > Zunächst mildes Wetter mit Niederschlägen, dann wieder Abkühlung und Schneesalle. Verkehr, Cant» rrnd Volkswiethjchast» Gieren, 8. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmsrkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1 20, Hühncret-r pr. St. 7-9 4, 2 St. 00 4, Enteneier 0 2 St l 4, Gänse eier pr. St. 00—00 H, Käse pr.St.5-8 Käsematte pr. St. 3 4. Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Pa« X 0,50 bi« 0,€0, Hühner pr. Stück 0 9' bis 1,00, Hahnen pr. Stück X i-,60-1,CO, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,45—0,55, Ochsenfleisch pr. Psb. 66—74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 Kalbfleisch pr. Pfd. 60-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bil 4,50 X, Weißkraut pr. Stück 0--00 4, Zwiebeln pr. Eentner X 4,00-0 00, Milch pr. Liter 16 5,. iltai§ zwischen bin Miizliüm ntnokitn Aller. Drm Bnb ch mit bei seine« Gtrtntt loi ihens tin herzlichtö ^®lüdaüf‘ illung seiner berechligien 6c lofjtf btr ftlntr Sait noi tr dnt auf »arme# dntmfit >tUw btt fyxxtn H lötttion bei Dtutschtu md in btm Hä unb «i|«l [ „®aW zm W<»‘ 7 jftfi. Eiivn 50 RDer t Feiet tingtsunben imb zrößtrr 0t®otbtn, tttna ' n * '■*' ,aieu 601 d» : @it6tn °° idwtel i in * Ott'11"1 ,iilai86a S« »ff*1'1 tm adioi» doU'lW“ ‘ w wt g* bann bro^ D a i die M °°d v-«'!"» Biü«Ä tu l eilt« fit “g „|,!lclW0;i 1 61 W ai» 1.1«* *' stztz OS- mV w,ln ' flß[inblIll0£ mit Aligmmtt Verein für Armen- vud Krankenpflege. Außerordentliche Generalversammlung! Montag den 14. December er., Nachmittags 5 Uhr, im Confirmandensaal, Neustadt 61. Tages-Ordnung: 1. Erbauung eines neuen Schwesternhauses, besonders Wahl des Bauplatzes- 2. Abänderung der Paragraphen 11 bis 16 der Statuten. Die Mitglieder werden hiermit auf Grund der Paragraphen 4, 5 und 7 der Statuten ergebenst eingeladen. 10805 Der Vorstand: Schlosser. Krtslirankenkaste Gießen. Die Wahl für die Vertreter der Arbeitgeber und ^Arbeitnehmer zur General-Versammlung findet Dienstag den 15. December 1896, Nachmittags von 4 bis 8 Uhr, im Saale des Lenz'schen Felseukellers statt. Laut Beschluß des Vorstandes soll dieselbe in der Weise vorgenommen «erden, daß jedes wahlberechtigte Mitglied seinen Stimmzettel an die ernannte Wablcommission in obigem Locale abgibt. Stimmzettel für beide Theile sind vorher bei Herrn Rechner Heidt, sowie am Wahltage in bem Wahllocale erhältlich. Es haben zu wählen die Arbeitgeber 49 und die Arbeitnehmer >8 Vertreter. Wahlberechtigt sind sämmtliche Mtglieder der Kasse, welche volljährig sind — Die Wahl der Arbeitgeber und Arbeitnehmer findet getrennt statt. 10806 ___________________H. Winn, Vorsitzender. Spar- und Leihkaffe Gießen. Im Monat December l. I. werden bei der unterzeichneten Kasse geben Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag Zahltage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, an diesen Tagen unter Lorlage der Einlagebücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen ober bei- schreiben zu lassen. Zinsen, welche bis zum 1. Januar n. I. nicht erhoben oder beigeschrieben sind, werden in den Büchern der Kasse ohne Weiteres zitgeschrieben und von diesem Tage an verzinst. Es brauchen hiernach alle bieienigen Einleger im December nicht zu erscheinen, welche nnr Zinsen beischreibeu lassen wollen, dies kann vielmehr ganz ge- bg,entlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen. Gießen, den 28. November 1896. Spar- und Leihkaffe Gießen. 10664 Doering. Sämmtliche Vackzuthaten, «Ke Gewürze,Mandeln, Haselnußkerne,Citroneu,Sultaninen Cvrintheu, Ammonium, Potasche, Aetherische Cde, Back- Maten re. re. empfiehlt 10702 Otto Schaaf, Seltersweß 39. H. Heiller, Giessen. i Wiener Cafe Feinste Anfertigung aller einschlägigen Artikel zu Diners, Soupers, Caf<6- und Thee-Gesellschaften. Täglich grosse Auswahl in Torten, Kuchen, Caf6- und Thee-Gebäek Ausschank echt Pilsener (Bürgeri. Brauhaus), echt fiflamchener (Bürger!. Brauhaus), la. Berliner Weissbier. Cafe Conditorei ,/y,'t>A, r.' x, z, ww? 'A< x____ MM Frankfurterstr. Nr. I, Ecke Südanlage. —Telephon Nr. 71. MM nur bester Qualität. _LL anerkannt vorzüglicher Güte. Gefrorenes stets vorräthig. | Thee. Chocolade. ÄHF* Prompte solide Bedienung bei mässigen Preisen. "SSC 9675 I Versteigerungen^^ Pferde- u. Rindvieh- Versteigerung. Samstag den 12. 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Di deute ein ganz wohlhab, strafe verurtheilt, wei Rolhenbachsteich bei reitS in Behälter gesaßi versteckt gebliebenen Kai Da diese- Sersahren In d°n Leuten in den Abflu^ Fische in der Winun^, Befangen werben, fo uiaj nuug sein. Das Gespe Unter diesem Titel M „Heimgarten" daS bit ®W' für jrat fe^M Ihtn, mehr Anrecht au M tx verdient, im Jul Se Durch W-ihmchi ?«e «uf bJ1! ®« "ch ® feiner ’«f fei ftieb,3„“ N-I°en DK :;*rS’Ä ‘ Aetztt.» »och schs^ (